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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 9. Dezember 2021, 10:35 
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BSC Young Boys- FC Sion

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Stadion Wankdorf, Bern
Sonntag, 12. Dezember 2021
Zeit: 14:15 Uhr

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Webseiten FC Sion:
http://www.fc-sion.ch
http://1909.ch
http://sionclublarete.ch
http://www.freaks-sion.ch
http://www.transfermarkt.ch/de/fc-sion/ ... n_321.html
http://de.wikipedia.org/wiki/FC_Sion
https://www.facebook.com/FCSion
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http://www.stades.ch/Tourbillon-photos.html

Forum FC Sion:
http://www.fcsion4ever.com
http://www.sionclublarete.ch/forum
http://forum.aceboard.net/index.php?login=258

Statistiken / Vergleiche vs. FC Sion:
http://www.sfl.ch/superleague/klubs/fc-sion/
https://www.transfermarkt.ch/spielberic ... ht/3587824
http://www.football-lineups.com/team/FC_Sion
https://de.soccerway.com/teams/switzerland/fc-sion/2189
https://de.soccerway.com/matches/2021/1 ... on/3524260
https://de.soccerway.com/matches/2021/1 ... /head2head
https://www.fussballdaten.de/schweiz/2022/17
https://www.fussballdaten.de/vereine/yo ... rn/fc-sion
http://www.weltfussball.com/teams/bsc-y ... fc-sion/11
http://de.fcstats.com/vergleich,bsc-you ... 81,885.php
https://footystats.org/clubs/bsc-young-boys-94
https://footystats.org/switzerland/bsc- ... -h2h-stats
https://www.kicker.de/young-boys-gegen- ... /spielinfo


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 Beitrag Verfasst: Samstag 11. Dezember 2021, 00:30 
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Alles zum Spiel YB - Sion


Die personelle Situation bei YB

Gesperrt: Martins (nach gelbroter Karte gegen Servette)
Verletzt: Von Ballmoos, Garcia, Petignat, Fassnacht, Mambimbi.
Krank: Spielmann.
Rekonvaleszent: Nsame, Monteiro.

Die zuletzt verletzt gewesenen Joël Monteiro, Jean-Pierre Nsame und Cédric Zesiger erhalten am Freitagabend in einem Testspiel mit der YB U21 gegen Servette Spielpraxis.



Martin Lengen: «Wir wurden von YB sehr verwöhnt»

Martin Lengen (47) trainiert den Nachbarn FC Breitenrain und ist mit seiner Mannschaft in der Promotion League im Hoch. Der frühere YB-Verteidiger spricht über die erste Saisonhälfte – und seine Eindrücke von YB.

***

Martin, 18 Spiele, 46 Punkte, Platz 1 mit 10 Punkten Vorsprung: Welche Adjektive beschreiben die Vorrunde des FC Breitenrain am besten?
Traumhaft, märchenhaft – vermutlich trifft es das am ehesten. Im Sommer sagten wir uns: Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben. 27 Punkte waren unser Ziel bis zur Winterpause, jetzt sind es 46. Und es gab keine einzige Niederlage. In umkämpften Spielen gelang uns oft noch der Lucky Punch.

Jetzt dürfte das Saisonziel nach oben korrigiert werden.
Wir haben den Anspruch, die Finalrunde zu erreichen, die von den ersten sechs Teams bestritten wird. Dieses Ziel mag nun relativ defensiv formuliert sein, doch wir tun gut daran, bescheiden zu bleiben. Wir haben die Erwartungen bei weitem übertroffen und uns in eine hervorragende Ausgangslage gebracht. Aber ein schöner Vorsprung kann schnell verspielt sein, wenn man sich zurücklehnt.

Was zeichnet Breitenrain aus?
Die Bodenständigkeit. Unsere Spieler sind überhaupt nicht verwöhnt, kümmern sich selber um viele Dinge, die in anderen Clubs von Betreuern übernommen werden. Jeder zieht mit, auch jene, die nicht so oft zum Zug kommen. Übrigens haben sehr viele in unserem Kader eine Vergangenheit bei YB: bestens ausgebildete und einfach gute «Giele».

Stichwort YB: Du bist als früherer Profi ein aufmerksamer Beobachter. Welche Eindrücke hast Du von der Mannschaft?
Die Resultate in der Meisterschaft waren zuletzt nicht optimal, aber das ändert nichts an meiner Einschätzung: YB ist ein Topteam, für mich das beste der Liga. Wir Berner wurden in den vergangenen Jahren sehr verwöhnt, das sollten wir nicht vergessen. Ich glaube, dass die hohe Belastung gewisse Spuren hinterlässt. Aber ich bin überzeugt, dass YB den Rückstand wettmachen wird. Und eine wichtige Rolle kann Jean-Pierre Nsame übernehmen, wenn er – hoffentlich sehr bald – sein Comeback geben wird.

Nun geht es gegen den FC Sion, einen anderen früheren Verein von Dir. Wie beurteilst Du die Walliser?
Nicht viel anders als noch im Frühjahr: Der Verein kommt irgendwie nicht richtig vom Fleck. Es würde mich überraschen, wenn Sion in Bern zu einem Punktgewinn käme.



Sions Kampf gegen eine negative Bilanz im Wankdorf

Die Walliser haben seit 1996 in Bern kein Meisterschaftsspiel mehr gegen YB gewonnen. Nach einem Auf und Ab in den vergangenen Wochen belegen sie aktuell Tabellenrang 7.

Am 8. Oktober trennte sich der FC Sion von Trainer Marco Walker, am 9. Oktober präsentierte der Verein bereits den Nachfolger – und dabei handelte es sich um einen Altbekannten: Paolo Tramezzani (unten im Bild) kehrte ins Wallis zurück, der Italiener, der 2017 bereits eine kurze Zeit im Amt gewesen und 2020 in der Endphase der Meisterschaft eingesprungen war. In den vergangenen Wochen hat der 51-Jährige mit Sion ein Auf und Ab erlebt: 0:1 gegen Basel, 2:1 bei Servette, 1:3 gegen GC, 1:0 in Luzern, 0:1 gegen Zürich, 3:1 gegen St. Gallen, 0:2 in Lugano.

