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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. Juni 2024, 21:45 
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Erstes YB-Training

Rahmen will an den Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen

Am Samstag noch als Fan beim Nati-Auftakt in Köln, nun stand am Montag die erste Trainingseinheit bei seinem neuen Arbeitgeber an. Patrick Rahmen will mit YB an die Erfolge aus den vergangenen Jahren anknüpfen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 54626.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. Juni 2024, 21:48 
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Rahmens erstes YB-Training

Der Meister startet die Mission Titelverteidigung

Nach seinem Ausflug zur Nati hat für Patrick Rahmen am Montag das Abenteuer YB begonnen.

Es sind erst drei Wochen seit der YB-Meisterfeier vergangen. Doch ab sofort ist das nur eine schöne Erinnerung für die Fans. Am Montag hat die Mannschaft die Mission Titelverteidigung gestartet – mit Patrick Rahmen (55) als neuem Trainer. Der Basler, der hierzulande wie kein Zweiter für Offensivfussball steht, soll wieder Spektakel ins Wankdorf bringen.

«Es fühlt sich sehr gut an», beschreibt Rahmen seine Gefühlslage im Gespräch mit Blick. Am Wochenende war er noch zusammen mit seinem Sohn in Köln (D), um die Nati an der EM beim Auftaktspiel gegen Ungarn anzufeuern. «Es war ein super Erlebnis. Wir waren drei Tage vor Ort. Die Stimmung und, dass die Nati einen solchen Start hingelegt hat, war natürlich grossartig», schwärmt er.

Einstündige Einheit zum Auftakt

Nach dem EM-Vergnügen und davor fünf Tagen Ferien mit seiner Frau taucht Rahmen nun in die Arbeit ein. «Mit solchen schönen Momenten kann es aber weitergehen», sagt er. Begonnen hat sein erster Tag in Bern mit einer kurzen Ansprache vor seinen neuen Spielern. Danach wurde schnell einmal die Papiermühlestrasse überquert, um auf dem Trainingsplatz auf der Berner Allmend loszulegen. Unter den Augen von Christoph Spycher, Stéphane Chapuisat und Steve von Bergen ging dann eine einstündige Einheit über die Bühne.

Dass noch viele Spieler fehlen und das Kader bei weitem nicht fertiggestellt ist, stört Rahmen überhaupt nicht. «Bis die anderen zurückkehren, habe ich Zeit, unsere Nachwuchsspieler und alle anderen besser kennenzulernen. Jeder hat die Chance, sich zu präsentieren. Auch die Spieler, die aus den Leihgeschäften zurückgekehrt sind und jetzt die Möglichkeit haben, hierzubleiben.»

Ein Luxusproblem auf der Goalieposition

Unter den Rückkehrern sind namhafte Spieler wie Donat Rrduhani (25, Lausanne) und Alexander Jankewitz (22, Winterthur). Noch in den Ferien weilt dagegen Goalie Marvin Keller (21). Ihn holte Rahmen vor einem Jahr zu Winterthur, wo dieser seine erste ganze Super-League-Saison absolviert und überzeugt hat. Nun vereinen sich die beiden in der Bundesstadt.

Ob Keller bei YB unter Rahmen in dieser Saison allerdings eine Zukunft hat, wird sich noch zeigen. Mit David von Ballmoos (29) und Anthony Racioppi (25) hat der Meister bekanntlich bereits zwei grosse Namen. Beide mit einem Vertrag bis 2025. Mindestens einer der drei Keeper ist zu viel. Auf wen der neue Trainer setzen will, plaudert er wenig überraschend nicht aus. Er sagt einzig: «Es kann sich in alle Richtungen entwickeln.»

Rahmen will nicht nur pendeln

Was sich genauso noch entwickeln muss, ist der Transfermarkt. «Forderungen habe ich beim Sportchef keine gestellt. Wir haben ein sehr gutes Kader», meint Rahmen. Trotzdem macht er wie von Bergen auch kein Geheimnis draus, dass YB einen Innenverteidiger mit einem Linksfuss fürs Aufbauspiel sucht.

Auf der Suche ist Rahmen auch im Privaten. Aber nicht etwa auf Partner-, sondern auf Wohnungssuche: «Die Familie wird die Base in Dornach behalten. Ich werde aber sicher ein Zimmer oder eine Wohnung hier in Bern mieten.» So wolle er sicherstellen, dass er seine Arbeit bei YB höchst konzentriert angehen kann und sie erfolgreich wird. «Wir wollen am Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen. Das ist das, was zählt.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 54354.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Dienstag 18. Juni 2024, 21:57 
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YB: Das sagt Trainer Patrick Rahmen nach dem ersten Training

Der neue Trainer Patrick Rahmen (55) hat am Montag die erste Einheit bei YB geleitet. Erste Elemente sollen schon für den «Burkhalter-Cup» eingebaut werden.

Das Wichtigste in Kürze

- Die Spieler von Meister YB sind zurück auf dem Trainingsplatz.
- Patrick Rahmen stehen beim Auftakt insgesamt 22 Spieler zur Verfügung.
- Der neue Coach freut sich darauf, auch die jungen Spieler kennenzulernen.

Die neue Saison ist eingeläutet: Seit Montag ist Meister YB auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Für Trainer Patrick Rahmen ist es die erste Einheit mit seiner neuen Mannschaft.

Insgesamt 22 Akteure (drei Goalies, 19 Feldspieler) stehen dem Ex-Winti-Coach beim Auftakt zur Verfügung. Mit dabei sind auch Sadin Crnovrsanin (hat einen Profivertrag), Mats Seiler, Rodri Smith und Janis Lüthi aus dem Nachwuchs.

Zachary Athekame (von Xamax) ist aktuell der bisher einzige Zuzug der Young Boys. Zudem sind Donat Rrudhani (Lausanne), Théo Golliard (Vaduz), Joel Bichsel (Freiburg II) und Alexandre Jankewitz (Winterthur) nach Leihe zurück.

