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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Freitag 29. Juli 2005, 09:50 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 29.7.2005
Der Kulttrainer im Wankdorf
Beim Blitzturnier zur Wankdorf-Eröffnung am Sonntag fehlen zwar die ganz grossen Teams. Aber immerhin gastiert der Italiener Giovanni Trapattoni in Bern. Und damit der erfolgreichste Fussballtrainer aller Zeiten.
Meister der Gestikulation: der legendäre Giovanni Trapattoni / Keystone
Wo er ist, ist (fast) immer auch der Erfolg. 19 Titel hat Giovanni Trapattoni, der legendäre Fussballlehrer aus Italien, in seiner langen Karriere bereits gewonnen. Seit wenigen Wochen trainiert «Trap» den VfB Stuttgart. In Deutschland wird er als Star gefeiert – Trapattoni ist beliebt und sympathisch, und auch wenn seine Trainingslehre zuweilen altmodisch wirkt und er als Defensivpapst gilt, so herrscht in Stuttgart doch Euphorie. Präsident Erwin Staudt sagt: «Trapattoni ist ein Erfolgsgarant. Wir hoffen, er kann bei uns den 20. Titel als Trainer holen.» Die Form stimmt: Am Dienstag gewann Stuttgart bei Bayern München überraschend den Liga-Pokal-Halbfinal 2:1.
Die drei grossen Abgänge
Bereits am nächsten Dienstag kann Trapattoni also tatsächlich seinen 20. Titel feiern – in Leipzig, im Liga-Pokal-Endspiel gegen Schalke. Allerdings dürfte Präsident Staudt bei seiner Aussage eher an den Meistertitel gedacht haben. «Stuttgart hat eine grosse Mannschaft, ich bin stolz, hier Trainer sein zu dürfen», sagt Trapattoni freundlich. In Deutschland hat der 66-Jährige längst Kultstatus erreicht. Trapattoni ist seit seiner unvergesslichen Wutrede als damaliger Bayern-Trainer («Flasche leer») eine Werbeikone.
Aber auch der grosse Giovanni Trapattoni kann nicht nur von der Vergangenheit leben. Er ist in Stuttgart zum Erfolg verdammt. Zahlreiche neue Akteure wurden geholt, darunter der Schweizer Nationalspieler Ludovic Magnin und der deutsche Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. Magnin trifft in Stuttgart auf den Schweizer Marco Streller, aber nicht mehr auf Philipp Lahm (zu Bayern München), Kevin Kuranyi (Schalke) und Aleksandr Hleb (Arsenal). Die drei Starkicker galten einst als Repräsentanten der «jungen Wilden», wie Stuttgarts Team genannt wurde. Nun zog es die drei Leistungsträger zu finanzkräftigeren Vereinen. Trapattoni will die dabei generierte Ablösesumme von rund 30 Millionen Franken in neues Personal investieren. Der spielstarke Jon Dahl Tomasson (Milan) ist der neue Torjäger, sein dänischer Landsmann Jesper Grönkjaer (Atletico Madrid) der Passgeber.
Am Blitzturnier zur Wankdorf-Eröffnung wird Stuttgart auf Grund des strengen Programms nur wenige Stunden sein. Am Sonntagmorgen landet der VfB in Belp, am Abend gehts zurück in die Heimat.
Udinese, die Überraschung
Komplettiert wird das Teilnehmerfeld von Gastgeber YB und von Udinese Calcio. Das italienische Überraschungsteam beendete die letzte Saison auf dem tollen 4. Rang, hinter den drei Grossklubs Juventus, Milan und Inter. Nach jeder Saison verliert Udinese die besten Spieler – in diesem Sommer zogen Spielmacher David Pizarro (Inter) und Marek Jankulowski (Milan) Richtung Mailand. Dennoch taucht Udinese immer wieder im oberen Drittel der Tabelle auf. Die Norditaliener sind gewissermassen der FC Thun der Serie A. Auf die Berner Oberländer könnte Udinese in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation im August treffen.
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All-Star-Wahl und Promiteam
YB, Stuttgart und Udinese bestreiten am Sonntag ab 16 Uhr im Wankdorf ein Blitzturnier. Vorher finden zwei Höhepunkte statt: Neu um 14.45 Uhr wird das YB-All-Star-Team aller Zeiten präsentiert. Und im Anschluss treten einige der Spieler zusammen mit anderen früheren YB-Grössen zum Promispiel gegen die Filmcrew «Das Wunder von Bern» an.fdr
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Freitag 29. Juli 2005, 09:52 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 29.7.2005
Die Fanzüge halten nicht im Wankdorf
An der S-Bahn-Haltestelle Wankdorf dürfen keine Sonderzüge halten. Rock- und Fussballfans müssen den Umweg über den Hauptbahnhof machen. Jürg von Känel, Vorsteher des Amts für öffentlichen Verkehr, sagt, warum.
