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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2018, 11:35 |
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24.05.2018  Zitat: YB-Spieler mit FCZ-Vergangenheit
Im Cupfinal treffen am Sonntag vier YB-Spieler auf ihren ehemaligen Club. Was Loris Benito, Steve von Bergen, Christian Fassnacht und Djibril Sow mit dem FCZ verbindet.
Es war ein herrlicher Frühlingstag, doch Loris Benito sagte im April 2014: «Die Sonnenstrahlen können keinen Trost spenden. Ich verspüre eine grosse Leere in mir.» Der YB-Aussenverteidiger, damals beim FCZ unter Vertrag, hatte im letzten Meisterschaftsspiel vor dem Cupfinal die Rote Karte geholt, in der 87. Minute, just gegen Finalgegner FC Basel. Der Konsequenzen war sich Benito erst nicht bewusst, als ihm Basels David Degen in den Katakomben sagte, er sei nun für das Endspiel gesperrt, entgegnete ihm Benito: «Bist du wahnsinnig?»
Aber es war tatsächlich so: Das bis anhin grösste Spiel seine Karriere verpasste der heute 26-Jährige, statt auf dem Spielfeld im Stade de Suisse zu stehen, sass er auf der Tribüne im Kreise seiner 35 Bekannten, für die er extra Tickets organisiert hatte. Der FCZ gewann dann auch so, und Benito findet im Mai 2018, das Gefühl sei trotzdem unbeschreiblich gewesen. «Und dennoch ist da ein kleiner Makel.»
Vier Jahre später erhält Benito die Chance, den Schattenfleck zu beseitigen, am Sonntag steht er erneut im Endspiel – ausgerechnet gegen den FC Zürich. «Den Final zu erreichen, war schon eine Genugtuung. Aber jetzt will ich unbedingt den Cupsieg auf dem Spielfeld miterleben», sagt er, ehe er nachschiebt: «Vorbehalten natürlich, der Trainer stellt mich auf.» Die Anmerkung passt zum Aargauer, der selbstbewusst, aber nicht überheblich ist.
Sorgen allerdings muss er sich nicht, seine Einsatzchancen sind ausgezeichnet, er absolviert eine vorzügliche Rückrunde, zudem wird YB auf der Aussenverteidigerposition geschwächt sein: Kevin Mbabu fehlt gesperrt – wie Benito einst.
Das Alter ist nur eine Zahl
Steve von Bergen verweist auf Hilton, einen 40-jährigen Brasilianer mit Schweizer Vergangenheit, mittlerweile in Montpellier engagiert. Der Verteidiger verlängerte kürzlich seinen Vertrag um eine weitere Saison. «Vielleicht werde ich ja auch so lange spielen», sagt der YB-Captain. Und lacht.
Sehr wahrscheinlich hätte manch ein YB-Fan solche Worte vor einem Jahr noch als Drohung aufgefasst, mittlerweile sind sie eher ein Versprechen. Bald 35 Jahre jung, blickt der Neuenburger auf eine seiner besten Saisons zurück. Er ist in der Hauptstadt zu einem Elder Statesman gereift, weil er in einer Mannschaft mit vielen jungen Wilden stets den Überblick bewahrt. Als er am Sonntag bei den Feierlichkeiten auf dem Bundesplatz seine Kontraktverlängerung bis 2019 verkündete, bedachte ihn die Menschenmasse mit grossem Jubel.
Sie sind schon länger her, aber es gab sie, die Zeiten, als von Bergen selbst ein junger Wilder gewesen war. 2006 und 2007 hatte er als solcher mit dem FC Zürich den Meistertitel gewonnen, angeführt von routinierten Abwehrkräften wie Iulian Filipescu und Hannu Tihinen. Man könne das heutige YB und den damaligen FCZ durchaus vergleichen, findet von Bergen. «Wir gingen damals im Wissen auf dem Platz, gegen jeden Gegner gewinnen zu können. Das ist auch jetzt so.»
Den letzten Beweis dafür erbrachte YB am Samstag, als es bei GC einen Rückstand spät drehte – ohne von Bergen, der geschont wurde und so erst zum zweiten Mal überhaupt in dieser Super-League-Saison eine Partie verpasste. Von Alterserscheinungen keine Spur.
Vom Fan zum Mitspieler
Als Steve von Bergen 2007 mit dem FC Zürich im letzten Spiel der Saison gegen Lokalrivale GC den Meistertitel gewann, befand sich Christian Fassnacht mittendrin im Getümmel. 13-jährig war er damals und mit anderen FCZ-Junioren als Balljunge im Einsatz. «Ich habe die Spieler angehimmelt. Jetzt stehe ich gemeinsam mit Steve auf dem Platz und feiere solche Erfolge. Das ist schon unglaublich», sagt Fassnacht. Es ist eine Pointe seiner erstaunlichen Aufsteigergeschichte.
2008 musste Fassnacht die Nachwuchsabteilung des FCZ verlassen, der heute 185 Zentimer grosse Modellathlet wurde für zu klein befunden – noch so eine Pointe. Er nahm den Umweg über Thalwil, Tuggen und Winterthur und entfernte sich emotional von seinem einstigen Lieblingsclub, für den schon die Mutter gefant hatte. Als er vor einem Jahr in Thun zu einem begehrten Spieler der Super League avancierte, interessierte sich auch der FC Zürich für den einst Verschmähten. Doch für Fassnacht war rasch klar: Er wollte nur zu YB.
Der 24-Jährige musste den Schritt nie bereuen, wie alle davor auch nicht, die smart geplante Karriere hat den polyvalenten Offensivakteur in den Dunstkreis des Schweizer Nationalteams sowie auf die Notizzettel ausländischer Clubs gebracht.
Vorerst steht er aber am Sonntag im letzten Spiel der Saison seinem Jugendclub FC Zürich im Cupfinal gegenüber. Für ihn ist der Platz am rechten Flügel vorgesehen, zentral in der Abwehr spielt Captain Steve von Bergen. Und draussen an der Seitenlinie steht vielleicht ein Balljunge und himmelt Fassnacht an.
Keiner wie er
Am Sonntag steht Djibril Sow auf dem Podest beim Bundeshaus, hinter ihm die versammelte Meistermannschaft, vor ihm rund 25 000 YB-Fans, die vor allem eine Frage interessiert: Ob er rechtzeitig fit für den Cupfinal werde. Er hoffe es, sagt er über die Lautsprecher.