Patrick Rahmens erster Auftritt mit YB ist der «Burkhalter-Cup»

«Wir haben gewusst, dass beim Start noch nicht alle dabei sind», erklärt Rahmen im Interview mit dem Club-TV. «Es ist gut, kann ich jetzt die jungen Spieler kennenlernen. Einige kenne ich vom spielerischen Profil her aus der Zeit bei der U21-Nati.» Jetzt könne auch der persönliche Kontakt stattfinden.

Vor dem Auftakt haben Sportchef Steve von Bergen und der neue Trainer ein paar Worte ans Team gerichtet. «Wir haben die Ausrichtung für die kommenden zwei Wochen besprochen. Gewisse Elemente wollen wir schon für die beiden Halbzeiten am ‹Burkhalter-Cup› einbauen», so Rahmen.

Das traditionelle Blitzturnier im «Breitsch» steigt am 28. Juni. YB trifft in jeweils 45-minütigen Spielen auf den FC Thun und den FC Breitenrain.

Und wie hat sich der neue Trainer in der kurzen Sommerpause eigentlich erholt? «Ich war fünf Tage im Tessin und mit meinem Sohn beim Nati-Spiel gegen Ungarn. Es war gut, ich konnte Kraft tanken», so Rahmen beim YB-TV weiter.

Komplettiert wird das Team im Laufe der nächsten Woche. Dann stossen die Spieler dazu, die noch länger Ferien erhalten haben. Am 29. Juni reist das Team ins Trainingslager nach Gstaad BE.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-da ... g-66781412

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 11. Juli 2024, 00:21 
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09.07.2024

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Erfolgreich und attraktiv soll YB unter Trainer Patrick Rahmen auftreten

«Druck gehört zum Trainer­geschäft»

Bereits beim ersten Training unter dem neuen Trainer Patrick Rahmen, herrschte bei den Young Boys eine ausgezeichnete Stimmung. Auf der Grossen Allmend – das Wankdorf war durch einen Schüleranlass besetzt – wärmten sich 19 Feldspieler unter der Leitung von Martin Fryand und Stephan Flückiger auf, Patrick Rahmen und seine beiden Assistenten Enrico Schirinzi und Zoltan Kadar beobachteten und übernahmen das Team, als auch der Ball ins Spiel kam.

Weil YB nach wir vor über keine Trainingsplätze mit Ballfängen verfügt – einige Politiker im Stadtrat und die sich auch gegen die Trainingsplätze sträubenden Quartiervereine seien gegrüsst – mussten die Bälle zuweilen wieder weit hergeholt werden. Doch das tat der guten Stimmung der Trainingsgruppe, zu der sich auch die drei Torhüter mit ihrem Trainer Christoph Born gesellten, keinen Abbruch.
Noch in Abwesenheit der Internationalen, die im EURO-Vorfeld zum erweiterten Schweizer Kader zählten, ergänzten einige Junge aus der U21 die Trainingsgruppe. Bereits zuvor hatte sich Patrick Rahmen an die Spieler gewandt. «Meine Ansprache war kurz und locker, ich gab meiner Freude Ausdruck, dieses Amt antreten zu dürfen und sagte, dass wir in physischer und taktikscher Hinsicht nochmals einen Schritt vorwärts tun wollen», so der neue Coach. «Es ist klar, dass die Spiel-Ausrichtung offensiv und variabel sein soll, aber lange Bälle sind auch nicht verboten. Ich will viel Gutes, das meine Vorgänger aufgebaut haben, mitnehmen, aber auch viel Neues einbringen.»
Rahmen wirkt an seinem ersten Arbeitstag gelassen, aber sehr fokussiert, er spornt die Spieler an, gibt schon hier und dort in seiner bekannten, ruhigen Art klare Anweisungen. Die Frage, wie er mit dem Druck umgehen werde, der bei YB auf seinen Schultern laste, entlockt ihm ein Lächeln. «Ich kenne die Ausgangslage, Druck gehört zum Geschäft, doch bei der vorhandenen Qualität ist es ein angenehmer Druck. Lieber Druck, vorne mitzumischen als Druck, weil man nicht absteigen will.»

Grosses Kader

Auch wenn nicht alle, die beim ersten Training dabei waren, beim Meisterschaftsauftakt zum Kader gehören werden, wird Rahmen die Aufgabe lösen müssen, auch diejenigen Spieler, die nicht regelmässig in der Startformation stehen, bei Laune zu halten. «In einem Team muss jeder seine Rolle übernehmen, jeder für den anderen Kollegen kämpfen, der Teamgeist, der Zusammenhalt sind wichtig, um Erfolg zu haben. Die besten Fussballer zu haben ist schön, doch nur das beste Team kann erfolgreich sein, deshalb sind alle wichtig.»

Inzwischen haben die Young Boys das Trainingslager in Gstaad und die ersten Trainingsspiele hinter sich, offen ist einzig, welche Spieler YB verlassen und wer noch engagiert wird.

Der Einbau der Jungen

Eine wichtige Aufgabe eines jeden YB-Trainers ist der Einbau junger Eigengewächse ins Fanionteam. Rahmen scheint dafür der geeignete Mann zu sein, arbeitete er doch auch mit dem Schweizer U21-Nationalteam erfolgreich. «Ich kenne einige Spieler, mit denen ich bereits zusammengearbeitet habe, in der Schweizer U21 und bei anderen Vereinen», sagt Patrick Rahmen. «Für die Jungen, die die notwendige Qualität mitbringen, gilt es, Plätze bereitzuhalten. Doch auch hier gilt selbstverständlich das Leistungsprinzip.»

Die positiven Erinnerungen an YB …

Während einem Jahr, in der Saison 1992/93, schnupperte der Stürmer Patrick Rahmen YB-Luft. «Es war zwar nur ein Jahr, doch für mich blieben nur positive Erinnerungen. Ich schoss ein paar wichtige Tore, der Teamgeist war gut, doch weil mich der damalige FCB-Trainer Friedel Rausch nach Basel zurückholte, blieb es bei dieser einzigen Saison.»

… und der Start als kleiner Knabe

Bekanntlich fällt der Apfel nicht weit vom Stamm, und so war klar, das Klein-Patrick und sein Bruder Micha schon als Knaben dem Ball hinterherjagten und im Quartier in Dornach die Fensterscheiben malträtierten. Vater Bruno holte mit dem FC Basel in der Ära Benthaus/Odermatt fünf Meistertitel und einen Cupsieg – der filigrane Techniker, der später auch beim FC Luzern spielte, brachte seinen Buben schon früh das Fussballspiel bei. Und wie sein Vater, der auch den FC Luzern und den FC Basel trainierte, kristallisierte sich schon bald einmal heraus, dass auch Sohn Patrick die Trainerlaufbahn einschlagen würde. Nach verschiedenen Stellen als Assistent, unter anderem beim Hamburger SV, bewies Rahmen bei seinen Engagements bei den U21 in Basel und Winterthur, dass seine Teams nicht nur ein attraktives, sondern auch ein erfolgreiches Spiel pflegen. Daran soll sich nun auch bei YB nichts ändern.


https://baernerbaer.ch/sport/druck-geho ... rgeschaeft

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Freitag 19. Juli 2024, 12:09 
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18.07.2024

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YB-Coach im Exklusiv-Interview

Rahmen: «Ich habe in Basel bewiesen, dass ich die richtige Person sein kann»

Nach einer herausfordernden Saison, die dennoch mit dem Gewinn der Meisterschaft endete, nimmt YB die Mission Titelverteidigung mit einem neuen Trainer in Angriff. Das sagen Patrick Rahmen und Christoph Spycher vor dem Saisonauftakt.

Bereits am vorletzten Spieltag der abgelaufenen Saison machen die Young Boys im Direktduell mit Servette alles klar und krönen sich vorzeitig zum Schweizer Meister. Und doch läuft bei den Bernern in der vergangenen Saison nicht alles nach Plan.

«Es war eine Saison, die uns vor verschiedene Herausforderungen gestellt hat. Es ist normal, dass es ab und zu ein Auf und Ab ist, dass es solche Phasen gibt, in denen es mehr Probleme zu meistern gibt», sagt Christoph Spycher im Interview mit blue Sport und unterstreicht: «Ein starker Klub zeichnet es aus, wenn man diese Probleme meistern kann. Das haben wir geschafft.»

Allerdings zieht die sportliche Leitung Anfang März die Reissleine und stellt Raphael Wicky frei. Feuerwehrmann Joël Magnin führt die Mannschaft anschliessend zur Meisterschaft, muss seinen Platz zum Saisonende aber dennoch räumen und wird von Patrick Rahmen ersetzt.

Mehrere Gründe sprechen für Rahmen

«Patrick hat herausragende Arbeit gemacht in den letzten Jahren, hatte verschiedene Jobs», lobt Spycher seinen neuen Chef an der Seitelinie und erklärt die getroffene Trainerwahl: «Er hat ein sehr grosses Repertoire und einen grossen Erfahrungsschatz. In den Gesprächen merkten wir, dass seine und unsere Idee des Fussballs sehr nahekommen. Und er hat die Erfahrung, wie man Spieler weiterentwickelt. Das ist für einen Verein wie YB immer ein zentrales Thema – neben den sportlichen Erfolgen.»

Auch Rahmen muss während und nach den Gesprächen nicht lange überlegen, wie er im Gespräch mit blue Sport durchblicken lässt. «Das Interesse und die Grösse des Vereins, das ist reizvoll. YB ist ein Traditionsverein», sagt der 55-Jährige und geht die neue Aufgabe mit viel Selbstvertrauen an: «Es ist natürlich eine grosse Herausforderung nach den letzten Jahren, die sehr erfolgreich waren. Der Meistertitel wird wieder gefordert. Aber ich konnte in Basel beweisen, dass ich bei einem Grossverein mit grossen Erwartungen die richtige Person sein kann.»

Zudem ist der Ex-Winterthur-Coach überzeugt, dass seine Spielidee bestens zum neuen Arbeitgeber passt. «Die Art und Weise, wie wir bei allen Vereinen, die ich führte, gespielt haben, will man hier auch sehen. Das ist ein Grund, warum ich in Bern gelandet bin», so Rahmen. Dem pflichtet Spycher bei. «YB will immer für einen offensiven und dynamischen Fussball stehen. Wir wollen dominant sein.» Das soll auch in der neuen Spielzeit der Ansatz sein. «Dass das nicht immer gelingt, ist klar. Aber Patrick will auch so dominanten und offensiv ausgerichteten Fussball spielen.»

«Als Schweizer Klub weiss man nie, wann man das definitive Kader hat»

Zumindest der Einstieg ist schon mal geglückt. «Das Einleben ist schnell gegangen», sagt Rahmen und berichtet von intensiven ersten Trainingseinheiten. Allerdings habe er lange warten müssen auf die Spieler, die in ihren Nationalmannschaften waren. «Es wäre mir natürlich lieber gewesen, ich hätte sie von Anfang an gehabt. Jetzt arbeiten wir erst seit 10 Tagen alle miteinander.»

Zudem ist derzeit offen, ob das aktuelle Kader auch jenem für die kommende Saison entspricht. «Das Transferfenster geht noch lange. Wir werden schauen, ob punktuell etwas zu machen ist», sagt Rahmen und ist sich bewusst: «Es kann natürlich auch Abgänge geben. Damit muss ich als Trainer leben.»

«Als Schweizer Verein weiss man nie, wann man das definitive Kader zusammenhat, weil das Transferkarussell immer noch drehen kann», fügt Spycher an. Zugleich gibt das auch den Bernern die Möglichkeit, nach den ersten Pflichtspielen noch zu reagieren. Vom Ausgang der Champions-League-Qualifikation will Spycher das aber nicht abhängig machen: «Wir wollen eine Mannschaft haben, die in der Schweiz den Titel holen und europäische Glanzlichter setzen kann. Aber das ist unabhängig, ob man in der Champions oder in der Europa League ist.»


https://www.bluewin.ch/de/sport/super-l ... 86340.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Juli 2024, 22:42 
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20.07.2024

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Der neue YB-Trainer Patrick Rahmen vor Saisonstart: «Gewinnen alleine reicht nicht immer»

Patrick Rahmen, 55, spricht im grossen Interview vor dem Saisonstart über Gefahren und Herausforderungen eines YB-Trainers, über die Titel-Pflicht und sein Verhältnis mit David Degen nach seinem einstigen Rauswurf beim FC Basel.

s ist Freitagnachmittag in Bern. Patrick Rahmen sitzt im Bauch des Stadions Wankdorf. Rahmen ist der neue Trainer von Meister YB. Er muss dafür sorgen, dass YB neben dem Gewinnen von Titeln und Erreichen der Champions League endlich auch wieder attraktiven Fussball zeigt. Wie viel Gefahr steckt in dieser Herausforderung?

Mögen Sie Provokationen?
PATRICK RAHMEN: Kommt darauf an, je nach Situation (lacht).​

Also: Wer wird Vize-Meister hinter YB?
Wir konzentrieren uns ganz auf uns selbst. Das Ziel ist klar, die Titelverteidigung. Wer da oben auch mitmischen soll und wird, das ist nicht so relevant für mich.​

Sechs der letzten sieben Meistertitel hat YB gewonnen. Zuletzt kam aber der Eindruck auf, dass die Leistungen kaum einmal mehr genügten. Es wurde viel gemäkelt. Auch Siege alleine reichten nicht mehr. Wie nehmen Sie das wahr?
Das ist ein Teil unserer Aufgaben. Diesen müssen wir uns stellen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Gewinnen alleine nicht immer reicht. Es ist wichtig, dass sich die Fans damit identifizieren können, wie eine Mannschaft auftritt, wie sie wirkt, welche Energie sie versprüht. Und es ist immer die Frage: Wie definiert man attraktiv?​

Wie definieren Sie es?
Wenn eine Mannschaft füreinander einsteht, wenn Feuer, Leidenschaft und Intensität drin sind, dann bin ich sicher, schauen das die Leute als attraktiv an. Es geht gar nicht ums Schönspielen. Die Herausforderung ist, dass in den Momenten der vielen Erfolge der Hunger und das Feuer bleiben. Darauf lege ich extrem viel Wert. Auf der anderen Seite gab es ein Transparent der YB-Fans zum Abschluss der letzten Saison mit der Aufschrift: «Nichts ist selbstverständlich». Das zeigt mir, dass ein Bewusstsein da ist, dass man für alles hart arbeiten muss. Es gibt genügend Beispiele, dass das Team mit den besten Individualisten trotzdem nur eine durchschnittliche Saison spielt.​

Wie ist es für Sie, dass von Tag 1 an Ihres Wirkens bei YB die Frage im Raum steht: Wie toll ist der Rahmen-Fussball wirklich?
Seit ich Cheftrainer in Biel geworden bin, hat sich aus meiner Sicht immer wieder gezeigt: Meine Mannschaften haben einen Plan nach vorne, sie schiessen viele Tore. Das liegt auch in der YB-DNA – und für mich ist klar, dass das unbedingt so bleiben muss. Es geht auch nicht darum, dass ich unbedingt etwas einbringen will, was nicht der Mannschaft entspricht. Punktuell etwas variabler werden, das schon. Auch klar ist: Du kannst nicht immer gleichzeitig zu null spielen und ganz viele Tore schiessen. Eine offensivere Ausrichtung hat auch zur Folge, dass es ab und an ein Gegentor mehr gibt. Aber mir ist auch klar, dass ein Defensivfundament entscheidend ist, um die Spiele zu gewinnen.​

Der Satz von Sportchef Steve von Bergen sagt eigentlich alles: «Ich mag es nicht, zu sagen: Wir verteidigen den Titel. Wir greifen den nächsten Titel an.»
So ist es. Wobei das «wir» entscheidend ist. Wenn alles auf der individuellen Klasse aufgebaut ist, dann kommt es nicht gut über eine Saison. Die EM hat das auch gezeigt. Die Teams, die performt haben, hatten einen ausgeprägten Teamspirit. Andere Topnationen sind nicht auf ihr Level gekommen, weil sie sich zu stark auf die Individualität verlassen haben.​

Dass Spanien im Final England besiegt hat, ist also eine gute Message für den Fussball …
Ja, hundertprozentig. Diese Mannschaft hatte für alles einen Plan. In allen Zonen der Offensive. Die Spanier konnten hinten rausspielen. Sie konnten umschalten. Sie konnten einen tief stehenden Gegner bespielen. Gingen vorne voll drauf. Aber es gab auch Momente, wo sie selbst tief standen. Und vor allem haben sie als Mannschaft funktioniert.​

Die letzten Trainer, die Winterthur verlassen haben, wurden nicht glücklich. Alex Frei nicht. Bruno Berner nicht. Warum bleibt Patrick Rahmen dasselbe Schicksal erspart?
Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich denke an meine Ausgangslage, die wir hier haben. Warum soll das eine mit dem anderen etwas zu tun haben? Für mich ist YB der Verein, der zuletzt zurecht oben stand. Natürlich weiss ich, was es bedeutet, YB-Trainer zu sein. Es ist eine grosse Erwartungshaltung, es ist ein gewisser Druck da – aber ich freue mich auf die Ausgangslage. Meine Erlebnisse in der Vergangenheit bestärken mich in der Meinung, dass ich mich auf diese Saison freuen kann. In Basel, früher auch in Hamburg habe ich es ja schon erlebt, wie es ist, in Grossklubs zu arbeiten. Ich gehe ohne Selbstzweifel an die Aufgabe heran.​

Wie viel Zeit blieb Ihnen zwischen Winterthur und YB, um die Batterien aufzuladen?
Es war schon sehr kurz, aber das ist okay. Ich war ein paar Tage im Tessin. Und ein paar Tage von zu Hause aus mit dem Bike unterwegs, um mir einige Gedanken zu machen. Die Kinder hatten Schule. Schliesslich habe ich zwei EM-Spiele der Schweiz live vor Ort gesehen, gegen Ungarn und Deutschland.​

Welche Erkenntnisse haben Sie mitgenommen?
Ich habe alles aufgesogen. Die ganze Euphorie im Land und an den Spielen vor Ort. Die Stimmung. Was man aus Schweizer Sicht sicher mitnehmen kann: Wie weit es einen bringt, wenn man füreinander einsteht. Dieser ausgeprägte Teamspirit war auch auf dem Rasen zu sehen. Das ist etwas, das meine Mannschaften bisher auch ausgezeichnet hat. Diesen Fokus will ich auch bei YB legen.​

Ist YB die Chance Ihres Lebens?
Das ist etwas zu hoch gegriffen. Es ist ein gewisser Lohn für meine letzten Jahre. YB ist auch deswegen auf mich zugekommen, weil sie honorieren, was sie zuletzt sahen - mit allen Facetten. Ich selbst hatte null Zweifel, als YB auf mich zukam.​

Hat sich FCB-Präsident David Degen einmal entschuldigt bei Ihnen für den Rauswurf beim FCB?
David muss sich für nichts bei mir entschuldigen. Er ist verantwortlich für den Verein und trifft Entscheidungen, die er in diesem Moment für richtig hält. Zudem hat er ja schon mehrfach erwähnt, dass er heute nicht mehr so handeln würde. Für mich ist das alles passé; mich interessiert die Zukunft, und die ist bei den Young Boys in Bern.​

Wie hat sich die Super League aus Ihrer Sicht entwickelt in den letzten Jahren?
Der Schweizer Fussball wird immer ein bisschen schlechter gemacht als er aus meiner Sicht ist. Man hat immer das Gefühl, an anderen Orten sei alles viel besser. Ich schaue mir auch international viele Spiele an, und wenn ich dann vergleiche, dann ist es manchmal auch einfach so, dass ein grösseres Stadion und mehr Zuschauende einen anderen Eindruck vermitteln – man hat dann schnell das Gefühl, es sei alles attraktiver. Aber wer den Kern des Spiels auseinandernimmt, merkt: Der Unterschied ist nicht mehr ganz so gross.

Dann braucht sich der Schweizer Fussball nicht allzu klein zu machen?
Der Schweizer Fussball hat sich so entwickelt, dass er für junge Spieler eine tolle Plattform ist. Da stelle ich eine super Entwicklung fest. Wenn man schaut, wie viele Spieler aus der Liga heraus in die grossen Ligen zu grossen Vereinen gewechselt sind, Transfererlöse beschert haben und selbst gute Karrieren gemacht haben - dann kann nicht alles verkehrt sein. Wir haben dazu stabile Zuschauerzahlen.​

Ist es ein bisschen viel Drama manchmal?
Für mich gibt es ein bisschen viele Nörgler, die im Wohlstand, in dem wir leben, oft das Negative sehen. Ich sehe das anders. Aber man kann es nicht allen recht machen. Schauen wir auf die internationalen Wettbewerbe. YB und Servette haben eine gute Falle gemacht. Auch Lugano. Basel war in der vorletzten Saison im Halbfinal der Conference League. Wenn alles verkehrt wäre, könnten wir auch nicht mithalten.​

ie sehr ist die Champions League schon in Ihren Gedanken präsent?
Natürlich wissen wir, dass die Champions League nicht planbar ist – aber sie ist unser grosser Traum. Die Hürde wird hoch, aber wir wollen sie überspringen. Noch kennen wir den Gegner in den Playoffs von Ende August nicht, herausfordernd und emotional wird es aber sowieso.​

Wen erwarten Sie als grössten Herausforderer in der Meisterschaft?
Zuletzt haben Servette und Lugano zwei gute Saisons gespielt, sehr stabil. Und hatten stets wenig Wechsel, auch jetzt wieder. Ich rechne damit, dass sie auch wieder eine gute Rolle spielen. Basel hat sich seit der Zeit von Fabio Celestini stabilisiert, man kann damit rechnen, dass sie auch wieder eine bessere Saison spielen. Und dann gibt es in der Regel ein Überraschungsteam.


Patrick Rahmen

Der 55-Jährige ist seit diesem Sommer der neue Trainer von Meister YB. Er hat in Bern einen Zweijahresvertrag erhalten. ­Zuletzt führte er ­Winterthur zum souveränen ­Ligaerhalt. Davor arbeitete Rahmen bei der U21-Nati, in Basel, Aarau, ­Luzern, Biel und Hamburg. Rahmen gilt als Trainer, der den Offensivfussball liebt. Er ist in Basel geboren, ist seit 2009 verheiratet, hat einen Sohn (15) und eine Tochter (10).


https://www.watson.ch/sport/interview/9 ... icht-immer

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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Juli 2024, 22:48 
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Der neue YB-Trainer Patrick Rahmen im Wochengespräch

Die Young Boys starten am Sonntag 21. Juli 2024 mit einem neuen Trainer in die neue Saison. Patrick Rahmen steht nun als Chef an der Seitenlinie der Berner. Er möchte von Anfang an seine Handschrift mit attraktivem Offensivfussball sehen.

Für den 55-jährigen Basler ist ein Zurückkommen auf Bern. Patrick Rahmen war in der Saison 1991/92 als Spieler bei YB engagiert. In 30 Spielen machte er damals drei Tore. "Auch wenn sich die Stadt und das Stadion verändert haben, war es für mich ein schönes Zurückkommen", sagt der neue YB-Trainer im Gespräch mit neo1. "Ich wollte immer darauf hinarbeiten, einmal bei einem Spitzenclub in der Schweiz Trainer zu sein. Dies habe ich nun erreicht, was mich sehr stolz macht."

Und Patrick Rahmen sagt weiter: "Ich habe bei den Gesprächen gespürt, dass bei YB sehr grosse Fussballkompetenz vorhanden ist. YB ist für mich eine grosse Chance, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen."

Für ihn sei von Anfang an klar gewesen, dass er diese Herausforderung und Chance beim Berner Fussballclub nützen möchte. Dabei helfe ihm auch seine Erfahrung. Patrick Rahmen war als Assistenztrainer bei diversen Clubs, unter anderem auch in Deutschland bei Hamburg, tätig. Danach war er Cheftrainer beim FC Basel, bei der U21 Nationalmannschaft und zuletzt beim FC Winterthur. "Ich konnte die schönen Seiten aber auch die weniger schönen Aspekte des Trainerdaseins erfahren. Ich bin aber überzeugt, dass mir die Erfahrung nun hilft einen Schweizer Spitzenclub zu trainieren", erklärt Patrick Rahmen.

Das gewisse Erwartungen und Druck auf ihn zukommen, auch von Seite des Clubs, sei kein Problem. Im Gegenteil: "Ich bin mir dessen bewusst und freue mich auf den Druck", grinst der 55-jährige Basler. Er möchte mit attraktivem und druckvollem Offensivfussball spielen lassen. Dies sei seine Philosophie: "Meine Teams haben immer so gespielt. Mir wurde dann öfters vorgeworfen, dass die Defensive darunter leidet. Dies ist aber sicher nicht der Fall."

Inwiefern die sogenannte Handschrift von Patrick Rahmen schon zu Beginn der neuen Saison sichtbar sein wird, wird sich noch zeigen. Wann der neue YB-Trainer zufrieden ist, ob es auch Glück braucht und wie der Start in Bern war, erzählt Patrick Rahmen im neo1-Wochengespräch.


https://www.neo1.ch/artikel/der-neue-yb ... ngespraech

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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Juli 2024, 22:53 
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Beerbt Wicky in Bern

Neuer YB-Trainer Rahmen über Erfolgsrezept in Winterthur und beste Spieler seiner HSV-Zeit

Für den BSC Young Boys war die zurückliegende Saison in der Schweizer Liga, trotz des Meistertitels, eine turbulente. Der vormalige Erfolgstrainer Raphael Wicky musste im Frühjahr gehen. Zwei Monate später präsentierten die Berner Patrick Rahmen als neuen Übungsleiter für die anstehende Meisterschaftsrunde. Der 55-Jährige wechselte nach einer historisch starken Saison beim FC Winterthur in die Bundesstadt. Bei Transfermarkt spricht Rahmen von seiner Zeit bei den Rot-Weissen, der Station als Co-Trainer beim HSV und der Philosophie, die er mit nach Bern bringt.

Um als Trainer nach nur einer Saison von den Fans mit Standing Ovations und Gesängen gefeiert zu werden, muss man nicht zwangsläufig einen Haufen Titel gewonnen haben. Auch ohne löste Patrick Rahmen mit dem FC Winterthur eine Fußballeuphorie in der Stadt aus – obwohl die Bedingungen für den 55-Jährigen alles andere als leicht waren. Trotz des niedrigsten Budgets aller Vereine der Liga führte er die Mannschaft in die Meistergruppe und auf Tabellenplatz 6, was die beste Platzierung des Klubs in der ersten Liga seit mehr als 50 Jahren darstellte.

Jetzt geht es nach Bern zum 17-fachen Meister, einer ganz anderen Hausnummer. Doch ist der Druck bei einem Klub mit geringerem Budget automatisch auch kleiner als bei einem mit größeren Mitteln? Trainer Rahmen hat dazu eine klare Meinung: „Der Druck als professioneller Trainer ist grundsätzlich in beiden Szenarien hoch, aber er hat unterschiedliche Ursachen und Auswirkungen. Bei Klubs mit größerem Budget kommt der Druck vor allem von den hohen Erwartungen des baldigen Erfolges – man muss sofort funktionieren. Bei Vereinen mit kleinerem Budget entsteht der Druck eher durch Ressourcenmangel und die dringende Notwendigkeit, trotz begrenzter finanzieller Mittel erfolgreich zu sein. Beide Situationen fordern dich als Trainer auf unterschiedliche Weise.“

Rahmens Erfolgsrezept in Winterthur: Empathie und Verständnis

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg in Winterthur war die Tatsache, dass Rahmen in seinem Coaching nicht nur den Sportler an sich erreichen möchte, sondern auch den Menschen dahinter. „Ich versuche mit viel Empathie und Verständnis für das Individuum, den Jungs zu helfen, ihren Platz im Team zu finden und sie auf allen Ebenen individuell besser zu machen. Dies hilft am Schluss der gesamten Mannschaft und bringt uns als Team auf eine andere Ebene. Dazu kommt, dass ich kontinuierlich Einzelgespräche führe, die es mir erlauben, die Menschen hinter der Fußballerfassade kennenzulernen. Aus diesen Erkenntnissen versuche ich, die Jungs individuell zu fordern und zu fördern sowie schlussendlich zu einem erfolgreichen Team zu formen. Dies geschieht mit klaren Regeln und Vorgaben auf sportlicher sowie moralisch-ethischer Ebene“, erklärt der Fußballlehrer.

Rahmen erklärt: „Wir haben in Winterthur als komplettes Team optimal miteinander funktioniert. Dies war möglich, weil alle Mitarbeitenden die Vision des Klubs und meine Idee des Fußballs sowie des möglichen Erfolgs geteilt haben. Wir konnten mit unseren Möglichkeiten und Ressourcen das Team anhand der fußballerischen Stärken und charakterlichen Eigenschaften optimal zusammenstellen, sodass ich von Anfang an das Gefühl hatte, dass wir für unsere Verhältnisse Großes erreichen können.“

Die Arbeit des gebürtigen Baslers fand schnell in der gesamten Schweiz hohen Anklang und so erarbeitete er sich den Ruf als bester Trainer in der Super League. Einen Ruf, den auch der BSC Young Boys vernahm und ihn zur neuen Saison verpflichtete. Die Berner haben eine turbulente Spielzeit hinter sich. Nachdem der Verein ein Jahr zuvor Double-Sieger wurde, ging die Souveränität in der abgelaufenen Spielzeit zweitweise verloren. Mit dem negativen Höhepunkt, dass sich YB vom ehemaligen Erfolgstrainer Wicky frühzeitig trennte. Nun hoffen die Berner auf den großen Erfolg mit Rahmen, auf den besonders zutrifft, dass er mit Herzblut und Leidenschaft agiert. Seit mittlerweile 20 Jahren steht er an der Seitenlinie. Ein Beruf, den er von Grund auf lernte und so zunächst bei der U18 und U21 des FC Basel als Cheftrainer agierte.

„Ich empfinde es als wichtig, den Job als Trainer mit all seinen vielen Facetten auf der sportlich-taktischen Ebene sowie auch auf der menschlichen Seite von der Pike auf zu erlernen“, betont Rahmen. „Die Erfahrungen als Jugendtrainer sowie als Co-Trainer geben mir heute unter anderem die Selbstsicherheit, die es braucht, um erfolgreich zu sein. Mein Ansatz ist es, die richtige Balance zwischen persönlichen Zielen und den übergeordneten Interessen der gesamten Mannschaft zu finden. Nur wenn das Individuum optimal im Teamgefüge eingebaut ist, kann es glänzen und ein Spiel entscheiden. Dies wiederum fördert den kollektiven Erfolg. Es ist somit eine Symbiose. Wir versuchen, dies so zu leben und zu forcieren.“

Rahmen über Xhaka in Basel und van der Vaart beim HSV

In Basel gehörte Rahmen etwa zu den Förderern des heutigen Schweizer Fußballidols Granit Xhaka. „Bei Granit hat man schnell gemerkt, dass er etwas ganz Besonderes ist“, erinnert sich der Coach. „Er hatte schon in jungen Jahren die Skills, die es braucht, um ein Führungsspieler zu sein, und er hat sich nie gescheut, Verantwortung zu übernehmen und die erforderlichen Mehraufwände auf sich zu nehmen, um an die Spitze zu kommen. Er war extrem fleißig und hat sich nie auf seinen Erfolgen oder auf seinem Talent ausgeruht.“

Die in Basel im Jugendbereich geleistete Arbeit wurde insbesondere vom damaligen Cheftrainer Thorsten Fink geschätzt, der Rahmen im Jahr 2011 als Co-Trainer mit zum Hamburger SV nahm. Gemeinsam betreuten sie fast zwei Jahre hinweg die Profis und verpassten in der Spielzeit 2012/13 nur knapp die Qualifikation für das internationale Geschäft. Jene Saison war auch die letzte, in der der HSV eine einstellige Tabellenplatzierung in der Bundesliga erreichen konnte.

„Die Zeit in Hamburg bewerte ich durchweg positiv. Ich durfte viel von Thorsten lernen und konnte einiges mitnehmen, das mir heute noch im Alltag als Trainer hilft“, sagt Rahmen. „Der HSV ist ein toller Klub mit einem äußerst spannenden Setup. Außergewöhnlich zu erleben war, wie die Fans und die ganze Stadt für und mit dem Fußballklub gelebt haben. Der HSV war und ist ein Verein, der begeistert und tolle Emotionen weckt. Dies haben wir an jedem Spiel, ob zu Hause oder auswärts, gemerkt, und es hat uns als Team definitiv gestärkt. Da gab es während meiner HSV-Zeit viele interessante Fußballer und Persönlichkeiten. Einer der spannendsten war Rafael van der Vaart. Ein wahnsinnig begnadeter Fußballer mit einem tollen Charakter. Auch speziell erwähnen möchte ich Mladen Petric, einen der komplettesten und talentiertesten Fußballer, die ich jemals trainiert habe.“

Rahmens Training: „Es gibt klare Regeln und Leitplanken“

Nach seiner Tätigkeit beim HSV wollte Rahmen wieder mehr Verantwortung übernehmen und so folgten unter anderem mit dem FC Biel-Bienne, FC Aarau und dem FC Basel einige Cheftrainer-Stationen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben ihn verändert und geprägt. Rahmen, der als kommunikativer aber auch in sich ruhender Trainer gilt, ist davon überzeugt, dass der Faktor Spaß im Training nicht zu kurz kommen darf. „Zur richtigen Zeit und am richtigen Ort ist Humor extrem wichtig. Fußball ist letztlich ein Spiel, das vor allem Spaß machen soll. Wenn wir Freude an dem haben, was wir tun, steigert das automatisch unsere Leistungsfähigkeit und führt zu Mut, Weiterentwicklung und Erfolg. Am Ende bleibe ich bei der Kernaussage, dass der Schlüssel zum Erfolg jeweils der Mensch hinter dem Fußballer ist. Für mich als Trainer ist es wichtig, die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Spieler ihre Leistungen maximieren können und diese im Gesamtgefüge der Mannschaft kontinuierlich einbringen.“

Rahmen ergänzt: „Durch das Vorgeben und Vorleben von Werten, die mir als Trainer und dem Klub wichtig sind, wissen die Spieler ganz genau, was ich von ihnen erwarte und umgekehrt, was sie von mir erwarten dürfen. Es gibt klare Regeln und Leitplanken, die ich setze und konsequent ahnde, wenn sie überschritten werden. Kein Spieler steht je über der Mannschaft oder dem Klub. Innerhalb dieser Vorgaben gibt es jedoch immer Spielraum für genügend Individualität. Dazu kommt eine klare Kommunikation, die auf Vertrauen und Ehrlichkeit basiert. Dies schafft mir als Trainer eine Basis, die es mir und dem Team ermöglicht, uns gut zu fühlen und gleichzeitig maximalen Einsatz zu fordern.“

Generell lastet heutzutage noch mehr Verantwortung und Druck auf einem Trainer, doch genau der Punkt des Drucks sollte aus Rahmens Sicht differenziert betrachtet werden. „Druck ist ein Privileg und zeigt, dass das, was wir tun, für viele Menschen eine Bedeutung hat“, betont er. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Fußball in Zeiten wie diesen, geprägt von geopolitischer und sozialer Unsicherheit in vielen Ländern, eine soziale Verantwortung trägt. Es ist für mich absolut logisch, dass viele Emotionen und Gefühle auf den Sport übertragen werden. In der Ära der Digitalisierung und der sozialen Medien steigt auch der Druck durch anonyme Kommentare und Beiträge, die zugleich die Begeisterung für den Fußball widerspiegeln. Wir müssen den Druck als Ansporn sehen, unser Bestes zu geben und den positiven Einfluss des Fußballs weiter zu fördern. Dazu gehört die Entwicklung unserer Spieler, sowohl sportlich als auch menschlich, indem wir ihnen Werte wie Fairness, Respekt und Teamgeist vermitteln und die sozialen Aspekte des Sports betonen. Indem wir den Druck akzeptieren und konstruktiv damit umgehen, stärken wir unsere Rolle als Führungspersönlichkeiten im Sport und tragen dazu bei, die positiven Effekte des Fußballs auf die Gesellschaft zu maximieren.“

In Bern hofft man nun, dass Rahmen eine Ära prägen kann. Doch so weit möchte der 55-Jährige noch nicht schauen, vielmehr möchte er seinem Team eine eigene Handschrift vermitteln. Auch das Wort Spielphilosophie spielt dabei eine wichtige Rolle. Er sagt: „Die Grundausrichtung soll so bleiben, meine Anpassung an die Spielidee möchten wir so schnell wie möglich umsetzen, dies braucht halt einfach eine gewisse Zeit. Idealerweise spielen wir attraktiven Fußball, der den Fans und Zuschauenden Spiel für Spiel Freude bereitet. Zusätzlich schaffen wir es, unsere Spieler weiterzuentwickeln und optimal zu fördern. Schlussendlich, und das ist das oberste Ziel, möchten wir an den Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen und wieder möglichst viele Titel ins Wankdorf holen.“


https://www.transfermarkt.de/neuer-yb-t ... ews/440707

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. Juli 2024, 20:18 
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YB: Rahmen will «möglichst viele Titel ins Wankdorf holen»

Patrick Rahmen ist der neue Mann an der Seitenlinie bei Meister YB. Er sieht die Menschen als Schlüssel zum Erfolg und will mit attraktivem Fussball begeistern.

Das Wichtigste in Kürze

- Patrick Rahmen (55) will in YB attraktiven Fussball spiele und Titel gewinnen.
- Der neue Trainer erklärt: Auch in Winterthur hatte ich Druck, nur anders.
- Sein Ziel ist: «die Entwicklung unserer Spieler – sowohl sportlich als auch menschlich.»

Der BSC Young Boys geht mit einem neuen Trainer in die Saison. Patrick Rahmen steht neu in Bern an der Seitenlinie. In der letzten Saison hat er den FC Winterthur in die Championship Group geführt – jetzt trainiert er den Meister.

Auch in Winterthur Druck gehabt

Der Druck sei jetzt aber nicht zwingend höher, nur anders, findet Rahmen. Gegenüber «transfermarkt.de» sagt er: «Bei Clubs mit kleinerem Budget entsteht der Druck durch Ressourcenmangel. Es besteht die Notwendigkeit, mit begrenzten finanziellen Mitteln Erfolg zu haben.»

Bei einem Club wie YB seien es eher die Erwartungen eines schnellen Erfolgs, die Druck erzeugen. Für ihn ist aber klar: «Druck ist ein Privileg und zeigt, dass das, was wir tun, für viele Menschen eine Bedeutung hat.»

Rahmen will «attraktiven Fussball, der Freude bereitet»

Als oberstes Ziel für seine Zeit bei YB nennt Rahmen: «Wir wollen an den Erfolg der letzten Jahre anknüpfen und möglichst viele Titel ins Wankdorf holen.» Um das zu erreichen, will der 55-Jährige möglichst schnell seine Spielphilosophie implementieren.

«Idealerweise spielen wir attraktiven Fussball, der den Zuschauenden Spiel für Spiel Freude bereitet», sagt Rahmen. Fussball sei schliesslich ein Spiel, das Spass machen soll.

Rahmen: «Schlüssel zum Erfolg ist der Mensch»

«Der Schlüssel zum Erfolg ist jeweils der Mensch hinter dem Fussballer, ist Rahmen überzeugt.» Mit seinem Trainerteam will er Werte wie Fairness, Respekt und Teamgeist vermitteln. Rahmen gibt Leitplanken vor, will aber auch auf alle individuell eingehen.

Seine Rolle erklärt er so: «Ich versuche, mit viel Empathie und Verständnis, den Jungs zu helfen, ihren Platz im Team zu finden.» Sein Ziel ist «die Entwicklung unserer Spieler – sowohl sportlich als auch menschlich.»


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ra ... n-66799363

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 Betreff des Beitrags: Re: (Trainer) Patrick Rahmen
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 24. Juli 2024, 08:31 
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YB: Coach Patrick Rahmen will «mit dem Punkten beginnen»

YB bietet sich bereits am Mittwoch die Möglichkeit, den Fehlstart in die Saison zu korrigieren. Die Berner spielen ab 20.30 Uhr in Genf gegen Servette.

Das Wichtigste in Kürze

- YB trifft heute Abend um 20.30 Uhr auf Servette.
- Zum Auftakt unterlag der Meister Aufsteiger Sion.
- Patrick Rahmen will nun «mit dem Punkten beginnen».

Patrick Rahmen war nach dem misslungen Debüt als YB-Coach bemüht, das richtige Mass zwischen Kritik und Gelassenheit zu finden. Auf Diskussionen über individuelle Leistungen oder mögliche nötige Verstärkungen wollte er sich nach dem 1:2 gegen Sion nicht einlassen.

Die Heimniederlage stelle jetzt nicht alles infrage. «Aber natürlich haben wir uns den Start anders vorgestellt. Die Niederlage ist absolut schlecht.»

YB darf schon heute reagieren – Champions League sei dank

Weil die Liga den Bernern zwischen den Playoff-Partien in der Champions League ein freies Wochenende zugesteht, darf YB die 5. Runde bereits an diesem Mittwoch bestreiten. Nun kommt ihnen das gleich doppelt zugute, wie Rahmen gesteht.

Er sei nicht unglücklich, dass YB schon drei Tage später auf die «bittere Niederlage» reagieren kann. Oder es zumindest versuchen darf.

Rahmen ist klar, dass sich der Meister steigern muss. Um in dieser Woche in den beiden anstehenden Auswärtsspielen mit «dem Punkten zu beginnen».

Am Sonntag geht es gegen St.Gallen

Am Mittwochabend wartet mit Servette der eingespielte Cupsieger, der mit einem Sieg in Luzern in die Saison gestartet ist. Und am Sonntag der heimstarke FC St. Gallen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-co ... n-66800450

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