Ein Zug am Bahnhof Wankdorf / KeystoneJürg von Känel, wenn die GC-Fans am 6. August nach Bern reisen, können sie nicht im Wankdorf aussteigen. Sie müssen erst durch den Hauptbahnhof und dann mit dem Tram, Bus oder Zug zurück zum Stadion. Warum?
Die neue Haltestelle Wankdorf wurde als S-Bahn-Station gebaut. Ihre Perronlänge beträgt 220 Meter. Die SBB setzen für Extrazüge aber erheblich längere Kompositionen ein. An und für sich könnte man mit einem kurzen Doppelstöcker im Wankdorf halten. Doch die Transportunternehmen wollen das nicht. Grund dafür ist die Sicherheit der Fahrgäste: An der S-Bahn-Station Wankdorf donnern nämlich täglich 700 Fernverkehrszüge mit 80 bis 100 Stundenkilometern vorbei. Da hat man sehr grosse Bedenken, einen Zug halten und Fans aussteigen zu lassen. Ausserdem bleibt bei dieser Fahrplandichte kaum Zeit zum Halten, ohne dass der ganze Fahrplan durcheinander gerät.
Im Wankdorf gibt es künftig riesige Konzerte und Sportevents. Da müssten doch in unmittelbarer Nähe Sonderzüge halten können.
Daran hat man beim Bau der Station selbstverständlich gedacht. Wir haben auch alle Vorkehrungen getroffen, damit zu einem späteren Zeitpunkt zusätzliche Perrons gebaut werden können, die ein sicheres Aussteigen möglich machen. Aus finanziellen Gründen lag der Ausbau aber bisher einfach nicht drin.
Das Ganze mutet an wie ein Schildbürgerstreich. Hat man am falschen Ort gespart?
Den «Schildbürgerstreich» lasse ich nicht gelten. Die Station hat rund 28 Millionen Franken gekostet. Wenn man sie für Extrazüge ausbaut, kostet das bald mal zusätzliche 20 Millionen. Man muss sich einfach fragen: Kann man so viel Geld ausgeben für drei, vier Sonderzüge pro Jahr?
Aber gesetzt der Fall, das Bedürfnis für das Angebot ist ausgewiesen. Wie liesse sich erweitern?
Die SBB machen zurzeit einen Rahmenplan, um die Leistungsfähigkeit des Bahnhofs Bern um 30 Prozent zu erhöhen. In dieser Planung sind auch zusätzliche Gleise und Perrons im Dreieck Wankdorf vorgesehen. Die Baulinien dafür sind bereits gezogen. Und die bestehende Passerelle mutet nicht umsonst so riesig an: Sie ist im Hinblick auf einen Ausbau extra grosszügig bemessen worden.
Alles ist also vorbereitet. Können Sie schon sagen, wann gebaut wird?
Nein. Die öffentliche Hand ist bekanntlich nicht auf Rosen gebettet. Wann Geld für diese Anliegen da ist, lässt sich im Moment nicht abschätzen.
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shalako
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Verfasst: Freitag 29. Juli 2005, 09:56 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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http://www.fussball-bundesliga.at, 29.7.2005
EM-Stadion in Bern wird eröffnet
Das teuerste Fußball-Stadion der Schweiz wird am Wochenende eingeweiht. Mit einer ambitionierten Eröffnungsfeier und dem ersten Meisterschafts-Heimspiel gegen Aarau beziehen die Young Boys Bern ihre neue Heimstätte "Stade de Suisse", in dem auch bei der gemeinsam mit Österreich veranstalteten EURO 2008 Spiele ausgetragen werden.
Der wirtschaftliche Erfolg des neuen Fußball-Tempels ist allerdings ungewiss. Rund 360 Millionen Franken (230 Mio. Euro) haben die drei Unternehmen Suva, Coop und Winterthur ins Stade de Suisse investiert. Der Betrieb obliegt nun einer Aktiengesellschaft, der mehrere Persönlichkeiten aus der Schweizer Wirtschaft angehören, die je 20 Prozent der Aktien halten. Diese AG kontrolliert auch den Heimklub BSC Young Boys, der unter starkem Erfolgsdruck steht: Nur ein erfolgreiches Team wird es schaffen, den angestrebten Schnitt von 14.000 bis 17.000 Zuschauern pro Spiel zu erreichen.
