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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. Mai 2010, 09:20 |
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Der Bund, 18.05.2010 Schöner scheitern mit den Young BoysSchon zum dritten Mal hintereinander sind die Fussballer des BSC Young Boys nur Zweite geworden – und widerspiegeln damit die Befindlichkeit einer Stadt, die Freude im Scheitern findet. Veryoungboysen heisst das im Fachjargon. Sie haben bis zum Schluss tapfer gegen die blau-rote Übermacht gekämpft. Man schrieb den 5. März 1798. Die Berner wehrten sich gegen die Invasion der Franzosen. Frauen, Alte und Kinder unterstützten die Truppen, die erbitterten Widerstand leisteten und halt doch unterlagen. Zuerst bei Fraubrunnen, später auf der Hügelkette vor der Stadt, dem Grauholz. Dort thront noch heute das Denkmal der Schlacht am Grauholz – gut sichtbar über der Autobahn. Wenn die Berner heimkehren, werden sie immer an die Niederlage erinnert, die zwar schmerzlich war, verlustreich – aber offenbar stolz macht. Zumindest moralisch waren die Berner Truppen die Sieger an diesem Märztag, soll uns das Denkmal wohl sagen. Und als moralische Sieger fühlen sich die Berner auch nach der Finalissima, die gegen den FC Basel verloren gegangen ist. Die Niederlage wird nun gedeutet als Sieg des Übermächtigen, der Jahresausgaben von 55 Millionen ausweist, gegen die vermeintlich Kleinen mit «nur» 23 Millionen. Diese Deutung stellt zumindest einer an, der sich mit psychologischen Vorgängen auskennt: Patrick Schwengeler ist Oberarzt im Psychiatriezentrum Münsingen – und selbst YB-Fan. Der Verlierer suche seinen Trost darin, dass er sich dem Bezwinger zumindest moralisch überlegen fühlt. Das nehme der Niederlage ihre Schärfe. YB lebe auch von seinem Verliererimage und sei dadurch ein sympathischer Klub, mit dem man sich identifizieren könne. Das Verlierertum, es wird unter YB-Anhängern gerne zelebriert. Das zeigt sich etwa im Begriff «veryoungboysen», der in den letzten gelb-schwarzen Jahren in die Umgangssprache Eingang gefunden hat. Etwas zu «veryoungboysen», heisst, im entscheidenden Moment etwas zu verkacheln, das man eigentlich gut begonnen hat. Oberarzt Schwengeler zitiert dazu Schriftsteller Samuel Beckett: «Try again. Fail again. Fail better.» (Versuchs nochmals. Scheitere nochmals. Scheitere besser.) Scheitern müsse nicht nur eine trostlose Angelegenheit sein: Das Phänomen des «Veryoungboysen» sei durchaus lustvoll besetzt, es stecke darin nämlich auch ein Geniessen des Scheiterns. «Verlieren kann emotional sogar noch intensiver erlebt werden als gewinnen», sagt der Psychiater und fügt – auch nicht ganz ironiefrei – an: «YB steht für mich für einen Diskurs des Scheiterns – auf hohem Niveau.» Noch drastischer drückt es der Psychologe Thomas W. Rindener aus, ein Kollege von Schwengeler in Münsingen, der als FCZ-Fan eine Aussensicht auf das Phänomen «Schöner scheitern mit den Young Boys» hat. «Da steckt ein unbewusster Masochismus drin», sagt er. Man wolle gar nicht gewinnen. Man empfinde Lust am Versagen, an der Selbstquälerei, am Geschlagenwerden. Bern fehle eine Siegermentalität, der letzte Biss, der dafür sorge, dass die Saison tatsächlich auf dem ersten Platz abgeschlossen wird. Stattdessen gäben sich die Berner einem fatalistischen Glauben hin, dass es dann irgendwann schon gut komme. Gegen diese Fatalismus-These gäbe es einiges einzuwenden: Bei YB spielen kaum Berner. Wie soll auf eine bunte Truppe von Fussballsöldner aus aller Welt so etwas wie ein 200-jähriger Grauholz-Blues einwirken? Ist trotzdem möglich, findet Lukas Neuhaus, Soziologe und Autor beim «Bund»-Blog «Zum Runden Leder», wo er unter dem Übernamen Herr Noz als «Experte für alles» bekannt ist. «Es liegt vielleicht am Stadion, denn wir übertragen diesen Fatalismus», meint Experte Noz. Denn schliesslich seien die Fans im Stadion die einzige Konstante in den letzten 24 Jahren ohne Meisterschaftstitel, während Spieler und Vereinsleitung ständig wechselten. Noz findet daher: «Eine Stadt hat den Verein, den sie verdient.» Er relativiert die Aussage aber auch gleich wieder: Denn die beiden Berner Spitzenvereine seien wirtschaftlich erfolgreich – und passten daher gar nicht mehr so gut zu Bern, das bekanntlich nicht als nationaler Wirtschaftsmotor gilt. Nichts von Fatalismus und Grauholz mag der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät hören. «Wir sollten uns keinen Minderwertigkeitskomplex herbeireden», sagt der Stadtvater. Bei YB müsse man nun analysieren, was man falsch gemacht habe – und daraus lernen. Und Tschäppät redet Klartext zum Fall Yapi: «Den Schlüsselspieler sollte man nicht mitten in der Saison dem Gegner verkaufen – psychologisch nicht die richtige Entscheidung.» Wenn ihm an der Berner Befindlichkeit etwas auffalle, dann die Tendenz zur Selbstkritik. Es gebe genügend Gründe, das Berner Haupt erhoben zu tragen: «Wir sind Schweizer Meister im Eishockey. Wir sind wirtschaftlich nicht schlecht dran. Und die Stadt entwickelt sich.» http://www.derbund.ch/bern/Schoener-scheitern-mit-den-Young-Boys/story/24307730?trackRec
