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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 23. März 2009, 12:17 |
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nachrichten.ch, 23.03.2009
Berner Tänze und Zürcher Theorien
YB hat eine Woche nach dem Lapsus in Vaduz auf beeindruckende Art reagiert: Die Berner fertigten den FC Zürich mit einem spektakulären 4:2 ab und stürmten wieder mitten ins Meisterrennen.
Für einmal interpretierten die Berner die YB-Viertelstunde etwas anders - oder sie verlegten den legendären Abschnitt etwas vor. Der rasante Umschwung vom 1:2 zum 4:2 dauerte jedenfalls exakt 15 Minuten und war eng verbunden mit dem Eintritt von Seydou Doumbia. Der beste Joker der Liga traf nach einem Irrlauf von FCZ-Keeper Johnny Leoni zum 2:2, ehe die Young Boys dank zwei späten Penaltys auf 4:2 erhöhten. Derweil die Sieger mit ihren 27'000 Anhängern tanzten und wieder vom ersten Titelgewinn seit 1986 träumen, schäumten die Zürcher vor Wut. Einige formulierten im Frust gar die Theorie der bewussten Meisterschaftsverfälschung. Nach dem krassen Fehlentscheid am letzten Mittwoch, der zum 0:1 gegen Basel führte, fühlten sie sich vom Schiedsrichter erneut schwer benachteiligt. Die beiden (strengen) Penaltypfiffe von Jérôme Laperrière lösten speziell beim FCZ-Trainer Bernard Challandes ein unangenehmes Déjà-vu aus. Regazzonis rascher Fall nach einem Zweikampf mit Lampi (der Finne erlitt dabei womögliche eine Hirnerschütterung) und Abdis Hands taxierte der Referee als penaltywürdig. In beiden Fällen gestikulierte Challandes - nicht völlig grundlos - wild. In seiner grenzenlosen Verärgerung war der Romand nicht bereit, das gesamte Spiel zu analysieren. «Für mich war das Spiel nach dem 2:2 fertig. Über den Rest sollen die Journalisten schreiben. Ich will darüber nicht sprechen», hielt er mit säuerlichem Gesichtsausdruck fest. «Zu viel ist zu viel», schob er nach - und verliess den Medienraum mitten in der Konferenz fluchtartig.
Wenig Druck der Zürcher
Dem temperamentvollen Romand entglitt die Kontrolle etwa in ähnlichem Ausmass wie seiner Mannschaft zuvor auf dem Platz. Penalty hin, falscher Pfiff her, ein Team mit der Offensivstärke Zürichs müsste in einer taktisch «offenen» Partie den Gegner mehr bedrängen können.
Vor und nach dem Foulpenalty Abdis produzierte die Kreativabteilung schlicht zu wenig gute Szenen. Schönbächler wirkte zu leichtgewichtig, Alphonse war bis auf eine Ausnahme isoliert. Abdi verschwand in der Schlussphase ebenfalls von der Kunstrasenfläche. Für die Gäste endete damit die Woche der sportlichen Wahrheiten unschön. Sie verspielten nicht nur eine 2:1-Führung, sondern auch die Leaderposition. Der FC Basel, gegen den die Zürcher seit November 2006 kein Spiel mehr gewonnen haben, ist in die Pole-Position gerückt. Und YB liegt nach dem sechsten Heimsieg in Serie nur noch drei Punkte hinter dem FCZ zurück. Challandes´ Equipe ist nun wieder in einen heiklen Dreikampf verwickelt.
Reaktion auf dem Platz angekündigt
YB-Coach Vladimir Petkovic mochte die Zürcher Reaktionen nicht überbewerten: «Uns wurde in Vaduz auch ein klarer Penalty unterschlagen. Das ärgerte mich auch.» Die beiden Penaltys in der Schlussphase seien klar gewesen, beurteilte Petkovic aus der Perspektive des Siegers. Das 4:2 gegen «das defensivstarke Zürich» wertete er als Charakterstärke. «Wir zeigten nach der Niederlage in Vaduz sofort eine Reaktion. Das ist nicht selbstverständlich.» Nun bleibt abzuwarten, wie die Zürcher ihre aufgestaute Wut kanalisieren können. Investieren sie ihre Energie weiterhin ins Lamento, droht ihnen in absehbarer Zeit ein weiterer Rückfall. Daran mag Challandes trotz allgemeiner Verstimmung nicht glauben: «Basel und die Young Boys müssen nochmals in Zürich antreten. Darauf freuen wir uns.» Die Freude wirkte wie eine Drohung. Der Vulkan Challandes spieh verbales Feuer.
