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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Januar 2012, 12:36 
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Trainingsstart mit einer «rollenden Planung»

Beim Arbeitsbeginn der Young Boys im 2012 wurden noch keine Neulinge ausgemacht.

Emmanuel Mayuka, der sich mit Sambia auf den Afrika-Cup vorbereitet, war der einzige Abwesende beim YB-Trainingsauftakt gestern Dienstag. Der erste Tag der Vorbereitung auf die Rückrunde war mit einem Lauf am Morgen und einem ersten Training auf dem Kunstrasen Neufeld am Nachmittag ausgefüllt.

Sambia trifft am Afrika-Cup, der in Gabun und Äquatorialguinea ausgetragen wird, in den Gruppenspielen auf Senegal, Libyen und am 29. Januar auf Äquatorialguinea. So ist es unwahrscheinlich, dass der mit sieben Treffern beste Torschütze der Young Boys beim Rückrundenstart am 5. Februar gegen Servette bereits wieder am Ball für die Berner sein wird, selbst wenn Sambia die Viertelfinals verpassen sollte.

Das Stürmerproblem haben die Young Boys über die Festtagspause mitgenommen, und das Transferfenster im Januar wollen die Verantwortlichen nun nutzen, um die angekündigten Verstärkungen für die Offensive an sich zu binden. CEO Ilja Kaenzig bestätigte diesbezüglich einen Bericht der «Berner Zeitung», die vom Interesse am 21-jährigen Kameruner Yannick N’Djeng schrieb. Das Stürmertalent spielt seit dem letzten Sommer bei Serienmeister Espérance Sportive de Tunis. Die Verhandlungen sind angelaufen, wie üblich gibt sich Kaenzig in solchen Situationen defensiv: «Bevor der Vertrag nicht unterschriftsreif ist, setzen wir N’Djeng nicht in ein Flugzeug Richtung Schweiz.»

Vitkieviez ein valabler Kandidat

Als Kaenzig vor Wochen auf Xamax-Stürmer Kalu Uche angesprochen wurde, verwarf er die Hände: «Viel zu teuer.» Jetzt deutet er immerhin an, dass es vielleicht eine Möglichkeit gäbe, den 29-jährigen Nigerianer nach Bern zu lotsen. In Neuenburg versinkt Xamax immer tiefer im Schuldensumpf, und die Spieler suchen neue Arbeitgeber. «Es ist eine sehr unübersichtliche Situation, und wir sind nicht der einzige Klub, der an Uche interessiert ist», sagt Kaenzig. Uche steuerte in 14 Spielen mit Xamax sechs Toren und sieben Assists bei.

Der Name Matias Vitkieviez von Servette wurde im Zusammenhang mit YB von den Medien noch nicht aufgegriffen. Aber die Young Boys versuchen den 26-jährigen offensiven Mittelfeldspieler, der in der Vorrunde fünfmal für Servette traf, loszueisen. Der CEO gibt sich wortkarg: «Vitkieviez ist ein sehr interessanter Spieler.» Die sechste Saison spielt der Doppelbürger (Schweiz/Uruguay) für Servette. In der Vorrunde erzielte er in beiden Spielen gegen YB (1:1 und 1:0 für Servette) die Tore für die Genfer.

Auch zu Abschieden kam es dieser Tage bei YB noch nicht. «Wir suchen zwei Offensivspieler, die uns weiterbringen. Erst wenn diese Transfers definitiv sind, kann der Abgang von Marco Schneuwly zu Thun ein Thema werden», betonte Hansruedi Hasler, der Technische Direktor, erneut.

Scott Sutter, der zuletzt die Spiele ebenfalls vor allem von der Ersatzbank erlebte, weilte über Neujahr in Hongkong. Die Transfergerüchte über seine Person hat er dank der neuen digitalen Welt mitbekommen, er hat sie teils belustigt, teils erstaunt zur Kenntnis genommen. «Ich las auf ‹Skysports›, dass die Wolverhampton Wanderers und die Glasgow Rangers Interesse haben sollen an mir.» Virtuell oder in der realen Welt? Sutter lacht: «Ich hatte mit keinem Verein Kontakt, und auch mein Berater hat nichts unternommen.» Er sei bei YB sehr zufrieden, mit der Ausnahme, dass er nicht spiele. «Ich nehme den Konkurrenzkampf an und weiss, dass die Fans mich unterstützen.»

Das Bekenntnis von Raimondi

Auch Mario Raimondi, der bei Trainer Christian Gross ebenfalls nicht mehr hoch im Kurs steht, zeigte sich in aufgeräumter Stimmung beim Trainingsstart. «Es hat sich nichts geändert. Ich bin bei YB, ich will spielen. Ich hatte bisher mit keinem anderen Verein Kontakt.»

