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 Beitrag Verfasst: Montag 23. März 2015, 10:09 
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YB gewinnt Spitzenkampf dank Hoarau

In einem einseitigen Spiel kommt YB gegen den FC Zürich zu einem ungefährdeten 3:0-Erfolg. Chikhaoui muss kurz vor der Pause mit Rot vom Platz.

YB-Trainer Uli Forte hatte vor der Partie gegen Zürich vom "wichtigsten Spiel der Saison" gesprochen. Und seiner Mannschaft schien von der ersten Minute der Partie an bewusst zu sein, um was es gegen den FCZ geht, berechtigt der zweite Platz am Saisonende doch zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation. Dank dem Sieg wahrten sich die Berner zudem die minimale Chance, den mit sieben Punkten Vorsprung führenden Leader Basel doch noch in Bedrängnis zu bringen.

Die Young Boys drückten von Beginn an dem Spiel vor gut 18'000 Zuschauern im Stade de Suisse ihren Stempel auf und lagen bereits nach zwölf Minuten 1:0 in Führung. Nachdem der Zürcher Verteidiger Philippe Koch den Abschlussversuch von Alexander Gerndt auf der Linie noch abwehren konnte, traf der Franzose Guillaume Hoarau im Nachsetzen.

Aufsässige Berner

Die Berner liessen auch nach dem Führungstreffer nicht locker und stürmten weiter Richtung Zürcher Tor. Nach präziser Flanke von Gerndt traf Leonardo Bertone nach einer halben Stunde zum 2:0, für die endgültige Entscheidung sorgte in der 57. Minute Hoarau, als er einen von Davide Chiumiento an Renato Steffen verschuldeten Foulpenalty souverän zum 3:0 verwertete. Der Franzose ist mittlerweile bereits bei zwölf Treffern in der Super League angelangt und liegt damit in der Torschützenliste hinter dem Basler Shkelzen Gashi auf Rang 2.

So stark YB spielte, der FC Zürich bot - zum wiederholten Mal in der Rückrunde - eine desolate Vorstellung. Die Mannschaft von Urs Meier war von der ersten Minute an klar unterlegen und absolut chancenlos. YB's Torhüter Yvon Mvogo musste kaum einmal eingreifen. Höhepunkt des peinlichen Auftritts der Zürcher war der Platzverweis gegen Captain Yassine Chikhaoui. Der Tunesier, der in der Rückrunde wie seine Mannschaft nicht auf Touren kommt, liess sich kurz vor der Pause nach einem Duell mit Steffen zu einer Tätlichkeit hinreissen. Aus den letzten sechs Partien resultierte für die Zürcher nur ein Sieg. Für den FCZ geht es nun in erster Linie darum, den dritten Platz in der Tabelle zu verteidigen.

Young Boys - Zürich 3:0 (2:0)
18'560 Zuschauer. - SR Klossner.
Tore: 12. Hoarau 1:0. 30. Bertone (Lecjaks) 2:0. 57. Hoarau (Foulpenalty/Foul Chiumiento an Steffen) 3:0.
Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, Von Bergen, Lecjaks; Gajic, Bertone (83. Afum); Steffen (72. Zarate), Gerndt, Nuzzolo; Hoarau (77. Kubo).
Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Nef, Kecojevic, Djimsiti; Buff (46. Chiumiento), Kukeli, Kajevic; Schneuwly; Chikhaoui, Etoundi (70. Gavranovic).
Bemerkungen: Young Boys ohne Sanogo, Sutter und Seferi (alle verletzt) sowie Vitkieviez und Von Ballmoos (beide rekonvaleszent), Zürich ohne Raphaël Koch, Schönbächler und Yapi (alle verletzt). 44. Rote Karte gegen Chikhaoui wegen einer Tätlichkeit. Verwarnungen: 21. Kecojevic (Foul). 28. Kukeli (Foul). 45. Steffen (Unsportlichkeit). 57. Chiumiento (Foul). 68. Etoundi (Foul). 90. .Afum (Foul).


http://www.20min.ch/sport/fussball/story/29828809

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Young Boys - FC Zürich 3:0

Krisenzeichen en masse

Es ist der Endpunkt in der Negativspirale im FCZ: Yassine Chikhaoui leistet sich gegen Renato Steffen kurz vor der Pause eine Tätlichkeit und sieht die rote Karte.

Für den FC Zürich war es ein bedeutendes, ja richtungsweisendes Spiel im Kampf um den zweiten Meisterschaftsrang, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Der Gegner YB hatte sich intern, aber auch in aller Öffentlichkeit auf die Fahne geschrieben, diesen Platz hinter dem FC Basel für sich zu beanspruchen und das Terrain mit Verve zu verteidigen. Das taten die Berner am Sonntag aufopferungsvoll und routiniert. Der FCZ wäre im Stade de Suisse der Herausforderer gewesen. Doch das Schlimmste für die Zürcher war, dass sie diese Rolle nie ausfüllen konnten. Früh machte sich sogar Langweile breit; spätestens nach 44 Minuten und dem Platzverweis gegen den FCZ-Captain Yassine Chikhaoui war das Spiel entschieden. YB hatte früh das Ziel erreicht, zwischen sich und dem in Selbstzweifel verfallenen Herausforderer sieben Punkte Differenz zu legen.

