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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Samstag 31. Oktober 2015, 13:08 
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YB: Mit Geduld zur Leistungskultur

YB muss sich nach dem bitteren Cup-Out aufrappeln. Adi Hütter ist motiviert, den Young Boys ein Erfolgsdenken vermitteln zu können. Der Trainer hat hohe Ansprüche – und tut dem Klub gut.

Auf Facebook fragt am Freitagmorgen einer: «Warum wird man als YB-Fan immer enttäuscht?»

Es ist der Tag nach der 1:3-Heimniederlage im Cupachtelfinal gegen den FC Zürich und der erneuten Enttäuschung für die Young Boys. Innerhalb von vier Tagen haben sie zwei bittere Niederlage erlitten, nach dem 0:1 im Spitzenkampf in Basel folgte das Ausscheiden im Pokal. Zweimal war YB das bessere Team, zweimal lief es unglücklich. Pech? Fehlendes Glück?

Man kann es, wenn man will oder wenn man ein leidenschaftlicher YB-Anhänger ist, genau so sehen. Und einfach weitermachen wie in den letzten Jahren. Als YB oft Pech hatte. Oder kein Glück. Und die wichtigen Spiele nahezu alle verlor.

Zeit in der Vorbereitung

Man kann aber auch, wenn man die Analyse seriös betreibt, der Sache auf den Grund gehen. Das kann unangenehm sein und wurde möglicherweise in den letzten Jahren in der teilweise sehr geschützten Werkstatt Stade de Suisse vernachlässigt.

Darüber ist – auch an dieser Stelle – viel geschrieben und debattiert worden. Adi Hütter, und das ist eine gute Nachricht für YB, interessiert nicht, was in der Vergangenheit war. Er ist nicht einmal ein Schweizer, kennt die zahlreichen Geschichten von veryoungboysten Partien also nicht.

Er sagt am Freitag: «Ich weiss nicht, was früher war. Ich weiss nur, was wir heute wollen.» Und dann meint der YB-Trainer: «Wenn man wichtige Partien gewinnen will, muss man bereit dafür sein.»

Adi Hütter wirkt am Freitag nicht niedergeschlagen und auch nicht müde, obwohl er schlecht geschlafen hat. «Wir stellten uns in der Schlussphase ungeschickt an», sagt er, und weil er auf dem Kunstrasen des Stade de Suisse steht, veranschaulicht er mit ausladenden Gesten und Bewegungen, was seine Akteure falsch machten.

«Aber das Spiel ist vorbei, wir müssen es am Sonntag gegen Zürich besser machen.» Hütter ist, so der erste Eindruck nach ein paar Wochen, keiner, der lamentiert und jammert. Das hebt ihn von anderen rund um YB ab, die hinter jedem halbwegs kritischen Artikel und jeder unglücklichen Situation einen Angriff auf den Verein oder eine Ungerechtigkeit wittern.

Der österreichische Trainer will bei YB eine Leistungskultur etablieren. Er sagt das nicht so direkt, aber deutet an, genau zu beobachten, wer seinen Weg mitgehen und alles für den Erfolg tun wolle. «Wir waren zum Start erfolgreich, nun siegten wir dreimal nicht», sagt Hütter. «Es ist interessant zu sehen, wer sich in welcher Phase wie verhält. Ich verlange sehr viel von den Spielern.»

Grundsätzlich sieht Hütter die Entwicklung bei YB positiv. «Die Spieler haben die Art, wie ich Fussball spielen möchte, verstanden. Nun geht es darum, Dinge zu verfeinern.» In der Vorbereitung auf die Rückrunde wird der Coach endlich genügend Zeit und Möglichkeiten haben, um seine Spielart zu üben. Bis dahin wird Hütter erkannt haben, wer aus Team und Staff bereit für seine Mission ist. «Es geht vor allem um die richtige Mentalität», sagt er.

Der Anspruch bei Red Bull

Man muss wissen, dass Hütter zuletzt bei Red Bull Salzburg arbeitete, wo Titel jedes Jahr erwartet – und realisiert – werden. Hütter holte mit dem vom Dosengiganten alimentierten Klub das Double. «Bei Red Bull ist das Erfolgsdenken zentral», sagt Hütter, «aber die Situation lässt sich nur bedingt mit YB vergleichen.

Red Bull Salzburg ist in Österreich, was der FC Basel in der Schweiz ist.» Die klare Nummer 1 des Landes also, und auf Augenhöhe mit dem FCB möchte Hütter YB hieven. «Ich freue mich auf die Zukunft mit diesem jungen, talentierten Team», sagt der 45-Jährige, «es gibt viel zu tun. Ich mag solche Herausforderungen.»

Er sei keiner, der um den heissen Brei herumrede, erklärt er noch. «Aber», und Hütters Blick Richtung Medienvertreter wird furchteinflössend streng, «aber so ein Projekt benötigt Geduld.»

Und so steht das ambitionierte YB mal wieder vor einem Neuaufbau. Der dynamische Adi Hütter tut den Young Boys sehr gut, das lässt sich festhalten. Die Frage ist bloss, ob der zielstrebige, zackige Fussballlehrer die genügsame Wohlfühloase im Stade de Suisse nicht überfordern wird.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10261355

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Samstag 31. Oktober 2015, 13:19 
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«Ich will bei YB Spuren hinterlassen»

Adi Hütter hat den Ehrgeiz, als Trainer mit den Young Boys Meister zu werden. Allerdings droht den Bernern nach dem Scheitern im Cup fürs Erste eine weitere Saison ohne Titel.

In seinen ersten Wochen als YB-Trainer hat Adi Hütter einiges bewegt. Er sorgte in Bern für neuen Schwung und liess ­attraktiven Fussball spielen. Die Niederlagen in den zwei wegweisenden Spielen im Super-League-Spitzenkampf in Basel (0:1) und im Cup-Achtelfinal gegen den FCZ (1:3) sind nun aber die ersten Dämpfer. Die Wahrscheinlichkeit, dass YB ­unter dem Österreicher in dieser ­Saison den ersten Pokal seit 1987 holt, ist dadurch drastisch gesunken.

