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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 4. August 2023, 11:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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03.08.2023  Zitat: Wie an der Männer-EM 2008
Frauen-EM 2025 wird in Bern wieder zum Naturrasen-Gebastel
Die Euphorie war in Bern riesig, als die Schweiz die Frauen-EM 2025 zugesprochen bekam. Der Stapi träumte vom Final. YB von einem neuen Trainingscenter. Mittlerweile sind alle Träume geplatzt!
Bern ist Fussballstadt! YB setzt jedes Jahr mehr Dauerkarten ab. Mittlerweile ist man bei 21'800 angelangt. Der Final der Fussball-WM 1954 fand in Bern statt. Da war der Nährboden für Euphorie bei Stadtpräsident Alec von Graffenried gelegt, als er zu Blick sagte: «Bei einer Euro in der Schweiz muss der Final natürlich in Bern stattfinden.»
Mittlerweile sind bald vier Monate ins Land gezogen und es ist sicher: Der Final steigt nicht in Bern. Ein Halbfinal auch nicht. Zum einen, weil die Uefa das Stadion mit der grösseren Kapazität vorzieht – in Basel finden 36'000 Fans Platz, in Bern «nur» 31'500. Zum anderen aber auch, weil Stadionbesitzer YB sein Veto einlegte. CEO Wanja Greuel begründet: «Der internationale Kalender wird immer dichter. Um nach der EM 2025 für die internationalen und nationalen Spiele wieder einen qualitativ ansprechenden Rasen zu haben, müssen wir ab einem gewissen Zeitpunkt das Stadion wieder selbst betreiben können.» Die Wiedereinsetzung des Kunstrasens braucht drei Wochen.
Auch YB-CEO Wanja Greuel hoffte auf den EM-Final
«Auch wir hatten gehofft, dass der Final im Wankdorf steigen könne», sagt Greuel. «Doch da ist zum einen das erwähnte Terminproblem und zum anderen hat ein auf eine künstliche Unterlage draufgesetzter Naturrasen nicht die gleiche Belastungskapazität wie ein richtiger Naturrasen.» Vier Spiele in dieser kurzen Zeitspanne seien das Maximum. Und die Politik? Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause versteht die Argumentation von YB. Greuel betont, dass man mit den Behörden partnerschaftlich zusammengearbeitet habe und die Politik Verständnis gezeigt habe.
Offen ist noch, wer für den Rasenumbau aufkommt. Es ist offiziell noch nicht mal klar, dass es nicht Stadionbesitzer YB sein wird, obwohl das so sicher ist wie das Amen in der Kirche. Also der SFV? Stadt oder Kanton Bern? «Es braucht noch einige Absprachen. So ist beispielsweise die Rechtesituation rund um das Catering auch noch nicht geklärt», sagt Greuel. Man kann davon ausgehen, dass das Berner Rasentheater etwas über eine Million Franken kosten wird.
Der Meister muss weiter auf ein Trainingscenter warten
Wieso hatte man denn überhaupt vom Final träumen können, wenn sowohl der technische Umbau wie auch die Spieldaten ein Berner Endspiel zum Vorneherein verhindern? Nun, in grenzenlosem Optimismus hatte Von Graffenried davon gesprochen, dass man gemeinsam mit dem Meister eine Dauerlösung für ein Trainingscenter finden werde. Bald war klar: Zeitlich war das unmöglich. Also kommt es zum gleichen Szenario wie an der EM 2008, als auch ein temporärer Naturrasen verlegt wurde.
So also sind die Träume von Halbfinal und Final geplatzt, muss die Nati weiter jahrelang auf Spiele in Bern warten und YB auf die Erfüllung des Traums eines eigenen Trainingscenters. Die zwei Jahre bis zur EM waren da viel zu wenig, um daran etwas zu ändern. Dennoch will Greuel nichts von einem EM-Blues wissen: «Am Anfang träumt man. Dann holt einen die Realität der Machbarkeit ein. Aber es ist doch toll, dass die EM in der Schweiz steigt, denn solch einen Grossanlass wird man danach kaum mehr in unserem Land sehen. Und vier Spiele in Bern sind doch auch super!» https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 04979.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 8. August 2023, 23:20 |
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08.08.2023  Zitat: Geschmacksexperten sollen jetzt Eigengeschmack bei YB-Holzbecher tilgen
Der Holzbecher hat nach nur einem YB-Match Rot kassiert. Das Vorzeigeprojekt für die Nachhaltigkeit wird nach heftiger Kritik von Fans auf die lange Bank geschoben. Jetzt sagt das Startup aus Brügg dem holzigen Geschmack den Kampf an.
«Scheusslicher Geschmack», «einfach nur unglaublich, wie das Holz den Geschmack verändert» oder «niemand mag Holzbier.» So lauten nur einige der Reaktionen nach der Einführung des Holzbechers zum Saisonstart von YB. Nach nur einem Spiel legte der Verein das Projekt wegen der negativen Reaktionen auf Eis.
Kritik spornt Entwickler an
Entwickelt und getestet wurde der nachhaltige Becher vom Startup Arboloom aus Brügg. Jetzt bezieht Geschäftsführerin Natalia Röthlisberger auf Anfrage von BärnToday Stellung zur Kritik. «Einerseits sind wir enttäuscht über die negativen Reaktionen, andererseits sind sie für unser Startup ein Ansporn, besser zu werden.»
Die Kritik habe überrascht. «Bei unseren grossangelegten Tests mit Feldschlösschen in den letzten Monaten waren die Holzbecher noch mit grosser Mehrheit positiv bewertet worden – auch von den YB-Fans.» Nicht nur das Trinkerlebnis sei in den Tests gelobt worden, sondern auch «die Abkehr vom ökologisch fragwürdigen Plastikbecher hin zu einem nachhaltigen Holzbecher wurde ausdrücklich begrüsst».
