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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2017, 00:03 
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09.08.2017

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Diese Effizienz freut auch den Goalie

«Wir wussten, dass wir gegen YB nicht viele Chancen kriegen, aber die haben wir genutzt.» FC-Thun-Torhüter Francesco Ruberto konnte vollends zufrieden sein mit seinen Vorderleuten

Während die Young Boys nach Schlusspfiff wortlos in der Garderobe verschwanden und auch nach dem Duschen keine Interviews mehr geben wollten, standen die Thuner den Journalisten gerne Red und Antwort. Einige von ihnen jubelten zudem im Hintergrund, wenn ihre Teamkameraden vor der Kamera standen.

Kein Wunder, hatten die Oberländer doch den Kantonsrivalen geschlagen, der bis zu dem Spieltag noch ohne Punktverlust und Gegentor an der Tabellenspitze gestanden hatte. «Natürlich hätte ich mir das nicht erträumen lassen», strahlt Francesco Ruberto, der Torhüter des FC Thun, der zum ersten Mal in dieser Super-League-Saison ohne Gegentor geblieben ist. Wichtig sei es gewesen, nach den drei Niederlagen eine Reaktion zu zeigen. «Und dass es gleich ein 4:0 gegen YB ist, macht die Sache unglaublich schön.»

Entscheidend an diesem Abend war die Effizienz: Während der Gastgeber den Ball einfach nicht an der Thuner Hintermannschaft und Ruberto vorbei brachte, war bei den Oberländern fast jeder Schuss ein Treffer. «Wir wussten, dass wir gegen YB nicht viele Chancen kriegen, aber die haben wir genutzt», freut sich der Schlussmann.

Allein sein Teamkollege Marvin Spielmann hat mit seinem Doppelpack zweimal so oft getroffen, wie seine Mannschaften in den ersten drei Meisterschaftsrunden. «Das ist natürlich das Schönste, für solche Abende spiele ich Fussball», freut sich der Mittelfeldspieler. Bei YB hingegen denken sich die Spieler an diesem Abend wohl, sie wären am besten gar nicht aufgestanden.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/10990943

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2017, 00:04 
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Starkes Kollektiv

Beim 4:0 über YB glänzten die Thuner mit einer starken Mannschaftsleistung, aus der Matteo ­Tosetti noch herausragte.

Francesco Ruberto
Note 5,5

Mit einem Big Save gegen Fassnacht (58.), gleich danach unterlief er eine Flanke. Dazu kam noch der eine oder andere Wackler, aber auch Paraden.

Stefan Glarner
Note 5,5

Hatte seine rechte Seite im Griff. Bügelte mit seiner Rettungstat auf der Linie den Fehler von ­Ruberto – wiederum gegen Fassnacht – aus.

Nicolas Bürgy
Note 5,5

Der Abwehrchef. Auch unter Druck ruhig und abgeklärt und mit präzisen Zuspielen nach ­vorne.

Roy Gelmi
Note 5,5

Verschätzte sich das eine oder andere Mal im Abwehrverhalten leicht. Löste sich vor dem 2:0 gekonnt von Bewacher Bürki. Es war sein drittes SL-Tor.

Mickaël Facchinetti
Note 5,5

Hatte ein paarmal Mühe, wenn Mbabu mit Tempo von hinten kam. Leitete mit einem schnellen Zuspiel das 3:0 ein.

Matteo Tosetti
Note 6

Gegen Basel waren seine Eckbälle noch harmlos, diesmal avancierte er mit seinen Cornern zum Matchwinner. Der erste war eine freche Kopie von YBs 1:0 vom Sonntag gegen Lausanne. Auch Passgeber beim 4:0.

Dennis Hediger
Note 5,5

Der Captain mit wichtiger Präsenz im Mittelfeld. Ermöglichte mit seinem Pass das 3:0 von Spielmann.

Sandro Lauper
Note 5,5

Der Torschütze zum 1:0. Rackerte und ackerte in der Mitte neben Hediger vorbildlich, auch wenn er noch nicht so robust ist wie Nebenmann Hediger.

