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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 22:44 |
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23.10.2018  Zitat: Starkes YB in der Champions League
Der Pfosten verhindert eine magische Nacht!
YB ist stark, YB ist vor allem in der zweiten Hälfte besser als Valencia. Zum Sieg will es nicht reichen, dafür zum ersten Punkt in der Königsklasse.
Das Spiel: Ein Auf und Ab, dieses dritte Champions-League-Spiel der Berner Young Boys. Bis zum Gegentor durch Batshuayi hält YB die Pace mit, ist teilweise gar besser als Valencia. Dann brauchts Zeit, bis der Dämpfer verarbeitet ist. Nach Wiederanpfiff läuft der YB-Motor so richtig heiss: Erst trifft Hoarau per Penalty, nur eine Minute später scheitert Fassnacht an Neto. Plötzlich funktionierts. Schnelle Gegenstösse stellen die spanische Defensive immer wieder vor Probleme. In der Schlussphase scheitern die Berner gar noch am Pfosten. Neto wehrt sagenhaft gegen einen Sanogo-Kopfball ab. Aber: Der erste Punkt in der Champions League ist Tatsache!
Die Tore: 0:1, 26. Minute: Benito verliert die Kugel etwas gar leicht, und die Spanier schalten schnell um. Michy Batshuayi wird von Soler lanciert, der umläuft Wölfli und schiebt zur Führung ein. Bitter für den Schweizer Meister!
1:1, 55. Minute: Da ist es! Das erste Champions-League-Tor der YB-Klubgeschichte. Parejo kommt gegen Sow klar zu spät – Penalty. Ein Guillaume Hoarau lässt sich eine solche Chance auch bei dieser Kulisse nicht nehmen. Er versenkt, kühl wie eine Hundeschnauze!
Das gab zu reden: Es war ja schon gewaltig, mit welch unglaublichem Reflex Neto Sanogos Kopfball zwei Minuten vor Schluss an den Pfosten lenkt. Den Fans stockt der Atem. Ganz atemlos werden sie, als der Ball vom Alu zurückspringt – und genau in die Arme des hilflos am Boden liegenden Keepers.
Der Beste: Einmal mehr ist es augenscheinlich: Djibril Sow ist der beste Techniker bei YB – und deshalb kann er gepaart mit seiner Eleganz und seinem Antritt mühelos auf diesem Niveau mithalten. Und er holt den Penalty zum 1:1 raus.
Der Schlechteste: Welcher spanische Stier hat Valencias routinierten Captain Dani Parejo geritten, mit ausgestreckten Beinen im Strafraum in Sow hineinzufliegen? Der Elferausgleich ist die logische und richtige Konsequenz dieser stupiden Aktion.
So gehts weiter für YB: Am Samstagabend empfangen die Berner den FC Sion in der Super League. In der Königsklasse gehts am Mittwoch, 7. November, weiter: auswärts bei Valencia.
******************** YB – Valencia 1:1 (0:1)
Stade de Suisse, 31'120 Fans (ausverkauft), SR: Treimanis (Lettland)
Tore: 26. Batshuayi (Soler) 0:1, 55. Hoarau (Foulpenalty) 1:1.
YB: Wölfli; Mbabu, Lauper, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sow, Sanogo, Sulejmani; Assalé Hoarau.
Valencia: Neto; Piccini, Gabriel, Diakhaby, Gaya; Soler, Kondogbia, Parejo, Torres; Batshuayi, Rodrigo.
Einwechslungen: YB: Ngamaleu (74. für Sulejmani), Nsame (79. für Hoarau), Bertone (85. für Fassnacht).
Valencia: Gameiro (66. für Torres), Coquelin (70. für Kondogbia).
Gelb: 8. Gabriel (Foul). 42. Mbabu (Reklamieren). 77. Soler (Foul).
Bemerkungen: YB ohne Lotomba, Von Ballmoos (verletzt), Camara (gesperrt). Valencia ohne Scherischew, Guedes, Mina (verletzt). 88. Pfosten-Kopfball von Sanogo. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 14627.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 22:45 |
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23.10.2018  Zitat: YB erspielt sich gegen Valencia den ersten Punkt – dabei holt sich der Torhüter der Young Boys diesmal die schlechteste Note ab
Das dritte Champions-League-Spiel der Young Boys gegen Valencia endet mit einem Unentschieden – doch da wäre mehr drin gewesen. Nachdem die Berner in der zweiten Halbzeit deutlich aufdrehen, verwandelt Hoarau einen Penalty eiskalt zum 1:1 – während Sanogo mit einem Pfostenkopfball die Chance auf die Führung vergibt. Hier sind die Berner Young Boys in der Einzelkritik. https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -133623334
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 22:47 |
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23.10.2018  Zitat: Der Pfosten verhindert den ersten YB-Sieg
Die Berner zeigen gegen Valencia eine beherzte und starke zweite Halbzeit. Es reicht ganz knapp nicht zu drei Punkten.
