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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Bierflasche
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 15:29 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Cupfinal Zürich - YB
Verletzt/rekonvaleszent: Von Ballmoos (Schulterverletzung)
Gesperrt: Mbabu (Gelbsperre)
Das Stadion ist ausverkauft (Fassungsvermögen 29'000). Der Einlass ins Stadion erfolgt für alle Sektoren ab 12:00 Uhr.
Vor und nach dem Spiel ist die Winkelriedstrasse für die Dauer der An-und Abreise der Zuschauer gesperrt. Die Papiermühlestrasse ist von 10:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr zwischen Guisanplatz und Wankdorfplatz für jeglichen Verkehr gesperrt.
Der Bahnhof Wankdorf ist nach Spielende während rund einer bis eineinhalb Stunde nur für die Abreise der Anhänger des FC Zürich zugänglich. YB-Fans werden gebeten, den Hauptbahnhof Bern oder den Bahnhof Ostermundigen zu nutzen.
Mit Blick auf das zu erwartende grosse Personenaufkommen wird den Besucherinnen und Besuchern empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Anzahl der Parkplätze ist beschränkt.
Siegerehrung
Nach dem Spiel wird die Siegerehrung stattfinden. Wir bitten die Zuschauerinnen und Zuschauer, die Zeremonie von ihren Plätzen aus zu verfolgen und das Spielfeld nicht zu betreten!
Public Viewing auf dem Bundesplatz
Der Cupfinal wird auf dem Bundesplatz auf einer Grossleinwand übertragen. Das Public Viewing öffnet um 12:00 Uhr. Weitere Infos
Spiele der YB-Teams am Wochenende
Samstag, 26. Mai 2018: 10:00 Uhr: Thun - YB FE12 (Waldeck, Thun-Lerchenfeld) 11:30 Uhr: YB FE13 - Basel (Neufeld) 14:00 Uhr: YB U16 - Servette (Neufeld) 14:00 Uhr: YB U15 - Servette (Neufeld) 14:00 Uhr: Lausanne - YB FE14 (Terrain Grand Record, Echichens) 14:00 Uhr: Team Liechtenstein - YB U17 (Rheinpark, Vaduz) 14:00 Uhr: YB U18 - Sion (Allmend) 16:00 Uhr: Fribourg - YB U21 (St. Léonard, Fribourg) 17:00 Uhr: Zürich - YB-Frauen (Heerenschürli, Zürich)
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 16:05 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.05.2018  Zitat: Sextett mit Frontenwechsel
Nefs gemischte Cup-Gefühle – Benito hofft auf Versöhnung
Alles und jeder hat eine Vorgeschichte. Wir rollen vor dem Cup-Final FCZ - YB jene von 6 Beteiligten mit einer Vergangenheit beim Gegner auf.
Die Kollektion von Alain Nef an Cup-Pokalen darf sich sehen lassen. 2005, 2014 und 2016 gewann der FCZ mit ihm im Kader, allerdings hatte die Zürcher Identifikationsfigur vor 4 Jahren beim Showdown im Stade de Suisse gegen Basel (2:0 n.V.) mit Fersenproblemen passen müssen.
Dafür war der Innenverteidiger in der übernächsten Saison ein Vorkämpfer: 10 Tage, nachdem sein Klub abgestiegen war, präsentierte er die Errungenschaft im Anschluss an den Abpfiff im Letzigrund (1:0 gegen Lugano) mit gemischten Gefühlen der Südkurve.
Im Alter von 36 Jahren und mit 36 bestrittenen Cup-Partien in den Knochen könnte sich Nef zum 4-fachen Sieger im Schweizer K.o.-Wettbewerb krönen. 3 Saisons lang versuchte sich der Zürcher in der Rolle des Trophäenjägers auch im Dienste von YB. Aus dieser Zeit stammen indes nur Enttäuschungen: ein Viertelfinal-Out 2011 ausgerechnet gegen den FCZ sowie danach zwei frühe Pleiten gegen Unterklassige.
Apropos Frust-Erlebnisse im Cup. Für ein heutiges YB-Duo gab es in der Vergangenheit solche zu verarbeiten:
- Loris Benito – vor 4 Jahren den Final verpasst Der heute 26-Jährige war beim FCZ-Cuptriumph im 2014 wohl Teammitglied. Er hatte vor dem Endspiel gegen St. Gallen und Thun auch während 120 Minuten durchgerackert und damit seinen Farben den Weg dorthin geebnet. Doch Benito hatte 5 Tage zuvor bei der Hauptprobe, als die Zürcher in der Meisterschaft schon auf Basel getroffen waren, in der 86. Minute auch die rote Karte kassiert. Deshalb war er im Final gesperrt.
- Steve von Bergen – vor 12 Jahren an YB gescheitert Der Neuenburger ist mittlerweile 3-facher Schweizer Meister, im Cup allerdings ging er bislang stets leer aus. Vor dieser Saison war 2 Mal ein Halbfinal, erreicht mit dem FCZ, das höchste der Gefühle für ihn. Die Premiere hatte der Defensivakteur 2006 im Dress der Weis-Blauen ausgerechnet gegen YB (1:4) verloren. Nach 4 gescheiterten Anläufen mit den Bernern greift der Routinier nun nach dem Double.
Frey ist warm geschossen
- Mit Djibril Sow, der erst die 5 Cup-Partien aus der aktuellen Spielzeit auf seinem Konto hat, und Assistenzcoach Harald Gämperle gibt es bei YB zwei weitere Protagonisten mit FCZ-Vergangenheit. Der 50-Jährige an der Seitenlinie konnte die Cup-Trophäe schon 2 Mal in die Höhe stemmen: 1994 als Spieler mit GC und 2005 als Co-Trainer beim FCZ. - Schliesslich gibt es auch bei den Zürchern einen Überläufer aus der Hauptstadt. Michael Freys Karriere nahm nach seinem Wechsel von YB zum FCZ auf die Saison 2017/18 hin neuen Schwung auf. Mit wettbewerbsübergreifend 15 Toren war der 23-jährige Münsinger heuer Zürichs Goalgetter. PS: Christian Fassnacht haben wir nicht berücksichtigt. Er spielte in seinen frühen Anfängen im U16-Nachwuchs des FCZ, verliess diesen aber vor mittlerweile 10 Jahren in Richtung Red Star ZH. https://www.srf.ch/sport/fussball/schwe ... ersoehnung
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1898
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 17:21 |
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Registriert: Dienstag 9. Mai 2006, 19:54 Beiträge: 292
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 22:08 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.05.2018  Zitat: Das grosse Cupfinal-SpecialDer Meister aus der Hauptstadt gegen den Wiederaufsteiger aus Zürich. Kann YB auf der Erfolgswelle weiterfeiern oder werden die Zürcher ihre efolgreiche Saison mit dem Cup-Pokal feiern können? Die Affiche könnte kaum spannender sein. FC Zürich gegen BSC Young Boys! So lautet die vielversprechende Affiche des Finals im Helvetia Schweizer Cup der Saison 2017/18. Der FCZ gewann den Pokal bisher neunmal, verlor nur einen einzigen Final. Die Finalbilanz der Berner dagegen weist sechs Siege und sieben Niederlagen auf. Der letzte Erfolg datiert aus dem Jahr 1987 (4:2 nach Verlängerung gegen Servette). Der jüngste Sieg der Zürcher liegt bloss zwei Jahre zurück (1:0 gegen Lugano). Der Final 2016 wurde im Letzigrund-Stadion von Zürich ausgetragen. Heuer spielen die Young Boys in «ihrem» Stadion. Aus SFV-Sicht kann ich nur festhalten, dass wir über die Rückkehr des Finals nach vier Jahren in die Bundeshauptstadt sehr glücklich sind. Nach Basel (2015), Zürich (2016) und Genf (2017) kristallisierte sich für 2018 Bern als Finalspielort heraus, nicht zuletzt dank den guten Beziehungen zwischen dem SFV und den Repräsentanten aller vier möglichen Spielorte. Unser Ziel ist es, Jahr für Jahr den Cupfinal zu einem echten Fussballfest für die ganze Schweiz zu machen. So wie das Endspiel in diesem traditionsreichen Wettbewerb auch für unvergessliche emotionale Momente sorgen soll. Die aktuelle Affiche Zürich – Young Boys garantiert noch etwas mehr. Wir haben Gewissheit, dass auch Spektakel mit von der Partie sein wird. Peter Gilliéron, Zentralpräsident des Schweizerischen Fussballverbands Gemeinsam wurden Sie 2014 Cupsieger mit dem FCZ. Jetzt stehen sie sich im Final gegenüber: Zürich-Urgestein Alain Nef und YB-Verteidiger Loris Benito. Die beiden dicken Kumpels über