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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:47 
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Urs Siegenthaler erklärt Rücktritt

Das Chaos bei den Berner Young Boys geht in die nächste Runde: Urs Siegenthaler zieht die Konsequenzen und verlässt den Verwaltungsrat.

An einer ausserordentlichen Sitzung der Sport und Event Holding AG, zu der auch die Young Boys gehören, erklärte Urs Siegenthaler seinen Rücktritt. Der 68-jährige Basler mit kurzer YB-Vergangenheit als Spieler begründete seinen Entscheid gemäss Communiqué damit, «dass in den letzten Tagen sehr viel auf meine Person abgewälzt worden ist und ich mich nicht in dem Mass einbringen konnte, wie ich es für richtig hielt.» In Anbetracht der Umstände sei eine Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit nicht mehr vorhanden gewesen.

Siegenthaler, der seit 2005 als Chefscout des deutschen Bundestrainers Joachim Löw amtet, war erst im März an der Generalversammlung der Sport und Event Holding AG in den Verwaltungsrat gewählt worden. In diesem war er für den Bereich Sport zuständig. Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger bedauert die Entwicklung. «Aber zum Wohl des BSC Young Boys und im Sinn beider Parteien war es ein sinnvoller Schritt.»

Bereits der zweite Knall

Die Trennung von Siegenthaler ist die zweite weitreichende personelle Massnahme beim Tabellenzweiten der Super League in dieser Woche. Zum ersten, grossen Knall war es am Dienstag gekommen, als die YB-Verantwortlichen die Trennung von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler bekanntgaben und diese mit einer wirtschaftlich bedingten Restrukturierung begründeten.

Nicht zum ersten Mal in der jüngeren Vergangenheit wurde beim Berner Traditionsverein somit die Strategie über den Haufen geworfen und interne Strukturen und Organigramme angepasst. Siegenthaler galt im jüngsten Prozess als einflussreicher Einflüsterer der YB-Besitzer Andy und Hansueli Rihs. Der Basler und Bickel hatten das Heu nicht auf derselben Bühne. Die Medien sprachen von einem Machtkampf, was Siegenthaler allerdings vehement bestritt.

Aufstand der Fans

Der am Dienstag veröffentliche Entscheid und die schwache Kommunikationspolitik der Verantwortlichen wurde in und um Bern überhaupt nicht goutiert. Siegenthaler machte in seinen Interviews mit dem Schweizer Fernsehen am Dienstag anlässlich des Champions-League-Spiels Basel gegen Rasgrad vor der Muttenzerkurve im St. Jakob-Park sowie mit der «Berner Zeitung» keine glückliche Figur und sorgte mit seinen Aussagen mehr für Verwirrung als für Aufklärung.

Der Basler avancierte rasch zum Feindbild der YB-Fans. Die Meinung in den Internet-Foren war schnell gemacht, der Tenor lautete: Siegenthaler raus. Den Höhepunkt der Fan-Proteste bildete am Donnerstag das Heimspiel in der Europa League gegen Olympiakos Piräus (0:1), als jede Menge Spruchbänder («Hau ab, Sigi») das Stade de Suisse zierten.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... n-27135041

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:48 
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Zurück an den Start

Im Stade de Suisse geht's im Zuge eines Sparkurses ans Lebendige. Nach heftigen Kommunikations-Wirren muss auch der sportliche Berater Urs Siegenthaler zurücktreten.

Kaum ist die erste Welle über YB hereingebrochen, kommt die nächste. Kaum hat der irrlichternde Klub am Mittwoch verspätet zur Trennung vom CEO Alain Kappeler und vom Sportchef Fredy Bickel Stellung genommen, muss am Freitag der Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger bereits den Weggang Urs Siegenthalers erklären. Der sportliche Berater hat sich mit bizarren Medienauftritten ins Offside gestellt, weshalb sich die negative Stimmung im YB-Publikum am Donnerstag beim Europa-League-Spiel gegen Piräus (0:1) vor allem auf ihn zentrierte.

Zynischerweise hatte Siegenthaler am Dienstag im St.-Jakob-Park am Rand des Champions-League-Spiels des FC Basel gegen Ludogorez (1:1) im TV salopp über YB Auskunft gegeben, aber ward am Donnerstag im Stade de Suisse nicht gesehen. Solches verbreitet sich in Zeiten sozialer Netzwerke rasend schnell. Bei YB paaren sich strukturelle Mängel mit persönlichen Ressentiments in der Führung, menschliche wie ökonomische Defizite mit einer chaotischen Kommunikation.

Jetzt haben die Berner keinen Sportchef und keinen sportlichen Berater mehr. Dazu wird wohl nicht der als Bickel-Nachfolger gehandelte Siegenthaler-Protégé Paul Meier neues Sport-Gewissen, wenngleich Verträge unterschrieben sein sollten. YB ist noch weiter ins Jammertal gestürzt als 2010, als man sich vom CEO Stefan Niedermaier getrennt hatte. Damals implodierte der Klub vor Champions-League-Qualifikationsspielen gegen Tottenham, jetzt vor einem Europacup-Spiel, das im Erfolgsfall immerhin fast 400 000 Franken eingebracht hätte. In der unberechenbaren YB-Ära der Geldgeber Andy und Hans-Ueli Rihs bleibt alles möglich. Warum sie sich nicht in der Sommerpause, sondern jetzt zum Kurswechsel entschieden haben – dazu geben die Brüder Rihs am Montag Auskunft.

