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 Beitrag Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2011, 11:29 
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YB gegen Sitten unter Druck

Zürcher Klubs benötigen ebenso Siege

Die Young Boys sind gegen den FC Sion nach zwei Niederlagen in Folge und dem Cup-Out in Winterthur mächtig unter Druck. «Kredit zurückgewinnen», lautet die Vorgabe von Trainer Christian Gross. Von ganz anderem Ausmass sind die Sorgen der Zürcher Klubs.

Gegen Sion heute ab 16 Uhr muss YB punkten, um nicht den Anschluss an die vorderen Plätze zu verlieren. Der Rückstand in der Super League auf Leader Basel beträgt nach dessen 1:0-Sieg gegen Luzern zwölf Punkte, derjenige auf Sion vier Zähler.

Der FC Zürich, der bei Servette antreten muss, bezog in Lissabon die zwölfte Niederlage des laufenden Halbjahres. «Die Mannschaft zeigt im Training, was sie kann. Sie schafft es aber nicht, das im Spiel umzusetzen», hat Urs Fischer festgestellt. Der Trainer bemängelt, dass sich das Team sehr rasch aus der Fassung bringen lässt. Der Grund seien die enttäuschenden Resultate. Während Fischer trotz der Niederlagen weiterhin das Vertrauen der Klubführung geniesst, tritt der Gegner mit neuem Trainer an. Joao Alves musste nach dem Ausscheiden im Cup gegen Biel seinem portugiesischen Landsmann Joao Carlos Pereira Platz machen.

Wie Fischer sitzt auch Ciriaco Sforza, der Trainer der Grasshoppers fest im Sattel. Das grösste Problem sieht er in der mangelnden Konzentration seiner Spieler in gewissen Situationen. Trotzdem ist er überzeugt, dass «wir jeden Gegner schlagen können, wenn wir die Aufgaben richtig angehen.» Zum Abschluss der Hinrunde fordert Sforza von seinem Team heute gegen Thun und eine Woche später in Lausanne vier Punkte.


http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/akt ... 06589.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2011, 11:31 
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In Bern liegen die Nerven blank

YB-Trainer Gross knöpft sich Journalist vor

BERN - Die Young Boys empfangen am Sonntag (voraussichtlich) Sion. Die Nerven bei den Bernern liegen blank

Am Sonntag ist Dernière im Stade de Suisse. Gegen Sion steigt das allerletzte Spiel auf dem ungeliebten Kunstrasen. Grund zur Vorfreude auf den Naturrasen? Mitnichten.

Für die Berner ist das Spiel gegen die vor ihnen liegenden Walliser kapital! Nachdem der Meistertitel nach menschlichem Ermessen (9 Punkte Rückstand auf den FCB) abgeschrieben werden muss, droht dasselbe mit den Europa-League-Plätzen.

Zuletzt spielte YB nicht gut. Zweimal gabs einen glatten Nuller. Da reicht ein Tropfen – und das Fass läuft über. Ein Journalist vom «Bund» erdreistet sich, gegenüber Gross das Wort «Beamtenfussball» in den Mund zu nehmen. Geschrieben hat er es nicht. Nur gedacht. Doch jetzt ist es im Raum.

Da explodiert Gross, der Polizistensohn (und damit Beamtensohn) aus Höngg: «Im Grunde genommen ist es jetzt genug! Wir haben wieder ein korrektes Tor geschossen, wären in Führung gegangen. Da von Beamtenfussball zu sprechen! War das etwa Beamtenfussball in Basel?»

Gross wird immer lauter. «War das Beamtenfussball in Basel? Ich als Trainer muss mich angesprochen fühlen, wenn Sie von Beamtenfussball sprechen!» Die Szene zeigt deutlich: Die Nerven sind in Bern zum Zerreissen gespannt.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... vor-188698

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2011, 14:11 
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wölfli
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mayuka-ben kalifa

yb - sion 2:0

farni, degen


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2011, 22:50 
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eine reaktion nach der cuppleite in winterthur wurde heute erwartet und die kam nicht. das spiel hätte gewonnen werden müssen. am schluss gabs noch fast eine niederlage, verdammt nochmal! :angryfire:


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 4. Dezember 2011, 23:33 
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Hier noch ein Bericht zum Spiel:

http://www.kurzpass.ch/Fussball/Super-League/schwierige-lage-fuer-die-young-boys.html


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 Beitrag Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 11:45 
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YB verabschiedet sich mit Remis vom Kunstrasen

Die Berner Young Boys haben sich im Verfolgerduell mit dem FC Sion zuhause beim letzten Auftritt auf dem Kunstrasen mit einem 1:1 begnügen müssen. Damit wartet YB wettbewerbsübergreifend seit 4 Partien auf einen Sieg.

