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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. Juli 2004, 12:27 
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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. Juli 2004, 19:33 
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Marc da hast du etwas von 2003 ... :lol: :lol: 8)

http://www.delije-caffe.net/video/derbi ... -start.avi


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. Juli 2004, 12:03 
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BZ, 28.7.2004

YB greift nach den Sternen

Die Young Boys betreten ein neues Zeitalter. Die Sterne der Champions League sind erstmals ein Thema in Bern. Vorerst geht es heute im Zürcher Hardturm gegen den Roten Stern aus Belgrad (20.15 Uhr, SF 2 live).
Das Symbol der Champions League ist ein Fussball, bestehend aus mehreren Sternen. In die kontinentale Königsklasse könnten die Young Boys vordringen - wenn es gelingt, zuerst den Roten Stern aus Belgrad zu bezwingen. Und dann, in der 3. Qualifikationsrunde, gegen eine Startruppe Europas zu bestehen. «Das ist ein weiter Weg», sagt Hans-Peter Zaugg. Der YB-Trainer gibt eine helvetische Devise vor: «Wir nehmen Schritt für Schritt.» Ein erster grosser soll heute genommen werden, in Zürich gegen den jugoslawischen Rekordmeister. «Es ist sicher sehr speziell, dass wir unser Heimspiel nicht in Bern austragen», sagt Zaugg, «aber ich habe immer gerne im Hardturm gespielt.»

Zauggs Erinnerungen
Als GC-Trainer griff Zaugg vor drei Jahren bereits einmal nach den Sternen. Doch gegen Portugals Champion FC Porto, aktueller Sieger der Champions League, unterlag das Zürcher Team damals knapp (2:3; 2:2). «Wir haben gut gespielt», sagt Zaugg, «und wir hätten auch weiterkommen können.» Dass es nicht so war, lag auch daran, dass Zaugg seinen jungen Torhüter Peter Jehle öffentlich kritisiert und sich vehement für eine Verpflichtung des damaligen Nationalgoalies Jörg Stiel eingesetzt hatte. Jehle patzte promt gegen Porto, und Zaugg war seinen Job beim Zürcher Nobelverein bald los. «Dieser Fehler wird mir nie mehr passieren», sagt Zaugg, «der Posten des Torhüters ist auf diesem Niveau entscheidend.» Diese Aussage ist durchaus als Wertschätzung für YB-Goalie Marco Wölfli anzusehen. Denn mit Patrick Bettoni hat Zaugg zu Saisonbeginn einen routinierten Keeper von Xamax verpflichtet - um ihn in der Champions League einzusetzen. Nun sagt aber Zaugg, dass Stammkeeper Wölfli auch gegen Belgrad spielt: «Er hat einen Bonus - und das Vertrauen verdient.»

Drei offene Positionen
Ganz entgegen seinen Gepflogenheiten gibt Zaugg die Aufstellung nicht bekannt. «Es hat drei offene Positionen», sagt der YB-Trainer nur. Im defensiven zentralen Mittelfeld duellieren sich der arrivierte Roman Friedli und der togolesische Neuzugang Yao Aziawonou; im offensiven zentralen Mittelfeld misst sich Spielmacher Thomas Häberli mit Neuverpflichtung Gabriel Urdaneta; der Uruguayer ist aber auch eine Alternative im linken Aufbau, wo der Platz von Elvir Melunovic wackelt. «Ich bin froh, haben wir viele Optionen», sagt Zaugg, «es ist meine Aufgabe, die Mischung zu finden.»

Vier Spieler mit Erfahrung
Auch wenn YB heute möglicherweise ein «Auswärtsspiel» zu bestreiten hat, weil Tausende Fans von Roter Stern erwartet werden, hofft Zaugg, eine Basis fürs Rückspiel legen zu können: «In einer Woche in Belgrad wird es ganz schwierig», sagt er, «es wäre gut, wir könnten vorlegen.» Auf Grund der Auswärtstoreregel wäre ein Sieg zu null wichtig, sagt Altmeister Stéphane Chapuisat. Er ist neben Patrick De Napoli, Joël Magnin und Gürkan Sermeter der Einzige, der be-reits mit GC in der Champions League gespielt hat. Und natürlich mit Borussia Dortmund, wo Chapuisat 1997 den Meistercup sogar gewonnen hatte. «Diese Spiele sind ein Bonus für uns», sagt Chapuisat, «wir müssen sie geniessen. Und trotzdem alles daran setzen, eine Runde weiterzukommen.»
Belgrad liege in Reichweite von YB, sagt sein Trainer. «Wir müssen optimal auftreten», so Zaugg, «und wir dürfen die Fehler vom Vorjahr nicht wiederholen.» Das blamable Aus in der Uefa-Cup-Qualifikation gegen den finnischen Provinzverein MyPa hat niemand vergessen. «Nun haben wir die Chance zur Korrektur», sagt Chapuisat.