Siegesfeiern, Klischees und Zukunftspläne. Interview: Alain Kunz, Fotos: Sven Thomann Alain Nef (bevor Benito da ist): Also wir warten jetzt mal, bis wir schwarz werden, bis der kommt. Es sind erst ein paar Minuten. Nef: Halbe Stunde, sag ich … (Nef ruft ihn an) Mann, wo bleibst du? Er ist fast da. Viertelstunde. Geht noch … Aber eigentlich müsste er nun blechen. Wie gut kennt Ihr Euch? Nef: Sehr gut. Loris Benito: (der nun eingetroffen ist) Gut. Also was jetzt? Benito: Sehr gut. Nef: Wir haben zusammen gespielt, haben uns auch neben dem Platz sehr gut verstanden. Unsere Familien haben sich wegen Loris’ Onkel Ivan schon vorher gekannt. Wie tiefgründig sind die Geheimnisse, die Ihr Euch anvertraut? Benito: Ich will nicht wissen, wie der FCZ spielt. Aber wie es Alain geht. Nef: Das ist jetzt aber tiefgründig … Das Geheimnis, dass Alain den Cup öfters gewonnen hat als Loris, das teilt Ihr schon? Nef: Ich denke, das weiss er. Aber er ist noch jung, hat noch zehn Jahre Zeit, weitere Pokale zu holen. Wo spielt Ihr nächste Saison? Also bei Alain ist diese Frage natürlich ganz toll … Nef: Und wie! Ich habe für ein weiteres Jahr unterschrieben. Und das mit 36. Wohl nicht, um vom FCZ wegzugehen ... Benito: Ich habe noch ein Jahr Vertrag bei YB. Was bedeutet? Nef: Dass er nächste Saison bei ManUnited spielt. Benito: Dass ich nächste Saison bei YB spiele. Aber das Business ist halt so, dass wenn ein grosser Klub anklopft, man sich das schon anhört. Läuft ein Wette zwischen Euch vor dem Final? Nef: Nein. Zwischen den jungen Spielern laufen schon genug Cupfinal-Wetten. Loris, Ihre Familie kommt ursprünglich aus Galizien. In Spanien muss man schon als Kind Farbe bekennen: Real oder Barcelona? Benito: Barcelona. Haben Sie den Barcelona-Meistertrip eingefädelt? Benito: Nein, das war ein Kollektiventscheid. Als der gefällt war, haben wir einen Charter ab Bern-Belp gebucht – und los gings. Nef: Und alle sind mit? Alle? Benito: Ja, alle. Ausser Roger Assalé, der einen privaten Termin hatte, den er unmöglich verschieben konnte. Nef: Und hier sind wir also in der geografischen Mitte zwischen Bern und Zürich, in Schötz … (spricht das ö kurz aus). Das heisst: Schööötz! Nef: Dann halt Schööötz. Das ist aber unlogisch, es hat nur ein ö. Man sagt auch nicht «Neff» und Ihr Name hat auch nur ein e … Nef: Nef: Okay. Waren die nicht mal ein Cupschreck? 1996 eliminierte der FC Schötz NLB-Klub Schaffhausen, verlor im Viertelfinal gegen St. Gallen im Penaltyschiessen. Und 2017 im Achtelfinal nach Verlängerung gegen Lugano. Es ist also nicht so wie in Buochs, wo YB 2014 unterging … Benito: Ich fühle mich nicht angesprochen, ich war nicht dabei. Nef: Ich habe mit YB gegen Winterthur und Wil verloren … «Schade konnte ich das mit YB nicht erleben.» Alain NefAlain, waren Sie ein bisschen neidisch, als Sie die Bilder sahen, wie YB Meister wurde? Nef: Ich habe das mit dem FC Zürich ja auch erlebt. Ein bisschen anders natürlich. Aber diese Bilder waren schon eindrücklich. Schade konnte ich das mit YB nicht erleben. Wir waren knapp dran. Aber knapp dran ist auch daneben. Benito: (pustet aus) Puh, das war gewaltig! Es ist immer noch schwierig, das in Worte zu fassen, was da abging! Wir hatten das Gefühl, die ganze Stadt habe gebebt. Es ist immer noch präsent, wie wenn es gestern gewesen wäre. Aber jetzt haben Sie ausgefeiert? Benito: Ich bin ganz sicher wieder fit, ja. Wie will der FCZ eine Chance haben gegen das diese Saison übermächtige YB? Nef: YB war schon sehr konstant, hat mutig gespielt. Die waren als Team äusserst stark, Chapeau! Benito: Aber Cup ist Cup! Nef: Ja, es ist ein Spiel, keine ganze Saison. Benito: Diese Saison waren wir so stark, dass wir immer wussten, dass wir ein Spiel noch drehen würden, wenn wir mal im Rückstand waren. Oder zumindest noch ein Remis holten. Im Cup ist das anders. Da ist bei einem Remis nicht Schluss. Und der FCZ hat eine sehr starke Mannschaft. Aber der FCZ hat diese Saison in vier Spielen gegen YB nur ein Pünktchen geholt, auch wenn es immer eng war. Die Berner sind doch der logische Favorit! Benito: Nochmals. Es ist Cup, es ist ein Spiel. Ich finde nicht, dass es da einen Favoriten gibt. Nef: Natürlich gibt es den! Ihr habt den Vorteil des Kunstrasens. Ihr spielt zu Hause. Ihr seid der überragende, verdiente Meister. Ihr habt in beiden Städten gespielt. Welche ist schöner: Zürich oder Bern? Nef: Zürich. Bern hat keinen See. Auch wenn die Altstadt von Bern schon sehr herzig ist. Benito: Klar Aarau … (lacht) Nef: Klar Züri. Benito: Weil es einen anderen Vibe hat. Nef: Mehr wegen des Sees. Der Vibe spielt bei mir als Familienvater keine so grosse Rolle mehr. Ich gehe lieber gut essen. Und da ist Zürich top. Aber wenn ich mich so zurückerinnere, auch der Tierpark Dählhölzli, der Gurten, das Schwellenmätteli sind wunderschön. Benito: Aber es ist nicht allzu viel los in Bern. Ich kenne ausgangsmässig vor allem das Düdü, das Du Théâtre, wo wir die Meisterschaft gefeiert haben. Stimmt das Klischee der langsamen Berner? Benito: Sprachlich definitiv. Aber es gibt viele Schnelldenker in Bern. Mit wem aus dem anderen Lager habt Ihr noch regelmässig Kontakt? Nef: Mit Wuschu (Sportchef Christoph Spycher), er war mein Zimmerkollege. Dann mit dem Wolf (Marco Wölfli) und mit Loris. Benito: Schönbi (Marco Schönbächler) und Alain. Was habt Ihr von Euren Auslandserfahrungen mitgenommen? Nef: Sehr viel. Von der Sprache her habe ich profitiert mit Italienisch und Spanisch, die Länder kennengelernt, mit vielen überragenden Kickern gespielt wie Alexis Sanchez, Di Natale, Handanovic, Asamoah. Benito: Ich habe auch enorm profitiert. Auch, weil ich erstmals von der Familie getrennt war. Es war jedenfalls eine derart riesige Erfahrung, dass ich unbedingt wieder einmal gehen möchte. Gibt es denn einen Spieler im gegnerischen Kader, den Sie gerne in Ihren Team hätten? Nef: Einige … Ich nenne aber hier nur Djibril Sow, weil er Zürcher ist … Nein, ernsthaft. Wenn ich sehe, was der für einen Sprung gemacht hat. Unglaublich! Benito: Definitiv Schönbi, wenn er mal fit wird. Gibt es Qualitäten Ihres Gesprächspartners, die Sie gerne hätten? Nef: Die Physis von Loris. Die Kondition und Schnelligkeit. Da merkt man die zehn Jahre Unterschied halt schon. Und den linken Fuss. Benito: Das Konto … (beide lachen). Sein weiter Einwurf in der 90. Minute … Das Kopfballspiel. Und Alain ist ein pickelharter Siech. Der spielt auch noch weiter, wenn das Blut nur so spritzt. «wir haben ein Riesen-Selbstvertrauen.» Loris BenitoLetzte Frage: Warum gewinnt YB? Benito: Weil wir eine Supersaison spielen, dadurch ein Riesen-Selbstvertrauen haben, die Fans uns hervorragend unterstützen werden und wir am 27. Mai die bessere Mannschaft sein werden. Warum gewinnt der FCZ? Nef: Weil wir am 27. die bessere Mannschaft sein werden … Aber nicht nur das, wir schiessen auch ein Tor mehr, das hast du vergessen zu sagen. Und weil ich noch nie einen Cupfinal verloren habe.  https://www.blick.ch/storytelling/2018/cup/
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 22:15 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.05.2018  Zitat: YB-Aggressivleader vor dem Cupfinal
«Wenn der FCZ simulieren will, soll er es tun»
Sékou Sanogo ist ein unerbittlicher Zweikämpfer, der auch mal an die Grenze geht. Nun befürchtet er, dass im Cupfinal bei jedem Duell mit ihm ein Gezeter losgehen wird.
