Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 83 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 14:46 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
27.08.2019

Bild

Zitat:
Der coole Wikinger

Die Qualitäten des neuen YB-Verteidigers Frederik Sörensen werden heute Abend (21 Uhr) in Belgrad gefragt sein.

Im Casting für eine Wikingerfigur wäre er ein aussichtsreicher Kandidat. Frederik Sörensen ist gross und athletisch, die Haare sind blond und kurz, er ist ein zugänglicher Typ mit kräftigem Händedruck.

Heute dürfte der Däne eine Hauptrolle bei den Young Boys einnehmen, wenn es in Belgrad darum geht, im Rückspiel des Champions-League-Playoff gegen Roter Stern kühl zu bleiben in feuriger Ambiance. «Die Stimmung wird grossartig sein», sagt Sörensen, «aber das ist ein Ansporn. Als Kind träumt man von solchen Spielen.»

Sörensen ist einen langen, beschwerlichen Weg gegangen, einen überraschenden auch, es ist eine Karriere voller interessanter Wendungen. Aufgewachsen in Roskilde, bekannt für ein Musikfestival, auf einer Ostseeinsel rund 30 Kilometer von Kopenhagen entfernt, wechselte er mit 15 zum Hauptstadtclub Lyngby.

Oft stand er um 4 Uhr auf, fuhr mit dem Zug nach Kopenhagen zur Schule und ins Training, am Abend um 8 war er wieder zu Hause. «Ich habe damals gelernt, dass man durchbeissen muss, wenn man ein Ziel erreichen will», sagt er.

Von Chiellini gelernt

Bald galt Sörensen als begabter Abwehrspieler skandinavischer Prägung, 2010 schon kam das Angebot, das er nicht ausschlagen konnte. Das grosse Juventus rief. Eben erst 18 geworden, zog Sörensen allein nach Italien. Durchbeissen auf die harte Tour. Dolce Vita war weit entfernt, es ging einzig um Fussball. «Ich wollte von der italienischen Verteidigerschule profitieren.»

Juventus, Grossmeister des sachlichen 1:0, sollte prägend sein für die Entwicklung Sörensens. Er schwärmt, wenn er von den damaligen Teamkollegen spricht, von Gianluigi Buffon, Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini, der ein Vorbild sei bezüglich Einstellung, Klasse, Professionalität.

Am letzten Wochenende übrigens siegte Juventus zum Saisonstart sachlich 1:0 bei Parma. Torschütze: Chiellini, mittlerweile 35. «Taktisch werden die Fussballer bei Juventus bis ins allerkleinste Detail geschult, oft stundenlang bis die Abstimmung praktisch auf den Zentimeter genau stimmt», erzählt Sörensen.

Und weil Juventus erhebliches Verletzungspech beklagte, bestritt er, noch keine 19, immerhin 17 Serie-A-Einsätze für den italienischen Renommierverein. Trainer Antonio Conte jedoch setzte später auf die prominenten Landsleute in der Verteidigung, Talent Sörensen zog leihweise weiter, zuerst zu Bologna, später zu Hellas Verona.

Das Gespräch mit Spycher

In Bologna lernte er seine Freundin kennen, in diesem Mai wurden sie Eltern der Zwillinge Bianca und Diana, die mit der Mutter in Italien leben – und nach Bern kommen, sobald Sörensen eine Wohnung gefunden hat. Das Italien-Abenteuer jedenfalls hat sich für den Verteidiger gelohnt.

Mitgenommen als Fussballer hat er «die Mentalität von Juventus, jedes Spiel gewinnen und immer besser werden zu wollen». Aus seiner Zeit bei Bologna sei er auch mit der Dreierabwehrkette vertraut, angesprochen auf seine Stärken meint er: «Ich bin kopfballstark, das Stellungsspiel ist ganz okay, ich spiele gerne mutig im Aufbau, bin trotz meiner Grösse von 1,94 Meter nicht der langsamste Spieler.»

