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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. September 2023, 16:04 
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Gegen Xamax

Von Ballmoos für Cup zurück im YB-Tor – Stammkeeper bleibt Racioppi

YB-Goalie David von Ballmoos kehrt nach einer langen Verletzungspause zurück in die erste Mannschaft. Trainer Raphael Wicky will den Topgoalie im Cupspiel gegen Xamax am Freitag einsetzen. Stammkeeper bleibt allerdings Anthony Racioppi.

Wegen einer Knieverletzung musste David von Ballmoos monatelang aussetzen. Doch der Topgoalie habe sich zurückgekämpft, wie der BSC YB in einer Medienmitteillung schreibt. Bei einigen Einsätzen für die zweite Mannschaft habe er bewiesen, dass man wieder auf ihn zählen könne. Nun gibt er auch in der ersten Mannschaft sein Comeback: Trainer Raphael Wicky will von Ballmoos im Cupspiel gegen Xamax aufs Feld schicken. Die Auswärtspartie findet diesen Freitag statt.

Anthony Racioppi, der sich als Stammkeeper äusserst positiv entwickelt habe, werde danach wieder im YB-Tor stehen, während Marvin Keller bis Ende Saison an den FC Winterthur ausgeliehen wird.

«Konkurrenzkampf auf hohem Niveau»: Racioppi und von Ballmoos kämpfen um Einsatzzeiten

Auch YB-Sportchef Steve von Bergen sagt zur Rückkehr des starken Goalies: «Und nun sind wir vor allem froh, dass David von Ballmoos wieder gesund und einsatzfähig ist. Er ist eine YB-Identifikationsfigur und tut unserer Mannschaft sehr gut.»

Man müsse gleichzeitig berücksichtigen, dass sich Anthony Racioppi hervorragend entwickelt habe und für das Team stets ein grosser Rückhalt gewesen sei, so von Bergen. «Er hat es mit seinen konstant starken Leistungen verdient, weiterhin im Tor zu stehen.» Dies entspreche dem Leistungsprinzip, das man bei YB auf allen Positionen pflegen wolle; jeder müsse sich für Einsatzzeiten aufdrängen. «Racioppi und von Ballmoos werden sich einen Konkurrenzkampf auf hohem Niveau liefern und sich gegenseitig pushen.»


https://www.baerntoday.ch/sport/fussbal ... -153514032

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. September 2023, 16:06 
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Goalie-Beben bei YB

Von Ballmoos als Stammkeeper abgesetzt, Racioppi neue Nummer 1

Bei den Young Boys herrscht auf der Goalie-Position eine neue Hierarchie. Anthony Racioppi löst David von Ballmoos als Nummer 1 ab. Marvin Keller wechselt leihweise zu Winterthur.

In der verletzungsbedingten Abwesenheit von David von Ballmoos vermochte Anthony Racioppi im YB-Tor zu überzeugen. Nun wurde der 24-Jährige gar erstmals zur A-Nati berufen. Auch nach der Rückkehr von David von Ballmoos, der zuletzt in der U21 der Young Boys wieder Spielpraxis sammelte, wird Racioppi zwischen den Pfosten bleiben. Das teilen die Berner auf ihrer Webseite mit.

«David von Ballmoos hat sich nach seiner Knieverletzung und monatelanger Wettkampfpause zurückgekämpft und bei den Einsätzen in der zweiten Mannschaft bewiesen, dass man wieder auf ihn zählen kann», schreibt YB in einer Mitteilung.

Deshalb habe Trainer Raphael Wicky entschieden, dass von Ballmoos am Freitag beim Cupspiel der zweiten Runde auswärts gegen Xamax spielen wird. «Danach aber wird Anthony Racioppi, der in dieser Woche erstmals für die Schweizer Nationalmannschaft aufgeboten worden ist, wieder im YB-Tor stehen.»

YB-Sportchef Steve von Bergen wird wie folgt zitiert: «Wir sind froh, dass David von Ballmoos wieder gesund und einsatzfähig ist. Er ist eine YB-Identifikationsfigur und tut unserer Mannschaft sehr gut. Gleichzeitig muss man berücksichtigen, dass sich Anthony Racioppi hervorragend entwickelt hat und für das Team stets ein grosser Rückhalt gewesen ist. Er hat es mit seinen konstant starken Leistungen verdient, weiterhin im Tor zu stehen.»

Keller leihweise zu Winterthur

Die Berner teilen ausserdem mit, dass der dritte Goalie, Marvin Keller, leihweise mit einem Vertrag bis Ende Saison an den FC Winterthur abgegeben wird, «damit er vermehrt zu Spielpraxis kommen wird». Winti reagiert damit auf den überraschenden Rücktritt des erst 23-jährigen Keepers Jozef Pukaj.


https://www.bluewin.ch/de/sport/super-l ... 85559.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. September 2023, 16:10 
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YB: Racioppi hat von Ballmoos verdrängt – Keller leihweise zu Winti

Meister YB gibt bekannt, dass Anthony Racioppi bei YB auch nach der Rückkehr von David von Ballmoos die Nummer 1 im Tor bleiben wird.

Das Wichtigste in Kürze

- Anthony Racioppi hat David von Ballmoos im YB-Tor offenbar verdrängt.
- «Das entspricht dem Leistungsprinzip», meint Sportchef Steve von Bergen.
- Derweil wird Goalie-Talent Marvin Keller an den FC Winterthur verliehen.

