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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Samstag 28. April 2018, 15:37 |
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28.04.2018  Zitat: Die Geschichte von YB
Grosse Freuden und grosse Durststrecken
Der Meistertitel ist in Griffnähe. Ein Blick in die Geschichte zeigt: YB durchlebte viele Höhen, aber auch viele Tiefen. https://www.srf.ch/news/regional/bern-f ... ststrecken
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shalako
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Verfasst: Samstag 28. April 2018, 15:59 |
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28.04.2018  Zitat: «Wird YB Meister, wird etwas ausbrechen aus den Bernern»
Die Berner und ihre Young Boys: So ist die Stimmung vor dem Spiel um den ersten Meistertitel seit 32 Jahren.
Es ist die letzte Woche vor dem Titel, nur noch einen Sieg braucht es, einen nur, am liebsten heute Samstag gegen den FC Luzern, und was machen die Berner? Sie reden über Würste. Die richtige Temperatur von Würsten. Die Mitgliederversammlung des BSC Young Boys war am Montag um 19.30 Uhr beim Punkt Varia angelangt, als ein älterer Herr aufstand und bemerkte: «Die Würste sind immer so kalt. Kann man da nicht etwas dagegen tun?»
Es blieb nicht die einzige Wortmeldung dieser Art. Im Sektor C ziehe es, ein neues Einlauflied brauche es unbedingt, und warum schmecke eigentlich das Bier so schal? Irgendwann, nach den Würsten und dem Bier, ging es dann auch noch um Fussball. Ein Vereinsmitglied entschuldigte sich beim anwesenden Cheftrainer Adi Hütter aufrichtig dafür, dass er ihm vor zwei Jahren an der Versammlung in einer kritischen Wortmeldung offenbar unrecht getan habe – er könne heute nur gratulieren.
Das war alles sehr zurückhaltend und bescheiden. Gratulieren möchten alle, klar, aber möglichst nah, möglichst authentisch, nur nicht zu laut. Das kontrastiert mit der medialen Wahrnehmung. Die Berner Medien überbieten sich in diesen Tagen mit ihrer YB-Berichterstattung. Reportagen aus dem Fanshop, wo sich die Leute die gelb-schwarzen Leibchen aus den Händen reissen, Berichte vom Coiffeur der Fussballstars und immer wieder persönliche Erinnerungen an damals, an das erste Spiel, den ersten Kontakt mit der Liebe YB.
Bier im Boccia-Häuschen
Erinnerungen an den letzten Meistertitel im Jahr 1986, an die Feier notabene, tauchen eher selten auf. Das könne man auch überhaupt nicht vergleichen, erzählte YB-Legende und Museumsbetreiber Charles Beuret kürzlich im Radio. Beim letzten Mal, nach dem überraschenden Sieg gegen Xamax Neuenburg in der zweitletzten Meisterschaftsrunde, musste der Spielerbus auf der Rückreise in Ins anhalten. Das Bier war aus. In Bern angekommen, verzogen sich die Spieler mit zwei Kisten Bier ins Boccia-Häuschen neben dem Stadion. Eine eigentliche Meisterfeier gab es nicht.
Dieses Mal: alles anders. Als der Club diese Woche 1000 zusätzliche Tickets für das Spiel gegen Luzern verkaufte, dauerte es vier Minuten, und sie waren weg. Im Internet kann man für eine Karte bis zu 500Franken ausgeben, und kürzlich schaltete sich sogar die SVP in die Feierplanungen ein. Aber ihr Gesuch für ein Public Viewing des heutigen Ligaspiels auf dem Bundesplatz kam den Behörden dann doch zu kurzfristig. Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause macht dieser Tage auch nicht mehr viel anderes, als eine grosse Sause zu organisieren. Mit 100'000 Menschen rechnen sie bei der Meisterfeier, einer vollen Stadt. «Da will einfach jeder dabei sein», sagt Nause. Der Puls steige, sagt der Politiker, man spüre das in der Stadt seit Tagen schon.
Oder man meint es zu spüren. Denn viele warten und schweigen lieber. Der Berner ist vorsichtig, selbst in der Stunde des herannahenden Triumphs. Die vielen Niederlagen haben demütig gemacht. Auch in der Fan-Bar Halbzeit, im Keller eines unscheinbaren Hauses im Breitenrain-Quartier. Alte Leibchen hängen an den Wänden und erinnern an Zeiten, als noch Opel Trikotsponsor war oder der Sermeter für YB gespielt hat.
Es ist Mittwoch, die Bar hat geöffnet, im Fernsehen läuft Champions League. 30 Leute sind da, mehr als gewöhnlich, vielleicht wegen Samstag, keiner weiss es so genau. Die Barkeeperin sagt, auf den Meistertitel angesprochen: «Ich glaube es erst, wenn es Tatsache ist. Die Vergangenheit, weisst du.» Zwei-, dreimal waren die Berner kurz davor, jedes Mal scheiterten sie. Häme und Spott mussten sie darauf über sich ergehen lassen. Hier in der Halbzeit haben sie Gram und Frust mit so manchem Bier runtergespült. Und dabei den Züri-West-Song «Hüt hei si wieder mal gwunne» angehört.
Das Lied ist ein einziges Schulterzucken, das Resultat des Clubs ist in Bern in den vergangenen 32 Jahren zur Nebensache geworden. Man nimmt es darum höchstens zur Kenntnis, weil es beim nächsten Spiel wieder anders sein könnte. Züri-West-Sänger Kuno Lauener hat aus der Melancholie des steten Verlierens etwas Verweilenswertes gemacht. Er sagte einmal in einem Radiointerview: «Rang 2 isch ja o suberi Büez.» Rang 2 ist nun Vergangenheit, die Melancholie wird verdrängt durch (noch stille) Euphorie. Was Lauener darüber denkt? Er lässt ausrichten: Momentan sei alles ein bisschen viel, vielleicht sage er später etwas dazu.
