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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Februar 2014, 09:08 
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Bern strauchelt im Spitzenkampf

Der FC Basel dreht den Spitzenkampf gegen die Berner Young Boys und gewinnt letztendlich verdient mit 3:2. Der Meister bleibt somit Leader. Thung bezwingt Luzern 2:1.

In der Startphase hatten die Basler deutlich mehr vom Spiel. Sie kamen zu einer ganzen Reihe guter Chancen und hätten eigentlich in Führung gehen müssen. Entgegen dem Spielverlauf gingen die Berner in der 29. Minute in Führung. Leonardo Bertone traf mit einem Freistoss-Aufsetzer aus rund 30 Metern, bei dem Basels Torhüter Yann Sommer nicht besonders gut aussah. Auch, weil die 2-Mann-Mauer Delgado/Voser durchlässig war.

YB mit einer starken Anfangsphase

Kay Voser: «Es war ein ein Reflex, das wir uns auseinander bewegt haben. Das darf nicht passieren.» Tatsächlich: Während Voser sich nach rechts abdrehte, macht Delgado einen Schritt nach links.» Sommer sieht beim Aufsetzer nicht gut aus, kann letztendlich aber nicht mehr reagieren.

Nur 4 Minuten später erhöhte Alexander Gerndt, ebenfalls mit einem platzierten Weitschuss, auf 2:0. Kurz vor der Halbzeitpause konnte Marco Streller mit einem tückischen Aufsetzer für Basel zum 1:2 verkürzen.

Basel dreht nach dem Anschlusstreffer auf

Nach 80 Minuten glückte Basel mit einem Traumtor dann das verdiente 2:2. Marcelo Diaz traf aus rund 25 Metern mit einer satten Direktabnahme ins rechte Lattenkreuz. Nach 89 Minuten holte Marco Streller einen umstrittenen Foulpenalty heraus.

YB-Trainer Uli Forte: «Nie und nimmer. Wahrscheinlich hatte der Ref ein schlechtes Gewissen, weil vor dem 2:0 im Weg gestanden ist.» Fabian Frei verwandelte diesen sicher zum 3:2-Schlussresultat. Kurz zuvor hatte sich Forte bereits mit einem Remis abgefunden. Dann aber: «Es ist bitter ohne Punkte nach Hause zu fahren, zumal wir den Bebbi einen grossen Kampf geliefert haben. Wir haben stark begonnen, aber es leider verpasst, an die erste Halbzeit anzuschliessen. Basel hat enorm Dampf gemacht.»

Publikum treibt FCB an

Dem Team von Murat Yakin gibt späte Sieg viel Auftrieb für die nächsten Wochen. «Die Mannschaft hat grossartig reagiert in einer Phase, wo sie die meisten der über 27 000 Zuschauer im Stadion schon abgeschrieben haben. Einen grossen Anteil am Sieg schreibt der FCB-Trainer den Basler Fans zu. «Es war sehr wichtig, wie das Publikum die Mannschaft angetrieben hat.»

Mit dem Sieg baut der FCB den Vorsprung auf seinen ersten Verfolger auf fünf Punkte aus. GC, Dritter in der Tabelle hinter dem Spitzenduo aus Basel und Bern, trifft am Sonntag auf Aarau.

Basel - Young Boys 3:2 (1:2)

St. Jakob-Park. - 27'225 Zuschauer. - SR Hänni.
Tore: 29. Bertone (direkter Freistoss) 0:1. 33. Gerndt (Bertone) 0:2. 43. Streller 1:2. 80. Diaz 2:2. 89. Frei (Foulpenalty) 2:3.
Basel: Sommer; Voser, Sauro, Suchy, Safari; Serey Die (46. Stocker), Elneny (46. Diaz), Xhaka; Frei, Delgado (57. Andrist); Streller.
Young Boys: Mvogo; Sutter, Von Bergen, Vilotic, Rochat (64. Hadergjonaj); Gajic, Bertone; Nuzzolo, Frey (79. Afum), Martinez; Gerndt (71. Kubo).
Bemerkungen: Basel ohne Ivanov, Schär (beide verletzt) und Sio (krank). YB ohne Wölfli, Simpson, Spycher, Zarate, Dubai, Bürki (alle verletzt), Steffen und Costanzo (beide gesperrt). 91. Lattenschuss von Nuzzolo.
Verwarnungen: 28. Serey Die. 35. Frey. 45. Delgado. 45. Elneny. 62. Rochat (alle Foul). 78. Martinez (Unsportlichkeit).


http://www.20min.ch/sport/fussball/story/28516024

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 9. Februar 2014, 09:11 
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Ein erster Meistermoment

von Eva Tedesco - Rotblau dreht einen 0:2-Rückstand im Spitzenkampf gegen YB und gewinnt 3:2. Der Sieg gegen den wohl grössten Konkurrenten wirkt wie ein erster Meistermoment.

Immer dieselbe Geschichte: YB führt und gewinnt nicht gegen den FCB. Und das schon zum dritten Mal in dieser Saison. Leonardo Bertone (29.) und Alexander Gerndt (33.) hatten für eine 2:0-Führung gesorgt. Doch wie schon in der Vorrunde zeigte Basel den Bernern den Meister.

