 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 12. März 2021, 00:55 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.03.2021  Zitat: YB verliert bei Ajax 0:3
Eine 90-minütige Lehrstunde
Die Young Boys sind im Hinspiel des Achtelfinals der Europa League in Amsterdam chancenlos. Trainer Gerardo Seoane spricht von einer Lektion.
Die Reise nach Amsterdam sollte Miralem Sulejmani Genugtuung bringen. Bei Ajax hatte er ab 2008 als mögliche nächste grosse Nummer im europäischen Fussball gegolten, bis heute ist er der teuerste Transfer innerhalb der Eredivisie. Und bis heute fühlt sich Sulejmani von Teilen der holländischen Fans missverstanden, weil er auch aufgrund von Verletzungen den hohen Erwartungen nicht gerecht werden konnte. Gelegentlich wurde er sogar ausgepfiffen.
Doch Sulejmani erfährt an diesem Abend in Amsterdam keine Befriedigung. Im Gegenteil: Er erlebt wie sämtliche YB-Spieler einen äusserst bitteren Abend. Das Geschehen spielt sich fast nur in der Hälfte der Berner ab, 30 Prozent Ballbesitz haben sie nur. Die Young Boys, die ihre Gegner in der Super League oft nach Belieben dominieren, müssen sich im falschen Film wähnen: Sie rennen und rennen. Und kommen doch meist einen Schritt zu spät.
Zeitweise bilden sechs Ajax-Spieler eine Angriffslinie, Sulejmani muss weite Wege nach hinten gehen. Und wenn er mal in der gegnerischen Hälfte den Ball hat, findet er die Mitspieler nicht. Zur Pause wird er ausgewechselt. Die YB-Bilanz da: 0 Schüsse. In den sozialen Medien tippt einer: Angsthasenfussball.
Faivre kann sich auszeichnen
Dabei verschafften sich die Young Boys mit ihrem erstmaligen Vorstoss in den Achtelfinal der Europa League Respekt. Ajax-Trainer Erik ten Hag erzählte am Vortag des Aufeinandertreffens mit YB, wie man Informationen bei Peter Bosz eingeholt habe, dem Coach von Bayer Leverkusen, der sich nach dem 3:4 im Hinspiel bei YB so herrlich über die Darbietung seines Teams aufgeregt hatte. Und dann nach dem Rückspiel vor zwei Wochen eingestehen musste, dass die Berner sich verdient für die Runde der letzten 16 qualifizierten. «Sie haben eine gute Mannschaft.»
Doch in Amsterdam ist davon wenig zu sehen. YB muss erkennen, dass sich Ajax noch einmal auf einem ganz anderen Niveau als Leverkusen bewegt. Die Holländer setzten sich im Sechzehntelfinal gegen Lille, Tabellenführer der Ligue 1, mit zwei Siegen durch. Und sie setzen YB während 90 Minuten unter Druck. Schon nach 5 Minuten braucht es eine starke Intervention von Goalie Guillaume Faivre mit den Beinen, um den Worstcase, den frühen Rückstand, zu verhindern.
Der 34-Jährige, letzten Sommer mit Thun aus der Super League abgestiegen, vertritt David von Ballmoos, der sich am Wochenende gegen Vaduz eine Gehirnerschütterung zuzog. Faivre galt im Vorfeld der Partie als Unsicherheitsfaktor. Stattdessen avanciert er zum besten YB-Spieler. Er wehrt gegen Ryan Gravenberch und Dusan Tadic ab, später zeichnet er sich beim Kopfball von Edson Álvarez aus.
YB lässt sich in der Schlussphase gehen
0:0 steht es zur Pause. Die Gäste können sich auf Kurs wähnen, auch wenn ihnen das Resultat schmeichelt. Doch dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Sinnbildlich, wie unglücklich das 0:1 fällt. Ein Doppelpass zwischen Davy Klaassen und Tadic findet nach gut einer Stunde via die Füsse von Cédric Zesiger und den Kopf von Fabian Lustenberger zurück zu Klaassen, der Faivre bezwingt.
Auf den Rückstand hat das Team von Gerardo Seoane keine Antwort parat, der YB-Trainer wirkt an der Seitenlinie zusehends unzufriedener. Seine Wechsel bewirken nichts – oder zumindest nichts Gutes. Seoane wird später die mentale und physische Verfassung in der Schlussphase bemängeln. Nicolas Ngamaleu, der Sulejmani zur Pause ersetzte, hält es nicht für nötig, dem Pass von Zesiger entgegenzukommen. Nicolás Tagliafico erobert den Ball, schiesst, den Abpraller verwertet Tadic in der 82. Minute: 2:0.
Spätestens jetzt geht es für YB nur noch um Schadensbegrenzung. Darum, vor dem Rückspiel zumindest noch eine kleine Hoffnung aufs Weiterkommen zu haben. Dass diese ihnen in der Nachspielzeit genommen wird, passt zu ihrem Abend. Der eingewechselte Brian Brobbey bezwingt Faivre.