Marvin Spielmann
Note 5,5

Erhielt den Vorzug gegenüber da Silva und bedankte sich dafür mit zwei Toren. Sprintete vor dem 4:0 trotz Krämpfen nochmals nach vorne. Seine Treffer machten vergessen, dass er auch das eine oder andere Mal Mühe hatte, wenn auf seiner Seite Sulejmani und Mbabu wirbelten.

Simone Rapp
Note 5,5

Erstmals in dieser Saison in der Startelf und der erhoffte Prellbock. Vermochte lange Zuspiele zu halten oder weiterzuleiten. Seine Kopfballstärke war auch in der Defensive gefragt.

Dejan Sorgic
Note 5,5

Vorne immer anspielbar und damit für das Team enorm wichtig. Selber kam er zwar immer noch zu selten in Abschlussposition, und wenn doch, zählte sein Treffer wegen Offside zu Recht nicht.

Nuno da Silva
Note 5,5

70. Minute für Spielmann. Machte in seinem Kurzeinsatz mit zwei Abschlüssen mehr auf sich aufmerksam als in seinen 55 Minuten gegen Basel.

Nicolas Hunziker
ohne Note

83. Minute für Sorgic.

Elia Alessandrini
ohne Note

91. Minute für Tosetti.


Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/11884486

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2017, 00:06 
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09.08.2017

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Verkehrte Welt

Thun feiert beim 4:0 in Bern einen historischen Sieg, die Young Boys erleben einen rabenschwarzen Abend. Es ist die erste grosse Über­raschung in dieser Saison.

Das Lachen der Thuner wird im Verlauf des Abends immer breiter, hie und da ist ein ungläubiger Blick zu erhaschen, die pure Freude. Die Oberländer, die ohne Punkte als Letzter nach Bern gekommen sind, führen beim verlustpunktlosen Tabellenführer rasch 2:0, später 3:0, 4:0. Es ist die erste grosse Überraschung der Super-League-Saison.

Nach dem Spiel feiern die Akteure lange ausgelassen mit den Fans. Die Young Boys, die in dieser Saison vor ihrer Kurve gegen Basel, Kiew und Lausanne ausgiebig jubeln konnten, verdrücken sich derweil rasch in die Garderobe. Sie müssen den Nackenschlag erst mal sacken lassen.

Thuns freche Kopie

Thuns Trainer Marc Schneider sah vor dem Derby in Bern zwei Optionen, um zum Erfolg zu kommen: Entweder man igle sich hinten ein und parke auch noch den Mannschaftsbus vor das eigene Tor. Oder man greife mutig an, suche das Heil in der Offensive. Schneider, der Jungtrainer, kündigte an, sich für die zweite Variante entscheiden zu wollen.

Gesagt, getan: Am Mittwochabend sind in Bern 22 Minuten gespielt, da führen die Oberländer vor 16'863 Zuschauern 2:0. Sie haben ihre Saisontorausbeute verdreifacht, die Young Boys, die vorher in drei Partien der Super League ohne Gegentor geblieben waren, sind zweimal bezwungen. Das Stade de Suisse steht kopf. Verkehrte Welt in Bern.

Zumal es das erste Thuner Tor in sich hat: Es ist stinkfrech ab­gekupfert, von den Young Boys, ihrem Gegner. YB erzielte am Sonntag gegen Lausanne mit einer Cornervariante samt Doppelpass das 1:0. Die Oberländer tun es ihnen drei Tage später gleich, die Kombination ist fast genau dieselbe, nur dass die Ausführenden eben andere Namen tragen. Der überragende Matteo Tosetti ist der Vorbereiter, Sandro Lauper der Vollstrecker.

Der Treffer hätte allerdings nicht zählen dürfen, Simone Rapp blockte Djibril Sow bei der Ecke regelwidrig. Die Oberländer, die sich von den Schiedsrichtern regelmässig ungerecht behandelt fühlen, dürfen sich für einmal nicht beklagen. Es ist der erste Dämpfer an einem für die Young Boys rabenschwarzen Abend.

