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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2018, 23:44 
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Überragender Pogba entzaubert tapfere Berner

YB bezahlt gegen ManUnited Lehrgeld beim CL-Debüt!

Weltmeister Paul Pogba und Ref Deniz Aytekin versauen YB-Goalie Von Ballmoos die Champions-League-Premiere. Bauernbub David Von Ballmoos hat (noch) keine Punkte im Schober.

«Lueg, der Bueb vo dr Lueg», sagt der «Bäppu» im Stade de Suisse zu seinem «Giel». In der Königsklasse wird erstmals Berndeutsch gesprochen. YB-Goalie David von Ballmoos wächst auf dem Hof Lueg bei Heimiswil im Emmental auf. Als Giel sitzt er im Bauernhaus immer rechtzeitig vor dem TV, er will auf keinen Fall die Champions-League-Hymne verpassen. Gestern 20.57 Uhr hört «Dävu» die Hymne auf dem Kunstrasen zwischen Captain Von Bergen und Assalé.

YB spielt von Anfang an rotzfrech nach vorne. In der 5. Minute lässt Nati-Verteidiger Mbabu gleich zwei ManUtd-Stars stehen, seine Flanke auf Assalé ist aber zu ungenau.

Die Seoane-Elf steht überraschend hoch, die Berner pressen, haben gar keinen Respekt vor den Engländern.

Mbabu flankt wieder, diesmal auf Hoaraus Kopf. De Gea hält. Einen Camara-Hammer lenkt der Spanier über die Latte. Fassnacht kommt aus 18 Metern völlig frei zum Schuss. Wieder hext De Gea den Schuss über den Querbalken.

Doch ManUtd braucht leider nur eine wirkliche Chance. Camara, er ersetzt den verletzten Innenverteidiger Wüthrich, stochert den Ball zu Pogba. Und wird dann vom französischen Weltmeister ausgetanzt. Keine Chance für Von Ballmoos. Es schlägt im Lattenkreuz ein.

Der Schock sitzt tief. Und dann kommt's noch dicker. Plötzlich zeigt Schiri Aytekin auf den Elferpunkt vor Von Ballmoos. Er sieht bei einer Flanke von Shaw wohl als Einziger im Stadion ein Hands von Mbabu. Dabei hat Mbabu seine rechte Hand am Körper, macht keine Bewegung zum Ball. Ein krasser Fehlentscheid!

Wieder tänzelt Pogba. Lässig, mit rosaroten Tretern. Zwar ist Von Ballmoos noch dran. Doch der Schuss ist zu scharf. 0:2 nach 44 Minuten.

Noch eine dicke Chance für die Schweizer in Halbzeit zwei. Sulejmani passt in den Strafraum, Assalé mit der Hacke. Knapp vorbei. Assalé versuchts mit einem Distanzschuss. Wieder knapp daneben.

Weltmeister Pogba wird endgültig zum Party-Killer: Pass auf Martial. Der Schuss wird noch leicht von Camara abgelenkt. 0:3. Wieder nichts zu halten für Von Ballmoos.

Neben der Startprämie von 17 Mio Fr. der Uefa und den Einnahmen fürs volle Stadion (1,3 Mio Fr.) gibt's für YB gestern nichts mehr in Kässeli. Ein Sieg hätte 3 Mio Fr. gebracht, das Remis 1 Mio Fr.

Die Choreo der Fans heisst: «Mir hei no lang nid gnue». Jetzt gehts am 2. Oktober erst zur Alten Dame nach Turin (Ronaldo ist gesperrt!), am 23. Oktober kommt Valencia nach Bern.

Der Beste: Lange Zeit schlurft er mässig interessiert über den Platz. Doch dann zeigt Paul Pogba sein Weltmeistergesicht. Supertor zum 1:0. Mit etwas Glück auch den Elfer versenkt. Und den grossartigen Pass zum 0:3 gespielt.

Der Schlechteste: Dieses Spiel auf diesem Niveau kommt für Mohamed Ali Camara, den knapp 21-jährigen Guineer, den YB nach nur einem Jahr in Israel holte, ein Jahr zu früh. Damit bewahrheitete sich nach dem Ausfall von Grégory Wüthrich die Befürchtung, dass YB in der Innenverteidigung zu knapp besetzt ist.