Die Kritik nehme man dennoch ernst. Röthlisberger bestätigt: «Wie Papier- oder Plastikbecher haben auch Holzbecher einen Eigengeschmack.» Man sei sich mit den Kritikerinnen und Kritikern einig, dass der Eigengeschmack «ein kritisches Mass nicht übersteigen darf». Gegen Kritik, dass der Becher nach Leim schmecken soll, wehrt sich das Startup allerdings vehement. «Leim wird nicht verwendet, nur nachhaltige Produkte!»
Holzbecher-Comeback in Aussicht gestellt
Der Holzbecher hofft bei YB jedoch auf ein Comeback. Man habe sich dazu entschieden, sie weiter zu optimieren. Die Pilotphase soll wieder aufgenommen werden, sobald der Becher den Qualitätsstandards entspreche, wie das Unternehmen mitteilte.
Bei Arboloom ist man nun entsprechend gefordert. Alle Prozesse würden analysiert und gründliche Tests würden durchgeführt, heisst es. Und: «Wir sind im Kontakt mit Geschmacksexperten und werden ein Verfahren etablieren, damit die Qualitätskontrolle in Zukunft lückenlos funktioniert.» Sobald die Mängel behoben seien, werde man wieder auf den Club und die Fans zugehen. https://www.baerntoday.ch/bern/stadt-be ... -152866271
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 9. August 2023, 09:31 |
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09.08.2023  Zitat: YB forever?
Wieso Gelb-Schwarz noch lange an der Aare zu sehen sein wird
YB-Fans haben im Juli die Aare-Stägli bemalt. Weshalb die Stadt noch nicht gereinigt hat und was mit illegaler Fussballkunst in anderen Städten passiert.
Fussball ist eine emotionale Angelegenheit. Deswegen gerät Lorenz Schärer auf seinen Spaziergängen entlang der Aare in eine moralische Zwickmühle. Seit rund einem Monat sind Aare-Stägli vom Eichholz bis in die Lorraine in den Clubfarben der Young Boys bemalt.
Schärer pflegt zu den gelb-schwarzen Verzierungen bis heute ein ambivalentes Verhältnis. «Als YB-Fan geht mir das Herz auf, als Steuerzahler bin ich wütend.» Er findet es zwar toll, wenn sich Bern als Fussballstadt präsentiert, aber nur, wenn das innerhalb des gesetzlichen Rahmens passiert.
Der gesetzliche Rahmen wurde in diesem Fall gesprengt. Bei den Malereien handelt es sich um eine Nacht- und-Nebel-Aktion eingefleischter Fans. Und dennoch werden die Farben der Young Boys voraussichtlich noch lange an diesen prominenten Stellen prangen. Denn bei der Stadt wird die Reinigung hinausgeschoben.
Geschieht dies etwa aus Angst, die Berner Fussballseele zu erzürnen? Das wird bei der für die Reinigung verantwortlichen Stelle verneint: «Einen YB-Bonus gibt es nicht», sagt Andreas Niklaus, Leiter Strassenreinigung beim Tiefbauamt der Stadt Bern. Gleichzeitig ist es doch sehr unüblich, dass ein Gesamtwerk von solcher Grösse die Öffentlichkeit ziert. «Das ist sicherlich eine Aktion von grossem Ausmass, die so nicht häufig vorkommt.»
Vor dem Winter sei nicht mit einer Entfernung zu rechnen, heisst es beim Tiefbauamt. Dies hat tatsächlich nichts mit behördlicher Liebe zum Club zu tun. Es ist vielmehr eine Geldfrage. Denn im Gegensatz zum unangefochtenen Ligakrösus sind die Kassen der Stadt Bern spärlich bestückt.
«Es besteht keine Dringlichkeit für eine sofortige Entfernung.» Andreas Niklaus, Leiter Strassenreinigung beim Tiefbauamt der Stadt Bern
Niklaus spricht von «beschränkten finanziellen Ressourcen». Diese betreffen auch seinen Tätigkeitsbereich. Das Reinigungsteam wird nur zur sofortigen Entfernung von Bemalungen und Sprayereien losgeschickt, wenn diese gegen bestimmte Kriterien verstossen.
Konkret: Wenn sie sexistische, rassistische, ehrverletzende oder politische Inhalte haben oder wenn sie zu Sicherheitsrisiken führen. «Beides ist im vorliegenden Fall nicht gegeben. Deshalb besteht keine Dringlichkeit für eine sofortige Entfernung», sagt Niklaus.
Das reguläre Jahresbudget für die Entfernung von Bemalungen und Sprayereien an öffentlicher Infrastruktur beträgt 150’000 Franken.
Dass die Berner Finanzschwäche Auswirkungen auf das Stadtbild hat, ist kein neues Phänomen. Dessen spektakuläre Höhepunkte konnten 2014 und 2015 auf der Lorrainebrücke begutachtet werden. Weil aus Spargründen die Entfernung von Sprayereien ausgesetzt wurde, zierten die Brücke teils bis zu 120 Graffiti.
Die farbigen Hinterlassenschaften reichten von Hassparolen auf die Staatsgewalt bis zu Freiheitsforderungen für Whistleblower Edward Snowden. Erst als der damalige Stadtpräsident Alexander Tschäppät ein Machtwort sprach, wurde die Brücke in einer ausserordentlichen Reinigungsaktion für 4000 Franken sauber geschrubbt.
Niederlage für Basler Maler
Solches Geld wird für die Reinigung entlang der Aare nun aber nicht lockergemacht. Die gelb-schwarzen Malerarbeiten bleiben. In anderen Städten wird gegen illegale Fussballkunst im öffentlichen Raum rigoroser vorgegangen. Beispiel Basel: 2014 wurde ein grossflächiges FCB-Wandbild an einer Fussgängerbrücke, die über eine Autobahnzufahrt führt, nach drei Wochen bereits wieder entfernt.
Noch schneller reagierten die Behörden in der Zentralschweiz. 2019 haben FC-Luzern-Fans die Randsteine vor ihrem Fanlokal am Bundesplatz blau-weiss bemalt. Zwei Wochen danach waren sie wieder grau. Die betrübte Anhängerschaft verabschiedete sich mit Hunderten Grabkerzen vom temporär farbigen Platz.