2015/16 soll das Defizit ohne Europa League 10 Millionen Franken betragen haben. Da YB die Gruppenphase der Europa League budgetiert (2,8 Millionen), sind nur die 3,3 Millionen für das Champions-League-Play-off Sondereinnahmen. Dazu kommen knapp 2 Millionen für den Transfer Florent Hadergjonajs zu Ingolstadt. Also fehlen 5 Millionen. YB hoffte den teuren Verteidiger Milan Vilotic zu veräussern. Vergeblich. Als sich Kienberger am Freitag im Bauch des Stade de Suisse erklärt, läuft zufälligerweise Vilotic vorbei – zum U-21-Training. Im Klub wird gesagt, dass der verpasste Vilotic-Transfer das Puzzleteil gewesen sei, das gegen Bickel den Ausschlag gegeben habe.

Trotzdem: So etwas kann eine Strategieänderung nicht begründen. Vilotic ist nur ein Sinnbild. Der Druck steigt, weil sich der Publikumszuspruch nicht gegen oben entwickelt und der FC Basel schon wieder 9 Punkte vorneweg ist. Um sein Kader zu finanzieren, müsste YB im Durchschnitt 20 000 Zuschauer haben. Oder es müssen Europacup- oder Transfereinnahmen her. Das ist die Tragik von YB – und des Schweizer Fussballs.

Eine Klub-Quelle spricht davon, dass gewisse Werte verletzt worden seien – von Siegenthaler, von anderen Verwaltungsräten, die sich vor den Klubbesitzern profilieren wollten und sich ins operative Geschäft einmischten. Bickel ist ein Alphatier und geniesst in Medien breiten Support. Doch im Verwaltungsrat wandte sich die Stimmung gegen ihn. Aber alles, was er tat, war von höchster Stelle unterschrieben. Mit dem Resultat, dass die Berner mitten in der Saison die Strategie ändern. YB braucht eine neue Sport-Führung. Einen Kompass. Und weiterhin grosszügige Geldgeber.


http://www.nzz.ch/sport/yb-auch-siegent ... -ld.117155

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:52 
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YB bestätigt Abgang

Jetzt spricht Siegenthaler!

Urs Siegenthaler verlässt die Young Boys. Der Basler sieht die «Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit nicht mehr vorhanden».

Das ging aber unbernerisch rassig! Nun, Siegenthaler ist auch nicht Berner, sondern Basler. Zuerst rasiert er Bickel/Kappeler. Dann entlädt sich ein Shitstorm gegen den Leiter der YB-Sportkommission. Vorab am Europa-League-Spiel zwischen YB und Olympiakos Piräus. Aber auch in den Medien.

BLICK stellt fest, dass Siegenthaler untragbar geworden ist. Dies mit seinem wirren Auftritt am Rande des Champions-League-Spiels zwischen Basel und Ludogorets, als er in breitestem Basler Dialekt und mit der Muttenzerkurve im Rücken verkündet, weshalb es kein Ziel mehr von YB sein könne, den Klassenprimus anzugreifen.

Auch den Lokalmedien steht er bereitwillig zur Verfügung, obwohl in der dilettantischen YB-Medienmitteilung steht, dass keine über das Communiqué hinausreichenden Kommentare seitens der Verantwortlichen abgegeben würden.

Zu viel für die sportlich geschundene Berner Seele. Gleich nach dem Spiel tagt der Beirat, fordert den Kopf von Siegenthaler. Und kriegt ihn! Denn heute morgen tagt der Verwaltungsrat. Siegenthaler erklärt gleich zu Beginn der Sitzung seinen sofortigen Rücktritt, wie der «Bund» berichtet.

Er begründet den Entscheid damit, «dass in den letzten Tagen sehr viel auf meine Person abgewälzt worden ist und ich mich nicht in dem Mass einbringen konnte, wie ich es für richtig hielt. In Anbetracht der Umstände war eine Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit nicht mehr vorhanden.» Im Sinne von YB sei es deshalb besser, wenn er von seinem Amt zurücktrete.

BLICK erreicht den Berater von Bundestrainer Jogi Löw am Telefon. Er ist kurz angebunden. «Ich freue mich für Sie», sagt er, auf den Kommentar von BLICK anspielend. Und weiter: «Die Welt ist nun wieder in Ordnung. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Tag.»

VR-Präsident Hanspeter Kienberger seinerseits bedauert in der heutigen Medienmitteilung die Entwicklung, sagt: «Aber zum Wohl von YB und im Sinn beider Parteien war es ein sinnvoller Schritt.»

Doch damit ist die Sache nicht ausgestanden. Was passiert mit Verwaltungsrat Richard Gostony, der Siegenthaler in den VR gebracht hat? Was mit VR Peter Marthaler, der die dilettantische erste Medienmitteilung verfasst hat? Wer wird nun Sportchef? Wird Paul Meier dennoch engagiert?

