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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 11:34 
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YB-Besitzer reden, Spycher als Hoffnung

Am Montag reden die YB-Besitzer Andy und Hansueli Rihs. Und die Young Boys sind bestrebt, bald Christoph Spycher als neuen Sportchef präsentieren zu können.

Es sind intensive Tage bei den Young Boys – mit vielen Gesprächen. Und immer mehr Details werden bekannt aus den letzten Monaten. Die sehr teuren Jahre seit 2010 sind vor allem einer Geldverschwendung bei Transfers und Vertragsverlängerungen geschuldet, die unter dem früheren CEO Ilja Kaenzig, der kläglich gescheitert war, begonnen hatte – und unter Sportchef Fredy Bickel ihre Fortsetzung fand.

Bickel war nie einer, der sparsam unterwegs ist, aber all seine Deals wurden vom YB-Verwaltungsrat abgesegnet, wobei der Sportchef besonders eng mit Werner Müller zusammenarbeitete. Und immerhin baute Bickel ein relativ klug zusammengestelltes Kader auf und legte Wert auf gute Atmosphäre.

Der Entschluss, nach Zeiten der Vorwärtsstrategie auf die Kostenbremse zu treten, wurde von den Besitzern Andy und Hansueli Rihs vor einigen Monaten gefasst. Urs Siegenthaler, der sportliche Berater im Verwaltungsrat, hätte die Pläne umsetzen sollen, doch er und Bickel waren sich vom ersten Tag an feindselig gestimmt.

Siegenthaler weibelte herum, traf sich auch mit Trainer Adi Hütter kürzlich zum Nachtessen in Bern, doch sein merkwürdiges Auftreten sorgte im Sportsektor bald für Argwohn. Die hochnotpeinlichen Ereignisse letzte Woche schliesslich warfen die Young Boys weit zurück und machten sie zum Gespött der Fussballschweiz.

Und so liegt der Verein derzeit am Boden, Bickel ist weg, Siegen­thaler ist weg, es fehlt an einer sportlichen Führungskraft.

Hier und dort wird in aufgeheizter Ambiance nun ein Austausch des gesamten Verwaltungsrats gefordert. Das wird kaum passieren. Der eine oder andere aber dürfte 2017 nicht mehr dabei sein. Vielleicht geht Peter Marthaler, der die ungenügende Kommunikation in der letzten Woche verantwortete, vielleicht Müller, der als Einziger am Ende zu Bickel hielt. Das ist aber alles gar nicht so entscheidend, bald werden wieder die Geschehnisse auf dem Rasen im Vordergrund stehen.

Wankelmütigkeit der Besitzer

Am Montagmittag werden sich Andy und Hansueli Rihs vor den Medien erklären. Sie werden den Sparkurs erklären, sie werden sich ein bisschen beklagen, wie mit ihrem Geld in den letzten Jahren bei YB umgegangen wurde, sie werden Kommunikationsfehler zugeben und Verkaufsgerüchte dementieren.

Aber sie werden kaum einsehen, dass sie mit ihrer Wankelmütigkeit am Ursprung vieler Probleme stehen. Zu oft hörten die Investoren, ohne die es den Verein in dieser Form gar nicht mehr geben würde, auf die falschen Leute. 2010, als CEO Stefan Niedermaier unverständlicherweise rausgeworfen wurde, ging es YB blendend, der Zuschauerschnitt lag bei über 22'000, heute sind es 6000 weniger.

Finanziell lief es ­ordentlich, seither beträgt das Defizit im Schnitt rund zehn Millionen Franken jährlich. Sportlich waren die Young Boys auf Augenhöhe mit Basel, heute sind sie deutlich abgehängt.

Das «Phase 3»-Geschwätz damals unter Verwaltungsratsprä­sident Benno Oertig und Kaenzig muss dringend immer wieder ­erwähnt werden, weil es ohne den Grössenwahn (etwa Oertigs Spruch: «Wir wollen eine Hochphase wie Bayern von 20 bis 30 Jahren») nicht solche Schwierigkeiten geben würde.

Der Termin heute Montag wurde mit den Rihs-Brüdern akribisch vorbereitet, aber vor allem Andy Rihs ist un­berechenbar. Er besitzt die totale Unabhängigkeit, ist locker, weil er genügend Geld hat und weil ihn andere Sachen mehr beschäftigen als YB. Zum Beispiel der Radsport oder die eigene Gesundheit.

Spycher als beste Lösung

In erster Linie sind die Young Boys ohnehin bestrebt, das ganze Desaster mit Urs Siegenthaler so schnell wie möglich zu vergessen. Übers Wochenende wurde daran gearbeitet, bald eine Lösung mit Christoph Spycher als Sportchef präsentieren zu können.

Der frühere Nationalspieler und ehemalige YB-Captain war von dieser Zeitung als starker Mann im Sport gefordert worden, weil er im Prinzip die einzige Hoffnung des Klubs ist. Und weil der YB-Talentmanager die aktuell wohl beste Lösung wäre.

Spycher trifft sich am Montag mit den Rihs-Brüdern. Der 38-Jährige besitzt keine Erfahrung als Sportchef. Aber er ist smart, intelligent, redegewandt, glaubwürdig und gut vernetzt, er kennt das Fussballgeschäft seit bald zwei Jahrzehnten und den Betrieb im Stade de Suisse seit seinem Wechsel zu YB.

Das war übrigens 2010, kurz bevor Niedermaier gehen musste. Seither fehlt im Stade de Suisse ein Gesicht des Vereins. Auch diesbezüglich – und als Sympathieträger – könnte Spycher viel dazu beitragen, dass bald wieder Ruhe einkehrt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14422314

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 11:39 
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Andy Rihs gibt in gelb-schwarzen Ringelsocken uskunft

«Wollen eigene Leute wie Spycher, Chappi und Graf bringen»

Nach den Berner Chaostagen wird in Bern kein neuer Sportchef präsentiert.

In gelbschwarzen Ringelsocken erscheint YB-Besitzer Andy Rihs zur Medienkonferenz. Er stellt gleich klar: «Wir sind Investoren, aber keine Fussball-Fachleute. Und wir sind Fans von YB. Das sieht man auch an meinen Socken.»

Es ist kein Tag der Entscheidung in Bern, aber trotzdem hochspannend. Fakt ist: Einen neuen Sportchef und Nachfolger von Fredy Bickel präsentieren die YB-Besitzer Andy und Jöggi Rihs heute Vormittag nicht.

Andy Rihs betont, dass es nun das Ziel von YB sei, «Leute aus der eigenen Küche zu bringen wie Stéphane Chapuisat, Wuschu Spycher und Nachwuchschef Ernst Graf.»

Verwaltungsrat Hanspeter Kienberger erklärt: «Der Mann mit Sportkompetenz fehlt zurzeit, denn die operative Leitung im Sport muss funktionieren. Da wird in dieser Woche einiges passieren.» Möglich, dass dieser Mann Spycher heissen wird.

Kein Geheimnis ist auch, dass die Gebrüder Rihs YB und das Stade de Suisse verkaufen würden, wenn eine regionale Lösung in Frage käme. Andy Rihs: «Eine Berner Lösung, das wäre doch toll. Das wir nicht immer Geld hineinstopfen müssen. Aber es kommt niemand!»

Andy Rihs entschuldigt sich für die Kommunikationspanne. Abgänge im Verwaltungsrat sind jedoch keine zu erwarten, aber einen Zugang. «Es braucht jemanden, der die Kirche im Dorf hält. Das kann ein ehemaliger Fussballer sein.»

Medienchef Albert Staudenmann beendet die Konferenz. Jöggi Rihs ruft ein «Hopp YB!» hinterher.


