 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
|
Seite 1 von 1
|
[ 5 Beiträge ] |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 23. März 2005, 13:10 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
bluewin.ch, 23.3.2005
Hooliganismus in der Schweiz soll besser bekämpft werden
Gewalt bei Sportveranstaltungen soll in der Schweiz wirkungsvoller bekämpft werden. Der Bundesrat will mit Blick auf die Fussball-Europameisterschaft EURO 08 neue präventive Massnahmen einführen. Er hat die Vernehmlassung dazu eröffnet.
[sda] - Die gewalttätigen Ausschreitungen bei Fussball- und Eishockeyspielen seien zu einem Sicherheitsproblem geworden, das auf nationaler Ebene angegangen werden müsse, schreibt das EJPD. Die privaten Stadionverbote könnten ohne zusätzliche polizeiliche Massnahmen nicht durchgesetzt werden.
Das Bundesamt für Polizei schätzt die Anzahl der Personen, die an Fussball- und Eishockeyspielen gezielt Ausschreitungen provozieren, auf rund 400. Zusätzlich beteiligten sich rund 600 weitere Personen gelegentlich an Gewalttätigkeiten und Sachbeschädigungen.
Der Gesetzesentwurf ist Bestandteil von zwei Rechtssetzungspaketen im Bereich des Staatsschutzes. Im ersten Paket, das bereits in der Vernehmlassung war, wurde eine Rechtsgrundlage für eine nationale Hooligan-Datenbank vorgeschlagen.
Zusätzlich sollen präventive polizeiliche Massnahmen wie Rayonverbot, Ausreisebeschränkungen, Meldeauflagen und Polizeigewahrsam gegen Hooligans ergriffen werden können. Die Botschaft soll dem Bundesrat noch in diesem Jahr vorgelegt werden, damit die Massnahmen spätestens bis zur EURO 08 eingeführt sind.
Das vorgesehene Rayonverbot untersagt einem polizeilich bekannten Hooligan, sich während der Dauer einer bestimmten Sportveranstaltung innerhalb eines festgelegten Gebietes (Rayon) rund um den Veranstaltungsort aufzuhalten.
Mit einer Ausreisebeschränkung soll das Bundesamt für Polizei verhindern, dass Personen, die im Inland aus Sicherheitsgründen von den Stadien ferngehalten werden, im Ausland ihr Unwesen treiben können.
Bei den Meldeauflagen wird davon betroffene Person bei Strafe im Unterlassungsfall dazu verpflichtet, sich an genau bestimmten Zeitpunkten bei einer bestimmten Polizeistelle zu melden.
Der Polizeigewahrsam ist als "ultima ratio" gegen besonders renitente Gewalttäter ausgestaltet. Die Dauer des Gewahrsams ist auf längstens 24 Stunden beschränkt.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 17. August 2005, 21:20 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
bluewin.ch, 17.08.2005
Bundesrat gegen Hooligans
Gewalt an Sportveranstaltungen soll künftig besser bekämpft werden können. Der Bundesrat hiess im Hinblick auf die Fussball-EM "Euro 08" die Botschaft zu bis 2008 befristeten Gesetzesänderungen gut und überwies sie dem Parlament.
[Si] - Im Zentrum der Massnahmen gegen den Hooliganismus steht die Möglichkeit einer zentralen Erfassung von Daten notorischer Gewalttäter bei Sportanlässen. Ergänzend zur nationalen Datenbank werden im Hinblick auf die Fussball-EM 2008 in der Schweiz und in Österreich präventive Massnahmen verankert, die es ermöglichen sollen, bekannte Hooligans von Sportveranstaltungen auszuschliessen.
Mittels Rayonverbot, Ausreisebeschränkung, Meldeauflage oder maximal 24-stündiger Polizeigewahrsam sollen gewalttätige Auseinandersetzungen verhindert werden. Diese Massnahmen sollen kaskadenartig angewandt werden; die jeweils strengere Auflage kommt dann zur Anwendung, wenn die mildere nicht befolgt wurde oder keine Aussicht auf Erfolg hat.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 22. September 2005, 09:10 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
Tagesanzeiger, 22.9.2005
Am meisten Sorgen mit «B-Fans»
Die Fussballklubs machen zu wenig, um gewaltbereite Fans zu stoppen, sagt die Stadtpolizei. Im Eishockey dagegen habe man die Situation im Griff.