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. Mai 2010, 09:32 |
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Der Bund, 17.05.2010 Marcel Koller: Wie sich YB selber geschwächt hatWer 13 Punkte Vorsprung auf Verfolger Basel einbüsst, ist selber schuld, wenn er nicht Meister wird. Die YB-Spieler und auch Trainer Vladimir Petkovic zeigten in der Schlussphase der Meisterschaft Nerven. Nach der 1:5-Demontage im vorletzten Spiel gegen den FC Luzern hatte Petkovic seinen torgefährlichen Spielmacher Giles Yapi für die Finalissima gegen den FC Basel kurzerhand aus dem Kader gestrichen. Petkovic hatte erklärt, er wolle Yapi wie auch die Mannschaft schützen. Grund: Yapi wird in der kommenden Saison für Basel spielen und hat beim FCB schon vor einem Monat bereits einen Vertrag unterzeichnet. Offenbar war sich Petkovic nicht restlos sicher, ob Yapi im Spiel gegen seinen neuen Arbeitgeber noch alles für YB geben würde. Marcel Koller überzeugte in der Endphase der Meisterschaft als kompetenter Fussball-Experte für das Schweizer Fernsehen. Der Zürcher, der mit St. Gallen und den Grasshoppers den Meistertitel gewonnen hatte, hatte in der Bundesliga zuletzt den 1. FC Köln und Bochum trainiert. Koller hatte auch einen «Fall Yapi»Auch in der Finalissima in Bern war Koller für SF live am Ball. «Als Aussenstehender ist es natürlich schwer zu beurteilen, weshalb Petkovic auf Yapi verzichtet hat», sagt Koller gegenüber DerBund.ch/Newsnetz. Normal sei es jedoch eigentlich schon, dass ein Spieler bis zum Ablauf seines Vertrages bis zur letzten Minute alles für seinen Verein geben müsste. «Vielleicht hat man in Bern befürchtet, Yapi könnte im Unterbewusstsein bereits die Champions League mit dem FC Basel im Hinterkopf gehabt haben», vermutet Koller. Er selbst musste sich ebenfalls einmal mit einer ähnlich delikaten Situation auseinandersetzen. Bei welchem Klub und um welchen Spieler es sich dabei gehandelt hat, will Koller aus diskreten Gründen nicht verraten. Nur so viel: «Der Spieler hatte beim Verein, gegen den wir in der nächsten Partie spielen mussten, bereits einen Vertrag unterzeichnet», sagt Koller. Er habe sich eingehend mit dem Spieler unterhalten und nach dem Gespräch das Gefühl gehabt, der Spieler sei wirklich noch bereit, alles für den Verein zu geben. «Ich habe mich in diesem Spieler gewaltig getäuscht», sagt Koller. Der Spieler habe ihn während des Spiels dann auf gut Deutsch gesagt regelrecht «verarscht.» «YB fehlte die Kreativität von Yapi»Wenn man die Situation bei YB nur vom rein sportlichen Standpunkt her betrachtet, ist Koller überzeugt, dass sich die Berner mit dem Verzicht auf Yapi selbst geschwächt haben. «YB fehlte am Sonntag die Ideen, die Kreativität, die Yapi mit seiner Spielintelligenz und seiner Technik durchaus hätte einbringen können», sagt Koller. YB habe in der Finalissima die Entschlossenheit und der letzte Wille gefehlt. «YB hat mit langen Zuspielen operiert, es aber dann verpasst, konsequent um den zweiten Ball zu kämpfen und anzugreifen», sagt Koller. So hätte man Druck auf den Gegner ausüben können. «Dann wäre auch der Funke von den Spielern auf die Fans übergesprungen», mutmasst Koller. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Marcel-Koller-Wie-sich-YB-selber-geschwaecht-hat/story/15468313
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. Mai 2010, 09:36 |