Die YB-PK zum Nachlesen

Danke für Eure Aufmerksamkeit, liebe Fussball-Freunde. 11.50 Uhr. Die Gebrüder Rihs haben die Champions Lounge im dritten Stock des Stade de Suisse verlassen. Und wir sind genau gleich schlau wie zuvor. Nämlich kein bisschen.


vor einer Stunde
Das hat Andy Rihs zum Schluss gesagt. Albert Staudenmann beendet die Konferenz. Jöggi Rihs ruft ein «Hopp YB!» hinterher. Und Andy Rihs: «Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag, schönen Nachmittag.»


vor einer Stunde
Frage: Werden sie nach dieser Mega-Kommunikationspanne näher dabei sein als Mann mit viel Erfahrung in diesem Bereich? «Ich bin zu weit weg, zum Teil, da haben sie Recht. Aber auch in der Wirtschaft haben viele Firmen schon einen Flop gelandet. Das ist für mich Grundvoraussetzung. Ich kann nur sagen: Es wird nicht mehr passieren. Da schauen wir drauf.»


vor einer Stunde
Frage: Musste Siegenthaler zu seinem Glück gezwungen werden oder sah er das selber ein? A. Rihs: «Die Rechnung ist halt so ausgegangen wegen minimaler falscher Entscheide in der Communication, die sich katastrophal ausgewirkt haben. Urs sah das ein, dass es danach nicht mehr gehen würde. Er ist nicht irgendeine Figur, die da gekommen ist. Ein Experte, Deutscher Fussballbund und so. Wie das gegangen ist, wäre er ständig damit konfrontiert worden. Das wäre nicht gegangen.»


vor einer Stunde
Frage an Kienberger: Wie schaut es aus mit dem Mann, der sportlicher Leiter hätte werden sollen? «Es ist so, dass der Mann mit Sportkompetenz fehlt. Deshalb ist die Ausgangslage neu. Das ist jetzt eine vordringliche Aufgabe. Denn die operative Leitung im Sport muss sofort funktionieren. Da wird in dieser Woche einiges passieren.»


vor einer Stunde
Frage: Kommt nun eine Neuer in den VR, der Sportkompetenz hat? A. Rihs: «Ja, es braucht jemanden, der die Kirche im Dorf behält. Das kann ein ehemaliger Fussballer sein.»


vor einer Stunde
Frage: Können Sie die Berner Lösung skizzieren? «Eine Berner Lösung, das wäre doch toll! Das wir nicht immer Geld hineinstopfen müssen. Aber es kommt niemand! Es ist halt bequemer mit uns. Aber vielleicht kommt nun der eine der andere. Wir sind Berner, das wissen die meisten nicht. Heimatberechtigt in Meinisberg. Aber wir leben halt nicht in diesem Umfeld.»


vor einer Stunde
Frage: Gibts Veränderungen im VR? A. Rihs: «Nein, ganz sicher nicht.» Nachfrage: Und wer führt den Verein nun operativ? «Das ist Wanja.»


vor einer Stunde
Jöggi Rihs: «Wir müssen schauen, wie wir die verschiedenen Kompetenzen nun verteilen und übertragen.»


vor einer Stunde
Frage: Wie ist es mit der Person, die als Leiter Sport auserkoren war? Kommt die nun oder nicht? A. Rihs: «Das kann ich ihnen auch nicht sagen. Man weiss auch nicht, wer es ist. Aber wenn sie jemanden anheuern und alles ist anders, dann muss man das frisch diskutieren. Aber wir sind auch nicht jeden Tag hier, mein Bruder und ich, Als Investoren, manchmal als Toren. Die Verwaltungsräte sind auch die Herren Kienberger...» Andy Rihs zählt sie auf, Albert Staudenmann muss ihm gewisse Namen zuflüstern.


vor einer Stunde
Frage: Ist der Meistertitel immer noch das Ziel? «Klar», sagt Andy Rihs, «sagen sie mir mal eine Mannschaft, die das nicht zum Ziel hat. Die einen als Ziel, die anderen als Dream.»


vor einer Stunde
Frage: Welche Rolle spielt Werner Müller noch? A. Rihs: «Er ist VR. Und hat dort seine Aufgaben.»


vor einer Stunde
Frage: «Sie haben von fünfzig Millionen gesprochen. In welchem Zeitrahmen war das?» Andy Rihs: «Wir haben die Aktionäre ausgekauft, um saubere Ordnung und keine komplizierten Verhältnisse zu haben im VR. Das ist abgelaufen in den letzten sieben Jahren. Wenn sie Ausfälle in der Europa League haben, dann geht das schwer zu Buche. Sie wissen, was wir für Ausfälle hatten im Schweizer Cup. Am Schluss mussten wir das Portemonnaie wieder auftun.»


vor einer Stunde
Frage: Haben Sie Bickel nicht zugetraut, den Stilwandel zugetraut. Und hat er unkontrolliert Geld ausgeben dürfen? A. Rihs: «Wenn sie einen Spieler erhalten, der nicht mal kicken kann seit ein, zwei Monaten, aber dennoch Lohn kassiert, dann ist das nicht gut. Und dann sind die Verkäufe nicht gelaufen. Das ist der Hauptgrund. Es war ein ständiges Thema, die Wirtschaftlichkeit. Wir haben Budgets. Und wenn die nicht eingehalten werden, dann muss man etwas machen.»


vor einer Stunde
Erste Frage: Warum wurde der Entscheid, den Sportchef und den CEO zu wechseln, nicht viel früher kommuniziert? Antwort A. Rihs: «Der Entscheid ist schon vor längerem getroffen worden. Vor drei Monaten. Aber es ist etwas hinzugekommen, das es uns verunmöglichte, das erst in der Nationalpause zu kommunizieren. Wenn man Restrukturierungen macht, dann kostet das gewissen Leuten immer den Platz.»


vor einer Stunde
Auch VR-Präsident Hanspeter Kienberger betont die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit und entschuldigt sich seinerseits.


vor einer Stunde
Wieder Andy Rihs: «Dieser Kommunikations-GAU muss das letzte Mal gewesen sein. Muss! ich bin in einer Umgebung aufgewachsen, in der Kommunikation wichtig ist. Es ist ein Shitstorm entstanden. Ich will auch nicht herumbashen, weil jemand nicht technisch auf der Höhe war. Ich bin in der PR zuhause. Wenn sie Millionen Leute überzeugen müssen, dass Schwerhörigkeit heilbar ist, dann ist Öffentlichkeitsrarbeit enorm wichtig. Deshalb entschuldige ich mich nochmals und schaue nun persönlich darauf. Wenn solche Sachen sind, muss man an die Front. Nicht kann. Man muss.»