Nach der verlorenen Partie im Tessin am letzten Sonntag äusserte Tramezzani seinen Unmut über die Leistung deutlich. Der «Walliser Bote» zitierte den Trainer so: «Die Attitüde der Spieler war völlig ungenügend. Ich kann eine Niederlage akzeptieren, wenn der Gegner besser war. Aber ich akzeptiere sie nicht, wenn die Spieler nicht 100 Prozent geben.» Ausserdem sagte Tramezzani: «Gefragt sind harte Arbeit und Opferbereitschaft. Ich will Charakter und Persönlichkeit sehen. Wer dies besitzt, zeigt das jede Woche. Ich will keine Entschuldigungen hören.»

Die Sittener tun sich in dieser Saison nicht leicht mit dem Toreschiessen. 19 Mal waren sie in 16 Runden erfolgreich, nur zweimal mehr als Lausanne, das bislang die wenigsten Tore der zehn Super-League-Teams erzielte. Die erfolgreichste Offensivkraft ist Filip Stojilkovic. Der Schweizer U21-Nationalspieler bringt es auf vier Treffer.

Tramezzani erwartet von seiner Mannschaft gegen YB eine Reaktion. Allerdings gibt es da auch eine lange Negativserie: In der Meisterschaft liegt Sions letzter Sieg im Berner Wankdorf weit zurück. Am 17. August 1996 gab es vor 4'500 Zuschauern ein 2:1. Der Schwede Robert Prytz hatte die Berner mit einem Penalty in Führung gebracht (8.), Vladan Lukic glich per Elfmeter aus (58.), und nach 85 Minuten gelang dem Franzosen Philippe Vercruysse das entscheidende Tor.


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 Beitrag Verfasst: Samstag 11. Dezember 2021, 10:30 
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YB in der Super League

Jetzt ist die Zeit der Ablenkungen vorbei

Ausgeschieden im Europacup, Rückstand in der Liga: Die Young Boys haben ab jetzt nur noch einen klaren Fokus. Dabei ermöglichen Rückkehrer dem Trainer noch mehr Flexibilität.

So, nun ist die Party endgültig vorbei, von jetzt an gibt es nur noch Alltag. Am Donnerstag dürfte der verpasste Sieg gegen Manchester United noch für etwas Katerstimmung gesorgt haben, gerade weil Villarreal das um einen Tag verschobene Spiel bei Atalanta Bergamo gewann – den Young Boys hätten drei Punkte im Theater der Träume gereicht, um den europäischen Traum immerhin eine Stufe tiefer in der Europa League weiterleben zu können.

Und dennoch ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass sich die Berner ab nun wieder auf die Liga, aufs Wesentliche konzentrieren können, fernab der Verlockungen von Metropolen wie Barcelona, Glasgow oder Monaco, die mit etwas mehr Glück im Frühjahr hätten bereist werden können. Es ist ja nicht so, dass YB momentan mit dem heimischen Tagesgeschäft massiv unterfordert wäre, als Erinnerung reicht ein Blick auf die Tabelle und die letzte Begegnung mit dem nächsten Gegner Sion (Sonntag, 14.15 Uhr).

Und dennoch ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass sich die Berner ab nun wieder auf die Liga, aufs Wesentliche konzentrieren können, fernab der Verlockungen von Metropolen wie Barcelona, Glasgow oder Monaco, die mit etwas mehr Glück im Frühjahr hätten bereist werden können. Es ist ja nicht so, dass YB momentan mit dem heimischen Tagesgeschäft massiv unterfordert wäre, als Erinnerung reicht ein Blick auf die Tabelle und die letzte Begegnung mit dem nächsten Gegner Sion (Sonntag, 14.15 Uhr).

So könnte YB spielen: Faivre; Hefti, Lauper, Camara, Lefort; Maceiras, Sierro, Aebischer, Sulejmani (Ngamaleu); Elia, Siebatcheu. – YB ohne: Mambimbi, Garcia, Nsame, von Ballmoos, Fassnacht, Petignat (alle verletzt/im Aufbau).

0:1 verlor der Titelverteidiger Anfang August im Wallis, das sah damals noch wie ein kleiner Betriebsunfall aus, schliesslich sollten kurz darauf Siege in der Champions-League-Qualifikation, ein 4:0 gegen den FCZ und vor allem dieses magische 2:1 gegen Manchester United folgen. Doch nun, vier Monate später, ist die Realität doch eine andere: Rang vier in der Liga, neun Punkte Rückstand auf Leader Zürich, immerhin bei einem Spiel weniger. Und während in jüngster Vergangenheit eine solche Partie wie gegen die Sittener als Pflichtübung angeschaut wurde, hat sie mittlerweile fast schon Charakter eines Schicksalsspiels. Denn danach warten vor der Winterpause Basel (Tabellenzweiter) und Lugano (Dritter).

Langsam mehr taktische Flexibilität

«Keine Frage», sagt David Wagner, «bis zur Winterpause wollen wir drei Siege.» Dabei kommt es dem Trainer gelegen, dass zum Ende des Jahres immerhin in der Defensive Personal zurückkehrt. Nach Captain Lustenberger und Mohamed Camara ist mit Cédric Zesiger der dritte zuletzt verletzt gemeldete Innenverteidiger wieder fit, das sorgt für zunehmenden Konkurrenzkampf und eröffnet Wagner noch mehr taktische Möglichkeiten.