Von Stefan Hohler
Zürich. - Die Ausschreitungen im Uefa-Cup-Spiel Bröndby Kopenhagen gegen den FC Zürich bestätigen einmal mehr: Die Mehrheit der Schweizer Fussballklubs hat ihre gewaltbereiten Fans nicht im Griff. «Die Klubs machen bei der Fanbetreuung nur mit, solange es nichts kostet», stellt Christoph Vögeli, Leiter Sicherheitsdienst bei der Stadtpolizei, fest. Vögeli ist zugleich Leiter der gesamtschweizerischen Zentralstelle gegen Hooliganismus, die bei der Stadtpolizei angesiedelt ist.
Routinemässig werden vor Auslandspielen Informationen an die betreffenden Stellen der so genannten National Football Information Points (NFIP) überliefert. So auch beim Match Bröndby - FCZ. «Wir haben die dänische Polizei informiert, dass unter den 400 bis 500 Fans rund 50 gewaltbereite Personen mitreisen», betont Vögeli. 80 Prozent der gewaltbereiten Fans könnten sich aggressiv gegenüber den dänischen Fans verhalten, falls sie provoziert würden, hiess es im Schreiben.
Die Dänen seien auch darauf hingewiesen worden, dass die Zürcher Fans vermutlich versuchen würden, Feuerwerkskörper ins Stadion zu schmuggeln. Das pyrotechnische Material trügen die Fans nicht nur direkt auf dem Körper, sondern sie würden es häufig in Sandwiches oder Schuhen verstecken.
Der Match sei als Normal-Risiko-Spiel eingestuft worden, daneben gibt es Spiele mit erhöhtem Risiko und Hoch-Risiko-Spiele. Im Schreiben habe man sich an die international gebräuchlichen Fankategorien A, B und C gehalten.
Drei internationale Fankategorien
Unter A-Fans versteht man die eingefleischten, «richtigen» Klubanhänger, die ihre Mannschaft lauthals, aber friedlich unterstützen. Als Fans der Kategorie B werden «gewaltbereite» Fans bezeichnet. Personen, die einer Auseinandersetzung mit den Anhängergruppen der Gegenmannschaft nicht aus dem Weg gehen. «Diese Leute machen uns am meisten Sorgen, sie sind unberechenbar und verursachen Vandalismus und nehmen an Saubannerzügen teil», erklärt Vögeli.
Die Anhänger der Kategorie C betrifft die eigentlichen Hooligans. Leute, die für Schlägereien gleich Gesinnte suchen, aber nicht primär für Sachbeschädigungen und Chaotentum verantwortlich sind. Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Hooligans seien eher selten. Gemäss Vögeli sind C-Fans in der Schweiz im Allgemeinen sozial gut integriert. «Bei ihnen paart sich Rassismus und Chauvinismus aus Langeweile», umschreibt Vögeli ihr Verhalten.
C-Fans seien in Kopenhagen keine gewesen. Der Hooliganspezialist schätzt die Zahl der B-Fans in der Schweiz auf 1000 bis 1200, davon 200 bis 300 in Zürich. Die C-Fans werden schweizweit auf 250 bis 300 geschätzt, davon 60 bis 80 in Zürich. «Hools» seien auch in Bern und Lugano aktiv. Als Hochburgen der militanten B-Fans bezeichnet Vögeli die Städte Basel (FC Basel) und Zürich (GC, FC Zürich und ZSC Lions). Sorgen bereiten der Polizei aber auch «Nachahmungsfangruppen» in St. Gallen und Luzern.
Gesetzesverschärfung geplant
Dass es bei Fussballspielen immer wieder zu Ausschreitungen kommen kann, zum Beispiele der Tribünenbrand im Hardturm im letzten Mai oder als im September beim Spiel Schweiz - Israel im St. Jakob-Stadion in Basel Demonstranten unbehelligt über das Feld rannten, findet Vögeli absolut inakzeptabel und eigentlich eine «Riesensauerei». Hier müsse man endlich klare Grenzen setzen.
Es sei auch nicht so, dass in Kopenhagen Schweizer Fussballfans zum ersten Mal auswärts gewütet hätten, wie dies Medien berichteten. Auch in Bremen und Ulm hätten Schweizer Fans bei Spielen randaliert. Die Fussballklubs investieren zu wenig in Prävention und Repression, stellt er fest. Vorkomnisse dieser Art kämen bei Eishockeyspielen kaum mehr vor. «Da ist man einiges weiter.» Fandelegierte habe es dort seit 2002 - im Fussball erst seit diesem Jahr.