Trainer Gross spricht von einer «rollenden Planung». Damit deutet er an, dass bis zum Rückrundenstart in Sachen Spielerwechsel noch viel passieren kann. Zurückhaltend äussert er sich zu den Zielen: «Wir sind in der Vorrunde in der Defensive gut gestanden. In der Offensive müssen wir aber zulegen. Ob es gelingt, wird die Zukunft zeigen.»

Vorbereitungsprogramm

Samstag, 14. Januar: Solothurn - YB (14 Uhr). – Dienstag, 17. Januar: FC Aarau - YB (14 Uhr, Schachen in Aarau). – Donnerstag, 19. Januar: Abreise ins Trainingslager nach Cala de Mijas (Spanien). – Sonntag, 22. Januar: YB - Dynamo Kiew. – Mittwoch, 25. Januar: Testspiel, Zeit und Gegner noch offen. – Sonntag, 29. Januar: Rückreise aus Spanien. – Dienstag, 31. Januar: Testspiel, Zeit und Gegner noch offen. – Sonntag, 5. Februar: Start zur Rückrunde mit YB gegen Servette (16 Uhr).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Tr ... y/10950045

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Montag 9. Januar 2012, 19:54 
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07.01.2012

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Fokussiert und fordernd

Nach enttäuschender Vorrunde will Christian Gross im Jahr 2012 beharrlich Fortschritte erzielen. Der YB-Trainer ist sehr motiviert.

Es sind die Augen, die einen scharf fixieren. Es sind die Arme und Hände, die ständig in Bewegung sind. Und es sind die Worte, schnell und präzis gesprochen. Wer mit Christian Gross spricht, spürt die Begeisterung, die Freude, die Beharrlichkeit, mit der er seinen Job als Fussballtrainer ausübt. Treffpunkt ist am Freitagmorgen das Restaurant Eleven im Stade de Suisse, und Gross ist bald in seinem Element. 2012 wird ein wichtiges Jahr – für ihn, seine Arbeit, seinen Ruf. Er ist, wie immer, fokussiert, engagiert, leidenschaftlich, er widmet sich jedem Detail mit einer bemerkenswerten, manchmal wohl anstrengenden Besessenheit. Er fordert viel, von Spielern und Mitarbeitern, Medien und Fans. «Wir sitzen alle im gleichen Boot», sagt er einmal. Und: «Bern wünscht sich einen Titel für YB. Wir arbeiten fleissig daran.»

Bald 10000 Saisonkarten

Christian Gross weiss, dass elf Punkte Rückstand auf Basel in der Rückrunde schwierig aufzuholen sind. Aber es gibt auch eine nächste Saison. «Und in der Vorrunde war nicht alles schlecht», sagt Gross. «Klar, sind wir aus Europa League und Cup frühzeitig ausgeschieden. Aber wir waren stabil, Torhüter Marco Wölfli erhielt in einer Vorrunde noch nie weniger Gegentore. Und wir erspielten uns viele Chancen.» Aber, und jetzt spricht Gross wie im Herbst 2011, seine Akteure müssten zielstrebiger, konsequenter, dominanter auftreten.

Es gibt ja YB-Anhänger, die Gross angesichts teilweise uninspirierter Vorstellungen der Young Boys kritisch betrachten. Aber YB fasziniert, interessiert, bewegt weiter. Innerhalb der letzten Tage verkaufte der Verein fast 1000 Saisonkarten, bald ist die Marke 10000 erreicht, das ist ein besserer Wert als vor genau einem Jahr. Im Verein rechnet man mit rund 13000 Dauerkarten, wenn die Rückrunde Anfang Februar beginnt – und erneut mit über 15000, wenn im Sommer die Preise reduziert werden. Das sind fantastische Zahlen, gerade wenn man überlegt, wo YB noch vor wenigen Jahren war.

Von Gonzalez bis Vitkieviez

Aber die titellose, frustrierende Zeit schmerzt, und Gross hat eine gewisse Verzagtheit beim Berner Fussballinteressierten festgestellt. «Wir müssen mit Resultaten und Leistungen den Glauben an YB wecken», sagt er. Erleichtert registrierte der Coach, dass die Vereinsbesitzer bereit sind, ins Team zu investieren. Längst hat Gross entschieden, wen er als nicht geeignet betrachtet, den Weg mit ihm weiterzugehen. Er würde das natürlich nie so sagen. Er sagt: «Solange ein Spieler nicht verkauft ist, kann er sich aufdrängen.» Mehrere Akteure aber werden YB verlassen müssen – und der umworbene Stürmer Emmanuel Mayuka dürfte spätestens im Sommer eine hübsche Ablösesumme einbringen.

