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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. November 2005, 01:25 
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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. November 2005, 10:14 
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ARD-Reporter fassungslos
Türken kündigten Krawalle an


VON DANIEL STEIL

ISTANBUL – Als sich der Hass der Türken im Kabinengang entlud, stand ARD-Reporter Nick Golüke (32) mittendrin. Sein Kameramann wurde niedergeschlagen, als er die Jagdszenen filmen wollte. Golüke war eine Stunde gefangen. Im BLICK-Interview erhebt er schwere Vorwürfe gegen den Türkischen Fussballverband.

BLICK: Wurden Sie bei Ihrer Berichterstattung schikaniert?

NICK GOLÜKE: «Sehr sogar. Für das Spiel wurde uns extra ein Sicherheitsbeamter zur Seite gestellt. Er hat uns auf Schritt und Tritt verfolgt und uns kontrolliert. Freie Arbeit war nicht möglich. Das war eine Form der Zensur.»

Was passierte, als Sie die Jagdszenen auf die Schweizer Spieler im Kabinengang filmten?

«Mein Kameramann wurde von dem Sicherheitsbeamten, der uns bewachen sollte, niedergeschlagen. Wir durften nicht weiterfilmen, wurden festgehalten.»

Das heisst, es gab keine eigenen Bilder mehr?

«Die gab es sowieso nicht. Uns wurde verboten, eigene Kameras zu installieren. Die Bilder wurden vom Türkischen Fernsehen geliefert. So wurden der Hass auf den Rängen und die Wurfgeschosse bewusst nicht gezeigt. Nach dem Spiel ist sogar ein Standbild eingeblendet worden. Das nur, damit der Zuschauer nicht sieht, was wirklich passiert. Das hatte wohl politische Hintergründe.»

Haben Sie so etwas schon einmal erlebt?

«Noch nie. Ich war schon in sozialistischen Ländern. Dort hatten wir auch schwierige Bedingungen und wurden bewacht. Aber hier in Istanbul war es am schlimmsten.»

Waren die Türken mit der Situation überfordert?

«Ich glaube, die Tumulte nach dem Spiel waren nicht zufällig. 10 Minuten vor Spielende kam ein Medienfunktionär des Türkischen Fussballverbandes zu uns und sagte wörtlich: ‹Was jetzt hier passiert, dürfen Sie nicht filmen›. Gleiches sagte man uns auch schon in der Halbzeit. Deshalb konnten wir die Attacke auf Philipp Degen in der Halbzeitpause nicht filmen.»

Wie haben Sie die Zeit nach dem Niederschlag Ihres Kameramannes erlebt?

«Mir zitterten die Knie. Es zog ein blinder, hasserfüllter Mob durch den Gang. Spieler, Sicherheitskräfte, Trainer – alle schlugen zu. Ich hatte Angst.»

Wie lange waren Sie dort gefangen?

«Eine Stunde mussten wir ausharren. Keiner konnte unsere Sicherheit garantieren. Dann sind wir direkt ins Hotel gegangen.»

Blick.ch


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. November 2005, 10:16 
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«Es wird hart durchgegriffen»

Das Fairplay sei in den letzten Tagen in der Türkei mit Füssen getreten worden, sagt der Schweizer Fifa-Präsident. Die Sanktionen können laut Joseph Blatter bis zu einer Suspension des türkischen Verbands führen.

Der Schweizer Fifa-Präsident Joseph Blatter nimmt Stellung zu den Vorkommnissen in Istanbul

«bund»: Wie haben Sie die Vorkommnisse rund um das Spiel der Schweiz in der Türkei erlebt?

joseph Blatter: Zuerst antworte ich als Schweizer und lege auch die Neutralität etwas ab. Ich freue mich, dass es die kleine Schweiz nach mindestens drei vergebenen Matchbällen in den Qualifikationsspielen doch noch unter die 32 Besten der Welt geschafft hat. Es wird ihr gut tun, wenn am 9. Dezember bei der WM-Gruppenauslosung in Leipzig der Name Schweiz erscheint und gesetzt wird.

Und wie lautet Ihre Antwort als Fifa-Präsident?

Es schmerzt mich als oberster Verfechter des Fairplays, dass in den letzten Tagen in der Türkei das Fairplay im wahrsten Sinn des Worts mit Füssen getreten worden ist. Das ist des Fussballs absolut unwürdig, denn Fussball soll zur Verständigung und zur Völkerverbindung beitragen. In der Türkei war weder das eine noch das andere der Fall.


Wer trägt dafür die Verantwortung?