Nach den beiden 0:1-Niederlagen in der Meisterschaft gegen Servette und Basel sowie dem kläglichen Cup-Aus in Winterthur hat YB auch gegen Sion nicht auf die Erfolgsspur zurückgefunden.

Zwar war spielerisch eine Steigerung gegenüber den letzten Auftritten auszumachen, doch das 1:1 ist für die Berner zu wenig. Der Abstand zu Leader Basel beträgt ein Spiel vor Vorrundenschluss 11 Zähler.

Beste Unterhaltung im 1. Umgang

Die Partie bot vorab in der 1. Hälfte beste Unterhaltung. Moreno Costanzo brachte die Gastgeber bereits in der 9. Minute in Front: David Degen zog alleine auf das Tor von Andris Vanins und legte uneigennützig ab auf Costanzo, der nur noch den Fuss hinzuhalten brauchte.

Doch die Freude war von kurzer Dauer. Nur 3 Minuten später hiess es 1:1. Der Treffer fiel auf kuriose Art und Weise. Ein Flankenball von Giovanni Sio wurde länger und länger, klatschte vom Pfosten an den Rücken von YB-Keeper Marco Wölfli und von da ins Tor.

Von den Toren angestachelt, suchten beide Equipen das Heil in der Offensive. Im Hin und Her scheiterte Costanzo mit einem Freistoss und Alain Nef mit einem Kopfball an der Querlatte; aber auch Sions Guilherme Afonso bekundete mit einem Pfostenschuss Pech.

Tor aberkannt

Nach dem Wechsel hatte YB das Spiel zunehmend unter Kontrolle, doch beinahe wäre Sion entgegen dem Spielverlauf der Siegtreffer gelungen: Sio brachte in der 81. Minute den Ball alleine vor Wöfli nicht im Tor unter.

Der letzte Aufreger passte zum aktuellen Bild von YB: Costanzo nickte einen Flankenball in die Maschen (83.), der Jubel war gross - doch der Unparteiische sah ein Aufstützen des Berners und annullierte den Treffer. Damit verabschiedete sich YB mit einem 1:1 vom Kunstrasen. In der Rückrunde wird in Bern wieder auf natürlicher Unterlage gespielt. Ob dies alleine zum Turnaround in sportlicher Hinsicht reicht, darf bezweifelt werden.


http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... Kunstrasen

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 Beitrag Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 11:49 
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Wölflis Ärger über Schiri Studer

Wenn einem das Pech an den Schuhsohlen klebt, dann meistens richtig. Nach dem 1:1 gegen Sion hadert YB-Captain Marco Wölfli mit dem Schicksal.

«Da haben wir in der 85. Minute ein Tor geschossen und wieder wird es abgepfiffen. Und wieder ist es ein Foul! Langsam nervt es, wenn uns schon zum fünften Mal ein Tor aberkannt wird», echauffiert sich YB-Captain Marco Wölfli nach der Partie gegen den FC Sion über die Leistung von Ref Stephan Studer. «Wenn ein bisschen Abstützen als Foul gilt, ist bald jeder Zweikampf ein Foul. Das nervt!» In der angesprochenen Szene war YBs Moreno Costanzo im Luftduell höher als sein Sittener Gegenspieler Anthony Sauthier gestiegen und traf zum vermeintlichen 2:1. Aber eben: Studer sah ein Abstützen des Offensivspielers und annullierte den Treffer.

Der Ärger der Berner ist verständlich. Die Entscheidung des Unparteiischen war grenzwertig. «In ganz Europa wird so ein Treffer gegeben», ärgert sich Trainer Christian Gross. Der YB-Trainer hatte sich die Szene am TV noch einmal angesehen, ehe er sie kommentierte. «Wenn Manchester United so ein Tor erzielt, erfolgt der Anstoss ohne mit der Wimper zu zucken und nichts passiert. Dieses Fingerspitzengefühl spüre ich in der Schweiz nicht», so der Zürcher angesäuert.