Zurück an der Aare. Spaziergänger Lorenz Schärer scheint für den Abschied nicht bereit zu sein. Noch zu sehr beschäftigt es ihn, was er nun von den gelb-schwarzen Aaretreppen halten soll. «Wäre die Aktion mit einer Bewilligung durchgeführt worden, hätte ich nicht das geringste Problem damit», sagt er, bevor er sich zum Abschied nochmals umdreht. «Hopp YB!» https://www.bernerzeitung.ch/wieso-gelb ... 0655518995
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shalako
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Verfasst: Samstag 12. August 2023, 19:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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12.08.2023  Zitat: Die Abwehr wackelt
Doch YB will keine Verteidiger kaufen
In knapp zwei Wochen geht es um die Champions League. Bis zu den Playoffs muss YB die Defensive festigen. Eine Position ist besonders dünn besetzt.
Im Fussball gibt es nichts Älteres als die abgelaufene Saison. Geben Sie uns trotzdem zwei Sätze für einen Rückblick: Die Young Boys kassierten beim letzten Meistertitel in 36 Liga-Partien 30 Tore. Nur zwei Jahre davor haben die Berner noch besser verteidigt (29).
In der laufenden Saison hat YB fünf Tore kassiert: gegen Lausanne, Yverdon und Winterthur – Teams also, die eher gegen den Abstieg als um den Europacup spielen dürften. Das sind 1,7 Gegentore pro Spiel. Nur Basel (7 Gegentore), dem Tabellenvorletzten Stade-Lausanne Ouchy (6) und dem Tabellenletzten Winterthur (10) ist es noch schlechter ergangen.
Trotzdem hat YB sieben Punkte geholt. Der Schaden ist deswegen überschaubar, weil sich die Offensivabteilung in der Tradition der Vorjahre schon jetzt wieder an die Liga-Spitze geschossen hat. Aber wie sieht das aus, wenn die Teams nicht mehr Lausanne, Yverdon und Winterthur heissen, sondern Luzern diesen Sonntag? Oder wenn es gegen den Sieger des Duells Slovan Bratislava/Maccabi Haifa um die Champions League und 30 Millionen aus der Uefa-Schatztruhe geht?
Nach dem Spiel gegen Winterthur hat Trainer Raphael Wicky jedenfalls schon mal festgehalten: «Wir können nicht in jedem Spiel zwei Tore kassieren.»
Das Duo Nummer 1 ist der Traum aller Sportchefs
Mit Liga, voraussichtlich drei Cup-Runden sowie Europacup werden die Young Boys bis Weihnachten 29 Partien bestreiten. Für die Nationalspieler kommen fünf bis sechs Länderspiele dazu.
Wegen dieses Programms hat YB eines der grössten und vor allem das breiteste Kader der Super League. Teil davon sind Aurèle Amenda und Mohamed Ali Camara, nach Cédric Zesigers Wechsel zu Wolfsburg die Innenverteidiger erster Wahl.
Amenda ist mit 20 Jahren der jüngste Stammspieler und damit eine der Wertanlagen dieses Kaders. Er ist 194 Zentimeter gross, Schweizer U-21-Nationalspieler und bis 2025 an YB gebunden. Camara ist 191 Zentimeter gross, 25 Jahre alt, guineischer A-Nationalspieler, seit Anfang August mit einem Vertrag bis 2026 ausgestattet.
Wer in einem Seminar für Sportchefs die Teilnehmenden bittet, ein Super-League-Abwehrzentrum ihrer Wünsche zu skizzieren: Beim Duo Amenda/Camara lässt sich wunderbar abzeichnen – wenn die beiden denn gesund bleiben.
Zählt man alle Karriere-Partien jener Spieler zusammen, deren Hauptposition die Innenverteidigung ist, so sind die Berner (435 Partien) fast halb so erfahren wie Spitzenreiter Servette (827).
Camara verpasste wegen Verletzungen in fünf Saisons bei YB 84 Spiele. Er fiel praktisch die ganze letzte Rückrunde aus, weil im Training der Meniskus des rechten Knies gerissen war.
Fehlen Camara oder Amenda, einer des Stammduos in der Innenverteidigung also, dann stehen Trainer Wicky die Kaderältesten Fabian Lustenberger und Loris Benito zur Verfügung. Doch auch sie sind immer wieder ausgefallen: Benito, 31 Jahre alt, hat 123-mal für YB gespielt und in dieser Zeit 81 Partien verpasst; Lustenberger, 35 Jahre alt, kommt auf 131 absolvierte Partien und 54 Spiele, für die er ausgefallen ist.
Über Lustenberger hat der Verein vor dem Saisonstart geschrieben, «dass seine Einsatzminuten nicht steigen werden. Aber ihn bei YB und in der Kabine zu haben, verleiht dem Team Schwung.»
Benito ist derweil gelernter Aussenverteidiger. Auf dieser Position stand er in Wettbewerbspartien 229-mal in der Startformation. Als Innenverteidiger lief er 36-mal auf – zuletzt vor einem Jahr in der ersten Cuprunde, beim 10:1 gegen den FC Schoenberg. Und: Wenn er Innenverteidiger war, agierte sein Team oft in einer Dreierkette, die YB unter Wicky noch kein einziges Mal gespielt hat.
Sportchef Steve von Bergen hat selbst weit über 400 Partien als Innenverteidiger bestritten, auch schon neben Benito. Er sagt über ihn: «Loris hat gezeigt, dass er alles mitbringt, was ein Innenverteidiger mitbringen muss: Zweikampfstärke, Schnelligkeit, Persönlichkeit. Wir haben keine Zweifel, dass er diese Position ausfüllen kann.»
Bei zwei der fünf Gegentreffer, gegen Lausanne und Yverdon, verlor Benito den Zweikampf gegen jene Spieler, die Sekundenbruchteile danach YB-Goalie Anthony Racioppi bezwangen. Dass er dabei als Aussenverteidiger spielte, zeigt, wie flexibel er in dieser Saison wird sein müssen.