Das gab zu reden: Muss man den geben? Muss man natürlich nicht! Das sahen alle Experten so, wie Peter Knäbel auf SRF: «Fehlentscheid!» Das sah die überwiegende Mehrheit im Stadion so. Das sah Deniz Aytekin anders: Als der Ball Kevin Mbabu an die praktisch an den Körper angelegte Hand flutscht, die der Verteidiger zudem noch wegzuziehen versucht, pfeift der Deutsche ungerührt Penalty. Als die Kugel später Smalling an die Schulter fliegt, machts Aytekin richtig: Zweifelsfall, also kein Penalty. Hätte er auch bei Mbabu so machen müssen. Der Bonus des Grossen …

*****************
YB – Manchester United 0:3 (0:2)

Stade de Suisse, 31'120 Fans (ausverkauft), SR: Aytekin (De)

Tore: 35. Pogba (Fred) 0:1, 44. Pogba (Handspenalty) 0:2, 66.Martial (Pogba) 0:3

Aufstellungen:
YB: Von Ballmoos; Mbabu, Camara, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sow, Sanogo, Sulejmani, Assalé, Hoarau.

ManUtd: De Gea; Diogo Dalot, Smalling, Lindelöf, Shaw; Pogba, Matic, Fred; Rashford, Lukaku, Martial.

Einwechslungen:
YB: Aebischer (59. für Sow), Ngamaleu (65. für Fassnacht), Nsame (75. für Hoarau)
ManUtd: Mata (69. für Rashford), Fellaini (69. für Fred), Pereira (75. für Pogba)

Gelb:
50. Fred. 81. Assalé (beide Foul)

Bemerkungen:
YB ohne Lotomba, Wühtrich, Teixeira (verletzt). ManUtd ohne Lingard, Jones, Rojo (verletzt).


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 74885.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2018, 23:47 
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Bilanz: Pyros, Stau und eine Verhaftung

Die Sensation – der Sieg gegen ManUtd – ist den Young Boys heute nicht gelungen. Einen kleinen Sieg gab es trotzdem zu verzeichnen: Zwischen den beiden Fangruppen blieb es friedlich.

Pyros, Stau und eine Verhaftung

Auch die Kantonspolizei Bern zieht nach dem Fussballabend vom Mittwoch eine grundsätzlich positive Bilanz. «Es kam weder vor noch nach dem Match zu grösseren Zwischenfällen», sagte Kapo-Mediensprecher Dominik Jäggi am Donnerstag auf Anfrage. Die Polizei nahm beim Stadion eine Person in Gewahrsam, weil diese einen mutmasslich gefälschten Sicherheitsbadge bei sich trug. «Weitere Abklärungen sind im Gang», sagt Jäggi. Die Person befand sich auch am Donnerstagvormittag noch in Polizeigewahrsam.

Zudem seinen sowohl vor dem Spiel an der Wallgasse sowie später innerhalb des Stadion vereinzelnt Pyrotechnika gezündet worden. Vor und nach dem Spiel kam es zu Verkehrsbehinderungen im Wankdorf. Der Bahnhofplatz sei wegen des Fanaufmarsches vor dem Schweizerhof gegen 19 Uhr kurz gesperrt gewesen, bis die ManUtd-Spieler die Innenstadt in Richtung Stadion verliessen.


https://www.langenthalertagblatt.ch/reg ... y/17453876

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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2018, 23:56 
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YB verliert gegen effizientes ManUnited

Die Premiere in der Königsklasse misslingt dem Schweizer Meister. Die Berner unterliegen Manchester United trotz guter Leistung 0:3.

Die Szene, die die Stimmung im Stade de Suisse dämpfte und dem bis dorthin guten Spiel der Young Boys schwer schadete, ereignete sich kurz vor der Pause. Verteidiger Kevin Mbabu stand knapp innerhalb des Strafraums in der Flugbahn einer aus vier Metern geschlagenen scharfen Flanke. Der Ball, auf den kein noch so reaktionsschneller Mensch reagieren kann, sprang ihm an die in Beckenhöhe gehaltene Hand.

Kein Engländer reklamierte auf Mbabus Nullaktion einen Penalty, aber der türkisch-deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin zeigte auf den Punkt. Mit dem Entscheid, bei dem der verteidigende Spieler für seinen zufälligen Standort bestraft wird, ist Aytekin nicht allein. Solche Penaltys, so fragwürdig sie sind, wurden gerade im internationalen Fussball in letzten Zeit immer häufiger gegeben.

Doppelpack von Pogba

Dass Paul Pogba aus elf Metern traf, war aus Berner Sicht umso ungünstiger, als der Starspieler aus dem französischen Weltmeister-Team nur neun Minuten vorher mit einem fabelhaften, ansatzlosen Linksschuss die zweite Chance der Gäste zum 1:0 verwertete hatte.

Der 0:2-Rückstand schien die Berner Mannschaft bis weit in die zweite Halbzeit zu paralysieren. Das Positive aus der Sicht der Schweizer Meisters ereignete sich denn vorwiegend beim torlosen Spielstand.