Wenn das Pech an den Sohlen klebt

YB hatte ein gutes Spiel gezeigt und viel Aufwand betrieben. Mit dem 1:1-Remis war der Gastgeber am zweiten Adventsonntag schlecht belohnt. Aber eben, wenn einem das Pech an den Sohlen klebt ... Der Gegentreffer zum 1:1 durch Giovanni Sio passte deshalb perfekt ins Bild. Eigentlich wollte der Franzose nur flanken, aber der Ball wurde länger und länger, prallte an die Latte und via Rücken von Goalie Wölfli schliesslich ins Tor. «Das passt zur Situation. Nur wenig später hat Costanzo auf der anderen Seite eine ähnliche Szene. Sein Schuss prallt ans Lattenkreuz und wieder raus ... », hadert Wölfli.

So blieb es in Bern bei der Punkteteilung - und das bei den Hauptstädtern mit einem bitteren Nachgeschmack. Seit drei Partien warten sie nunmehr auf einen Sieg. Das Umfeld wird unruhiger und kritische Stimmen immer lauter. Das lässt Wölfli aber unbeeindruckt. «Die Leute können reden und Journalisten schreiben, was sie wollen. Entscheidend ist, dass wir innerhalb der Mannschaft wissen, was zu tun ist. Momentan haben wir einfach Pech», so der Captain. Er bleibt aber zuversichtlich: «Nun müssen wir eben gegen Thun drei Punkte holen.»


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... r-12225347

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 Beitrag Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 11:52 
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Weiter im Würgegriff

YB spielt gegen Sitten 1:1 und bleibt wieder hinter den Erwartungen zurück

Sie hadern, die Young Boys. In der 83. Minute der Partie gegen den FC Sion stieg der Mittelfeldspieler Moreno Costanzo in englischer Manier in ein Kopfballduell und traf zum vermeintlichen 2:1-Siegestor. Aber der Schiedsrichter wertete die Aktion als Foul und unterbrach den Jubel der Berner.
Bernhard Brunner, Bern

Der Trainer Christian Gross sagte an der Pressekonferenz, dass das «ein herrliches Tor» gewesen sei, das ohne Zweifel Anerkennung gefunden hätte, wenn es ein Spieler von Manchester United erzielt hätte.

So ordnen die Berner die Fügungen des Schicksals ein, das ihnen einfach nicht geneigt sein will. Auch vor dem eigenen Tor finden sie dafür Beispiele: In der 12. Minute schlug der Franzose Sio eine Flanke und sah den Ball in der entfernten hohen Ecke im Tor landen – 1:1, nachdem Costanzo gerade drei Minuten zuvor die Führung gelungen war.

Der Ausgleich und dieses nicht gegebene Tor zum 2:1 passten perfekt zu ihrer momentanen Lage, sagte der Captain und Goalie Marco Wölfli. «Wir brauchten etwas, das für uns liefe.» Er zählte fünf Tore auf, die zu Unrecht nicht anerkannt worden seien, und der Trainer Gross verdeutlichte: «Wieder haben wir Punkte nicht, die wir verdient hätten.» Die Gefühlslage der Young Boys nähert sich der Verzweiflung. Man betet gar flehend gegen den Himmel, statt die (auch) eigenen Schwächen aufzuspüren.

Das Team «will» zwar, da hat der Trainer recht, aber dieses Wollen hat etwas Rigides, das die Kreativität im Spiel erstickt. Heute Montag tagt der YB-Verwaltungsrat und berät, was zu tun sei. Im (Transfer-)Raum steht die Verpflichtung eines Stürmers, der Durchschlagskraft mitbringt. «Ein klares Plus» müsse ein neuer Spieler bringen, so die Vorgabe des Trainers, der Wölfli für seine «klarere Linie» lobte, Pascal Doubai für eine solide Partie als Nummer 6 und Costanzo «für seine Fortschritte insgesamt».

Der Sitten-Trainer Laurent Roussey sah die Sachlage etwas anders. Er reklamierte die «grossen Chancen» für sein Team, das seine Vorgaben (ohne die sechs nichtqualifizierten Spieler) respektabel umgesetzt habe. Und Sio hätte nach 81 Minuten alleine vor Wölfli sogar fast beliebig Zeit gehabt, den Ball zum Führungs- und möglicherweise Siegestreffer einzuschiessen.

Roussey fand es «nicht einfach», unter den gegebenen juristischen Umständen zu spielen. Eine grosse Abstraktionsfähigkeit sei gefragt. Wenn die Walliser die mit den jetzt vom Walliser Kantonsgericht gesperrten Spielern gewonnenen Punkte behalten dürfen, sind sie im Kampf um vordere Plätze nicht zu unterschätzen, gerade auch junge Spieler wie Karim Yoda oder Guilherme Afonso deuteten Potenzial an.