YB-Trainer Adi Hütter brachte im Vergleich zum Lausanne-Spiel fünf Neue, darunter Marco Bürki, der in der Innenverteidigung an der Seite Steve von Bergens ein Debüt zum Vergessen erlebt. Das 0:2 durch Roy Gelmi, ebenfalls nach einem Corner, muss er auf seine Kappe nehmen.

Erster Sieg nach 14 Derbys

Letzten März hatte YB im Derby gegen Thun nach 10 Minuten 0:2 hinten gelegen und dann 3:2 gewonnen. Auch dieses Mal rappeln sich die Berner kurzzeitig auf, doch als Marvin Spielmann in der 43. Minute nach Vorarbeit von Captain Dennis Hediger das 3:0 erzielt, sind etwaige Gedankenspiele obsolet. Für die Young Boys zeichnet sich ein böser Rückschlag ab, die Euphorie der letzten Tage und Wochen ist wie weggeblasen.

Die Berner rennen in der zweiten Halbzeit noch einmal an. In der 53. Minute trifft Roger Assalé den Pfosten, Christian Fassnacht scheitert zweimal aus kurzer Distanz. Die Young Boys hätten wohl noch die ganze Nacht weiterspielen können, sie hätten nicht getroffen. Stattdessen erzielt Spielmann mit seinem zweiten Treffer in der 69. Minute das 4:0.

Der FC Thun feiert nach 14 Derbys wieder einmal einen Erfolg gegen YB. Marc Schneiders erster Sieg als Cheftrainer ist ein grosser, ja ein historischer. Der 37-Jährige wird am Mittwochabend sehr glücklich nach Hause ge­fahren sein, im Mannschaftsbus.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/18882806

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2017, 08:32 
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10.08.2017

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Thun blamiert YB – Ravet vor dem Absprung?

Schlusslicht Thun schiesst sich mit einem 4:0 gegen Leader YB aus der Startkrise. Lugano schlägt Lausanne, Luzern gewinnt in St. Gallen.

Das erste Berner Derby der Super-League-Saison 2017/18 brachte eine Sensation. Der punktelose FC Thun siegte in Bern gegen die verlustpunktlosen Young Boys 4:0. In der Pause führten die Gäste bereits 3:0.

Ausgerechnet unter den Voraussetzungen, unter denen es ihnen kaum jemand zugetraut hätte, beendete die Mannschaft von Marc Schneider eine lang anhaltenden Negativserie in den Duellen mit den Stadtbernern. Der letzte Derbysieg glückte den Oberländern im Dezember 2013. Danach holten sie aus 14 Duellen nur noch 3 Punkte mit Unentschieden. Es war auch eine völlige Umkehr der Ereignisse der ersten drei Runden. Thun ging mit 0 Punkten und 1:6 Toren in den Match, YB mit 9 Punkten und 9:0 Toren.

Gnadenlos effiziente Halbzeit

Es lässt sich nicht eruieren, wie viel Unterschätzung des bemitleidenswerten Gegners, der bei den knappen Niederlagen gegen Sion und beim FC Zürich auch Pech gehabt hatte, im Team der Young Boys mitspielte. Jedenfalls spielte YB von Beginn nicht annähernd so engagiert und aufopferungsvoll wie in den Heimspielen gegen Basel und Dynamo Kiew. Sicher ist auch, dass die Thuner in der ersten Halbzeit jeden seiner drei guten Angriffe verwertete. Auch dies kontrastierte zu allem, was vorher in der noch jungen Saison passiert war.

Geradezu kurios war das Thuner Führungstor nach 12 Minuten. Denn es war eine haargenaue Kopie des Tores, mit dem Leonardo Bertone am Sonntag die Young Boys im Match gegen Lausanne in Führung brachte. Diesmal liessen sich die Berner selber von ebendieser Variante übertölpeln. Der Direktschuss ins Tor stammte von Sandro Lauper, der letzte Saison nur einmal getroffen hatte. Und auch am Schluss des Spiels liessen sich nicht Hoarau, Assalé oder andere als Matchwinner feiern. Sondern der junge Oltner Doppeltorschütze Marvin Spielmann, von Aarau via Wil letzten Frühling nach Thun gekommen, und Matteo Tosetti als dreifacher Assistgeber.