Sandro Lauper, der gelernte Mittelfeldspieler, der zuletzt immer wieder in der Abwehr aushelfen musste, könnte wieder ins Zentrum rücken, zumal Christopher Martins gesperrt fehlt, er könnte als spielstärkster Part in einer defensiven Dreierkette aber auch mit öffnenden Pässen den zuletzt manchmal etwas stockenden offensiven Motor von ganz hinten aus ankurbeln.

Vielleicht hilft das den Young Boys, damit die Umstellung von Champions League auf Liga besser gelingt als zuletzt. «Wir müssen mal probieren, den Schwung mitzunehmen», fordert beispielsweise Fabian Rieder. Auch ihm ist nicht entgangen, dass nach vielversprechenden, teilweise fast schon glänzenden Auftritten auf internationalem Parkett oftmals matte Darbietungen in der Super League folgten. Schliesslich, so sagt er, «wollen wir am Schluss wieder zuoberst stehen». Klar, der 19-jährige Rieder kennt als YB-Profi auch gar nichts anderes. Ausserdem gibt es nur so im kommenden Jahr eine Chance auf die nächste Champions-League-Party.


YB – Sion

Wankdorf, Anpfiff 14.15 Uhr

So könnte YB spielen: Faivre; Hefti, Lauper, Camara, Lefort; Maceiras, Sierro, Aebischer, Sulejmani (Ngamaleu); Elia, Siebatcheu. – YB ohne: Mambimbi, Garcia, Nsame, von Ballmoos, Fassnacht, Petignat (alle verletzt/im Aufbau).


https://www.bernerzeitung.ch/jetzt-ist- ... 9529073898

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. Dezember 2021, 17:44 
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12.12.2021

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Wagner gewaltig unter Druck

Zündet Sion den YB-Baum an?

YB-Trainer David Wagner steht gegen Sion gewaltig unter Druck. Sein Antipode Paolo Tramezzani hat sein Team diese Woche kaserniert, um den ersten Sieg in Bern seit 24 (!) Jahren zu holen.

Sion-Trainer Paolo Tramezzani war nach dem 0:2 in Lugano stinksauer – auf seine Jungs. «Niederlage, Sieg, Niederlage, Sieg und so weiter – nicht mit mir!», sagte der Italiener. «Es ist nicht akzeptabel, wenn die Spieler nicht hundert Prozent geben. Ich will keine Entschuldigungen, sondern Charakter.» Und wie bildet man Charakter nach alter italienischer Trainerschule? Mit Einquartierung! «Paolo hat das Team die ganze Woche in meinem Hotel kaserniert», erzählt Präsident Christian Constantin. Napoli-Boss Aurelio de Laurentiis zum Beispiel kramt diese als überholt geltende Methode nach schwachen Leistungen regelmässig aus der Mottenkiste.

Wenn die bisher regelmässige Niederlagen-/Sieg-Serie des FC Sion weitergehen soll, ist ein Sieg im Wankdorf fällig. «Dein Wort in Gottes Ohr», sagt CC. «Aber dort holen wir nur Cupsiege. Sonst nichts!» Wann hat Sion denn zuletzt in Bern gewonnen? CC: «Das war 1997, als wir Meister wurden.»

Wagners wichtigstes Meisterschaftsspiel bisher

YB seinerseits steht auch unter Druck. Gewaltig sogar! Es gilt den Anschluss an den FCZ und Basel nicht zu verlieren. Trainer David Wagner ist gefordert wie nie. Es ist das für ihn bisher wichtigste Meisterschaftsspiel überhaupt. Und wenns schiefgeht? Dann brennt bei YB der Baum schon zwölf Tage vor Weihnachten. Es gäbe seriöse Diskussionen vor dem Knüller am Mittwoch gegen den FC Basel. Trainerdiskussionen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 61667.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. Dezember 2021, 17:45 
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Verrückter Sieg im Wankdorf

YB dreht Rückstand innerhalb von einer Minute

Spektakel ist nur der Vorname. YB und Sion liefern sich eine hochattraktive Partie im Wankdorf. Der Meister holt am Ende drei Punkte nach 0:2-Rückstand.

Das Spiel:
«Für uns ist das ein grosses – und vor allem wichtiges Spiel», meint YB-Trainer Wagner vor dem Anpfiff. Gross ist diese Partie allemal – und in allen Belangen auch verrückt. David Wagner geht mit einer äusserst offensiven Aufstellung in den Kampf gegen den FC Sion, der seit über 24 Jahren nicht mehr in Bern gewinnen konnte. Und es geht nach hinten los: YB pennt in der Defensive. 0:2 liegt der Meister nach 15 Minuten schon hinten, dazu werden die Berner mehrere Male eiskalt ausgekontert. Vorne, da spielt YB zwar meisterlich auf, doch bringen tut es bis dato nicht viel.

Erst nach der Gelb-Roten Karte, die sich Sions Baltazar aufgrund eines Ellbogenschlages gegen Aebischer einfängt – und der Einwechslung von Jungspund Fabian Rieder nach der Pause – kesselt der Meister Sion hinten ein. Und wendet das Spiel auf die sinnbildlichste Art und Weise: Mit einem Doppelschlag innert einer Minute. Die YB-Fans toben und feiern. Und Trainer David Wagner dürfte nach diesem Sieg erstmal Durchatmen.

Die Tore:
3., Birama Ndoye 0:1 | Schon nach drei Minuten klingelts im YB-Tor. Nach einem Eckball wird der Ball doppelt abgelenkt und springt Ndoye ans Bein – von da aus ins Tor. Der Sion-Spieler steht zum Leidwesen von YB einfach am perfekten Ort.

16., Filip Stojilkovic 0:2 | YB wird gnadenlos ausgekontert. Stojilkovic läuft mit viel Tempo auf das Tor der Berner zu, lässt dann Lauper mit einer Finte stehen und schliesst ab. Auch dieser Treffer ist aus YB-Sicht unglücklich: Der Schuss von Stojilkovic wird noch entscheidend abgelenkt.