Die sechste Halbzeit war die bislang beste, die die Young Boys in ihrer ersten Champions-League-Kampagne abgeliefert haben. Diese zweite Halbzeit im Match gegen Valencia, den Vierten der letzten spanischen Meisterschaft, war, absolut gesehen, sogar ausgezeichnet. Die Spanier mit ihren Spielern im Gesamtmarktwert von gegen 400 Millionen Franken, gelangten nach der Pause nur noch selten und nie gefährlich vor das Tor, während die Berner gute Chancen im halben Dutzend herausspielten.
Diese Möglichkeiten kulminierten in der 88. Minute. Sékou Sanogo brachte nach einem Corner einen Kopfball aufs Tor, den Valencias brasilianischer Goalie Neto in höchster Not an den Pfosten lenkte. So war der von Guillaume Hoarau souverän verwandelte Foulpenalty - Djibril Sow hatte ihn nach 53 Minuten gegen Valencias Captain Daniel Parejo herausgeholt - ein magerer Lohn für eine beeindruckende Leistung der Berner in der zweiten Hälfte.
Die Eingewechselten machten Dampf
Die vorangegangenen Chancen der Young Boys waren ebenfalls gut bis sehr gut. Vor allem waren sie das Ergebnis einer Spielweise, die von Selbstvertrauen zeugte. Dieses Selbstvertrauen vorher nur in der ersten halben Stunde des Spiels gegen Manchester United (0:0) gesehen. Die zweite Halbzeit im ausverkauften Stade de Suisse legte auch offen, mit wie viel spielerischem Potential und mit welcher Vielfalt der Schweizer Meister in der Offensive etwas ausrichten kann. Die eingewechselten Jean-Pierre Nsame und Nicolas Moumi Ngamaleu benötigten nur kurze Zeit, bis zu ihren ersten gefährlichen Aktionen.
Der Auftritt der Young Boys hat aber auch seine Kehrseite. Wie schon Manchester United und Juventus Turin ging auch Valencia mit seiner ersten Chancen in Führung. Dieses Tor fiel nach 26 Minuten und dürfte Gerardo Seoane geärgert haben. In der Champions League würden Fehler sofort und hart bestraft, hatte YBs Trainer vor dem Match gegen den schlecht in die Saison gestarteten Traditionsklub gesagt. Bestimmt wollten sich die Spieler gerade in der Defensive an die Parole der Vorsicht halten, aber sie taten es nicht immer.
Sandro Lauper, anstelle des verletzten Grégory Wüthrich und des gesperrten Ali Camara in der Innenverteidigung spielend, liess sich in der ersten Halbzeit zwei Fehler zuschulden kommen. Diese hatten keine Auswirkungen. Wohl aber der dritte Fehler, begangen vom linken Aussenverteidiger Loris Benito vor dem Strafraum. Eine rasche Kombination über Carlos Soler liess Chelseas belgischen Leihgabe-Stürmer Michy Batshuayi allein vor Goalie Marco Wölfli auftauchen. Er umspielte den Torhüter und traf beim nahen Pfosten ins Tor. Es war ein Treffer, der – wie es schon nach dem 0:2 gegen Manchester United kurz vor der Pause der Fall gewesen war – das anfänglich sehr schwungvolle und Chancen beinhaltende Spiel der Berner eine Zeitlang lahmlegte.
Wölfli wenig beschäftigt, Neto viel
Der Einsatz des Routiniers Marco Wölfli anstelle des an einer Hirnerschütterung leidenden Goalies David von Ballmoos verlief unproblematisch. Wölfli wurde von den Spaniern weniger oft gefordert als letzten Samstag beim 3:3 in Zürich gegen den FCZ, als er nach 20 Minuten für Von Ballmoos einspringen musste.