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shalako
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Verfasst: Montag 23. März 2009, 12:18 |
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Tagesanzeiger, 23.03.2009
Young Boys stürmen zurück ins Meisterrennen
Mit einem 4:2-Heimsieg gegen den FC Zürich reduzierte YB den Rückstand auf die Leaderposition auf vier Punkte.
Zwei späte Penalty-Tore Raimondis ermöglichten den Bernern den Erfolg. Als Yapi im Strafraum den Zürcher Stürmer Alphonse foulte und Abdi den Penalty souverän zum 2:1 verwertete, wähnte sich der FCZ zu früh in Sicherheit. Der von Nikci (1:1/40.) vor der Pause eingeleitete Umschwung trügte.
Die Young Boys stürmten vor über 27'000 Zuschauern in den letzten 22 Minuten zur erneuten und definitiven Wende. Für den FCZ hingegen endete die Woche der sportlichen Wahrheiten unschön. Im Cup schied das Team von Bernard Challandes gegen Basel aus. Nun folgte der nächste Schlag. Bis zur 68. Minute führten die Gäste 2:1, ehe mit dem Ausgleich von Edel-Joker Seydou Doumbia der Untergang begann.
Zwei umstrittene Penaltys für YB
Sechs Minuten später provozierte Regazzoni gegen den ungeschickten Finnen Lampi den entscheidenden Foulpenalty zum 3:2. In der 82. schoss Yapi Abdi an. Laperrière taxierte jene Szene erneut als penaltywürdig. Spätestens nach dem zweiten Tor von YB-Captain Raimondi war die in der zweiten Hälfte überaus hektische Angelegenheit entschieden.
Zürich leistete sich im Spitzenkampf der 25. Runde den klassischen Fehlstart. Nach 113 Sekunden schob Alberto Regazzoni einen Abpraller am machtlosen Leoni vorbei. Ein Angriff genügte YB, um in der Defensive der Zürcher Panik zu verbreiten. Auslöser der Szene war Yapi, dessen Schuss Barmettler auf der Linie abwehrte, ehe Regazzoni exakt am richtigen Ort stand.
Der schwache Auftakt des ehemaligen Leaders kam YB zupass. Die Berner setzten ohne Verzögerung nach. Raimondi und Abwehrchef Ghezal scheiterten per Kopf nur um Haaresbreite. Die beste Chance, auf 2:0 zu erhöhen, vergab aber Regazzoni. Nach einem monströsen Fehler Barmettlers zog der Tessiner solo los - bis FCZ-Keeper Leoni sein Veto einlegte.
Young Boys - FC Zürich 4:2 (1:1) Stade de Suisse. - 27'111 Zuschauer. - SR Laperrière. - Tore: 2. Regazzoni 1:0. 40. Nikci 1:1. 58. Abdi (Foulpenalty) 1:2. 68. Doumbia 2:2. 77. Raimondi (Foulpenalty). 83. Raimondi (Handspenalty) 4:2. Young Boys: Wölfli; Portillo, Ghezal, Schneider; Schwegler, Yapi, Hochstrasser, Raimondi; Varela (62. Doumbia), Schneuwly (67. Häberli), Regazzoni (81. Bastians). FC Zürich: Leoni; Stahel, Barmettler (30. Lampi, 78. Koch), Tihinen, Rochat; Aegerter (81. Djuric), Tico; Nikci, Abdi, Schönbächler; Alphonse. Bemerkungen: Affolter (verletzt), Doubai (rekonvaleszent), Hassli, Stucki (beide verletzt), Chikhaoui (im Aufbautraining). 76. Lampi verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 57. Yapi, 71. Schwegler (beide Foul), 78. Abdi (Reklamieren), 80. Schönbächler (Unsportlichkeit), 88. Bastians, 92. Häberli (beide Foul).
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shalako
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Verfasst: Montag 23. März 2009, 12:20 |
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NZZ, 23.03.2009
Die Young Boys machen Boden gut
YB bezwingt den FCZ 4:2 und Luzern ebenso hoch Bellinzona – GC mit Remis
Die Young Boys sind nach dem 4:2-Heimsieg gegen den FC Zürich in der Super League bis auf vier Punkte an Leader Basel herangerückt. Nach der Cup-Pleite gegen Basel am Mittwoch schloss der FCZ die Woche mit einer weiteren Niederlage ab. Den Tabellenletzten FC Luzern trennen nun vier Punkte vom FC Vaduz.