Der FCZ befindet sich in einem negativen Sog, der mittlerweile grosse Kraft entfaltet. Der Trainer Urs Meier wollte vor dem Spiel noch nichts vom Wort «Krise» hören. «Was ist eine Krise?», fragte er die Journalisten. Nach diesem Spiel muss man auf diesen Begriff zurückkommen und feststellen, dass eine Krise gegeben ist, wenn nicht feststeht, ob ein Organismus überlebt oder in Einzelteile zerfällt. Es gab im Spiel des FCZ einige Zerfallserscheinungen zu beobachten, die sich symbolisch nicht zuletzt im Platzverweis gegen den Künstler Chikhaoui zeigten. Der FCZ war früh in Rückstand geraten, durch Tore von Guillaume Hoarau (12. Minute) und Leonardo Bertone (30.), wobei der zögernde Torhüter David Da Costa beim 0:2 keine gute Figur machte. Darauf versuchte Chikhaoui, YB mit beherztem Zweikampfverhalten Widerstand entgegenzusetzen – aber ohne die nötige eigene nervliche Widerstandskraft. Nach dem zweiten beherzten Zweikampf mit Renato Steffen, der durchaus über das Temperament verfügt, Sensiblen auf den Zahn zu fühlen, verlor der Tunesier die Contenance und schlug um sich. Er schien in der Verzweiflung versunken, dem Team nicht helfen zu können – und in der Angst gefangen um seine Gesundheit. Er war in diesem Moment der Spieler, der wusste, wie manch schwere Verletzung er schon erlitten, wie viele Rehabilitations-Einheiten er hinter sich hat. Diese Erinnerungen liessen ihn zur Selbstjustiz greifen. Meier wertete die rote Karte als «unentschuldbar»; und er flüchtete sich in den Zynismus, indem er meinte, dass sein Captain jetzt Zeit habe, sich zu erholen.

Hoarau schoss nach 57 Minuten vom Penaltypunkt das 3:0 für YB. Es war sein zwölftes Saisontor, und er durfte unter viel Applaus frühzeitig unter die Dusche. Die Berner konnten sich gegen diesen FCZ alles leisten. Ausser strukturellen Krisenzeichen im Spiel und der Undiszipliniertheit des Captains waren im Vorfeld des Matchs zu allem Übel Stimmen von Zürcher Spielern laut geworden, die die Autorität des Trainers Meier im Visier hatten und Interna feilboten. Meier meinte, er werde diese persönlichen Sachen «intern» besprechen. Das ist nötig. Krisenzeichen sind en masse vorhanden.

Young Boys - Zürich 3:0 (2:0).

18'560 Zuschauer. - Schiedsrichter: Klossner. - Tore: 12. Hoarau 1:0. 30. Bertone 2:0. 57. Hoarau (Foulpenalty) 3:0.

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, Von Bergen, Lecjaks; Gajic, Bertone (83. Afum); Steffen (72. Zarate), Gerndt, Nuzzolo; Hoarau (77. Kubo).

Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Nef, Kecojevic, Djimsiti; Buff (46. Chiumiento), Kukeli, Kajevic; Schneuwly; Chikhaoui, Etoundi (70. Gavranovic).

Bemerkungen: Young Boys ohne Sanogo, Sutter und Seferi (alle verletzt) sowie Vitkieviez und Von Ballmoos (beide rekonvaleszent), Zürich ohne Raphaël Koch, Schönbächler und Yapi (alle verletzt). 44. Rote Karte gegen Chikhaoui wegen einer Tätlichkeit. Verwarnungen: 21. Kecojevic (Foul). 28. Kukeli (Foul). 45. Steffen (Unsportlichkeit). 57. Chiumiento (Foul). 68. Etoundi (Foul). 90. Afum (Foul).


http://www.nzz.ch/sport/fussball/krisen ... 1.18507477

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Ein Schlag zu viel

Der FCZ verliert gegen YB nicht nur das wichtigste Spiel der Rückrunde, sondern auch noch Captain Chikhaoui durch eine Ohrfeige.

YB-Trainer Uli Forte hatte vor der Partie gegen Zürich vom «wichtigsten Spiel der Saison» gesprochen, berechtigt der zweite Platz am Saisonende doch zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation. YB drückte von Beginn an dem Spiel den Stempel auf und ging bereits nach zwölf Minuten 1:0 in Führung. Nachdem FCZ-Verteidiger Philippe Koch den Abschlussversuch von Alexander Gerndt auf der Linie noch abwehren konnte, traf der Franzose Guillaume Hoarau im Nachsetzen.

Die Berner liessen auch nach dem Führungstreffer nicht locker und stürmten weiter Richtung Zürcher Tor. Nach präziser Flanke von Gerndt traf Leonardo Bertone nach einer halben Stunde zum 2:0, für die endgültige Entscheidung sorgte in der 57. Minute Hoarau, als er einen von Davide Chiumiento an Renato Steffen verschuldeten Foulpenalty souverän zum 3:0 verwertete.

o stark YB spielte, der FC Zürich bot – zum wiederholten Mal in der Rückrunde - eine desolate Vorstellung. Die Mannschaft von Urs Meier war von der ersten Minute an klar unterlegen und absolut chancenlos. YB's Torhüter Yvon Mvogo musste kaum einmal eingreifen. Höhepunkt des peinlichen Auftritts der Zürcher war der Platzverweis gegen Captain Yassine Chikhaoui. Der Tunesier, der in der Rückrunde wie seine Mannschaft nicht auf Touren kommt, liess sich kurz vor der Pause nach einem Duell mit Steffen zu einer Tätlichkeit hinreissen. Aus den letzten sechs Partien resultierte für die Zürcher nur ein Sieg. Für den FCZ geht es nun in erster Linie darum, den dritten Platz in der Tabelle zu verteidigen.

Spielfilm:

1. Minute: Der FCZ startet den ersten Angriff, der Schuss von Etoundi ist aber zu harmlos. Kaum zu glauben: Es bleibt die einzige Zürcher Torszene.

12. Minute, 1:0: Gerndt steht nach einer sehenswerten Flanke goldrichtig, verpasst den Führungstreffer aber. Dafür steht Hoarau im zur Seite und profitiert vom Durcheinander in der Zürcher Abwehr.