BLICK: Sékou Sanogo, kann YB den Schalter nochmals von Party auf Ernstkampf kippen? Sékou Sanogo: Natürlich haben wir mit unseren Fans gefeiert. Aber in unseren Köpfen hatten wir immer diesen Final. Wir sind Profis!
Sie haben den Cup schon zweimal gewonnen – in der Elfenbeinküste mit Africa Sports. Sind diese Titel vergleichbar mit jenem in Bern? Africa Sports gewinnt regelmässig Titel. YB musste 32 Jahre warten. Deshalb ist es nicht vergleichbar.
Niemand spielt gerne gegen Sie. Spüren Sie das? Die Zweikämpfe sind eine meiner Hauptstärken. Wenn ich diese nicht in die Waagschale werfen kann, bin ich nicht mehr derselbe Spieler.
Der FCZ ist physisch auch sehr stark, wie YB. Es wird einen regelrechten Clash der Titanen geben! Sicher sind die Zürcher in den Duellen auch sehr stark. Aber nicht nur. Auch technisch-taktisch.
Auch im letzten Spiel gegen den FCZ kams zu Tumulten, als die Zürcher lautstark Gelbrot gegen Sie forderten. Befürchten Sie solche Aktionen auch im Cupfinal? Gezwungenermassen bereite ich mich darauf vor. Oft, wenn ich in einen Zweikampf steige, gibts Schreie und Simulationen. Aber ich habe gelernt damit zu leben. Und es wird mich nicht daran hindern, in die Zweikämpfe zu gehen, weil das die Art und Weise ist, wie ich spiele. Wenn ich das ändere, bin ich nicht mehr Sékou Sanogo.
Dann wird es einen Sanogo mit angezogener Handbremse nicht geben? Nein. Ich werde auch im Final so spielen, wie ich immer spiele. Wenn der Gegner simulieren will, soll er es tun.
Denken Sie nicht, dass Sie dann und wann die Grenze überschreiten? Hören Sie: Ich habe in solchen Zweikämpfen im Gegensatz zu anderen Spielern noch nie jemanden verletzt. Das können Sie nachschauen. Ich bin nicht der Bösewicht der Liga. Auch wenn mir mittlerweile einige dieses Etikett verpassen wollen. Duelle gehören zum Fussball. International wird viel härter gespielt als in der Schweiz. Wenn man das nicht aushalten will, muss man zum Tennis wechseln. Aber die Schiedsrichter sind sich dessen immer mehr bewusst.
Inwiefern? Einer hat mir zum Beispiel gesagt, ich solle doch nicht mit so viel Tempo in die Zweikämpfe gehen, das mache es gefährlich. Aber wenn ich im Schneckentempo in ein Duell gehe, dann habe ich es schon verloren. Ich habe meine Spielart ein bisschen angepasst, das schon. Und die Refs haben das zur Kenntnis genommen, da bin ich mir sicher.
Mit zwölf Gelben sind Sie aber der Kartenkönig der Liga! Ja, okay. Aber ich bin auch einer der meistgefoulten Spieler. Das vergessen viele Leute.*
Immerhin sind Sie nie vom Platz geflogen. Aber nach dem Treten auf Luganos Mattia Bottani hat man Sie nachträglich für zwei Spiele gesperrt. Ich habe das noch auf dem Spielfeld mit Mattia ausgeräumt und ihm gesagt, das sei keine Absicht gewesen. Auch für ihn war das damals damit erledigt und vorbei. Dennoch habe ich ihn kurz darauf angerufen, um mich nochmals zu entschuldigen. Umso grösser war das Erstaunen, als ich gesperrt wurde.
Aus Ihrer Sicht zu Unrecht? Ganz klar. Sie müssen nur gut hinschauen. Dann sehen Sie, dass ich geradeaus schaue. Ich sehe Bottani gar nicht. Wenn das sperrewürdig ist, dann in jeder Runde Sperren. Das war für mich enorm schwierig zu akzeptieren...
Sie haben im Team eine wichtige Rolle als Anführer der grossen dunkelhäutigen Fraktion. Wie leben Sie diese Rolle? Wir sind eine tolle Multi-Kulti-Truppe. Und bei den Blacks gibts solche, die französisch sprechen und englisch. Also alles. Was alle gemeinsam haben: Sie sind jung. Und denen helfe ich. Die sehen doch die Welt völlig anders als wir Erfahreneren.
Ohnehin scheint bei YB eine gesunde Hierarchie zu herrschen. Das ist so. Es hat Captain Steve von Bergen, Marco Wölfli und Guillaume Hoarau. Das sind unsere Chefs.
Und Sanogo, natürlich. Es ist wichtig, eine Hierarchie im Team zu haben, die respektiert wird. Das ist in der Tat eine ganz grosse Stärke dieser Mannschaft.
Die nun auseinanderfallen könnte. Für Sie als 29-Jähriger scheint es die allerletzte Gelegenheit für einen Auslandtransfer zu sein, nachdem es zweimal in letzter Sekunde gescheitert ist? Das war nicht zufällig, sondern gottgewollt. Ich bin sehr gläubig. Gott wollte, dass ich hierbleibe und diesen Titel gewinne. Natürlich ist eine grosse Liga einer meiner Träume. Leider definiert der moderne Fussball einen Spieler auch über dessen Alter. Ich nicht…
Dennoch: Die Zeit läuft Ihnen davon. Ich definiere mich über Leistung. Und ich bin sicher reif für diesen Sprung. Mir gefällt es bei YB ausgezeichnet. Aber ich nehme es, wie es kommt.
* Sanogo ist mit 85 gepfiffenen Fouls gegen ihn in der Tat der meistgefoulte Spieler vor Pajtim Kasami (Sion, 82) und Stefan Glarner (Thun, 69). Sanogo hat mit 65 am drittmeisten Fouls begangen nach Dennis Hediger (Thun, 85) und Michael Frey (FCZ, 75). https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 21591.html
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 22:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.05.2018  Zitat: «Ich habe Jubelbilder im Kopf»
von E. Tedesco - Der Kopf und das Herz werden über den Cupsieg entscheiden, sagt FCZ-Trainer Ludovic Magnin. Der Kunstrasen ist kein Alibi mehr.
Die Vitrine im FCZ-Museum ist leer. Der «kleine» Pokal des Challenge-League Meisters der Vorsaison ging nach Neuenburg. An der Werdstrasse wurde der Staub weggewischt und Platz gemacht für den Pokal des Schweizer Cupsiegers. Geträumt hat man beim FCZ schon ein wenig davon, dass man am Sonntag mit dem «Chübel» aus Bern zurückkehren wird. «Ich habe tatsächlich schon davon geträumt, dass wir den Cup gewinnen. Und das war schön. Jetzt hoffe ich, dass es Realität wird», sagt Mittelfeldspieler Kevin Rüegg.
«Ich habe Jubelbilder im Kopf und das motiviert mich», erklärt Ludovic Magnin. Sechs Jahre sei er aus dem Profigeschäft weg gewesen, jetzt aber sei er froh, zurück zu sein, «denn das Kribbeln ist wieder da.» Der FCZ-Trainer spürt auch in seiner Mannschaft die steigende Spannung vor dem Cupfinal am Sonntag gegen YB und den Willen nach 2014 und 2016 den 2-Jahresrhythmus beizubehalten – und 2018 erneut den Pokal zu gewinnen.
Die Berner haben in der Statistik die Nase vorn
Das Cup-Triple wäre aber für viele eine grosse Überraschung nach dieser aus Berner Sicht traumhaften Saison, die YB mit dem ersten Meistertitel nach 32 Jahren abschloss. In der Rückrunde haben die Berner nur ein Spiel verloren und gegen den FCZ bis auf ein Remis alle Direktduelle in der Meisterschaft (0:0, 2:1, 2:1, 1:0) gewonnen. Die Zürcher sind gegen YB in der Liga seit 11 Partien sieglos. Der letzte Vollerfolg liegt fast vier Jahre zurück, datiert vom 3. August 2014.