Laut Sportchef ist die Abwehr komplett
YB zählt Benito also zu den Innenverteidigern. Damit hat der Verein jede Position doppelt besetzt. Gerade das zentrale Mittelfeld oder den Sturm bespielen Akteure, mit denen die Berner ihr Schiff in Richtung erfolgreicher Titelverteidigung wissen.
Die Berufserfahrung im Abwehrzentrum aber ist bescheiden: Zählt man alle Karriere-Partien jener Spieler zusammen, deren Hauptposition die Innenverteidigung ist, so sind die Berner (435 Partien) fast halb so gut aufgestellt wie Spitzenreiter Servette (827). Schlusslicht ist im Übrigen der FC Basel mit 271 Partien.
Die Zahlen stammen vom Fachportal Transfermarkt.ch und sind schwierig zu vergleichen. Wie viel Erfahrungswert haben zum Beispiel zehn Spiele in der deutschen Bundesliga im Vergleich zu zehn Spielen in der Schweizer Challenge League?
Eine Tendenz zeigen die Zahlen trotzdem. Sie lautet: YB mag in Lustenberger und Benito zwei erfahrene Abwehrspieler haben. Aber YB fehlen im Vergleich zu anderen Teams Spieler, die in ihrer Karriere vor allem in der Innenverteidigung agiert haben.
Das Schweizer Transferfenster schliesst am 7. September, nach der sechsten Meisterschaftsrunde und während einer Nationalmannschaftspause. Doch Sportchef von Bergen sagt: «In der Abwehr sind wir komplett. Wenn nichts mehr passiert (Verletzungen etc., d. Red.), dann geschieht auch transfermässig nichts mehr.»
YB hat es sich sogar geleistet, einen Innenverteidiger abzugeben: Joel Bichsel, der 21-jährige Oltener aus dem eigenen Nachwuchs, 194 Zentimeter gross und U-20-Nationalspieler, verbringt die Saison leihweise in der zweiten Mannschaft des SC Freiburg. https://www.bernerzeitung.ch/doch-yb-wi ... 9039373576
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shalako
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Verfasst: Samstag 19. August 2023, 11:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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18.08.2023  Zitat: YB vor entscheidenden Wochen
Von Ballmoos visiert Rückkehr an – und Seoane plant ohne Rieder
Die Young Boys steuern die eminent wichtigen Wochen mit voller Belegschaft an. Darunter sind Spieler, mit denen nicht zu rechnen war.
Alle Spieler an Bord
Es ist eine Seltenheit, ganz besonders in einem grossen Kader, wie es YB hat: Die Berner beklagen seit einigen Tagen tatsächlich keinen einzigen verletzten Spieler mehr, alle 29 sind an Bord. Ulisses Garcia ist nach gut einmonatiger Zwangspause zurück, seinen Drive auf der linken Seite vermissten die Young Boys in der Anfangsphase der Saison schmerzlich. Auch Sandro Lauper kann wieder mittun, nachdem er sich im Cupfinal Anfang Juni gegen Lugano einen Meniskusriss zuzog. Der Mittelfeldspieler wurde vergangenes Wochenende bei der U-21-Equipe in der Promotion League eine Halbzeit lang eingesetzt.
Im Tor stand da einer, den man zwar nicht vergessen hat, weil er dafür mit YB viel zu viel erreicht hatte. David von Ballmoos jedoch fällt seit November aus, die Young Boys gaben sich stets vorsichtig, wenn es darum ging, ein mögliches Datum für die Rückkehr des Goalies zu benennen. Zuweilen schien es gar möglich, dass er wegen der Knieprobleme erst in der Rückrunde eingreifen könnte. Deshalb hatte er in den Planspielen eine untergeordnete Rolle inne, scheinbar.
Aber jetzt kann er allmählich das Comeback auf höchster Stufe anvisieren, gegen die U-21 des FC Lugano spielte er letzten Samstag durch und sogleich zu null. Wichtiger war jedoch, was danach passierte. Oder eben nicht geschah: Von Ballmoos’ Knie zeigte keine Reaktion. Sein Trainer Raphael Wicky sagt: «Wir sind sehr zufrieden.»
Aber der Walliser bleibt vorsichtig. Als Spieler war er einst oft von Verletzungen zurückgeworfen worden, er glaubt deshalb, dass es falsch wäre, die Rückkehr zu forcieren. «David muss nun das Vertrauen in seinen Körper finden. Das gelingt nur, indem man über Wochen trainiert und dabei keine Rückschläge erleidet.» Und dann fügt der Trainer an: «Wir sind froh, dass wir eine Persönlichkeit wie ihn wieder täglich in der Kabine haben.»
Unverändert ist die Hierarchie bei den Goalies. Sobald von Ballmoos bereit ist, wird er die Nummer 1 sein und Anthony Racioppi verdrängen. Das könnte im September nach der Länderspielpause soweit sein. Früher ist hingegen die Rückkehr von Garcia und Lauper eingeplant. Das Stadtderby im Cup gegen den FC Breitenrain am Freitagabend sowie das Hinspiel des Playoffs zur Champions League am Mittwoch in Haifa dürften für sie zu früh kommen, aber das Ziel ist, dass sie gegen Ende August wieder eingesetzt werden können.
Nicht die Zeit für Experimente
Am Freitagabend greift YB als Titelverteidiger ins Cup-Geschehen ein. Wer angesichts des Playoff-Hinspiels in Israel gegen Maccabi aber eine kräftige Rotation erwartet, könnte sich getäuscht sehen. «Wir werden keinen Umbruch vollziehen», kündigt Wicky an. Die Punkteausbeute von acht Zählern aus vier Ligapartien sei okay, «aber mit unseren Auftritten waren wir – abgesehen vom Sieg gegen Winterthur – nicht zufrieden». Der 46-Jährige will daher auf Experimente verzichten, er meint, das Team müsse sich nach einer verzettelten Vorbereitung erst wieder finden. «Einige Spieler kehrten später dazu, dann hatten wir ein paar Wechsel. Es geht darum, besser zu spielen und die Abläufe zu ölen.» Dazu will er jede Gelegenheit nutzen.