30. Minute, 2:0: Steffen sticht Chikhaoui ins Knie, während der FCZ-Captain an der Seitenlinie gepflegt wird, triff Bertone nach einer perfekten Flanke von Gerndt per Kopf zum 2:0.

45. Minute: Rot gegen Chikhaoui. Der FCZ-Captain schlägt Steffen nach einem Zweikampf ins Gesicht und muss vom Platz. Steffen kassiert Gelb, weil er dem FCZ-Captain zwischen die Bein fasste.

57. Minute, 3:0: Chiumiento hält Steffen im Strafraum zurück – Penalty für YB. Hoarau verwertet souverän zum 3:0.

Herausragend bei YB: Guillaume Hoarau ist bei YB nicht nur der Topskorer, sondern mit seiner Präzenz auf dem Platz auch der grosse Anführer im Team. Der Franzose ist mittlerweile bereits bei zwölf Treffern in der Super League angelangt und liegt damit in der Torschützenliste hinter dem Basler Shkelzen Gashi auf Rang 2.

Herausragend beim FCZ: Keiner. Beim FCZ versagte das Kollektiv während 90 Minuten.

Verlierer des Tages: Yassine Chikhaoui – seit Wochen ausser Form und nun auch noch ein unnötiger Platzverweis gegen YB. Die Rote Karte nach dem Rencontre mit Steffen ist völlig gerechtfertigt, allerdings wurde der Tunesier zuvor vom Berner Mittelfeldspieler am Knie gefoult und später auch noch zwischen den Beinen malträtiert.

pielwertung: YB legt los wie die Feuerwehr und geht verdient in Führung. Der FCZ ist zu keiner Reaktion fähig und lässt auch beim zweiten Tor leichtfertig übertölpeln. Die Sturmkraft angeführt von Horarau hat sein ganzes Potenzial ausgeschöpft und verdient gewonnen. Beim FCZ ist und bleibt die Abwehr die grösste Baustelle.

Die Stimme zum Spiel: Der Frust war Urs Meier ins Gesicht geschrieben, der FCZ-Trainer konnte seine Wut nur mit viel Mühe kontrollieren und richtete seine Kritik direkt an Chikhaoui. «Wenn der Captain das Schiff verlässt, dann brennt es natürlich irgendwo. Ich kann dieses Verhalten nicht tolerieren. Wir müssen uns das Spiel nun ganz in Ruhe anschauen und genau analysieren.»

Young Boys - Zürich 3:0 (2:0)

18'560 Zuschauer. - SR Klossner. - Tore: 12. Hoarau 1:0. 30. Bertone (Lecjaks) 2:0. 57. Hoarau (Foulpenalty/Foul Chiumiento an Steffen) 3:0.

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, Von Bergen, Lecjaks; Gajic, Bertone (83. Afum); Steffen (72. Zarate), Gerndt, Nuzzolo; Hoarau (77. Kubo).

Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Nef, Kecojevic, Djimsiti; Buff (46. Chiumiento), Kukeli, Kajevic; Schneuwly; Chikhaoui, Etoundi (70. Gavranovic).

Bemerkungen: Young Boys ohne Sanogo, Sutter und Seferi (alle verletzt) sowie Vitkieviez und Von Ballmoos (beide rekonvaleszent), Zürich ohne Raphaël Koch, Schönbächler und Yapi (alle verletzt). 44. Rote Karte gegen Chikhaoui wegen einer Tätlichkeit. Verwarnungen: 21. Kecojevic (Foul). 28. Kukeli (Foul). 45. Steffen (Unsportlichkeit). 57. Chiumiento (Foul). 68. Etoundi (Foul). 90. .Afum (Foul).


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18367672

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 Beitrag Verfasst: Montag 23. März 2015, 10:14 
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Young Boys lassen FCZ keine Chance

Mit der 0:3-Pleite gegen die Berner Young Boys schlittert der FC Zürich weiter in ein Tief. Nach zwei Unentschieden gegen Vaduz und Aarau sowie einer Niederlage gegen Sion kommen die Zürcher auch gegen YB nicht auf Touren und scheinen regelrecht blockiert.

Die Young Boys festigen ihren zweiten Platz in der Super League.

YB wahrt sich minimale Chance

YB-Trainer Uli Forte hatte vor der Partie gegen Zürich vom "wichtigsten Spiel der Saison" gesprochen. Und seiner Mannschaft schien von der ersten Minute der Partie an bewusst zu sein, um was es gegen den FCZ geht, berechtigt der zweite Platz am Saisonende doch zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation. Dank dem Sieg wahrten sich die Berner zudem die minimale Chance, den mit sieben Punkten Vorsprung führenden Leader Basel doch noch in Bedrängnis zu bringen.

Die Young Boys drückten von Beginn an dem Spiel vor gut 18'000 Zuschauern im Stade de Suisse ihren Stempel auf und lagen bereits nach zwölf Minuten 1:0 in Führung. Nachdem der Zürcher Verteidiger Philippe Koch den Abschlussversuch von Alexander Gerndt auf der Linie noch abwehren konnte, traf der Franzose Guillaume Hoarau im Nachsetzen.

Desolate Vorstellung des FCZ

Die Berner liessen auch nach dem Führungstreffer nicht locker und stürmten weiter Richtung Zürcher Tor. Nach präziser Flanke von Gerndt traf Leonardo Bertone nach einer halben Stunde zum 2:0, für die endgültige Entscheidung sorgte in der 57. Minute Hoarau, als er einen von Davide Chiumiento an Renato Steffen verschuldeten Foulpenalty souverän zum 3:0 verwertete. Der Franzose ist mittlerweile bereits bei zwölf Treffern in der Super League angelangt und liegt damit in der Torschützenliste hinter dem Basler Shkelzen Gashi auf Rang 2.