Weit stärker im Brennpunkt war während fast des ganzen Spiels Wölflis Gegenüber Neto. Der 29-Jährige, der es in diesem Jahr ins Kader der brasilianischen Nationalmannschaft gebracht hat, offenbarte sich als Grund dafür, dass Valencia in den Wettbewerbsspielen dieser Saison prinzipiell wenig Tore kassiert. Acht Tore waren es in neun Meisterschaftsspielen, zwei Tore in den zwei Einsätzen der Champions League. Neto bewies seine Fähigkeiten mit fünf oder sechs erstklassigen Interventionen. Gegen einen Abschluss von Kevin Mbabu nach 51 Minuten hätte Neto nichts machen können. Aber Mbabu zog seinen Schuss aus spitzem Winkel knapp am Tor vorbei. https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/11441687
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 22:49 |
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23.10.2018  Zitat: Die Young Boys sind in der Königsklasse angekommen
Ein Champions-League-Fest für Bern: YB sichert sich gegen Valencia nach starker zweiter Halbzeit ein 1:1 und verpasst den Sieg nur knapp.
Es war wohl das Bemerkenswerte dieser Champions-League-Partie zwischen einer Mannschaft aus der Schweiz und aus Spanien: dass es am Ende fast nur eine Frage der Zeit zu sein schien, bis die Young Boys gegen Valencia noch einmal ein Tor schiessen würden. Sie drückten, sie suchten und fanden Wege vor das Tor, kurz vor Schluss köpfelte Sékou Sanogo den Ball an den Pfosten, der Ball flog dem Goalie in die Arme statt ins Tor, 1:1.
Eine Halbzeit lang hatte im Stade de Suisse Champions-League-Feuer geherrscht, die Berner hatten gezeigt, wie es auch sein kann, wenn sie um des Sieges willen spielen, nicht bloss, um nicht zu verlieren. Es war weniger Elan im Spiel gewesen vor der Pause, was den Bernern nicht vorzuwerfen war. Sie hatten gelernt aus den ersten Champions-League-Partien gegen Manchester United und Juventus, 0:3 und 0:3. Es war bereits eine Prise Abgeklärtheit dabei, eine Klugheit, die aus Schaden entstanden war, vor allem aus der Heimniederlage gegen die Engländer vor gut einem Monat, als YB lange viel besser ausgesehen hatte, als das Resultat letztlich glauben liess. Die Young Boys haben zu unterscheiden gelernt zwischen europäischem Mut und Übermut, sie wollten durchaus etwas versuchen in der ersten Halbzeit, aber doch nicht so viel, dass eine übergrosse Gefahr entstanden wäre, die sie ins Verderben gestürzt hätte.
Unterlegenheit übertünchen
Die Berner machten nichts falsch in der ersten Halbzeit, weil sie vor allem defensiv alles richtig machen wollten. Sie wussten, dass es steter Konzentration bedurfte, keiner Unachtsamkeit, keines halben Meters zu viel Platz für die Gegenspieler. Dem Captain Steve von Bergen war die Anstrengung von weitem anzusehen, wie schwer er atmete, die Brust ging auf und ab, nach einer Viertelstunde schon, es war die Intensität einer Champions-League-Partie, in der den Young Boys nicht nur die Intensität anzusehen war, sondern auch dieser Lernwille, dieser Eifer, jegliche Unterlegenheit übertünchen zu wollen, mit viel Einsatz, mit Tausenden zurückgelegter Meter. Aber YB hätte eine Szene gebraucht, die sie entschädigt hätte für diesen Aufwand. Etwas Durchschlagendes, etwas Geniales vielleicht auch, das sie aussichtsreich vor das gegnerische Tor geführt hätte. Aber es gab so gut wie keine Torchance – und prompt ein Fehlerchen, das zum 0:1 durch Michy Batshuayi führte (26. Minute).
Nach der Pause folgten starke zehn Minuten, eine Chance für Christian Fassnacht, eine Chance für Kevin Mbabu, den wohl besten Berner – und das Penaltytor durch Guillaume Hoarau, diesen kaltblütigen Elfmeterschützen. Hoarau wäre kein Champions-League-Stürmer mehr für ein europäisches Spitzenteam, aber YB tut er gut, mit seiner Erfahrung des Alters und einer Coolness der Jugend. YB verteidigte in der zweiten Hälfte offensiver, und diese zehn Minuten nach der Pause wären nachhaltig in Erinnerung geblieben, wenn YB nicht nochmals starke zehn Minuten hätte folgen lassen, und noch einmal starke zehn Minuten – und noch einmal, bis zum Schluss.