Am 7. Spieltag brachte Moreno Costanzo (war am Samstag gesperrt) die Berner in Führung. Sio und Streller drehten das Resultat zum 2:1. Anfang Dezember traf Milan Gajic vom Penaltypunkt aus zum 1:0 für YB. Mit einer Doublette brachte Mohamed Salah (inzwischen bei Chelsea) den FCB in Führung, ehe Joker Yuya Kubo stach und für YB zum 2:2 traf. Am Samstag sorgten Marco Streller (43.), Marcelo Diaz (80.) und Fabian Frei (89.) dafür, dass die Geschichte so bleibt. Was Yakin so kommentierte: «Geschichten werden nur in Basel geschrieben.»

Eine Bank, mit konstant abrufbarem Kapital

Als Autor zeichnete auch Yakin: mit einem Doppelwechsel nach der Pause. Der FCB-Trainer nahm Mohamed Elneny und Serey Die vom Platz und brachte Valentin Stocker und Marcelo Diaz. Eine Bank, deren Kapital verlässlich abrufbar ist. Das Traumtor aus der Distanz von Diaz brachte den Ausgleich und öffnete den Safe für die Bebbi zu drei Punkten. «Wenn man 0:2 zurückliegt, braucht es einen Kraftakt und mentale Stärke. Beides haben wir gegen YB bewiesen. Was für eine geile Truppe. Wir sind benachteiligt worden und es ist absolut genial, was die Mannschaft geleistet hat.»

Aber Yakin wirkte – wie auch YB-Coach Uli Forte - ob der Leistung von Ref Nikolaj Hänni angefressen. Richtig, richtig angefressen. Kommentieren wollte er die Leistung des Unparteiischen nicht, liess aber in seinen Aussagen genug Spielraum, um mit wenig Phantasie erkennen zu können, was er nicht aussprach. «Ich habe mich fürchterlich aufgeregt, aber mehr muss ich nicht sagen, jeder konnte es im Stadion sehen», so Yakin.

Ref Hänni sorgte für Gesprächsstoff

Der Gipfel sei gewesen, als Hänni vor dem 0:2 bei einem Querpass im Weg stand und der Abpraller YB den Konter erst ermöglichte. «Ich habe mich über den Schiedsrichter geärgert und das hat man gesehen. Ich weiss nicht, wie ich reagiert hätte, wenn wir verloren hätten, aber mit dem Sieg kann ich im Nachhinein sagen: Es gehört dazu und ist halt passiert.»

Hännis Entscheidungen gaben viel zu reden. Ein umstrittener Penaltypfiff, nach einem Gerangel zwischen Milan Vilotic und Marco Streller, führte schliesslich zu Dauerdiskussionen. «Nie und nimmer Penalty», sagt YB-Trainer Uli Forte und sieht in der Entscheidung eine Kompensation für die Szene, die zum 2:0 geführt hatte.

Frei sorgt für den vollen Ertrag

Fabian Frei war richtig oder falsch egal, er sorgte für den Ertrag in der 89. Minute. Dabei hat es sehr lange gedauert, bis er vom eigenen Strafraum beim gegnerischen ankam, um den Elfmeter zu schiessen. «Fast zu lange. Dann war noch etwas mit dem Penaltypunkt und ich bin auch noch ausgerutscht. Es hat viel gegen mich gesprochen – eigentlich», sagt Frei und lacht.

Frei weiter: «Es ist schon so, dass wir wissen, dass es möglich ist und sie wissen, dass es durchaus möglich ist, dass wir zurückkommen. Aber ich glaube nicht, dass es speziell nur gegen YB so ist. Es ist eine Stärke von uns, dass wir nie aufgeben und vor den eigenen Fans sowieso nicht. Wir haben uns am Anfang schwer getan, aber wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind, war ganz grosse Schule. Es war ein Zeichen, dass man uns nicht abschreiben darf – auch nicht nach einem 0:2.»

Der FCB ist nunmehr 15 Partien in der Meisterschaft ungeschlagen. Der Vorsprung des Leaders beträgt nach 20 Runden fünf Punkte auf YB. GC kann am Sonntag mit einem Sieg gegen Aarau an den Bernern vorbeiziehen und bis auf drei Punkte an den Meister herankommen. Aber für Rotblau war es ein freudiger Spieltag. Ein erster Meistermoment vielleicht - genau wird man es erst im Mai wissen.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/25785954

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. Februar 2014, 11:37 
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YB: Schirifehler oder «kollektiv verbockt»?

Die Niederlage der Young Boys in Basel am Samstag sorgte bei Bernerzeitung.ch für zahlreiche Leserkommentare. Kritisiert wird insbesondere die Leistung des Schiedsrichters, aber auch die des Teams.