Die dunkle Zeit
Erfahrung mit Warten und Gewinnen hat Stéphane Chapuisat, einst Stürmer, heute Chefscout von YB. Er hat 1995 mit Dortmund – ebenfalls schwarz-gelb – den Meistertitel gewonnen, auch nach 32-jährigem Warten. «Es ist eindrücklich, welche Emotionen aus dem Warten entstehen», sagt er, findet aber, die beiden Städte solle man nicht vergleichen: «Die eine ist im Ruhrgebiet, die andere eine Bundesstadt.» Er meint, in Dortmund sei der Fussball Lebensinhalt, in Bern aber, der Hauptstadt, meist nur eine willkommene Nebenbeschäftigung. Es gab in der Vergangenheit sogar Stimmen, die fanden, die Berner Mannschaft habe das Denken der Beamten übernommen. Aber man kann es auch übertreiben mit Deuten.
Trotzdem, der Club hat einen Wandel durchgemacht, es gab eine Zeit in den vergangenen 32 Jahren, da war YB ein Lotterclub: Finanziell im Loch, sportlich miserabel, und auf den Zuschauertribünen verprügelten sich Fans. Ein Teil der aktiven Szene bestand aus Neonazis, die Hitlergrüsse zeigten und Affenlaute von sich gaben. Wer an die YB-Spiele ging, hatte entweder Angst, verhauen zu werden, oder schämte sich, den Kollegen vom Spielbesuch zu erzählen. Dann kam Urs Frieden, einmal Nachwuchsspieler bei YB, später Fanbeauftragter, aber auch Journalist und Berner Politiker. Zusammen mit Kollegen sammelte er Geld, 162'000 Franken, und rettete den Club. Die Gruppe wurde zum Sponsor. «Das war kurzfristig wichtig», sagt Frieden, «langfristig war aber unser Engagement gegen Rassismus und für die Vielfalt beinahe bedeutsamer.» Es machte YB zu dem, was es heute ist.
Einer für viele
Frieden verlangte 1996 vom Verein im Sponsorenvertrag, dass Kutten mit Hakenkreuzen und «Ausländer raus»-Emblem auf den Tribünen nicht geduldet werden. Bei jeder Sichtung würden dem Verein 3000 Franken in Rechnung gestellt. Die Folge: rigorose Securitas-Kontrollen an den Eingängen. Weil zugleich immer mehr Linke, Alternative und Kulturschaffende den Club für sich entdeckten, hatte das rechte Gedankengut immer weniger Platz und verschwand schliesslich ganz. Heute ist YB angesagt und ein Club für viele. Jung und Alt. Frau und Mann. Schweizer und Ausländer. Es ist darum auch kein Zufall, dass Mario, der homosexuelle Fussballer im aktuellen Film von Marcel Gisler, bei YB spielt.
Frieden wird heute Abend im Stadion sein. Zuschauen. Sich auf das Freuen freuen. Und wenn es so weit ist, wenn es geschafft ist? «Es wird . . .», Frieden stockt, «. . . es wird etwas ausbrechen aus den Bernern. Es wird nie gesehene Bilder geben.» Die Barkeeperin in der Halbzeit sagt: «Durchfeiern und -trinken. Das darf man schon einmal machen oder?» Chapuisat ist vorsichtiger: «Ich mache mir noch keine Gedanken.» Und was macht Kuno Lauener? Er sagte einmal vor Jahren: «Eine Riesenparty. Und es gibt viel SMS-Verkehr mit Basler, Zürcher und Walliser Freunden.» Alle sollen es wissen. Die Berner gewinnen. Endlich. https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/st ... y/12280115
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 15:33 |
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29.04.2018  Zitat: «YB wird nächste Saison noch stärker sein»
von E. Tedesco, Bern - Er holte Meistertrainer Adi Hütter nach Bern. In einem der emotionalsten Momente von YB gönnt sich auch Fredy Bickel einen Rückblick an die Zeit in der Hauptstadt.
«Ich erinnere mich noch gut an die schwierige Zeit mit dem Aus in Europa und der Trainerentlassung von Uli Forte. Wir mussten einen Nachfolger suchen. In enger Zusammenarbeit haben Stéphane Chapuisat und ich eine Kandidatenliste zusammengestellt. Unser Problem war, dass wir im August keine Alternative in der Schweiz gesehen haben. Wir haben uns mit einigen Leuten ausgetauscht und sind bald einmal auf den Namen Adi Hütter gestossen.
Zu diesem Zeitpunkt ist er aber nur so auf der Liste mitgelaufen. Trotzdem haben wir uns bei Christian Schwegler, der unter Hütter bei Salzburg gearbeitet hat erkundigt und auch mit Marcel Koller, der damals Nationaltrainer in Österreich war, gesprochen. Wir konnten aber trotz allem Bemühen nicht viele Sachen über ihn zusammentragen.
Aber Hütter tauchte auch auf den nächsten Listen auf. Bis es noch fünf Namen waren, mit denen wir persönlich sprechen wollten. Aber ich konnte Hütter nicht erreichen. Irgendwann kam ein SMS, dass er mich dann und dann zurückrufen werde. Das hat er, aber ausgerechnet als ich bei meiner Schwester eingeladen war. Just in den Moment, in dem wir mit dem Essen beginnen wollten, klingelte mein Handy. Ich sagte den anderen, sie könnten ohne mich beginnen, ich sei gleich wieder zurück. Was soll ich sagen – es ging 90 Minuten bis ich an den Tisch zurückkehrte.
Wir haben in diesem Gespräch unheimlich schnell den Faden gefunden. Seine klaren Vorstellungen über Fussball und seine Offenheit haben mir sofort Eindruck gemacht. Ich habe gleich gespürt, wo er lang will. Das war beeindruckend. Ich habe ihn in Zürich getroffen und war total überzeugt. Danach haben Chappi und ich die Liste von fünf auf drei Namen reduziert. Adi Hütter war da schon unsere Nummer 1. Jetzt musste aber noch das Präsidium sein Okay geben, aber man wollte Hütter persönlich treffen und allein. Zwei Leute sind nach St. Gallen gefahren und haben Hütter getroffen. Schon auf der Rückfahrt erhielt ich von ihnen einen Anruf, dass Hütter der Richtige sei.