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Der Bund, 17.05.2010 In der Kurve: Bis dass das Glück sie findetTrotz eines gelb-schwarzen Meeres aus Plastikfähnchen hatte man am Sonntag kaum je das Gefühl, dass hier eine Stadt an den Titel glaubt. Hinter dem Tor, dort, wo auf ihren Wunsch die Stühle abmontiert wurden, sitzen sie nun, die hartgesottenen YB-Fans. Eine junge Frau wischt sich eine Träne aus den Augen. Es wird nicht die erste sein – das Klubemblem, dass sie sich für das Spiel des Jahres auf die Backe gemalt hat, ist bereits bis zur Unkenntlichkeit verschmiert. Zwei angetrunkene Männer geraten sich in die Haare, decken sich mit Schimpfwörtern ein. Doch die meisten, die sich knapp eine Stunde nach dem Schlusspfiff noch im YB-Fansektor befinden, schweigen und starren vor sich auf den Boden. Es ist einer dieser Momente, die langsam, aber sicher zum Dasein eines YB-Fans gehören. Auf dem Rasen vor ihnen haben sich über hundert Polizisten aufgereiht – obwohl keiner der verbliebenen Berner Fans Anstalten macht, den Rasen zu stürmen. Die Spieler des FC Basel rennen in den Kabinengang, und Carlitos hält es für nötig, in Hampelmann-Manier hämisch den Berner Fans zuzuwinken. Einige erwidern die Geste mit ausgestrecktem Mittelfinger, die meisten bleiben apathisch sitzen. Für sie alle ist an diesem Abend ein Traum geplatzt – einer mehr. Der FC Basel erstickte die KehlenBegonnen hatte der Nachmittag mit einem Plastikfähnchenmeer in Gelb und Schwarz. Der Familiensektor war analog zum Textil der designierten Helden gelb-schwarz gestreift, auf der Längstribüne prangte das Gründungsjahr des Klubs, 1898. Sogar die fast ausnahmslos schwarz gekleideten Basler Fans leisteten unbeabsichtigt ihren Beitrag zum stimmigen Gesamtbild. Doch bereits die Dramaturgie der schmucken Choreografie liess Berner Fans wenig Gutes erahnen. Erst nach längerer Anlaufzeit klappte im Familiensektor das Ausrollen der Plastikblachen, auf denen der Vereinsname geschrieben stand. «Wenn das nur kein schlechtes Omen ist», seufzte jemand. Zum Anpfiff wurde es laut, die Aufgeregtheit von Tausenden Bernern kam in einem kräftigen «Hopp YB» zusammen. Bereits nach einer gespielten Minute wurde das Gros der Fans von den stehenden Vorsängern aufgefordert, sich von ihren Sitzen zu erheben, sofern sie von hier seien. Doch je länger das Spiel dauerte, desto ruhiger wurde es im Stadion. Die Basler Mannschaft erstickte das Spiel von YB und damit auch die Kehlen der Berner Anhänger. Laut wurde es bald einmal nur noch, wenn das Geschehen auf dem Feld Anlass dazu gab – wenn ein Basler ohne ersichtlichen Grund am Boden liegen blieb oder wenn es den Bernern ausnahmsweise gelang, sich vor das gegnerische Tor zu spielen. Bis auf ein paar Hundert Unbeirrbaren hinter dem Tor steckten die Berner Besucher ihre Energie spätestens ab der Halbzeit nicht mehr in die Unterstützung ihrer Mannschaft, sondern ins Lamentieren und Fluchen. «Das Schpiu isch gloffe», war schon bald nach der Halbzeit aus manchen Mündern zu hören. Gegen die vom Verein postulierten Wörter «Glaube an YB» scheint ein Grossteil der Berner Fans immun. Eineinhalb Stunden nach dem Schlusspfiff ist das Stadion leer. Viele verweilen noch draussen, trinken Bier und reden sich den Frust von der Seele. Ein Mann sitzt alleine auf einem Bänkchen, den Kopf in die Hände gestützt, den Schal auf den Knien. «Irgendeinisch fingt ds Glück eim», steht darauf geschrieben. http://www.derbund.ch/bern/dossier/alles-zu-den-berner-young-boys/In-der-Kurve-Bis-dass-das-Glueck-sie-findet/story/19844789
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. Mai 2010, 09:39 |
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Der Bund, 17.05.2010 «Ich versuche, sauber von A nach B zu fahren – beim Rest halte ich mich raus»Walter Staudenmann ist der Mann, der die YB-Fussballer hin zu den Auswärtsspielen und heil wieder zurück bringt. Walter Staudenmann kutschiert eine spezielle Fracht durch die Schweiz: die Spieler des BSC Young Boys. «Es ist schon nicht alltäglich und auch eine Ehre, die YB-Stars zu fahren», sagt der 53-jährige Chauffeur und Fahrdienstleiter von Postauto. Der gelbe, mit den Konterfeis der Fussballer verzierte YB-Car gehört Postauto. Im Winter der Saison 2008/2009 übernahm die Postauto Schweiz AG den Transport der Fussballer, vorher war ein Postautounternehmer aus Zofingen mit der heiklen Mission betraut. Staudenmann meldete sich, als firmenintern Fahrer gesucht wurden. «Das kann man nur machen, wenn man sportinteressiert ist.» Die Fussballstars sind zwar ruhige und angenehme Fahrgäste, aber: «Es sind oft sehr lange Tage.» Erst um zwei Uhr im BettNach der herben 1:5-Niederlage im Spiel gegen Luzern am Donnerstag fuhr er die Spieler zurück ins Stade de Suisse. Es war stiller im Car als sonst: «Auf der Rückfahrt waren alle sehr ruhig. Man spürte die Enttäuschung», sagt Staudenmann. Dann gings alleine weiter nach Aeschi bei Spiez, wo der YB-Car garagiert ist. Dort musste er das Fahrzeug waschen, erst danach konnte er nach Schwarzenburg fahren, wo er wohnt. Es war halb drei Uhr in der Nacht, als er im Bett lag. «Man muss der Freude viel rechnen», sagt Staudenmann. «Denn bezahlt sind einfach achteinhalb Stunden.» Dafür sitzt Staudenmann jeweils im Hotel am selben Tisch wie Trainer Vladimir Petkovic. Obwohl Staudenmann ein grosser YB-Fan ist, hält er mit seiner Meinung zurück. «Ich würde es nie wagen, einen Ratschlag zu geben oder Kritik anzubringen.» Er gebe sich Mühe, diskret zu sein und nicht zu stören in dieser Welt, die ganz auf den Fussball ausgerichtet sei. «Ich versuche, sauber von A nach B zu fahren, beim Rest halte ich mich raus.» «Kein Riesenluxusmodell»Staudenmann ist im Moment der einzige YB-Chauffeur, Kollege Alex Braun ist wegen einer Hüftoperation «ausser Gefecht». Warum steht der YB-Car, ein Modell der niederländischen Firma Bova, eigentlich im Oberland und nicht in Bern? Da der Car Postauto gehört, kann er auch gemietet werden. Der Grund sei, dass der Car im Berner Oberland, nahe bei vielen touristischen Attraktionen, besser vermarktet werden könne, erklärt Staudenmann. Kommt es zu Terminkollisionen, so hat YB jedoch stets Priorität. «Es ist kein Riesenluxusmodell, sondern ein Standardmodell.» Immerhin gibt es zwei Kühlschränke, einen Mikrowellenherd und eine Videoanlage. Die Bestuhlung sei «normal». Das heisst, die Young Boys können sich nicht in teure Lederfauteuils fläzen, sondern nehmen auf stoffbespannten Sitzen Platz. Ist er schon einmal ohne einen Spieler abgefahren? Nein, das sei noch nie vorgekommen, sagt Staudenmann. Die Spieler und die Trainer seien diszipliniert. «Der Zeitplan wird eingehalten.» Allerdings benötigen nicht alle Spieler gleich lange in der Garderobe. «Raimondi ist meistens der Erste, der im Bus Platz nimmt.» Bis dann aber nach einem Auswärtsspiel auch der letzte Spieler aus der Garderobe kommt, vergeht häufig noch eine Viertelstunde. «Dudar ist oft einer der Letzten.» Meistens ist es im Car recht ruhig, die Spieler hören Musik, spielen Games, unterhalten sich. «Nur wenn sie gewinnen, sind sie auf der Rückreise etwas lauter.» Der Mann, der YB zum Titel fuhr?Probleme gibt es manchmal mit den Fans gegnerischer Teams. «Der Car wurde schon mehrmals beschädigt», erzählt Staudenmann. In Zürich wurde eine Scheibe auf der Seite eingeschlagen. Das Hotel verfügte über keinen geschützten Platz für den Car. Dank Doppelverglasung konnte Staudenmann trotzdem fahren. Letztes Jahr wurde in Luzern ein Nummernschild gestohlen, und Unbekannte versprayten die Karosserie. Auch in Basel griffen in diesem Jahr Fans zur Spraydose. Für diese Saison hat Staudenmann seinen Auftrag «sauber und unfallfrei» erledigt, nun hofft er wie viele andere auf die Krönung. Am Sonntagnachmittag bei der «Finalissima» gegen Basel wird Staudenmann im Stadion sein und mit der Mannschaft mitfiebern. Der YB-Chauffeur bleibt trotz dem schwachen Auftritt in Luzern zuversichtlich: «Passiert ist passiert. Die Spieler werden jetzt erst recht zeigen wollen, was sie können.» Falls es wirklich klappt mit dem Meistertitel, dann wäre Staudenmann nicht einfach der Chauffeur, der YB sicher und wohlbehalten nach Zürich, Luzern, Basel, Sitten und zurück brachte, sondern «der Mann, der YB zum Titel fuhr». http://www.derbund.ch/bern/dossier/alles-zu-den-berner-young-boys/Ich-versuche-sauber-von-A-nach-B-zu-fahren--beim-Rest-halte-ich-mich-raus/story/25792903
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. Mai 2010, 10:04 |
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Berner Zeitung, 18.05.2010 YB verpflichtet Lulic und liebäugelt mit Costanzo Nach dem Schock in der Finalissima gegen Basel plant YB die Zukunft. Die ersten Verpflichtungen sind vielversprechend. Bereits am Montagmorgen fand bei den Young Boys eine erste Strategiesitzung mit allen Entscheidungsträgern statt. Eigentlich hätte gestern Abend ja der YB-Meisterumzug durch die Stadt Bern und ein Fest auf dem Bundesplatz mit Zehntausenden begeisterten Anhängern über die Bühne gehen sollen. Stattdessen galt es beim Berner Fussballverein, die riesengrosse Enttäuschung zu verarbeiten – und in die Zukunft zu blicken. «Bei uns wird gut gearbeitet, wir sind jetzt dreimal Zweiter geworden», sagt YB-CEO Stefan Niedermaier. «Aber natürlich ist es bitter, wieder so knapp gescheitert zu sein.» Niedermaier glaubt nicht, dass nun Sponsoren und VIP-Kunden abspringen könnten, im Gegenteil, es habe bereits weitere Anfragen