Sow hat es innert Saisonfrist geschafft, in Bern zu einem Hoffnungsträger zu avancieren, als einziger YB-Akteur neben Kevin Mbabu befindet er sich im 35-Mann-Kader von Nationaltrainer Vladimir Petkovic. Insofern sind es Good News für YB, die Trainer Adi Hütter am Mittwoch verkündet: Der 21-Jährige trainiere mit der Mannschaft mit, er sei eine Option mehr für den Sonntag. Der schnelle Zentrumsspieler scheint den mehrwöchigen Wettlauf mit der Zeit gewinnen zu können.
Vielleicht wird sich Sow beim Cupfinal direkt in die Gedanken von FCZ-Präsident Ancillo Canepa spielen. Im Sommer 2015 hatte der FC Zürich die Talente Nico Elvedi (Mönchengladbach) sowie Dimitri Oberlin (mittlerweile bei Basel), Francisco Rodriguez (mittlerweile Luzern) und Sow (ebenfalls Mönchengladbach) verloren. Der «Blick» schrieb vom «Baby-Zoff». Und die «SonntagsZeitung» fragte: «Werden die Jungen vertrieben, weil sie keine Perspektive mehr sehen?» Canepa zeigte sich damals uneinsichtig, mittlerweile hat auch er umgedacht.
Im Februar installierte der Präsident den vormaligen U-21-Coach Ludovic Magnin mit dem expliziten Auftrag, die eigene Jugend zu fördern. Tatsächlich baute der Trainer zuletzt auf junge Akteure wie Kryeziu, Domgjoni, Aliu, Rüegg und Rohner. Einen wie Sow aber hat er nicht. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/21333672
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2018, 12:04 |
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24.05.2018  Zitat: Das Spiel seines Lebens
Michael Frey trifft am Sonntag im Cupfinal mit dem FCZ auf YB. Der Vielredner Frey hat sich gerade entschieden, zu schweigen. Polarisieren aber tut er trotzdem.
Man hätte zu gern gewusst, was Michael Frey vor dieser Begegnung sagt. Aber Michael Frey spricht nicht. Er schreibt, er wolle vor dem Cupfinal nicht reden, er sei müde und konzentriere sich auf das Spiel. Das sei nichts Persönliches, das Verhältnis mit dem Journalisten aus Bern sei ja gut. Und sowieso, man habe in den letzten Jahren doch hundertmal zusammen gesprochen.
Der Medienboykott, möglicherweise bewusst für die Berner Presse ausgewählt, ist bedauerlich, ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese Geschichte unbedingt erzählt werden muss. Selbst ohne frische Zitate.
Spektakuläre Aussagen hat dieser junge Mann genügend geliefert, auch sie führten zu einer eher verzerrten Wahrnehmung dieses liebenswürdigen, aber eigentümlichen Menschen durch weite Teile der Öffentlichkeit. Ein «Plauderi» sei er, sagen viele, die Medienchefs seiner Vereine schwitzten oft, wenn Frey in der Hitze nach dem Gefecht draussen auf dem Feld vor die Kameras trat und einen Spruch nach dem anderen raushaute. Mit einem Selbstvertrauen ausgestattet, das in der braven Schweiz des Mittelmasses verboten sein müsste. Frey wäre bestimmt auch als Mentalcoach erfolgreich gewesen.
Einer aus dem echten Leben
Michael Frey ist in Münsingen aufgewachsen, «Rasenmäherli» wurde er als Bub genannt, weil er wild auf dem Platz umherrannte. Im Grunde genommen hat sich daran bis heute wenig geändert. Frey ist kein Filigrantechniker, er ist eine Dampfwalze, robust und unerbittlich, ein Instinktkicker von der Strasse, einer aus dem echten Leben und nicht ein hochgezüchtetes Elitefussballschule-Talent.
Und nun schweigt dieser Mann, der mal gesagt hat: «Man lebt besser, wenn man ausdrückt, was man gerade fühlt oder denkt, statt es in sich hineinzufressen.»
Es ist schwer zu sagen, ob das für YB eine gute Nachricht ist. In drei Tagen trifft Frey im Cupfinal mit Zürich auf die Young Boys. Im Stade de Suisse. In seinem fussballerischen Wohnzimmer, in dem er nach jahrelanger Reife und Debüt mit 17 in der Super League auszog, um mindestens die Fussballwelt zu erobern.
Michael Frey ist mit einem Selbstvertrauen ausgestattet, das in der braven Schweiz des Mittelmasses verboten sein müsste.
Gerade mal 20 Jahre alt war Frey geworden, als er im Sommer 2014 kurz vor Ende des Transferfensters zu Lille ging. Die YB-Fans haben ihm diesen Wechsel nie verziehen, dabei hatte Positivdenker Frey früh klargemacht, was seine Mission ist. «Ich will der beste Stürmer der Welt werden», erklärte er mal in seinem aussergewöhnlichen Optimismus.
Schoggistängeli vom Metzger
YB war Freys grosse Liebe, jahrelang habe er sein Herz gegeben für diesen Club, sagte er nach dem Wechsel zu Lille, aber es sei Zeit für den nächsten Schritt – auf dem Weg in ronaldoeske Sphären. In der Ligue 1 lief es vorerst ordentlich, er haute und walzte sich durch die Abwehrreihen, doch eine üble Knöchelverletzung warf ihn weit zurück. Frey fiel ein Jahr aus, Komplikationen ohne Ende, er fluchte über den französischen Arzt, der ihn operiert hatte, einmal sagte er in freyer Rede: «Der Dorfmetzger von Münsingen hätte das genauso gut gemacht.»
Immerhin: Für den Fleischspezialisten seines Heimatdorfes war das allerbeste Werbung, er schenkte Frey ein Schoggistängeli.
«Der Dorfmetzger von Münsingen hätte das genauso gut gemacht.» Michael Frey
So ist das mit Michi Frey. Stets unterhaltsam, er ist ein Pointenbringer, direkt und unverbraucht, ehrlich und anders. Nicht so abgeschliffen wie viele Profifussballer, deren Bla-Bla-PR-Geschwafel anödet. Frey redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, und dazu passt ganz gut, bekannte er einmal, er gehe zur Beruhigung Enten füttern.
Er ist ein ernsthafter Lausbub, kombiniert Spieltrieb mit Arbeitsethos. Es gibt keine Schublade für ihn, das irritiert viele, zumal Frey gern und begabt zeichnet und malt, sich mit flapsigen Äusserungen aber wenig reflektiert geben kann. Wobei er misstrauischer gegenüber Medienvertretern geworden ist.