Der organisierende Verband und seine Ordnungskräfte sind verantwortlich für die Sicherheit vor, während und nach dem Spiel. Das ist das Grundprinzip. Die Fifa hat für alle Barrage-Spiele einen Spezialisten für die Sicherheit zu den Spielorten delegiert, dazu einen Kommissar, der als verlängerter Arm des Fifa-Präsidenten fungiert, und natürlich einen Schiedsrichter und einen Schiedsrichter-Inspizienten – alles Leute mit grosser Erfahrung. Denn sie müssen darauf einwirken, dass die Spiele in normalem Rahmen ablaufen.


Wie können sie das, sie haben ja keine Machtbefugnis?

Sie haben die Macht, das Spiel abzubrechen, wenn sie zur Überzeugung gelangen, dass die Sicherheit von Beteiligten nicht mehr gewährleistet ist. Das war bei der Partie Türkei - Schweiz nicht der Fall. Es gab Unfairness auf dem Platz, was zwar nicht schön, aber auch nicht so schlimm ist. Die 98 Spielminuten wurden sicher über die Bühne gebracht. Aber wenn eine Mannschaft einen der grössten Erfolge ihrer Verbandsgeschichte schafft und die Freude darüber nicht zeigen darf, stimmt etwas Grundlegendes nicht mehr.


Sie sind seit 30 Jahren im Weltfussball tätig und der höchste Funktionär: Wie schwerwiegend stufen Sie die Vorfälle von Istanbul ein?

Für mich ist das ein Fall von schwerwiegender Respektlosigkeit der Gastgeber gegenüber ihren Gästen. Wissen Sie, was das bedeutet, wenn man die WM-Endrunde in Deutschland und die dazugehörenden Ausscheidungsspiele unter das Motto «Die Welt zu Gast bei Freunden» stellt? Dass diese schwerwiegenden Anti-Fairplay-Aktionen – vom Zeitpunkt der Ankunft der Schweizer in der Türkei bis zu den Vorkommnissen in den Katakomben – im letzten von über 800 Qualifikationsspielen weltweit passiert sind, ist zusätzlich schwer zu verdauen. Das stimmt mich traurig.

Wie wird die Fifa nun vorgehen?

Ich will mich jetzt nicht als Richter aufspielen, noch fehlen mir die genauen Berichte darüber, was sich alles abgespielt hat. Aber sicher ist: Hier wird durchgegriffen, und es wird hart durchgegriffen. Was passiert ist, berührt die ganze Welt. Und es schadet dem Fussball weltweit. Darum gilt es jetzt, alle beteiligten Personen anzuhören und ihre Schilderungen zu rapportieren. Je nach Schlussbericht der Disziplinarkommission werden Sanktionen ausgesprochen, die von einer Verwarnung bis zur Suspension des Verbandes reichen können. Und ein suspendierter Verband darf für eine bestimmte Zeit auf keiner Stufe Spiele bestreiten, weder Freundschafts- noch Qualifikationsspiele.


Hat die Fifa vor dem Spiel in der Türkei alles getan, was sie hat tun müssen?

Das ist eine Frage, die man immer stellen muss, wenn etwas passiert ist. Auch das klären wir natürlich ab. Ich denke, wir hätten in Form des Spielkommissars und des Sicherheitsdelegierten schon bei der Einreise der Schweizer Mannschaft dabei sein müssen. In diesem Zusammenhang werden wir etwas auf die eigene Kappe nehmen müssen, auch wenn kein Fifa-Delegierter das Recht hat, türkischen Zollbeamten am Flughafen zu sagen, wie sie ihren Dienst zu verrichten haben. Auch gegen Steinwürfe auf den Mannschaftsbus können sie nichts unternehmen, aber sie können das alles genau so rapportieren wie die Geschehnisse in den Kabinengängen, wo beide präsent waren.


Die Türkei beklagte sich am Samstag auch über Respektlosigkeit und Unfairness rund ums Hinspiel in der Schweiz.

Auch das ist natürlich Gegenstand der Untersuchung. Ansprechpartner der Fifa sind in diesem Zusammenhang alle, die zur Aufklärung beitragen können. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch der Schweizer Verband zur Kasse gebeten wird.

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Türkische Replik

Der türkische Sportminister Mehmet Ali Sahin kritisierte gestern die Aussagen von Joseph Blatter: «Er sprach wie ein Schweizer Fan, nicht wie ein Fifa-Präsident.» Solche Statements würden die Entscheidungsträger der Disziplinarkommission beeinflussen. Levent Bicakci, Präsident des türkischen Fussball-Verbandes, doppelte nach: «Unser Verband findet Blatters Äusserungen wirklich seltsam. Wir werden alles tun, um die Vorfälle aufzuklären, und uns dafür einsetzen, dass die Schweiz die gleiche Strafe erhält wie die Türkei.» (si)

bund.ch


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. November 2005, 10:31 
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Blatters Nationalitätszugehörigkeit kann sich nicht in Luft auflösen...ich finde aber das es ein unglückliches Bild ergibt wenn er sich hierzu in den Medien äussert. Er hätte sich zurücknehmen sollen aufgrund der besonderen Situation und vorerst auf Interviews verzichten sollen.