Sicher ist nur eines. «Fredy Bickel kommt nicht zurück», sagt Kienberger. «Das war ein strategischer Entscheid des ganzen Verwaltungsrates. An diesem halten wir fest.»

Am Montag orientieren die Klubbesitzer, Andy und Hansueli Rihs.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 99332.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:54 
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Es braucht eine Berner Lösung mit Spycher als Hauptfigur

Sportredaktor Fabian Ruch zu den Wirren der letzten Tage bei den Young Boys.

Peinlicher geht es nicht. Der Verwaltungsrat der Young Boys hat in den letzten Tagen ein sehr unglückliches Bild abgegeben. Der Schaden, den die Mitglieder verursachten, ist beträchtlich. Richard Gostony und der Delegierte Hanspeter Kienberger befürworteten beispielsweise leidenschaftlich die Installierung von Urs Siegenthaler als sportlichem Chef. Und Peter Marthaler verantwortete am Dienstag die groteske Medien­mitteilung, als die Entlassungen von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler kommuniziert wurden.

Die Arbeit des YB-Kontrollorgans war zuletzt mangelhaft. Fussballkompetenz vermisst man im Verwaltungsrat ohnehin seit Jahren, Siegenthaler war diesbezüglich eine krasse Fehlbesetzung, weil er mit den Gepflogenheiten bei den Young Boys überhaupt nicht vertraut war. Und dass die branchenfremden Gostony, Kienberger und Werner Müller im YB-Sportausschuss vertreten sind, ist ungefähr so logisch, wie wenn ein Fussballtrainer auf einmal die Buchhaltung eines Hörgeräteherstellers führen würde. Auch Andy und Hansueli Rihs müssen nicht zwingend im Verwaltungsrat sitzen; als sowieso mässig vom Fussball begeisterte Besitzer könnten sie sich von Fachkräften in diesem Gremium regelmässig über die Entwicklung informieren lassen.

Ein House Cleaning, die Ersetzung sämtlicher Führungsleute, wie im US-Sport dürfte es bei YB aber nicht geben. Nach all den Strategiewechseln in den letzten Jahren sollte es jedoch im allergrössten Interesse der Brüder Rihs sein, endlich zu definieren, wohin die Young Boys wirklich wollen. Natürlich: Ohne die Investoren würde es YB in dieser Form nicht geben. Doch das ständige Hin und Her seit dem fatalen Rauswurf des früheren Stadion-CEO Stefan Niedermaier 2010 war nur möglich, weil seither oft auf die falschen Verantwortlichen gesetzt wurde.

Der aktuelle Plan, günstiger zu wirtschaften, ist im Grunde genommen absolut richtig. Auch mit einem erheblich preiswerteren Team ist es in der Super League möglich, sich als zweite Kraft hinter Gigant Basel zu etablieren. Doch YB benötigt nun so schnell wie möglich fussballerisches Know-how. Zudem steht der Klub vor der äusserst schwierigen Aufgabe, das bei der Kundschaft verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. Das geht nur mit glaubwürdigen Figuren, die am besten aus Bern stammen und umgehend dafür sorgen können, dass die Young Boys in besserem Licht dastehen.

Es wird jedenfalls zu weiteren personellen Rochaden kommen. Denn im sportlichen Bereich kann der von Siegenthaler als Nachfolger Bickels vorgesehene Paul Meier nach den neuesten Entwicklungen kein Thema mehr sein. Aber wer kommt als Verantwortlicher im Sportbereich überhaupt infrage?

Im Idealfall ist das einer, der Verein, Leute, Strukturen und Stadt bestens kennt, bereits bei YB arbeitet, Erfahrung besitzt und Reputation geniesst – und den vernünftigen Weg, noch stärker auf den Nachwuchs zu setzen, perfekt umsetzen kann. Einer wie Christoph Spycher! Der frühere Nationalspieler war als Fussballer eine YB-Identifikationsfigur und betreut seit seinem Rücktritt in der Funktion des Talentmanagers die grössten Nachwuchshoffnungen der Young Boys.

Der Zustand der Young Boys ist besorgniserregend. Es geht nun in erster Linie darum, so schnell wie möglich eine starke Lösung auf der zentralen Position des Sportchefs zu präsentieren. Und die Zukunft im Verein gehört Christoph Spycher. Der 38-Jährige ist intelligent, anständig, kompetent und stünde, wie man hört, nun zur Verfügung, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Aber er wäre kaum bereit gewesen, Fredy Bickel den Job streitig zu machen.

Mit Spycher als Gesicht des Fussballbetriebs wäre YB jedenfalls ausgezeichnet aufgestellt, um dem schwer am Boden liegenden Klub sofort wieder Vitalität zu verleihen und eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Und nichts haben die Young Boys nach diesen Chaostagen mehr nötig, als endlich wieder positive Emotionen zu verbreiten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10055102

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:55 
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VR-Präsident: «YB muss sich selber finanzieren können»

Hanspeter Kienberger, Präsident des YB-­Verwaltungsrats, äussert sich zum Rücktritt von Urs Siegenthaler.