Seit der Verletzung von David von Ballmoos im November letzten Jahres steht Anthony Racioppi bei YB zwischen den Pfosten. Und der 24-jährige Genfer überzeugt mit stets starken Leistungen. So sehr, dass er erstmals für die Schweizer Nati aufgeboten wurde.

Diese Konstanz wird auch Club-intern belohnt. Wie die Berner am Mittwoch bekannt geben, bleibt Racioppi die Nummer 1. Trotz der Tatsache, dass von Ballmoos wieder einsatzfähig ist. Dieser kommt vorerst nur im Cup zum Einsatz, heisst es.

Von Bergen: «Entspricht dem Leistungsprinzip»

Sportchef Steve von Bergen meint: «Wir sind sehr zufrieden mit den Leistungen, die unsere Goalies in der Vergangenheit gezeigt haben. Und nun sind wir vor allem froh, dass David von Ballmoos wieder gesund und einsatzfähig ist.» Er tue der Mannschaft sehr gut und sei eine YB-Identifikationsfigur.

«Gleichzeitig muss man berücksichtigen, dass sich Anthony Racioppi hervorragend entwickelt hat. Und er ist für das Team stets ein grosser Rückhalt gewesen», so von Bergen weiter. «Er hat es mit seinen konstant starken Leistungen verdient, weiterhin im Tor zu stehen. Das entspricht dem Leistungsprinzip, das wir bei YB auf allen Positionen pflegen wollen.»

Keller von YB nach Winterthur verliehen

Im gleichen Zug gibt der Meister bekannt, dass Marvin Keller leihweise bis Ende Saison zum FC Winterthur wechselt.

Beim Liga-Konkurrent soll das 21-jährige Goalie-Talent vermehrt zum Einsatz kommen. Er stiess erst im Februar vom FC Wil in die Bundesstadt.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ra ... i-66599421

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. September 2023, 16:15 
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Paukenschlag beim Meister

Racioppi ist die neue Nummer 1 bei YB – obwohl von Ballmoos wieder fit ist

Meister YB setzt das Goalie-Karussell in Gang: Anthony Racioppi verdrängt David von Ballmoos aus dem Tor, Marvin Keller geht nach Winterthur – und dürfte dort bald im Tor stehen.

Neue Goalie-Hierarchie beim Ligakrösus: Fünffach-Meister David von Ballmoos (28) muss auf die YB-Ersatzbank – obwohl er wieder fit ist.

Heisst: Anthony Racioppi (24) hat die YB-Identifikationsfigur verdrängt. Von Ballmoos stand zuletzt dreimal für die U21 von YB im Einsatz. Jetzt wird er zum Cup-Goalie und soll am Freitag gegen Xamax zwischen den Pfosten stehen. Racioppi, zuletzt für den leicht angeschlagenen Gregor Kobel (25) in der Nationalmannschaft nachnominiert, kehrt danach in der Meisterschaft und Champions League ins Tor zurück.

Das ist ein Paukenschlag. Noch im Frühjahr hatte YB-Sportchef Steve von Bergen keine Zweifel daran gelassen, dass von Ballmoos gesetzt ist. «Er ist die Nummer eins», sagte er damals zu Blick. Wenn er nach seiner Knieverletzung wieder fit sei, spiele der Emmentaler auch.

Sportchef von Bergen macht eine Rolle rückwärts

Nun also die Kehrtwende. «Wir sind sehr zufrieden mit den Leistungen, die unsere Goalies in der Vergangenheit gezeigt haben», sagt von Bergen. «Und nun sind wir vor allem froh, dass David von Ballmoos wieder gesund und einsatzfähig ist. Er ist eine YB-Identifikationsfigur und tut unserer Mannschaft sehr gut. Gleichzeitig muss man berücksichtigen, dass sich Anthony Racioppi hervorragend entwickelt hat und für das Team stets ein grosser Rückhalt gewesen ist. Er hat es mit seinen konstant starken Leistungen verdient, weiterhin im Tor zu stehen.»

Das entspreche dem Leistungsprinzip, das man bei YB auf allen Positionen pflegen wolle. «Jeder muss sich für Einsatzzeiten aufdrängen. Racioppi und von Ballmoos werden sich einen Konkurrenzkampf auf hohem Niveau liefern und sich gegenseitig pushen.» Heisst auch: Von Ballmoos kann sich wieder herankämpfen. Aber zunächst einmal verliert er den Posten an den jüngeren Konkurrenten, der in den letzten Monaten geglänzt hat und der in der vergangenen Saison zum Meistergoalie wurde.

Für Stress sorgen sollte das unter den YB-Goalies nicht. «Es mag zwar ungewöhnlich sein, aber wir Goalies verstehen uns untereinander supergut!», sagte Racioppi im August zu Blick, als er noch damit rechnen musste, wieder ins zweite Glied zurückversetzt zu werden. «Wir unternehmen auch neben dem Feld Dinge, gehen gemeinsam essen und so.»

Marvin Keller spielt neu für Winterthur

Und dann gibt es noch eine weitere Goalie-Nachricht aus Bern: U21-Nati-Goalie Marvin Keller (21) wird von YB nach Winterthur ausgeliehen. Er dürfte dort schon bald den bisherigen Stammgoalie Markus Kuster (29) bedrängen.