Die Stadionbetreiber beteuern aber, dass das "neue Wankdorf" auch ohne Fußball rentieren kann. Multifunktionalität ist ihr Zauberwort: Coop eröffnet im August ein Shopping Center, kleinere Läden und auch Schulen sind eingemietet, Seminar- und Konferenzräume stehen zur Verfügung, dazu gibt es zahlreiche Gastro-Betriebe. Den Verantwortlichen schweben zudem Konzerte, Freilicht-Opernaufführungen, Musikfestspiele oder die in der Schweiz populären Schwingfeste vor. Sogar Skisportanlässe, Motocross-Rennen und Eishockeyspiele stehen zur Diskussion.
Als Vorbild dienen moderne Arenen wie der Basler St. Jakob-Park. Den rund 30 Fußballspielen pro Jahr stehen dort 1.200 Events jeglicher Art gegenüber. Als Schreckensgespenst für die Berner gilt dagegen das Stade de Geneve in Genf, das 2003 eröffnet wurde. Der Heimklub Servette schlitterte im Vorjahr in den Konkurs und verschwand aus der obersten Spielklasse. Konzerte sind kaum möglich, weil die Akustik schlecht ist. Eine deutsch-spanische Investorengruppe will sich das Stadion nun zum Schnäppchenpreis von 50 Mio. Franken (32 Mio. Euro) sichern. Passiert kein Wunder, ist in Genf erst 2008 bei der EM wieder Spitzenfußball zu sehen.
Das alles kümmert die Berner wenig. Als die Stadionbetreiber zu einer "Voreröffnung" einluden, waren die verfügbaren 14.000 Tickets im Nu weg und die Stimmung trotz der YB-Niederlage prächtig.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Freitag 29. Juli 2005, 09:59 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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20min.ch, 29.7.2005
Extrazüge zum Wankdorf möglich
Verwirrung um die neue S-Bahn-Station Wankdorf, dem «Stade-de-Suisse-Bahnhof».
Weil normale Extrazüge zu lang sind und dort nicht halten können, fordert das Grüne Bündnis, dass die SBB für Fussball-Fans kürzere Züge einsetzen. Dazu SBB-Sprecher Roland Binz: «Das ist möglich.
Wir haben darüber auch bereits diskutiert. Wir werden das von Fall zu Fall prüfen.» So könnte verhindert werden, dass beispielsweise die teilweise rabiaten Fans des FC Basel im Hauptbahnhof noch umsteigen müssen, um ins neue Stadion zu gelangen.
_________________ For Ever
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disizlapeste
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Verfasst: Freitag 29. Juli 2005, 14:08 |
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Registriert: Sonntag 13. Juni 2004, 12:18 Beiträge: 209 Wohnort: 3006
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shalako hat geschrieben: So könnte verhindert werden, dass beispielsweise die teilweise rabiaten Fans des FC Basel im Hauptbahnhof noch umsteigen müssen, um ins neue Stadion zu gelangen.
aha, es geht also drum, dass man die diese huligens nicht in der stadt hat und nicht dass der "normale" fan bequemer anreisen kann?!?
sachen gibts...
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YBCHRIGU
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Verfasst: Freitag 29. Juli 2005, 16:47 |
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Registriert: Samstag 12. Juni 2004, 10:46 Beiträge: 49 Wohnort: Altstadt-Bern
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Einfach nur noch peinlich!!!!!
Tickets «hängen geblieben»
Im Verpackungs- und Versandprozess für die Eröffungsfeier des Stade de Suisse Wankdorf in Bern vom Wochenende sind 1000 Tickets «hängen geblieben» und werden die Empfänger mit grosser Wahrscheinlichkeit heute (Samstag) nicht rechtzeitig erreichen.
Für die betroffenen Personen wurde ein Expressschalter eingerichtet, an dem das Ersatzticket mit dem Zahlungsbeleg abgeholt werden kann. Während der gesamten Eröffungsfeier steht das Kassenhäuschen Seite Sempachstrasse - Annexbau (Ticketing 2) offen.