Seoane schliesst Rieder-Transfer aus – vorerst
Mit von der Partie ist in diesen Tagen auch Fabian Rieder. Erstens, weil er nach einer Fussprellung wieder fit ist. Zweitens zeichnet sich sein Abgang weiterhin nicht ab. Aus Mönchengladbach, erstgenannte Rieder-Destination, meldet Trainer Gerardo Seoane etwa: «Er ist zwar ein sehr interessanter Spieler und bereit für den Schritt ins Ausland. Aber für uns gibt es aktuell keine Möglichkeit, den Transfer zu realisieren.»
Derzeit seien alle Plätze im Mittelfeld besetzt, zudem fehle es am nötigen Geld für eine Verpflichtung Rieders, führt der ehemalige YB-Trainer weiter aus. Seoane verhalf 2020 in Bern dem damals 18-Jährigen zum Profidebüt. Sollte Manu Koné doch noch wechseln, würde das die Ausgangslage markant verändern. Der französische Mittelfeldspieler ist nach Verletzung jedoch soeben erst ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, sein Abgang diesen Sommer daher eher unwahrscheinlich. Und so könnte Rieder entgegen aller Voraussagen tatsächlich über den August hinaus bei YB bleiben. https://www.bernerzeitung.ch/yb-vor-ent ... 4469261229
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 23. August 2023, 23:16 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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23.08.2023  Zitat: YB-CEO Wanja Greuel
«Das ist alles andere als eine Retourkutsche an die Stadt Bern»
Wanja Greuel sagt, um wie viel Geld es für YB im Playoff zur Champions League geht. Und was er plant, mit den Einnahmen zu machen.
odel
Herr Greuel, sind Sie ein Schwarzmaler?
Das Gegenteil ist der Fall: Ich bin ein gnadenloser Optimist. Ich hatte in meinem Leben einige Rückschläge zu verkraften – und es kam dann doch immer besser heraus als angenommen. Wieso fragen Sie?
Sie sagten vor ein paar Jahren, künftig würden keine Schweizer Teams in der Champions League vertreten sein.
Ich habe mich getäuscht. Nach unserer ersten Teilnahme 2018 dachte ich, es sei das erste und vielleicht letzte Mal gewesen. Zuvor waren wir ja gegen Mönchengladbach gescheitert, gegen ZSKA Moskau. Ein Freund schenkte mir deshalb als Trost diesen Pokal (zeigt auf eine Champions-League-Trophäe aus Karton, die an der Wand in seinem Büro hängt). Aber Trost benötigen wir keinen mehr.
Was hat sich verändert?
Die Schweizer Clubs haben sich europäisch gut geschlagen, allen voran der FC Basel, aber auch wir zeigten beachtliche Leistungen. Zudem befürchtete ich, dass die grossen europäischen Ligen noch mehr Startplätze abgreifen würden. Da war ich tatsächlich kein Optimist.
YB trennt jetzt nur die Hürde Maccabi Haifa von der Gruppenphase. Was würde das Erreichen der Champions League für den Club bedeuten?
Das Scheitern im Playoff wäre kein Beinbruch. Aber sollten wir gegen Maccabi weiterkommen, könnten wir unsere gesunden Finanzen weiter stärken. Und Geld für langfristige Projekte auf die Seite legen.
Die Qualifikation würde YB 30 Millionen Franken einbringen, richtig?
Die Eintrittsgelder dazugerechnet, sind es wohl sogar etwas mehr – immer brutto gerechnet. Bei einem Scheitern wären wir in der Europa League. Insofern würden wir ziemlich weich fallen.
Wie gross wäre die Differenz?
Wohl mehr als 20 Millionen Franken. Aber die Qualifikation für die Champions League würde auch höhere Kosten verursachen, weil wir dann beispielsweise höhere Prämien an die Spieler zahlen würden. Aber sagen wir es so: Es würde viel übrig bleiben.
Wie viel Geld hat YB auf der Seite?
(Geht an seinen Computer). Wir sind transparent, das steht alles in unserem Geschäftsbericht. Per 31.12.2022 betrug das Eigenkapital 44 Millionen Franken.
Wie viele der 30 Millionen würde YB zur Stärkung des Eigenkapitals verwenden?
Statt einer 4 hätte die Zahl dann wohl eine 6 vorne dran.
Was plant YB, mit all diesem Geld zu machen?
Wir sagten schon vor all den erfreulichen Jahren, dass wir Geld für sportlich schwierige Jahre auf der Seite haben wollen. Es kann schnell gehen. Mittlerweile sind wir so aufgestellt, dass wir einige schlechte Jahre überleben könnten. Unser Anspruch ist es, national die Nummer eins zu sein und europäisch wettbewerbsfähig.
Wie meinen Sie das?
Wir könnten auch sagen, dass wir immer in der Champions League vertreten sein wollen. Aber dann müssten wir sehr viel mehr ins Team investieren, sodass wir jede Qualifikationsrunde als Favorit in Angriff nehmen würden. In zwei, drei Jahren wäre das Geld aufgebraucht.
Ausser YB würde jedes Mal die Champions League erreichen.
Eine Mannschaft aufzubauen, die durch die Liga mit lauter 2:0- und 3:0-Siegen marschiert, wie Sie das erwarten (schmunzelt), nur, damit wir international etwas besser dastehen, das wäre Harakiri. Deshalb investieren wir stets bedacht, um trotzdem ein so starkes Team wie möglich zu haben. Das ist sehr gut aufgegangen. Wir machten in den letzten Jahren mit Ausnahme eines Corona-Jahrs immer Gewinn. Vor allem dank der Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe und dank guter Transfers.
Wofür will YB das Geld sonst noch verwenden?
Wir haben mehrere grössere Projekte. Erstens, die Innenverdichtung des Stadions. An mehreren Seiten des Stadions werden Büroflächen geschaffen, das Projekt läuft schon seit einigen Jahren, die UBS ist im Lead. Wir haben Ideen, in diesem Bereich einen Fanshop mit Erlebniswelt oder eine Kita zu betreiben, zudem möchten wir mehr VIP-Räumlichkeiten. Die Verdichtung hätte einen weiteren Vorteil.
