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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Samstag 26. November 2016, 17:23 |
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26.11.2016  Zitat: Das Potenzial nicht ausgereizt
Die Young Boys haben auf internationaler Bühne früh für ein Glanzlicht gesorgt. In der Gruppenphase der Europa League verpassten sie es dann, daran anzuknüpfen.
Es war schon nach Mitternacht, als Steve von Bergen vor dem Ausgang des Karaiskakis-Stadion in Piräus ein Fazit zur diesjährigen Europacup-Kampagne der Young Boys zog. Diese endet zwar erst in zwei Wochen mit dem Heimspiel gegen Astana, zum Weiterkommen reicht den Bernern aber auch ein Sieg nicht mehr. «Ich glaube, wir haben einen der beiden vorderen Plätze im Startspiel in Bern vergeben», sagte Steve von Bergen. «Nach diesem 0:1 gegen Piräus waren wir bereits stark in Rücklage. Wir wussten danach, dass es nicht einfach würde, weil wir neben zwei siegreichen Heimspielen mindestens noch einen Erfolg bei Apoel oder Olympiakos brauchten.»
Unglücklich war im Rückblick, dass im ersten Spiel gegen die Griechen nicht der Fussball im Fokus stand, sondern das Chaos im Club mit der Absetzung von Sportchef Fredy Bickel sowie CEO Alain Kappeler. Die heftigen Fan-Proteste gegen den umstrittenen Verwaltungsrat Urs Siegenthaler während der Partie liessen keine Atmosphäre aufkommen, welche stimulierend gewirkt hätte. Die Spieler waren bemüht, diese Begleitumstände auszublenden, und boten eine gute Leistung. Trotzdem fehlten nicht nur die verletzten Hoarau und Sanogo, sondern auch wichtige Stimmungsprozente, um sich gegen einen so reputierten Gegner durchzusetzen.
Das Toreschiessen als Problem
Nach dieser Niederlage waren die Chancen auf die finale Phase im Frühjahr tatsächlich bereits arg geschrumpft. Denn auswärts, da tun sich die Young Boys weiterhin sehr schwer, etwas Zählbares zu holen. Das 1:1 in Piräus war der mit Abstand beste der fünf internationalen Auftritte auf fremdem Terrain. Da zeigten die Berner, dass sie auch für höher kotierte Gegner wie Olympiakos mehr sein können als nur ein Sparingpartner – falls Taktik, Engagement und Wille stimmen. Nur war dies zuvor in gegnerischen Stadien nicht der Fall gewesen. Gegen Donezk (0:2) und Mönchengladbach (1:6) hatte YB nie eine Chance, gegen Apoel leistete sich die Mannschaft ein ganz schwaches Spiel, und das 0:0 in Astana war nicht mehr als das geforderte Mindestziel. In 540 Minuten erzielte die Offensive auswärts nur zwei Treffer: das schöne, aber bedeutungslose Ehrentor von Ravet beim Stand von 1:5 in Mönchengladbach und das 1:1 von Hoarau in Piräus.
Das Erreichen der Europa League gehörte zu den Saisonzielen, das hat YB geschafft. «Es wäre aber mehr dringelegen» – dieser realistischen Einschätzung des Captains ist beizupflichten. Der Vorstoss in die Sechzehntelfinals wäre in dieser Gruppe mit nur einem überdurchschnittlichen Gegner absolut machbar gewesen. So bleibt für die Young Boys am Ende die bittere Erkenntnis, die eigenen Möglichkeiten nicht ausgereizt zu haben.
Bei aller Enttäuschung darf aber nicht in Vergessenheit geraten, dass YB in der Champions-League-Qualifikation 2016/17 für eine der grössten Überraschungen gesorgt hat. Der Exploit im Stade de Suisse gegen Schachtar Donezk und der damit verbundene Vorstoss ins Playoff der Königsklasse ist sportlich als wertvollste Leistung der letzten Jahre einzustufen. Von welchem Format die mit vielen Brasilianern bestückten Ukrainer sind, beweisen sie nun in der Europa League. Sie führen ihre Gruppe ohne Punktverlust an.
Europacup bleibt ein Muss
Für YB wird es auch in Zukunft wichtig sein, sich auf europäischer Ebene mit starken Gegnern messen zu können. Partien auf diesem Niveau bringen insbesondere die jungen Spieler weiter. Und auf diese wollen die Berner mit ihrem neuen strategischen Konzept bekanntlich ja noch verstärkt bauen. Im Europacup können die Talente selber die Erfahrung machen, wie hoch die Messlatte auf internationaler Stufe liegt und wie viel noch fehlt, um sich für einen Club im Ausland zu empfehlen.
Yvon Mvogo und Denis Zakaria beispielsweise, die meistgenannten Kandidaten im aktuellen Berner Team für einen Wechsel in eine starke europäische Liga, haben ihr Potenzial in diesem Europacup-Herbst erneut angedeutet. Der 22-jährige Goalie muss aber noch konstanter werden. Und der 20-jährige Mittelfeldspieler hat bei der Passqualität und im Spiel nach vorne noch Luft nach oben. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Da ... y/31058284
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shalako
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Verfasst: Samstag 26. November 2016, 17:26 |
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26.11.2016  Zitat: Es fehlt etwas
Trotz guter Leistung in Piräus schied YB am Donnerstag in der Europa League aus. Weil es an Qualität in der Offensive mangelt. In der Liga wollen die Young Boys derweil Rang 2 verteidigen. Das Programm bis zur Winterpause ist reizvoll.