Am Samstag reiste YB nach dem Spitzenkampf von Basel ohne Punkte nach Hause. Dies obwohl sie nach der ersten Halbzeit mit 2 Toren im Vorsprung waren, aber sich am Schluss vom FCB mit 3:2 trennten. Haben die Young Boys wirklich nur eine Halbzeit Fussball gespielt? Hat der Schiedsrichter Hänni die Partie entschieden? Waren die Entscheidungen des Coachs Uli Forte schuld? Hier eine

Hauptdiskussionspunkt war insbesondere die Leistung des Schiedsrichters, die auch von der Berner Zeitung genauer analysiert wurde. Der Leser Werner Kaderli schreibt zum Foul von Taulant Xhaka an Alexander Gerndt: «Die Presse meint unisono, dass dies eine klare rote Karte war, und zwar nicht nur die Berner Presse.»

Pragmatischer sieht es der Leser Heinz Kaderli: «Der Penalty ist fragwürdig, sagt sogar Streller. Aber der Schiedsrichter hat ihn gepfiffen, basta.» Andere schreiben von Penaltygeschenk für die Streller-Schwalbe, Brutalo-Foul von Xhaka an Gerndt und von einem imaginären Penalty, der das Spiel entschied, einem Schiedsrichter ohne Linie, Basel gewinne immer dank unklarer Penaltys. «Vom Glück verlassen und vom Schiedsrichter verschaukelt», meint der Leser Markus Baumann konsterniert.

Ein anderer Leser meint: «Ein brutaleres Foul als das von Xhaka an Gerndt hat es in der SL selten gegeben.» Man erinnere sich sofort an Simpson, der inzwischen Sportinvalide ist. Ebenfalls wegen eines FCB-Spielers.

Oder doch die Teamleistung?

Doch einige Leser sehen den Fehler auch bei der Mannschaft: Der Leser Jack Jones bittet «die gelb-schwarze Brille» auszuziehen und alle Aspekte, wie fehlende Chancen, zu berücksichtigen. Warum hat YB nach der 2:0-Führung aufgehört Fussball zu spielen, fragt man sich. YB habe auf «Beamtenfussball» umgestellt. Martin Senn kritisiert auch die Leistung am Spielfeldrand: «Während Yakin in der zweiten Hälfte Power brachte, kam von Forte nur kaltes Wasser ins Spiel.»

Man schreibt von purem Angsthasenfussball. Der FCB habe in der zweiten Halbzeit zugelegt, bei YB sei nichts mehr gekommen. Die Young Boys hätten viel zu passiv gespielt. Der Leser Andy Meier meint enttäuscht: «Da führen wir - auch mit Hilfe des Schiris 2:0 in Basel - und dann wird das Spiel kollektiv verbockt.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23275683

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. Februar 2014, 11:38 
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Die Noten zum Spiel YB gegen Basel

Mal wieder nach einem Spiel gegen den FCB hadert YB mit Entscheidungen der Spielleiter. Bei der 2:3-Niederlage in Basel wurden die Young Boys benachteiligt – und sie agierten nach der Pause zu mutlos.

Yvon Mvogo: Note 4
Einige gute Paraden des jungen Torhüters. Aber beim Schuss von Marco Streller zum 1:2 sieht er nicht gut aus – allerdings wurde Mvogo von zwei Baslern, die im Abseits standen, gestört.

Scott Sutter: Note 4
Lange mit einer starken Leistung, ballsicher, dominant. Doch sein Befreiungsschlag vor dem 2:2 der Basler geriet viel zu kurz.

Milan Vilotic: Note 3
Man spürte, dass der neue Innenverteidiger der YB-Defensive Sicherheit verleiht. In Basel fehlte jedoch logischerweise noch die Abstimmung in der Abwehr. Vilotic schlug den Ball vor dem ersten Basler Tor zu wenig weit weg – und er war zu zögerlich, als er den Zweikampf gegen Streller verlor und in der 89.Minute den viel zu strengen Elfmeter verschuldete.

Steve von Bergen: Note 4
Über weite Strecken stark, gewann zahlreiche Kopfballduelle. In der Endphase aber auch nicht stilsicher. Zuerst spitzelte er den Ball nach Sutters ungenügender Abwehr direkt vor die Füsse von Marcelo Diaz, der das 2:2 schoss. Und vor dem Duell Vilotic vs. Streller griff er zu wenig dezidiert ein.

Alain Rochat: Note 4
Ordentliche Vorstellung, ohne aufzufallen, aber auch ohne Fehler. Musste angeschlagen ausgewechselt werden.

Leonardo Bertone: Note 4,5
Der Youngster spielte für den gesperrten Moreno Costanzo im zentralen Mittelfeld. Bertone tat das furchtlos und lange Zeit gut, er schoss ein feines Freistosstor. Aber auch ihm gelang es nach der Pause nicht, die YB-Konter vernünftig zu koordinieren.

Milan Gajic: Note 4,5
War im Aufbau präsent und zweikampfstark. Gajic glänzte als Antreiber und Vorkämpfer, tauchte aber später auch immer mehr ab.

Raphael Nuzzolo: Note 4,5
War fleissig, viel unterwegs, ohne zu brillieren. Hatte in der Nachspielzeit Pech, als sein Schuss die Lattenoberkante streifte.

Michael Frey: Note 4,5
Frey gelang wie gewohnt eine tolle Laufleistung, in der Offensive konnte auch er wenig bewegen.