Der wäre?
Dass es nicht mehr so durchs Stadion ziehen würde. Wir haben abklären lassen, wie viel es ungefähr kosten würde, die Fassade zu schliessen. Da ist man rasch bei einem zweistelligen Millionenbetrag. Die Innenverdichtung würde dieses Problem lösen.
«Unser perfektes Stadion hätte Platz für 23’000 Menschen.»
YB hatte vergangene Saison einen Zuschauerschnitt von 29’097. Möchten Sie die Platzzahl im Wankdorf eigentlich immer noch verkleinern?
Ich werde immer ausgelacht, wenn ich das sage: Ich finde, unser perfektes Stadion hätte Platz für 23’000 Menschen. Das würde die Nachfrage weiter erhöhen.
Die Fans hätten daran keine Freude.
Ein Stadion hat vielleicht eine Lebensdauer von 50 Jahren. Natürlich, zurzeit ist unser Schnitt sehr hoch, aber das Wankdorf steht seit 2005, über die gesamte Dauer kamen wir vielleicht auf einen Schnitt von 18’000. Fast alle Stadien in der Schweiz sind zu gross, weil sie immer für den Best-Best-Case konzipiert wurden. Fragen Sie mal in Basel, Genf oder Thun nach, ob sie nicht lieber ein kleineres Stadion hätten.
Welche grossen Projekte verfolgt YB sonst noch?
Wir möchten seit vielen Jahren zurück zum Naturrasen im Wankdorf. Zudem benötigen wir eine bessere Infrastruktur für unsere Frauenteams. Und drittens fehlen in der Agglomeration Bern 10 bis 20 Plätze (je nach Beschaffenheit) für den Frauenfussball, den Nachwuchsbereich sowie den Breitensport. Wir versuchen zurzeit, zusammen mit dem Kanton Bern, der Stadt Bern sowie Agglomerationsgemeinden eine Lösung zu entwickeln. Wir sind bereit, uns in erheblichem Umfang zu engagieren, auch finanziell.
Bern dürfte sich nach Einwirken von YB als Austragungsort der Frauen-EM 2025 bereits nach dem Viertelfinal vom Grossanlass verabschieden. War diese Forderung an die Stadt eine Retourkutsche dafür, dass die Behörden in Sachen Trainingsplätzen nicht vorankommen?
Das ist alles andere als eine Retourkutsche! Der Rasen kann erst kurzfristig verlegt werden und deshalb nicht richtig anwachsen. Wir hatten das Problem schon während der Euro 08, die Belastbarkeit ist beschränkt und niemand kann Garantien abgeben. 5 Spiele in 14 Tagen sind unserer Ansicht nach zu riskant. Kommt dazu, dass der Rasen anschliessend nicht ruhen kann. Wir gingen immer davon aus, dass das Turnier wie die Herrenturniere schwergewichtig im Juni stattfindet. Jetzt beginnt das Turnier wohl Anfang Juli. Die Super League startet damit noch während des Turniers und dann kommt allenfalls noch die Europacup-Qualifikation hinzu. Das funktioniert schlicht und einfach nicht.
Wäre eine Lösung inklusive Halbfinal wirklich nicht möglich gewesen?
Wir machen nach bestem Wissen und Gewissen, was mit dem Kunstrasen irgendwie möglich ist. Es ist die einzige Trainings- und Wettkampfinfrastruktur, die wir haben. Natürlich wäre uns am liebsten gewesen, hätte Bern den Final ausgetragen. Aber die Realität ist nun mal, dass der Terminplan immer gedrängter wird und der temporär verlegte Naturrasen eine Belastungsgrenze hat. Zudem, die Super League ist aufgestockt worden, die Champions League hat zusätzliche Termine, der Club World Cup wird grösser usw.
Gibt es weitere Projekte?
Die Förderung des Frauenfussballs. Dieser liegt mir sehr am Herzen.
Sie könnten ja, falls YB die Champions League erreicht, zwei der 30 Millionen Franken in die Frauenabteilung rüberschieben.
Das wäre nicht nachhaltig. Ich bin jedoch der Meinung, dass wir den Frauenfussball bei YB, aber auch in der Schweiz gesamthaft besser fördern sollten.
Wie?
Indem wir mehr Geld investieren. Das soll über Jahre passieren, damit die Frauenabteilung möglichst selbsttragend wird.
Wo genau wollen Sie investieren?
Wir haben eine Liste mit Punkten von A bis Z. Es fängt immer bei der Infrastruktur an: Manchmal muss unser Frauenteam gleichzeitig mit der U-19 der Frauen auf einem Platz trainieren. Fast 50 Frauen auf einem Feld – und das in der höchsten Spielklasse! Zudem haben wir bei den Löhnen Aufholbedarf.
Wie viel sollten die Spielerinnen denn verdienen?
Unser Ziel ist Halbprofessionalismus. Das heisst, dass es sich jede Spielerin leisten kann, die Hälfte des Einkommens mit Fussball zu bestreiten. Aber zurzeit erhalten einige der Spielerinnen lediglich Prämien.
Und der Rest?
Zumeist sind es Löhne um 1000 bis 1500 Franken. Bei den Frauen sind wir kein Spitzenteam, was nicht dem Anspruch von YB entspricht. Aber das soll sich ändern.
Warum liegt Ihnen der Frauenfussball am Herzen?
Weil ich von seinem Potenzial überzeugt bin. Und ich finde, dass es Frauen in der Weltgeschichte oft weniger gut gehabt haben als Männer. Sie wurden und werden strukturell benachteiligt. Sie haben es verdient, gefördert zu werden. Klar ist aber auch, dass wir auf der kommerziellen Seite die Einnahmen weiterentwickeln müssen.
«Im Fussball steckt unfassbar viel Geld. Wir sollten mit diesem Geld etwas bewegen.»
Stimmt der Eindruck, dass Sie Ihr humanitäres Engagement nach Ihrem 2019 erlittenen schweren Unfall, als Sie nur knapp dem Tod entgingen, verstärkt haben?