Mit einer eher sauren Mischung aus Stolz und Enttäuschung traten die Young Boys gestern die Heimreise aus Griechenland an. «Wir spielten gut, wir probierten viel», sagt der beim 1:1 in Piräus auffällige Mittelfeldspieler Leonardo Bertone. «Aber leider waren wir im Abschluss nicht konsequent genug. Und weil wir aus der Europa League ausgeschieden sind, können wir uns auch nicht über die Leistung freuen.»
Steve von Bergen findet, ausser «zehn sehr schwierige Minuten gleich nach der Pause» habe YB das Geschehen im Griff gehabt. «Es war unser bestes Auswärtsspiel diese Saison», sagt der Captain. «Wir haben das Weiterkommen nicht im Donnerstag verspielt.» Bertone und von Bergen sehen in der 0:1-Heimniederlage gegen Piräus zum Start der Gruppenphase den Hauptgrund für das Ausscheiden.
Die Rechnung ihres Chefs geht ähnlich. «Wir haben in Astana gepunktet, das ist gut, wir haben in Piräus gepunktet, das ist sehr gut», sagt Adi Hütter. «In Nikosia verloren wir verdient, zu Hause gewannen wir gegen Nikosia. Leider aber wurden wir für eine vor der Pause gute Leistung gegen Piräus in Bern nicht belohnt.»
Erschwerend für die Young Boys kam hinzu, dass Nikosia überraschend bei Olympiakos gesiegt hatte. Das hätte YB vorgestern ebenfalls beinahe geschafft. Aber eben: nur beinahe. Es fehlte etwas. Genau so, wie auch etwas fehlte, um die Sechzehntelfinals der Europa League zu erreichen. «Es wäre mehr möglich gewesen», findet Trainer Hütter, «wir müssen aus unserem Scheitern die richtigen Schlüsse ziehen.»
Gesucht: ein Regisseur
Eine Erkenntnis ist gewiss, und neu ist sie nicht, dass es YB an torgefährlichen Kräften mangelt. Insbesondere auf internationalem Niveau. In drei Partien trafen die Young Boys in der Europa League nicht, Guillaume Hoarau erzielte alle vier Tore in der Gruppenphase. In Piräus schoss er das 1:1 sowie ein Abseitstor, hatte aber seine beste Chance vor der Pause vergeben.
Die anderen Offensivspieler blieben blass, die Ausfälle von Yuya Kubo und vor allem Yoric Ravet liessen sich nicht kompensieren. Zudem fehlt YB im mit kampfstarken, dynamischen Akteuren besetzten Mittelfeld ab und zu ein Impulsgeber, einer, der Übersicht und Klasse besitzt, um die Angriffe zu ordnen. «Die Steilpässe waren nicht immer gelungen», sagt Hütter.
Weiter geht es für die Young Boys in diesem beschwerlichen Halbjahr am Sonntag in Lausanne, ehe noch zwei Höhepunkte dieser Vorrunde folgen: das Heimspiel gegen Leader Basel sowie das Derby in Thun. Das letzte Europa-League-Spiel gegen Astana dagegen verkommt zu einer Art Strafaufgabe, weil beide Teams ausgeschieden sind. «Wir wollen uns ehrenvoll aus dem Wettbewerb verabschieden», sagt Hütter. «Und in der Meisterschaft wollen wir Rang 2 bis zur Winterpause verteidigen.»
Seit 3 Monaten ungeschlagen
Nachdem die Young Boys in den ersten sechs Ligaspielen dreimal verloren hatten, sind sie seit mittlerweile drei Monaten und neun Begegnungen in der Super League ungeschlagen. Es ist eine stolze Serie, die dadurch relativiert wird, dass die Berner dabei fünfmal Unentschieden spielten. «Das ist zu viel», sagt Coach Hütter. Zuletzt immerhin resultierten 10 Punkte und 15:5 Tore aus vier Auftritten, einzig das Last-Minute-Gegentor in Luzern zum 2:2 trübt die starke Bilanz.
Und die Absenzenliste bei YB ist ja seit Monaten beträchtlich. Morgen kehren immerhin die am Donnerstag gesperrten Kasim Nuhu und Kevin Mbabu zurück, sie könnten die leicht angeschlagenen Loris Benito und Scott Sutter ersetzen. Benito überzeugte in Piräus bei seinem Comeback nach über neun Monaten Verletzungspause mit einer sehr starken Vorstellung. «Ich bin enorm froh, steht er uns wieder zur Verfügung», sagt Coach Hütter, «denn er ist vielseitig einsetzbar.»
Steve von Bergen wiederum nennt die Leistung seines Innenverteidiger-Partners in Piräus nach dessen langer Abwesenheit «herausragend». Der mit grossem Potenzial gesegnete Benito verbessert die personellen Möglichkeiten auf der linken Seite sowie im Zentrum erheblich. Das kann für den Endspurt in den letzten zwei Wochen vor der Winterpause nicht schaden.
Und nach dem Derby in Thun am 11. Dezember wird YB innerhalb von nicht einmal fünf Monaten 31 Pflichtspiele bestritten haben. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24317767
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shalako
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Verfasst: Samstag 3. Dezember 2016, 23:58 |
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01.12.2016  Zitat: Wechsel auf allen Ebenen bei YB
von Peter Berger - Die Young Boys wollen in der Winterpause Spieler abgeben. Neben dem Kader könnte sich auch der Stadionname ändern.