Viele Chancen, keine Tore

Die mit Abstand beste Chance der ersten Halbzeit nebst Pogbas 1:0 hatte Christian Fassnacht nach einer Stunde. Etwa eine Sekunde lang hatte er in guter Position das ganze Tor vor sich. Aber er zögerte zu lange. Im weiteren testeten Ali Camara und wiederum Fassnacht den spanischen Nationaltorhüter David De Gea mit guten Weitschüssen auf dessen Fähigkeiten.

Nach sieben Minuten schlug Kevin Mbabu von rechts eine Flanke, die Guillaume Hoarau mit dem Kopf knapp neben das Tor ablenkte. Ältere Zuschauer mochten sich an den September 1986 erinnert haben. Im bislang letzten Spiel auf diesem Niveau – damals war es noch der Meistercup – schlug ebenfalls in den ersten Minuten Jürg Wittwer die Flanke von rechts, die der «Sechser» Urs Bamert mit dem Kopf verwertete. Der seinerzeitige Gegner war auch kein schlechter: Real Madrid. YB siegte 1:0.

Camara – das Versprechen

Trainer Gerardo Seoane konnte seine Stamm-Elf auf den Platz schicken - mit dieser heiklen Ausnahme: Die leichte Verletzung, die sich Gregory Wüthrich, Steve von Bergens neuer Standardpartner in der Innenverteidigung, zugezogen hatte, erwies sich als nicht so leicht, weshalb die 21-jährige Neuverpflichtung Ali Camara erstmals in einem Spiel von hoher Wichtigkeit von Beginn an zum Zug kam. In den beiden Cupspielen gegen Biel und Schaffhausen (Siegestor zum 3:2) sowie in der Super League gegen Neuchâtel Xamax waren dem baumlangen Guineer fürs Erste etwas mehr Fehler unterlaufen, als ihm und Seoane lieb sein konnte.

Aber gegen die United, als es am meisten zählte, spielte Camara mit der Rückennummer der YB-Legende Martin Weber fehlerfrei – und nicht nur das. Bei zwei der besten Angriffe war er an vorderster Front. Mitte der zweiten Hälfte traf er nach einer Flanke aus kurzer Distanz die Aussenseite des Pfostens. Beim 3:0 von Anthony Martial nach 66 Minuten war Camara als Letzter am Ball. Es war ein Abwehrversuch, mit dem er seinen Torhüter David von Ballmoos düpierte.

Young Boys - Manchester United 0:3 (0:2)
31'120 Zuschauer (ausverkauft) - SR Aytekin (GER)
Tore: 35. Pogba (Fred) 0:1. 44. Pogba (Handspenalty) 0:2. 66. Martial (Pogba) 0:3.
Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Camara, Von Bergen, Benito; Fassnacht (65. Ngamaleu), Sanogo, Sow (59. Aebischer), Sulejmani; Hoarau (75. Nsame), Assalé.
Manchester United: De Gea; Diago Dalot, Smalling, Lindelöf, Shaw; Fred (69. Fellaini), Pogba (75. Pereira), Matic; Martial, Lukaku, Rashford (69. Mata).
Bemerkungen: Young Boys ohne Wüthrich, Lotomba, Teixeira (alle verletzt) und Lauper (rekonvaleszent). Manchester United ohne Jones, Herrera, Rojo (alle verletzt) und Valencia (spezifische Verletzungsgefahr auf Kunstrasen). 22. Pfostenschuss Rashford. 74. Schuss von Camara touchiert den Aussenpfosten.
Verwarnungen: 49. Fred (Foul). 82. Assalé (Foul).


https://www.20min.ch/championsleague/st ... f-13855343

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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2018, 23:57 
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Kalte Dusche für YB

YB verliert das Startspiel in der Champions League gegen Manchester United 0:3. Der Schweizer Meister überzeugt nur eine halbe Stunde lang. Danach stösst er an seine Grenzen.

Am Ende ist alles so, wie es sich viele vorgestellt haben. Der haushohe Favorit Manchester United gewinnt das erste Gruppenspiel der Champions League beim Schweizer Vertreter YB nach einer soliden Vorstellung 3:0. Und die Young Boys haben bei ihrem ersten Auftritt der Vereinsgeschichte in der Königsklasse Lehrgeld bezahlt.

Die starke Startphase

Vorerst ist es noch ein aufregender Abend im Stade de Suisse, und das liegt nicht nur an der knisternden Ambiance mit einem lautstarken Publikum in einer Arena im Sternenkleid. Die mythische Champions-League-Hymne bildet den Vorspann zu einer Begegnung, in der die Young Boys in der Startphase alles das umsetzen, was sie sich vorgenommen haben.