YB bereits im Rhythmus
Damit die Gelb-Schwarzen bestens auf ihre roten Widersacher eingestellt sein werden, lernten sie im Videostudium die Stärken und Schwächen des Kontrahenten kennen. «Belgrad ist ein gutes, junges, diszipliniertes und spielstarkes Team», analysiert Zaugg, «aber sie haben auch wichtige Spieler verloren.» Gerade in der Offensive sei Belgrad schwierig zu berechnen. «Der grösste Vorteil von uns ist, dass wir bereits im Rhythmus der nationalen Liga sind», sagt der YB-Coach, «das müssen wir sofort resolut ausnutzen.»
Schliesslich soll der Griff nach den Sternen der Champions League, die noch vor wenigen Jahren für YB weit entfernt oben am Himmel klebten, von Erfolg gekrönt sein.
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So könnten die Young Boys spielen
Wölfli; Eugster, Knez, Carreño, Rochat; Magnin, Friedli (Aziawonou), Häberli (Urdaneta), Melunovic (Urdaneta); Neri, Chapuisat. - YB ohne Sermeter, Berisha, Geiser und Kehrli (alle verletzt). - SR: Vink (Ho).

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. Juli 2004, 12:13 
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fussball.ch, 27.7.2004

YB´s erste Hürde auf dem Weg in die Königsklasse

Bringt die 13 den Young Boys Glück? Zum 13. Mal träumt ein Schweizer Klub von der Champions League. Die Young Boys treffen in der 2. Qualifikationsrunde heute Abend um 20.15 Uhr im Zürcher Hardturm auf den serbischen Double-Gewinner Roter Stern Belgrad.
In den vergangenen elf Jahren hatten schon Aarau, Servette, die Grasshoppers, Sion, St. Gallen, Lugano und Basel von der Königsklasse und den damit verbundenen Millionen-Einnahmen geträumt. Wahr wurde der Traum aber nur für GC (1995 und 1996) und den FC Basel (2002).

Dieses Jahr dürfen sich gleich zwei Schweizer Klubs darin versuchen, Fussballgeschichte zu schreiben. Im Gegensatz zum Meister FC Basel muss der Super-League-Zweite Young Boys bereits in der 2. Qualifikationsrunde ins Geschehen eingreifen. Scheitern die Berner, ist die Europacupsaison für sie bereits zu Ende.

Bei der Auslosung war den Young Boys kein Glück beschieden. Als erstes nicht gesetztes Team bekamen sie mit dem 23-fachen jugoslawischen Meister Roter Stern Belgrad einen deutlich höher kotierten Gegner zugeteilt. Die Serben gewannen heuer das Double auf überlegene Weise. Die besten Zeiten des Traditionsvereins liegen allerdings recht weit zurück; 1991 gewann Roter Stern den Meister- und den Weltcup.

Zum Leidwesen von Roter Stern wechseln immer wieder die besten Spieler vor dem Beginn einer neuen Saison ins Ausland. Mit dem Internationalen Dragan Mladenovic (Glasgow Rangers), Captain Nemanja Vidic (Spartak Moskau) und Milivoje Vitakic (Lille) verliessen im Laufe dieses Sommers drei Leistungsträger den Klub. Sie wurden durch erfahrene Spieler aus anderen Belgrader Klubs ersetzt.

YB-Trainer Hanspeter Zaugg liess die Serben, die mit der Meisterschaft noch nicht begonnen haben und sich lediglich mit Testspielen auf die heutige Begegnung vorbereiten konnten, verschiedentlich beobachten und ist bestens informiert: "Wir bekommen es mit einer defensiv sehr soliden Equipe, ballgewandten, technisch versierten, aber auch überraschend disziplinierten Spielern zu tun."

Den Bernern könnten neben der fehlenden Praxis des Gegners auch der Wechsel des Trainers zum Vorteil gereichen. Slavoljub Muslin verliess das Team im Ärger und wurde durch Ljupko Petrovic (57) ersetzt, der Roter Stern 1991 zu den grössten Erfolgen des Klubs geführt hatte. Ein neuer Trainer hat stets neue Ideen, und deren Umsetzung benötigt Zeit.