Adi Hütter ist kein Frey-Fan
Das Frankreich-Abenteuer brach Frey ab, nach einem halben Jahr bei Luzern kehrte er 2016 zu YB zurück. Mindestens die Fussballwelt wollte er immer noch erobern, nun halt vorerst wieder jene zu Hause. Es blieb beim Versuch. «Er setzt sich zu stark unter Druck», sagte Christoph Spycher letztes Jahr. Der YB-Sportchef kennt Frey schon lange, und sein Herz sträubte sich 2017 dagegen, den Stürmer zu verkaufen. «Der Kopf aber drängte zu einer Veränderung. Es war für uns beide sehr emotional, aber es ist besser, wenn er in Zürich einen neuen Anlauf nimmt», sagte er.
In Bern war Michael Frey nicht mehr genehm. Die Fans regten sich sogar über einen legendären überschwänglichen Jubel Freys nach einem Tor gegen Vaduz auf. Und bei YB tat er sich unter Trainer Adi Hütter schwer. Mit seiner Energie und seinem Ehrgeiz ist Frey ein komplizierter Arbeitnehmer. Muss er auf die Bank, kann er tagelang sauer sein, das ist anstrengend. Obwohl er ein anständiger Kerl ist.
«Es war für uns beide sehr emotional, aber es ist besser, wenn er in Zürich einen neuen Anlauf nimmt.» Christoph Spycher nach Freys Wechsel zum FCZ
Zudem setzte Hütter nicht auf den kraftvollen Wühler mit dem breiten Kreuz, der seine Rasenmäherqualitäten auf dem Kunstrasen ohnehin nicht ideal ausspielen konnte. Der YB-Coach war keineswegs traurig, wurde Frey wegtransferiert. «Ich will spielen», sagte derweil der Fussballer nach seinem Wechsel zum FC Zürich, «und wenn ich das nicht mehr darf, wird mir quasi meine Freiheit genommen. Wenigstens um einen Stammplatz muss ich kämpfen können. Bei YB durfte ich das nicht immer.»
Die FCZ-Wende im Cup-Viertelfinal gegen Thun
Und so fügen sich alle Puzzleteile in dieser rasanten Achterbahnfahrt durch eine immer noch recht junge Karriere zu einem spektakulären Bild zusammen. Das ist am Sonntag ein richtig grosser Match für Frey. Er mag gereift sein, weil er sich selber schützt, andererseits könnte er hinstehen und dem Journalisten ein paar nichtssagende Sätze hinwerfen, wäre er wirklich gelassener geworden.
Die Wahrheit ist vermutlich eine andere: Frey brennt, und wie, dieses «Mentalitätsmonster», wie ihn Uli Forte bezeichnet. Forte trainierte den Berner bei YB und auch beim FCZ, ehe er im Februar entlassen wurde. «Michi wird am Sonntag parat sein», sagt Forte, «er ist einer für diese grossen Bühnen.»
In grandioser Form
Die NZZ schrieb kürzlich, viele Auftritte des Malochers Frey hätten diese Saison eher den Eindruck eines Überlebenskampfes hinterlassen als den eines Fussballspiels. Fortes Nachfolger Ludovic Magnin nennt Frey einen «Charakterspieler», das schon, aber er suspendierte ihn im Frühling nach einem Wortgefecht im Training ausgerechnet vor einem FCZ-Heimspiel gegen YB. Es ist halt nicht einfach mit Frey. Nach einer Grippe kehrte der Stürmer mit sechs Treffer in vier Partien zurück. Er ist in grandioser Form.
«Er ist einer für diese grossen Bühnen.» Uli Forte über Frey
Und sowieso: Tore hat Frey immer geschossen. Auch bei YB. Beim FCZ waren es diese Saison zwölf in der Liga. Und im Cupviertelfinal steuerte er beim unfassbaren Comeback gegen Thun das 2:3 in der 85. Minute und das 4:3-Siegtor in der 94. Minute bei. Es war ein Frey-Moment, einer, den er wie immer auf Instagram mit einer Jubelpose festhielt. À la Ronaldo.
Er kommuniziert längst intensiv über die Selbstdarstellungskanäle, die das Internet bietet. Und die hohen Ziele, die gibt er nicht auf. 24 wird er im Sommer, die WM 2018 verpasst er, aber in vier Jahren an der Weltmeisterschaft in Katar wird er 28 sein, im idealen Fussballeralter. Ist nicht auch Cristiano Ronaldo, der beste Stürmer der Welt, immer stärker geworden?
Genugtuung? Rache?
Auf Instagram schrieb Frey Anfang Saison: «I am what I am.»
Ein Kämpfer vor dem Herrn ist er, der am Sonntag wie um sein Leben rennen und grätschen wird, vorne und hinten, nicht immer taktisch herausragend, aber mit unbändiger Leidenschaft. Er wird die Hauptrolle besetzen in seiner eher biederen Equipe. Und es würde kaum überraschen, avancierte Frey in seinem bisherigen Spiel des Lebens zum Matchwinner. Vielleicht mit zwei Toren. Vielleicht mit einem Last-Minute-Coup. Danach würde er Auskunft geben. Über seine grosse Genugtuung, es den Zweiflern und Nörglern in Bern gezeigt zu haben.
Sein Wiedersehen mit YB ist brisant genug
Würde er das? Und was hätte Frey in dieser Woche gesagt, wenn er geredet hätte, was der Schnabel hergibt? Dass ihn die Jubelbilder in Bern ärgern, weil er gern bei der Meisterfeier dabei gewesen wäre? Dass er sich an YB rächen wolle? Dass er sich auf den Sonntag freue und darauf, die Fans der Young Boys zu ärgern?
Es ist vielleicht ganz angemessen, schweigt Michael Frey. Sein Wiedersehen mit YB in dieser bedeutenden Begegnung ist brisant genug. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22294783
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2018, 13:55 |
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24.05.2018  Zitat: Und eine YB-Legende schaut dabei zu
FCZ-Geheimtrainings bei der Fifa!
Der FCZ absolviert seine «Geheimtrainings» vor dem Cupfinal bei der Fifa. Wurde er dabei vom ehemaligen YB-Helden Jean-Marie Conz (64) ausspioniert?
Der FCZ lässt nichts unversucht, dem Favoriten YB am Sonntag im Cupfinal ein Bein zu stellen. Auf dem ungeliebten Plastik im Stade de Suisse beim Schweizer Meister zu Hause.