Es sind Attribute, die Sörensens Marktwert vor ein paar Jahren in die Höhe schnellen liessen. Von Juventus wechselte er 2015 für rund 3 Millionen Franken Ablösesumme zu Köln, er überzeugte in der Bundesliga, stand 2017 kurz vor einem 10-Millionen-Transfer in die Premier League.

Sörensen blieb, stieg mit Köln ab und erklärte, er wolle nicht in die 2. Bundesliga. Mehrere Wechsel zerschlugen sich, am Ende stand er letzte Saison zwar in Kölns Kader, bestritt aber nur fünf Kurzeinsätze. Er spricht von einem «verlorenen Jahr» – und war in der Sackgasse.

In diesem Sommer hatte Sörensen einige Angebote abgelehnt, weil er aus familiären Gründen in der Nähe Italiens bleiben wollte. Als Christoph Spycher vor rund zwei Wochen in Köln aufgetaucht sei, habe ihn das Gespräch mit dem YB-Sportchef sofort davon überzeugt, ein Jahr leihweise in die Schweiz zu kommen. «Die Young Boys sind ein erfolgreicher Club und haben nicht nur mit dem Sieg gegen Juventus Spuren hinterlassen.»

Win-win-win-Transfer

Man fragt sich ja, wie ein Fussballprofi Informationen sammelt über einen potenziellen Arbeitgeber. «Ich kannte ein paar Spieler», sagt Sörensen, «Fabian Lustenberger etwa aus der Bundesliga.» Er habe im Internet nachgeschaut, wie der Verein in den letzten Jahren gespielt habe und wie das Kader aussehe, wer auf der gleichen Position spiele, die Altersstruktur, solche Dinge.

«Die Sache war für mich schnell klar», sagt der 27-Jährige. «Auch die Aussicht auf die Champions League ist reizvoll.» Im Hinterkopf hat der Däne zudem das Nationalteam, in dem die Konkurrenz prominent ist, etwa mit Andreas Christensen (Chelsea) und Simon Kjaer (FC Sevilla). Der langjährige Nachwuchsnationalspieler Sörensen wurde erst einmal, 2017 gegen Deutschland, eingewechselt.

Der Leihtransfer kann eine Win-Win-Win-Situation sein: Der Spieler erhält Praxis, YB einen starken Verteidiger, Köln 2020 eine Ablösesumme. Für eine fixe Übernahme sei Sörensen zu teuer gewesen, sagt Sportchef Spycher. «Aber er ist für uns perfekt, weil er sofort helfen kann.» Auch Trainer Gerardo Seoane lobt seinen neuen Abwehrturm: «Er bringt alles mit, um unsere Defensive zusammen mit Fabian Lustenberger zu führen.»

Sein Spiel im Marakana

Beinahe wäre YB im Playoff auf den FC Kopenhagen getroffen, das wäre für Sörensen besonders interessant gewesen. «Aber auch auf den Auftritt bei Roter Stern freue ich mich», sagt er. «Wir waren im Hinspiel beim 2:2 stark, haben uns viele Chancen herausgespielt, leider ist Roter Stern relativ einfach zu den zwei Toren gekommen.» Auch wegen Sörensen, im Hinspiel auf der Bank, soll das heute anders werden.

Er kennt das Marakana-Stadion, in der Europa League verlor Köln 2017 zweimal 0:1 gegen Roter Stern, das mit dem Torverhältnis von 2:1 (!) aus sechs Partien hinter Arsenal Rang 2 belegte. «Wir hätten im letzten Spiel in Belgrad mit einem Sieg weiterkommen können», sagt Sörensen, «es war eine Art Final, so wie es am Dienstag sein wird.»

Die Zuschauer im Marakana seien laut gewesen, der lange Weg durch den Tunnel aufs Feld sei speziell, bedrohlich aber sei die Stimmung nie gewesen. «Und auf dem Platz geht es sowieso nur um Fussball.»