Zeit hat auch Bidu Zaugg gebraucht, um sechs neue Spieler (Bettoni, Carreño, Maksimovic, Urdaneta, Neri und De Napoli) ins Team zu integrieren. Der 6:1-Heimsieg im zweiten Super-League-Spiel gegen Neuling Schaffhausen zeigte aber, dass sich vor allem Neri und Urdaneta bereits gut eingefügt haben. Zauggs Ziel im Heimspiel ist es, den Gegner so weit zu beherrschen, dass dieser das Rückspiel unbedingt gewinnen und daher grössere Risiken eingehen muss. In Zürich erwartet er ein defensiv eingestelltes Team, das sich alle Optionen für das Heimspiel sichern will.

YB darf im Hardturm nicht verlieren und wird dementsprechend agieren. Die Mannschaft ist auf drei Positionen noch nicht definitiv besetzt. Im defensiven Mittelfeld stehen Friedli und Aziawonou, für die Rolle des Spielmachers Häberli und Urdaneta zur Wahl. Erhält der zuletzt gesperrte Häberli den Vorzug, könnte Urdaneta an Stelle von Melunovic auf die linke Seite ausweichen. Im Sturm sind Neri und Chapuisat gesetzt, und an Torhüter Wölfli bestehen momentan keine Zweifel. Nicht zur Verfügung stehen die rekonvaleszenten Sermeter, Berisha und Geiser (nach Verletzungen) sowie Kehrli (Hirnerschütterung).

"Jeder muss auf seinem Topniveau agieren, um die erste Hürde zu nehmen", fordert Zaugg und er ist überzeugt, dass seine Mannschaft fähig ist, die Serben zu eliminieren. "Der Champions-League-Traum darf nicht schon nach zwei Spielen zu Ende sein. Wir wollen noch etwas länger träumen können."

Die voraussichtliche Startformation der Young Boys: Wölfli; Eugster, Knez, Carreño, Rochat; Magnin, Friedli, Häberli, Urdaneta; Neri, Chapuisat.


fest (Quelle: Si)

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. Juli 2004, 12:20 
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NZZ, 28.7.2004

Berner Traum vom FCB - YB in Champions-League-Qualifikation vor Quantensprung?

bir. Bern, 27. Juli

Der FC Basel überstrahlt im Schweizer Fussball noch immer viel, wenn nicht sogar alles. Wer schwärmt nicht gerne von den Vorzügen des St.- Jakob-Parks, des ersten modernen Stadions hierzulande; wer erinnert sich nicht an das Double 2002, und wer lässt nicht gerne jenen Sturmlauf Revue passieren, den die Mannschaft von Trainer Christian Gross 2002/03 bis in die Zwischenrunde der Champions League brachte? «Wir sahen die Erfolge der Basler nur vor dem Fernsehgerät», sagt YB-Trainer Hans-Peter Zaugg kurz vor dem ersten Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Roter Stern Belgrad, das am Mittwoch im Zürcher Hardturm (20 Uhr 15) vonstatten geht. Die Gedanken an den FCB sind wunderbar, aber auch gefährlich. Denn die gewollte, aber doch zufällige Programmierung in Basel hätte perfekter nicht sein können: das neue Stadion, die Hausbank (Mäzenin Oeri), die geglückten Transfers (Yakins, Giménez, Rossi), das Double und bis in den Frühling hinein die Champions League. Das ist ein Steigerungslauf, der sich in dieser Form kaum wiederholen lässt.

Dennoch träumen die Verantwortlichen des BSC Young Boys unvermindert den Traum vom FCB. Am Stadtrand der Hauptstadt steht das im Sommer 2005 bezugsbereite Stade de Suisse bereits in voller Grösse. Es soll den Klub wirtschaftlich in andere Sphären katapultieren. Ob der sportliche Werdegang mithält? Schon vor einem Jahr probten die Berner den Ernstfall. Zum Uefa- Cup-Qualifikationsspiel gegen den finnischen Vertreter MyPa dislozierten sie nach Basel, um potenziellen Sponsoren und Geldgebern schon einmal schmackhaft zu machen, wie der Berner Fussball in einem modernen Stadion und im internationalen Schaufenster wirken kann. Im VIP-Bereich wurden mit geschwellter Brust Reden gehalten und Kontaktnetze verfeinert. Aber die Young Boys blamierten sich gegen MyPa, die Vorstellung wurde äusserst peinlich, so dass jene, die sich sonst näher mit dem FCB befassen, die besorgte Frage stellten: «Ist das unser künftiger Konkurrent?»

