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 Beitrag Verfasst: Samstag 14. August 2010, 15:31 
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Berner Zeitung, 14.08.2010

Festtag am Dienstag

Das YB-Heimspiel gegen Tottenham am Dienstag in den Champions-League-Playoffs dürfte schon bald ausverkauft sein.

Wie erwartet stösst das Duell der Young Boys mit Tottenham auf grosse Resonanz. Bis gestern Abend waren über 23 500 Tickets verkauft, derzeit sind im freien Vorverkauf noch rund 800 Tickets zu erstehen. Rund zwei Drittel der 15 200 YB-Mitglieder mit Jahreskarten haben bisher von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht. Für die übrigen Mitglieder bleiben die Plätze bis heute, 21.30 Uhr, reserviert, danach gelangen auch die nicht gebuchten Sitze in den Verkauf.

Tottenham fehlt Praxis

Das Rückspiel gegen Tottenham in den Champions-League-Playoffs geht dann am Mittwoch in einer Woche in London über die Bühne. «Wir sind Aussenseiter und brauchen zwei perfekte Spiele», sagt YB-Trainer Vladimir Petkovic. Aber: «Wir sind nicht chancenlos. Tottenham fehlt sicher noch die Spielpraxis.» Heute erst startet der britische Traditionsverein mit dem routinierten Trainer Harry Redknapp mit einem Heimspiel gegen Manchester City in die neue Premier-League-Saison.

Reiches Manchester City

Die Ligafavoriten in England sind natürlich Titelverteidiger Chelsea und Manchester United, während Arsenal und Liverpool bloss noch als Herausforderer gelten. Für Tottenham dürfte es trotz Starensemble schwierig werden, erneut unter die ersten vier Teams vorzustossen, zumal der heutige Gegner Manchester City in diesem Sommer bereits annähernd 200 Millionen Franken auf dem Transfermarkt investiert hat. Der Zuzug des italienischen Supertalents Mario Balotelli, vorgestern 20 Jahre alt geworden, wurde gestern perfekt, Inter Mailand erhielt 38 Millionen Franken Ablösesumme. Und der nächste Wahnsinnstransfer steht laut Spekulationen aus Spanien kurz bevor – so soll der schwerreiche Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, Besitzer von Manchester City, dem Barcelona-Angreifer Zlatan Ibrahimovic ein Angebot unterbreitet haben, wonach der Schwede in vier Jahren knapp 160 Millionen Franken verdienen soll! So viel würde ein neuer YB-Verteidiger, der zur Kaderverbreiterung verpflichtet werden könnte, wohl in 500 Jahren nicht verdienen. Aber YB hat im August die Chance, die Champions League zu erreichen – Manchester City nicht…

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 15. August 2010, 15:16 
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Sonntagszeitung, 15.08.2010

Weshalb ein Erfolg gegen YB für Tottenham Pflicht ist

Die Spurs, die gestern gegen Manchester City 0:0 spielten, planen teure Transfers und den Umbau der White Hart Lane
London Harry Redknapps Zufriedenheit kannte keine Grenzen. «Wir haben perfekt gepresst, die Bälle schön verteilt, sehr gut gespielt», sagte der Spurs-Trainer nach dem Schlusspfiff, «wir waren fantastisch. Mehr hätte ich nicht verlangen können.» Einen Sieg vielleicht? Ein 0:0 vor heimischer Kulisse im ersten Saisonspiel reisst ja eher selten einen Coach zu solchen Jubelstürmen hin. Aber wie immer ist bei «Appy Arry», wie der gewiefte Mann mit dem Dackelblick beim englischen Boulevard heisst, alles Kalkül.

Vor dem wichtigen Champions-League-Qualifikationsspiel in Bern will er seinen Jungs Selbstvertrauen geben. Die im vergangenen Jahr so wirksame «Wir sind die Underdogs»-Masche zieht gegen YB ja nicht so richtig. Obwohl der 63-Jährige dem Gegner ausdrücklich Respekt zollte und die starken Leistungen gegen Fenerbahçe betonte, rechnet auf der Insel niemand ernsthaft mit einer Niederlage. Wirklich «fantastisch» war am Samstag im Norden Londons allerdings nur die erste Viertelstunde gegen Manchester City. Jermaine Defoe, Tom Huddlestone und Benoît Assou-Ekotto scheiterten nach und nach am famosen Joe Hart im Tor der Gäste, der vor den Augen von Nationaltrainer Fabio Capello endgültig zur Nummer 1 Englands avanciert sein dürfte.