Sehnsuchtsland Italien

Sörensen hinterlässt einen ausgesprochen fokussierten Eindruck. Er spricht davon, mit YB den Titel verteidigen zu wollen und die Champions League zu erreichen. «Und ich habe mir erzählen lassen, es gebe in Bern eine grosse Sehnsucht, endlich wieder den Cup zu gewinnen.»

2020 aber wird er wohl weiterziehen, am liebsten nach Italien, dorthin, wo er vor 12 Monaten beinahe gelandet wäre. Der Transfer zu Atalanta Bergamo war nahezu perfekt, scheiterte an Kleinigkeiten. Sörensen verpasste eine tolle Saison Atalantas, das nun sensationell in der Champions League steht. Dorthin will Sörensen am Dienstagabend ebenfalls.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/27856302

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 15:20 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28
Beiträge: 6742
von Ballmoos
Janko-Sörensen-Lustenberger-Garcia
Fassnacht-Martins-Aebischer-Ngamaleu
Nsamé-Assalé


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 18:25 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
27.08.2019

Bild

Zitat:
YB-Verteidiger Frederik Sörensen vor dem Rückspiel in Belgrad

«Werden die Stimmung zu unseren Gunsten drehen»

YB-Verteidiger Frederik Sörensen kehrt heute Abend ins Marakana zurück. Einst spielte er mit Köln hier. Jetzt will er mit den Bernern im Rückspiel der Champions-League-Playoffs gegen Roter Stern Belgrad bestehen – und in die Gruppenphase einziehen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 85261.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 18:28 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
27.08.2019

Bild

Zitat:
Sörensen ist der Berner Masterplan für die Königsklasse

Darum setzt YB im hitzigen Marakana auf den coolen Dänen

Der Däne Frederik Sörensen (27) verkörpert die Attribute, die YB-Trainer Gerry Seoane im heutigen CL-Playoff-Rückspiel in Belgrad (21 Uhr) sehen will.

Es war kein gutes Spiel, jenes von Cédric Zesiger in Bern gegen Roter Stern. Es kostete den Seeländer den Platz für das FCZ-Spiel und auch das heutige. Denn nun soll Frederik Sörensen neben Fabian Lustenberger in der Innenverteidigung spielen. Einer, der für das steht, was YB-Trainer Gerry Seoane vermisst hat: «Persönlichkeit, langjährige Erfahrung im Ausland, Kopfballstärke, Robustheit.»

Alles Attribute, die heute gefragt sein werden. Die Erfahrung im Ausland hat dazu geführt, dass es Sörensen auch schon ins Marakana verschlagen hat. In der Europa League 2017 mit dem 1. FC Köln, wo das damalige Bundesliga-Schlusslicht 0:1 verlor und ausschied. Seine Erinnerung: «Es war ein heisses Klima. Aber das macht nichts. Man muss das positiv annehmen und zum eigenen Vorteil nutzen.» Heisses Klima? Naja, das war im Dezember, minus drei Grad ...

Damals war Sörensen Stammspieler. Nach dem Abstieg in die zweite Liga nicht mehr. Da kam er noch zu fünf Notnagel-Einsätzen mit total 46 Spielminuten. Was war denn da los? «Da stimmte irgendwas zwischen Trainerteam, Verein und mir nicht. So habe ich kaum gespielt, war aber immer bereit. Das war ein schwieriges Jahr. Jetzt aber schaue ich nur noch nach vorne», sagt die Geissbock-Leihgabe mit einem Länderspiel für Dänemark.

Erst 27-jährig, aber 81 Spiele in der ersten Bundesliga. 69 in der Serie A, darunter 17 für Juve. 1,94 Meter gross, also noch zwei Zentimeter mehr als Guillaume Hoarau. Sörensen, das ist der YB-Masterplan für die Königsklasse. Mal sehen, ob er aufgeht.


