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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. Juli 2017, 00:06 
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YB stürmt energisch zum 2. Sieg

Die Berner lassen GC beim 4:0 keine Chance – Christian Fassnacht zeichnet sich als Doppeltorschütze aus.

Zweites Meisterschaftsspiel, zweiter Sieg: Die Young Boys verteidigten ihre Tabellenführung souverän. Drei Tage nach der Enttäuschung im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation bei Dynamo Kiew (1:3) zeigten sie sich gut erholt und liessen den Grasshoppers beim 4:0 im Letzigrund keine Chance.

- 15. Minute: Jordan Lotomba flankt von der linken Aussenbahn in die Mitte, wo Christian Fassnacht goldrichtig steht und zum 1:0 trifft.

- 64. Minute: Yoric Ravet bringt den Ball von rechts scharf in die Mitte. GC-Captain Milan Vilotic will klären, doch lenkt ins eigene Tor ab. 2:0 für YB.

- 72. Minute: Jean-Pierre Nsamé belohnt sich für einen auffälligen Auftritt. Nach Pass von Fassnacht lässt er GC-Goalie Heinz Lindner keine Chance und erzielt das 3:0. Er hatte schon in der ersten Halbzeit drei ausgezeichnete Möglichkeiten ausgelassen.
- 74. Minute: Die selben Akteure, diesmal in umgekehrten Rollen: Passeur Nsamé, Vollstrecker Fassnacht. 4:0 – die Young Boys sprühen vor Spielwitz. GC schaut zu.

Von Ballmoos verletzt vom Platz

Einen Wermutstropfen hatte die Partie aus Berner Sicht: Nach 38 Minuten schied Goalie David Von Ballmoos verletzt aus. GC-Verteidiger Numa Lavanchy hatte ihn bei einem Zusammenprall am Fuss getroffen. Routinier Marco Wölfli ersetzte ihn.

Und Wölfli wurde bald geprüft, als Michal Fasko alleine aufs YB-Tor stürmte (51.). Die beste GC-Chance. Das 1:1 hätte dem Spiel eine andere Wendung gegeben.

Womöglich aber auch nicht. Zu unsicher, zu unsortiert zeigten sich die Grasshoppers in der Abwehr. Nach dem 0:2 zum Auftakt gegen den FCZ lautet ihre Bilanz nun 0 Punkte, 0:6 Tore.

Von Ballmoos: Hütters Teilentwarnung

Ob oder wie lange YB-Hüter Von Ballmoos ausfällt, konnte Coach Adi Hütter nach der Partie noch nicht sagen. Sein Keeper habe «Glück im Unglück» gehabt.

Von Ballmoos habe sich eine «ziemlich tiefe Riss-Quetsch-Wunde» zugezogen. Aber «Marco (Wöflli, Anm. d. Red.) ist ein Super-Torwart und kann uns genauso gut helfen», sagte der Österreicher.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... zum-2-sieg

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. Juli 2017, 00:08 
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Young Boys gewinnen auch zweites Spiel zu Null

Die Young Boys doppeln nach dem Auftaktsieg gegen Basel (2:0) nach. Die Berner bezwingen die Grasshoppers auswärts 4:0. In Lugano kann nur 45 Minuten gespielt werden.

YB hatte beim souveränen Auswärtsauftritt im Letzigrund einen Doppeltorschützen, einen Debütanten und Schützenhilfe durch einen ehemaligen Akteur. Christian Fassnacht traf zum 1:0 und 4:0, der letztjährige Challenge-League-Torschützenkönig Jean-Pierre Nsamé krönte seine starke Premiere in der höchsten Liga mit dem 3:0. Dazwischen führte ein Eigentor durch Milan Vilotic zum zweiten Gegentor.

Das Spiel zwischen Lugano und St. Gallen wurde nach der Pause gar nicht mehr angepfiffen. Ein heftiges Gewitter hatte den Platz im Cornaredo stellenweise unter Wasser gesetzt und unbespielbar gemacht. Lugano führte durch ein Tor von Dragan Mihajlovic (33.) 1:0. Wann die Partie nachgeholt wird, ist noch nicht klar.

Super League. 2. Runde vom Samstag: Grasshoppers - Young Boys 0:4 (0:1). Lugano - St. Gallen wegen unbespielbaren Terrains abgebrochen.

Rangliste: 1. Young Boys 2/6. 2. Zürich 1/3. 3. Luzern 1/3. 3. Sion 1/3. 5. Lausanne-Sport 1/1. 5. St. Gallen 1/1. 7. Lugano 1/0. 7. Thun 1/0. 9. Basel 1/0. 10. Grasshoppers 2/0.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -131566409

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Trotz Torfestival – YB erleidet einen Dämpfer

Keine Reaktion: Der Fehlstart der Grasshoppers ist perfekt. YB zerlegt die Bernegger-Truppe in ihre Einzelteile.