25., Wilfried Kanga 1:2 | Moumi Ngamaleu hat auf der rechten Seite alle Zeit der Welt. Er schnippelt eine perfekte Flanke auf den Kopf von Kanga. Dieser köpfelt trocken ein.

60., Moumi Ngamaleu 2:2 I Wesley regt Rieder im Sechzehner – Penalty für die Berner. Ngamaleu läuft und und versenkt mit einem Weltklasse-Schuss ins rechte Eck.

61., Miralem Sulejmani 3:2 I Sulejmani trifft – und das Wankdorf rastet aus. Der Serbe nimmt eine Flanke Volley und haut den Ball unhaltbar ins Tor.

80., Wilfried Kanga 4:2 I Der eingewechselte Elia tanzt auf der linken Seite alle Sittener aus und legt zurück auf Kanga. Dieser setzt ebenfalls noch zu einer Finte an und macht dann den Deckel drauf.

94., Cavare 4:3 I Sion schafft noch den Anschlusstreffer durch Cavare. Nach einem Abpraller steht er im Sechzehner goldrichtig und schiesst ein.

Der Beste: Fabian Rieder macht den Unterschied aus. Der Torschütze vom Old Trafford verpasst zwar das leere Tor, schickt aber Sulejmani mit einem genialen Pass vor dem 3:2 in die Tiefe und holt zuvor clever den Penalty gegen Wesley heraus. Mit Betonung auf herausholen.

Der Schlechteste: Bis dann ist er der beste Mann auf dem Platz, Sions Brasilianer Baltazar. Dann hat er Pech, dass er Aebischer nicht sieht, weil er nur auf den Ball in der Luft schaut: Gelbrot. Kein Pech ist die erste Gelbe: Taktisches Foul vor der Mittellinie nach nur 20 Minuten. Einfach dämlich.

Das gab zu reden 1: Der nächste bitte! Goalie Guillaume Faivre muss mit einer Unterschenkelmuskel-Verletzung kurz vor Schluss raus, es kommt der von Aarau ausgeliehene Nicholas Ammeter. Damit ist wohl klar, dass dieser auch am Mittwoch im Knüller gegen Basel das YB-Tor hüten wird müssen.

Das gab zu reden 2: Das war das letzte Spiel von Schiedsrichter Adrien Jaccottet, der zurücktritt. Beileibe kein einfaches …

So gehts weiter: Am Mittwoch steht das Kracher Spiel YB – FC Basel auf dem Programm. Anpfiff ist um 20.30 Uhr im Wankdorf. Sion tritt heute in einer Woche zuhause gegen den FC Lausanne an (16.30 Uhr).

YB – FC Sion 4:3 (1:2)

Wankdorf

24'068 Fans

SR: Jaccottet (4)

YB: Faivre; Hefti, Camara, Lauper, Maceiras; Ngamaleu, Aebischer, Sierro, Sulejmani; Siebatcheu, Kanga.

Sion: Fickentscher; Cavaré, Bamert, Ndoye, Marquinhos; Zuffi; Wesley, Baltazar, Grgic, Bua; Stojilkovic.

Tore: 3. Ndoye (Grgic) 0:1. 16. Stojilkovic (Bua, Baltazar) 0:2. 25. Kanga (Ngamaleu, Aebischer) 1:2. 60. Ngamaleu (Foulpenalty) 2:2. 61. Sulejmani (Rieder) 3:2. 80. Kanga (Elia) 4:2. 95. Cavaré (Karlen, Itaitinga) 4:3.

Einwechslungen:

YB: Rieder (46. für Aebischer), Lustenberger (46. für Camara), Lefort (76. für Maceiras), Elia (76. für Sulejmani), Ammeter (84. für Faivre).

Sion: Itaitinga (58. für Bua), Theler (73. für Marquinhos), Karlen (78. für Wesley).

Gelb: 20. Baltazar. 51. Stojilkovic (beide Foul). 62. Sulejmani (Trikotausziehen). 63. Lauper. 78. Wesley (beide Foul).

Gelb-Rot: 41. Baltazar (Foul)

Bemerkungen: YB ohne Von Ballmoos, Fassnacht, Mambimbi, Garcia, Petignat (verletzt), Nsame, Monteiro (U21), Martins (gesperrt). – Sion ohne Hoarau, Doldur, Iapichino, Schmied, Sio, Araz, Serey Die (verletzt). – 10. Fickentscher lenkt Ball an den Pfosten. 23. Lattenschuss Aebischer.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 61317.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. Dezember 2021, 17:47 
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12.12.2021

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Sieben Tore, ein Platzverweis: Wahnsinn im Wankdorf – YB dreht Spiel innert einer Minute und gewinnt

Am Sonntagnachmittag empfing der Schweizer Meister aus Bern den FC Sion. Nach dem Aus in der Champions League wollten die Berner nun den Sieg. Und diesen schafften sie in einer äusserst dramatischen Partie.

«Es stehen wichtige Partien an. Wir müssen gewinnen. Nun wollen wir einen Re-Start.» Das meinte YB-Coach David Wagner vor der Partie gegen den FC Sion. Der Deutsche weiss: Ein Sieg muss her – sonst wird die Mission Titelverteidigung immer schwieriger. Zürich ist bereits auf und davon und auch der FCB und Lugano haben bereits einen komfortablen Vorsprung. Die Berner schlugen jedoch zurück und gewannen gegen Sion in einem äusserst dramatischen Spiel 4:3.

Das erste Tor fiel bereits nach drei Minuten. Nach einem Eckball landete der Ball bei Birama N’Doye, der per Slapstick-Einlage den Ball ins Berner Tor versenkte. Der Sion-Verteidiger wirkte selbst völlig überrascht über seinen Treffer. Mit der ersten Torchance gab es gleich das erste Tor! Daraufhin wollte Sion mehr. Das Team von Paolo Tramezzani drückte auf die 2:0-Führung und spielte die Berner schwindlig. Ja, die Berner sahen kein Land. Immer wieder schlief die Abwehr und wirkte überfordert. So verwunderte es nicht, dass Filip Stojilković in der 16. Minute für die Walliser erhöhte. Mit einem schönen Schlenzer traf er zum 2:0.

