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 Beitrag Verfasst: Dienstag 1. Februar 2022, 23:02 
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FC St. Gallen - BSC Young Boys

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Kybunpark, St. Gallen
Sonntag, 6. Februar 2022
Zeit: 16:30 Uhr

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Webseiten FC St. Gallen:
http://www.fcsg.ch
https://www.espenblock.ch
https://www.gruenweiss.sg
http://www.fcsginfo.ch
http://www.green-supporters.ch
http://www.gp04.ch
http://www.club11.ch
http://www.fanarbeit-stgallen.ch
http://de.wikipedia.org/wiki/FC_St._Gallen
http://www.transfermarkt.ch/de/fc-st-ga ... n_257.html
http://www.facebook.com/FCSG1879
https://twitter.com/FCSG_1879
https://www.instagram.com/fc_st.gallen1879
https://www.youtube.com/fcsg1879
http://www.stades.ch/StGallen-Arena-photos.html

Forum FC St. Gallen:
http://www.fcsgforum.ch/forum

Statistiken / Vergleiche FC St. Gallen:
http://www.sfl.ch/superleague/klubs/fc-stgallen-1879
https://www.transfermarkt.ch/spielberic ... ht/3587839
http://www.football-lineups.com/team/FC_St._Gallen
https://de.soccerway.com/teams/switzerl ... -1879/2177
https://de.soccerway.com/matches/2022/0 ... rn/3524275
https://de.soccerway.com/matches/2022/0 ... /head2head
https://www.fussballdaten.de/schweiz/2022
https://www.fussballdaten.de/vereine/fc ... -boys-bern
http://www.weltfussball.com/teams/bsc-y ... -gallen/11
http://de.fcstats.com/vergleich,st-gall ... 89,881.php
https://footystats.org/clubs/bsc-young-boys-94
https://footystats.org/switzerland/bsc- ... -h2h-stats
https://www.kicker.de/st-gallen-gegen-y ... /spielinfo


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 Beitrag Verfasst: Freitag 4. Februar 2022, 23:22 
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Extrazug nach St.Gallen

FC St.Gallen - BSC YB, 6.2.2022

Anspielzeit
16:30 Uhr Kybunpark

Hinfahrt
Bern ab: 11:53 Uhr
Burgdorf ab: 12:10 Uhr
St.Gallen an: 15:22 Uhr

Rückfahrt
St.Gallen ab: 19:05 Uhr
Burgdorf an: 21.49 Uhr
Bern an: 22:14 Uhr

GGG/Maskenpflicht:
Im Stadion gilt GGG.
Im Extrazug gilt eine Maskenpflicht.
Die GGG-Kontrolle findet bereits ab 11:00 Uhr auf der grossen Schanze statt.

Zugtickets
29.- resp. 58.-
GA wie immer gültig.

Matchtickets
Sind bis Sa. Mittag im Fanshop erhältlich. Übrige werden von der Fanarbeit im Extrazug verkauft.
Kosten: 20.- (Einheitspreis)

Ragazzi Berna
Infos zum Projekt unter www.fanarbeit-bern.ch

Allgemeines
Mit dem Einsteigen in den Extrazug wird die Auswärtsfahrtenregelung akzeptiert.

http://www.fanarbeit-bern.ch/wp-content ... r_2022.pdf

Bei Fragen steht euch die Fanarbeit wie immer gerne zur Verfügung.

Luke: 079 617 75 82
Bärblä: 079 820 70 69
Jonny: 078 873 29 17

Hopp :yb1:


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 Beitrag Verfasst: Freitag 4. Februar 2022, 23:24 
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Alles zum Spiel St. Gallen - YB


Die personelle Situation bei YB

Verletzt / rekonvaleszent:
Von Ballmoos, Zbinden, Petignat, Elia.

Fraglich:
Maier, Mambimbi.

Abwesend:
Moumi Ngamaleu (mit Kamerun am Afrika-Cup, Spiel um Platz 3 gegen Burkina Faso am Samstag um 20:00 Uhr).


Je ein Heimsieg in der Vorrunde

In den beiden Begegnungen der Vorrunde konnten YB und St. Gallen ihre Heimspiele für sich entscheiden. Die Young Boys gewannen Ende September im Wankdorf mit 2:1. Siebatcheu und Mambimbi schossen YB mit 2:0 in Führung (3. und 47.), Duah brachte die Gäste mit einem abgelenkten Freistoss nach einer Stunde heran. YB verpasste es, in der 90. und 93. Minute Konter mit dem 3:1 abzuschliessen, schaffte es aber schliesslich, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.


Auch beim Spiel in St. Gallen einen Monat später gab es jeweils früh nach Anpfiff der beiden Halbzeiten Tore. Nach einem Treffer von Youan (seit dieser Woche leihweise in Mechelen, Belgien) in der Startphase und einem YB-Eigentor nach der Pause führte St. Gallen kurz mit 2:0. In der ersten Halbzeit hatte YB mehrere Ausgleichsmöglichkeiten ausgelassen. Mit dem dritten Treffer des Heimteams war das Spiel dann praktisch entschieden. Diakité profitierte von einem Berner Ballverlust und traf zum 3:0 für die St. Galler (75.). Ein von Stillhart abgelenkter Schuss von Rieder landete in der 82. Minute im Tor, zu mehr reichte es jedoch nicht mehr.