Drei Tage nach dem 1:3 in Kiew gelangten die Young Boys bei den Grasshoppers in der 2. Runde der Super League zu einem mühelosen 4:0-Auswärtssieg. Der Gegner wirkte auch in dessen zweiten Saisonspiel nicht wie der Europa-League-Anwärter, als den er sich sieht.

Wie stellt man mit wenig Geld eine schlagkräftige Equipe zusammen? GC-Sportchef Mathias Walther glaubt eine Lösung gefunden zu haben, sagte vor dem Spiel gegen YB in der «Berner Zeitung»: «Wir müssen schauen, dass wir in die Gänge kommen. Danach können wir die Europa-League-Qualifikation anvisieren.» Nun, das dürfte aber dauern. Vom offenbar vorhandenen Potenzial war auch im zweiten Pflichtspiel der Saison wenig bis nichts zu sehen. Christian Fassnacht (15./74. Minute), Jean-Pierre Nsamé (72.) und Eigentor von Milan Vilotic sorgten für einen diskussionslosen Sieg der unter anderem ohne Sékou Sanogo und Miralem Sulejmani angetretenen Young Boys im Letzigrund.

Bitteres Verletzungspech

Nachdem Albion Avdijaj zu Beginn eine gute Gelegenheit vom vor der Pause wegen einer Schnittwunde am Schienbein verletzt ausgeschiedenen YB-Keeper David von Ballmoos entschärft gesehen hatte, wirkten die Hoppers weitestgehend ideenlos. Es fehlte an Durchschlagskraft in der Offensive und an Organisation in der Defensive. Der Verlust der zentrale Achse mit dem verletzten Marko Basic und den abgewanderten Caio und Munas Dabbur wog schwer und war augenscheinlich. «Immer wenn wir am Aufkommen waren, kassierten wir ein Gegentor», befand GC-Goalie Heinz Lindner. Ihre beste Phase hatten die Zürcher zu Beginn der zweiten Halbzeit. Das Eigentor - ausgerechnet von Ex-YB-Verteidiger Vilotic - genügte aber, um das fragile GC-Konstrukt aus den Fugen zu heben.

Der einzige Grasshopper, der seine Tauglichkeit für gehobenes Super-League-Niveau dauerhaft bewies, war Lindner, der einen höheren Pausenrückstand mit einer Glanztat gegen Nsamé (33.) verhinderte und an den Gegentreffern schuldlos war. Nsamé, der Challenge-League-Torschützenkönig der letzten Saison, zeigte ein starkes Super-League-Debüt und ging trotz zwei vergebenen Grosschancen vor der Pause wie Fassnacht als Doppeltorschütze vom Platz. Er war auch am Ursprung des Führungstreffers gestanden; mit seinem Pressing hatte er einen Ballgewinn erzwungen, der zum erfolgreichen Konter über Jordan Lotomba und Fassnacht führte.

Fehlstart von GC

Nsamé stürzte die Grasshoppers damit ins Verderben. Ganz im Gegenteil dazu präsentierten sich die Young Boys drei Tage nach dem 1:3 in der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew gefestigt. Zu den Super-League-Punkten 3 bis 6 gesellte sich eine schöne Portion Selbstvertrauen. Und eine weitere positive Nachricht folgte nach Spielschluss: Von Ballmoos' Verletzung dürfte nicht gravierend, die Wunde bis Mittwoch wohl ausreichend verheilt sein.

Grasshoppers - Young Boys 0:4 (0:1)
6000 Zuschauer - SR Schnyder
Tore: 15. Fassnacht (Lotomba) 0:1. 64. Vilotic (Eigentor) 0:2. 72. Nsamé (Fassnacht) 0:3. 74. Fassnacht (Nsamé) 0:4.
Grasshoppers: Lindner; Lavanchy, Vilotic, Bergström, Doumbia; Fasko, Pickel (68. Bahoui); Jeffren, Sigurjonsson, Andersen; Avdijaj (71. Djuricin).
Young Boys: Von Ballmoos (38. Wölfli); Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Lotomba; Sow (81. Aebischer); Ravet (77. Schick), Bertone, Fassnacht; Assalé, Nsamé.
Bemerkungen: Grasshoppers ohne Pnishi, Basic, Brahimi, Kamberi, Olsen, Fazliu, Ngongo, Pusic, Qollaku und Morandi. Young Boys ohne Sulejmani, Sanogo, Seferi, Gerndt, Wüthrich und Marzino. 9. Lattenschuss Nsamé. 38. Von Ballmoos nach Zusammenprall mit Lavanchy verletzt ausgeschieden (Fleischwunde am Schienbein).
Verwarnungen: 16. Sigurjonsson (Foul). 20. Ravet (Foul). 79. Bahoui (Foul). 92. Djuricin (Foul).