(si) Die Young Boys haben sich im Titelkampf zurückgemeldet. Mit dem 4:2-Heimsieg gegen den FC Zürich reduzierte YB den Rückstand auf die Leaderposition auf vier Punkte. Zwei späte Penaltytore Raimondis ermöglichten den Bernern den Erfolg.
Als Yapi im Strafraum den Zürcher Stürmer Alphonse foulte und Abdi den Penalty souverän zum 2:1 verwertete, wähnte sich der FCZ zu früh in Sicherheit. Der von Nikci (1:1, 40.) vor der Pause eingeleitete Umschwung trog. Die Young Boys stürmten vor über 27 000 Zuschauern in den letzten 22 Minuten zur erneuten und definitiven Wende. Doumbia bringt die Wende
Für den FCZ hingegen endete die Woche der sportlichen Wahrheiten unschön. Im Cup schied das Team von Bernard Challandes gegen Basel aus. Nun folgte der nächste Schlag. Bis zur 68. Minute führten die Gäste 2:1, ehe mit dem Ausgleich von Edel-Joker Seydou Doumbia der Untergang begann.
Sechs Minuten später provozierte Regazzoni gegen den Finnen Lampi den entscheidenden Foulpenalty zum 3:2. In der 82. Minute schoss Yapi Abdi an. Laperrière taxierte jene Szene erneut als penaltywürdig. Spätestens nach dem zweiten Tor von YB-Captain Raimondi war die in der zweiten Hälfte überaus hektische Angelegenheit entschieden.
Zürich leistete sich im Spitzenkampf der 25. Runde den klassischen Fehlstart. Nach 112 Sekunden schob Alberto Regazzoni einen Abpraller am machtlosen Leoni vorbei. Ein Angriff genügte YB, um in der Defensive der Zürcher Panik zu verbreiten. Auslöser der Szene war Yapi, dessen Schuss Barmettler auf der Linie abwehrte, ehe Regazzoni exakt am richtigen Ort stand.
Der schwache Auftakt des ehemaligen Leaders kam YB zupass. Die Berner setzten ohne Verzögerung nach. Raimondi und Abwehrchef Ghezal scheiterten per Kopf nur um Haaresbreite. Die beste Chance, auf 2:0 zu erhöhen, vergab aber Regazzoni. Nach einem monströsen Fehler Barmettlers zog der Tessiner solo los – bis FCZ-Keeper Leoni sein Veto einlegte.
Die Spiele vom Sonntag Young Boys - FC Zürich 4:2 (1:1). – Stade de Suisse. – 27 111 Zuschauer. – Schiedsrichter: Laperrière. – Tore: 2. Regazzoni 1:0. 40. Nikci 1:1. 58. Abdi (Foulpenalty) 1:2. 68. Doumbia 2:2. 77. Raimondi (Foulpenalty). 83. Raimondi (Handspenalty) 4:2. Young Boys: Wölfli; Portillo, Ghezal, Schneider; Schwegler, Yapi, Hochstrasser, Raimondi; Varela (62. Doumbia), Schneuwly (67. Häberli), Regazzoni (81. Bastians). – FC Zürich: Leoni; Stahel, Barmettler (30. Lampi, 78. Koch), Tihinen, Rochat; Aegerter (81. Djuric), Tico; Nikci, Abdi, Schönbächler; Alphonse. – Bemerkungen: Affolter (verletzt), Doubai (rekonvaleszent), Hassli, Stucki (beide verletzt), Chikhaoui (im Aufbautraining). 76. Lampi verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 57. Yapi, 71. Schwegler (beide Foul), 78. Abdi (Reklamieren), 80. Schönbächler (Unsportlichkeit), 88. Bastians, 92. Häberli (beide Foul).
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shalako
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Verfasst: Montag 23. März 2009, 12:21 |
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NZZ, 23.03.2009
YB auch für den Trainer eine Freude
Die Berner verbleiben nach einem 4:2 gegen den FCZ im Titelrennen
Sie müssen, die Berner – und sie können dann auch. Auch dieses Mal, als sie sich erneut in Bedrängnis befinden, als sie erneut riskieren, im Kampf um die Meisterschaft den Kontakt mit den Spitzenteams aus Basel und Zürich zu verlieren. Sie drehen gegen den FCZ wieder ein Spiel in extremis, diesmal brauchen sie 15 Minuten, um sich in der letzten halben Stunde aus der Rücklage zu befreien, um aus dem 1:2 ein 4:2 zu machen. Ein Zeichen untrüglicher Qualität.
