Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 29 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2011, 21:58 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
11.12.2011

Bild

Zitat:
Diskussionen unter dem Baum

Der FC Thun und die Young Boys trennen sich im Derby zum Ende der Vorrunde mit einem 1:1
Das laue Resultat täuscht: Im Berner Derby ging es zwischen zwei risikofreudigen Teams hoch zu und her – auch nach der Partie zwischen den Young Boys Marco Wölfli und David Degen.

Klischees sind nicht gut. Sie sind zu einfach. So wäre es auch verfälscht, von einem Berner Derby ein langsames, behäbiges Spiel zu erwarten. Dasjenige von Samstag zwischen dem FC Thun und den Young Boys zum Abschluss dieser Vorrunde war nämlich alles andere als das. «Es war halt ein Derby», sagt der Thuner Mittelfeldspieler Enrico Schirinzi, der selbst in Bern geboren, aufgewachsen und im YB-Nachwuchs gross geworden ist, «man will halt zeigen, dass es auch einen zweiten Verein in der Region gibt.» Das ist dem FC Thun bestens gelungen, der seit seiner Rückkehr in die Super League im Sommer 2010 noch keines der bisherigen sechs Derbys verloren hat. «Die Stimmung war aggressiv, es war ein richtiger Fight mit vielen Wortgefechten», berichtet Schirinzi,Assistgeber zu Christian Schneuwlys 1:0 (9.) über die feurige Partie.

So ging es auch nach Schlusspfiff weiter. Jedenfalls bei YB, intern. Ein wutentbrannter Berner Captain Marco Wölfli stapfte schimpfend Richtung Kabine, vor deren Eingang er mit seinem Teamkollegen David Degen in die Haare geriet. Die Sicherheitsleute verschlossen schnell die Türen, sodass weitere Details verborgen blieben. Jedenfalls ist klar, dass die YB-Familie unter dem Baum noch einige Diskussionen wird führen müssen. Marco Wölfli spielte nach der abkühlenden Dusche die Szene herunter. Es sei alles halb so schlimm gewesen. «Es ist gut, wenn man mal laut wird», sagt der Berner mit sizilianischen Wurzeln. Alle hätten die Partie gewinnen wollen, die Enttäuschung sei gross.

Wölfli unterstreicht, dass er mit dieser Aussage nur die Partie gegen Thun beschreiben will. Aber er könnte sich wohl auch auf die gesamte Vorrunde beziehen. Die Young Boys haben sich nicht für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert, sie sind gegen das unterklassige Winterthur aus dem Cup ausgeschieden, sie hinken im Rennen um die Meisterschaft weiter hinterher. Nach Spielschluss in Thun betrug der Abstand auf den Leader FC Basel zehn Punkte. Nach der Begegnung des Meisters von heute gegen Xamax könnten es 13 Zähler sein. «Wir lassen den Kopf nicht hängen», sagt Wölfli und formuliert einen guten Vorsatz für das neue Jahr: «Ich will mit YB mehr Punkte holen.»

Kurz geht der Captain auch auf ein weiteres Thema ein, das am Weihnachtsessen des Teams von heute Sonntag kaum fehlen wird: die Schiedsrichterentscheide. Sechs Partien in Folge habe YB nun strittige Pfiffe entgegennehmen müssen. «Ich bin froh, dass das Jahr durch ist», sagt Wölfli, «und hoffe, dass das Glück dann wieder auf unserer Seite sein wird.» Zweifellos: YB hat in manchem Spiel zu wünschen übrig gelassen. Trotzdem hat der Goalie nicht ganz Unrecht. Die Young Boys mussten in den vergangenen Partien oft mit Schiedsrichterentscheidungen leben, die manchmal auch anders hätten ausfallen können. Fast in jedem der letzten Spiele wurden ihnen Tore aberkannt – auch gestern in Thun, als Ben Khalifa in der 12. Minute das vermeintliche 1:1 schoss, dieses aber wegen eines angeblichen Fouls (einen Kontakt gab es tatsächlich) aberkannt wurde. Das fiel in der ausverkauften Arena etwas weniger ins Gewicht, da auch der Platzklub mit Lustrinelli eigentlich ein Tor mehr erzielt hatte, das wegen eines inexistenten Offsides nicht anerkannt wurde.