«Geschlossene Trainings» steht seit Dienstag auf der FCZ-Homepage. Auf dem üblichen Trainingsgelände sind solche Trainingseinheiten unmöglich, die Allmend Brunau ist ein Nah-Erholungsgebiet für Zürcher, die Plätze allesamt gut einsehbar.
In Schwamendingen, wo der Nachwuchs trainiert, bereiten sich Trainer Ludovic Magnin und seine Mannschaft auch nicht auf den Knüller vor. Wo dann?
BLICK erfuhr: Nirgendwo anders als bei der Fifa am mondänen Zürichberg holen sich die Zürcher den letzten Schliff. Der FCZ darf nicht nur den modernen Kunstrasen-Platz der Fifa nutzen, auch Kraftraum, Sauna und Massageraum stehen den Spielern zur Verfügung. Es wird sogar für sie gekocht. Präsident Ancillo Canepa schwärmt: «Die Fifa ist wahnsinnig gastfreundich. Es ist perfekt.» Dies alles hat Canepa direkt mit dem ehemaligen Weltklasse-Fussballer und heutigen stellvertretenden Fifa-Generalsekretär Zvonimir Boban organisiert.
Drückt man beim Weltfussball-Verband dem FCZ die Daumen? Fifa-Mediensprecher Giovanni Marti: «Nein. Aber wir sind froh, wenn wir mit unserer Infrastruktur dem FCZ helfen können.»
Dass er selbst für den FCZ die Daumen drücke, sei ja selbstverständlich. Immerhin war Marti jahrelang Medienchef beim FCZ.
Doch hat der FCZ mit seinem Trainingscamp bei der Fifa ein Eigentor erzielt? Ist die taktische Aufstellung schon beim Gegner gelandet? Immerhin arbeitet Jean-Marie Conz (64) seit Jahren bei der Fifa. BLICK erfuhr: Am Mittwoch hat der ehemalige YB-Meister-Captain das FCZ-Training verfolgt. Doch Conz habe Magnin zuvor die Hand geschüttelt und ihm dabei lachend versichert, dass er nicht als YB-Spion hier sei.
https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 15140.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2018, 13:57 |
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24.05.2018  Zitat: 13 Finals, 13 Siege: Der FCZ, ein hochgradiger Cupspezialist
Wie Sion haben auch die Zürcher erst einen Final verloren – die Spieler Iselin, Fischbach und Münch erzählen.
13 Finals, 13 Siege! Bis vor einem Jahr ist der FC Sion vermutlich weltweit die speziellste Cupmannschaft gewesen. Nicht jene mit den meisten Titeln zwar, aber die mit der imponierendsten Finalbilanz. 13 Finals, 13 Siege – was für eine grandiose Leistung der Walliser. Doch der FC Basel nahm keine Rücksicht auf deren Nimbus und zerstörte diesen am 25. Mai 2017 in Genf mit einer brutalen 3:0-Klatsche. Was den Sittener Präsidenten Christian Constantin veranlassen sollte, beinahe die komplette Mannschaft auszuwechseln.
Einsamer Rekordcupsieger mit 19 Titeln sind zwar die Grasshoppers, doch haben sie dafür 32 Endspiele gebraucht. Was die Erfolgsquote in Finals anbelangt, hat deshalb noch immer der FC Sion die Nase vorn. Aber aufgepasst, in seinem Schatten hat sich mit dem FCZ ein anderer Verein zu einem wahren Cupspezialisten gemausert. In zehn Endspielen haben die Stadtzürcher den Rasen nur einmal als Verlierer verlassen. Das war vor 37 Jahren, als es gegen Lausanne-Sports eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung absetzte.
Iselins Frustfoul
Mit dabei an jenem denkwürdigen 8. Juni 1981 war im Team der Zürcher Walter Iselin gewesen. Es war für ihn und den FCZ ein schwacher Trost, dass die 40 000 Zuschauer im Wankdorf ein seltenes Spektakel gesehen hatten. «Fussball total», schrieb die Presse danach. «Wir waren der klare Favorit, spielten aber überheblich», erinnert sich Iselin.
Der 64-Jährige, der heute beim SFV arbeitet, liess sich in der Verlängerung aus Frust zu einem Ellbogenschlag gegen den Lausanner Doppeltorschützen Crescenzi hinreissen und wurde zum einzigen Mal in seiner Laufbahn vom Platz gestellt. «Dummerweise hat es der Schiedsrichter gesehen», sagt Iselin, der vier Jahre später sein persönliches Missgeschick wettmachte, als er mit einem Traumtor den FC Aarau gegen Xamax zum Cupsieg schoss.
Zürich hat weniger zu verlieren
Ein paar Tage vor dem allerersten Cupfinal zwischen den Young Boys und dem FCZ sieht Iselin für den FCZ intakte Chancen – 50:50 – auf den dritten Cupsieg in den letzten vier Jahren. «YB hat zwar eine grossartige Saison gespielt, aber mehr zu verlieren als die Zürcher. In Bern erwarten alle das Double», sagt Iselin.
Pius Fischbach hat mit dem FCZ 1976 dessen fünften Cupfinal bestritten und gegen Servette 1:0 gewonnen. Heute ist der frühere Aussenverteidiger mit den langen, dünnen Beinen 70 Jahre alt, rattert die damalige Aufstellung seiner Mannschaft aber in einem Zug herunter, als ob das Spiel gestern gewesen wäre: «Grob; Kuhn; Heer, Zigerlig, Fischbach; Rutschmann, Martinelli, Botteron, Scheiwiler; Katic, Risi.» Dass Katic in der 9. Minute der Torschütze war, weiss der Villmerger natürlich auch noch.
«Wir hatten uns im Trainingslager in Sigriswil vorbereitet und auf dem Turnplatz des Schulhauses trainiert. Im Mätschli spielte dann auch Masseur Burgermeister mit…» Fischbach hat mit dem FCZ eine makellose Finalbilanz, aber im Gegensatz zu Köbi Kuhn und Rosario Martinelli mit den Zürchern nur einen einzigen Final bestritten. Die beiden anderen sind fünf Mal in einem solchen aufgelaufen und haben das Wankdorf immer als Sieger verlassen. Zwei Mal gegen Servette, drei Mal gegen den FC Basel.
Vier Endspiele, vier Siege
Eine fast so gute Bilanz weist Hubert Münch auf: Vier Endspiele, vier Siege. Der Deutsche war mit 20 Jahren in die Schweiz gekommen, um dem Militärdienst zu entgehen.