Das Verdikt könnte nicht eindeutiger sein: 6:0-Ecken, 21:1-Schüsse, 3:0-Tore. Bei YB herrscht Ernüchterung. Trainer Gerardo Seoane spricht von einer Lehrstunde. Und Captain Fabian Lustenberger sagt, es werde sehr, sehr schwierig, im Rückspiel etwas auszurichten. Die Young Boys bräuchten nichts weniger als ein Wunder von Bern. https://www.bernerzeitung.ch/eine-90-mi ... 0871748100
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 12. März 2021, 00:59 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.03.2021  Zitat: Die Einzelkritik
YB-Noten: Nur Faivre weiss sich zu wehren
Der Goalie überzeugt als Einziger bei YB im Hinspiel des Achtelfinals der Europa League. Seine Vorderleute agieren fehlerhaft und harmlos.
Guillaume Faivre – 5
Steht für David von Ballmoos (Gehirnerschütterung) im Tor. Kann sofort Selbstvertrauen tanken, pariert nach fünf Minuten stark gegen Antony. Bleibt gefordert, wehrt Gravenberchs Schuss ab. Dann wird es für ihn undankbar: Er kann bei keinem der drei Gegentore viel ausrichten, verhindert mit einer Parade gegen Alvarez’ Kopfball zunächst sogar Schlimmeres.
Silvan Hefti – 3
Hat hinten rechts gegen den schnellen Neres von Beginn an einen schweren Stand. Muss den Brasilianer nach Steilpässen mehrmals enteilen lassen, einmal ist Faivre da, ein nächstes Mal geht der Schuss ins Aussennetz. Hat auch im zweiten Durchgang alle Füsse voll zu tun – und ist am 3:0 durch Brobbey mitschuldig.
Mohamed Camara – 3,5
Nach Sperren gegen Leverkusen zurück im Abwehrzentrum. Kann dem Team vorerst keine Stabilität verleihen. Spielt den Ball Gravenberch direkt in die Füsse, Faivre bügelt den Fehler aus. Wird dann von Neres düpiert. Erlebt einen unglücklichen Abend: Muss nach 34 Minuten mit einer Wadenverletzung ausgewechselt werden.
Fabian Lustenberger – 3,5
Behält in den stürmischen Angriffswellen der Niederländer in der Startphase die Übersicht. Kann nach Fassnachts Ballverlust klären, prallt dann mit Tadic zusammen, kann aber weiterspielen. Und hat dann bei zwei Gegentoren Pech. Erst findet der Ball via Zesigers Beine und Lustenbergers Kopf zu Klaassen, der Faivre bezwingt. Dann lenkt der Captain den Schuss Tagliaficos ab, Tadic profitiert. Beim 0:3 kommt Lustenberger gegen Brobbey zu spät.
Jordan Lefort – 3,5
Startet gut, ist meist auf der Höhe des Geschehens und bekundet mit seinem Gegenspieler Antony weniger Mühe als Hefti auf der rechten Seite mit Neres. Der Einfluss des französischen Linksverteidigers ist allerdings ausschliesslich auf die Defensive begrenzt. Nach vorne kann er nichts ausrichten.
Christian Fassnacht – 3
Steht mit Ballverlusten in der eigenen Platzhälfte am Ursprung von zwei Ajax-Chancen. Und als sich Fassnacht endlich einmal die Aussicht auf eine Gelegenheit bietet, kommt der Flügel einen Schritt zu spät. Das passt zu seinem missglückten Abend.
Michel Aebischer – 3,5
Hat im Aufbau einen schwierigen Start, rennt viel hinterher. Spielt zu Beginn der zweiten Halbzeit den letzten Pass auf Fassnacht beim besten YB-Konter einen Ticken zu ungenau – und muss sich dann in der 64. Minute nach einem Foul verwarnen lassen, womit er im Rückspiel gesperrt fehlt.
Sandro Lauper – 4
Ist vor allem im Spiel gegen den Ball gefordert. Die Young Boys kommen in der ersten Halbzeit lediglich auf 29 Prozent Ballbesitz. Kämpft auch im zweiten Durchgang aufopfernd, aber etwas glücklos. Wird nach 70 Minuten Gelb-belastet ausgewechselt.
Miralem Sulejmani – 3
Erhält gegen seinen früheren Club den Vorzug vor Ngamaleu. Kann das Vertrauen nicht rechtfertigen. Muss zwar viel nach hinten arbeiten, aber dennoch sind seine Flanken zu ungenau, seine Dribblings erfolglos. Muss nach 45 Minuten Ngamaleu Platz machen.
Meschack Elia – 3
Hängt wie sein Sturmpartner Nsame arg in der Luft. Und wenn sich ihm einmal etwas Raum bietet, gerät seine Hereingabe auf Nsame zu scharf. Elia, der in den Partien gegen Leverkusen überragte, bleibt in Amsterdam blass.
Jean-Pierre Nsame – 3
Muss nicht nur bei gegnerischen Cornern immer wieder weite Wege in die Defensive gehen. Und kriegt ebenso kaum Zuspiele. Entscheidet sich dann kurz vor der Pause in einer aussichtsreichen Kontersituation für eine schwierige Seitenverlagerung auf Elia. Die Chance ist damit vertan. Bleibt harmlos.
