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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 19. August 2019, 19:44 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.08.2019  Zitat: YB: Polemik vor dem Playoff
Auf die Young Boys wartet gegen Roter Stern Belgrad eine grosse Herausforderung im Champions-League-Playoff. Die serbischen Medien heizen das Duell an.
Die Young Boys treffen im Playoff zur Champions League auf einen ruhmreichen Verein, dessen allerbeste Zeiten jedoch länger zurückliegen. 1991 gewann Roter Stern Belgrad den Europapokal der Landesmeister, den Vorgängerwettbewerb der Champions League (ab 1993) – und danach auch den Weltpokal. Mittlerweile stehen 29 Meistertitel (19 im früheren Jugoslawien, 5 in Serbien und Montenegro, 5 in Serbien) sowie 24 Cupsiege im Palmarés des Clubs, der wie Rivale Partizan Belgrad für herausragende Nachwuchsarbeit steht.
2004 chancenlos in Belgrad
2004 traf YB bereits in der zweitletzten Runde der Champions-League-Qualifikation auf Roter Stern Belgrad. Zu Hause gab es nach 2:0-Führung durch Tore von Adrian Eugster und Stéphane Chapuisat und trotz personeller Überzahl in der Schlussphase nur ein 2:2. Diese Partie wurde im Zürcher Hardturmstadion ausgetragen, weil in Bern das Stade de Suisse gebaut wurde.
In Belgrad dann blieb YB im Marakana-Stadion vor 45'000 Zuschauern chancenlos und verlor 0:3. Marco Wölfli stand vor 15 Jahren im Tor, der heutige YB-Chefscout Chapuisat bestritt in Belgrad wenige Monate nach der Euro 2004 in Portugal die letzte internationale Begegnung seiner grossen Karriere. «Wir stiessen an unsere Grenzen», sagte der damalige YB-Trainer Hans-Peter Zaugg, «und hatten leider im Hinspiel eine viel bessere Ausgangslage verspielt.»
Auch diesmal bestreiten die Young Boys zuerst das Heimspiel. Bis Sonntag wurden rund 28'000 Tickets verkauft, die Partie dürfte ausverkauft sein, wobei YB verständlicherweise bestrebt ist, das Stadion vor allem mit eigenen Anhängern zu füllen. Das hat in Serbien für Unruhe gesorgt, die zuweilen sehr polemischen Medien schrieben gar von einem «Skandal», weil kaum Tickets in den freien Verkauf gelangen.
Die riesige Fangemeinde Roter Sterns in der Schweiz und im angrenzenden Ausland würde Tausende von Karten kaufen. Auch aus Sicherheitsgründen möchte YB allerdings eine Durchmischung der Anhänger am Mittwochabend verhindern. Gemäss des Europäischen Fussballverbandes muss ein Club 5 Prozent der Gesamtkapazität für Gästefans freihalten, wobei YB dem serbischen Meister sogar 6 Prozent und knapp 2000 Billette zusprach.
Noch sind etwa 2600 Karten erhältlich, die wohl ebenfalls nur online zu kaufen sein werden. Und die Security-Leute im Stade de Suisse behalten sich laut YB-Medienchef Albert Staudenmann vor, Zuschauer allenfalls umzuplatzieren. Das Sicherheitsdispositiv wird am Mittwoch jedenfalls beachtlich sein – es steht für beide Teams in hitziger Ambiance enorm viel auf dem Spiel.
Speziell für Sulejmani
Besonders werden die Begegnungen im YB-Lager für einen Fussballer, der nach langer Verletzungspause noch gar nicht weiss, ob er überhaupt dabei sein kann. Miralem Sulejmani, geboren in Batajnica, einem Vorort Belgrads, möchte sich aktuell nicht zum Duell mit Roter Stern Belgrad äussern, weil jede Äusserung in der Heimat wahrgenommen wird und möglicherweise heikel sein könnte.
Vor zwei Jahren sprach Sulejmani in einem Interview mit dieser Zeitung über seine Herkunft, den Fussball in Serbien und die Konkurrenz zwischen den zwei Topclubs des Landes. «Es ist bei uns einfach so: Partizan oder Roter Stern. Das ist eine sehr grosse Rivalität, die man schon als Bub mitbekommt und die einen das ganze Leben begleitet.»
