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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Montag 23. April 2018, 08:07 
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Sind Modefans eine Plage oder ein Segen für YB?

Hardcorefans schimpfen über die Unterstützer, die nur ins Stadion gehen, wenn YB so gut spielt. Der Club hingegen freut sich.

Die meisten Fans, die am Sonntag an das Spiel YB – Lausanne pilgerten, waren gestern in Gelb-schwarz gekleidet. Die YB-Euphorie ist deutlich zu spüren – auch der Fanshop war vor dem Spiel gerappelt voll.

Genauso das Stadion: Auch am Sonntag wieder besuchten 26'506 Fussballverrückte das Spiel. Während in den Saisons 2013 bis 2016 der Zuschauer-Schnitt bei 17'000 Besuchern lag, stieg er in dieser Saison mit den Chancen auf den Meistertitel auf über 20'000 Zuschauer pro Spiel. «Es ist eine richtige Euphorie zu spüren, das ist doch super», sagt Max Adolf (68) aus Zollikofen, YB-Fan seit Kindheit.

Dem Club bringts Geld

Doch in Internetforen sehen das eingefleischte Fans etwas anders: Oft wird über die sogenannten Modefans hergezogen. Denn sie würden ihren Club nur in guten, aber nicht in schlechten Zeiten unterstützen.

Als 20 Minuten diese am Sonntag vor dem Spiel suchte, wollte sich keiner outen. Die meisten gaben an, rund vier Spiele pro Saison zu besuchen. Immerhin: Der Club scheffelt mächtig Kohle mit den zusätzlichen Ticketverkäufen. Bei Preisen zwischen 25 und 90 Franken verzeichnet der Club bei jedem Match über 100'000 Franken Mehreinnahmen. YB-Sprecher Albert Staudenmann: «Wir begrüssen jeden Fan, der uns im Stadion unterstützt und verurteilen somit auch keine Modefans.»


http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/YB-28276751

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Montag 23. April 2018, 23:12 
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Saison 2018/19

YB erhält die Lizenz in erster Instanz

Der BSC Young Boys hat die Lizenz für die kommende Saison in erster Instanz erhalten.

Mitteilung der Swiss Football League:

20 Klubs erhalten in 1. Instanz die Lizenz für die Saison 2018/19

Für die kommende Saison 2018/19 erteilt die Lizenzkommission der Swiss Football League (SFL) allen zehn Klubs der Raiffeisen Super League (RSL) in 1. Instanz die Spielberechtigung in der höchsten Liga. Auf Stufe der Brack.ch Challenge League (BCL) wir nur dem FC Chiasso die Lizenz vorerst verweigert. Zwei von vier Bewerbern aus der Promotion League erhalten die Spielberechtigung für die zweithöchste Liga.

Die Lizenzkommission der SFL beurteilte als erste Instanz im Lizenzierungsverfahren für die Saison 2018/19 die Dossiers von 23 Lizenzbewerbern: 19 Klubs aus der SFL (der FC Wohlen hatte schon früher entschieden, keinen Lizenzantrag zu stellen) sowie 4 Aufstiegsaspiranten aus der Promotion League. Sie prüfte die rechtlichen, infrastrukturellen, sportlichen, administrativen, finanziellen und sicherheitsspezifischen Kriterien der umfangreichen Dossiers.

Die Kommission erteilte schliesslich in 1. Instanz allen zehn Klubs der RSL die beantragte Lizenz für die nächste Saison. In der BCL erfüllten 8 von 9 Klubs die Anforderungen für die nächste Saison. Mit Neuchâtel Xamax FCS, dem Servette FC und dem FC Vaduz erhielten drei BCL-Klubs auch die Lizenz II, die für eine Teilnahme an der RSL-Meisterschaft notwendig ist.

Drei Klubs noch ohne Lizenz für 2018/19

Xamax steht seit Sonntag als Aufsteiger für die Raiffeisen Super League fest. Von den vier Kandidaten aus der Promotion League für den Aufstieg in die BCL erhielten der SC Kriens und Yverdon Sport FC die Lizenz III, die für die Teilnahme an der zweithöchsten Schweizer Liga berechtigt.

Ihre Dossiers nachbessern müssen hingegen der FC Chiasso (BCL), der SC Brühl und der FC Stade Nyonnais (beide Promotion League). Diese drei Klubs erhielten erstinstanzlich keine Spielberechtigung für die kommende Saison. Sie haben nun die Möglichkeit, innert fünf Tagen Rekurs einzulegen. Die Entscheide der 2. Instanz werden am Freitag, 18. Mai 2018 kommuniziert.

Folgende Spielberechtigungen wurden für die Saison 2018/19 erteilt:

Lizenz I oder II:
FC Basel 1893 (I), Grasshopper Club Zürich (I), FC Lausanne-Sport (I), FC Luzern (I), FC Lugano (I), FC Sion (I), FC St. Gallen (I), FC Thun (I), BSC Young Boys (I), FC Zürich (I), Neuchâtel Xamax FCS (II), Servette FC (II), FC Vaduz (II).

Lizenz III:
FC Aarau, SC Kriens, FC Rapperswil-Jona, FC Schaffhausen, FC Wil 1900, FC Winterthur, Yverdon Sport FC.

Ohne Lizenz:
Brühl, FC Chiasso, FC Stade Nyonnais, FC Wohlen (auf Lizenzantrag verzichtet).

Die Lizenz I ist erforderlich für die Teilnahme an den UEFA-Wettbewerben und berechtigt zur Teilnahme an der Raiffeisen Super League. Für letztere genügt auch eine Lizenz II, sie wird typischerweise von den Aufstiegskandidaten aus der BCL beantragt. Mit einer Lizenz III kann ein Klub in der Brack.ch Challenge League antreten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. April 2018, 16:39 
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Seite um Seite im Geschichtsbuch

Die aktuelle YB-Mannschaft schreibt weiter an ihrem Eintrag in die Vereinshistorie. Zum Meistertitel fehlt noch ein Sieg – und am Ende der Saison winken diverse Rekorde.

Die Zurückhaltung scheint abgelegt. Ausserhalb Berns war man sich in den letzten Wochen längst einig gewesen, wohin der Meistertitel im Schweizer Fussball in diesem Jahr gehen würde, nur rund um die Young Boys hatte man sich in der ureigenen Vorsicht noch etwas schwieriger damit getan.

Ein letzter Sieg fehlt jetzt noch, am Samstag im Heimspiel gegen Luzern, und diesen womöglich letzten Schritt zum Titel scheint sich in Bern niemand entgehen lassen zu wollen: Keine zwei Stunden dauerte es am Sonntagabend nach dem 4:1 gegen Lausanne, bis auch die letzten Tickets für die Veranstaltung am Samstag vergriffen waren.

Ein ausverkauftes Stade de Suisse, zum dritten Mal bereits in dieser Saison: Das gab es lange nicht mehr, nicht einmal in der oft zitierten Spielzeit 2009/2010, als YB zum letzten Mal gute Chancen auf den Titel hatte.