_________________ FC FC FC
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Rino
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Verfasst: Freitag 29. Juli 2005, 20:08 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Samstag 30. Juli 2005, 06:44 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 30.7.2005
Stade de Suisse Wankdorf als Erlebniswelt
Wo bis im Frühling in der landesweit grössten oberirdischen Baustelle gearbeitet wurde, wird ab Samstag dem Besucher ein umfassendes Unterhaltungsprogramm geboten. Bern feiert die dreitägige Eröffnung des Stade de Suisse Wankdorf.
Die Eckdaten des Stadions Wankdorf/Stade de Suisse Bern (29.7.2005)
Weniger als vier Jahre nach der Sprengung des alten Wankdorfs hat nun nach Basel und Genf auch die Schweizer Hauptstadt ein Stadion, das höchstem Komfort entspricht. Für rund 370 Millionen Franken wurde dort, wo das legendäre alte Wankdorf mit seinen markanten Ecktürmen stand, ein riesiger Komplex errichtet, in dem der Fussball die emotional wichtigste Rolle spielen wird. «Die Young Boys sind das Herz. Zwar belebt YB dieses Herz zur 20 Tage im Jahr, bei einer allfälligen Champions-League-Qualifikation dereinst vielleicht 25 Tage. Aber YB ist der Werbeträger, die Kraft, die Emotion im Stade de Suisse Wankdorf», sagt Peter Jauch.
Der Zürcher Stadion-Direktor, der in Bern nach seinen unpopulären Entscheiden bei den Young Boys (einst keine neuen Verträge für Publikumslieblinge, Aussortierung von Präsident Heinz Fischer und Sportchef Fredy Bickel) längst nicht nur Anerkennung geniesst, schwärmt vom neuen Stadion, ohne den Sinn für die Realität zu verlieren. Denn Jauch hat das amateurhafte Handeln im Stade de Genève mit grosser Sorge und auch Unverständnis verfolgt.
Um den Sport und Fussball in einer wirtschaftlich angespannten Zeit zu einem gesellschaftlichen Grossereignis zu machen, waren für Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe Anpassungen an Kundenbedürfnisse nötig. Im Stade de Suisse Wankdorf gibt es -
analog dem Basler St. Jakob-Park - diverse Verpflegungsstände rund ums Stadion, das Anstehen auf veralteten Toiletten soll ebenso der Vergangenheit angehören wie langes Warten beim Stadioneinlass. Auch das so genannte Inhouse-TV, das stadioneigene Fernseh- Programm, und Logen (186 Plätze) wurden Standard. «Von den Stadionbetreibern in Bern wurde so viel verändert, dass wir in der tollsten Arena spielen können, die wir haben können», sagt Jauch nicht ohne Stolz. «Es ist unmöglich, dass es hier so endet wie in Genf. Bei uns ist alles funktionstüchtig...»
Der Vergleich mit dem rentierenden St. Jakob-Park drängt sich für das Stade de Suisse Wankdorf hingegen aus mehreren Gründen auf. So war im «Joggeli» das Generalunternehmen von YB-Mäzen Bruno Marazzi mit dem Neubau beschäftigt. Jauch war von 1999 bis 2001 Stadionmanager in Basel und bringt dieses Know-How nun in Bern ein. Der Jahresumsatz 2004 von fast 100 Millionen Franken im Einkaufszentrum des St. Jakob-Park zeigt Jauch vor, was auch in Bern möglich sein kann. Denn zum Komplex des neuen Nationalstadions gehören auch eines der grössten Einkaufszentren der Region Bern, Wohnungen, zwei Schulen und ein Privatlabor. Im Stade de Suisse Wankdorf rechnet man ab der Saison 2005/06 bei einem Betriebsaufwand von 23 Millionen mit Einnahmen von rund 30 Millionen Franken - mit Erwartungshaltung nach oben. Verglichen mit dem alten Stadion, das sich schon zur damaligen Zeit nicht ausschliesslich durch Fussball finanzierte, dürfte sich der Gewinn um mehr als 1000 Prozent steigern.