Vom 2:0-Sieg 1966 gegen Servette ist dem ehemaligen Aussenverteidiger in Erinnerung geblieben, dass es ihm gelungen war, Jean-Claude Schindelholz aus dem Spiel zu nehmen. «Das war damals der beste linke Flügel in der Schweiz. Ich hatte mit ihm immer Mühe, zum Glück aber in diesem Cupfinal ausnahmsweise einmal nicht», sagt Münch.
Münchs Manndeckung
Doch was Schindelholz gegen Münch erlebte, war nichts im Vergleich zu dem, was Walter Balmer durchzumachen hatte. In sämtlichen drei Finals, die der FC Basel 1970 (1:4 n.V.), 1972 (0:1) und 1973 (0:2) verlor, stand der Basler Aussenstürmer auf verlorenem Posten. «Ich hatte den Auftrag, ihn nie aus den Augen zu lassen», erzählt Münch. «Ich trieb ihn fast zur Verzweiflung: Als er sich einmal an die Seitenlinie begab, ohne dass ein Ball in der Nähe war, stellte ich mich dicht neben ihn.» Münch wäre Balmer vermutlich sogar auf die Toilette gefolgt. «Aber Balmer war ein hochanständiger Sportler und hat sich nie beklagt. Später hat er in einem Interview eingeräumt, gegen mich chancenlos gewesen zu sein», berichtet der 77-Jährige, der am Zürichsee lebt.
Wie Iselin und Fischbach traut auch Münch dem FCZ zu, die Young Boys am Sonntag zu schlagen. «Ich bin zwar nicht mehr so genau über die Stärkeverhältnisse informiert, doch in einem solchen Spiel ist alles möglich.» Was Münch erzürnt, ist die Tatsache, dass YB nach den Halbfinals den Platzvorteil im Final zugesprochen erhielt, Und dies erst noch auf Kunstrasen. «Das ist unfair», sagt Münch. Noch ein weiterer Grund, auf den FCZ zu hoffen. https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -132602987
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 24. Mai 2018, 23:25 |
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24.05.2018  Zitat: Die FCZ-Trainer Magnin und Van Eck vor dem Cup-Final
«Hütters Abgang können wir nicht mehr versauen!»
FCZ-Trainer Ludovic Magnin und sein Assistent René Van Eck über Bettruhe, lange Haare, den Cupfinal gegen YB und eine allfällige Feier.
BLICK: Ihr grosses Ziel ist es, am Sonntag YB-Trainer Adi Hütter den Abgang zu versauen ... Ludovic Magnin: Seinen Abgang kann man nicht mehr versauen. Er hat den ersten Meistertitel nach 32 Jahren nach Bern geholt ... René van Eck: ... Wir müssen auch keinem etwas versauen. Wir müssen nur auf uns schauen und alles geben, dass wir diese Saison mit einem Titel abschliessen.
Der Masterplan für den Final steht? Magnin: Ja natürlich, schon länger. Seit dem Sieg gegen Basel haben wir alles auf diesen Final ausgerichtet.
Weshalb haben Sie kein Vorbereitungscamp absolviert? Magnin: Manchmal ist weniger auch mehr. Die Spieler sollen ganz normal bei ihren Familien sein. Das tut normalerweise gut. Wir fahren schon am Freitagabend nach Bern, weil wir am Samstag um 14 Uhr im Stade de Suisse trainieren.
Dürfen Ihre Spieler am Samstagabend den Champions-League-Final schauen? Magnin: Natürlich! Oder meinen Sie, wir sollten dann schon Motivations- Sitzungen machen?
Es ist schnell Mitternacht ... Magnin: ... Und jetzt? Viele Spieler sind Familienväter, und ich soll ihnen sagen, wann sie ins Bett müssen? Das hat mich als Spieler immer genervt! Bettruhe gibt es bei uns nicht. Van Eck: Ludo hat gleich zu Beginn alle Regeln und Bussenkataloge weggelegt. Und wissen Sie was? Bisher ist noch keiner zu spät gekommen. Magnin : Wir haben die normalen Respektregeln unserer Gesellschaft. Das reicht. Dass man das Natel beim gemeinsamen Mittagessen weglegt, ist doch logisch. So etwas müssen wir doch nicht aufschreiben.
Wo haben Sie sich eigentlich kennengelernt? Van Eck: Früher als Gegenspieler. Das waren damals weniger schöne Begegnungen ...
An was können Sie sich speziell erinnern? Magnin: An seine Stollen! Er war ja bekannt und gefürchtet in der Schweiz ... Van Eck: Es hat damals immer geheissen: Bei Luzern läuft einer herum, der ist gestört. Ich hatte den Ruf, ein wenig verrückt zu sein. Magnin: Das war nicht nur ein Ruf. Das macht auch unsere Kombination so spannend. Wenn man ihn so sieht mit den langen Haaren, dem Bart und den Tattoos, erwartet man, dass er ein harter Mann ist. Aber er ist ganz anders. Ich kann sehr viel von ihm profitieren. Er hat riesige Erfahrung, grosse Menschenkenntnisse. Er hat alles, was mir noch fehlt.
Und wie ist die Arbeit mit Magnin? Van Eck: Toll. Natürlich ist Ludo auch ein wenig verrückt. Auch an der Seitenlinie. Aber vor allem ist er ein angenehmer Mensch und ein sehr guter Trainer mit konkreten Ideen. Mit ihm zu arbeiten, ist top. Wir haben eine ähnliche Spielidee. Bei uns hat es sofort klick gemacht!
Unter Ihnen ist der FCZ viel jünger geworden, die Mannschaft spielt konsequent hinten heraus. Teilweise fast zu riskant. Wurden Sie nicht nervös, als zu Beginn die Resultate ausblieben? Magnin: Nein. Wir sind stur, wir haben einen Plan. Das wird aufgehen. Die Frage ist einzig die Zeit. Van Eck: Ich gehe den Weg mit Ludo von A bis Z. Wenn es nicht klappen sollte, dann werden wir vielleicht rasiert ...