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/21603593

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YB deklassiert GC im Letzigrund

Die Young Boys gewinnen am Samstagabend auswärts gegen GC mit 4:0. Die Berner waren im Letzigrund klar die bessere Mannschaft und glänzten in der zweiten Halbzeit mit Effizienz. David Von Ballmoos verletzte sich während dem Spiel.

Grasshoppers - Young Boys 0:4 (0:1)

6000 Zuschauer - SR Schnyder

Tore:15. Fassnacht (Lotomba) 0:1. 64. Vilotic (Eigentor) 0:2. 72. Nsamé (Fassnacht) 0:3. 74. Fassnacht (Nsamé) 0:4.

Grasshoppers: Lindner; Lavanchy, Vilotic, Bergström, Doumbia; Fasko, Pickel (68. Bahoui); Jeffren, Sigurjonsson, Andersen; Avdijaj (71. Djuricin).

Young Boys: Von Ballmoos (38. Wölfli); Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Lotomba; Sow (81. Aebischer); Ravet (77. Schick), Bertone, Fassnacht; Assalé, Nsamé.

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Pnishi, Basic, Brahimi, Kamberi, Olsen, Fazliu, Ngongo, Pusic, Qollaku und Morandi. Young Boys ohne Sulejmani, Sanogo, Seferi, Gerndt, Wüthrich und Marzino. 9. Lattenschuss Nsamé. 38. Von Ballmoos nach Zusammenprall mit Lavanchy verletzt ausgeschieden (Fleischwunde am Schienbein). Verwarnungen: 16. Sigurjonsson (Foul). 20. Ravet (Foul). 79. Bahoui (Foul). 92. Djuricin (Foul).

Drei Tage nach dem 1:3 in Kiew gelangen die Young Boys bei den Grasshoppers in der 2. Runde der Super League zu einem mühelosen 4:0-Auswärtssieg.

Der Gegner wirkte auch in dessen zweiten Saisonspiel nicht wie der Europa-League-Anwärter, als den er sich sieht. Wie stellt man mit wenig Geld eine schlagkräftige Equipe zusammen? GC-Sportchef Mathias Walther glaubt eine Lösung gefunden zu haben, sagte vor dem Spiel gegen YB in der «Berner Zeitung»: «Wir müssen schauen, dass wir in die Gänge kommen. Danach können wir die Europa-League-Qualifikation anvisieren.»

Fassnacht glänzt als Doppeltorschütze

Nun, das dürfte aber dauern. Vom offenbar vorhandenen Potenzial war auch im zweiten Pflichtspiel der Saison wenig bis nichts zu sehen. Christian Fassnacht (15./74. Minute), Jean-Pierre Nsamé (72.) und Eigentor von Milan Vilotic sorgten für einen diskussionslosen Sieg der unter anderem ohne Sékou Sanogo und Miralem Sulejmani angetretenen Young Boys im Letzigrund.

Nachdem Albion Avdijaj zu Beginn eine gute Gelegenheit vom vor der Pause wegen einer Schnittwunde am Schienbein verletzt ausgeschiedenen YB-Keeper David von Ballmoos entschärft gesehen hatte, wirkten die Hoppers weitestgehend ideenlos. Es fehlte an Durchschlagskraft in der Offensive und an Organisation in der Defensive.

Vilotic mit unglücklichem Eigentor

Der Verlust der zentrale Achse mit dem verletzten Marko Basic und den abgewanderten Caio und Munas Dabbur wog schwer und war augenscheinlich. «Immer wenn wir am Aufkommen waren, kassierten wir ein Gegentor», befand GC-Goalie Heinz Lindner. Ihre beste Phase hatten die Zürcher zu Beginn der zweiten Halbzeit. Das Eigentor von Ex-YB-Verteidiger Vilotic genügte aber, um das fragile GC-Konstrukt aus den Fugen zu heben.

Der einzige Grasshopper, der seine Tauglichkeit für gehobenes Super-League-Niveau dauerhaft bewies, war Lindner, der einen höheren Pausenrückstand mit einer Glanztat gegen Nsamé (33.) verhinderte und an den Gegentreffern schuldlos war. Nsamé, der Challenge-League-Torschützenkönig der letzten Saison, zeigte ein starkes Super-League-Debüt und ging trotz zwei vergebenen Grosschancen vor der Pause wie Fassnacht als Torschütze vom Platz. Er war auch am Ursprung des Führungstreffers gestanden; mit seinem Pressing hatte er einen Ballgewinn erzwungen, der zum erfolgreichen Konter über Jordan Lotomba und Fassnacht führte.

