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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 11. August 2016, 11:37 
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Es droht das bekannte Szenario

YB ist nicht in der Lage, ein lange Zeit biederes Basel zu fordern. Die Berner verlieren erst die Hoheit im Mittelfeld und dann das Spiel.

Was ist nur mit dem FC Basel los? Diese Frage stellte sich am Mittwoch in der Pause des Spitzenspiels der Super League. 45 Minuten lang hatte der Leader gegen die Young Boys unerklärlich lethargisch, lust- und ideenlos gewirkt. So, wie man den Serienmeister vor eigenem Anhang nur selten erlebt. Schon nach einer halben Stunde waren erste leise Pfiffe zu vernehmen.

Ein abgeblockter Schuss von Zuffi (43.) blieb die einzige Aktion, welche die wieder von Janko anstelle von Doumbia angeführte Basler Offensive zustande brachte. Und wäre eine Direktabnahme von Vilotic kurz vorher nicht an der Latte gelandet, hätte der Leader gar einem Rückstand nachlaufen müssen.

Aber eben, der FCB ist seit Jahren die unangefochtene Nummer 1 der Schweiz. Und warum er das ist, zeigte nach 71 Minuten ein Blick auf die Anzeigetafel im Stadion. Dort stand: Basel 3, Young Boys 0. Wie schon am Sonntag nach dem 1:2-Rückstand in Luzern erhöhte der Titelverteidiger nach der Pause Engagement wie Tempo – und schon war es um die Berner Aussichten auf einen Punktgewinn geschehen.

Zuffi mit einer direkt verwandelten Freistossflanke, Bjarnason nach herrlicher Vorarbeit von Lang und ein Eigentor von Vilotic, der eine Steffen-Hereingabe unglücklich ins Tor von Mvogo setzte, zeichneten für die schnelle Zäsur nach dem Seitenwechsel verantwortlich. «Wir haben es YB im Mittelfeld anfänglich zu einfach gemacht.

Nach der Pause haben wir mehr Druck ausgeübt, das hat sich am Ende ausbezahlt», sah FCB-Trainer Urs Fischer als Grund für die klare Steigerung. Er habe lange ein gutes Gefühl gehabt, sagte YB-Sportchef Fredy Bickel, «aber der FCB ist einfach effizient.»

Seine Ansicht, dass das krasse Resultat nicht den gezeigten Leistungen entsprach, war zwar nicht falsch, aber diese Erkenntnis nützte YB am Ende zum wiederholten Male nichts. Letztmals hatten sie in Basel am 23. Mai 2012 mit einem 2:1 drei Punkte geholt. Und wie schwer sich YB im Stadion des FCB immer wieder tut, zeigt auch eine andere Statistik: Seit nunmehr 418 Minuten sind sie dort ohne Torerfolg.

Hütter musste System ändern

Für die Berner passte dieses 0:3 nach der völlig missratenen zweiten Halbzeit auch zu einer turbulenten Woche mit vielen Negativmeldungen. Am Montag hatte sich Verteidigertalent Florent Hadergjonaj in die Bundesliga verabschiedet, am Dienstag kam die Meldung vom mehrwöchigen Ausfall von Sanogo, und am Mittwoch musste bereits vor dem Anpfiff des Spitzenspiels vor 29'523 Zuschauern nun auch noch Steve von Bergen kurzfristig passen.

Der YB-Captain verzichtete wegen Oberschenkelproblemen sicherheitshalber auf einen Einsatz, um die Verletzung nicht noch schlimmer zu machen. Somit fehlte den Bernern mit Von Bergen in der Abwehr, mit Sanogo im Zentrum und mit Gerndt im Angriff in jeder Linie ein Leistungsträger.

Diese Personalprobleme hatten Adi Hütter veranlasst, sein 4:4:2-System in ein defensiveres 3:4:2:1 umzuwandeln – diese Massnahme ging nur 45 Minuten auf. Das klare Verdikt bedeutet, dass die Young Boys nach vier Runden bereits wieder sechs Zähler auf die Basler eingebüsst haben.