«Ein grossartiges Zeichen»

«Endlich haben wir es ausschliesslich in den eigenen Füssen», sagte Leonardo Bertone nach dem Schlusspfiff am Sonntag, «und dann erst noch im eigenen Stadion.» Den Zuschaueraufmarsch der letzten Wochen mit jeweils mindestens 25'000 Besuchern in den letzten vier Heimspielen nimmt man bei den Young Boys beeindruckt zur Kenntnis.

«Ein grossartiges Zeichen unserer Fans», sagt Trainer Adi Hütter. Und Bertone verrät: «Die Party wird nicht klein. Aber erst muss der Sieg her.»

Die Mischung aus Pflichtbewusstsein und Vorfreude prägt die Stimmung rund um die Young Boys in diesen Tagen – und könnte die Mannschaft in dieser ohnehin historischen Saison zu Vereinsrekorden tragen. Punktemässig ist YB gerade so erfolgreich unterwegs wie noch nie in der Super League.

«Die Party wird nicht klein. Aber erst muss der Sieg her.»
Leonardo Bertone


72 Punkte – so viele hatten die Berner nach 31 Runden noch nie auf dem Konto, seit in einer durchgehenden Meisterschaft gespielt wird (seit 2002/2003). Im Frühling 2010 standen sie nach gleich vielen Spielen bei 68 Zählern. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch die ­Rekordmarke von damals, die 77 Punkte nach der Schlussrechnung, bis zum Saisonende Mitte Mai noch fällt.

Das treffsichere YB-Quintett

Ebenfalls rekordverdächtig erscheint derzeit die Torproduktion. 2008/2009 gelangen YB 85 Treffer, bei aktuell 75 Toren und fünf ausstehenden Spielen könnte auch diese Bestmarke verbessert werden. Und ganz sicher einzigartig wäre, wenn sich das Torjägerklassement auch zum Schluss noch wie aktuell präsentieren würde: mit gleich fünf YB-Akteuren unter den besten zehn Torschützen. Guillaume Hoarau (13 Tore), Roger Assalé (12), Jean-Pierre Nsame, Miralem Sulejmani (beide 11) und seit neuestem auch Christian Fassnacht (9) bilden das treffsichere YB-Quintett.

Seit Einführung der Super League 2002 hatten die Young Boys zum Ende der Saison zwar immer mindestens einen, aber nie mehr als drei Spieler unter den zehn besten Schützen der ­Liga – der Bestwert datiert aus der Saison 2004/2005, als Stéphane Chapuisat, Francisco Neri und Thomas Häberli unter den Top 10 waren.

Nach aktueller Ausgangslage werden Sulejmani und Fassnacht hinter den drei Stürmern den Titel des treffsichersten Mittelfeldspielers unter sich ausmachen. Den sicherte sich der Serbe bereits in den vergangenen zwei Spielzeiten. Der letzte Mittelfeldakteur, der zum Saisonende die meisten Ligatore in der Mannschaft erzielt hatte, war 2013 Raphaël Nuzzolo: Seine 9 Tore benötigte YB damals für Rang 7.

Hoarau nähert sich 100 Toren

Schon jetzt ein All-Star im Verein ist Guillaume Hoarau. Der Franzose ist seit einiger Zeit nicht nur bester Europacup-Torschütze (15 Treffer, vor Geni Meier), sondern zumindest auch der beste Torjäger der moderneren YB-Geschichte. 82 Treffer hat Hoarau seit seiner Ankunft im Sommer 2014 für Gelb-Schwarz erzielt, ganz bestimmt für die Zeit in der Super League ist das Rekord.

Bestmarken und Rekorde, das könnte nach dem möglicherweise letzten Schritt zum Titel am Samstag das Nächste sein, worauf die in dieser Saison äusserst ehrgeizigen Young Boys den Fokus legen. Auf dem Fussballplatz ist die Zurückhaltung ja schon länger abgelegt.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/24449313

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. April 2018, 18:13 
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11 662 Tage danach

Wie war das damals eigentlich, als YB das letzte Mal Meister wurde?

Er sah aus wie ein Späthippie, der für einen Sommerkatalog Modell steht, ganz in Braun, Hose kariert und längs gestreift, seine Brille fast grösser als das Gesicht, die teils grauen Haare lang. Gilbert Gress war wie immer, wenn er irgendwo an einem Spielfeldrand zappelt, damals an jenem schönen Abend im Mai 1986 in der alten Maladière in Neuenburg. Ein Vulkan. Fuchtelnd, leidend, jammernd, tobend, klagend, schreiend.

«Ruuuuuudi!» immer wieder, «Ruuuuuudi» sollte vorwärts, zurück, rechts, links und möglichst überall gleichzeitig und vor allem zurück sein, «Ruuuuuudi» war Ruedi Elsener, der rechte Flügelstürmer von Xamax, der eine Halbzeit lang direkt vor Gress spielte und vieles hören musste.

Am Ende des Abends verschwand Gress wortlos und verärgert. Xamax verlor. Und der Trainer nebenan, ein unscheinbarer Mann, der besonnen mit Krawatte und Pullover einfach dagestanden war und kaum etwas gesagt hatte, wurde auf Schultern gehoben und gefeiert. YB gewann 4:1. War Meister.

Mit Alexander Mandziara, einem Deutschen, der in Frankreich geboren war, lange in Polen lebte und bei dem viele die Nase rümpften, als er nach Bern kam, kaum bekannt, zuvor arbeitslos.

Fast 10 000 Tage hatten die Berner darauf gewartet, seit 1960, als sie zum letzten und damals vierten Mal hintereinander Meister geworden waren. Sie waren verspottet worden und immer wieder gescheitert, im Stolz verletzt, «YB for never», hiess es längst.

Die YB-Feier damals im Boccia-Hüsli

Und dann der Jubel. Mit Mandziara, mit Lars Lunde, dem lebenslustigen Alleinunterhalter im Sturm, mit Robert Prytz, dem magistralen Schweden. Es gab keine Feier in der Stadt damals, keinen Empfang auf dem Bundesplatz und keinen Balkon. Als die Spieler von Neuenburg nach Hause fuhren, beschlossen einige, noch ins Boccia-Hüsli gleich neben dem Wankdorf zu gehen, einige Fans warteten dort.

Prytz sagte am anderen Tag, er hätte starkes Kopfweh gehabt, vom vielen Bier. Wenige waren in der kleinen Baracke – aber wenn man sich heute in Bern umhört, glaubt man, die halbe Stadt sei in jener Nacht dort gewesen.

31 Jahre und 11 Monate ist das jetzt her. Und wieder musste die Berner Seele in der Zwischenzeit leiden. Abstieg, Fast-Konkurs, einmal kein Geld, um im Wankdorf die Gegentribüne vom Schnee zu räumen, Trainer kamen und gingen, 21 insgesamt, bis zu Adi Hütter, privat sehr smart, als Coach gradlinig und dominant. In Linz war er einst Spieler unter Mandziara.