Mutig sein und frech, in den Zweikämpfen Präsenz markieren, den Favoriten mit einer offensiven Spielweise überraschen. Es sind die Aussenverteidiger Loris Benito und Kevin Mbabu, die mit Sturmläufen Emotionen entfachen, Benito mit breiter Brust, Mbabu mit Dynamik. Sie spenden Energie, die Teamkollegen legen nach.

Djibril Sow stibitzt Weltmeister Paul Pogba den Ball, der junge Innenverteidiger Mohamed Ali Camara schaltet sich forsch in die Angriffe ein und prüft Torhüter David de Gea mit einem kernigen Schuss aus über 20 Metern, Miralem Sulejmani präsentiert seine Aussenristfertigkeiten, Guillaume Hoarau setzt einen Kopfball nach Mbabus Flanke Zentimeter neben das Tor, Christian Fassnacht verstolpert in aussichtsreicher Situation den Ball.

Die Young Boys sind eine halbe Stunde lang das bessere Team, sie sind furchtlos, beherrschen das Geschehen, aber aus Sicht des abgeklärten Gastes aus Manchester lässt sich eben auch festhalten: Alles easy, wir haben die Sache im Griff.

Die United lässt den Aussenseiter austoben, sie wankt (zumindest ein bisschen), aber sie leidet nicht und hinterlässt nie den Eindruck, besonders beunruhigt zu sein. Und sie schlägt zu, als sich die erstbeste Gelegenheit bietet. Es ist Pogba, der mit einem herrlichen Linksschuss von der Strafraumgrenze in den Torwinkel das 1:0 für den Premier-League-Giganten erzielt. Camara, für den verletzten Grégory Wüthrich ins Team gerutscht, lässt sich zu leicht düpieren.

Der strenge Handelfmeter

Der Treffer Pogbas kappt den Young Boys den Strom, Manchester hat den Schweizer Meister genau dort, wo es ihn haben wollte – ohne viel Aufwand betrieben zu haben. Draussen an der Linie steht Trainer José Mourinho mit strengem Blick ganz vorne in der Coachingzone, nach dem Führungstor erstmals nicht mit verschränkten Armen.

Es ist ein Abend ganz nach seinem Geschmack, routiniert und beinahe zynisch hat sein Team den Charakter der Partie entscheidend verändert. Mourinho kombiniert übrigens eine schwarze Jogginghose, die manche zu Hause auf dem Sofa tragen, mit einem bequemen weissen Trainerpulli. Es ist auch ein Statement, der Match in Bern ist für ihn keine festliche Veranstaltung, einen Anzug trägt er im ersten Gruppenspiel nicht.

Gerardo Seoane dagegen ist in edlen Kleidern gewandet, wie es in der Champions League die meisten Trainer praktizieren. Und was der YB-Coach nach dem 0:1 sieht, kann ihm nicht gefallen. Noch vor der Pause erleidet sein Team einen zweiten Rückschlag.

Der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin entscheidet nach einer Flanke Luke Shaws auf Elfmeter, weil er ein Handspiel von Kevin Mbabu gesehen haben will. Es ist sehr strenger Entscheid, die Berner empfinden ihn gar als Witz, weil Mbabu aus wenigen Metern angeschossen wird und den Arm sogar noch wegzieht. Paul Pogba kümmert das wenig, er erzielt sein zweites Tor des Abends vom Elfmeterpunkt aus.

Nach der Pause überfordert

Die Young Boys werden gegen Ende der ersten Halbzeit kalt geduscht. Und nach der Pause stossen sie an ihre Grenzen, sie sind phasenweise gar überfordert, Courage und Aggressivität der ersten halben Stunde sind weit weg.

Manchester United verwaltet die Führung geschickt, in der 66. Minute fälscht der zuweilen unbeholfene Camara einen Schuss Anthony Martials zum 0:3 ins eigene Tor ab, und die gute Nachricht für YB ist, dass der prominente Gast kein Interesse daran hat, die Offensive mehr als unbedingt nötig zu forcieren.

Als die Begegnung zu Ende ist, bleibt den Young Boys die Erkenntnis, dass überzeugende 30 Minuten, die in der Super League in den meisten Fällen zum Sieg reichen würden, gegen Manchester United bei weitem nicht gut genug sind.

Am 2. Oktober geht das Abenteuer Champions League für die Berner bei Juventus Turin, das am Mittwoch 2:0 in Valencia gewann, weiter. Es ist ein schwacher Trost für sie, wird Weltfussballer Cristiano Ronaldo wegen einer Roten Karte gestern gesperrt fehlen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/24379478
https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/16618314

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 Beitrag Verfasst: Samstag 22. September 2018, 00:00 
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Die Young Boys ohne Belohnung vor der Wand

Die Berner präsentieren sich in der Champions League gegen Manchester United ohne Angst und mit klarer Ansage. Dennoch haben sie am Ende mit der 0:3-Niederlage deutlich das Nachsehen.