Der YB-Trainer Christian Gross sagte das, was er nach jedem Spiel sagt und was vor den Diskussionen um die Schiedsrichter gesagt werden muss: «Wir hätten mehr aus unseren Chancen machen müssen.» Ben Khalifa, der jüngste Berner, zeigte mit dem spektakulären 1:1 aus spitzem Winkel, wie es geht (28.). Gross wartet auf mehr Spieler dieses Formats, aber mit mehr Erfahrung. Der Name Mladen Petric ist in den Medien der Bundesstadt gefallen, das wäre ein schönes Geschenk unter Gross’ Baum.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2011, 22:01 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
11.12.2011

Bild

Zitat:
Fehler machen, Punkte verlieren, Dampf ablassen

Der FC Thun und YB trennen sich im Berner Derby 1:1

Die Young Boys beenden das Jahr 2011 eher verärgert als versöhnlich. Ihr Rückstand droht noch grösser zu werden.

Die Räume waren häufig offen, und die Torchancen demzufolge zahlreich gewesen. Also schaute der Dramaturg artig dafür, dass auch in der Überzeit nochmals Herzen klopften. Auf der einen Seite scheiterte der YB-Offensivspieler Degen in aussichtsreicher Position, auf der anderen blieb der Thun-Stürmer Lezcano am YB-Goalie Wölfli hängen. So blieb es beim 1:1-Remis, das vor allem die Gäste aus der Hauptstadt ärgerte, weil ihr Chancenplus offensichtlich war. Aber nun droht der Abstand auf den FC Basel vor der Pause sogar auf 13 Punkte anzuwachsen.

Das sind nicht die gemütlichsten Perspektiven. Als das Spiel vorbei war, wurde im Kabinengang YB-Dampf abgelassen. Der Captain Wölfli eilte Degen nach und schrie ihn an: «Jetzt hörst du endlich auf damit.» Es werde zwischendurch etwas laut, relativierte Wölfli Minuten später, das sei nicht weiter schlimm. Degen hatte offenbar sein Mundwerk nicht unter Kontrolle gehabt. Die Eruption ist das Sinnbild dafür, dass unter dem YB-Weihnachtsbaum der Ärger die Versöhnung überwiegen dürfte. Man fragte sich schon, warum die Young Boys auch diese Partie nicht zu gewinnen vermochten. Ihr Stürmer Ben Khalifa traf zwar in der 27. Minute nach prächtiger Einzelleistung der Grundlinie entlang zum 1:1, aber die Konsultation der Statistik zeigt, wo unter anderem die Differenz zum FCB zu orten ist: Das war erst das zweite Meisterschaftstor Ben Khalifas.

Dass rund um YB Nervosität grassiert und dass an allen Ecken und Enden Druck aufgebaut wird, zeigen Episoden wie diejenige mit Wölfli und Degen in Thun. Dazu kommt, dass sich der YB-Trainer Gross Woche für Woche mit den lokalen Medien reibt, dass diese «Millioneninvestitionen» verlangen und dass nach jedem YB-Spiel als Ablenkungsmanöver über die Schiedsrichterleistung lamentiert wird. Auch wenn fairerweise hinzugefügt werden muss, dass in Thun einzelne Medien mit Suggestivfragen zum Referee den YB-Trainer aus der Reserve zu locken versuchten. Wer über die Spielleitung redet, muss nicht über sich reden.

Natürlich waren auch diesmal nicht alle Schiedsrichterentscheide lupenrein, aber wenn sich YB über fälschlicherweise aberkannte Tore enervierte, durfte dies Thun ebenso tun. Es setzte sich auch die Frage fest, warum Costanzo, Mayuka und Ben Khalifa aus ihren Möglichkeiten nicht mehr machten. Da wurden im gegnerischen Strafraum reihenweise «falsche YB-Entscheide» getroffen.