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Und so sprach Hakin zum Menschengeschlecht:
"E trener wäggsel isch immer positiv. mängisch aber ou negativ..."


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. November 2005, 10:33 
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Huggel: «Jetzt werde ich wohl 100 Jahre gesperrt»

ZÜRICH – Mit gemischten Gefühlen bestieg Benjamin Huggel den Swiss Airbus A 340 von Istanbul nach Zürich: «Ich ärgere mich über mich selbst. Jetzt werde ich wohl 100 Jahre gesperrt.»

Dem Frankfurt-Söldner waren die Strapazen noch immer ins Gesicht geschrieben. Seine Tätlichkeit gegen den türkischen Assistenzcoach und seine Attacke gegen Alpay waren auf CNN rund um die Welt gegangen. Es waren die einzigen Bilder der Tumulte, die sich im Sükrü Saraçoglu nach Spielschluss abgespielt hatten.

Huggel zur Szene: «Er hatte vorher auf gleiche Weise Barnetta getreten, ich habe ihn einfach gerächt.» Die folgenden Fusstritte von Alpay hatten Spuren bei Huggel hinterlassen. «Jetzt werde ich wohl 100 Jahre gesperrt», ärgerte er sich, aber auch über sich selbst.

Valon Behrami wurde von eben diesem Assistenzcoach beim Spurt in den Spielereingang ein Bein gestellt. Später setzte es auch für Lustrinelli und Marco Streller Fusstritte ins Gesäss von türkischen Teammitgliedern ab. Ein Katheder wird Stéphane Grichting noch rund zehn Tage an den äusserst schmerzhaften Tritt eines Ordner in seinen Unterleib erinnern.

Auf dem Flug nach Zürich konnte fast jeder Natispieler ein Müsterchen der Provokationen erzählen. Philippe Degen, der die zweite Halbzeit wie Ludovic Magnin im Spielergang bei der ARD mitverfolgt hatte. «Ich war in der ersten Hälfte von einem Feuerzeug getroffen worden und überlegte mir, ob ich den ´Max´ machen soll. Aber es war mir doch zu riskant, so einen Unterbruch zu provozieren.»

Tranquillo Barnetta: «Emre versetzte mir in der Pause einen Tritt ins Bein, als es niemand gesehen hatte. Nach dem Spiel waren es Ordner.»

Permanent flogen Plastikfahnenstangen, Batterien, Münzen, gefüllte Getränkebecher und vieles mehr Richtung Spielfeld. «Wenn ich alles Geld im Strafraum gesammelt hätte, wäre ich vermutlich Millionär geworden», sagte Degen.

Einzig die Brüder Altintop und Nuri Sahin, alle drei in Deutschland aufgewachsen, bewahrten auch in der Niederlage die Contenance auf türkischer Seite und verhinderten weitere Übergriffe.

Trainer Fatih Terim, schon während des Spiels lautstarker Antreiber an allen Fronten und teils weit innerhalb des Spielfelds, hielt seine Spieler laut Aussagen der Schweizer gar an, nicht in die eigene Garderobe nach links zu gehen, sondern den Schweizern nachzustellen. Er selbst wurde erst vor der Garderobentür der Schweizer gestoppt.

Ausländische Kamerateams, welche die wüsten Szenen in den Garderobengängen hatten festhalten wollen, wurden mit Gewalt oder zumindest Gewaltandrohung daran gehindert. Schon direkt nach Schlusspfiff hatten die Ordner einen Vorhang gebildet, damit der Spielereingang nicht einsehbar ist.

Auch die rund 600 mitgereisten Schweizer Fans wurden in ihrem Sektor in einer Ecke des Stadions fast permanent mit Schmährufen und zweckentfremdeten Wurfgegenständen eingedeckt. Immerhin waren sie dank massiver Polizeipräsenz vor eigentlichen Übergriffen sicher.

Die rund 200 Sicherheitskräfte, die eine dreireihige Wand zwischen den beiden Fanlagern bildeten, sammelten eifrig die zahlreichen geworfenen Münzen ein. Bleibende Andenken an den Ausflug an den Bosporus nahmen jedoch einige gleichwohl zurück in die Heimat. Unter den Wurfobjekten waren unter anderem auch ein Wasserrohr und ein Eimer mit weisser Farbe einer nahe gelegenen Baustelle.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. November 2005, 10:38 
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Ein "Türkei-Experte" im heute-journal sagte gestern, dass übertriebener Nationalstolz die Ursache für das Verhalten der Gastgeber gewesen sei.