Cédric Zesiger – 3
34. Minute für Camara. Ein Kaltstart gegen einen so spielfreudigen Gegner, keine leichte Aufgabe. Doch der Innenverteidiger meistert sie vorerst. Doch nach der Pause steht er öfter im Fokus, als ihm lieb sein kann. Hat er vor dem 0:1 einzig Pech, trifft ihn beim 0:2 eine Mitschuld. Riskant ist sein Pass auf Ngamaleu, der schon bedrängt wird, sich aber auch äusserst passiv verhält.
Nicolas Ngamaleu – 3
46. Minute für Sulejmani. Kann wie sein Vorgänger nichts bewirken. Im Gegenteil: Wie er vor dem 0:2 pennt, wird seinen Trainer Gerardo Seoane ärgern.
Vincent Sierro – keine Benotung
71. Minute für Lauper.
Felix Mambimbi – keine Benotung
71. Minute für Elia.
Jordan Siebatcheu – keine Benotung
85. Minute für Fassnacht. https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-n ... 8587303130
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 12. März 2021, 01:01 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.03.2021  Zitat: YB – Gerardo Seoane: «Das war Offensiv-Fussball auf nächster Stufe»
Mit 0:3 unterliegt YB im Europa-League-Achtelfinal auswärts gegen Ajax Amsterdam. Trainer Gerardo Seoane ist vor allem vom Gegner beeindruckt.
Das Wichtigste in Kürze
- YB verliert im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League mit 0:3 bei Ajax Amsterdam. - Die Holländer führen den Schweizer Meister streckenweise regelrecht vor. - Für das Rückspiel am 18. März in Bern gibt sich Gerardo Seoane aber kämpferisch.
Eine Stunde lang hält der YB auswärts bei Ajax Amsterdam das 0:0. Dann brechen die Dämme – am Ende kassiert der Schweizer Meister eine 0:3-Klatsche. Über weite Strecken erteilt der holländische Rekordmeister den Young Boys eine Lehrstunde.
Als solche fasst Trainer Gerardo Seoane das Achtelfinal-Hinspiel der Europa League auch auf. «Wir versuchen, einen offensiven Spielstil auf den Platz zu bringen. Sie haben uns heute demonstriert, wie man Offensiv-Fussball auf der nächsten Stufe umsetzt.»
Das Rückspiel zuhause in Bern will der Trainer noch nicht abschreiben. «Wir werden alles daran setzen, dass wir mit einem guten Start in Führung gehen», verspricht Seoane. «Wir haben zuhause auch eine gewisse Stärke aus stehenden Bällen.»
Trotzdem wisse man bei YB natürlich, dass das Handicap nach der klaren Niederlage gross ist. «Im Fussball ist immer alles möglich – es ist nicht so, dass wir das abschreiben. Aber wir wissen, dass es ein schwieriges Match ist», so Seoane.
https://www.nau.ch/sport/fussball-int/y ... e-65885800
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 12. März 2021, 01:04 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.03.2021  Zitat: Klassenunterschied im Achtelfinal-Hinspiel – Ajax zeigt YB die Grenzen auf
Die Young Boys beziehen im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League bei Ajax Amsterdam die erwartete Niederlage. Ein Weiterkommen wird nach dem 0:3 in Amsterdam für die Berner zur Herkulesaufgabe.
Bis zehn Minuten vor Schluss hatte der Schweizer Meister in Amsterdam spielerisch zwar eine Abreibung erhalten, sich allerdings beachtlich aus der Affäre gezogen. Erst ein Aussetzer des eingewechselten Nicolas Moumi Ngamaleu eröffnete Ajax das wichtige 2:0, das YB im Hinblick auf das Rückspiel in Bern unter grossen Zugzwang gestellt hätte. Der eingewechselte Brian Brobbey raubte in der dritten Minute der Nachspielzeit mit dem 3:0 die letzten Hoffnungen auf einen Berner Coup im Rückspiel. «Ajax hat uns heute die Grenzen aufgezeigt», sagte YB-Coach Gerardo Seoane gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF nach Spielschluss.
Seiner Mannschaft war in der Johan-Cruyff-Arena schon in den ersten Spielminuten aufgezeigt worden, was sie in den kommenden 90 Minuten erwarten würde. Ajax liess den Ball gut laufen und lancierte seine schnellen und dribbelstarken Aussenspieler immer wieder in die Tiefe. Für die Berner Abwehrreihen bedeutete dies einen hohen Laufaufwand, ihm zollte YB in den Schlussminuten Tribut. Die Umstände die zur klaren, wenn auch in dieser Höhe verdienten Niederlage führten, sind allerdings ärgerlich.
Ajax' 1:0 durch Davy Klaassen nach einer Stunde wurde durch Cedric Zesigers Fuss und Fabian Lustenbergers Brust eingeleitet, vor dem 2:0 in der 82. Minute verweigerte der eingewechselte Moumi Ngamaleu den Dienst. Der 26-jährige Kameruner blieb bei einem Zuspiel von Cedric Zesiger wie angewurzelt stehen, Sekunden später schlug der Abschluss von Ajax-Captain Dusan Tadic hinter Guillaume Faivre ein. Und so geht YB statt mit einer erstaunlich guten mit einer fast aussichtslosen Ausgangslage ins Rückspiel.