Das sei keine Selbstverständlichkeit, sagt sogar der Trainer Vladimir Petkovic, der am Ende des gewonnenen Spitzenkampfes in der Nachbetrachtung wieder viel richtig entschieden hat. Die Frage, ob die Ersatzbank mit den torgefährlichen Stürmern Doumbia und Häberli (beide wiederum mit erfolgreichem Teileinsatz) für ihn nicht eine Art Beruhigungspille sei, passt dem Kroaten nicht. «Diese Frage hätte ich gerne letztes Wochenende nach der Niederlage in Vaduz gehört», zischt Petkovic.
Da spielte der Stürmer Doumbia von Anfang an, Petkovic verteidigt mit Vehemenz sein Konzept und sein Verständnis, «immer 18 Stammspieler für die besten taktischen Entscheidungen» auf dem Matchblatt zu haben. «Ich bin froh über diesen Spielraum», sagt der YB-Trainer; er brauche ihn auch, weil dieser Druck, immer wieder in Rücklage gewinnen zu müssen, viel mentale Kraft koste. Froh ist der Erfolgreiche deshalb jetzt um die vierzehntägige Nationalmannschafts-Pause. Sein Team müsse sich ein wenig erholen, und es sei gut, dies nach einer Partie zu tun, in der die Spieler fast alles gezeigt hätten, was ihm vorschwebe. Das da wäre: «Kreatives Spiel nach vorne mit vielen Torchancen, Leidenschaft nach dem Rückstand, die Sofort-Reaktion.»
YB hat sein Selbstverständnis untermauert, zur Elite des hiesigen Fussballs gehören zu wollen. «Der Geist in der Gruppe ist exzellent», sagen die beiden Nationalspieler Marco Wölfli und Alberto Regazzoni unisono und strahlen vor Freude. Der Torhüter mit der positiven Ausstrahlung konnte es denn auch verkraften, dass er unmittelbar nach Spielschluss und unter heftiger verbaler Motivation des Moderators Rainer Maria Salzgeber vom Schweizer Fernsehen für ein Studiointerview ins Taxi beordert wurde. Regazzoni (Torschütze zum 1:0 und Gefoulter vor dem Penalty zum 3:2) erklärte den Journalisten derweil in aller Ruhe das YB-Geheimnis. Petkovic wolle jedes Spiel gewinnen, «der Siegeswille ist auf uns übergeschwappt», sagt der Tessiner. Das Kompliment ist zu verstehen, unter dem Trainer Martin Andermatt hat der wirblige Stürmer nicht manchen Ball über den Rasen geschoben.
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shalako
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Verfasst: Montag 23. März 2009, 12:22 |
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Basler Zeitung, 23.03.2009
Das grosse Unverständnis der Zürcher
Die Reaktionen des FCZ auf das 2:4 bei YB und die Pfiffe des Schiedsrichters: Für Trainer Challandes war das Spiel nach dem 2:2 zu Ende - und Sportchef Bickel wurde zynisch.
Den Pflichttermin nach der Partie nahm Bernard Challandes wahr. Der Trainer des FC Zürich setzte sich im Mediencenter des Stade de Suisse hinter das Mikrofon und machte sich daran, den aufwühlenden Nachmittag und die FCZ-Niederlage zusammenzufassen. Bilanzierte eine erste Halbzeit, «in der wir mit dem 1:1 gut bezahlt waren». Redete von der zweiten Hälfte, «in der wir klar besser waren, in Führung gingen, nach einem Fehler aber den Ausgleich kassierten».
Und dann? Was war danach?
Weiter kam Challandes nicht. Oder besser: Weiter wollte er nicht. Denn nach dem 2:2 kamen die Szenen, die des Trainers Blut in Wallung brachten. Schiedsrichter Jérôme Laperrière pfiff einen Foul- und einen Handspenalty, das 3:2 und 4:2 für YB waren die Folge. Challandes wähnte sich im falschen Film. Weil er nichts Falsches sagen und nicht wieder aus der Haut fahren wollte wie am Mittwoch nach dem Elfmeter-Fehlentscheid gegen Basel, beliess er es bei dem: «Nach dem 2:2 war für mich das Spiel fertig. Ich habe meine Meinung zu den Penaltys, aber die behalte ich für mich.» Um mit einer trotzigen Kampfansage in die Offensive zu gehen: «Der FCZ lebt. YB muss noch zu uns kommen, Basel auch.»
Weitere Fragen zum Nachmittag beantwortete Challandes nicht. Musste er auch nicht, es war auch so klar, was er von den Elfmetern und Schiedsrichter Laperrière hielt: nichts. Challandes, eigentlich ein Mann der ausführlichen Analyse, erhob sich nach seinem kurzen Monolog und verabschiedete sich mit einem Spässchen: Er klopfte seinem Berner Berufskollegen Vladimir Petkovic auf die Schulter und nannte ihn «George Clooney».