«Etwas in der Luft»
Die Young Boys sind die kleinen Schweizer in dieser Gruppe, und vielleicht hatten sie das Glück, dass sie mit Valencia auf einen angeschlagenen Löwen trafen, dessen Trainer Marcelino sich nach dem 1:1 mit allerlei Krisenrhetorik herumschlagen musste. Wie YB war den Spaniern in den ersten Champions-League-Partien kein Tor gelungen (0:2 gegen Juventus, 0:0 gegen Manchester United), in der heimischen Liga hat kein Spieler mehr als einmal getroffen, derzeit liegt Valencia auf Rang 14. Aber es war den Young Boys hoch anzurechnen, dass sie mehr versuchten, um sich den Sieg zu sichern. Die Statistik sprach ihnen 17 Schüsse zu, den favorisierten Gegnern 8.
Ja, YB unternahm viel, um in der Königsklasse anzukommen; damit auch Bern und die Berner endlich ein Champions-League-Fest erhielten, nach all den Partys, die in Basel schon gefeiert worden sind – und sogar der FC Zürich gewann einst gegen Milan (auswärts). Es war ein Fussballspiel, das die Leute am Ende nicht mehr auf den Sitzen hielt. «Es lag etwas in der Luft», sagte der YB-Trainer Gerardo Seoane nach dem Spiel – und er meinte: drei Punkte. In den letzten Minuten des Spiels und in den ersten Momenten nach dem Schlusspfiff wirkte Seoane nicht so richtig zufrieden. Aber früher oder später ging es dem Coach wohl nicht anders als vielen Bernern: Sie hätten gerne gewonnen, aber in der zweiten Halbzeit war das Spiel von YB so gut, dass es sich anfühlte wie ein Sieg. Resultat:
Young Boys - Valencia 1:1 (0:1)
31 120 Zuschauer (ausverkauft). – Schiedsrichter: Treimanis (LAT). - Tore: 26. Batshuayi (Soler) 0:1. 54. Hoarau (Foulpenalty) 1:1.
Young Boys: Wölfli; Mbabu, Lauper, Von Bergen, Benito; Fassnacht (85. Bertone), Sow, Sanogo, Sulejmani (74. Moumi Ngamaleu); Assalé, Hoarau (79. Nsame).
Valencia: Neto; Piccini, Gabriel, Diakhaby, Gaya; Soler, Parejo, Kondogbia (70. Coquelin), Torres (66. Gameiro); Rodrigo, Batshuayi.
Bemerkungen: Young Boys ohne Camara (gesperrt), Von Ballmoos, Wüthrich, Lotomba und Teixeira (alle verletzt). Valencia ohne Tscheryschew, Guedes, Garay und Mina (alle verletzt). 88. Torhüter Neto lenkt Kopfball von Nsame an den Pfosten. – Verwarnungen: 5. Gabriel (Foul), 42. Mbabu (Reklamieren), 77. Soler (Foul). https://www.nzz.ch/sport/remis-zwischen ... ld.1430521
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 22:52 |
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23.10.2018  Zitat: YB-Stimmen
Stolz und zufrieden – bis auf das Resultat
YB-Coach Gerardo Seoane und Stürmer Guillaume Hoarau analysieren das Remis gegen Valencia.
Coach Gerardo Seoane über ...
- die Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit: «Wir haben die Lehren aus den ersten beiden Spielen gezogen. Wenn man die ersten 30 Minuten Vollgas gibt und dann etwas die Luft raus ist und man 0:2 hintenliegt, ist das Spiel in der Champions League gelaufen. Heute stand es 0:1. Die Spieler und die Fans haben daran geglaubt.»
- seinen Gameplan: «Es war geplant, dass wir in der zweiten Halbzeit mutiger auftreten. Wir hatten einen Matchplan, den kann man aber nicht nach 30 Minuten ändern. Dafür bleibt einem als Trainer nur die Pause. Wir hatten am Samstag ein sehr strenges Spiel und mussten schauen, wie wir körperlich darauf reagieren. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann unglaublich viele Umschaltmomente.»
- die Herausforderung in der CL: «Die Spieler haben sich dem Niveau anpassen können, auch mental. Wir müssen aber nun nach Valencia und ins Old Trafford, das sind unglaubliche Aufgaben. Aber daran wollen wir wachsen. Die Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht. Dies gilt es nun zu bestätigen.»
Torschütze Guillaume Hoarau über ...