Nsamé trifft im ersten Pflichtspiel

Nsamé stürzte die Grasshoppers damit ins Verderben. Ganz im Gegenteil dazu präsentierten sich die Young Boys drei Tage nach dem 1:3 in der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew gefestigt. Zu den Super-League-Punkten 3 bis 6 gesellte sich eine schöne Portion Selbstvertrauen. Und eine weitere positive Nachricht folgte nach Spielschluss: Von Ballmoos' Verletzung dürfte nicht gravierend, die Wunde bis Mittwoch wohl ausreichend verheilt sein.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/14695544

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. Juli 2017, 00:13 
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Der Turban-Torjäger

Christian Fassnacht stürmt nach seinem Wechsel aus Thun auch bei YB flott weiter. Ein Kandidat für Vladimir Petkovic?

Winterthur, Tuggen und Thalwil hiessen seine Stationen einst. Dann wagte er den Schritt in die Super League – und schlug beim FC Thun sofort ein: Mit 10 Toren und 6 Assists war Christian Fassnacht eine der Entdeckungen der letzten Saison.

Seine Qualitäten als Flügelstürmer blieben jedenfalls niemandem verborgen. Schon gar nicht dem Kantonsrivalen aus der Hauptstadt: Die Young Boys nahmen Fassnacht für vier Jahre unter Vertrag.

Die Tore 2 und 3 in dieser Saison

Anlaufschwierigkeiten zeigt der 23-Jährige nun auch im neuen Umfeld nicht, obschon die Erwartungshaltung auf einem ganz anderen Level ist. Am Mittwoch erzielte er beim 1:3 im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew das einzige Berner Tor. Nun liess er beim Sturmlauf gegen GC zwei Treffer und einen Assist folgen.

Auch ein Zwischenfall in der zweiten Halbzeit konnte ihn dabei nicht stoppen: Nach einem Luftduell mit GC-Captain Milan Vilotic floss zunächst viel Blut. Mit gelbem Turban stürmte Fassnacht danach weiter. Und erzielte das abschliessende 4:0. Kein Wunder sagte er hinterher: «Die Schramme nehme ich gerne in Kauf.»

Wird er am Ende gar noch zum Kandidaten für Nationaltrainer Vladimir Petkovic?


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... -torjaeger

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YB demütigt wehrlose Grasshoppers

Drei Tage nach dem 1:3 in Kiew kommen die Young Boys bei den Grasshoppers in der 2. Runde der Super League zu einem mühelosen 4:0-Auswärtssieg.

Mit etwas Glück hätte für GC alles verträglicher enden können. Aber selbst Fortuna hielt einen Punktgewinn für zu schmeichelhaft. Es lief die 63. Minute, als GC einen seiner seltenen, dafür einen guten Angriff zeigte. Hätte Runar Sigurjonsson mehr Druck hinter seinen Kopfball gebracht, es hätte das 1:1 bedeuten können.

Doch die Grasshoppers hatten sich das Glück nicht erarbeitet. Vielmehr hatten sie das Schicksal schon genug herausgefordert. Eigentlich war es erstaunlich, stand es erst 1:0 für die Gäste aus Bern. Unmittelbar nach dieser verpassten Chance wurden die Stärkeverhältnisse wieder zurechtgerückt. Es war eine Szene wie viele davor in diesem Spiel: Ein verlorener Zweikampf der Zürcher im Mittelfeld, Roger Assalés unbedrängter Lauf Richtung Strafraum, dann Yorik Ravets Flanke ohne eine Spur von Gegenwehr. Will man zynisch sein, hatte GC schon viel Vorarbeit geleistet, also war es folgerichtig, schob der GC-Innenverteidiger Milan Vilotic zum Eigentor und zum vorentscheidenden 2:0 für die Berner ein.

Das war der Knackpunkt. Zehn Minuten später stand es 4:0. Der YB-Neuzugang Christian Fassnacht bediente den ebenso neuen Stürmer Jean-Pierre Nsamé zum 3:0. Schliesslich schoss Fassnacht, bereits Schütze des Führungstreffers, mit einem Heber sein zweites Tor des Abends. Die Young Boys machten die Ausfälle von Sanogo und Sulejmani wett, selbst die Auswechslung des Goalies David von Ballmoos wegen einer Schnittwunde im Verlauf der Partie und die Reise nach Kiew vom Mittwoch fürs Hinspiel der Champions-League-Qualifikation (1:3). In die Meisterschaft sind sie perfekt gestartet: zwei Siege, null Gegentore.

Ganz anders GC. Der Captain Vilotic nahm die Niederlage aufgrund des Eigentors auf sich. Er habe sein Team gar nicht so schlecht gesehen, sagte er danach. Auch der Coach Carlos Bernegger hatte Fortschritte im Vergleich zum verlorenen Derby zum Saisonstart festgestellt. Was sollen sie anderes sagen? In den nächsten zwei Wochen müssen sie zweimal auswärts in Luzern und Basel antreten. Sie tun gut daran, die zweite Niederlage nicht zu dramatisieren.