Hütter bezeichnet das Scheitern im Cup als «sehr ärgerlich». YB sei aktiver ­gewesen und habe wie schon in Basel mehr für das Spiel getan als der Gegner. Beide Duelle hätten aber aufgezeigt, dass seine Mannschaft in den Schlüsselmomenten noch cleverer auftreten müsse. Trotz der Rückschläge sieht sich der 45-Jährige mit YB auf dem richtigen Weg. Er will an seiner ­offensiven Spielphilosophie festhalten, diese verfeinern und gleichzeitig die ­vielen jungen Spieler weiterentwickeln.

Der Cup ist weg, in der Super League ist der Rückstand mit zwölf Punkten auf den FC Basel gross. Was bleibt den Young Boys noch in dieser Saison?
Es ist noch nicht der Moment, Bilanz zu ­ziehen. Es ist nun sehr wichtig, schnell wieder in die Spur zu finden, also ­wieder zu siegen. Ich bin gespannt, wie das Team reagieren wird. Als Trainer verfolgt man genau, wer wie mit welchen ­Situationen umgeht.

Wie teilen Sie einem Spieler mit, wenn Sie mit ihm unzufrieden sind: direkt, diplomatisch, hart?
Wenn sich einer 90 Minuten reinhängt, dann kann ich ihm nicht böse sein, wenn ihm nicht alles gelingt. Ich habe selber etwa 500 Partien bestritten und kann mich nicht erinnern, dass ich ausnahmslos gut war. Wenn einer schlecht spielt, braucht es nicht zwingend noch den Trainer, der ihm hinterher zusätzlich sagt, wie schlecht er war.

Wann werden Sie unangenehm?
Wenn ich den Eindruck habe, dass die letzte Konsequenz gefehlt hat, die Laufbereitschaft; wenn die taktische Disziplin nicht eingehalten worden ist, wenn einer versucht, sich davor zu drücken, Wege zurückzulegen, wie ich es verlange. Aber ich werde nie persönlich, nie beleidigend, ich kritisiere nie den Menschen, immer nur die Leistung.

Sind die Spieler generell empfänglich für Kritik oder doch empfindlich?
Wir bekommen alle viel lieber Lob. Bei Kritik muss der Spieler versuchen, den Inhalt der Botschaft zu verstehen und Lehren daraus zu ziehen. Als Trainer ­bemühe ich mich, konstruktiv und ­lösungsorientiert zu sein. Nur emotional reagieren, wenn etwas schiefläuft, das setzt sich auf Dauer nicht durch.

Wie ticken Sie als Trainer?
Das sollen andere beurteilen.

Dann anders: Welche Prinzipien haben Sie?
Ohne Disziplin funktioniert nichts. Der Respekt untereinander ist wichtig, das Auftreten der Mannschaft, und erkennbar muss sein, welchen Stil Fussball ­wir spielen.

Wie kommt Ihre Arbeit bei den Spielern an?
Es macht den Spielern Spass, wie wir trainieren, wie wir spielen. Negatives bekam ich jedenfalls noch nicht zu ­hören. Wobei: Würde es einer zu sagen wagen, wenn es ihm nicht gefällt?

Hätten Sie als Spieler Hütter gern den Trainer Hütter gehabt und umgekehrt?
Ja.

Als Spieler verzichteten Sie auf einen Transfer ins Ausland, als Trainer fordern Sie Mut zum Risiko. Das passt nicht ganz zusammen.
Es war im Nachhinein ein Fehler, nicht ins Ausland zu gehen. Ich hätte zu 1860 München wechseln können, befand mich aber in Salzburg in einer Komfortzone, aus der ich nicht hinauswollte. Ich war Captain und hatte meinen ­Status. Was nicht heisst, dass ich nicht hungrig auf Titel war. Erfolg war das Wichtigste, weil es überhaupt nicht ­lustig war, wenn die Leute nach zwei, drei Niederlagen mit den Fingern auf uns ­gezeigt haben.

Gingen Sie tatsächlich den Weg des geringsten Widerstands, wie es Ihr ehemaliger Teamkollege Otto Konrad einmal gesagt hat?
Sein Eindruck hat mich überrascht, und das kann ich so nicht stehen lassen. Als ­Junger habe ich immer mehr investiert als die meisten, ich hatte klare Ziele: ­Nationalspieler werden, Meister werden. Ich erreichte es dank meiner ­Berufsauffassung, dank meiner Ein­stellung zum Fussball. Ich habe mir sehr viel erarbeitet.

Als Trainer gelten Sie als furchtlos. Sie stehen für Offensivfussball ein.
Ich mag Passivität nicht, ich kann vor einem Spiel in Basel nicht ständig sagen: Achtung, die Basler sind so toll. Natürlich sind sie gut, aber wenn ich das zu oft betone, frage ich mich: Mit welchem ­Gefühl geht die Mannschaft ins Spiel? In den bisherigen zwei Duellen gegen Basel haben wir gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Ich würde es schlimmer finden, wenn wir 1:4 verlieren und uns nach dem Match mangelnden Mut vorwerfen lassen müssen.

Ist Ihnen Risikobereitschaft auch wichtig, weil Sie an die Unter­haltung der Zuschauer denken?
Der Zuschauer kommt viel eher wieder ins Stadion, wenn er unterhalten wird, wenn er Tore sieht, eine attraktive Spielweise und nicht bloss einen schmutzigen 1:0-Sieg eines Teams, das nichts anderes getan hat, als sich hinten hineinzustellen. Spektakel hat für mich schon eine Bedeutung.

Sie selber führen an der Seitenlinie kein Spektakel auf.
Das muss auch nicht sein, meine Mannschaft soll im Vordergrund stehen. Wenn die Spieler nach einem Treffer eine Traube bilden und zusammen­ ­jubeln, ist das für mich das schönste Bild. Dann bin ich glücklich. Es muss kein Spieler zu mir rennen und mich umarmen.