- die Ausbeute: «Mit dem Punkt sind wir zufrieden. Aber wir hätten sicher ein besseres Resultat erzielen können. Ich hoffe, der erste Zähler wird uns etwas befreien. Aber es wird natürlich schwierig, die anderen Teams einzuholen. Wir können viel Gutes aus dem heutigen Spiel ziehen, was uns für den angestrebten ersten Sieg helfen könnte. Das letzte Quäntchen hat gegen Valencia gefehlt. Letztlich nehmen wir diesen Punkt aber mit viel Stolz mit.» https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... s-resultat
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 22:54 |
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23.10.2018  Zitat: «Es tut weh»
YB gewinnt gegen Valencia den ersten Punkt in der Champions League. Und doch bleibt ein nagendes Gefühl der Reue.
Natürlich sind da zunächst vor allem fröhliche Gesichter zu sehen. Immerhin haben die Young Boys soeben ihren ersten Punkt in der Geschichte der Champions League gewonnen. Und doch tragen die Berner auch dieses nagende Gefühl in sich, den ganz grossen Wurf verpasst zu haben.
Zum Beispiel Christian Fassnacht, der kurz nach dem 1:1 gegen Valencia von «gemischten Gefühlen» berichtet. «Wenn man sieht, dass wir nicht über die ganzen 90 Minuten gut gespielt haben, können wir eigentlich zufrieden sein», sagt der Offensivspieler mit Blick auf die erste Halbzeit.
Dieser gibt Goalie Marco Wölfli nach seinem Debüt in der Königsklasse die Wertung «so lala». Und Steve von Bergen berichtet über erste 25 Minuten, die «sehr schwierig» gewesen seien: «Sie haben enorm Druck gemacht, wir konnten kaum zwei, drei Pässe hintereinander spielen.»
Das grosse Aber
Aber eben, da ist ja noch diese Reaktion in Hälfte zwei. Dieses Anrennen, mit dem die Berner die Spanier so sehr unter Druck setzen. Und damit auch die Gedanken daran, was gewesen wäre, hätte YB von Anfang an so gross aufgespielt. Also sagt Fassnacht: «Wenn man im Nachhinein merkt, dass die zweite Hälfte so gut war, dass wir so viele Chancen hatten, dann tut es weh, dass wir nicht mehr mitgenommen haben.»
Es sind dieselben Gedanken, die auch von Bergen umtreiben. «Wir sind zwar froh, dass wir einen Punkt geholt haben», sagt der Captain. Und lässt sogleich ein grosses «Aber» folgen: «Es bleibt dieses Gefühl, dass für uns zum ersten Mal in der Champions League mehr möglich gewesen wäre.»
Königsklasse als Alltag
Dazu hätten die Berner allerdings nicht nur eine starke Halbzeit spielen müssen. Und vielleicht war die erste, schwächere Hälfte auch noch immer dem Umstand geschuldet, dass das Team seine erste Saison im wichtigsten Clubwettbewerb der Welt erlebt. Zwar glaubt Fassnacht, dass sich bei YB vor den Spielen in der Königsklasse «nicht mehr Nervosität als vor anderen Partien» breit macht: «Wir haben uns an den Champions-League-Alltag gewöhnt.»
Aber den Glauben an sich selbst, den schienen die Berner an diesem Abend gegen Valencia erst in der Pause so wirklich zu finden. Erst nach einem 0:1-Rückstand spielten sie so, wie das ihr Trainer Gerardo Seoane schon vor dem Anpfiff gefordert hatte, als er sagte: «Wir wollen Mut zeigen und Valencia mit zwei Stürmern unter Druck setzen.»
Möglich, dass die Young Boys künftig in der Champions League von Anfang an mit mehr Selbstvertrauen antreten werden. Denn sie haben natürlich viel mehr gewonnen an diesem Abend als bloss einen Punkt. Sie haben jetzt das Wissen, dass sie angekommen sind in der Königsklasse. Oder wie es Steve von Bergen mit Blick auf das kommende Spiel in Valencia sagt: «Jetzt haben wir die Gewissheit, dass wir auch dort punkten können, wenn wir ein super Spiel zeigen.» https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/15302021
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 22:55 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.10.2018  Zitat: Die YB-Abwehr geriet nur selten in Not
Obwohl YB gegen Valencia ein Gegentor hinnehmen muss, spielt die Berner Abwehr bis zum Schluss mit beeindruckender Selbstverständlichkeit. Das gilt vor allem für Sandro Lauper und Marco Wölfli.
