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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. August 2016, 01:15 
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Das irreguläre Tor ins Berner Verderben

Nach verhaltener erster Halbzeit steigern sich die Young Boys gegen Gladbach, erzielen das 1:1 und kassieren während ihrer stärksten Phase ein irreguläres Gegentor zum 1:2. Kurz darauf besiegelt ein Eigentor Alain Rochats die 1:3-Niederlage.

Ein Abend im Wechselbad der Gefühle endet für die Young Boys in grossem Ärger und riesiger Enttäuschung. Nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel der Champions-League-Playoffs gegen den abgeklärten Bundesligisten Gladbach sind die YB-Chancen aufs Erreichen der Gruppenphase auf ein Minimum gesunken.

Das frühe Gegentor

Die Partie begann in elektrisierender Ambiance und im Champions-League-Sternenmeer, die Königsklassenhymne war das musikalische Zeugnis der grossen Bedeutung dieses Abends. Die Champions League war zu Gast im Stade de Suisse, zumindest ein wenig, und die Stimmung auf den Rängen entsprach dem feierlichen Rahmen.

Die 5500 der vielleicht 8000 oder 9000 nach Bern gereisten Gladbach-Supporter im Stadion veranstalteten einen Höllenlärm, sie waren ganz in weiss gekleidet und verwandelten die Partie zuweilen in ein Heimspiel für die Gäste.

Auch die YB-Fans zündeten ein Feuerwerk, doch auf dem Rasen begegneten sich die Duellanten vorerst zurückhaltend. Der auffällige Yoric Ravet schoss in der achten Minute erstmals aufs Gladbach-Tor, verfehlte das Ziel aber deutlich.

Und dann passierte das, was aus YB-Sicht nicht hätte passieren dürfen. Der Bundesligist spielte beim ersten ernsthaften Angriff seine Klasse aus. Zuerst zog Thorgan Hazard unwiderstehlich durchs Mittelfeld und besass die Übersicht, Raffael zu bedienen.

Der brasilianische Ballkünstler, in der Schweiz bekannt aus FCZ-Zeiten, stoppte den Ball mit der Brust, schlug einen flinken Haken und schoss präzis in die linke untere Torecke. Mehrere Berner Defensivspieler kamen trotz generösem Einsatz zu spät.

Der zu zögerliche Scott Sutter warf sich zwar wie Milan Gajic und Ravet noch in den Schuss, doch Raffael fand die Lücke zwischen den Beinen Ravets und spendete seiner Mannschaft das angestrebte Auswärtstor.

Die Chance für Hoarau

Der Favorit erreichte also bereits nach nicht einmal einer Viertelstunde, was er angestrebt hatte. Er lag in Führung, konzentrierte sich auf die Kontrolle des Geschehens und tat das mit hoher Ballsicherheit sowie disziplinierter Spielweise.

Und wenn die schnellen Ibrahima Traoré und Hazard über den Kunstrasen flitzten, wackelte YB. Der Berner Torhüter Yvon Mvogo verhinderte Mitte der ersten Halbzeit mit einem tollen Reflex nach einem Weitschuss Hazards das 0:2.

Es waren Kleinigkeiten, die in dieser Phase unterstrichen, warum Gladbach ein Topvertreter der Bundesliga ist und YB nur ein Super-League-Spitzenklub. Raffaels perfekte Ballverarbeitung vor dem 0:1 auf der einen Seite, Yuya Kubos Patzer bei der Ballannahme in aussichtsreicher Situation auf der anderen Seite.

Und doch bot sich den Young Boys kurz vor dem Seitenwechsel die Riesengelegenheit zum Ausgleich. Im Flipperkastenmodus landete der Ball bei Guillaume Hoarau, der mit dem Schienbein aus zehn Metern wenige Zentimeter neben das Tor schoss.