Obschon die Thuner dank dem Schuss Schneuwlys früh 1:0 in Führung gegangen waren, mussten sie über den einen Punkt froh sein. Da überraschte, dass hinterher auch in ihren Reihen dem Ärger Ausdruck gegeben wurde. Doch letztlich kamen die 10 000 Zuschauer in der erstmals ausverkauften Arena Thun in den Genuss eines unterhaltsamen Spiels, das mehr Tore verdient hätte. Man suchte das Risiko, und man verhielt sich in der Abwehr fehlerhaft. Aber genau das macht ihn ja bisweilen aus, den Reiz des Fussballs.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2011, 09:47 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
12.12.2011

Bild

Zitat:
Ein Spiel für die Fans, nicht für die Trainer

Das erste Berner Derby in der neuen Thun-Arena hat Spannung und Spektakel geboten. Auch weil Thun und YB einander gewähren liessen. Mit dem 1:1 zum Abschluss der Vorrunde konnten die Gastgeber aus Thun besser leben als die Gäste aus Bern.

Mit einem 1:1 im Direktduell haben sich der FC Thun und die Berner Young Boys in die Winterferien verabschiedet. Ausgerechnet Christian Schneuwly, der im Sommer für eine Saison von YB an die Thuner ausgeliehen worden war, gelang in der 9.Minute mit einem präzisen Linksschuss das 1:0. Der 23-Jährige profitierte bei seinem vierten Saisontor von der starken Vorarbeit von Mauro Lustrinelli (er gewann das Kopfballduell gegen den viel grösser gewachsenen YB-Verteidiger Alain Nef) und Enrico Schirinzi.

Keine Unterstützung benötigte Nassim Ben Khalifa beim Ausgleichstreffer 17 Minuten später. Der YB-Stürmer umspielte die Thuner Stipe Matic und Kevin Bigler und schloss den Sololauf mit einem Kunstschuss aus spitzem Winkel erfolgreich ab. Die Gastgeber konnten mit dem Unentschieden nach einer spannenden und über weite Strecken attraktiven Begegnung besser leben als der Gegner aus Bern. Sie haben nach 18 Spielen mit 23 Punkten die gleiche Bilanz vorzuweisen wie nach der Vorrunde der letzten Saison. Allerdings beendet Thun das Jahr auf Platz 7 statt wie 2010 auf Rang 6.

Die Young Boys, von denen intern wie extern ungleich mehr erwartet wird als von den Oberländern, sprechen hingegen von einer «ungenügenden ersten Saisonhälfte» (Trainer Christian Gross). Zwar haben sie 2 Punkte mehr auf dem Konto als vor einem Jahr, im Rennen um den Meistertitel ist YB mit 11 Punkten Rückstand auf Basel aber gewaltig im Hintertreffen. Wie gross der Druck auf den Stadtbernern lastet, zeigte sich nach Spielschluss, als Goalie Marco Wölfli mit Mittelfeldspieler David Degen verbal aneinandergeriet. Zuvor hatte sich Degen bereits mit Kollege Dusan Veskovac ein Wortgefecht geliefert.

Pyros und Fehlentscheide

Welche Eindrücke bleiben sonst vom ersten Spiel zwischen den Kantonsrivalen in der neuen Arena Thun? Zum einen die Kulisse. Was die Affichen in der Europa-League-Qualifikation gegen Palermo und Stoke City nicht schafften, dafür sorgte das Derby gegen YB: Mit 10000 Zuschauern war das Stadion zum ersten Mal seit der Fertigstellung im Sommer ausverkauft. Dass die Atmosphäre dennoch nicht immer berauschend war, lag auch am Zünden der Magnesiumfackeln in den Fanblocks. Auf YB-Seite ist das Abfackeln der Pyros vor Jahren schon zur unguten, gefährlichen Gewohnheit geworden. Nach dem Umzug in die Arena finden nun offenbar auch einige der Thuner, dass Pyrotechnik die wahre Fankultur ausmacht.

Dabei war das Geschehen auf dem Rasen feurig genug. Bis in die Nachspielzeit besassen beide Teams die Chance auf den Sieg. Thuns Verteidiger Thomas Reinmann warf sich in den Schuss Degens. Danach parierte Wölfli einen Schuss Dario Lezcanos glänzend. In der ersten Halbzeit hatten Lustrinelli (19.Minute), Enrico Schirinzi (23.) und Matic (29.) den Torerfolg knapp verpasst. Und für YB vergab Emmanuel Mayuka vor der Pause drei hervorragende Gelegenheiten.

Zu einem Treffer kam Mayuka in der 74.Minute. Der Stürmer aus Sambia jubelte aber nur kurz, das Tor zählte wegen einer Abseitsstellung von Moreno Costanzo, der den Treffer vorbereitet hatte, nicht. Es war ein ganz heikler Entscheid des Schiedsrichters. In der ersten Halbzeit hatte Patrick Graf zweimal falsch gelegen, als er die Tore von Ben Khalifa und Lustrinelli wegen Foulspiels respektive Offside zu Unrecht annullierte.

1:1 statt 5:5

YB-Trainer Gross sah also nach der Partie in Thun erneut Gründe, sauer auf die Spielleiter zu sein, und kritisierte auch die zu kurze Nachspielzeit. Nach der Schiedsrichterschelte sagte er aber auch: «Mit diesen Möglichkeiten hätten wir das Siegtor schiessen müssen, doch uns fehlte die Abschlussstärke.» Thun-Coach Bernard Challandes gab zu bedenken, auch sein Team habe unter dem Schiedsrichterentscheid zu leiden gehabt, dann hellte sich seine Miene auf. Er lachte und sagte: «Als Trainer kann ich zwar nicht zufrieden sein: Wir machten Fehler und liessen Chancen aus. Aber es war ein tolles Spiel für die Zuschauer, das 5:5 hätte enden können.»


http://www.bernerzeitung.ch/region/thun ... y/19947088

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2011, 09:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
12.12.2011

Bild

Zitat:
Trotz Unfall werden weiterhin Pyros gezündet

Der Vater des von einer Fackel verletzten YB-Fans ärgert sich über Berichterstattung.

Als ein YB-Fan am samstäglichen Derby in Thun in der achten Minute eine Pyrofackel zündet, folgt die Reaktion sofort: Aus den Zuschauerrängen gellen Pfiffe, auf dem Rasen schiesst der FC Thun keine Minute später das 1:0. Das Abbrennen der Pyrofackel stellt eine Provokation dar: Einerseits, weil sie nicht Teil einer Fanchoreografie ist, wie sie zum Beispiel bei Torerfolgen inszeniert wird. Anderseits aus Rücksichtslosigkeit: Letzten Sonntag wurde während des Spiels YB - Sion ein junger YB-Fan von einer brennenden Fackel verletzt. Was folgte, waren schweizweite Schlagzeilen.

Vater des Opfers spricht Klartext

Die YB-Fandachverbände Ostkurve Bern und Gäubschwarzsüchtig bedauern den Unfall, relativieren ihn jedoch stark. So handle es sich «zwar um Verbrennungen zweiten und dritten Grades, welche aber ambulant behandelt werden konnten». Kritisiert wird auch die Polizei, die mit ihrer «dramatisierten und unwahren Mitteilung» weiterhin «den öffentlichen Druck auf die Fussballfans» hochhalten wolle. Die Polizei, die von einem «Schwerverletzten» sprach, weist den Vorwurf zurück: «Es handelte sich um einen Zeugenaufruf – eben weil wir wissen wollen, was genau passiert ist», sagt Sprecher Michael Fichter.

Insbesondere über die Medienberichterstattung erzürnt ist der Vater des Opfers. Es würden Falschinformationen verbreitet: «Die Verletzung meines Sohnes ist nicht am Hals, es sind Verbrennungen zweiten Grades am Nacken und zwei fünflibergrosse Verbrennungen dritten Grades am linken Schulterblatt», sagte er diesen Sonntag. Sein Sohn habe das Spital letzten Sonntag verlassen können. Ebenfalls falsch sei die Meldung, dass die Verletzungen nicht operiert werden müssten: «Korrekt ist, dass die Ärzte noch nicht wissen, ob eine Operation nötig ist.» Weiter sei sein Sohn nicht 19 Jahre alt, sondern noch minderjährig. Auch habe er weder die Aussage verweigert, noch kenne er den Täter. Den Unfall habe sein Sohn so beschrieben, dass die Fackel nicht normal abbrannte, sondern gesprüht habe. «Funken fielen ihm hinten den Nacken runter und brannten von innen durch die Kleider.» Ein Stehplatznachbar löschte dann gemäss dessen telefonischer Aussage die Funken mit Bier und begleitete den Jungen zur Sanität.

Legalisierung der Pyrotechnik

Der Vorfall werde nun intern aufgearbeitet, sagt Clemens Friedli. Der ehemalige Co-Präsident der Fanarbeit Bern ist Mitverfasser der erwähnten Stellungnahme der YB-Fandachverbände. Diese fordert eine Legalisierung der Pyrotechnik. Die unverhältnismässige Repression und die daraus folgende Kriminalisierung habe die Fronten zwischen Fans und Behörden verhärten lassen. Eine Legalisierung würde «die Diskussion entschärfen» sowie das Risiko von Unfällen «auf ein absolutes Minimum reduzieren». Friedli sagt auch, dass sich die andere Seite, die Pyrozünder, bewegen müssten: «Für eine allfällige Legalisierung müssten auch die Fans bereit sein, gewisse Kompromisse – wann und in welcher Zone zünden – einzugehen. Je mehr man aber die Leute in die gewalttätige Ecke dränge, desto mehr fühlten sie sich falsch verstanden», so Friedli.

Insgesamt wurden während des Samstagsmatchs 15 angezündete Fackeln gezählt. Davon zwei von Fans des FC Thun. Wie die Kantonspolizei mitteilt, kam es vor und nach dem Spiel zu Sachbeschädigungen in unbekannter Höhe. Unter anderem wurden Wände versprayt und Verkehrsschilder mit Klebern versehen. Unbekannte schlugen weiter einem Polizeiauto die Heckscheibe ein.


http://www.derbund.ch/bern/Trotz-Unfall ... y/27360839

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2011, 09:54 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
12.12.2011

Bild

Zitat:
YB-Fans richteten vor und nach dem Derby Schäden an

Mehrere Dutzend YB-Anhänger haben sich für den Fanmarsch in die Arena Thun vermummt. Es wurde im Hohmadquartier uriniert, der Verkehr blockiert, und es kam zu Sachbeschädigungen.

Die Ankunft der YB-Fans in Thun war eine «knallige» Angelegenheit: Noch während der Einfahrt des Extrazugs in den Bahnhof am Samstag um 16.04 Uhr feuerten Anhänger mehrere Knallkörper ab. Zehn Minuten später marschierten mehrere Hundert mehrheitlich schwarz gekleidete YB-Supporter in Richtung Arena. In den vorderen Reihen des Fanmarschs befanden sich mehrere Dutzend vermummte Personen.

An Hauswände gepinkelt

Bei der Abzweigung von der Frutigen- in die Hohmadstrasse, wo sich ein Treuhandbüro und eine Schuhfabrik befinden, urinierten zwischen 10 und 20 Fans an Hauswände. Später, bei der Kreuzung Burger-/Weststrasse, legten die YB-Anhänger auf der Fahrbahn mehrere Minuten lang einen Halt ein und blockierten dadurch den Verkehr.

Gestern Nachmittag teilte die Kantonspolizei Bern mit, dass es vor und nach dem Spiel zu Sachbeschädigungen gekommen sei. «So wurden unter anderem Wände besprayt und die Heckscheibe eines Polizeiautos eingeschlagen», heisst es im Communiqué. Das Spiel sei aus polizeilicher Sicht mehrheitlich friedlich verlaufen. Bei der An- und Abreise der Gästefans jedoch hätten Anwohner der Polizei Sprayereien bei Gebäudefassaden gemeldet. Zudem wurde festgestellt, dass mehrere Dutzend Verkehrsschilder mit Klebern versehen wurden. «Die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden. Weitere Abklärungen sind im Gang», schrieb die Polizei.

«Anzeige und Stadionverbot»

Während des Matchs wurden sowohl im YB-Fansektor als auch in jenem des FC Thun pyrotechnische Artikel gezündet (vgl. Text links). «Wir werden dieses Verhalten nicht tolerieren», sagte FCT-Präsident Markus Stähli gestern. Zunächst gelte es zwar, das Gespräch mit den Fangruppen zu suchen, aber auch Massnahmen müssten in Betracht gezogen werden. Stähli: «Allenfalls beschränken wir für Fehlbare den Zutritt zum Fansektor. Ich könnte mir vorstellen, dass dies auch für jene gilt, die ihre Kollegen mit Pyromaterial zu schützen versuchen.»

Alain Kappeler, CEO Arena Thun, äusserte gestern gemischte Gefühle: «Die Stimmung im Stadion war super, wurde durch die Pyroaktionen aber getrübt.» Er sei enttäuscht, dass es nach den konstruktiven Gesprächen mit FCT-Fans im Zusammenhang mit dem Pyrowerfer vom Spiel gegen den FC Zürich (wir berichteten) nun erneut zu einem solchen Vorfall gekommen sei. «Es gibt offenbar bei uns eine kleine gewalttätige Gruppe, die Pyros zünden will», so Kappeler. Man werde jetzt die Videoaufnahmen auswerten. «Jenen Personen, die wir so ermitteln, drohen eine Anzeige sowie ein Stadionverbot.» Zur Erinnerung: Der Pyrowerfer vom Match gegen den FCZ erhielt drei Jahre Stadionverbot.


http://www.bernerzeitung.ch/region/thun ... y/30485993

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2011, 09:55 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
12.12.2011

Bild

Zitat:
Nur noch Frust statt Lust

Nach einer durchzogenen Vorrunde liegen bei den Young Boys die Nerven blank. Im Anschluss an das 1:1 in Thun gerieten sich mehrere Spieler in die Haare.

Die Gesichter der beiden dick vermummten Männer auf der Haupttribüne der Arena Thun sprachen Bände. YB-CEO Ilja Kaenzig und sein Technischer Direktor Hansruedi Hasler beobachteten mit versteinerten Mienen, wie sich das Team von der YB-Kurve verabschiedete nach dem zweiten Berner Derby in dieser Saison. Wieder hatte YB nicht die Ernte eingefahren, welche die Führungsspitze erwartet hatte nach den Rückschlägen im November. 1:1 lautete das Schlussresultat nach 93 Minuten, die enorm viele Torchancen, drei aberkannte Tore, ein paar kernige Distanzschüsse (Schirinzi, Farnerud) und viel Diskussionsstoff geliefert hatten. Wie am Sonntag zuvor gegen Sion fühlten sich die Stadtberner schlecht belohnt für ihre Anstrengungen. Der Frust war so gross, dass sich einzelne Exponenten ein paar Minuten nach dem Schlusspfiff in die Haare gerieten. Auf dem Platz kam es zu einem Techtelmechtel zwischen Degen und Veskovac. Unten in den Katakomben stauchte Captain Wölfli den Basler zusammen, ehe er wütend die Kabinentür zuschlug.

Wölflis Disput mit Degen

Als Wölfli etwa eine Viertelstunde später in die Interviewzone zurückkehrte, gab er sich alle Mühe, den Zwischenfall herunterzuspielen. Es sei alles halb so schlimm gewesen, sagte er. Er und Degen seien «beides impulsive Typen», die zwischendurch auch mal laut würden. Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass sich der Goalie fürchterlich über den Mittelfeldspieler aufregte, weil der sein loses Mundwerk nicht zügeln konnte in einem unpassenden Moment. Dem YB-Captain machte nicht primär der Auftritt in Thun zu schaffen, sondern der Verlauf der Vorrunde. Er und seine Kollegen liegen nach Meisterschaftshälfte bereits 11 Punkte hinter Tabellenführer Basel zurück – ein Rückstand, der gegen die klare Nummer eins der Schweiz im Normalfall nicht mehr wettzumachen ist in der Rückrunde. «Wir können nicht zufrieden sein», sagte der Internationale. «Wir haben es immer wieder verpasst, von Ausrutschern der Konkurrenz zu profitieren.» Wölfli dürfte nicht der einzige YB-Akteur sein, der die Winterpause herbeigesehnt hat, um etwas Abstand zu gewinnen. Wo er den Kopf durchlüften wird, wusste der Goalie am Samstagabend noch nicht.

Gross’ Ärger über den Referee

Christian Gross’ Laune verschlechterte sich in der Arena Thun schlagartig, als ihm Journalisten beschieden, Ben Khalifas aberkanntes Tor in der 12. Minute sei korrekt gewesen. Zuvor hatte er von zwei knappen Entscheidungen gegen YB gesprochen. Nebst dem Foulpfiff gegen Ben Khalifa meinte der YB-Coach das nicht gegebene 2:1 durch Mayuka wegen einer Offsideposition des Torschützen (73.).

Das Schiedsrichtertrio lag nicht immer richtig mit seinen Entscheidungen. Doch es trug keine Schuld, dass Mayuka in der ersten Halbzeit dreimal aus idealer Position das Tor nicht traf. Es konnte auch nichts dafür, dass Costanzo in sehr guter Abschlussposition am Ball vorbei schlug. Oder dass Degen in der Nachspielzeit einen Thuner-Verteidiger anschoss. Da war sie wieder: Die offensive Harmlosigkeit, das YB-Markenzeichen der ersten 18 Meisterschaftsrunden. Seine Equipe habe auch in Thun seine Abschlussschwächen nicht verbergen können, bestätigte Gross. Der Zürcher wird sich vor Weihnachten wieder auf Reisen begeben, um im Ausland weitere Angreifer zu begutachten. Ob die Young Boys einen oder gar zwei Stürmer verpflichten in der Winterpause, ist offen. Die Neuzuzüge werden nur eine kurze Winterpause haben, denn YB beginnt mit der Rückrundenvorbereitung 2012 bereits am 3. Januar. Die Zeit vom 19. bis 29. Januar verbringt Mannschaft und Staff in einem Trainingslager in Cala de Mijas (Südspanien).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Nu ... y/30038863

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2011, 09:57 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
12.12.2011

Bild

Zitat:
YB-Frust an vielen Fronten

Das letzte Vorrundenspiel endete für YB erneut enttäuschend. Auch beim 1:1 in Thun haderten die Stadtberner mit den Spielleitern – und waren zu wenig effizient im Abschluss.

Den riesengrossen Frust, der sich bei den ambitionierten Young Boys in den letzten Wochen und Monaten aufgestaut hatte, entluden einige Berner Spieler am Samstagabend in heftigen Wortgefechten untereinander. Captain Marco Wölfli bekam den Disput mit, wies Mitspieler David Degen ebenfalls an, den Mund zu halten – und erklärte nach abkühlender Dusche: «Ich reagiere halt manchmal impulsiv. Diskussionen gibt es immer, aber es gibt keine Probleme bei uns. Wir waren halt alle enttäuscht, erneut nicht gewonnen zu haben.» Und, schob der YB-Goalie nach, «es ist gut, kommt jetzt die Winterpause. Vielleicht haben wir im nächsten Jahr mehr Glück mit Schiedsrichterentscheidungen.»

Die bittere Serie falscher Pfiffe der Spielleiter gegen die Young Boys setzte sich auch beim 1:1 in Thun fort – gleich zwei reguläre Treffer wurden ihnen annulliert. Aber die Stadtberner Fussballer waren selbstkritisch genug, um die Schuld an den zwei nächsten verlorenen Punkten nicht bei den Unparteiischen zu suchen. «Wir hatten genügend Chancen, um zu gewinnen», sagte Wölfli. Und Linksverteidiger Christoph Spycher meinte: «Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen, denn wir hätten mehr als ein Tor schiessen müssen.»

Reichlich frustriert endete für YB eine enttäuschende Vorrunde. «Natürlich sind wir nicht zufrieden, wie die letzten Monate liefen», sagte Wölfli. «Aber ich denke, man hat auch in Thun gesehen, dass wir viel Potenzial besitzen.» Flott und direkt hatten die Young Boys teilweise kombiniert, und Angreifer wie der frühere YB-Torjäger Seydou Doumbia, aber auch die Basler Alex Frei und Marco Streller, hätten bestimmt einige der Grosschancen in Tore umgesetzt. Doumbia, Frei und Streller aber tragen nicht (mehr) das YB-Leibchen, und die jungen, talentierten Berner Stürmer Nassim Ben Khalifa und Emmanuel Mayuka besitzen für die Rückrunde Steigerungsbedarf.

Kampf angenommen

Der Techniker Moreno Costanzo, der auf eine schwierige Vorrunde zurückblickt, scheint den Kampf angenommen zu haben, er wirkt robuster, kämpferischer, besser – und will sich Trainer Christian Gross aufdrängen. Ben Khalifa zeigte in Thun sogar seine stärkste Leistung im YB-Dress, er schoss zwei herrliche Tore, wobei eines eben wegen angeblichen Foulspiels nicht gegeben wurde.

Andere YB-Akteure aber tun sich mit der gnadenlosen Leistungskultur unter Gross schwer. Der Coach urteilt kühl und streng, er fordert viel und lässt sich trotz ungenügenden Resultaten nicht aus der Ruhe bringen: «Der Aufbau eines grossen Teams benötigt Zeit. Und dazu gehören auch Rückschläge.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30329202

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2011, 10:43 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Donnerstag 13. Mai 2004, 12:07
Beiträge: 252
chato hat geschrieben:
was soll diese festerei zum abschluss einer total verkorksten herbstrunde? :roll:

Bild

Bild


Nach einem solchen Spiel wäre mir nicht ums feiern gewesen. Schade haben die Jungs icht ein wenig mehr Fingerspitzengefühl was solche Aktionen anbetrifft!


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2011, 17:27 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
12.12.2011

Bild

Zitat:
Die Noten zum Spiel FC Thun gegen YB (10. Dezember 2011)

Beim 1:1 zwischen YB und dem FC Thun haben die meisten der YB-Spieler ihre offensiven Hemmungen abgelegt. Brilliert hat jedoch der Leihspieler: Christian Schneuwly hat für Thun gegen seinen Besitzer YB überzeugt.

Marco Wölfli: Note 4,5 Der YB-Goalie wurde besonders mit Weitschüssen geprüft. Gegen Christian Schneuwlys präzisen Schuss beim 1:0 war er machtlos. Eine unfreiwillige Steilvorlage Wölflis vermochte Lezcano in der 39.Minute nicht zu nutzen – gegen den gleichen Spieler hielt der Captain dann in der Nachspielzeit den Punkt für YB fest.

Elsad Zverotic: Note 4,5 Gab eine Antwort auf die Kritik an seiner offensiven Spielweise. Insbesondere in der ersten Halbzeit harmonierte er gut mit Degen. Dafür genoss zu Beginn Gegenspieler Schirinzi Freiheiten.

Alain Nef: Note 3,5 Vor dem 0:1 verliert der YB-Abwehrchef das Kopfballduell gegen Mauro Lustrinelli. Etwas später kommt der Tessiner wieder zu einer Chance, als Nef den Ball leichtfertig verspielt.

Dusan Veskovac: Note 4 Agierte weitgehend sicher, wartete in der Vorwärtsbewegung manchmal zu lange mit dem Abspiel. Hatte einen schweren Stand gegen Thuns Lezcano.

Christoph Spycher: Note 4 Spycher bekam es mit dem aktivsten Thuner Christian Schneuwly zu tun und zeigte sich vorne entsprechend wenig.

David Degen: Note 4,5 Erwischte einen guten Start, bereitete Ben Khalifas zu Unrecht aberkanntes Tor vor. Könnte in der 91.Minute den Siegtreffer erzielen, sein Versuch blieb aber an Reinmann hängen.

Alexander Farnerud: Note 4,5 Engagierter Denker und Lenker des YB-Spiels, haderte aber auch mit sich selbst, da ihm nicht immer alles nach Wunsch gelang.

Pascal Doubai: Note 4,5 Obwohl unauffällig, war Doubai ein wertvoller Zweikämpfer – und die ideale Ergänzung für Farnerud.

Moreno Costanzo: Note 5 Knüpfte an seine gute Leistung gegen Sion an. Ein Tor hätte ihm indes gelingen sollen, am ehesten in der 71.Minute, als er eine Flanke Lecjaks’ verpasste.

Nassim Ben Khalifa: Note 5,5 Die beste Partie von Ben Khalifa im YB-Dress. Insbesondere in der ersten Halbzeit unwiderstehlich und kaum zu halten. Dem zu Unrecht aberkannten Tor liess er ein zweites, sehenswertes folgen, dazwischen lancierte er zweimal mustergültig Mayuka.

Emmanuel Mayuka: Note 3,5 Trotz dem angeblichen Offside-Tor: Mayuka muss bei seinen drei Grosschancen vor der Pause mindestens einen Treffer erzielen.

François Affolter: Note 4 Ersetzte zur Pause Nef, der wegen einer Prellung ausschied. Fiel weder auf noch ab.

Jan Lecjaks: Note 4,5 Kaum für Ben Khalifa im Spiel, setzte er sich durch und schlug eine tolle Flanke auf Costanzo (71.).

Raphaël Nuzzolo war zu kurz im Einsatz, um benotet zu werden. mrm6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 29 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 37 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de