Optimaler Rückrundenstart für St. Gallen

Dem FC St. Gallen gelang der Start in die Rückrunde. Gleich mit 5:1 gewannen die Ostschweizer in Lausanne zum Aufktakt. Nach 17 Minuten stand es nach Treffern von Duah und Görtler bereits 2:0, beide Tore hatte YB-Leihgabe Jankewotz vorbereitet. Lausanne kam kurz vor der Pause durch Pollero heran, wurde aber kurz nach dem Seitenwechsel durch eine gelbrote Karte gegen N'guessan geschwächt. St. Gallen nutzte die Überzahl durch Guillemenot sofort (3:1, 52. Minute), in der Nachspielzeit gelangen Toma (92.) und Duah (Penalty, 95.) zwei weitere Tore zum klaren 5:1-Erfolg.


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 Beitrag Verfasst: Samstag 5. Februar 2022, 00:22 
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04.02.2022

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Peter Zeidler sagt vor dem Spiel gegen die Young Boys: «Wir wollen Punkte holen, darum geht es»

Am Sonntagabend empfängt der FC St.Gallen den Serienmeister aus Bern. Es fehlen nach wie vor dieselben Spieler. Der Rahmen dürfte indes würdig sein.

Die Stimmung bei Spieler und Fans war nach dem teils begeisternden 5:1-Sieg in Lausanne gelöst, vielleicht sogar ein bisschen euphorisch. Und doch übt sich der FC St.Gallen vor dem Heimspiel gegen die Young Boys, das am Sonntag, um 16 Uhr 30, angepfiffen wird, in Demut. An der obligaten Pressekonferenz sagte Zeidler, er und seine Spieler hätten den Auftritt im Waadtland als eine Art «Vorbereitungsspiel» verbucht. Mit Verweis auf Lausannes Platzverweis früh in der zweiten Halbzeit. Die Botschaft: Der Spielverlauf war günstig, die nächste Prüfung wird ungleich schwerer.

Viele Berner Abgänge im Winter

Die beiden Spiele seien deshalb nicht vergleichbar, meinte Zeidler weiter. Auch, weil es eben die Young Boys sind, der Serienmeister, der vom OSC Lille, dem Champions-League-Achtelfinalisten, eben erst Cheikh Niasse verpflichtet hat. Das rief Zeidler in Erinnerung. Die Berner reagierten damit auf mehrere Abgänge in der Winterpause. Mit Jean-Pierre Nsame, Michel Aebischer und dem ehemaligen St.Galler Silvan Hefti verliessen namhafte Spieler Bern.

Bekanntlich tat sich auch im FC St.Gallen einiges. Am Sonntag zumindest vieles zum Guten. Es ist deshalb nicht davon auszugehen, dass Zeidler viele Wechsel in der Startelf vornehmen wird. Heisst auch: Spieler wie Victor Ruiz, Fabian Schubert oder Alessio Besio dürften auch am Sonntag kaum von Anfang an spielen. Was macht das mit den Spielern, die im internen Ranking gefallen sind? Zeidler:

«Man sieht die Enttäuschung. Es ist nicht so, dass mir Ruiz um den Hals fallen würde.»

Mitziehen würden bis jetzt gleichwohl alle. Mit den Langzeitverletzten Leonhard Münst, Michael Kempter, Nicolas Lüchinger sowie Alessandro Kräuchi fehlen gegen YB die üblichen Spieler, wobei Kräuchi demnächst ins Mannschaftstraining zurückkehren wird. Auch Betim Fazliji fehlt am Sonntag, er dürfte aber noch im Februar ins Kader zurückkehren.

Nicht dabei ist natürlich auch Thody Élie Youan, der diese Woche nach Mechelen gewechselt ist und in Belgien verlauten liess, er habe sich als besten Spieler im Kader der St.Galler wahrgenommen. Zeidler wies darauf hin, dass Übersetzungen nicht immer sauber seien. Und:

«Er weiss, was er dem FC St.Gallen zu verdanken hat. Und er weiss auch, was er seinem ehemaligen und vielleicht auch zukünftigen Trainer zu verdanken hat.»

Der Rahmen für das Spiel gegen den Meister ist jedenfalls würdig. Das Stückchen Euphorie vom vergangenen Sonntag hat die letzten Tage offenbar überdauert. Bis Freitagmittag sind knapp 14'500 Tickets verkauft worden. Zeider sagt: «Wir wollen Punkte holen, darum geht es.»

Das Spiel gegen den Tabellendritten ist auch die Rückkehr auf den Naturrasen, auf dem die St.Galler seit Donnerstag wieder trainieren. Die letzten Wochen bereiteten sie sich vor allem auf Plastik vor, da der Rückrundenauftakt in Lausanne auf Kunstrasen ausgetragen wurde.

Mögliche FCSG-Formation:
Zigi; Sutter, Stergiou, Maglica, Schmidt; Görtler, Quintillà, Jankewitz; von Moos, Duah, Guillemenot.


https://www.tagblatt.ch/leben/wandertip ... ld.2246799

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 Beitrag Verfasst: Samstag 5. Februar 2022, 17:35 
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05.02.2022

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Nach der turbulenten Woche

Wie viel Meister steckt noch in YB?