Josef Martinez: Note 4
Blieb oft hängen, hatte wenig Szenen, holte aber den Freistoss vor dem 1:0 für YB heraus

Alexander Gerndt: Note 5
Starker Kämpfer im Sturm, bewies seine hervorragende Schusstechnik mit dem präzisen Linksabschluss zum 2:0 für YB. Schied nach harter Attacke von Taulant Xhaka verletzt aus.

Florent Hadergjonaj: Note 4
Kam für Rochat (64.) und erledigte seine Arbeit solid.

Yuya Kubo: Note 4,5
Kam nach 71 Minuten für Gerndt. Gute Ideen, toller Pass auf Nuzzolo vor dessen Lattenstreifschuss.

Samuel Afum (79.Minute für Frey) war für eine Note zu kurz im Einsatz.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11547410

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. Februar 2014, 11:40 
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Erneut YB-Ärger über FCB-Bonus

Mal wieder nach einem Spiel gegen den FCB hadert YB mit Entscheidungen der Spielleiter. Bei der 2:3-Niederlage in Basel wurden die Young Boys benachteiligt – und sie agierten nach der Pause zu mutlos.

Tritt YB in Basel an, endet die Dienstreise oft im Frust. Und im Jammertal. Und man kann die Young Boys ja selbst dann verstehen, wenn man kein Berner ist. Am Samstagabend jedenfalls, im Spitzenkampf Zweiter beim Ersten, stand YB im St.-Jakob-Park am Ende mal wieder ohne Ertrag da – und haderte gleichzeitig mit mehreren umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen.

Vermutlich haben sich die Young Boys schon daran gewöhnt, beim FCB nicht unbedingt von den Spielleitern begünstigt zu werden. Präsident Werner Müller benutzte gar präsidiale Worte, als er meinte: «Es wäre schön, müssten wir hier in Basel am Schluss einmal nicht über den Schiedsrichter reden.»

Andere sprachen, ohne zitiert werden zu wollen, Klartext. «Es ist immer das Gleiche hier in Basel. Wir werden benachteiligt, und wenn der FCB einen Elfmeter in der Schlussphase benötigt, erhält er ihn meistens auch», sagte einer. Und ein anderer meinte, es könne doch nicht sein, dass beim Duell der zwei besten Schweizer Teams nicht der beste Schweizer Referee aufgeboten werde. Wobei sich die Frage stellt, wer denn das sein sollte. Nikolaj Hänni zumindest hält man im YB-Lager nicht erst seit Samstag nicht zwingend für einen begabten Pfeifenmann.

Tabakovic ist nicht Streller

Es herrscht ja ligaweit – ausserhalb Basels – seit langem Einigkeit, dass der FCB bei den Unparteiischen einen hohen Stellenwert geniesst. Dieser ist hart erarbeitet, weil die Basler mit starken Leistungen seit Jahren der unangefochtene Branchenprimus sind. Anfang November stellte diese Zeitung nach dem 2:2 in Bern zwischen YB und Basel (nach 2:0-Führung von YB) die Frage, ob der FCB einen Bonus bei den Referees besitze.

Damals hatte ebenfalls Nikolaj Hänni in der 91.Minute relativ exklusiv kein Foul gesehen, als Basels Abwehrspieler Ivan Ivanov den YB-Angreifer Haris Tabakovic im eigenen Strafraum nach einem Einwurf von hinten an den Schultern zerrte. Der junge Tabakovic räumte später ein, es wäre vielleicht besser gewesen, wenn er schneller zu Boden gegangen wäre.

Die Basler sind gut und erfolgreich und erfahren, und ihr Captain Marco Streller ist das beste Sinnbild für ihre Cleverness. Am Samstag holte er in der 89.Minute nach einem Zweikampf mit Milan Vilotic einen Elfmeter heraus. Vilotic hatte Streller weit vor dem Strafraum klar gefoult, es hätte Freistoss geben müssen.

Im Strafraum selber war keine Regelwidrigkeit zu erkennen. «In dieser Situation darf man doch niemals Penalty geben», sagt YB-Coach Uli Forte, «der Schiedsrichter hatte einfach ein schlechtes Gewissen.» Referee Hänni hatte vor der Pause einen YB-Konter ermöglicht, der zum 2:0 für die Gäste führte. Hänni stoppte – allerdings weit in der YB-Hälfte – eine Basler Kombination, weil er im Weg stand.

Bloss noch Verwalter

Der strenge Elfmeter in der 89.Minute wirkte aus Berner Sicht wie ein Kompensationsentscheid, zumal die Basler ständig bei den Spielleitern protestierten. «Es ist hart, so zu verlieren», sagt Uli Forte, «doch wir sind auch selber schuld, weil wir nach der Pause nicht mehr gut spielten.»

Die Young Boys führten gegen wenig überzeugende Basler bald 2:0, aber sie verspielten den Vorsprung, weil sie nach der Pause zu mutlos agierten und bloss als Verwalter auftraten. YB suchte nicht das dritte Tor, sondern wartete fast nur in der Defensive ab, was die Basler zustande bringen. Mit Eigenfehlern (ungenügende Befreiungsschläge, zögerliches Zweikampfverhalten) unterstützten die Berner die Wende.