gegeben. «Aber klar ist, dass wir Anfang Saison kaum einen Zuschauerschnitt von über 22'000 haben werden. Doch wir wollen auch nächstes Jahr um beide Titel mitspielen und wieder eine Euphorie um YB aufbauen.» Bisher gute TransfersNeben Leaderfigur und Nationalspieler Christoph Spycher und dem zweikampfstarken 20-fachen Nationalspieler und Verteidiger Ammar Jemal aus Tunesien wechselt auch GC-Offensivallrounder Senad Lulic zu YB. Der schnelle, dribbelstarke und kräftige Lulic bringt ein aggressives, manchmal giftiges Element mit, und das sind ja Tugenden, welche die Young Boys in der Finalissima erneut vermissen liessen. Der 24-jährige Lulic spielte zuletzt bei GC und kennt YB-Trainer Vladimir Petkovic aus gemeinsamen Zeiten in Bellinzona. Der Bosnier unterschrieb gestern einen Dreijahresvertrag und gilt als Fussballschweizer. Einig sind sich die Young Boys auch mit Moreno Costanzo, der zu YB möchte. Der 22-jährige St.-Gallen-Spieler kann im Sturm und offensiven Mittelfeld spielen. Und: Er wäre der Freistoss- und Eckballspezialist, den die Berner dringend benötigen. Costanzo schoss in der abgelaufenen Saison 14 Tore und ist auch von ausländischen Vereinen umworben. Dementsprechend hoch ist die Ablösesumme, YB verhandelt mit St.Gallen. Jahresessen im BundeshausNeben Seydou Doumbia (ZSKA Moskau), Gilles Yapi (Basel) und Marc Schneider (Thun) dürften zahlreiche weitere Fussballer die Young Boys verlassen. Abwehrspieler Aron Liechti wird ein Jahr an Biel ausgeliehen, und bald analysieren die YB-Techniker, welche Akteure sich ebenfalls einen neuen Klub suchen müssen. Die Zukunft von Verteidiger Issam Mardassi sowie der Angreifer Giuseppe Morello und Matar Coly dürfte nicht in Bern liegen. Der talentierte Youssouf Traoré soll Spielpraxis bei einem anderen Verein sammeln, während der von Bellinzona ausgeliehene Mauro Lustrinelli eher nicht weiterbeschäftigt wird. Neu bei YB dürfte Aufbauer Pascal Doubai, bald 18-jähriger Bruder von Thierry Doubai, spielen. Und natürlich wollen die Berner Marco Wölfli und Emiliano Dudar halten – und eine hübsche Transfersumme in einen neuen Angreifer investieren. Zahlreiche afrikanische Stürmer sind als Nachfolger Seydou Doumbias im Gespräch. Der Ivorer wird wie alle anderen Abgänger heute Abend beim Jahresessen aller YB-Angestellten verabschiedet. Es geht im Bundeshaus über die Bühne – und damit ganz in der Nähe, wo gestern hätte gefeiert werden sollen. Ajax möglicher YB-GegnerBereits am 10. Juni, und damit einen Tag vor dem WM-Eröffnungsspiel (!), beginnt YB wieder mit dem Trainingsbetrieb. Mitte Juni steht ein einwöchiges Trainingslager in der Nähe Riminis an. Und schon am 17. Juli, sechs Tage nach dem WM-Final, startet die Super League. Weil YB in der Woche darauf am Uhrencup teilnimmt, haben die Berner beantragt, ihr Spiel vom 2. Ligaspieltag (24./25. Juli) zu verschieben – um sich in Ruhe auf das Drittrundenhinspiel der Champions-League-Qualifikation am 27./28. Juli vorzubereiten. Als Zweiter wird YB deutlich schwierigere Gegner als Meister Basel erhalten (siehe unten). Scheiden die Berner in der dritten Qualifikationsrunde aus, dürfen sie an den Playoffs zur Europa League mitspielen. Verpassen sie die Champions League erst in den Playoff-Spielen, wären sie immerhin für die Europa-League-Gruppenphase qualifiziert. Vier europäische Auftritte sind garantiert. fdr Champions-League-Qualifikation Mögliche YB-Drittrundengegner: Zenit St.Petersburg, Ajax Amsterdam, Fenerbahçe Istanbul, Dynamo Kiew, Sporting Braga (Por)/Zweiter der rumänischen Liga. – Mögliche Playoff-Gegner: FC Sevilla, Bremen, Tottenham plus 2 Sieger aus 3.Runde. Mögliche FCB-Drittrundengegner: BATE Borissow (WRuss), Lech Poznan (Pol), MSK Zilina (Slk), Scheriff Tiraspol (Mol), Omonia Nikosia (Zyp), AIK Stockholm, Bohemians Dublin (Irl), Ekranas Panevezys (Lit), FK Aktobe (Kas). – Mögliche Playoff-Gegner: Trondheim (No), Salzburg, Litex Lovetsch (Bul), Dinamo Zagreb, Partizan Belgrad. Spieldaten für YB und Basel. 3.Runde: 27./28.Juli und 3./4.August. – Playoffs: 17./18. und 24./25.August. – Gruppenphase ab 14. September. Auslosungen: 3.Runde am 16.Juli, Playoffs am 6. August (jeweils 12 Uhr). http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YB-verpflichtet-Lulic-und-liebaeugelt-mit-Costanzo-/story/19195694
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. Mai 2010, 11:07 |