Winterthur hatte auf der Keeper-Position Handlungsbedarf, nachdem Ersatzmann Jozef Pukaj (23) seine Karriere per sofort beendete. «Für Marvin Keller ist es ein guter Schritt, seine Entwicklung temporär bei Winterthur fortzusetzen», sagt von Bergen über das Talent, das im Mai im Cupfinal gegen Lugano im YB-Tor stand.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 38057.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. September 2023, 16:22 
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Zum Goalie-Beben bei YB

Von Ballmoos zu degradieren, ist die richtige Entscheidung

Dass die Young Boys David von Ballmoos als Nummer 1 absägen, mag der eigenen Ansage widersprechen. Dabei ist es nur vernünftig, schreibt Fussball-Reporter Alain Kunz.

Zwei Zitate. Steve von Bergen, YB-Sportchef, im Blick, März 2023: «Wenn David von Ballmoos wieder fit ist, kehrt er ins YB-Tor zurück. Er ist die Nummer eins. Das ist diskussionslos.»

Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, 50er-Jahre: «Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.»

Und nun, September 2023. Da ist YB-Goalie von Ballmoos wieder fit – und er kehrt nicht ins Tor zurück. Das zeichnete sich seit ein paar Wochen ab und war YB ein bisschen peinlich, weshalb der Klub das damals autorisierte Wort «diskussionslos» bei einer Goalie-Story vom 22. August strich.

Doch warum eigentlich? Sport ist schnelllebig. Jeder Tag bringt neue Fakten. Neue Grundlagen für Entscheidungen. Und da heisst es doch, sich diesen anzupassen. Auch wenn das «Geschwätz» von damals halt ad absurdum geführt wird. Völlig egal. YB reagiert auf die neuen Fakten professionell. Und die heissen: Anthony Racioppi hat derart stark gehalten, dass es schlicht unmöglich ist, ihn aus dem Tor zu nehmen.

Das ist bitter für von Ballmoos, ganz bitter. Schon mögliche Auslandtransfers sind wegen seiner Verletzungen geplatzt. Den Nationalmannschaftsplatz hat er verloren. Nun hat Racioppi auch diesen geerbt. Das Leistungsprinzip ist erbarmungslos und kennt keine Sentimentalitäten. Nicht mal gegenüber einer Klublegende wie von Ballmoos.

Und, ja. Der Geschwätz-Teil des adenauerschen Zitats ist nicht bis ins letzte Detail belegt. Jener schon: «Es kann mich doch niemand daran hindern, jeden Tag klüger zu werden.» Genauso verfährt YB.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 38845.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Freitag 15. September 2023, 15:22 
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YB – Steve von Bergen: «Gab Angebote für Nsame, er wollte bleiben»

Jean-Pierre Nsame ist trotz Jokerrolle immer noch bei bei YB. Der 30-Jährige hat sich laut Sportchef Steve von Bergen für einen Verbleib entschieden.

Das Wichtigste in Kürze

- Bei YB ist man froh, hat Jean-Pierre Nsame den Verein im Sommer nicht gewechselt.
- Laut Sportchef von Bergen lagen Angebote für den Stürmer vor.
- Nicht nur im Sturm hat Raphael Wicky heute (19.30 Uhr) im Cup gegen Xamax viel Auswahl.

Raphael Wicky hat bei Meister YB das, was man gemeinhin als «Luxusprobleme» bezeichnen darf: Der Trainer hat eine unglaubliche Auswahl an Spielern, doch nur elf dürfen gleichzeitig ran. Das gilt auch für das heutige Cupspiel bei Neuchâtel Xamax.

Die Entscheidung auf der Torhüterposition wurde bereits kommuniziert: David von Ballmoos wird sein Comeback nach langer Verletzungspause feiern. Doch ansonsten wird er vorderhand von Anthony Racioppi als Nummer 1 abgelöst.

«Er war enttäuscht. Als verletzter Spieler setzt du dir immer Ziele», erklärt Sportchef Steve von Bergen der «Berner Zeitung». «Aber er ist eine Kämpfernatur, er wird alles unternehmen, um wieder im Tor zu stehen.»

Doch nicht nur im Tor haben Trainer Wicky und sein Staff die Qual der Wahl. Das Gedränge ist beispielsweise auch im Angriff gross, mit Neuzugang Ebrima Colley wird es sogar noch grösser. Fünf Stürmer stehen bei YB im Kader, darunter mit Itten, Ganvoula und Nsame gleich drei klassische Mittelstürmer.

Colley wurde aber nicht verpflichtet, um einen möglichen Abgang von Jean-Pierre Nsame zu kompensieren. «Er ist vielseitig einsetzbar, schnell und agil», so von Bergen. Sein Job sei es, dem Trainer verschiedene Profile zur Verfügung zu stellen.

Doch der Sportchef bestätigt, dass es Offerten für Torschützenkönig Nsame gegeben habe. «Es sind am Ende der Transferperiode Angebote eingegangen», so von Bergen bei der «Berner Zeitung». «Er hat sich aber entschieden, bei uns zu bleiben. Wir sind froh, ist er noch bei uns.»
Nsame-Entscheidung offen, Garcia-Gespräche nahen

Noch ist aber nicht sicher, ob Nsames Vertrag verlängert wird. Das Arbeitspapier des 30-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus. «Die Zeit drängt nicht», so von Bergen. Es verhalte sich da ähnlich wie im vergangenen Jahr bei Fabian Lustenberger.