Seither ist ziemlich genau ein Jahr vergangen. Es zeigte sich hinterher, dass jener Match gegen MyPa sowie das Cup-Aus im Schweizer Cup gegen Malcantone Agno einsame Tiefpunkte einer sonst ansprechenden Saison waren. Das Team placierte sich im Championnat auf dem zweiten Platz und darf nun sachte an die Türe der Champions League klopfen. Es gibt Stimmen in Bern, die davon reden, dass die Roter-Stern-Spiele «zu früh» auf dem Programm stünden. Schliesslich soll die funkelnde Party erst ab 2005 im Stade de Suisse eröffnet werden. Man will sich dem Quantensprung, dem «neuen Leben», schrittweise annähern, zumal auf Knopfdruck das Fest selten in Fahrt kommt. So verlangte der Trainer Hans- Peter Zaugg schon vor der Saison mehr Verstärkungen, glaubte, dass YB vom Weg abweiche, und äusserte sich in der Öffentlichkeit ungehalten. Aber die Stadion- und YB-Investoren traten und treten auf die Ausgabenbremse, das Budget wurde «nur» um ein paar hunderttausend Franken auf 9,4 Millionen Franken angehoben. Zaugg wurde besänftigt, und nach dem einen oder anderen Transfer mittlerer Grösse (De Napoli, Aziawonou) ist sogar jede Position doppelt besetzt.

Weil im Basler St.-Jakob-Park am Donnerstag Simon & Garfunkel auftreten, weicht YB in den Zürcher Hardturm aus. Dort hatte 2000/2001 schon St. Gallen als Gast angenehme Europacup- Erfahrungen gemacht und - zum Beispiel - den Chelsea FC ausgeschaltet. Der Hardturm erinnert die Berner zwar eher an das Stadion Neufeld, aber birgt wenigstens den bösen «MyPa-Geist» nicht in seinem Gemäuer. Weil in Zürich vor dem Spiel gegen Roter Stern die Sicherheitskosten schwer abzuschätzen sind, halten sich die Stadion-Mietkosten in Basel und Zürich wohl die Waage. Gemäss Geschäftsführer Rolf Bachmann fühlt sich YB in Sachen Hardturm und Aufwand «nicht unwohl». Aber optimal ist der fremde Spielort natürlich nicht. Mit 7000 bis 8000 Zuschauern können die Berner die Rechnung ausgeglichen halten. Ob das auch sportlich gelingt, ist eine andere Frage. Die beiden Vergleiche gegen Roter Stern dienen erst einmal der Feststellung, ob YB im Hinblick auf 2005 tatsächlich schon einen Schritt weitergekommen ist.


Pantelic mit Schweizer Vergangenheit

zz. Das Team von Roter Stern Belgrad bleibt nach dem Trainerwechsel und nach etlichen Transfers weiterhin in Bewegung: Drei Tage vor dem Match in Zürich wechselte der Captain Milivoje Vitakic zu Lille. Gemäss Dragan Dzajic, dem Präsidenten von Roter Stern, soll der Vitakic-Transfer - zumindest dem Klub - wenig eingebracht haben. Man wolle Vitakic keine Hindernisse in den Weg legen, sagt Dzajic, weil der Verteidiger dem Verein jahrelang gedient habe. Ohne Vitakic ist die in Zürich zu erwartende Mannschaft des 23fachen Meisters und des Meistercup-Siegers 1991 noch jünger. Das Durchschnittsalter beträgt 22,4 Jahre. Torhüter Disljenkovic ist zurzeit der einzige Roter-Stern-Fussballer, der zur Stammformation des Nationalteams von Serbien-Montenegro gehört. Vorstopper Milan Dudic (24-jährig) und Stürmer Nikola Zigic (23) - mit 2,02 Metern der «serbische Jan Koller» - gehören immerhin dem Nationalkader an. Dafür haben die Belgrader mehrere Spieler aus dem U-21-Team unter Vertrag, das sich anlässlich der EM vor zwei Monaten in Deutschland hinter Italien im zweiten Rang klassierte: die Aufbauer Stancic (22), Milovanovic (20) und Jankovic (20) sowie die Verteidiger Miladinovic (22) und Bisevac (20).