So stark YB spielte, der FC Zürich bot - zum wiederholten Mal in der Rückrunde - eine desolate Vorstellung. Die Mannschaft von Urs Meier war von der ersten Minute an klar unterlegen und absolut chancenlos. YB's Torhüter Yvon Mvogo musste kaum einmal eingreifen. Höhepunkt des peinlichen Auftritts der Zürcher war der Platzverweis gegen Captain Yassine Chikhaoui. Der Tunesier, der in der Rückrunde wie seine Mannschaft nicht auf Touren kommt, liess sich kurz vor der Pause nach einem Duell mit Steffen zu einer Tätlichkeit hinreissen. Aus den letzten sechs Partien resultierte für die Zürcher nur ein Sieg. Für den FCZ geht es nun in erster Linie darum, den dritten Platz in der Tabelle zu verteidigen.

TOPS UND FLOP von sport.ch

First Star: Leonardo Bertone (YB). Der Mittelfeldpuncher machte ein überragendes Spiel, eroberte Bälle, stopfte Löcher, und erzielte nach einem wunderbaren Sprint übers halbe Feld das vorentscheidende 2:0 per Kopf. Später noch mit einem gefährlichen Weitschuss.

Second Star: Guillaume Hoarau (YB). Der Knipser der Berner war wieder entscheidende Figur, traf zweimal eiskalt. Damit Matchwinner für Fortes Team.

Third Star: Alexander Gerndt (YB). Hätte das 1:0 eigentlich selbst machen müssen, schoss stattdessen Koch an, so wurde es ein Assist für Hoarau. Sammelte danach einen, eigentlich zwei weitere Assists, aber Nuzzolo konnte, anders als Bertone, die Massvorlage nicht verwerten.

Loser: Yassine Chikhaoui (FCZ). So eine klare Tätlichkeit habe ich lange nicht gesehen. Nach Steffens Foul tritt er zunächst, dann würgt er, und schickt auch noch eine Ohrfeige hinterher. Der Tunesier schwächte sein Team somit zusätzlich nach dieser komplett idiotischen Aktion, nachdem er eine Halbzeit lang unauffällig blieb. Der Captain wird seinem Team eine Weile fehlen...

Young Boys - Zürich 3:0 (2:0)

18'560 Zuschauer. - SR Klossner. - Tore: 12. Hoarau 1:0. 30. Bertone (Lecjaks) 2:0. 57. Hoarau (Foulpenalty/Foul Chiumiento an Steffen) 3:0.

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Vilotic, Von Bergen, Lecjaks; Gajic, Bertone (83. Afum); Steffen (72. Zarate), Gerndt, Nuzzolo; Hoarau (77. Kubo).

Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Nef, Kecojevic, Djimsiti; Buff (46. Chiumiento), Kukeli, Kajevic; Schneuwly; Chikhaoui, Etoundi (70. Gavranovic).

Bemerkungen: Young Boys ohne Sanogo, Sutter und Seferi (alle verletzt) sowie Vitkieviez und Von Ballmoos (beide rekonvaleszent), Zürich ohne Raphaël Koch, Schönbächler und Yapi (alle verletzt). 44. Rote Karte gegen Chikhaoui wegen einer Tätlichkeit. Verwarnungen: 21. Kecojevic (Foul). 28. Kukeli (Foul). 45. Steffen (Unsportlichkeit). 57. Chiumiento (Foul). 68. Etoundi (Foul). 90. .Afum (Foul).


http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 23. März 2015, 10:16 
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FCZ in Bern heillos überfordert

Beim 0:3 gegen YB waren die Zürcher ohne Chance. Negativer Höhepunkt: Chikhaoui wurde vom Platz gestellt.

Der FC Zürich erlebte im Stade de Suisse ein Fiasko. Die Zürcher verloren beim 0:3 gegen die Young Boys nicht nur drei Punkte, sondern auch Captain Yassine Chikhaoui durch Platzverweis. Mit nunmehr sieben Punkten Rückstand auf YB schwindet auch fast jegliche Hoffnung, im nächsten Sommer die Qualifikations­spiele für die Champions League ­bestreiten zu können. Die absteigende Tendenz ist frappant: In den sieben Meisterschaftsspielen dieses Frühjahres ergatterte der FCZ lediglich acht Punkte; er droht im Mittelmass zu versinken.

Bereits nach einer halben Stunde war die Partie in Bern entschieden, als Bertone einen Flankenball von Gerndt zum 2:0 in die Maschen von Goalie Da Costa setzte. Und als Chikhaoui in der 44. Minute nach einer Tätlichkeit an Steffen die Rote Karte sah, ging es für den FCZ nur noch um Schadensbegrenzung. Nach einem Foul von Steffen trat der ­Tunesier zuerst nach dem YB-Spieler, zog ihn danach an beiden Ohren und verpasste ihm anschliessend eine Watsche ins Gesicht. Und auch Teamkollege Berat Dijmsiti griff tüchtig zu, wurde aber von Schiedsrichter Klossner dafür nicht bestraft.

Urs Meier musste hinterher die Scherben zusammenkehren. «Unentschuldbar, inakzeptabel» sei das Verhalten von Chikhaoui, tadelte der FCZ-Trainer. Er sei nach dem Spiel in der ­Kabine am ­Boden zerstört gewesen, «wie wir alle», fügte Meier an. Doch sei Chikhaoui ­zuvor mehrmals gefoult worden, ohne dass der Schiedsrichter eingegriffen habe, was unverständlich sei. «Chikhaoui fühlte sich ungerecht behandelt, er fühlte sich provoziert.»

Dennoch, schränkte Meier ein, «weiss man ja, dass Steffen ein Spieler ist, der Gas gibt. Darauf muss man sich einstellen können.» Chikhaoui aber hatte seine Nerven nicht im Griff, und Steffen gab hinterher unumwunden zu: «Es ist ­bekannt, dass Chikhaoui es nicht mag, wenn man ihn bearbeitet.»