Aebischer wird blutig geschlagen

Zu diesem Zeitpunkt sah alles nach einem Desaster für den Meister aus. Zu wenig kam vom Team von Wagner. So manch ein YB-Fan fragte sich wohl schon bange: Wie hoch werden wir aus dem eigenen Stadion geschossen? Doch die Berner fanden zurück ins Spiel und drehten auf. Die Folge: Es entwickelte sich ein wilder Schlagabtausch. Zunächst traf Silvan Hefti nach rund 20 Minuten die Torumrandung und in der 25. Minute traf dann Wilfried Kanga zum 1:2-Anschluss. Moumi Ngamaleu flankte präzise auf den Stürmer und der bugsierte den Ball per Kopf ins Netz. Der Treffer bescherte den Bernern einen Auftrieb. Sie wollten den Ausgleich.

Die Sion-Spieler wirkten ab der 30. Minute müde. Kostete ihr Blitzstart zu viel Kraft? Kurz vor der Pause kassierte Baltazar die Gelb-Rote Karte. In einem Luftduell mit Michel Aebischer schlug er den YB-Spieler mit dem Ellbogen blutig. Vermutlich war es keine Absicht, doch der Schiri hatte keine Wahl. Ab diesem Zeitpunkt war das Spiel ein anderes. YB war besser, Sion hatte riesige Probleme. Bis zur 60. Minute konnten die Walliser dem Druck aber standhalten. Dann begann der Wahnsinn.

«So etwas habe ich schon lange nicht mehr erlebt»

Zuerst pfiff der Schiri im Sion-Strafraum Penalty für YB. Wesley foulte Fabian Rieder. Ngamaleu liess sich nicht zweimal bitten und traf zum 2:2. Und nur eine Minute später hatten die Berner die Partie gedreht. Mit einem Hammer von der linken Seite bezwang Miralem Sulejmani Sion-Goalie Kevin Fickentscher. Das Wankdorf bebte, die YB-Fans waren ausser sich und auch der blue-Kommentator meinte: «So etwas habe ich schon lange nicht mehr erlebt.»

Doch es war noch nicht das Ende. In der 75. Minute stand es sogar kurzzeitig 4:2. Doch das zweite Sulejmani-Tor nahm der VAR wegen Abseits zurück. Dafür traf der bullige Franzose Kanga in der 80. Minute und baute den Vorsprung nun endgültig aus. Dimitri Cavaré schoss in der letzten Minute nur noch das 3:4.

Dank des Siegs bleiben die Young Boys an der Spitze dran. Am Mittwochabend folgt für das Wagner-Team das Nachholspiel gegen den FC Basel. Die Frage ist: Mit welchem Goalie?Guillaume Faivre musste kurz vor Schluss verletzt ausgewechselt werden. Stamm-Torhüter David von Ballmoos ist noch nicht fit. Gegen Sion kam Nicholas Ammeter ins Spiel.

https://www.20min.ch/story/verliert-yb- ... 1781069846

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12.12.2021

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4:3-Erfolg gegen Sion

Young Boys dank Wende zum Sieg

- YB setzt sich in der 17. Runde der Super League zuhause mit 4:3 gegen Sion durch.
- Der Meister schafft nach einem 0:2-Rückstand noch die Wende.
- Die Sittener müssen nach einer gelb-roten Karte gegen Baltazar 50 Minuten in Unterzahl spielen.

Der Start in die Partie war den Young Boys gründlich missglückt. Birama N'Doye brachte Sion bereits in der 3. Minute in Führung. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde erhöhte Filip Stojilkovic auf 2:0. Der Meister fing sich aber, die Partie kippte: Wilfried Kanga traf zum Anschlusstreffer (25.), kurz vor der Pause sah Sions Baltazar Gelb-Rot.

In Überzahl gelang YB dann die Wende. Dank einem Doppelschlag von Nicolas Ngamaleu (per Penalty/60.) und Miralem Sulejmani (61.) ging das Team von Trainer David Wagner in Führung. Kanga sorgte mit seinem 2. Treffer in der 80. Minute für die Vorentscheidung.

In der Folge vergaben die Berner etliche sehr gute Chancen auf das 5:2. Sions Anschlusstor von Dimitri Cavaré kam erst in der 95. Minute – zusammen mit dem Schlusspfiff.

So geht's weiter

Die Young Boys empfangen am Mittwoch im Nachtragsspiel der 14. Runde den FC Basel im Wankdorf (ab 20:30 Uhr live auf SRF zwei und in der SRF Sport App). Am kommenden Sonntag steht der Meister dann in der 18. Runde in Lugano im Einsatz. Der FC Sion empfängt gleichentags Lausanne im Tourbillon.


https://www.srf.ch/sport/fussball/super ... e-zum-sieg

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. Dezember 2021, 17:50 
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Super League: YB – FC Sion

Vom 0:2 zum 4:3 – YB dreht das Spiel in Überzahl

Der FC Sion wartet weiter auf den ersten Sieg im Wankdorf seit 1996. Ein Platzverweis vor der Pause erleichtert die Berner Aufholjagd.

«Wir haben viel Boden gutzumachen», sagte YB-Trainer David Wagner vor der Partie und blies damit zur Aufholjagd auf dem Weg zur angestrebten Titelverteidigung. Eine solche Aufholjagd sollte denn auch schon in den folgenden 90 Minuten nötig sein, nachdem seinen Schützlingen der Start völlig misslungen war: Schon in der dritten Minute geriet der Meister nach einem unglücklichen Sion-Corner in Rückstand.