«Nicht da, um das Stadion zu analysieren»

Sprücheklopfer – Um Sprüche waren Trainer Gerry Seoane und Michel Aebischer (Bild) an der offiziellen Medienkonferenz im «modernsten Pressezentrum Serbiens» (O-Ton Roter Stern) nicht verlegen. Hier eine Auswahl.

Spassvogel 1 – Aebischer auf die Frage, was Miralem Sulejmani (er ist ja aus Belgrad, die Red.) dem Team über Serbien und Roter Stern erzählt habe? Aebischer: «Wenn ich ehrlich bin ... nichts!» Nochmals der Fribourger, diesmal auf die Frage ob es einschüchternd gewesen sei, den Bauch des Marakana-Stadions zu betreten. Antwort: «Nein. Wir haben natürlich viel gehört. Aber wir sind hier, um uns auf Fussball zu fokussieren, und nicht um das Stadion zu analysieren.»

Spassvogel 2 – Da mochte Seoane nicht nachstehen. Auf die Frage eines serbischen Kollegen, ob er Angst habe, wie 2004 mit 0:3 zu verlieren oder gar ein grösseres Debakel zu erleiden? «Kleine Recherche in der Geschichte!»

Unparteiischer – Der Ref wird heute ganz wichtig sein. Er heisst Anthony Taylor und kommt aus England. Es wurde alles unternommen, um Roter Stern eine bestmögliche Vorbereitung zu ermöglichen. So wurde das für letztes Wochenende angesetzte Meisterschaftsspiel wegen des heutigen Matches verschoben.

Premiere – Erstmals in der Geschichte kommt der VAR in einem serbischen Stadion zur Anwendung. In der heimischen Liga gibts keinen VAR – zu teuer. Bei YB ist Martins Pereira mehr als fraglich. Das Abschlusstraining als einzige Vorbereitung reicht kaum, um von Beginn weg zu spielen. Dasselbe gilt für Sulejmani.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 86389.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 18:29 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
27.08.2019

Bild

Zitat:
Kaum Gelb-Schwarz in Belgrad

Nur wenige Berner Hardcore-Fans am Auswärtspiel

Wenige Stunden vor dem Auswärtsspiel Roter Stern gegen YB sieht man in Belgrad wenig Gelb-Schwarz. Nur gerade mal 230 hartgesottene Anhänger flogen nach Serbien.

Im Auswärtsspiel heute Abend geht es für die Young Boys um alles oder nichts. Die Stimmung vor Ort in der serbischen Hauptstadt Belgrad? Alles andere als kriegerisch: Die Anhänger in gelb-schwarz geben sich bei 34 Grad schon pazifistisch. YB-Fans auf den Strassen der Innenstadt? Fehlanzeige. Und wenn, dann inkognito.

Auf dem Hauptplatz, dem Trg Republike (deutsch: Platz der Republik), ist das Leben ohnehin zum Stillstand gekommen, weil er gesperrt ist und einer Verschönerungskur unterzogen wird. Und die herumliegenden Pflastersteine werden ihrem ursprünglichen Benutzungszweck zugeführt: um Strassen zu pflastern. Aber auch Roter-Stern-Fans in Klubtrikots: nichts!
In Bern gabs Warnschüsse

Mittlerweile ist klar, dass nur gerade 230 Berner Hardcore-Anhänger in die serbische Hauptstadt gereist sind. Die treffen sich um 17 Uhr ausserhalb des Zentrums in einem Sportcenter, um dann gemeinsam ins Marakana zu gehen. Aber nicht etwa zu Fuss. Aus Sicherheitsgründen in Taxis.

In Belgrad bereitet man sich derweil auf einen grossen Aufmarsch der serbischen Fans vor: «Blic» schreibt, dass über 50'000 Zuschauer erwartet werden – ein Verkehrschaos ist vorprogrammiert. Die US-Botschaft hat sogar eine Warnung an die amerikanischen Bürger in Belgrad ausgesprochen, schreibt «Telegraf».