Bickel: «Wir haben Platz 2»

Chikhaoui reist nun für Länderspiele zu Tunesiens Nationalmannschaft. Dem FCZ wird er aber mehrere Spiele fehlen, auch im Cuphalbfinal am 7. April gegen Sion. Und Meier muss schauen, dass er mit seiner Mannschaft den Anschluss im oberen Drittel der Tabelle nicht ganz verliert. Der Rückstand auf YB beträgt jetzt sieben Punkte, was YB-Sportchef Fredy Bickel zur Bemerkung veranlasste. «Wir haben Platz zwei zementiert.» Und er fügte an, dass man sich gleichwohl nicht zu sicher fühlen dürfe.

Doch momentan ist der FCZ nicht in der Lage, YB zu fordern. Für die Berner war es der sechste Heimsieg in Serie, seit zwölf Partien sind sie ungeschlagen mit neun Siegen und drei Unentschieden.

Meier hatte die Abwehr von einer Dreier- auf eine Viererkette umgestellt. «YB strotzt vor Selbstvertrauen, Basel hat hier vier Gegentore kassiert», argumentierte der FCZ-Trainer. Bereits in der 12. Minute war alles Makulatur. Der FCZ geriet in Rückstand, als nach Vorarbeit von Steffen der Schwede Gerndt seinen Schuss vor der Torlinie von Koch ­abgewehrt sah; doch der Ball fiel genau vor die Füsse von Topskorer Hoarau, der den Ball ins Netz wuchtete. Hoarau verwertete in der 57. Minute ­zudem den Penalty zum 3:0, den der eingewechselte Chiumiento an Steffen verschuldet hatte.

Zu diesem Zeitpunkt aber war es ­bereits ein Spiel ohne jegliche Spannung gewesen. Der FCZ bekundete mannig­fache defensive Probleme und war nicht in der Lage, YB auch nur annähernd zu fordern. «Das Spiel war schon vor dem Platzverweis entschieden», bekannte ein frustrierter Mario Gavranovic. «Nichts, was wir uns vorgenommen hatten, konnten wir umsetzen, wir sind nur dem Ball hinterhergelaufen.»


http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussb ... y/16104776

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Stilsicher, schwungvoll, souverän

Bei YB dominieren nach dem 3:0 gegen Zürich strahlende Gesichter. Captain Steve von Bergen lobt die Fortschritte des Teams.

Partyzone Stade de Suisse. In der Mixed Zone, wo sich Spieler und Medienvertreter nach den Partien jeweils treffen, ist die Stimmung am Sonntagabend um kurz nach 18Uhr prächtig.

Das liegt – einerseits – daran, dass die meisten Akteure des FC Zürich nach der debakulösen Vorstellung bei der 0:3-Niederlage gegen die Young Boys schnurstracks in der Kabine verschwinden und die festfreudigen Gegner nicht stören – und, andererseits, an den fröhlichen YB-Spielern, die sich der Presse leicht euphorisiert zum Gespräch stellen. Von einem Big Point ist die Rede im Duell mit dem Konkurrenten um Platz zwei, der jetzt sieben Punkte hinter den Young Boys liegt.

Strahlend erzählt der junge Leonardo Bertone also immer wieder von seinem Kopftor («Das gelingt mir ja nicht alle Tage»); schmunzelnd berichtet der routinierte Raphael Nuzzolo von seinem monumentalen Fehlschuss («Da werde ich noch einige Sprüche hören, aber das passierte schon berühmteren Fussballern»), als er das leere Tor aus drei Metern nicht traf; akribisch erzählt Torwarttalent Yvon Mvogo, wie er die zweite Hälfte verbracht habe («Ich hielt mich mit Dehnungsübungen warm und kommunizierte mit den Abwehrspielern»).

«Wir hatten alles im Griff»

Nicht einmal berührte Mvogo nach eigenen Angaben nach der Pause mit den Händen einen Ball, die freundlichen Mitspieler hatten ab und zu Mitleid mit dem frierenden Goalie und spielten ihm einen Rückpass zu. Aber derart wenig zu tun, meint der Keeper, habe er in der Super League noch nie gehabt. Und passend zur feierlichen Ambiance sagt er am Ende noch: «Es macht Spass, in einer so tollen Mannschaft zu spielen. Darauf bin ich stolz.»

Es war ja in der Tat ein bemerkenswert starker Vortrag der Young Boys, stilsicher, schwungvoll, souverän. «Wir hatten alles im Griff», urteilt Steffen, und selbst der oft strenge Captain Steve von Bergen nennt die Darbietung der Seinen «komplett», wobei er von «perfekt» selbstredend nichts wissen will. «Nach der Pause unternahmen wir ein bisschen wenig», sagt von Bergen.

Das spielt letztlich auch keine Rolle, der YB-Express rollt weiter. Und die Rote Karte gegen Yassine Chikhaoui kurz vor der Pause sorgte ohnehin für klare Verhältnisse in einer Veranstaltung, die schon vorher nur noch kleine Fragezeichen über den Ausgang offengelassen hatte. «Wir führten 2:0», sagt Steffen, «und waren bereits klar besser.»

Steffens Verwunderung

Vermutlich ist es kein Zufall, bekleidete Renato Steffen beim wüsten Ausraster Chikhaouis die wichtigste Nebenrolle. Der 23-Jährige ist selber kein Kind von Traurigkeit, er provoziert gerne, ist regelmässig in hitzige Rencontres verwickelt und gilt bei Fans des Gegners als Reizfigur. Steffen also foulte Chikhaoui zweimal, dieser verlor die Nerven, trat, schrie und schlug gegen den YB-Spieler nach. Steffen schildert jene Szenen in der Mixed Zone mit einer Mischung aus Verwunderung und Belustigung. Er habe die Hände Chikhaouis an seinem Gesicht gespürt, das gehe natürlich gar nicht, und einmal sagt Steffen mit Lausbubengesicht: «Das haben wir gar nicht schlecht gemacht. Chikhaoui ist halt ein Spieler, der es nicht mag, wenn er härter angegangen wird.»