Obwohl ich Hütter vor seiner Ankunft in Bern erklärt habe, welche Spieler wie funktionieren, hat er bei Null angefangen, ist ohne Rucksack gekommen. Das hat mir gefallen und war damals wichtig für YB.
Wahnsinn und «Rentenverträge»
Ich habe heute noch viel Kontakt mit Adi Hütter, aber auch mit Spielern und vielen anderen Leuten bei YB. Ich freue mich über jedes positive Resultat der Mannschaft und habe immer mitgefiebert. Seit Wochen versuche ich Adi Hütter am Telefon zum Titel zu gratulieren, aber er will es nicht hören. Jetzt freue ich mich unheimlich für ihn, für YB un eigentlich für ganz Bern, denn es musste lange leiden.
Ich finde es nicht richtig, über einen Anteil an diesem Titel zu sprechen. YB hat das sensationell gemacht. Aber natürlich spüre ich in mir ein wenig Stolz und Genugtuung, weil wir schon damals daran geglaubt haben. Ich habe immer gesagt, und alle haben es vorgelebt, dass wir bereit sein müssen, wenn Basel schwächelt. Wir mussten damit leben, dass wir wegen Niederlagen oder Transfers in die Kritik gerieten. Ich kann mich erinnern, dass man es als Wahnsinn angesehen hat, als ich Marco Wölfli und Steve von Bergen mit «Rentenverträgen» ausgestattet habe. Es hat mir für die Spieler Leid getan, so etwas lesen zu müssen. Deshalb freue ich mich für sie ganz besonders.
Ähnliche Situation bei Rapid
Wenn du so lang kämpfen und leiden musst wie YB, macht dich das stark. Ich bin sicher, wenn man Trainer und Staff zusammenhalten kann, wird YB nächste Saison noch stärker sein, denn nach dem ersehnten Titelgewinn können sie befreit aufspielen und den Schwung mitnehmen.
Ich bin bei Rapid Wien in einer ähnlichen Situation wie ich damals bei YB war. Aber ich weiss noch nicht, ob ich schon im Sommer sagen kann: Wir müssen bereit sein, wenn Salzburg schwächelt. Ich hoffe ganz fest, dass sich das bald ändern wird. YB hat es vorgemacht.» http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/12603288
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shalako
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Verfasst: Sonntag 29. April 2018, 15:36 |
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29.04.2018  Zitat: Kommentar: Hütter und Spycher, die Baumeister dieses wunderbaren BSC YB
Sportredaktor Fabian Ruch zur lange ersehnten Meisterschaft der Berner Young Boys.
Die Vollendung passt zu dieser grossartigen Saison der Young Boys. Sie haben den Meistertitel mehrere Runden vor Schluss sichergestellt. Mit wilder Entschlossenheit und ausgeprägter Siegermentalität hat sich YB in den letzten Monaten als klar beste Mannschaft des Landes etabliert. Es hat die Schwäche des langjährigen Dominators Basel ausgenutzt, aber im Grunde genommen spielt das gar keine Rolle. Nicht die FCB-Baisse führte zum Titelgewinn – sondern die YB-Überlegenheit. Spätestens nach der Winterpause waren die Young Boys nicht mehr aufzuhalten.
Und das unterstreicht den Wert ihres Trainers Adi Hütter. In der Vorrunde, als die Young Boys 33 Pflichtspiele in knapp fünf Monaten bestritten, blieb kaum einmal Zeit für intensive Trainingsmöglichkeiten. Das war in diesem Frühling anders. Und YB brillierte mit einer beeindruckenden Siegesserie sowie bemerkenswerter Stabilität. Damit bewies das Berner Team auch, wie wertvoll Kontinuität auf dem Trainerposten in einem teilweise verrückten Geschäft ist.
Adi Hütter führt die Young Boys seit Sommer 2015, alle anderen Trainer der Liga sind noch kein Jahr im Amt. Der österreichische Meistermacher wird den Verein vielleicht bald, ganz sicher aber irgendwann Richtung Deutschland verlassen. Und bei YB eine riesige Lücke hinterlassen.
Adi Hütter hat sein Team trotz regelmässiger Spielerabgänge ständig verfeinert und zur Nummer 1 des Landes veredelt. Die Mischung aus Routiniers und Talenten erwies sich als ideal, und man könnte nun alle Stammspieler würdigen für ihre überzeugenden Darbietungen. Einzelne Fussballer an dieser Stelle herauszuheben, würde dieser aussergewöhnlichen Mannschaft jedoch nicht gerecht werden. Denn auch als beispielsweise der fantastische Torjäger Guillaume Hoarau verletzt ausgefallen war, hatten die Young Boys im Herbst die Super League dominiert.
Der YB-Erfolg ist die Konsequenz ausgezeichneter Arbeit auf vielen Ebenen. Er ist aber auch erstaunlich, weil der Club erst im Herbst 2016 mal wieder schwer angeschlagen am Boden lag. Aus den Trümmern der damaligen Vorkommnisse und Peinlichkeiten stieg der neue Sportchef Christoph Spycher als Baumeister des Höhenflugs auf. Er war in der sehr angespannten Situation vermutlich die einzige Figur, um dem Verein sofort wieder Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Spycher hat die vielen kleinen Dinge richtig gemacht und sich zum Beispiel von Vertretern der teuren Mittelklasse im Kader getrennt. Seine Transferpolitik ist erstklassig. Er ist anständig und bodenständig und teamorientiert, besticht mit Kompetenz, Ruhe, Weitsichtigkeit. Spycher ist Aushängeschild und Sympathieträger der Berner.