Hört man Ihnen zu, kann man sich auch vorstellen, dass bei einer allfälligen Cupsieger-Party die Post abgehen könnte. Van Eck: Ein wenig. Magnin: Als Trainer dürfen wir das nicht mehr. Wir gehen dann früh schlafen. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 17306.html
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 10:08 |
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25.05.2018  Zitat: Hauptstadt vor Grossanlass
Hoffen auf ein friedliches Fussballfest
Das Wichtigste in Kürze
- Nach vier Jahren Unterbruch wird der Cupfinal zwischen den Young Boys und dem FC Zürich am kommenden Sonntag wieder einmal in Bern ausgetragen. - 2014 fand in Bern letztmals ein Fussball-Cupfinal statt – es kam zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen. - Damals randalierten gewalttätige Anhänger des FC Zürich und des FC Basel in der Innenstadt.
Die Stadt Bern verzichtete während vier Jahren auf die Austragung des Fussball-Cupfinals. Doch nun seien die Voraussetzungen anders als vor vier Jahren, sagt der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause. «Erstens ist mit YB der Heimclub im Final. Zweitens sind die Gespräche mit allen Beteiligten im Vorfeld sehr konstruktiv verlaufen», erklärt Nause.
Die Verantwortlichen der Fussballclubs werden häufig kritisiert, sie unternähmen zu wenig gegen gewalttätige Fans in den eigenen Reihen. Es habe ein Lernprozess stattgefunden, betont Nause.
Erstens ist mit YB der Heimclub im Final. Zweitens sind die Gespräche mit allen Beteiligten im Vorfeld sehr konstruktiv verlaufen. Autor: Reto Nause
Stadtberner Sicherheitsdirektor
«Ich denke, dass das Bewusstsein bei den Clubs und bei den Clubpräsidenten ein anderes ist als noch vor vier Jahren», sagt er und erklärt weiter: «Man fühlt sich nicht nur im Stadion verantwortlich, sondern auch drumherum, etwa bei An- und Abreise. Und hier marschiert man eigentlich Hand in Hand.»
Die Anhänger der Young Boys und des FC Zürich sollen an diesem Sonntag nicht Hand in Hand marschieren. Sie werden nämlich in getrennten Fan-Märschen zum Stade de Suisse gehen; das ist so abgemacht und organisiert.
Ich denke, dass das Bewusstsein bei den Clubs und bei den Clubpräsidenten ein anderes ist als noch vor vier Jahren.
Ein grosser Polizeieinsatz – der einiges kosten wird – ist am Sonntag trotzdem nötig. Nause kann keine Zahlen nennen. Aber der Schweizer Fussballverband werde die Hälfte der Sicherheitskosten übernehmen. Die Verantwortlichen der Stadt Bern sind vorsichtig optimistisch, dass es am Sonntag zu einem friedlichen Fussballfest kommen wird.
Klar ist: Die Gewalt von Fussballfans, wie sie sich in den vergangenen Wochen in Basel und Zürich gezeigt hat, bleibt eine Mahnung. https://www.srf.ch/news/schweiz/hauptst ... ssballfest
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 10:11 |
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25.05.2018  Zitat: 8300 Kilometer für YB
Bernie Lehmann, der in Kanada wohnt, reist für den Cupfinal nach Bern. Dabei hat der YB-Fan nicht einmal ein Ticket.
8300 Kilometer. So weit ist der Weg, den ein Fan für den Cupfinal zwischen YB und dem FC Zürich auf sich nimmt. Bernie Lehmann wohnt in New Westminster in Kanada. «Ich wollte schon bei der Partie gegen Luzern dabei sein, aber das ging von der Arbeit her leider nicht», sagt Lehmann. Er ist Kundendienstchef bei einer Campervermietung, die im Frühling Hochsaison hat. Seinem Büro sieht man an, dass er ein gelb-schwarzer Anhänger ist: Mit Fahne und Trikots hat er sich einen kleinen Schrein aufgebaut und auch ein Filmposter «Dr Golie bin ig» hängt dort.
Spitzname: Dr Goalie
Der 54-jährige Lehmann ist wegen der Liebe zu Martine vor 23 Jahren ausgewandert, hat aber seine gelb-schwarze Liebe in Bern nie vergessen. «Immer wenn ich daheim bin, gehe ich an einen YB-Match», sagt er. Seine Eltern wohnen an der Morgartenstrasse, wo auch er aufgewachsen ist. «Zum Glück hören sie nicht mehr so gut, da die Meisterfeier sicher laut war», sagt Lehmann und lacht.
Nicht nur passiv Fussball schauen ist sein Ding, er blickt ebenfalls auf eine aktive YB-Vergangenheit zurück. Lehmann war Torhüter bis zu den Junioren Inter C. «Ich hatte Talent, doch keinen Eifer», so Lehmann. Bis heute trägt er den Spitznamen «Dr Goalie». Seine Söhne konnte er nicht fürs runde Leder begeistern, beide spielen Eishockey. Kein Wunder, in Kanada spielt Fussball keine Rolle. Und Lehmann meint: «Hauptsache, sie machen einen Clubsport, dort werden auch Umgangsformen beigebracht.»
Cupsieg: Das Pünktchen
Bernie Lehmann hört sich die YB-Spiele meist bei Radio Gelb-Schwarz an. Gern wäre er an der Meisterfeier dabei gewesen, noch lieber bei der alles entscheidenden Partie gegen Luzern am 28. April. Nun landet er am Freitag in Zürich, ein Eintrittsticket hat er noch nicht. Das scheint ihm keine Sorgen zu machen. Sowieso freut er sich aufs Fussballwochenende: Am Samstag wird er mit alten Freunden den Champions-League-Final im Eleven anschauen.
Und er hofft auf den Cupsieg am Sonntag, als Abschiedsgeschenk für den Trainer Adi Hütter, der danach Richtung Bundesliga weiterzieht. «Der Cupsieg wäre das Pünktchen auf dem i in dieser Saison», sagt Lehmann, «und nach 60 Jahren wäre für das Double doch wirklich mal Zeit.» https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/11779524
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 10:48 |
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25.05.2018  Zitat: SCHWEIZER CUP
DIE VERGANGENHEIT SPRICHT FÜR DEN ''UNDERDOG''
DER FCZ IST EINE CUP-MANNSCHAFT, YB DEFINITIV NICHT
Nach der RSL-Saison 17/18 und dem langersehnten, sowie absolut verdienten Meistertitel der BSC Young Boys steht mit dem Final des Schweizer Cups die letzte nationale Entscheidung des Jahres bevor. Auf dem Papier ist YB der Favorit um seit über 60 Jahren wieder einmal das Double zu holen, doch aufgepasst auf den FCZ.