Noch 4 Tage, 20 Stunden, 45 Minuten, 0 Sekunden (Stand Montag 24 Uhr). Dann, wenn YB am Samstag gewinnt, wird es so weit sein. Der Countdown läuft längst Sekunde für Sekunde auf www.meistertraum.ch. Das Boccia-Hüsli gibt es nicht mehr. 50 000, einige sagen gar 100 000, sollen zur Feier kommen, die Stadt Bern hat 135 000 Einwohner.

Guillaume Hoarau, der Lunde von heute, wird wohl Gitarre spielen und singen, Kuno Lauener vielleicht auftreten, «Hütt hei sie wieder mau gwunne» war einst ein Song von Züri West, als die Berner selten gewannen.

Noch 4-mal schlafen. Es gibt noch einige, die bleiben vorsichtig. 11 662 Nächte wären dann vergangen, seit dem letzten Mal.


https://www.tagesanzeiger.ch/sport/fuss ... y/31064727

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 25. April 2018, 08:15 
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Düstere Vorahnungen

2010 hätten die Young Boys letztmals Schweizer Meister werden können. Die Berner scheiterten damals auf bittere Art und Weise.

Acht Jahre ist es her, dass die Young Boys letztmals ernsthaft um den Meistertitel kämpften. Nach einem Blitzstart in die Saison hatten sie im Spätsommer 2009 dank eines 2:1-Siegs in Basel in der 8. Runde bereits 13 Punkte mehr auf dem Konto als der FCB. Dieser Vorsprung verringerte sich sukzessive, doch auch zwei Spieltage vor Saisonende lag YB auf Rang 1. Beim 2:1-Heimsieg gegen St. Gallen in der 34. Runde erzielte Stürmer Henri Bienvenu an einem Mittwochabend in der 90. Minute das Siegestor im Stade de Suisse – und sorgte für eine Explosion der Gefühle bei Berner Spielern, Fans und Radioreportern. Willkommen, Meistertraum.

Noch immer lag Basel vor dem 35. Spieltag nämlich 3 Punkte zurück, theoretisch hätte YB am Donnerstag, dem 13. Mai 2010, auswärts gegen Luzern die erste Meisterschaft seit 24 Jahren feiern können – wenn der Berner Club an diesem Abend mehr Punkte geholt hätte als Basel zu Hause gegen Xamax. Es war ein kleiner Matchball.

Der FCL bestritt seine Heimspiele damals wegen des Stadionneubaus in Luzern in der Emmenbrücker Provinz. YB wurde von jeder Menge Anhängern begleitet, zu Hause in Bern war alles vorbereitet für eine Freinacht. Und vor der Partie präsentierte der Journalist der «Berner Zeitung» YB-Mitarbeitern die prächtige Meisterbeilage, die im Falle eines Titelgewinns am Abend in Bern verteilt worden wäre.

Coach Vladimir Petkovic allerdings ging in Emmenbrücke ein mutiges Aufstellungspoker ein – und erlitt Schiffbruch. Der heutige Schweizer Nationaltrainer verzichtete unter anderem auf Abwehrchef Emiliano Dudar und mal wieder auf Stratege Gilles Yapi, weil nicht einmal 72 Stunden später das Heimspiel gegen Basel auf der Agenda stand.

Shaqiri hinten links

Die Young Boys waren der hohen Belastung nicht gewachsen. Nelson Ferreira, der portugiesische Berner Oberländer, traf nach nicht einmal 100 Sekunden zum 1:0 für Luzern, zur Pause führte der FCL 3:0, am Ende siegte er 5:1. Und weil Basel gleichzeitig gegen Xamax 3:0 gewann, wurde YB in der Tabelle eine Runde vor Schluss erstmals in der gesamten Saison 2009/10 vom Konkurrenten überholt. Der FCB besass das bessere Torverhältnis. Nun hatte sich die Ausgangslage nach einer monatelangen Aufholjagd der Basler endgültig verändert – die Young Boys benötigten zum Abschluss zu Hause gegen den FCB einen Sieg.

Immerhin: Es war ein echter Matchball für YB. Die Nerven im Verein allerdings lagen blank. Bereits die Finalissima 2008 in Basel hatten die Young Boys ja verloren, zudem waren sie 2006 und 2009 als klare Favoriten im Cupfinal im Stade de Suisse zweimal gegen Sion untergegangen. Trainer Petkovic, seit Sommer 2008 bei YB, lud in einer denkwürdigen Pressekonferenz am Freitag, wenige Stunden nach dem 1:5 in Luzern, alle Schuld auf sich. «Ich habe das Pokerspiel gestern verloren», sagte er, gab sich aber kämpferisch und übertrieben selbstsicher. «Ich bin überzeugt, dass wir am Sonntagabend Meister sein werden», sagte Petkovic unter anderem. Und: «Wir sind besser als Basel.»

Es kam also dieser Sonntag, Festtagsstimmung im Stade de Suisse. Aber auch die düstere Vorahnung der Berner Fussballgemeinde, dass es YB erneut vermasseln würde. Man war Enttäuschungen in bedeutenden Begegnungen aus den letzten Jahren ja gewohnt. Basels Trainer Thorsten Fink stellte einen gewissen Xherdan Shaqiri, damals 18-jährig, als Linksverteidiger auf, um die Kreise des überragenden YB-Torjägers Seydou Doumbia zu stören. Shaqiri, mittlerweile seit vielen Jahren vor allem vorne rechts zu finden, erledigte seinen Job ausgezeichnet. Die nervösen Young Boys fanden nie ins Spiel, der FCB agierte souverän, abgeklärt, überlegen.

Und wie zwei Jahre zuvor beim entscheidenden Spiel im St.-Jakob-Park traf Valentin Stocker zum 1:0 für die Basler. Diesmal nicht früh, sondern kurz vor der Pause. In der zweiten Halbzeit gelang dem Australier Scott Chipperfield nach einer Stunde der zweite Treffer für die Gäste, die YB-Fans im ausverkauften Stadion erlebten eine weitere bittere Niederlage ihrer Mannschaft. Erneut siegte Basel im letzten Spiel 2:0. Diesmal war die Niedergeschlagenheit besonders gross, weil die Young Boys monatelang grossartig agiert hatten.

Theater um Yapi

YB liess sich auch wegen des Störfeuers aus Basel aus der Balance werfen. Der wertvolle Gilles Yapi etwa hatte sich im Januar entschieden, YB nach der Saison ablösefrei Richtung FCB zu verlassen. Die Verantwortlichen der Young Boys lavierten in der Causa Yapi, mal spielte er und mal nicht, das führte zu einer groben Destabilisierung des Teams.

Es war damals, im Mai 2010, die erste von acht Meisterschaften in Serie für Basel. Deren Verantwortliche, Präsident Bernhard Heusler und Sportchef Georg Heitz, blickten zu jener Zeit durchaus neidvoll auf die Strukturen in Bern, weil Stade-de-Suisse-CEO Stefan Niedermaier ausgezeichnete Arbeit geleistet hatte.