Gerndt droht Saisonende

Zwar haftete auch dem ersten Basler Tor ein Makel ein, weil zwei FCB-Akteure beim Schuss von Streller im Abseits standen und YB-Goalie Yvon Mvogo irritierten, als sie sich bückten. Und es gab eine dritte Szene, über die sich die Young Boys ärgerten: Ihr Stürmer Alexander Gerndt erlitt nach einem wüsten Foul von Taulant Xhaka in der 70.Minute mehrere Verletzungen am rechten Fuss. Neben einem Innenbandriss am Knöchel besteht der Verdacht auf weitere gravierende Blessuren, genaue medizinische Untersuchungen sollen Anfang Woche für Klarheit sorgen. Xhaka, der Gerndt sogar als Simulant verspottete, hatte Glück, kam er mit einer Gelben Karte davon.

Und so blieb den Young Boys nach einem Spiel gegen den FCB mal wieder nur Frust. Auch in der Vorrunde hatten sie in Basel (1:2) einen Vorsprung kurz vor Schluss verspielt. Weil am Wochenende GC, Luzern und St. Gallen überraschend verloren, blieben sie immerhin auf Rang 2.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20935329

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. Februar 2014, 11:41 
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Berner Frust trotz Bertones Premierentor

Wie YB trotz 2:0-Führung in Basel am Ende nicht einmal einen Punkt holt und 2:3 verliert.

11 Minuten vor Spielende führen die Young Boys in Basel am Samstagabend noch 2:1 und sind damit virtueller Leader. Am Ende aber, nach der 2:3-Niederlage, beträgt der Rückstand der Berner auf den FCB fünf Punkte. «Das ist eine sehr bittere Niederlage», sagt Abwehrchef Steve von Bergen. «Wir hatten das Spiel doch lange Zeit völlig im Griff.» Ziemlich verärgert präsentiert sich Youngster Michael Frey, der in der 79.Minute (als YB noch 2:1 führte) ausgewechselt wurde: «Es tut weh, so zu verlieren.

Ich ärgere mich unglaublich fest.» Der 19-Jährige spricht unverstellt wie immer und meint, am liebsten würde er vor Wut durchdrehen, ehe er sich besinnt und den Reportern erklärt: «Nein, nein, nein, das mache ich jetzt nicht. Ich bleibe ruhig, ich bin ruhig.»

Mal wieder Chance verpasst

Beim Verlassen des Raumes, in dem sich Fussballer nach dem Spiel mit Journalisten treffen, schlägt Frey aber heftig gegen eine Wand, er verabschiedet sich mit einem lauten Knall aus Basel. Zurück lassen die Young Boys die Erkenntnis, den FCB erneut gefordert, aber auch zum wiederholten Mal eine wichtige Begegnung verloren zu haben. Diesmal unterlagen sie in einem nicht hochstehenden, aber spannenden Spitzenkampf nach 2:0-Führung mit 2:3. «Wir haben nach einer starken ersten Halbzeit leider aufgehört, nach vorne zu spielen», sagt YB-Trainer Uli Forte. «Das müssen wir viel besser machen, auch wenn die Niederlage am Ende natürlich sehr unglücklich zustande kam.»

Und so spricht nach Spielschluss kaum jemand noch von Leonardo Bertones zum 1:0 für YB in der 29.Minute. Der 19-Jährige ersetzte den gesperrten Moreno Costanzo im zentralen Mittelfeld ordentlich und erwischte Basels Nationaltorhüter Yann Sommer mit einem scharfen Schuss mitten durch die Zwei-Mann-Mauer des FCB. «Dieses Tor bringt mir jetzt auch nichts mehr», sagt Bertone. «Leider haben wir nach der Pause nicht mehr gut gespielt und den Ball nicht mehr in den eigenen Reihen gehalten.» Der junge Mann spricht, als sei er bereits ein Routinier, wenn es darum geht, mit YB in Basel ein Gipfeltreffen zu verlieren. Einmal sagt Bertone: «Wir haben eine grosse Chance verpasst.» Das hat man von Spielern der Young Boys irgendwie schon oft gehört.

Die späte Wende

Dabei sah es nach dem präzisen Flachschuss von Alexander Gerndt zum 2:0 nur 4 Minuten nach Bertones Treffer so aus, als ob YB an diesem Abend mit wenig Aufwand und bemerkenswerter Effizienz im Stil des FC Basel zu einem wertvollen Triumph kommen könnte. Was folgte, war die grosse Wende. Eingeleitet noch vor der Pause durch Stürmer Marco Streller, der das 1:2 erzielte. Abgeschlossen in der dramatischen Endphase, als die zuvor ziemlich planlosen und harmlosen Basler zuerst durch einen wunderschönen Schuss des eingewechselten Marcelo Diaz in den Torwinkel den Ausgleich erzwangen (80.Minute) – und danach dank eines umstrittenen Foulelfmeters, den Fabian Frei verwandelte, sogar noch siegten. YB dagegen stand in Basel mal wieder mit leeren Händen da.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21347751

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Altes Trauma lebt wieder auf

YB leckt nach der 2:3-Niederlage gegen Basel Wunden – und beklagt sich bitterlich über den Schiedsrichter.