Dafür wolle man bei Aussenverteidiger Ulisses Garcia (27) demnächst das Gespräch suchen. Dessen Vertrag läuft ebenfalls aus – ihn möchte man an Bord halten.

Vorerst geht es bei YB aber um die «Mission Titelverteidigung» im Cup. Anpfiff auf der Neuenburger Maladière gegen Xamax ist heute Freitag um 19.30 Uhr.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-st ... n-66601542

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Sonntag 17. September 2023, 00:23 
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YB-Sportchef Steve von Bergen

«Ich kann Ihnen versichern: von Ballmoos fühlt sich nicht veräppelt»

Der 40-Jährige verteidigt den Entscheid, Racioppi dem wieder genesenen von Ballmoos vorzuziehen. Und sagt, mit welchem Spieler er unbedingt verlängern will.

Steve von Bergen, wäre ich David von Ballmoos, würde ich mich veräppelt fühlen.

Warum?

Die Devise bei YB hiess, sofern von Ballmoos fit ist, sei er die Nummer 1. Jetzt ist er fit – und wird doch zum Ersatz von Anthony Racioppi degradiert.

Wir sind sehr froh, ist von Ballmoos zurück im Team. Er ist eine Stütze, eine Identifikationsfigur und mit seinen Erfolgen schon jetzt eine Clublegende. Aber er spielte in der Super League letztmals im November 2022. Derweil hat Racioppi den Job hervorragend gemacht. Ich habe mit von Ballmoos gesprochen. Ich kann Ihnen versichern: Er fühlt sich nicht veräppelt.

Wie fühlt er sich dann?

Er weiss, dass Racioppi starke Leistungen gezeigt hat. Und dass er nach zehn Monaten Zeit benötigt, konstant sein Topniveau zu erreichen.

«Es wäre gegenüber Racioppi nicht fair gewesen, ihn nun wieder aus dem Tor zu nehmen.»

Warum haben Sie die Hierarchie stets so klar festgelegt?

Die entsprechende Aussage machte ich letzten Winter, als Racioppi noch nicht das Standing hatte wie jetzt und wir alle davon ausgingen, dass von Ballmoos nicht so lange ausfallen wird.

Mit Verlaub, Sie und beispielsweise auch Trainer Raphael Wicky bekräftigen diese Rangordnung seither mehrmals – auch kürzlich wieder.

Bei uns zählt das Leistungsprinzip. Wir wollen auf jeder Position Konkurrenzkampf. Von Ballmoos war bis zu seiner Verletzung die klare Nummer 1, er hatte seine Sache herausragend gemacht, Racioppi musste hinter ihm anstehen, obwohl er U-21-Nationalgoalie war und in Frankreich gespielt hatte. Nun haben sich die Vorzeichen verändert. Es wäre gegenüber Racioppi, der in dieser Woche erstmals für die Nationalmannschaft aufgeboten worden ist, nicht fair gewesen, ihn nun wieder aus dem Tor zu nehmen.

Von Ballmoos wird keine Freude gehabt haben.

Er war enttäuscht. Als verletzter Spieler setzt du dir immer Ziele. Du willst so schnell wie möglich auf den Platz zurückkehren, darauf arbeitete er nun lange hart hin und kehrte deshalb am Ende erstaunlich schnell zurück. Nun muss er sich vorerst gedulden. Aber er ist eine Kämpfernatur. Er wird alles unternehmen, um wieder im Tor zu stehen.

Racioppi wurde zuletzt fürs Schweizer Nationalteam nachnominiert, Marvin Keller wird von den Verantwortlichen des Nationalteams als grosses Talent angesehen. Ist es möglich, dass von Ballmoos gar nie mehr die Nummer 1 bei YB sein wird?

Wir haben drei Topgoalies unter Vertrag, darüber sind wir sehr froh. Keller hat sich ausgezeichnet entwickelt und soll nun in Winterthur Spielpraxis sammeln. Aber wer weiss schon, was in zwei, drei Monaten ist. Als wir Keller im Winter verpflichteten, konnten wir nicht ahnen, dass von Ballmoos so lange ausfallen würde. Und plötzlich spielte Keller im Cupfinal, weil sich auch noch Racioppi verletzte, und war massgeblich am Titelgewinn beteiligt.

Was wollen Sie damit sagen?

Dass im Fussball innert kurzer Zeit enorm viel passieren kann. Das zeigt ja gerade auch die Situation unserer Goalies. Wir wollen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Alle Goalies haben langfristige Verträge. Spätestens wenn Keller nächsten Sommer zurückkehrt, hat YB einen Torhüter zu viel. Einverstanden?

Sie reden von einem Szenario, das frühestens nächsten Juni eintrifft. Da lässt sich beim besten Willen nicht abschätzen, wie die Lage dann konkret sein wird.

Auch im Angriff ist YB breit besetzt. Mit dem kürzlich verpflichteten Ebrima Colley stehen fünf Stürmer unter Vertrag – Joël Monteiro nicht eingerechnet. Warum haben Sie Colley überhaupt geholt?