Am Freitag hat Urs Siegenthaler den Rücktritt aus dem Verwaltungsrat bekannt gegeben. Ist er seiner Entlassung zuvorgekommen?
Hanspeter Kienberger: Nein. Verwaltungsräte kann man nicht entlassen. Diese Entwicklung hat niemand gewollt. Aber wir verstehen seinen Entscheid.

Worauf ist er zu begründen?
Auf die Ereignisse in den letzten Tagen.

Konkret auf den unglücklichen Auftritt vor dem Champions-League-Spiel des FC Basel im St.-Jakob-Park?
Ja.

Können Sie das präzisieren?
Der Verwaltungsrat hat entschieden, keine Auskünfte zur neuen Strategie zu erteilen. Es war Urs Siegenthalers persönlicher Entscheid, dies dennoch zu tun.

Also hat der Verwaltungsrat ihm den Rücktritt nahegelegt.
Der Verwaltungsrat hat sich zu einer ausserordentlichen Sitzung getroffen, und Urs Siegenthaler hat demissioniert.

Welchen Einfluss hatten die Proteste der Fans?
Was während des Spiels gegen Piräus passiert ist, hat uns natürlich nicht gefallen. Darum haben wir uns ja zur Sitzung getroffen.

Waren die Rihs-Brüder als Investoren auch an dieser Sitzung?
Andy Rihs war dabei.

Nach Fredy Bickel ist jetzt auch Urs Siegenthaler weg. Was ­bedeutet dies für YB?
Es hat sich für uns eine neue ­Situation ergeben.

Fredy Bickel musste wegen eines Machtkampfs mit Urs ­Siegenthaler gehen. Werden Sie auf diesen Entscheid zurückkommen?
Dass wir uns von Fredy Bickel trennen, war ein Entscheid des Verwaltungsrats. Es stört uns, dass man in dieser Sache auf Urs Siegenthaler schiesst. Das hat er nicht verdient.

Schliessen Sie demnach eine Rückkehr Bickels aus?
Ja, absolut.

Was passiert jetzt mit Paul Meier, dem designierten Bickel-Nachfolger?
Wir haben nie über Personen ­gesprochen.

Sie selber haben gesagt, es gäbe einen Nachfolger. Hat diese Person einen Vertrag unterzeichnet?
Ja, es existiert ein Vertrag. Wir müssen jetzt die neue Situation analysieren.

YB hat am Dienstag eine neue Strategie präsentiert. Warum ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt, zwei Tage vor dem Europacupspiel gegen Piräus?
Es ist nicht eine komplett neue Strategie. Wir haben einfach betont, dass wir noch mehr auf den Nachwuchs setzen werden.

Warum gerade jetzt?
Da geht es auch um wirtschaftliche Überlegungen, zu denen die Rihs-Brüder am Montag Stellung nehmen werden.

Können Sie etwas zu den ­wirtschaftlichen Überlegungen sagen?
YB war in einer Investitionsphase. Es wurden Spieler wie Hoarau, Sulejmani oder Benito verpflichtet. Diese Phase ist jetzt abgeschlossen. Die Forderung der Investoren ist klar. YB muss sich selber finanzieren können.

Mit anderen Worten: YB hätte im Sommer nebst Hadergjonaj noch andere Spieler verkaufen ­müssen.
Nicht nur im Sommer. Das ­Modell von Schweizer Fussballvereinen basiert immer auf Spielerverkäufen.

Was werfen Sie Fredy Bickel vor? Was hat der Sportchef falsch ­gemacht?
Wir werfen ihm gar nichts vor. Es ging uns nie darum, einen Schuldigen für die Situation zu finden.

Hätte Fredy Bickel die neue Strategie nicht umsetzen können?
Es geht um einen unternehmerischen Entscheid, wir müssen die Kosten senken. Die Stelle von Fredy Bickel als Sportchef gibt es nicht mehr. Wir wollen die Restrukturierung mit neuen Leuten angehen.

War Fredy Bickel zu teuer?
Das kann man so nicht sagen.

Sondern?
Ich sage dazu nicht mehr. Fredy Bickel war ein Angestellter von YB. Für ihn persönlich tut mir die Entwicklung leid.

In den letzten Tagen ist viel Kritik auf die YB-Führung geprasselt. Wie gehen Sie damit um?
Wir müssen Sie aushalten. Es sind ja tatsächlich Fehler passiert, zum Beispiel in der Kommunikation. Zu diesen Fehlern stehen wir, und für diese Fehler möchte ich mich auch entschuldigen.

Werden weitere Köpfe rollen?
Davon gehe ich nicht aus.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15391400

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:58 
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Das meint BLICK zur YB-Krise

Weitere Köpfe müssen rollen

Das Positive gleich mal vorneweg: YB hat sich nicht zur totalen Lachnummer gemacht – und den geschassten Fredy Bickel zurückgeholt.

Gleichwohl ist der Schaden, den die Berner Bosse angerichtet haben, gigantisch. Zwar ist mit Urs Siegenthaler einer der Verursacher des Schlamassels nun weg. Ob freiwillig oder nicht, ist am Ende des Tages egal.