Wie wollen Sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden?
Es ist mir wichtig, wie ich gegen aussen wirke. Das soll sachlich, professionell und authentisch sein. Und man soll ­merken, dass ich auf alle Situationen gut vorbereitet bin.

Arbeiten Sie darum mit einem Mediencoach zusammen?
Ja. Man muss sich bewusst sein, welche Wirkung gewisse Worte haben. Wenn man sich von Emotionen leiten lässt, wird man das bereuen. Ich wollte besser werden in Interviews, mir ist es wichtig, ein gutes Bild abzugeben. Man kann so reden, dass der Zuschauer zu Hause den Fernseher ausschaltet, weil es zu schwammig ist oder zu geschwätzig. Ich möchte Botschaften platzieren und nicht so reden, dass der Journalist Dinge interpretiert, die ich so nicht gemeint habe.

Getrauen Sie sich zu sagen: «Wir wollen mit YB Meister werden»?
Sicher. Zweiter sind hier viele andere vor mir auch schon geworden. Herbert von Karajan hat einmal gesagt: «Wer all seine Ziel erreicht, hat sie zu niedrig ­gewählt.» Diese Meinung teile ich. Ich setze sehr hohe Ziele, dann sind Konzentration und Antrieb grösser. Ich bin auch schon gescheitert, aber das Scheitern hat mich weitergebracht.

Den Bernern sagt man ausgeprägte Gemütlichkeit nach. Haben Sie das auch schon festgestellt?
Gehört habe ich davon, aber Gemütlichkeit und Genügsamkeit, das habe ich bis jetzt nicht festgestellt. Die Burschen sind noch gewissen Leistungsschwankungen unterworfen. Sie müssen einfach wissen: Der Weg zu einem positiven Ergebnis ist immer die Leistung. Wenn wir fünf Mal schlecht spielen, ­gewinnen wir nicht fünf Mal. Wenn wir fünf Mal gut spielen, ist die Chance gross, mehrheitlich zu siegen.

Wie wichtig ist Ihnen Harmonie?
Sie soll vorhanden, aber nicht übertrieben gross sein. YB darf keine Wohlfühloase sein. Die Jungen sollen sich nicht zufrieden geben damit, das YB-­Trikot zu tragen, sie müssen alles tun, um einmal zum richtigen Zeitpunkt in die Bundesliga wechseln zu können. Profi sein heisst, dass ich mich nicht nur gegen den Gegner durchsetze, sondern auch gegen den Konkurrenten auf ­meiner Position im eigenen Team.

Und Sie als Trainer haben auch die Ambition weiterzukommen.
YB ist eine ganz tolle Station, ich fühle mich wohl im Verein in Bern, mir gefällt die Mannschaft, ich bin gern ihr Trainer. Aber: Ich will etwas gewinnen. Ich sage immer, dass ich hier Spuren hinterlassen will. Und ich will, anders als zu meiner Spielerzeit, Chancen packen, wenn ich aufsteigen kann. Es soll über mich nicht gesagt werden: Ah ja, der Hütter war auch mal Trainer hier. Nein, es soll heissen: Ja, genau, der Hütter war mal hier. Und hat mit den Young Boys etwas erreicht.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ic ... y/21173448

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Sonntag 1. November 2015, 11:29 
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Adi Hütter lernt das bekannte YB-Problem doch noch kennen

Adi Hütter legte als Trainer bei den Young Boys einen Traumstart hin. Doch mittlerweile ist auch der Österreicher auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden und steht plötzlich vor einem Trümmerhaufen.

Eine knappe Stunde nach dem Abpfiff spricht Adi Hütter einen bemerkenswerten Satz: «Es geht in dieser Saison darum, die Mannschaft so vorzubereiten, damit sie ganz vorne mitspielen kann.» Nach dem Out in der Europa-League-Qualifikation gegen Karabach unter Interimstrainer Harald Gämperle sind die Young Boys am Donnerstagabend nach einer 1:3-Heimniederlage gegen den FCZ auch aus dem Schweizer Cup ausgeschieden. Und weil sie in der Super League vor der 14. Runde schon zwölf Punkte hinter dem Leader FC Basel liegen, geht es für YB in der Meisterschaft «nur» noch darum, sich für einen Europacupplatz zu qualifizieren.

Nach einem Blitzstart mit fünf Siegen gegen Vaduz, Chiasso, Basel, Thun und GC muss Trainer Hütter nach zweimonatiger Tätigkeit bei YB zur Kenntnis nehmen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. «Ich bin schwer enttäuscht», sagte der Österreicher nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg. Einem 1:1 in Vaduz war die folgenschwere Niederlage in Basel gefolgt, die zur Konsequenz hatte, dass Hütter sich nun weigert, weiter vom Angriff auf den FCB und dem Meistertitel zu sprechen.

Sehnsucht nach einem Titel

Und nach dem Ausscheiden im Cup liegt die Saison für YB schon fast in Trümmern, kann der Dreijahresplan von Fredy Bickel nicht mehr aufgehen. Der Sportchef hatte vor gut drei Jahren bei seinem Amtsantritt in Bern das Ziel ausgegeben, bis 2016 einen Pokal nach Bern zu holen. Auf einen Titel wartet Gelb-Schwarz seit dem Cupsieg 1987.

Hütter ist kein Träumer. Vermutlich ist er selber überrascht gewesen, wie fulminant er ergebnismässig an seinem neuen Arbeitsplatz gestartet ist. Denn normal ist es nicht, dass eine Mannschaft mitten in einer Saison auf einen neuen Spielstil setzt und die Resultate sofort stimmen. «Ein solches Projekt braucht Zeit und Geduld», sagt Hütter über seinen Balleroberungsfussball.

«Ich bin mir bewusst, dass es Rückschläge gibt, wenn man so ganz anders spielen will. In einer solchen Phase sind wir jetzt.» Wenn Hütter die verbleibenden 23 Super-League-Partien quasi zur Vorbereitung auf die Saison 16/17 erklärt, hat dies nichts mit Resignation zu tun, sondern vielmehr mit dem Sinn für die Realität. Er weiss, dass besonders seine vielen jungen Spieler noch starken Schwankungen unterworfen sind.