vor einer Stunde
Jöggi Rihs: «Den Brand YB muss man europaweit hoch ansetzen. Da ist es in der Schweiz noch GC. Basel ist erst in den letzten Jahren dazugekommen. Aber YB ist über allem. Es heisst nicht umsonst YB forever. Es gibt immer wieder Leute, die Interesse zeigen. Es gibt auch immer wieder plumpe Versuche. Wir wollen in erster Linie eine Berner Lösung, die sich zusammenrauft und sagt: Das soll in Bern bleiben. Aber zuerst wollen wir diesen Klub dahinbringen, dass alle Freude haben in diesem schönen Stadion. Und das mit jungen Leuten. Adi Hütter ist ein Trainer, der das unterstützt. Wann ein Verkauf stattfindet, können wir nich nicht sagen. Wen dreissig Medienvertreter sagen, wir sind dabei mit drei. vier Millionen, dann ginge das... Wir haben genug Beispiele von Klubs, die in fremde Hände gegangen sind und Unfug getrieben wurde.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Wir gehen auf die Jugend, ganz klar. Aber auch mit Topstars. Aber es geht ums Geld. Wieviele Klubs in der Schweiz haben keine Geldsorgen. Das kann man an einer Hand abzählen. Ein Thema war immer verkaufen. Da soll Jöggi etwas dazu sagen.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Über den Verwaltungsrat werden wir hier nicht sprechen. Das machen wir intern. Wir wollen ein gutes Verhältnis zu den Fans, zu den Medien. Ihr wisst natürlich schon Bescheid, wie es gehen sollte. Aber wir haben gute Leute. Wir müssen unseren eigenen Weg bringen. Zuerst schauen wir da in unserem Haus. Wir sprechen mit diesen Leuten. Die Gespräche gehen weiter. Der Weg, den wir wollen, ist eingeschlagen unabhängig von dem, der das da oben hätte dirigieren müssen. Sportlich werden wir keinen Schaden haben. Die Leute, die für das Sportliche zuständig sein, haben unser vollstes Vertrauen.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Was haben wir nun Fredy Bickel vorzuwerfen! Es geht um Wirtschaftlichkeit. Es geht einfach nicht, dass man jedes Jahr sagt: noch ein paar Millionen, noch ein paar Millionen. Das hat unser Verwaltungsrat gut gemacht. Hampi versteht etwas von Zahlen. Er hat schon manche Bilanz gesehen. Er ist diplomierter Bücherexperte. Haben wir das gerne gemacht? Natürlich nicht. Man investiert gerne, wenn man einen Return of Investment hat.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Dieser Fauxpas ändert nichts an der Tatsache, dass wir gute Leute haben. Im Nachwuchs, im Scouting. Ich habe eben gerade mit Adi Hütter gesprochen. Er hat mir gesagt: 'Wir haben Biss!' Auch wenn das noch keinen grossen Kübel garantiert.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Wir mussten das nun kommunizieren, aus Gründen, die ich ihnen nicht nennen kann. Auch wenn wir es gerne später kommuniziert hätten. Unser Fehler war, das wir nicht sogleich eine Medienpressekonferenz anberaumt haben. Da haben wir uns ins mediale Offside gestellt. Da verstehe ich schon, wenn ihr sagt, sind die überhaupt noch 'bache'. Und nun müssen wir darüber sprechen, obwohl wir lieber darüber sprechen wollen, wie es sportlich weitergeht.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Wir fanden die Sportkompetenz in der Person von Urs Siegenthaler, nach anderthalbjähriger Suche. Und waren uns alle im Verwaltungsrat einig, dass wir uns von Fredy Bickel und Alain Kappeler trennen würden. Unser Ziel ist es nun, Leute aus der eigenen Küche zu bringen wie Ernst Graf, Stéphane Chapuisat und Wuschu. Und mit jungen Leuten zu arbeiten, wie man das in Breiten..., ääh Barzenheid gesehen hat.»


vor einer Stunde
Andy Rihs: «Wir waren auf gutem Weg. Führen den auch weiter. Aber unter anderen Vorzeichen. Es wird nicht mehr nur gekleckst und gekleckst und gekleckst. Deshalb brauchten wir Sportkompetenz im Verwaltungsrat. Ich werde Ihnen nicht sagen, wieviel Geld wir investiert haben. Aber es ist ein grosses Minus da. Also brauchen wir Sponsoren, Zuschauer und Transferbusiness. Deshalb haben wir schon vor ein paar Jahren gesagt, so kann es nicht weitergehen. Unser Ziel war, den Verein selbsttragend zu machen.»


vor 2 Stunden
Weiter Andy Rihs: «Wir sind Investoren. Aber keine Fussball-Fachleute. Und wir sind Fans von YB. Das sieht man auch an meinen Socken. Wir haben im Backoffice etwa hundert Leute. Hampi Kienberger ist auch gekommen, um da im Hintergrund aufzuräumen. Denn es gibt nicht nur Fussball.»


vor 2 Stunden
Andy Rihs stellt die Frage: «Was ist eigentlich passiert? Wir sind immer noch die Nummer zwei. Waren das mehrmals, seit wir eingestiegen sind. Und wir waren mehrmals in der Europa League. Wir sind angetreten mit grossen Ambitionen, Waren auch sehr nahe drain. Mussten den Titel abgeben an Basel, das noch unter Petkovic, Vlado.»


vor 2 Stunden
Es geht los. Die Gebrüder Andy und Hansueli Rihs sowie VR-Präsident Hanspeter Kienberger und Albert Staudenmann, Leiter Unternehmenskommunikation, haben sich gesetzt, nachdem Andy Rihs seinen Kugelschreiber gefunden hat. Die Rihs' sind sportlich in YB-Polo-Shirts gekleidet.


vor 2 Stunden
Erste Informationen sickern durch. Christoph Spycher ist heute nicht anwesend, wird also nicht als neuer Sportchef vorgestellt. Das Thema Sportchef steht nicht im Vordergrund, heisst es.


vor 2 Stunden
Guten Tag liebe Fussball-Freunde und herzlich willkommen zum Live-Ticker der Pressekonferenz der Young Boys. Die Klubbesitzer Andy und Hansueli Rihs sowie Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger treten vor die Medien. Präsentieren sie einen neuen Sportchef? Erfahren Sie es ab 11 Uhr.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 05576.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 11:43 
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«Solch ein Kommunikations-Gau darf nie mehr vorkommen»

Was ist bloss in der Führungsetage der Young Boys los? Die Rihs-Brüder haben in einer Medienkonferenz über ihre Sicht der Dinge gesprochen.


Ende der Medienkonferenz

«Hopp YB», ruft Andy Rihs zum Abschluss der Medienkonferenz.


Sind die Rihs-Brüder zu weit weg?

Andy Rihs:«Es ist ein Fehler passiert in der Kommunikation. Zum Teil bin ich schon etwas zu weit weg vom Geschehen. So etwas wird aber nicht mehr passieren. Kommunikation ist eine Grundvoraussetzung für die Glaubwürdigkeit.»


Fall Siegenthaler

«Urs ist von selbst zur Einsicht gekommen, dass er dem Verein so nicht mehr dienen kann», sagt Andy Rihs zum Siegenthaler-Abgang. «Das können wir nachvollziehen. Wir wollen ihm nichts vorwerfen, sondern sind ihm dankbar, dass er uns in so kurzer Zeit so viel erklärt hat. Er ist ein Experte mit einer klaren Meinung.»


Neue Situation

Durch den Abgang von Siegenthaler sei nun eine neue Ausgangslage entstanden, die man nun analysieren müsse, sagt VR-Präsident Hanspeter Kienberger.


Kompetenz im VR

Wer wird Siegenthaler ersetzen? «Gespräche sind am Laufen. Wir wollen jemanden, der grosse Fussballkompetenz hat. Ein ehemaliger Fussballer oder Trainer ist vorstellbar.» Es sei aber noch zu früh, um Namen zu nennen.


«Berner Lösung»

Andy Rihs: «Wenn eine Gruppierung kommen würde, die sich im grossen Stil beteiligen würde, dann wäre das schön. Dann müssten wir nicht mehr immer Geld hineinstopfen. Aber es kommt halt niemand. Es gibt doch auch noch ein paar Leute in Bern, die Geld haben.»
Wird es im VR Veränderungen geben?


Wird es im VR noch weitere Veränderungen geben?

«Nein, ganz sicher nicht», sagt Andy Rihs.


Leiter Sport

Wer wird Leiter Sport? «Es ist noch kein Name bekannt», sagt Andy Rihs. «Das wird sich in den nächsten Tagen entscheiden.» Zurzeit würden Gespräche stattfinden.


Nachwuchs

Opfert YB die Meisterträume der Nachwuchsförderung? «Nein, das ist völlig falsch. Selbstverständlich wollen wir den Meistertitel», sagt Andy Rihs.


Finanzen

«Wenn budgetierte Posten nicht eingehalten wurden, haben wir das Portemonnaie aufgemacht», sagt Andy Rihs.


Hat Bickel zu viel Geld ausgegeben?

Andy Rihs: «Wir haben lange zu allem Ja gesagt. Die Resultate blieben aber aus. Wenn wir Spieler auf der Lohnliste haben, die seit zwei Jahren nicht gespielt haben, dann müssen wir etwas ändern. Die Verkäufe sind auch nicht gelaufen. Dadurch entstand ein wirtschaftliches Minus.» Budgets wurden nicht mehr eingehalten.


Wieso wurde der Entscheid nicht im Sommer getroffen?