Ohnehin sind die Young Boys ein Champion, mit dem sich ausserhalb Basels die meisten anfreunden können. Man gönnt ihnen nach jahrzehntelanger Titellosigkeit den Erfolg, sie pflegen eine attraktive Spielweise und verfügen über spektakuläre Fussballer. Und so besitzt YB nach vielen komplizierten Jahren sportlich wie wirtschaftlich glänzende Perspektiven. In der Euphorie allerdings geschehen die grössten Fehler.
Nach angemessener Feierzeit gilt es, die Weichen zu stellen. Denn diese wunderbare Mannschaft wird nicht zusammenbleiben, Spieler wie Kevin Mbabu und Kasim Nuhu, Roger Assalé und Djibril Sow werden wie Trainer Hütter weiterziehen. Den Verantwortlichen ist es seit 2016 bereits gelungen, den Verein aus der extremen Abhängigkeit von den Besitzern Andy und Hansueli Rihs zu lösen. Die Brüder haben in den letzten, oft turbulenten Jahren nicht immer die besten Entscheidungen getroffen, den Verein aber stets finanziell unterstützt. Ohne sie wäre YB kein nationales Spitzenteam. Nun werden sie endlich belohnt für ihr wirtschaftliches Engagement.
Umso trauriger ist es, hat der verstorbene Andy Rihs den ersten Meistertitel der Young Boys seit 1986 um einige Tage verpasst. Aber YB ist fitgetrimmt für die Zukunft. Dank hohen Einnahmen aus Spielerverkäufen. Und vor allem dank der fussballerischen Entwicklung. Denn die für viele Menschen harte Währung in diesem Business sind immer noch Pokale. Die Young Boys sind Meister. Vielleicht bald Cupsieger. Und eventuell in einigen Monaten Champions-League-Teilnehmer. Sie erleben 2018 die vermutlich aufregendsten Momente ihrer 120-jährigen Vereinsgeschichte. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/25623314
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shalako
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Verfasst: Montag 30. April 2018, 08:08 |
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29.04.2018  Zitat: Noch 12 Zähler fehlen
Jetzt jagt YB sogar den Punkterekord
Der Titel ist im Trockenen. Doch für YB steht auch in den kommenden Wochen noch einiges auf dem Spiel.
Der Punkterekord
75 Punkte hat YB nach dem Sieg gegen Luzern auf dem Konto. Bei vier noch ausstehenden Spielen könnte der Meister am Ende auf 87 Zähler kommen – das wäre Rekord! Den aktuellen stellte der FCB in der Vorsaison auf. Unter Urs Fischer kamen die Basler auf 86 Punkte.
Der Torrekord
Die YB-Offensivmaschinerie läuft in dieser Spielzeit auf Hochtouren. Bei 77 Toren sind Hoarau und Co. mittlerweile angekommen. Noch 13 Treffer fehlen, um auch diese Bestmarke an sich zu reissen. 2010 war Basel 90 Mal erfolgreich gewesen, 36 Tore gingen damals auf das Konto von Marco Streller (21) und Alex Frei (15).
Der Vorsprungsrekord
20 Punkte Vorsprung wies der FCB Ende der Saison 2011/12 auf den FC Luzern auf – so deutlich war noch nie ein Klub Meister geworden. Die Berner könnten diese Marke noch knacken. Dies aber nur, wenn das Team von Adi Hütter durchzieht und die Basler Federn lassen – derzeit beträgt der Vorsprung nach Basels 6:1-Sieg gegen Thun wieder 13 Punkte.
Das Double
Und Last but not Least: Nach der Titelsause ist vor dem Cupfinal. Gegen den FCZ geht es am 27. Mai um das erste Double seit 60 Jahren. Letztmals war YB dieses Kunststück 1958 gelungen. Ein Grund mehr also, die Konzentration bis zuletzt aufrecht zu erhalten. https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... nkterekord
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shalako
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Verfasst: Montag 30. April 2018, 08:15 |
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30.04.2018  Zitat: Die Vergangenheit ist bewältigt – nun braucht YB das Modell der Zukunft
Nach dem Meistertitel dürfte YB Leistungsträger ins Ausland verlieren. Doch das ist für die Berner nicht die grösste Herausforderung.
Die Lieder des Leidens verklungen, die Strophen des Scheiterns zu Ende – 32 Jahre nach dem letzten Meistertitel werden die Young Boys erstmals wieder eine Saison auf Platz 1 beenden. Es ist ein Titel, der Erlösung bringt, aber gänzlich unbeschwert lässt es sich nicht in die Zukunft gehen. Der Sommer hält bestimmt Veränderungen bereit, der eine oder andere Leistungsträger wird ins Ausland ziehen, auch der Trainer Adi Hütter muss für grössere Klubs ein Thema sein, nachdem er 2015 Salzburg und 2018 YB zum Titel geführt hat – und beidenorts Spieler so gut machte, dass sie mit höherem Marktwert den Klub verliessen.
Die Ausgangslage ist anders als einst im FC Basel, der 2002 nach langer Dürre wieder Meister geworden war. Die Basler investierten damals weiter, der Trainer Christian Gross blieb noch lange, ehe der FCB ohne ihn von 2010 bis 2017 stets den Titel gewann. Die Berner werden ihren Weg der relativen Ruhe und der klugen Transfers weiterzugehen versuchen; aber den Anspruch auf eine Dominanz à la FCB erheben sie nicht angesichts des jahrelang erarbeiteten Vorsprungs der Basler, die mehr Erspartes haben und eine bessere Infrastruktur (Trainingsplätze, Nachwuchs-Campus).
Und die gravierendste Unbekannte betrifft ohnehin nicht den nächsten Sommer. Was am meisten Bedeutung hat, ist, wie es mit den Besitzverhältnissen von YB dereinst weitergeht. Diese Frage stellt sich nicht erst seit dem Tod von Andy Rihs am 18. April. Rihs’ Forderung vom Spätsommer 2016, YB müsse rentabler werden, beruhte auch auf dem Antrieb, seine Geschäfte für die Zeit danach zu regeln. Er wollte keinen Betrieb hinterlassen, bei dem die Erben wiederholt Geldlöcher zu stopfen haben.
