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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 12:02 
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Neuste «Attraktion» vor dem YB-Spiel: Ein Panzer soll Roter Stern Kraft geben

Die Young Boys erwartet vor dem Rückspiel der Champions-League-Playoffs bei Roter Stern Belgrad ein echter Panzer. Mit diesem Symbol soll das Heimteam Selbstvertrauen tanken.

Seit neuestem steht ein Panzer am Eingang der Nordseite des Stadions Rajko Mitić, der Heimstätte von Roter Stern Belgrad. Am Dienstagabend wird in der serbischen Hauptstadt im Playoff-Rückspiel gegen den Schweizer Meister Young Boys um die Millionen der Champions League gekämpft.

Die «Delije», zu Deutsch Helden, wie die heissblütigen Supporter von Roter Stern Belgrad genannt werden, benutzen in ihren Choreographien oft einen Panzer als (Macht-)Symbol. Einige Stimmen meinen auch, der Panzer sei im Krieg gegen Kroatien erbeutet worden und soll deshalb eine Provokation sein.

Sicher ist: Die Sehnsucht beim Heimteam nach der Königsklasse ist gross: Der Meistercup-Sieger von 1991 musste viele Krisen überstehen, ehe man letztes Jahr nach über zwanzig Jahren erstmals wieder in der Champions League spielte. Dort sorgte man in der Hammergruppe mit Liverpool, PSG und Napoli für Furore und schied erst im letzten Gruppenspiel aus. Ein grosses Plus war, beziehungsweise ist, für Roter Stern der Heimvorteil: So unterlag hier in der letzten Saison auch etwa Champions-League-Sieger Liverpool (0:2).

YB muss durch «die Hölle von Belgrad»

Wahrscheinlich stellte sich auch bei sonst so abgebrühten Profis wie Mo Salah, Virgil van Dijk & Co. ein mulmiges Gefühl ein, als sie durch den Spielertunnel mussten.

Wie in einem «Amphitheater im Blutrausch» verglich die englische Tageszeitung «Independent» die Stimmung im Marakana-Stadion (so der Übername aufgrund der ähnlichen Architektur und Atmosphäre zum brasilianischen Kultstadtion). Andere Medien betitelten ein Auswärtsspiel bei Roter Stern schon als «Hölle von Belgrad».

Vor den heimischen Fans erwarte er ein anderes Spiel als noch in Bern, sagt Vladan Milojevic, der Trainer von Roter Stern. Der 49-Jährige, seine Spieler und der Staff der Serben kokettieren mit ihrem Anhang, obschon dieser seit Jahren zwischen grosser Unterstützung und militanter Gewaltbereitschaft schwankt. Eine «super Stimmung», aber auch «eine ganz andere Atmosphäre» nennt Belgrads Spielmacher Marko Marin gegenüber «Blick» das, was YB im Rückspiel offenbar erwartet.

In Bern war die Atmosphäre aufgeladen, aber doch grösstenteils positiv unterstützend. In Belgrad wird es heisser werden – und feindlicher: «Alle sind gegen uns», sagt Frederik Sörensen. Der neue Innenverteidiger der Young Boys war vor zwei Jahren mit dem 1. FC Köln in Belgrad in der Europa League zu Gast und unterlag 0:1. Angst vor dem neuerlichen Auftritt im Marakana hat der 27-Jährige aber nicht. Er und seine Teamkollegen müssten die Feindseligkeiten im Stadion einfach zu ihren Gunsten nutzen. «Dann wird es eine gute Erinnerung für uns.»


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 91653.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 12:03 
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Auf YB wartet heute ein Panzer vor dem Stadion

Heute Abend spielen die Young Boys im Hexenkessel von Roter Stern Belgrad. Die Szenerie vor dem Stadion mutet schon im Vorfeld kriegerisch an.

Roter Stern Belgrad fährt vor dem Spiel gegen den BSC YB schwere Geschütze auf: Vor dem als «Marakana» bekannten Stadion Rajko Mitic wurde ein Panzer abgestellt. Wie das serbische Boulevardblatt «Blic» berichtet, handelt es sich um einen Marketingtrick, ein Symbol für den Kampf.

Derweil freut sich der serbische Fussballverein auf der Social Media-Plattform Instagram über eine neue Sehenswürdigkeit vor seinem Stadion. Der Club äussert sich indes nicht dazu, wer hinter der Aktion steckt.