Vor einem Jahr baute sich zunächst eine Wand vor dem FC Basel auf, als dieser in der Champions League im St.-Jakob-Park Manchester United und dessen Trainer José Mourinho begrüsste. Die Engländer waren damals in der ersten Hälfte dermassen überlegen, dass man aus Basler Optik dachte: Das kann beim besten Willen nicht gutkommen. Doch am Ende siegten die Basler gegen ManU dank einem späten Tor 1:0, schon fast ist’s im Herbst 2018 vergessen, in dem gerade in Basel so viel anders ist.

Anders YB. Die Berner bauten zunächst selber eine Wand vor dem Koloss aus England auf, in fast keiner Sekunde war zu sehen, dass sich da im europäischen Fussball ein Elefant mit einer Maus mass, YB hielt dagegen und den Match im Gleichgewicht. Guillaume Hoarau rackerte wie selten, Kevin Mba­bu und Hoarau luchsten Paul Pogba den Ball ab, worauf der Weltmeister aus Frankreich am Boden liegend die Hände verwarf. Solche Szenen spielten sich im Übermass ab. ManU-Wand, wo bist du?

Ungestüm und hyperaktiv

Ein Kopfball Hoaraus flog früh am Tor vorbei, nach einer halben Stunde tauchte Christian Fassnacht nach einem Tempolauf plötzlich so allein im gegnerischen Strafraum auf, dass er darob am meisten erschrak. Zudem wurde der ManU-Torhüter David de Gea zweimal durch Weitschüsse geprüft. Viel lief für YB, auch in jenem glückhaften Berner Moment, als der Ball dem zum Sprint Richtung YB-Tor bereiten Marcus Rashford an die Ferse sprang. Man dachte aus Schweizer Sicht: So weit ist die Schweiz nicht von der britischen Insel weg. Etwas ungestüm, wild und hyperaktiv wirkte der Schweizer Meister. Aber das kann man ihm im ersten Champions-League-Spiel nicht verübeln.

Doch der Film entwickelte sich trotz gutem YB-Eindruck schon vor der Halbzeit in eine andere Richtung als vor Jahresfrist in Basel. Es kann schnell gehen – in die eine wie die andere Richtung. Pogba verwarf nicht nur die Hände, sondern war nach 35 Minuten und einem Doppelpass mit dem Brasilianer Fred sehr präsent. Und vor allem von einer gnadenlosen Ruhe beseelt. Er legte sich den Ball auf den linken Fuss und schoss ihn ansatzlos in die hohe Ecke – 1:0.
Nur ein paar Minuten später geschah schliesslich das, was der Aussenseiter nicht brauchen kann. Der Schiedsrichter taxierte die Ballberührung Mbabus am Oberkörper im Strafraum als Handspiel. Ein strenger Entscheid, wenn nicht sogar ein falscher. Pogba lief aufreizend tänzelnd an und schoss den Ball in die andere hohe Ecke als beim ersten Tor – 2:0. Wer eine solche Ernte einfährt, zumal als Favorit, kann gut tänzeln. Und vor YB begann sich die ManU-Wand aufzubauen, die nach 66 Minuten unüberwindbar wurde, als Miralem Sulejmani in der gegnerischen Platzhälfte den Ball verlor und Anthony Martial den pfeilschnellen ManU-Gegenstoss mit dem 3:0 abschloss. Das ManU-Tempo kann beeindruckend sein.

Erster Sieg Mourinhos

Der nicht in edlem Anzug, sondern in Trainingsbekleidung an der Seitenlinie stehende Mourinho konnte sich zurücklehnen. Zweimal hatte er in Basel früher in der Königsklasse verloren, ein drittes Mal sollte ihm in Bern erspart bleiben. Schon andere Schweizer Teilnehmer haben in der Champions League hoch verloren, auch im eigenen Haus, aber selten haben sie trotz allem eine Spur hinterlassen wie YB an diesem Mittwoch. Doch das hilft jetzt nichts mehr.
«Wir müssen die Fehlerquote tief halten», hatte ein YB-Techniker am Nachmittag am Rand des intensiven Nachwuchsspiels YB - ManU (1:2) auf einem Berner Quartierplatz gesagt. Das gelang. Zunächst. Auch der Nachwuchs hatte ein besseres Resultat in Griffweite. Aber eben: Fehler oder verpasste Torchancen bezahlt man international gegen solche Widersacher oft cash. Nächster YB-Top-Termin: Anfang Oktober in Turin gegen Juventus.