Kann ich mir gut vorstellen!


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. November 2005, 10:50 
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:lol:

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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. November 2005, 11:12 
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Terim wittert Schweizer Verschwörung

Nach dem "Skandal-Spiel" zwischen der Türkei und den Schweizern meldet sich nun auch der türkische Trainer Fatih Terim zu Wort.

"Die Qualifikation ist am grünen Tisch entschieden worden. Das ist ja auch kein Wunder, wenn die Hauptverantwortlichen der Fifa aus der Schweiz kommen und sowohl Fifa und Uefa ihren Sitz in der Schweiz haben."

Terim echauffiert sich weiter: "Wir sind von der Anreise nach Bern bis zum Abpfiff in Istanbul durchgängig provoziert worden. Das war ein organisiertes Ausscheiden."

sport1.de, 18.11.05



Dieser Terim ist doch ein Riesenarschloch! :evil:

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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. November 2005, 12:33 
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Blatters Nationalitätszugehörigkeit kann sich nicht in Luft auflösen...ich finde aber das es ein unglückliches Bild ergibt wenn er sich hierzu in den Medien äussert. Er hätte sich zurücknehmen sollen aufgrund der besonderen Situation und vorerst auf Interviews verzichten sollen.


Eine Strafe sollte für die Türken in erster Linie einen Lehr-Effekt haben! Den hat sie aber nur, wenn die Öffentlichkeit in der Türkei die Strafe im Großen und Ganzen akzeptiert. Wenn aber ein Blatter, als schweizer Fifa-Präsident quasi per Allein-Entscheid die Strafe verhängt, so wird man in der Türkei sofort sagen: klar, weil er eben Schweizer ist, ist er sowieso parteiisch, und von der Fifa haben wir da eh kein gerechtes Urteil zu erwarten.
Blatter sollte sich besser zurückhalten, und zum einen die Sache einem Fifa-Gremium ohne schweizer Beteiligung überlassen. Wichtiger aber wäre noch, dass andere grosse europäische Fußball-Verbände öffentlich die Vorkommnisse verurteilen.
Vor allem aber müßte die türkische Regierung, oder andere namhafte türkische Politiker hier eindeutige Worte des Schuldanerkenntnis aussprechen. Denn andernfalls wird sich im Bewusstsein der dortigen Öffentlichkeit nichts Wesentliches ändern.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. November 2005, 13:41 
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El Butre hat geschrieben:

Eine Strafe sollte für die Türken in erster Linie einen Lehr-Effekt haben! Den hat sie aber nur, wenn die Öffentlichkeit in der Türkei die Strafe im Großen und Ganzen akzeptiert. Wenn aber ein Blatter, als schweizer Fifa-Präsident quasi per Allein-Entscheid die Strafe verhängt, so wird man in der Türkei sofort sagen: klar, weil er eben Schweizer ist, ist er sowieso parteiisch, und von der Fifa haben wir da eh kein gerechtes Urteil zu erwarten.
Blatter sollte sich besser zurückhalten, und zum einen die Sache einem Fifa-Gremium ohne schweizer Beteiligung überlassen. Wichtiger aber wäre noch, dass andere grosse europäische Fußball-Verbände öffentlich die Vorkommnisse verurteilen.
Vor allem aber müßte die türkische Regierung, oder andere namhafte türkische Politiker hier eindeutige Worte des Schuldanerkenntnis aussprechen. Denn andernfalls wird sich im Bewusstsein der dortigen Öffentlichkeit nichts Wesentliches ändern.


In diesem Fall (und ausschliesslich in diesem Fall...) verstehe ich die Türkische Oeffentlichkeit. Ich behaupte wir würden gleich reagieren wenn der Fifa Präsi ein Türke wäre. Schlussendlich fälllt ja glaub ich die Fifa Kommission mit ca. 15 Mitgliedern den Entscheid. Aber durch Blatters öffentliches Auftreten wirkts äusserst komisch.

Wie auch immer. Der eigentliche Skandal ist für mich der Türkentrainer Terim. Der hatte seine Spieler vor und nach dem Spiel aufgehezt. Es gibt ein Bild wo man sieht wie Terim mit hässlicher Fratze auf die Schweizer zeigt und die türkische Ersatzbank grad am durchstarten ist...gleich nach Abfiff...dies gepaart mit der "Sorgfalt" das keine ausländischen Medien in den Katakomben filmten nährt bei mir der Verdacht das Terim oder sonstige Offizielle das Ende möglicherweise so "geplant" oder zumindest in Rechnung genommen haben.

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