Ein Hinweis könnte der Name der Fangruppe «Delije» sein. Übersetzt bedeutet er soviel wie «südliche Armee». Der Panzer wurde tatsächlich vor der Südkurve des Stadions abgestellt und trägt eine Flagge der Anhänger. Ein Video zeigt, wie das Kampfgefährt abgeladen und zurecht gerückt wird. Buben posieren auf dem Panzer. Das Video wurde bis am Dienstagmittag bereits mehr als 56'000 mal angeschaut.

Kroatische Medien vermuten eine Provokation dahinter: Das Panzermodell soll im Jugoslawien-Krieg zum Einsatz gekommen sein. Die Journalisten ziehen Parallelen zu einem Basketballspiel vor zwei Jahren, als serbische Fans Fahnen mit der Aufschrift «Vukovar» geschwenkt haben. Die kroatische Stadt an der Grenze zu Serbien war während des Balkankrieges in den 1990er-Jahren ein stark umkämpftes Gebiet.

Nach dem 2:2-Hinspiel in Bern spielen die Young Boys heute Abend in Belgrad um den Einzug in die Champions League. Auf die Spieler wartet ein Auftritt in unangenehmer, einschüchternder Ambiance. Einschüchternd: Das dürfte auf serbischer Seite auch die erhoffte Wirkung des symbolträchtigen Panzers sein.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/17325964

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 12:03 
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Gleiche Ausgangslage wie 2004, andere Gemütslage

Lange haben sich die Young Boys das Image aufgebaut, dass sie Drucksituationen nicht gewachsen sein sollen. 2004 profitierte Roter Stern Belgrad vom YB-Nervenflattern, 2019 ist dies nicht zu erwarten.

Schaut man sich auf der Video-Plattform "Youtube" die TV-Bilder vom Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League zwischen Roter Stern Belgrad und den Young Boys von 2004 an, sticht einer ins Auge: Marco Wölfli. Das graue Goaliedress des Solothurners, an zweiter Position hinter Captain Stéphane Chapuisat ins Marakana-Stadion einlaufend, steht in krassem Kontrast zu den knallgelben Trikots seiner Teamkollegen. Wölfli bleibt während des Highlight-Videos im Fokus, neben den drei Toren, die er kassiert, schafften es mehrere Paraden von ihm ins Best-of.

Wenn YB an diesem Dienstag in den Champions-League-Playoffs erneut nach einem 2:2 im Hinspiel zum Rückspiel nach Belgrad reist, wird Wölfli wieder dabei sein, wenn auch diesmal in der Nebenrolle als Ersatz von David von Ballmoos. Ein Auswärtsspiel beim serbischen Rekordmeister, das bedeutet fast immer Stimmung, oft aber auch Probleme mit den fanatischen Anhängern des Klubs. Marco Wölfli hat jedoch keine schlechten Erinnerungen an die serbischen Fans, wie er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erzählt.

Anderes ist dem langjährigen YB-Goalie geblieben. Etwa der Marsch durch den Stadionbauch des Marakana-Stadions, auf dem "man sich fast wie ein Gladiator fühlt". Angst habe ihn auf seinem Weg durch die Betonröhre in Richtung Rasen keine begleitet: "Ich habe solche Emotionen gern", sagt der 37-Jährige in der Retrospektive.

2004 sei nicht etwa der Belgrader Anhang für die 0:3-Auswärtsniederlage von YB verantwortlich gewesen, der Grund finde sich in der Leistung der Vorwoche. "Uns ist damals das 2:2 im Hinspiel in Zürich zum Verhängnis geworden", sagt Wölfli. "Nach der 2:0-Führung und einer Gelb-Roten Karte gegen Roter Stern suchten wir im Hardturm das 3:0 zu euphorisch, und wurden bestraft."