Das schätzen Sie falsch ein. Mein Projekt Charity Circle habe ich schon vor fast zehn Jahren lanciert. Ich wuchs so auf. Meine Eltern haben mich mit sozialen Werten grossgezogen. Mir wurde schon als Kind eingeflösst, dass allen geholfen werden sollte. Ich bin sehr stolz darauf, diese Werte verinnerlicht zu haben.
Wie wirkt sich das auf Ihre Arbeit als YB-CEO aus?
Natürlich könnten wir versuchen, den Gewinn immer weiter zu maximieren. Aber das entspräche nicht den YB-Werten. Sehen Sie, wir profitieren auch enorm davon, dass wir in einer prosperierenden Branche arbeiten. Mal angenommen, ein Unternehmen aus einer anderen Sparte wie beispielsweise der SC Bern macht den Job genauso gut wie wir, was es vielleicht tut, dann könnte es wohl ein paar Hunderttausend Franken mehr verdienen, wir hingegen 10, 20, vielleicht jetzt 30 Millionen Franken mehr. Im Fussball steckt unfassbar viel Geld. Wir sollten mit diesem Geld etwas bewegen. https://www.bernerzeitung.ch/yb-ceo-wan ... 7413510677
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Verfasst: Sonntag 27. August 2023, 19:49 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.08.2023  Zitat: YB-Legende «Hene» Minder (80): «Wir sind wie eine grosse Familie»
Am 1. September wird Heinz «Hene» Minder 80 Jahre alt. Trotz hohen Alters ist sich die YB-Ikone nicht zu schade, weiterhin bei den Young Boys auszuhelfen.
Das Wichtigste in Kürze
- Am 1. September feiert YB-Ikone Heinz «Hene» Minder seinen 80. Geburtstag. - Bereits seit über 30 Jahren ist Minder mit den Young Boys als Betreuer verbunden. - Im Nau-Interview spricht er über seine aktuelle Tätigkeit, die ihm viel bedeutet.
In den 90er-Jahren, lange vor fünf Meistertiteln in sechs Saisons, waren die Young Boys finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet. Dennoch gab es schon damals es einen Mann, der bereit war, alles zu tun, um «seinen» Club zu unterstützen.
Zusammen mit seiner inzwischen verstorbenen Frau Silvia zog Heinz «Hene» Minder einen YB-Fanshop hoch, unter anderem mit selbstgestrickten Fanschals. Mittlerweile steht der Verein deutlich besser da und greift dieses Jahr wieder nach den lukrativen Geldtöpfen der Champions League.
80. Geburtstag am 1. September
Weiterhin mit dabei ist auch «Hene» Minder, der seit nunmehr über 35 Jahren als Betreuer tätig ist. Am 1. September feiert die YB-Ikone ihren 80. Geburtstag.
Im Nau.ch-Interview blickt Minder zurück auf die Vergangenheit. Zusätzlich spricht er aber auch über seine aktuelle Tätigkeit bei YB, die noch immer einen hohen Stellenwert bei ihm geniesst.
Nau.ch: Sie werden am 1. September 80 Jahre alt. Wie wird dieser besondere Anlass gefeiert?
Heinz «Hene» Minder: Es wird einen kleinen Anlass geben im Stadion Wankdorf. Gute Kollegen habe ich eingeladen, das wird ganz im stillen Rahmen stattfinden.
Nau.ch: Bereits ihr ganzes Leben sind Sie und die Young Boys verbunden. Was ist für Sie der schönste Moment in dieser Zeit?
Minder: Das war ganz klar die erste Schweizer Meisterschaft seit 32 Jahren vor fünf Jahren.
Nau.ch: Und was wäre wohl der Tiefpunkt?
Minder: Wir haben auch nicht so gute Zeiten erlebt und finanzielle Probleme gehabt. Aber wir haben uns immer wieder mit Mitteln und diversen Aktionen über Wasser gehalten. Das waren sehr schwere Momente hier im Wankdorf, bis wir uns wieder erholt haben. Dann kamen die Gebrüder Rihs in den 2000er-Jahren und haben uns geholfen.
Nau.ch: Trotz hohen Alters sind Sie immer noch aktiv. In welcher Rolle sind Sie weiterhin für YB tätig?
Minder: Ich kümmere mich immer noch um die Einlaufkinder, die die Spieler auf das Feld begleiten. Dass diese mit den Spielern hereinkommen und danach auf die Tribüne gehen können, das organisiere ich. Pro Partie benötigt das immer 25 Kinder, da noch drei mit den Schiedsrichtern einmarschieren.
Das bedeutet mir sehr viel. Ich hatte nämlich die Möglichkeit, bei der Fussball-Weltmeisterschaft 1954 als Balljunge mitzuwirken. Den Final damals im Wankdorf habe ich hautnah miterlebt.
Dazu organisiere ich noch die Mannschaftskasse der ersten Mannschaft. Sonst helfe ich, wenn Not am Mann ist, da kann man mich jederzeit fragen. Der BSC Young Boys ist mein Verein. Mein Vater war 52 Jahre Teil dieses Vereins und hat mich schon als kleinen Bub ins Wankdorf mitgenommen.
Nau.ch: Welchen Bezug haben Sie noch zur Mannschaft?
Minder: Praktisch jeden Tag. Ich komme von zuhause hierher, da ich nicht weit vom Stadion weg wohne. Manchmal kommen Autogrammwünsche beispielsweise mit der Post und da bin ich jeden Morgen da. Ich habe ein wunderschönes Verhältnis zu den Spielern.
Wenn das nicht klappen würde, hätte ich längst aufgehört. Die Mannschaft, der Materialwart und ich – wir sind einfach wie eine grosse Familie hier. Das bringt auch zum Teil die Erfolge, die wir in letzter Zeit feiern konnten.
Nau.ch: Haben Sie für die Zukunft noch einen besonderen Wunsch?