Hütter rotiert kräftig durch

Den Young Boys ist zugute zu halten, dass sie in der zweiten Halbzeit alles unternahmen, um dem Match noch eine Wende zu geben - wie es ihnen im März gelungen war, als sie Thun daheim nach einem 0:2-Rückstand 3:2 besiegten. Die Berner erspielten sich unter anderem mit einem Pfostenschuss von Roger Assalé zu Beginn der zweiten Hälfte Chancen zuhauf.

Vielleicht schon im Hinblick auf das Champions-League-Playoffspiel vom nächsten Dienstag gegen ZSKA Moskau nahm Trainer Adi Hütter zahlreiche Änderungen vor. Diese werden sich vielleicht noch auszahlen, aber für das Spiel gegen Thun waren sie wohl eher kontraproduktiv. Hoarau und Bertone, Doppeltorschütze vom letzten Wochenende, kamen erst nach der Pause. In der Innenverteidigung wusste der erstmals eingesetzte, von Thun zurückgeholte Marco Bürki nicht zu überzeugen.

Interesse aus der Bundesliga

In der Pause äusserte sich YBs Sportdirektor Christoph Spycher zu den Gerüchten rund um Schlüsselspieler Yoric Ravet. Der französische Angreifer befindet sich im Moment in blendender Form, fehlte im Aufgebot von Adi Hütter, offizieller Grund ist ein Schlag auf den Fuss.

Gemäss Spycher liegt eine Anfrage für Ravet vom Bundesligisten SC Freiburg vor: «Yoric ist extrem wichtig für uns und wir möchten ihn behalten. Aber es gibt immer eine Schmerzgrenze. Stimmt das Angebot und wird finden einen adäquaten Ersatz, werden wir ihn wohl ziehen lassen.»

Young Boys - Thun 0:4 (0:3) 16'863 Zuschauer. - SR Amhof. Tore: 12. Lauper (Tosetti) 0:1. 24. Gelmi (Tosetti) 0:2. 43. Spielmann (Hediger) 0:4. 69. Spielmann 0:4. Young Boys: von Ballmoos; Mbabu (71. Lotomba), Bürki, von Bergen, Benito; Fassnacht, Sanogo, Sow (46. Bertone), Sulejmani; Assalé, Nsamé (46. Hoarau). Thun: Ruberto; Glarner, Bürgy, Gelmi, Facchinetti; Tosetti (91. Alessandrini), Hediger, Lauper, Spielmann (70. Da Silva); Rapp, Sorgic (85. Hunziker). Bemerkungen: Young Boys ohne Seferi (verletzt) und Ravet (nicht im Aufgebot). Thun ohne Bigler, Rodrigues und Kablan (alle verletzt). Pfostenschuss: 52. Assalé. Verwarnungen: 16. Tosetti (Foul), 20. Gelmi (Foul), 38. Sanogo (Foul), 49. Sorgic (Reklamieren), 52. Rapp (Foul), 56. Benito (Foul), 75. Bertone (Foul).


https://www.derbund.ch/sport/fussball/T ... y/24539444

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2017, 08:33 
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Das grosse Augenreiben

YB kassiert im Derby gegen Thun eine Lektion und wird wohl Yoric Ravet verlieren.

«Man hat heute gesehen, dass wir ein Spitzenteam sind.» Das waren die Worte von Adi Hütter nach dem problemlosen 3:0 am Sonntag gegen Lausanne.

Gestern, nur drei Tage später, stand es im Stade de Suisse erneut 3:0. Diesmal schon nach 43 Minuten. Aber nicht für das vermeintliche Spitzenteam YB, den Leader der Super League, sondern für den punktelosen Tabellenletzten aus Thun. Der YB-Trainer stand gedankenversunken an der Seitenlinie und konnte kaum fassen, was sich da gerade abgespielt hatte.