Er ist vielseitig einsetzbar, schnell und agil. Mein Job als Sportchef ist es, dem Trainer verschiedene Profile zur Verfügung zu stellen. Als sich die Möglichkeit bot, Colley von Atalanta Bergamo zu verpflichten, wollten wir uns diese nicht entgehen lassen. Von nun an bis Ende Jahr werden wir mit Ausnahme der Länderspielpausen nur noch englische Wochen bestreiten.

illieron (Keystone)

Alle Goalies haben langfristige Verträge. Spätestens wenn Keller nächsten Sommer zurückkehrt, hat YB einen Torhüter zu viel. Einverstanden?

Sie reden von einem Szenario, das frühestens nächsten Juni eintrifft. Da lässt sich beim besten Willen nicht abschätzen, wie die Lage dann konkret sein wird.

Auch im Angriff ist YB breit besetzt. Mit dem kürzlich verpflichteten Ebrima Colley stehen fünf Stürmer unter Vertrag – Joël Monteiro nicht eingerechnet. Warum haben Sie Colley überhaupt geholt?

Er ist vielseitig einsetzbar, schnell und agil. Mein Job als Sportchef ist es, dem Trainer verschiedene Profile zur Verfügung zu stellen. Als sich die Möglichkeit bot, Colley von Atalanta Bergamo zu verpflichten, wollten wir uns diese nicht entgehen lassen. Von nun an bis Ende Jahr werden wir mit Ausnahme der Länderspielpausen nur noch englische Wochen bestreiten.

Dann wurde Colley nicht geholt, weil YB mit einem Abgang von Nsame rechnete?

Colley ist ein ganz anderer Stürmertyp.

Aber mit Cedric Itten und Silvere Ganvoula hat YB neben Nsame zwei grosse und kräftige Angreifer unter Vertrag.

Aber wir holten Colley nicht deshalb. Es stimmt jedoch, dass für Nsame am Ende der Transferperiode Angebote eingegangen sind, er sich aber entschieden hat, bei uns zu bleiben. Wir sind froh, ist er noch bei uns.

Welche Clubs wollten Nsame verpflichten?

Das müssen Sie ihn fragen.

Welche Rolle spielte bei der Kaderplanung der Afrika-Cup, der im Januar und Februar stattfinden wird?

Diesen Aspekt berücksichtigen wir natürlich. Camara (Guinea), Colley (Gambia) und Elia (DR Kongo) werden mit ihren Nationalteams am Turnier teilnehmen, womöglich schaffen auch Chaiwa (Sambia) und Janko (Gambia) den Sprung ins jeweilige Kader. Für uns ist es enorm wichtig, auch in dieser Phase ein breit besetztes Team zu haben.

«Bei den Vertragsverhandlungen mit Nsame drängt die Zeit nicht.»

Nsames Vertrag läuft nächsten Sommer aus, jener von Linksverteidiger Ulisses Garcia ebenfalls. YB droht die beiden ablösefrei zu verlieren. Wie laufen die Verhandlungen?

Bei Nsame verhält es sich ähnlich wie in der vergangenen Saison bei Fabian Lustenberger: Die Zeit drängt nicht. Garcia ist hingegen ein anderer Fall.

Inwiefern?

Er ist jünger. Wir werden demnächst Gespräche führen. Er will zurück ins Nationalteam und mit der Schweiz die Europameisterschaft 2024 in Deutschland bestreiten. Er sieht bei YB gute Voraussetzungen, sich dafür in Position zu bringen. Unser Ziel ist es, dass er nicht mit einem auslaufenden Vertrag an die EM reist.

Am Freitag gastiert YB im Cup bei Ihrem Herzensclub Xamax …

… mein Herzensclub ist YB. Natürlich: Ich bin in Neuenburg aufgewachsen, spielte bis 2003 für Xamax und wohne immer noch in der Stadt. Wenn ich jeweils an der Maladière vorbeifahre, weckt das schöne Erinnerungen. Aber mein Verein ist YB – und das seit zehn Jahren.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-sportch ... 3281567365

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 Beitrag Verfasst: Montag 18. September 2023, 22:20 
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YB nimmt mit der Champions League mehr ein als die meisten Super-League-Klubs in einem ganzen Jahr

Mit den Spielen gegen Leipzig (Dienstag, 18 Uhr 45), Manchester City und Roter Stern Belgrad geht über den Bernern ein Geldregen nieder. Davon profitiert auch die Schweizer Liga. Über Solidaritätszahlungen wird sie mit einigen Millionen beglückt – nur dank YB.

Bessere internationale Leistungen der Schweizer Klubs Basel und YB, aber auch der Ausschluss Russlands aus dem Europacup und die Ungewissheit im ukrainischen Fussball haben die Schweizer Liga dem Europacup wieder nähergebracht. Sie hat im Uefa-Ranking den 12. Rang zu verteidigen, knapp hinter ihr lauern Serbien, Dänemark und Norwegen. Je weiter vorne ein Land platziert ist, desto weniger Qualifikationsrunden im Europacup müssen seine Klubs überstehen.