Doch mit dem Aus des DFB-Chefscouts darf das Köpferollen nicht beendet sein. Wer solch eine dilettantische Medien­mitteilung verfasst wie Ver­waltungsrat Peter Marthaler und dabei den Leiter der Unternehmens­-Kommunikation aussen vor lässt, ist als Ve­rwaltungsrat auch nicht mehr tragbar.

Ebenso wie Richard Gostony. Jener Mann, der Siegenthaler ins Boot geholt hat und die Kontakte zum RCD Mallorca knüpfte, weshalb YB mit Adams Nuhu einen weiteren Spieler im Kader hat, den es nicht braucht.

Und, ja, auch Präsident Hanspeter Kienberger hat die meisten Verträge mit­unterschrieben, an denen man Sportchef Bickel aufgehängt hat. Ohne sein Zutun – und auch nicht ohne jenes der im VR für die Finanzen zuständigen Ex-Gemeinderätin Barbara Hayoz – wäre das grosszügige Geldausgeben gar nicht möglich gewesen.

Marthaler, Gostony, Kienberger und Hayoz – ein Abgang dieses Quartetts wäre nichts als kon­sequent. Andy und Hansueli Rihs erklären sich am Montag. Genügend Zeit also für eine Flurbereinigung.


http://www.blick.ch/sport/fussball/das- ... 00796.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:59 
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«Andy Rihs war gar nicht zufrieden»

YB-Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger erklärt den Abgang von Urs Siegenthaler und sagt, wie es nun weitergehen soll.

Hanspeter Kienberger, wie heftig ist im YB-Verwaltungsrat nach den Vorfällen im Europa-League-Spiel diskutiert worden?
Urs Siegenthaler hat gleich zu Beginn seinen Rücktritt erklärt. Er sagte, dass er nur das Beste für YB gewollt habe, dass er die Entwicklung bedaure und dass er mit dem Abgang die Verantwortung dafür übernehme.

Urs Siegenthaler wurde also vom Verwaltungsrat nicht unter Druck gesetzt?
Nein, er hat in der Sitzung sofort die Initiative ergriffen.

Sie haben gesagt, dass Sie seinen Abgang bedauern. Warum?
Ich habe seine Kompetenz geschätzt. Ich war froh, dass er im Gremium dabei war.

Waren Sie von den Reaktionen auf Siegenthalers kritische Äusserungen zu YB überrascht?
So haben wir die Entwicklung nicht erwartet. Wir haben ihn intern auch nicht so wahrgenommen wie die Öffentlichkeit. Er hat uns immer wieder wertvolle Inputs geliefert und uns mit seinem Fachwissen geholfen. Urs Siegenthaler ist deswegen ja auch schon seit vielen Jahren beim DFB tätig.

Macht es nach dieser Woche überhaupt noch Spass, im Verwaltungsrat von YB zu sitzen?
Ich hatte noch gar keine Zeit, darüber nachzudenken (lacht). Begeistert wäre vielleicht das falsche Wort, aber ich bin nach wie vor fasziniert von den vielen Herausforderungen meines Amts.

Das heisst, dass Sie im Gremium bleiben?
Ja, ich werde im Amt bleiben.

Was hat der Verwaltungsrat aus den Vorfällen gelernt?
Wir haben Fehler gemacht in der Kommunikation, das ist ganz klar. Das werden wir in den nächsten Tagen nochmals eingehend reflektieren müssen. Wir sind uns bewusst, dass wir das inZukunft besser machen müssen.

Gab es dafür auch Kritik von den Besitzern?
Andy Rihs war bei der ausserordentlichen Sitzung auch anwesend. Er hat uns gesagt, dass er mit der näheren Entwicklung gar nicht zufrieden sei. Und dass wir in solchen Fällen besser kommunizieren müssten.

Wer ersetzt Urs Siegenthaler im YB-Verwaltungrat?
Da lassen wir uns nicht stressen. Wir werden uns in Ruhe nach einem Nachfolger umsehen. Wir bemühen uns aber sicher um eine zeitnahe Lösung.

Zu anderen Abgängen im Gremium wird es nicht kommen?
Das zeichnet sich im Moment nicht ab.

Ist der Verwaltungsrat nach dem Fall Siegenthaler gespalten?
Wir sind alles eigenständige Personen, da ist man nicht immer einer Meinung. Dank dem Geist der Gebrüder Rihs finden wir aber stets einen Konsens.

Urs Siegenthaler hat ja den neuen sportlichen Leiter schon bestimmt. Bleibt das so oder könnte es auch noch eine andere Lösung geben?
Nicht er allein hat den neuen Mann gebracht. Wir haben ihn gemeinsam evaluiert. Sicher ist die Ausgangslage jetzt eine andere. Und es könnte sein, dass es nun eine andere Lösung gibt.

Ist eine Rückkehr von Fredy Bickel möglich?
Nein, das ist kein Thema.