Miralem Sulejmani wurde in eine Partizan-Familie geboren, war bald riesengrosser Anhänger und wechselte bereits mit 8 zu seinem Herzensclub. Er galt später als grösstes Talent Serbiens, ging mit 17 nach Heerenveen in Holland und war drauf und dran, eine Weltkarriere zu realisieren. Sulejmani spielte bei Ajax Amsterdam, wo er mit 25 Millionen Franken Ablösesumme immer noch Rekordtransfer ist, und Benfica Lissabon, aber Verletzungen verhinderten den Weg nach ganz oben.
Für Partizan hatte er als 16-Jähriger nur einen Teileinsatz, doch Sulejmani sagte vor zwei Jahren, diese 25 Minuten würden ihm sehr viel bedeuten: «Es war als Kind immer mein Traum gewesen, für Partizan zu spielen.»
Aber auch für Roter Stern Belgrad hielt Sulejmani im Gespräch positive Worte bereit. Die Fussballer, die 1991 den Landesmeisterpokal gewannen, seien fantastisch gewesen, die Fans stets fanatisch und stimmungsvoll.
Das wird YB am Mittwoch auch im Stade de Suisse erleben. Und vor allem dann sechs Tage später im Rückspiel in Belgrad vor imposanter Kulisse. 2004 waren die Young Boys im Marakana-Stadion eingeschüchtert und total überfordert. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/18421361
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Rino
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Verfasst: Montag 19. August 2019, 21:06 |
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Registriert: Samstag 8. Mai 2004, 12:12 Beiträge: 3258 Wohnort: Bern
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Bierflasche
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Verfasst: Montag 19. August 2019, 23:22 |
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Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
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Grosse Nachfrage - Kassen bleiben geschlossen
Für das Spiel YB - Roter Stern Belgrad vom Mittwoch (21 Uhr) ist die Nachfrage nach Tickets sehr gross. Es sind nur noch einige Restkarten verfügbar, welche an YB-Saisonkartenbesitzer und YB-Gönner verkauft werden. Somit ist klar, dass es am Mittwoch vor dem Spiel an den Tageskassen keinen Verkauf geben wird.
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shalako
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Verfasst: Dienstag 20. August 2019, 08:24 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.08.2019  Zitat: Stade de Suisse wird in Berner Hand sein
Serben schäumen wegen Ticket-Politik von YB
Das Stade de Suisse wird gegen Roter Stern Belgrad ausverkauft sein. Nur YB-Mitglieder konnten Tickets ausserhalb des Gästesektors erwerben. Das hat die Serben auf die Palme gebracht.
Die Devise von YB war von Anfang klar: Das Stadion soll voll werden. Aber voll mit YB-Fans. Deshalb konnten Tickets nur von YB-Mitgliedern erworben werden. Unmissverständlich steht auf der Homepage: «Es tut uns Leid. Derzeit stehen keine Tickets zum Verkauf.»
Jeder Saisonkarteninhaber oder Gönner darf ein Ticket für sich plus sechs weitere erwerben. Und dabei wirds auch bleiben, bis die noch erhältlichen 2500 Billette weg sind. «Allerdings kann ein Ticketberechtigter durchaus Freunde serbischer Herkunft mitnehmen», sagt YB-Sprecher Albert Staudenmann.
In serbischen Medien, allen voran dem «Kurir», der grössten Boulevardzeitung des Landes, kursierte das Gerücht, solche würden dann umgehend aus dem Stadion entfernt. «Das stimmt nicht», sagt Staudenmann. «Es wird niemand aus dem Stadion gewiesen, der sich an die Ordnung hält. Wir behalten uns einzig Umplatzierungen vor, wenn wir sehen, dass Matchbesucher wegen ihrer Platzierung zu einem Problem werden könnten.»
So also bleibt einzig der Gästesektor, in welchem sich eine grössere Zahl von serbischen Anhängern befinden werden. 2000 der 31 120 Fans. Was den Serben natürlich zu wenig war. Ein so grosser Klub wie Roter Stern müsse ein grösseres Kontingent haben, meinte etwa einer. «Die Uefa schreibt vor, dass fünf Prozent der Kapazität an die Gäste gehen muss. Wir sprechen ihnen sechs Prozent zu», erläutert Staudenmann. «Wenn die Nachfrage so gross ist, wird das in jedem Stadion in Europa so gehandhabt. Speziell in der Champions League. Wie auch die Art und Weise des Vorverkaufs. Beim Cupfinal ist das nicht anders. Auch da gibt es keinen öffentlichen Verkauf, wenn die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt.» https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 72592.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 20. August 2019, 08:26 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.08.2019  Zitat: Verbannt YB die Serben doch extra aus Stadion?