Mehrere Hundert Belgrad-Anhänger waren letzte Woche zum Hinspiel nach Bern gereist. Vor der Lorrainebrücke wurden mehrere Personen angegriffen. Auf in sozialen Medien kursierten Videos, auf denen Hooligans mit Schlagstöcken bewaffnet auf Personen einschlagen. Ein Berner Polizist feuerte drei Warnschüsse in die Luft. Darauf liessen die Angreifer vom Opfer ab und die Situation beruhigte sich.


https://www.blick.ch/news/ausland/kaum- ... 86521.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 18:32 
Offline

Registriert: Mittwoch 5. Mai 2004, 15:29
Beiträge: 1036
:yb_fans: HOPP YB ! :yb_fans:


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 22:45 
Offline

Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13
Beiträge: 738
ich bin extrem enttäuscht, denn wir waren 2 x die bessere mannschaft und hätten chancen gehabt um mehrere spiele zu gewinnen. mit diesen zwei unentschieden konnten wir uns nicht qualifizieren. ich meine sogar wir waren in belgrad noch die bessere mannschaft als in bern.

sehr, sehr bitter!!!


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 23:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28
Beiträge: 6742
Klar die verpassten Chancen sind ärgerlich, aber ich ärgere mich viel mehr über Janko. Das 1:0 kannst Du doch besser verteidigen. Wieso stoppt er seinen Lauf zur Grundlinie? Hat der gemeint der Ball von Marin sei zu lang? Wenn er denn Lauf durchzieht kann er möglicherweise Rodic bei der Flanke noch stören, damit diese nicht pfannefertig auf den Kopf von Vukanovic gespielt werden kann.

Ach ja und diesen Balljungs dort unten sollte man mal die Ohren gehörig lang ziehen, so von wegen Zeitspiel und Fairplay. :eyebrow:


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 23:54 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
27.08.2019

Bild

Zitat:
Keine Champions League: Die Young Boys büssen für das Hinspiel in Bern

Die Berner schiessen beim 1:1 gegen Roter Stern Belgrad ein Auswärtstor zu wenig und verpassen den Einzug in die Champions Leagu

Da standen sie am Spielfeldrand, gross und vergleichsweise klein, und ermunterten sich gegenseitig: Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani. Es war die 66. Minute, Roter Stern Belgrad führte im Play-off-Rückspiel 1:0, als die wohl besten YB-Fussballer aufs Feld rannten, um YB den Abend zu retten und den Champions-League-Einzug zu sichern.

Roter Sterns Aleksa Vukanovic hatte erst kurz zuvor getroffen, es war laut im Stadion, die Ambiance hatte etwas Beeindruckendes und präsentierte sich mehr oder weniger so, wie es angekündigt worden war, aufgeladen und emotional, aber nicht bedrohlich. Schon zwei Stunden vor dem Spiel schienen alle 50 000 Zuschauer rund ums Stadion versammelt zu sein. An kleinen Campingtischen im grossen Getümmel gab es Nüsschen zu kaufen, auf Autodächern stand Tranksame, mit der Männer auf Roter Stern anstiessen, ein Stadion-Zubringer war von der Polizei weiträumig abgesperrt, «for the players of Young Boys», wie es hiess. Bloss YB-Fans waren keine zu sehen.
Lange zaghaft

Als die YB-Spieler erstmals das Feld betraten, ernteten sie ein Pfeifkonzert, das gellender war, als wenn nach einem Super-League-Spiel ein ungeliebter Schiedsrichter das Feld verlässt. Ähnlich verhielt es sich, als im Gästesektor einige hundert YB-Fans auftauchten. Auch während des Spiels war es oft sehr laut, aber es war nicht so, dass die Roter-Stern-Fans einen Nonstop-Höllenlärm veranstalteten, wie er nirgends sonst auf der Welt zu sehen und zu hören ist.