Peter Crouch erwischte dagegen nicht seinen besten Tag. Der schlaksige Stürmer muss sich nach einer allzu lustvollen Taxifahrt mit einer Prostituierten in Spanien derzeit mit seiner Verlobten versöhnen, vielleicht nagte das an seiner Konzentration. Redknapp brachte in der zweiten Hälfte seinen zweiten Sturm, den Russen Pawliutschenko und den Iren Keane, doch mit dem grossen Offensivzauber Tottenhams war es da schon vorbei. «Es war das erste Spiel der Saison, mir war klar, dass wir irgendwann müde werden würden», sagte Redknapp, der die «dummen Freundschaftsspiele» der Nationalspieler unter der Woche für die mangelnde Kraft am Ende verantwortlich machte. Zum Glück für die Gastgeber war City offensichtlich nur für den einen Punkt angereist; Roberto Mancinis Elf verwaltete das Unentschieden und spielte ohne Mut zum Risiko zu Ende.

Die beste Chance hatte vor dem Abpfiff Gareth Bale, neben Hart der stärkste auf dem Platz. Der Waliser bekam den Ball frei vor dem Tor genau vor den rechten Fuss, verzog aber kläglich.

Ein modernes Stadion für 60 000 Zuschauer

«Wir haben da weitergemacht, wo wir in der vergangenen Saison aufgehört haben», befand Redknapp. «Wenn wir auf diesem Niveau weiter spielen, werden wir wieder ganz oben dabei sein.» Sogar der Titel sei möglich, glaubt der wegen Steuerhinterziehung demnächst vor Gericht stehende Coach. Der Optimismus im Traditionsklub ist gross, denn schon bald soll der Bau eines modernen Stadions für 60 000 Zuschauer auf dem alten Gelände begonnen werden. Mittelfristig will man sogar die erfolgreicheren Lokalrivalen vom FC Arsenal hinter sich lassen. «Dafür bräuchten wir aber noch vier Weltklassespieler», sagte Redknapp. Weil seinem Verein vor dem Einzug in die Gruppenphase der Königsklasse bisher die Planungssicherheit fehlte, gestalteten sich die Verhandlungen mit potenziellen Neuverpflichtungen schwierig. Zum Beispiel der Transfer von Redknapps Wunschspieler, dem bei City in Ungnade gefallene Waliser Craig Bellamy, hängt von den Millionen aus Nyon ab; auch für den französischen Verteidiger William Gallas braucht der Trainer zusätzliche Gelder. Nach den hohen Investitionen der Vorjahre will sich der von dem britischen Devisenhändler Joe Lewis aus den Bahamas kontrollierte Klub finanziell konsolidieren, bevor an der White Hart Lane die Bagger anrücken.

Auch deswegen ist die erste Teilnahme an der Champions League für die Spurs unabdingbar. «Man hat diese Chance nicht jedes Jahr», sagt Redknapp, «wir werden alles dafür tun.»

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 Beitrag Verfasst: Montag 16. August 2010, 12:38 
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Berner Zeitung, 16.08.2010

Die Spurs-Chance und der Kunstrasen

Wie Tottenham, der YB-Gegner vom Dienstag, mit einem 0:0 gegen Manchester City in die Saison startet.

Und dann, mitten im Londoner Stadtteil Tottenham, erheben sich auf einmal die Tribünen weit über die Umgebung. Die White Hart Lane, alt und ehrwürdig und 1899 erbaut, steht wie viele Fussballstadien in England im Wohnquartier. Und am Samstagmittag ist im Nordosten Englands endlich wieder Wettkampftag. Natürlich ist die Arena bei der Saisoneröffnung der Tottenham Hotspurs gegen Manchester City ausverkauft – 36'000 Zuschauer passen in die enge, stimmungsvolle White Hart Lane, doch bald soll ja auch Tottenham gleich nebenan eine multifunktionale Superarena mit 60'000 Plätzen erhalten. «Champions League, Champions League», skandieren die Besucher. Man spürt die Vorfreude, aber vor allem auch den Spott gegen das superreiche Manchester City, das noch nie in der Königsliga dabei war.