Das Abseitstor zum 1:2

Vielleicht war diese Szene ein Mutmacher für YB. Auf jeden Fall gelang es den Gastgebern wie im Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League gegen Donezk nach der Pause, das Geschehen zu beherrschen. Und sie wurden bald für ihre Leistungssteigerung belohnt.

Über die starke rechte Seite bereiteten Sutter und Ravet den Ausgleich Miralem Sulejmanis in der 56. Minute herrlich vor. Nun dominierten die euphorisierten Young Boys. Gajic schoss aus 16 Metern zu ungenau, Hoaraus Kopfball strich nur knapp am Pfosten vorbei.

Den Young Boys fehlte also am Dienstagabend einerseits das Wettkampfglück. Und andererseits beklagten sie wie letzte Woche in Basel (0:3) Pech mit den Spielleitern. Denn mitten in der besten YB-Phase erzielte Gladbach in der 67. Minute ein irreguläres Tor. Auch der Gast flipperte sich irgendwie in den Strafraum, ehe zuerst Lars Stindl und dann auch der kurz zuvor eingewechselte André Hahn im Abseits standen.

Der Treffer Hahns jedoch zählte. Und die Young Boys verloren kurz die Linie und den Fokus. Das nutzte Gladbach eiskalt aus, wobei Raffael keine 120 Sekunden nach dem 1:2 erneut seine fantastische Schusstechnik präsentierte. Sein Volleyschuss geriet zur Augenweide und war ein Schock für YB.

Es passte zum unglücklichen Abend für die Young Boys, hatte Rochat den Schuss Raffaels ins Tor abgelenkt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21763451

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. August 2016, 01:18 
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Nur ein kurzer Hoffnungsschimmer

Für YB ist die Champions League nach dem 1:3 im Playoff-Hinspiel gegen Gladbach nicht mehr realistisch.

Der Funke Hoffnung der Young Boys auf ein gutes Resultat im Playoff-Hinspiel gegen Gladbach war da – aber nur kurz, 13 Minuten lang genau. Lange waren die Berner vergeblich einem frühen Rückstand hinterhergelaufen, bis Sulejmani nach einer sehenswerten Kombination über Sutter und Ravet den Ball über die Linie drücken konnte.

Das mit 30'224 Zuschauern nicht ganz ausverkaufte Stade de Suisse kochte, die Stimmung in den YB-Sektoren war auf einen Schlag wieder da. Und hätte Hoarau einige Momente später gar seine Kopfballchance zum zweiten Berner Treffer genutzt, wäre es für den Gast aus der Bundesliga wohl ungemütlich geworden.

Doch als es nötig war, zeigten die Gladbacher nochmals ihre Klasse und sorgten schnell für eine Antwort. Hahn (67.), erst Augenblicke zuvor eingewechselt, und wieder Raffael (70.), dessen gekonnte Direktabnahme Rochat noch ablenkte, reduzierten die Berner Hoffnungen auf den erstmaligen Vorstoss in die Champions League innert dreier Minuten auf ein Minimum.

Das 1:3 ist für YB die gleiche Hypothek wie im Vorjahr in der 3. Vorrunde gegen Monaco. Die Berner müssen nun am nächsten Mittwoch im Borussia-Park mindestens drei Treffer erzielen. Daran glauben trotz der Ereignisse gegen Donezk nicht einmal mehr die grössten Optimisten.

Raffael besser als Hoarau

Schon zuvor hatte in diesem Playoff-Duell die Effizienz für den Unterschied zwischen Gladbach und YB gesorgt. Das zeigte sich exemplarisch beim Vergleich der besten Offensivaktionen vor der Pause. Raffael (11.) und Hoarau (44.) kamen beide aus zentraler Position aus 16 beziehungsweise 12 Metern zum Abschluss.