Renato Steffen wurde für sein zweites Foul an Chikhaoui verwarnt, blieb aber nach den Tätlichkeiten des Tunesiers ruhig, was früher womöglich anders gewesen wäre. Steve von Bergen weiss das auch, denn er sagt, er sei erfreut über die Fortschritte Steffens, der die Beherrschung nicht verloren habe, nachdem er vom FCZ-Captain derart übel angegangen worden war. «Wir sind heute in einigen Bereichen weiter als vor einigen Monaten», sagt von Bergen, «und das ist ein sehr gutes Zeichen für uns.»

«Vieles vorstellbar»

Trotz heiterer Laune bleiben die Akteure der Young Boys nach dem Sieg gegen Zürich aber gewohnt zurückhaltend, als es darum geht, ob sie sich jetzt an Basel und Rang eins oder Zürich und Rang drei orientieren würden. «Von beiden sind wir sieben Punkte entfernt», sagt Mvogo, «also ist das schwierig zu sagen. Wir konzentrieren uns am besten darauf, Rang zwei zu halten.» Steffen meint, der zweite Platz sei weiter das Ziel, was auch Bertone so sieht, während Nuzzolo immerhin zu bedenken gibt, «dass im Fussball vieles vorstellbar» sei.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26449410

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YB-Noten: Kollektiv überzeugend

Die YB-Akteure zeigten am Sonntag gegen Zürich eine der besten Saisonleistungen.

Yvon Mvogo: Note 4
Hätte gegen den miserablen FC Zürich grösstenteils auch eine Hängematte zwischen seine Pfosten spannen können. Einen harmlosen Weitschuss musste er abwehren – und eine ungefährliche Flanke runterpflücken.

Florent Hadergjonaj: Note 4,5
Eine solide Vorstellung. Der Rechtsverteidiger war passsicher und leistete sich keine Fehler.

Milan Vilotic: Note 5
Harter Zweikämpfer, war aber ebenfalls wenig gefordert. Vorne hätte Vilotic nach einem Eckball beinahe erneut ein Tor erzielt – völlig frei stehend aber war er überrascht, an den Ball zu kommen – und verfehlte das Tor mit einem unkonventionellen Versuch schliesslich knapp.

Steve von Bergen: Note 5
Auch der YB-Captain agierte ohne Fehl und Tadel. Kluge Spieleröffnung, defensiv robust.

Jan Lecjaks: Note 5
Nach vorne der beste, auffälligste YB-Abwehrspieler. Starke Flügelläufe, überragende Flanke auf Bertone vor dem 2:0.

Leonardo Bertone: Note 5
Leistete sich zwar einige Fehlpässe, aber zeigte eine seiner besten Leistungen für YB. Krönte seinen guten Auftritt mit einem herrlichen Kopftor.

Milan Gajic: Note 4,5
Wertvoller Umschaltspieler im defensiven Mittelfeld. Ordnete den Aufbau unaufgeregt.

Renato Steffen: Note 5
Nach der schwachen Vorstellung in Aarau (1:1) rehabilitierte sich der Flügelflitzer mit einem griffigen Auftritt. War viel unterwegs, immer anspielbar, kaum zu bremsen. Stand oft im Brennpunkt des Geschehens, wie bei der Roten Karte gegen Yassine Chikhaoui noch vor der Pause.

Alexander Gerndt: Note 4,5
In Aarau unsichtbar, gegen Zürich deutlich verbessert. Allerdings missrieten dem Schweden immer noch einige Dinge. Dennoch: Sein Einsatz, sein Laufvermögen und seine Solidarität waren vorbildlich.

Raphael Nuzzolo: Note 4
Probierte viel, war flink und wirblig, im Abschluss allerdings glücklos. Wie er das leere Tor aus drei Metern verpasste, als er zu hoch zielte, wird er wohl so schnell nicht mehr vergessen.

Guillaume Hoarau: Note 5,5
Erneut die überragende Figur auf dem Platz. Stand am richtigen Ort beim 1:0, behauptete die Bälle meistens stilsicher und effizient, verwandelte den Elfmeter zum 3:0 problemlos.

Gonzalo Zarate: Note 4
72. Minute für Steffen. Sein Pech war, dass YB in der Schlussphase nicht mehr mit Vehemenz nach vorne spielte. Also erhielt der Argentinier wenig Bälle.

Yuya Kubo (77. für Hoarau) sowie Samuel Afum (83. für Bertone) waren zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24512426

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 Beitrag Verfasst: Montag 23. März 2015, 10:21 
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Europas Sternenhimmel rückt näher

Nach dem diskussionslosen 3:0-Heimsieg liegt YB schon sieben Punkte vor dem FC Zürich. Der zweite Rang berechtigt nächste Saison zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation.

So deutlich wie am Sonntag hat der BSC YB den FCZ schon lange nicht mehr dominiert. In einem äusserst wichtigen Duell um den zweiten Rang, der mit der Teilnahme an der dritten Qualifikationsrunde der Champions League 2015/16 belohnt wird, besiegte das Heimteam die Zürcher hochverdient mit 3:0. Die Tore eins und zwei durch Hoarau und Bertone fielen, als die beiden Equipen noch in Vollbestand spielten. Für das Schlussresultat zeichnete wiederum Hoarau verantwortlich, der mittels Foulelfmeter traf.

Als Chikhaoui die Nerven verlor

Am meisten Diskussionsstoff lieferten nicht die drei Tore der Sieger, sondern der Ausraster des Yassine Chikhaoui unmittelbar vor der Pause. Der fragile ­Tunesier ging wie eine Furie auf Steffen los, nachdem dieser ihn in einem Zweikampf am rechten Bein getroffen hatte. Ebenfalls in die Rangelei verwickelt war Djimsiti, der den temperamentvollen YB-Mittelfeldspieler zu Boden stiess. Vom Platz flog nur Chikhaoui, der seinem Team etliche Wochen fehlen dürfte.