YB im Wandel

Roter Stern war vor 15 Jahren im Hinspiel zu einem schmeichelhaften 2:2 gegen YB gekommen, ebenso wäre aus Berner Sicht das 2:2 am vergangenen Mittwoch zu vermeiden gewesen. Doch trotz des identischen Resultats war die Gemütslage beim Remis letzte Woche eine ganz andere. 2004 hatten zwei Tore von Nikola Zigic, Serbiens Fussballer der Jahre 2003, 2005 und 2006, YB beim Hinspiel aus dem Konzept geworfen. Zigics Tore hatten ihren Teil zum Ruf von nervenschwachen Young Boys beigetragen, der für die Bernern nach dem verpassten Meistertitel 2010 gar in der eigens für sie kreierten Wortschaffung "veryoungboysen" den Höhepunkt fand. Wer den Bernern am Mittwoch nach Spielschluss zugehört hat, wird zum Schluss kommen, dass ein ähnliches Szenario heuer nicht zu erwarten ist.

YB wirkt nicht verunsichert, YB wirkt motiviert und entschlossen. In den letzten beiden Jahren haben die Young Boys gezeigt, dass sie an den vergangenen Enttäuschungen nicht zerbrochen sind. Sie sind daran gewachsen. So sorgten sie dafür, dass der Ausdruck "veryoungboysen" an Popularität einbüsste. "Es war ein langer Prozess im gesamten Verein, um dieses Fundament zu schaffen", sagt Wölfli dazu, ohne konkrete Entwicklungen zu nennen.

YB scheint sich Wölfli in den zwanzig gemeinsamen Jahren angenähert zu haben, inspiriert von der Ruhe, die der Solothurner ausstrahlt. Er behielt in Bern die Ruhe, kompliziertere Phasen versuchte er mit Leistung zu quittieren. "Wenn es schwierig wurde, gab ich nur noch mehr Gas, und dachte sicher nicht gleich daran, den Verein zu wechseln", sagt er. "Und heute kann ich stolz darauf sein, so lange in ein- und demselben Klub gespielt zu haben."

Inwiefern sich das YB von heute mit dem von vor 15 Jahren unterscheidet? "Damals hatten wir international noch nicht dieselbe Erfahrung wie heute. Wir sind in allen Bereichen gewachsen", sagt Wölfli. Und so erstaunt es nicht, dass bei YB nach dem 2:2 von vergangenem Mittwoch nicht das Jahr 2004, sondern eine Erkenntnis thematisiert wurde, die man aus der letztjährigen Champions-League-Qualifikation gegen Dinamo Zagreb gewonnen hatte: Dass auch ein Remis im Hinspiel auswärts noch zu korrigieren ist.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -135468908

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 12:03 
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Roter Stern provoziert nicht nur YB

Kroaten schäumen wegen Panzer vor Belgrad-Stadion!

Andere Länder, andere Sitten. In Belgrad versuchen sie Fans und Kicker mit dem Aufstellen eines Panzers zu motivieren.

Das Marakana ist nicht ein Stadion, das plötzlich am Horizont auftaucht und dann in voller Pracht vor dir steht, wenn du dich ihm näherst. Es ist ein Flickwerk, eine Gebastel, von dem man zuerst die Flutlicht-Masten als Orientierungspunkt wahrnimmt. Danach die Mauer, die es umgibt. Um das Stadion in seiner Gesamtheit zu sehen, muss man eine Vogelperspektive welcher Art auch immer haben.

Wenn man darum herumgeht, wird man auf eine andere Art überrascht. Denn plötzlich taucht da ein Panzer auf. Merkwürdig. Das Kriegsmuseum ist an einem völlig anderen Ort. Und dann wird das Gefährt noch von zwei Stewards bewacht.

«Roter Stern greift YB an»
Nun, des Rätsels Lösung: Es handelt sich um einen Panzer, den man im Krieg in Vukovar im heutigen Kroatien erbeutet haben soll. Die Message ist klar, das Boulevardblatt «Informer» sagt es direkt: «Roter Stern greift mit Panzer Young Boys an!» Das wiederum ruft natürlich Reaktionen aus Kroatien hervor. Nicht wegen YB. Wegen des Panzers, denn einen solchen sollen die serbischen Truppen in Vukovar nie erbeutet haben. Vielmehr handle es sich um einen der wenigen serbischen Panzer, der den Krieg heil überstanden habe, schreibt «Jutarni list». Und weiter: «Morbide Provokation aus Belgrad! Sie wollen in die Champions League, feiern aber einen der schlimmsten Verbrecher. Die Anhänger von Roter Stern und der Verein selber scheinen weiterhin die Aggression gegenüber Vukovar und Kroatien zu verherrlichen. Und das ohne Scham.»

In «Večernji List», ebenfalls aus Kroatien, heisst es: «Die Anhänger von Roter Stern sind bekannt dafür dass sie [die Kriegsverbrecher] Ratko Mladić und Dragoljub Mihajlović [im 2. Weltkrieg] abfeiern. Und ein Transparent, auf dem in kyrillischer Schrift Vukovar steht, gehört zum Standard ihrer Choreografien.» Den Panzer habe man übrigens gleich neben dem Wandbild von Mladic aufgestellt.

In Belgrad hingegen wird die Aktion verniedlicht. «Sportskacentrala» schreibt: «Die ‚Delije’ haben vor dem Spiel gegen YB eine Überraschung vorbereitet. Sie haben einen T-55-Panzer vor das Stadion hingestellt als Zeichen der Soldatenhingabe der Anhänger von Roter Stern. Der Panzer soll als Touristenattraktion dienen und für Fans und Sympathisanten als Bildmotiv dienen.»

Wie dem auch sei: Schräg mutet die Aktion in jedem Fall an.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 85708.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 12:06 
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Er trifft, wenn es zählt

Guillaume Hoarau: Der Mann für die wichtigen Tore

Wenn YB am Dienstagabend gegen Roter Stern Belgrad um die CL-Qualifikation spielt, ruhen die Berner Hoffnungen auf dem französischen Goalgetter.

Wenn's drauf ankommt, ist er zur Stelle. Guillaume Hoarau ist seit Jahren die Torversicherung der Young Boys. Insbesondere in den internationalen Wettbewerben. Dass er auf der grossen Bühne zur Hochform aufläuft, hat der 35-Jährige in der Vergangenheit mehrfach bewiesen.

Europa League 2014/15

In seiner ersten Saison bei den Young Boys steuert der 1,92-Hüne in 8 EL-Partien 6 Tore bei. Im entscheidenden letzten Gruppenspiel trifft er gegen Sparta Prag vom Elfmeterpunkt zum 1:0, YB schafft den Sprung in die Zwischenrunde.

Europa League 2016/17

2 Jahre später fehlt Hoarau in den ersten beiden Gruppenspielen verletzt. Ohne ihn steht YB mit nur einem Punkt am Tabellenende. Dann kehrt der Franzose gegen Apoel Nikosia zurück und schiesst die Berner mit einem Hattrick quasi im Alleingang zum Sieg.

Die Hypothek aus den ersten Partien wiegt jedoch zu schwer. YB scheidet als Gruppendritter aus, obwohl Hoarau auch noch gegen Olympiakos Piräus (1:1) und Astana (3:0) trifft.

Champions-League-Qualifikation 2018/19

Nach dem 1:1 im Playoff-Hinspiel zuhause gegen Zagreb sind die Young Boys auswärts auf Tore angewiesen. Bis in die 2. Halbzeit liegen die Berner mit 0:1 im Hintertreffen, dann schlägt Hoarau zu: Innert 2 Minuten wendet er die Partie mit einem Doppelpack und führt YB in die CL-Gruppenphase.

Champions League 2018/19

4 der 6 Gruppenspiele gehen in der ersten CL-Saison der Klubgeschichte verloren. Trotzdem ist das halbe Jahr in der «Königsklasse» eine Erfolgsgeschichte für die Berner. Auch weil Hoarau in wichtigen Momenten seine Füsse im Spiel hat. Gegen Valencia sichert er YB das 1:1-Remis, dank seinen beiden Treffern gegen Juventus Turin schliessen die Berner ihr CL-Abenteuer mit einem 2:1-Heimsieg ab.

Champions-League-Qualifikation 2019/20

Trainer Gerardo Seoane wartet bis in die 73. Minute zu, ehe ihm nichts mehr anderes übrigbleibt, als seinen angeschlagenen Stürmerstar beim Stand von 1:2 einzuwechseln. Hoarau ist sofort Dreh- und Angelpunkt im Berner Offensivspiel.

Als 3 Minuten später Nicolas Ngamaleu im Strafraum gefoult wird, übernimmt Hoarau die Verantwortung und verwandelt souverän zum so wichtigen 2:2. Vor dem Rückspiel in Belgrad ist deshalb alles offen.


Roter Stern - YB im Re-Live

Sie können die Partie zwischen Roter Stern und YB ab Mitternacht re-live und ungekürzt auf SRF zwei sowie auf srf.ch/sport und in der SRF Sport App zu sehen. Eine Zusammenfassung der Partie präsentiert SRF auf den Onlineplattformen – ebenfalls ab 00:00 Uhr in der Nacht auf Mittwoch. Auf Radio SRF 3 sind regelmässige Liveschaltung nach Belgrad zu hören.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... tigen-tore

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 12:21 
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27.08.2019

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Mit einer Entschlossenheit, die nicht nur eingeübt ist

Die Young Boys wollen bei Roter Stern im glühenden Belgrad den letzten Schritt auf dem Weg in die Champions League machen.

Die Atmosphäre muss schon auf dem Rollfeld elektrisierend gewesen sein. Schliesslich war es der Nikola-Tesla-Flughafen, auf dem die Young Boys am Montag in Belgrad kurz nach Mittag gelandet sind. Und spätestens am Abend, als die Berner im Rajko-Mitic-Stadion ihre letzte Einheit vor dem Rückspiel am Dienstagabend im Champions-League-Playoff gegen Roter Stern absolvierten, dürften auch sie von ihr erfasst worden sein: der viel beschworenen Atmosphäre im drittgrössten Stadion Südosteuropas.

Neben dem Feld gelang YB am Montag schon mal ein ziemlich abgebrühter Auftritt. «Wenn ich ehrlich bin: gar nichts», antwortete Mittelfeldspieler Michel Aebischer staubtrocken auf die Frage eines serbischen Journalisten, was ihm sein Teamkollege Miralem Sulejmani über die Herausforderung von fussballerischen Auftritten in Belgrad gesagt habe.

Der Plan steht seit drei Tagen

Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane hat im Trubel um die viel beschriebenen Heissblüter unter den Belgrad-Fans alle Hände voll zu tun, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Sulejmani, als Serbe mit albanischen Wurzeln und einstiger Partizan-Junior von besonderem Interesse für die Hauptstadtpresse, ist eines der Fragezeichen in Seoanes Team. Nach einer Muskelverletzung ist er noch nicht voll im Saft, sehr wahrscheinlich kommt er am Dienstag nur für einen Kurzeinsatz infrage, doch in genau dieser Ungewissheit scheinen sie bei den Young Boys vor allem den Gegner lassen zu wollen.

Dasselbe gilt auch für Guillaume Hoarau: Der Matchwinner aus dem Hinspiel, der mit seinem Penalty zum 2:2 nur drei Minuten nach seiner Einwechslung einmal mehr mit Nervenstärke verblüffte, ist kaum ein Kandidat für die Startformation. Wahrscheinlich wird Seoane wieder auf das 4-3-3 setzen, das sich schon im Hinspiel vom letzten Mittwoch (2:2) mehr oder weniger bewährt hatte. «Ich habe meine Aufstellung im Kopf», sagte der 40-Jährige nur, «seit drei Tagen arbeiten wir an einem Plan, wie wir dieses Spiel gewinnen können.»

Die Entschlossenheit wirkt bei den Young Boys nicht nur eingeübt. Und die Bedeutung der anstehenden Partie zeigt sich auch an der Grösse der Delegation. Nebst Sportchef Christoph Spycher, Chefscout Stéphane Chapuisat und CEO Wanja Greuel werden am Dienstag auch zwei Verwaltungsräte und Ausbildungschef Gérard Castella das Spiel vor Ort verfolgen – es ist für die Berner unbestritten der wichtigste ­Termin des Jahres.

Die Frage, die vergessen ging

Das vermittelte einem auch die Pressekonferenz von Roter Stern Belgrad. Mit Bedacht umschiffte Trainer Vladan Milojevic heikle Fragen, bekundete artig seinen Respekt vor YB-Joker Hoarau und verpasste es nicht, dem serbischen Verband für das freie Wochenende zu danken. Dieses wurde den beiden Europacup-Teilnehmern im Land, Roter Stern und Partizan, im Spielplan freigeschaufelt.