«Im letzten Final, den ich gesehen habe, hat der Aussenseiter gewonnen...», sagt Magnin vielsagend. Das war der deutsche Pokalfinal, und den hat Underdog Frankfurt gegen die Bayern 3:1 für sich entscheiden können. «Über Sieg und Niederlage werden das Herz und der Kopf entscheiden. Meine Mannschaft ist zudem topfit.»
Ist die Luft bei YB schon draussen?
Zum Vorteil für den FCZ könnte gereichen, dass YB nach dem Meistertitel nun nicht mehr gewinnen muss und die Luft bei der Mannschaft von Adi Hütter vielleicht raus ist. «Hätte YB den Titel zwei Wochen später gewonnen, hätte das ein Vorteil für uns sein können. Davon bin ich überzeugt», so der FCZ-Trainer, «weil es normal ist, dass kurz nach dem Erreichen eines Zieles die Emotionen raus sind und es schwierig ist, innerhalb von zwei Wochen neue aufzubauen. Aber leider stand YB dazu schon zu lange als Meister fest.»
Dann kann der FCZ aber auf Berner hoffen, die von den (zahlreichen) Partys etwas gezeichnet sind? Magnin: «Diese Frage kann ich nicht beantworten. Gut ist, dass wir uns nicht damit beschäftigen, sondern wissen, dass wir eine Mammutaufgabe vor uns haben. Wenn wir eine Chance gegen YB haben wollen, müssen wir eine ausserordentlich gute Leistung zeigen. Wir wissen aber auch, wenn wir das schaffen, wird es der Gegner schwer haben.» Es sei nur ein Spiel, und man müsse nicht zehn Mal gegen den Meister siegen. «Wir müssen nur ein Spiel gewinnen – und das ist der Cupfinal am Sonntag.» Und der Kunstrasen, versichert der FCZ-Trainer, sei kein Alibi (siehe Box).
Der Kunstrasen und das Alibi
Der Ärger nach der Vergabe des Spielortes für den diesjährigen Cupfinal war beim FCZ gross. Die Zürcher sahen den Kunstrasen als Vorteil für YB an. Inzwischen hat sich der Ärger gelegt oder zumindest will man nicht darüber sprechen. «Wir haben uns damals genug geäussert», sagt Ludovic Magnin. Das sei mancherorts nicht gut angekommen. Der FCZ-Trainer: «Wenn man sich ehrlich äussert, ist das in Bern nicht immer gern gesehen.» Doch Magnin bestimmt: «Der Kunstrasen ist kein Alibi. Schliesslich ist das ein Cupfinal.» Routinier Alain Nef sieht in der Plastikunterlage dennoch einen Vorteil für YB. «Das ist ein ganz anderer Fussball auf Plastik.» Younster Kevin Rüegg kümmert das wenig: «Es kommt nicht auf die Unterlage an, sondern auf den Kopf.» http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... --15450277
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 23:50 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.05.2018  Zitat: «Nur Ja-Sager um mich herum – das will ich nicht»
FC-Zürich-Trainer Ludovic Magnin erklärt seine Methoden und spricht über die Wichtigkeit von Träumen im Leben.Im Cupfinal sieht er fast alle Vorteile bei YB.
Cupfinal. In Bern. Gegen YB. Bei FCZ-Trainer Ludovic Magnin sind Freude, Anspannung und Respekt vor der Aufgabe zu spüren. Ein Sieg morgen Sonntag gegen den Meister wäre die Krönung des steilen Aufstiegs des 39-jährigen Neutrainers, der noch bis im Februar die U-21-Auswahl des Stadtclubs trainierte.
Woran glauben Sie? Dass im Leben mit viel Arbeit alles möglich ist.
Was heisst das in Ihrem Fall? Es ist möglich, dass meine Trainerkarriere besser wird als meine Spielerlaufbahn.
Die war nicht so schlecht. Die war gut! Ich habe zwar nicht in einem Topverein der Welt gespielt, aber mit meinem Können das Maximum erreicht. Trotzdem gibt es noch Träume, und Träume sollte man sich nicht nehmen lassen. Mein Sohn sagt immer: «Ich möchte einmal bei Real Madrid und Paris St. Germain spielen.» Ich sage ihm: «Ja, aber du musst viel arbeiten, um das zu erreichen. Und: Das Risiko, dass es nicht gelingt, ist viel grösser als die Wahrscheinlichkeit, dass du es schaffst.»
Träumen Sie auch von solchen Vereinen? Sicher.
«Power, Kampf, nasse Trikots – das ist für mich kein schöner Fussball.»
Haben Sie denn das Können dazu? Das wird sich zeigen. Ich bin immer noch ein Trainerlehrling und habe soeben meine erste Stelle im Profifussball angetreten. Aber warum soll ich nicht den gleichen Weg einschlagen wie viele andere Schweizer Trainer? Diesen Anspruch habe ich, die Leidenschaft dafür ebenso. Darum sind Träume so wichtig. Wer keine mehr hat, für den wird das Leben schwierig.
Gibt es auch falsche Träume? Nein. Aber es gibt Träume, die plötzlich zu einem Albtraum werden können, wenn man nicht rechtzeitig erwacht. Entscheidend ist, zu erkennen, wann man einsehen muss, dass ein Traum nicht Realität werden kann.
Wann kamen Sie letztmals zu dieser Einsicht, dass es nicht weitergeht? Als ich Trainer beim FC Zürich wurde, investierte ich all meine Zeit und Energie in diese Aufgabe. Fussball ist für mich wie eine Sucht. Ich vernachlässigte dadurch aber mein Privatleben. Ich merkte: Das könnte gefährlich werden, also muss ich aufpassen. Ich musste zur Korrektur ansetzen und eine Balance zwischen Arbeit und Privatem finden. Ausserdem ist es auch besser, wenn man eine Ablenkung hat.
Inwiefern? Ich kenne Trainer, für die es nichts anderes gibt als den Beruf, die dann aber nach zwei Saisons ein Jahr Pause brauchen, weil sie ausgebrannt sind. Es ist wichtig, sich Zeit für anderes zu nehmen und vielleicht nur acht Stunden am Tag zu arbeiten statt zwölf, dafür richtig. Vollgas. Im Gegenzug bin ich auch ein glücklicher Mensch.
Ist es für Sie Arbeit, wenn Sie am Abend ein Spiel im Fernsehen schauen? Nein, nein.
Sieht das Ihre Frau gleich? Meine Frau ist seit Jahren mit mir zusammen und weiss, dass sie mir ein Spiel wie den Europa-League-Final nicht wegnehmen darf. Aber alles hat seine Grenzen. Ich muss nicht jedes Challenge-League-Spiel sehen, das übertragen wird.
Sie haben im Februar Uli Forte abgelöst. Hat sich der Trainerwechsel für den FCZ gelohnt? Klar.
Warum? 3:0, 4:0, 3:3, 4:1 – im Letzigrund sind schon ein paar Treffer gefallen. Ich glaube, dass wir einen anderen Fussball spielen. Wir möchten eine andere Spielphilosophie umsetzen. Aber ich gebe Ihnen recht: Punktemässig war mein Vorgänger besser. Aber das primäre Ziel war nicht der unmittelbare Erfolg, sondern etwas für die Zukunft aufzubauen.
Ihr Ziel ist es auch, mit dem FCZ schönen Fussball zu spielen. Wie wollen Sie das hinbekommen? Mit harter Arbeit! (lacht laut) Schöner und erfolgreicher Fussball oder auch ein intaktes Familienleben ist lediglich eine Konsequenz davon.
Es gibt Tausende Trainer, die das gleiche Ziel verfolgen wie Sie . . . . . . klar, jeder versucht es.
Konkret: Wie verhelfen Sie dem FCZ zu schönem Fussball? Mit Trainingsübungen auf engem Raum, die Spieler müssen lernen, unter Druck mit dem Ball die richtige Lösung zu finden. Aber: Was ist schöner Fussball? Ich habe vielleicht eine andere Auffassung davon als Sie. Für die Engländer war Kick-and-rush der Stil, der ihnen am besten gefiel, Power, Kampf, nasse Trikots, alles. Aber für mich ist das kein schöner Fussball.
Sondern? Das Spiel, das der FC Barcelona zu Zeiten von Hristo Stoichkov und Romario spielte: Ballbesitz, Rhythmuswechsel, Vertikalität, Intelligenz.
Sie hätten mit Ihrer Art, Fussball zu spielen, besser in die Premier League gepasst als nach Spanien. Wieso? Kam kein Pass von mir an?