Es brauchte nicht zu knapp Energie, bis die erste Ehrenmeldung der Young Boys in der Champions League Tatsache war. Der Wettbewerb hatte sich vor allem mit dem 0:3 in Turin gegen Juventus bedrohlich weit von den Bernern entfernt. Das Abwehrverhalten rückte in den Fokus, und so schwebten über allem ein paar Fragen: Wie würden sich Steve von Bergen und Sandro Lauper im Abwehrzentrum gegen Valencia aus der Affäre ziehen? Und wie würde das sein für den Goalie Marco Wölfli, den YB-Evergreen, der mit 36 Jahren sein Champions-League-Debüt feierte und von der ersten Sekunde an spielte, als wäre er nie weg gewesen, als wäre das ein beliebiger Match und als hätte es das YB-Verlierer-Gen nie gegeben?
Natürlich beanspruchte die YB-Abwehr auch Wettkampfglück, ohne das auf diesem Niveau für Schweizer Vertreter wenig geht. In der 73. Minute wäre es brandgefährlich geworden, wenn der sich in Höchsttempo befindende Spanier José Gayà nicht fälschlicherweise aus einer Offsideposition zurückgepfiffen worden wäre. Doch YB spielte bis zum Schluss mit beeindruckender Selbstverständlichkeit, was zuhinterst bei Wölfli begann und auch auf den jungen Lauper zutraf.
Er lief in der letzten Saison noch für den FC Thun auf und rutschte ein paar Wochen später in der Königsklasse in die YB-Stammformation, weil im letzten Sommer der Innenverteidiger Nuhu in die Bundesliga verkauft worden war, sich dessen erster Ersatz, Grégory Wüthrich, verletzte und der in Turin des Feldes verwiesene Mohamed Ali Camara gesperrt war. Lauper geriet selten in Schwierigkeiten, am ehesten in der 86. Minute, als er sich als hinterster Spieler zu einem riskanten Zuspiel hinreissen liess – mit lauter Valencia-Spielern um sich.
Nach dem Spiel gaben Wölfli und der Linksverteidiger Loris Benito ihrer Erleichterung Ausdruck, über das erste Tor, den ersten Punkt und das Gefühl, auch auf diesem Niveau bestehen zu können. Der Frechdachs und Tempomacher Kevin Mbabu ging einen Schritt weiter. Er wollte mehr und wirkte mit diesem Ansinnen nicht realitätsfremd. Das ist das grösste Kompliment für die Nummer 1 der Schweiz nach den 0:6 Toren gegen Manchester United und Juventus. https://www.nzz.ch/sport/champions-leag ... ld.1430643
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 22:57 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.10.2018  Zitat: Zentimeter am Sieg vorbei
Der erste Punkt sorgt bei den Young Boys für gemischte Gefühle: Es wäre mehr drin gelegen.
Die Schlussphase läuft, und es ist nur YB, das die Partie gewinnen will. YB drängt und drückt, stürmt und schiesst, erspielt sich allerbeste Möglichkeiten. Roger Assalé, unermüdlich unterwegs und mit seiner besten Vorstellung seit Monaten, verfehlt das Tor in der 86. Minute knapp. Kurz darauf wird sein Abschluss nach einer Traumkombination abgeblockt, den Kopfball Sékou Sanogos nach dem anschliessenden Corner lenkt Valencias Goalie Neto mit einem fantastischen Reflex an den Innenpfosten.
Erneut fehlen den Young Boys nur Zentimeter zur Führung. Doch sie geben nicht auf und belagern den gegnerischen Strafraum auch in der Nachspielzeit noch vehement. Ein letzter Eckball, ein letzter Angriff, ein letzter Schuss, das 2:1 ist längst überfällig. Aber es fällt nicht mehr.
Die Leistungssteigerung
Und so bleibt YB nach dem dritten Gruppenspiel in der Champions League gegen Valencia die Genugtuung, dank einer sehr überzeugenden Darbietung in der zweiten Halbzeit den ersten Punkt gewonnen zu haben. Aber eben auch die Erkenntnis, gegen einen überraschend biederen, anfälligen Gegner die Chance zum Coup verpasst zu haben. Das 1:1 ist aus Berner Sicht zu wenig, vor allem gemessen an der teilweise erdrückenden Dominanz nach der Pause.
«Es ist unerklärlich, warum wir nach der Pause derart schwach aufgetreten sind», sagt Valencias Trainer Marcelino. YB-Coach Gerardo Seoane lobt derweil seine Mannschaft: «Unser Plan ging auf, wir gewannen immer mehr Vertrauen und spielten vor allem nach der Pause frech nach vorne.»