Die Kontertaktik der Walliser schien voll aufzugehen. Nach einem Ballverlust schalteten sie schnell um und erzielten das 2:0, aus Sicht von YB wiederum unglücklich, da Stojilkovics Schuss noch unhaltbar abgefälscht wurde.

Dann besannen sich die Young Boys aber ihrer Stärke und fanden immer mehr Zugriff, gestanden dem FC Sion kaum mehr Gegenangriffe zu. Aebischer traf erst die Latte, der Anschlusstreffer gelang schliesslich Kanga. YB war drückend überlegen, schnürte die Walliser an deren Strafraum ein. Aus einer solchen Szene, in der die Gäste den Ball nicht klären konnten, resultierte der Platzverweis. Von da an drehte das Momentum endgültig zu Gunsten des Heimteams.

Feuerwerk nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel erhöhte YB abermals die Schlagzahl und spielte sich Chancen zuweilen im Minutentakt heraus. Besonders der zur Pause eingewechselte Fabian Rieder belebte das Offensivspiel. Er war es auch, der die erste Riesenchance vergab, als er eine Direktabnahme aus wenigen Metern übers Tor setzte.

Dennoch war der Youngster an der Wende beteiligt, indem er nach gut einer Stunde einen Elfmeter herausholte. Ngamaleu verwandelte diesen sicher ins Lattenkreuz. Und keine Minute später legte Rieder mit einem feinen Querpass das 3:2 durch Miralem Sulejmani auf.

Noch nicht zufrieden mit der Führung powerte YB weiter. Sulejmanis vermeintlicher zweiter Treffer wurde wegen einer Abseitsposition von Vorlagengeber Kanga aberkannt. Letzterer sorgte zehn Minuten vor Schluss aber trotzdem noch für das beruhigende 4:2.

Sorgen auf der Torhüterposition

Die Schlussphase lief dann eher zu Ungunsten der Berner: Zwar behielten sie die Kontrolle, verloren allerdings mit Guillaume Faivre ihren Goalie. Faivre, der den schon länger verletzten David von Ballmoos ersetzte, hatte Probleme mit der Wade. Für ihn eingewechselt wurde Nicholas Ammeter, der damit zu seinem Debüt kam.

Und die 21-jährige Leihgabe vom FC Aarau stand direkt im Mittelpunkt – erst mit einem zögerlichen Ausflug, von dem Gaëtan Karlen beinahe hätte profitieren können, dann, weil er den Ball doch noch aus dem Netz fischen musste. Nach einem Pfostenschuss staubte Cavaré ab – Ammeter trifft freilich keine Schuld an dem Gegentor.

Am Mittwoch kommt der FCB

Ob Ammeter auch im Spitzenspiel gegen den FC Basel ran muss, der am Mittwoch im Wankdorf gastiert, bleibt abzuwarten. Immerhin scheint YB rechtzeitig den Torhunger wiedergefunden zu haben, Wilfried Kanga ist in bestechender Form. Und mit Jean-Pierre Nsame, der am Freitagabend mit dem Nachwuchsteam Spielpraxis sammeln durfte und dabei gleich zwei Tore erzielte, steht noch eine weitere Offensivkraft vor ihrer Rückkehr.


https://www.bernerzeitung.ch/young-boys ... 2511721346

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. Dezember 2021, 22:48 
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12.12.2021

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YB liefert Sieben-Tore-Spektakel

Ein Fussballfest als Lohn für bedingungslose Liebe

Die Young Boys zeigen gegen Sion viel Moral und gewinnen nach 0:2-Rückstand und gegnerischem Platzverweis 4:3. Stunden nach der Partie folgen aber zwei Dämpfer.

Es sind vor allem die schwierigen Momente, die zeigen, wie intakt der Charakter eines Teams wirklich ist, wie gesund die Beziehung zwischen Mannschaft und Fans. In der 16. Minute wird diese Liebe auf eine harte Probe gestellt. Soeben sind die Young Boys in einen Konter gelaufen, als Folge erzielt Filip Stojilkovic das 2:0 für Sion. YB-Aussenverteidiger Quentin Maceiras, ein gebürtiger Sittener, wirft entnervt die Handschuhe weg, für eine kurze Zeit ist es sehr still im Wankdorf. Nach den negativen Resultaten in den vergangenen Wochen, nach diesem nächsten Dämpfer, welche Quittung gibt es dafür vom Publikum? Es wird so richtig laut, aber nicht etwa mit Pfiffen, nein sie reagieren mit lauten «Hopp YB»-Rufen. Eine bedingungslose Unterstützung, die noch belohnt werden sollte.

Obwohl, das Eintrittsticket oder das Pay-TV-Abo rentiert sich auch für neutrale Fans, denn dieses Fussballspiel ist ein wahres Spektakel. Eines, das schon rasant beginnt, mit einem frühen Slapstick-Tor für den Aussenseiter aus dem Wallis. Eines, das beinahe einen nächsten kuriosen Treffer sieht, weil Sion-Goalie Kevin Fickentscher eine Flanke von Miralem Sulejmani an den eigenen Pfosten lenkt. Das alles passiert noch vor dieser ganz grossen Prüfung für Spieler, Trainer und Fans. «Wahnsinnig schlecht» sei sein Team gestartet, findet David Wagner, die vielen einfachen Ballverluste in der Offensive hätten gar kein Gegenpressing ermöglicht. Konsequenz sind Angriffe, wie derjenigen des zweiten Sion-Tors. Aber, das ist dem YB-Trainer wichtig zu betonen, charakterlich habe er halt eine «Supermannschaft».

Während andere einknicken würden, wie Wagner glaubt, reagieren die Berner. Zuerst mit einem Lattenschuss, dann mit Wilfried Kangas Anschlusstreffer nach schöner Flanke von Nicolas Ngamaleu. Und kurz vor der Pause profitieren sie von einem Platzverweis gegen Baltazar Costa, der Michel Aebischer mit dem Ellbogen unglücklich im Gesicht trifft. «Provoziert», hätten die Young Boys dieses Gelb-Rot, findet Sandro Lauper, auch wenn das Ganze seinen Tribut fordert: Aebischer trägt einen Cut an der Augenbraue davon, muss ausgewechselt und nach der Partie weiter untersucht werden. Drei Tage vor dem Spiel gegen den FC Basel.

Sulejmanis erlösendes Tor

Für ihn kommt Fabian Rieder, und der hat seinen grossen Auftritt. Zuerst in der 59. Minute, als er zum Dribbling ansetzt, im Strafraum von Wesley gefoult wird. Penalty, den Nicolas Ngamaleu magistral verwandelt. Und während auf den Tribünen die obligatorischen Gesichtsmasken noch von diesem Torschrei vollgespeit werden, holt sich Rieder den Ball, bevorzugt statt des einfachen Passes auf Ngamaleu den schwierigen auf Sulejmani, dieser packt den Frust eines lange Zeit übergangenen Reservisten in den Schuss und trifft zum 3:2. Der Stein, der Sulejmani nach seinem ersten Super-League-Treffer seit Juli 2020 vom Herzen fällt, ist auch mitten in der Berner Ekstase zu hören.

Im Anschluss spricht Wagner von einer «offensiv richtig guten Leistung», auch wenn er findet, sein Team hätte viel mehr Tore erzielen sollen als Kangas 4:2 in der 80. Minute. Er dürfte sich auf die Rückkehr von Jean-Pierre Nsame freuen, der am Freitag beim Test mit der U-21 gegen Servette erstmals seit seinem Achillessehnenriss von Mitte Mai wieder auf dem Platz stand, beim 5:2-Sieg sogar doppelt traf. Es deutet also einiges darauf hin, dass der Torjäger die Rückrundenvorbereitung voll mitmachen kann und zu einer Art Top-Wintertransfer wird. Hingegen kommt ein Einsatz am Mittwoch gegen Basel und am Sonntag in Lugano noch zu früh.

Die letzten Minuten gegen Sion bringen dann aber wieder schlechte Nachrichten. Zuerst muss Guillaume Faivre mit einer Muskelverletzung vom Platz, nach der Partie humpelt er mit dick bandagierter Wade in die Kabine. Debütant Nicholas Ammeter kassiert in der 95. Minute dann auch noch das 4:3. Ein Endresultat, das den wilden Ritt im Wankdorf ziemlich akkurat wiedergibt. Und auch wenn Lauper als Verteidiger «lieber 1:0 gewinnt», wie er sagt – mit ihrer bedingungslosen Unterstützung haben sich die Berner Fans ein solches Fussballfest verdient.


Telegramm

Young Boys - Sion 4:3 (1:2)
Wankdorf. – SR Jaccottet. – 24’968 Zuschauer. – Tore: 3. Ndoye 0:1. 16. Stojilkovic 0:2. 25. Kanga 1:2. 60. Ngamaleu (Foulpenalty) 2:2. 61. Sulejmani 3:2. 80. Kanga 4:2. 95. Cavaré 4:3.YB: Faivre (84. Ammeter); Hefti, Camara (46. Lustenberger), Lauper, Maceiras (76. Lefort); Ngamaleu, Aebischer (46. Rieder), Sierro, Sulejmani (76. Elia); Siebatcheu, Kanga.Sion: Fickentscher; Cavaré, Bamert, Ndoye, Cipriano (73. Theler); Grgic, Zuffi, Costa; Bua (58. Itaitinga), Stojilkovic, Wesley (78. Karlen).
Bemerkung: YB ohne Martins (gesperrt), von Ballmoos, Fassnacht, Mambimbi, Garcia, Petignat (alle verletzt), Nsame, Monteiro, Toure, Zbinden (alle U-21) und Spielmann (krank). – Platzverweis: 41. Costa (Foul).


YB weiter im Verletzungspech

Eigentlich sollten die Berner den Sieg gegen Sion geniessen, doch sie müssen auch zwei Dämpfer verkraften. Michel Aebischer und Guillaume Faivre mussten sich verletzt auswechseln lassen, beide fallen länger aus. Aebischer muss eine Fraktur an der Stirn operieren lassen, was eine Pause von vier bis sechs Wochen erfordert, während Faivres Muskelverletzung an der Wade eine Regenerationszeit von sechs Wochen nach sich zieht. Für die restlichen zwei Spiele des Jahres muss Trainer David Wagner also auf zwei weitere Stammspieler verzichten. Auf der Goalieposition stehen ihm jetzt mit Abdullah Laidani (18), Leandro Zbinden (19) und Nicholas Ammeter (21) noch drei junge Torhüter zur Verfügung.


https://www.bernerzeitung.ch/ein-fussba ... 8484934838

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 12. Dezember 2021, 22:51 
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Die Einzelkritik

YB-Noten: Rieder hört ganz genau zu, Kanga wird zum Killer

Beim 4:3-Spektakel gegen Sion helfen die Einwechslung eines 19-Jährigen und die Gnadenlosigkeit eines Mittelstürmers.

Guillaume Faivre – Note 5

Es ist dem zuverlässigen Von-Ballmoos-Ersatz zu verdanken, dass es nach 16 Minuten nur 0:2 aus Sicht der Young Boys steht. Zwar sieht er beim zweiten Gegentor etwas unglücklich aus, die Wiederholung zeigt aber den Ablenker von Vincent Sierro, was den Goalie von jeder Schuld befreit. Zuvor rettet er aber gegen Kevin Bua im 1 gegen 1 und bestätigt seine starke Form der letzten Wochen. Kurz vor Schluss muss er mit einer Wadenverletzung ausgewechselt werden, am Mittwoch gegen den FCB wird er kaum spielen können.