Zu den Leistungsträgern gehört auch der 25-jährige Marko Pantelic, der Ende der 90er Jahre bei Lausanne- Sports unter Vertrag stand. Er galt als «enfant terrible», ballerte nach einem Torerfolg mit eindeutigen Gesten gegen das Publikum und tat mit einer Aufschrift auf seinem Unterleibchen («mission impossible») kund, was er vom Krieg der Nato gegen seine Heimat hielt. Er verkündete im Waadtland bei jeder Gelegenheit, den Verein verlassen zu wollen, weil er anderswo mehr verdienen könne. Weil er dieses Ansinnen auf die Spitze trieb, setzte ihn der damalige Lausanne-Trainer Pierre-André Schürmann im Cup-Final 1999 gegen St. Gallen gar nicht mehr ein. Pantelic' Weg zeugt von Rastlosigkeit: Er spielte in Griechenland (Iraklis FC, Aris Saloniki), bei Paris St-Germain, für Celta Vigo, Sturm Graz, Molenbeek (Belgien) und FK Obilic. Er war für kurze Zeit und Jahre nach seinem Lausanne-Abenteuer in Yverdon beschäftigt, kam dort aber übergewichtig an, spielte kaum und stellte dem Klub im Fall einer Vertragsauflösung - zusammen mit seinem Berater - 10 000 Franken in Aussicht. Das Geld traf laut Yverdon-Präsident Paul-André Cornu nie ein. Dieses nicht eingehaltene Versprechen ist eine der vielen Episoden der Pantelic-Odyssee

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 28. Juli 2004, 12:29 
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Bund, 28.7.2004

«Überlegt unser Spiel spielen!»

Er glaubt an die Chancen seiner Young Boys: Trainer Hans Peter Zaugg hat seiner Mannschaft für heute ein «taktisches Ziel» gesetzt

Es geht um die Qualifikation für die Champions League: Im Rahmen der zweiten Runde empfangen die Young Boys heute im Zürcher Hardturm die Mannschaft von Roter Stern Belgrad (20.15 Uhr) zum «Heimspiel». Wie stehen ihre Chancen? Trainer Zaugg gibt sich optimistisch.

Interview: Charles Beuret

«BUND»: Vor einem Jahr schied YB in der Qualifikation zum Uefa-Cup gegen einen unbekannten finnischen Verein mehr oder weniger sang- und klanglos aus. Nun bräuchte es eine viel bessere Leistung, um gegen Roter Stern Belgrad zu bestehen. Ist Ihre Mannschaft viel besser als zum gleichen Zeitpunkt 2003?

Hans-Peter Zaugg: Ja. Da gibt es einen riesengrossen Unterschied. Damals, bei den Spielen gegen MyPa, waren wir irgendwie noch nicht bereit für höhere Aufgaben. Alles war noch ein bisschen Improvisation. Das zeigte sich auch in der personellen Situation; da hatte ich kaum Alternativen und musste angeschlagene Spieler einsetzen.

Inzwischen ist das YB-Kader quantitativ grösser geworden. Wie stehts mit der Qualität?

Noch sind wir in einer frühen Saisonphase, weshalb man mit einem Urteil vielleicht noch abwarten müsste. Aber für mich als Trainer ist sonnenklar: Wir haben an Substanz zugelegt und neuerdings auch auf der Ersatzbank gute Argumente.

Sind die Argumente gut genug, um Roter Stern Belgrad zu eliminieren?

Letzteres muss unser Ziel sein. Spielverlauf und Spielausgang lassen sich ja nie voraussagen, aber man kann sich auf grosse Aufgaben optimal vorbereiten. Das haben wir getan – und wir haben überdies im Laufe der Partie die Möglichkeit, etwas zu ändern.

Zur optimalen Vorbereitung gehört auch das Studium des Gegners. Wie spielt Roter Stern Belgrad? Und wie stark ist diese Mannschaft?

In Serbien und Montenegro hat die Meisterschaft noch nicht begonnen – das ist für uns von Vorteil, weil dem Gegner der Rhythmus der Ernstkämpfe sicherlich fehlen wird. Anderseits hat Roter Stern Belgrad zahlreiche Vorbereitungsspiele auch gegen namhafte Gegner bestritten; und wir haben sie fast lückenlos besucht.

Sie wissen also, was YB heute in Zürich erwartet?

Eigentlich schon. Trainer Ljubomir Petrovic lässt eine Art 4-4-2 mit einer äusserst soliden Defensive spielen, und im Spiel nach vorne verfügt er über mehrere überdurchschnittliche Akteure, auf die wir besonders aufpassen müssen. Dass Roter Stern in guter Form ist, hat sich übrigens in den Resultaten niedergeschlagen: Es gab in der ganzen Vorbereitung bei den wirklichen Testspielen keine einzige Niederlage, aber etwa ein 3:2 gegen Brügge oder ein 2:2 gegen Werder Bremen.

Welcher Spieler ist den YB-Beobachtern besonders aufgefallen?

Marko Pantelic, der bekannte Nationalspieler. Er war einst bei Lausanne, spielt als zweite Spitze – und hat Klasse. Doch auch bei den anderen Spielern handelt es sich fast durchwegs um Akteure, die schon in Auswahlteams gespielt haben. In der Spitze steht mit Nikola Zigic ein 2-Meter-Riese. Er hat in der letzten Saison immerhin 26 Tore erzielt.

Wie kann Ihre Mannschaft gegen diesen Gegner bestehen?

Indem wir uns weder vom Druck der Ausgangslage noch von den serbischen Fans aus dem Konzept bringen lassen, sondern überlegt unser Spiel spielen. Ich habe das Ziel für die heutige Partie wie folgt formuliert: «Wir müssen erreichen, dass Roter Stern Belgrad in einer Woche gegen uns daheim unbedingt gewinnen muss!» Wenn uns das gelingt, haben wir eine gute Chance, in die dritte Qualifikationsrunde für die Champions League einzuziehen.

Wie beurteilen Sie den Formstand Ihres Teams?

Die bisher erreichten Resultate – 3:3 in St. Gallen, 6:1 gegen Schaffhausen – waren in Ordnung, aber zufrieden kann ich nicht sein: In St. Gallen vergaben wir einen 2:0-Vorsprung, und gegen Schaffhausen hätten wir noch viel höher gewinnen müssen. Überdies spielten wir in der Anfangsphase dieser Partie gar nicht gut. Dass wir dennoch so klar gewannen, hatte mit der Qualität des Gegners zu tun. Das Spiel gegen Schaffhausen war für mich auf jeden Fall kein Gradmesser für den heutigen Match.

Sind in Ihrer Formation also gegenüber diesem Spiel Umstellungen zu erwarten?

Thomas Häberli wird nach seiner Sperre wieder dabei sein. Er ist ein wichtiger Mann für uns, der sehr viel läuft und auch in den Abschluss geht. Dorthin, wo es mitunter wehtut.

Urdaneta hat gegen Schaffhausen auf dieser Position gespielt. Waren Sie mit ihm unzufrieden?

Nein, überhaupt nicht. Er ist ein anderer Spielertyp als Häberli: eher der Spielmacher, die klassische Nummer 10, aber auch einsetzbar auf der linken Seite oder in der Spitze. Urdaneta ist für uns ein sehr wichtiger Mann . . .

. . . der heute aber nicht spielen wird?

Warten wir ab. Das ist eben die komfortable Ausgangslage für einen Trainer – vielleicht weniger für einen Spieler. Einer oder zwei der «ganz Guten» müssen auf die Bank und bereit sein, uns im Verlauf der Partie entscheidend zu helfen.

Ganz aus dem Vollen können Sie weiterhin nicht schöpfen, weil es nach wie vor Verletzte gibt.

Leider haben wir nach wie vor gewichtige Absenzen. Disler und Sermeter sind nach langen Verletzungspausen erst auf dem Weg zurück. Berisha hat sich am letzten Sonntag beim Trainingsmatch gegen Zofingen (5:0) erneut am Knie verletzt und musste ausgewechselt werden. Ferner braucht Kehrli nach einer Gehirnerschütterung noch rund 14 Tage Pause. Es ist erfreulich, dass wir trotz diesen Absenzen heute gegen Roter Stern Belgrad mit einer starken Mannschaft antreten können.

«Einer oder zwei der ,ganz Guten‘ müssen auf die Bank und bereit sein, uns im Verlauf der Partie entscheidend zu helfen.»


DUBIOSER YB-VERTRAG

«Parallelen zur Spuckaffäre»

Die Geschichte ist kompliziert, und sie wird mit jedem Tag komplizierter. Inzwischen hat sie einen Stand erreicht, dass nur noch die Direktbeteiligten wissen, worum es eigentlich geht. Deshalb einleitend noch einmal der «Tatbestand»:

Am letzten Samstag ist im «Blick» ein Papier veröffentlicht worden, das darlegt, dass die Firma Bozzetti Soccer YB-Spieler mit einem Rabatt von mindestens 20 Prozent ihres effektiven Transferwerts erwerben kann. Für diese Abmachung sollen 300 000 Franken an unbekannte Empfänger überwiesen worden sein. Unterschrieben ist die (von einem Innerschweizer Notar beglaubigte) Vereinbarung vom 22. Dezember 2002 von den damaligen YB-Funktionären Heinz Fischer (Präsident) und Fredy Bickel (Geschäftsführer).

Letztere hatten bei ihrem unfreiwilligen Abgang im Dezember 2002 den Investoren gegenüber in der Entlassungsvereinbarung allerdings schriftlich versichert, eine solche Abmachung nie unterzeichnet zu haben. Spielervermittler Peter Bozzetti bestätigte gegenüber der Agentur Sportinformation zuerst in einem (von ihm allerdings nicht persönlich abgefassten und nicht unterschriebenen Communiqué) diesen Sachverhalt, womit der inzwischen beim FC Zürich angestellte Fredy Bickel entlastet schien. Allerdings nur bis vorgestern Montag, als Bozzetti den Inhalt des Communiqués widerrief. Damit gerät Fredy Bickel auch beim FCZ unter Druck. Der Verein hat ihm aber vorerst das Vertrauen ausgesprochen.

Für die Verantwortlichen der BSC Young Boys Betriebs AG und für die Investoren kommt die Entwicklung nicht überraschend – sie leiteten schon früher gegen das Duo Bickel/Fischer «aufgrund neu aufgetauchter Fälle» eine Betreibung auf insgesamt eine Million Franken Konventionalstrafe ein. Die Beschuldigten setzten sich zur Wehr, machten einen Rechtsvorschlag, welcher allerdings bisher unbeantwortet blieb. Gemäss Peter Jauch, Verwaltungsrat bei der YB Betriebs AG und Delegierter des Verwaltungsrats der Wankdorf Nationalstadion AG, wird eine Rechtsöffnung nun ernsthaft geprüft: «Die Papiere sind bei den Anwälten. Für uns sind die Fakten klar. Die Juristen müssen entscheiden, welche Schritte im Interesse des BSC Young Boys zu unternehmen sind: Es gibt da verschiedene Möglichkeiten – bis zu einer Strafklage.»

Lügen und Gegenlügen

Für Jauch ist die ganze Angelegenheit «ein tristes Kapitel». Es sei nie im Interesse von YB gewesen, die Sache in der Öffentlichkeit auszutragen – und die traurige Debatte, die mit Lügen und Gegenlügen ein schlechtes Licht auf den bezahlten Fussball werfe, habe «erstaunliche Parallelen zur Spuckaffäre im Fussballverband». Die Debatte in der Öffentlichkeit sei aber nur ein Nebenschauplatz: Das Problem sei doch, dass im Fussball solch dubiose Geschäfte und Machenschaften überhaupt existierten.

Im Übrigen spricht Jauch nicht von einer «Affäre Bickel», sondern von einer «Affäre Fischer/Bickel». In der Vereinbarung vom Dezember 2002 sei von beiden ehemaligen Funktionären explizit schriftlich festgehalten worden, man habe den Vertrag mit Peter Bozzetti nicht unterzeichnet. (Was – notariell beglaubigt – nicht stimmt.)

War dieser Vertrag gültig?

Nun stellt sich die Frage, ob die Unterschriften von Fischer und Bickel überhaupt gültig waren. Bei YB geht man davon aus, dass Fischer und Bickel damals, am 22. November 2002, die Berechtigung gar nicht besassen, einen YB-Vertrag zu unterzeichnen. Jauch: «Fischer hatte keine Allein-Unterschrift, sondern war nur zusammen mit einem anderen Vorstandsmitglied unterschriftsberechtigt, und Bickel war überhaupt nicht mehr unterschriftsberechtigt.» Allerdings räumt auch Peter Jauch ein, dass diese interne Regelung «Dritten möglicherweise nicht bekannt» war. Somit wäre die mit Bozzetti abgeschlossene Vereinbarung eben doch rechtsgültig.

Wie also weiter? Für die YB-Verantwortlichen ist vorerst einmal Funkstille angeordnet: Man wolle in das Verfahren nicht eingreifen und die Juristen arbeiten lassen.