Der Versuch des Brasilianers landete – unhaltbar für YB-Goalie Mvogo – zum frühen 0:1 in der tiefen Torecke, der Schuss des Franzosen dagegen streifte am linken Pfosten vorbei. Beim Tor des früheren FCZ-Stürmers hatte die Berner Hintermannschaft zum wiederholten Mal an diesem Abend nicht die beste Figur gemacht.

Zuerst nutzte auf der linken Abwehrseite der wirblige Hazard den gewährten Freiraum, ehe Raffael nach gekonnter Ballannahme Sutter abschüttelte und den Ball an Rochats Grätsche vorbei ins Berner Tor setzte.

Raffael 2, Hoarau 0 – die Bilanz der Chancenauswertung der beiden Angreifer spiegelte sich am Ende auch im Resultat. Auch wenn die Berner mit dem 1:3 etwas gar hart bestraft wurden für einen insgesamt ansprechenden Auftritt. Und sie hatten ausserdem Pech, dass der zweite Treffer der Gäste wohl nach einer ungeahndeten Offside-Position zustande kam.

Rochat sagte: «Wir hatten nach dem 1:1 gute 10 Minuten, dann kam das zweite Gegentor. Das tat weh und war schade.» Und er kommentierte die jetzige Ausgangslage so: «Wenn man daheim drei Tore kassiert, wird es schwierig.»

Besser war die Stimmung verständlicherweise bei Yann Sommer, der rechtzeitig für diese Partie wieder fit war. «Es war das erwartet schwierige Spiel», sagte der Schweizer Nationalgoalie in Diensten von Mönchengladbach.

Sie seien «sehr effizient, sehr gut» gewesen. Von vorzeitigen Gratulationen zur Champions League wollte er aber noch nichts wissen. «Wir müssen zu Hause nochmals konzentriert ans Werk gehen», forderte er.

Dass die Gladbacher dies in einer Woche tun werden, daran zweifelt nach dem überzeugenden Auftritt am Dienstag niemand mehr.


«Klarer Fehlentscheid war Knackpunkt»

Zum vierten Mal nahm YB am Dienstag Anlauf Richtung Champions League. Und zum vierten Mal dürfte die Königsklasse ein Traum für die Berner bleiben. «Es wird nach diesem Resultat natürlich wahnsinnig schwierig im Rückspiel», machte sich auch Adi Hütter keine Illusionen.

Er bemängelte, dass seine Mannschaft vor der Pause wieder zu oft auf die hohen Bälle setzte, was sich einmal mehr nicht als probates Mittel herausstellte. Nach der Pause habe man es
besser gemacht und verdient ausgeglichen. Doch dann sei dieses zweite Gegentor gekommen.

«Eine klare Fehlentscheidung», wie der YB-Trainer die Situation beurteilte. «Das war der Knackpunkt in diesem Spiel. Dazu kam, dass Gladbach auch beim dritten Tor vom Glück begünstigt wurde.»

Von einem Start «von null auf hundert» für sein Team hatte Gladbachs Trainer vor dem Spiel gesprochen, dem ersten Pflichtspiel der Saison. «Der Boden war gewöhnungsbedürftig, doch ich war froh, wie wir hier gespielt haben, wie effizient wir waren», lautete André Schuberts Fazit. Und er versprach, dass seine Mannschaft auch das Rückspiel nochmals sehr ernst nehmen werde – was die Chancen der Young Boys noch kleiner macht, als sie es schon sind.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Nu ... y/12125938

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. August 2016, 01:20 
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Das meint BLICK zur YB-Niederlage gegen Gladbach

Der Stammgast im Cup der Verlierer

YB verliert das Playoff-Hinspiel der Champions League gegen Gladbach zuhause mit 1:3. Ein Kommentar von BLICK-Fussball-Reporter Alain Kunz

Im Fall YB hat das Sprichwort seine Berechtigung – immer und immer wieder: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Der Schaden ist bei YB ein doppelter: Da ist zum einen der latente Schaden, der seinen Ursprung in den Jahren 1986 und 1987 hat, als YB letztmals Meister und Cupsieger war. Und zum anderen ist da das Spiel gestern: Gleich viele klare Torchancen gehabt wie Gladbach. Die Fohlen kriegen drei rein. YB nur ein Törchen. Ein Schaden, der nicht mehr gutzumachen ist.