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20min.ch, 18.05.2010 YB verdaut Pleite im Bundeshausvon Peter Berger - Stefan Niedermaier verlangt Analysen. Die gemachten Fehler verdaut YB heute beim Nachtessen im Bundeshaus. Einen Tag nach dem Scheitern in der Finalissima war bei den Young Boys Ursachenforschung angesagt. «Wir müssen genau begreifen, warum wir nach einer derart starken Saison ohne Titel dastehen», sagt Stefan Niedermaier. Der CEO verlangte gestern Rapporte. Trainer Vladimir Petkovic musste dabei ebenso Begründungen abliefern wie Sportpsychologe Jörg Wetzel oder Chefscout Stéphane Chapuisat. «Dazu will ich ein Bild von der Aussenwelt, von den Medien und Fans.» Einige Punkte waren Niedermaier schon gestern klar. «Uns fehlen im Gegensatz zu Basel Charakterköpfe und Leadership im Team.» Deshalb ist dem Boss klar: «Die Mischung im Team muss besser werden.» Bereits fix sind die Zuzüge der Verteidiger Christoph Spycher (Frankfurt), Ammar Jemal (Etoile Sportive du Sahel) und Senad Lulic (GC). Dazu sollen Moreno Costanzo (St. Gallen) und Emmanuel Mayuka (Maccabi Tel Aviv) kommen. Costanzo würde dabei die Rolle als Regisseur übernehmen. Dieser fehlte den Bernern in der Finalissima schmerzlich. Doubaï und Hochstrasser sind im zentralen Mittelfeld keine Spielgestalter. Und Petkovic hat sich verpokert mit seinem Entscheid, auf den nach Basel wechselnden Gilles Yapi zu verzichten. Der Trainer bleibt weiter ohne Titel. Nach dem Aufstieg mit Bellinzona verlor Petkovic zwei Cupfinals (mit Bellinzona und YB) und wurde mit YB in der Meisterschaft zweimal Zweiter. Nach dem gestrigen Wundenlecken folgt heute der Saisonabschluss. Für Team, Sponsoren und Angestellte (total 260 Personen) steht im Bundeshaus ein Apéro, ein Rundgang und ein gemeinsames Nachtessen an. http://www.20min.ch/sport/fussball/story/YB-verdaut-Pleite-im-Bundeshaus-17597663
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. Mai 2010, 11:09 |
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NZZ, 17.05.2010 Die Zahl 1986 bleibt wie eingebranntAuch wenn die Chance riesig ist, wird YB nicht Erster und kultiviert das Scheitern Es gab YB-Fans, für die der Meistertraum längst geplatzt war – spätestens am letzten Donnerstag, nachdem die Young Boys in Luzern 1:5 verloren hatten. Diese YB-Fans gingen am Sonntag nur noch ans Spiel gegen Basel, weil sie treue Seelen sind. Von Benjamin Steffen, Bern Sie trauerten den sieben Punkten nach, die ihre Mannschaft seit dem Februar verspielt hatte. Ja, so kann der Berner sein, wenn es um YB geht. Fatalistisch, das Scheitern auch rhetorisch kultivierend. Als YB zurücklag, entstand der Eindruck, nur eine Handvoll Menschen habe sich ins Stadion verirrt. Nein, die x-tausend Berner Fans peitschten das Team nicht an. Sie ergaben sich dem Schicksal, wie 2008 und 2009 Zweite zu werden. Genauso spielte YB. Nur die Kommunikation des Trainers passte nicht dazu. Seltsam absolut hatte Wladimir Petkovic gesagt, YB werde siegen, «schade für Basel». Schade für Petkovic, argumentierten die Spieler zuletzt nicht ähnlich absolut. Die zwingende Spielweise des Vorjahrs entschwand ins Nirgendwo. Petkovic sagte dazu bloss, die erste Liga-Phase sei «optimal» gewesen» – die zweite das Gegenteil davon. Wie komplex die Probleme 2010 wurden, liess sich in einem Satz erahnen: «Wir kämpften mit verschiedenen Sachen.» Petkovic spricht nicht gern darüber, doch meinte er damit auch den Fall von Gilles Yapi, dem Regisseur, der im Februar für die nächste Saison frühzeitig in Basel unterschrieben hatte. Die Personalie brachte Unruhe, am Sonntag verzichtete Petkovic freiwillig auf Yapi. Doch es wurde klar, wie sehr Yapi fehlte. Und es fragte sich, ob Yapi wirklich so wenig Ehrenmann ist, dass er sich nicht zerrissen hätte für seinen Arbeitgeber und dessen ersten Meistertitel seit 1986. 1986. Diese Zahl bleibt eingebrannt. Alle Jahre wieder wartet Bern eine Saison länger. Doch 2010 war die Titelchance riesig wie nie mehr seit 1986 – nicht gestohlen, selber erarbeitet, aber so gross, dass sie hätte genutzt werden müssen. Man meint, die Tiefenwirkung dieses Scheiterns müsse immens sein, Bern werde den Glauben an YB verlieren. Doch vielleicht ist jedem YB-Fan längst klar, dass Scheitern zu diesem Verein gehört. Kürzlich wurde Kuno Lauener gefragt, ob sein «Züri West»-YB-Song «Hütt hei sie wieder mau gwunne» noch abgespielt werden könne, denn genau genommen erzähle er ja vom Scheitern. Lauener antwortete, das Lied sei «ein völliger Anachronismus, schon nur mit dem langen Intro. Es ist das Gegenteil einer Fussballhymne.» Und: «Es wird ja nur gespielt, wenn YB gewonnen hat.» Am Sonntag wurde er nicht gespielt. Und ein Anachronismus ist er definitiv nicht. Denn YB scheitert immer wieder. Das Intro zum Titel wird immer länger. http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/1986_1.5733749.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 19. Mai 2010, 11:00 |