Young Boys - Manchester United 0:3 (0:2) – 31'120 Zuschauer (ausverkauft). – SR Aytekin (GER). – Tore: 35. Pogba (Fred) 0:1. 44. Pogba (Handspenalty) 0:2. 66. Martial (Pogba) 0:3. – Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Camara, Von Bergen, Benito; Fassnacht (65. Ngamaleu), Sanogo, Sow (59. Aebischer), Sulejmani; Hoarau (75. Nsame), Assalé. – Manchester United: De Gea; Diago Dalot, Smalling, Lindelöf, Shaw; Fred (69. Fellaini), Pogba (75. Pereira), Matic; Martial, Lukaku, Rashford (69. Mata). – Bemerkungen: Young Boys ohne Wüthrich, Lotomba, Teixeira (alle verletzt) und Lauper (rekonvaleszent). Manchester United ohne Jones, Herrera, Rojo (alle verletzt) und Valencia (spezifische Verletzungsgefahr auf Kunstrasen). 22. Pfostenschuss Rashford. 74. Schuss von Camara touchiert den Aussenpfosten. Verwarnungen: 49. Fred (Foul). 82. Assalé (Foul).


https://www.nzz.ch/sport/cl-young-boys- ... ld.1421414

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 Beitrag Verfasst: Samstag 22. September 2018, 00:02 
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YB ist doch ein wenig erschrocken

Die Atmosphäre war knisternd, aufgeladen. Viel Energie lag über der Premiere des BSC Young Boys in der Champions League. Man hatte das Gefühl, dass das Flutlicht noch ein wenig heller brannte auf dieser grossen Bühne.

Verdichtete Aufmerksamkeit. Und natürlich war man gespannt, wie sich die Berner Spieler wehren würden gegen einen Posterboy wie beispielsweise Paul Pogba, der für einen wie Djibril Sow vor nicht allzu langer Zeit noch als Rollenmodell diente – und vielleicht immer noch dient.

Doch noch Champions League mit YB im Stade de Suisse, nicht mit dem FC Thun wie im Jahre 2005 kurz nach der Einweihung des neuen Stadions, als die Berner Oberländer den Raum eroberten, der für YB vorgesehen war. Ajax, Sparta Prag und Arsenal hiessen die grossen Namen. Damals. Jetzt aber YB, vorerst gegen Manchester United, dieses Wirtschaftsunternehmen mit einer Dreiviertel Milliarde Umsatz, mit dem Trainer José Mourinho, in lockerer Kleidung, als sei er in der eigenen Stube und ginge nächstens schlafen, um süss zu träumen.

Real Madrid war einmal in Bern in diesem Wettbewerb, als er sich noch Meistercup nannte und das Stadion Wankdorf hiess. 1:0 damals für YB, aber 0:5 im Rückspiel in Spanien. Die Vorfreude in der Stadt war greifbar, die 12-Platz-Loge zu 22500 Franken hätte man 20 Mal verkaufen können, las man in der lokalen Presse. Die Leute im Stadion rundherum in Gelb-Schwarz, auch von der Stimmung her war es ein Höhepunkt. Und die Berner erstarrten nicht in Ehrfurcht. Jedenfalls anfangs nicht, bis kurz vor dem Tor nicht. Christian Fassnacht hatte plötzlich so viel Platz im Strafraum, dass er sich doch ein wenig zu erschrecken schien. Der Führungstreffer? Ich, jetzt? Die Stimmung hätte explosionsartige Züge angenommen. Posterboy Pogba erschrak weniger vor dem Tor. 0:2, später 0:3, die Berner mussten jetzt tief atmen, verloren an Rhythmus. Im Handumdrehen war die Zuversicht weg, wie gestohlen.

Das Publikum trug das Team aber auch in der Niederlage, selbst in dieser deutlichen. Es lief unglücklich für YB, aber man darf sich auch nicht wundern, wenn man in einer Premiere auf dieser Bühne den Text nicht ganz sattelfest rezitiert.


https://www.nzz.ch/sport/champions-leag ... ld.1421529

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 Beitrag Verfasst: Samstag 22. September 2018, 00:03 
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Chancenlos gegen Pogba, aber stark im Zweikampf – die Young Boys nach der ManUnited-Pleite in der Einzelkritik

Ihr erstes Spiel der Champions League gegen Manchester United haben die Young Boys mit 0:3 verloren. Doch trotz sieglosem Ende haben die Berner einen starken Auftritt hingelegt. Das sind die Zeugnisse aller eingesetzten YB-Akteure.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/ch ... -133186137

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 Beitrag Verfasst: Samstag 22. September 2018, 00:05 
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YB zwischen Stolz und Frust

Pogbas Fuss und Mbabus Hand – die Stimmen zum Spiel

Eine schlecht belohnte, gute Leistung und YB-Trainer Seoanes interessante Betrachtung des vermeintlichen Handspiels.