«Wir dürfen nie vergessen, woher wir kommen», sagt der YB-CEO Wanja Greuel. Die Berner haben sich zum dritten Mal für die Champions League qualifiziert und treffen dort zum Start im ausverkauften Wankdorf-Stadion auf den Bundesligisten Leipzig. Das steigert ihre Bekanntheit, bietet den Spielern ein Schaufenster und wird am Ende brutto zu ungefähr 30 Millionen Schweizerfranken Zusatzeinnahmen führen – der Erlös aus dem Ticketverkauf nicht mitgerechnet.

YB hat Erfahrung im Geldregen

Nur drei Schweizer Klubs hatten 2022 einen grösseren Jahresertrag: YB, Basel und knapp St. Gallen. Andere erwirtschaften pro Jahr nicht annähernd so viel wie YB nur in der Königsklasse. Dieser Ausschlag nach oben ist nicht einfach zu meistern. Doch YB hat sich Wissen angeeignet und wird Geld zurückstellen. YB ist das, was der FC Basel früher war. Das ist mit Blick nach Basel Warnung genug. Es gehe für YB nicht nur um heute und morgen, sondern auch um übermorgen, sagt Greuel.

Die Jahreseinnahmen des FC Winterthur und von GC umfassen ungefähr einen Drittel des Champions-League-Reibachs von YB. Die Aufsteiger Yverdon-Sport und FC Stade Lausanne-Ouchy haben noch weniger. Nicht berücksichtigt bei diesen Zahlen sind die getätigten Spielertransfers.

Solche Diskrepanzen münden früher oder später in die Frage, ob YB nicht zu sehr in einer eigenen Welt unterwegs ist und ob nicht mehr Solidarität herrschen müsste – zugunsten des sportlichen Wettbewerbs. Fragen der Umverteilung werden in der Liga wiederholt diskutiert, aber ebenso wiederholt vom Tisch gewischt.

Wer soll was auf Kosten von wem erhalten?

Der Berner Krösus hat dazu eine «klare Haltung», wie Greuel zu verstehen gibt. Erstens würden in der Schweiz zum Beispiel die Fernsehgelder so solidarisch wie sonst fast nirgends verteilt. Zweitens investiere YB ins Team, um auch international kompetitiv genug zu sein. «Dabei übernehmen wir immer auch Risiken, die niemand mit uns teilt», sagt Greuel. Dazu kommt, dass auch das Personal mit Prämien am Erfolg beteiligt werden muss. Netto bleibt weit weniger als brutto.

Die Champions League bringt 3 Milliarden ein

Der europäische Spitzenfussball ist von exzessiver Gewinnmaximierung und von einem breit angelegten Subventionssystem geprägt. Da prallen Gegensätze aufeinander. Die Uefa holte 2021/22 mit den internationalen Klubwettbewerben 3,5 Milliarden Euro herein – vor allem dank den Fernsehrechten. Ungefähr 3 Milliarden steuert die Champions League bei, 500 Millionen oder einen Siebtel die Europa League und die Conference League zusammen.

Demgegenüber fliesst immerhin ein Viertel des an die Klubs ausgeschütteten Europacup-Geldes (auch) als Umverteilung in die Europa League und die Conference League. Die kleineren Klubs wollen ihren Anteil erhöhen, die Topklubs denselben verringern. Das schlagende Argument der grossen: Wir holen schliesslich das Geld herein.

2024 tritt der Europacup in die nächste Phase. Neu werden 36 statt 32 Teams die Königsklasse erreichen, zudem erfahren die Gruppenspiele einen neuen Modus mit 189 statt 125 Spielen. Schon jetzt lässt sich voraussagen, dass die Uefa die Einnahmen aus den Klubwettbewerben abermals steigern wird. Die Rede ist von 4, vielleicht sogar 4,5 Milliarden Euro Einnahmen.

Diese Aussichten haben zur Folge, dass die Uefa den Anteil der Solidaritätszahlungen an jene Klubs, die nicht an europäischen Gruppenspielen teilnehmen, leicht erhöhen wird. Qualifiziert sich ein Schweizer Klub für die Champions League, dürften künftig gegen 6 Millionen zu jenen Klubs der Super League fliessen, die nicht im Europacup dabei sind. Verpasst die Schweiz allerdings die Königsklasse, sind es nur 2 Millionen.

So gesehen zog YB auch für die Schweizer Liga in die Champions League ein. Gewinnen die Berner dort einen Match, sind ihnen zusätzlich 2,8 Millionen Leistungsprämien sicher. Das Remis gibt fast eine Million.

In Lugano und Genf begleichen die Mäzene weniger

Der Servette FC und der FC Lugano haben andere Summen vor Augen. Auch sie nehmen in der Europa League und in der drittklassigen Conference League Millionen ein, aber weit weniger als YB. Millionen, die ihre Mäzene, der Amerikaner Joe Mansueto in Lugano und die Rolex-Stiftung in Genf, weniger einschiessen müssen. Allein die Startgagen betragen 3,6 Millionen Euro in der Europa League und fast 3 Millionen in der Conference League. In der Königsklasse sind es dagegen über 15 Millionen.

Servette trifft am Donnerstag im Stade de Genève vor wahrscheinlich gegen 20 000 Personen auf Slavia Prag, Lugano spielt am gleichen Abend etwas später im Zürcher Letzigrund gegen Bodo/Glimt. In Lugano wird ein neues Stadion gebaut, deshalb die Reise nach Zürich. Mit einem Extrazug ab Chiasso samt Rückkehr am gleichen Abend und moderaten Eintrittspreisen versuchen die Tessiner im Exil ennet des Gotthards Volk anzulocken.