Die Fandelegierten treffen sich jährlich zu Workshops und besprechen die Probleme. Zudem teilen sie den Fans die Konsequenzen mit, wenn diese Feuerwerke anzünden oder Gegenstände aufs Eis werfen. Mit Erfolg: In den 25 Eishockeyspielen der Nationalliga A hat sich in dieser Saison kaum ein Vorfall ereignet. Vögeli vermisst auch, dass die Fussballspieler viel zu wenig in die Fanarbeit eingebunden würden, wie dies Bayern München seit Jahren vormacht.
Vögeli hofft, dass man mit den geplanten verschärften Gesetzesänderungen auf die Fussball-Europameisterschaften 2008 das Problem des Hooliganismus endlich in den Griff bekommt. Der Bundesrat hat am 17. August ein Massnahmenpaket gutgeheissen, das nun vor die eidgenössischen Räte kommt. Es sieht ein Rayonverbot, eine Ausreisebeschränkung, eine Meldeauflage und einen 24-stündigen Polizeigewahrsam für notorisch gewalttätige Fans vor.
Gefängnis für militante FCZ-Fans
Die in Kopenhagen verhafteten FCZ-Fans müssen sich wegen Gewalt gegen Beamte und wegen Vandalismus (Graffiti) und versuchter Flucht vor Gericht verantworten. Gemäss «20 Minuten» soll einer der Zürcher einem Polizisten mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, ein weiterer habe sich mit Fäusten und Knieschlägen gewehrt, der dritte habe im Polizeiauto einer Polizistin das Bein in der Wagentür eingeklemmt und sie verletzt. Die drei Schläger müssen sich am 28. September vor Gericht verantworten, der Graffitimaler bereits am Freitag. Der Anwalt der vier Inhaftierten rechnet mit einer zweimonatigen Haftstrafe. (hoh)
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Gonzo
|
Verfasst: Mittwoch 28. September 2005, 14:37 |
|
Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37 Beiträge: 3822 Wohnort: Bern
|
Hooligans immer brutaler
Die Ausschreitungen von Hooligans werden aus Sicht der deutschen Polizei immer brutaler. Besonders aus Tschechien kämen zunehmend gewaltbereite Hooligans mit Beilen und Schlagstöcken zu Spielen  , sagte der Inspekteur der Polizei, Dieter Schneider. "Die Zeit der Faustkämpfe ist vorbei, und es wird sogar auf den wehrlos am Boden Liegenden noch eingestiefelt", sagte er.
Sportal, 28.9.05
Waren die Tschechen in Bern gestern auch mit Beilen unterwegs?
_________________ 
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Donnerstag 9. März 2006, 17:30 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
|
bluewin.ch, 09.03.2006
Schärfere Massnahmen gegen Hooligans bis mindestens Ende 2009
Die schärfere Gangart gegen Hooligans ist beschlossene Sache. Der Nationalrat räumte heute Vormittag eine letzte Differenz mit dem Ständerat aus: Er stimmte zu, gewisse Massnahmen vorerst bis Ende 2009 zu befristen.
[sda] - Somit ist sichergestellt, dass an der Fussball-Europameisterschaft EURO 08 sowie an der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz Hooligans härter angepackt werden können. Dazu wurde das Bundesgesetz über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit (BWIS) revidiert.
Zentrales Element der Revision ist eine Datenbank, in der notorische Randalierer erfasst werden. Mit der Meldepflicht, dem Rayonverbot und Ausreisesperren sollen Hooligans von Stadien vergehalten werden. Die Massnahmen können gegen Jugendliche ab 12 Jahren verhängt werden.
Als schärfste Massnahme können Personen ab 15 Jahren für bis zu 24 Stunden in Polizeihaft genommen werden. Polizeihaft, Rayonverbot und Meldepflicht sind vorerst bis Ende 2009 befristet. Der Nationalrat, der zuerst für die unbeschränkte Geltungsdauer der Massnahmen eintreten war, folgte dem Ständerat mit 133 zu 22 Stimmen.
Mit 98 zu 55 Stimmen hiess die grosse Kammer ebenfalls eine Motion des Ständerates gut. Die Motion beauftragt den Bundesrat eine neue gesetzliche Grundlage für die drei befristeten Massnahmen zu finden, damit diese dauerhaft festgeschrieben werden können. Die jetzige Lösung steht im Verdacht, nicht verfassungskonform zu sein.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
|
Seite 1 von 1
|
[ 5 Beiträge ] |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |