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 Beitrag Verfasst: Freitag 23. August 2019, 17:27 
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23.08.2019

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Hoarau verkörpert Hoffnung

Im Rückspiel gegen Belgrad ist YB auf internationale Routine angewiesen. Zwei Berner Rückkehrer könnten diese mitbringen.

Als alles vorbei war, da wirkten die Unterschiede wieder riesig. Da stand Guillaume Hoarau, 1,92 m gross, und beantwortete entspannt ein paar Fragen, richtete seinen Veston. Dort stand Marko Marin, 1,70 m klein, und gab sich etwas zerknirscht in seinem Trainingsanzug.

Im Spiel zuvor, in diesem rasanten ersten Tanz des Champions-League-Playoffs zwischen YB und Roter Stern Belgrad, war alles nah beisammen gewesen, Freud und Leid für YB, zwei Tore hier, zwei da. Ein Remis, das sich für die Young Boys so fürs Erste nach weniger anfühlte.

«Wir können in jedem Spiel treffen, das wissen wir», sagte Hoarau, der Lässige. «Wir kommen zu Hause weiter, da bin ich mir sicher», sagte Marin, der Angespannte. Marin blieb ein Treffer versagt, er sah seinen Versuch im zweiten Durchgang von YB-Captain Fabian Lustenberger auf der Linie geklärt. Hoarau hatte das letzte Wort im intensiven Schlagabtausch mit den Serben.

Dass die Young Boys gestern alle sehr zuversichtlich in die «Halbzeit» zwischen den zwei Spielen gegen Belgrad gingen, liegt auch an ihm. Nach kurzer Verletzungspause kam er spät ins Spiel – und hat noch später den Penalty zum 2:2 versenkt.

Überhaupt ist YB in internationalen Spielen auf den Franzosen angewiesen: Von den letzten neun Toren in Champions League und Qualifikation gehen sechs auf sein Konto, 19 hat er jetzt für YB im Europacup schon erzielt.

Hoaraus Kunst

Hoaraus abgezockte Art ist unverzichtbar für YB, «und sie erstaunt mich immer wieder», sagte YB-Mittelfeldmann Michel Aebischer am Mittwoch. Hoarau versteht die Kunst, vom Trubel wenig an sich heranzulassen, ohne sich übermässig abzuschotten. Er gibt selten gar keine Auskunft, fasst sich aber knapp – aber wiederum nie, ohne dass ihm dabei noch ein Spruch über die Lippen kommt.

In der serbischen Hauptstadt erwartet die Young Boys ohne Zweifel ein schwieriges Spiel, auch wenn der eine oder andere der Berner am Mittwoch noch im Bann der aussergewöhnlichen Stimmung aus dem eigenen Stadion stand.

Aus der Fankurve stieg ein riesiges Banner hervor, ein Pilot mit YB-Helm, auch die Anhänger zeigten sich gestern schon mal bereit für eine nächste grosse Reise durch den elitärsten Teil von Fussballeuropa.

«Die Energie im Stadion war mitreissend», sagte Christian Fassnacht, «von aussen vielleicht noch mehr als für die Feldspieler.» Die Rolle als Ersatzmann ist für ihn ungewohnt, auch er arbeitete gestern mit einem gut halbstündigen Einsatz an seinem Comeback nach Leistenverletzung. «Es ist nicht einfach, in Spiele mit solch rasantem Tempo zu finden. Du kommst rein, dein Puls jagt sofort bis ganz nach oben.»

Die grossen Akzente vermochte der 25-Jährige noch nicht zu setzen, dennoch ist er für Trainer Gerardo Seoane eine Option für die Startelf im Rückspiel. Auch, weil Fassnacht international einer der Erfahreneren ist bei diesen Young Boys: Die vergangene Champions-League-Kampagne hat der Zürcher mitgeprägt, stand in den sechs Gruppenspielen fünfmal in der Startformation. «Die Neuen unter uns wollen wissen, wie das war letztes Jahr. Wir erzählen davon in der Garderobe», sagt er.

Marins Ansage

Noch vor zwei Jahren wäre man bei YB im Europacup in einer solchen Ausgangslage mit bescheidenen Hoffnungen ins Rückspiel gestiegen. Bis zum 28. August 2018 und dem 2:1-Sieg in Zagreb gegen Dinamo. 1:1 ging vor einem Jahr das Hinspiel in Bern aus, das Auswärtstor der Kroaten wurde den Bernern als schier unüberwindbare Hypothek angelastet. In Zagreb traf Hoarau, erst per Penalty, dann per Kopf.

Und nun ist es wieder dieser Hoarau, der die YB-Hoffnung verkörpert. «Wir dürfen auch mal ein bisschen böse sein», fordert er für die Partie am Dienstag, vor 53'000 Fans, von denen wohl nur eine knappe Hundertschaft für YB sein wird.

Wann er, der eiskalte Penalty-Held, eigentlich seinen letzten Elfmeter verschossen habe, ist die letzte Frage. «Keine Ahnung, da kann ich mich nicht erinnern», sagt er und zwinkert. Es war im Mai 2018, in der Super League gegen Lugano.

Und Marin? Er will schon weg, wird noch einmal gefragt, was YB denn nun in Belgrad erwarte. «Das werdet ihr sehen», sagt er. Doch zwinkern tut er nicht.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/15966723

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 Beitrag Verfasst: Freitag 23. August 2019, 17:51 
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Fakten: Crvena zvezda - Young Boys

Im Duell der beiden Gruppenphasen-Debütanten von 2018 hat Crvena zvezda nach dem 2:2-Unentschieden im Hinspiel bei den Young Boys die bessere Ausgangsposition.

https://de.uefa.com/uefachampionsleague ... ackground/


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 25. August 2019, 20:52 
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Roter-Stern-Fans geben Blut – für YB-Match

Mit einer Blutspende-Aktion lockt Roter Stern Belgrad hunderte Fans in ihr Heimstadion. Für jede Spende gibt es ein Gratis-Ticket – und eine Image-Politur.

In Belgrad floss am Wochenende literweise Blut. Jedoch nicht wegen Ausschreitungen, wie jenen vom letzten Mittwoch in Bern, sondern wegen einer Blutspende-Aktion von Roter Stern Belgrad. Der Club will das eigene Stadion (Kapazität: 60'000 Plätze) nächsten Dienstag bis zum letzten Platz füllen und verspricht jedem Fan, der sein Blut spendet, ein Gratis-Ticket für das Champions-League-Qualifikations-Rückspiel gegen die Young Boys.

Vor dem Stadion versammelten sich deswegen am Wochenende hunderte Roter-Stern-Fans, um vom ungewöhnlichen Angebot zu profitieren. «Mit der Aktion haben sie die Möglichkeit, ans Spiel zu gehen und jemandem das Leben zu retten. Rote-Sterne sind menschlich», schrieb der Club auf seiner Webseite.

Nach dem eher negativen Auftritt serbischer Fans in Bern ist es wohl auch Zeit für eine Image-Politur: «Mit dieser Aktion haben die Roter-Stern-Fans gezeigt, dass sie keine Hooligans sind, sondern Helden», sagte so der serbische Gesundheitsminister Zlatibor Lončar zur serbischen Zeitung «Kurir».

«Rote-Sterne sind menschlich!»

Wie viele Personen ihr Blut gegen ein Gratis-Ticket eintauschten, ist nicht bekannt. An der Aktion konnte jeder Teilnehmen der zwischen 18 und 65 Jahre ist, keine gesundheitlichen Probleme aufweist und vorher etwas gegessen und getrunken hat.

Das Stadion, ein berüchtigter Hexenkessel, wird am nächsten Dienstag also bestimmt ausverkauft sein. Die Fanarbeit Bern schätzt, dass rund 400 YB-Fans nach Belgrad reisen.


https://www.20min.ch/schweiz/bern/story ... --19860741

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 Beitrag Verfasst: Montag 26. August 2019, 14:03 
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YB muss ruhig bleiben im Hexenkessel

Die feurige Ambiance am Dienstag in Belgrad kümmert YB-Trainer Gerardo Seoane nicht gross.

Belgrad ist bereit. Die Fussballstadt fiebert dem Rückspiel des Champions-League-Playoff am Dienstagabend gegen YB entgegen. Als der Vorverkauf losging, bildeten sich lange Schlangen, auf die Young Boys wartet ein Auftritt in unangenehmer, einschüchternder Ambiance. Als «Hölle von Belgrad» bezeichnet der Boulevard das Marakana-Stadion, und wer sich ein paar Bilder von Roter-Stern-Heimspielen der letzten Jahre anschaut, wird dieser Bezeichnung womöglich zustimmen.

Im 141. Belgrader Derby im Herbst 2012 gegen Partizan (0:2) beispielsweise artete der Pyro-Exzess der Anhänger total aus, Gästekeeper Vladimir Stojkovic wurde nach dem Einspielen mit Knall- und Leuchtpetarden regelrecht eingedeckt. Er blieb unverletzt, die Begegnung wurde tatsächlich angepfiffen und ständig wegen Pyro-Raketen-Würfen aufs Feld unterbrochen.

Immer wieder muss Roter Stern wegen solcher Szenen Heimspiele vor leeren Rängen austragen, der Club steht unter Dauerbeobachtung des Europäischen Fussballverbandes.

Die Lockerheit des Trainers

Die Young Boys haben in den letzten Jahren einige Partien in Städten mit fanatischen An­hängern ausgetragen, sie waren in Istanbul und Kiew, in Belgrad (bei Partizan) und letztes Jahr in Zagreb. Vielleicht wird das Er­lebnis eine neue Dimension erreichen. Wer gesehen hat, wie unsportlich und aggressiv Teile des Roter-Stern-Anhangs rund um das Hinspiel in Bern vorgegangen sind, konnte nur mit dem Kopf schütteln. Würden sich Berner Supporter in Belgrad so verhalten, möchte man nicht wissen, was mit ihnen passiert.

Aufgeheizt wird das Playoff von den serbischen Medien, die es meisterhaft verstehen, mit ihrer Alle-immer-gegen-uns-Berichterstattung für Empörung bei der Leserschaft zu sorgen.

Bange aber ist dem Schweizer Meister vor dem Auftritt im Marakana nicht. «Am Ende ist es ein Fussballspiel», sagt Gerardo Seoane. «Elf gegen elf, es gibt einen Schiedsrichter, wir haben den Videobeweis, für unsere Sicherheit ist gesorgt.» Der YB-Trainer ist in diesen Wochen ausgesprochen locker, er ruht in sich, auch nach dem 2:2 im Hinspiel im Stade de Suisse. Der starke Auftritt seines Teams hat Seoane gefallen, er kann auch in dieser Saison mit rundum re­noviertem Kader und trotz erheblicher Verletztenliste Personal und System mixen, ohne dass YB vom Erfolgsweg abbiegt.

Nun folgt in Belgrad aber die ultimative Prüfung für die Young Boys. Der Trainer vermittelt einen selbstbewussten, relaxten Eindruck, am Freitag im Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen Zürich (4:0) serviert er Offensivspielern beim Torschuss mit links und mit rechts präzise Pässe, später im Gespräch lässt er überhaupt kein Zeichen von Anspannung er­kennen. «Wir wissen, dass wir in Belgrad bestehen können», sagt Seoane, «das ganze Drumherum interessiert uns nicht.» Seine Fussballer sollen, meint er einmal, die Begegnung auch ge­niessen. «Es geht um viel, das macht den Reiz des Spiels aus.»

Bei YB ist in den letzten Jahren der Glaube an die eigenen Fähigkeiten gewachsen. Und so reagiert Seoane auch gelassen auf den möglichen Vorteil des Gegners, weil die serbische Liga die Partien von Roter Stern und Europa-League-Playoff-Teilnehmer Partizan (2:1 im Hinspiel zu Hause gegen Molde) am Wochenende kurzerhand verschob – damit sich die zwei Vorzeigeclubs perfekt auf die Rückspiele vorbereiten können. «Ob das besser für den Gegner ist, wird man am Dienstag sehen», sagt Seoane. «Speziell finde ich einzig, dass es keine Regeln gibt, wie die Ligen das handhaben sollen.»

«Es geht um Fussball»

Morgen Abend sind die Regeln klar: Nach 90 Minuten, vielleicht 120 Minuten, spätestens nach dem Elfmeterschiessen werden die Young Boys wissen, ob sie wie letztes Jahr in der Champions League stehen. Vor zwölf Monaten gelang ihnen der Coup mit dem 2:1 bei Dinamo Zagreb, einer Mannschaft, die insgesamt einen leicht stärkeren Eindruck als Roter Stern hinterliess. «Ich finde beide Teams etwa gleich stark», sagt Seoane. «Zagreb war sicher spielfreudiger, hatte einige kleine, wendige Fussballer. Belgrad ist dagegen physisch enorm stark, hat aber auch tolle Fussballer wie Marko Marin.» Und sowieso, erklärt der Trainer, am wichtigsten sei, dass sich YB auf die eigenen Stärken besinne: «Entschlossenheit, Mentalität, Solidarität, Konzentration.»

Auf die ganz gewiss beeindruckende Atmosphäre am Dienstag im ausverkauften Marakana werden sich die Young Boys in vielen Gesprächen, aber nicht mit speziellen Massnahmen vorbereiten. Gerardo Seoane sagt: «Es geht um Fussball. Wir müssen besser spielen als Roter Stern.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/27229517

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 Beitrag Verfasst: Montag 26. August 2019, 14:12 
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YB: Marko Marin von Roter Stern vor Rückspiel zuversichtlich

Nach dem 2:2 gegen YB in Bern gehen Fans und Spieler von Roter Stern Belgrad euphorisch ins morgige Rückspiel (21 Uhr) der Champions-League-Quali.

Das Wichtigste in Kürze

- Morgen Dienstag (21 Uhr) tritt YB in Belgrad zum Rückspiel der Champions-League-Quali an.
- Die Tickets von Roter Stern waren innert weniger Stunden ausverkauft.
- Die Berner sind heute Vormittag in Richtung Belgrad abgeflogen.

Trotz eines starken Auftritts musste sich YB im Hinspiel der Champions-League-Quali in Bern gegen Roter Stern mit einem 2:2 begnügen. Damit steht der Schweizer Meister im Rückspiel unter Zugzwang.

Auf die Berner wartet morgen um 21 Uhr ein Hexenkessel: Die Heimtickets waren nach dem guten Hinspiel-Resultat innert weniger Stunden ausverkauft. Rund 55'000 Fans werden ihr Team im «Marakana» nach vorne peitschen.

Roter Stern auf internationaler Bühne heimstark

Die serbischen Medien schauen dem Rückspiel zuversichtlich entgegen. Sie beschwören die Heimstärke des serbischen Meisters herauf. Seit vier Jahren habe Roter Stern zu Hause kein internationales Quali-Spiel mehr nach 90 Minuten verloren.

Zudem sorgte Belgrad mit einem Heimsieg gegen Liverpool und einem Remis gegen Napoli in der letztjährigen Gruppenphase für Aufsehen.

Doch den serbischen Medien ist der starke Auftritt von YB gegen den FCZ (4:0) vom Wochenende nicht entgangen. Der Schweizer Meister habe mit einer durchmischten Startelf die Zürcher «demoliert», schreibt etwa der serbische «Blic». Roter Stern hingegen hat in der heimischen Liga wegen den beiden Spielen gegen YB spielfrei erhalten.

Marin: «Ich glaube, dass wir deutlich besser als YB sind»

Roter-Stern-Star Marko Marin ist mehr als zuversichtlich: «Wir spielen vor unseren Fans, was für uns ein grosser Vorteil ist, den wir nutzen müssen. Sie haben gute Spieler, aber ich glaube, dass wir deutlich besser als YB sind. Und dass wir das im Rückspiel auch zeigen werden», sagt er dem serbischen «Kurir».

Innenverteidiger und Hinspiel-Torschütze Milos Degenek zeigt sich deutlich vorsichtiger: «Es wird ein schweres Spiel, wir müssen intelligent und gut organisiert auftreten.» Sein Team dürfe nicht mit der Einstellung ins Spiel gehen, dass ein 0:0 reiche.

YB auf dem Weg nach Belgrad

Der Schweizer Meister hat sich heute Vormittag auf den Weg nach Belgrad gemacht. Noch ist nicht bekannt, ob die zuletzt angeschlagenen oder verletzten Hoarau, Sulejmani und Martins Pereira zum Einsatz kommen werden. Eine entsprechende Anfrage von Nau liess YB bisher unbeantwortet.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-sp ... n-65574394

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 Beitrag Verfasst: Montag 26. August 2019, 14:14 
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«Wegen solcher Spiele wird man Fussballprofi»

Chefscout Stéphane Chapuisat verlor 2004 mit YB gegen Roter Stern Belgrad, traut dem aktuellen Team aber mehr zu.

Als grosser Baumeister des YB-Höhenflugs gilt Sportchef Christoph Spycher. Sein wohl wichtigster, engster Mitarbeiter hält sich ganz gerne im Hintergrund. Stéphane Chapuisat, der vielleicht beste (oder zumindest erfolgreichste) Schweizer Fussballer der Geschichte, ist seit 2010 Chefscout des Vereins. Er hat entscheidenden Anteil an der gelungenen Personalpolitik der Young Boys. Immer wieder gelingt es ihm, Trouvaillen auszugraben und nach Bern zu lotsen, erwähnt seien Guillaume Hoarau und Denis Zakaria, Yvon Mvogo und Kevin Mbabu, um nur ein paar Spieler zu nennen, die letztlich vor allem dank Chapuisat zu YB wechselten.

In Dortmund ist Chapuisat seit seinen Zeiten als Borussia-Stürmer eine schwarz-gelbe ­Legende, und auch bei Gelb-Schwarz hat er sich einen exzellenten Ruf erarbeitet. Seine Meinung wird geschätzt, wobei der 50-Jährige ein Freund der leisen Töne ist. Mit dem äusserst hektischen YB-Transfersommer ist Chapuisat sehr zufrieden, die vielen abgewanderten Leistungsträger seien stark – und sie seien mit den Wunschkandidaten ersetzt worden. Und die Ausgangslage der Young Boys vor dem Rückspiel des Champions-League-Playoff am Dienstag bei Roter Stern Belgrad beurteilt er verhalten zuversichtlich: «Das 2:2 in Bern war natürlich kein ideales Resultat. Aber wir waren die bessere Mannschaft, das darf uns auf jeden Fall Mut machen.»

Auch 2:2 nach frühem 1:0

Vor 15 Jahren war Stéphane Chapuisat als Captain dabei, als die Young Boys in der zweiten von drei Qualifikationsrunden zur Königsklasse an Roter Stern Belgrad scheiterten. Wenige Wochen nach dem letzten grossen Turnier seiner famosen Karriere, der Euro 2004 in Portugal, erzielte er im Heimspiel einen von zwei schönen YB-Treffern, das frühe 1:0 in der 6. Minute, später erhöhte Adrian Eugster mit einem herrlichen Weitschuss. «Wir führten 2:0, hatten vieles im Griff», sagt Chapuisat, «aber dann kam Zigic, den wir nicht unter Kontrolle bekamen.»

Obwohl YB nach einem Platzverweis gegen Dragan Stancic ab der 58. Minute in personeller Überzahl agierte, gelangen dem 2,02 Meter grossen Zigic in der Schlussphase (79. und 89. Minute) zwei Tore im Zürcher Hardturmstadion, das als YB-Heimspielstätte herhalten musste, weil in Bern gerade das Stade de Suisse gebaut wurde.

In Zürich schoss Chapuisat das letzte internationale Tor seiner Laufbahn, in Belgrad bestritt er kurz darauf seinen letzten Match im Europacup. «Wir waren leider chancenlos», sagt er. Und es sei immer schwierig, Mannschaften zu vergleichen, auch das damalige YB sei gut gewesen, doch das aktuelle Team sei besser, selbstbewusster und natürlich erfolgreicher. 2004 bestritten die Young Boys erstmals eine Ausscheidung zur Champions League, mittlerweile nehmen sie regelmässig an der Qualifikation teil. Das Selbstverständnis ist nach der letztjährigen Teilnahme an der Gruppenphase ganz anders als vor 15 Jahren. «Aber», sagt Chapuisat, «man darf nicht vergessen, dass auch Roter Stern 2018 in der Champions League spielte.»

Das Foul an Neri

Die Erinnerungen von Chapuisat an die Begegnung in Belgrad sind ein bisschen verblasst, er hat ja jede Menge bedeutende Begegnungen bestritten. Er sagt, fast entschuldigend in seiner ihm eigenen Bescheidenheit, für ihn sei die Ambiance damals nicht besonders speziell gewesen. «Klar, es war laut, die Fans dort sind leidenschaftlich. Aber deswegen haben wir nicht verloren.» Beim Stande von 0:0 hätten er und Sturmpartner Francisco Neri eine aussichtsreiche Konterchance gehabt, Neri sei wohl elfmeterreif gefoult worden, es habe aber keinen Penalty gegeben – und Neri habe sich in dieser Szene verletzt. «Vielleicht wäre für uns etwas gegangen, wenn wir da das 1:0 erzielt hätten», sagt Chapuisat, «doch insgesamt war der Gegner an diesem Tag einfach viel besser als wir.»

Morgen Dienstag in Belgrad erwartet der 103-fache Nationalspieler eine enge Begegnung («Details werden entscheidend sein»). Und obwohl YB einige junge, unerfahrene Akteure habe, sei das kein Nachteil. «Man trainiert doch ein Leben lang, damit man irgendwann so eine grosse Partie erlebt», sagt der Champions-­League-Sieger 1997 mit Dortmund. «Genau wegen solcher Spiele wird man Profi.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/27759228

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 Beitrag Verfasst: Montag 26. August 2019, 15:54 
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Das Marakana ist bereit! :auswaertssieg:

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 Beitrag Verfasst: Montag 26. August 2019, 16:10 
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YB-Fassnacht: «Ich sehe keinen Grund, warum wir die Quali nicht schaffen sollten»

Vor dem Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Roter Stern Belgrad beklagen die Young Boys mehrere angeschlagene Spieler. Nicht mehr zu ihnen gehört Christian Fassnacht. Er hat sich am Wochenende eindrücklich zurückgemeldet und versprüht Zuversicht.

Christian Fassnacht läuft in Richtung Kabine und hat ein breites Lachen auf dem Gesicht. Kein Wunder. Er fühlt sich gut. Richtig gut. Soeben haben die Young Boys den FC Zürich mit 4:0 nach Hause geschickt und der Nationalspieler hat sein Comeback in der Startformation gegeben. Den Saisonstart und drei weitere Meisterschaftspartien verpasste er wegen einer Leistenverletzung. «Ich bin einfach glücklich, dass ich wieder schmerzfrei spielen konnte», sagte der Mittelfeldspieler nach der Partie.

Roter Stern hat die Trümpfe in der Hand

Im Cup und im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation wurde Fassnacht jeweils eingewechselt. Nun also der erste Startelfeinsatz in der Saison 2019/2020. Nach der Partie gegen den FCZ kann man getrost sagen: Fassnacht ist wieder da – und wie. Er selbst findet, er habe sich schnell wieder zurechtgefunden innerhalb der Mannschaft. Sein Gefühl täuscht ihn nicht. In der ersten Halbzeit gegen den FCZ lief praktisch jede Offensivaktion beim Meister über den Mittelfeldspieler mit der Nummer 16. Damit hat er eindrücklich gezeigt, dass er und auch seine Teamkollegen bereit sind für das Rückspiel gegen Belgrad vom Dienstag.

Der FC Zürich war für die Young Boys kein Gradmesser. Das kann man von Roter Stern Belgrad nicht behaupten. Der serbische Rekordmeister wird den Berner das Leben schwer und den Einzug in die Champions League streitig machen. Dabei hat er auch noch die besseren Karten in der Hand dank dem Unentschieden im Hinspiel und den heissblütigen heimischen Fans im Rücken im zweiten Vergleich der beiden Teams.

«Wir sind zu Toren fähig»

Ob Fassnacht dann wieder ein Faktor sein kann? Mit grosser Wahrscheinlichkeit schon. Diese Meinung teilt auch Trainer Gerardo Seoane: «Glücklicherweise konnten wir ihn gut aufbauen. Wir sehen ihn fast wieder bei hundert Prozent.» Noch nicht entschieden ist, ob der Mittelfeldspieler in der Startaufstellung steht oder von der Bank kommt. Der Nationalspieler selbst geht das Ganze locker an, auch wenn es um sehr viel geht. «Ich will eine solide Leistung zeigen, fighten und die Mannschaft unterstützen, wie ich es noch immer versucht habe», sagt er, auch wenn er sich so kurz nach dem Spiel gegen Zürich persönlich noch nichts Konkretes vorgenommen habe.

Die Zuversicht für das Belgrad-Spiel ist bei Seoane wie auch bei Fassnacht gross. Der Trainer spricht vor allem die positive Entwicklung an, die seine Mannschaft durchmache. YB werde auch auswärts auf Sieg spielen, versichert Seoane, auch wenn es ein «fussballerischer Hexenkessel» sei, der ihn und seine Mannschaft erwartet. «Defensiv müssen wir sehr solid spielen, offensiv wissen wir, dass wir zu Toren fähig sind.» Zu Toren fähig ist YB wahrhaftig. Gegen Zürich hätte es gut und gerne auch 8:0 stehen können. Zwar müsse die Effizienz noch besser werden, bilanzierte Christian Fassnacht, er befand aber auch, dass ihm ebendiese Torchancen wie auch die Leistung im Hinspiel Zuversicht geben würden für das zweite Kräftemessen mit Belgrad. «Ich sehe keinen Grund, warum wir es nicht schaffen sollten», sagt er deshalb. Das Selbstvertrauen stimmt und Fassnacht fühlt sich gut. Richtig gut.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/yb ... -135464941

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 Beitrag Verfasst: Montag 26. August 2019, 16:40 
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am schluss gehts doch eigentlich nur um fussball, oder?

http://mondo.rs/a1216943/Mondo-TV/Sport ... VIDEO.html


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 Beitrag Verfasst: Montag 26. August 2019, 17:29 
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26.08.2019

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Durch die «Hölle von Belgrad»

Roter Stern erwartet das Spiel der Saison

Im Hexenkessel Marakana in Belgrad hat Roter Stern schon CL-Sieger Liverpool bezwungen. Warum also nicht auch YB?

Roter Stern empfing in der Champions League im vergangenen November Liverpool im Rajko Mitic-Stadion – und die Fans sangen wie nie zuvor. Milan Pavkov schnürte damals beim glorreichen 2:0-Sieg ein Doppelpack, während die Mannschaft von Jürgen Klopp über die ganzen 90 Minuten desorientiert schien.

Die Überlegung lautet nun: Wenn sich Liverpool von dieser hektischen Atmosphäre anstecken lässt, könnte das jedem anderen Gegner auch passieren. Aus diesem Grund herrscht in Serbien vor dem Rückspiel der Champions-League-Playoffs gegen die Young Boys leichter Optimismus.

Das Stadion bietet 50'000 Heimfans Platz, die darauf bedacht sein werden, den Gegner zum Zittern zu bringen. Die Nachfrage lag sogar bei über 150'000 Tickets für diese Partie. Jeder will da sein, um zum Erfolg beizutragen. So auch die berühmten Roter-Stern-Fans, die «Delije».

Zwar gerieten sie in Westeuropa in Verruf, in den vergangenen Jahren zeigten sie sich jedoch von einer anderen Seite. Alle Champions-League-Spiele in Belgrad gingen ohne Zwischenfälle über die Bühne.

Nur Hände und laute Gesänge

Liverpools Entscheidung, Xherdan Shaqiri aufgrund potenzieller Sicherheitsprobleme damals nicht mit nach Belgrad zu nehmen, war deswegen verwunderlich. Dieses Thema brachte eine Menge negativer Berichterstattung mit sich.

Im Spiel waren dann sogar viele Liverpool-Fans ob der ausgezeichneten Stimmung überrascht. Es gab weder Pyros, noch anderes Feuerwerk. Nur Hände und laute Gesänge.

Genau das wird auch die Young Boys erwarten. Die Fans hoffen aufgeregt auf eine zweite historische Qualifikation zur Champions League, was die glorreichen vergangenen Tage des Klubs wieder aufleben lassen würde.

Die Medien sind vergleichsweise vorsichtig. Mozzart Sport mahnt zur Vorsicht vor den schnellen YB-Angreifern, erinnert aber gleichzeitig an den 3:0-Sieg der Belgrader 2004. Vecernje Novosti behauptet, es sei das Spiel der Saison für den serbischen Meister. Niemand wagt es dieses Mal vorherzusagen, wie es ausgehen wird, aber die Spannung liegt in der Luft.

3. europäische Gruppenphase in Serie

Der Klub kann sich aber sicher sein, im Herbst europäisch zu spielen. Es wäre keine Tragödie, in der Europa League anzutreten, weil Roter Stern sich die dritte Teilnahme an einer europäischen Gruppenphase in Folge gesichert hat. Dennoch würde die Champions League einen enormen finanziellen Schub mit sich bringen.

Für die Fans wäre es zudem der fussballerische Himmel. Um diesen zu erreichen, müssen sie jedoch zuerst die Hölle erschaffen, über welche ihr Schweizer Gegner stolpern kann.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... der-saison

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