Wenige Wochen später wurde Niedermaier entlassen, weil er einen Machtkampf gegen den in weiten Kreisen unbeliebten Verwaltungsratspräsidenten Benno Oertig verloren hatte. Es war der Anfang vom Ende als Verein auf FCB-Augenhöhe. Es kamen schwierige Jahre für die Young Boys, die Phase 3 zündete nie, bis 2016 folgte ein jährlicher Millionenverlust, Trainer, Sportchefs und Spieler kamen und gingen, die Young Boys aber vermochten den FCB in all den Jahren nie richtig zu fordern.

Bis zur aktuellen Spielzeit. Der FCB verzichtete in der Winterpause darauf, einem der starken YB-Akteure wie Kevin Mbabu, Roger Assalé oder Kasim Nuhu mit einem reizvollen Angebot den Kopf zu verdrehen. Und so können die Young Boys ausgerechnet erneut gegen Luzern, diesmal aber zu Hause, am Samstag bereits in der fünftletzten Runde den Meistertitel feiern. Und sonst eine Woche später in Sion – oder halt an einem der drei letzten Spieltage in Basel, gegen Lugano oder in Zürich gegen GC.

Diesmal ist ein Scheitern von YB bei fünf Matchbällen praktisch ausgeschlossen. Und die FCB-Dominanz nach acht Jahren beendet.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/25321787

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 25. April 2018, 17:27 
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Auf dem Balkon mit dem Wechselberger

Noch mehr YB-Geschichten der «Bund»-Leserinnen und Leser – mit YB-Stars zum Anfassen.

Wie wird man YB-Fan? Vielleicht so wie Heidi Ramirez-Pulfer zu Beginn der 70er-Jahre: Auf dem Weg zur Klavierstunde. «Als ich in die Klavierstunde ging und im Liebefeld auf den Bus wartete, lernte ich den 19-jährigen YB-Stürmer mit der Nummer 7 kennen, Peter Marti. Beim nächsten Aufeinandertreffen gab er mir zwei grüne Gratistickets für mich und meinen jüngeren Bruder. Damals, denke ich heute, wurde mein Herz direkt gelb-schwarz.»

Und so ein gelb-schwarzes Herz bedeutet für Ramirez heute wie damals: Immer noch an jedem Heimspiel dabei zu sein, früher oft auch an den Auswärtsspielen, «es heisst nicht vergebens ‹YB forever›». Was zumindest im alten Wankdorf nicht fehlen durfte, war die Pinzette, «da die alten Holzbänke immer ‹Spriisse› abgaben».

Mit Frau Eich ins Stadion

Keine Gratis-Tickets von YB-Spielern brauchte Hanspeter Forster. Er und seine Freunde fanden nämlich einen anderen Weg um in Stadion zu kommen. Das Ehepaar Eich – der Mann, «Wädu» Eich, war der damalige YB-Goalie – wohnte gleich im Haus nebenan, an der Attingenhausenstrasse im Berner Nordquartier.

Und so wartete der junge Hanspeter jeweils, bis sich Frau Eich und ihr Sohn – im gleichen Alter wie Forster – auf den Weg ins Stadion machten. «Bis sie zum Stadion kam, waren es dann etwa sechs Buben, die auf sie gewartet hatten.» Auf die Frage «Sind das alle Ihre Buben?» hätte sich für die Jungen das Tor geöffnet. «Damit konnten wir das ‹Füfzgi› sparen, das der Eintritt damals für Schüler kostet», erinnert sich Forster. Auch die berühmte «YB-Viertelstunde» wusste Forster für sich zu nutzen: «Da wars auf dem Rasen meistens so spannend, da schaute keiner mehr auf die Bierflasche zwischen den Beinen.» Für den Depot-Jäger ein Schlaraffenland – «so kam ich immer mit mehr Geld nach Hause, als ich beim Weggehen gehabt hatte».

Und schliesslich war Forster auch mit der verstorbenen YB-Legende Ernst Wechselberger auf Du. Als der nach Bern kam, hiess es, er würde im Nordquartier eine Bleibe suchen. «Eines Abends stand ich auf unserem Balkon und hörte nebenan ein Geräusch. Ich beugte mich vor und erstarrte fast vor Ehrfurcht: Da stand doch wirklich Ernst Wechselberger!». Der YB-Star reagierte zugänglich: «Hallo Junge, ich bin der Ernst.» Am nächsten Tag in der Schule seien ihm die Neider gewiss gewesen, so Forster.

Auf ein Bier mit Lars Lunde

Eine YB-Legende zum Anfassen: Diese Erfahrung machte auch Jens Montandon, der in der Nähe von Grenchen aufgewachsen ist und jetzt im Liebefeld lebt. Zu den Helden seiner Kindheit hätten Asterix und Obelix gehört, dazu einige der grossen, charismatischen Indianerhäuptlinge – und «ganz klar»: YB-Stürmer Lars Lunde.

1986, nach einem YB-Spiel in Grenchen kam es dann dazu: «Ich habe allen Mut zusammengenommen und Lars Lunde seitlich leicht berührt», schreibt Montandon. «Da wir in unserer Familie dänische Wurzeln haben, war er für uns sowieso etwas Spezielles.»

Jahrzehnte später, als Lunde Trainer des FC Bern wurde, «bin ich mit dem Fussballbuch von 1986 zu ihm hingegangen und habe 30 Jahre verspätet doch noch seine Unterschrift erhalten. Wir haben danach zusammen ein Bier getrunken, ich und mein Kindheitsheld.»

Bert Theunissen aus Draht

Andere bauten sich ihre YB-Spieler zum Anfassen gleich selbst. So etwa Leser Theo Schmid. «Es war in den 60ern. Im Werkunterricht in der Sek Büren hiess es: Gestaltet eine Figur aus Draht.» Seine Kollegen hätten Flugzeuge und Tiere gebaut – «ich baute Bert Theunissen».

An einem YB-Spiel war er da aber noch nie, Bern war zu weit weg. Einzig am Radio konnte Schmid sein Idol – 27 Tore in seiner ersten YB-Saison! – verfolgen. Nur einmal sei Schmid an einem YB-Match gewesen und zwar am Uhren-Cup in Grenchen. Begleitet habe ihn sein Nachbar, der Dorfgemeindeschreiber – und spätere YB-Präsident – Walter Frei.


https://www.derbund.ch/bern/nachrichten ... y/29080253

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 26. April 2018, 08:36 
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«Und aues nur, wöu mir di liebe . . .»

Am Samstag können die Young Boys nach 32 Jahren wieder Schweizer Meister werden. Die Gesänge der Fanclubs in der Ostkurve werden unüberhörbar sein.