Ersatzgoalie Faivre macht guten Job
Dass die Hypothek im Wankdorf nicht noch grösser sein wird, ist nur Goalie Guillaume Faivre zu verdanken. Der 34-jährige Neuenburger, der für den an einer Hirnerschütterung leidenden Stammkeeper David von Ballmoos nachrückte, war der Mann der ersten Stunde. Faivre strahlte bei seinen Aktionen Ruhe aus und trug mit Worten dazu bei, dass seine Vorderleute den Gegner zwischenzeitlich gut kontrollierten. Immer wieder waren seine Anweisungen in der geschlossenen und praktisch leeren Johan-Cruyff-Arena zu hören. Seine grösste Tat zeigte Faivre sechs Minuten nach der Pause, als er einen Kopfball von Edson Alvarez aus wenigen Metern abwehren konnte.
Weil die Niederländer dem Ball im Spielaufbau mehr Sorge trugen als dies Leverkusen in den Sechzehntelfinals getan hatte, kam der Gast in der Offensive kaum zu Überzahlsituationen. In der Regel waren die Angreifer Meschack Elia und Jean-Pierre Nsame an der Front auf sich gestellt, Gefahr konnte daraus folglich nicht entstehen. Die einzige Szene im Ajax-Strafraum entstand, als Aussenverteidiger Silvan Hefti in der 6. Minute aufrücken konnte und Christian Fassnacht mit einer Flanke Nsame fand.
Telegramm:
Ajax Amsterdam – Young Boys 3:0 (0:0)
SR Guida (ITA). – Tore: 62. Klaassen 1:0. 82. Tadic 2:0. 92. Brobbey 3:0.
Ajax Amsterdam: Stekelenburg; Rensch (67. Schuurs), Timber, Martinez, Tagliafico; Alvarez, Klaassen, Gravenberch; Antony (67. Idrissi), Tadic, Neres (83. Brobbey).
Young Boys: Faivre; Hefti, Camara (34. Zesiger), Lustenberger, Lefort; Fassnacht (85. Siebatcheu), Lauper (71. Sierro), Aebischer, Sulejmani (46. Moumi Ngamaleu); Elia (71. Mambimbi), Nsame.
Bemerkungen: Ajax Amsterdam ohne Haller (nicht spielberechtigt), Onana (Dopingsperre) Blind und Mazraoui (beide verletzt). Young Boys ohne Von Ballmoos, Martins und Petignat (alle verletzt). Camara mit Wadenverletzung ausgeschieden. 86. Pfostenschuss Tadic. Verwarnungen: 49. Lauper (Foul), 53. Tagliafico (Foul), 64. Aebischer (Foul/für das Rückspiel gesperrt), 78. Sierro (Foul). https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 21172.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 12. März 2021, 01:06 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.03.2021  Zitat: «Wenn man kaum atmen kann» – die Berner Reaktionen nach der Lehrstunde in Amsterdam
21:1 Torabschlüsse, 3:0 Tore – die Young Boys werden im Achtelfinal-Hinspiel von Ajax Amsterdam in die Schranken gewiesen und stehen in der Europa League vor dem Aus. Die Stimmen zur einseitigen Partie.
YB-Captain Fabian Lustenberger über…
… Gegner Ajax Amsterdam:
«Sie haben uns heute den Meister gezeigt. Man hat gesehen, was es bedeutet, wenn man hinten reingedrückt wird und kaum atmen kann. Und wenn man fussballerisch zu 100 Prozent gefordert wird.»
«Sie sind unglaublich ballsicher, haben unglaublich viel Bewegung. Du hast immer wieder einen neuen Gegenspieler. (…) Ein unglaublich flexibles Spielsystem. Dazu haben die Spieler eine extreme Qualität. Sie haben uns das Leben sehr, sehr schwer gemacht. Es ist zwar schwierig, aber wir müssen akzeptieren, dass wir heute unterlegen waren.»
… den Auftritt von YB:
«Wir haben alles versucht. Wir haben versucht, gut und solidarisch zu verteidigen. Wir haben das auch immer wieder gut gemacht. Aber schlussendlich muss man ehrlich genug sein, dass das 3:0 dann auch verdient ist.»
«Wir haben zum Teil vielleicht etwas zu sehr auf Meschack Elia gehofft – einfach ein langer Ball und er geht ab. Aber auch das hat heute nicht so funktioniert. Deshalb hat gefehlt, dass wir etwas Ruhe am Ball haben, dass wir den Ball in den eigenen Reihen halten können.»
… die Chancen für das Rückspiel:
«Die Ausgangslage ist extrem schwierig. Man sagt immer, im Fussball ist alles möglich. Das ist auch so, da werden wir uns auch dementsprechend vorbereiten. Aber wir wissen es schon einzuschätzen, dass es schwierig wird. Wenn sie noch einmal so einen Tag haben wie heute, wird es extrem schwierig.»