«Der Entscheid ist schon länger gefallen. Nur der Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde unglücklich gewählt. Wieso das so ist, darüber darf ich nicht sprechen. Es ist etwas vorgefallen, mit dem niemand gerechnet hat», sagt Andy Rihs.


Jetzt nochmals Andy Rihs

«Solch ein Kommunikations-Gau darf nie mehr vorkommen.» Aus einer dummer kleiner Sache sei ein Tsunami entstanden.


Verkauf?

«Wir werden den Verkauf irgendwann einmal anstreben», sagt Hans-Jürg Rihs. Wann das sei, ist noch völlig offen. Nochmals macht er klar, dass er sich eine Berner Lösung wünschte.


Jetzt spricht Hans-Jürg Rihs

Das Stade de Suisse sei ein Juwel und die Berner Sportgemeinde sei sehr ausgeprägt. «Bern ist sehr hoch anzusiedeln.» Er macht aber klar, dass man nicht für immer Investor bleiben will. «Wir wollen aber eine Berner Lösung. Es wäre gut, wenn sich eine Berner Gruppierung zusammenraufen würde und den Club übernimmt.» Das sei aber zurzeit noch kein Thema. Jetzt will man wieder mehr Leute ins Stadion locken.


Wie weiter?

Rihs will sich intern nach Lösungen umsehen. «Wir haben hier viele gute Leute.» Die sportliche Leitung habe das Vertrauen der Rihs-Brüder. Man wolle sportlich ehrgeizig bleiben, dort investieren, wo es den grösste «Return» gibt. «Wir werden ganz klar auf die Jugend setzten.» Top-Figuren werde es aber auch zukünftig geben.


Fall Bickel

Was haben die Rihs-Brüder Fredy Bickel vorzuwerden? «Es ist ein wirtschaftlicher Entscheid gewesen»,sagt Andy Rihs. Man habe einen Bruch machen müssen. «Wir haben das nicht gerne gemacht.» Über interne Angelegenheiten des Verwaltungsrat will Rihs nicht sprechen. Dennoch will man sich in den nächsten Wochen nochmals dazu äussern.
Rihs spricht über Stärken

Rihs streicht nun die Sonnenseiten von YB hervor. «Wir haben neun verletzte Spieler, sind aber dennoch konkurrenzfähig.»


Missglückte Kommunikation

«Aus Gründen, über die ich nicht sprechen kann, wurde letzte Woche dieser Entscheid kommuniziert.» Rihs hätte damit lieber etwas gewartet. Für die missglückte Kommunikation entschuldigt er sich. «Wir haben uns ins mediale Offside gestellt.» Es sei ein Fall, der nicht hätte passieren sollen. «Ich würde heute lieber über Sport sprechen.»
Nachwuchs stärken

«Lieber ein paar Nachwuchstrainer mehr, dafür ein teurer Star weniger», sagt Andy Rihs. Da könne man etwas steuern.


VR ist sich einig

«Das war keine improvisierte Übung», sagt Andy Rihs. Der ganze Verwaltungsrat hätte die Umstrukturierung über Monate geplant und sei sich einig gewesen, das Richtige zu tun.


Kompetenzen-Verteilung.

«Jetzt wird systematisch aufgebaut», sagt Andy Rihs. Über Geld will er nicht sprechen, sagt aber die letzten Jahre hätten ein grosses Minus ergeben. Über Zuschauer und TV-Beiträge sei das nicht zu ändern. Wie will er also YB selbsttragend machen? Rihs kommt auf die Umstrukturierung der Kompetenzen zu reden. Da habe sich Urs Siegenthaler angeboten. Er habe sich den ganzen Betrieb angeschaut und kam zum Schluss, dass etwas passieren müsse.


YB-Fans

Andy Rihs: «Wir sind keine Fussballexperten sondern Fussballfans.» Man habe sich neue Kompetenzen aneignen müssen. A. Rihs erzählt, was alles im Office-Background passiert. «Da sind über hundert Leute beschäftigt.»


Rückblick

«Wir sind immer noch die Nummer zwei der Schweiz», sagt Andy Rihs. Als er und sein Bruder eingestiegen sind, habe das noch anders ausgesehen. Sie hätten bei YB grosses Potenzial gesehen, «wenn mann alles richtig macht». Es habe eigentlich immer ziemlich gut ausgesehen.


Andy Rihs

Andy Rihs übernimmt das Mikrofon. Nach einer Begrüssung kommt er zur Sache. «Wir sind alle etwas überrascht worden.»


Medienkonferenz beginnt

Die Brüder Rhis haben die Champions Lounge betreten. Anstatt im Anzug erscheinen sie im YB-Polo-Shirt. Begleitet werden sie von VR-Präsident Hanspeter Kienberger.


Was bisher geschah

Die Young Boys blicken auf turbulente Tage zurück. Zwar konnte auf dem Rasen ein hoher Sieg im Schweizercup gefeiert werden, doch neben dem Platz brennt der Baum. Letzte Woche wurde bekannt, dass Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler den Club verlassen. Grund: Umstrukturierungen der Strukturen. Schnell sickerte durch, dass Verwaltungsratsmitglied Urs Siegenthaler dahinter steckt. Dessen Ansehen sank dadurch beim YB-Anhang ins Bodenlose. Die Fans brachten durch diverse Protestaktionen ihr Unverständnis für den plötzlichen Richtungswechsel zum Ausdruck.

Was bisher ungeklärt blieb: Was für eine Rolle spielen die Rihs-Brüder in dieser Angelegenheit? Liessen sie sich von Siegenthaler leichtsinnig einen Floh ins Ohr setzten? Oder steckt hinter der Umstrukturierung tatsächlich ein langfristig angelegter Plan? Um 11 Uhr stellen sie sich in der Champions Lounge des Stade de Suisse den Fragen der Journalisten.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/13511179

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 11:45 
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Christian Gross rechnet mit YB ab

Tag der Entscheidungen heute bei YB nach turbulenten Tagen. Ein ehemaliger Trainer sagt, wo die Probleme liegen.

Bei YB blieb zuletzt kein Stein auf dem anderen. Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler mussten per sofort gehen. Und schliesslich musste auch Verwaltungsrat Urs Siegenthaler, der für die Absetzungen verantwortlich war, seinen Hut nehmen.

Die Umstürze in Bern beschäftigen offenbar auch Christian Gross, den ehemaligen YB-Trainer, der bei seiner Präsentation wie ein Messias empfangen wurde, dann allerdings auch nicht lange Zeit hatte und schon nach neun Monaten ebenfalls entlassen worden war. Der Zürcher, der von Juli 2011 bis April 2012 Cheftrainer im Stade de Suisse war, rechnete gestern mit dem Club im «Sportpanorama» auf SRF ab.

Bei YB habe man zu schnell zu viel gewollt. Es mangle an der Kontinuität. «Es ist ein Zickzackkurs, den die Berner fahren», kritisiert Gross, der zurzeit eine schöpferische Pause einlegt. Mit einem Titel in den letzten 50 Jahren sei es natürlich nicht möglich, den FC Basel herauszufordern, bemerkte Gross, der mit dem FC Basel sowohl in der Champions League als auch in der Meisterschaft und im Cup grosse Triumphe feierte.

«Ich weiss nicht, was YB in dieser Zeit gemacht hat»

Jedem neuen, der Impulse bringen könnte, wie Urs Siegenthaler, gebe man praktisch keine Chance, meinte Gross. Eine erstaunliche Aussage in Anbetracht dessen, was der Basler in Bern in seiner kurzen Zeit als Verwaltungsrat alles angerichtet hat. Gross fehlt bei YB generell die Entwicklung. Er habe die beiden Qualifikationsspiele in der Champions League gegen Gladbach gesehen. «Die Mannschaft ist keinen Zentimeter weiter als noch vor sechs Jahren. Ich weiss nicht, was sie in dieser Zeit gemacht haben.»

Was YB in Zukunft machen wird, soll heute um 11 Uhr bekannt werden, wenn die Besitzer Andy und Hansueli Rihs die neue strategische Ausrichtung herausgeben wollen. Wird der ehemalige YB-Captain Christoph Spycher jetzt der starke Mann, was die sportlichen Belange angeht? Oder gibt es wieder irgendeine abenteuerliche Lösung? YB ist zurzeit wirklich alles zuzutrauen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ch ... y/18919264

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 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 11:49 
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Andy Rihs: «Dann müssen wir nicht immer Geld reinstopfen»

Nach den chaotischen Tagen nehmen am Montagmittag die YB-Investoren Andy und Hansueli Rihs Stellung. Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtete live aus dem Stadion.


Fragerunde beendet

Damit ist die Medienorientierung beendet. Andy Rihs schliesst mit einem lauten «Hopp YB». In wenigen Minuten werden wir einige wichtige Aussagen als Videos publizieren.


Grundwerte erschüttert

SRF fragt, ob Rihs zu weit weg von YB ist, dass es möglich war, dass der Klub derart in den Grundwerten erschüttert wurden. «Eigentlich ist es etwas Oberbanales. Es geht um einen Fehler in der Kommunikation. Hätte ich den verhindern können, dann hätte ich das getan. Vielleicht bin ich zu weit weg, aber ich habe ja gesagt, das wird nie wieder passieren», sagt Andy Rihs. Eine transparente Kommunikation sei nötig, um die Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren.


Sitzung vom Freitag

Urs Siegenthaler sei selber zur Einsicht gekommen, dass er zurücktreten müsse. «So kann man nicht mehr arbeiten, das geht einfach nicht», sagt Andy Rihs. Die Rechnung sei allerdings wegen minimalen Fehlern in der Kommunikation nicht aufgegangen. «Der Mann ist ja nicht out of the blue gekommen, er ist seit vielen Jahren beim Löw in einer wichtigen Rolle. Das war ein Experte par excellence», lobt Rihs den zurückgetretenen Verwaltungsrat Siegenthaler.


Fussballkompetenz im VR

«Auf VR-Ebene braucht es Fussballkompetenz, das ist klar, ehemalige Fussballer oder Trainer. Und die Sportkommission ist gut und dort wird auf dem Niveau die Qualität der Spieler diskutiert. Und dort wird auch geschaut, dass die Kirche im Dorf bleibt», weicht Andy Rihs auf die Frage unseres Sportredaktoren Dominic Wuillemin aus, wo der neue Sportchef im Organigramm angesiedelt sei.


Berner Lösung

«Wenn eine Berner Gruppe kommt und sich in grossen Stile beteiligen will, dann wäre das gut. Dann müssen wir nicht immer Geld reinstopfen. Die Idee ist schon lange da, aber es kommt einfach niemand. Es ist ja viel bequemer mit uns», sagt Andy Rihs. «Wir sind ja auch Berner, unser Heimatort ist Meinisberg, aber wir leben halt nicht hier», sagt Andy Rihs.

Tatsächlich wurde vergangene Woche auf Facebook die Gruppe «YB kaufen» gegründet, die bereits über 900 Likes bekommen hat:


Kompetenzen verteilen

«Die richtigen Leute sind da, aber wir müssen die Aufgaben verteilen», sagt Hansueli Rihs. «Es wird keine Veränderungen im Verwaltungsrat geben», betont Andy Rihs.


50 Millionen

Auf welche Zeitspanne bezieht sich diese Zahl, fragt die Nachrichatenagentur sda. «Diese 50 Millionen beziehen sich auf die letzten sieben Jahre, dieser Betrag wurde aber nicht nur für Spieler ausgegeben.»


BZ-Leserfrage: Ist es wirklich so, das YB nicht mehr mit aller Kraft einen Meistertitel anstrebt und „nur“ noch auf die Karte Jugend setzt?

«Selbstverständlich streben wir einen Titel an. Jede grosse Mannschaft strebt den Meistertitel an, für einige ist es allerdings ein Traum, für andere ein Ziel», beantwortet Andy Rihs die Frage des BZ-Lesers Adrian Ryf.


Geld ständiges Thema

«Wir haben ein Budget, wenn dieses eingehalten wird, kein Problem, wenn nicht, dann muss man etwas tun», sagt Andy Rihs.


BZ-Leserfrage: Welche Rolle spielt Werner Müller bei YB?

«Werner Müller ist einfach bei uns im Verwaltungsrat, das ist seine Rolle», sagt Andy Rihs auf die Frage des BZ-Lesers Lörru Notter (Aufruf von heute morgen bei uns auf der Homepage).


Fragerunde eröffnet

Warum ist der Entscheid nicht früher gefallen, fragt die NZZ. Andy Rihs: «Der Entscheid ist schon länger gefallen, aber der Zeitpunkt fehlte. Warum dies nun letzte Woche geschah, kann ich nicht sagen. Wir hätten das wohl in der Nationalmannschaftspause in zwei Wochen kommuniziert.» Der Entscheid sei vor drei Monaten gefallen, das gehe nicht so schnell.


Auch Kienberger entschuldigt sich

«Kommunikation ist ein Erfolgsfaktor und ich übernehme hiermit die Verantwortung. Und möchte mich hier entschuldigen», sagt Hanspeter Kienberger dazu.


Zurück zu Andy Rihs

«Der vergangene Kommunikationsgau muss der letzte gewesen sein», betont er. Das Umfeld sei hochkommunikativ und aus einem kleinen Ding kann es zu einem Riesending kommen. «Ich will hier niemanden kritisieren, aber wir sind ein öffentliches Unternehmen und Öffentlichkeitsarbeit ist ungemein wichtig», sagt Rihs. Insbesondere in so einem emotionalen Umfeld wie Fussball. «Ich entschuldige mich hiermit dafür», sagt Rihs.


Sport kommt vor Verkauf

Das Ziel sei allerdings, dass YB sportlich auf Vordermann gebracht werde. «Dass YB eines Tages verkauft wird, das streben wir an, aber wir wollen nichts überstürzen», so Hansueli Rihs.


Nun spricht Hansueli Rihs

«Wir sind hier in einem Juwel von einem Stadion und man muss den Brand YB europaweit hoch ansiedeln», sagt Hansueli Rihs. Es gebe immer wieder Leute, die Interesse zeigen, auch plumpe Versuche. «Wir wollen eine Berner Lösung. Am Schönsten wäre es, wenn sich eine Berner Gruppierung zusammenraufen würde und entscheiden würde: YB gehört zu Bern.»
Ziele

«Wir wollen sportlich ehrgeizig bleiben. Wir wollen das Geld dort einsetzen, wo es rentiert. Wir wollen den Nachwuchs fördern, weil die 18-Jährigen besser lernen. Wir gehen auf die Jugend, ganz klar», fasst Rihs die Ziele zusammen. Man werde weiterhin aber auch grosse Namen im Team haben.


Offenes Verhältnis

«Wir wollen ein offenes Verhältnis haben, mit den Fans und der Öffentlichkeit», sagt Rihs. Er gibt zu, dass er in Frankreich verweilte und daher nur die Geschichten aus der Sonntagspresse kenne.


Ruhe reinbringen

Man wolle einen guten Trainer, einen guten Assistenztrainer und eine gute Mannschaft. Gut 50 Millionen seien bereits investiert worden. «Es geht nicht, dass man noch mehr braucht», sagt Andy Rihs. Man habe einen Bruch machen müssen. «Haben wir es gerne gemacht? Nein, niemand macht das gerne», sagt Rihs.


Der grosse Kübel

Rihs hat am Montagmorgen mit dem Cheftrainer Adi Hütter gesprochen. Die beiden sind sich einig: «Wir sind ein Team mit Biss.» Doch das bedeute nicht, dass morgen der grosse Kübel komme.
«Im Nachhinein kannst du es vergessen»

Andy Rihs gibt zu: «Wir hätten eine offizielle Medienkonferenz geben sollen. Wir haben uns mit der Kommunikation ins mediale Abseits gestellt. Das hätte nicht passieren dürfen. Denn so sind viele Geschichsten erst entstanden.»


Aus den eigenen Runden

Wer die Cup-Partie vom Sonntag gegen Bazenheid gesehen hat, habe bemerkt, dass viele Junioren gespielt hätten. «Wir wollen Leute systematisch aufbauen und in Zukunft lieber einen Star weniger haben», betont Andy Rihs.


VR war sich einig

Beim Entscheid, dass der Sportchef Fredy Bickel gehen müsse, sei sich der Verwaltungsrat einig gewesen. Seit Monaten, das sei kein Schnellschuss gewesen.


So geht es nicht weiter

Man sei auf dem besten Weg gewesen, den Sport von YB vorwärtszubringen. Es werde nicht mehr gekleckst und daher habe man sich entschieden auf der Ebene Verwaltungsrat jemanden zu holen, der etwas von Sport verstehe. «Schlussendlich geht es um Geld», so Rihs. Wie viel Geld sie für YB ausgegeben haben, will er nicht sagen. Rihs will einen selbsttragenden Verein, das gehe nicht nur mit Zuschauern, da brauche es auch Sponsoren.


Mit Herzblut

«Wir sind YB-Fans und mit Herzblut dabei. Den Hanspi Kienberger haben wir geholt, damit er hintendurch aufräumt. Da sind nämlich mehr als 100 Leute hintendran», erklärt Rihs weiter.


Andy Rihs ist überrascht

«Ich bin überrascht, welche Reaktionen die Ereignisse von letzter Woche hervorgerufen haben», sagt Andy Rihs. Er betont, dass man auf Kurs sei, vier Jahre hintereinander auf Platz 2 abgeschlossen habe.


Start der Medienkonferenz

Andy und Hansueli Rihs sind eingetroffen. Mit ihnen dabei ist Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger.


Spycher als Sportchef?

Der ehemalige YB-Captain Christoph Spycher wird als möglicher Sportchef gehandelt. Seine Karriere in Bildern:


Vorschau

Am Montagmittag werden sich Andy und Hansueli Rihs vor den Medien erklären. Sie werden den Sparkurs erklären, sie werden sich ein bisschen beklagen, wie mit ihrem Geld in den letzten Jahren bei YB umgegangen wurde, sie werden Kommunikationsfehler zugeben und Verkaufsgerüchte dementieren. Hier geht es zur Einschätzung unseres Sportredaktoren Fabian Ruch.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24831041

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 14:28 
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Andy Rihs: «Wir haben uns ins mediale Offside gestellt»

Nach einer turbulenten Woche bei den Young Boys haben die Investoren Auskunft gegeben. Hansueli und Andy Rihs entschuldigten sich für gemachte Fehler auf der Kommunikationsebene und platzierten einen Aufruf bei solventen Bernern.

Nicht auf dem Rasen, aber in der Führungsetage haben sich vergangene Woche die Ereignisse bei YB überstürzt. Die am Dienstag publik gemachte Trennung von CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel sorgte für mächtig Wirbel im gesamten Umfeld – dies 2 Tage vor der Ouvertüre zur Europa League. Am Freitag kam es mit dem Ausscheiden von Urs Siegenthaler aus dem Verwaltungsrat zum erneuten Eklat.

Bei einem Mediengespräch im Stadion de Suisse waren am Montagvormittag Hansueli und Andy Rihs, seit 2008 die Investoren im Hintergrund, bemüht, die Wogen zu glätten. Immerhin: Das Brüderpaar verkündete keine neue Hiobsbotschaft. Stattdessen waren dies die wichtigsten Botschaften der beiden:

- Fehler wurden eingeräumt: Andy Rihs entschuldigte sich aufrichtig dafür, dass der Klub keine Medienkonferenz einberufen hatte, um über die gewichtigen Personalentscheide zu informieren. Er nannte dies einen «Kommunikations-GAU», der sich auf gar keinen Fall wiederholen dürfe. «Denn damit haben wir uns ins mediale Offside gespielt.» Der 73-Jährige sprach von einem Tsunami, der in der Folge über die Hauptstadt gefegt sei.

- Die sportlichen Ambitionen: Andy Rihs verlangte, dass das Fanionteam «sportlich keinen Schaden davontragen» dürfe. So bestätigte er zwar die neue Strategie mit verstärkten Bemühungen im Nachwuchsbereich. Er versicherte aber ebenso: «Wir bleiben auf jeden Fall ehrgeizig!»

- Zukunftspläne: Im Gegensatz zum Slogan «YB forever» machten die beiden Geldgeber klar, dass ihr Engagement nicht für «forever» gelte. Ihre Wunschvorstellung wäre ein Berner Modell. «Am schönsten wäre es, wenn sich eines Tages eine Berner Gruppierung zusammenraufen würde. Fremde Einflüsse streben wir nicht an», führte Hansueli Rihs aus. Darum betont er mit Blick auf die Nachfolgeregelung: «Wir werden nichts überstürzen.»

- Bickels lange geplanter Abgang: Erstaunlicherweise klärte Andy Rihs auf, dass man sich im Zug der geplanten Restrukturierung schon vor 3 Monaten darauf geeinigt habe, die Zusammenarbeit mit Fredy Bickel zu beenden. Dem Ex-Sportchef wird in erster Linie mangelnde Wirtschaftlichkeit vorgeworfen.


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... e-gestellt

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 14:34 
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Andy Rihs wünscht eine Berner Lösung

Nach dem selbstverursachten Chaos der letzten Woche rund um YB treten die Investoren vor die Mikrofone. Andy Rihs sagt klar, dass er YB verkaufen will - am liebsten mit einer Berner Nachfolgelösung.

Die Brüder Andy und Hansueli "Jöggi" Rihs - sie haben nach eigenen Angaben in den letzten sieben Jahren rund 50 Millionen Franken in die Young Boys investiert - warteten an einer Medienkonferenz im Stade de Suisse mit ein paar Neuigkeiten auf. Die erstaunlichste News betrifft die am letzten Dienstag bekanntgegebene Entlassung von Sportchef Fredy Bickel. Die Trennung von Bickel sei keineswegs ein Schnellschuss gewesen, vielmehr sei die Kündigung im Verwaltungsrat schon vor drei Monaten beschlossen worden. "Vor mindestens drei Monaten", wie Andy Rihs nachschob. Das hätte bedeutet, dass Bickel während der ganzen Saisonvorbereitung und während der ersten zwei Monate der Saison faktisch schon entlassen gewesen wäre, ohne etwas davon zu ahnen oder zu wissen.

Unter Fredy Bickel sei die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gewährleistet gewesen, sagte Andy Rihs weiter. Der sportliche Ertrag war demnach zu gering im Vergleich mit den getätigten Investitionen respektive Transfers.

Können die von Andy Rihs genannten drei Monate zwischen Kündigungsbeschluss und Kündigung stimmen? Zweifel sind angebracht, denn vielleicht liegt auch nur ein nachvollziehbarer Irrtum vor. Die Brüder Rihs machten mehr als einmal kein Hehl daraus, dass sie Investoren seien, die für ihr Geld auch etwas zurückerwarten, aber keine Fussballfachleute. Andy Rihs sagte, er sei wegen seiner anderweitigen Geschäfte über die Vorgänge im YB-Verwaltungsrat "hier in Bern" nicht immer auf dem Laufenden. Das könnte auf einen Irrtum hindeuten. Zudem hatte Andy Rihs verschiedene Male Mühe, VR-Mitgliedern und Angestellten die korrekten Namen zu geben. So machte er aus dem neben ihm sitzenden VR-Präsidenten Hans-Peter Kienberger einen Kiener.

Die Rihs-Brüder zeigten andererseits Grösse, indem sie die verschiedenen Kommunikationspannen der letzten Woche auf sich nahmen und sich in aller Form dafür entschuldigten - bei den direkt betroffenen Medien, aber auch bei der Öffentlichkeit. "So etwas darf nie, nie wieder vorkommen", sagte Andy Rihs.

VR-Präsident Kienberger gab bekannt, dass die Nachfolgeregelung für das Amt des Sportchefs - der neue Titel wird "Leiter Sport" sein - im Gegensatz zu Kienbergers Darstellung von letztem Mittwoch noch nicht getroffen ist. Durch den kurzfristigen, zumindest zur Hälfte erzwungenen Abgang von Urs Siegenthaler, dem für den Fussballbetrieb zuständigen VR-Mitglied, habe sich eine neue Situation ergeben, die analysiert werden müsse.

Hatte man nach allen Andeutungen der VR-Spitze von letzter Woche annehmen dürfen, dass ein (wahrscheinlich deutsch sprechender) Ausländer neuer YB-Sportchef werden würde, könnte es jetzt durchaus eine Schweizer Lösung geben. Es ist derzeit wahrscheinlich, dass der Ur-Berner Christoph "Wuschu" Spycher angestellt wird, auch auf Druck der Öffentlichkeit.

Kienberger und Peter Marthaler, der Kommunikationsexperte innerhalb des Verwaltungsrats, hatten letzten Mittwoch klar festgehalten, dass YB künftig nur noch schwarze Zahlen werde schreiben müssen und dass kein Franken ausgegeben werde, den man nicht habe. Dieses Prinzip mag noch stimmen, aber Andy Rihs sagte andererseits, dass der Verein "sportlich keinen Schaden haben" werde.

Die Brüder machten den Eindruck, dass sie weiter auf YB setzen wollen. "Aber irgendwann wollen wir YB in andere Hände geben", sagte Andy Rihs. "Am besten wäre es, wenn unsere Nachfolger Berner wären." Nicht ohne Stolz erwähnte er, dass auch er und sein Bruder trotz ihres Zürcher Dialekts Berner seien. Rihs ist in der Tat ein Geschlecht aus dem Seeland. Der Heimatort der beiden ist Meinisberg.


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -130581364

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 18:05 
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Skurriler Auftritt des Klubbesitzers Andy Rihs

Gefangen im eigenen YB-Reich

Ein skurriler Auftritt des Klubbesitzers Andy Rihs zeigt, wie nah und fern er dem Stade de Suisse ist. YB wird ein Sparkurs verordnet und ein «Kommunikations-GAU» eingestanden. Es bleiben Fragen offen.

Der 45-minütige Auftritt sagt viel darüber aus, wie tief die strukturellen Mängel im Schweizer Klubfussball liegen, warum YB im Gerede ist, nicht vorwärtskommt, wiederholt Personen auswechselt, Strategien ändert. Vor allem aber legt die Performance dar, wie Andy Rihs tickt, er, 73 Jahre alt, Velo-Liebhaber, YB-Mitbesitzer, schwerreicher und bisweilen skurriler Unternehmer, den Genüssen des Lebens nicht abgeneigt, beeinflussbar, intuitiv handelnd.

In der Champions Lounge des Stade de Suisse empfängt Rihs die Medien. Neben ihm sitzen sein Bruder Hans-Ueli und der Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger. Rihs präsentiert sich salopp, trägt wie der kaum redende Bruder ein YB-T-Shirt und weist eigens auf seine gelb-schwarzen Ringelsocken hin.

«Das goht eifach nöd»

Rihs thematisiert die «ungefähr 50 Millionen», die er und sein Bruder über die Jahre in den Klub gesteckt hätten. Für ihn sind das «50 Chischte». Wie oft habe er in Bern gehört, es brauche «nomol es paar Chischte, nomol es paar Chischte» – «das goht eifach nöd». Man könne «nicht ewig Geld hineinstopfen».

Deshalb sei es, «godverdammi», zum Bruch gekommen. Deshalb habe man entschieden, sich vom CEO Alain Kappeler und vom Sportchef Fredy Bickel zu trennen. Dass dies zum «Kommunikations-GAU» und dazu zum Abgang des Verwaltungsrats Urs Siegenthaler geführt habe, bedauert Rihs. Er entschuldige sich bei allen dafür. Mea culpa.

Das ist schon einmal schön und gut. Im Übrigen bleibt retrospektiv allerhand abenteuerlich. Über die Zäsur in der operativen Führung sei «schon vor drei Monaten» entschieden worden, sagt Rihs. So lange wurde im Hintergrund an der neuen Lösung gewerkelt. Bis heute ohne Resultat. Vermutlich hat Kappeler den drehenden Wind gespürt und zuletzt den Weggang forciert, was die Führung auf dem falschen Fuss erwischt hat. Die Zeitspanne von zwölf Wochen deutet auf zwischenmenschliche Scherben hin. Da tauschten sich einige hinter dem Rücken anderer aus.

Auch Rihs vermochte nicht zu skizzieren, wohin die Reise YB führen soll. Künftig soll weniger Geld bereitgestellt werden. Man habe «gekleckert, gekleckert und gekleckert», das müsse jetzt anders gehen, mit «noch mehr Jungen». Man werde Personen wie Ernst Graf, den Leiter Nachwuchs, stärken, wie den Scout Stéphane Chapuisat oder Christoph Spycher, also Leute «aus der eigenen Küche» herausbringen. Oder anders ausgedrückt: «Lieber ein paar Nachwuchstrainer mehr und dafür einen teuren Star weniger.» Das klingt in der Theorie plausibel, braucht aber in der Praxis Widerstandskraft. Und, bizarr: So viele Junge wie YB unter Bickel hat kein anderer Super-League-Klub eingesetzt. Jeder Entscheid Bickels war genehmigt. Weil man in der Schweiz TV-Erträge laut Rihs «vergessen» könne, sei man auf Transfererlöse angewiesen. Da kam Bickel nicht weiter. Es hätte ihn indessen nicht gerettet, wenn ihm im Sommer ein Top-Transfer geglückt wäre.

Suche nach Berner Lösung

Bickel weg, Siegenthaler weg. Die Berner finden sich in Agonie wieder, zumal die Akte des Siegenthaler-Spezi Paul Meier als Bickel-Nachfolger kaum geöffnet wird. Einmal sagt Rihs: «Wir sind Investoren, aber nicht Fussballexperten.» Sie bestätigen, den Klub verkaufen zu wollen und bis jetzt vergeblich eine Berner Lösung angestrebt zu haben. Es habe doch auch in Bern Leute, «die Geld haben», aber «es chunnt niemer».

Der Auftritt veranschaulicht, wie gefangen die Rihs-Brüder in ihrem YB-Reich sind. Und wie weit weg von ihm. Rihs weiss den Namen des YB-Kommunikationschefs erst mit Hilfe und im zweiten Anlauf, er stolpert selbst über den Namen Kienbergers. Er hat Mühe, den YB-Verwaltungsrat namentlich aufzuzählen, und nennt den letzten Cup-Gegner zuerst Breitenrain und erst dank Support Bazenheid. Am Ende sagt Rihs laut «Hopp YB» ins leider ausgeschaltete Mikrofon. Die Botschaft ist gleichwohl zu hören. Die Szene ist sinnbildlich für YB im Rihs-Zeitalter. Sie zahlen «Chischte um Chischte», sagen zwischendurch, wie's läuft. Aber sie wissen nicht wirklich, wie's läuft und was ist.


http://www.nzz.ch/sport/skurriler-auftr ... -ld.117581

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 18:28 
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«Es wird nicht mehr gekleckst»

von Peter Berger - Andy und Hansueli Rihs wollten am Montag die YB-Chaostage beenden. Aber es bleiben weiterhin Fragen offen.

«Das ist ein Kommunikations-GAU: Es muss das letzte Mal gewesen sein, dass so etwas passiert. Es muss. Dafür schaue ich persönlich», sagte Andy Rihs. Im Klartext: Die Abgänge von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler wurden vergangenen Dienstag per Communiqué mitgeteilt. Weitere Auskünfte wurden nicht erteilt. Dann äusserte sich aber noch am selben Abend Verwaltungsrat Urs Siegenthaler. «Danach war der Schaden angerichtet und nicht mehr zu stoppen. Aus einer kleinen Sache ist ein riesiger Tsunami entstanden. Ein Shitstorm wurde entfacht», so Rihs.

Investor Rihs entschuldigte sich für «einen grossen Fehler. Wir hätten dringend eine Pressekonferenz machen sollen, an der wir uns hätten erklären sollen. Daraus ergab sich das Theater. Wir haben uns ins mediale Offside gespielt. Ich verstehe schon, wenn ihr (die Medien, Anm. d. Red.) sagt: ‹Seid Ihr eigentlich noch gebacken?›» Es sei nicht vorgesehen gewesen, dass der Entscheid bereits vergangene Woche an die Öffentlichkeit gelangt. «Ich hätte es lieber in der Nati-Pause kommuniziert. Aber aus einem internen Grund, den ich Ihnen nicht verraten darf, mussten wir es vergangene Woche tun.»

«Über 50 Millionen Franken investiert»

Rihs erklärte, dass der Entscheid, sich von Bickel zu trennen, schon seit Monaten feststand. «Wir haben Budgets, und wenn diese je länger je weniger eingehalten werden, dann muss man etwas tun. Das ist wie bei einer Firma, die nicht läuft», erklärte Rihs und bemängelte vor allem die zu kleinen Transfererlöse. Der Investor offenbarte, bislang «etwas über 50 Millionen Franken» in das Stadion und den Club investiert zu haben. «Aber jetzt wird nicht mehr gekleckst und gekleckst und gekleckst.» Und Hansueli Rihs ergänzte: «Jetzt hoffen wir, dass eine Berner Gruppierung kommt und uns davon befreit, ständig Geld einschiessen zu müssen.»

Nachwuchs fördern

Da aber keine Berner Lösung in Sicht ist, machen die Gebrüder Rihs vorerst weiter. «Aber wir investieren nun in etwas, das uns etwas zurückgibt», so Andy Rihs. «Das ist der Nachwuchs. Wir zahlen für die Jungen lieber ein paar Trainer mehr und leisten uns dafür einen Star weniger.»

Spycher als Sportchef?

Dazu suchen die Investoren im Verwaltungsrat nach Siegenthalers Abgang eine neue Person mit hohem Fussball-Sachverstand. Unverzüglich soll auch die Bickel-Nachfolge gelöst werden. Die ursprünglich vorgesehene – von Siegenthaler vorgeschlagene – Lösung dürfte nicht umgesetzt werden. Naheliegender ist, dass der bisherige Talentmanager Christoph Spycher neuer Sportchef wird.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/16843982

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 19. September 2016, 23:39 
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«Hopp YB»

Nach einer sehr ereignisreichen Woche beziehen die YB-Investoren Andy und Hansueli Rihs am Montag Vormittag an einem Mediengespräch im Stade de Suisse Stellung.

Sie sind ein Hingucker, die gelb-schwarzen Socken von YB-Investor Andy Rihs. Mit seinem Bruder Hansueli ist er am Montagvormittag in die Champions Lounge des Stade de Suisse gekommen, um nach einer Woche voller Wirren und Wendungen Klarheit zu schaffen.

Die Brüder tragen Tenü légère, Jeans und ein YB-Shirt. Sie werden von Verwaltungsratspräsident Hans­peter Kienberger begleitet (seine Socken sind gelb-schwarz gepunktet).

Kienberger trägt Anzug, er sieht aus wie ihr Chef. Dabei ist es gerade umgekehrt. Der Anzugträger hat in der folgenden Stunde nicht viel zu sagen. Andy Rihs meint: «Wir sind Fans von YB. Das sieht man auch an meinen Socken.»

Wir sind Fans von YB. Das sieht man auch an meinen Socken.
YB-Investor Andy Rihs


Nach der Medienkonferenz posieren die beiden Besitzer für den Fotografen auf dem Balkon der Champions Lounge, im Hintergrund das Stadion. Es ist ihr Stadion, ihr Klub. Doch etwas stimmt mit dem Bild nicht.

Das Lachen von Hansueli Rihs wirkt gequält. Andy lacht gar nicht. Ihnen ist nicht danach zumute. Sie haben turbulente Tage hinter sich.

Anfang letzter Woche wusste Andy Rihs nicht, dass er die nächste in gelb-schwarzen Socken in Angriff nimmt. Sein Plan sah anderes vor, er dachte, eine Medienmitteilung würde genügen, um einen weiteren Strategiewechsel zu verkünden.

Er glaubte, ein paar Zeilen würden dazu reichen, die Trennung von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler zu begründen. Die Medienmitteilung war zwar nicht seine Idee, ihre Folgen hat aber auch er unterschätzt.

Aus einer kleinen Sache wurde ein Tsunami, wie er sagt. Die Ereignisse der letzten Woche haben Andy Rihs aus den Socken gehauen.

Über das Wochenende war der 73-Jährige in Frankreich. Er besitzt ein Weingut, investiert in Start-ups, ihm gehört die Velomarke BMC, ein Rennteam. Der Fussball, die Young Boys, müssen um seine Aufmerksamkeit kämpfen.

Sie verlieren oft. Immerhin weiss der Milliardär, dass YB am Sonntag im Cup gewonnen hat. Mit dem Gegner tut er sich schon schwerer, Bazenheid fällt ihm erst auf Zuruf ein.

Das kann passieren, Andy Rihs redet viel am Montag Vormittag. Er findet, bei YB liege nichts im Argen, schon gar nicht im sport­lichen Bereich. «Wir sind die klare Nummer 2 der Schweiz.» Die letzte Woche erklärt er sich anders.

Er sagt: «Eigentlich ist es etwas Oberbanales. Es geht um einen Fehler in der Kommunikation.» Und: «Wir sind ein öffent­liches Unternehmen, und Öffentlichkeitsarbeit ist ungemein wichtig. Insbesondere in so einem emotionalen Umfeld wie Fussball.

Ich entschuldige mich hiermit dafür.» Künftig will er die Kommunikation überwachen. Er will auf Details achten. Auf Oberbanales. Auf Socken. Aber geht das aus der Ferne?

Es war im vergangenen April. Christian Constantin sass in der Geschäftsstelle des FC Sion. Im Raum hingen etliche Bilder, von ihm selber.

Irgendeinmal kam Constantin auf die Rihs-Brüder zu sprechen, er nannte sie gute Kerle, sportbegeistert, aber er meinte auch, ein Fussballklub lasse sich nicht aus der Distanz führen. Er sagte über sie: «Wenn du in Zürich bist, ist das schon weit entfernt.»

Constantin und die Rihs-Brüder, sie interpretieren ihre Rolle grundlegend anders. Der eine ist Präsident, Sprachroh, Sportchef, manchmal auch Interimstrainer, die anderen sehen sich als reine Investoren.

Und sie wollen irgendeinmal auch Geld erhalten für das Geld, dass sie aus­gegeben haben. ROI (Return on Investment) nennt sich das in ihrer Sprache. Constantin redet anders. Gemein ist ihnen das Ziel, Erfolg haben zu wollen. «YB», sagt Hansueli Rihs, «soll wieder Freude bereiten.» Enthusiastisch klingt er dabei nicht.

50 Millionen haben die Brüder in den letzten sieben Jahren investiert, sagen sie am Montag. Es ist Geld, dass ihnen hin und wieder Freude eingebracht hat, öfter aber Ärger und Kummer.

Auch weil sie selbst mehr als einmal ihre Meinungen änderten, die Strategie anpassten, wichtige Positionen anders besetzten, sich beeinflussen liessen, mal von dem Einflüsterer, dann wieder von einem anderen.

Nun haben die Brüder eigentlich genug, sie möchten sich nach elf Jahren zurückziehen, sie wollen YB verkaufen. Trotz gelb-schwarzen Socken. Das Ziel sei es, eine Berner Lösung zu finden, sagt Hansueli Rihs. Zuversichtlich ist er nicht. «Es ist ja viel bequemer mit uns», sagt Andy.

Und so bleiben die Rihs- Brüder an Bord, ob sie wollen oder nicht. Ganz am Schluss des einstündigen Medientermins ruft Andy Rihs in den Raum: «Hopp YB.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23920154

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