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Berner Zeitung, 19.05.2010 YB-Spieler haben Ferien und hohe Ziele in EuropaAb Mittwoch geniessen die YB-Spieler bis am 10.Juni Ferien. Nach verpasstem Titel herrscht im Verein Aufbruchstimmung. Der letzte Programmpunkt einer langen, intensiven Saison hätte ein rauschendes Fest werden sollen. Nach der verlorenen Finalissima gegen Basel (0:2) aber war die Stimmung am YB-Jahresessen mit rund 250 Personen gestern Abend im Bundeshaus eher bedrückt. Alle Angestellten des Vereins und des Stade de Suisse sowie Sponsoren waren dabei, als jene Protagonisten verabschiedet wurden, die in Zukunft nicht mehr dabei sein werden. Der zweifache Torschützenkönig Seydou Doumbia («ich hätte YB gerne mit einem Titel verlassen») wurde ebenso verabschiedet wie Gilles Yapi oder Marc Schneider. Bei einigen anderen Akteuren stehen die Zeichen ebenfalls auf Trennung, doch die Verantwortlichen lassen sich bei der Saisonanalyse Zeit. Klar ist, dass St.Gallens Moreno Costanzo ein Wunschkandidat in der Offensive ist – und ein starker afrikanischer Angreifer zu YB stossen soll. «Wir werden nächste Saison ein noch besseres Team haben», sagte YB-CEO Stefan Niedermaier gestern erneut. Geld ist nach dem Verkauf Doumbias ja genügend vorhanden, um Leistungsträger wie Goalie Marco Wölfli und Abwehrchef Emiliano Dudar nicht an ausländische Klubs zu verlieren. «Wir waren nahe dran. Jetzt müssen wir es noch besser machen», sagte Niedermaier. Der Stadionmanager registrierte freudig, dass allein am Montag 60 neue Saisonkarten verkauft wurden. «Die Leute sind zwar enttäuscht, aber wir haben lange Zeit auch für Freude gesorgt.» Doumbia will an WMAb heute geniessen die YB-Fussballer rund drei Wochen Ferien, bereits am 10.Juni steht der Trainingsstart für die nächste Saison an. Weit von Urlaubsstimmung ist Doumbia entfernt. Die Auswahl der Elfenbeinküste bestreitet Teile ihrer WM-Vorbereitung im Berner Oberland und im Wallis, und der zukünftige Angreifer von ZSKA Moskau will sich einen Platz im 23-Mann-Kader für die Weltmeisterschaft in Südafrika erkämpfen. Auch Yapi steht noch im erweiterten ivorischen WM-Aufgebot. Nach dem verletzungsbedingten Verzicht von YB-Zugang Christoph Spycher (für ihn rückt Ludovic Magnin vom FCZ nach) ist Wölfli derzeit der einzige gesetzte WM-Teilnehmer der Young Boys. Reizvoller EuropacupBei YB hat man die Champions League trotz schwierigerer Qualifikationsgegner als Basel nicht aufgegeben. In der 3.Runde greifen die Berner gegen Zenit St.Petersburg, Ajax Amsterdam, Fenerbahce Istanbul, Dynamo Kiew oder Braga ein – und im Playoff würden zwei dieser Teams sowie Sevilla, Bremen oder Tottenham warten. Scheitert YB in der 3.Runde, gehts in der Europa-League-Qualifikation weiter, und endet der Champions-League-Traum erst im Playoff, so wären die Berner immerhin für die Europa-League-Gruppenphase qualifiziert. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YBSpieler-haben-Ferien-und-hohe-Ziele-in-Europa/story/17284591
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 26. Mai 2010, 09:02 |
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tink.ch, 26.05.2010 Die Berner ärgern sich blau und rot Nach der Berner Niederlage in der Meisterschaft ist die Enttäuschung gross. Langsam sind die YB-Fans allerdings geübt im Umgang mit Niederlagen. Eine Analyse der Fehler, die gemacht wurden, der Probleme mit denen die Mannschaft zu kämpfen hatte und der Zukunft, mit der sie liebäugeln darf. Katzenjammer in Bern. Während 31 von 36 Runden führten die Berner Young Boys die Tabelle an. Und dann das: Nach der total misslungenen Finalissima (0:2 gegen den FC Basel) beenden die Berner Young Boys die Saison zum dritten Mal in Folge "nur" auf dem zweiten Platz. Bereits zum zweiten Mal haben sie die Meisterschaft im letzten und entscheidenden Spiel verloren oder "veryoungboyst", wie die "Berner Zeitung" schreibt. Ebenfalls bereits zum zweiten Mal an Basel. Grund genug, damit viele YB-Fans eher schwarz als gelb sehen. Vor dem Stadion singen sie nun: "Nie Schweizer Meister! Wir werden nie Schweizer Meister!". Grosse Enttäuschung Es ist eine besondere