Trainer Gerardo Seoane über…
… die starke Gegenwehr:
«Ich muss sagen: Ajax war uns über 90 Minuten in allen Bereichen klar überlegen. Sie haben uns die Grenzen aufgezeigt mit ihrem Positionsspiel. Wir haben nie Zugriff gefunden. Sie hatten immer eine Lösung und waren immer einen Tick schneller am Ball.»
«Das ist eine Mannschaft, die in den letzten Jahren auch in der Champions League für Furore gesorgt hat. (…) Es hatte den einen oder anderen Spieler auf dem Platz, den wir in ein, zwei Jahren in der Premier League oder irgendwo anders sehen werden. Es hat schon junge Spieler mit Potenzial, das muss man neidlos anerkennen.»
… die Leistung seiner Mannschaft:
«Wenn wir den Ball hatten, verloren wir ihn vor allem zu Beginn zu schnell. Wir konnten uns nicht entfalten mit dem Ball. Wenn man über 90 Minuten keine klare Torchance herausspielen kann, dann steht am Schluss die Null auf der falschen Seite. Und wenn der Gegner in unserer Platzhälfte gefühlt 60, 70 Prozent Ballbesitz hat, dann ist auch klar, dass irgendwann einer reingeht.»
«Ärgerlich sind die letzten zehn Minuten, die beiden Gegentore wären nicht nötig gewesen. Mit dem 1:0 hätten wir zufrieden nach Hause fahren können, das 3:0 ist ein klares Resultat und wird das Rückspiel zu einer Herkulesaufgabe machen.»
… die eigene Gefühlslage:
«Frustriert ist kein gutes Wort, das ist etwas negativ behaftet. Aber es war in gewissen Bereichen eine Lehrstunde. Sicher werden wir gewisse Ansätze auch für unsere Arbeit herausziehen. Wir hatten schon in der Champions League in Turin einen solchen Abend, das ist auch schon vorgekommen. Man darf nicht vergessen, wo man spielt.»
Goalie Guillaume Faivre über…
… den Spielverlauf:
«Ein verdienter Sieg für Ajax. Das war schon fast eine andere Sportart wie sie spielen – Wahnsinn. Wir müssen schauen, was wir aus diesem Spiel herausnehmen können fürs Rückspiel.»
… seine Leistung:
«Ich hatte ein super Gefühl, schon in den letzten Tagen. Die Kollegen und meine Familie haben mich unterstützt, das hat mich sehr gefreut. Es war schön für mich heute, auch wenn das Resultat natürlich nicht optimal ist. Trotzdem hat es Spass gemacht.» https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 22595.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 12. März 2021, 01:07 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
11.03.2021  Zitat: Die Noten zur Ajax-Pleite
Diese sechs YB-Stars kriegen eine 2
YB ist auswärts gegen Ajax Amsterdam chancenlos und verliert das Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League 0:3. Entsprechend fallen auch die Noten der Berner aus. https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 95549.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 12. März 2021, 09:02 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
12.03.2021  Zitat: Europa League: Die Young Boys erleiden in Amsterdam Totalschaden – 0:3-Niederlage gegen Ajax
Die Young Boys unterliegen Ajax Amsterdam im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League auswärts deutlich und handeln sich eine grosse Hypothek für das Rückspiel ein.
Früh schon kamen diese Gedanken auf: dass es den Young Boys im Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals vor allem um Schadensbegrenzung gehen würde. Der Schweizer Meister gastierte bei Ajax Amsterdam, einer Mannschaft, die von der ersten Minute an so glasklar ihre Angriffe aufs Feld zeichnete, dass die Berner nicht viele Atempausen haben würden. Und so kam es: keine Atempausen – aber auch keine Schadensbegrenzung, 0:3-Niederlage.
Bester Berner war Guillaume Faivre gewesen, ausgerechnet Faivre, vor dem Spiel noch die grösste Unbekannte. Im Sommer war Faivre als Ersatztorhüter von Thun zu YB gewechselt, ein anerkannt sozialverträglicher Typ, «vernünftig, intelligent, macht sich Gedanken», so beschrieb ihn einst Andres Gerber, der Sportchef des FC Thun. Aber in der vergangenen Saison hatte Faivre den Thunern nicht immer diese Stabilität verliehen, die sie gebraucht hätten im Kampf gegen den Abstieg, einem Kampf, den sie schliesslich verloren.
Die Offensive vergessen
Und am Donnerstagabend stand Faivre plötzlich so sehr im Fokus wie noch nie: in Amsterdam im YB-Tor. Der Stammgoalie David von Ballmoos fiel wegen einer Gehirnerschütterung aus, Faivre musste einspringen, just auf diesem hohen Niveau, gegen ein Ajax-Team in starker Form.
Es brauchte ihn immer und immer wieder, schon nach fünf Minuten klärte Faivre ein erstes Mal stark, später war er wiederholt zur Stelle, wenn der Druck der brasilianischen Flügelzange mit David Neres und Antony wieder einmal zu gross geworden war. Die Young Boys hingegen schossen bis zum Ende nie aufs Tor, sie kamen nicht einmal zu einem Corner. Sie waren so sehr mit Abwehrarbeit beschäftigt, mit der Pflege ihrer defensiven Solidarität, dass sie vergassen, was eigentlich ihre offensiven Pläne gewesen wären.
Nach gut einer Stunde passierte, was längst hätte geschehen müssen: Ajax ging in Führung – aber nicht durch ein wirbliges Offensivtalent, sondern durch den Routinier Davy Klaassen, weniger filigran, eher rustikal. Auch er schrieb zuletzt eine Aufsteiger-Geschichte à la Faivre. Vergangene Saison hatte er sich mit Werder Bremen gegen den Abstieg aus der Bundesliga gestemmt; zurück bei Ajax, dem Klub seiner Jugend, strebt er dem niederländischen Titel und dem Europa-League-Viertelfinal entgegen.
Die nächste Stufe
Denn angesichts der Einbahnfussball-Partie in Amsterdam würde es erstaunen, wenn sich Ajax im Rückspiel vom nächsten Donnerstag nicht durchsetzen würde. Die Niederländer waren eklatant überlegen, die YB-Stürmer Jean-Pierre Nsame und Meschack Elia kamen nie zur Geltung. In der 82. Minute erzielte Dusan Tadic das 2:0, nach einem merkwürdigen Fehlverhalten von Nicolas Moumi Ngamaleu. Es war eine Ironie dieses Abends: Ein YB-Spieler, der schon zur Pause für mehr offensive Vitalität eingewechselt worden war, stand am Ursprung des zweiten Gegentors. In der Nachspielzeit fiel noch das 0:3, was YB kaum mehr Hoffnung lässt für die Begegnung im Wankdorf.
Etwas Optimismus geben höchstens die Gedanken an den Sechzehntelfinal gegen Leverkusen, als YB daheim zur Pause 3:0 führte (am Ende: 4:3). Die Berner haben eine Woche Zeit, diesen Totalschaden zu verarbeiten – und sich daran zu erinnern, wie es ging, gegen ein starkes Team Wege nach vorne zu finden. Der Trainer Gerardo Seoane sagte nach dem Spiel, YB versuche auch, einen offensiven Stil aufs Feld zu bringen – aber «sie demonstrierten uns heute, wie man Offensivfussball auf der nächsten Stufe umsetzt». Eine Stufe, die für YB an diesem Abend weit entfernt schien.
Ajax Amsterdam - Young Boys 3:0 (0:0)
SR Guida (ITA). - Tore: 62. Klaassen 1:0. 82. Tadic 2:0. 92. Brobbey 3:0.
Ajax Amsterdam: Stekelenburg; Rensch (67. Schuurs), Timber, Martinez, Tagliafico; Alvarez, Klaassen, Gravenberch; Antony (67. Idrissi), Tadic, Neres (83. Brobbey).
Young Boys: Faivre; Hefti, Camara (34. Zesiger), Lustenberger, Lefort; Fassnacht (85. Siebatcheu), Lauper (71. Sierro), Aebischer, Sulejmani (46. Moumi Ngamaleu); Elia (71. Mambimbi), Nsame.
Bemerkungen: Ajax Amsterdam ohne Haller (nicht spielberechtigt), Onana (Dopingsperre) Blind und Mazraoui (beide verletzt). Young Boys ohne Von Ballmoos, Martins und Petignat (alle verletzt). Camara mit Wadenverletzung ausgeschieden. 86. Pfostenschuss Tadic. Verwarnungen: 49. Lauper (Foul), 53. Tagliafico (Foul), 64. Aebischer (Foul/für das Rückspiel gesperrt), 78. Sierro (Foul). https://www.nzz.ch/sport/europa-league- ... 7#register
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 12. März 2021, 09:22 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
12.03.2021  Zitat: «Ajax war uns in allen Bereichen überlegen»
YB verliert das Hinspiel des Achtelfinal der Europa League gegen Ajax deutlich mit 0:3. Trainer Seoane und Captain Lustenberger loben den Gegner.
Darum gehts
- YB verliert das Hinspiel gegen Ajax in der Europa League deutlich mit 0:3.
- Trainer Seoane spricht von einer Lehrstunde.
- Captain Lustenberger verspricht: Wir werden im Rückspiel alles hereinwerfen und schauen, was passiert.»
Die Berner Young Boys haben gegen Ajax Amsterdam keine Chance. Mit 0:3 gehen die Schweizer Euro-Vertreter in der Johan-Cruyff-Arena unter. Einzig Guillaume Faivre verhinderte eine höhere Niederlage. Captain-Lustenberger sagte nach der Partie: «Wir hatten in der ersten Hälfte keinen Zugriff. Die ersten beiden Tore waren zwar unglücklich, das 3:0 geht jedoch in Ordnung.»
Lustenberger sprach auch über die gute Torwartleistung von Faivre: «In der ersten Halbzeit hat er mehrere Bälle stark gehalten, in der zweiten war auch er machtlos.» Für den 32-Jährigen lag es nicht nur an YB: «Der Gegner hat extrem gut gespielt. Sie hatten immer eine Lösung bereit.»
Trainer Seoane findet klare Worte: «Wir konnten uns nicht entfalten mit dem Ball. Ich muss sagen über die 90 Minuten war Ajax uns in allen Bereichen klar überlegen.» Seoane sprach gar von einer «Lehrstunde». Besonders ärgerlich für den YB-Trainer waren die beiden späten Tore. Seoane: «Wir sind nicht zufrieden mit unserer Leistung, sie waren klar besser.»
«Aufpassen, dass wir nicht drei Tore kassieren»
An der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte der Heimtrainer Erik ten Hag: : «Ajax war hervorragend. Und das war keine Selbstverständlichkeit. YB war nämlich ein guter Gegner.» Der Niederländer weiter: «Es ist auch nicht so, dass YB schlecht spielte. Überhaupt nicht. Meine Mannschaft spielte einfach sehr, sehr gut.» Er sprach auch den einzigen Makel des Ajax-Spiels an: «In der ersten Halbzeit haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Doch Angst hatte ich deswegen nicht. Ich konnte zwar die Bälle nicht selbst reinschiessen, doch ich glaubte an mein Team. Die Spieler bewiesen Geduld und trafen dann ja auch.»
Kommende Woche empfängt YB zu Hause in Bern die Amsterdamer. Captain Lustenberger verspricht: «Wir werden alles hereinwerfen und schauen, was passiert.» Seoane sagt im Interview: «Es wird eine Herkules-Aufgabe.» Die Hoffnung stirbt jedoch zuletzt. Immerhin: Gegen Leverkusen führten die Berner bereits zur Pause mit 3:0. Das ist auch Ajax Trainer ten Hag bewusst: «Wenn eine Mannschaft zwei Mal gegen Leverkusen gewinnt, ist sie sehr gut. Daher müssen wir vor allem im Rückspiel aufpassen. Aufpassen, dass wir nicht wie Leverkusen drei Tore in einer Halbzeit kassieren.» https://www.20min.ch/story/ajax-war-uns ... 4967587498
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 12. März 2021, 10:23 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
12.03.2021  Zitat: Die Young Boys nach dem Ajax-SpielYB-Trainer Seoane: «Es ist frustrierend, so hinterherzulaufen»
Nach dem Achtelfinal-Hinspiel bei Ajax Amsterdam fühlt sich Gerardo Seoane an eine ähnliche Lektion in der Champions League erinnert.
Es waren ungewohnte Rollen. Am Ende musste er sich vorführen lassen, der für gewöhnlich so stolze Schweizer Meister, der zu Hause in der Liga in der Regel immer dann einen Zacken zulegen kann, wenn es das Spiel von ihm verlangt. In Amsterdam beim grossen Ajax hätte die Partie von den Young Boys spätestens nach einer Stunde mehr Mut verlangt. Das unvermeidlich scheinende Gegentor erhielt YB in diesem Achtelfinalhinspiel der Europa League in der 62. Minute. Doch eine Reaktion darauf blieb aus.
«Ich denke nicht, dass es am Selbstvertrauen lag», sagte ein nachdenklicher Captain schon kurz nach Spielschluss. Fabian Lustenberger war als Kopf des Berner Abwehrverbundes mittendrin im niederländischen Sturm. Auch er musste sich am Ende eingestehen, dass die Young Boys da europäisch auf eine andere Nummer trafen, als sie es sich von den Gruppenspielen und auch vom erfolgreichen Sechzehntelfinal gegen Leverkusen gewohnt waren. «Wir erhielten nie den Zugriff aufs Spiel, den wir eigentlich brauchen», sagte Lustenberger.
Lustenberger: «So kennen wir das nicht»
Es war für die Berner ein bitterer Abend in der niederländischen Hauptstadt. Nicht nur, weil sie früh zu spüren bekamen, wie gross die Not gegen diesen Gegner werden könnte. Nicht allein, weil sie nach dem noch nicht gänzlich aussichtslosen 0:1 weiter einbrachen. Sondern vor allem auch, weil sie «so viel mit Verteidigen beschäftigt waren, wie wir das eigentlich überhaupt nicht kennen», wie es Gerardo Seoane ausdrückte. Der YB-Trainer sprach von einer «beeindruckenden Qualität des Gegners», fühlte sich an europäische Lektionen wie dem 0:3 2018 in der Champions League bei Juventus Turin erinnert. Damals wurden die Young Boys auch resultatmässig früh daran erinnert, der kleine Club aus der Schweiz zu sein, und lagen nach einer halben Stunde mit 0:2 zurück.
Verrückt war ja, dass über der ersten Halbzeit trotz der augenfälligen Unterlegenheit von YB die Möglichkeit schwebte, dass sich die Berner mit einem hart erkämpften 0:0 oder 0:1 fürs Rückspiel noch alle Optionen offen halten würden. Es gelang den Young Boys nach einer ersten schwierigen Phase eine Zeit lang einigermassen, das Angriffsspiel des Gegners zu brechen. «Wir hatten da das Gefühl, besser in die Partie zu kommen», sagte Seoane.
Irgendwann aber war YB mürbe gespielt. Captain Lustenberger sah sich und sein Team vom niederländischen Meister derart in der eigenen Zone festgesetzt, dass «es auch mental anstrengend wurde». Trainer Seoane sprach von einer «schwierigen Verfassung» seiner Mannschaft ab der 60. Minute und präzisierte später, dass diese vor allem auf die Qualität von Ajax zurückzuführen sei. «Es ist frustrierend, so hinterherzulaufen. Irgendwann kommst du einen Schritt zu spät – und dann sind sie da.»
Einen nächsten Schritt vermochten die Young Boys nach dem Exploit gegen Leverkusen auf dieser Ebene nicht zu machen. Und auch wenn Ajax-Trainer Erik ten Hag gönnerhaft meinte, auch bei dieser Ausgangslage sei vieles möglich, so wird ein 0:3 für sie «ein schwerer Rucksack» fürs Hinspiel, wie es Seoane formulierte. Vielleicht vermögen sie ihn mit Würde zu tragen. https://www.bernerzeitung.ch/yb-trainer ... 4693771615
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Freitag 12. März 2021, 17:08 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
12.03.2021  Zitat: Coach Ten Hag warnt trotzdem vor Überfall der Berner
So unterirdisch schlecht ist die YB-Statistik gegen Ajax
YB hatte in der Johan-Cruyff-Arena einen historisch tiefen Expected-Goals-Faktor von 0,1! Was bedeutet das nun wieder? Wir erklären es. Und warum fürchtet Ajax-Coach Erik Ten Hag die Berner immer noch?
Am Ende war es ein Gemetzel. «Wir haben sie zerfetzt», übersetzte ein englisches Portal die Analyse von Ajax-Coach Erik ten Hag etwas gar freigeistig. Vielmehr sprach der Coach davon, dass sein Team die Berner gekocht und am Ende gebrochen habe. Genau so wars. Doch das Knacken der YB-Abwehr und die drei Tore sind nur das Ende der Fahnenstange.
Statistisch unterirdisch
Weiter unten anzusiedeln sind die YB-Torchancen. Ganz weit unten. Denn es gab sie … nicht. Ein von der holländischen Abwehr geblockter Schuss von Silvan Hefti war alles, was statistisch vom Berner Besuch in Amsterdam offensiv erfasst wurde. Das führte dazu, dass für YB unter dem Strich ein Expected-Goals-Wert von 0,1 blieb. Mit diesem Wert (xG) versuchen Statistiker, einen besseren Wert zu haben als die banale Anzahl Torschüsse. Denn diese berücksichtigen die Qualität der Abschlüsse und die Torgefahr nicht. Der xG bezieht diese Faktoren mit ein. Und so steht für YB also diese unfassbar tiefe 0,1.
Der Wert von Ajax lag in diesem Spiel bei 3,14. Das heisst, die Amsterdamer schossen genau so viele Tore, wie man aufgrund der Qualität ihrer Chancen erwarten durfte. Bei YB stimmten xG-Wert und Tore übrigens auch überein: 0 Tore für einen xG-Faktor von 0,1… Mittelfeldspieler Ryan Gravenberch (18) bezeichnete diese Statistik als «verrückt, aber sehr schön.» Für Ajax.
Seoane hat eine einleuchtende Erklärung
Immerhin hatte Trainer Gerry Seoane eine einleuchtende Erklärung für den offensiv unterirdischen Auftritt seines Teams. «Wenn du dauernd dem Ball nachrennst, hast du nicht die gleiche Frische, wenn du den Ball endlich mal hast. Wir sind ein Team, das sich mehr Ballbesitz gewohnt ist. Es ist schwierig, den Plan, den man jedes Wochenende hat, umzustellen. Und irgendwann wirds dann mental zermürbend.»
Dennoch weigert man sich auf Seiten von YB aufzugeben. Auch weil der Glaube an die Heimstärke ungebrochen ist. Und das ist gut so! «Das 0:3 ist ein grosser Rucksack», so Seoane. «Aber wir hatten gegen Leverkusen eine sensationelle Startphase. Wenn du einen guten Tag erwischt, ist im Fussball vieles möglich. Wir wollen uns mit den Besten messen. Ajax ist eine der grössten Mannschaften. Es ist unser Ziel, sie im Heimspiel zu schlagen.»
Faivre: «Wir werden Ajax auf jeden Fall noch stören»
Und auch der klar beste Berner, Goalie Guillaume Faivre, bleibt kampfeslustig. «Wir müssen nun im Wankdorf Verantwortung übernehmen.» Eine Aussage, die durchaus einem Appell an den Stolz gleichkommt. «Die Hoffnung ist schon noch da. Wir werden Ajax auf jeden Fall noch stören.»
Davon geht auch Trainer Erik ten Hag aus. Er drückt jedenfalls gleich nach dem 3:0 ganz heftig auf die Euphoriebremse, auch wegen des Berner Kunstrasens. «YB ist ein sehr starker Gegner. Wer Leverkusen zwei Mal schlägt, ist sehr stark. Es ist nie gelaufen! YB ist in der Lage, drei Tore in einer Halbzeit zu schiessen. Das war ein richtiger Überfall gegen Bayer.»
Und die nicht-direkt-involvierten Freunde und Fans des Schweizer Fussballs? Die können nur sagen: Ten Hags Worte in Gottes Ohr für kommenden Donnerstag.
https://www.blick.ch/sport/fussball/eur ... 96348.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 25 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |