Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 57 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. November 2023, 13:38 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2023

Bild

Zitat:
Nicht alles eitel Sonnenschein vor dem Belgrad-Spiel

Wicky steht bei YB auf dem Prüfstand

Raphael Wicky hat mit einer Ausnahme alle Ziele mit YB erreicht. Dennoch herrscht nicht nur eitel Sonnschein. Denn zwei Softziele hat der Trainer verfehlt. Da wäre ein Scheitern an Roter Stern Belgrad fatal, schreibt Reporter Alain Kunz in seinem Leitartikel.

Wie viele Ziele hat Raphael Wicky als YB-Trainer erreicht? Alle? Nicht ganz. Eines fehlt. Er hat die Mannschaft letzte Saison nicht in die Conference League gebracht. Da ist man hauchdünn an Anderlecht gescheitert. Das war zu einem Zeitpunkt, als der FC Basel noch legitimiert war, darüber zu lästern. Also ewig her.

Sonst: Wicky hat das Team zum Cupsieg geführt. Unter ihm ist YB nach einer (Seuchen-)Saison Unterbruch souverän wieder Meister geworden. Die Berner haben die Champions League erreicht. Sie stehen in den Cup-Viertelfinals. Und sind in der Super League nach Verlustpunkten Leader.

Also eine makellose Bilanz seit dem Augst 2022? Aber nur vordergründig.

Der Anspruch Platz drei ist voll legitim

Nun folgen Spiele und Wochen der Wahrheit. Als erstes das Endspiel um Platz drei in der Königsklasse gegen Roter Stern Belgrad. Fast so etwas wie ein Erzrivale der Berner nach den negativen Erfahrungen, die man mit den serbischen Fans und dem Klub gemacht hat. Ein Ausscheiden wäre umso mehr eine herbe Enttäuschung. Verliert man, ist das europäische Überwintern nicht mehr möglich. Dies ist ein offen selbstdeklariertes Ziel von YB. Und es ist ein zu Recht deklariertes Ziel. Das muss der klare Anspruch sein, im dritten Anlauf erstmals nicht Gruppenletzter zu werden in Anbetracht der überschaubaren Stärke von Roter Stern.

Danach gehts in der Super League gegen die Verfolger Servette und St. Gallen und zweimal gegen Schlusslicht Stade-Lausanne-Ouchy. Vier wegweisende Spiele.

Es ist nicht alles eitel Sonnenschein

Der Vertrag des Oberwallisers läuft Ende Saison aus. Doch Gespräche hat es noch keine gegeben. Denn trotz der bislang erreichten (harten) Ziele will man abwarten, was am Dienstag passiert, und was bis Weihnachten. Denn es ist nicht alles eitel Sonnenschein.

Es mag langweilig ruhig wirken, diese seriöse Arbeit, die in Bern abgeliefert wird. Man mag von aussen das Gefühl haben, YB sei eine Wohlfühloase. Eine Art «Gschpürsch-mi»-Klub.

Weit gefehlt!

Die Analysen sind knallhart. Und wenn die sportliche Führung zum Schluss kommt, dass Wicky in den soften, also nicht arithmetisch messbaren Zielen, nicht erfüllt hat, wird es keinen neuen Vertrag geben.

YB ist zu wenig sexy

Doch was sind diese Softziele? Zum einen tut sich Wicky schwer mit dem Einbau weiterer junger Spieler. Supertalent Aurèle Amenda ist nur noch Backup. Auch Persson und Chaiwa spielen kaum noch eine Rolle. Zudem spreche der Oberwalliser immer nur mit denselben Spielern.

Zum anderen schwirrt da das Wort «Attraktivität» herum. Von YB erwartet man mehr Glanz. Mehr klare Siege. Weniger Spiele, die so zäh sind wie kalter Kaugummi. Kurz: mehr Sexiness.

Diese Kriterien stehen nach der Vorrunde auf dem Prüfstand. Sollte das harte Ziel «europäisches Überwintern» heute verpasst werden, wird deren Bedeutung massiv steigen. Deshalb ist das Spiel gegen Roter Stern das bisher wichtigste Finalspiel für Wicky in seiner YB-Zeit.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 86591.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. November 2023, 13:40 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2023

Bild

Zitat:
Volles Risiko? Belgrad-Spiel wird zum grossen YB-Poker

Im vorletzten Champions-League-Gruppenspiel braucht YB gegen Roter Stern Belgrad wohl einen Sieg, um im neuen Jahr in der Europa League zu spielen. Trainer Raphael Wicky will allerdings nicht alles riskieren.

Darum gehts

- YB trifft am Dienstag (21 Uhr) im zweitletzten Champions-League-Gruppenspiel auf Roter Stern.
- Die Berner brauchen wohl einen Sieg, um als Gruppendritter europäisch zu überwintern.
- Trainer Raphael Wicky will aber nicht volles Risiko gehen.

So richtig zugeben will es zwar keiner, aber in Bern wird man sich noch immer ein wenig über das Hinspiel gegen Roter Stern ärgern. In Belgrad kassierte YB nach einem starken Auftritt kurz vor Schluss das 2:2 und musste die Rückreise mit nur einem Punkt antreten. Darum muss im Rückspiel am Dienstag (21 Uhr) nun wohl ein Sieg her, wenn der Schweizer Meister europäisch überwintern will.

Aktuell liegt YB aufgrund der um zwei Treffer schlechteren Tordifferenz hinter den drittplatzierten Serben, die am letzten Spieltag Manchester City empfangen. Die Berner gastieren bei RB Leipzig. Bleibt zum Abschluss eine grosse Überraschung aus, könnte YB mit einem Sieg im Direktduell gegen Roter Stern Platz drei und die Europa League wohl bereits klar machen.

Bei Remis braucht es Schützenhilfe

Dessen ist sich auch Trainer Raphael Wicky (46) bewusst. «Wir können mit einem Sieg etwas Grosses erreichen», erklärte der Walliser am Tag vor der Partie. Druck verspüre er keinen. «Es ist kein Müssen, sondern eine Chance», so Wicky. Gedanken an das Hinspiel in Belgrad habe er im Vorfeld keine mehr verloren – genau wie an die 1:3-Niederlage im Spitzenkampf gegen den FCZ. «Auch wenn du 6:1 gewinnst, geht das nächste Spiel wieder bei 0:0 los», so der Berner Trainer.

Mit einem torlosen Remis könnte am Dienstagabend aber vor allem Roter Stern gut leben. Geht YB zu Hause im ausverkauften Wankdorf also volles Risiko? Nein. «Es bleibt auch alles noch offen, wenn es am Ende unentschieden steht», glaubt Wicky. Er will seine Taktik dem Spielgeschehen anpassen, sind die Berner gut im Spiel, soll der Siegestreffer forciert werden. «Wenn der Gegner dominant ist, kann es auch sein, dass du einen Punkt nimmst.» In diesem Fall wäre YB im letzten Spiel aber auf Schützenhilfe von Manchester City angewiesen – oder einen Exploit gegen RB Leipzig.


https://www.20min.ch/story/champions-le ... 3560119934

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. November 2023, 13:41 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2023

Bild

Zitat:
Fussball-Reporter Alain Kunz

Racioppi-Böcke: «Es ist eine gewisse Regelmässigkeit zu erkennen»

Fussball-Reporter Alain Kunz mit seiner Einschätzung zum Champions-League-Spiel YB gegen Roter Stern. Seine Meinung zur aktuellen Nr.1 bei YB, Anthony Racioppi, der im Hinspiel keine glückliche Figur machte und auch zuletzt in der Liga mit Fehlern auffiel.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 85844.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. November 2023, 13:44 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2023

Bild

Zitat:
Regenbogenfahnen unerwünscht?

Bern zittert vor den Belgrad-Fans – und Rachegelüsten aus Rom

Die Young Boys empfangen am Dienstagabend Roter Stern zum wegweisenden Spiel in der Champions League. Die serbischen Gäste wecken in Bern keine guten Erinnerungen und werden die Polizei auf Trab halten.

Am Dienstag heisst es für YB: Verlieren verboten. Im fünften Gruppenspiel der Champions League geht es für den Schweizer Meister um das europäische Überwintern. Während ein Heimsieg gegen Roter Stern Belgrad den Vorstoss in die K.o.-Phase der Europa League garantiert, ist das Europa-Abenteuer im Fall einer Niederlage beendet.

Doch die Partie birgt nicht nur sportliche Brisanz. Rund 2000 Gäste-Fans werden am Dienstag in Bern erwartet. Und der letzte Besuch der Belgrader Anhängerschaft, welche bei der UEFA seit Jahren unter strenger Beobachtung steht, weckt in der Hauptstadt alles andere als gute Erinnerungen.

Als Roter Stern 2019 im Rahmen der Champions-League-Qualifikation im Wankdorf gastiert, sorgen ihre Anhänger auf dem Marsch zum Stadion für Chaos. Die Unruhestifter rauben einen Tankstellenladen und einen Kiosk aus. Zudem attackieren sie die Gäste des Café Kairo und werfen Bierdosen – weil sich die als homophob geltenden Fans offenbar an einer LGBTQ-Fahne stören.

Schliesslich kommt es vor der Drogenanlaufstelle an der Hodlerstrasse zu einer wüsten Schlägerei, serbische Fans sollen gar mit Eisenstangen auf Menschen eingeprügelt haben. Die Polizei kann die Situation nur mit drei Warnschüssen entschärfen.

Schwieriger Dialog mit den Anhängern

Kein Wunder, trifft man in der Hauptstadt deshalb Vorkehrungen, um auf die Rückkehr der Serben möglichst gut vorbereitet zu sein. Die Polizeit wird mit einem Grossaufgebot im Einsatz sein. «Der Dialog mit den Belgrad-Fans ist sehr schwierig und fast nicht vorhanden», macht Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause klar. «Seiten Behörden und Kantonspolizei haben wir uns aber für die verschiedenen Szenarien bezüglich eines Fanmarsches vorbereitet.»

Dazu gehört, Geschäfte und Beizer im Lorraine- und Breitenrainquartier mit einem Schreiben vor Auswirkungen eines möglichen Fanmarschs über die Lorrainebrücke oder die Kornhausbrücke zu warnen. «Die Kantonspolizei hat die Leute in diesen Quartieren informiert und ihnen zu Vorsichtsmassnahmen geraten. Das bedeutet zum Beispiel auch, Läden für eine kurze Zeit zu schliessen.»

Dem Café Kairo wird etwa nahegelegt, die Regenbogenfahne, die vor vier Jahren Auslöser für Ausschreitungen gewesen sein soll, abzuhängen. Isabelle Wüthrich, Mediensprecherin der Kapo Bern, stellt aber klar: «Wir haben aber in keiner Art und Weise verlangt, dass sie abgehängt wird.»

Das Café zieht die Option aufgrund der Gefahrenlage tatsächlich in Betracht, obwohl der Unmut gross ist. «Wir wollen die Fahne erst entfernen, wenn die Öffentlichkeit über den Grund Bescheid weiss», sagt Mitgründerin Trine Pauli der «Berner Zeitung» und fügt an: «Dass wir uns dem Druck homophober Fussballfans fügen müssen, ist ein Unrecht.»

Reisen gar italienische Fans an?

Die Partie wird von der Polizei als «Hochrot-Spiel» eingeschätzt. «Höchste Sicherheitsstufe», wird Nause im «Blick» zitiert. «Wir erwarten rund 2000 Fans von Roter Stern. Und nicht nur aus Serbien und der Schweiz, sondern auch aus dem benachbarten Ausland.»

Offenbar kursieren Gerüchte, dass die Ultras der AS Roma in Bern auftauchen, um Revanche zu nehmen. Demnach hatten Roter-Stern-Fans im Februar eine Fahne der Italiener geklaut und verbrannt. «Auch hier ist die Kantonspolizei auf verschiedene Szenarien vorbereitet. Wir wissen jedoch nicht, ob sie wirklich nach Bern kommen. Auch hier war der Dialog mit den Fans sehr schwierig», so Nause.

Ganz so abwegig erscheint die Anreise der römischen Fans auf den zweiten Blick nicht. Denn ihre AS Roma gastiert am Donnerstag in Genf, wo das Team von José Mourinho in der Europa League auf Servette trifft.


https://www.bluewin.ch/de/sport/champio ... 85379.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. November 2023, 15:17 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2023

Bild

Zitat:
YB: Berner Beizer fürchten sich vor Belgrad-Fans

Am Dienstag werden in Bern rund 2000 Belgrad-Fans erwartet. Beim letzten Besuch kam es zu Ausschreitungen – und auch dieses Jahr fürchten sich viele davor.

Das Wichtigste in Kürze

- Am Dienstag kommt es zum Champions-League-Duell zwischen YB und Roter Stern Belgrad.
- Rund 2000 Serben kommen nach Bern. Die Polizei wartet mit einem Grossaufgebot auf.
- Vor rund vier Jahren kam es beim Fanmarsch der Serben zu grossen Ausschreitungen.

Die Fans von Roter Stern Belgrad sind bekannt für ihr hohes Gewaltpotential. Das zeigten sie auch im August vor vier Jahren in Bern.

Damals raubten sie vor dem Spiel gegen YB beim Fanmarsch zum Wankdorf einen Tankstellenladen aus und warfen Bierdosen in Richtung der Gäste im Café Kairo. Eine gewaltsame Auseinandersetzung musste die Polizei damals sogar mit Warnschüssen stoppen.

Jetzt sind die Serben erneut zu Gast in der Bundesstadt – für das wichtige Champions-League-Gruppenspiel gegen YB (21 Uhr). Und der Match wird von Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, als Hochrisikospiel eingestuft. Die Polizei wartet mit einem Grossaufgebot auf.

Die Hoffnung wäre ein friedlicherer Ausgang als vor vier Jahren. Jedoch gestalte sich die Planung schwierig, wie Nause gegenüber Nau.ch erklärt.

«Der Dialog mit den Belgrad-Fans ist sehr schwierig und fast nicht vorhanden. Die Kantonspolizei wird am Matchtag nochmals versuchen, den Dialog aufzunehmen. Seitens Behörden und Kantonspolizei haben wir uns aber für die verschiedenen Szenarien bezüglich eines Fanmarsches vorbereitet», so der Sicherheitsdirektor.

Gemäss einem Schreiben von Urs Burgener, Bezirkschef Breitenrain Kantonspolizei Bern, an die Geschäfte im Lorraine- und Breitenrainquartier könnte der Fanmarsch über die Lorrainebrücke oder die Kornhausbrücke führen.

Deshalb ist auch möglich, dass der Fanmarsch durch den Breitenrain geht. Dort wurden laut Nau-Informationen Beizer von der Polizei vorgewarnt.

«Die Kantonspolizei hat die Leute in diesen Quartieren informiert und ihnen zu Vorsichtsmassnahmen geraten. Das bedeutet zum Beispiel auch, Läden für eine kurze Zeit zu schliessen», rät Neo-Nationalrat Nause.

Die Polizei werde natürlich auch versuchen, die Einrichtungen so gut wie möglich zu beschützen.

Mulmiges Gefühl bei Beizern und Ladenbesitzern

Der Fanmarsch sorgt bei den Beizern und Ladenbesitzern für ein mulmiges Gefühl.

Wäre es nicht möglich gewesen, die serbischen Besucher mit Bussen direkt zum Wankdorf zu bringen? Nause verneint: « Wir erwarten rund 2000 Roter-Stern-Fans gegen YB. So viele Fans mit Shuttles zum Stadion zu bringen, ist leider nicht möglich.»

Und ein weiterer Aspekt könnte noch dazu kommen. Offenbar sollen auch noch Ultras des italienischen Vereins AS Roma nach Bern kommen, um sich bei den Serben zu rächen. Diese hatten im Februar eine Fahne der Italiener geklaut und verbrannt.

Dieser Möglichkeit ist sich Nause bewusst und erklärt: «Auch hier ist die Kantonspolizei auf verschiedene Szenarien vorbereitet. Wir wissen jedoch nicht, ob sie wirklich nach Bern kommen. Auch hier war der Dialog mit den Fans sehr schwierig.»

Da die AS Roma am Donnerstag in der Europa League in Genf ran muss, wäre ein spontaner Trip nach Bern nicht abwegig.


https://www.nau.ch/ort/bern/yb-berner-b ... s-66658748

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. November 2023, 16:03 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2023

Bild

Zitat:
YB gegen Roter Stern Belgrad: eine Partie der Vorfreude und Bedenken

Es ist ein Duell zweier Seiten einer Medaille. Zum einen die der Vorfreude. Heute Dienstag können die Berner Young Boys mit einem Sieg die Weichen stellen, um international zu überwintern. Zum anderen die der Bedenken. Roter Stern Belgrad gastiert nicht zum ersten Mal in Bern. Bereits im August 2019 gab es diese Ansetzung, damals in der Qualifikation für die Champions League. An diesem Sommerabend kam es zu mehreren unschönen Ausschreitungen.

Es sind Erinnerungen, die schmerzen – sollte doch bei solchen Affichen eigentlich der Sport im Vordergrund stehen. Im Vorlauf der Auseinandersetzung von vor vier Jahren kam es jedoch zu Massenschlägereien, Sachbeschädigung und es fielen sogar Schüsse.

Die Partie damals wurde im Vorlauf als Hochrisikospiel eingeschätzt. Eine Klassifizierung, die sich bestätigte. Bereits mehrere Stunden vor dem Spiel kam es zu einem unbewilligten Fanmarsch der serbischen Fans, der eine Spur der Schande durch die Hauptstadt zog.

Auf der Höhe der Lorrainebrücke passierte der erste Zwischenfall. Eine Auseinandersetzung zwischen einem Mann und einem Fan von Roter Stern Belgrad resultierte in einer Massenschlägerei. Nachdem ein Unbekannter einen serbischen Fan angriff, schlugen ungefähr 15 Fans auf mehrere Personen ein.

Die Polizei versuchte, die Angreifer mit Schlagstöcken und Tränengas zurückzudrängen, was aber nicht ausreichte. Ein Polizist gab mehrere Warnschüsse in die Luft ab, um die Situation zu deeskalieren. So konnte dem Geschehen schliesslich Einhalt geboten werden.

LGBTQ-Fahne löste Aggressionen aus

Es blieb nicht bei den Ereignissen bei der Lorrainebrücke. Wenig später im Quartier wurden, gemäss Medienberichten, die Besucher der Gartenterrasse des Café Kairo mit Bierdosen beworfen. Der Auslöser sei eine LGBTQ-Fahne an der Hauswand des Cafés gewesen, an der sich homophobe Fans von Roter Stern Belgrad störten.

Des Weiteren wurde von mehreren Diebstählen alkoholischer Getränke berichtet. Diese sollen im Kiosk am Nordring und an der Tankstelle im Breitenrainquartier stattgefunden haben.

Grossaufgebot der Polizei erwartet

Albert Staudenmann, Kommunikationschef des BSC YB bestätigte gegenüber der Plattform J, dass spezielle Vorkehrungen getroffen wurden, um zu verhindern, dass sich die Szenen von vor vier Jahren wiederholen. Genauere Angaben werden aber keine gemacht. Aus «taktischen Gründen.» Man befinde sich im engen Austausch mit den Behörden und der Polizei und es werde sicher ein «sehr grosses Polizeiaufgebot» geben.

Auch vonseiten der Kantonspolizei Bern erhält man dieselbe Info. In einer Medienmitteilung wurde kommuniziert, dass die Kapo Bern auch dieses Mal wieder mit einem Grossaufgebot vor Ort sein wird, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Der «Final» für YB

Es ist das vermutlich entscheidende Spiel um den dritten Platz in der Gruppe G, der zur Qualifikation für die K.o.-Runde der Uefa Europa League berechtigt.

Die Ausgangslage: Aktuell befindet sich der Hauptstadtklub auf dem vierten und somit letzten Zwischenrang. Allerdings nur aufgrund der Tordifferenz. Man hat, genau wie Roter Stern Belgrad, bisher einen Punkt geholt. Auswärts gegen den heutigen Gegner. Das lässt hoffen.

YB muss eine Reaktion zeigen

Das Sportliche: Der BSC zeigt momentan zwei Gesichter. Ein Heim-Gesicht und ein Auswärts-Gesicht. Das hässliche zweite offenbarte sich am Wochenende, als man gegen den FC Zürich auswärts mit 3:1 verlor. Ein uninspirierter Auftritt, bei zugegeben schwierigen Wetterbedingungen. Trotzdem – gegen vorne gab es wenig Kreatives, und defensiv war man unkonzentriert und fehleranfällig. Besonders bei Standardsituationen hinterliess die YB-Verteidigung oftmals keinen guten Eindruck.

Manch einer würde behaupten, das Champions League Spiel gegen Roter Stern Belgrad sei bereits in den Köpfen der Akteure präsent gewesen. YB-Verteidiger Loris Benito warnte nach dem Spiel «Wenn irgendjemand immer noch das Gefühl hat, dass diese Saison ein Selbstläufer wird, dann ist jetzt klar, dass es nicht so ist.»

Ein Selbstläufer wird auch die Partie gegen den serbischen Vertreter kaum. Zum Glück für die Berner findet die Partie gegen Roter Stern Belgrad im heimischen Wankdorfstadion statt. Zu Hause fühlt man sich wohler. In den letzten fünf Heimspielen in der Super League kommt der Schweizer Meister auf ein Torverhältnis von 18:4. Gegen den FC Luzern setzte es ein 6:1 – der Beweis dafür, dass YB durchaus eine meisterliche Form erreichen kann. Diese wird heute Abend gefragt sein.

Das Terrain ist ein Vorteil, den sich YB zunutze machen kann. Auf dem heimischen Kunstrasen schafft es der BSC immer wieder, längere Druckphasen aufzubauen. In diesen Phasen wird die Effizienz, die man am Wochenende vermissen liess, entscheidend sein.

Raphael Wicky wird in einem solch wichtigen Moment auf seine bewährten Kräfte setzten. YBs Bester diese Saison, Meschack Elia, dürfte erneut entscheidend sein. Noch ist offen, wer neben ihm im Sturm agieren wird. Jean-Pierre Nsame konnte, wie andere auch, gegen Zürich kaum überzeugen. Er ist aber ein Routinier und hat schon so viele wichtige YB-Tore erzielt und könnte erneut für eine YB-Sternstunde sorgen und dem YB-Heim-Gesicht abermals ein Lächeln aufsetzen.

Der Trainer der Berner zeigt sich optimistisch und spricht davon, dass man aus dem Hinspiel viel mitnehmen könne: «Ich denke, das Hinspiel gibt uns Vertrauen. Wir haben gesehen, wir sind auf Augenhöhe und haben ein gutes Spiel gemacht. Uns mehrere gute Chancen herausgespielt. Mit diesem Mindset wollen wir auch in dieses Spiel gehen.»

Verletzungssorgen bei YB

Die Young Boys haben aktuell mehrere verletzte Spieler zu beklagen. Kastriot Imeri hat sich im Training eine schwere Aussenband-Verletzung im rechten Knie zugezogen. Der 23-jährige Nationalspieler hatte sich bereits im September an gleicher Stelle verletzt, wobei die Verletzung konservativ behandelt wurde. Zuletzt war er wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Nun hatte er abermals grosses Pech und verdrehte sich erneut das rechte Knie. Imeri muss sich operieren lassen. Gemäss einer Medienmitteilung von YB ist mit einer Ausfalldauer von rund sechs Monaten zu rechnen.

Auch Cedric Itten muss mehrere Wochen pausieren. Dem 26-jährigen Nationalspieler macht seit einiger Zeit eine Blessur am rechten Fuss zu schaffen, die nun eine Wettkampfpause zur Folge hat. An der Pressekonferenz vom Montag gab Raphael Wicky gegenüber der Plattform J bekannt, dass Itten voraussichtlich im Januar wieder ins Training einsteigen könne.

Belgrad ist gut in Form

Roter Stern reist mit viel Selbstvertrauen im Gepäck nach Bern. Seit dem Unentschieden gegen die Berner Anfang Oktober gab es in der heimischen Liga fünf Siege und ein Unentschieden.

Die Spieler von Trainer Barak Bakhar sind in der Verteidigung aber anfällig. Das letzte Spiel in der Liga ohne Gegentor gab es Ende September. In der Champions League gab es noch gar keine weisse Weste. Ein gutes Omen für YB?

Die Antwort erhalten wir heute Abend um 21.00 Uhr im Wankdorfstadion. Aus Schweizer Sicht ist zu hoffen, dass sich YB am Ende die Bronzemedaille umhängen darf, ungeachtet beider Kehrseiten.



Info der Polizei

Im Raum Wankdorf ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Insbesondere bei der An- und Abreise wird ein erhöhtes Personenaufkommen erwartet. Vor und nach dem Fussballspiel wird die Winkelriedstrasse daher teilweise gesperrt werden. Die Papiermühlestrasse wird je nach Verkehrs- und Besucheraufkommen kurzfristig für den Individualverkehr gesperrt sein.

Rund um das Stadion wie auch in der Innenstadt kann es situativ und kurzfristig zu weiteren Strassensperrungen kommen. Die Anzahl Parkplätze in der Umgebung des Stadions ist begrenzt. Mit Blick auf das zu erwartende grosse Besucheraufkommen wird Matchbesucherinnen und Matchbesuchern wird daher empfohlen, frühzeitig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.


https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/215741

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. November 2023, 16:05 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2023

Bild

Zitat:
YB: Das schreiben Serben vor CL-Kracher gegen Roter Stern Belgrad

Im Kampf um Rang drei trifft YB heute Abend im ausverkauften Wankdorf auf Roter Stern Belgrad. Haben die Berner die Pleite im Spitzenspiel bereits verdaut?

Das Wichtigste in Kürze

- YB empfängt heute (21 Uhr) den serbischen Meister Roter Stern im Wankdorf.
- Mit einem Sieg würden sich die Berner vorzeitig für die Europa League qualifizieren.
- Im Land des Gegners wittert man allerdings eine Chance für Belgrad.

Siegen oder Fliegen! Für YB geht es heute Abend um 21 Uhr gegen Roter Stern Belgrad um viel. Der Sieger dieser Partie überwintert europäisch und spielt im Frühling in der Europa League. Bei einem Unentschieden wird die Entscheidung auf das letzte Gruppenspiel vertagt.

Den Bernern ist die Hauptprobe für den CL-Kracher missglückt. Das Spitzenspiel im Letzigrund gegen den FCZ ging 1:3 verloren. Ganz anders Roter Stern, das dank eines Doppelpacks von Osman Bukari bei Vojvodina einen 2:1-Sieg einfahren konnte.

«Weiteren Schlag versetzen»

In Serbien ist man guter Dinge, im Wankdorf zu punkten. Das hiesige «Sportal» schreibt nach der Niederlage des Schweizer Meisters von «guten Nachrichten für Roter Stern». Es sei der «richtige Zeitpunkt, um Schwächen im Spiel von YB» zu erkennen.

Weiter analysiert das Medium: «Das Wichtigste ist, den schlechten Moment der Mannschaft von Raphael Wicky auszunutzen. So könne man ihr einen «weiteren starken Schlag versetzen». Was auch immer das heisst.

YB fehlen drei wichtige Spieler

Was für Gelb-Schwarz spricht: Die Berner sind sehr heimstark. Sie mussten sich in diesem Jahr zu Hause nur RB Leipzig und Manchester City geschlagen geben. Und für die Belgrader wird der Kunstrasen im Wankdorf sicherlich ein Nachteil sein.

Trainer Wicky kann für die wichtige Partie nicht aus dem Vollen schöpfen. Cedric Itten, Kastriot Imeri (beide verletzt) und Sandro Lauper (gesperrt) fehlen. Im Sturm dürften Jean-Pierre Nsame oder Silvere Ganvoula neben Meschack Elia auflaufen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-da ... d-66658421

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. November 2023, 16:06 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2023

Bild

Zitat:
YB gegen Roter Stern Belgrad

Ein Spiel mit organisierten Hochrisikofans

YB spielt heute gegen Roter Stern Belgrad. Nicht nur der Club hat seine Vergangenheit – auch seine Fans haben eine.

YB spielt gegen Roter Stern Belgrad: Das Champions-League-Gruppenspiel gilt als Hochrisikospiel. Vor vier Jahren ist es bei einem ähnlichen Spiel in Bern zu Ausschreitungen gekommen, die Berner Polizei musste damals gar Warnschüsse abgeben, um die Lage in den Griff zu bekommen. SRF-Auslandredaktor Janis Fahrländer hat anlässlich des erneuten Besuchs von Roter Stern Belgrad im Wankdorf die Geschichte der Fussball-Ultras in Ex-Jugoslawien recherchiert.

Fussball als Feld der Politik: Gerade am Beispiel des Vielvölkerstaates Jugoslawien lässt sich nachvollziehen, wie gross der Einfluss von Fussball-Fangruppen auf politische Entwicklungen sein kann. Nationalismus sei in der Gesellschaft Jugoslawiens in den 80er-Jahren ein Tabu gewesen. In Fussballstadien konnte er aber geäussert werden, sagt Fahrländer: «Während man nationalistisches Gedankengut in den 80er-Jahren öffentlich nicht äussern durfte, war dies in Fussballstadien möglich.» Es gebe heute noch Länder, in denen Stadien einen Raum böten, gesellschaftliche Tabus zu umgehen.

Beginn des Zerfalls: Manche sagen, der Zerfall des Vielvölkerstaates Jugoslawien habe symbolisch mit einem Fussballspiel begonnen: 1990 sollte Dinamo Zagreb gegen Roter Stern Belgrad spielen. Erst kam es in der Stadt Zagreb zu Ausschreitungen. Während des Einwärmens der Spieler kam es auch im Stadion zu wüsten Schlägereien zwischen Fans von Zagreb und der jugoslawischen Polizei. Zum Teil waren auch die Spieler in die Schlägerei verwickelt, zum Beispiel der Kapitän von Dinamo Zagreb. Er griff einen Polizisten an, was fotografisch dokumentiert ist.

Die Liveübertragung der Schlägerei: Die Vorfälle wurden live im TV übertragen. Die Menschen konnten prügelnde Fussballfans und Bilder von Polizisten, die auf Fussballfans einschlugen, sehen; es waren nationalistische Lieder zu hören, und es wurden jugoslawische Fahnen zerstört. «Dieses Spiel – das nie angepfiffen wurde – war ein Fanal. Im Nachhinein werden diese Szenen symbolisch als der Beginn der Kriege der 90er-Jahre hochstilisiert», sagt Janis Fahrländer.

In den Krieg via Ultras von Roter Stern Belgrad: «Was die Ultras von Roter Stern Belgrad betrifft: Der serbische Geheimdienst hat das Potenzial früh erkannt und dort ganz konkret Männer für die Kriege in Bosnien und Kroatien rekrutiert», sagt Janis Fahrländer. Bekannt wurden auch die Bad Blue Boys, Anhänger von Dinamo Zagreb, die sich auf der Seite von Kroatien an den Kriegen beteiligten.

Serbische Eigenart: Die Verbindung von Fussballfans zum organisierten Verbrechen hat in den 90er-Jahren begonnen und hält bis heute an. Es sei eine serbische Eigenart der Fussballfans, so der Redaktor. Konkret ist von Fans von Roter Stern Belgrad und Partizan Belgrad bekannt, dass sie in den Drogenhandel und in den Sicherheitsdienst verstrickt sind.

Verbindung von Politik und Fussballfans: Fans serbischer Clubs übernehmen manchmal auch die Drecksarbeit für politische Parteien. Ihre Gruppen können fast wie paramilitärisch Einheiten eingesetzt werden. «Es gibt das bekannte Beispiel, dass die Pride – ein bunter Umzug der LGBTQ-Bewegung – in Belgrad durch organisierte Fussballfans angegriffen wurde.» Auch für Einschüchterungen von Oppositionellen sind die Ultras zuständig.


https://www.srf.ch/news/international/y ... risikofans

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. November 2023, 16:10 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2023

Bild

Zitat:
Der beschwerliche Aufstieg von Ugrinic

Die Karriere von YB-Mittelfeldspieler Filip Ugrinic hing an einem seidenen Faden. Am Dienstag trifft der schweizerisch-serbische Doppelbürger wieder auf seine alte Liebe Roter Stern Belgrad.

Fünf Tage vor dem wegweisenden Rückspiel der Champions League gegen Roter Stern Belgrad sitzt Ugrinic mit drei Journalisten am Tisch. Er ist überrascht, ob des Interesses, was viel über seine Persönlichkeit aussagt. Dabei spielt er bislang bei den Young Boys eine überzeugende Saison und debütierte er am vorletzten Samstag gegen Kosovo (1:1) im Schweizer Nationalteam. Drei Tage später kam er in Rumänien (0:1) zu einem weiteren Kurzeinsatz. "Interviews sind nicht mein Ding, ich muss meistens dazu überredet werden", sagt Ugrinic, der einzig auf dem Platz gerne im Rampenlicht steht.

Der 24-jährige Mittelfeldspieler besitzt auch den serbischen Pass, ein weiterer Punkt, der ihn vor dem Showdown gegen Roter Stern Belgrad zu einem interessanten Gesprächspartner macht. Der serbische Verband warb ebenfalls um ihn, das Gefühl und die grösseren Bemühungen gaben aber den Ausschlag zu Gunsten der Schweiz. "Gibt es als Doppelbürger überhaupt den richtigen Entscheid", fragt Ugrinic in die Runde. "Darum war es kein Entscheid gegen Serbien, sondern einer für die Schweiz."

Zu seiner Premiere in der Nationalmannschaft sagt er: "Es war speziell - wie ein Debüt im Profifussball. Es machte Spass, mit diesen Spielern auf dem Platz stehen und diese Erfahrungen sammeln zu dürfen. Aber klar hätte ich mir ein anderes Debüt gewünscht. Es war eine komische Stimmung nach der Partie."

Apropos Doppelbürger. Was ist bei ihm typisch schweizerisch und was typisch serbisch? Zu ersteren Eigenschaften, er ist in der Schweiz aufgewachsen, zählt er Pünktlichkeit und Ordnung. Er gibt zu, einen "Putz-Tick" zu haben. Wegen seines Ordnungsfimmels wird er von Teamkollegen hie und da aufgezogen. Typisch serbisch sei vielleicht, dass er manchmal zu hitzig sei, etwas, das er während den Spielen in den Griff bekommen müsse.

Schwierige Zeiten

Dass er einmal ein Nationaltrikot bei den Grossen tragen würde, war für Ugrinic vor noch nicht allzu langer Zeit unvorstellbar. Zwar debütierte er am 15. Oktober 2016 im Alter von 17 Jahren für Luzern in der Super League. In der Folge ging es aber alles andere als steil bergauf. Im zweiten Teil der Saison 2017/18 kam er bloss noch viermal in der höchsten Liga zum Einsatz, einmal von Beginn weg.

In der darauffolgenden Spielzeit war Ugrinic am Anfang gesetzt, nach dem 10. November wurde er dann aber bloss noch zweimal kurz eingewechselt. Der im Februar 2019 neu geholte Trainer Thomas Häberli zählte nicht auf ihn, im Dezember war Ugrinic verletzt gewesen. In der Saison 2019/20 wurde er an den niederländischen Verein FC Emmen ausgeliehen, doch konnte er sich auch dort nicht durchsetzen.

"In dieser Zeit habe ich die grösste Entwicklung als Mensch gemacht", blickt Ugrinic zurück. Nach der Rückkehr zu Luzern erhielt er vom damaligen Trainer Fabio Celestini, der heute beim FC Basel tätig ist, die Möglichkeit, sich neu zu beweisen. Diese wollte er unbedingt nutzen: "Ich hatte das Gefühl, ihm (Celestini) etwas zu schulden. Die Verbindung zu ihm ist speziell." Ohne diese Chance wäre Ugrinic wohl in der Challenge League gelandet, "und dann weiss ich nicht, wie es herausgekommen wäre".

Ein Sieg ist Pflicht

Die Geschichte von Ugrinic zeigt, wie schnell es insbesondere im Fussball in beide Richtungen gehen kann. Im Sommer 2022 wechselte er zu den Young Boys, mit denen er gleich das Double gewann und sich Ende August für die Champions League qualifizierte. In dieser geht es am Dienstag nun sozusagen um alles. Bezwingen die Berner Roter Stern nach dem 2:2 in Belgrad, geht es für sie in der Europa League weiter. Verlieren sie, beenden sie auch die dritte Gruppenphase in der Königsklasse auf dem vierten und letzten Platz. Bei einem Unentschieden fällt die Entscheidung am letzten Spieltag.

Ugrinics Familie stammt zwar nicht aus Belgrad, sondern von einem etwa zwei Stunden entfernten Dorf, jedoch schlug das Herz für Roter Stern. Als Kind hatte Filip Ugrinic ein Trikot des serbischen Rekordmeisters und war er "irgendwo durch" Fan dieser Mannschaft. Partien ging er allerdings nie schauen. Noch spezieller machte für ihn das Hinspiel, dass viele aus der Verwandtschaft ihn zum ersten Mal live sahen. Aus Respekt jubelte er nicht gross, nachdem er das 1:1 erzielte hatte.

Wichtiges Puzzleteil bei den Bernern

Am Dienstag ist es für Ugrinic abermals eine spezielle Begegnung, allerdings nicht, weil Roter Stern der Gegner ist, sondern wegen der Ausgangslage. Er ist überzeugt, mit einer konstanten Leistung als Sieger vom Platz zu gehen, denn es sei aufgrund der Euphorie im Stadion nicht einfach, "gegen uns im Wankdorf anzutreten".

Dass Ugrinic spielt, dürfte so gut wie sicher sein. Er ist mit seiner Präsenz und seiner Zweikampfstärke ein wichtiges Puzzleteil im Team der Berner. Zudem ist er beidfüssig. Mit dem rechten Fuss fühlt er sich bei langen Bällen wohler, links schiesst er besser.

Mit der Zukunft beschäftigt sich Ugrinic nicht gross. Klar würde er gerne mal in einer der Top-5-Ligen auflaufen, er kann sich jedoch gut vorstellen, noch lange für YB zu spielen. Schliesslich weiss er, woher er kommt. So oder so dürfte er noch einige Male auch neben dem Feld im Rampenlicht stehen.


https://frapp.ch/de/articles/stories/de ... on-ugrinic

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. November 2023, 00:32 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.11.2023

Bild

Zitat:
Vor YB gegen Roter Stern

Massives Polizeiaufgebot sorgt für reibungslosen Belgrader Fanmarsch

Rund 1500 Fans von Roter Stern Belgrad zogen am Dienstagabend vom Kornhausplatz durch die Lorraine zum Wankdorf. Es kam zu keinen grösseren Zwischenfällen.

Zusammenfassung

Das heutige Spiel wurde vom Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause (Die Mitte) im Vorfeld als «Hochrisikospiel mit hohem Gewaltpotenzial» bezeichnet. – wegen der Erfahrungen 2019, als die serbischen Fans randalierend durch die Stadt zogen.

In diesem Jahr verlief der Fanmarsch ohne grössere Zwischenfälle. Wohl auch wegen des massiven Polizeiaufgebots. Doch der Reihe nach: Um 15.30 Uhr besammelten sich erste serbische Fans auf dem Kornhausplatz. Sie tranken Bier und vertrieben sich die Zeit in den Souvenierläden und Cafés.

Ein Fan-Dialog-Team versuchte, die Situation durch Gespräche ruhig zu halten. Kosovo-Fahnen wie Regenbogenfahnen sind für die nationalkonservativen serbischen Fans aus politischen Gründen eine Provokation. «Es braucht wenig, dass es kippt», kommentierte Sicherheitsdirektor Reto Nause die Lage.

Die Macht der Masse

Wie sich die Fans verhalten würden, war im Vorfeld kaum abzuschätzen. Auch war lange unklar, über welche Route der Fanmarsch führen würde. «Die Kommunikation mit den Fans ist schwierig», sagte Nause am Nachmittag. Die Polizei plante, den Tross über die Lorrainebrücke zu leiten, was schliesslich auch gelang.

Fangesänge grölend und unterstützt von Trommeln, bewegte sich die Menge ab 18.30 Uhr durch die Achse Nägeli- und Speichergasse und das Bollwerk in Richtung Lorrainequartier. Böller ertönten. Die rund 1500 Fans verströmten eine gewisse Aggressivität. Und genossen ihre Macht der Masse.

Café Kairo unter Polizeischutz

Weiter ging es durch den Nordring, wo sich am parallel verlaufenden Dammweg das Café Kairo befindet. 2019 bewarfen die serbischen Fans das Lokal mit Flaschen. Wahrscheinlich, weil eine Regenbogenfahne davor hing.

Doch dieses Mal war die Polizei gewappnet. Sie hatte drei Kleinbusse vor dem Gebäude parkiert, und zahlreiche Polizisten markierten Präsenz. Der Vorbeimarsch verlief ohne Zwischenfälle. Auch in diesem Jahr hing die Regenbogenfahne beim Gebäude. Die Chefin hatte sich trotz einer gegenteiligen Empfehlung der Polizei entschieden, die Fahne hängen zu lassen.

Einige Fans verspürten auf der Höhe des Café Kairo Druck auf die Blase und erleichterten sich in den Nebenstrassen. Zum Ärger der Anwohnenden. Der Marsch führte weiter durch das Breitfeldquartier.

Die Fans gelangten schliesslich im Wankdorfquartier durch den für die Auswärtsfans gebauten, mit Gittern abgesperrten Korridor zum Stadion. Bis zum Matchbeginn mussten sie sich noch 90 Minuten gedulden.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-gegen-r ... 0178889943

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 57 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 22 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de