Das Augenreiben aus YB-Sicht hatte schon in der 12. Minute begonnen. Die frechen Thuner erwischten die Stadtberner mit einer perfekten Kopie der Cornervariante, mit welcher die Young Boys gegen Lausanne durch Bertone zum Führungstor gekommen waren. Es war der erste YB-Gegentreffer in der Liga nach 282 Minuten. «Damit haben wir nicht gerechnet», gestand Hütter. «Am Sonntag hat uns diese Variante auf die Siegestrasse gebracht, diesmal leider auf die Verliererstrasse.» Der klare Favorit war darob derart perplex, dass er sich wenig später erneut bei einem Eckball erwischen liess. Diesmal beim Kopfballtor vom Gelmi nach einer eher stereotypen Variante, bei der die YB-Abwehr ganz schlecht aussah – wie kurz vor der Pause auch beim bereits entscheidenden 0:3 durch Spielmann.

Der YB-Trainer, der seine Mannschaft auf fünf Positionen verändert hatte, versuchte mit den Einwechslungen von Hoarau und Bertone zur Pause nochmals für Impulse zu sorgen. Weil Assalé aber nur den Pfosten traf (53.) und der wenig effiziente Sulejmani (57.) auch seine dritte gute Torchance an diesem Abend ungenutzt liess, wurde nichts aus einem Auslöser für die erhoffte Aufholjagd. Nach Spielmanns 4:0 hätte man das Derby vorzeitig abpfeifen können.

Hütter sprach später von einer «Ohrfeige», einer «grossen Enttäuschung» und davon, und dass YB zurück sei «auf dem Boden der Realität». Viel Zeit, darüber zu grübeln, bleibe der Mannschaft aber nicht, stattdessen müsse dieser missglückte Auftritt jetzt «sehr gut analysiert werden». Für Captain Steve von Bergen war das 0:4 «das absolute Gegenteil von dem, was wir bisher gezeigt haben».

Ravet: Wechsel zu Freiburg?

Nicht nur der Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten sorgte gestern im Stade de Suisse für allerhand Gesprächsstoff. Zu reden gab auch die Absenz von Yoric Ravet. Der in den ersten Saisonspielen sehr stark aufspielende Franzose stand gestern überraschend nicht einmal im YB-Aufgebot für das Derby. Und das nicht ohne Grund: Bundesligist Freiburg soll gemäss Sportchef Christoph Spycher ein konkretes Angebot für den Mittelfeldspieler unterbreitet haben. Dieses entspricht aber offenbar noch nicht den Vorstellungen der Berner. Trotzdem ist damit zu rechnen, dass diese in den nächsten Tagen erneut einen schönen Transfergewinn verbuchen werden, gleichzeitig werden sie aber auch wieder einen wichtigen Leistungsträger verlieren.

Ob mit oder ohne Ravet – den Young Boys bleiben nur drei Tage Zeit, um sich nach dem gestrigen Taucher zu fassen. Das 0:4 gestern und ein Scheitern im Cupderby auf dem Spitalacker gegen den krassen Aussenseiter FC Breitenrain würde in Bern schon wieder alles in Frage stellen, was sich die Mannschaft in den ersten fünf Pflichtspielen dieser Saison erarbeitet hat.

Und das Wort «Spitzenteam» würde in Zusammenhang mit den Young Boys bereits wieder für längere Zeit aus dem Vokabular gestrichen.

Young Boys - Thun 0:4 (0:3) 16 863 Z. – SR Amhof. – Tore: 12. Lauper 0:1. 24. Gelmi 0:2. 43. Spielmann 0:4. 69. Spielmann 0:4.

YB: von Ballmoos; Mbabu (71. Lotomba), Bürki, von Bergen, Benito; Fassnacht, Sanogo, Sow (46. Bertone), Sulejmani; Assalé, Nsamé (46. Hoarau).

Thun: Ruberto; Glarner, Bürgy, Gelmi, Facchinetti; Tosetti (91. Alessandrini), Hediger, Lauper, Spielmann (70. Da Silva); Rapp, Sorgic (85. Hunziker).

Bemerkungen: Young Boys ohne Seferi (verletzt) und Ravet (nicht im Aufgebot). Thun ohne Bigler, Rodrigues und Kablan (alle verletzt). Pfostenschuss: 52. Assalé. Verwarnungen: 16. Tosetti (Foul), 20. Gelmi (Foul), 38. Sanogo (Foul), 49. Sorgic (Reklamieren), 52. Rapp (Foul), 56. Benito (Foul), 75. Bertone (Foul).


https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/10482028

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2017, 10:40 
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10.08.2017

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Thun überrumpelt YB mit dessen Eckball-Trick

Mit dem sehenswerten Treffer zum 1:0 brachte Sandro Lauper die Thuner im Spiel gegen YB nach einem Eckball in Führung. Die Young Boys reiben sich die Augen - da haben die Thuner wohl gerade ihren Trick geklaut.

Es läuft die 12. Spielminute. Thun holt einen Eckball heraus. Keine der zahlreichen Seelen in der YB-Fankurve ahnt Schlimmes, als Matteo Tosetti zu einer ausgeklügelten Corner-Variante antritt. Nach einem kurzen Doppelpass mit einem Mitspieler spediert er den Ball flach in die Mitte des Strafraums. Sandro Lauper ist zur Stelle und zack - das Leder zappelt nach einem strammen Schuss im Netz.

Die YB-Fans können nicht fassen, was da grad vor sich ging. Erinnerungen an letzten Sonntag kommen auf. Damals lief Yoric Ravet nach 16 Minuten zur exakt selben Eckball-Variante an. Kurzer Doppelpass, Pass in die Mitte und dann ein Kracher von Leonardo Bertone in die Maschen, die Führung war besorgt. Ein Spiegelbild des Thuner Treffers am Mittwochabend. Doch vergleichen Sie selbst:

Haben die Berner Oberländer dem BSC also dessen Eckballvariante geklaut? Es scheint fast so. Zumindest haben sich die bis dahin punktlosen Thuner vom Schaulaufen ihrer Kantonsrivalen inspirieren lassen. Genützt hat es auf jeden Fall - Die Young Boys mussten drei weitere Treffer hinnehmen und die hohe, überraschende Niederlage war Tatsache.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/30339378

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2017, 10:49 
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Wenig Genügende

Beim 0:4 gegen den FC Thun agieren etliche Berner unglücklich.

David von Ballmoos
Note 4Kehrte nach Verletzung in die Startaufstellung zurück. Der 22-Jährige erlebte ein bitteres Comeback, bei den Gegentoren war er machtlos. Ansonsten hatte Von Ballmoos nicht viel zu tun.

Kevin Mbabu
Note 3,5

Begann stürmisch, der Rechtsverteidiger befand sich andauernd in der Offensive. Baute bald einmal ab, mit einigen Fehlpässen. Hob vor dem dritten Tor das Offside auf.

Steve von Bergen
Note 3,5

Spielte erstmals in dieser Saison ohne Kasim Nuhu an seiner Seite. Der Captain klärte vor dem 0:3 ungenügend. Ansonsten solid.

Marco Bürki
Note 3

Kam gegen seine früheren Teamkollegen zum Saisondebüt. Erlebte einen schwachen Start, wirkte unsicher, kam mehrmals zu spät. Etwa beim 0:2, als Bürki beim Corner Torschütze Gelmy ziehen liess. Fing sich, der Schaden war aber angerichtet.

Loris Benito
Note 3,5

Spielte hinten links für Lotomba. Benito begann aktiv, hatte gegen den starken Tosetti zuweilen aber seine Mühe. Vor dem 0:4 kann er den Tessiner nicht am Flanken hindern.