Es ist eine Kanterniederlage. Am 24. August 2016 verlieren die Young Boys in der Europa League auswärts gegen Borussia Mönchengladbach gleich mit 6:1. Die mitgereisten YB-Fans sind dennoch Sieger. Sie singen auch nach Spielschluss weiter, ganze 45 Minuten lang – eine dritte Halbzeit sozusagen. Die gegnerischen Fans quittieren diesen Auftritt mit Applaus. «Es war ein denkwürdiger Abend, der in der Erinnerung noch heute Gänsehaut bei mir auslöst», erinnert sich YB-Fanarbeiter Lukas Meier. Im Stade de Suisse ist die Stehrampe in der Ostkurve die Bühne für jeweils an die tausend überwiegend männliche Ultras. Hier haben die organisierten Fangruppierungen ihre Heimat, hier wird mit Gesängen, Anfeuerungsrufen, mit Choreografien und Transparenten für Stimmung gesorgt.

Unter den Namen Gäubschwarzsüchtig und Ostkurve Bern sind rund 20 Fanclubs zu zwei Dachverbänden zusammengeschlossen. Der 42-jährige Historiker und SP-Stadtrat Lukas Meier erinnert an die gar nicht so weit zurückliegenden Anfänge: Im Jahr 2003 wurde Gäubschwarzsüchtig aus der Taufe gehoben – also in einer Zeit, als die Young Boys während des Stadionneubaus für vier Spielzeiten im Neufeld aufliefen und eben erst aus den Niederungen der Nationalliga B wieder ins Oberhaus aufgestiegen waren. Die Ostkurve habe sich dann abgespalten, erinnert sich Meier, «dort hatte es mehr Junge, denen war unser Auftreten vielleicht etwas zu lahm». Sie hätten alles etwas lockerer gesehen und gegnerische Fans etwa auch auf ein Bier ins Fussballlokal HalbZeit im Breitenrain-Quartier eingeladen.

Die Ultras in Schweizer Stadien sind ein relativ neues Phänomen. Im alten Wankdorfstadion gab es vor der Jahrtausendwende kaum organisierte Fans mit Gesängen. «Es waren mehr einzelne Grüppchen, die spontan etwas sangen und die Mannschaft auf dem Spielfeld mit ‹Hopp YB›-Rufen anfeuerten», erinnert sich Charles Beuret, Vereinshistoriker und Leiter des YB-Museums.

Gegen den «gezähmten Fan»

Tatsächlich schwappte die Ultra-Kultur in den Nullerjahren aus Italien und aus Deutschland in die Schweiz über. Die Bibel für viele Ultra-Gruppierungen war das Manifest der AS-Roma-Ultras, welche aus einer linken Position die Kommerzialisierung des Fussballs kritisierten und sich gegen den «gezähmten Fan» als braven Konsumenten zur Wehr setzten. «Im Neufeld entstand etwas Neues», erinnert sich Meier, das Optische und Akustische sei sehr wichtig gewesen. Und auch der Anspruch, eigene Lieder zu kreieren.

Damit einher ging auch ein soziales Engagement, das sich nicht nur auf den Spieltag beschränkte. Ein möglichst die ganzen 90 Minuten abdeckender Teppich aus Gesängen und Sprechchören wurde angestrebt, auch ein Wettstreit mit anderen Fankurven. Meier hat beobachtet, wie mit dem sportlichen Aufstieg der Young Boys in den Jahren 2008–2012 auch die Vielfalt der Gesangskultur zugenommen hat, «auch das politische Bewusstsein wurde stärker, ebenso das Bemühen, die positiven Seiten der Fankultur zu zeigen».

Der Capo – «ein Verschleissjob»

Während etwa die englischen Fans auch Einzelspieler nach gelungenen Aktionen in Sprechchören und Gesängen hochleben lassen, ist dies hierzulande bei den Ultras ein Tabu. «Die Ultras stellen das Kollektiv eindeutig über den einzelnen Spieler», sagt Gabriel Haldimann vom 2009 gegründeten Radio Gelb-Schwarz, das auch das Inhouse-Fernsehen während der Spiele im Stadion betreibt. Er könne sich aber vorstellen, dass bei einem Titelgewinn dieses Tabu gelockert und auch einzelne YB-Spieler wie etwa Guillaume Hoarau mit einem besonderen Gesang gewürdigt werden. Im Quervergleich fällt auf, dass die erfolgsverwöhnten Basel-Fans über 90 Minuten einen fast lückenlosen akustischen Teppich auslegen, während sich die Berner hin und wieder Pausen gönnen und je nach Spielverlauf wieder aktiv werden. «Die Basel-Fans bringen eine längere Tradition mit», bestätigt Meier diesen Eindruck, «sie haben mehr Leute und sind gefestigter.»

Der innere Zirkel der Ultras mit dem «Capo», der in der Mitte der Ostkurve mit einem Megafon wie ein Dirigent und Vorsänger die Dramaturgie bestimmt, ist für Aussenstehende kaum zugänglich. Der Capo zieht Lieder an, manchmal nimmt er auch Stimmungen auf und orchestriert die Wechselgesänge zwischen Ostkurve und D-Block. «Es ist ein Verschleissjob», konstatiert Lukas Meier trocken. Für diese Position des «Regisseurs» kann man sich nicht bewerben und es gibt auch keine offizielle Wahl. Laut Lukas Meier kristallisiere sich ein geeigneter Kandidat allmählich heraus. «Oft gibt es einen Hauptcapo und Nebencapos, die sozusagen potenzielle Nachfolger sind.»

«Di gäubi Gfahr vo Bärn»

In Ultra-Kreisen ist es auch verpönt, wenn Liedtexte irgendwo auftauchen. Gegnerische Fans könnten diese sonst kopieren, abändern oder verballhornen. Und dennoch existiert ein solches Liederbüchlein mit 21 Liedern, es wurde der DVD zum Film «Sektor D» von Gregor Frei aus dem Jahr 2011 über die Ultras beigelegt. Dieses Liederbuch versammelt Lieder vom Klassiker «Häbed nech am Bänkli» über Adaptionen der Mani-Matter-Lieder «Hemmige» und «Chue am Waldrand» bis zu kurzen, mehr skandierten Anfeuerungsgesängen («Ooh super YB, ohh super YB»). Auch «Scharlachrot» von Patent Ochsner, das seit Anfang Jahr nach YB-Siegen immer gesungen wird, ist vertreten.

Gabriel Haldimann kennt die Ultra-Fangesänge aus eigener Erfahrung. Er war auch ein Ultra, gehörte aber keiner Fangruppe an. Im Vergleich zu anderen Fanclubs der Super League sei bei YB «die Affinität zum lokalen Musikschaffen speziell». Ausgerechnet die Fans des FC Zürich hätten vor den Bernern Mani Matter entdeckt und den «Eskimo» adaptiert, sagt Haldimann schmunzelnd. «Da mussten wir natürlich reagieren.» Eine Besonderheit sei auch die Bearbeitung eines Toten-Hosen-Songs unter dem Titel «Aues nur, wöu mir di liebe», der laut Haldimann so nicht mal in deutschen Stadien zu hören sei. Allerdings gehört gerade dieser Gesang zu den Kandidaten, die im Fall eines Titelgewinns zu Makulatur werden: «U aues nur, wöu mir di liebe / u mir nid wüsse, wenn du Meister wirsch . . .»