Die meisten Transfers sind getätigt, die Rückrunde läuft, am Sonntag muss YB zum formstarken St. Gallen. Wie schlagkräftig sind die Young Boys im Titelkampf?

Abgeflogen wird saisonal gegen Süden. Nur gilt das in der Regel für Zugvögel. Doch vier Spieler wechselten in den letzten Wochen von der Schweiz nach Italien, der Super League in die Serie A. Mit Silvan Hefti (Genoa), Michel Aebischer (Bologna) und Jean-Pierre Nsame (Venezia) spielten drei davon bei YB, der vierte war Basels Arthur Cabral (Fiorentina). 11 Fussballer verkauften Schweizer Clubs in diesem Winter in die grossen fünf Ligen – so viele wie noch nie.

Bei den Young Boys stellt sich nach dem Abgang von Christopher Martins (Spartak Moskau), der Verpflichtung von dessen typengleichem Ersatz Cheikh Niasse (von Lille) und mit der ersten Verletzung des neuen Jahres (Meschack Elia fällt einen Monat aus) die Frage: Wie schlagkräftig ist diese Mannschaft im Titelkampf? Wo ist YB noch immer ein Meister, wo weniger? Die meisten Transfers sind getätigt, jetzt lassen sich die Spiesse vergleichen.

Der Torwart

Druck kennt er aus dem Abstiegskampf in Frankreich, mit seiner neuen Aufgabe in Bern scheint er sich schnell zurechtgefunden zu haben: Anthony Racioppi ist der neue YB-Goalie, der sechste bereits in dieser Saison, und in seinem ersten Auftritt vergangenen Samstag gegen Lugano blieb er sogleich ohne Gegentor. Wie gut er wirklich ist, wurde durch diese Premiere noch nicht klar.

Bei FCB-Torhüter Heinz Lindner muss niemand über seine wahre Qualität rätseln: Er ist der offiziell beste Schlussmann der Liga. 13 Tore weniger, als aufgrund der Chancen zu erwarten gewesen wären, hat der noch bei GC oft verkannte Österreicher in der Vorrunde im Basler Gehäuse kassiert.

Und der FCZ? Yanick Brecher ist ein solider, kein überragender Goalie – doch mit 171 Partien in der Super League immerhin der erfahrenste der drei Torwarte bei den Titelkandidaten.

Vorteil: FCB.

Die Abwehr

Bei den Young Boys steht und fällt die defensive Qualität vor allem auch mit der Frage: Wie gut sind die Rückkehrer? Captain Fabian Lustenberger tastet sich nach sieben Monaten Verletzungspause noch immer an seine Form heran, noch ist er nicht der so clever antizipierende, stellungsclevere Abwehrchef aus der vergangenen Saison. Cédric Zesiger war vor seiner Fussverletzung im September der vielleicht beste Innenverteidiger der Liga: robust, spielintelligent, sprunggewaltig. Zum Ende der Vorrunde dann gab er sein Comeback, langfristig könnte er wieder neben Lustenberger agieren – oder wie zu Beginn der Saison neben Mohamed Camara. Auch er steht YB wieder zur Verfügung, mit Guinea ist Camara am Afrika-Cup im Achtelfinal ausgeschieden.

Der FC Basel hat Eray Cömert nach Spanien verloren, in Luzern verteidigte Wouter Burger neben Andy Pélmard, in den nächsten Wochen ist auf der Position noch mit einem Zuzug zu rechnen.

Beim FCZ blieb die erfolgreiche Dreierkette über die Winterpause bestehen, auch der umworbene Becir Omeragic ist immer noch da, weil sich Präsident und Sportchef offenbar geeinigt haben, für einmal während der Saison keine Spieler abzugeben. Der Zürcher Defensivverbund ist solid, aber wie jüngst beim glücklichen 1:0-Sieg gegen Servette geht es nicht jedes Mal aus.

Vorteil: YB.

Das Mittelfeld

Auf den ersten Blick schliesst sie sich wie von selbst, die Lücke, die Michel Aebischer im Aufbau der Young Boys hinterlässt: Sandro Lauper und Fabian Rieder zählen zu den talentiertesten Schweizern auf ihrer Position, Vincent Sierro hat in der Vorrunde oft bewiesen, im Zentrum ein Gewinn für YB sein zu können. Doch Aebischer bewegte sich in der Berner Spielgestaltung oft im entscheidenden Graubereich zwischen Kampf und Kreativität. «Sein Abschied eröffnet anderen im Kader die Chance, eine noch tragendere Rolle zu spielen», sagte Sportchef Christoph Spycher noch zum Rückrundenauftakt.

Umso mehr brauchen Aebischers Nachfolger einen physischen Backup. Doch von Zuzug Cheikh Niasse kann nach einer Vorrunde ohne viel Spielpraxis nicht auf Anhieb erwartet werden, dass er seine Rolle in der Tradition seiner dominanten Positions-Ahnen Sékou Sanogo und Christopher Martins ausfüllt.

Beim FCB wird Fabian Frei im Aufbau der Spieler mit den meisten Minuten bleiben. Daneben kann viel passieren. Spielt Wouter Burger weiter vorne? Was ist mit Matias Palacios? Bleibt Pajtim Kasami?