Es waren gemischte Gefühle, die die YB-Akteure nach dem Schlusspfiff verspürten. Die Berner hatten bei ihrer CL-Premiere in der ersten Halbzeit durchaus unter Beweis gestellt, dass sie mit Gegnern wie Manchester United mithalten können. Am Ende stand mit dem 0:3 aber doch eine glasklare Niederlage. Gewonnen hatte der Schweizer Meister einzig an Erfahrung.

Das ist auch für mich persönlich brutal.
Autor: David von Ballmoos


Dementsprechend schritt YB-Keeper David von Ballmoos mit eher düsterer Miene zum Interview: «Wir haben uns in der ersten Hälfte gut verkauft, konnten das aber nicht über 90 Minuten zeigen. 3 Tore zu kassieren, sich aber bei keinem Schuss auszeichnen zu können – das ist auch für mich persönlich brutal», klagte der Goalie.

Der Gedanke, vor ausverkauftem Haus und euphorischem Heimpublikum Champions League gespielt zu haben, zauberte von Ballmoos dann doch wieder ein Lächeln ins Gesicht.

When he's top, he's top.
Autor: José Mourinho


Auch José Mourinho zollte dem Gegner Anerkennung, bezeichnete YBs Leistung in der Anfangsphase als «stark, kompakt, aggressiv». Sonderlob gab es vom ManUnited-Coach für seinen Doppeltorschützen Paul Pogba: «Sein erstes, wegweisendes Tor ist fantastisch. Dann übernimmt er beim wichtigen Penalty die Verantwortung, nachdem er den letzten verschossen hatte.» Oder kurz gesagt: «When he's top, he's top».

Da muss Mbabu schneller rausstechen.
Autor: Gerardo Seoane


War das erste Tor für Mourinhos United immens wichtig, brach der zweite Treffer Gerardo Seoanes YB wohl endgültig das Genick. Die zum Penalty führende Szene wurde kontrovers diskutiert: Handspiel, oder nicht?

Seoane wollte sich gar nicht auf derlei Diskussionen einlassen, sondern ortete das entscheidende Versäumnis: «Mbabu muss da schneller rausstechen, auf den Gegenspieler gehen. Wenn ihm der Ball dann an die Hand geht, gibt es nur Freistoss», erklärte der Coach der «Gelbschwarzen».


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... -zum-spiel

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 Beitrag Verfasst: Samstag 22. September 2018, 00:07 
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YB-Noten: Erst mutig, dann zahm

Beim 0:3 gegen Manchester United erleben einige YB-Akteure ihr rotes Wunder.

David von Ballmoos: Note 4

Der YB-Goalie agierte tadellos, trotz drei Gegentoren.

Kevin Mbabu: Note 5

Sein Tackling gegen Pogba wurde bejubelt wie ein Tor, der rechte Verteidiger war mit seinen unwiderstehlichen Läufen in der ersten Halbzeit der auffälligste Spieler. Nach dem zu Unrecht gepfiffenen Handselfmeter kein Freund des Unparteiischen Deniz Aytekin, aber vielleicht ein Befürworter des Videobeweises.

Mohamed Camara: Note 2,5

Ersetzte den am Oberschenkel verletzten Wüthrich. Mit unkonventionellen Aktionen erinnerte der junge guineische Innenverteidiger an seinen Vorgänger Kasim Nuhu. In der Offensive ein Gefahrenherd, in der Defensive ebenso: Beim 0:1 lässt sich Camara von Pogba zu einfach ausspielen, beim 0:3 mit Stellungsfehler und unglücklichem Abfälscher.

Steve von Bergen: Note 4,5

Mehrmals mit guter Spielauslösung – mit seinem linken Fuss wohlgemerkt. Stets aufmerksam, der Captain bügelte kurz nach der Pause einen Fehler Camaras aus.

Loris Benito: Note 4

Bekundete erst Mühe mit den schnellen Rashford und Dalot. Steigerte sich, spielte den Ball auch mal mit der Brust zum Torhüter. Nach der Pause unauffällig.

Christian Fassnacht: Note 3,5

Von Thalwil in die Königklasse: Der grosse Aufsteiger machte erst den Eindruck, als würde er sich auf der grossen Bühne Champions League verirren. Fand dann besser in die Parte, erspielte sich zwei aussichtsreiche Chancen. Tauchte dann wieder unter.