YB brauchte nach dem 2:2 im Hinspiel mindestens ein Goal, aber der eine Treffer zum 1:1, ein Roter-Stern-Eigentor, fiel zu spät (82.). Die Berner entfalteten bis zur Pause nicht diese offensive Variabilität wie im Hinspiel. Ihre Spielart hatte lang etwas Zaghaftes, was wohl auch darin gründete, dass die Berner Roter Stern nicht Tür und Tor zum 1:0 öffnen wollten. Die Zurückhaltung war beidseitig, auch die Einheimischen machten nicht mehr, als den Ball vom Strafraum und jeglichen Schaden weit von sich fernzuhalten.

Der YB-Trainer Gerardo Seoane hatte ein 3-4-3-System gewählt, in der Dreierabwehr spielten neben dem Captain Fabian Lustenberger der junge Cédric Zesiger und der neuverpflichtete Däne Frederik Sörensen. Das Vierermittelfeld bestand aus lauter Spielern im Alter zwischen 20 und 23 Jahren, vor allem aber fehlte der physisch robuste Christopher Martins. Ein gewisses Einschüchterungspotenzial hatte die Ersatzbank von YB, mit den angeschlagenen Hoarau und Sulejmani, nach deren Gesundheitsbulletins in Bern und Belgrad zuletzt fast öfter gefragt worden war als nach der Wetterprognose (am Dienstag in Belgrad: sonnig und sehr warm).

Lange war kein Torschuss zu konstatieren, bei den Young Boys dauerte es sogar eine gute halbe Stunde, bis sie dem Roter-Stern-Goalie Milan Borjan Beschäftigung verschafften, durch einen Freistoss von Michel Aebischer. Gerade Aebischers Leistung unterschied sich vom Auftritt im Hinspiel. Der Mittelfeldspieler war zuletzt häufig positiv aufgefallen, in Belgrad aber verlor er den Ball das eine oder andere Mal zu viel. Aber es ist von einem 22-Jährigen auch nicht zu erwarten, dass er solche Spiele in entscheidende Bahnen lenkt.

Es musste mehr kommen in der zweiten Halbzeit, und es kam mehr, in der 52. Minute Christian Fassnacht, später, eben, gross und klein, Hoarau und Sulejmani. Seoane erhöhte die Offensivkraft sukzessive, es ergaben sich auch durchaus Chancen. Aber mit dem Tor durch Vukanovic hatte sich bestätigt, was geschehen wäre, was YB mit einer vorzeitig offensiveren Spielweise schon früher riskiert hätte: ein noch früheres Gegentor, noch früherer, grösserer Zugzwang.
Im Heimspiel verpasst

Die Young Boys scheiterten an der Auswärtstorregel. Allein daran zeigt sich, dass sie wohl gut genug gewesen wären, um Roter Stern auszuschalten. Dafür hätte es einen Sieg gebraucht im überzeugend geführten Heimspiel – oder aber mehr Einsatzminuten von Hoarau und Sulejmani. Als die Partie vorbei war und ihre Gesundheitsbulletins vorübergehend niemanden mehr interessierten, war es dunkel in Belgrad.

Roter Stern Belgrad - Young Boys 1:1 (0:0) - 47'487 Zuschauer (ausverkauft). - SR Taylor (ENG). - Tore: 60. Vukanovic 1:0. 82. Ben (Eigentor). - Roter Stern Belgrad: Borjan; Gobeljic, Milunovic, Degenek, Rodic; Cañas, Jovancic; Mateo Garcia (69. Ben), Marin, Vukanovic (82. Ivanic); Boakye (Tomané). - Young Boys: Von Ballmoos; Sörensen, Lustenberger, Zesiger (51. Fassnacht); Janko, Sierro (66. Sulejmani), Aebischer, Lotomba; Assalé (66. Hoarau), Moumi Ngamaleu; Nsame. - Bemerkungen: Young Boys ohne Spielmann, Lauper, Martins und Camara (alle verletzt). Roter Stern Belgrad ohne Babic und Jovicic (beide verletzt). 96. Gelb-Rote Karte Tomané. Verwarnungen: 18. Milunovic (Foul). 21. Degenek (Foul). 32. Gobeljic (Foul). 36. Zesiger (Foul). 79. Tomané (Foul). 96. Jovancic (Unsportlichkeit).