Nun heisst es natürlich: Typisch YB. Nicht gut genug für die Champions League. Das stimmt halt schon, irgendwie. Auch wenn das Bedauern bleibt. Darüber, dass Guillaume Hoarau keine seiner Topchancen nutzt. Darüber, dass das Schiri-Gespann beim entscheidenden 2:1 der Gäste unter Vollnarkose steht. Darüber, dass Rochat Raffaels Volleyschuss ins eigene Tor ablenkt. Nochmals: typisch YB halt.

Es bräuchte halt wirklich und endlich dieses Wunder, das eine Qualifikation für die Champions League gewesen wäre. Oder ein Titel, wobei die Hypothek in der Meisterschaft nach einem weiteren Spiel dieser Schaden-und-Spott-Kategorie – das 0:3 in Basel – bereits wieder gewaltig ist.

Und solange YB das nicht packt, ist auch die Europa League jener internationale Wettbewerb, in welchem die Berner genau richtig aufgehoben sind. Zum vierten Mal stehen sie drin. Zweimal sind sie in die Sechzehntelfinals gekommen. Einmal mit zehn Punkten (!) gescheitert. Auch das muss man erst mal fertigbringen. Typisch YB. Halt.

Und, ach ja. Wie hat einst Franz Beckenbauer den damaligen Uefa-Cup genannt? Cup der Verlierer. YB ist Stammgast.


http://www.blick.ch/sport/fussball/cham ... 86672.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. August 2016, 01:21 
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YB-Frust nach dem 1:3 gegen Mönchengladbach

Das 1:3 der Young Boys im Playoff zur Champions League hallt nach. Die Berner ärgern sich, die souveräne Borussia aus Mönchengladbach macht klare Ansagen.

Nach dem sehenswerten Ausgleich von Miralem Sulejmani (56.) bahnte sich für die Young Boys zumindest ein respektables Ergebnis an. "Wir waren viel besser im Spiel als zuvor", befand Leonardo Bertone zu jener guten Berner Phase zu Beginn der zweiten Hälfte.

Sie hätten Druck erzeugt und Charakter gezeigt, betonte der YB-Mittelfeldspieler. Doch die Borussia hielt sich nicht an das Drehbuch der Einheimischen. Mit einer Tor-Doublette innerhalb von 120 Sekunden beseitigte sie stattdessen bis zur 69. Minute alle Diskussionen.

Vor allem das 1:2 von André Hahn machte dem Super-League-Vertreter zu schaffen - auf dem Platz und in der ersten verbalen Aufarbeitung. Die Verlierer erhoben deutliche Vorwürfe in Richtung des italienischen EM-Schiedsrichters Nicola Rizzoli - er habe gleich zwei Offside-Situationen übersehen, behaupteten die verärgerten YB-Exponenten.

"Diese blöde Situation stoppte unseren Rhythmus", beklagte sich Bertone. Für seinen Coach Adi Hütter war die umstrittene Szene "der Knackpunkt". Für den Fehler des Referees brachte der YB-Taktgeber kein Verständnis auf: "Das kann ich nicht nachvollziehen."

Hütter schob die Verantwortung für den deutlichen Fehltritt allerdings nicht ausschliesslich dem Unparteiischen in die Schuhe. In einer ersten Phase hätten sie Gladbach zu einfach gewähren lassen. "Zu wenig mutig, zu wenig griffig, zu wenig giftig."