Miralem Sulejmani
Note 3,5

Am Anfang mit auffälliger Darbietung, näherte sich mit zwei Freistösen dem Torerfolg an. Als sich Sulejmani nach einer halben Stunde die grosse Chance bot, verzog er kläglich. Liess Spielmann vor dem 0:4 gewähren.

Djibril Sow
Note 3,5

Rückte für Bertone in die Startaufstellung. Vermochte das Spiel nicht zu prägen, mit Fehlpässen und Ballverluste. Zur Pause ausgewechselt.

Sékou Sanogo
Note 3,5

Sanogo gegen Hediger, es war einmal mehr ein aufregendes Duell. Sanogo traf den Thuner Captain mit dem Ellbogen ins Gesicht, der Ivorer wurde dafür verwarnt. Vermochte sich nicht wie gewohnt durchzusetzen.

Christian Fassnacht
Note 4

Der linke Flügel liess gegen seine früheren Teamkollegen nichts unversucht, Fassnacht war von Beginn an ein Aktivposten. Vergab zwei grosse Chancen.

Roger Assalé
Note 4,5

Einmal mehr bester YB-Spieler. Wirbelte, wuselte, kämpfte, lief unermüdlich. Assalé hatte erneut Pech, als er den Pfosten traf.

Jean-Pierre Nsamé
Note 4

Rückte für Hoarau in die Startaufstellung. Spielte einmal Sulejmani herrlich frei. Unauffällig, wurde zur Pause ausgewechselt.

Guillaume Hoarau
Note 3,5

46. Minute für Nsamé. Blieb nach seiner Einwechslung ohne Wirkung.

Leonardo Bertone
Note 4

46. Minute für Sow. Der Matchwinner vom Sonntag agierte bissig, probierte sich auch im Abschluss – erfolglos.


Jordan Lotomba
ohne Note

71. Minute für Mbabu.
Noten:6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht

https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/12833062

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2017, 13:54 
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spieler aber wie ein bürki, schick, aebischer oder joss wissen das sie bei solchen meisterschaftsspielen oder im cup in englischen wochen einsatzzeit erhalten werden. diese spieler müssen einfach bereit sein und ihre chance nutzen, sonst helfen sie auch als backup spieler dem team nicht.

was soll hütter bitteschön anders machen als zu rotieren. jeder im team ist wichtig, das hat er ja mehrmals betont. ich war ehrlich gesagt ziemlich erstaunt als gegen lausanne nicht mehr wechsel vorgenommen hat.

ich bin nun gespannt welche jungs er am samstag auf den platz stellt. wird wohl ein kampfspiel und ein richtiger cupfight geben.


Zuletzt geändert von Grizzly am Samstag 12. August 2017, 22:36, insgesamt 1-mal geändert.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 10. August 2017, 22:53 
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YB leckt die Wunden

Nach der 0:4-Derbyniederlage gegen den FC Thun kommen die Wechselgedanken von Yoric Ravet zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Sollte der französische Flügel wechseln, dann aber erst Ende August.

Als Yoric Ravet am Donnerstag nach dem Vormittagstraining durch die Katakomben des Stade de Suisse läuft, verliert er kein Wort. Ravet stehe für ein Interview nicht zur Verfügung, teilte der Klub vorgängig mit. Das Gesprächsthema Nummer 1 will nicht reden, das verheisst oftmals nichts Gutes.

Es ist der Morgen nach einem für die Young Boys sehr bitteren Tag. Da ist die 0:4-Derbyniederlage gegen den vormals Letzten FC Thun, die in ihrer Heftigkeit Fragen aufwirft und Gedanken an die Zeiten aufkommen lässt, die der Klub nach dem Umbruch in der Führung und der Mannschaft hinter sich gelassen zu haben schien.

Und da sind die Spekulationen um Ravet, der sich nach Deutschland hingezogen fühlt. Einem Leistungsträger genügt nach gutem Saisonstart die Aussicht auf mögliche Partien in der Champions League nicht zu einem Verbleib in Bern. Das muss dem Klub, den Fans und den Mitspielern einerseits wehtun. Anderseits: Hängt die Niederlage mit den Gerüchten um Ravet gar zusammen?