Aber auch objektiv betrachtet haben Vilotics und Berneggers Aussagen einen Kern Wahrheit. Es war nicht alles schlecht, was dieses eilig zusammengestellte Team zeigte. Es hat Potenzial, wenn es Zeit bekommt, sich zu finden und physisch zu wachsen. Aber ohne Gegenwehr lassen sich keine Punkte gewinnen.

Grasshoppers - Young Boys 0:4 (0:1)

6000 Zuschauer. - SR Schnyder. - Tore: 15. Fassnacht (Lotomba) 0:1. 64. Vilotic (Eigentor) 0:2. 72. Nsamé (Fassnacht) 0:3. 74. Fassnacht (Nsamé) 0:4.

Grasshoppers: Lindner; Lavanchy, Vilotic, Bergström, Doumbia; Fasko, Pickel (68. Bahoui); Jeffren, Sigurjonsson, Andersen; Avdijaj (71. Djuricin).

Young Boys: Von Ballmoos (38. Wölfli); Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Lotomba; Sow (81. Aebischer); Ravet (77. Schick), Bertone, Fassnacht; Assalé, Nsamé.

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Pnishi, Basic, Brahimi, Kamberi, Olsen, Fazliu, Ngongo, Pusic, Qollaku und Morandi. Young Boys ohne Sulejmani, Sanogo, Seferi, Gerndt, Wüthrich und Marzino. 9. Lattenschuss Nsamé. 38. Von Ballmoos nach Zusammenprall mit Lavanchy verletzt ausgeschieden (Fleischwunde am Schienbein). Verwarnungen: 16. Sigurjonsson (Foul). 20. Ravet (Foul). 79. Bahoui (Foul). 92. Djuricin (Foul).


https://www.nzz.ch/sport/fussball/super ... ld.1308497

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«In Thun war ich noch ein Chancentod»

von E. Tedesco - Bei YB habe er an Effizienz zugelegt, sagt Christian Fassnacht über sich selbst. Nach drei Spielen und zwei Toren kann man das so sagen.

Christian Fassnacht ist nach dem 4:0-Sieg der Berner gegen GC ein gefragter Mann. Schon wieder. Denn das war er auch nach dem 1:3 in der Champions-League-Qualifikation in Kiew. In der Ukraine war es eine kleine persönliche Erfolgsmeldung – der 23-Jährige stand erstmals in der Startelf und erzielte dabei seinen ersten Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2 für YB – was ihn für die Journalisten so interessant machte.

Am Samstagabend ist die Anzahl der Medienschaffenden zwar kleiner, aber dafür die Erfolgsmeldung grösser. YB siegt gegen GC deutlich mit 4:0 und Fassnacht ist mit zwei Toren und einer Vorlage der Mann des Spiels. Nicht einmal eine blutende Platzwunde konnte den Offensivmann stoppen – weder auf dem Platz, noch nach dem Spiel.

Beim FCZ einst aussortiert

«Es war ein wunderschöner Tag. Ich glaube, mit einem 4:0-Sieg lässt es sich gut leben und ich fahre gerne von Zürich zurück nach Bern», sagt der 23-jährige Zürcher lachend. Dabei läuft ihm Blut der Schläfe entlang und sickert durch einen riesigen gelben Turban. Ein Andenken an Milan Vilotic. Er sei mit dem GC-Abwehrchef bei einem Kopfballduell zusammengestossen. «Ich muss die Wunde sicher noch nähen lassen, aber so lange es drei Punkte gibt, ist das egal und ich kann immer noch das andere Auge offen halten.»

Der Schritt von Thun zu YB mit seinem starken Reservoir an Offensivpersonal scheint Fassnacht keine Probleme zu bereiten. «Nein, eigentlich nicht, denn ich habe mich schon vorher gut gefühlt und das ganze Gebilde der Mannschaft stimmt einfach und macht Freude», so der ehemalige FCZ-Junior, der in der U16 der Zürcher einst als zu leichtgewichtig befunden und aussortiert wurde. Via Red Star, Thalwil, Tuggen und Winterthur kämpfte sich Fassnacht nach oben und war nach nur einem Jahr bei Thun im Sommer der erste Wunschspieler von YB und dessen Sportchef Christoph Spycher.