Es ist nach dem Seitenwechsel in der Tat bemerkenswerter Einbahnfussball. Valencia gelingt es kaum mehr, für Entlastung zu sorgen, der Gast hat genug zu tun, das 1:0 irgendwie zu verteidigen. Christian Fassnacht scheitert früh in der zweiten Hälfte zweimal aussichtsreich, bald holt der auffällige Djibril Sow gegen den ungestüm grätschenden Valencia-Captain Daniel Parejo jenen Elfmeter heraus, den Guillaume Hoarau in der 55. Minute mit der ihm eigenen Coolness zum Ausgleich nutzt.
Das erste Tor in der Champions-League-Historie der Young Boys beflügelt den Aussenseiter zusätzlich. An der Seite des starken Abwehrchefs Steve von Bergen steigert sich der junge Sandro Lauper in der Innenverteidigung zu einer vorzüglichen Leistung, auf rechts rast Kevin Mbabu, im Zentrum verteilt Sow die Bälle, vorne rennt, dribbelt, wuselt Assalé. Ins Tor aber trifft auch er nicht mehr.
Das Signal
Und so endet der Abend im ausverkauften, stimmungsvollen Stade de Suisse mit gemischten Gefühlen für die Young Boys. Es ist der Abend, an dem sie nach zwei ernüchternden 0:3-Niederlagen gegen Manchester United und bei Juventus in der Champions League ankommen müssen, wenn sie nicht bereits frühzeitig abgehängt sein wollen. Es ist das Heimspiel gegen das kläglich in die Saison gestartete Valencia, das in der Primera Division nur auf Rang 14 steht, mit 10 Punkten nach 9 Runden und nur einem Sieg sowie sieben geschossenen Toren.
Auf dem Papier ist es für YB die vermutlich einfachste von sechs komplizierten Aufgaben in der Gruppenphase. Und auf dem Rasen erwischt der Schweizer Meister einen ordentlichen Einstieg in die Begegnung, geordnet ist er wie gegen Manchester United im forschen 4-4-2-System. Es ist das Signal von Trainer Gerardo Seoane, mutig sein zu wollen, ohne die Balance zu verlieren.
Die YB-Spieler haben den Auftrag verstanden, sie setzen ihn mit Energie, Spielfreude und Solidarität um. Wie damals zum Auftakt in die Champions League gegen Manchester United dominieren die Young Boys das Geschehen in der Startphase, sie sind schnell unterwegs, teilweise fast zu schnell, denn sie sind eben auch – und das ist eine weitere Parallele zur ersten Halbzeit gegen Manchester United – manchmal noch zu wenig präzis, manchmal zu überhastet, manchmal zu kompliziert.
Der Rückschlag
Es erstaunt deshalb nicht, ist es erneut der YB-Gegner, der das 1:0 erzielt. In den ersten zwei Champions-League-Partien der Young Boys hiessen die Premierentorschützen Paul Pogba und Paulo Dybala, Spieler mit Weltklassestatus. Am Dienstagabend ist es Michy Batshuayi, der den ersten ernsthaften Torschuss Valencias in der 26. Minute eiskalt verwertet. Am Ursprung steht ein Ballverlust von Loris Benito, nach feinem Zuspiel von Carlos Soler kühlt Batshuayi die Berner Leidenschaft.
Es ist ein harter Schlag für die Young Boys, die den Tritt bis zur Pause nicht mehr finden, danach mit einer fulminanten Leistungssteigerung aber doch noch den Weg in die Champions League. Auch, weil Valencia nicht so abgezockt wie Manchester United ist und schon gar nicht so stilsicher wie Juventus. Und so beweist YB, in dieser stark besetzten Gruppe mehr zu sein als nur ein Punktelieferant. https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/18369778
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 22:58 |
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23.10.2018  Zitat: «Das macht jeden Fussballer stolz»
YB-Goalie Marco Wölfli feiert seinen Einstand in der Königsklasse mit gemischten Gefühlen.
Beinahe wäre der Abend im Stade de Suisse für Marco Wölfli zur perfekten Premiere geworden. Am Ende drückte YB so vehement auf den zweiten Treffer, dass der Sieg verdient gewesen wäre. «Wir waren aggressiver als Valencia und haben uns einige gute Chancen erarbeitet», so Wölfli.
Dass der Ball nach einem Kopfball von Sekou Sanogo kurz vor dem Schlusspfiff noch an den Pfosten tropfte, liess beim YB-Goalie eine feine Note Frust zurück. «Da ist natürlich auch eine gewisse Enttäuschung da, aber ganz nüchtern betrachtet, müssen wir mit dem Punkt natürlich zufrieden sein.»