Dreimal tritt YB 2016 noch an. Am Samstag im Spitzenkampf gegen Basel, am nächsten Donnerstag in der bedeutungslos gewordenen Europa-League-Partie gegen Astana und zum Abschluss am 11. Dezember im Derby in Thun. Winterschlaf gibts danach indes keinen.
Im Gegenteil: 2017 könnte sich bei den Young Boys einiges ändern. Christoph Spycher macht kein Geheimnis daraus, dass das Kader ohne europäischen Wettbewerb zu gross ist. Der smarte Sportchef drückt dies so aus: «Wir werden dem einen oder anderen Spieler keine Steine in den Weg legen.» Namen nennt Spycher keine. Aber auf der Streichliste dürften die bei Trainer Adi Hütter nicht hoch gehandelten Milan Vilotic und Milan Gajic sein, auch Jan Lecjaks könnte wechseln.
Neuer Hauptsponsor und Stadionname?
Neben dem Kader könnte es auch im Sponsoring Änderungen geben. So wird gemunkelt, dass Honda im Sommer als Hauptsponsor aussteigen soll. Der Automobilkonzern soll dem Vernehmen nach YB aber in kleinerem finanziellen Umfang weiter erhalten bleiben.
Nicht ausgeschlossen ist, dass im Sommer auch das Stadion einen neuen Namen erhält. Die BKW zog sich bekanntlich im Sommer 2015 als Hauptpartner des Stadions nach zehn Jahren zurück. Seither wird immer noch ein neuer Partner der Stade de Suisse AG gesucht. Offenbar hat man nun einen an der Angel. Anzunehmen ist, dass die Fans mit dem neuen Stadionnamen nicht zufrieden sein werden. Sie fordern seit längerer Zeit mit einer Petition den Namen «Wankdorf» zurück. Dieser Wunsch wird wohl kaum erhört. http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... B-28199860
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shalako
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Verfasst: Montag 5. Dezember 2016, 09:23 |
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05.12.2016  Zitat: Der verhinderte YB-Sportchef
Was macht Paul Meier?
Ein Mann ohne grossen Namen war zum Nachfolger Fredy Bickels bestimmt worden. Doch die Geschichte wurde kompliziert. Und heute wischt er die Scherben eines geplatzten Lebenstraums zusammen.
Er war das Phantom des Spätsommers. Aufgetaucht, aber nie da gewesen. Paul Meier. Als die Young Boys im September über die Trennung vom Sportchef Fredy Bickel informierten, schrieben sie geheimnisvoll: «Der neue Leiter Sport ist bestimmt und wird im Verlauf des Oktobers bekanntgegeben.» Es gab Gerüchte; bald kam Meier ins Spiel, ein Protégé von Urs Siegenthaler, dem für sportliche Belange verantwortlichen YB-Verwaltungsrat. Meier für Bickel? YB bestätigte nichts, «alles Spekulation», nach drei Tagen folgte nach allerlei Turbulenzen auch die Trennung von Siegenthaler; die Fragen zu Meier blieben, «alles Spekulation», aber alle ahnten, dass für Meier kein Platz mehr sei ohne seinen Fürsprecher.
«Es ist richtig, dass wir mit Paul Meier einen Vertrag geschlossen haben.»
Surreale Züge
Eine Woche später: Begrüssung und Verabschiedung zugleich. Als YB den wahren Bickel-Nachfolger vorstellte, Christoph Spycher, da sagte der Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger: «Es ist richtig, dass wir mit Paul Meier einen Vertrag geschlossen haben.» YB habe ihn als «Fussballexperten kennengelernt, ein Mann mit hoher Sozialkompetenz» – aber aufgrund der jüngsten Ereignisse mache eine Zusammenarbeit keinen Sinn.
Es hatte surreale Züge: Es ging um einen Menschen ohne grossen Namen, lange im Nachwuchs oder in unteren Ligen tätig und in Liechtenstein und Hamburg, aber nie in der Super League – und als er erschienen war, verschwand er auch schon wieder.
Meier wischt die Scherben eines Lebenstraums zusammen.
Und nun – was macht er?
Meier, 63, nimmt das Telefon ab, er wirkt freundlich und zugänglich; doch er sagt, er könne keine Auskunft geben, er befinde sich mit YB noch in einem laufenden Verfahren – und er verweist an YB, den vertraglichen Arbeitgeber, der ihm einen Vertrag gab, aber keinen Job. YB bestätigt den Austausch mit Meier, «mehr wollen wir dazu nicht sagen».
Sozialkompetenter Fussballexperte
Vor dem «Engagement» bei YB besass Meier eine Teilzeitstelle im Schweizerischen Fussballverband, sie ist nun anderweitig vergeben. Und so geht es Meier wie Bickel: Er wischt die Scherben eines Lebenstraums zusammen.
Aber er ist ein sozialkompetenter Fussballexperte. Diese Referenz haben ihm die Young Boys auf den Weg gegeben, obwohl sie nie mit ihm zusammengearbeitet haben. Vielleicht denkt eines Tages jemand daran. http://www.nzz.ch/sport/fussball/der-ve ... -ld.132436
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shalako
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Verfasst: Dienstag 6. Dezember 2016, 18:13 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.12.2016  Zitat: YB wirft SVP-Grossrat aus Gönnerklub
Der Berner SVP-Grossrat und Bauunternehmer Stefan Hofer wurde aus dem exklusiven Presidents Club des BSC Young Boys ausgeschlossen. Welche Rolle spielte die Migros?
Fussballclubs freuen sich über jeden neuen Gönner. So auch der BSC Young Boys, als der Berner SVP-Grossrat und Bauunternehmer Stefan Hofer (Bern) Anfang Juni dem Presidents Club beitrat. Vier Monate zuvor war publik geworden, dass Hofer wegen seiner Vergangenheit als Bordellbesitzer die Kandidatur für den Berner Gemeinderat hatte zurückziehen müssen.
Für den exklusivsten der YB-Donatorenclubs war das allerdings kein Grund zur Absage. Im Gegenteil: In einer E-Mail an Hofer vom 3. Juni zeigte sich «Hospitality Manager» Estelle Bläsi sehr erfreut über das neue Mitglied und stellte Hofer die Zusendung des Mitgliederbadges bis spätestens Anfang Juli in Aussicht. Am 27. Juni überwies Hofer dem Klub den Mitgliederbeitrag von 26'000 Franken.
Doch Hofer bekam keine Post von YB. Am 19. Juli fragte er nach dem Grund und staunte über die Antwort: «An einer Sitzung mit YB-Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger wurde mir erklärt, dass ich auf Druck der Migros aus dem Presidents Club ausgeschlossen werde», sagt der SVP-Politiker.
Als Druckmittel hätten die beiden Migros-Topkader mit dem Rückzug der rund einen Million Franken gedroht, mit der der Detailhändler den Fussballclub pro Saison sponsort. Anfang August erstattete YB Hofer den Mitgliederbeitrag von 26'000 Franken zurück.
Hofer zeigt Migros an
Hintergrund dieser Intervention sei die Strafanzeige, die er vergangenen Dezember gegen die Migros und die beiden Geschäftsleitungsmitglieder Anton Gäumann und Beat Zahnd eingereicht habe, fährt Hofer fort. Der Vorwurf: Sie sollen Hofer im Rahmen eines Bauprojekts erpresst und genötigt haben.
Konkret geht es um die Wohnüberbauung, die Hofers Honag AG beim ehemaligen Restaurant Löwen gegenüber der Migros-Filiale in Münchenbuchsee baut. Aufgrund von Einsprachen der Migros verzögerte sich das Projekt – der Detaillist wehrte sich unter anderem gegen zwei Velounterstände.
Laut Hofer geht es der Migros aber um 39 Autoparkplätze. Der Voreigentümer des Löwen hatte der Migros Aare beim Bau ihrer Filiale einst unentgeltlich Land für die Erschliessung abgetreten. Als Gegenleistung erhielt er das im Grundbuch verbriefte Recht, ausserhalb der Ladenöffnungszeiten 39 der Migros-Parkplätze zu benutzen. Als Hofer die Löwen-Parzelle kaufte, ging diese sogenannte Dienstbarkeit auf ihn über.
Migros klagt gegen Hofer
«Die Migros hatte in Aussicht gestellt, die Einsprachen zurückzuziehen, wenn ich das Recht auf die Parkplätze aus dem Grundbuch löschen lasse», sagt Hofer. Grund dafür sei, dass der Detaillist seine Filiale in Münchenbuchsee durch einen Neubau inklusive Wohnungen ersetzen wolle. «Da wäre diese Dienstbarkeit ein Hindernis. Mit der Einsprache wurde bezweckt, diese zu löschen.»
Schliesslich unterzeichneten die Parteien eine entsprechende Vereinbarung. Hofer hielt sich jedoch nicht an seinen Teil und reichte Strafanzeige gegen die Migros ein wegen Erpressung und Nötigung. Die Migros-Verantwortlichen reagierten mit einer Anklage am kantonalen Handelsgericht gegen Hofers Honag AG. Beide Verfahren sind derzeit noch hängig.
Dass dieser Streit zum Rauswurf Hofers aus dem Presidents Club von YB geführt hat, bestreitet die Migros Aare. Sprecher Reto Wüthrich: «Die Vorwürfe von Herrn Hofer sind absurd.» Die Migros habe keine Kenntnis davon gehabt, dass er sich um eine Mitgliedschaft bei YB bemüht habe. «Wir haben weder ein Mitspracherecht, noch würden wir jemals Einfluss darauf nehmen, wen YB oder sonst ein von uns gesponserter Sportclub in seine Gremien aufnimmt.»
YB: «Es passt nicht»
Insider bestätigen allerdings, dass der orange Riese durchaus Druck auf YB ausgeübt habe. In seiner offiziellen Stellungnahme klingt der Klub jedoch ähnlich wie der Detaillist: «Die Migros nimmt in keiner Art und Weise Einfluss auf die Besetzung unserer Mitglieder im Presidents Club», schreibt YB-Sprecher Albert Staudenmann. «Im Fall von Herrn Hofer haben wir die Gesamtsituation analysiert und sind zum Schluss gekommen, dass es nicht passt.» Was das konkret bedeutet, will Staudenmann allerdings nicht sagen. http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/11812957
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 8. Dezember 2016, 17:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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08.12.2016  Zitat: YB und SCB zahlen gemäss Gemeinderat genug für Sicherheit
Seit 2014 beteiligen sich YB und SCB pauschal an den Sicherheitskosten, die der Kantonspolizei bei Heimspielen entsteht. Die Beteiligung sei angemessen, so der Gemeinderat.
Die beiden Berner Sportklubs BSC Young Boys und SC Bern beteiligen sich angemessen an den Kosten für die Gewährleistung der Sicherheit bei Heimspielen. Zu diesem Schluss kommt der Berner Gemeinderat in einer Zwischenbilanz zum 2014 eingeführten neuen Abgeltungsmodell.
Vor zwei Jahren stimmte der Berner Stadtrat diesem in zwei Vereinbarungen verankerten Modell zu. Er verlangte damals aber, dass der Gemeinderat bei Halbzeit dieser vier Jahre geltenden Vereinbarungen dem Stadtparlament einen Zwischenbericht vorlegt.
Der Gemeinderat hat dies nun getan und sieht keine Veranlassung, an den beiden Vereinbarungen etwas zu ändern, wie er am Donnerstag mitteilte. Das Modell werde den Klubs gerecht und stelle eine angemessene Kostenbeteiligung sicher.
SCB muss nichts bezahlen
Bis ins Jahr 2009 hatten sich die beiden grossen Stadtberner Sportklubs nicht an den Sicherheitskosten zu beteiligen, welche der Stadt bei Heimspielen entstanden. Danach mussten die beiden Klubs je 60'000 Franken pro Saison entrichten.
Ab 2014 müssen nun die zwei Vereine der Stadt prinzipiell je einen pauschalen Beitrag von 1.50 Franken pro anwesenden Zuschauer entrichten. Dies aber nur dann, wenn die Einsatzstunden der Polizei den Aufwand für die Grundversorgung übersteigen.
In den beiden Vereinbarungen wollte die Stadt Bern nämlich den zwei Klubs einen Anreiz geben, selber für Sicherheit zu sorgen: Treffen die beiden Klubs mit Fanarbeit Massnahmen, welche die Sicherheitskosten senken, kommt ein Kostendach zum Zug.
Konkret musste der Schlittschuhclub Bern deshalb in den vergangenen beiden Saisons nichts bezahlen für die Sicherheitskosten: Der Aufwand der Kantonspolizei betrug beispielsweise in der Saison 2014/15 4882 Einsatzstunden. Die Grundversorgung wurde aber mit 7200 Stunden berechnet, liegt also höher.
Beim BSC Young Boys hingegen leistete die Kantonspolizei in den beiden vergangenen Saisons mehr Einsatzstunden als die Grundversorgung. Konsequenz: YB musste der Stadt Bern 800'000 Franken abliefern.
Insgesamt entstanden rund um die 120 Heimspiele der beiden Klubs in den zwei letzten Saisons Sicherheitskosten von 3,55 Millionen Franken. Auf YB entfallen 2,7 Millionen, auf den SCB 0,85 Millionen Bei beiden Klubs sind die Sicherheitskosten in den letzten Jahren tendenziell rückläufig. http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/11332887
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2016, 22:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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11.12.2016  Zitat: Ohne die «YB-Viertelstunde» stünde YB auf Rang 1
Warum eigentlich liegt das formstarke YB 12 Punkte hinter dem schwerfälligen Basel? Bei der Ursachenforschung stösst man auf eine Statistik, nach der die Geschichtsbücher umgeschrieben werden müssen.
Die Situation ist, man entschuldige den Ausdruck, pervers. Der FC Basel absolviert in der Super League das beste Halbjahr der Vereinsgeschichte, liegt auch nach der 1:3-Niederlage zuletzt in Bern 12 Punkte vor YB. Und doch erhält man den Eindruck, beim FCB herrsche tiefe Depression.
Man hört von atmosphärischen Spannungen im Team und unzufriedenen Akteuren. Man liest vom angezählten Trainer Urs Fischer und davon, dass es keinen Spass mache, der Mannschaft zuzusehen. Man sieht einen blassen Meister, der lustlos Punkte hamstert. Die Kritik am FC Basel ist umfassend, er steckt im Niemandsland zwischen Champions League und Super League fest.
Der Faktor Hoarau
Die Young Boys dagegen bereiten derzeit viel Freude, sie agieren oft schwungvoll, attraktiv, offensivstark, sie haben in der Meisterschaft seit drei Monaten nicht mehr verloren – und sind doch gefangen im Niemandsland zwischen Basel und dem Rest der Liga. Kaum jemand glaubt daran, dass YB den Serienmeister in dieser Saison noch gefährden kann.
Bei der Ursachenforschung, warum die Basler den Bernern trotz allem derart enteilt sind, stösst man eher früher als später auf Guillaume Hoarau. «Er ist für uns mit seiner Klasse, Präsenz, Torgefährlichkeit ungemein wichtig», sagt YB-Trainer Adi Hütter. «Ihn können wir nicht ersetzen.»
In dieser Saison fehlte Hoarau in fünf Ligaspielen, in denen YB bloss 6 Punkte holte (1 Sieg, 3 Remis , 1 Niederlage) – gerade bei den 0:0 in Vaduz und Sion hätte der Franzose bestimmt eine der vielen Chancen verwertet. In jener Phase verloren die Young Boys 7 Punkte auf Basel.
In der «Hoarau-Tabelle» also würde YB 5 Punkte hinter dem FCB liegen. Und als Klammerbemerkung sei erwähnt: Hoarau war im Herbst auch während der ersten zwei Europa-League-Partien verletzt, YB schoss kein Tor (0:1 gegen Piräus, 0:0 in Astana).
Der Faktor Nachspielzeit
Einen Grossteil des Rückstandes auf Basel handelte sich YB ja mit dem verpatzten Saisonstart und drei Niederlagen in den ersten sechs Partien ein. Man kann, wenn man möchte, eine «Wuschu-Tabelle» aufstellen. Seit Christoph Spycher Sportchef ist, haben die Young Boys nie verloren und bloss 3 Punkte weniger gesammelt als Basel.
Und wenn man die Sache seriös betrachtet, gilt es vor allem den äusserst erfolgreichen FCB hervorzuheben. Vor der Niederlage in Bern hatte er in sechzehn Partien nur 4 Punkte eingebüsst. Und das erst noch überraschend gegen Thun (1:1) und in Lugano (2:2). «Wir sind zufrieden mit unserer Ausbeute», sagt Hütter, «wenn wir am Sonntag in Thun gewinnen, haben wir im Schnitt fast 2 Punkte pro Partie geholt. Das ist gut. Basel ist halt enorm konstant. Und es gelingt ihm oft, Spiele zu drehen.»
Und so landet man irgendwann bei der «Nachspielzeittabelle». Der FCB hat in der Zeit nach der 90. Minute 6 Punkte geholt, YB dagegen 4 verloren! Würde es keine Nachspielzeit geben, wären die Young Boys bloss 2 Zähler von Rang 1 entfernt.
Das sind alles Spielereien, klar, und es gibt sogar eine Rechnung, die dazu führt, dass Geschichtsbücher umgeschrieben werden müssen. Die legendäre «YB-Viertelstunde» jedenfalls lebt nicht mehr. Im Gegenteil. Und das liegt nicht an den Young Boys. Sondern am FC Basel, der ab der 75. Minute gleich 13 zusätzliche Punkte eroberte – erwähnt seien die Partien gegen Lausanne, als Nachspielzeittore auswärts (zum 2:1) und zu Hause (vom 0:1 zum 2:1) für 5 Zähler Zuwachs sorgten.
Der Faktor Schlussphase
YB dagegen hätte 2 Punkte mehr, wären die Spiele nach 75 Minuten beendet (späte Gegentreffer bei den Niederlagen gegen Lugano und bei GC). Jene Tore, welche die Young Boys in der Schlussviertelstunde schossen, änderten nichts an der Punkteverteilung. So führten sie in Lausanne 1:0, ehe die Gastgeber ausglichen und Hoarau mit seinem Traumtor den Sieg ermöglichte.
«Wir haben leider in der Nachspielzeit zweimal das 2:2 erhalten», sagt Hütter. Sowohl zu Hause gegen St. Gallen als auch in Luzern hatte YB allerdings ebenfalls erst in der Schlussphase getroffen (90. und 86. Minute).
Ohne die «YB-Viertelstunde», die so heisst, weil die Young Boys früher oft in jener Phase trafen, stünde YB also auf Rang 1 – mit 3 Punkten Vorsprung. Und die «Krise» beim FCB wäre noch ausgeprägter.
Europa League
Bitteres Ausscheiden
Die Young Boys bestritten in dieser Saison bereits zum vierten Mal seit 2010 die Europa League. Zweimal kamen sie weiter, zweimal scheiterten sie äusserst knapp. Wie dieses Jahr. Sie hatten das beste Torverhältnis in ihrer ausgeglichenen Gruppe und schieden wegen der schlechteren Bilanz in den Direktbegegnungen gegen Piräus aus (0:1, 1:1).
«Wir spielten eine gute Gruppenphase», sagt Trainer Adi Hütter, der zudem auf den Coup gegen Schachtar Donezk in der Champions-League-Qualifikation im Sommer verweist. «Ein Tor mehr in den Partien gegen Piräus oder beim 0:0 in Astana hätte gereicht», sagt Hütter, «und wir hatten in jenen Partien gute Chancen. Einzig bei der 0:1-Niederlage in Nikosia spielten wir schlecht.» In einigen Europa-League-Gruppen hätten zudem acht Punkte für Rang 2 gereicht.
Mit Ausnahme der ausverkauften Begegnung gegen Gladbach in den Champions-League-Playoffs (30'224 Zuschauer) waren die Besucherzahlen in den Heimspielen enttäuschend, was an den wenig zugkräftigen Gegnern lag: 9365 gegen Donezk, 11'132 gegen Piräus, 9553 gegen Nikosia, 7616 gegen Astana.
Im Uefa-Fünfjahresranking der Klubteams verbesserte sich YB in dieser Saison bis jetzt von Rang 85 auf Rang 68, weil der Klub 2011/2012 wenig Punkte gesammelt hatte. Diese Spielzeit fällt 2017 aus der Wertung. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29922601
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shalako
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Verfasst: Montag 12. Dezember 2016, 18:54 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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12.12.2016  Zitat: Turbulente Zeiten: Die YB-Hinrunde im Rückblick
Durchatmen angesagt: Einmal mehr wechselten sich bei den Berner Young Boys Licht und Schatten ab – auf, aber auch neben dem Rasen. Das zweite Halbjahr 2016 in Bildern.
Spitze Zungen sagen seit Jahren, das einzige, was bei den Young Boys konstant ist, sei die Unbeständigkeit. Nun, in der am Sonntag abgelaufenen Hinrunde der Saison 2016/17 dürfen sich jene Kritiker bestätigt fühlen.
Sternstunden wie das überraschende Weiterkommen in der Qualifikation zur Champions League gegen Schachtar Donezk nach 0:2-Rückstand wechselten sich ab mit unnötigen Punktverlusten in der Nachspielzeit. Auf ein 7:2 gegen Lausanne folgten ein 1:6 in Gladbach und ein 1:4 bei GC.
Torflut nach Torflaute
Ende September, Anfang Oktober schafften es die Berner, vier von fünf Spiele torlos zu gestalten. Gleich im Anschluss fielen in vier Spielen insgesamt 17 YB-Tore. Für die meisten war übrigens Guillaume Hoarau verantwortlich, was die Bedeutung des Franzosen für den Verein unterstreicht.
Mit seinen beiden Toren gegen Basel trug Hoarau auch wesentlich dazu bei, dass YB dem Serienmeister die erste und bislang einzige Niederlage in der Meisterschaft beifügen konnte. Und dennoch beträgt der Rückstand auf den Ligakrösus schon 12 Punkte.
Umbrüche im Umfeld
Und nicht zuletzt schwächte sich der Klub mit Unruhen neben dem Platz auch selbst, als etwa die Entlassung Fredy Bickels heruntergespielt werden sollte, sich aber zugleich ein Verwaltungsrat über den verhangenen Maulkorb hinwegsetzte und damit den Unmut der gesamten Fangemeinschaft auf sich zog. Einen Überblick über knapp sechs Monate, in denen es rund um YB nie langweilig wurde, liefert die Bildstrecke oben. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16060139
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shalako
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Verfasst: Dienstag 13. Dezember 2016, 00:30 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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12.12.2016  Zitat: Zufriedenheit auch dank «Monsieur YB»
Durchatmen angesagt: Einmal mehr wechselten sich bei den Berner Young Boys Licht und Schatten ab – auf, aber auch neben dem Rasen. Das zweite Halbjahr 2016 in Bildern.
76 Punkte hat YB im Kalenderjahr 2016 in 36 Partien in der Super League geholt. Es ist eine meisterliche Bilanz – und doch werden die Young Boys in diesem Schaltjahr an keinem der 366 Tage ein aussichtsreicher Titelkandidat gewesen sein. Dank einer massiven Leistungssteigerung in den letzten Wochen – mit nun fast dreieinhalbmonatiger Ungeschlagenheit in der Liga – dürfen sie aber trotz Basler Dominanz auch zufrieden auf das abgelaufene Halbjahr mit 31 Pflichtspielen in viereinhalb Monaten blicken. «Es war eine strenge, intensive Zeit», sagt Trainer Adi Hütter. «Und ich denke, unter dem Strich ist unsere Bilanz gut, wir erreichten unsere Ziele. Wir sind im Cupviertelfinal, stehen in der Liga auf Rang 2, erreichten eine europäische Gruppenphase. Leider schieden wir in der Europa League ziemlich unglücklich aus und verpassten somit unser letztes Ziel im Europacup.»
Das Beispiel Schick
Die Young Boys blicken auf ein turbulentes Halbjahr zurück. Mit Höhepunkten wie in der Champions-League-Qualifikation gegen Schachtar Donezk (2:0) Anfang August und heftigen Rückschlägen wie den zehn Gegentoren innerhalb von drei Tagen in Gladbach (1:6) und bei GC (1:4) Ende August. «Davon erholten wir uns sofort, unsere Defensive stand danach deutlich besser», sagt Hütter. «Darauf legten wir den Fokus.» Leider habe YB während der gesamten Vorrunde ständig mehrere Verletzte gehabt. «Und es waren halt auch Spieler regelmässig dabei, die wir nicht so einfach ersetzen können.»
Zum Beispiel, es sei noch einmal erwähnt, Guillaume Hoarau. Den «Monsieur YB» auf dem Spielfeld, der mit seiner Torgefährlichkeit, Klasse, Präsenz oft den Unterschied ausmachte. In der Super League, aber auch in der Europa League. Hoarau ist wenig überraschend Hütters «YB-Spieler der Vorrunde», selbst wenn der Trainer seine Wahl selber wenig kreativ findet und einschränkt, er möge es ohnehin nicht besonders, einzelne Fussballer herauszuheben. «Aber bei Hoarau sieht ja jeder, wie wertvoll er ist.»
Yoric Ravet überzeugte im Herbst ebenfalls, bis auch er sich verletzte. Und besonders zufrieden ist Hütter mit den Fortschritten der jungen Akteure wie Goalie Yvon Mvogo oder den Mittelfeldspielern Denis Zakaria und Leonardo Bertone. Steigerungspotenzial besitzen der begnadete Linksfuss Miralem Sulejmani, Königstransfer 2015, sowie Stürmer Michael Frey, Königstransfer 2016. Sulejmani schlägt sich immer wieder mit Blessuren herum, Frey setzt sich oft zu sehr unter Druck, bewies zuletzt aber wie Thorsten Schick Aufwärtstendenz. «Schick hat gezeigt, dass man mit harter Arbeit viel erreichen kann», sagt Hütter.
Basel nicht weit weg
Der Trainer freut sich aber vor allem über die allgemeine Entwicklung seines Teams. «Wir reagierten stark, als die Ergebnisse im Spätsommer kurz nicht stimmten.» Damals hätten intensive Gespräche stattgefunden, einmal versammelte er sich sogar ohne den Rest der Trainercrew mit den Fussballern zu einer Aussprache. Die Spieler bestätigten später, es habe gut getan, offen untereinander diskutiert zu haben. In den erfolgreichen Herbstwochen erhielt man den Eindruck, die Stimmung im Betrieb sei trotz ständigen Verletzungen gut. «Wir rückten noch enger zusammen», sagt Captain Steve von Bergen. «Und es ist uns gelungen, fast wieder so stabil zu agieren wie im Frühling.» Insgesamt aber büsste YB bei zu vielen Unentschieden wertvolle Zähler ein, die Effizienz im Abschluss liess in Abwesenheit Hoaraus stark zu wünschen übrig.
Und so schmerzen die 12 Punkte Rückstand auf das selten starke, aber stets stabile Basel. Denn wenn man die Kader vergleicht, spricht vielleicht einzig die leicht besser besetzte Ersatzbank für den FCB. Auch YB-Coach Hütter muss jedenfalls lange überlegen, als er gefragt wird, welcher Basel-Spieler zwingend einen Stammplatz bei den Young Boys hätte. Vielleicht würde Renato Steffen am Flügel eine Verstärkung gegenüber dem oft blassen Sulejmani darstellen, Michael Lang wäre wohl in der Defensive ein Upgrade. Und einen Spielmacher, wie es Matias Delgado beim FCB ist, gibt es im YB-System nicht. Aber sonst? Nehmen sich die zwei Teams qualitativ nicht viel.
Junge integriert
Die Tabelle sagt etwas anderes. «Und die zählt», sagt Hütter. «Der FCB war konstanter als wir und gewann halt viele Spiele in der Schlussphase.» Der Coach glaubt trotzdem, dass YB einen Schritt weiter sei als vor sechs Monaten. «Wir sind gewachsen, wir haben neue Junge integriert. Und es ist ja unsere Philosophie, stark auf Talente zu setzen», sagt Hütter.
Und im Übrigen, das sei an dieser Stelle auch noch erwähnt, drängt sich mit Ausnahme von Guillaume Hoarau auch keiner von den Young Boys zwingend als Stammkraft beim FC Basel auf. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16060139
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shalako
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Verfasst: Dienstag 13. Dezember 2016, 00:35 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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12.12.2016  Zitat: 2017 könnte für die Young Boys ein schönes Jahr werden
Fabian Ruch Sportredaktor spricht über die Zukunftsaussichten für die Young Boys.
Vor genau einem Jahr titelte diese Zeitung am Ende des Fussballjahres im «Standpunkt»: «2016 verspricht für YB besser zu werden». Die Aussichten seien prächtig, hiess es, allerdings würden Verein und Team, Trainer und Sportchef im neuen Jahr auf dem Prüfstand stehen.
2016 wurde besser. Auf eine ausgezeichnete Rückrunde im Frühling als bestes Team der Schweiz folgte jedoch ein Sommer auf der Achterbahn – und der fast schon obligatorische Fehlstart in die neue Saison. Ohne Turbulenzen, Negativschlagzeilen und Chaos ging auch dieses YB-Jahr nicht über die Bühne. Sportchef Fredy Bickel wurde schliesslich entlassen, doch die Young Boys stabilisierten sich bald wieder – und unterstrichen mit starken, teilweise äusserst unterhaltsamen Vorstellungen seit Mitte September, die klare Nummer 2 im Land zu sein. Man könnte diesen «Standpunkt» also problemlos mit dem Titel versehen: «2017 verspricht für YB noch besser zu werden».
Denn man hat den Eindruck, dass die Zeit der ständigen Strategiewechsel bei den Young Boys tatsächlich der Vergangenheit angehört. Bickels Nachfolger Christoph Spycher geniesst das Vertrauen aller Beteiligten, er arbeitet beharrlich, hält sich aber in der Öffentlichkeit zurück. Und er ist daran, die grösste Baustelle zu schliessen. YB muss ja billiger werden, viel billiger, mehrere Millionen jährlich soll der Betrieb bald weniger kosten. Es geht für Spycher vorerst darum, die Kosten im viel zu teuren Kadermittelbau zu senken. Verträge laufen 2017 kaum aus, doch Akteure wie Milan Vilotic, Milan Gajic und wohl Jan Lecjaks dürften nicht mehr lange auf der Lohnliste stehen. Spycher sucht Abnehmer für sie.
Man wird sie nicht vermissen. Die Basis im YB-Team stimmt, angefangen bei Teamleader Guillaume Hoarau über starke Ausländer wie Yoric Ravet und Sékou Sanogo bis zu den vielen Talenten. Mit Michel Aebischer, Kasim Nuhu, Sven Joss, Kevin Mbabu und Linus Obexer etablierten sich in den letzten Monaten sogar mehrere neue Akteure als Hoffnungsträger. Andere Junge wie Yvon Mvogo, Denis Zakaria und Yuya Kubo sind bereits viel weiter, sie werden vermutlich nicht mehr lange bei den Young Boys bleiben und bald in eine grosse Liga wechseln. Der Verein wird die stolzen Ablösesummen nach den verschwenderischen Jahren seit 2010 sehr gut gebrauchen können.
Diese Saison aber dürften die Leistungsträger in Bern beenden. Und im Frühling bietet sich YB eine echte Titelchance. Eher weniger in der Super League, wo der Rückstand von 12 Punkten auf Basel nach menschlichem Ermessen kaum zu korrigieren ist. Selbst wenn die Young Boys den attraktiveren, besseren Fussball als der Rivale zeigen und kaum das schwächere Team sind. Im Cup aber steht YB im Viertelfinal, wo das Heimspiel gegen den Challenge-League-Verein Winterthur wartet. Der Weg ins Endspiel ist nicht mehr weit.
Ein Titelgewinn der Young Boys würde eine jahrzehntelange Sehnsucht stillen. Den Verantwortlichen ist jedoch in erster Linie zu wünschen, in Ruhe arbeiten zu können. Nichts benötigt der auch in diesem Jahr zu oft zum «BSC Hollywood» mutierte Klub mehr als Kontinuität. Ein skandalfreies Jahr 2017 würde helfen. Schliesslich gilt es, den Betrieb sportlich und wirtschaftlich fit für die Zukunft unter möglicherweise anderen Besitzern zu trimmen. Diesbezüglich wäre schon einiges erreicht, wenn es in den nächsten 12 Monaten nicht erneut zu personellen Rochaden in der Chefetage käme. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13690669
_________________ For Ever
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