Dass die Berner aber mit Bozzetti Soccer eine einvernehmliche Lösung anstreben möchten, liegt auf der Hand: Nach wie vor arbeiten sie mit Spielervermittler Peter Bozzetti zusammen – zuletzt bei den Transfers von Gabriel Urdaneta und Fernando Carreño. Klar, dass gute Beziehungen zu den Young Boys auch im Interesse des Spieleragenten liegen. Das neue Stadion lockt . . . (cb)



EXTRA

Rund 12 000 Fans zu erwarten

Trotz TV-Direktübertragung (ab 20.15 Uhr auf SF DRS 2) werden die Young Boys heute Abend im Zürcher Hardturm vor einer ansehnlichen Kulisse spielen können: Im Vorverkauf (der im «ticketcorner» heute weitergeführt wird) sind bisher 7500 Karten abgesetzt worden. Deshalb gehen die Verantwortlichen von einer Zuschauerzahl von rund 12 000 aus.

Freie Plätze gibts nicht nur im Hardturmstadion, sondern auch im Extrazug, der Bern um 17.30 Uhr (ab Burgdorf 17.44) verlässt und Zürich-Altstätten um 18.58 Uhr erreicht. Die Rückfahrt ab Zürich-Altstätten ist um 22.58 Uhr (Ankunft um 0.09 Uhr) vorgesehen. Der Preis beträgt 30 Franken, allerdings nur für Besitzer einer gültigen Eintrittskarte und mit Reservation.

Die Young Boys trainierten gestern am späteren Nachmittag im Hardturmstadion und dislozierten anschliessend zwecks letzter Vorbereitung in die Hostellerie Geroldswil. (cb)

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Blick, 28.7.2004

CL-Qualifikation, 2. Runde
Zaugg: «Wir wollen weiter träumen»


ZÜRICH – Heute Abend trifft YB in der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League auf Roter Stern Belgrad. Schaffens die Berner in Runde 3?

In den vergangenen elf Jahren hatten Aarau, Servette, GC, Sion, St. Gallen, Lugano und Basel von der Königsklasse und den damit verbundenen Millionen-Einnahmen geträumt. Wahr wurde der Traum aber nur für GC (1995 und 1996) und den FC Basel (2002). Beide Male hatte der Trainer einen Namen: Christian Gross.
Dieses Jahr dürfen gleich zwei Schweizer Klubs auf den Einzug in die Champions League hoffen. Im Gegensatz zu Meister Basel muss der Super-League-Zweite Young Boys bereits in der zweiten Qualifikationsrunde ins Geschehen eingreifen. Scheitern die Berner, ist die Europacupsaison für sie bereits zu Ende.

Gegner ist im Hinspiel am Mittwoch im Zürcher Hardturm (20.15 Uhr, live SF2) der traditionsreiche Verein Roter Stern Belgrad, der in Serbien und Montenegro überlegen das Double geholt hat. Der 23-fache jugoslawische Meister gewann 1991 den Meister- und den Weltcup.

Die gegenwärtige Lage ist allerdings weniger glanzvoll, denn Roter Stern verliert seine besten Akteure immer wieder an ausländische Klubs. Diesen Sommer kehrten Mladenovic (Glasgow Rangers), Captain Vidic (Spartak Moskau) und Vitakic (Lille) ihrem Klub den Rücken. Zudem verliess Coach Slavoljub Muslin das Team im Streit und wurde durch Ljupko Petrovic (57) ersetzt, der den Klub 1991 zum bisher grössten Triumph geführt hat.

YB-Coach Bidu Zaugg: «Roter Stern ist eine defensiv solide, technisch versierte und disziplinierte Equipe.» Ein Vorteil für die Berner: In Serbien und Montenegro ruht der Meisterschaftsbetrieb noch, weshalb sich das Team lediglich mit Testspielen auf die heutige Begegnung vorbereiten konnte.

«Jeder muss auf seinem Topniveau agieren, um die erste Hürde zu nehmen», fordert Zaugg. Er ist überzeugt, dass seine Mannschaft fähig ist, die Serben zu eliminieren. «Der Champions-League-Traum darf nicht schon nach zwei Spielen zu Ende sein. Wir wollen weiter träumen können.»

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Tja Radio Energie hat gerade gemeldet dass am Haputbahnof die Fans eneinander geraten sind ...und es grosse Auschreitungen gebe ...

Toll :oops: :roll:


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. Juli 2004, 01:19 
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Schad gsi , aber mir packes in Belgrad ! :twisted:


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