Bernard Challandes wurde am Ende des Nachmittags auch um einen Teilerfolg gebracht, als er nämlich von Alberto Regazzoni höchstpersönlich hören wollte, dass er von Veli Lampi in der 75. Minute nicht gefoult worden war. Regazzoni antwortete zuerst: «Schwer zu sagen, aber es gab einen Kontakt.» Um später einen neuen Anlauf zu holen: «Wenn der Pfiff des Schiedsrichters ausgeblieben wäre, hätte ich protestiert. Es war ein Penalty. Hundertprozentig.» Worauf sich Challandes geschlagen gab: «Sie haben ja gesehen, wie Regazzoni lachen musste. Aber er hat sich auch sehr clever angestellt.»
Bickel: «Ein super Schiedsrichter»
Challandes gab sich noch halbwegs Mühe, gute Miene zum Spiel zu machen, das ihm nicht gefallen konnte. Sportchef Fredy Bickel wählte die zynische Variante der Aufarbeitung: «Ich gratuliere Urs Meier zu seinen Leuten. Ein super Schiedsrichter.» Verteidiger Florian Stahel zuckte mit den Schultern: «Was nach dem 2:2 passierte, ist mir ein Rätsel. Ich sah die Aktion von Lampi mit Regazzoni aus der Nähe und kann nicht verstehen, wie man das pfeifen kann.» Silvan Aegerter hatte keinerlei Verständnis dafür, Almen Abdi für ein Handspiel mit einem weiteren Elfmeter zu bestrafen: «Wir chrampfen die ganze Woche. Und dann so etwas . . .» Abdi selber sagte nur: «Der Schiedsrichter wollte offenbar, dass es spannend bleibt.»
Meier: Handspenalty nicht korrekt
Stoff wurde also genügend geliefert, um die Diskussionen um Schiedsrichterentscheide fortzuführen. Urs Meier, der Chef der Gilde und ein Feindbild der Zürcher, ahnte das aufgrund der Fernsehbilder. «Beim ersten Penalty», sagte Meier, «steht Lampi ungünstig, und es gibt einen Kontakt. Bei Abdis Hands hingegen wäre es korrekt gewesen, nicht zu pfeifen.»
Nicht kümmern musste das alles die Young Boys. Seit dem 2:2 am 2. November gegen den FCZ haben sie sechs Heimspiele mit dem beeindruckenden Torverhältnis von 23:5 gewonnen und sich im Meisterrennen in Position gebracht. Das stärkt automatisch das Selbstvertrauen und den Glauben in Bern, seit 1986 erstmals wieder Meister zu werden. Petkovic sagte: «Jetzt müssen wir einfach die Ruhe bewahren.» Er hatte gut reden, speziell an diesem Sonntag.
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shalako
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Verfasst: Montag 23. März 2009, 12:23 |
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Berner Zeitung, 23.03.2009
Kurzer Gummischroteinsatz nach YB-Spiel
Nach dem Spiel zwischen YB und dem FCZ hat die Polizei am Sonntag sich anbahnende Streitigkeiten im Keim erstickt. Beim S-Bahnhof Wankdorf wurde mit einem kurzen Gummischrot-Einsatz verhindert, dass FCZ- und YB-Fans aneinander gerieten.
Die Abfahrt des Extrazuges nach Zürich verzögerte sich leicht, verlief aber ohne weitere Zwischenfälle, wie die Kantonspolizei mitteilte. Gegen 1900 Uhr normalisierte sich die Lage im Bereich des Wankdorfplatzes und dem S-Bahnhof Wankdorf.
Drei Personen waren schon vor Spielbeginn festgenommen worden. Sie wurden nach einer eingehenden Kontrolle wieder freigelassen.