Am Mittwoch treffen im Stade de Suisse die Young Boys auf den serbischen Meister. Fans von Roter Stern Belgrad, die in der Schweiz leben, ärgern sich über die Ticket-Vergabe.
Am Sonntagabend teilte der serbische Fussballclub Roter Stern Belgrad seinen Anhängern mit, alle 2000 Gäste-Tickets für das Champions-League-Qualifikationsspiel gegen YB in Bern seien ausverkauft – «wir erwarten fantastische Unterstützung in Bern!» heisst es dort.
Während der zehnfache Meister aus Belgrad neutral informiert und die Stimmung positiv einheizt, ist der Ton serbischer Medien und auswärtiger Fans gegenüber YB nach wie vor scharf. Trotz der Erklärung von YB-Sprecher Albert Staudenmann, man würde nach UEFA-Richtlinien handeln, glätten sich die Wogen nicht.
Denn besonders in der Schweiz lebende Red-Star-Fans fühlen sich von den Bernern übergangen: «2000 Tickets gibt es für die Ultras in Serbien, der Rest für YB-Clubmitglieder – und wir?», meldet jetzt ein Leser-Reporter empört. Und der «Kurir», die grösste Boulevard-Zeitung Serbiens, schreibt in einem neuen Artikel ebenfalls: «Das Problem ist, dass viele Serben in der Schweiz leben. Sie sind empört, dass sie nicht am kommenden Playoff-Match teilnehmen können.» Ein weiterer Schweizer Fan, der die Mannschaft aus seiner zweiten Heimat unterstützen möchte, mutmasst gar: «Hiesse der Gegner Kopenhagen, dann wären natürlich auch öffentlich Tickets verkauft worden.»
YB hat Ticketing-Vorhaben verändert
Doch was ist an dieser Anschuldigung dran? Ein Blick auf die Webseite von YB zeigt: Ganz schlüssig ist die Handhabung des Ticketverkaufs des Berner Clubs tatsächlich nicht.
So teilte der Berner Verein am 6. August – vor der Auslosung des Gegners – mit, Saisonkarteninhaber und Gönner könnten ihr Vorkaufsrecht bis am 13. August einlösen. An diesem Tag wurde schliesslich bekannt: YB trifft in den Playoffs für die Gruppenphase der Champions League auf Roter Stern Belgrad. Und seither ist auf der Webseite des BSC neu Folgendes zu finden: «Alle Saisonkarteninhaber und Gönner 2019 können ab dem 14. August 2019 ab 13 Uhr exklusiv über den Online-Ticket-Shop nochmals max. 6 Tickets je Mitgliedschaft zu den regulären Preisen erwerben.»
Ein Blick auf das CL-Quali-Spiel vom Vorjahr zeigt zudem: Beim YB-Heimspiel gegen Dinamo Zagreb kamen Tickets in den freien Verkauf. Gegnerische Anhänger, die bei Dinamo Zagreb kein Ticket kaufen konnten, hatten die Möglichkeit, im Bereich B10/B11 ein Ticket zu erwerben. Und 2017, beim Europa-League-Spiel von YB gegen Partizan Belgrad, kippte die Stimmung im Berner Stadion vor lauter Belgrad-Fans fast auf die Seite der serbischen Gäste.
YB nimmt erneut Stellung
Hat man im Stade de Suisse heuer etwa Angst, das Heimspiel-Feeling würde – aufgrund der grossen serbischen Diaspora – erneut verloren gehen? Oder geht es darum, die beiden Fan-Lager strikte zu trennen? YB-Sprecher Staudenmann nimmt erneut Stellung. Man habe den Kurs nicht geändert, nachdem bekannt geworden sei, wer der Gegner ist, sagt er. «Es geht darum, dass wir die Treue der YB-Fans belohnen wollen.» Und bezüglich Fan-Trennung: «Die ist heutzutage bei jedem Spiel ein zentrales Thema.»
Der Match vom Mittwoch zwischen BSC YB und Roter Stern Belgrad wurde von der Stadt Bern zudem auch als «Rotes Spiel» eingestuft. Dies kommt nicht von ungefähr: Die eingefleischten Fans von Roter Stern sind bekannt für ihre imposanten und feurigen Choreos, jedoch auch für Gewalt bei den Belgrader Derbys. So warfen die Roter-Stern-Fans während Spielen gegen Partizan bereits brennende Pyrofackeln auf Gegner-Fans. Die Derbys gelten als blutige Fehde, die jeweils auch Schwerverletzte fordern. https://www.20min.ch/schweiz/bern/story ... --12581229
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shalako
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Verfasst: Dienstag 20. August 2019, 10:04 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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20.08.2019  Zitat: Gegner von YB im Check
Roter Stern rüttelte im Vorjahr die Favoriten auf
Salzburg eliminiert, Liverpool besiegt: Roter Stern Belgrad steigt mit guten Champions-League-Erinnerungen in die Playoffs gegen YB.
Klar, mit Ajax Amsterdam hätte auch ein auf dem Papier stärkerer Gegner die letzte YB-Hürde auf dem Weg in die Champions League sein können. Mit Roter Stern Belgrad haben die Berner einen Gegner auf Augenhöhe zugelost bekommen.
In der vergangenen Spielzeit hat der serbische Meister eindrücklich bewiesen, dass er europäisch über sich hinauswachsen kann. Drei Highlights stechen heraus:
1. Salzburg erlebt sein ganz persönliches Roter-Stern-Trauma
Nach einem 0:0 im heimischen Rajko-Mitic-Stadion im Hinspiel der Playoffs gerät Roter Stern gegen RB Salzburg im Rückspiel mit 0:2 in Rücklage. Das Champions-League-Ticket scheint weg, doch die Belgrader schaffen die überraschende Wende. Ein 2:2 reicht Roter Stern, um das stärker eingeschätzte Salzburg zu eliminieren
2. Erstes Gruppenspiel, erster Punkt
Roter Stern wird in die Hammergruppe mit Liverpool, PSG und Napoli gelost. Gleich beim ersten Auftritt setzen die Serben ein Ausrufezeichen. Gegen Carlo Ancelottis Napoli erkämpfen sie sich ein 0:0.
3. Magische Nacht gegen späteren Champion
Zwar kommt Roter Stern auswärts bei PSG (1:6) und Liverpool (0:4) unter die Räder. Der Underdog lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und landet zuhause gegen die «Reds» den grossen Coup. Dank einem Doppelpack von Stürmer Milan Pavkov bezwingt Roter Stern den späteren Champions-League-Sieger sensationell mit 2:0.
Elfmeter-Drama gegen Kopenhagen
Nun ist der serbische Meister erneut nur noch einen Schritt von der «Königsklasse» entfernt. Drei Quali-Runden hat Roter Stern bereits erfolgreich hinter sich gebracht. Zuletzt beanspruchte das Team von Trainer Vladan Milojevic aber auch Glück.
Gegen Kopenhagen setzten sich die Osteuropäer erst im Elfmeterschiessen durch. Die Entscheidung fiel dabei erst mit dem 22. Penalty – nachdem Kopenhagen zuvor zweimal einen «Matchball» nicht hatte verwerten können. https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... oriten-auf
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shalako
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Verfasst: Dienstag 20. August 2019, 10:50 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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20.08.2019  Zitat: Belgrader Fans unzufrieden
Massnahmen im Ticketing von YB geben zu reden
Die Young Boys gehen im Ticketverkauf vor dem Playoff-Spiel der Champions League gängige Wege – und ernten Kritik.
YB verkauft seine Tickets nicht öffentlich. Diese Tatsache schlug im Vorfeld der Partie Young Boys - Roter Stern hohe Wellen. Dabei machen die Verantwortlichen von YB nichts Aussergewöhnliches.
Sie gewähren nämlich den Inhabern von Saisonkarten Vorrang. Was danach übrig bleibt, steht Mitgliedern und Sponsoren zum Kauf frei. Ausnahme: Die Gästefans aus Belgrad erhalten 2000 Tickets. Dies entspricht 6,25 Prozent, die von der Uefa vorgeschriebene Pflicht liegt bei 5 Prozent.