Sie waren kein Zauberer. Ich konnte nicht fünf Übersteiger in Serie und trallali-trallala machen. Für das Tikitaka-Spiel sind aber nicht nur Zauberer gefragt. Es braucht Spieler mit Ballsicherheit und Verständnis für die Situation. Meine grösste Stärke war die taktische Intelligenz, da habe ich kaum Fehler begangen. Ich brachte den Ball nach vorne und schlug auch gute Flanken. Ich hätte mir zugetraut, bei Barcelona zu spielen.
Muss denn ein guter Trainer auch ein guter Spieler gewesen sein? Nein, nicht unbedingt. Er muss sich den Respekt auf andere Weise erarbeiten. Ich habe den grossen Vorteil, viele Facetten zu kennen: Ich spielte, war nicht im Kader, sass auf der Tribüne, wurde gelobt und kritisiert, ich habe alles erlebt und weiss, wie sich ein Fussballer in einer bestimmten Situation fühlt. Und ich weiss auch, dass es nicht möglich ist, als Trainer jeden Spieler gleich zu behandeln.
Funktioniert das? Bei 23 Spielern im Kader gibt es sehr viele Befindlichkeiten. Ja. Aber ich kann und will nicht zig Regeln aufstellen, die für alle 23 gültig sind. Keine Kompromisse gehe ich ein, was die Arbeit auf dem Trainingsplatz geht.
Wie erklären Sie der Mannschaft, wenn Sie bei einem Spieler eine Ausnahme machen? Es gibt die Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
«Ich habe oft gehört: Du musst die Emotionen im Griff haben.»
Aber wenn Sie einem Spieler zwei freie Tage geben, müssen Sie mit Reaktionen der anderen rechnen. Es gibt bei mir keine generellen Privilegien. Doch ich trenne zwischen Spieler und Mensch. Der Spieler muss mir gehorchen, doch ich versuche, auf den Menschen einzugehen. Das ist ein massgebender Punkt in meinem Beruf. Ich muss akzeptieren, dass man ein Spiel abliefert wie in Thun, als wir zwar gewonnen, aber richtig schlecht gespielt haben. Und ich muss merken, wann ich den Spieler streicheln muss, obwohl er eigentlich das Gegenteil verdient hätte. Ich muss als Trainer ein Gespür entwickeln, was der Spieler braucht, um die optimale Leistung abzurufen, es geht in dieser Sache auch um Menschenkenntnis.
Haben Sie die? Schwer zu sagen. Ich glaube aber, jemand zu sein, der auf Menschen eingehen kann.
Wie wichtig ist es Ihnen, wie die Leute über Sie denken? Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht.
Stört es Sie, wenn es heisst, Sie hätten vor allem eine grosse Klappe? Wahrscheinlich haben die Leute ja nicht unrecht. Ich bin eher extrovertiert. Aber soll ich plötzlich anders sein, weil ich Trainer des FC Zürich bin? Muss ich mich umstellen? Ich habe oft gehört: Du musst die Emotionen im Griff haben und an der Seitenlinie etwas ruhiger sein. Okay, das mag ja sein. Aber dann schaue ich einmal die Trainer von grossen Vereinen an: Simeone, ah, der ist ruhig, ja . . . Pep Guardiola, auch ruhig, genau . . . Antonio Conte, der ist noch ruhiger als die anderen zwei . . . Jürgen Klopp . . . Können Sie sich vorstellen, dass Klopp auf einmal so ruhig dasteht wie Carlo Ancelotti?
Dann wäre er nicht mehr Klopp. Merci. Ich nehme Ratschläge entgegen, aber ich werde nicht ruhig wie ein Mönch an der Seitenlinie sein.
Macht Sie das einzigartig? Muss ich das sein? Okay . . . Vielleicht ist es das: Ich sage, was ich denke.
Noch. Ich habe mich in den Monaten, in denen ich beim FCZ im Amt bin, nicht verstellt. Man kann nur Erfolg haben, wenn man authentisch bleibt.
Dürfen Sie wirklich alles sagen, was Sie denken? Es kommt immer auf die Art und Weise an, wie man es sagt. Aber grundsätzlich: Ja. Und ich überlege da auch nicht besonders, es spricht einfach aus mir. Bis jetzt hatte ich jedenfalls keine Probleme.
Ist so viel Offenheit nicht auch gefährlich in Ihrem Geschäft? Die Leute schätzen die Ehrlichkeit. Ich kann nicht ein schlechtes Spiel schönreden, ich will nicht lügen. Mich regt es auf, wenn aus einem Spiel etwas gemacht wird, das es nicht war. Das regt mich wirklich auf. Ich hatte in meiner Karriere einen Trainer, der zu den Weltbesten gehörte . . .
. . . Giovanni Trapattoni . . . . . .(reagiert nicht) als Spieler weisst du doch, wenn die Leistung schlecht war. Wenn du danach aber hörst, was alles gut gewesen sein soll, ist das problematisch. Dann verlierst du als Trainer die Kabine.
Also die Glaubwürdigkeit beim Team. Genau.
Wie verarbeiten Sie Enttäuschungen? Das Autofahren nach dem Spiel hilft mir – 30 Minuten mit mir selbst. Doch eine Niederlage beschäftigt mich nicht mehr stundenlang. Wir arbeiten ein Spiel gemeinsam auf, auch Sportchef Thomas Bickel ist jeweils dabei. Und manchmal ist es auch so, dass die Meinungen komplett auseinandergehen. Aber auch das ist gut: Es gibt keine absolute Wahrheit im Fussball. Ich erwarte nicht, dass mir jemand auf die Schulter klopft, wenn ich es nicht verdient habe. Das bringt mich nicht weiter. Nur Ja-Sager um mich herum – nein, das will ich nicht.
Aber wenn Lucien Favre Sie lobt, wehren Sie sich kaum dagegen. Er ist für mich eine Inspiration. Wir telefonieren oft, tauschen uns aus. Das heisst aber nicht, dass ich alles so machen will wie er.
Zum Beispiel? Ich möchte nicht im Detail darauf eingehen. Generell kann ich von mir sagen: In einigen Punkten gibt es für mich Schwarz oder Weiss, etwas dazwischen ist selten. Das ist vielleicht auch etwas, das mich einzigartig macht.
Wie können Sie Favre inspirieren? Ich bin näher an den jüngeren Spielern. Er fragt mich: «Wie machst du das mit dem Handy in der Kabine? Nimmst du es ihnen weg?» Ich antworte: «Es gibt Dinge und Trends, die kannst du im Leben nicht mehr beeinflussen, sonst verlierst du zu viel Energie.»
«Ich bin näher an den jüngeren Spielern als Lucien Favre.»
In allem was Sie sagen, steckt viel Überzeugung. Kennen Sie Zweifel? Nein. Ich habe höchstens Zweifel, wie lange es dauert, bis ich das Ergebnis der Arbeit sehe, bis die Spieler umsetzen, was ich verlange. Doch wichtig ist, dass man nicht vom Weg abweicht. Ich hatte Trainer, die sagten: So, jetzt spielen wir Fussball, bauen schön von hinten auf. Dann verloren wir dreimal, und der Trainer sagte: Ab jetzt spielen wir nur noch lange Bälle. Damit verscherzt du es mit den Spielern. Wenn ich etwas vermittle, von dem ich überzeugt bin, darf ich nicht aufgeben.
Waren Sie schon immer so? Das hat sich besonders in Deutschland entwickelt, aber ich hatte schon als Kind Selbstvertrauen. Als ich in der ersten Klasse sagte: «Ich will Fussballprofi werden», da lachten alle. Ein Jahr später wiederholte ich meinen Berufswunsch. Als Lausanne mich im Nachwuchs nicht mehr wollte, heulte ich nicht, sondern sagte mir: Jetzt gebe ich noch mehr Gas, damit ich denen da auf der Pontaise beweisen kann, dass sie falschliegen. Wer mich kennt, der weiss, dass mich ein enormer Kampfgeist antreibt, ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Wenn ich das Gefühl habe, ungerecht behandelt zu werden, dann ist das das Schlimmste für mich, dann wehre ich mich. Als Spieler schon, als Trainer, aber auch als Nachbar.
Hat Herr Magnin Streit mit seinen Nachbarn? Nein. Doch auch hier gibt es manchmal Meinungsverschiedenheiten.
Nun folgt der Cupfinal. Haben Sie YB-Trainer Adi Hütter zum Meistertitel und Transfer zu Eintracht Frankfurt gratuliert? Ich habe seine Nummer nicht. Aber ich sehe ihn ja am Sonntag, da kann ich das nachholen. Er hat Aussergewöhnliches geleistet. YB hat den Titel geholt . . . Das war jahrelang undenkbar. Wie er sich gibt, wie er sich verhält, wie er sich kleidet, der Mann hat einfach Klasse.