Tottenham übrigens auch nicht, der Playoff-Gegner YB aus der kleinen Schweiz wird jedoch hier nicht unbedingt als Bedrohung angesehen. Von zehn befragten Tottenham-Fans kennt keiner einen Akteur der Young Boys näher, die Super League ist in England nahezu unbekannt. Die Premier League dagegen ist ein globales Premiumprodukt, hier sind die Besten der Besten engagiert, und es fällt ja schon schwer, alle Nationalspieler Tottenhams aufzuzählen. Es sind, je nach Sichtweise, bis zu 20, und weil es die Historie des Vereins so verlangt, steht auch die Auswahl 2010/2011 für attraktiven, leidenschaftlichen Offensivfussball. Der seit kurzem erst 21-jährige Gareth Bale ist der Stolz Tottenhams, trotz unfassbaren Angeboten von bis zu 60 Millionen Franken Ablösesumme ist der schnelle, kraftvolle Linksfuss auch in diesem Sommer nicht verkauft worden. Und oben auf der Tribüne dürfte sich der englische Nationaltrainer Fabio Capello gerade mal wieder sehr ärgern, ist dieser Bale ein Waliser.

Bereits sieben Tottenham-Akteure hat der glücklose Capello bisher eingesetzt, am stärksten von ihnen präsentiert sich gegen Manchester City der dribbelstarke Aaron Lennon, das Pendant Bales auf der rechten Seite. Doch trotz Bales Finten und Lennons Antritt, trotz der Genialität des Kroaten Luka Modric und der Torgefährlichkeit der Angreifer Peter Crouch und Jermain Defoe gelingt Tottenham gegen Manchester City kein Tor. Der 23-jährige Joe Hart, Torhüter der Gäste, erwischt einen Glanztag, er rettet den Citizens das Nullzunull. Und zumindest das notorische Goalieproblem Englands hat Fabio Capello heute ignorieren dürfen.

Im von teuren Stars gespickten Kader der Spurs nimmt der schlaksige Angreifer Peter Crouch nicht nur seiner Grösse (2,01 Meter) wegen eine Sonderrolle ein. Die gnadenlose Journaille Londons hat kürzlich die ausschweifende Taxifahrt von Crouch mit einer Prostituierten im Trainingslager in Spanien genüsslich und in allen Einzelheiten ausgebreitet – die Verlobte Crouchs, ein prominentes Model, war darüber weniger erfreut. Im selbstverständlich gigantischen Fanshop erzählt ein Angestellter, die Trikots von Crouch seien neben jenen von Defoe und Bale und Kultfigur Robbie Keane die beliebtesten. Auch Artikel mit den legendären Spurs-Akteuren Paul Gascoigne, Chris Waddle oder David Ginola seien Verkaufshits. Tottenham (Meister 1951 und 1961, Uefa-Cup-Sieger 1972 und 1984 sowie Gewinner des Europapokals der Cupsieger 1963) zehrt von der ruhmreichen Vergangenheit. Am Samstag werden in der Pause die noch lebenden Helden der letzten Meisterschaft, die in der Saison vor genau 50 Jahren errungen wurde, dem Publikum präsentiert. Die Veteranen, mit weissen Haaren und runzliger Haut, erzählen fröhliche Geschichten aus einer Zeit, als die Partien Tottenhams noch nicht wie heute am TV in über 170 Ländern ausgestrahlt wurden. Und sie sind stolz, Mitglieder des ersten englischen Doublegewinners im 20. Jahrhundert zu sein.

Davon sind die Tottenham Hotspurs trotz starker Leistung gegen Manchester City derzeit weit entfernt. «Wir haben exzellent gespielt», sagt der clevere, kauzige Trainer Harry Redknapp, «und nicht viel falsch gemacht.» Die Chancenauswertung aber ist ausbaufähig. Und in der zweiten Halbzeit, als aus dem Nieselregen ein heftiger Platzregen wird (man ist ja in London), ging Redknapps Ensemble der Schnauf aus. «Es war unser erstes Saisonspiel», erklärt der 63-jährige Coach, «und deshalb bin ich sehr zufrieden.» Redknapp versuchte Mitte der zweiten Hälfte, mit einem Doppelwechsel im fantastisch besetzten Sturm – Roman Pawljutschenko und Keane für Crouch und Defoe – neuen Schwung zu erzeugen, doch ein Tor blieb den Seinen versagt. Und so dreht sich nach der Partie bald vieles um die Champions League. «Das ist für uns eine einmalige Gelegenheit», sagt Redknapp, der YB keineswegs unterschätzen will. «Alle denken, das sei ein Freilos für uns. Aber wer bei Fenerbahçe gewinnt, besitzt Qualitäten.»