Überhaupt fallen diverse Liedzeilen auf, die Fatalismus und Demut verbreiten. Die lange Durststrecke ohne Titel und der Absturz ins Tal der Nationalliga-B-Tränen haben sich auch im Repertoire niedergeschlagen. Für die Ultras – von denen die meisten zwischen 15 und 30 Jahre alt sind – liegt der letzte Titelgewinn in grauer Vorzeit. In «Mit em BSC übers Land (zur Matter-Melodie von «Chue am Waldrand») etwa wird ironisch auf dem Land ein Gegner gesucht, «wo mir chöi schla».

Wenn die Young Boys am Samstag Luzern schlagen und zum zwölften Mal Schweizer Meister werden – wird dann auch ein neues Lied aus der Ostkurve erklingen? «Ich kann mir das gut vorstellen», sagt Gabriel Haldimann, «aber ich blicke nicht genau durch, wie die Songs bei den Ultras entstehen. Lassen wir uns überraschen.» Vielleicht könnte im Lied «A dr Wankdorf-Küste» einfach die Zahl 25 durch die Zahl 32 ersetzt werden. Aus der Perspektive von 1986 wird gesungen: «Mir hei lang müesse warte / 25 Jahr isch es här / U iz si mer wieder Meister / Di gäubi Gfahr vo Bärn.»

Das Fussball-Magazin ZWÖLF hat sich im Stadion bereits umgehört und kennt auch gleich die Geschichte hinter den Songs. Mehr gibt es an dieser Stelle (http://www.zwoelf.ch/megafon/).


Klassiker unter den YB-Liedern

Der Fluch über dem «YB-Boogie»

Die YB-Viertelstunde wird traditionellerweise mit einem Countdown eingeläutet. Die Melodie dazu liefert das niederländische Nationallied «Oranje Boven», das seinerseits auf einem Kinderlied basiert. Beliebt ist auch «We love you», die Melodie geht auf einen Song von Peggy March zurück. Die damals 15-Jährige erklomm 1963 mit dem Song «I will follow him» die Spitze der US-Charts.
Nachdem das Bundesamt für Kultur die Kantone aufgefordert hatte, lebendige Traditionen einzureichen, kam von der Fanarbeit des BSC Young Boys der Vorschlag, den YB-Klassiker «Häbed nech am Bänkli» auf die Liste aufzunehmen. Das Lied ist seit 1973 aus Stadionlautsprechern und von den YB-Fans zu hören, aufgenommen wurde es von der Formation Five Friends. Die Melodie ist dagegen alt, unter anderem hat sie bereits Gustav Schönwald 1912 in seiner Version «Oh Susanna (Trink ’ma noch ’n Tröpfchen)» benutzt. Der älteren Generation vertraut ist vor allem «E rächte Bärner Giel isch für YB» aus dem Jahr 1959. Das Lied stammt aus der Feder des 1985 verstorbenen Berner Kabarettisten Harry von Graffenried.
1986, im letzten Meisterjahr, wurde der YB-Boogie («YB, oh YB, du bisch di gröschti Sensation») aufgenommen, der immer noch regelmässig im Stadion gespielt wird. Die Musik stammt von Ueli «Jacky» Schmutz, den Text steuerte Polo Hofer bei, für die Aufnahme konnte Marc «Cuco» Dietrich gewonnen werden – und den Refrain sang die Meistermannschaft im Sinus-Studio. Von der Platte wurden vor dem Meisterpokal-Match Young Boys - Real Madrid über 10 000 Exemplare verkauft. Die Experten vom Fussballblog Zum Runden Leder forderten ein nicht ganz ernst gemeintes Stadionverbot für den Boogie. Über dem Lied laste ein Fluch, habe man doch seit 1986 nie mehr einen Meistertitel gewonnen. Dieser Fluch wird mit grösster Wahrscheinlichkeit schon bald besiegt sein.


https://www.derbund.ch/bern/nachrichten ... y/22683694

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 26. April 2018, 10:04 
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Die Euphorie grassiert auch im YB-Fanshop

Wenige Tage vor dem YB-Showdown wird der Fanshop im Wankdorf-Center überrannt. Besonders beliebt sind Matchtrikots.

«Ab 15 Uhr sollte es möglich sein», antwortet Fanshop-Verkäuferin Elyane Mayer am Mittwochmittag auf die Frage nach einem Interviewtermin. Vor ihrer Kasse hat sich eine lange Warteschlange gebildet, das Telefon klingelt ununterbrochen. Einige YB-Fans versuchen, noch eines jener 1000 Tickets für das anstehende Spiel zu ergattern, die am Mittag unerwarteterweise in den Verkauf geraten sind.

Die meisten Kunden aber schauen sich im Laden nach Fanartikeln um, vergleichen die verschiedenen Schals miteinander, probieren hinter dem Umkleidevorhang mit dem grossen YB-Logo drauf einen Fandress.

Geduldig berät Mayer Kunden, probiert hartnäckig, ob sie sich wieder ­Zugriff auf das kurzzeitig überlastete Ticketing-System verschaffen kann, um Fanträume wahr werden zu lassen. Sie nimmt zahlreiche Anrufe entgegen, verweist enttäuschte Kunden, die bei einem Shirt ihre Grösse nicht finden, auf den ­Onlineshop.

«Oh ja, momentan kann es enorm stressig sein», bestätigt Mayer in einer ihrer wenigen ­etwas ruhigeren Minuten. «Am Abend sind wir jeweils kaputt. Da spüren wir, was wir tagsüber gemacht haben.»

Seit fünf Jahren arbeitet sie bereits im Fanshop, etwas Vergleichbares hat sie bisher nicht erlebt. Wenn YB in der Vergangenheit gut gespielt und viele Spiele gewonnen habe, hätte das jeweils schon positive Auswirkungen auf die Verkaufszahlen gehabt. Aber: «Derzeit haben wir im Laden etwa doppelt so ­viele Leute wie in der Weihnachtszeit.»

Die allermeisten Fanartikel verkaufen sich in diesen Tagen ungewohnt oft. Die Auswahl ist beträchtlich. Zum Sortiment gehören etwa Bademäntel, Weihnachtskugeln und gar Dosen mit Schnupftabak – stets versehen mit dem offiziellen YB-Logo, versteht sich.

Dennoch gibt es einen Verkaufsschlager: «Matchtrikots sind derzeit am beliebtesten», erklärt Mayer. «Viele wollen sich einen YB-Dress jener Saison sichern, in der YB endlich wieder Meister wird.»

Alles Modefans?

Die Young Boys sind in Bern seit Wochen zweifelsohne das ­Gesprächsthema Nummer eins. Plötzlich begeistern sich auch Leute für die Fussballkünste von Hoarau & Co., die während der letzten Jahre selten oder nie im Stade de Suisse anzutreffen waren.

Es sind mitunter auch diese Modefans, die den Umsatz mit YB-Fanartikeln nun sprunghaft ansteigen lassen. «Es braucht diese Leute», findet Mayer. «Es ist doch super, wenn jede und jeder ins Stadion kommt. Ganz egal, ob jemand erst seit kurzem mit YB mitfiebert oder langjähriger Fan ist – wir sind froh um ­jeden Mann und jede Frau.»

YB-Begeisterten stehen wohl gleich mehrere Freinächte bevor, zumindest wenn es nach der Prognose von Elyane Mayer geht. Sie glaubt nicht nur an einen Sieg am Samstag gegen Luzern, sondern ist auch von einem YB-Erfolg im Cupfinal überzeugt: «Wir möchten unbedingt beide Titel nach Hause holen. Nach 32 Jahren ist es nun endlich an der Zeit!»

Und wie kleidet man sich denn eigentlich bei den Meisterfeierlichkeiten optimal ein? «Ich würde auf jeden Fall etwas Schwarzes oder Gelbes anziehen – wenn das YB-Logo drauf ist: umso besser!»


https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/30221210

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Freitag 27. April 2018, 08:08 
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JEAN-MARIE CONZ VA PERDRE SON TITRE DE DERNIER CAPITAINE CHAMPION À YB

Capitaine d’YB qui avait soulevé le trophée en 1986, le Jurassien sera demain (19 h.) à Berne pour assister au probable sacre des Bernois. Il se réjouit de passer la main.

«Bientôt, on ne parlera plus de moi, vous vous rendez compte…» Samedi soir, si Young Boys bat Lucerne dans le match du sacre, on ne parlera plus, ou en tout cas déjà beaucoup moins, de Jean-Marie Conz (64 ans). Le Jurassien est le dernier capitaine d’YB à avoir soulevé le trophée de champion de Suisse – c’était en 1986, après une victoire 4-1 contre Xamax sur la pelouse de la Maladière.

Voici Conz, l’oncle des hockeyeurs Benjamin (Ambri) et Florian (ex-LHC) sur le point d’être débarrassé d’une histoire qu’on n’arrêtait pas de lui ressasser depuis des lustres. «À l’époque, jamais je n’aurais pensé que j’aurais dû attendre 32 ans et mon départ à la retraite pour qu’YB fête un nouveau titre. 2018 va enfin remplacer 1986. YB mérite largement son titre. C’est de loin la meilleure équipe, qui possède de surcroît un potentiel physique impressionnant. On sent une mentalité de vainqueur, c’est peut-être ça qui manquait avant. La détermination se lit sur le visage des joueurs.» Après des années d’errances, le club de la capitale a enfin trouvé une stabilité symbolisée par le travail de Christoph Spycher, son nouveau directeur sportif.

32 ans, deux mondes

«Tout est réfléchi», note l’ancien défenseur, qui trouve des similitudes entre le (futur) champion d’aujourd’hui et celui de 1986. «À force d’être tout le temps ensemble, on se sentait invincibles. On ne pouvait pas s’imaginer de perdre. On dégageait une force que je retrouve cette saison à Berne.»

En 1986, YB, entraîné alors par le Polonais Aleksander Mandziara, disparu en 2015, ne comptait qu’une poignée de mercenaires: le Danois Lars Lunde, le Polonais Joachim Siwek ainsi que le Suédois Robert Prytz. «Sur le terrain, on ne pensait qu’à gagner, on avait quand même de sacrés joueurs. On ne parlait pas d’argent. Il faut dire que hormis les étrangers, on bossait tous à côté.» L’ancien capitaine d’YB a longtemps travaillé dans le marketing, avec des horaires aménagés.

Citoyen du monde devenu coach instructeur au plus haut niveau, Jean-Marie Conz a ensuite passablement vadrouillé. Il a dirigé des sélections comme celles de l’Arabie saoudite et Haïti. Depuis 2012, il met ses compétences au service de la FIFA, où il accompagne des programmes de développement qu’il supervise souvent sur le terrain. Il a notamment bossé au Rwanda, au Soudan, au Congo, au Tadjikistan et se rendra bientôt en Océanie. «On passe vite d’un monde à l’autre, de la richesse à la pauvreté.» Les problèmes de corruption au sein de la puissante organisation n’ont pas altéré sa passion. «Quand vous donnez un ballon à un gamin, ce sont des heures de bonheur que vous retranchez dans une vie de misère.»

Après avoir vaincu deux cancers, Conz a retrouvé son énergie communicante. «Je joue encore chaque semaine de petits matches, entre collègues de bureau ici à Zurich, au siège de la FIFA.» Il appartient toujours à la dream team historique d’YB, et effectue parfois le tour des villages du canton pour des matches de bienfaisance.

Un abonnement à vie

Face à la joie communicative qui envahit Berne à mesure qu’approche le jour du couronnement, Jean-Marie Conz ne peut que s’incliner. «YB doit profiter de l’instant et gérer les conséquences de son titre. Des joueurs seront forcément sollicités. À mon époque, tout ce business n’existait pas vraiment. Le club a tout ce qu’il faut pour s’inscrire dans la durée comme Bâle avant lui.»

Demain soir, l’ancien libero prendra place parmi les 30 000 privilégiés attendus pour vivre un mémorable moment de communion – on jouera à guichets fermés.

Depuis qu’il a rangé ses crampons en 1989, Jean-Marie a reçu un abonnement à vie. À Berne, on sait prendre soin de ses légendes.


https://www.lematin.ch/sports/football/ ... y/11686974

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Freitag 27. April 2018, 08:10 
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Meisterliche Meilensteine

Am Samstag kann YB gegen Luzern eine sehr erfolgreiche Saison mit dem Meistertitel krönen. Ihren Sturmlauf begann letzten Sommer mit einem 2:0-Heimsieg gegen Basel.

Angefangen hatte es Ende Juli 2017 genau so, wie der YB-Meistertraum vielleicht am Samstag gegen Luzern realisiert wird und diese Saison am 27. Mai im Cupfinal gegen Zürich ganz sicher enden wird – mit einem ausverkauften Stade de Suisse. 2:0 bezwangen die Young Boys am 1. Spieltag den Serienmeister Basel. Es war ein verdienter Erfolg und ein Vorbote der erfolgreichen Spielzeit. «Wir haben stark gespielt», sagte Trainer Adi Hütter vor neun Monaten, «aber gegen Basel haben wir oft gut ausgesehen. Wichtig ist, dass wir auch die Spiele gegen kleinere Teams gewinnen.»

In den Saisons zuvor hatte YB oft gegen schwächere Mannschaften gepatzt. Das war im Sommer 2017 zwar erneut der Fall, etwa beim erstaunlichen 0:4 zu Hause gegen Thun, aber grösstenteils erledigten die Young Boys ihre Hausaufgaben konzentriert, souverän und zunehmend stilsicher. Den erneut grossen personellen Umbruch vor der Saison hatten sie stark moderiert, die prominenten Abgänge wie Goalie Yvon Mvogo, Mittelfeldspieler Denis Zakaria und Offensivkraft Yoric Ravet ersetzten sie mit talentierten, aufstrebenden Fussballern. Wie Torhüter David von Ballmoos. Aufbauer Djibril Sow. Flügel Christian Fassnacht.