Bezüglich Zugängen wurden zuletzt über zwanzig Kandidaten gehandelt. Ernsthaft befasst man sich bei YB bekanntlich mit den jungen, begabten Venezolanern Alexander Gonzalez und Josef Martinez sowie dem talentierten kamerunischen Stürmer Yannick N’Djeng, die bald verpflichtet werden sollen – sowie Xamax-Stürmer Kalu Uche und Servettes Matias Vitkieviez, der rechts und links im Mittelfeld spielen kann. Gross bezeichnet den Nigerianer Uche und den Uruguayer Vitkieviez, der als Fussballschweizer gilt, als «interessante Spieler». Konkreter will er sich zum komplizierten Transfergeschäft nicht äussern. Er treibt den Umbau des Teams mit der ihm eigenen Entschlossenheit voran – und es kann dabei gut sein, dass Vitkieviez erst im Sommer nach Bern wechselt, dann läuft sein Vertrag aus.

Und wenn YB-CEO Ilja Kaenzig von zwei weiteren Kandidaten spricht, die in der Presse noch nicht erwähnt wurden, ist das im Sinn von Gross. Er mag Diskretion. Und freut sich aufs Trainingslager ab Mitte Januar in Südspanien. «Wir haben viel vor und werden hart und seriös arbeiten», sagt er. Es klingt nach sehr anstrengenden Tagen für die YB-Fussballer.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19729697

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. Januar 2012, 10:26 
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Christian Gross fliegt heute mit 28 YB-Spielern ins Trainingslager

Heute reisen die Young Boys ins Trainingslager nach Südspanien. Coach Christian Gross wird dort mit insgesamt 28 Spielern arbeiten können. Der sofortige Wechsel von Matias Vitkieviez ist nun auch von YB bestätigt.

YB ist abflugbereit. Nach dem letzten Test auf Schweizer Boden gegen den Challenge-League-Verein Aarau vom Dienstag verreist der BSC Young Boys heute Vormittag Richtung Südspanien, nach Cala de Mijas, ins Trainingslager. Das YB-Kader ist in Bewegung dieser Tage – im doppelten Sinn: Neben den täglichen Trainingseinheiten laufen die Transfergespräche auf Hochtouren, drei Zuzüge haben die Berner bereits vermelden können. Nach der Verpflichtung der Venezolaner Josef Martinez und Alexander Gonzalez wurde gestern auch der sofortige Transfer von Servettes Mittelfeldspieler Matias Vitkieviez zu YB bestätigt. Beim 5:3-Testspielsieg gegen Aarau empfahl sich zudem der eigene Nachwuchs für höhere Aufgaben: U-21-Stürmer Michaël Frey traf zum 2:0 und zeigte eine ansprechende Leistung, sein Teamkollege Leo Bertone spielte 60 Minuten lang im Angriff. Die beiden werden im Trainingslager zusammen mit Verteidiger Ivo Zangger die Nachwuchsfraktion bilden und sich bei Trainer Christian Gross aufzudrängen versuchen.

Perspektiven und Korrekturen

Gross ist froh, in Spanien mit einer breiten Auswahl arbeiten zu können. 28 Spieler umfasst die Delegation fürs zehntägige Camp, eine Kaderbreite, die der YB-Trainer als «grenzwertig» bezeichnet. Er weiss, dass YB nicht allen Akteuren eine Perspektive bieten kann. Deswegen erinnert Gross an die noch immer «rollende, stete Planung» und geht davon aus, «dass es noch einige Korrekturen geben wird».

Dafür ist primär YB-CEO Ilja Kaenzig zuständig. Obwohl er schon drei Transfers hat abwickeln können, blickt Kaenzig intensiven Tagen entgegen. Es bleibt gar so viel zu tun, dass der Geschäftsführer auf die Spanien-Reise verzichtet und dem Trainingslager fernbleibt. Den jüngsten Transfer konnte Kaenzig gestern unter Dach und Fach bringen. Die Causa Vitkieviez habe sich unnötig in die Länge gezogen, «eigentlich war längst alles klar, nur haben die Papiere aus Genf lange gefehlt», erzählt Kaenzig. Da der uruguayisch-schweizerische Doppelbürger im Trainingslager der Servettiens nicht erwünscht war und er mangels der Transferbestätigung auch bei YB noch nicht mittun durfte, stand der 26-jährige Offensivspieler eine Zeitlang zwischen Stuhl und Bank. Jetzt aber ist klar: Vitkieviez wird heute mitfliegen und ab sofort mit YB trainieren dürfen.

Kommen und Gehen

Der allseits erwünschte neue Stürmer ist die nächste Pendenz auf Kaenzigs langer Liste. «In der Winterpause gibt es tendenziell weniger Spieler, die bei ihrem Verein unzufrieden sind und unbedingt wechseln wollen», sagt Kaenzig. Das Umwerben, das Loseisen eines Kandidaten von seinem Klub gestalte sich so etwas schwieriger. Die Lohnliste der Young Boys wird durch die bereits getätigten und noch angestrebten Verpflichtungen nicht kürzer. Deswegen scheint klar, dass einige den Verein früher oder später verlassen müssen. «Da sind wir nach wie vor dran», bestätigt Kaenzig, beschreibt aber auch hier eine ähnliche Problematik. «Logischerweise wollen wir nur unsere überzähligen Spieler abgeben. Und die stossen auf dem Markt naturgemäss auf weniger Interesse.»

Hände und Füsse

So wird die YB-Mannschaft im Trainingslager neue Konturen erhalten. Captain Marco Wölfli ist dabei als Ansprechperson besonders gefordert. Er freut sich auf die Integration der frischen Kräfte: «Unsere Zugänge haben mir bisher einen sehr positiven Eindruck gemacht.» Dass zur Kommunikation mit den Venezolanern Martinez und Gonzalez, sowie dem uruguayischstämmigen Vitkieviez nun vermehrt Spanisch gefragt sein wird, macht dem Halbitaliener Wölfli nichts aus. «Zur Not brauche ich Hände und Füsse – oder eben mein Italienisch», sagt der Goalie lachend.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20802511

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. Januar 2012, 12:34 
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Der Wechsel war nicht bei allen die richtige Entscheidung

Stammspieler, Reservist, Reisender,Tribünengast, Verletzter, Überflieger, Spieler des Jahres: In den letzten drei Jahren haben mehrere vormalige Stammspieler YB verlassen. Nicht alle haben beim neuen Verein aber auch ihr Glück gefunden. Eine Übersicht.

Die Berner Young Boys waren in den letzten drei Saisons auf dem Transfermarkt äusserst aktiv. YB hat aber nicht nur eingekauft, sondern auch zahlreiche vormalige Stammspieler ziehen lassen.

Diese Spieler verliessen Bern aus den unterschiedlichsten Gründen: Sie waren unzufrieden, wollten den nächsten Schritt auf der Karriereleiter erklimmen, spülten viel Geld in die Kasse oder waren nicht mehr erwünscht.

In der Bildstrecke sehen Sie wer den Durchbruch auch beim neuen Verein geschafft hat, oder wer den Schritt mittlerweile vielleicht sogar bereut.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12774310

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 19. Januar 2012, 17:38 
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Ein Lächeln, zwei Venezolaner und 27 Spieler

YB-Trainer Christian Gross ist guter Laune. Kunststück. Gründe gibts genug. Der 5:3-Sieg im Test vom Dienstag gegen einen offensiv starken FC Aarau macht Hoffnung. Und welcher Trainer hat schon 27 Spieler im Kader, die den internen Konkurrenzkampf anheizen? Gross lächelt schelmisch und sagt: «Na ja, 27 Spieler sind ein bisschen viel. Es ist gut möglich, dass wir das Kader für die Rückrunde noch etwas verkleinern.»

Trotzdem. Wer Gross kennt, der weiss, dass er gerne die Qual der Wahl hat. Wenn die Young Boys morgen ins zehntägige Trainingslager nach Malaga reisen, will der Perfektionist nichts dem Zufall überlassen. Schliesslich gilt es in der zweiten Saisonhälfte, das mässige Abschneiden der Vorrunde zu korrigieren. Nach der Rückkehr in die Schweiz steht Gross unter Druck. Zum Rückrundenauftakt empfangen die Berner Servette. Alles andere als ein Sieg und der Startschuss zur Aufholjagd auf Leader FC Basel wäre ein herber Rückschlag. Das Scheitern im Cup gegen Winterthur und der Elfpunkte-Rückstand auf den Tabellenführer sind für den erfolgsverwöhnten Trainer keine Ruhmesblätter.

Mit dabei in Malaga sind auch die beiden Venezolaner und Perspektivspieler Alexander Gonzalez und Josef Martinez. Der 19-jährige Gonzalez fehlte gegen Aarau wegen einer leichten Verletzung. Ganz anders Martinez. Der 18-jährige Stürmer zeigte während des 30-minütigen Einsatzes vielversprechende Ansätze und schoss den Treffer zum 3:1. Martinez debütierte vor einem Jahr in der ersten Mannschaft von Caracas und zählt jetzt bereits zum Stamm der Nationalmannschaft. YB-Goali Marco Wölfli lobt das Talent und sagt: «Joe ist ein guter Typ, ist schnell, trickreich und hat ein gutes Auge. Er hat die Qualität, sich bei uns durchzusetzen.»

Apropos Talent. Mit Michael Frey, der in der Vorrunde meistens in der U21-Auswahl spielte, zeigte gegen Aarau auch ein anderer Hoffnungsträger eine starke Leistung. Mal schauen, ob Gross sein Team im Süden auf Vordermann trimmen kann. Höhepunkt für Trainer und Spieler sind aber nicht die vielen Trainingseinheiten, sondern der Besuch des Spiels zwischen Malaga und Barcelona. Von der spielstärksten Mannschaft der Welt kann sogar Gross noch etwas lernen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Freitag 20. Januar 2012, 17:24 
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Die Stimmen der YB-Fans

Brian Ruchti und Simon Klopfenstein sind YB-Fans – bloss wortgewandter, schlagfertiger, witziger und emotionaler als viele andere. Das leben sie seit drei Jahren mit Radio Gelb-Schwarz (RGS) aus.

Sieben Jahre standen sie in der YB-Fankurve im Sektor D, heute stehen Brian Ruchti und Simon Klopfenstein im Medienbereich und kommentieren auf Radio Gelb-Schwarz möglichst jedes Spiel der Young Boys. Auswärts reisen die beiden Fans kaum mehr im Fanzug, weil zwischen der Ankunft des Zuges und dem Anpfiff immer weniger Zeit bleibe. Für die Moderatoren sei die Zeit zu knapp, um ihr Equipment aufzubauen. Auch ist ihnen das Vorprogramm, die Sendung vor dem Spiel, sehr wichtig.

Manchmal vermissen sie die Kurve und verspüren das Bedürfnis, sich wieder einmal ein Spiel vom Sektor D aus anzuschauen. Doch den Kontakt zu den Fans haben sie nie verloren. «Lieder singen wir auch am Radio und wir haben viele Freunde in der Kurve», erzählen die beiden 23-Jährigen.

Freunde aus Kindertagen

Trifft man die Hobbymoderatoren nicht im Stadion, in der Halbzeit oder zu Hause, sind sie in der Nationalbibliothek, über ihre Bachelorarbeit gebeugt. Beide studieren Geschichte mit Recht im Nebenfach. Im zweiten Nebenfach belegt Simon Soziologie und Brian Englisch.

Sie kennen sich von früher, wuchsen in Nachbardörfern auf, Simon auf dem Bramberg bei Neuenegg und Brian in Laupen. Heute wohnen die YB-Fans in Bern, Brian in einer 2er-WG im Breitsch, Simon mit seiner Freundin – einer Baslerin – im Weissenbühl. Neben Fussball bleibe zwar wenig Platz für anderes, doch Brian spielt Rugby und Simon kocht gerne. Ausgang ist kein grosses Thema für sie.

Leidenschaft der Debatte

Auch wenn sie studieren, haben sie das Campusleben wegen YB ein wenig verpasst, dafür werden sie von ihren Dozenten erkannt. Ob ihr Leben ohne YB anders aussehen würde? «Vielleicht würde ich in Amerika studieren», sinniert Brian, der neben dem Schweizer Pass auch den amerikanischen und irischen besitzt.

Was sie verbindet, ist die Freude am Debattieren. «Die Zeit des klassischen Spielmachers ist vorbei», erzählt Brian im Interview. Sofort widerspricht Simon: «Noch nicht, das wird noch einige Jahre dauern». Ihre Diskussionen können Stunden dauern, sind oft hitzig, aber verlaufen stets getreu ihrem Motto: «Parteiisch, aber fair». Nicht nur unter sich diskutieren sie, sondern auch mit anderen, beispielsweise mit YB-CEO Ilja Känzig. Lachend erklären sie ihr Fernziel: «Wir wollen einen schlauen Transfer initiieren, der so richtig einschlägt».

Galgenhumor und Witz

Dank ihrer interaktiven Sendung, den Emotionen, ihrer Spontantität und dem fussballerischen Know-How geniessen die beiden Studenten bei den Fans Kultstatus. Auf Facebook zählt RGS 2325 Fans. Wer sich je eine Übertragung angehört hat, der weiss, Fussball ist ihr Leben, ihre Leidenschaft, ihre Elixier. «Unsere Sendung lebt von Improvisation, aber dafür bereiten wir uns gewissenhaft vor», erklärt Simon Klopfenstein. Erst mit akribischer Vorbereitung könne man das Unbekannte und Überraschende in Worte fassen. Doch nicht nur was auf dem Fussballplatz geschieht, erzählen sie, sondern versuchen im Reportagestil alle Sinne anzusprechen. Das grösste Kompliment sei, wenn ihnen ein Hörer schreibt: «Ich fühlte mich, als wäre ich im Stadion.»