Vorerst soll sich nichts ändern, diese Zusicherung gaben Andys Bruder und Mitinvestor Hans-Ueli Rihs sowie der Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger. Und die Heiterkeit, mit der Hans-Ueli Rihs samstags spät mitfeierte, liess fürwahr keinerlei Gedanken an eine Trennung aufkommen. Aber früher oder später wird YB auf anderen Beinen stehen müssen; bei aller Ausgelassenheit des Moments gilt es in absehbarer Zeit zu klären, wie die YB-Version 2023 aussehen könnte.
Auf der Suche nach dem Zukunftsmodell wird oft von einer «Berner Lösung» die Rede sein, von diesem Evergreen in Moll, der davon erzählt, dass wohlhabende Einheimische kaum bereit sind, sich auf YB einzulassen. Erst der Einstieg des Zürchers Andy Rihs 2005 nahm diesem Unterfangen die Dringlichkeit. Der jetzige Erfolg böte die Chance, die Suche nach mehr lokaler Verankerung zu intensivieren – der Klub hat an Goodwill gewonnen, die Führung mit dem CEO Wanja Greuel und dem Sportchef Christoph Spycher weckt Vertrauen, der Zuschauerdurchschnitt ist wieder gestiegen, im Fall geschickter Transferpolitik dürfte nach 2017 auch die Rechnung 2018 positiv abschliessen.
Doch die Frage ist, wer in dieser Causa voranschreitet und auch quer denkt. So müsste es auch das Szenario geben, die bisherige Einheit von Stadion und Sport zu trennen – dass also jemand das Stade de Suisse kauft und YB selbständig würde, im Stadion eingemietet für jährlich vielleicht 2,5 Millionen Franken. Die Rendite für den neuen Stadionbesitzer wäre nicht üppig, aber planbar, solange YB in der Super League spielt. Wäre das Stadion abgetrennt, müsste YB relativ günstig erhältlich sein – maximal zu einem tiefen zweistelligen Millionenbetrag, jemand sagt sogar: für viel weniger, sofern die Rihs-Familie eines Tages froh wäre, einen verlässlichen Abnehmer gefunden zu haben.
Vor dem Hintergrund erleichterter Finanzierung gibt es auch den Gedanken, dass Leute aus der heutigen Führung zu YB-Besitzern würden. Aber für operativ Verantwortliche ohne überquellendes Portemonnaie birgt es ein beträchtliches Risiko, auch finanzielle Verantwortung zu tragen. Dieses Modell funktionierte im FCB unter der alten Führung mit dem Chef Bernhard Heusler – aber nur dank maximalem Erfolg und nicht ohne schlaflose Nächte zum Start des Projekts, als partout der Champions-League-Geldtopf erreicht werden musste. Es ist nicht auszuschliessen, dass sich in der Schweiz je ein Klub über die Champions League und, auf kleinerer Flamme, über die Europa League finanzieren liesse (plus Transfererlöse). Aber wer international ausgerichtet ist und auf der entsprechenden Bühne nicht wunschgemäss verdient, muss nachlegen können: aus eigenem Vermögen oder dank einem Mäzen.
Ein seriöser Besitzerwechsel lässt sich nicht von heute auf morgen vornehmen. Der FCB etwa tätigte ihn vor dieser Saison mit Vorlauf und Sorgfalt – und überstand ihn doch nicht ohne Beulen. Deshalb tut der YB-Verwaltungsrat gut daran, diverse Szenarien einer Rihs-Nachfolgelösung frühzeitig zu prüfen. https://www.nzz.ch/sport/young-boys-die ... ld.1381785
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shalako
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Verfasst: Montag 30. April 2018, 08:24 |
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30.04.2018  Zitat: Der Überlebensversicherer der Young Boys
Seine Millionen retteten Bern den Spitzenfussball, als YB auf der Intensivstation lag: Der Meistertitel ist für den Berner Bauunternehmer Bruno Marazzi eine besondere Genugtuung.
Eine Vorbemerkung ist im Fall von Bruno Marazzi (71) obligatorisch: Gelb-schwarz im klassischen Sinn tickt der Berner Bauunternehmer nicht. Das Fanherz des Emmentalers schlägt für Eishockey und die Tigers aus Langnau, wo es einen Marazzi Family Corner gibt. Besonders gefalle ihm, hält er im Gespräch fest, die bodenständige, eskalationsfreie Art, wie in Langnau Erfolge gefeiert werden. Die oft alkoholgetränkten, mitunter von Gewalt begleiteten Eskapaden hartgesottener Fussballultras missfallen Marazzi. «Sehr schade», findet er, aber was man dagegen machen könne, wisse er auch nicht.
Dass Marazzi, dessen Grossvater aus Norditalien eingewandert war, in den fussballerisch finsteren 90er-Jahren trotzdem bei den Hauptstädtern von YB einstieg, hat mit zwei Dingen zu tun: mit seinem Geschäftssinn. Und seinem sozialen Gewissen.
Bruno Marazzi ist der Erfinder des multifunktionellen Sportstadions, einer Art Perpetuum mobile, das in etwa so funktioniert: Eine erfolgreiche Fussballmannschaft macht das Stadion zum Kultort, der Unternehmen anzieht, die sich in den grosszügigen Kommerzflächen im Stadionbauch einmieten und mit ihrem Business dazu beitragen, den chronisch defizitären Profisportbetrieb querzufinanzieren.