Alles andere als nüchtern fühlte sich die Kultfigur der Berner vor dem Match. Dass er mit 36 Jahren zum ersten Mal in seiner Karriere die Königsklasse erleben durfte, hatte ihn beim Einmarsch ins Stadion mit Glücksgefühlen überströmt: «Die Champions-League-Hymne zu hören, macht jeden Fussballer stolz.» https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/14641664
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shalako
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Verfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 23:00 |
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23.10.2018  Zitat: Emotionen wie im Endspiel
Marco Wölfli kommt beim 1:1 gegen Valencia mit 36 Jahren zu seiner Premiere in der Champions League.
Als Marco Wölflis Premiere in der Champions League zu Ende gegangen ist und er gefragt wird, ob er Lampenfieber verspürt habe, verweist er auf die Spiele gegen Biel und Schaffhausen, bei denen er in dieser Saison auch von Beginn an im Tor stand. Der Goalie sagt, Valencia und Königsklasse, das sei ja fast dasselbe wie der Schweizer Cup.
Natürlich ist es das nicht, das verrät schon Wölflis Schmunzeln, während er die Antwort gibt.
Der 36-Jährige hat während seiner langen Karriere bald 450 Partien für YB bestritten. Er stand bei zwei Finalissimas im Tor, in drei Cupfinals. Er erlebte aufregende Abende in der Europa League, etwa beim 2:2 an der Anfield Road in Liverpool. Und natürlich, da ist dieses eine Spiel im letzten Frühling gegen den FC Luzern, als Wölfli beim Stand von 1:1 einen Elfmeter und YB im Spiel hielt und die Berner nach 32 Jahren den Meistertitel gewannen. Es ist eine Karriere mit einigen Tiefschlägen und etlichen Höhepunkten. Am Dienstag kam ein weiterer hinzu.
Handküsse der Söhne
Dass es nicht eine Partie wie gegen Biel und Schaffhausen ist, merkt Wölfli schon am Morgen. Ihm seien so viele SMS geschrieben worden, erzählt er, er habe gedacht, er bestreite am Abend den Champions-League-Final.
Es ist dann nur das dritte Spiel der Gruppe H. Aber der Rahmen – der ist wie bei einem Endspiel: ausverkauftes Stade de Suisse, Flutlicht. Und diese Hymne, die jedes Fussballspiel als grosses ankündet. Während die Klänge ertönen, sind bei den elf YB-Spielern ernste Gesichter zu sehen, konzentrierte, angespannte. Wölfli hat ein Lächeln auf den Lippen. Er blickt zu seinen zwei kleinen Söhnen, die oben auf der Tribüne sind. Sie schicken ihrem Vater Handküsse.
Dann ist er alleine. Die Premiere beginnt. Und Wölfli, der mit seinen sizilianischen Wurzeln ein Ausbund an Emotionen sein kann, wirkt ganz ruhig. Als er nach 23 Minuten gegen Michy Batshuayi das erste Mal gefordert ist und viel Applaus erhält, nimmt er das fast regungslos hin. Das Gegentor durch Batshuayi kurz darauf, ebenso. Wölfli schnappt sich den Ball, wirft ihn nach vorne. Weiter gehts.
Der Goalie als Zuschauer
Doch je länger der Abend dauert, desto weniger vermag Wölfli seine Emotionen zu kontrollieren. Als Kevin Mbabu nach 51 Minuten eine gute Chance vergibt, geht ein Zucken durch seinen Körper, als hätte ihn ein Blitz getroffen. Den Penaltyentscheid für YB kurz darauf quittiert er mit einem Freudenschrei, ehe er sich wieder sammelt. Das Elfmetertor Guillaume Hoaraus bejubelt er fast behutsam, die beiden Arme in die Luft gestreckt.
Das Spiel ist nun lanciert, YB drückt, Wölfli ist in der Rolle des Zuschauers. Die Szenen erinnern an den 28. April, als YB gegen Luzern auch auf das 2:1 drängte und es Wölfli nicht mehr im Tor hielt. Als Jean-Pierre Nsame damals eingewechselt wurde, lief Wölfli an die Seitenlinie, pushte ihn. Auch diesmal verlässt er sein Territorium, um den Joker mit Zurufen anzufeuern. Doch diesmal fällt das Tor nicht.
«Jein», antwortet Wölfli auf die Frage, ob er mit dem Resultat zufrieden sei. Dann verlässt er die Sachebene und findet sich auf der emotionalen wieder. Es sei der Traum jedes Fussballers, einmal in der Champions League zu spielen, sagt er. Mit 36 Jahren und nach fast 450 Partien für YB ist er in Erfüllung gegangen. https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/12789292
_________________ For Ever
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