Einen Vorteil haben Servette und Lugano: Möglicherweise holen sie in ihren Wettbewerben gegen Sparta Prag, die AS Roma und Sheriff Tiraspol (Servette) sowie gegen Bodo/Glimt, Besiktas Istanbul und den FC Brügge (Lugano) mehr (Uefa-)Punkte als YB bei den Grossen gegen Leipzig, Manchester City und Roter Stern Belgrad.


https://www.nzz.ch/sport/yb-in-der-cham ... ld.1756683

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Dienstag 19. September 2023, 21:30 
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Goldene Jahre in der Champions League

Die Young Boys können bald mehr Sexappeal haben als der FC Basel

Die Berner profitieren von Abermillionen Followern. Experten schätzen, dass ihr Werbewert bis zu 20 Prozent wachsen könnte – und sie könnten bald den FC Basel ablösen.

Vor ein paar Monaten reiste Jon Andrea Schocher nach Baku, Aserbaidschan. Schocher lehrt Sportmanagement an der Fachhochschule Graubünden und gibt seine Expertise auch im Ausland weiter. In Baku hat er die Studenten und Studentinnen gefragt, welchen Fussballclub sie aus der Schweiz kennen. Die Antwort war, wie immer, wenn er diese Frage stellt: FC Basel.

Der einstige Serienmeister geniesst diese Bekanntheit auch, weil er letzte Saison in den Halbfinal der Conference League eingezogen ist. Vor allem aber strahlen die Basler, weil sie in ihren fetten Jahren regelmässig bei den ganz Grossen mitspielten: in der Champions League.

Schocher, der Dozent aus Graubünden und Fachmann für Sportsponsoring, sagt: «Es braucht mehrere Erfolgsjahre, bis ein solcher Effekt auf die Marke des Clubs spürbar wird. Aber wenn dieser Effekt einmal eingetreten ist, dann überdauert der Erfolg einer Marke eine gewisse Zeit.» Ein anderer Experte, der nicht zitiert werden möchte, sagt sinngemäss: «Der FC Basel steht noch immer in diesem Schaufenster, weil er von seinem Markenwert aus den vergangenen Jahren zehrt. Obwohl da gerade ein mittelprächtiges Desaster los ist.»

«Indem wir in der Champions League spielen, zahlen wir in die Marke YB ein.»
YB-CEO Wanja Greuel

Doch wen auch immer man aus der Marketing-Welt fragt, es tönt immer gleich: In ein paar Jahren werden die Young Boys der Schweizer Club sein, den die Menschen im Ausland kennen.

Hans-Willy Brockes, Gründer und Geschäftsführer des ESB Marketing Netzwerk, veranstaltet das Sportforum Schweiz, den grössten Sportbusinesskongress der Schweiz. Er sagt: «Wir werden in zehn, fünfzehn Jahren sehen, dass YB überproportional viele Fans hat. Das ist der Effekt, den diese goldenen 20er-Jahre auf die Marke YB haben werden.»

Eine Kinderspielfigur namens Fabian Rieder

Am Dienstag startet die Champions League 2023/24. Die Young Boys spielen nach 2018 und 2021 zum dritten Mal mit. Sie schöpfen mindestens 30 Millionen Euro aus den Prämientöpfen der Uefa ab. Zudem generieren sie mehr Sponsorengelder, weil gewisse Verträge an den internationalen Wettbewerb geknüpft sind. Wenn die Berner also in der Champions League spielen, zahlen einige Sponsoren mehr.

Der Hauptpartner von YB, das internationale Handelsunternehmen Plus500, sponsert die Berner auch wegen der Champions League. YB-CEO Wanja Greuel sagt es so: «Für unseren Hauptpartner bedeutet die Champions League sehr viel. Wenn wir nicht regelmässig europäisch spielen würden, wäre Plus500 wahrscheinlich nicht unser Hauptpartner.»

o della Valle (Keystone)

Der Vorteil für die Sponsoren entsteht durch einen Effekt, der wie mehrschichtiges Trittbrettfahren funktioniert: Plus500 heftet sich an die Marke Young Boys. Und die Young Boys heften sich an die Marke Champions League.

Die Berner erreichen mit ihrem Instagram-Profil 150’000 Menschen. Dank der Qualifikation für die Gruppenphase sahen auch 109 Millionen Instagram-Followerinnen des offiziellen Champions-League-Kanals das YB-Logo. Zudem präsentiert Manchester City seinen 49 Millionen Followern eine gelb-schwarze Kinderspielfigur, mit der die Engländer ihren Fans den Schweizer Gegner aus Topf 4 näherbrachten.

Als Modell diente Fabian Rieder, der am Tag des Posts in die Ligue 1 gewechselt hat. Völlig egal. Relevant für die Young Boys ist, dass sie international sichtbar sind.

Champions League steigert den Werbewert von YB zwischen zehn und zwanzig Prozent

Das Schweizer Sportmarketing-Unternehmen Infront hat anhand von Marktdaten berechnet, wie sich der Werbewert eines Hauptsponsorings verändert: Nimmt ein Club aus einer Topliga an der Champions-League-Gruppenphase teil, steigert sich der Werbewert für den Hauptsponsor um rund fünf Prozent. Kommt er bis in den Viertelfinal oder erreicht er den Final der Europa League, steigert er sich um etwa zehn Prozent.