Der Kunstrasen in Bern ist ein grosses Thema bei Tottenham, und laut englischen Journalisten wird Captain Ledley King aufgrund starker Knieprobleme am Dienstag im Hinspiel der Champions-League-Playoffs bei YB nicht eingesetzt werden. Redknapp erwähnt noch, er habe mit dem früheren Schweizer Nationaltrainer Roy Hodgson gesprochen, der die Super League gut kenne. «Hodgson sagte mir, YB sei sehr heimstark.» Hodgson, neu bei Liverpool tätig, hat den zögerlichen Saisonstart der Young Boys (seit Monaten ohne Heimsieg) wohl nicht mitbekommen.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Die-SpursChance-und-der-Kunstrasen-/story/16281639

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 Beitrag Verfasst: Montag 16. August 2010, 12:59 
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2010-08-14 Tottenham 0-0 Man City [FULL HIGHLIGHT]




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 Beitrag Verfasst: Montag 16. August 2010, 13:01 
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Aargauer Zeitung, 16.08.2010

Achtung YB: Gareth Bale kommt

Die Berner spielen morgen (20.45) gegen Tottenham um den Einzug in die Champions League

Harry Redknapp hat viele Spieler in seiner Mannschaft, die am Dienstagabend im Stade de Suisse den Unterschied machen könnten. Luka Modric, der kleine Kroate im Mittelfeld, ist nach seinem ausgeheilten Beinbruch bereits in bestechender Frühform, und das «Little & Large»-Duo Peter Crouch (2,01 m) / Jermaine Defoe (1,70 m) ist immer für einen oder zwei Treffer gut. Der Mann, der für die Spurs momentan aber wirklich unverzichtbar ist, heisst Gareth Bale und ist gerade erst 21 Jahre alt geworden. Beim 0:0 gegen Manchester City am Samstag war der walisische Aussenstürmer neben Joe Hart, dem famosen Torhüter der Gäste, der beste Mann auf dem Platz. Schon gegen Ende der vergangenen Saison, als Tottenham mit Siegen gegen City, Chelsea und Arsenal den vierten Tabellenplatz eroberte, hatte der Junge aus Cardiff mit überragenden Leistungen geglänzt. «Er ist gross, er ist stark, er ist ein echter Athlet», schwärmt Redknapp. «Er hat einen guten linken Fuss, einen guten rechten, er kann alles.» Noch zwei Jahre auf diesem Niveau und man könne sagen, dass er der beste Linksaussen in der Liga sei, prophezeit der Coach.

Ganz überraschend kommt der Aufstieg des ehemaligen Southampton-Spielers nicht. Dutzende Scouts aus allen Ländern pilgerten vor vier Jahren Woche für Woche insSt.-Mary’s-Stadion an der Südküste, um zwei der talentiertesten Jungprofis der Insel zu bestaunen. Theo Walcott, der Aussenstürmer von Arsenal, war damals Bales Teamkollege und Zimmernachbar in der Nachwuchsakademie der «Saints». Die Spurs sicherten sich im Sommer 2007 letztlich die Unterschrift des damals 17-Jährigen für sechs Millionen Euro – inklusive Zusatzzahlungen wurde später die doppelte Ablösesumme fällig.

Harziger Start für Bale

Bale konnte nach dem Wechsel an die White Hart Lane die enormen Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Zwei Jahre lang warfen ihn immer wieder kleine Verletzungen zurück. Und wenn er spielte, lief es für die Spurs partout schlecht. Bale avancierte zum fussballerischen Äquivalent einer schwarzen Katze, er wurde zum belächelten Gegenteil eines Glücksbringers: in seinen ersten 24 Liga-Spielen in Folge gelang seinem Team kein einziger Sieg. Ein trauriger Rekord.