In der Mannschaft des Leaders FCZ hingegen sind in dem Bereich kaum Fragen offen, das Zürcher Mittelfeld ist wohl das am besten eingespielte. Nach Corona-Infektion kehrt auch Kreativling Antonio Marchesano zurück, das Knie von Blerim Dzemaili hält, Ousmane Doumbia ist unverändert gut.

Vorteil: FCZ

Der Angriff

In der Offensive stellen sich bei den Young Boys folgende Fragen. Jordan Siebatcheu hat in der Liga-Vorrunde 11 Tore geschossen, 2 im ersten, 4 im letzten Spiel – wann findet er zu seiner Konstanz? Wilfried Kanga war richtig gut im Schuss, dann stoppte ihn Mitte Dezember eine Verletzung, von der er sich gerade erst erholt hat – wie gut ist seine Form wieder? Felix Mambimbi trägt ein Schild, darauf steht «Golden Boy» – doch wann fängt er wirklich an zu glänzen? Und Meschack Elia kommt erst in drei, vier Wochen zurück – wo steht YB bis dann?

In Basel haben sie offensiv einiges gutzumachen: Arthur Cabral ist weg. Die Bürde des abgewanderten Torjägers soll in Teilen Fedor Chalow übernehmen. Der 23-jährige Russe galt einst als grosses Talent, 2017 zog er mit ZSKA Moskau gegen YB im Playoff in die Champions League ein, dann geriet seine Karriere ins Stocken. Ihm dürfte in den nächsten Tagen noch ein zweiter Stürmer zur Seite gestellt werden.

Der einzig «Neue» beim FCZ ist schon lange da: Assan Ceesay, zweitbester Torschütze der Liga, ist zurück vom Afrika-Cup, mit Gambia war im Viertelfinal Schluss.

Vorteil: YB.


St. Gallen – YB

16,30 Uhr, Kybunpark. – SR San.

So könnte YB spielen: Racioppi; Blum, Camara, Lustenberger, Maceiras; Fassnacht, Lauper, Sierro, Rieder; Kanga, Siebatcheu. – Es fehlen: von Ballmoos, Elia, Zbinden, Petignat (verletzt/im Aufbau). – Fraglich: Mambimbi und Maier. – Abwesend: Ngamaleu (Afrika-Cup).


https://www.bernerzeitung.ch/wie-viel-m ... 2986146054

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 6. Februar 2022, 21:21 
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Zeidler egalisiert Klubrekord

Mit «Berner Groove» zum neuerlichen Coup über den Meister?

Mit zurückgewonnener Spielfreude und vielversprechenden Neuzugängen peilen die Ostschweizer einen weiteren Heimsieg gegen YB an.

Gleich alle sechs Neuzugänge hatte Peter Zeidler zum Rückrundenauftakt in der Westschweiz eingesetzt. Und der frische Wind zeigte die gewünschte Wirkung: Erstmals gelangen den St. Gallern in dieser Super-League-Saison mehr als drei Tore in einem Spiel.

Vom Meister ausgebildet

Der 5:1-Erfolg bei Lausanne-Sport bedeutete nicht nur den höchsten Saisonsieg, sondern auch drei wichtige Punkte im Direktduell mit dem Tabellenvorletzten. Mit Kwadwo Duah (2 Tore) und Alexandre Jankewitz (2 Assists) spielten sich dabei gleich zwei Akteure in den Vordergrund, die eine Vergangenheit bei den Young Boys aufweisen.

Mit Bastien Toma reihte sich ein anderer Neuer in die Torschützenliste ein, Jordi Quintilla spulte bei seiner Rückkehr bereits wieder die meisten Kilometer ab. Zugegeben förderte ein Platzverweis nach dem Seitenwechsel einen Spielverlauf, der Peter Zeidler in die Karten spielte und sein Gegenüber, Ilija Borenovic, drei Tage später den Job kosten sollte.

St. Gallens gemischte Gefühle

Auch wenn die Chancenauswertung in der Waadt nicht jener eines Spitzenteams entsprach, liessen sich im Spiel der St. Galler Ansätze davon erkennen, dass die «Espen» ihre spielerische Unsicherheit in der Winterpause abgestreift haben. So streben Zeidler und Co. denn auch gegen YB einen neuerlichen Punktgewinn an. Schliesslich feierten sie einen von bisher nur zwei Heimsiegen gegen den Meister.

Beim überraschenden 3:1-Coup Ende Oktober führte Élie Youan die Ostschweizer früh auf die Siegerstrasse. Mit 6 Toren verkörperte er den besten Torschützen bei Grün-Weiss, ehe er unter der Woche den Klub in Richtung Belgien verliess. Nebst dem Abgang des Stürmers wird auch die anhaltende Verletzungsmisere in der Defensive für gemischte Gefühle in der Ostschweiz sorgen. So dürfte gegen YB mit Isaac Schmidt erneut ein gelernter Rechtsaussen an der Seite von Leonidas Stergiou in der Innenverteidigung auflaufen.

Zeidlers Rekord

Eine improvisierte Hintermannschaft ausgerechnet gegen jenes Team, das den Espen in der Super League nicht nur die meisten Niederlagen (39), sondern auch die meisten Gegentore (139) zugefügt hat. Doch nicht nur Übungsleiter Zeidler, der mit seinem 128. SL-Spiel als FCSG-Coach den Rekord von Jeff Saibene (2011-15) egalisiert, blickt optimistisch dem ersten Rückrunden-Highlight entgegen: Bereits am Freitag waren für das Spiel über 14'000 Tickets abgesetzt – in der Ostschweiz braucht es bekanntlich wenig für einen neuerlichen Euphorieschub.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... en-meister

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 6. Februar 2022, 21:25 
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Schiesst der St.-Gallen-Leihspieler YB ab, bucht er ein Eigentor

Der Janke-Witz

Der Janke-Witz! Alexandre Jankewitz ist von YB an St. Gallen ausgeliehen. Wie würden die sich in der Ostschweiz schlapp lachen, wenn ausgerechnet er heute den Meister abschiessen würde ...

Bislang wars noch nicht die grosse Liebe zwischen dem Talent Alexandre Jankewitz (20), Stammspieler an der U21-EM 2021, der als 16-Jähriger von Servette zu Southampton zog – und YB mit Trainer David Wagner. Drei Kurzeinsätze in der Super League. Dazu zwei im Cup gegen die Zweitligisten Littau und Iliia. Geschuldet war dies auch dem Überangebot bei YB im zentralen Mittelfeld.

Als sich kein Wechsel eines zentralen Mittelfeldspielers abzeichnete, war eine Leihe zwecks Sammlung von Spielpraxis nichts als folgerichtig. Zu St. Gallen, kein YB-Konkurrent im Titelrennen.

Nach Espen-Gala musste der gegnerische Coach gehen

Doch dann gingen die beiden Aggressivleader im Berner Mittelfeld, Michel Aebischer (zu Bologna) und Christopher Martins (zu Spartak Moskau), und St. Gallen legte mit seinen vielen hochkarätigen Zuzügen einen derart fulminanten Rückrundenstart gegen Lausanne (5:1) hin, dass dieses Spiel dem gegnerischen Coach Ilija Borenovic den Job kostete.

Klauseln sind bei uns verboten

Und nun kommt es bereits zum Spiel gegen YB …

In solchen Konstellationen pflegten gewisse Klubs früher Einsatzverbote gegen den Besitzerverein im Leihvertrag festzuschreiben, um jeglichen Interessenkonflikten aus dem Weg zu gehen. So durfte Moreno Costanzo in der Saison 2014/15 als Aarau-Leihspieler nicht gegen Besitzerklub YB auflaufen. Kurz darauf verbot die Liga solche Klauseln. «Damit soll Wettbewerbsverzerrung verhindert werden. Ein Besitzerklub soll einem Leihklub die Aufstellung nicht diktieren können», erläutert Liga-Sprecher Philippe Guggisberg. Anders in England: Dort steht im Reglement, dass man als Leihspieler «nicht» gegen seinen Besitzer spielen darf.

Aber wir sind in der Schweiz und so ist klar, dass Jankewitz auflaufen kann. Und geladen sein wird wie nur etwas, es Wagner zu zeigen. Reden darf oder will der Rastaman nicht im Vorfeld des YB-Spiels. Der FC St. Gallen teilt mit: «Alex Jankewitz ist grundsätzlich zu einem Interview bereit – er möchte sich aber erst ganz auf die nächsten beiden Spiele gegen YB und Carouge konzentrieren. Danach steht er gerne zur Verfügung.» Ende September hatte der Youngster zu seinen ersten YB-Monaten gesagt: «Vielleicht ist es nicht das, was die Leute erwartet haben.» Und zur Zukunft: «Aber meine Zeit kommt. Sicher sogar. Sie kommt immer, wenn man hart arbeitet. Und das tue ich.»

Alex würde sich um seine Meisterprämie bringen

Und das hat er. Weshalb er gegen Lausanne sackstark war: Blick-Note 5 und die Assists zu den ersten beiden Toren. YB-Sportchef Christoph Spycher freut sich sehr über starke Leistungen von Alex, aber: «Mir wäre es auch so recht: Alex soll gegen alle anderen acht Teams tolle Spiele machen – und sich dann ab Sommer bei uns entfalten.»

Tja. Und ins eigene Knie schiessen würde sich Jankewitz mit einem Abschuss von YB auch noch. Wenn YB (auch) deswegen den Titel verpasst, würde ihm sein Anteil an der Meisterprämie entgehen. Und er könnte nächste Saison garantiert nicht in der Champions League spielen. In St. Gallen würden sie sich jedenfalls schlapp lachen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 11384.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 6. Februar 2022, 21:26 
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06.02.2022

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Meister schenkt 3:0-Führung her

St. Gallen schockt YB in der Nachspielzeit

Was für ein Spiel. YB führt in St. Gallen 3:0 und reist nach einer verrückten Schlussphase dennoch nur mit einem Punkt nach Hause. Den FCZ freuts.

Nach 39 Minuten erheben sich die St. Galler Fans zu einer Standing Ovation. Die Espen fighten, sind richtig aufsässig. Nur: Das Heimteam liegt zu diesem Zeitpunkt 0:1 zurück und kassiert vor dem Seitenwechsel auch noch das 0:2.

Die Berner sind gnadenlos effizient. Die Ostschweizer hadern. Auch der VAR und Ref San (vermeintliches Zesiger-Handspiel im Strafraum und vor dem 0:1) entscheiden zu ihren Ungunsten.

YB-Siebatcheu sorgt früh nach der Pause für die vermeintliche Vorentscheidung. Für kurze Zeit läuft St. Gallen Gefahr, auseinanderzufallen.

Aber die Zeidler-Equipe fängt sich rasch wieder, beweist Moral und verkürzt auf 2:3. Hochspannung im Kybunpark. Und in der Nachspielzeit fällt tatsächlich noch der Ausgleich. Statt Standing Ovations flippen die St. Galler Fans nun komplett aus.

Die Tore:
25. Fassnacht 0:1 | St. Gallens Maglica legt YB-Rieder den Ball direkt in die Füsse. Der 19-Jährige schaltet blitzschnell und lanciert Fassnacht mit einem hohen Zuspiel, der die ideale Vorlage gekonnt verwertet. Aber war bei der Ballannahme an der Strafraumgrenze nicht Fassnachts Oberarm im Spiel? Minutenlang checkt VAR Tschudi die Szene und funkt dann San aufs Ohr: Der Treffer zählt.

44. Siebatcheu 0:2 | Der Meister ist gnadenlos effizient. Fassnacht, der Helmträger, wird von Rieder bedient, legt den Ball per Kopf in die Strafraummitte. Siebatcheu entwischt Stergiou, legt sich die Kugel vom linken auf den rechten Fuss und netzt problemlos ein.

50. Siebatcheu 0:3 | Nach einem Ballverlust von Schmidt in der Vorwärtsbewegung hat Fassnacht alle Zeit der Welt und flankt in den Strafraum zu Siebatcheu. Der Stürmer wird von Stergiou nicht gestört und markiert per Kopf seinen Doppelpack.

61. Duah 1:3 | St. Gallen kontert nach einer dicken Kanga-Möglichkeit erfolgreich. Görtler lanciert Duah. Dessen Flachschuss muss YB-Keeper Racioppi durch die Hosenträger passieren lassen.

85. Besio 2:3 | Quintilla sieht auf der linken Seite Besio. Der Joker zieht von der Strafraumgrenze per Innenrist direkt ab und trifft via Innenpfosten.

90.+2 Duah 3:3 | In St. Gallen bricht der Wahnsinn aus. Schmidt bugsiert das Leder in die Gefahrenzone. Duah schiesst. Zesiger fälscht unglücklich ab und Racioppi lässt den Ball über die Linie kullern.

Der Beste:
Der Berner Kwadwo Duah ist von den Bernern nie zu halten. Von der ersten bis zur letzten Minute nicht. Weshalb er zum Doppeltorschützen wird und zum Helden des Last-Minute-Punktgewinns.

Der Schlechteste:
Matej Maglica ist der St. Galler Hauptschuldige an den Toren zum 0:1 und 0:2. Fassnachts Treffer leitet er mit einem Fehlpass auf Rieder direkt ein. Vor Siebatcheus Skoreerhöhung lässt er sich von Monteiro viel zu einfach wegdrücken. Und sein rücksichtsloses Einsteigen gegen Rieder kurz nach der Pause ist eigentlich eine zwingende Gelbe Karte.

Das gab zu reden:
Wilfried Kanga ist eine Minute im Spiel und muss das 4:0 für YB machen. Zwingend. Er scheitert an Zigi. Und im Gegenzug kassiert YB das erste Tor. Kangas vergebene Riesenchance ist der Auftakt zur fulminanten Aufholjagd der Espen.

So gehts weiter:
Die St. Galler treten am Mittwoch im Cup-Viertelfinal bei Etoile Carouge (Promotion League) an. Am kommenden Samstag empfangen sie zuhause in der Liga Servette, YB duelliert sich am Sonntag im Wankdorf mit Basel.

St. Gallen – YB 3:3 (0:2)

Kybunpark, 16'000 Fans, SR: San

Tore: 25. Fassnacht (Rieder) 0:1, 44. Siebatcheu (Fassnacht) 0:2, 50. Siebatcheu (Fassnacht) 0:3, 61. Duah (Görtler) 1:3, 85. Besio (Quintilla) 2:3, 92. Duah (Schmidt) 3:3.

St. Gallen: Zigi; Sutter, Stergiou, Maglica, Schmidt; Quintilla; Görtler, Jankewitz; Von Moos, Duah, Guillemenot.

YB: Racioppi; Maceiras, Lustenberger, Zesiger, Lefort; Fassnacht, Sierro, Lauper, Rieder; Siebatcheu, Monteiro.

Einwechslungen St. Gallen: Besio (53. für Guillemenot), Stillhart (53. für Maglica), Toma (53. für Jankewitz), Lungoyi (65. für Von Moos), Schubert (81. für Sutter).

Einwechslungen YB: Kanga (60. für Sierro), Niasse (74. für Monteiro), Camara (89. für Siebatcheu), Garcia (89. für Lauper).

Gelb: 5. Guillemenot. 7. Zesiger. 44. Jankewitz. 75. Duah (alle Foul).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Münst, Fazliji, Kempter, Kräuchi, Lüchinger (verletzt/krank). – YB ohne Von Ballmoos, Zbinden, Petignat, Elia, Mambimbi, Maier (verletzt), Ngamaleu (Afrika-Cup).


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 10690.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 6. Februar 2022, 21:27 
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Ausgleich in der Nachspielzeit

YB verspielt 3:0-Führung – ganz zur Freude des FCZ

Die Young Boys sehen in St. Gallen wie der sichere Sieger aus. Dann drehen ein Stadtberner und ein 17-Jähriger in Diensten des Heimteams auf.

der Nachspielzeit – YB verspielt 3:0-Führung – ganz zur Freude des FCZ
Ausgleich in der NachspielzeitYB verspielt 3:0-Führung – ganz zur Freude des FCZ
Die Young Boys sehen in St. Gallen wie der sichere Sieger aus. Dann drehen ein Stadtberner und ein 17-Jähriger in Diensten des Heimteams auf.
Dominic Wuillemin
Dominic Wuillemin
Aktualisiert vor 43 Minuten

Lange sieht es nach einem eindrücklichen Auswärtssieg der Young Boys aus. Sie führen in St. Gallen dank Toren von Christan Fassnacht und Jordan Siebatcheu zur Pause 2:0, sie erhöhen dann durch Siebatcheu bald auf 3:0. Sie glänzen nicht, aber sie sind ein Meister der Effizienz. Rang 2 und eine erneute Ansage an Tabellenführer FC Zürich scheinen in Reichweite.

Und dann folgt der grosse Berner Einbruch. Kwadwo Duah, bei YB ausgebildet, leitet ihn mit seinem Tor zum 1:3 ein (61. Minute). Und ausgerechnet der Stadtberner in St. Galler Diensten ist es auch, der das YB-Leid komplettiert. Nachdem dem 17-jährigen Alessio Besio der Anschlusstreffer gelang (85.), ist es Duah, der in der Nachspielzeit zum 3:3 trifft. Der Jubel bei den Ostschweizern ist gross. Aber nicht nur bei ihnen: Duah sorgt für ein Wochenende, welches ganz nach dem Geschmack des FC Zürich verlaufen ist.

Tabellenführer FCZ gewann am Samstagabend das Derby gegen GC 3:1. Am Sonntag kommt der FC Basel daheim gegen Sion nur zu einem 3:3. Und weil auch YB patzt, beträgt der Vorsprung der Zürcher auf seine Verfolger schon 9, respektive 10 Punkte. Im dritten Spiel des Sonntags verliert der FC Luzern in Lugano 1:2 und verbleibt am Tabellenende.


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Rückschlag im Titelkampf

YB trifft, führt, schwimmt und stolpert

3:3 statt 3:0 – die Young Boys zeigen sich in St. Gallen überraschend effizient, geben ihre zunächst klare Führung aber in letzter Sekunde preis.

Und dann ist plötzlich wieder vieles offen. YB schwimmt in dieser Phase gegen den FC St. Gallen, aus dem böigen Windkanal Kybunpark ist im Dauerregen längst ein Wasserpark geworden. Eben hat Sandro Lauper im Aufbau gepatzt, Alessio Besio überlegt abgeschlossen. Es steht 2:3, das Heimteam ist in diesem Spiel wieder dran an den Young Boys, die diesmal für sie so ungewöhnliche Qualitäten an den Tag gelegt haben.

Fünf Minuten Nachspielzeit gibt es, eineinhalb davon sind um, Kwadwo Duah kommt im Strafraum noch einmal an den Ball. Er, der Stürmer aus Bern-Bethlehem, von YB einst verschmäht, dafür bei St. Gallen so hoch im Kurs.

Duah trifft, Anthony Racioppi sieht im YB-Tor schlecht aus. 3:3 nach 3:0, einmal mehr wird es zwischen YB und St. Gallen richtig spektakulär, für die Young Boys ist es ein ganz bitterer Schlusspunkt unter einen verrückten Nachmittag.

Auch diesmal treten sie nach dem Leader FCZ zur nächsten Runde im Meisterrennen an, vom 3:1 im Derby gegen GC vom Samstagabend dürften sie Notiz genommen haben. Der zweite Konkurrent FCB liess Punkte liegen, spielte 3:3 gegen Sion, und so tüftelt YB im Windkanal am Überholmanöver in der Tabelle.

YB leidet – aber führt zur Pause 2:0

Die Rückrunde ist noch keine zwei Wochen alt, schon beginnen sich beim Meister wieder die Reihen zu lichten. Meschack Elia fällt länger aus, zu ihm gesellten sich am Sonntag auch die leicht angeschlagenen Felix Mambimbi (Zehe) und Nico Maier (muskuläre Blessur). Auch deshalb kommt Joel Monteiro zu seinem Debüt in Gelb-Schwarz – und der Walliser mit portugiesischen Wurzeln hat die erste Chance des Spiels, scheitert aber aus spitzem Winkel an St. Gallens Goalie Lawrence Ati Zigi.

Doch St. Gallen ist in der Startphase besser, schneller, bei diesen Bedingungen auch: windschnittiger. Früh räumt YB-Rückkehrer Cédric Zesiger in seinem ersten Startelfeinsatz nach seiner Verletzung Duah ab, sieht Gelb – und fehlt YB so nächste Woche gegen den FCB gesperrt.

Die Young Boys leiden, und sie haben, anders als noch vor einer Woche beim 1:0 gegen Lugano, nicht einmal den Ball. St. Gallens Dreimannsturm macht Wirbel, die echten Chancen fehlen noch – und YB? Geht mit der zweiten Chance in Führung. Nach einem St. Galler Fehlpass reagiert Fabian Rieder blitzschnell, findet mit seinem Heber Christian Fassnacht, der überlegt mit links abschliesst.

«Bis dahin lief alles gut»

An der Charakteristik des Spiels ändert die Führung fürs Erste nichts. St. Gallen powert, Racioppi ist im YB-Tor gefordert, rettet gegen Duah, gegen Jérémy Guillemenot, Lukas Görtler trifft das Aussennetz. Es sieht nicht danach aus, als ob das lange gut gehen könnte für YB. Tut es aber vorerst – und wie: In der 44. Minute trifft Jordan Siebatcheu zum 2:0, Fassnacht bereitet per Kopf vor, Monteiro sperrt clever.

Und weil wiederum Siebatcheu kurz nach Wiederanpfiff mit der vierten Berner Torchance auf 3:0 erhöht, als ihn wiederum Fassnacht mit seiner Flanke findet, darf man sich verwundert die Augen reiben und konstatieren: YB ist vor dem Tor brutal effizient. «Bis dahin lief für uns alles gut, auch ohne Ballbesitz», sagt Mittelfeldspieler Rieder. «Ich habe von uns eigentlich ein super Auswärtsspiel gesehen», sagt YB-Trainer David Wagner.

Eigentlich. Bis dahin. Denn mit dem in der zweiten Halbzeit einsetzenden Regen beginnt YB zu schwimmen. Siebatcheus vermeintliches 4:0 wird wegen eines Handspiels aberkannt. Nach einer Stunde rückt Monteiro nach hinten, mit Wilfried Kanga kommt ein weiterer Stürmer ins Spiel, während Mittelfeldspieler Vincent Sierro das Feld verlässt. Gegen Lugano war Kanga noch erfolgreicher Vorbereiter zum 1:0-Sieg, jetzt wird er zum Sinnbild für die Wende. Nur Sekunden nach seiner Einwechslung scheitert er aus bester Position an Zigi. YB bleibt der Jubel im Hals stecken, das Heimteam fährt den Konter, auf links klafft bei den Young Boys nach der Umstellung eine Lücke. Es wird Duahs erster Streich, Racioppis erstes Gegentor in der Super League. Und für YB der Anfang vom Ende.

Längst ist es ein hitziges Duell, die St. Galler entwickeln über die ganze Partie hinweg einen enormen Druck. Bastien Toma ist im Spiel, YB-Leihgabe Alexandre Jankewitz zog diesmal einen eher unauffälligen Tag ein. Görtler passt zur Mitte, der auffällige Julian von Moos trifft nicht, aber es wird klar, wie ungemütlich die Schlussphase für die Young Boys noch werden kann.

Für die Schlussviertelstunde schickt Wagner die jüngste Erwerbung ins Spiel: Cheikh Niasse feiert sein Debüt für YB, der Senegalese konnte unter der Woche von Lille verpflichtet werden, von ihm verspricht man sich Verstärkung im physischen Bereich.

Es bleibt, zumindest für diese Schlussphase in St. Gallen, Wunschdenken. Nach dem 2:3 durch Besio, von Jordi Quintilla fein vorbereitet, wird YB eingeschnürt. Ein Eckball sorgt für Entlastung, Rieder tritt ihn, Siebatcheus Ablenker streift am Pfosten vorbei.

Nun sind es schon zehn Punkte Rückstand

Es kommt, wie es kommen muss. Isaac Schmidt, auch er mit auffälligem Spiel, kann flanken, Quentin Maceiras und Fassnacht können ihn nicht daran hindern. Duah in der Mitte hat zu viel Platz, Racioppi wird von dessen abgelenktem Schuss überrascht. «Das ist wahnsinnig ärgerlich», sagt Trainer Wagner, «wir müssten das 4:0 erzielen, aber wir holen den Gegner mit einfachen Fehlern zurück ins Spiel.»

3:3 statt 3:0. Zehn Punkte Rückstand auf die Spitze statt acht, weiterhin Rang 3 statt 2. Die Mission Titelverteidigung hat sich für die Young Boys massiv erschwert. «Wir haben vor dem Start zur Rückrunde gesagt, dass wir nicht jeden Spieltag darüber reflektieren, wie viele Zähler es nun sind», erinnert Wagner.

Ein weiteres Unentschieden nächsten Sonntag gegen den FCB jedenfalls würde dem Meisterrennen schon erheblich Spannung nehmen.


Das Telegramm

St. Gallen - YB 3:3 (0:2)

Kybunpark. – 16 305 Zuschauer. – SR San.YB: Racioppi; Maceiras, Lustenberger, Zesiger, Lefort; Fassnacht, Lauper, Sierro, Rieder; Monteiro, Siebatcheu.Tore: 25. Fassnacht 0:1. 44. Siebatcheu 0:2. 50. Siebatcheu 0:3. 61. Duah 1:3. 85. Besio 2:3. 92. Duah 3:3.Wechsel: 60. Kanga für Sierro. 73. Niasse für Monteiro. 89. Garcia für Siebatcheu, Camara für Lauper.


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