https://www.nzz.ch/sport/keine-champion ... ld.1504604

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 23:57 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
27.08.2019

Bild

Zitat:
1:1 in Belgrad

YB verpasst Champions League

- Roter Stern und YB trennen sich im Rückspiel der Champions-League-Playoffs 1:1. Nach dem 2:2 zuhause verpassen die Berner damit die CL-Gruppenphase.
- Aleksa Vukanovic bringt Roter Stern in der 60. Minute in Führung, der YB-Ausgleich fällt durch ein Eigentor von Ben Nabouhane (82.).
- YB verbleibt als Trostpreis die Gruppenphase der Europa League.

Beinahe schien sich die Geschichte zu wiederholen: Letztes Jahr benötigte YB in den Playoffs bei Dinamo Zagreb nach einem Heimremis einen Sieg, geriet in Rückstand, gewann aber noch 2:1. Heuer benötigte YB in Belgrad nach einem Heimremis einen Sieg (oder ein hohes Unentschieden), geriet in Rückstand, glich aus – das 2:1 fiel diesmal aber nicht.

Hektische Nachspielzeit

13 Minuten inkl. Nachspielzeit durfte YB nach dem Ausgleich auf den Lucky Punch hoffen. In der 91. Minute zog Jean-Pierre Nsame ab, Belgrads Hüter Milan Borjan lenkte den Ball aber über die Latte. In der Nachspielzeit der Nachspielzeit hatte YB einen Freistoss, Goalie David von Ballmoos eilte nach vorne, doch echte Torgefahr entstand nicht.

Beinahe-Führung durch Aebischer

Nach fader 1. Hälfte hatte die Partie nach dem Seitenwechel Fahrt aufgenommen. Michel Aebischer vergab nach wenigen Sekunden aus 17 Metern. Nach einer knappen Stunde wurde es im Rajko-Mitic-Stadion hektisch:

- 57. Minute: Eine abgelenkte Flanke von Noumi Ngamaleu sinkt auf den nahen Torpfosten. Borjan lässt den Ball durch die Finger rutschen, die Kugel kullert der Torlinie entlang, doch kein Berner ist zur Stelle.
- 60. Minute: Die Hausherren kombinieren sich gefällig durch die YB-Abwehr. Der omnipräsente Marko Marin lanciert Milan Rodic. Dieser flankt ins Zentrum, wo Aleksa Vukanovic einköpfelt – 1:0.

Die Entscheidung schien gefallen, doch in der 82. Minute zog Saidy Janko aus der Distanz ab. Der eingewechselte Verteidiger Ben Nabouhane hielt den Kopf hin und lenkte den Ball unerreichbar für seinen eigenen Keeper ab – 1:1.

Edeljoker Hoarau

Die Serben verlegten sich danach aufs Zeitspiel, die Unparteiischen liessen 7 Minuten nachspielen, doch YB war letztlich zuwenig durchschlagskräftig. Das mutige Konzept von Trainer Gerardo Seoane mit einer Dreier-Abwehr und Joker Guillaume Hoarau (der erst nach dem 1:0 eingewechselt wurde) ging trotz viel Zug über Roger Assalés rechte Seite nicht auf.

Anstelle der Berner wird Roter Stern Belgrad in der Champions League spielen und die 15 Millionen Startgeld abholen. YB muss sich in der Europa League mit einem Fünftel der Summe begnügen.


Auslosungen im Stream

Verfolgen Sie die Europacup-Auslosungen im Livestream:
- Champions League: Donnerstag, 18:00 Uhr
- Europa League mit YB, Basel und Lugano: Freitag, 13:00 Uhr


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... ons-league

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 83 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 29 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de