«Kein 08/15-Ereignis»
Die Generalprobe für die Eröffnungsfeier hat die neue YB-Arena vor zwei Wochen mit Bravour bestanden. Das UI-Cup-Spiel gegen Marseille war der erste Event im Stade de Suisse Wankdorf, die wegen Sicherheitsvorkehrungen auf 14 000 Zuschauer reduzierte, aber dennoch laute Kulisse sorgte für ein erstes emotionales Highlight. «Es muss eine Harmonie zwischen Stadion, Team und Fussball enstehen. Fussball muss eine Erlebniswelt sein, kein 08/15- Ereignis. Das müssen die Leute spüren. Und das war gegen Marseille teilweise schon der Fall», freut sich Jauch. YB wird sich am sonntäglichen «Blitzturnier» (45 Minuten Spielzeit) gegen den VfB Stuttgart und Serie-A-Verein Udinese ein nächstes Mal von der Begeisterungsfähigkeit des Berner Anhangs überzeugen können.
Die Euphoriewelle soll nun am Wochenende flächendeckend auf die Besucher überschwappen. An der Zeremonie, die laut Jauch «an eine Olympia-Eröffnung erinnert und einmalig für die Schweiz ist», führt jeweils Musik von lokalen Bands (u.a. Polo Hofer, Signorino TJ, PVP, Wurzel 5 and friends, DJ Christopher S.) inner- und ausserhalb des Stadions zu den Höhepunkten des Tages: Am Samstag vor dem offiziellen Eröffnungsakt um 21.20 Uhr, wenn Bundespräsident Samuel Schmid interviewt wird und der Ankick vom Dach erfolgt und am Sonntag vor dem Triangel-Turnier. Der «Tag der offenen Tür» am Nationalfeiertag mit Aktionen im und ums Stadion wird die Feierlichkeiten im Stade de Suisse Wankdorf beschliessen.
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Tickets «hängen geblieben»
Im Verpackungs- und Versandprozess für die Eröffungsfeier des Stade de Suisse Wankdorf in Bern vom Wochenende sind 1000 Tickets «hängen geblieben» und werden die Empfänger mit grosser Wahrscheinlichkeit heute (Samstag) nicht rechtzeitig erreichen.
Für die betroffenen Personen wurde ein Expressschalter eingerichtet, an dem das Ersatzticket mit dem Zahlungsbeleg abgeholt werden kann. Während der gesamten Eröffungsfeier steht das Kassenhäuschen Seite Sempachstrasse - Annexbau (Ticketing 2) offen.
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Samstag 30. Juli 2005, 06:49 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 30.7.2005
«Trapattoni ist die ideale Lösung»
Nationalspieler Marco Streller spielt am Sonntag mit dem VfB Stuttgart am Eröffnungsturnier des Stade de Suisse
Nachdem er verletzungshalber fast ein Jahr verpasst hat, steht Marco Streller vor der Saison der Wahrheit: Beim VfB Stuttgart, der von Giovanni Trapattoni trainiert wird, muss er sich beweisen. Er nimmt die Herausforderung selbstbewusst an.
«bund»: Freuen Sie sich darauf, am Sonntag im Stade de Suisse zu spielen?
Marco Streller: Ich freue mich immer, in die Schweiz zurückzukehren – dieses Mal speziell. Am Eröffnungsturnier dabei zu sein, ist für mich und für meinen Verein eine grosse Ehre. Das alte Wankdorf hatte eine grosse Tradition und war in Deutschland aufgrund des «Wunders von Bern» ausserordentlich bekannt.
Haben Sie Erinnerungen ans alte Wankdorfstadion?
Nicht speziell, dafür bin ich etwas zu jung. Aber ich habe gute Erinnerungen an die Young Boys, gegen die ich einige Tore erzielte . . . Ausserdem sind im Kader von YB einige Kollegen. Ich freue mich darauf, gegen sie zu spielen.
Welche Bedeutung hat das Turnier für den VfB Stuttgart?
Es handelt sich um einen guten Test, bevor es am nächsten Wochenende gegen Duisburg mit der Bundesliga losgeht. Ausserdem stehen wir im Final des Ligacups, in welchem wir am Dienstag auf Schalke treffen. Deshalb wird der Trainer wohl nochmals jedem Spieler Einsatzzeit geben, damit wir für diese Partie bereit sind.
Wo steht der Verein in seiner Saisonvorbereitung?
Die Qualifikation für den Final des Ligacups in Leipzig zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Wir haben mit Giovanni Trapattoni den erfolgreichsten Vereinstrainer – und entsprechend präsentierten wir uns bisher.
Wie ist die Zusammenarbeit mit Trapattoni?
Er geniesst aufgrund seines unvergleichbaren Leistungsausweises uneingeschränkte Autorität. Es ist spannend und macht grossen Spass, mit ihm zu arbeiten. Er kümmert sich um alle Spieler und legt grossen Wert auf den taktischen Bereich. Giovanni Trapattoni garantiert quasi Erfolg. Das motiviert enorm. Hoffentlich geht es in diesem Stil weiter.
Wie lauten die Saisonziele?
Ich bin mit der Hoffnung und der Absicht nach Stuttgart gekommen, Titel zu gewinnen. Dies soll in dieser Saison gelingen – die erste Chance dazu besteht am Dienstag. Aber auch in den anderen Wettbewerben wollen wir Akzente setzen. In der Bundesliga wäre alles andere als ein Rang, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, für mich eine kleine Enttäuschung. Die Bayern stehen wohl eine Stufe über den anderen – aber sollte der Meister straucheln, müssen wir die Ersten sein, um ihn zu beerben.
In deutschen Medien wird von einem Ausverkauf Stuttgarts gesprochen. Sind Sie gleicher Meinung?
Im Fall von Philipp Lahm war der VfB machtlos, er war ja nur ausgeliehen. Da liegt es nun an Ludovic Magnin, ihn vergessen zu machen. Ich bin überzeugt, dass er dies schaffen wird. Insgesamt habe ich vor der Leistung des Managements grossen Respekt; Kevin Kuranyi konnte lange in Stuttgart gehalten werden, ihm tut die Luftveränderung bestimmt gut. Und im Fall Aliaksandr Hlebs gilt es zu sagen, dass es eine grosse Leistung ist, einen Spieler für wenig Geld zu verpflichten und ihn für 15 Millionen Euro abzugeben. Die Abgänge wurden gut kompensiert. Wir sind sogar eher stärker als letzte Saison.
Wie hat Ludovic Magnin den Wechsel nach Stuttgart vollzogen?
Das ist ganz gut gegangen, schliesslich ist er auch ein Typ, der sich schnell integriert. Ich half ihm, so gut es ging; es ist immer schön, einen Landsmann im Team zu haben. In der letzten Saison war dies teilweise mit Hakan Yakin und Diego Benaglio der Fall; der Unterschied: Mit ihnen konnte ich Dialekt sprechen, das fehlt nun. Weil Ludovic Romand ist, spricht er Hochdeutsch . . . (Streller lacht).
Als die Trennung von Matthias Sammer bekannt wurde, reagierten Sie leicht geschockt. Hat sich das inzwischen gelegt?
Wechsel sind Teil des Geschäfts, da darf man sich nichts vormachen. Aber Matthias Sammer geniesst meinen vollen Respekt, er hat während meiner langen Verletzungszeit stets zu mir gehalten, mir den Rücken gestärkt. Insofern war ich traurig, dass er gehen musste. Doch Giovanni Trapattoni ist nun die ideale Lösung für den Verein.
Verstehen Sie, was Trapattoni sagt?
Ja, er spricht inzwischen sehr gut Deutsch. Benötigt der Trainer trotzdem einmal Hilfe, ist Andreas Brehme zur Stelle.
Spüren Sie sein Vertrauen?
Als Giovanni Trapattoni kam, suchte er das Gespräch mit mir. Er sagte, dass er mich zurückführen wolle und auf mich setze. Die Konkurrenz im Kader ist gross, wir haben vier gute Stürmer. Doch aufgrund der grossen Anzahl Partien werden wir bestimmt rotieren, wir brauchen alle Spieler. Der Trainer ist mit allen gleich und verhält sich fair – und das schätze ich.
Sie bezeichneten die kommende Saison persönlich als Saison der Wahrheit. Wie meinten Sie das?
Stuttgart investierte viel Geld in mich und hatte entsprechende Erwartungen. Doch dann kam die Verletzung im letzten Sommer (Streller erlitt im Trainingslager mit dem Nationalteam einen Schien- und Wadenbeinbruch; Anm. der Red). Ich verpasste nicht nur die EM, sondern auch fast die ganze Saison. Der Verein bewies bisher sehr viel Geduld. Ich weiss, dass diese Geduld irgendwann aufgebraucht ist und eine gewisse Skepsis herrscht. Nun liegt es an mir, Leistung zu bringen und dem Klub etwas zurückzugeben. Ich habe es in der Hand, wohin mein Weg führt.
Wo befinden Sie sich leistungsmässig?
Ich bin wieder 100-prozentig fit. Die Physis ist kein Problem mehr. Was mir noch fehlt, sind die Erfolgserlebnisse in Form von Toren. Denn das Selbstvertrauen macht vielleicht 40 Prozent meines Formstands aus; da bin ich etwa auf halbem Weg. Also fehlen mir noch rund 20 Prozent zum Maximum. Dies aufzuholen, ist das Ziel der nächsten Tage.
Im Dänen Jon Dahl Tomasson haben Sie starke und prominente Konkurrenz erhalten.
Mein erster Gedanke war natürlich: «zusätzliche Konkurrenz». Doch inzwischen sehe ich es ausschliesslich positiv, es handelt sich um eine sehr gute Investition. Tomasson ist der wohl beste Stürmer, mit dem ich je gespielt habe. Er verfügt über eine immense Übersicht und ist ein grosser Teamspieler. Er passt hervorragend zu uns – und ich würde mich sehr freuen, neben ihm spielen zu können.
Sind Sie enttäuscht, dass sich die Verpflichtung Alexander Freis zerschlagen hat?
Es hätte Spass gemacht, mit ihm zu spielen. Denn wir sind seit vielen Jahren gute Freunde. Ich muss aber auch auf mich schauen, da ist es eigentlich egal, neben wem ich spiele. Ausserdem können Alex und ich hoffentlich im Nationalteam gemeinsam für Furore sorgen.
Apropos Nationalteam: Mit welchen Erwartungen blicken Sie den nächsten Partien entgegen?
Die Partie in Norwegen Mitte August ist eine gute Testmöglichkeit gegen einen starken Gegner. Danach folgen die Partien gegen Israel und Zypern, wobei das Heimspiel gegen Israel das vielleicht wichtigste ist. Darauf sind wir ungemein heiss.
[i] Eröffnungsturnier des Stade de Suisse. Sonntag, 31. Juli: YB - Stuttgart (16.15); YB - Udinese (17.15); Udinese - Stuttgart (18.15).
Kleine Namen, grosse Leistung
Udinese Calcio, neben YB und Stuttgart die dritte Mannschaft am Eröffnungsturnier des Stade de Suisse, steht in Italien im Schatten der Grossklubs aus Mailand und Turin, hat seit der 1995 geglückten Promotion in die Serie A jedoch schon verschiedentlich für Aufsehen gesorgt. Der grösste Erfolg in der 109-jährigen Vereinsgeschichte wurde in der Saison 1997/98 realisiert, als die Mannschaft aus der Kleinstadt Udine im Nordosten Italiens die Meisterschaft auf Rang 3 beendete. Die Platzierung kam nicht zuletzt dank den Treffern Oliver Bierhoffs zustande. Der Deutsche, der mit dem später in Dortmund engagierten Brasilianer Marcio Amoroso zwischenzeitlich eines der gefährlichsten Sturmduos in der Serie A bildete, weilte zwischen 1995 und 1998 in der Provinz Friaul; in 88 Meisterschaftspartien erzielte er 57 Tore.
Udinese gelingt es immer wieder, Akteure günstig an sich zu binden und später für gutes Geld an finanzkräftigere Vereine zu verkaufen. Jüngste Beispiele sind die Nationalspieler Marek Jankulovski und David Pizarro: Der EM-Teilnehmer aus Tschechien wechselte Ende letzter Saison zur AC Milan, der Chilene zum Stadtrivalen Inter. Die vergangene Spielzeit beendete die Equipe von Trainer Serse Cosmi hinter Juventus Turin und den Mailänder Vereinen überraschend auf Platz 4. Grosse Namen sucht man im aktuellen Kader vergebens, die bekanntesten tragen der mittlerweile 38-jährige ehemalige argentinische Nationalspieler Nestor Sensini und Vincent Candela (31), der 1998 mit Frankreich Weltmeister wurde. Das Gerüst der Friauler besteht aus Italienern, die verschiedentlich für Zusammenzüge des Nationalteams aufgeboten wurden aber nicht zum Kern der Auswahl gehören. Besonders in Acht nehmen müssen sich die Abwehrreihen von YB und Stuttgart vor den Angreifern Vincenzo Iaquinta und David Di Michele – in der letzten Saison totalisierte das Duo in der Serie A 28 Tore. (mjs)
Reklame
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shalako
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Verfasst: Samstag 30. Juli 2005, 06:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 30.7.2005
Der Teufel steckt im Detail
Viel Hektik in den letzten Stunden vor der Eröffnungsfeier im Stade de Suisse Wankdorf
Am Tag vor der Eröffnungsfeier proben Künstler und Schüler die Eröffnungsshow, und die Handwerker haben alle Hände voll zu tun.
Am Tag vor der «bombastischen» dreitägigen Eröffnungsfeier ist die Luft im neuen Stade de Suisse elektrisch geladen. Dies liegt nicht nur am bevorstehenden Gewitter, sondern auch an den hektischen Vorbereitungsarbeiten und der nun allseits aufkommenden Nervosität. «Zum ersten Mal spürt man die Emotionen; wir alle können das Fest kaum erwarten», sagt Marianne Gut, Pressesprecherin der Stadionbetreiberin Stade de Suisse.
Von aussen sieht der zukünftige Fussballtempel beinahe fertig aus: Die letzten Überreste von Bauschutt werden abtransportiert, im YB-Fanladen ist das Sortiment schon auf den Regalen. Die Stände auf dem Quartierplatz sind im Aufbau begriffen. Auch das Stadionrestaurant Eleven scheint bereit für die Eröffnung. Es gebe aber noch viele kleine Probleme zu lösen, sagen die Angestellten, beispielsweise sei noch nicht klar, wo die Gäste rauchen dürften.
Drinnen im Stadion fühlt man sich nicht bloss wegen der schwarz-gelben YB-Farben wie in einem Bienenhaus: Es herrscht pure Hektik wegen der bevorstehenden Generalprobe für das Eröffnungsfest. Der Choreograf umrundet den Rasen auf dem Rollbrett und gibt unterwegs Anweisungen, Polo Hofer übt auf einer Bühne die Stadionhymne, das Jugendorchester probt die Sitzordnung. «Wir sind nach einer musikalischen Intensivwoche bestens auf morgen vorbereitet», sagt Harfespielerin Christa Heer. «Hier im Stadion geht es allerdings ziemlich chaotisch zu und her; keiner weiss genau, wo wir wann sein müssen», fügt ihre Kollegin Alexandra Horat hinzu.
«Wunderbares Kribbeln»
Für die Feier haben 70 Techniker während sieben Tagen Kabel verlegt und über 500 Schweinwerfer installiert. Die Luftakrobaten der Gruppe Öff Öff Production surren an Seilen über das Spielfeld. Man liege gut im Zeitplan. Er spüre nun «langsam ein wunderbares Kribbeln», sagt Harry Heusser, verantwortlich für die Gesamtorganisation der Eröffnungsfeier. «Es ist unglaublich, was in den letzten zwei Wochen geleistet wurde; das Stadion ist nun tatsächlich fertig.»
Tribünen und Rasen scheinen in der Tat bereit zu sein für das Fest. Es sei schon ein tolles Gefühl, das fertige Stadion nach der harten Arbeit zu sehen, sagt ein Techniker, der im Rohbau Kabel verlegt hat. Abseits des Spielfelds muss aber noch einiges getan werden: In den VIP-Logen und im Business-Bereich sind zwar die Tische gedeckt, und es riecht nach Essen, nebenan ist der Boden aber noch mit Planen abgedeckt, Kartons stehen überall herum, und es riecht nach Farbe.
Um 17 Uhr gibt der Regisseur eine Verschiebung des Probedurchlaufs um eine Viertelstunde bekannt. Dann beginnt es zu regnen. Und auch eine halbe Stunde später ist nicht klar, ob der Durchlauf stattfinden wird. Dennoch bleibt Heusser zuversichtlich: «Fällt die Generalprobe ins Wasser, wird die eigentliche Aufführung umso besser.»
Tickets auf Abwegen
Die Eröffnungsfeier scheint unter einem schlechten Stern zu stehen. Heftige Kritik an der Preispolitik der Veranstalter, ein entsprechend schleppender Vorverkauf, die Absage der AS Roma – und nun, am Tag vor dem Auftakt zu den dreitägigen Feierlichkeiten, auch noch das: Rund 1000 Tickets (in Form einer Swatch-Uhr) sind noch nicht bei den Adressaten angekommen. Dies teilten die Stadionbetreiber gestern mit. Für die Betroffenen ist an der Sempachstrasse ein Expressschalter eingerichtet worden (Ticketing 2), an dem gegen Vorweisung des Zahlungsbelegs ein Ersatzbillett abgeholt werden kann. Wie es zur Panne kam, werde derzeit abgeklärt, sagte Stade-de-Suisse-Pressesprecherin Marianne Gut. Falsch sei das Gerücht, ein Teil der Tickets seien erst am Donnerstag auf die Post gebracht worden. (ruk)
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