Und bis zu diesem Zeitpunkt ist eine interne Sportkommission zuständig?
Ja. Und wir haben zum Glück im sportlichen Bereich sehr gute Leute bei YB. Wir wissen aber, dass die Besetzung des Sportchefpostens die erste Pendenz ist.

Das neue Modell mit Wanja Greuel als CEO und einem untergeordneten sportlichen Leiter bleibt bestehen?
Auch das muss unter den neuen Umständen nochmals analysiert werden.

Am Montag wollen sich auch die Gebrüder Rihs äussern. Was ist dann zu erwarten?
Sie werden zur Situation bei YB Stellung beziehen. Es wird aber nicht der Fall sein, dass sie den Bettel hinschmeissen und den Club verkaufen.

Ist der Imageschaden abzuschätzen, den YB in dieser Woche erlitten hat?
Ein Imageschaden bei Fans und Sponsoren ist sicher da, aber das ist schwierig zu quantifizieren. Ich glaube oder hoffe zumindest nicht, dass der finanzielle Schaden gross sein wird.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/an ... y/27452695

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 02:04 
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Berner Chaostage

Auch Urs Siegenthaler ist bei YB nicht mehr im Amt. Der Verwaltungsrat muss nach den Entwicklungen der letzten Tage gehen. Und so sind die Young Boys derzeit sportlich führungslos.

Andy Rihs benutzte am Donnerstagabend deutliche Worte, als er vor dem YB-Heimspiel in der Europa League gegen Olympiakos Piräus (0:1) in der Presidents Lounge des Stade de Suisse zu den ganz wichtigen VIP-Gästen sprach.

Der YB-Besitzer sagte, was in den letzten Wochen klar geworden war. Dass er und sein Bruder Hansueli genug hätten, Jahr für Jahr Millionendefizite der Young Boys zu decken. Dass in den letzten Jahren enorm viel Geld für mittelmässige Fussballer ausgegeben worden sei. Dass die Trennung von CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt sei. Dass man Kosten minimieren wolle. Und dass man neue Strukturen aufbaue und stärker auf den Nachwuchs setze.

Der für die Umsetzung dieser Massnahmen vorgesehene Mann hiess Urs Siegenthaler.

Druck wurde zu gross

In diesen Chaostagen, die sogar für den notorisch chaotischen BSC Young Boys besonders chaotisch sind, werden die Pläne der Verantwortlichen beinahe im Stundentakt von den Ereignissen überholt. Verwaltungsrat Urs Siegenthaler hatte es ja in Rekordzeit geschafft, sich in Bern als grösstes mögliches Feindbild zu etablieren.

Seine ungeschickten Auftritte seit Dienstag und seine absurden Aussagen hatten dazu geführt, dass sich Medien, Sponsoren und Fans in seltener Einigkeit gegen den 68-Jährigen stellten. Die Anhänger protestierten während der Partie gegen Piräus heftig gegen Siegenthaler, der untragbar geworden war. Noch am Donnerstagabend spät forderte auch der YB-Beirat, eine Ansammlung Berner Persönlichkeiten aus vielen Bereichen, die Absetzung Siegenthalers. Und am Freitagmorgen an der Ver­waltungsratssitzung wurde der Beschluss gefasst, sich per sofort vom ziemlich wirren Basler zu trennen.

Es waren hektische, stundenlange Debatten darüber, wie es weitergehen soll. Und als der Verein kurz vor 15 Uhr informierte, gelang das besser als drei Tage zuvor, als der Verwaltungsrat eine dilettantische Medienmitteilung verfasst hatte.

Bickels Abschied am Freitag

Es ist nett für Siegenthaler, wurde von einem Rücktritt geschrieben. Aber immerhin bedankte sich der Verwaltungsrat nicht für die geleistete Arbeit, sondern dafür, dass Siegenthaler «in Anbetracht der jüngsten Ereignisse die Konsequenzen gezogen» habe. Der gestern geschasste Siegenthaler nahm später das Telefon ab, bedankte sich zynisch-sonderbar «für die faire, objektive Berichterstattung der letzten Tage», war aber zu keiner Auskunft bereit.

Es war ein letztes bizarres Kurz­gespräch, die Geschichte mit Siegenthaler und YB hat nicht unerwartet ein Ende mit Schrecken gefunden. Was immer noch besser ist als ein Schrecken ohne Ende.

Im Zickzackkurs der Rihs-Jahre hat sich YB mit in der Realität eigentlich nicht für möglich gehaltenen Irrungen, Wirrungen und Wendungen zum Gespött der Fussballschweiz gemacht. Nun aber geht es darum, die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen. Und während der Verwaltungsrat ein paar Räume weiter intensiv stritt, räumte Fredy Bickel gestern traurig sein Büro.

Der frühere Sportchef verabschiedete sich von der Mannschaft, es sei recht emotional zu- und hergegangen, dann traf er sich mit dem Trainerstab zum Mittagessen, später sagte er: «Es ist schwierig, zumal so viele Dinge aufgegleist sind.» Dass Siegenthaler, der Bickels Entlassung forciert hatte, nun auch gehen muss, ist für Bickel gewiss eine Genugtuung.