Form von Masochismus, welchen die YB-Fans Jahr für Jahr, Spiel für Spiel praktizieren. Und dennoch: Abhalten lassen sie sich vom Matchbesuch nicht. So oft schon war YB in den letzten Jahren kurz davor einen Titel zu gewinnen. Ebenso oft hat es die Chance verspielt. Mehr als die OBI Cup Trophäe hat YB im Palmares der letzten Jahre nicht vorzuweisen. Allerdings gewinnt man in Bern den Eindruck, als würde man sich Jahr für Jahr ein bisschen weniger ärgern. Beängstigend die Ruhe, mit welcher die Fans in der Woche nach dem Spiel das Erlebte schildern. Der Schal mit der Aufschrift "Irgendeinisch fingt ds Glück eim" macht deutlich, dass die Berner seit 26 Jahren auf den Gewinn der Meisterschaft warten. Viele glauben tatsächlich daran, dass es irgendwann klappen muss. Stellt sich bloss die Frage: Wann? Grosse Fragezeichen Die Verantwortlichen des BSC YB suchen derweil nach den Gründen für das enttäuschende Abschneiden. CEO Stefan Niedermeier gab in einem Interview mit dem "Bund" zu bedenken, dass der Abwärtstrend in der Formkurve bereits im November mit der Knieverletzung von Marco Schneuwly seinen Anfang nahm. Dies sei der "erste Riss im vorher so schönen Bild" gewesen. Danach folgten der Reihe nach das Aus im Cup gegen Lausanne, der unschöne Abgang von Abwehrchef Saif Ghezal und die Diskussionen um die Wechsel von Yapi und Doumbia. Ausserdem haben die Berner in der Rückrunde mit vielen verletzungsbedingten Ausfällen leben müssen. YB hat also, obgleich der FC Basel das letzte Spiel absolut diskussionslos gewinnen konnte, den Titel nicht nur im letzten Spiel verloren. Ein weiterer Grund für das abermalige Scheitern YB's ist im Kalender der Liga zu suchen. Die Liga versucht zwar mit den sogenannten Finalissimas "Spannung bis zum Schluss" zu garantieren. Ex-YB-Stürmer Thomas Häberli gab aber zu Bedenken, dass "die Meisterschaft damit auf ein einziges Cupspiel reduziert" werde. Also auch zu einem Spiel um die besseren Nerven. Nervenstärke kann man auch als sportlichen Faktor sehen, allerdings ist es das Konzept der Meisterschaft, dass am Ende jene Mannschaft gewinnt, die über 36 Runden besser war. Das muss nicht zwingend jene sein, die das letzte Spiel gewinnt. Grosse Umstellungen Bleibt die Frage, wie es weitergeht. Als Zweitplatzierter ist YB berechtigt, an den Qualifikationsspielen zur Uefa Champions League der nächsten Saison teilzunehmen. Mögliche Gegner sind Ajax Asterdam und Fenerbahce Istanbul. Gewinnt YB diese Spiele, wird es vermutlich Mannschaften wie Werder Bremen oder dem FC Sevilla gegenüberstehen. Um gegen solche Gegner bestehen zu können, muss YB vor allem die Leistungsdichte im Team weiterpflegen. Ohne den einen oder anderen Transfer wird dies nicht möglich sein. Fest steht, dass Doumbias Nachfolger in grosse Fussstapfen treten. Einer dieser Nachfolger ist Senad Lulic. Der vom GC Zürich kommende Offensivspieler gilt als vielseitig einsetzbar und ist deshalb auch YB-Trainer Vladimir Petkovics Wunschkandidat. Weiter hat sich der BSC YB die Dienste von Ammar Jemal gesichert. Der 23-jährige tunesische Nationalspieler soll ebenso wie der Ex-Internationale Christoph Spycher in der Defensive für den notwendigen Rückhalt und die Routine sorgen. Ferner bemüht sich YB um die Dienste von St. Gallens Moreno Costanzo. Gemäss Petkovic fehlte YB eine Leaderfigur, ein agressives Element auf dem Platz. Ausserem habe es der Mannschaft an "Überzeugung gefehlt". Dieses Problem will man nun mit dem Sportpsychologen Jörg Wetzel - er hat bereits die Spieler des SC Bern mental fit getrimmt - verstärkt angehen. Ihm zufolge stecke bei den Bernern vor allem noch im mentalen Bereich viel Potential. Die spielerische Klasse, die Kondition und die taktischen Fähigkeiten besitzt YB zweifellos. Womit die Berner zu kämpfen haben, ist das Verliererimage. Die prominenten Abgänge werden grosse Lücken in die Mannschaft reissen, weshalb die nächste Saison bestimmt nicht einfacher als die letzte wird. Was jedoch bisher vom neuen Kader bekannt ist, macht einen vielversprechenden Eindruck. Trainingsstart ist der zehnte Juni. Die YB-Spieler reisen zum Trainingslager in die Nähe von Rimini, um sich auf die neue Saison vorzubereiten. Und im August beginnt die Meisterschaft. Dann heisst es: Auf ein Neues. Oder wie die YB-Fans sagen würden: "Irgendeinisch fingt ds Glück eim!" http://www.tink.ch/new/article/2010/05/25/die-berner-aergern-sich-blau-und-rot/
_________________ For Ever
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