Es war eine eindrückliche Saison der Young Boys, die am Sonntag nun gar mit dem Double vergoldet werden kann. Im Final wartet der FC Zürich und damit ein ständiger Cup-Anwärter.
In den letzten 15 Saisons qualifizierten sich die Stadtzürcher nicht weniger als zehnmal für das Pokal-Halbfinal und stehen zum vierten Mal in diesem Jahrtausend im Endspiel. Eine Finalpleite im Cup erlebte Zürich dabei keine. Sowieso verlor der FCZ in seiner Vereinsgeschichte nur einen einzigen Cupfinal, nämlich 1981 gegen Lausanne. Die weiteren neuen Finals wurden allesamt gewonnen, womit dem FC Zürich drei Cupsiege mehr als YB zu Buche stehen.
AN EINEM KLEINEN SCHEITERN GIBT ES NICHT
Die Berner Young Boys auf der anderen Seite standen fünfmal mehr, also 15-mal in einem Schweizer-Cup-Endspiel. Die Quote ist mit sechs Siegen jedoch nicht einmal bei 50 Prozent. So liegt der letzte Titel nicht nur über 30 Jahre zurück, in Folge dessen verloren die Berner auch in diesem Jahrtausend sämtliche zwei Finals gegen Sion.
Auch von der Konstanz her kann YB nicht mit dem FC Zürich mithalten und stand in den angesprochenen 15 letzten Saisons nur in vier Halbfinals. Es kommt dazu, dass man in jüngster Vergangenheit nicht von Niederlagen gegen "Unterklassige" verschont blieb. 2002/03 scheiterte Zürich zum letzten Mal an einem Team welches zu dieser Zeit nicht in der Super League spielte, YB gleich im vergangenen Jahr. Winterthur bedeutete Endstation, zwei Jahre zuvor gar der SC Buochs aus der 1. Liga und die drei Saisons davor dreimal ein Challenge-League-Vertreter.
Der Schmach und damit dem frühen Aus entging YB in diesem Jahr zwar, doch der Einzug ins Final bedeutet alles andere als den sicheren Cupsieg. Zu gut sind dafür nicht nur die statistischen Werte der letzten Jahre, auch im Cup-Direktduell führt der FCZ mit 3:1. Wäre da nicht die positive Berner Bilanz dieser Saison und vor allem das enorme Selbstvertrauen nach dem Meistertitel noch mehr zu erreichen. http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 12:16 |
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25.05.2018  Zitat: Gelb-schwarz-weisse Erinnerungen
Die sechs Cupsiege sind breit verstreut über die lange Geschichte der Young Boys. Beim vorerst letzten 1987 hatte der Fussball noch einen gänzlich anderen Stellenwert.
Weit reichten sie zurück, die Vergleiche in die YB-Vergangenheit, in den letzten Wochen vor dem ersten Meistertitel seit 32 Jahren. Vor dem Cupfinal gewinnen sie doch wieder ein klein wenig an Aktualität: 31 Jahre ist es her, dass YB 1987 zum letzten Mal ein Endspiel gewann, und gar 60 Jahre, seit das Kunststück Meisterschaft und Cup im gleichen Jahr, das sogenannte Double, glückte.
Es war eine andere Zeit, 1958, als YB gegen GC im Cupfinal gewann. Der Sieg gelang erst im sogenannten Wiederholungsspiel (4:1 am Auffahrtsdonnerstag), Gelb-Schwarz gab es im Nachhinein vornehmlich in Schwarzweiss zu sehen, und Spieler und Trainer kamen in den Medien kaum direkt zu Wort. Interviews fanden sich oft nur in den Cluborganen, und in diesem wurde der damalige YB-Trainer Albert Sing ein Jahr vor dem historischen Double und nach dem Gewinn der damals ersten Meisterschaft seit 26 Jahren wie folgt zitiert: «Die Spieler sollen nicht vergessen, dass ein Erfolg nicht nur freut, sondern auch verpflichtet.»
Es ist dieser Teil der YB-Historie, der den aktuellen Trainer Adi Hütter vor seinem Abgang zu Frankfurt noch am meisten interessiert. «Die Chance auf dieses historische Double ist für mich einmalig, wir wollen sie nutzen», sagt der Österreicher. Es wäre überhaupt erst das zweite in der 120-jährigen Vereinsgeschichte. Aber auch der Pokalsieg per se ist für die Young Boys von exklusivem Wert – zumindest im statistischen Vergleich: Den 12 Meistertiteln stehen nur 6 Cuperfolge gegenüber. Siebenmal unterlag YB im Endspiel.
Aus den Anfangsjahren, als YB mit dem ersten Titelhattrick des Landes seinen Ruf als nationales Spitzenteam festigte, datieren drei Erfolge im Anglo-Cup, dem Vorgänger des heutigen Pokalwettbewerbs, der dann 1925 erstmals ausgetragen wurde. YB gewann ihn 1930, dann Ende des Zweiten Weltkriegs wieder und in der goldenen Ära von Albert Sing zweimal. Und in den dunklen, erfolglosen 70er-Jahren war der Cupsieg 1977 ein Lichtblick.
Erfolglose Schweizer Trainer
Wer neuer Trainer wird, interessiert dieser Tage rund um die Young Boys ja beinahe mehr als der Cupfinal an sich. Reduziert auf Titel und Erfolge kann man für die Trainersuche festhalten: Mit ausländischen Coachs fuhr YB weitaus besser. Genau genommen haben die Berner mit einem Schweizer Trainer noch keinen einzigen Titel geholt. In den Anfängen mit den sechs Meisterschaften bis 1929 organisierten die Young Boys ihre Einheiten noch oft ohne Übungsleiter, die ersten Coachs waren dann Engländer. Später waren die YB-Titeltrainer Bela Volentik (Ungarn), Albert Sing und Kurt Linder (beide Deutschland), der Pole Alexander Mandziara und aktuell Adi Hütter (Österreich).
Der Club ist über die Jahre zwar gewachsen, aber es ist bestimmt nicht einfacher geworden, mit YB einen Titel zu gewinnen. «Der Fussball hat heute eine ganz andere Dimension», sagt selbst Reto Gertschen vom bislang letzten Berner Cupsiegerteam 1987. «Unser Final war ein mitreissendes Spiel, die Freude gross – aber ein Sieg am Sonntag wäre für YB wohl emotionaler als für uns damals.» 4:2 besiegten die Young Boys das damalige Spitzenteam Servette, der heutige SFV-Ausbildungschef Gertschen wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt und traf in der Verlängerung zum vierten YB-Tor. Vier Jahre später siegte er mit dem FC Sion in einem denkwürdigen Cupfinal 3:2 gegen YB (nach 2:0-Vorsprung für die Berner). «Aber der erste Erfolg mit YB war emotionaler. Weil ich es vom Junior bis zum Cupsieger im gleichen Verein geschafft hatte.»