Djibril Sow: Note 4,5

Der junge Nationalspieler agierte im Zentrum so, als würde er schon lange auf der grossen Bühne Champions League agieren. Verteilte die Bälle in einer Seelenruhe, hatte auch gute Ideen. Musste nach einer Stunde angeschlagen ausgewechselt werden.

Sékou Sanogo: Note 4

Nicht so prägend wie jeweils in der Super League, das Kraftpaket stand im Zentrum aber meist seinen Mann.

Miralem Sulejmani: Note 3,5

Im Ansatz gefährlich, aber das Endprodukt des Flügels war oft mangelhaft.

Roger Assalé: Note 3

Wirbelte hier und da, vermochte sich aber zu selten durchzusetzen.

Guillaume Hoarau: Note 3

Wurde vor Anpfiff von Pogba herzlich begrüsst, die Verteidiger Manchesters zeigten sich dann weniger freundlich. Der YB-Stürmer konnte sich kaum in Szene setzen.

Michel Aebischer: Note 4

59. Minute für Sow. Mit einem Abschluss, ansonsten unauffällig.

Nicolas Ngamaleu: Note 4

65. Minute für Fassnacht. Konnte in einem längst entschiedenen Spiel nicht mehr viel bewirken.

Jean-Pierre Nsame: ohne Note

75. Minute für Hoarau.

Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/13711513

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Von Ballmoos: «Es ist brutal»

Die Young Boys hadern mit dem Ausgang ihres ersten Auftritts in der Königsklasse. Aus dem 0:3 gegen Manchester United müsse man rasch die Lehren ziehen, fordert Captain Steve von Bergen.

Es sollte ein grosser Abend werden für die Young Boys, doch als er sich im Stade de Suisse dem Ende zuneigt, als die ersten neunzig Minuten in der Champions League absolviert sind, da sagt YB-Goalie David von Ballmoos: «Die Enttäuschung überwiegt.»

Der 23-Jährige steht gegen Manchester United fast nie im Mittelpunkt, ab und zu gilt es, einen Flankenball zu entschärfen, das schon. Aber sonst wehren sich Von Ballmoos’ Vorderleute gegen die prächtig besetzte Offensive des englischen Rekordmeisters vorzüglich. «YB startete stark, war aggressiv und kompakt», sagt Manchesters Startrainer José Mourinho.

Sein Konterpart, Gerardo Seoane, meint: «Wir agierten mit der richtigen Intensität, das Team war präsent, wie die Fans. Es war wahnsinnig laut.» Und Von Ballmoos sagt: «Wir verkauften uns sehr gut, mit dem Publikum im Rücken konnten wir Manchester unter Druck setzen.»

Doch dann brechen im ausverkauften Stade de Suisse die Schlussminuten der ersten Halbzeit an, sie schaffen an diesem Abend, der so stimmungsvoll begonnen hat, die Zäsur. Weltmeister Paul Pogba trifft erst wunderbar ins linke hohe Eck, dann bezwingt er aufreizend lässig Von Ballmoos per Penalty ins rechte hohe Eck. Statt 1:0 für das Heimteam steht es plötzlich 0:2. Es ist der Partykiller in Bern.

Mourinho, der in letzter Zeit mit seinem Starspieler das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne hatte, lobt Pogba nach Spielschluss, meint, das erste Tor sei fantastisch gewesen. «Und der Elfmetertreffer fiel dann in einem enorm wichtigen Moment. Danach kontrollierten wir die Partie.» Derweil meint YB-Captain Steve von Bergen, Fussball könne manchmal grausam sein. In der ersten Halbzeit habe es zwischen YB und Manchester nur einen Unterschied gegeben. «Das war Pogba.»

Effiziente Engländer

Danach vermögen die Young Boys die Gäste nicht mehr in Bedrängnis zu bringen, nach gut einer Stunde gelingt Anthony Martial das 3:0 für die äusserst effizienten Engländer, die nur vier Schüsse aus YB-Tor verzeichnen. «Es ist brutal», sagt der YB-Goalie. «Ich bekam drei Gegentore, ansonsten hatte ich kaum etwas zu halten.»

Und so weicht die Euphorie der Enttäuschung und der Erkenntnis, trotz starkem Saisonstart, Arbeitsbedarf zu haben. «Wir müssen an Details arbeiten, solche, die in der Schweiz vielleicht nicht bestraft werden, international aber schon», sagt YB-Trainer Seoane.

Und meint, womöglich habe er im 4-4-2-System zu offensiv aufgestellt. Abwehrchef Von Bergen befindet, wenn man die richtigen Schlüsse ziehe, könne YB in der Königklasse auch mal gewinnen. «Aber», sagt er. «Dafür braucht es das perfekte Spiel.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/28989533

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