sportalplus.com, 15.02.2010
Lustrinelli: ''Ich musste keine Sekunde überlegen''Grosser Transfertag beim Super League Leader! Mauro Lustrinelli wechselt zu YB, ab Juni spielt Yapi bei Basel. sportal.ch hat Reaktionen bei Lustrinelli selbst, FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler und YB-Sportchef Alain Baumann eingeholt.
BlitztransfersZwei Fakten waren schon vor dem heutigen Tag klar: Mauro Lustrinelli ist bei Bellinzona nicht mehr erwünscht und Gilles Yapi möchte unbedingt weg von YB. Dass die Wünsche der Spieler so schnell erfüllt wurden, ist nun aber doch eine Überraschung. Aber der Reihe nach:
Kurz nach halb zwei verkündeten die Berner Young Boys und die AC Bellinzona auf ihren jeweiligen Homepages fast gleichzeitig, dass Mauro Lustrinelli neu für den Tabellenführer spielt. Darüber ist der Sportchef der Berner, Alain Baumann, hocherfreut: ''Mit Lustrinelli haben wir einen absoluten Knipser geholt, einen wie Doumbia. Durch die Verletzungen von Morello und Schneuwly mussten wir handeln und nun hoffen wir, dass Lustrinelli seine Knipserfähigkeiten noch nicht eingebüsst hat".
Integrationspotential war entscheidendAber wieso ausgerechnet Lustrinelli, der schon 34 Jahre zählt und sich nicht mal mehr bei Bellinzona durchsetzen konnte? ''Mauro spielte schon beim FC Thun, kennt also die Region. Zudem redet er perfekt Schweizerdeutsch. Und zu diesem Zeitpunkt der Saison kam nur ein Spieler in Frage, der sich sofort integrieren lässt", so der Sportchef.
Apropos: Warum wurde der Transfer erst jetzt getätigt? Darüber will Baumann nichts sagen, auch nicht, wie lange YB schon am Spieler dran war. Man kann aber davor ausgehen, dass nicht viele Überredungskünste nötig waren, um Lustrinelli ins Wankdorf zu locken.
Yapi ist dafür bald wegAber lange konnten sich die YB-Fans nicht über die Nachricht freuen, denn nur eine halbe Stunde später kam die Meldung, vor der in Bern alle Angst hatten: Gilles Yapi wechselt zum FC Basel. Allerdings tut er dies erst im Sommer, trotzdem wirkt FCB Vizepräsident Bernhard Heusler schon jetzt euphorisch: ''Wir wollen, dass Yapi bei uns das wird, was er bei YB verköpert: Er soll den zweitletzten Pass spielen, den Rhythmus im Team vorgeben. Dass wir ihn mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet haben zeigt, dass wir dem Spieler eine gewisse Wertschätzung gegenüberbringen. "
Und was sagen eigentlich die Spieler selbst zu der Entscheidung? Yapi war noch nicht zu erreichen, er schiebt Trainingseinheiten bei Vladimir Petkovic. Aber Lustrinelli freut sich sehr auf die Aufgabe und meint: ''Als YB angerufen hat, musste ich keine Sekunde überlegen, was ich tun will!".
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