Und er wäre wohl nicht abgeneigt, als Sportchef zum dritten Mal bei YB anzuheuern, doch der Verwaltungsrat würde sich der Lächerlichkeit preisgeben, wenn er eine derartige Kehrtwende vollziehen würde. Wobei: Unglaubwürdiger kann der Verein kaum mehr werden.

Von langer Hand geplant

YB steht also mal wieder vor einem Totalumbau. Die Situation ist heikel, weil sich auch die Spieler verwundert fragen, in welchen Horrorfilm sie da eigentlich geraten sind. Morgen treten sie bei den Amateuren von Bazenheid zum Cup-Sechzehntelfinal an. Und die Fans sind ohnehin immer noch sehr erzürnt über die grotesken Vorgänge zuletzt. Ihr Ideenreichtum dabei, dem Verein zu helfen, ist bemerkenswert. So haben sich beispielsweise auf dem Internet bereits Gruppen gebildet, um 100 Millionen Franken zu sammeln, damit Klub und Stadion gekauft werden können.

So weit wird es natürlich nicht kommen. Und auch ein Comeback Bickels ist kaum vorstellbar. Die mittlerweile legendär stümperhafte Pressemitteilung vom Dienstag kursierte laut glaubhaften Zeugen übrigens bereits Mitte August im Verein, die Entlassung Bickels war also tatsächlich von langer Hand geplant. Weil der beim Schweizerischen Fussballverband angestellte Paul Meier, der von Siegenthaler vorgesehene Leiter Sport bei YB, aber frühestens ab 1. Oktober verfügbar ist, wurde erst diese Woche kommuniziert.

Meier dürfte sein Amt nach den aktuellen Entwicklungen kaum antreten. Das wird eine teure arbeitsrechtliche Aktion. Und so steht YB vor einem Haufen Arbeit. Zumal Bickel gar nicht weiss, wem er all die Dossiers und Verträge übergeben soll.

Man stellt sich gerade ernsthaft die Frage, ob das alles bei den Young Boys wirklich passiert – oder ob es nicht das abstruse Werk eines ausserordentlich kreativen Satirikers ist.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17491909

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 02:06 
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Ex-YB-Verwaltungsrat machte Werbung

Verspotteter Siegenthaler war mal Toupet-Model

Die YB-Fans machen sich mit einem Spruchband im Europa-League-Spiel gegen Piräus über den damaligen Noch-Verwaltungsrat Urs Siegenthaler lustig. Sie beziehen sich auf dessen Haarpracht.

Die turbulente YB-Woche in Bern schreibt am Freitag mit dem Abgang von YB-Verwaltungsrat Urs Siegenthaler ein weiteres Kapitel. Der DFB-Chefscout von Jogi Löw, der an der EM von ARD-Experte Mehmet Scholl ebenfalls attackiert worden war, nimmt seinen Hut. Auch auf Druck des Umfelds rund um die YB-Fans, die mit der Entwicklung nicht einverstanden sind.

Am Donnerstag bekam Siegenthaler mit etlichen Spruchbändern im EL-Spiel gegen Piräus den Frust gegen seine Person ab. Eines der Spruchbänder der YB-Fans war heftig: «Siegethaler, du bisch so fäusch wie dini Haar!»

In der Tat machte der Ex-YB-Verwaltungsrat ab April 1974 in der Zeitung «Sport» Werbung für «Hair Weaving», wo man Echthaar mit dem noch bestehenden Haar verwebt.

Siegenthaler schrieb: «Nachdem mein Haarwuchs schon längere Zeit zu wünschen übrig liess, wollte ich endlich etwas tun, um dieses «Gebrechen» zu beheben. Denn Haare gehören auf den Kopf wie Zähne in den Mund.»

Seine Erfahrungen beschrieb er so: «Nach etlichen harten Spielen mit meinen neuen Haaren kann ich diesen absolut natürlich wirkenden problemlosen Haarschmuck jedem mit Begeisterung empfehlen. Wenn er Kopfbällen standhält, was sonst könnte ihm noch etwas anhaben!»

Auch die Ausdünstung sei 100-prozentig gewährleistet, «keine Probleme unter der Dusche oder beim Schlafen. Ich fühle mich wieder als ganz anderer Mensch, seit bei mir von Kopf bis Fuss wieder alles stimmt.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 01456.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 02:10 
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Das Young-Boys-Debakel und seine Folgen

Haut jetzt auch Hoarau ab?

Endlich, wird man in Bern sagen. Endlich ist diese Woche vorbei. Die wohl verrückteste in der Geschichte von YB. Und Urs Siegenthaler Geschichte. Wie auch Fredy Bickel und Alain Kappeler. Doch wie gehts nun weiter? Zehn Fragen. Zehn Antwortversuche.