Keine Warnungen nötig

Derweil YB bereits acht Pflichtspiele in den Knochen hat, blickte Borussias Coach André Schubert auf die ersten 90 Wettkampfminuten der neuen Saison zurück. Er tat es mit einem Lächeln. In Mönchengladbach kommen sich unter normalen Umständen im nächsten Herbst erneut in den Genuss der prickelnden Champions-League-Dimension.

Den souveränen Erfolg wird sich der inzwischen zur erweiterten Bundesligaspitze aufgestiegene Verein im Playoff-Rückspiel nicht mehr entreissen lassen. "Keiner wird Bern unterschätzen", so Schubert. Er ortete gar Raum zur Steigerung: "Wir können den Ballbesitz noch besser ausspielen."

Schubert stellte klar, dass er vor dem Heimspiel am Mittwoch nächster Woche niemanden warnen müsse; das Team habe einen zu langen und intensiven Prozess hinter sich. "Die Mannschaft hat seit dem 5. Spieltag extrem viel investiert, eine unglaubliche Saison gespielt und sich dieses Geschenk erarbeitet, um den Platz in der Champions League spielen zu dürfen."


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -130495413

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. August 2016, 09:13 
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Stimmen: Young Boys Bern gegen Borussia Mönchengladbach

Hahn: Wir haben uns wieder berappelt

Joker Andre Hahn trifft im Hinspiel bei den Young Boys Bern genau zum richtigen Zeitpunkt. Christoph Kramer warnt trotz des guten Resultats vor dem Rückspiel. Die Stimmen.

http://www.sport1.de/fussball/champions ... engladbach


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. August 2016, 09:15 
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Gladbach marschiert in Richtung Gruppenphase

Young Boys - Mönchengladbach 1:3

Das Team vom Niederrhein hat sich durch eine gute Auswärtsleistung eine formidable Ausgangsposition geschaffen.

http://de.uefa.com/uefachampionsleague/ ... ch/report/


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. August 2016, 10:00 
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Hadern hier, Zurückhaltung da

Die Young Boys ärgern sich nach der 1:3-Niederlage gegen Gladbach über Schiedsrichter Nicola Rizzoli, der ein klares Abseitstor anerkannte. «Das war der Knackpunkt», sagt Coach Adi Hütter.

Es war angerichtet für einen grossen Fussballabend im Stade de Suisse. Zwar war die Arena mit 30'224 Zuschauern nicht ganz ausverkauft, dennoch sorgten beide Fanlager für eine prächtige Ambiance. Doch aufseiten der Gastgeber wurde die Stimmung bereits früh getrübt. Mit der ersten gefährlichen Aktion gingen die Gäste in Führung, Raffael nutzte die ihm gewährten Freiheiten. «Das ist die Champions League, da werden die Chancen eiskalt ausgenützt», meint Leonardo Bertone selbstkritisch.

«Viel zu wenig aktiv»

Zu Reden gibt im Lager des Gastgebers allerdings vorab der zweite Gladbacher Treffer. Zuerst Vorbereiter Lars Stindl und dann Torschütze André Hahn standen klar im Abseits.

Schiedsrichter Nicola Rizzoli – er hatte 2014 den WM-Final zwischen Deutschland und Argentinien gepfiffen – verliess sich auf seinen Assistenten, und der liess seine Fahne unten. «Das 1:2 war der Knackpunkt für uns, es kam ausgerechnet in dem Zeitpunkt, wo wir gut waren. Dass man diese beiden Abseitspositionen nicht sieht, kann ich nicht nachvollziehen», meint Adi Hütter.

Allerdings will der YB-Coach die Schuld für die 1:3-Niederlage nicht den Spielleitern in die Schuhe schieben, viel mehr hadert er damit, wie sein Team vorab in der ersten Halbzeit auftrat. «Die vielen langen Bälle haben mich erstaunt», sagt er. Gewiss habe Gladbach flache Zuspiele gut unterbunden. «Aber wir waren auch viel zu wenig aktiv, gerade im Spiel gegen den Ball.»

Nun, nach der Pause spielten die Young Boys mutiger, das 1:1 war redlich verdient. Und acht Minuten nach Miralem Sulejmanis Ausgleich vergab Guillaume Hoarau eine glänzende Möglichkeit zur Führung, sein Kopfball streifte nur knapp am Pfosten vorbei.

Während Hütter gar nicht erst versucht, seine Enttäuschung zu verbergen, präsentiert sich sein Gegenüber André Schubert gut gelaunt: «Natürlich gibt es Dinge, die wir besser machen können, aber insgesamt bin ich mit dem Auftritt meines Teams sehr zufrieden.» Schliesslich dürfe man nicht vergessen, dass seine Mannschaft vor diesem ersten Pflichtspiel viel Druck hatte.

Nur ein gutes Gefühl

Der Bundesligist hat sich mit dem 3:1-Sieg in Bern eine optimale Ausgangslage für das Rückspiel vom nächsten Mittwoch geschaffen. Dennoch geben sich die Gladbacher zurückhaltend. «Im Rückspiel kann alles passieren, es braucht nur ein schnelles Tor», sagt Tony Jantschke. Und Sportdirektor Max Eberl fügt an: «Wir haben uns ein gutes Gefühl für das Rückspiel verschafft, mehr nicht.»

Es erstaunt kaum, bedienen sich die YB-Spieler derweil der Durchhalteparolen. «Wir haben noch 90 Minuten vor uns, ich habe den Glauben an die Qualifikation noch nicht verloren», sagt Denis Zakaria. Und Hütter hält fest: «Die Karten sind nun klar in der Hand von Gladbach, aber wir werden alles versuchen.» Viel mehr als das Prinzip Hoffnung bleibt den Young Boys mit dieser Hypothek im Rücken auch nicht übrig.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/22164192

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. August 2016, 10:01 
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Das schreibt die Presse nach der YB-Pleite

Nach dem Auswärtssieg von Gladbach gegen YB ist für die in- und ausländischen Medien der CL-Einzug der «Fohlen» nur noch Formsache. Die Schweizer Presse hadert derweil etwas mit dem Schiri.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27916975

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. August 2016, 13:28 
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YB glaubt an das Wunder

«Die Schlacht ist noch nicht zu Ende!»

Sind es bloss Durchhalteparolen – oder doch mehr? Die YB-Stars haben trotz des 1:3 im Stade de Suisse gegen Gladbach noch Hoffnung auf die grosse Wende.

Grausam, so nennt es Guillaume Hoarau. Grausam sei diese Niederlage gewesen. «Wir haben doch einiges zu bedauern, denn wir hätten durchaus etwas Positives holen können. Wir zeigten ein gutes Gesicht des Schweizer Fussballs. Ich will jetzt keine Entschuldigung suchen wegen des irregulären 1:2, denn am Schluss haben wir doch 1:3 verloren.»

Doch dann blickt der Mann, der zwei Grosschancen ausliess und deshalb irgendwie auch am Ursprung der Niederlage stand, nach vorne: «Wieder glaubt niemand an uns ­­­- ausser uns vielleicht. Nun müssen wir mit dem Antlitz eines Eroberers nach Deutschland gehen und das bestmögliche Image abgeben. Die Schlacht ist noch nicht zu Ende!»

Eine Kampansage also ­– und nicht die einzige. Auch Michi Frey will die Waffen noch nicht strecken: «Wir haben noch 90 Minuten Zeit. Du musst bis zum Schluss daran glauben. Das machen wir auch! Wir waren am Dienstag ja nicht unterlegen. Nun müssen wir mit vollem Risiko alles probieren.»

Und auch Miralem Sulejmani, Autor des wunderbar und mit viel Tempo herausgespielten YB-Treffers, hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben: «Wir geben nicht auf! Wir fighten bis zur letzten Minute! Nun müssen wir in Mönchengladbach sehr ‚smart’ spielen.»

Was Frey und Sulejmani sonst noch sagen: Im Video.


http://www.blick.ch/sport/fussball/cham ... 88963.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. August 2016, 13:31 
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«Die Schlacht ist noch nicht vorbei»

von E. Tedesco - Aus dem Einzug in die Champions League wird wohl nichts mehr, auch wenn man bei YB den Glauben daran noch nicht aufgibt.

Nach dem sensationellen Erfolg gegen Schachtjor Donezk war so viel Hoffnung bei YB und im Umfeld spürbar. Man klammerte sich dabei an jeden Strohhalm. Man hoffte, dass Gladbach, das noch kein Pflichtspiel nach der Sommerpause absolviert hat, noch der Rhythmus fehlt. Auch die ungewohnte künstliche Unterlage im Stade de Suisse wurde als ein Vorteil für die Berner angenommen. Am Ende aber ist das 1:3 im Playoff-Hinspiel wohl ein Resultat, das die Realität zwischen dem Tabellenvierten aus der Bundesliga und dem Zweiten der Super League wiedergibt.

«Wir waren sehr effizient und hatten auch Glück», relativiert Yann Sommer nach dem Spiel und spricht von einer guten YB-Mannschaft. «Allein Hoarau hatte zwei sehr gute Chancen, bei denen wir Glück hatten. Zudem hatten wir nach dem 1:1 eine Phase, in der wir Schwierigkeiten hatten. Den Unterschied hat unsere Effizienz ausgemacht.» Effizienz und gütige Mithilfe.

In der Liga Selbstvertrauen tanken

Zum einen hätte der zweite Gladbacher Treffer von André Hahn wegen einem vorangegangenen doppelten Offside nicht zählen dürfen und beim dritten lenkte Alain Rochat einen Schuss von Raffael unglücklich ins eigene Tor. Die Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche ist fast hoffnungslos. Den 20-Millionen-Jackpot wird YB auch im vierten Anlauf nicht knacken.

«Eine Wende in Gladbach ist sicher sehr schwierig, aber nichts ist unmöglich. Wir müssen dran glauben», sagt Scott Sutter. Der YB-Verteidiger: «Wir müssen uns wieder Chancen erarbeiten, dann geht der eine oder andere Ball vielleicht rein, vielleicht gibt es dann ein Offside-Tor für uns, dann ist immer noch etwas möglich.» Ähnlich klingt es auch bei Alain Rochat: «Wenn du Zuhause drei Tore kassierst, musst du auswärts leider auch drei machen. Es ist möglich, ob es realistisch ist, ist etwas anderes.»

Für Guillaume Hoarau ist klar, dass YB den bestmöglichen Auftritt hinlegen wird, aber erst will man sich mit einem Sieg gegen Lausanne am Samstag in der Meisterschaft Selbstvertrauen tanken. Der YB-Goalgetter: «Die Schlacht ist noch nicht vorbei.»

«Wir haben schon die wildesten Sachen erlebt»

«Im Fussball sind schon die verrücktesten Dinge passiert», sagt Gladbachs Verteidiger Tony Jantschke trotz komfortabler Ausgangslage. «Insgesamt bin ich froh, dass wir nun diese gute Ausgangslage haben. Aber wir haben im Fussball schon die wildesten Sachen erlebt», sagt auch Trainer André Schubert und arbeitet schon kurz nach dem Spiel gegen einen möglichen Schlendrian an. Man werde YB trotz deutlichem 3:1-Sieg garantiert nicht unterschätzen oder das Spiel auf die leichte Schulter nehmen.

«Ich weiss, wie es im Fussball gehen kann und wie der Fussball ist», sagt Sommer. «Wir wollen unbedingt in die Champions League und darum müssen wir nächste Woche ein gutes Spiel zeigen. Wir sind stark Zuhause, aber wir müssen uns steigern.»


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... --24024172

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