Achten Sie bei sich auch auf die Kleidung? Das ist mir sehr wichtig. Ich repräsentiere den Verein, da trage ich gegenüber dem Arbeitgeber auch eine Verantwortung.
Worauf schauen Sie? Es soll sportlich sein, aber auch eine gewisse Eleganz ausstrahlen. Ab und zu frage ich auch meine Frau. Ich habe jüngst mit Raphael Wicky darüber gesprochen, der ja meistens Trainingsanzüge trägt. Er fragte mich, ob ich mich denn wohlfühle im Anzug. Meine Antwort war Ja.
In welchem Bereich ist der FCZ besser als YB? Es ist schwierig, nach so einer Saison zu versuchen, bei YB etwas Schlechtes zu finden. Der Club hat so ziemlich alles richtig gemacht bis jetzt. Aber ich glaube schon, dass wir punkto Akademie und Ausbildung von eigenen Talenten etwas Vorsprung haben.
Das hilft im Cupfinal wenig. Ja, aber auf lange Dauer wirkt sich das positiv zu unseren Gunsten aus. Bei YB spielt Djibril Sow im Mittelfeld. Er wurde bei uns ausgebildet.
Er trägt nun das YB-Dress. Das muss Sie ärgern. Und wie! Aber es ist kein Zufall. Die Gründe sind uns bekannt, wir werden solche Situationen in Zukunft vermeiden.
Nochmals: Warum gewinnt der FCZ den Cup? Eigentlich spricht alles für YB. Das Spiel findet in Bern statt, auf Kunstrasen. Und YB ist Meister, YB hat das höhere Budget. YB hat eine Euphorie.
Gibt es wirklich nichts, das für den FCZ spricht? Der Druck liegt bei YB. Entscheidend wird sein: Welche Mentalität bringen wir auf den Platz? Mentalität schlägt Qualität. https://www.tagesanzeiger.ch/sport/fuss ... y/29431547
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shalako
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Verfasst: Samstag 26. Mai 2018, 08:00 |
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26.05.2018  Zitat: Der Cup-Final ist ein belastetes Volksfest
Der Schweizer Cup-Wettbewerb ist nicht in der Form seines Lebens. Er kämpft um seinen Ruf und um Sponsoren. Zudem steigen die Sicherheitskosten.
Vorfreude kam während der Hauptprobe nur halbwegs auf. Im Meisterschaftsspiel zwischen YB und dem FC Zürich im April hielten sich die zwei Fankurven im Stade de Suisse zu Beginn mit Anfeuerung zurück und gaben stattdessen auf Transparenten ihrem Unmut Ausdruck, dass der Schweizerische Fussballverband (SFV) für den Cup-Final kein Pardon kennt. 50 Franken kostet der Zugang in die Fankurve. Wenn ein 14-jähriger Bub den Match ausserhalb der Fangruppen verfolgen will, muss er 100 Franken auftreiben. Das ist mehr als die Hälfte seiner YB- oder FCZ-Saisonkarte. Die Eltern staunen nicht schlecht. Ermässigungen gibt es keine.
Fussball zu Konzert-Preisen
Grosse Spiele verdienen offenbar so grosse Preise wie grosse Konzerte. Wer die Foo Fighters am 13. Juni im Stade de Suisse hören will, legt zwischen 110 und 160 Franken auf den Tisch. Helene Fischer ist im St.-Jakob-Park für Fr. 71.80 zu haben. Das ist allerdings der untere Rand des Spektrums. Der Stehplatz vor der Bühne kostet Fr. 166.90. Die Bandbreite für die zwei Konzerte von Ed Sheeran Anfang August im Letzigrund liegt zwischen 100 und 140 Franken – ausverkauft. YB lockt im Moment so viel Volk wie selten an, auch der FCZ ist für Schweizer Verhältnisse nicht schlecht begleitet. Also gibt’s keine Kompromisse.
In Kauf genommen wird, dass etliche Leute vom Cup-Final ausgeschlossen werden, weil sie sich ihn nicht leisten können. Ein Volksfest ja, aber nicht für alle. Teilweise Abhilfe schafft die Südkurve des FC Zürich, die 300 Billette an unter 18-Jährige für 35 Franken abgibt und die Kosten dafür übernimmt. Sie moniert die «horrenden Ticketpreise». Andere scheren sich einen Deut um Ermässigungen. Auf Internet-Plattformen gehen selbst 50-Franken-Billette für gegen das Zweifache weg. Die Frage an die Verkäufer: Ist das nicht überteuert? Die Antwort: «Das entscheiden die Käufer. Niemand wird zum Kauf gezwungen.» Zuerst über Preise für die Fankurve reklamieren – und danach Tickets versteigern? Die Antwort: «Wo und wann habe ich mich beschwert?»
Der Final YB - FCZ ändert nichts daran, dass der Schweizer Cup nicht in der Form seines Lebens ist. Im Sponsoren-Board fehlen Namen, was auf Begleiterscheinungen der letzten Finals zurückzuführen ist. Ausschreitungen bei Fanmärschen in Bern 2013 und 2014, zudem Gewalt vor dem Stadion, vor Sponsorenzelten und beim Eingangsbereich 2014, Spielunterbrüche wegen Petarden in Basel 2015 und extreme Sicherheitskosten wie 2017 in Genf. Das macht es nicht einfach, den Cup-Final nur als schönes Volksfest zu sehen. Der Preis für die Sicherheit sei «erheblich», sagt der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause. Gemäss einem Agreement der potenziellen Finalstädte Bern, Basel, Genf und Zürich werden neu 50 Prozent der Kosten auf den SFV als Veranstalter abgewälzt. Mehr Sicherheitsaufwand und weniger Sponsorengeld setzen dem Cup doppelt zu.
Hohe Sicherheitsmassnahmen in Bern
Sicherheitspolitische Aspekte führen vor dem Final zu immer schwierigeren Lagebeurteilungen. Laut dem SFV-Sprecher Marco von Ah ist die Vergabe des Finals nur deshalb so spät und unmittelbar nach den Halbfinals erfolgt, weil die Abklärungen mit und innerhalb der Stadt Bern viel Zeit beansprucht haben. Das gibt’s sonst nirgends: Stunden nachdem sich YB für den Final qualifiziert hatte, vergab der SFV das Endspiel ins Stade de Suisse auf den YB-Plasticrasen. Dass darüber reihum, sogar im eigenen SFV-Haus und beileibe nicht nur in Zürich, der Kopf geschüttelt wird, nimmt der Verband in Kauf. Der SFV-Sprecher von Ah sagt, dass auch der Cup-Final Basel - Zürich in Bern stattgefunden hätte. Mit dem neuen Stadtpräsidenten Alec von Graffenried habe sich die Ausgangslage verändert.
Nach den Krawallen von 2013 und 2014 steht einiges auf dem Spiel. Das Sicherheitsdispositiv sieht vor, die zwei unausweichlichen Fanmärsche möglichst weit voneinander fernzuhalten. Während sich YB via Bärenpark über den Aargauerstalden zum Stadion bewegt, wird der FCZ über das Länggass-Quartier, an der Reithalle vorbei und über die Lorrainebrücke zum Stade de Suisse geführt. Es ist kompliziert geworden mit dem Schweizer Cup.
Die Finalisten erhalten je über 600 000 Franken Prämien – aus dem Marketing-Pool, vom Fernsehen und aus der Beteiligung an den Ticketeinnahmen. Wer mag sich da darum kümmern, dass ein Billett für einen 14-Jährigen 100 Franken kostet. «Der Verband legte die Preise fest. Damit haben wir nichts zu tun», lassen die Klubs kommunizieren. Ganz so leicht ist es nicht. Vor allem sind die Zusammenhänge nicht ganz so einfach. Letztlich zahlt selbst der 14-Jährige seinen Teil an die Sicherheit. Die für die Sicherheit Verantwortlichen ihrerseits hofften vor den Halbfinals: «Nur bitte nicht Basel gegen Zürich.» Das kann eigentlich nicht sein. Ist es aber. https://www.nzz.ch/sport/der-cup-final- ... ld.1388953
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shalako
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Verfasst: Samstag 26. Mai 2018, 13:13 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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26.05.2018  Zitat: Zwei Routiniers wollen im Schweizer Cup-Final nochmals gewinnen
Alain Nef und Steve von Bergen haben einst unter Lucien Favre die Schweizer Meisterschaft gewonnen. Am Sonntag kreuzen sich die Wege der Team-Senioren im Cup-Final erneut. Die Geschichten einer anderen Spieler-Generation.