Die Rote Karte sei «indiskutabel», sagte FCZ-Coach Urs Meier, welcher es sich aber nicht verklemmen konnte, einen ­Seitenhieb Richtung Schiedsrichter zu verteilen. Chikhaoui werde von den Spielleitern generell zu wenig geschützt. Heute sei der FCZ-Captain von Steffen, «der ­bekannt dafür ist, dass er Gas gibt», mehrmals hart attackiert worden.

Er habe Chikhaoui zweimal getroffen bei Zweikämpfen, bestätigte Steffen nach Ende des einseitigen Spitzenkampfs. «Wir wissen, dass es der exzellente Techniker nicht gerne hat, wenn man ihn bearbeitet», erzählte der Aargauer mit einem schelmischen Grinsen.

Hoarau trifft und trifft und trifft

Nach dem Platzverweis war die Frage nach dem Sieger frühzeitig geklärt. Dem FCZ fehlt in der Rückrunde Selbstvertrauen und Wettkampfhärte, um eine Begegnung, die sich nicht im gewünschten Sinn entwickelt, noch zu drehen. So war es für YB ein einfaches, den offensiv sehr harmlosen Gegner zu kontrollieren.

Das wiederum nicht sehr zahlreich erschienene Publikum hatte nach dem 4:2 gegen GC, dem 4:2 gegen Basel und dem 3:2 gegen Sion ein weiteres Mal in der Rückrunde etlichen Grund zum Feiern. Am meisten Applaus erhielt einmal mehr die Nummer 99, Guillaume Hoarau. Mit gutem Grund: Der französische Stürmer zeichnete in den letzten vier spektakulären Heimspielen für die Hälfte der 14 Tore verantwortlich. Ohnehin ist die Erfolgsquote des 31-Jährigen im gelbschwarzen Trikot beeindruckend: In 17 Super-League-Einsätzen traf er 12 Mal, womit er aktuell hinter Liga-Topskorer Shkelzen Gashi Platz zwei belegt.

Niemand will vom Titel reden

Hoarau ist ein zentrales Element des YB-Hochs, welches am 9. November 2014 seinen Anfang nahm. Damals starteten die zuvor unkonstanten Berner eine Erfolgsserie, die mittlerweile ein Dutzend Meisterschaftsspiele umfasst (9 Siege/3 Unentschieden). Weil Leader Basel im gleichen Zeitraum ebenfalls neunmal gewonnen und nur einmal verloren hat, liegt YB ­weiterhin sieben Punkte hinter der Nummer 1 zurück. Vielleicht wiegeln die ­Berner deshalb immer ab, wenn sie auf die Titeljagd angesprochen werden. «Es hängt vom FCB ab, ob wir noch ein ernsthaftes Wort mitreden können um die Meisterschaft», sagt Coach Uli Forte. ­Bertone fände es «schön», wenn er und seine Kollegen den FCB ins Schwitzen bringen könnten. «Doch solange wir auswärts nicht häufiger gewinnen, müssen wir gar nicht erst vom Titel zu reden beginnen.»

Was nach dem gestrigen Erfolg immer realistischer wird: Die Qualifikation für die letzte Qualifikationsrunde der Champions League. Die Sieger dieser Begegnungen wiederum sind für die Playoff-Runde qualifiziert.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Eu ... y/18582628

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 Beitrag Verfasst: Montag 23. März 2015, 10:22 
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YB: Platz 2 ist dank Eckpfeilern betoniert

Nach dem 3:0-Erfolg gegen den FCZ liegt YB nun sieben Punkte vor den Zürchern. «Mit der Art und Weise, wie der Sieg zustande gekommen ist, bin ich sehr zufrieden», sagte Trainer Uli Forte.

Uli Forte ist ein dankbarer Gesprächspartner. Der YB-Trainer redet blumig und anschaulich, ohne Punkt und Komma. Vor dem Spiel gegen den FC Zürich hatte er ein Bild von der Baustelle bemüht, um die Losung für die Partie gegen den FC Zürich auszugeben. Forte sagte, es gelte, den zweiten Tabellenrang, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt, zu betonieren.

Am Sonntag, als dies mit dem 3:0-Erfolg gegen den Verfolger gelungen war, hielt der YB-Trainer fest: «Wir haben einen vorentscheidenden Schritt gemacht.» Der 40-jährige Zürcher war ob des neunten Sieges in den letzten zwölf Partien ohne Niederlage bestens aufgelegt, ja beinahe aufgedreht. Zumal nicht nur das Resultat stimmte, sondern auch die Leistung. «Mit der Art und Weise, wie der Sieg zustande gekommen ist, bin ich sehr zufrieden.»

Unbehelligte Young Boys

Denn die Young Boys mischten nicht etwa Beton an, um gegen den FCZ zum Erfolg zu kommen. Im Wissen, in den fünf vorangegangenen Heimspielen 17 Tore erzielt zu haben, starteten sie beschwingt. Nach einer Kombination über Guillaume Hoarau und Alexander Gerndt kam Renato Steffen in der 6. Minute zu einer ersten Chance.

Die gleiche Anzahl Zeigerumdrehungen später lag YB in Führung. Steffen flankte, Nuzzolo verfehlte, der Ball sprang zu Gerndt, der völlig freistehend aus drei Metern an die Beine von Philippe Koch schoss. So traf statt der Nummer 9 die 99: Hoarau verwertete den Abpraller gewohnt kaltblütig. «Eigentlich wollten wir dieses Szenario verhindern», sagte Urs Meier. Der FCZ-Trainer hatte von einer Dreierabwehr auf eine Viererkette umgestellt, um der Defensive mehr Stabilität zu verleihen.