Seit Dezember hat YB Winterpause, nicht so Ruchti und Klopfenstein: Sie holen sich neue Ideen in ausländischen Ligen und fremdsprachigen Moderationen. «Schön ist es, wenn man in den ‹Flow› kommt», erzählt Simon. Beide sagen von sich, dass sie keine Witze erzählen können. Dennoch sind sie bekannt für ihren Witz: «Unser Humor ist nie geplant und nie gesucht. Humor soll ein Nebenprodukt des Spiels sein.» Fussballerische Enttäuschungen mussten sie in den letzten Jahren so manche hinnehmen, was sie mit Galgenhumor zu überspielen versuchen. Aber sie sind sich einig: «Fussball ist ein Spiel und muss ein Spiel bleiben.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17866642

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Freitag 20. Januar 2012, 17:29 
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«Tag und Nacht» auf der Suche

Ungewiss ist nach wie vor auch der Verbleib von Scott Sutter. Auf seiner Position als Rechtsverteidiger genoss in der Vorrunde Elsad Zverotic bei Trainer Gross den viel grösseren Kredit. Nun ist mit Gonzalez ein weiterer Konkurrent dazugekommen. Auf einen Wechsel oder zumindest eine Ausleihe drängt auch Innenverteidiger François Affolter, der seinen Platz im U-21-Nationalteam und damit die Olympiateilnahme aufgrund fehlender Einsätze gefährdet sieht. Und Stürmer Marco Schneuwly, der zu Thun wechseln möchte, muss sich gedulden, bis YB auch im Angriff eine neue Kraft verpflichtet hat. «Tag und Nacht» sei er auf Stürmersuche, sagt Kaenzig. «Es ist die komplizierteste Aufgabe, und es ist kein Wunder, dauert sie am längsten, denn jeder Klub ist auf der Suche nach einem guten Angreifer.» Die Erwartungshaltung in Bern macht es für Kaenzig nicht einfacher: Anhänger und Medien erwarten einen namhaften Zuzug, obwohl die finanziellen Mittel nicht unbegrenzt sind und die Übernahme von Spielern vom Kaliber Kalu Uches daher ausser Reichweite liegt. Dennoch wollen die Young Boys möglichst rasch einen neuen Stürmer präsentieren.

Finanziell entlasten soll den Klub der bevorstehende Abgang von Emiliano Dudar. Der amerikanische Klub D.C.United aus der Hauptstadt Washington will den Verteidiger verpflichten. Der Argentinier fliegt am Wochenende in die USA und soll nach den medizinischen Untersuchungen einen Vertrag unterschreiben. Das Israel-Engagement von Hassan Lingani, der ebenfalls nicht mehr für YB auflaufen wird, hat sich hingegen zerschlagen. Auch Bellinzona hat das ursprüngliche Interesse am Verteidiger aus der Elfenbeinküste nicht bekräftigt.

Kein Berner Interesse an Xamax-Spielern

Scheinbar ungerührt setzt die Mannschaft von Neuenburg Xamax nach dem Lizenzentzug durch die Swiss Football League ihr Trainingslager in Dubai fort. Dabei würde für die Spieler keine Verpflichtung mehr bestehen, den Klubdress zu tragen: «Unter diesen Umständen, den ausstehenden Löhnen und dem Ausschluss aus der Meisterschaft, sind die rechtlichen Voraussetzungen für die Spieler gegeben, ihren Vertrag zu kündigen. Ihr Arbeitgeber kommt seinen Verpflichtungen ja nicht mehr nach», sagt YB-CEO Ilja Kaenzig. Die Spieler könnten so ablösefrei zu einem anderen Klub wechseln. Zu YB wird laut Kaenzig kein Neuenburger stossen. «Unser Scout Ingo Winter hat Xamax 13-mal beobachtet. Nur ein Spieler würde unserem Anforderungsprofil entsprechen, doch der ist zu teuer.»

Kaenzig meint den Nigerianer Kalu Uche – mit sechs Treffern bester Xamax-Torschütze. Auch der FC Thun habe nicht vor, einen Xamax-Spieler zu verpflichten, sagt Sportchef Andres Gerber. «Das kommt vom Budget her nicht infrage. Vor allem aber haben wir bereits eine sehr gutes Team und keinen Bedarf.» Dafür wird Sion mit einigen Xamax-Spielern in Verbindung gebracht. Sébastien Wüthrich soll gerüchteweise schon im Wallis unterschrieben haben. Auch Mickaël Facchinetti und Vullnet Basha sollen auf Präsident Christian Constantins Liste stehen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11686066

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Freitag 20. Januar 2012, 17:32 
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Young Boys im Trainingslager – Blick.ch ist mit dabei

Auf der Reise begegnet sich die halbe LigaDie Young Boys bereiten sich in Südspanien auf die neue Saison vor. Mit dabei: BLICK-Reporter Alain Kunz

YB füllt munter weiter sein Spieler-Portfolio: Nach den beiden jungen Venezolanern Josef Martinez und Josef Gonzalez sowie dem Uru-Schweizer Matias Vitkieviez verpflichtete YB am Abflugtag den Kanadier Josh Simpson. Einen Linksfuss, der im linken Couloir Raphael Nuzzolo das Leben zur Hölle machen soll.