Damit droht bereits früh in der Saison einmal mehr das Szenario, dass es zu einem FCB-Monolog kommt. Und so wie sich die Situation bei YB präsentiert mit den vielen Verletzten und der hohen Belastung mit den vielen Spielen, gibt es Bickels Fazit nicht viel beizufügen: «Die Gefahr besteht, dass der FC Basel wieder davonzieht.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Es ... y/16259729

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 11. August 2016, 11:38 
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YB-Rochat: «Das war eine Lektion»

Die Young Boys wirken nach dem 0:3 in Basel schwer enttäuscht. Routinier Alain Rochat erlebt ein Deja-vu.

Renato Steffen dürfte gewusst haben, wie sich die Young Boys fühlen. In den zweieinhalb Jahren in Bern hatte der Nationalspieler so manche Niederlage nach dem gestrigen Muster miterlebt. Eine also, bei der die Gelb-Schwarzen keine schlechte Falle abgaben. Ja sie waren im St. Jakob-Park 55 Minuten lang sogar besser als das Heimteam.

Aber eben, am Ende stand sie mal wieder mit leeren Händen da. Steffen aber mochte keine Einblicke in die Gefühlswelt seiner früheren Teamkollegen geben. Den Kopf nach unten gesenkt, schlich er nach dem 3:0-Erfolg in die Kabine. Er sah nicht wie ein Sieger aus. Und doch war er einer.

Souverän im Siegen

Stattdessen redete Luca Zuffi, sein Kumpel aus Thuner Tagen. Mittlerweile ganz der Basler hat er Routine, Siege zu erklären. «Die erste Halbzeit war nicht gut. YB spielte besser», sagte er. «Das sprachen wir in der Pause an. Am Ende gewannen wir verdient.» Mit vier Siegen ist der FCB nun in die Saison gestartet, YB ist bereits um 6 Punkte distanziert.

Da beschäftigte vor allem, warum es dem Heimteam wie schon gegen Luzern nicht gelungen war, überzeugend in die Partie zu starten. «Ich habe keine Erklärung dafür. Gut ist, vermochten wir zu reagieren», sagte Zuffi. Es sind kleine Probleme, welche die Basler beschäftigen.

Für die Young Boys ging es derweil erstmals zurück auf den Rasen. Nach einer kurzen Kabinenansprache stand das Auslaufen auf dem Programm. Mit etwas Distanz konstatierte Alain Rochat danach: «Das war eine Lektion.» Der Routinier, der schon oft genug bei Niederlagen gegen Basel dabei gewesen ist, sprach die altbekannte Effizienz des Serienmeisters an.

«In der ersten Halbzeit waren wir besser. Wenn du aber 0:3 verlierst, bringt das nichts.»
YB-Stürmer Michael Frey


«Sie geben einem das Gefühl, sie im Griff zu haben. Und dann sind sie zur Stelle», sagte er. Das erste Gegentor sei ein Schlag auf den Kopf gewesen. «Basel erhöhte sofort das Tempo. Und wir hatten keine Antwort mehr parat.» Der Romand erlebte gestern ein Deja-vu.

Enttäuscht verloren

Und so war es einmal mehr ein bitterer Berner Abend in Basel. Für Trainer Adi Hütter war es in seiner bald einjährigen Amtszeit die dritte Niederlage beim FCB. 0:1, 0:2 und nun also 0:3. Enttäuscht, strich der Östereicher das Positive heraus, sprach vom Plan, der 55 Minuten lang aufgegangen sei.

Ohne den kurzfristig ausgefallenen Captain Steve von Bergen gewährten die Young Boys im 3-4-3-System kaum Freiräume. «Aber», und das war der grosse Unterschied zu Basel, «wir waren zu wenig effizient.» Am Ende zählt nun mal das Resultat. Oder wie es Michael Frey sagte: «In der ersten Halbzeit waren wir besser. Wenn du aber 0:3 verlierst, bringt das nichts.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21547428

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 11. August 2016, 11:41 
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«Das Resultat passt nicht zum Spiel»

Der FCB hat die Konkurrenz in der Super League fest im Griff. Die Effizienz beeindruckt auch YB-Trainer Adi Hütter, der in Basel einfach nicht punkten kann.