Alain Nef
Wenn Alain Nef einen Titel gewinnt, läuft es in der Regel komisch. An den Cup-Sieg des FCZ 2005 gegen Luzern erinnert er sich nicht: Gehirnerschütterung nach 30 Minuten, Auswechslung. 2006 stand er mit seinem Einwurf zwar am Anfang des Siegtreffers der Zürcher zum Meistertitel in Basel, die randalierenden Fans auf dem Platz zwangen ihn aber zum Ausharren im Kabinengang, die Pokalübergabe auf der Tribüne sah er von fern. Neben ihm im Gang stand: Steve von Bergen. Den Cup-Final 2014 verpasste Nef verletzt. Und vom Final 2016 bleibt vor allem sein Demutsgang vor die Südkurve in Erinnerung. Wie er den Fans den Pokal als Opfergabe nach dem Abstieg darbringt, kein bisschen Jubel, nur Scham. Normal einen Titel gewinnen und im Schnipselregen tanzen: Das wäre ein Geschenk.
«Ich müsste strenger zu meinen Kindern und Kollegen sein»
Eine Weile dachte man, ein Pokal am Sonntag könnte sein Abschiedspräsent sein. Nef ist 36, nur drei Jahre jünger als sein Trainer Ludovic Magnin. Wenn er am Morgen aufsteht, checkt er zuerst ab, wo es weh tut. Und wenn sich die Jungen auf dem Trainingsplatz auf die Bälle stürzen, läuft er sich sorgfältig ein, bis Knochen, Gelenke und Muskeln warm sind und bereit für die Belastung. Es wäre ungerecht, die Vertragsverlängerung um ein Jahr allein mit den Jungen in Verbindung zu bringen. Der FCZ konnte auch in dieser Saison auf ihn als Rückhalt zählen. Aber mit dem Wechsel von Uli Forte zu Magnin hat der Rasselbande-Faktor in der Kabine stark zugenommen. Einer wie Nef – erwachsen, erfahren, respektiert – hilft in diesem Umfeld, auch wenn er sich selber für zu gutmütig hält. «Ich müsste strenger sein», sagt er, «zu meinen Kindern und den Kollegen.»
Als Nef noch selber zur Rasselbande gehörte, fuhr er am Morgen bei der Tankstelle vorbei, kaufte sich zwei Gipfeli, die er rasch vor dem Training verdrückte. Heute macht er seine jungen Kollegen fassungslos mit Anrufen um sieben Uhr morgens. Dann sind seine Kinder wach. Nef weiss noch, was das ist: alte Schule. Er gehört zur vielleicht letzten Generation, die sich ducken musste unter der Autorität der älteren Spieler. Dem krass hierarchischen System hängt er nicht nach, aber Leitplanken sind ihm wichtig. Er möchte, dass die Jungen verstehen, was es für eine Chance ist, dass sie sich in ihrem Alter in der höchsten Liga zeigen können. Manchmal staunt er über ihr Selbstvertrauen, aber er sieht auch ihr Pflichtbewusstsein; wie sie sich bewusst ernähren, gut erholen, kaum einmal um die Häuser ziehen.
«Der Gedanke, wie es weitergehen soll, ist in den letzten Wochen näher gekommen»
Nef bewundert Spieler wie Paolo Maldini und Francesco Totti, die ihr Leben lang einem Verein treu geblieben sind. Diese Identifikation fehlt ihm heute, das Einlassen auf einen Klub und die Idee, was dieser sein möchte. «Zwei Jahre, dann sind die Jungen weg», sagt Nef. Er möchte nach dem Karrierenende im FCZ arbeiten, so wie Florian Stahel und Daniel Gygax, die 2005 mit ihm im Cup-Final standen. Die letzten Monate als Fussballer werden für Nef auch zu einem Schnupperjahr, er wird sich im Management und in der Administration umschauen. Dann soll definiert werden, was zu ihm passt. «Der Gedanke, wie es weitergehen soll, ist in den letzten Wochen näher gekommen», sagt Nef. Es ist ihm so richtig klargeworden, dass er gar nichts anderes kennt als das Fussballerleben, und er hat gespürt, was ihm fehlen wird: das Adrenalin, aber auch die Kabine. Auf dieses Refugium hat er sich jeden Tag gefreut. «Es läuft immer etwas, du kannst es lustig haben», sagt er.
Der Cup-Final wird für Nef auch zu einer Rückkehr, drei Jahre hat er für YB gespielt, eine «Superzeit», nennt er sie, zu den Fans pflegte er ein ähnlich nahes Verhältnis wie in Zürich. 2013 setzte der Trainer Uli Forte nicht mehr auf ihn, und Nef ging heim zum FCZ. Den Titel gönnt er den Bernern, aber ein bisschen nagt es schon an ihm, dass er nicht Teil davon sein durfte. Es ist eine wilde Mélange von Emotionen, die ihn antreiben wird am Sonntag. Und gelänge dem FCZ der Coup? Nef sagt: «Das sind Gefühlswelten, die du nicht beschreiben kannst.»
Steve von Bergen
Die blondierten Haare erklären gut, was die Young Boys in dieser Saison stark gemacht hat. Steve von Bergen, im nächsten Monat 35-jährig, kommt aus der Kabine und macht den Eindruck eines Ravers, der nicht altern will. Die Stirn ist kahl, aber die gefärbten Haare stehen aufrecht in die Höhe. «Die Jungen machen andauernd solche Sachen mit ihren Haaren», sagt der YB-Captain, «für mich war es das einzige Mal in meinem Leben und schon etwas komisch.»
«Jeder kann seine Kultur und seinen Stil einbringen und ich bin überzeugt, dass das unsere Stärke war.»
Von Bergen erzählt amüsiert davon, ohne Reue oder Scham für diesen Jux, den sich die YB-Spieler nach dem Meistertitel gegönnt haben. Alles habe im Trainingslager im Winter begonnen. Von Bergen sass mit dem anderen Oldie, Marco Wölfli, und mit Loris Benito und Christian Fassnacht, den jüngeren beiden, zu Tisch. «Aus Spass sagten wir, wir würden uns die Haare blond färben, wenn wir diese Saison etwas erreichen würden.» Vorerst wussten nur wenige Kollegen davon. Als der Titel feststand und YB kürzlich gegen Lugano antreten musste, sassen plötzlich 24 Spieler mit blondierten Haaren in der Kabine.
Alle gleich, alle blond – damit haben die YB-Spieler, ohne es zu wollen, ein Statement gegen alle gesetzt, welche dieses Team zu Beginn der Saison mit Argwohn betrachteten: zu voll von Söldnern, zu frankofon, zu afrikanisch. Aber YB war die bestechendste Einheit der Meisterschaft. Die vielen Kulturen seien das Plus der Mannschaft. In der Kabine erlebe man eine Weltreise. Es läuft französische Musik, afrikanische, lateinamerikanische, deutsche. «Jeder kann seine Kultur und seinen Stil einbringen», sagt von Bergen, «ich bin überzeugt, dass das unsere Stärke war.»
Das Zusammenleben der Kulturen, das Harmonieren von jungen und alten Spielern: Das alles hat auch mit den Fähigkeiten von Bergens als Captain zu tun. Die YB-Führung hat das erkannt und ihm nach fünf gemeinsamen Jahren einen Vertrag über eine weitere Saison gegeben. Als junger Fussballer hat er ältere Kollegen erlebt, die ihn täglich mit Härte behandelten. «Als ich 20 war, sagte ich mir immer, dass ich kein alter Motzer werden will.» Deshalb lässt er den Jungen ihre Handy- und Instagram-Manien – solange sie im Rahmen bleiben. Neulich erzählte er in einem Interview, wie einige Mitspieler im Car über SMS kommunizierten. Da habe er ihnen klarmachen müssen, dass sie doch lieber miteinander reden sollten. «Ich schreibe nicht vor, was sie tun sollen, aber bin streng, wenn sie vom Weg abkommen, den wir gehen wollen», sagt er.
«In Zürich läuft viel Business, die Leute interessieren sich weniger für Fussball»
Mit diesen Werten ist YB zu dem Team geworden, das eine ganze Stadt und ein Stück Schweiz mit seinem offensiven Stil begeistert hat. Es gibt viele Parallelen zum FCZ, der 2006 mit dem erfrischenden Favre-Fussball nach jahrzehntelanger Erfolglosigkeit wieder Meister wurde. Von Bergen war damals als Jungspund im FCZ dabei. «Heute bin ich wie damals Iulian Filipescu», sagt er über seinen ehemaligen Chef in der Innenverteidigung. «Er sagte mir: ‹Du bleibst hinten, Junge!›» Und von Bergen, der Jüngere und Spritzigere, musste links und rechts ausbügeln. «So mache ich es heute mit Nuhu», scherzt er. Dann wird er wieder ernst und spricht darüber, wie ihm Filipescu beigebracht habe, Stärken und Schwächen der Mitspieler aufeinander abzustimmen. «Wir hatten damals eine ganz ähnliche Saison wie ich jetzt», sagt von Bergen, ein funktionierendes Team aus Jung und Alt. Und jederzeit das gleiche Gefühl: «Uns kann nichts passieren, wir sind stärker als der Gegner.»