Dieser Plan missriet gründlich, die Abwehr der Gäste verdiente am Sonntag vor 18'560 Zuschauern im Stade de Suisse ihren Namen nicht. Drei Minuten nach dem Führungstreffer stand Milan Vilotic bei einem Eckball von Raphael Nuzzolo ganz alleine, der Serbe traf den Ball aber nicht wie gewünscht. Und als Leonardo Bertone nach einer halben Stunde zum 2:0 einköpfte, war der 21-Jährige – Sie erraten es – völlig unbehelligt.

Seit 12 Partien ungeschlagen

In der Folge machten sich bei den Zürchern, die während des ganzen Spiels nur einmal aufs Tor von Yvon Mvogo schossen, Zerfallserscheinungen bemerkbar. Was sich der FCZ im Sommer und Herbst aufgebaut hatte, fiel endgültig wie ein Kartenhaus zusammen. Die Rote Karte gegen Yassine Chikhaoui, der sich gegen Steffen gleich zu mehreren Tätlichkeiten hinreissen liess, passte ins traurige Bild, das der Dritte abgab.

Das Konstrukt YB ist dagegen mittlerweile robust, die Serie von zwölf ungeschlagenen Partien ist Beleg dafür. Forte sprach gestern von den «Eckpfeilern» Steve von Bergen, Vilotic und Hoarau, welche die Mannschaft stabilisierten und so den Jungen Halt gäben. «Die Mischung stimmt.» Der Trainer bemängelte einzig, dass seine Equipe in der zweiten Halbzeit den Vorsprung zu stark verwaltet habe. Denn das 3:0 von Hoarau in der 57. Minute mittels Elfmeter, dem ein Foul von Davide Chiumiento an Steffen vorausgegangen war, blieb die letzte nennenswerte Szene. «Immerhin haben wir nur drei Gegentore kassiert. Basel musste ja vor noch nicht allzu langer Zeit in Bern vier hinnehmen», befand Urs Meier vermutlich exklusiv.

Der FCZ-Trainer gerät nun stärker unter Druck. «Es werden schwierige Tage und Wochen», meinte er gestern schon mal. Sein Konterpart Forte kennt etwaige Sorgen derzeit nicht. Der Boden ist betoniert, die Eckpfeiler stehen. In Bern kann weiter an etwas Grossem gebaut werden.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26158420

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 Beitrag Verfasst: Montag 23. März 2015, 10:24 
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Meier: «Chikhaouis Rote Karte ist unentschuldbar – aber…»

FCZ-Trainer Urs Meier ärgert sich über die Tätlichkeit seines Captains, weist aber auch auf die Ursache hin.

Der FC Zürich gab in Bern von A bis Z ein desolates Bild ab. Die Mannschaft spielte schwach und ohne Feuer, der Captain Yassine Chikhaoui erhielt für eine Tätlichkeit noch vor der Pause die Rote Karte und der Trainer Urs Meier sah in Schiedsrichter Stephan Klossner einen Mitschuldigen für die schwere Niederlage. Nach der dritten Pleite in den letzten sechs Spielen und nach über einem Monat ohne Sieg sah Meier aber auch ein: «In der Nati-Pause müssen wir unsere Situation grundsätzlich anschauen.»

Urs Meier, der FC Zürich steckt in einer Krise. Er war gegen YB chancenlos.

Urs Meier: Das Spiel war tatsächlich eine klare Angelegenheit. Der Sieg für YB geht absolut in Ordnung. Wir wollten mit der Vierer-Abwehr die starken YB-Stürmer besser kontrollieren, doch diese Taktik ging nicht auf, weil wir schon früh in Rückstand gerieten. Zudem war es unglücklich, dass das 0:2 fiel, als Yassine Chikhaoui gepflegt werden musste. Und dann hat der Captain noch vor der Pause das Schiff verlassen...

Der Platzverweis gegen Chikhaoui muss Sie masslos ärgern.

Die Rote Karte als solche ist sicher unentschuldbar. Aber Chikhaoui fühlte sich mehrmals ungerecht behandelt, er fühlte sich provoziert und hat dann die Nerven verloren.

Gerade dem Captain darf das aber nicht passieren.

Nein, natürlich nicht. Aber mich muss auch mal sagen, dass Chikhaoui von den Schiedsrichtern nicht geschützt wird. Oft wird er gefoult und es wird Vorteil angezeigt, statt dass man das Spiel dann unterbricht. Auch beim zweiten Gegentor war die Situation dubios, weil Chikhaoui am Boden lag und gepflegt wurde.

Chikhaoui wird Ihnen nun längere Zeit fehlen wegen der Sperre.

Jetzt geht er erst zur tunesischen Nationalmannschaft, dort ist er nicht gesperrt wegen der Roten Karte gegen YB. Aber dann wird er in der Schweiz wohl lange Zeit haben, um sich zu erholen.

Stichwort Nationalmannschaft: Kommt die Nati-Pause dem FCZ in der aktuellen Situation gelegen?

Sie kommt im richtigen Moment. Wir müssen jetzt mal alles sacken lassen und die Situation grundsätzlich anschauen. Aber es ist schon auch so, dass wir irgendwie einen negativen Lauf haben. So kommt alles zusammen. Wir spielten mit einer Viererkette und kassieren schon bei erster Gelegenheit ein Gegentor. Dann versuchten wir offensiver zu spielen und kassieren den zweiten Treffer, während ein Spieler von uns gepflegt wird. Es war ein klares Foul an Chikhaoui gewesen, doch es lief weiter. So kommt eben eines zum anderen und der Schiedsrichter hat dann auch noch kein goldenes Händchen.


http://www.bluewin.ch/de/sport/fussball ... -aber.html

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