0:1 und 0:2 hat Adi Hütter mit den Bernern letzte Saison in Basel verloren. Ein 0:3 setzte es am Mittwoch im ersten Aufeinandertreffen in der aktuellen Meisterschaft ab. «Wir spielen hier immer brav mit, aber am Ende des Tages müssen wir die Punkte in Basel lassen», sagt der YB-Trainer, «zum dritten Mal en suite hole ich in Basel keine Punkte.»

Dabei war YB nach dem Sieg gegen Donezk in der Champions-League-Qualifikation und dem deutlichen 4:1-Sieg im Berner Derby letzten Samstag mit viel Moral nach Basel gekommen. Trotz langer Absenzenliste ging der YB-Matchplan knapp 55 Minuten lang wunderbar auf. «Wir haben Basel keinen Zugriff gelassen und haben gut gespielt. Der erste Standard hat uns dann aber das Genick gebrochen», so der Österreicher, der mit der ersten Halbzeit und dem neuen 3-4-3-System zufrieden war. «Leider waren wir zu wenig effizient und Basel ist im Moment an Effizienz nicht zu überbieten.»

Drei Gegentore in 16 Minuten

Ein gute Viertelstunde brauchte nach der Pause Rotblau für die drei Tore zum Schlussresultat. Das war es, was Hütter am Mittwochabend wirklich geärgert hat. «Drei Gegentore in 16 Minuten sind bedeutend zu viel – auch wenn das Resultat nicht zum Spiel passt.» Aufwand und Ertrag standen aus der Sicht des Berner Trainers nicht im Gleichgewicht.

Für YB geht es am Samstag im Schweizer Cup gegen Veltheim weiter, ehe am Dienstag das Hinspiel in der Playoffs zur Champion League in Bern über die Bühne geht. Eine Steigerung bis dahin ist wieder dringend nötig, will YB in die Königsklasse. Hütter hofft, dass sich die Personalsituation in den nächsten Tagen etwas entspannt. Denis Zakaria und Thorsten Schick steigen am Donnerstag ins Mannschaftstraining ein. «Ich hoffe, dass sie bald fit sind.» Zudem werde man in der Vereinsleitung die Köpfe zusammenstecken und noch einmal am Transfermarkt aktiv werden.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/23037888

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 11. August 2016, 11:42 
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Zwei strittige Szenen in Basel

Penaltys für YB? Hätte, wäre, wenn!

Der FC Basel schlägt YB mit 3:0 und zeigt, was pure Effizienz bedeutet.

Die Niederlage der Young Boys in Basel ist alles andere als zwingend. Ganz im Gegenteil. In der ersten Halbzeit trifft Vilotic nur die Latte, in der zweiten werden zwei Top-Möglichkeiten fahrlässig vergeben.

Zudem hätte Schiedsrichter Bieri nach einem Handspiel von Bjarnason und einem Foul von Suchy an Sulejmani Penalty für YB pfeifen können.

Hätte, wäre, wenn. Der FCB erzielt aus wenigen Chancen zwei Tore und provoziert ein Eigengoal. Bereits beim 3:2 gegen Luzern macht die Fischer-Elf keinen überragenden Eindruck, die Punkte nimmt sie trotzdem mit nach Hause.

Und YB-Trainer Adi Hütter? Der spielt am Dienstag gegen Gladbach. Und er muss froh sein, wenn er in den kommenden Wochen nicht plötzlich 13 Punkte Rückstand auf die Basler hat. Wer nach vier Runden bereits sechs Zähler im Hintertreffen liegt, der muss sich ernsthafte Gedanken machen.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 66552.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. August 2016, 13:06 
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Der FCB wie gewohnt gnadenlos effizient

Gedanken zum 3:0 des FC Basel im Spitzenspiel der Super League gegen YB.

Sagt ein FCB-Fan zum Kollegen: «Du, wir werden ja richtiggehend an die Wand gespielt.» Aufgeschnappt in der Halbzeitpause am Verpflegungsstand im St. Jakob-Park.
Sagt FCB-Trainer Urs Fischer: «Ich habe kein Übergewicht von YB gesehen. Wir wurden nicht an die Wand gespielt.» Gehört nach dem Spiel im Mediencenter im St. Jakob-Park.

Wer 3:0 gewinnt wie der FC Basel, hat die Argumente auf seiner Seite. Wer seinen Herausforderer mit einem 3:0 in die Schranken weist, bietet keine Angriffsflächen. Auch dann nicht, wenn er in seinem Heimstadion eine Halbzeit lang keinen Ball auf das gegnerische Tor bringt und erst drei Minuten vor der Pause den ersten vernünftigen Angriff fährt.

Eingespielte Basler

Gleichwohl muss die Frage erlaubt sein: Was war mit dem FCB los? Warum hatte er vergessen, dass der Fussball auch da ist, um das Publikum zu unterhalten? Oder hätten die Basler dies vielleicht schon gerne getan, es aber nicht geschafft, weil der Gegner es nicht zuliess? Was insofern erstaunen würde, als der FCB mit Eder Balanta nur einen Neuen auf dem Platz hatte und eine eingespielte Mannschaft stellte.

Auf der anderen Seite wäre es aber übertrieben gewesen zu sagen, die Young Boys hätten den Meister an die Wand gespielt. Wenn Fischer indes meinte, er habe keine einzige Torchance gesehen, dann hatte er vermutlich gerade weggeschaut, als Marek Suchy für den geschlagenen Tomas Vaclik rettete und später die Torumrandung nach dem Schuss von Milan Vilotic.

«Zuffis 1:0 war der Knackpunkt.»

YB-Trainer Adi Hütter hat recht, wenn er sagt: «Zuffis 1:0 war der Knackpunkt.» Bis zu jenem Zeitpunkt in der 54. Minute hatte sein Team die Partie tatsächlich unter Kontrolle gehabt. Und dies, obwohl es nach dem kurzfristigen Ausfall von Captain Steve von Bergen im ungewohnten 3-4-3-System auftrat.

Wenn Fischer sagt, in der Pause hätte er ein paar Dinge angesprochen und sein Team wäre danach schon mit der ersten Aktion besser geworden, ist das objektiv betrachtet nicht richtig. Bis zum 1:0 schoss Basel auch nach dem Wechsel nicht einmal aufs Tor, im Gegensatz zum YB-ler Yoric Ravet, dessen Volley aus der Distanz aber nicht besonders gefährlich war.

Dass grosse Mannschaften schon oft einen ruhenden Ball benötigt haben, um ein zähes Spiel in ihre Bahnen zu lenken, ist nicht neu. Es zeichnet ein Team auch aus, wenn es einen Spieler wie Luca Zuffi hat, der aus einer ungefährlich scheinenden Position heraus einen Freistossball so schlagen kann, dass daraus ein Tor resultiert. Auch wenn von zwanzig Versuchen vielleicht nur einer reingeht.

Es ist aber schon irgendwie typisch Young Boys, dass ein solcher Schlenzer in einem wegweisenden Spiel den Weg ausgerechnet in ihr Netz findet. Und man muss den Bernern auch vorhalten, dass sie nicht in der Lage waren, auszunützen, dass der FCB vor der Pause schwach wie selten gewesen war.

Dass sie dies nicht konnten, hatte möglicherweise etwas mit den Ausfällen der Leistungsträger Sékou Sanogo und Alexander Gerndt zu tun. Aber: Ausfälle von dieser Qualität hätten die Basler zweifellos viel besser aufgefangen, weil sie in der Breite ein qualitativ deutlich besseres Kader haben. Ein ebenfalls entscheidender Unterschied am Mittwochabend war der Faktor Effizienz. Drei Schüsse der Basler führten zu drei Toren − besser geht es nicht. Das ist Spitzenklasse.


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/aar ... -130482913

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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. August 2016, 13:08 
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FCB-Bonus und YB-Not

Die Young Boys hatten in Basel mal wieder Pech mit Schiedsrichterentscheidungen. Und sie gehen personell am Stock.

Wenn YB nach Basel reist, diskutiert man nachher über Schiedsrichterfehler, die den FCB bevorteilt haben. Das ist keine lokalpatriotische Ansicht, sondern ein Fakt, der sich in den letzten Jahren sehr oft bestätigte. Auch am Mittwoch.

Mindestens zwei, vielleicht drei Elfmeter hätte YB zugesprochen erhalten sollen, die zwei ersten vor der Pause, als es 0:0 stand. Am Ende siegte ein ­lange Zeit wenig überzeugendes Basel 3:0. Und YB-Trainer Adi Hütter sagte: «Wenn man hier gewinnen will, muss man in Führung gehen. Wir hatten Pech mit dem Lattenschuss von Milan Vilotic in der ersten Halbzeit.»

Samstag Cup, dann Gladbach

Auf die Schiedsrichter gingen die vor der Pause starken Young Boys nach der Niederlage nicht gross ein, weil sie nicht als schlechte Verlierer mit Jammermentalität dastehen wollten. So sagt es Fredy Bickel. Am Freitag meint der YB-Sportchef: «Die Schiedsrichter machen das sicher nicht bewusst. Aber es ist einfach so, dass sich der FCB Respekt verdient hat. Und dass wir auch diesmal wieder im Nachteil waren mit den Schiedsrichterentscheidungen.» Bickel drückt sich vorsichtig aus, denn die Frage, ob der FCB einen Bonus bei den Spielleitern geniesse, wird seit Jahren heiss diskutiert. Bickel sagt, er habe am Mittwoch enorm viele Reaktionen erhalten. Die Meinung sei klar: Auch in dieser Saison gebe es kaum ein Basler Spiel ohne strittige Situationen.

Am FCB muss sich YB vorerst nicht orientieren, der Leader ist nach vier Runden schon wieder sechs Punkte entfernt. Morgen wartet auf die Berner die Pflichtaufgabe im Cup beim Winterthurer Traditionsklub SC Veltheim, der nach dem Aufstieg wieder in der 2. Liga spielt und für das Fussballfest gegen YB auf die Schützenwiese disloziert. Adi Hütter wird rotieren müssen, aber nicht zu viel, denn im Pokal verloren die Berner zu oft gegen unterklassige Gegner. Und im ­Fokus stehen bei YB die Cham­pions-League-Playoffs gegen Gladbach. Das Heimspiel am Dienstag wird ausverkauft sein.

Neun Verletzte, kein Budget

Zudem bieten sich Hütter nicht viele Alternativen. Gleich neun Akteure fehlten in Basel verletzt oder angeschlagen. Alexander Gerndt (wohl im November) und Loris Benito (wohl im Januar) kehren erst in einigen Monaten zurück, Sékou Sanogo und Sven Joss müssen noch sechs bis acht Wochen pausieren. Taulant Seferi und Thomas Fekete wiederum sollen im September einsatzbereit sein. Am Donnerstag erstmals wieder im Training standen Zugang Thorsten Schick und Hoffnungsträger Denis Zakaria, der möglicherweise gegen Gladbach im Kader stehen wird.

Captain Steve von Bergen wurde in Basel wegen muskulärer Probleme geschont, noch ist nicht klar, ob er gegen Gladbach spielen kann. «Es ist personell sehr eng», sagt Bickel, der in diesem Sommer kaum Budget für Transfers erhalten hat. Ausgerechnet nun, wo der Klub vor zwei der wichtigsten, grössten Partien der Vereinsgeschichte steht. YB hofft, wenigstens auf den Flügelpositionen, wo die Lage besonders prekär ist, bis Ende Monat einen (preiswerten) Akteur verpflichten zu können.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19711719

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