Wie im Krimi
Losinger Marazzi hatte als Generalunternehmerin bereits das St.-Jakob-Stadion in Basel in diesem Geist gebaut und machte sich nun daran, das bröckelnde Wankdorfstadion durch das topmoderne Stade de Suisse zu ersetzen. Bedingung: Aus der Stadt und dem Kanton Bern sollte kein öffentliches Geld in den Stadionbau fliessen. Adolf Ogi, Berner SVP-Bundesrat, trieb das nationale Sportanlagenkonzept voran, aus dem 10 Millionen Franken an den Stade-de-Suisse-Bau flossen. Die restlichen 340 Millionen Franken trommelte Marazzi selber zusammen.
Ausgerechnet in diesem Moment stürzten die Young Boys in ihre schwerste Krise. Sportlich drohte der Fall aus der damaligen Nationalliga B in die bedeutungslose 1. Liga, wirtschaftlich torkelte YB am Rand des Ruins.
«Berner sind nur dann risikobereit, wenn der Erfolg sicher ist.» Bruno Marazzi
Marazzi griff ein, um seine Stadionidee zu retten. «Ich bewahrte die Young Boys vor dem Konkurs», erinnert er sich an die krimiähnliche Dramatik im Fussballbern von 1997. Er habe das nicht nur aus wirtschaftlichen Überlegungen getan, sagt Marazzi, sondern auch, weil er ein Zeichen setzen wollte für die Jugend, für die Zuversicht.
Insgesamt 17 Millionen Franken steckte er in den düsteren Jahren, als in Bern nur noch Romantiker an YB glaubten, nach eigenen Angaben selber in den Stadtberner Spitzenfussball. Später stellte er den Kontakt her zum Zürcher Sportmäzen Andy Rihs, der vorletzte Woche starb, und dessen Bruder Hansueli. Und er gleiste so den dauerhaften «Fussball-Finanzausgleich» auf, über den Zürcher Millionen das Berner Fussballmeistermärchen 2018 alimentieren.
Stiller Genuss
Schon vor zwanzig Jahren hatte sich Marazzi, der seine Unternehmung 2006 an den Bouygues-Konzern verkaufte, bemüht, Berner Investoren für YB zu finden. Erfolglos. Es fehle in Bern nicht unbedingt am Geld, sondern bis heute auch am Willen und am Optimismus, findet Marazzi. Und er fügt einen Satz an, der auch in diesem triumphalen Moment Berns Seele auf den Punkt bringt: «Berner sind nur dann risikobereit, wenn der Erfolg sicher ist.»
Als der Erfolg da war, vorgestern Samstagabend, sass Bruno Marazzi, stylisch wie immer, die YB-Schärpe um den Hals, im Stade de Suisse. Nach Spielschluss sah man durch den Pyronebel kurz seine stets luftige Frisur oben auf der Tribüne, und man konnte sicher sein: dass er diesen Augenblick der Genugtuung still, aber sehr genoss. https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/21614618
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shalako
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Verfasst: Montag 30. April 2018, 08:31 |
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30.04.2018  Zitat: Ostschweizer im YB-Verwaltungsrat: "Wir sind nicht da, um auf den Tischen zu tanzen"
GEORGES LÜCHINGER ⋅ Die Young Boys sind erstmals seit 1986 Meister. Seit anderthalb Jahren ist der Ostschweizer Georges Lüchinger Verwaltungsrat des Berner Fussballclubs.
Georges Lüchinger, wie feiert ein Verwaltungsrat?
Zurückhaltend. Im Hintergrund wie während eines gesamten Jahres. Wir sind nicht da, um auf den Tischen zu tanzen. Aber natürlich ist der Titel auch mit Emotionen verbunden, wenn man im Stadion sitzt. Und stolz sind wir schon, was wir mit den Young Boys als Gesamtorganisation geschafft haben. Unser Weg ist aber noch nicht fertig. Der Verwaltungsrat ist kürzlich in globo im Amt bestätigt worden. Der Titel ist ein schöner Etappensieg. Aber im Sport musst du den Erfolg immer bestätigen. Alle, die Mannschaft, die Trainer und die Personen im Umfeld, werden weiter hart und diszipliniert arbeiten.
Was gab den Ausschlag für den ersten Titelgewinn seit 32 Jahren?
Sicher nicht der Kunstrasen in unserem Stadion. Wir stehen auch auswärts mit der besten Bilanz zu Buche. Die Young Boys waren also auch auf Naturrasen die stärkste Mannschaft. Es war die Summe der Details, die zu Gunsten der Young Boys entschied. Wir haben nicht nur einen Topstürmer oder einen Topgoalie. Die gesamte Mannschaft trat in dieser Saison meisterlich auf.
Der Präsident ist ausserhalb der Region Bern nahezu unbekannt. Er heisst Hans-peter Kienberger. Wie ist er?
So wie ein Präsident sein muss. Er ist sehr engagiert, gut vernetzt in der Stadt. Er bringt alles mit, was man als Präsident benötigt. Er war zum richtigen Zeitpunkt der richtige Mann an der richtigen Stelle.
Hatten Sie je Zweifel, dass es – einmal mehr – nicht reichen könnte im Vergleich mit Basel?
Was in der Vergangenheit, vor meiner Amtszeit war, will und kann ich nicht beurteilen. Aber so wie in Bern ans Werk gegangen wird, war es absehbar, dass sich der Erfolg einmal einstellen würde. Unser Sportchef Christoph Spycher betont immer wieder, die Young Boys müssen nicht nur Basel besiegen, sondern das nächste Spiel gewinnen. Für mich ist die Verpflichtung Spychers als Sportchef einer der wichtigsten Transfers der vergangenen Jahre.
Was können die Young Boys in der Champions League leisten?
Der Schweizer Meister ist in der nächsten Saison nicht mehr direkt für die Gruppenphase qualifiziert. Es gilt, eine Runde mit Hin- und Rückspiel zu überstehen. Mehr kann man heute nicht sagen. Denn wir wissen nicht, wer der Gegner im Playoff ist. Aber ich bin sicher, dass wir gute Chancen haben werden, wenn wir weiterfahren wie bis jetzt. http://www.tagblatt.ch/sport/auch-auswa ... 97,5280622
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shalako
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Verfasst: Montag 30. April 2018, 08:33 |
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30.04.2018  Zitat: YB, mon amour
Eine Lebensschule namens Young Boys
Die Berner Young Boys begleiten Wirtschaftsredaktor Moritz Kaufmann schon sein ganzes Leben lang. Was der Klub für ihn bedeutet – eine Liebeserklärung.
Wer YB-Fan ist, hat in diesen Tagen eine Geschichte zu erzählen. Es geht dabei immer um das Gleiche: um Leiden, Hoffen, Hadern – und um die nun endlich eingetroffene Erlösung. Bei mir ist das nicht anders. Oder vielleicht doch?
Ich bin keiner dieser Ur-Berner, in dessen Adern Aarewasser fliesst. Kein Kuno Lauener (57) oder Alexander Tschäppät (66), die nach einem YB-Match gezeugt wurden und auf einem gelb-schwarzen Leintuch zur Welt kamen. Bei meinem ersten Match im Wankdorf wurde Georges Bregy (60) verabschiedet, der Walliser im YB-Dress. Das Spiel endete 1:1. Gegen wen, weiss ich nicht mehr. Sehr sexy war es nicht.
Aber: Wer in Bern gross wird, ist entweder YB oder SCB. Ich war halt YB. Also ging ich ab und zu an den Match. Mal mit mehr, mal mit weniger Begeisterung. Das änderte sich, als ich Anfang 20 war. Da zog ich weg von Bern, um zu studieren und Journalist zu werden. Ich wohnte in Zürich, im Ausland, in Basel und wieder in Zürich. Es wäre der Moment gewesen, sich von YB zu lösen. Wie von vielem, was mich mit Bern verband, mir nun aber nicht mehr notwendig erschien. Doch wo immer ich in der Schweiz landete, machten mich stets zwei Dinge als Berner erkennbar. Mein Dialekt. Und meine Unterstützung für die Young Boys.
Ich konnte sie nicht abschütteln. YB war für mich immer mehr als ein Fussballklub. YB war Lebensschule. Als ich von zu Hause wegging, wurde mir das bewusst. Als junger Mann hatte ich hochfliegende Pläne, unersättlichen Ehrgeiz, grosse Ideen. Wie die Young Boys. Sie wollten Meister werden, Titel gewinnen, in der Champions League spielen. Doch immer wieder haperte es, klappte es nicht, mussten wir umplanen, YB und ich.
Mit den Young Boys erlebte ich mit, welche Enttäuschungen und bitteren Momente das Leben bereithalten kann. Zwei Mal fehlte ein einziger Sieg zum Meistertitel. Einmal führten sie im Cupfinal zur Pause 2:0. Am Schluss aber blieben Hohn und Spott.
Meine erste richtige Stelle als Journalist bekam ich in Basel. Dort war ich Lokalreporter zu einer Zeit, als der FCB gerade seine totale Dominanz erreicht hatte, die Meisterschaft im Schlafwagen gewann und die grossen Mannschaften aus aller Welt empfing. Wäre die Schweizer Fussballliga eine Schulklasse, wäre der FC Basel das gutaussehende Kind mit den reichen Eltern und den guten Noten. Der Klub, dem einfach alles in den Schoss fällt. YB und ich, wir waren zwar ebenfalls ambitioniert. Aber wir mussten immer krampfen.
Nach Titelgewinnen oder grossen Champions-League-Matches versammelt sich tout Basel auf dem Barfüsserplatz und feiert. Ich war jeweils als Journalist dabei. Irgendwelche Ultras drohten mir Prügel an, weil ich fotografierte – mein Dialekt brachte mich zusätzlich in Gefahr.
Ich blieb professionell und berichtete fleissig weiter über die vielen FCB-Erfolge. Die Elf hatte es sich wahrlich verdient. Doch tief in mir loderte immer heller die gelb-schwarze Flamme.
Erst als Exilberner war ich zum eingefleischten YB-Fan geworden. Wenn YB in die Stadt kommt, bin ich dabei, im Joggeli oder im Letzigrund, mit dem gelb-schwarzen Schal. Wenn möglich auch im Wankdorf. Und wenn ich dann die Mannschaft anfeuere, dann immer auch ein bisschen mich selbst.
Für mehr als Platz zwei reichte es trotzdem nie. Bis jetzt. Plötzlich sind wir Meister! Nach all dem Leiden, Hoffen, Hadern. Nach 32 Jahren. So wie Kuno Lauener mit Züri West sang: «Irgendeinisch fingt ds Glück eim.» Und nun weiss ich: Das Leben ergibt mehr Sinn, wenn man zu den Gewinnern gehört.
Und all die Rückschläge, die bitteren Momente? Ich mache mir keine Illusionen: sie werden wieder kommen. YB ist immer noch YB. Doch darüber reden wir nächste Saison. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 19802.html
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shalako
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Verfasst: Montag 30. April 2018, 16:10 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.04.2018  Zitat: Der grosse Ausverkauf droht
Diese Stars bringen YB Millionen ein!
YB ist Meister. Doch das Wunderteam wird auseinandergerissen. Es locken die Millionen aus den Topligen. Welche Spieler werden gehen. Was werden sie einbringen?
Die Chance, dass sich YB diesen Sommer erstmals für die Champions League qualifiziert, ist intakt. Es warten nicht mehr Brocken aus den grossen Ligen wie in der Vergangenheit, als man Vizemeister war. Nicht mehr Tottenham Hotspur, Borussia Mönchengladbach oder ZSKA Moskau.
«Eine Garantie dabei zu sein haben wir gleichwohl nicht», sagt Sportchef Christoph Spycher. «Wir werden alles hineinwerfen. Aber es wartet ein Gegner auf Augenhöhe.»
Konkret: YB muss in der letzten Quali-Runde ran. Zwei Spiele bis zum totalen Glück! Aber die Gegner können dennoch happig sein. So zum Beispiel ist der holländische Meister PSV Eindhoven ein möglicher Playoff-Opponent. Der PSV steht bereits als Champion der Niederlande fest.
Weitere mögliche YB-Gegner sind: • AEK Athen (Griechenland) • Europa-League-Halbfinalist Red Bull Salzburg (Österreich) • Dinamo Zagreb (Kroatien) • Cluj (Rumänien) • Viktoria Pilsen (Tschechien)
Die Königsklasse ist von der Aussichtsplattform YB also erst in weiter Ferne zu sehen. «Grundsätzlich ist die Champions League der Traum eines jeden Spielers», sagt Spycher. Ob das reicht, auf ein Millionensalär zu verzichten?
Spycher: «Wir werden sehen»
Der Sportchef ist sich dessen bewusst, dass einige Spieler, die er im Winter zum Verbleib in Bern überreden konnte, gehen werden. Zumal er ihnen aufgezeigt hat, dass der Transfer-Zeitpunkt Winter schlechter sei als jener im Sommer. «Wir werden Spieler verlieren», sagt Spycher. Gleichzeitig betonend, dass dies zur YB-Philosophie gehöre. «Aber wir werden nicht drei Viertel der Mannschaft verlieren und auch nächste Saison eine kompetitive Mannschaft haben.»
Schauen wir uns mal an, wer alles gehen könnte. Und wohin. Und zu welchem Preis.
- Kevin Mbabu (23): Seine Wechselwahrscheinlichkeit liegt bei 95 Prozent. Transfermarkt hat den Wert des Genfers von 3,5 auf 7 Millionen verdoppelt. Doch das ist ein Finger-in-die-Luft-halten. Geht Mbabu wieder auf die Insel, von wo er zu YB kam, weil er sich bei Newcastle nicht richtig hat durchsetzen können? Er jedenfalls will unbedingt zurück nach England, träumt von ManUtd. Klopft ein grösserer britischer Klub an, kann Spycher das lösen, was er möchte: rund 10 Millionen Franken. Im Moment interessiert sich indes vor allem der VfB Stuttgart für den Rastaman. Und zwar recht vehement. - Roger Assalé (24): Ein derart schneller, wirbliger und unberechenbarer Stürmer ist enorm begehrt auf dem Markt. Zwei Namen sind bekannt: Southampton und Leicester. Und wenn ein Premier-League-Klub einen Stürmer unbedingt will, der neben 12 Toren auch mit 9 Assists zu Buche steht, dann kann der Preis schnell auf 15 bis 20 Millionen schnellen. Wechselwahrscheinlichkeit: 98 Prozent. - Kasim Nuhu (22): Der Schrank in der YB-Abwehr wird kaum zu halten sein. Die russischen (ZSKA und Zenit) sowie ukrainischen (Dynamo Kiew) Spuren scheinen erkaltet. Die nächste Destination des Ghanaers ist eher in Deutschland oder England zu suchen. Newcastle hat Interesse. Kosten wird der Innenverteidiger rund 10 Millionen. Davon sieht YB indes nur die Hälfte. Die andere geht an Nuhu-Vorbesitzer Leganes nach Spanien. Wechselwahrscheinlichkeit: 95 Prozent. - Djibril Sow (21): Ein Wechsel des Supertalents, das von Gladbach zu YB kam, käme nach nur einer Saison in der Super League definitiv zu früh, ist aber nicht auszuschliessen. Dafür hat der Zürcher zuletzt zu gut gespielt. Er ist aggressiv und gleichzeitig technisch beschlagen. Er ist grazil und gleichzeitig schnell. Aber er schiesst keine Tore. Nur eines diese Spielzeit. Preis: 5 bis 8 Mio. Wechselwahrscheinlichkeit: 50 Prozent. - Sékou Sanogo (28): Der Ivorer, der fast beim HSV und beim VfB gelandet wäre, muss diesen Sommer gehen. Sonst wird es nie etwas mit einer grossen Liga – der Aggressivleader ist bereits 28. Nach einer überragenden Saison wird er diese Chance packen und in der Bundeliga landen. Preis: rund 5 Mio. Wechselwahrscheinlichkeit: 75 Prozent. - Miralem Sulejmani (29): Der Vertrag des Serben läuft aus, er könnte im Sommer ablösefrei wechseln. Das Angebot von YB liegt auf dem Tisch. Noch zögert der Ex-Spieler von Benfica Lissabon und Ajax Amsterdam – und sondiert den Markt. Wechselwahrscheinlichkeit: 45 Prozent. - Leonardo Bertone (24) : Der Berner ist die Nummer drei im zentralen Mittelfeld, also häufig Bankdrücker. Er fühlt sich – zu Recht – zu mehr berufen. Und schaut sich deshalb um. Preis: ca. 2 Mio. Wechselwahrscheinlichkeit: 40 Prozent. - Marco Bürki (24): Der Innenverteidiger Nummer vier will spielen. Deshalb wechselt der Bruder von BVB-Keeper Roman ablösefrei in die belgische Jupiler Pro League zu Cupsieger Zulte Waregem. - Christian Fassnacht (24): 2014 kickte der Zürcher für Thalwil in der 1. Liga. Nun der Sprung ins Ausland? Wäre in der Tendenz ein Jahr zu früh – aber wenn der richtige Klub anklopft? Es gibt konkrete Bundesliga-Interessenten. Kostet je nach Liga 3 bis 6 Mio. Wechselwahrscheinlichkeit: 50 Prozent. - Loris Benito (26): Der Aargauer wechselte nach einem Jahr als Ergänzungsspieler bei Benfica zu YB. Nach viel Verletzungspech endlich mal ein halbes Jahr ohne Blessur. Zieht es ihn da sogleich wieder weg? Nicht ausgeschlossen. Marktwert: um die 3 Mio. Wechselwahrscheinlichkeit: 20 Prozent. https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 18255.html
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