Redknapp erinnert sich, dass Alex Ferguson ihn eines Tages mit einem gut gemeinten Tipp anrief. «Er sagte: ‹Du kannst den Jungen unmöglich wieder aufstellen.› Vielleicht hatte er recht», sagt Redknapp. Der 63-Jährige hielt Bale jedoch die Treue und wurde zum Auftakt der vergangenen Saison, beim 5:0 gegen Burnley, bestätigt: Bale hatte den Fluch endlich überwunden.

Die Zukunft des Vereins

Heute fluchen nur noch die Gegner und Fabio Capello, der so einen starken Linksfuss im offensiven Mittelfeld bestens in der englischen Nationalmannschaft gebrauchen könnte. «Wäre er Engländer, könnte er zwei Probleme gleichzeitig lösen», sagt Redknapp; Bale fühlt sich als linker Verteidiger nämlich genauso wohl. Wie Ryan Giggs (Manchester United) hat sich Bale, der auch ein passabler Rugby-Spieler geworden wäre, jedoch für das Prinzentum entschieden. Der ehemalige walisische Nationalspieler Cliff Jones hält seinen Landsmann schon jetzt für «einen der besten Spieler Europas» und glaubt, dass Bale als erster Waliser überhaupt 100 Länderspiel bestreiten wird.

In der Sommerpause rief Ferguson wieder bei Redknapp an; wieder war Bale das Thema, allerdings bot Sir Alex diesmal keine Ratschläge, sondern dem Vernehmen nach 20 Millionen Pfund an. Redknapp musste nicht lange nachdenken. «Gareth steht für die Zukunft des Vereins, er geht nirgendwo hin», beschied er seinem Trainerkollegen.

«Wir sind nicht überrascht. Wir haben nur darauf gewartet, dass er seine Trainingsleistungen auch in den Spielen zeigt», sagt Crouch, der wie Defoe enorm von den Flanken und scharfen Hereingaben des Flügelspielers profitiert. Bale selbst hat sich auch für die Champions League viel vorgenommen. «Ich glaube, dass wir uns nicht nur qualifizieren, sondern eine sehr gute Rolle spielen werden. Wir alle freuen uns darauf», sagte er sehr selbstbewusst. «Als Spieler will man gegen die stärksten Mannschaften spielen, weil man dann selber stärker wird.» Die Young Boys sind jedenfalls gewarnt. Der serbische Nationalspieler Aleksandar Kolarov, Bales Gegenspieler am Samstag, wurde bereits zur Pause ausgewechselt. Offiziell lautete die Diagnose «Knöchelverletzung» – «Knoten im Fuss» hätte es aber auch getroffen.

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 Beitrag Verfasst: Montag 16. August 2010, 13:07 
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Berner Zeitung, 16.08.2010

Chapuisats Analyse

YB-Chefscout Stéphane Chapuisat hat Tottenham am Samstag beobachtet. Er ist von der Offensive der Spurs beeindruckt.

Auch Stéphane Chapuisat ist am Samstagmittag an der White Hart Lane, er beobachtet Tottenham als YB-Scout. Der 41-Jährige zeigt sich beeindruckt von Stimmung und Tempo – und analysiert das Geschehen seiner Art entsprechend ruhig und sachlich. «Sehr viel Druck» habe Tottenham beim 0:0 gegen Manchester City vor der Pause gemacht. Allerdings ist Chapuisat aufgefallen, dass der Rhythmus nach der Pause tiefer gewesen sei. «Es war ihr erstes Ligaspiel, das hat man deutlich gemerkt.»

«Zwei Topleistungen»

Heute wird Chapuisat seine Erkenntnisse Vladimir Petkovic mitteilen, und der YB-Trainer wird seinen Spielern später von der starken Offensive Tottenhams mit herausragenden Individualisten erzählen. «Über die Flügel ist Tottenham mit Gareth Bale und Aaron Lennon sehr gefährlich», sagt Chapuisat, der die Spielweise der Spurs als «typisch britisch» bezeichnet. Druckvoll und aggressiv, schnell und flankenreich agiert Tottenham, und besonders beeindruckend findet auch Chapuisat, dass Tottenham Mitte der zweiten Halbzeit das Stürmerpaar auswechselte – und nicht gross an Qualität verlor. «Und gerade der grossgewachsene Peter Crouch ist bei Freistössen und Eckbällen schwierig zu verteidigen.» Die Defensive dagegen wirkte nicht immer überzeugend, mit Tempo und Pässen in die Tiefe ist Tottenham in Schwierigkeiten zu bringen. Der Fussballer Chapuisat, flink und schlau, hätte bestimmt gerne gegen Tottenham gespielt, was der Scout Chapuisat mit einem Schmunzeln nicht abstreitet. «Aber es braucht zwei Topleistungen, wollen wir weiterkommen», sagt er.