Es war, als hätte am Samstagabend jemand die Replay-Taste gedrückt jenes Trauerspiels, das die YB-Fans seit Jahren albtraumhaft verfolgt, wenn ihre Mannschaft eine bedeutsame Partie gegen Ligakrösus Basel bestreitet. Etwas mehr als 10 Minuten waren im St.-Jakob-Park noch zu spielen, YB führte gegen die bis zu diesem Zeitpunkt recht zahn- und harmlosen Gastgeber 2:1 und schien auf gutem Weg, diese endlich wieder einmal zu besiegen, als Sutter eine weite Flanke nicht unter Kontrolle brachte.

Da auch Teamkollege von Bergen den Ball nicht vollends aus der Gefahrenzone spedieren konnte, passierte, was in einem echten Drama mit YB-Beteiligung passieren muss: Der Basler Einwechselspieler Diaz traf den Ball rund 22 Meter vor dem Tor derart perfekt, dass dieser mit gefühlten 150 Stundenkilometer Geschwindigkeit in die hohe Torecke flog.

Vilotics Zupfen, Strellers Sturz

Mit dem «Sonntagsschuss» hätten die Berner noch leben können. Nicht aber mit dem, was sich in der vorletzten Minute der regulären Spielzeit zutrug: Vilotic und Streller zupften, schubsten und drückten in einem Zweikampf, der im Sechzehnmeterraum mit einem spektakulären Sturz des Angreifers endete. Und was tat Schiedsrichter Nikolaj Hänni? Der pfiff doch tatsächlich den Penalty, den der clevere Stürmer gesucht hatte. «Ein strenger Penalty, aber sicher keine Schwalbe», kommentierte Streller die Szene, die den Spitzenkampf entschied und die Young Boys in Rage versetzte. Trainer Uli Forte bezeichnete den Penalty als «Frechheit» und glaubt zu wissen, dass die Unparteiischen im St.-Jakob-Park schneller pfeifen als anderswo, wenn ein Einheimischer zu Boden geht im gegnerischen Strafraum.

Die Elfmeterentscheidung war nicht die einzige Szene, die die Verlierer in höchstem Masse empörte. Zumindest im Fall von Xhaka, der Gerndt Mitte der zweiten Halbzeit draussen an der Outlinie rücksichtslos von hinten in die Beine sprang, war der Ärger nachvollziehbar. Während ihre beste Offensivkraft mit der Bahre abtransportiert werden musste, bekam der Übeltäter nur die Gelbe Karte gezeigt (die insgesamt siebte der Saison). Tags darauf bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen: Innenbandriss im rechten Knöchel, mindestens sechs bis acht Wochen Zwangspause für Gerndt. Zudem besteht der Verdacht, dass sich der Schwede weitere gravierende Blessuren zugezogen hat. Genaue medizinische Untersuchungen sollen Anfang Woche für Klarheit sorgen.

Den Offensivbetrieb eingestellt

Gerndts schwere Verletzung passte zu einem aus Berner Sicht rabenschwarzen Abend. Was hatten sie sich nicht alles vorgenommen vor dem Match. Mutig und frech wollten sie im Stadion der Nummer 1 im Land auftreten, was sie denn auch tatsächlich taten – zumindest bis zur 2:0-Führung. Weshalb sie nach der Pause den Betriebsmodus wechselten und sich wie das Kaninchen vor der Schlange versteckten bis zum bitteren Ende, konnten sie hinterher auch nicht schlüssig erklären.

«Ich weiss nicht, wieso wir nur noch so zaghaft nach vorne gespielt haben», sagte der Torschütze zum 1:0, Leonardo Bertone, der auf der Position des gesperrten Moreno Costanzo eine gute Partie zeigte. Vielleicht hätten sie in der einen oder anderen Situation zu viel überlegt, sinnierte der junge Mittelfeldspieler. Die Angst vor dem Verlieren als lähmender Faktor? Forte fand solche Überlegungen unsinnig. Es stimme, dass seine Mannschaft nach einer sehr starken ersten Halbzeit nachgelassen habe und zögerlich geworden sei. Doch das habe nicht mit dem Kopf zu tun, sondern mit der Physis. «Wir haben uns müde gerannt.»

Das ändert nichts an der ernüchternden Feststellung, dass der BSC YB eine grosse Chance verpasst hat, dem angeschlagenen FC Basel mit seinem formschwachen Regisseur Matias Delgado eins auszuwischen. Ein Sieg wäre Balsam gewesen für die geschundene Berner Seele, weil ihre Mannschaft dann in der Tabelle an der Nummer 1 der Schweiz vorbeigezogen wäre. Ein solcher hätte auch die Hoffnungen genährt, dass es heuer vielleicht endlich klappen könnte mit einem Titel – zumal Basel derzeit nur ein Schatten seiner besten Champions-League-Tage darstellt.Die Realität nach der 20. Meisterschaftsrunde sieht ganz anders aus: Die Berner lecken Wunden, die Basler frohlocken. Ihr FCB liegt in der Tabelle wieder fünf Punkte vor YB.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Al ... y/19004562

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Nur bis zur 80. Minute der neue Leader

Bei den drei Gegentoren patzte ausgerechnet die neu formierte Innenverteidigung der Young Boys.

Michael Frey fiel es sichtlich schwer, seinem Frust nicht freien Lauf zu lassen. «Ich muss jetzt ruhig bleiben und will nicht zu viel sagen», versuchte sich der junge YB-Stürmer selber zu disziplinieren. «Schade, einfach schade», platzte es trotzdem aus ihm heraus. «Wer in der 80. Minute 2:1 führt, darf so ein Spiel nicht mehr verlieren.» Für den eben zum Youngster der Liga gewählten Frey war die späte Wende doppelt bitter, musste er diese nach seiner Auswechslung doch von der Bank aus mit ansehen. «Das tat weh. Andererseits war heute auch nicht alles schlecht. Wir haben mit der 2:0-Führung hier in Basel gezeigt, dass wir viel Potenzial besitzen. Die Saison geht noch lange, es ist gar nichts verloren», wollte er schon wieder Optimismus verbreiten. Mit der Art und Weise, wie der danach die Türe hinter sich zuknallte, zeigte er allerdings seine wahre Gemütslage.

«Es wartet Feinarbeit auf uns»

Nicht so schnell abhaken wollte Uli Forte die Niederlage. «Ich muss unsere Leistung nach der Pause mit meinen Spielern nochmals aufarbeiten. Sich in Basel so zu verhalten, das geht nicht. Auch bei seiner neuen Innenverteidigung sah der YB-Trainer noch Steigerungspotenzial, «die Abstimmung zwischen Vilotic und Von Bergen muss noch besser werden.» In der Tat spielten beide Abwehrspieler nicht fehlerfrei. Der Zuzug von GC brachte vor dem 1:2 den Ball nur ungenügend aus der Gefahrenzone und verschuldete mit seinem ungeschickten Verhalten auch den sehr strittigen Penalty gegen Streller. Und Von Bergen, der nach seiner Sperre ebenfalls erstmals wieder im Team stand, agierte beim 2:2 unglücklich, in dem sein missratener Abwehrversuch zur idealen Vorlage für Diaz gedieh. «Es wartet noch einiges an Feinarbeit auf uns», sagte Forte. Dieses Spiel habe wieder gezeigt, dass sein Team noch einiges lernen müsse.

In Basel in Führung gehen und am Ende leer ausgehen, diese Erfahrung hatten die Berner schon in der ersten Saisonhälfte gemacht. Diesmal legte YB nicht nur einen, sondern gleich zwei Treffer vor, «und wieder waren es am Ende null Punkte», sagte Forte mit leichter Resignation in seiner Stimme.

Die Young Boys dürften dieser verpassten Chance, erstmals nach der achten Runde wieder auf Platz 1 vorzustossen, noch lange nachtrauern. Die Berner konnten ihr Syndrom, beste Gelegenheiten fahrlässig zu verspielen, ein weiteres Mal nicht ablegen. «Wir sind selber schuld», brachte es Leonardo Bertone auf den Punkt.

Der junge YB-Spieler war für den gesperrten Costanzo ins Team gerückt und konnte sich nicht einmal über seinen ersten Treffer in der Super League freuen. «Mein Tor hat nichts genützt, darum kann ich mich auch nicht freuen. Es ist einfach nur bitter, so ein Spiel zu verlieren.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Nu ... y/15349568

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. Februar 2014, 11:51 
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Ein erster Meistermoment

von Eva Tedesco - Rotblau dreht einen 0:2-Rückstand im Spitzenkampf gegen YB und gewinnt 3:2. Der Sieg gegen den wohl grössten Konkurrenten wirkt wie ein erster Meistermoment.

Immer dieselbe Geschichte: YB führt und gewinnt nicht gegen den FCB. Und das schon zum dritten Mal in dieser Saison. Leonardo Bertone (29.) und Alexander Gerndt (33.) hatten für eine 2:0-Führung gesorgt. Doch wie schon in der Vorrunde zeigte Basel den Bernern den Meister.

Am 7. Spieltag brachte Moreno Costanzo (war am Samstag gesperrt) die Berner in Führung. Sio und Streller drehten das Resultat zum 2:1. Anfang Dezember traf Milan Gajic vom Penaltypunkt aus zum 1:0 für YB. Mit einer Doublette brachte Mohamed Salah (inzwischen bei Chelsea) den FCB in Führung, ehe Joker Yuya Kubo stach und für YB zum 2:2 traf. Am Samstag sorgten Marco Streller (43.), Marcelo Diaz (80.) und Fabian Frei (89.) dafür, dass die Geschichte so bleibt. Was Yakin so kommentierte: «Geschichten werden nur in Basel geschrieben.»