Überraschte Spieler

Stunden vor dem Derby war das Interesse des Bundesligisten SC Freiburg an Yoric Ravet erstmals bekannt geworden. Der Franzose, der angeschlagen war und deshalb so oder so gegen Thun nicht in der Startaufstellung gestanden hätte, befand sich am Abend nicht im Aufgebot. Den Entscheid fällte Trainer Adi Hütter, weil sich der Flügel nicht in der Lage gefühlt haben soll, dem Team helfen zu können.

Linksverteidiger Loris Benito sagt, die Mannschaft habe von alldem nichts mitbekommen, sie sei davon ausgegangen, Ravet fehle, weil er nicht fit sei. Erst als er nach dem Derby in der Loge des Stade de Suisse auf das Thema angesprochen worden sei, habe er davon gehört, sagt Benito. Und Steve von Bergen meint, er habe am Mittwochvormittag zwar mit Ravet geredet. «Das tun wir oft. Aber da ging es um seine Verletzung.» Auch der Captain will nichts von Ravets potenziellem Wechsel gewusst haben.

Die Gerüchte als Ablenkung vor dem Derby – die YB-Spieler widerlegen diese These. Steve von Bergen nennt andere Gründe: «Wir können uns nicht erlauben, nur 90 Prozent zu geben», sagt der Neuenburger. «Sonst kriegen wir Probleme. Und zwar gegen jedes Team.» Der Innenverteidiger glaubt, YB sei es drei Tage zuvor beim 3:0 gegen Lausanne fast zu leicht ergangen. «Dann gelang auch der Start gegen Thun. Da wog sich der eine oder andere in falscher Sicherheit.»

Von Bergen fordert: «Uns ist dieser Fehler jetzt einmal passiert. Er darf uns kein zweites Mal passieren.» Das heftige Ergebnis soll am Ende eine rechtzeitige Verwarnung ­gewesen sein, so stellt sich das der Captain vor.

Steve von Bergen sagt, am Mittwoch sei er bereits in der Halbzeitpause laut geworden. Daheim angekommen, habe er die Tore noch einmal im Fernsehen angeschaut, analysiert. «Ich schlief schlecht», sagt der Captain. Die ausgiebige Rotation – Hütter brachte im Vergleich zum Lausanne-Spiel fünf Neue – will er nicht als Ausrede gelten lassen. «Wir sind 22 Spieler, da muss jeder bereit sein, wenn er die Chance bekommt.»

Immerhin: Am Samstag erhält YB im Cup gegen Breitenrain bereits die nächste Spielgelegenheit. «Wir müssen nach vorne blicken. Wegen einer misslungenen Partie ist nicht plötzlich alles schlecht», sagt Benito. Der 25-Jährige ist überzeugt, dass man Ende August die 0:4-Derbyniederlage als einmaligen Ausrutscher betrachten wird.

Ravet bleibt vorerst

Die Frage ist, ob Yoric Ravet dann noch bei YB unter Vertrag steht. Die Young Boys haben für sich eine Schmerzgrenze im mittleren siebenstelligen Bereich definiert, bisher genügte das Angebot des SC Freiburg nicht. Zudem teilt der Klub mit, dass man Ravet, wenn überhaupt, erst nach den Partien der Champions-League-Playoffs gegen ZSKA Moskau ziehen lassen würde. Im Cup dürfte der Franzose wieder dem Kader angehören.

Von Bergen sagt, er werde den Entscheid Ravets respektieren. Nachvollziehen könne er den allfälligen Wechsel aber nicht. «Wir stehen gegen Moskau vor einer riesigen Herausforderung. Und die Champions League ist für uns alle ein grosser Traum. Wie oft im Leben erhält man eine solche Chance?», fragt Steve von Bergen. In Freiburg jedenfalls sind die Sterne der Königsklasse weit entfernt.


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