Verbesserungspotenzial bei der Mentalität

«Es gilt, aus den beiden Niederlagen zu lernen», sagt Hütter. Aus jener in Basel zum Beispiel, dass ein bereits verwarnter Spieler wie Grégory Wüthrich den Goalie nicht so ungestüm angehen darf, dass er danach vom Platz fliegt. Aus jener gegen den FCZ etwa, dass sein Team auch bei einem mehrminütigen Unterbruch wie bei der Verletzung des Zürcher Keepers Favre fokussiert bleibt, nicht mehr völlig den Faden verliert und dem Gegner sogar noch zwei Treffer zugesteht.

Wie lernfähig seine Spieler sind, können sie heute Nachmittag im Stade de Suisse zeigen, wenn sie erneut auf den FCZ treffen, diesmal in der Liga. Unter erschwerten Bedingungen, weil mit Steve von Bergen (verletzt), Milan Vilotic und Wüthrich (beide gesperrt) gleich drei Innenverteidiger ausfallen. «Auch wenn wir nicht mehr vom Titel sprechen: Wir geben nicht auf und wollen jedes Spiel gewinnen», will Hütter eine Reaktion sehen.

Denn der 45-Jährige hat nach der Schlappe noch einen zweiten bedeutsamen Satz gesprochen: «Ich habe gesehen, wie meine Spieler arg enttäuscht waren nach dem erneuten Rückstand, und ich habe den hundertprozentigen Willen vermisst, das Spiel noch zu drehen. Diese Mentalität hat mir nicht gefallen.» Erstmals hatte am Donnerstag auch Hütter Bekanntschaft mit dem Problem von YB gemacht, das die Berner im Prinzip seit 1987 zu lösen versuchen.


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -129694093

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Samstag 7. November 2015, 10:52 
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Umbauen mit Adi Hütter

Der «Bund» greift die offenen Personalien bei den Young Boys auf und zeigt, wie die Mannschaft in der Saison 2016/17 aussehen könnte.

Beginnt irgendwo ein neuer Trainer, werden die Karten automatisch neu ­gemischt. Wenn er wie Adi Hütter klare Vorstellungen hat, welchen Fussball er spielen will, führt das in der Regel zu grösseren Einschnitten beim Kader. Die ersten ­Mutationen sind bereits während der ­Winterpause zu erwarten – nur schon, um das 26-köpfige Kader etwas zu entschlacken nach dem frühzeitigen Ausscheiden in der Europa League und dem Scheitern im Cup-Achtelfinal gegen den FC Zürich.

Bekannt sind die Abwanderungs­gelüste von Renato Steffen, der sich seit mehreren Monaten ziert, seinen Ende Saison auslaufenden Vertrag zu verlängern. Da Steffens Berater sich in den Kopf gesetzt hat, seinen Schützling spätestens nächsten Sommer in einer grösseren Liga unterzubringen, hält YB seit ­einiger Zeit Ausschau nach einem Nachfolger für den Neu-Nationalspieler. Dieser soll schon auf die Rückrunde hin ­verpflichtet werden, wenn Steffen weiterhin auf stur stellt. Sportchef Fredy Bickel hat die ­Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass sich der 24-jährige ­Aargauer die ­Sache nochmals überlegt: «Der Spieler selber ist nicht abgeneigt, bei YB zu bleiben. Doch sein Agent hat andere Pläne.»

Beim Trio Milan Vilotic, Sékou Sanogo und Yvon Mvogo ist eine baldige Luftveränderung nicht ausgeschlossen. Sollte es im Winter konkrete Angebote für einen dieser Spieler geben, werde man diese prüfen, sagt Bickel. Von ­einem Teil-Ausverkauf könne aber keine Rede sein. «Wir werden sicher nicht von uns aus aktiv.»

Afum, Gonzalez, Rochat

Keine Rolle in der Zukunftsplanung von YB spielen Samuel Afum, Alexander Gonzalez und Alain Rochat, deren Verträge Ende Saison allesamt auslaufen. Afum ist einer der grössten Fehlgriffe, den die Berner in der jüngeren Vergangenheit getan haben. Der Ghanaer mag schnell sein, doch ihm mangelt es an taktischem Verständnis und an Durchsetzungskraft. Bei Gonzalez dürften die spieltaktischen Mängel der Hauptgrund sein, weshalb er bei Coach Adi Hütter ausser Traktanden gefallen ist. «Afum und Gonzalez sind beide verständlicherweise nicht glücklich mit der jetzigen ­Situation und lassen den Markt sondieren», erklärt Bickel. Aus monetären Überlegungen dürfte er schon zufrieden sein, wenn sich im Januar jemand findet für ein Leihgeschäft.

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Ein weiterer Kandidat für ein Leih­geschäft ist Haris Tabakovic, sollte er in den verbleibenden Spielen vor Weihnachten nicht wider Erwarten noch ­kräftig Eigenwerbung betreiben. In der Rückrunde wird nämlich der an den ­Adduktoren operierte Guillaume Hoarau wieder mittun können. Die Stürmerhierarchie wird dann lauten: Hoarau, Gerndt, Kubo, Tabakovic.

Was macht Gerndt?

Noch nicht geklärt ist, wohin Alexander Gerndts Weg führt im nächsten Sommer. Eigentlich müsste man meinen, die ­Vertragsverlängerung mit dem pflegeleichten Schweden sei Form­sache. Doch seine Verletzungsgeschichte (Fussgelenk) ermahnt die sportliche Führung zur Vorsicht. In Absprache mit Coach Adi Hütter sei beschlossen worden, erst nach Abschluss der Vorrunde mit Gerndt über die Zukunft zu diskutieren. Ein ­Vertrauensbeweis seitens des Arbeit­gebers tönt anders. Und da Gerndts Kinder aus erster Ehe in Schweden leben, ist eine baldige Rückkehr in die Heimat eine Option.