Minder: Sicher! Mein Wunsch ist es, dass wir noch ein weiteres Mal Schweizer Meister werden und den Cup holen. Das ist mein grösster Wunsch. Und dass ich mit meinen 80 Jahren noch lange eine relativ gute Gesundheit habe. https://www.nau.ch/ort/bern/yb-legende- ... e-66577136
_________________ For Ever
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Rino
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Verfasst: Sonntag 27. August 2023, 20:13 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Ex-YB-Junior Londrit Hamidi wechselt in den KosovoDer frühere YB-Junior Londrit Hamidi verlässt die Schweiz vorerst und kehrt in sein Geburtsland zurück. Der 23-jährige Flügelstürmer unterschreibt beim kosovarischen Zweitligisten KF 2 Korriku einen Zweijahresvertrag bis 2025. Die Wahl ist sehr bewusst: Hamidi war seit Anfang 2022 für den FC Biel in der Promotion League aktiv. In diesem Sommer gab es nach Informationen von 4-4-2.ch auch Angebote aus Tschechien, die Hamidi aber als zu wenig lukrativ taxierte. Stattdessen wählt er nun den Weg in den Kosovo, wo er einst in der Haupstadt Pristina geboren wurde. Bei KF 2 Korriku hat er sich zwar für zwei Jahre verpflichtet, könnte allerdings im Sommer 2024 dank einer vereinbarten Ausstiegsklausel ablösefrei wechseln, falls ein Schweizer Klub anklopft. https://www.4-4-2.com/weitere/londrit-h ... -in-kosovo
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 31. August 2023, 08:17 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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31.08.2023  Zitat: YB hat für Fabian Rieder schon eine Alternative parat
Fabian Rieders Wechsel zu Rennes ist nur noch Formsache. Wie Nau.ch erfahren hat, hat YB schon eine Alternative parat – aus der Super League.
Das Wichtigste in Kürze
- Fabian Rieder wird gestern unter Standing Ovations bei YB ausgewechselt. - Sein Abgang steht bevor – die Berner haben einen Neuen auf dem Zettel.
Nach 74 Minuten steht das Wankdorf auf. Fabian Rieder wird beim 3:0-Sieg gegen Maccabi Haifa ausgewechselt. Der Nationalspieler ist sichtlich berührt, es dürfte sein letzter Auftritt im gelb-schwarzen Dress gewesen sein. Rieders Wechsel zu Ligue-1-Club Rennes ist nur noch Formsache.
Für YB käme der Wechsel nicht überraschend, wie Raphael Wicky nach dem Haifa-Spiel sagt. «Wenn ein Spieler geht, ist das immer eine Chance für einen anderen – oder mehrere andere.»
Wie Nau.ch erfahren hat, könnte eine dieser Alternativen Alvyn Sanches heissen. YB soll den U-Nationalspieler auf dem Zettel haben.
Der 20-Jährige spielt seit dieser Saison im zentralen Mittelfeld von Aufsteiger Lausanne-Sport. In allen fünf Liga-Partien steht er in der Startelf, traf bei der 1:2-Pleite gegen Yverdon erstmals. Im März feierte der gebürtige Franzose sein Debüt in der Schweizer U21. https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ha ... t-66587578
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 31. August 2023, 18:01 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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31.08.2023  Zitat: «Königsklasse»: Kasse klingelt
Millionen-Regen für YB dank Startgeld, Prämien und Market-Pool
Neben Prestige und Renommee dürfen sich die Young Boys dank der Teilnahme an der Champions League vor allem auf einen Haufen Geld freuen.
Die Überweisungen der Uefa in der Champions League fallen auch in der letzten Saison vor der grossen «Königsklassen»-Reform wieder üppig aus. Vor der erwarteten Erhöhung in der Saison 2024/25 werden erneut insgesamt knapp über 2 Milliarden Euro an die 32 Mannschaften ausgeschüttet.
Das bedeutet auch viel Geld für die Young Boys. Wir schlüsseln auf (der Einfachheit halber ist jeder folgende Betrag in Euro zu verstehen):
Startgeld: Jede Mannschaft bekommt für die Gruppenphase eine fixe Summe von 15,64 Mio.
Punkt- und Erfolgsprämien: Pro Sieg in der Gruppenphase (6 Spiele) gibt es 2,8 Mio., für ein Unentschieden 930'000. Die bei jedem Remis von der Uefa eingesparten rund 930'000 werden nachträglich unter allen Klubs aufgeteilt, wobei die Anzahl der Siege jedes Teams massgeblich für den Verteilungsschlüssel ist.
Sollte YB die Gruppenphase überstehen, gäbe es für den Einzug in den Achtelfinal weitere 9,6 Mio., ein allfälliger Viertelfinal würde mit 10,6 Mio. entlöhnt.
Koeffizienten-Prämie: Weitere 600,6 Mio. werden nach einem Verteilungsschlüssel an die 32 Teams ausgeschüttet. Ein Anteil ist 1,137 Mio. wert, so viel bekommt der in der Uefa-Zehnjahreswertung aller Europacup-Teilnehmer am schlechtesten platzierte Teilnehmer. Das in diesem Ranking am besten platzierte Team (Real Madrid) bekommt 32 x 1,137 Mio. (36,384 Mio.). Die Berner auf Platz 60 erhalten noch (je nach Ausgang der letzten Playoff-Duelle) 11 oder 12 x 1,137 Millionen (12,507 oder 13,644 Mio.).
Market-Pool: Basierend auf der Bedeutung des TV-Marktes jedes Landes bekommen die Teilnehmer aller Ligen nochmals einen Bonus. Insgesamt werden 300,3 Mio. gezahlt, die konkrete Summe steht aber immer erst nach der Spielzeit fest.
Der genaue Betrag, den YB mit dem europäischen Geschäft einnehmen wird, ist also abhängig von diversen Faktoren – er dürfte aber sicher im soliden zweistelligen Bereich liegen.
Dazu kommen Martkwert-Steigerungen der Spieler, Prestige sowie Renommee für den Klub und zahlreiche grossartige Abende auf der grössten europäischen Bühne. Letzteres ist wohl unbezahlbar. https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... arket-pool
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