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shalako
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Verfasst: Montag 23. März 2009, 12:24 |
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Berner Zeitung, 23.03.2009 Die Young Boys im PenaltyglückMit dem 4:2 gegen Zürich haben sich die Young Boys im Titelrennen zurückgemeldet. 27111 Zuschauer sorgten für eine EM-Kulisse und bekamen ein aufwühlendes Spiel zu sehen, das nach «Penaltyschiessen» entschieden wurde.  Das Tor des Traumjokers: Seydou Doumbia trifft sechs Minuten nach seiner Einwechslung mittels Kopfball zum 2:2. Bild: Andreas Blatter Man kennt Bernard Challandes als Trainer, dem man die Befindlichkeit von Weitem ansieht. Nach den Spielen pflegt er sein Herz sozusagen auf der Zunge zu tragen. Am Sonntag, YB hatte Zürich nach zwei späten Elfmetern 4:2 bezwungen, stattete der FCZ-Trainer dem Penaltysucher Alberto Regazzoni auf dem Rasen einen Besuch ab – und schlüpfte in die Rolle des Fragestellers. Challandes verlangte eine Erklärung für die Szene in der 76. Minute, als Regazzoni nach einem Laufduell mit Veli Lampi, der sich beim Sturz eine Gehirnerschütterung zuzog, zu Fall kam. Kurz darauf nahm Challandes Carlos Varela in den Arm. Es war ein versöhnliches Bild nach einem turbulenten Match. An der Medienkonferenz sorgte der FCZ-Trainer für Verwirrung. Er gratulierte YB zur guten Leistung und sagte, seine Mannschaft sei mit dem 1:1-Pausenstand gut bedient gewesen. Vor allem aber brachte er zum Ausdruck, dass er ein gebranntes Kind ist. Am Mittwoch war im Cup-Viertelfinal gegen Basel (0:1) dem entscheidenden Penalty ein Offside vorausgegangen. Gestern durfte YB-Captain Mario Raimondi zweimal aus elf Metern antreten – es waren die Tore zum 3:2 und 4:2. «Für mich war das Spiel nach dem 2:2 fertig. Über den Rest will ich nicht sprechen. Ich habe meine Meinung. Aber sie bleibt bei mir. Zuviel ist zuviel», sagte das Energiebündel. Challandes schloss mit dem Hinweis, dass es nun einen «Super, super spannenden Endspurt» um den Titel gebe. Dann stand er auf, verabschiedete sich von YB-Trainer Vladimir Petkovic mit den Worten «Auf Wiedersehen, George Clooney!» – und weg war er. Clooney nahm den Auftritt seines Kollegen gelassen hin. Er verwies darauf, dass sich auch YB schon oft habe ärgern müssen. «Dieses Mal habe ich keinen klaren Fehlentscheid gesehen», sagte er mit gutem Grund. Der FCZ wurde zwar vom Schiedsrichter streng behandelt, Lampi hatte aber bei der Szene gegen Regazzoni den Ball nicht gespielt, und vor dem 4:2 sprang das Leder Almen Abdi an den Arm – höchst unglücklich zwar, aber halt doch reglementswidrig. Auf dem Schulhofplatz hätte man sich auf einen Penalty aus beiden Szenen geeinigt, Jérôme Laperrière stand das Mittel der Kompensation freilich nicht zur Verfügung – auch die Losung «drei Corner = ein Penalty» gibt es unter Profis nicht.
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shalako
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Verfasst: Montag 23. März 2009, 12:25 |
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Berner Zeitung, 23.03.2009
«Wir wollten den Sieg stärker»
Alberto Regazzoni hat gegen den FCZ ein Tor erzielt und für einen Penalty gesorgt. Nun rückt der Stürmer ins Nationalteam ein.
YB hat Zürich 4:2 besiegt. Wo lagen die Hauptgründe für den Erfolg?
Alberto Regazzoni: Mit dem frühen 1:0 hat die Partie für uns optimal begonnen. Bei so vielen Chancen hätten wir danach unsere Führung ausbauen können, ja sogar müssen. Stattdessen sind wir in Rückstand geraten. Aber nach dem 1:2 haben wir bewiesen, wie gut es um unsere Moral bestellt ist.
Worauf ist die Siegermentalität zurückzuführen, die YB auch gestern auszeichnete?
Vladimir Petkovic trägt dafür eine grosse Verantwortung. Seit er unser Trainer ist, haben wir uns stetig weiterentwickelt. Wir kamen unter ihm von Beginn an zu positiven Resultaten. Unser Selbstvertrauen ist dadurch immer stärker gewachsen.
Ihre Entwicklung ist das beste Beispiel für die Veränderungen unter Petkovic ...
Von ihm erhalte ich das Vertrauen, das ich zuvor nicht spürte. Das will ich rechtfertigen. Petkovic verlangte von mir, gegen Zürich viel Defensivarbeit zu verrichten. Ich habe nach meinem Treffer zum 1:0 versucht, diese Vorgabe umzusetzen.
Im Hinblick auf den Titelkampf durfte YB gestern nicht verlieren. Stand das Team deshalb unter besonderem Druck?
Speziell unter Druck fühlten wir uns nicht. Wenn schon, dann deshalb, weil wir wussten, dass uns mit Zürich ein sehr starker Gegner gegenüberstehen würde. Das war dann auch der Fall.