1. Wer wird nun Sportchef oder Leiter Sport?

«Leiter Sport» hätte der neue Sportverantwortliche heissen sollen. Seit Freitag ist auch das unsicher. Vielleicht gibt es bei YB einfach einen Nachfolger für Fredy Bickel, also wieder einen Sportchef. Gehandelt wird Christoph Spycher. Der 38-Jährige Ex-Natispieler ist Talentmanager bei YB und sollte behutsam an höhere Aufgaben herangeführt werden. Vielleicht geht jetzt halt alles viel schneller. Denn einen solchen Typen wie Wuschu – bodenständig, intelligent, verankert – braucht YB in der Zeit des grössten denkbaren Chaos’. Doch vielleicht ist das genau der Grund, weshalb Spycher nicht will. Er gibt sich jedenfalls, wie es seinem Naturell entspricht, zurückhaltend und bedeckt.

2. Könnte es – völlig verrückt – zu einer Rückkehr von Fredy Bickel kommen?

Nein. Das hat Verwaltungsrats-Präsident Hanspeter Kienberger ausgeschlossen: «Urs Siegenthaler war nicht der Drahtzieher, das war ein Entscheid des Verwaltungsrates, dass wir diese Restrukturierung machen. Wir stehen zu diesem Entscheid, daran wird nicht gerüttelt.»

3. Was passiert mit Paul Meier?

Der Innerschweizer, der seinen Job beim SFV gekündigt hat, um bei YB Leiter Sport in Siegenthalers Gnaden zu werden, soll einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben haben, der am 1. Oktober zu laufen beginnt. Nach dem Aus von Siegenthaler dürfte Meier seinen Job kaum antreten. Das gibt wohl ein juristisches Geplänkel.

4. Was passiert mit den Verwaltungsräten Hanspeter Kienberger (Präsident), Peter Marthaler, Richard Gostony, und Barbara Hayoz die (neben Siegenthaler) Verantwortlichen der Berner Chaostage und des leichtfertigen Ausgebens von Geld?

Kienberger ist nicht gewillt zurückzutreten. Die anderen Drei wohl auch nicht. Legen Ihnen die Klubbesitzer, Andy und Hansueli Rihs, den Rücktritt nicht nahe, dürften sie im Amt bleiben.

5. Was passiert mit dem neuen CEO Wanja Greuel?

Er wird sein Amt antreten. Ob er allerdings auch der Vorgesetzte des neuen Leiters Sport (oder Sportchefs) wird, ist noch offen.

6. Was kommunizieren die Rihs-Brothers am Montag, wenn sie vor die Presse treten?

Sie werden versuchen, den Ball flach zu halten. Sie werden begründen, weshalb sie es leid sind, pro Jahr über zehn Millionen Franken einzuschiessen (auch wenn sie diese Zahl nicht nennen werden) und dafür als Return on Investment eine Europa-League-Gruppe mit Astana, Olympiakos und Apoel erhalten. Aber keinen Titel in drei Jahren. Trotz Versprechen (das sie aber nicht verstehen. Weil es ihnen nicht einleuchtet, dass im Fussball nichts planbar ist. Erfolg schon gar nicht). Sie werden zu begründen versuchen, dass man auch mit weniger Geld haushalten und Misserfolg haben kann.

7. Wollen sie YB verkaufen?

Da hat sich nichts geändert. Trotz Kontakten zum spanischen Zweitligisten RCD Mallorca und dessen schwerreichen Besitzer Robert Sarver steht ein Verkauf nicht bevor. Denn die Young Boys und das Stade de Suisse sind untrennbar miteinander verbunden. Nur ein Verkauf von beidem macht Sinn. Wenn jemand 80 bis 100 Millionen Franken auf den Tisch legt, sind die Rihs-Brothers gesprächsbereit. Aber es kommt niemand.

8. Was passiert mit den YB-Stars?

Unter den geänderten Vorzeichen mit dem Sparkurs und dem Setzen auf Junge als Prämisse, dürften sich Spieler (und deren Berater) wie Guillaume Hoarau, Miralem Sulejmani, Yvon Mvogo, Denis Zakaria und Yoric Ravet in der Winterpause ihre Gedanken machen, ob sie noch im richtigen Klub sind. Will der eine oder andere gehen, würde das perfekt in die Sparstrategie von YB passen.

9. Was macht Trainer Adi Hütter?

Der Österreicher wirkte vor und nach dem Spielg gegen Olympiakos missgelaunt. Klar, die Geschehnisse in der Teppichetage ­haben seinen Spielern den Fokus auf das Europa-League-Spiel geraubt. Prompt gab es eine völlig unnötige 0:1-Niederlage. Und Hütter selbst? Er wollte derjenige sein, der YB nach 30 Jahren wieder eine Trophäe beschert. Nun ist er in Bern in etwa so weit wie vor Jahresfrist bei Red Bull Salzburg, als er den Bettel hinschmiss, weil der Verein auch nur noch auf Junge setzen wollte und offen zum Farmteam von RB Leipzig degradiert wurde.

10. Was machen die Sponsoren?

Vorab: Einige von ihnen haben bereits Druck gemacht nach den unmöglichen Auftritten von Siegenthaler. Der ist nun weg. Aber einen Klub zu sponsern, der die Abkehr vom Leistungsprinzip zur Maxime erhebt («der FCB ist unangreifbar»), kann nicht im Interesse von irgendwelchem Sportsponsoring sein.


http://www.blick.ch/sport/fussball/das- ... 03093.html

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