Zuerst zu Hause als Vorteil

Chapuisat spielt heute noch bei den Senioren Malleys («da gibt es Resultate wie 7:5 und 6:4») und arbeitet mit einem 80-Prozent-Mandat bei YB, wo er wie beim Fussballverband talentierten Stürmern Unterricht im Torschuss und Bewegungsverhalten erteilt. Wie es mit seiner Rolle als Chefscout weitergeht, dürfte mit dem neuen YB-Chef Ilja Kaenzig bald besprochen werden. «Am wichtigsten ist nun das Tottenham-Spiel», sagt Chapuisat. Auch er denkt, dass es für einmal möglicherweise sogar ein Vorteil sein könnte, zuerst in Bern anzutreten. «Besonders auf Kunstrasen kann YB ein gutes Resultat vorlegen.»

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Chapuisats-Analyse-von-YBGegner-Tottenham/story/15084772

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 Beitrag Verfasst: Montag 16. August 2010, 13:08 
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Der Bund, 16.08.2010

Tottenham Hotspur: Viel Tradition – wenig Erfolg

Der Gegner von YB im Playoff für die Champions League ist bei den Fans der anderen Londoner Klubs verhasst.

Wenn das Sprichwort «Viel Feind, viel Ehr» tatsächlich stimmt, darf sich Tottenham Hotspur glücklich schätzen: Kein anderer Premier-League-Klub ist bei so vielen anderen Vereinen verhasst. «Stand up, if you hate Tottenham» (Steht auf, wenn ihr Tottenham hasst) sangen die Chelsea-Supporter erst neulich wieder im Community-Shield-Match, aus purer Langeweile – der Gegner im Wembley-Stadion hiess ja Manchester United. Auch beim FC Arsenal und bei West Ham United sind die Spurs die Lieblingsrivalen.

Die Feindschaft hat eine kleine, heute nicht mehr stark ausgeprägte antisemitische Komponente – die Spurs galten traditionell als jüdischer Verein, und selbst nicht jüdische Fans bezeichnen sich noch immer trotzig als «Yids». Hauptsächlich liegt der Antipathie aber längst verblichener Neid zugrunde. Es ist mittlerweile exakt 50 Jahre her, dass dem Klub von der White Hart Lane ein beinah mythisches Kunststück gelang: Die legendäre Mannschaft von Trainer Bill Nicholson gewann 1960/61 mit fantastischem Offensivfussball Meisterschaft und Pokal. Kein Team hatte dieses Double im 20. Jahrhundert zuvor geschafft. Zwei Jahre später triumphierte man auch als erste britische Mannschaft in einem europäischen Pokalfinal. Das 5:1 gegen Atlético Madrid im Endspiel in Rotterdam machte die Nordlondoner über die Grenzen des Landes hinaus berühmt.

Ein Grossteil der Helden des 61er-Teams war beim 0:0 gegen Manchester City am Sonntag im Stadion und wurde von den Besuchern zur Halbzeit frenetisch gefeiert. Wie es der Zufall will, fällt das 50-Jahr-Jubiläum des Erfolges exakt mit der möglichen Rückkehr der Spurs in den Europacup der Landesmeister (heute: Champions League) zusammen. Gewinnt die Elf von Trainer Harry Redknapp die Qualifikationsspiele gegen die Young Boys, wäre es die erste Teilnahme in der Königsklasse seit 1961/62, als man bis ins Halbfinal vorstiess, aber nach sehr zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen gegen Benfica ausschied.