Was machte YB am Sonntag besser als der FCZ?
Wir wollten den Sieg stärker als der FC Zürich und arbeiteten härter dafür. Das 4:2 ist deshalb verdient.
Die zwei streng gepfiffenen Penaltys kamen Ihnen und Ihrem Team aber auch entgegen.
Die Entscheide des Schiedsrichters waren gerechtfertigt. Zuerst trennte mich mein Gegenspieler unfair vom Ball, es war eindeutig ein Kontakt da. Und dann berührte Almen Abdi den Ball im Strafraum mit der Hand. Der Schiedsrichter konnte nicht anders, als zweimal Elfmeter zu geben.
Wie stark beeinflusste die grosse Kulisse die Leistung der Young Boys?
Wir spielten vor über 27000 Zuschauern. Was will man mehr als Fussballer? Uns ist bewusst, dass die ganze Stadt Bern über uns und unsere Chancen im Meisterrennen redet. Das ist ein tolles Gefühl. Wir sind gefordert, die Erwartungen der Fans zu erfüllen.
Sie wurden vom Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld für die WM-Qualifikationsspiele gegen Moldawien aufgeboten. Mit welchem Gefühl rücken Sie am Dienstag ein?
Ich bin sehr stolz. Als Ottmar Hitzfeld mich anrief, fühlte ich mich geehrt. Welche Rolle mir zufällt, weiss ich zwar nicht, aber ich will meinen Teil zum erfolgreichen Verlauf der beiden Spiele beitragen.
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shalako
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Verfasst: Montag 23. März 2009, 12:27 |
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Berner Zeitung, 23.03.2009
FCZ-Vorwurf: «Jeder will, dass die Meisterschaft spannend bleibt»
Zwei Spitzenspiele, zwei Niederlagen, das Cup-Aus, der Verlust der Tabellenführung und drei umstrittene Penaltys. Nach der schwarzen Woche sind beim FC Zürich die Nerven angespannt.
Der Ärger der Zürcher begann am Mittwoch, als Schiedsrichter Cyril Zimmermann und sein Assistent Raffael Zeder ein Offside von FCB-Stürmer Marco Streller übersah und gleich darauf einen Penalty für die Basler pfiff. Der Meister gewann 1:0 und zog in den Cup-Halbfinal ein. In der Folge beschwerten sich FCZ-Trainer Bernard Challandes und Sportchef Fredy Bickel heftig über den Fehlentscheid und vergassen dabei, dass die Zürcher Mannschaft alles andere als überzeugend gespielt hatte.
Am Sonntag folgte der nächste Tiefschlag beim Spitzenkampf gegen die Young Boys. Bereits nach 113 Sekunden führten die Berner – am Treffer von Alberto Regazzoni gab es ausser der Zürcher Schläfrigkeit nichts auszusetzen. Wie auch am späteren Ausgleich zum 2:2 durch YB-Joker Seydou Doumbia, den Torhüter Johnny Leoni mit seinem Fehler zu verantworten hatte, nicht.
Laperrière entschied zweimal gegen den FCZ
Erst danach kamen jene Szenen, die aus den Zürcher Fussballern wieder Diskussionsteilnehmer und Verschwörungstheoretiker machten. Erst pfiff Jérôme Laperrière nach einem Zweikampf zwischen FCZ-Verteidiger Veli Lampi und Regazzoni Penalty. In dieser Szene konnte man durchaus eine andere Meinung haben als der Schiedsrichter.
Sechs Minuten später zeigte Laperrière wieder auf den Penaltypunkt, zum dritten Mal an diesem Nachmittag und zum zweiten Mal zu Gunsten der Berner. Es war ein Fehlentscheid. Der Ball war Almen Abdi, der aus einem Meter Abstand angeschossen worden war, an den Arm gesprungen.
Drei umstrittene Penaltys in zwei Spielen
Almen Abdi, der zuvor mittels (berechtigten) Penalty sein 15. Saisontor erzielt hatte, war hinterher verärgert. «In zwei wichtigen Spielen wurden drei solche Penaltys gegen uns gegeben. Jeder will, dass die Meisterschaft spannend bleibt», sagte er ins «Teleclub»-Mikrofon. Hätte YB den Spitzenkampf verloren, wäre für die Berner mit neun Punkten Rückstand das Meisterrennen wohl gelaufen gewesen. Jetzt hingegen ist es tatsächlich spannend. Der FC Basel ist neuer Leader, führt einen Punkt vor dem FCZ und vier vor den Young Boys.