Bleiben noch der 29-jährige Scott ­Sutter und der 32-jährige Raphaël Nuzzolo, die beide in der Hierarchie nach hinten gerutscht sind in der laufenden Saison und nur noch Ergänzungs­rollen zugeteilt erhalten. Es würde nicht sonderlich erstaunen, wenn Nuzzolo trotz Vertrag bis 2017 schon auf die nächste Saison hin zu seiner alten Liebe Neuchâtel Xamax zurückkehrt. Sutter könnte für einige Super-League-Clubs ein interessanter Spieler sein.

http://www.derbund.ch/sport/fussball/Um ... y/29249907

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 11. November 2015, 20:10 
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Hütters Casting

Trainer Adi Hütter wird bis zum nächsten Sommer umfassende Umbauarbeiten am YB-Kader vornehmen. Noch ist bei einigen Akteuren offen, ob sie eine Zukunft bei den Young Boys haben.

26 Spieler stehen im YB-Kader, das in den nächsten Monaten erheblich verändert werden dürfte. Trainer Adi Hütter, seit knapp zwei Monaten im Amt, schaut, pröbelt, bewertet, zieht Schlüsse. «Jeder hat die Chance, sich zu zeigen», sagt Hütter, «und irgendwann werde ich entscheiden, wer unseren Weg weitergeht und zu unserer Spielweise passt.»

Sechs Spielerverträge laufen bei YB Ende Saison aus. Routinier Alain Rochat, der für diese Saison überraschend noch einen Kontrakt erhielt, steht auf der Kippe, obwohl er ein dankbarer, vielseitiger Defensivspieler ist.

Die Offensivkräfte Samuel Afum und Alexander Gonzalez wiederum haben keine Zukunft in Bern, beide dürften schon im Winter gehen, falls sie einen neuen Arbeitgeber finden. Afum setzte sich bei YB nie durch, der wirblige Gonzalez besitzt Talent, lässt aber taktisches Verständnis und Trainingsfleiss vermissen.

Fragezeichen zu 2 Stürmern

Komplizierter liegt der Fall bei Haris Tabakovic. Der 21-Jährige ist ein Sturmtalent, das seinen Torjägerinstinkt schon oft unter Beweis gestellt hat, in unteren Ligen oder in der U-21-Nationalmannschaft, selten aber bei YB im ersten Team.

Die Frage ist, ob Hütter auf den Angreifer setzt. Vermutlich wollen die Young Boys Tabakovic nicht verlieren – und könnten mit ihm verlängern, um ihm dann noch einmal ein Jahr Spielpraxis bei einem kleineren Klub zu verschaffen.

Kämpfen muss YB derweil um zwei Stammspieler. Mit Stürmer Alexander Gerndt werde die Situation «zeitnah» angeschaut, sagt Fredy Bickel. Der Sportchef outet sich als «Fan» des 29-jährigen Gerndt, der hart arbeitet, aber irgendwann noch einmal in seiner Heimat Schweden spielen möchte. «Ich will Gerndt halten», sagt Bickel, «aber wir werden alles genau mit dem Trainer anschauen.»

Bei Renato Steffen schliesslich hat sich die Ausgangslage nicht verändert. Seit März versucht ­Bickel, mit dem Flügelspieler zu verlängern. Die Berater Steffens stellen sich quer, während der Spieler mittlerweile realisiert haben dürfte, dass die unklare Situation seiner Leistung nicht förderlich ist. «Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass er bald unterschreibt», sagt Bickel.

Offenbar geht der Sportchef bis an die Grenzen, um mit Klauseln bezüglich festgeschriebener Ablösesumme ein für Steffen interessantes Paket zu schnüren.

Ravet für Steffen?

Gibt es mit Steffen bis Weihnachten keine Einigung, will YB den Akteur in der Winterpause verkaufen, um zumindest noch eine geringe Ablösesumme zu erhalten. Verhindern Steffen und seine Berater einen Transfer, müsste der Dribbler die Rückrunde wohl auf der Tribüne verbringen – und könnte damit die Teilnahme an der Euro 2016 vergessen.

Verlässt Steffen die Young Boys im Winter, würde der Klub, wie Bickel sagt, einen «starken Ersatz» verpflichten. Im Sommer wurden Yannis Tafer (St. Gallen) und Jakob Jantscher (Luzern) als Zugänge gehandelt – nun gilt der 26-jährige Yoric Ravet (7 Tore und 6 Assists in 15 Einsätzen ) von GC als Topkandidat. Zumal die Grasshoppers auf Transfereinnahmen angewiesen sind.

Die Talente sollen bleiben

In den nächsten zwei Jahren wird auch YB mit Spielerverkäufen wieder Geld einnehmen. Vorerst ist allerdings nicht davon auszugehen, dass zum Beispiel das europaweit sehr begehrte Tor­hütertalent Yvon Mvogo bereits geht – er bleibt vielleicht sogar bis Sommer 2017.

Andere wie Sékou Sanogo und Milan Vilotic, Loris Benito und Miralem Sulejmani sind ebenfalls mögliche Verkaufskandidaten, dürften aber gehalten werden, zumal das YB-Kader eine verheissungsvolle Zukunft hat. Auch deshalb sollen die jungen Florent Hadergjonaj, Denis Zakaria, Leonardo Bertone und Yuya Kubo bei den Young Boys weiter reifen.

Es ist davon auszugehen, dass YB im Sommer wieder – wie zuletzt fast Halbjahr für Halbjahr – einen hochkarätigen Zugang präsentieren wird. Auf welcher Position, hängt auch davon ab, wer gehen möchte.

Scott Sutter dürfte mit seiner Reservistenrolle ebenso wenig zufrieden sein wie Raphael Nuzzolo, Jan Lecjaks und Milan Gajic. Nuzzolo könnte seine Karriere bei Xamax beenden und Lecjaks ins Ausland wechseln.

Und neben Tabakovic gibt es weitere Talente wie Miguel Cas­troman, die als Leihgabe Spielpraxis bei einem anderen Verein sammeln könnten.

Sportchef Bickel dürfte also zusammen mit Trainer Hütter in den nächsten Monaten umfassende Umbauarbeiten bei YB vornehmen. Noch hat jeder Akteur die Möglichkeit, sich im Casting von seiner besten Seite zu zeigen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16885754

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Dienstag 24. November 2015, 09:31 
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Problemkinder und Konkurrenzkampf

Basel und YB misten aus!

Basel ist zwar klarer Leader. Doch zuletzt wurden die FCB-Flügel gestutzt. Und YB kommt mittlerweile auch unter Adi Hütter nicht mehr vom Fleck. Im Winter wird ausgemistet. In beiden Klubs.

Sorgen macht man sich beim Leader nicht. Nach Aussen jedenfalls nicht. Auch nicht nach der ersten Doppel-Pleite seit 2012.

Trotzdem ist offensichtlich: Der FCB-Höhenflug ist gestoppt. Auffälligstes Beispiel: Yoichiro Kakitani. Seit seiner Verletzung zum Saisonstart spielt der Japaner unter Trainer Urs Fischer keine Rolle mehr.

Auch gegen St. Gallen stand er nicht im Aufgebot. In den letzten sechs Liga-Spielen kommt der 25-Jährige auf...0 Einsatzminuten! Entsprechend unzufrieden sind auch die FCB-Bosse mit der Kaki-Situation.

Monatelang hatten sie sich um den Flügelspieler bemüht, ihn mit einem Vertrag bis 2018 gelockt. Sportdirektor Georg Heitz: «Selbstverständlich ist ein Spieler mit seinem Renommee nicht zufrieden, wenn er nicht spielt.»

Entsprechend machen sich sowohl Kakitani als auch die FCB-Bosse ihre Gedanken. Möglich, dass das japanische Experiment im Winter beendet wird und Kakitani in seine Heimat zurückkehrt.

Ungeliebt fühlt sich auch Shkelzen Gashi seit Fischer übernommen hat. Ohne Vertrauen keine Tore. Drei schoss der sensible Goalgetter bisher. Und das nachdem er die letzten beiden Saisons die Torjägerkanone holte.

Eine Auszeichnung, die Fischer nicht zu interessieren scheint, im Ausland (vor allem in Italien und Deutschland) aber nicht vergessen ging. «Für ihn gibt es selbstverständlich Interessenten», sagt Heitz.

Sollte aus dem Interesse im Winter etwas Konkretes werden: Gashi würde über einen Wechsel nachdenken. Der FCB wird ihm keine Steine in den Weg legen. Die FCB-Bosse wissen: Aus den beiden Ex-FCZlern Fischer und Gashi wird keine himmlische Beziehung mehr.

Brutaler Konkurrenzkampf bei YB

Zwei Dinge sind Voraussetzung für den Fussball, der Adi Hütter vorschwebt: Die Spieler müssen körperlich enorm fit sein für das hohe Pressing. Und technisch begabt, um beim Umschaltspiel keine Zeit zu verlieren.

Deshalb will Hütter nach Abschluss der Vorrunde eine «knallharte Analyse» vornehmen: «Ziel ist ein offener Konkurrenzkampf auf jeder Position. Es geht da um Spieler, die den Weg mitgehen können – oder eben nicht.» Als Trainer wolle er das Spiel von YB besser machen. «Nun will ich herausfinden, mit welchen Spielern ich das kann.» Einiges hat er bereits herausgefunden.

Gar keine Rolle mehr spielt Alex Gonzalez. Der Venezolaner trainiert nicht mehr mit letzter Motivation. Auch Samuel Afum soll im Winter abgegeben werden. Nicht zufrieden ist Hütter mit den Leistungen von Raphael Nuzzolo. Der Neuenburger hat seinen Stammplatz an Miralem Sulejmani verloren. Und ein Nuzzolo als Dauer-Ersatzspieler macht wenig Sinn. Kein Wunder kursiert in diesem Zusammenhang bereits der Name Xamax. Auch Scott Sutter ist auf dem Abstellgleis. Und gegen Sion sass auch Jan Lecjaks auf der Tribüne.

Dafür stand Alain Rochat gegen Sion in der Startaufstellung – für Milan Vilotic. Hütter mochte den Entscheid nicht kommentieren: «Rochat und Grégory Wüthrich haben ihre Sache sehr gut gemacht.»

Kein Thema bei YB ist eine leihweise Rückkehr von Michi Frey (Lille). Weil Guillaume Hoarau für den Rückrundenstart wieder zu hundert Prozent fit sein sollte.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 87204.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 6. Dezember 2015, 23:45 
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Der Trainer als rarer Lichtblick

In Bern ruhen die Hoffnungen der Young Boys nach der verpatzten Vorrunde auf Adi Hütter.

«Advent, Advent, kaum ein Lichtlein brennt.» Diese leicht modifizierte Version des bekannten Kinderversleins passt zur Situation mit der sich die Young Boys in die Weihnachtspause verabschiedet haben. Die Lichtlein, die am Ende der ersten Saisonhälfte noch brennen, züngeln so schwach, dass berechtige Zweifel bestehen, ob 2016 und insbesondere in der nächsten Spielzeit wirklich alles besser wird. So wie es das Umfeld bei YB hofft und verspricht.

Wer bei der Aufarbeitung der Vorrunde auf die nackten Zahlen abstellt, kommt nämlich zur Erkenntis, dass die Berner im Vergleich zum Jahresabschluss 2014 gar schlechter dastehen. 33 Punkte hatte die Mannschaft damals auf dem Konto, nur 28 sind es diesmal. Letzte Saison überwinterte YB in der Europa League, diesmal hatte es nicht einmal in die Gruppenphase gereicht. Und im Cup überstand man diesmal zwar zwei Runden statt nur eine. Am Fazit, dass YB in diesem Wettbewerb einmal mehr viel früher als geplant scheiterte, ändert das aber nichts.

Fredy Bickel bestreitet vehement, dass die erste Saisonhälfte gar ein Rückschritt in der Entwicklung war, wie es diese Zahlen dokumentieren. Den Vorwurf, dass YB alle seine Ziele verpasst hat, lässt der Sportchef zwar gelten. Die ungenügenden Resultate und Statistiken sind für Bickel aber nur ein Teil der Realität. Er ist überzeugt, dass YB auf verschiedenen Ebenen erneut Fortschritte gemacht hat und dass inzwischen so gut gesät ist, dass diese Saat jetzt nur noch gute Pflege braucht, bis sie in Form sportlichen Erfolges aufgeht.

Die Jungen als Pluspunkt

YB hat gesät, das stimmt. Wie der Club auf junge Spieler setzt, diese integriert und fördert, ist vorbildlich. In dieser Beziehung gelten die Berner inzwischen gar als Vorzeigebeispiel der Liga. Die Verpflichtung von Denis Zakaria war ein Volltreffer, die eigenen Talente wie Mvogo, Hadergjonaj, Bertone und Wüthrich haben sich in der Super League weiter etabliert und sind kaum mehr aus dem Team wegzudenken.

Den sportlichen Erfolg garantieren die Jungen allein aber nicht. Dafür braucht es mehr, viel mehr. Beispielsweise Konstanz. Davon sind die Young Boys auch nach der Vorrunde 2015/16 weit entfernt. Zuerst 3 Runden ohne Sieg, dann 8 Runden mit sechs Siegen und dann wieder 7 Runden mit nur einem Sieg – volatiler geht es fast nicht. Wenn YB ein Spitzenteam sein will, muss auch die Abhängigkeit vom Kunstrasen abnehmen. Im Stade de Suisse holten die Berner 18 ihrer 28 Punkte, dort lieferten sie spektakuläre Spiele wie beim 4:3 gegen Basel oder beim 3:1 gegen GC.

Wie entscheidend die Unterlage ist, zeigt auch der Umstand, dass YB einen der beiden Auswärtssiege – das 1:0 in Thun – auf künstlichem Parkett sicherstellte. Auf Naturrasen dagegen ist die Bilanz mit 7 Punkten aus 8 Spielen erschreckend. YB daheim und YB auswärts: Das waren in der Vorrunde zwei verschiedene Mannschaften. Als jüngstes Beispiel dienen die letzten Spiele gegen St. Gallen und Luzern: Einmal mit einem Hauch von Brillanz, einmal lust- und konzeptlos.

Zusammengefasst: Es gibt am Ende dieses Jahres nur wenige Lichtschimmer, die darauf hindeuten, dass YB bald reif für den so ersehnten Titel ist.

Hütters Versprechen

Einer ist Adi Hütter, der in Bern mit seiner Kompetenz und seiner positiven Art als Hoffnungsträger gilt. Er hat angekündigt, dass er mit seiner Mannschaft im Frühling und dann vor allem in der neuen Saison «durchstarten» will. Der neue Trainer hat in seinen ersten drei Monaten in Bern primär das Erbe von Uli Forte verwaltet und diese Zeit zur Sichtung des Kaders genutzt.

Seine Bilanz mit 19 Punkten aus 11 Spielen ist unter diesen Umständen ansprechend. Für den Österreicher beginnt seine Arbeit bei YB erst 2016, das hat er stets betont. Wenn das Team seinen Wünschen entspricht, wenn er in der Vorbereitung seine Ideen vertieft einbringen kann. Erst dann will er sich für seine Arbeit messen lassen. Ob es Hütter gelingt, das züngelnde YB-Lichtlein richtig zu entflammen? Der Advent ist die Zeit der Hoffnung.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/13598470

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 Beitrag Verfasst: Montag 7. Dezember 2015, 11:50 
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Zuversicht trotz einer Vorrunde im Regen

YB blickt auf ein enttäuschendes Jahr zurück. Trainer Adi Hütter ist aber überzeugt, einen Weg zu finden, um mit den Young Boys ab 2016 Erfolg zu haben.

Adi Hütter fuhr gestern direkt von der Weihnachtsfeier der Young Boys im Hotel Ambassador in die Ferien, weil die Fahrt nach Österreich am Sonntag angenehmer ist als am Montag – und weil er seine Tochter seit über drei Wochen nicht gesehen hat.

Am 4. Januar wird der YB-Coach seine Akteure zum Trainingsstart vor der Rückrunde wieder besammeln, seine Ferien ab heute werden aber nicht so lange dauern. «Wir haben einiges zu tun», sagt Hütter am Sonntag, «ich werde ein paar Tage mit der Familie geniessen und Ski fahren. Aber dann gilt es, unsere Kaderplanung voranzutreiben.»

Zwei prominente «Zugänge»

Auf Hütter und seine Mitstreiter wartet viel Arbeit. Die ernüchternde 1:3-Niederlage am Samstagabend in Luzern bildete den passenden Abschluss unter ein enttäuschendes Jahr 2015. Satte 15 Punkte liegt YB nach der Vorrunde hinter Rivale Basel, den die Young Boys angreifen wollten.

«Meine Bilanz der knapp drei Monate hier ist durchzogen», sagt Hütter, «ich kann und will nicht zufrieden sein.» Nach dem tollen Start mit fünf Siegen in Serie lernte er die YB-Genügsamkeit kennen, die der Österreicher als «Selbstzufriedenheit» bezeichnet. «Mir fehlte danach im Team die absolute Gier, weiter gewinnen zu wollen.»

Adi Hütter wirkt trotz zuletzt schwierigen Wochen motiviert. «Ich werde die Spieler noch besser kennen lernen. Und es ist nicht so, dass wir Partien veryoungboyst haben, wie man hier ja sagt.» In Basel könne man verlieren, auch die Niederlage bei einem starken Luzern sei keine Peinlichkeit («es war das einzige Spiel, in dem der Gegner besser war»), einzig den Cupachtelfinal zu Hause gegen Zürich habe man «vergeigt». Aber es gehe weiter, sagt Hütter. «Wir werden unseren Weg finden und personelle Veränderungen vornehmen.»

Im Januar werden Torjäger Guillaume Hoarau und Abwehrchef Steve von Bergen nach langer Verletzungspause wieder voll belastbar sein. Hütter nennt die zwei Leistungsträger «Zugänge», weil er ja noch kaum mit ihnen arbeiten konnte, und erklärt, es werde Abgänge geben. «Aber alle Spieler haben Verträge bei uns. Es gilt, Lösungen mit den Burschen zu finden.»

Die Offensivkräfte Alexander Gonzalez und Samuel Afum haben keine Zukunft bei ihm, auch Linksverteidiger Jan Lecjaks, der sich bei YB nie richtig durchgesetzt habe, wie Hütter sagt, dürfte sich nach einem neuen Klub umsehen – zudem sind die Routiniers Raphael Nuzzolo und Milan Gajic bestenfalls noch zweite Wahl.

Die vielen jungen Spieler

In den nächsten Tagen wird sich auch die Zukunft Renato Steffens klären. Der Nationalspieler dürfte YB bekanntlich im Winter Richtung Basel (oder Bundesliga) verlassen – oder den Ende Saison auslaufenden Vertrag vorzeitig verlängern, woran bei den Young Boys aber kaum noch einer glaubt.

«Falls er geht, benötigen wir einen starken Ersatz», sagt Hütter. Und: «Wir sind vorbereitet.» Weil Yuya Kubo den gesamten Januar mit der japanischen Olympiaauswahl verbringen wird, könnten die Young Boys laut Hütter auch im Sturm noch einen Akteur verpflichten. «Und ich bin sicher, dass die vielen jungen, talentierten Spieler nächstes Jahr weitere Fortschritte erzielen.» Mit dem teuren Abwehrspieler Milan Vilotic plant Hütter, obwohl er den Serben zuletzt auf die Bank setzte. «Er muss sich steigern und an sich arbeiten», sagt er, «denn Alain Rochat ist ein Innenverteidiger, der stark trainiert und eine gute Angriffsauslösung besitzt.»

In der Rückrunde will Hütter Rang 2 erobern und damit die Champions-League-Qualifikation erreichen. «GC verlor am Sonntag in Lugano», sagt er, «umso ärgerlicher ist unsere Niederlage in Luzern. Aber wir spielen gleich im ersten Rückrundenspiel zu Hause gegen GC. Da können wir den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen.»

Es sei noch zu früh dazu, bereits über Zielsetzungen ab Sommer 2016 zu sprechen. «Ich will YB ein neues Gesicht geben», sagt Hütter, «wir haben hier viele fähige Leute im Verein und ein gutes Fundament. Auch wenn das jeder Trainer sagt, so bin ich doch davon überzeugt, dass hier etwas am Entstehen ist. Die Leute warten in Bern seit fast 30 Jahren auf einen Titel. Das ist viel zu lange.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24142378

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Dezember 2015, 23:42 
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Renato Steffen verlängert Vertrag bei YB nicht

Renato Steffen will seinen Vertrag bei den BSC Young Boys nicht verlängern. Wann genau er YB verlassen wird, ist noch unklar.

Der YB-Spieler Renato Steffen hat sich definitiv gegen die Young Boys entschieden: Er habe Sportchef Fredy Bickel mitgeteilt, dass er den am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde, wie YB am Montag mitteilt. Für die sportliche Führung sei somit klar, dass Steffen in der Rückrunde keine tragende Rolle mehr übernehmen werde. Ob sich die Wege bereits im Winter oder im Sommer trennen werden, steht noch nicht fest.

Samuel Afum und Alexander Gonzalez, deren Verträge im Sommer ebenfalls auslaufen, würden in den Planungen der Young Boys ab sofort ebenfalls keine Rolle mehr spielen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Neuer Goalie-Trainer

Auch auf dem Posten des Goalie-Trainers kommt es zu Veränderungen. Stefan Knutti, bisher Gesamtverantwortlicher aller YB-Torhüter, gehört ab Januar als Goalie-Trainer dem Trainerstaff von Adi Hütter an. Paolo Collaviti wird sich laut Mitteilung künftig um die Nachwuchs-Torhüter kümmern.

Die Young Boys nehmen das Fussballjahr 2016 mit dem ersten Training am 4. Januar in Angriff. Vom 13. bis 24. Januar wird die Mannschaft in Belek im Trainingslager sein und in der Türkei drei Testspiele austragen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14225480

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2015/2016
 Beitrag Verfasst: Dienstag 8. Dezember 2015, 23:43 
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Ein paar Hochs und viele Tiefs – die YB-Hinrunde in Bildern

Ein harziger Start, zwei verpasste Saisonziele, ein Trainerwechsel und attraktiver Pressingfussball: Das war die erste YB-Saisonhälfte 2015/16. Klicken Sie sich nochmals durch die bisherigen Saisonhöhe- und Tiefpunkte.

Die Super League zieht sich in die Winterpause zurück. Zeit, einen kurzen Rückblick auf die erste Saisonhälfte der Young Boys zu werfen, die sich nach den üblichen Ups & Downs auf dem komfortablen 3. Platz installiert haben.

Auch in dieser ersten Saisonhälfte hat die YB-Wundertüte nicht enttäuscht. Da war alles drin, was die Emotionen hochgehen lässt: ein harziger Start trotz selten hohen Erwartungen, bereits zwei von drei verpassten Saisonzielen, eine umstrittene Trainerabsetzung, eine überraschende Ernennung, hochattraktiver Pressingfussball und natürlich: ein spektakulärer und hochverdienter Sieg gegen Erzrivale Basel.

Aber auch neben dem Rasen gabs viel Gesprächsstoff: Ist Fredy Bickel noch der richtige Sportchef? Uli Fortes für Stirnrunzeln sorgendes Motto «Enjoy!» vor dem Champions-League-Playoff-Spiel gegen Monaco oder die Causa Steffen.

Klicken Sie sich hier nochmals durch die Höhe- und Tiefpunkte der vergangenen fünf YB-Monate. Viel Spass!


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11704524

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