Über die sportliche Zukunft von YB dagegen darf gerätselt werden. Es ist unklar, ob neue Spieler die verworrene Situation lösen können. Die Reporter des Internetradios Gelb-Schwarz nehmen jedenfalls das Wort «Übergangssaison» in den Mund.


http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/i ... 14494.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 11:54 
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Der Boden, dem niemand nachweint

Die Ära des Kunstrasens im Stade de Suisse ist am Sonntag nach fünfeinhalb Jahren zu Ende gegangen.

Es war ein Abschied ohne Emotionen. Als Schiedsrichter Studer gestern kurz vor 18 Uhr den Match YB-Sion abgepfiffen hatte, brauchte es keine Securitas-Leute, die verhindern mussten, dass Fans auf den Rasen stürmten. Anders als vor 10 Jahren, als nach der letzten Begegnung im alten Wankdorfstadion hunderte von YB-Anhängern auf den Platz eilten, um sich ein Stück Naturrasen zu ergattern, machte niemand Anstalten, sich ein Stück des Kunstrasens zu sichern. Der mit Gummigranulat angereicherte Plastikboden vermochte ausser dem früheren Stadionchef Stefan Niedermaier nie jemanden richtig glücklich zum machen.

Unvergesslich die Premiere am 19. Juli 2006 bei hochsommerlichen Temperaturen: Ein penetranter Gummigestank lag in der Luft, als YB und Basel um die ersten Meisterschaftspunkte kämpften. An der Seitenlinie beim FCB: Christian Gross. Dieser war über die künstliche Unterlage alles andere als erbaut und sprach nach dem 1:1 von einem «völlig anderen Spiel».

«Wie eine Sauna»

Keine gute Meinung vom Kunstrasen hatte auch der damalige YB-Trainer Gernot Rohr. «Er wirkt wie eine Sauna, wenn es heiss ist», erzählte er dem Schreibenden im Vertrauen. Öffentlich durfte sich der Franzose wie die Spieler nicht kritisch über das neue Produkt äussern. Klartext redeten nur jene, die nicht mehr bei YB unter Vertrag standen: Sie beklagten sich über Hüft- und Rückenschmerzen. Oder sie verzogen das Gesicht wie Seydou Doumbia, wenn ein Journalist auf die wenig geliebte Unterlage zu sprechen kam.

Niedermaier liess sich von den Kritikern nicht beirren. Ihm war wichtig, dass im Stade de Suisse möglichst viele Trainingseinheiten stattfinden und in der Sommerpause Rockkonzerte durchgeführt werden konnten ohne grosse Reibungsverluste. Wenn ein Trainer wankelmütig wurde wie Vladimir Petkovic und nach einem Naturrasen verlangte, vertröstete ihn der gewiefte Stadionchef mit schönen Worten.

Eine Unterlage für Junioren

Wer weiss, wie lange YB noch auf Kunstrasen gespielt hätte, wenn Niedermaier im August 2010 nicht entlassen worden wäre. Für seinen Nachfolger Ilja Kaenzig war klar, dass der Plastik aus dem Stade de Suisse entfernt werden musste. Als Gross als neuer Trainer verpflichtet wurde, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Wechsel vollzogen wurde. «Es ist eine Unterlage für den Nachwuchs», pflegte der Zürcher zu sagen, wenn man ihn fragte, was er vom Kunstrasen halte. Wie jeder Fussballpurist erinnerte er daran, dass es für einen Fussballer nichts Schöneres gibt als den Geruch eines frischgemähten Rasens. Dem ist nichts anzufügen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/12649795

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 Beitrag Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 11:55 
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Das Tor zählt nicht, die Befreiung bleibt aus

In der Tabelle tritt YB nach dem 1:1 gegen Sion an Ort. Trainer Christian Gross sprach nach der Derniere auf dem Berner Kunstrasen dennoch von einer guten Leistung. Riesig war sein Ärger über den annullierten Treffer Moreno Costanzos.