Jung, dynamisch und hungrig

«Über seine Qualitäten brauche ich keine Worte zu verlieren, denn sonst hätten wir ihn nicht zu YB gelotst», sagt Trainer Adi Hütter über den Matchwinner vom Samstag. «Er ist ein Spieler, der Spass macht: jung, dynamisch und hungrig.» Fassnacht könne ein enorm wichtiger Spieler für YB in dieser Saison werden. So weit blickt der 23-Jährige nicht voraus, sagt aber zu seinem fulminanten Start bei den Bernern: «Die Mannschaft hat es mir auch einfach gemacht, denn es ist unbestritten Qualität vorhanden. Die Flanken kommen an, die Bälle in die Tiefe stimmen und so habe auch ich einen Schritt vorwärts gemacht.»

Fassnacht führt gleich selber aus, wo er den Fortschritt bei sich sieht: «Ich denke vor allem betreffend Effizient. In Thun war ich ein kleiner Chancentod. Ich habe zwar zehn Tore geschossen, hätte aber das eine oder andere mehr machen müssen. Am letzten Mittwoch und auch gegen GC war ich effizient, und auf dem will ich aufbauen.»

Tore kann YB auch im Rückspiel gegen Kiew am Mittwoch brauchen. An Motivation mangelt es Fassnacht nicht. «Ich möchte einmal europäisch spielen – nicht nur Qualifikation», sagt der YB-Profi, «und es wäre schön, wenn wir das mit YB schaffen könnten.» Er hätte wohl weiter erzählt, wenn da nicht Sportchef Christoph Spycher das Gespräch unterbrochen hätte. Die medizinische Abteilung wartet mit Nadel und Faden auf Fassnacht. Die Kopfwunde muss endlich genäht werden.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/10552374

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Fassnacht in Zürich: YB führt GC vor

Der junge Stürmer Christian Fassnacht führt die Berner zum 4:0, GC dagegen kann den Zusammenbruch nicht verhindern.

Geboren ist er am 11. 11., wenn die Fasnachtszeit beginnt. Er hat den passenden Namen dazu, Fassnacht. Und an diesem Samstag, im schwülwarmen Zürich, sorgt er für Betrieb wie kein Spieler sonst auf dem Platz. Als es am Ende 4:0 für die Young Boys steht, kann er zwei Tore und einen Assist verbuchen. Um noch mehr aufzufallen, trägt er wegen einer Platzwunde einen gelben Kopfverband.

Vor einem Jahr bot sich den Grasshoppers die Möglichkeit, Fassnacht aus Winterthur zu holen, für bescheidene 250 000 Franken Ablöse. Sie verzichteten dankend und verpflichteten lieber Ridge Munsy aus Thun, für 1 Million. Fassnacht ging in die Lehre nach Thun und diesen Sommer weiter nach Bern. Munsy dagegen ist in Zürich auf dem Abstellgleis gelandet, er soll, trotz Vertrags bis 2019, so schnell als möglich abgegeben werden, um für neues Personal Platz im Kader zu schaffen.

YB zeigt nur eine Schwäche: Bei der Chancenverwertung

Munsy ist nicht gleich verantwortlich für den Absturz der Grasshoppers in der vergangenen Saison. Aber er ist ein Sinnbild dafür, wie schwierig sie sich seit geraumer Zeit tun, auf dem Transfermarkt gute Entscheide zu treffen. Und wer jetzt die Folge davon sehen will, muss nur auf die ersten Zahlen der neuen Saison schauen: 0:6 Tore, 0:6 Punkte.

Sehr bitter sei das, sagt Carlos Bernegger nach der Niederlage gegen YB. Und versucht im nächsten Satz, das Gute herauszustreichen: Man müsse das Bemühen der Mannschaft vom Resultat trennen. Die erste Viertelstunde jeder Halbzeit sei ordentlich gewesen. Er denkt an den Kopfball von Avdijaj in der 11. Minute, den Von Ballmoos spektakulär abwehren muss. Er denkt an die Szene von Fasko, gegen den Wölfli, der Ersatz des verletzt ausgeschiedenen Von Ballmoos, entschlossen klärt. Die erste Aktion hätte das 1:0 sein können, die zweite der Ausgleich.

YB hält sich nach der Pause nicht mit dem Konjunktiv auf, YB kontert schnell, Ravet provoziert das Eigentor von Vilotic, und der Zusammenbruch der Zürcher nimmt seinen Lauf. Weitere zehn Minuten später, in der 74., führt YB mit vier Treffern. Nsamé hat getroffen, der Debütant, nach einem wunderbaren Zuspiel von Fassnacht, und Fassnacht hat seinen Auftritt mit einem Lupfer über Lindner gekrönt. GC sieht, was YB an Fassnacht hat, und Adi Hütter gerät richtig ins Schwärmen, wenn er über den 23-Jährigen berichtet. «Es macht Spass und Freude, ihn zu haben», sagt der Berner Trainer, «er kann ein enorm wichtiger Spieler für diese Saison sein.»

Das 4:0 geht als Resultat in Ordnung. Den Bernern ist nur ein Vorwurf zu machen: dass sie mit ihren Chancen während der ersten Halbzeit zu nachlässig umgegangen sind, dass sie bis zur Pause nur mit einem Treffer führen statt mit zwei oder drei. «Man kann auch die Nadel im Heuhaufen suchen», sagt Hütter. Er tut es nicht, er freut sich vorbehaltlos an Auftritt und Resultat, zumal nur drei Tage nach der kräfteraubenden Aufgabe in der Champions-League-Qualifikation bei Dynamo Kiew. Das Selbstvertrauen vor dem Rückspiel gegen Kiew ist unbeschädigt.

Die Zürcher dagegen müssen ihre Wunden lecken. Das Spiel bestätigt die Eindrücke aus dem Derby: Sie haben noch viel Arbeit vor sich, «jeder Tag, jede Stunde, jede Minute zählt», sagt Bernegger. Was dramatisch tönen mag, ist die Realität. Er muss die Zeit aufholen, die er wegen der vielen späten Transfers in der Vorbereitung verloren hat. GC hat nun schon siebenmal in Folge nicht mehr gewonnen

Die vielen Neuen passen (noch) nicht zusammen. Von ihnen ist keiner in Form oder in der Verfassung, die auf eine schnelle Besserung schliessen liesse. Jeffrén ist auch bei seinem zweiten Einsatz sehr diskret, Doumbia kann nicht verhindern, dass vor der Pause fast alle gefährlichen Angriffe über seine linke Abwehrseite laufen, Fasko ist nirgends zu sehen, Avdijaj auch nur einmal.

Da hilft dann eben auch nicht, dass Lindner im Tor kaum einen entscheidenden Ball zu fassen kriegt, die Innenverteidiger Vilotic und Bergström kein Bollwerk bilden, Lavanchy weit von der Form der vergangenen Saison entfernt ist oder Andersen schon wieder der Andersen ist, der kaum etwas Produktives leistet. GC hat, die letzte Saison eingerechnet, 7-mal in Folge nicht gewonnen. Und die nächsten Gegner heissen auswärts Luzern und Basel.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Fa ... y/10858016

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YB-Noten: Bestnote für Fassnacht – und zwei starke YB-Debütanten

Die Akteure der Young Boys überzeugen beim 4:0-Sieg in Zürich gegen GC. Einige brillieren sogar, Christian Fassnacht verdient sich die Note 6.

David von Ballmoos: Note 5
Bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung enorm sicher. Mit einer fantastischen Parade nach einem Kopfball von Albion Avdijaj.

Kevin Mbabu: Note 5
Hatte auf seiner Seite alles im Griff. Ab und zu mit starken Vorstössen.

Steve von Bergen: Note 5,5
Gewann nahezu jeden Zweikampf, war aufsässig, eng an den Gegenspielern, schnörkellos. Deutlich stärker als am Mittwoch bei Dynamo Kiew (1:3) und gegen Andrei Jarmolenko – allerdings fehlte es GC an Klasse.

Kasim Nuhu: Note 4,5
Auch der junge Innenverteidiger zeigte eine weitgehend überzeugende Leistung. Die er mit einem schweren Ballverlust in der ersten Halbzeit selber ein wenig trübte. Danach kam GC zu einer guten Chance.

Jordan Lotomba: Note 5
Der 18-Jährige gab sein Debüt für YB. Und gefiel als Linksverteidiger, obwohl er bei Lausanne meistens auf der rechten Seite gespielt hatte. Unaufgeregt, ballsicher, engagiert. Schlug die präzise Flanke vor dem ersten Treffer der Young Boys.

Yoric Ravet: Note 5
Bei seinem früheren Arbeitgeber mit einem fleissigen Vortrag. Oft anspielbar, kaum vom Ball zu trennen, wirblig. Provozierte mit einer scharfe Hereingabe das Eigentor Milan Vilotics zum 0:2.

Djibril Sow: Note 5
Stabilisator im zentralen Mittelfeld. Hier und dort ist bereits die Schreibe und Rede vom neuen Gökhan Inler. Sow erinnert von seiner Spielweise und seinem Aussehen her tatsächlich an den früheren Captain des Schweizer Nationalteams. Behielt im dichten Verkehr im Aufbau meistens die Übersicht. Nach vorne ohne gewaltigen Einfluss.

Leonardo Bertone: Note 5
Erhielt eine Chance im Zentrum des Aufbaus. Bertone war ein robuster Balljäger, trat auch offensiv in Erscheinung, prägte das Spiel mit seiner engagierten Zweikampfführung.

Christian Fassnacht: Note 6
Der beste Spieler auf dem Platz. Viel unterwegs, spielfreudig, torgefährlich. Schoss das 1:0 eiskalt, bereitete das 3:0 mit einem feinen Pass vor, traf zum 4:0 mit einem herrlichen Heber.

Roger Assale: Note 5
Wie Fassnacht in beneidenswerter Frühform. Wirblig, dribbelstark, selbstbewusst, kaum vom Ball zu trennen. Einzig die Effizienz liess zu wünschen übrig.

Jean-Pierre Nsamé: Note 5,5
Agierte, als sei er schon lange bei YB. Im ersten Einsatz für die Young Boys bestens integriert, verstand sich gut mit den anderen Offensivleuten, kam bereits vor der Pause zu drei tollen Gelegenheiten. Nach dem Seitenwechsel erzielte er das dritte Berner Tor und gab den Pass zum vierten.

Marco Wölfli: Note 5
37. Minute für von Ballmoos. Souverän, ohne Fehler, einige gute Interventionen.

Torsten Schick: ohne Note
78. Minute für Ravet.

Michel Aebischer: ohne Note
80. Minute für Sow.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/15540545

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 30. Juli 2017, 11:19 
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«Ich habe mein Ding durchgezogen»

YB-Kult-Keeper Marco Wölfli springt erfolgreich für seinen jungen Nachfolger David von Ballmoos ein.

4:0 siegt YB am Samstag im Letzigrund gegen GC. Aber einen Wermutstropfen hat der zweite Saisonsieg: Nach 34 Minuten bleibt David von Ballmoos nach einer vereitelten GC-Chance am Boden liegen. GC-Verteidiger Numa Lavanchy hat den YB-Goalie bei einem Zusammenprall am Fuss getroffen. Von Ballmoos zog sich eine lange Rissquetschwunde am rechten Schienbein zu und musste in einem Zürcher Krankenhaus genäht werden.

Routinier Marco Wölfli ersetzte Von Ballmoos ab der 38. Minute. Der Kult-Keeper wurde dann auch gleich nach der Pause geprüft, als Hopper Michal Fasko auf Wölflis Tor losstürmte (51.). Der Berner Kult-Keeper, der sich erst während der Pause richtig warmschiessen lassen konnte, parierte souverän. Es war eine Schlüsselszene des Spiels. Hätte Fasko die beste GC-Chance zum 1:1 verwertet, hätte die Partie vielleicht eine andere Wendung genommen.

Wölfli seit 2014 nur noch die Nummer 2

«Ich muss Marco Wölfli ein Kompliment machen», sagte Trainer Adi Hütter. «In dieser Schlüsselszene hat er stark gehalten und hat danach die Partie mit seiner ganzen Erfahrung super runtergespielt.» Dazu bekam der bald 35-Jährige in den letzten Jahren nicht häufig die Gelegenheit.

Der 22. August 2014 war für Wölfli nicht irgendein Datum. Der YB-Keeper wurde an diesem Tag 32 Jahre alt – und es war der Tag, an dem Wölfli den Medien Auskunft geben musste, warum er nicht mehr Stammgoalie ist. 24 Stunden zuvor hatte Trainer Uli Forte der langjährigen Nummer 1 im YB-Tor mitgeteilt, dass er in Zukunft auf den jungen Yvon Mvogo setzen würde. Wölfli fügte sich in seine Rolle, auch wenn der Schock gross war, wie er gegenüber der Medienrunde im Stadionrestaurant eingestand. Wenige Monate später verlängerte er seinen Vertrag bis 2019.

Yvon Mvogo wechselte im Sommer 2017 zu RB Leipzig. Ersetzt wurde er durch David von Ballmoos. Das nächste Torhüter-Talent im YB-Tor und der nächste junge Kollege. Der Wolf, der mit den Jungen tanzt, sicherte auch ihm seine Unterstützung zu wie er es schon bei Mvogo gemacht hatte, nachdem der erste Schlag verdaut war.

Fehlt Von Ballmoos auch gegen Kiew?

Wölfli holt sich auch nicht erst Gratulationen ab nach seinem Einsatz, sondern wollte sofort wissen, wie es seinem jungen Kollegen geht. «Ich habe dann gehört, dass es nicht schlimm ist und sich wohl nur um eine Schnittwunde handelt. Da bin ich schon mal froh», so Wölfli. Und zu seinem Einsatz sagt er: «Es war schön, wieder einmal zu spielen und das zu Null, denn das ist für mich fast das Wichtigste. Nach dem wir am Mittwoch erst in Kiew gespielt haben, war es nicht ganz einfach.»

Und zu seiner persönlichen Leistung und der Glanztat gegen Fasko? Wölfli: «Ich habe mein Ding durchgezogen – nicht mehr und nicht weniger.» Je nachdem könnte Wölfli am Mittwoch im Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew (1:3) sogar noch einmal zu einem internationalen Highlight kommen. Es würde sich nicht dagegen wehren, aber in jedem Fall seinen jungen Kollegen unterstützen.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/30912789

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