FCZ-Trainer Bernard Challandes sprach von «zwei Ereignissen», die den Match entschieden hätten und widersprach dem Interviewer des «Teleclub», als dieser sagte, dass der erste Penalty für YB zurecht gepfiffen worden sei. «Für mich war das Spiel nach dem 2:2 fertig. Über den Rest sollen die Journalisten schreiben. Ich will darüber nicht sprechen», sagte er säuerlich. «Zu viel ist zu viel», schob er nach und verliess den Medienraum mitten in der Konferenz fluchtartig.
YB war besser – zweifellos
Über die Niederlage sagte Challandes: «Damit müssen wir leben. Und damit leben wir ohne Probleme. Wir müssen YB gratulieren.» Denn bei allen Diskussionen hatte niemand im Stadion einen Zweifel daran, dass die Young Boys die bessere Mannschaft gewesen waren. Und die Berner hatten ihrerseits eine Woche davor selbst noch mit dem Schiedsrichter gehadert, als ihnen bei der Niederlage in Vaduz ein klarer Penalty unterschlagen worden war.
Das Meisterennen ist für die Zürcher noch nicht verloren. Challandes sagte schon fast drohend: «Basel und die Young Boys müssen nochmals in Zürich antreten. Darauf freuen wir uns.»
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shalako
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Verfasst: Montag 23. März 2009, 12:28 |
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Berner Zeitung, 23.03.2009
Schiedsrichter-Streit: «Es liegt auf der Hand, dass man nicht immer ohne Fehler bleibt»
Der FCZ versinkt im Lamento über die Schiedsrichter und sieht sich krass benachteiligt. Was ist an der Schiedsrichterkritik dran? Schiedsrichterobmann Urs Meier nimmt Stellung.
Wie sehen sie die beiden Penaltytore? Sie haben gestern gesagt, der zweite Penalty gegen den FCZ sei keiner gewesen.
Ich habe mich gestern dazu geäussert. Meine Aussage von gestern steht. Ich will mich jetzt nicht mehr öffentlich damit befassen und Einzelkritiken abgeben. Wir werden die Spielsituationen mit den Schiedsrichtern und in der Schiedsrichterkommission diskutieren. Klar ist, Menschen machen Fehler und Schiedsrichter sind hier nicht ausgenommen.
Der FCZ sieht sich innerhalb von einer Woche dreimal krass benachteiligt. Was sagen Sie dazu?
Das will ich nicht bewerten. Schiedsrichter betrügen sicher nicht. Wir versuchen ein Spiel immer neutral zu bewerten. Aber wie gesagt, Fehler können passieren. Ist eine Mannschaft zwei- oder dreimal in Folge davon betroffen, ist das natürlich unglücklich. Das geschieht aber sicher nicht willentlich, das ist ein dummer Zufall.
Ist es möglich, dass man als Schiedsrichter unbewusst gegen eine Mannschaft pfeift, wenn immer wieder reklamiert wird?
Das ist eine ewige Grundsatzdiskussion. Die einen glauben, dass man den Schiedsrichter damit auf seine Seite zieht, andere glauben das Gegenteil. Sicher ist, dass der Druck auf die Schiedsrichter steigt, je länger die Saison dauert. Es geht um die Meisterschaft und gegen den Abstieg. Jeder Punkt ist wichtig. Da sind die Schiedsrichter ein beliebtes Ziel. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Schiedsrichter genug Persönlichkeit haben, dem steigendem Druck zu begegnen und dass sie sich nicht von Angriffen der Klubs beeinflussen lassen.
Die Schiedsrichter müssen zum Teil Entscheidungen zu Spielsituationen treffen, die sie gar nicht richtig sehen können. Bei Offsides sind Fehlentscheidungen praktisch unvermeidbar. Es ist unmöglich, Ballabgabe und Position des Angreifers in einem Sekundenbruchteil zu sehen.
Das ist natürlich so. Auch in anderen Spielsituationen müssen Schiedsrichter Entscheidungen treffen, die nicht immer schwarz oder weiss sind. Vieles liegt im Graubereich. Das Spiel hat ein so hohes Tempo, verfügt über so viel Dynamik. Es liegt auf der Hand, dass man nicht immer ohne Fehler bleibt. Fehler gehören seit hundert Jahren zum Spiel und führen immer wieder zu heftigen Diskussionen. Wir bemühen uns aber Woche für Woche, die Fehlerquote so tief wie möglich zu halten. Wir besprechen die Einsätze unserer Schiedsrichter immer wieder und wollen besser werden. Die Teams müssen einfach lernen, damit umzugehen, kein Schiedsrichter will ein Spiel entscheiden.
_________________ For Ever
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