Moreno Costanzo ist ausser sich. Der YB-Mittelfeldspieler rauft sich die Haare, dann schreit er seinen Ärger in den Berner Abendhimmel hinaus. Soeben hat Schiedsrichter Stephan Studer sein Kopfballtor gegen Sion annulliert. Costanzo soll sich bei der Aktion auf den Schultern von Gegenspieler Anthony Sauthier aufgestützt haben. Es ist ein ganz strenger, wohl sogar ein falscher Entscheid. Der Treffer in der 83.Minute hätte das 2:1 und damit voraussichtlich den Sieg für die Young Boys bedeutet. Das weiss an der Seitenlinie auch YB-Trainer Christian Gross und mit ihm jeder auf der Ersatzbank. Alle sind sie nach dem Tor zum Jubeln aufgesprungen, alle sind sie jetzt, wo das Tor nicht zählt, sauer und suchen die Diskussion mit dem vierten Offiziellen. «Wenn Manchester United ein solches Tor erzielt, wird es vom Referee, ohne mit der Wimper zu zucken, anerkannt», sagt Gross später, nachdem die Partie 1:1 geendet hat. Er verweist auch darauf, dass sein Team in dieser Saison schon mehrmals unter ähnlichen Situationen zu leiden hatte. Zuletzt in den verlorenen Spielen in Basel (Meisterschaft) und Winterthur (Cup), als Alain Nef respektive Dusan Veskovac bei ihren Treffern im Offside gestanden haben sollen.

Moreno Costanzo meint gar: «Es ist bereits das fünfte Mal, dass ein korrektes Tor von uns nicht zählt.» Der Ostschweizer wäre ohne das Eingreifen des Schiedsrichters zum Matchwinner avanciert. In der 9.Minute schob er den Ball auf Zuspiel von David Degen zum 1:0 ein. Degen wiederum war von Elsad Zverotic mit einem präzisen Steilpass mustergültig lanciert worden. Gross war der Jubel über den frühen Führungstreffer. Die Berner waren nach dem blamablen Ausscheiden im Cup in Winterthur auf der Suche nach dem Befreiungsschlag. Mit Costanzos 1:0 schienen die Voraussetzungen dafür geschaffen.

Wölfli beim Gegentor im Pech

Gross war 3 Minuten später aber auch die Ernüchterung. Ein gefühlvoller Heber von Sions Giovanni Sio hatte sich hinter YB-Goalie Marco Wölfli an den Pfosten gesenkt, war ins Feld zurückgeprallt und von Wölflis Hüfte dann doch noch ins Tor gekullert. Offensivspieler Sio, der sich im Wallis nicht nur wegen der Ähnlichkeit seines Nachnamens mit seinem Arbeitsort sehr gut aufgehoben fühlt, wagte nach dem Tor nicht einmal zu jubeln. So glückhaft erschien ihm der Treffer.

Wölfli, der auf eine Flanke spekuliert hatte, hingegen rang sich nach dem Eigentor ein ironisches Lächeln ab. Er konnte kaum glauben, wie ihm geschehen war. «Wir sind im Moment überhaupt nicht vom Glück begünstigt», sagte er nach dem Spiel und verwies auf einen Freistoss von Costanzo kurz nach Sios Kunstschuss. «Der Ball hat die gleiche Flugbahn, doch er fliegt an die Latte statt ins Tor. Das ist Pech.»

Hilflos im Abschluss

Wölfli war aber durchaus auch im Glück, etwa als der Schuss von Guilherme Afonso am Pfosten landete (26.Minute). Der Sion-Stürmer hatte zuvor Alain Nef und Dusan Veskovac wie Slalomstangen umkurvt. Und es war auch nicht nur Pech, dass die Young Boys nach dem fünften Remis der Saison an Ort treten und bereits elf Punkte hinter Leader Basel zurückliegen.

Den Bernern gelang es gegen Sion (die Walliser traten unter Protest an, weil ihr Gesuch, das Spiel zu verschieben, nicht bewilligt worden war) nicht, ihre Feldüberlegenheit und ihr Chancenplus zum Sieg zu nutzen. Wie sich die YB-Offensivspieler in der letzten Partie vor dem Wechsel von Kunst- auf Naturrasen anstellten, grenzte phasenweise an Hilflosigkeit. Mal rutschte David Degen in vielversprechender Position aus, mal verstolperte Nassim Ben Khalifa im Strafraum den Ball, und dann schoss Emmanuel Mayuka seinen Nachschuss 20 Meter über das Tor.

Gross wollte mit dem Team trotzdem nicht zu hart ins Gericht gehen und sagte: «Ich habe eine gute Leistung gesehen.» Auch ihm ist aber bewusst, dass sich YB weiter auf der Suche nach der Erfolgsformel befindet.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16525183

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