Als Sportchef sass damals Walter Eichenberger auf der Tribüne. Der heute 71-Jährige ist einer der bedeutendsten Torhüter der Clubgeschichte und stand während 15 Jahren im Tor der Berner – auch 1977, beim Cupsieg gegen den FC St. Gallen (1:0). Er zeigt grossen Respekt vor den Leistungen der aktuellen Mannschaft. «Der Cupsieg wäre eine weitere logische Folge. Und die Mannschaft ist schon länger ein Spitzenteam. Wir waren damals weniger konstant.»
Sportchef: Kein Vollzeitamt
Eichenberger hat zeit seiner Karriere als Goalie immer gearbeitet. 32 Jahre lang war er bei einer Versicherung, hatte am Ende eine eigene Agentur. Auch während seiner sieben Jahre als YB-Sportchef. «Das war damals noch kein Vollamt», erzählt er. Das Bosman-Urteil hatte 1995 in ganz Fussball-Europa Auswirkungen auf Transfer- und Ausländerregelungen. Davor war der Spielraum beschränkt, «ein Sportchef konnte gar nicht so viele Spieler verpflichten», erklärt Eichenberger.
Alles ist anders. Und doch gleich. Die Vergleiche von damals und heute sind 31 Jahre nach dem letzten Cupsieg von YB reizvoller denn je. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/15957880
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shalako
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Verfasst: Freitag 25. Mai 2018, 15:26 |
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25.05.2018  Zitat: Berner Optimismus trotz Zürcher Risikofans
Obwohl FCZ-Fans erst kürzlich für negative Schlagzeilen sorgten, gibt man sich in Bern angesichts der für Sonntag geplanten Fanmärsche optimistisch.
Mit vier Extrazügen treffen die Fans des FC Zürich am Sonntagvormittag um 10 Uhr am Berner Hauptbahnhof ein. Doch Reto Nause (CVP) ist zuversichtlich. Den beiden Fanmärschen am Sonntagvormittag blickt der Berner Sicherheitsdirektor gelassen entgegen. Dann werden die Berner YB-Fans und die FC-Zürich-Fans zum Wankdorfstadion ziehen, um das Finalspiel ihrer Lieblingsmannschaft am Schweizer Cup zu verfolgen. Dem Spiel im Stade de Suisse sei ein intensiver Dialog mit den Fussballclubs, Fanorganisationen, der Polizei, den SBB und dem Schweizerischen Fussballverband vorausgegangen, sagt Nause. «Alle sassen an einem Tisch.»
Zudem sei die Ausgangslage der Fanmärsche eine ganz andere als vor vier Jahren. «Sie ist mit der Situation von damals nicht vergleichbar.» Das Engagement der Beteiligten sei deutlich spürbar. Zudem spiele an diesem Cupfinal die heimische Mannschaft mit dem Meistertitel und nicht zwei auswärtige Clubs. «Alle wollen ein friedliches Fussballfest», sagt Nause. Und dank den Freinächten und der Meisterfeier, als YB den Meistertitel holte, habe die Stadt nun auch Erfahrung mit «ganz grossen Kisten».
Sonntagvormittag ist eine friedliche Zeit
Auch der Berner Fanarbeiter Lukas Meier schätzt die Situation zuversichtlich ein. «Ich habe ein gutes Gefühl.» Die Berner Fans zögen durch die eigene Stadt und trügen dementsprechend Sorge. Zudem sei die Fanarbeit bei Spielen am Sonntagnachmittag in der Regel einfacher als bei Spielen am Samstagabend. «Ein Restrisiko bleibt aber immer.» Dazu, was Bern von den Zürcher Fans erwartet, kann Meier nichts sagen. Nur so viel: Er habe auch hier ein gutes Gefühl. «Die Stadt Bern hat alle Voraussetzungen für ein Fussballfest geschaffen.»
Wenn alles wie geplant läuft, besammeln sich die Berner um acht Uhr auf dem Bärenplatz und marschieren ab halb elf durch die Altstadt und via Aargauerstalden und Guisanplatz zum Stadion. Die Zürcher versammeln sich um zehn Uhr am Falkenplatz in der Länggasse. Von dort geht ihr Marsch via Bierhübeli durch die Lorraine zum Stadion.
Keine Prognosen aus Zürich
Vor vier Jahren durften die Zürcher Fans durch die Altstadt ziehen. Doch hinterliessen sie einen grossen Sachschaden: eingeschlagene Scheiben und versprayter Sandstein. Vor dem Stadion lieferten sie sich mit den Basler Fans Scharmützel und provozierten die Polizei mit Flaschenwürfen und Böllern. Nun werden sie abseits der YB-Fans durch Wohnquartiere um die Altstadt herumgeführt. Muss man damit rechnen, dass auch die Hooligans von «Zürichs kranker Horde» mitmarschieren? Erst vor wenigen Tagen griffen Zürcher Schläger in Basel nach dem Spiel des FC Luzern gegen den FCB Fans an. Es kam zu einer grösseren Schlägerei, an der zwischen 30 und 70 Personen beteiligt waren.
Roger Charbon, Präsident des offiziellen FCZ-Fanclubs, will keine Prognosen abgeben. «Ich weiss nicht, ob sie sich an die Route halten werden.» Sein Club beteilige sich nicht am Fanmarsch, sondern fahre die Mitglieder mit dem Car direkt zum Stadion. «Wir wollen eine positive Kultur leben», sagt er. Am Marsch nähmen vor allem die Leute der sogenannten Südkurve teil. Diese seien nicht offiziell organisiert. «Sie machen eine gute Stimmung im Stadion», sagt Charbon. Allerdings habe es darunter auch vereinzelte gewaltbereite Fans. «Als offizieller Club distanzieren wir uns von diesen.»
Fragen zu den Plänen der Fans aus der Südkurve könnten allenfalls die Fanarbeiter des FCZ beantworten. Doch sie dürfen keine Auskunft geben und der zuständige Sprecher des FCZ hatte bis Mittag keine Zeit, diese Frage zu beantworten. https://www.derbund.ch/bern/stadt/berne ... y/20693759
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