Simpson ist wie alle Kanadier Eishockey-Freak: «Ich bin Fan der Vancouver Canucks», sagt er. «Schliesslich komme ich aus Vancouver.» Seine Europa-Karriere führte ihn via Milwall (2. Division England) über Kaiserslautern nach Manisaspor. Bei den Türken kündigte er seinen Vertrag wegen ausstehender Lohnzahlungen, war deshalb zuletzt vereinslos.

Mit diesen vier Zuzügen steht das YB-Camp-Kader nun bei 27. Drei Junioren sind dabei. Nicht hingegen Emmanuel Mayuka – der kickt mit Sambia am Afrika-Cup. Das ist am oberen Limit. Kein Wunder hat da CEO Ilja Kaenzig neben der Verpflichtung des ersehnten Stossstürmers vor allem einen Job: Abspecken!Das ist nicht etwa auf Festtagspfunde gemünzt, sondern auf das Kader. Kaenzig fliegt deshalb nicht nach Südspanien.

Endgültig geplatzt ist der leihweise Wechsel von François Affolter zu GC – die finanziellen Vorstellungen liegen zu weit auseinander. Da YB den Bieler nicht an Konkurrent Luzern abgeben will, wird nun eine neue Lösung angestrebt. Sonst muss sich Affolter bei YB durchbeissen. Marco Schneuwly dürfte in Thun landen. Scott Sutter auf der Insel. Alle drei sind im Moment aber in Cala de Mijas dabei.

Auf dem Weg zum Fünfsternehotel La Cala Resort mitten in Spaniens grösster Golfanlage (3x 18 Loch, 1x sechs) gabs reihenweise flotte Wiedersehen-Szenen. In Kloten mit der Führungscrew von GC, die sich im gleichen Flieger wie YB auf dem Weg zur Stippvisite bei der eigenen Mannschaft machte.

Diese trainiert auf derselben Anlage wie YB letzte Saison und Basel heuer. Der Meister ist am Donnerstag nach Hause gereist. Die Verbrüderung mit den Bernern gabs deshalb auf dem Flughafen von Malaga.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... iga-192495

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Sonntag 22. Januar 2012, 23:40 
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Auftakt zum vielsprachigen YB-Training in Spanien

Lautstark, bestimmt und in vier Sprachen erteilt YB-Trainer Christian Gross seinen Spielern auf dem Trainingsplatz im spanischen Cala de Mijas, nahe Malaga, Anweisungen. Seine Übergänge von Deutsch zu Englisch, Französisch und Spanisch sind fliessend.

Es ist ja auch eine vielsprachige Equipe, die er trainiert – nicht erst seit mit den Zuzügen von Josh Simpson, dem Uruguay-Schweizer Matias Vitkieviez und den Venezolanern Josef Martinez und Alexander Gonzalez in den letzten Wochen vier neue Spieler hinzugekommen sind, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Manchmal aber gelingt der Wechsel nicht ganz reibungslos. So teilt Gross dem Freiburger Marco Schneuwly einmal mit, seine Ablage per Kopf sei «too casual» gewesen – zu zufällig, zu riskant und unbestimmt.

Der Einsatz der Spieler ist gross, für den einen oder anderen endet ein Zweikampf auch mal schmerzhaft. Etwa für Raphaël Nuzzolo, der im Zweikampf den Arm des mitgereisten U-21-Spielers Michael Frey im Gesicht zu spüren bekommt. Frey entschuldigt sich sofort, bei seinem älteren Kameraden und weiter gehts.

Trainings in aller Ruhe

Sehr gute Bedingungen, fänden die Young Boys im Trainingslager vor, sagt Gross. Er schätzt vor allem die Abgeschiedenheit des Hotelkomplexes, der ein Teil der grössten Golfanlage Spaniens ist. «Seit ich Bern bin konnte ich die Trainings noch nie so in aller Ruhe durchführen wie ich das hier kann», sagt er. Zuhause pendeln die YB-Fussballer und ihre Betreuer bekanntlich zwischen den Plätzen in und ums Stade de Suisse und jenen im Neufeld.

Einziger Nachteil im Trainingslager ist das Fehlen eines Nebenplatzes. Will Gross nicht alle 29 mitgereisten Spieler auf einem Feld versammeln, muss er sich für einen Teil des Teams Alternativen überlegen. Am Samstag blieben deshalb neun Spieler im Hotel zurück und absolvierten Übungen im Kraftraum.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15162275

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Montag 23. Januar 2012, 16:37 
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Young Boys im Trainingslager – Blick.ch ist mit dabei

YB-Neuzugang Simpson schaut bei Messi abDie Young Boys bereiten sich in Südspanien auf die neue Saison vor. Mit dabei: BLICK-Reporter Alain Kunz.

«Super Sunday» für YB. Zuerst das erste Spiel des Jahres 2012 gegen das (einst) grosse Dynamo Kiew (2:2). Dann durften die Berner Cracks den Mund nicht mehr zugekriegt haben ob der unfassbaren Messi-Gala in Malaga (1:4, drei Messi-Tore).

Das Spiel gegen die Ukrainer nimmt für die Berner einen unglücklichen Verlauf. Sie schiessen zwei wunderbare Tore durch Degen und Nuzzolo – er ist der beste Mann auf dem Platz! – zur 2:1-Führung, die bis kurz vor Ende Bestand hat. Doch Escobar gleicht in der 89. Minute aus. So kommt es, weil es sich um ein Mini-Turnier handelt, zum Penaltyschiessen. Gegen Ukrainer…

Ganz so unterirdisch schlecht wie die Schweizer Nati an der WM 2006 (0 Tore!) stellen sich die YB-Spieler nicht an. Doch weil mit Degen und Farnerud die beiden ersten Schützen ihre Elfer verhauen, haben die Ostblöckler trotz der verwandelten Elfer von Ojala und Spycher leichtes Spiel. Am Ende heisst es 4:2. YB spielt am Mittwoch gegen die Litauer von Ekranes, die am Sonntag gegen den ungarischen Meister Videoton 0:4 verloren haben.

Nicht mitkicken konnte der Schweizer Nationalspieler in Diensten von Kiew, Admir Mehmedi. Der Zürcher sah sich das Spiel von der Tribüne aus an und fachsimpelte mit Lukman Aruna und dem Ex-Xamaxien Ideye Brown über die neusten Smartphones und Kopfhörer. Eine Magen-Darm-Verstimmung hatte den Stürmer flachlegelegt. «Ich musste mich morgens derart stark übergeben, dass es nicht ging», so Mehmedi. «Wahrscheinlich waren es die Crevetten…» Und, wie ist Kiew so? «Viel grösser als Zürich. Es hat unglaublich viele Leute. Toll sind die vielen Einkaufszentren!»

Okay. Auch nicht ins Geschehen greift Dynamo-Superstar Andrej Schewtschenko ein. Er sitzt mit Sonnenbrille auf der Ersatzbank und beschränkt seine Aktivität im Stadion von Viertligist U.D. Marbella auf das Schreiben von Autogrammen und das Posieren für Fotos.

Gleich nach dem Match disloziert der YB-Tross nach Malaga. Das erste Spiel der Primera-Division-Saison 2011/12 steht auf dem Programm. Malaga gegen Barcelona wird nachgeholt, weil damals die Profis gestreikt hatten. Und YB sowie GC gucken zu – und staunen! In einem einerseits recht zerfahrenen, andrerseits einseitigen Spiel stehen 21 Spieler auf dem Platz – und ein Gott: Lionel Messi. Was der wieder zelebriert, dafür fehlen einem die Worte. Das muss man sehen. Drei Tore, eines mit dem Kopf, zwei nach unnachahmlichen Sololäufen. Am Ende siegt Barça im Katar-Duell 4:1. Katar-Duell? Nun, die Qatar Foundation ist Hauptsponsor der Katalanen und der Emir von Katar, Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani, ist seit 2010 Besitzer des andalusischen Klubs. Sachen gibts…

Dynamo Kiew – YB 2:2 (4:2 n.P.)
Marbella. – 300 Zuschauer.

Tore: 23. Degen 0:1, 37. Jarmolenko 1:1, 44. Nuzzolo 1:2, 90. Escobar 2:2.
Penaltyschiessen: Degen darüber, Ninkowitsch 1:0, Farnerud Latte, Milewski 2:0. Ojala 2:1. Rybalka 3:1. Spycher 3:2. Garmasch 4:2.

YB: Wölfli; Zverotic, Affolter, Ojala, Spycher; Degen, Silberbauer (46. Doubaï), Farnerud, Nuzzolo (62. Vitkieviez); Costanzo (62. Martinez); Schneuwly (46. Frey).


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