Bleibt die Frage nach dem Penaltyschiessen. Bei den Serben ging sie glatt vergessen – und YB-Coach Seoane meinte nach Hoaraus Elfmeter im Hinspiel süffisant, man habe ziemlich gute Schützen. Nach 120 Minuten beim Stande von 2:2 wäre es heute Dienstag so weit. Das Stadion stünde unter Strom – Nikola Tesla lässt grüssen.


https://www.derbund.ch/sport/uefa-champ ... y/29449258

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 13:13 
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26.08.2019

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Wölflis Rückkehr nach Belgrad – «Sind in allen Bereichen gewachsen»

Lange haben sich die Young Boys das Image aufgebaut, dass sie Drucksituationen nicht gewachsen sein sollen. 2004 profitierte Roter Stern Belgrad vom YB-Nervenflattern, 2019 ist dies nicht zu erwarten.

Schaut man sich auf der Video-Plattform «Youtube» die TV-Bilder vom Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League zwischen Roter Stern Belgrad und den Young Boys von 2004 an, sticht einer ins Auge: Marco Wölfli. Das graue Goaliedress des Solothurners, an zweiter Position hinter Captain Stéphane Chapuisat ins Marakana-Stadion einlaufend, steht in krassem Kontrast zu den knallgelben Trikots seiner Teamkollegen. Wölfli bleibt während des Highlight-Videos im Fokus, neben den drei Toren, die er kassiert, schafften es mehrere Paraden von ihm ins Best-of.

Wenn YB an diesem Dienstag in den Champions-League-Playoffs erneut nach einem 2:2 im Hinspiel zum Rückspiel nach Belgrad reist, wird Wölfli wieder dabei sein, wenn auch diesmal in der Nebenrolle als Ersatz von David von Ballmoos. Ein Auswärtsspiel beim serbischen Rekordmeister, das bedeutet fast immer Stimmung, oft aber auch Probleme mit den fanatischen Anhängern des Klubs. Marco Wölfli hat jedoch keine schlechten Erinnerungen an die serbischen Fans.

Anderes ist dem langjährigen YB-Goalie geblieben. Etwa der Marsch durch den Stadionbauch des Marakana-Stadions, auf dem «man sich fast wie ein Gladiator fühlt». Angst habe ihn auf seinem Weg durch die Betonröhre in Richtung Rasen keine begleitet: «Ich habe solche Emotionen gern», sagt der 37-Jährige in der Retrospektive.

2004 sei nicht etwa der Belgrader Anhang für die 0:3-Auswärtsniederlage von YB verantwortlich gewesen, der Grund finde sich in der Leistung der Vorwoche. «Uns ist damals das 2:2 im Hinspiel in Zürich zum Verhängnis geworden», sagt Wölfli. «Nach der 2:0-Führung und einer Gelb-Roten Karte gegen Roter Stern suchten wir im Hardturm das 3:0 zu euphorisch, und wurden bestraft.»

YB im Wandel

Roter Stern war vor 15 Jahren im Hinspiel zu einem schmeichelhaften 2:2 gegen YB gekommen, ebenso wäre aus Berner Sicht das 2:2 am vergangenen Mittwoch zu vermeiden gewesen. Doch trotz des identischen Resultats war die Gemütslage beim Remis letzte Woche eine ganz andere. 2004 hatten zwei Tore von Nikola Zigic, Serbiens Fussballer der Jahre 2003, 2005 und 2006, YB beim Hinspiel aus dem Konzept geworfen. Zigics Tore hatten ihren Teil zum Ruf von nervenschwachen Young Boys beigetragen, der für die Bernern nach dem verpassten Meistertitel 2010 gar in der eigens für sie kreierten Wortschaffung «veryoungboysen» den Höhepunkt fand. Wer den Bernern am Mittwoch nach Spielschluss zugehört hat, wird zum Schluss kommen, dass ein ähnliches Szenario heuer nicht zu erwarten ist.

YB wirkt nicht verunsichert, YB wirkt motiviert und entschlossen. In den letzten beiden Jahren haben die Young Boys gezeigt, dass sie an den vergangenen Enttäuschungen nicht zerbrochen sind. Sie sind daran gewachsen. So sorgten sie dafür, dass der Ausdruck «veryoungboysen» an Popularität einbüsste. «Es war ein langer Prozess im gesamten Verein, um dieses Fundament zu schaffen», sagt Wölfli dazu, ohne konkrete Entwicklungen zu nennen.

YB scheint sich Wölfli in den zwanzig gemeinsamen Jahren angenähert zu haben, inspiriert von der Ruhe, die der Solothurner ausstrahlt. Er behielt in Bern die Ruhe, kompliziertere Phasen versuchte er mit Leistung zu quittieren. «Wenn es schwierig wurde, gab ich nur noch mehr Gas, und dachte sicher nicht gleich daran, den Verein zu wechseln», sagt er. «Und heute kann ich stolz darauf sein, so lange in ein- und demselben Klub gespielt zu haben.»

Inwiefern sich das YB von heute mit dem von vor 15 Jahren unterscheidet? «Damals hatten wir international noch nicht dieselbe Erfahrung wie heute. Wir sind in allen Bereichen gewachsen», sagt Wölfli. Und so erstaunt es nicht, dass bei YB nach dem 2:2 von vergangenem Mittwoch nicht das Jahr 2004, sondern eine Erkenntnis thematisiert wurde, die man aus der letztjährigen Champions-League-Qualifikation gegen Dinamo Zagreb gewonnen hatte: Dass auch ein Remis im Hinspiel auswärts noch zu korrigieren ist.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 91738.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 14:43 
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Hier müssen die YB-Spieler durch

So sieht der Höllen-Tunnel von Belgrad wirklich aus

Der berüchtigte Höllentunnel von Belgrad sieht sehr einschüchternd aus. BLICK ist vor Ort und checkt, was die YB-Spieler heute Abend erwartet


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 85596.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 14:44 
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Kanadas Goalie steht im Pyjama

Darum zieht YB heute bei Roter Stern erneut in die Champions League ein. Der empirische Beweis.

Die Szene spielt in Belgrad, die Medien spielen hier gerne verrückt, darum darf behauptet werden: YB bestreitet am Dienstagabend das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte. Es ist noch bedeutender als jenes vor einem Jahr in Zagreb, als das 2:1 die erste Teilnahme an der Champions League sicherstellte.

Weil: So einfach wird es für Schweizer Vereine lange nicht und vielleicht nie mehr sein, die Gruppenphase des grössten Clubwettbewerbs der Welt zu erreichen – und damit: Millionenregen, Messi, Manchester. Global gesehen (und die Champions League wird global gesehen) interessiert sich keine Sau für YB (und übrigens auch keine für einen Roten Stern aus Belgrad). So ist das im Kapitalismus.

Noch einmal aber dürfen die Young Boys die Weltbrands im Stelldichein der Reichen und Besten stören. Und: YB ist im Marakana-Stadion Favorit. Weil: Die Young Boys sind besser als Roter Stern, das Hinspiel hätte auch 5:2 ausgehen können, Torhüter-Desperado Milan Borjan flog zum Match seines Lebens. Das wird heute anders sein, es wäre keine Überraschung, würde Kanadas Nationalgoalie bei einem seiner abenteuerlichen Ausflüge kolossal danebengreifen.

Auch die Ausgangslage ist viel besser, als die meisten denken. Weil: Roter Stern weiss nicht so recht, wie es nach dem 2:2 vorgehen soll. YB dagegen wird mutig sein und konzentriert, solidarisch und stürmisch. Und das von der ersten Sekunde an, sofort hoch stehen, das frühe Tor suchen, das Heimteam und seine 50'000 Partygäste überraschen.

Im Grunde genommen einerlei ist dabei das System. Die Dreierkette in der Abwehr verspricht womöglich mehr Stabilität, jene mit vier Verteidigern mehr Automatismus. Im 4-3-3 ist YB routiniert, im 4-4-2 wohl zu wenig kompakt, ein 3-4-3 oder 3-5-2 wäre verwegen. Das sind aber nur Zahlenkombinationen, um den Tresor zu knacken.

Denn YB hat: Mit David von Ballmoos den stärkeren, solideren Goalie (gerade im Vergleich zum Sternen-Vielflieger). Mit Fabian Lustenberger und Frederik Sörensen die zwei besten Sicherheitskräfte. Mit Christopher Martins den Aufbauer mit der grössten Verdrängung. In der Offensive derart viele Varianten, dass Roter Stern die Übersicht verliert.

Und wer einen Matchplan entwirft, in dem Miralem Sulejmani und vor allem Guillaume Hoarau bei Bedarf nach 70 Minuten mitmachen, ist ohnehin königsklassenreif. Insbesondere mit YB-Königsfan Stucki Christian.

Hopp Schweiz, Kanadas Goalie steht im Pyjama!


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/20772704

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