Jahrelang im Schatten

Seit 1991 (FA Cup) hat man keinen grossen Titel mehr gewonnen; zwei Triumphe im Ligacup (1999, 2008) waren nicht mehr als Trostpreise für zwei Jahrzehnte im Schatten von Arsenal und dem FC Chelsea. Besonders den Gunners möchte man es endlich wieder zeigen, denn sie waren es, die 1913 vom Süden der Stadt ins Highbury und damit in die unmittelbare Nachbarschaft von Tottenham umzogen. Sechs Jahre später eskalierte die Rivalität, als Ende des Ersten Weltkriegs der Zweitligist Arsenal anstelle der bereits im Oberhaus etablierten Spurs in die neue erste Liga aufgenommen wurde. Dass es damals nicht ganz mit rechten Dingen zugegangen ist, sehen die Fussballhistoriker mittlerweile als erwiesen an.

«Wir können Arsenal überholen», sagt Redknapp nun. «Doch dafür müssen wir unbedingt in die Champions League.» Der 64-Jährige erwartet auf dem für die Briten ungewohnten Kunstrasen ein hartes Spiel. «Bern hat gegen Fenerbahçe überragend gespielt und hätte noch höher gewinnen können», weiss Redknapp nach dem Studium einer Aufzeichnung.

Für die Young Boys wird es gegen das sehr offensivstarke Team um Leistungsträger Luka Modric und den immens starken Flügelspieler Gareth Bale nicht einfach. Aber sie können zumindest darauf vertrauen, dass ihnen beim Rückspiel in einer Woche mehrere Millionen englischer Fussballfans die Daumen drücken werden. Drei Viertel der Londoner würden eine Pleite der Spurs nur allzu gerne sehen.

http://www.derbund.ch/bern/dossier/alles-zu-den-berner-young-boys/Tottenham-Hotspur-Viel-Tradition--wenig-Erfolg/story/12953162

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 Beitrag Verfasst: Montag 16. August 2010, 13:10 
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Berner Zeitung, 16.08.2010

Wortspiele

Englische Medien rechneten am Wochenende vor, Manchester City habe über 700 Millionen Franken alleine an Ablösesummen ins Team gesteckt. Da gibt es eine erste und zweite Auswahl mit lauter Nationalspielern – grossartige Angreifer wie Robinho, Felipe Caicedo, Roque Santa Cruz oder Craig Bellamy, alle für Millionensummen eingekauft, taugen dabei für Trainer Roberto Mancini nicht mal mehr für die Reserve.

Wer zahlt, der befiehlt. Das weiss man auch bei YB, wo die Investoren, die den Verein einst übernommen und gerettet hatten, den stillosen Abgang des CEO Stefan Niedermaier damit begründeten, endlich Titel gewinnen zu wollen – und mit Ilja Kaenzig einen Chef installierten, der sich im Business bestens auskennt. Robinho, Caicedo, Santa Cruz und Bellamy sind kein Thema in Bern, selbst wenn sie von YB-Besitzer Andy Rihs locker bezahlt werden könnten. Für die «Wachstumsphase 3» genügen auch weniger prominente Kicker.

Mit umständlichen, witzigen oder zweideutigen Wortbegriffen kennt man sich in England gut aus. So macht man sich in London gerne lustig über die «Young Boys». Mit diesem Ausdruck bringt man ja spezielle sexuelle Präferenzen in Zusammenhang. Immer wieder ein Kalauer bietet den Briten auch die YB-Heimstätte, die jahrzehntelang Wankdorf hiess. Und so freut sich der englische Boulevard diebisch, die Leserschaft darauf aufmerksam zu machen. «To Wank» bedeutet onanieren, und wer im englischen Sprachraum als «Wanker» bezeichnet wird, darf das niemals als Kompliment auffassen. Bleibt für die jungen Buben aus Bern zu hoffen, dass die Tottenham-Akteure nach den Champions-League-Playoffs gegen YB von ihren Fans genau so beschimpft werden.

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 Beitrag Verfasst: Montag 16. August 2010, 13:42 
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 Beitrag Verfasst: Montag 16. August 2010, 13:53 
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-----------------Wölfli------------------
Sutter----Affolter-----Dudar-------Jemal
----------Doubaï-------Spycher---------
Degen----------Costanzo----------Lulic
--------------Bienvenu-----------------

BSC Young Boys - Tottenham Hotspurs 2 : 0

Tore:

YB: Bienvenu, Costanzo
Tottenham Hotspurs: -

Zuschauer: 32'500 (ausverkauft)


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