So überwältigend der Sieg mit Filipescus Tor in letzter Sekunde und im Direktduell in Basel war, so unvergleichlich findet von Bergen den YB-Meistertitel. Vielleicht sei es so, weil der Erfolg noch frisch sei. «Aber hier geschah es vor unserem Publikum.» In den letzten Spielen war das Stade de Suisse mit 30 000 Menschen gefüllt – Wunschdenken im Letzigrund. «In Zürich läuft viel Business, die Leute interessieren sich weniger für Fussball», sagt von Bergen. Aber in der Bundesstadt werde er öfter angesprochen, da machten die Leute den Spielern Mut und sagten ihnen: «Wir schaffen das.» Von Oensingen bis Neuenburg und ins Oberland stünden Leute zu YB. «Das Potenzial ist hier grösser als in Zürich», sagt von Bergen. Er stuft deshalb das Erlebnis Meistertitel in Bern einen Level höher ein als in Zürich. Das Double würde das toppen. Auch für von Bergen. Den Cup hat er noch nie gewonnen. https://www.nzz.ch/sport/zwei-routinier ... ld.1388960
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shalako
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Verfasst: Samstag 26. Mai 2018, 13:36 |
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26.05.2018  Zitat: Ein erster Höhepunkt, ein letztes HurraWährend Adi Hütter morgen im Cupfinal seine letzte Partie als Trainer der Young Boys erlebt, steht FCZ-Coach Ludovic Magnin am Anfang seiner Schaffenszeit. Ein Augenschein. Die Bühne ist noch eine kleine. Das hindert Ludovic Magnin nicht daran, zu grosser Form aufzulaufen. Es ist der Freitagmittag, gut 48 Stunden vor dem Cupfinal gegen YB. Der FC Zürich hat in seinem Museum mitten in der Stadt zum Medientermin geladen. Auf weisser Wand sind legendäre Momente, Spieler, Trainer und Präsidenten abgebildet. Clubboss Ancillo Canepa hat sich auch verewigt. Davor sitzt Magnin in einem Kunstledersessel, in Jeans und Jeanshemd. Der 39-Jährige wirkt neben seinem Spieler Alain Nef, der ähnlich alt ist und die Arbeitskleidung trägt, nicht wie der Trainer. Doch sobald Magnin zu reden beginnt, verflüchtigt sich der Eindruck. «Es spricht nicht viel für uns.» Ludovic MagninMit dem Kunstrasen im Stade de Suisse, über den er nach der Finalqualifikation Ende Februar fürchterlich hergezogen ist, mag er sich nicht mehr lange aufhalten, lieber erzählt er von der Entwicklung seines Teams, mit der er zufrieden sei, wie er mehrmals sagt. «Wir haben nur eines der letzten sechs Spiele verloren. Und das erst in der 93. Minute in Luzern.» Dennoch sei der FCZ der «totale Aussenseiter», meint er. Mit Raphael Dwamena fehlt dem Trainer ein gefährlicher Offensivakteur gesperrt. «Es spricht nicht viel für uns», sagt Magnin. «Aber in einem Final ist alles möglich. Wenn wir mit Kopf und Herz agieren.» Seine Botschaft ist klar: Mentalität schlägt Qualität. Mit diesen Eigenschaften hatte er es schon als Spieler weit gebracht. Hütters Woche der letzten MaleMitte Woche nimmt YB-Trainer Adi Hütter seinen letzten Medientermin vor dem Endspiel wahr. Der Meisterumzug durch die gelbschwarze Innenstadt liegt drei Tage zurück, der Final ist in vier Tagen. Und so gibt es an der Pressekonferenz ein Hin und Her zwischen gefühlsschwangerer Vergangenheit, grosser Gegenwart und ungewisser Zukunft. Ihn interessiere nur der Sonntag, sagt der 48-Jährige bald, als er zum wiederholten Mal auf seinen künftigen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt angesprochen wird. Ein anderes Mal redet er von unglaublichen Emotionen, von Ereignissen, die er für immer in Erinnerung behalten werde. Der spontanen Meisterfeier nach dem Sieg gegen Luzern Ende April etwa, oder der sonntäglichen Kür auf dem Bundesplatz samt Umzug durch die Stadt. «Wir werden bereit sein. Für Titelgewinne lebt und arbeitet man.» Adi HütterKurz ist Hütter die Rührung anzumerken, dann wieder hebt er den Mahnfinger: Es stehe noch eine grosse Aufgabe bevor, gegen einen hoch motivierten Gegner. «Der FC Zürich kann mit einem Sieg die ganze Saison retten. Wir werden an die Leistungsgrenze gehen müssen.» Es ist ein souveräner Auftritt, wie man das vom seriösen und stets gewissenhaft vorbereiteten Österreicher gewohnt ist. Die Frage ist: Wie sieht es in ihm drin aus? Hütter macht bei YB gerade alles zum letzten Mal: die letzte Matchvorbereitung, das letzte Abschlusstraining, das letzte Mal im gewohnten Rahmen mit Menschen, die ihm ans Herz gewachsen sind. Und natürlich: Die letzten 90, vielleicht 120 Minuten vor dem eigenen Publikum, das nicht mehr fragt «Adi wer?», wie er das am Mittwoch einmal erzählt. Sondern das ihn in diesen emotionsgeladenen Tagen in Bern zum «Trainergott» hinaufgehievt hat. Es kann ein bisschen gar viel der Gefühlsduseleien sein.  Da hilft es, gibt es keine Unklarheiten, was die Aufstellung seiner Mannschaft betrifft. Der überragende rechte Verteidiger Kevin Mbabu fehlt gesperrt – das ist seit dem Halbfinal gegen den FC Basel Ende Februar klar. Ihn dürfte der junge Jordan Lotomba ersetzen. Und der frühere FCZ-Junior Djibril Sow sollte nach rund sechswöchiger Verletzungspause rechtzeitig fit werden, er bietet dem Trainer eine Option mehr fürs zentrale Mittelfeld. «Das Team macht einen guten Eindruck», sagt Hütter. «Wir werden bereit sein. Für Titelgewinne lebt und arbeitet man.» Es soll noch einmal ein grosses Spiel werden im Stade de Suisse, das in diesem Jahr einige erinnerungswürdige Partien erlebt hat, noch ein letztes Hurra. Dann wird eine geschichtsträchtige YB-Saison vorbei sein und Hütter nach knapp drei Jahren in Bern weiterziehen. Ihm werden es einige Leistungsträger gleichtun. Magnins Stuttgarter FeiertraumaIn Zürich wird Ludovic Magnin gefragt, ob er glaube, dass die Feierlichkeiten der letzten Wochen bei YB ein Vorteil für den FCZ seien. Der Romand kommt auf seine Zeit beim VfB Stuttgart zu sprechen, wo sie einst den Meistertitel so ausgelassen gefeiert hätten, dass ihnen in der Verlängerung des Pokalendspiels gegen Nürnberg der Schnauf ausgegangen sei. «Aber wir wurden da erst eine Woche davor Meister. YB hat dagegen Zeit gehabt, sich auf den Final vorzubereiten.» Als er auf Hütters Jobwechsel und die Gerüchte um Spielerabgänge bei YB angesprochen wird, antwortet er: «Jetzt wollt ihr uns noch zum Favoriten erklären.» Und lacht. «Genau darum wollte ich zurück ins Rampenlicht.» Ludovic MagninMagnin ist die Anspannung, von der er berichtet, nicht anzumerken. Er sagt, er spüre in diesen Tagen ein Kribbeln im Bauch. «Genau darum wollte ich zurück ins Rampenlicht.» Er freue sich auf die grosse Bühne, die der Cupfinal darstelle. «Endlich wird das Stadion bei einem Spiel von uns ausverkauft sein. Und ich bin mir sicher, unsere Fans werden Stimmung machen wie verrückt. So müssen wir auch spielen. Wie verrückt.» Man kann sich Magnin in diesem Moment vorstellen, wie er sein Team in der Kabine heissmachen wird. Der rechte Verteidiger Kevin Rüegg saugt beim Medientermin alles auf wie ein Schwamm. Dann redet er auch von Kopf und Herz. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/30365598
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