Holt YB Latour für Andermatt?
VON FRANÇOIS SCHMID UND PETER PFLUGSHAUPT
13.04.2007 | 01:26:38
BERN – Die einen flüstern es unter den Lauben. Die anderen dementieren so resolut, dass es schon wieder verdächtig ist. Hanspeter Latour (59) soll nächste Saison bei YB wieder Leben in die Bude bringen.
YB ist auch in der zweiten Saison im neuen Tempel keinen Schritt weiter als zuvor im Neufeld. Blamables Aus im Cup-Viertelfinal gegen Wil. Und in der Super League ist der Meisterzug abgefahren.
Ausserdem ist das schmucke Stade de Suisse im Schnitt nur zur Hälfte gefüllt. Das schmerzt die Bürogeneräle am YB-Schaltpult stärker als die verpassten Trophäen.
Es verwundert deshalb nicht, dass Trainer Martin Andermatt (45) immer häufiger in Frage gestellt wird.
Der Zuger hat den grossen Fehler begangen, dass er zu viel an sich gerissen hat. Andermatt ist Sportchef und Trainer in Personalunion und deshalb auf vielen Ebenen angreifbar.
Wollten die YB-Bosse einen Sportchef installieren, um Andermatt aus der Schusslinie zu nehmen? «Wir haben nie über einen Sportchef diskutiert», behauptet Verwaltungsrats-Mitglied Stefan Niedermaier. Gerüchteweise heisst es aber, dass sich Andermatt gegen die Einsetzung eines Sportchefs gewehrt hätte.
Vielleicht wird ja Andermatt bald den Trainingsplatz gegen den Bürotisch eintauschen. Niedermaier: «Es ist nicht abwegig, dass Andermatt mal Sportchef wird. Doch der Zeitpunkt ist völlig offen. Wir wollen Andermatt weiterentwickeln. Doch er braucht noch Zeit. Denn eine Beförderung hängt auch mit dem Erfolg zusammen.»
Gut möglich, dass Andermatt schon im Sommer rochiert. Denn das Gerücht, dass Ex-Köln-Trainer Latour YB in der nächsten Saison trainieren soll, ist so hartnäckig wie die Smog-Glocke über Athen.
Niedermaier: «Latour ist überhaupt kein Thema. Denn Andermatt sitzt absolut fest im Sattel. Die Leute, die dieses Gerücht verbreiten, wollen nur für Unruhe sorgen.»
Oje! Es gibt bessere Rezepte, ein Gerücht aus der Welt zu schaffen, als eine Verschwörungstheorie aufzustellen.
Latour hat letzten Herbst eine Anfrage von YB ausgeschlagen. Denn er wollte zu jenem Zeitpunkt «seine Zelte in Köln nicht abbrechen».
Heute würde er wohl nicht mehr zweimal überlegen. Er sagte: «Im Moment weiss ich nichts Konkretes über ein Interesse von YB.» Aber gehört hat er bestimmt schon davon!
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Am Blick chunnt einisch meh nüt bessers i sinn aus polemik zmachä, i ha die ganze trainerdiskussionä langsam satt. Jetz muesme ändlech mau amnä trainer zyt gäh öppis ufzbouä

Eidütig Pro Andermatt !