Strenger Sommer

Und so wuchs in Bern in bemerkenswert schneller Zeit ein junges, hungriges, offensiv starkes Team zusammen, angeleitet von Routiniers wie Steve von Bergen und den wiedererstarkten Sékou Sanogo und Miralem Sulejmani. Sowieso: Fast jeder Spieler verbesserte sich in den letzten Monaten teilweise eklatant. Wie Sow. Verteidiger Kasim Nuhu. Dauerläufer Kevin Mbabu. Wirbler Roger Assalé. Und viele andere.

Im äusserst strengen Sommer und Herbst sah das noch nicht immer derart traumwandlerisch überzeugend aus wie im Frühling 2018. Doch die Young Boys liessen sich nach Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen. Auf das 1:3 in der Champions-League-Qualifikation auswärts bei Dynamo Kiew, als sie defensiv sehr schwach agiert hatten und auch 1:6 hätten verlieren können, liessen sie im Rückspiel ein überraschendes 2:0 folgen. Die Königsklasse verpassten sie zwar gegen ZSKA Moskau, als die unerfahrene Truppe auch Lehrgeld zahlte – aber durch einen Treffer Nuhus in der Nachspielzeit zum 2:2 in St. Gallen rettete sich YB Ende August nach enorm intensiven Startwochen in die erste Länderspielpause. Und danach unterstrichen vier Ligasiege in Serie die hohen Ambitionen.

Der wichtige Sieg in Luzern

Die Young Boys agierten auch in der Vorrunde oft stark, fast immer solid, selten schwach. Im Cup gelangen problemlose Pflichtsiege gegen unterklassige Vereine, diesmal leistete sich YB keine Peinlichkeit. Und in der Liga lancierte der zu Beginn schwächelnde FC Basel zwar seinerseits bald eine Siegesserie, doch Anfang Dezember lag der Titelverteidiger immer noch sieben Punkte zurück. Unter anderem, weil die Young Boys eben mühsame Begegnungen wie gegen Zürich und in Lugano dank Toren in der Schlussphase 2:1 gewannen. Und in Basel ein 1:1 erreichten.

Kurz vor Weihnachten allerdings leisteten sich die müden Young Boys zwei weniger gelungene Partien. Sie verloren erneut gegen den kleinen Nachbarn Thun, diesmal auswärts 1:3, und kamen gegen GC zu Hause nur zu einem 1:1. «Das war die heikelste Phase der Saison», sagt Trainer Adi Hütter. Basel raste auf der Überholspur heran, der YB-Vorsprung betrug auf einmal nur noch zwei Zähler. Im letzten Spiel des ersten Halbjahres allerdings setzten sich die Young Boys in Luzern 4:2 durch – und durften den Jahreswechsel auf Rang 1 verbringen. «Das war wohl der wertvollste Sieg», sagt Hütter. «Es war ein wichtiges Zeichen, das Jahr als Erster zu beenden und in der Winterpause vorne zu liegen.»

Keine Abgänge im Januar

Von Ende Juli bis Mitte Dezember bestritten die Young Boys in fünf Monaten 33 Pflichtspiele. In der Europa League enttäuschten sie nicht, scheiterten aber knapp. «Da wurden wir ein wenig unter Wert geschlagen», sagt Sportchef Christoph Spycher. So aber konnte sich YB im Frühling im Gegensatz zu Basel auf die nationalen Wettbewerbe konzentrieren. Der FCB stand vor grossartigen Begegnungen in den Champions-League-Achtelfinals gegen den englischen Giganten Manchester City. Und im Januar dachten ohnehin beinahe alle Beobachter, der Schweizer Branchenprimus würde die Young Boys mal wieder locker noch überflügeln.

Doch während die Basler Anfang Jahr erneut erstaunlich viel Personal austauschten, gelang es YB, alle umworbenen Kräfte zu halten. Es war die grösste Leistung von Sportchef Spycher. Und Trainer Hütter sagte: «Wir werden in der Rückrunde besser sein, weil wir wieder richtig trainieren können und nicht alle drei Tage eine Partie bestreiten müssen.»

Kurz vor Wiederaufnahme der Super League Anfang Februar bekannten sich die Young Boys offen zum Ziel Meistertitel. Und 2018 schauten sie nicht mehr zurück. Sie reihten Sieg an Sieg an Sieg, bis zum 2:2 gegen Basel Anfang April im ausverkauften Stade de Suisse waren es 14. 8 in der Liga, 5 in Testspielen, einer im Cup. Dieses 2:0 im Halbfinal an einem eiskalten Dienstagabend Ende Februar in Bern markierte ebenfalls einen Meilenstein dieser tollen Spielzeit. Es verlieh YB Flügel, weil der Rivale deutlich dominiert worden war. Seit sieben Pflichtspielen übrigens haben die Young Boys nicht mehr gegen Basel verloren.

Zweites Double der Historie?

Das 2:2 gegen einen wieder stärkeren FCB in der Liga wiederum sorgte für eine weiter entspannte Führung in der Tabelle. Die Rückkehr des lange verletzt gewesenen Torjägers Guillaume Hoarau erwies sich nur als ein Faktor auf dem Weg zur fast sicheren Meisterschaft. Das YB-Team ist aktuell auf beinahe jeder Position besser besetzt als Basel, es ist eingespielt, ausbalanciert, selbstbewusst, die Spielweise ist meistens frisch, frech, attraktiv, die Mischung aus Routiniers und Talenten ist erstklassig.

Auf die traurige Nachricht des Todes ihres Besitzers Andy Rihs letzte Woche reagierten die Young Boys am Sonntag mit einem weiteren schwungvollen Vortrag, zumindest vor der Pause. Nach dem 4:1-Heimsieg gegen Lausanne besitzen sie fünf Matchbälle zur ersten Meisterschaft des Clubs seit 32 Jahren. Und Ende Mai können sie diese wunderbare Saison im Cupfinal mit dem zweiten Double der 120-jährigen Vereinsgeschichte vergolden. Auch 1958 gewannen sie beide Bewerbe.

Vorerst soll aber am Samstag in Bern nach einem Heimsieg gegen Luzern die erste grosse YB-Fete in diesem Frühling steigen – und der zweite Meistertitel seit 1960 gefeiert werden. 11'662 Tage nach dem 4:1-Sieg auf der Neuenburger Maladière am 24. Mai 1986 gegen Xamax, der den letzten und elften Titel der Vereinsgeschichte sicherstellte. Oder, wer es noch genauer möchte: 279'887 Stunden danach. Oder 16'793'220 Minuten. Oder 1'007'593'200 Sekunden.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/M ... y/11007250

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