Für einen Schweizer Club, schätzt Infront, dürfte sich die Wertsteigerung bei einer Champions-League-Teilnahme bei rund zehn Prozent bewegen. Schafft er es gar in die K.-o.-Phase, liegt der Wert bei rund zwanzig Prozent. Die Steigerung ist deswegen grösser als bei einem Club einer Topliga, weil ein Hauptsponsoring in der heimischen Super League einen tieferen Werbewert hat als eines in einer Topliga.

«Wenn ich zehn CEO eine E-Mail schrieb, dann antworteten neun von ihnen, und das oft positiv.»
Martin Blaser, heute CEO des FC Lugano, früher Vermarkter der Champions-League-Teilnehmer GC und FC Basel

Dass die Marke YB Teil der Champions League ist, kann den Bernern also helfen. An Matchtagen lassen sich damit jedoch kaum mehr Sponsoring-Einnahmen generieren. Denn die Werbeflächen auf dem Trikot sind begrenzt und die Uefa kleidet das Wankdorf komplett in das Gewand ihrer eigenen Geldgeber. Aber die Teilnahme wirkt sich positiv auf das Sponsoring-Geschäft der Zukunft aus. Das haben auch schon andere Schweizer Clubs erlebt.

Martin Blaser, heute CEO des FC Lugano, hat die Grasshoppers vermarktet, als diese in den 1990er-Jahren als erstes Schweizer Team in der Champions League spielten. Er sagt, dass sich dadurch automatisch Türen geöffnet hätten: «Heineken, bereits damals Champions-League-Sponsor, kam auf uns zu und investierte jährlich rund eine Viertelmillion Franken in die Grasshoppers. Das haben sie bei keinem anderen Club gemacht. Wir waren in der Schweiz eine Art Leuchtturm.»

Von 2013 bis 2016 arbeitete Blaser für den FC Basel und erlebte auch da die Strahlkraft der Marke eines Champions-League-Teilnehmers. Er sagt: «Vielleicht ist das Wort ‹Selbstläufer› falsch. Aber es war wirklich so: Wenn ich zehn CEO eine E-Mail schrieb, dann antworteten neun von ihnen, und das oft positiv. Erfolg, oder wie es Trainer Christian Gross immer sagte: ‹Silverware in den Händen halten›, das strahlt einfach Sexappeal aus.»

Greuel denkt an die Hunderternote des Weinhändlers

YB-CEO Wanja Greuel sagt: «Indem wir in der Champions League spielen, zahlen wir in die Marke YB ein. So sind die Türen zwar offener, aber einfach offen sind sie nicht. Die Sponsoring- und Vermarktungsarbeit bedeutet nach wie vor hartes Brot.»

Auch, weil sich die Zeiten geändert haben. Er schildert das an einem Beispiel: «Wenn ein Weinhändler früher 100 Franken für Werbung zur Verfügung hatte, dann investierte er 60 davon ins Fernsehen, 20 in die Zeitung, und mit den restlichen 20 Franken sponserte er den Fussballclub. Heute kann er auch sagen: Ich werbe für 100 Franken bei Google.»

Greuels Kraut gegen diese neue Welt ist ein Produkt, das Google nicht bieten kann: Vor zwei Jahren hat YB mit einem Tor in der 95. Minute Manchester United bezwungen. Greuel sagt dazu: «Was dort passiert ist, schafft nur der Fussball.»

Diese Momente verkauft YB, respektive die Möglichkeit, die Hoffnung, den Traum, einen solchen Moment zu erleben. Das macht die Hospitality-Pakete in Bern besonders attraktiv. Greuel spricht von 1700 VIPs, die sich die Spiele im Stadion anschauen. Und er sagt: «Es ist für unsere Partner deutlich einfacher, einen Top-CEO in ihre Loge zu bringen, wenn wir gegen Manchester City spielen, als wenn wir eine Super-League-Partie bestreiten.»

Sollten die Berner ihren VIPs, allen anderen Zuschauerinnen und letztlich der ganzen Fussballschweiz wieder solche Spiele bieten wie damals gegen Manchester United, dann verändert sich dereinst auch die Wahrnehmung ausserhalb der Schweiz.

Wenn dann Sponsoring-Fachmann Jon Andrea Schocher immer noch durch die Hörsäle der Welt tourt, stellt er vielleicht wieder seine Frage. Irgendwann dürfte er als Antwort Young Boys hören. Und nicht mehr FC Basel.


https://www.bernerzeitung.ch/goldene-ja ... 4798778335

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2023/2024
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 21. September 2023, 00:16 
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YB-CEO Greuel: Das passiert mit den Champions-League-Millionen

Die Young Boys starten gegen RB Leipzig zu ihrer dritten Champions-League-Kampagne, die Gelbschwarzen kassieren über 30 Millionen Franken. Was passiert mit dem Geld? YB-CEO Wanja Greuel erzählt im Interview, wie er das Stadion umbauen will und weshalb YB trotz des Erfolgs sparsam bleibt.


https://www.srf.ch/audio/regionaljourna ... d=12457017

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