Silvan Hefti – Note 5,5

Bei einem Offensivspektakel darf man auch mal nur die offensive Leistung benoten. Und die ist bei Hefti beeindruckend. Wenn er sich mal nicht gegen alle durchsetzt und gefährlich zur Mitte flankt, tunnelt er seinen Gegenspieler frech. Wären seine Mitspieler etwas sorgfältiger im Abschluss, hätte sich der Rechtsverteidiger gut und gerne zwei bis drei Assists gutschreiben lassen können.

Mohamed Camara – Note 4,5

Ist manchmal ein defensives Risiko, stoppt aber auch Wesley, als er aus aussichtsreicher Position das 3:0 erzielen könnte – kurz darauf kommt der Anschlusstreffer. Den Rest der Aufholjagd verfolgt Camara von der Bank aus, weil er zur Pause Captain Fabian Lustenberger Platz machen muss.

Sandro Lauper – Note 5

Wird immer wieder als gelernter Mittelfeldspieler bezeichnet, dabei zeigt er gegen Sion einmal mehr, dass er auch ein ausgezeichneter Verteidiger ist. Vorne leisten sich die Mitspieler immer wieder Fehlpässe, was zu gefährlichen Kontern führt. Mal ist Lauper machtlos, oftmals unterbindet er aber, bevor es richtig ungemütlich wird.

Quentin Maceiras – Note 4,5

Spielt auf der für ihn eher ungewohnten linken Seite, versucht dennoch, nach vorne mutig zu sein. Es läuft aber mehr über rechts, über den starken Hefti. Hat nach 75 Minuten Feierabend, für ihn kommt Jordan Lefort.

Nicolas Ngamaleu – Note 5

Neben Hefti ist er die andere Hälfte der gefährlichen rechten Seite. Im Dribbling ist er für den Gegner stets ein Ärgernis, mit etwas Platz ist er immer mal wieder ein Anwärter für gefühlvolle Flanken, wie beim 1:2-Anschlusstreffer durch Wilfried Kanga. Und wenn es mal sein muss, kann er es auch mit Gewalt, also wuchtet er den Penalty zum 2:2 in den Winkel.

Michel Aebischer – Note 4

Als sich Trainer David Wagner nach dem Spiel über die vielen Fehler in der gegnerischen Platzhälfte aufregte, weil diese zu Konterchancen für Sion führten, dürfte er die eine oder andere Szene von Aebischer angesprochen haben. Beinahe hat der Mittelfeldspieler aber auch seinen Glanzmoment, sein Linksschuss kurz vor dem 2:1 landet aber an der Latte. Provoziert den Platzverweis für Baltazar Costa, muss wegen des Ellbogenschlages aber zur Pause ausgewechselt werden und für Fabian Rieder Platz machen.

Vincent Sierro – Note 4

Der Zweite, der für den erhöhten Puls des Trainers mitverantwortlich ist, dazu hat er Pech, dass er den Schuss von Filip Stojilkovic vor dem 2:0 abfälscht. Kurz zuvor kann sich Sierro bei Goalie Faivre bedanken, dass er seine Unkonzentriertheit ausbügelt und einen weiteren Gegentreffer verhindert.

Miralem Sulejmani – Note 5

Vielleicht ein Zentimeter ist es, der Sulejmanis Doppelpack verhindert. So knapp steht Kanga am Ursprung des vermeintlichen 4:2 für YB im Offside, es wäre der perfekte Abgang von Sulejmani gewesen – wenige Sekunden nach seinem aberkannten Treffer wird er durch Meschack Elia ersetzt. Die stehenden Ovationen gibt es dennoch, weil er in der 61. Minute allen angestauten Frust in seinen Schuss legt und das 3:2 erzielt. Von den Fans gibt es dafür die Auszeichnung zum besten Spieler der Partie.

Jordan Siebatcheu – Note 4

Hat drei gute Chancen, einmal ist er aber zu umständlich, einmal zu ungenau und einmal macht ihm nach hübschem Hackentrick Goalie Kevin Fickentscher noch die Tür zu. Leistet aber seinen Beitrag, dass Sturmpartner Kanga glänzen kann.

Wilfried Kanga – Note 5,5

Und wie der das tut! Sein Kopftor in der 25. Minute tötet mögliche negative Gedanken und bringt mit dem 1:2 die Hoffnung zurück. Seine Flanke bereitet das aberkannte Tor von Sulejmani vor, sein Treffer in der 80. Minute zum 4:2 zerstört die Sittener Hoffnungen auf einen Punktgewinn endgültig. Kurz vor Schluss vermiest ihm Fickentscher noch den Hattrick. Dennoch: Im Fachjargon nennt man Stürmer nach einem solchen Auftritt «Killer».

Fabian Lustenberger – Note 5

46. Minute für Camara. Ist in Überzahl hinten wenig gefordert, erledigt die wenige Arbeit mit all seiner Erfahrung und kurbelt von hinten den offensiven YB-Motor immer wieder an. Kurz vor Schluss rettet er noch für Goalie-Debütant Nicholas Ammeter.

Fabian Rieder – Note 5,5

46. Minute für Aebischer. Stellt das Spiel komplett auf den Kopf. Zuerst mit einem Dribbling, das beim Stand von 1:2 zum Penalty führt, dann mit seiner mustergültigen Vorlage zu Sulejmanis 3:2. Wagner habe von ihm Risiko verlangt. Da hat der 19-Jährige aber ganz genau zugehört.

Meschack Elia – keine Note

76. Minute für Sulejmani. Braucht nur vier Minuten, um mit schönem Dribbling Kangas 4:2 vorzubereiten.

Jordan Lefort – keine Note

76. Minute für Maceiras.

Nicholas Ammeter – keine Note

84. Minute für Faivre. Kommt zu seinem YB-Debüt.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-r ... 4617172828

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