Eine Bank, mit konstant abrufbarem Kapital

Als Autor zeichnete auch Yakin: mit einem Doppelwechsel nach der Pause. Der FCB-Trainer nahm Mohamed Elneny und Serey Die vom Platz und brachte Valentin Stocker und Marcelo Diaz. Eine Bank, deren Kapital verlässlich abrufbar ist. Das Traumtor aus der Distanz von Diaz brachte den Ausgleich und öffnete den Safe für die Bebbi zu drei Punkten. «Wenn man 0:2 zurückliegt, braucht es einen Kraftakt und mentale Stärke. Beides haben wir gegen YB bewiesen. Was für eine geile Truppe. Wir sind benachteiligt worden und es ist absolut genial, was die Mannschaft geleistet hat.»

Aber Yakin wirkte – wie auch YB-Coach Uli Forte - ob der Leistung von Ref Nikolaj Hänni angefressen. Richtig, richtig angefressen. Kommentieren wollte er die Leistung des Unparteiischen nicht, liess aber in seinen Aussagen genug Spielraum, um mit wenig Phantasie erkennen zu können, was er nicht aussprach. «Ich habe mich fürchterlich aufgeregt, aber mehr muss ich nicht sagen, jeder konnte es im Stadion sehen», so Yakin.

Ref Hänni sorgte für Gesprächsstoff

Der Gipfel sei gewesen, als Hänni vor dem 0:2 bei einem Querpass im Weg stand und der Abpraller YB den Konter erst ermöglichte. «Ich habe mich über den Schiedsrichter geärgert und das hat man gesehen. Ich weiss nicht, wie ich reagiert hätte, wenn wir verloren hätten, aber mit dem Sieg kann ich im Nachhinein sagen: Es gehört dazu und ist halt passiert.»

Hännis Entscheidungen gaben viel zu reden. Ein umstrittener Penaltypfiff, nach einem Gerangel zwischen Milan Vilotic und Marco Streller, führte schliesslich zu Dauerdiskussionen. «Nie und nimmer Penalty», sagt YB-Trainer Uli Forte und sieht in der Entscheidung eine Kompensation für die Szene, die zum 2:0 geführt hatte.

Frei sorgt für den vollen Ertrag

Fabian Frei war richtig oder falsch egal, er sorgte für den Ertrag in der 89. Minute. Dabei hat es sehr lange gedauert, bis er vom eigenen Strafraum beim gegnerischen ankam, um den Elfmeter zu schiessen. «Fast zu lange. Dann war noch etwas mit dem Penaltypunkt und ich bin auch noch ausgerutscht. Es hat viel gegen mich gesprochen – eigentlich», sagt Frei und lacht.

Frei weiter: «Es ist schon so, dass wir wissen, dass es möglich ist und sie wissen, dass es durchaus möglich ist, dass wir zurückkommen. Aber ich glaube nicht, dass es speziell nur gegen YB so ist. Es ist eine Stärke von uns, dass wir nie aufgeben und vor den eigenen Fans sowieso nicht. Wir haben uns am Anfang schwer getan, aber wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind, war ganz grosse Schule. Es war ein Zeichen, dass man uns nicht abschreiben darf – auch nicht nach einem 0:2.»

Der FCB ist nunmehr 15 Partien in der Meisterschaft ungeschlagen. Der Vorsprung des Leaders beträgt nach 20 Runden fünf Punkte auf YB. GC kann am Sonntag mit einem Sieg gegen Aarau an den Bernern vorbeiziehen und bis auf drei Punkte an den Meister herankommen. Aber für Rotblau war es ein freudiger Spieltag. Ein erster Meistermoment vielleicht - genau wird man es erst im Mai wissen.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... t-25785954

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. Februar 2014, 17:30 
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Saison-Ende für Gerndt

Forte tobt nach Xhaka-Foul

Die Diagnose nach dem Foul von Taulant Xhaka am Schweden ist niederschmetternd: Innenbandriss am Knöchel. Dazu einen Riss des Syndesmosebands sowie Knochenabsplitterungen. Die Saison ist für Gerndt beendet!

«Ich hoffe, dieses brutale Foul gefährdet seine Karriere nicht», sagt YB-Trainer Uli Forte. «Und dann macht ein Basler Spieler noch das Schwalben-Zeichen – unglaublich!»

Ebenso wie der Penalty in der zweitletzten Minute. «Ein Witz!», sagt Forte kurz und bündig.

«Wenn du beim Foul von Xhaka nur Gelb zeigst, kannst du diesen Elfer nie und nimmer geben. Du kannst nicht einmal Grümpelturnier und einmal Champions League pfeifen.»

Und dann war da noch das erste Tor durch Streller, bei dem sich zwei im Offside stehende Basler bücken, weil sie in der Flugbahn des Balles stehen. «Irregulär», urteilt Forte.

Die TV-Bilder decken auf: Es ist der krasseste Fehlentscheid des Spiels.

Fortes Fazit: «Es ist sonst schon schwierig in Basel zu gewinnen. Wenn ein Schiedsrichter das ganze Spiel darauf wartet, einen Fehler zu kompensieren, ist es unmöglich. Da muss man nicht mehr über Mentales und solche Dinge reden und kann trainieren, wie man will. Nein, so gehts nicht!»

Alexander Gerndt ist «kaputt». YB wütet auch zwei Tage nach dem 2:3 in Basel wegen Schiri Nikolaj Hänni.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 63997.html

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