Schweizer Belgrad-Fans benachteiligt
In die Röhre gucken Roter-Stern-Fans aus der Schweiz. Die 2000 Gästefan-Tickets bleiben für sie unerreichbar. Wohl genauso wie die restlichen 30'000 Tickets, die an YB-Fans verkauft werden.
Trotzdem wollen die Fans des serbischen Meisters in Bern zahlreich präsent sein. Als sie vor einem Jahr in der CL-Quali gegen Salzburg spielten, sollen rund 10'000 Fans im Stadion gewesen sein. Diese Zahl will man gemäss serbischen Medienberichten heuer toppen. Bleibt also abzuwarten, ob die Roter-Stern-Fans in Bern nicht doch einen Weg finden, an weitere Tickets zu kommen.
Ein möglicher Erklärungsansatz, wieso das YB-Ticketing für derart Furore sorgt, erhalten Sie im Audio-Beitrag oben. https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... n-zu-reden
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shalako
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Verfasst: Dienstag 20. August 2019, 12:23 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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20.08.2019  Zitat: Noch stehen die Sterne für YB günstig
Am Mittwoch empfängt YB Roter Stern Belgrad zum Playoff-Hinspiel. Angesichts der Entwicklung im Fussball ist es die vielleicht letzte reelle Chance, sich für die Königsklasse zu qualifizieren.
Der Name der Whatsapp-Gruppe lässt nicht erahnen, dass darin der Widerstand geplant wird. «Malta 2019» nennen sich die 30 Mitglieder schlicht, benannt nach Ort und Jahr der Gründung.
Im kleinen Inselstaat im Mittelmeer fand Anfang Juni eine zweitägige Sonderversammlung der Interessenvertretung European Club Association (ECA) statt, die 232 Vereine als Mitglieder zählt und deren Präsident Juventus-Besitzer Andrea Agnelli ist. Thema der Veranstaltung: die Zukunft der europäischen Clubwettbewerbe.
Die Frage, in welche Richtung sich diese entwickeln sollen, polarisiert. Auf der einen Seite befinden sich die grossen und mächtigen Clubs wie Real Madrid, Manchester City und Juventus, die schon mit der Gründung einer Superliga liebäugelten, wie Dokumente der Football Leaks vergangenes Jahr gezeigt haben. Auf der anderen Seite: der Grossteil der restlichen Vereine.
«Die Aussichten sind nicht vielversprechend», sagt Wanja Greuel, der als YB-Geschäftsführer den Club in der ECA vertritt und Mitglied im Whatsapp-Chat «Malta 2019» ist. «Aber ich bin überzeugt», sagt Greuel, «nimmt man nicht alles einfach hin, sondern wehrt sich, kann man zumindest gewisse Entscheide beeinflussen.»
Roter Stern, und dann?
Es ist Montagmittag, zwei Tage vor dem Playoff-Hinspiel zur Champions League gegen Roter Stern Belgrad, dieser Partie, die im YB-Kalender dick angestrichen ist. Es locken die erneute Teilnahme an der Champions League mit Duellen gegen die Upperclass des Weltfussballs und damit verbundene zweistellige Millioneneinnahmen.
«Werden die Pläne umgesetzt, wird es für Schweizer Clubs enorm schwierig, sich für die Champions League zu qualifizieren.» YB-CEO Wanja Greuel
Es wäre die Krönung einer Saisonstartphase, die – bis auf die vielen Verletzten – ganz nach dem Gusto der Young Boys verläuft: Erster in der Liga, im Cup eine Runde weiter. Der Laden brummt schon wieder. Das Stade de Suisse dürfte am Mittwoch (21 Uhr) erstmals in dieser Saison ausverkauft sein.
Alles bestens also?
«Unsere Lage ist tatsächlich hervorragend», sagt Greuel im Stadionrestaurant Eleven. «Doch wir dürfen uns davon nicht blenden lassen, sondern müssen versuchen abzuschätzen, welche Rahmenbedingungen wir in der Zukunft vorfinden werden.»
Grosse wollen fixe Startplätze
Diese Rahmenbedingungen gibt unter anderem die Uefa vor, mit der ECA als einflussreichem Player. Mit Blick auf die Tendenzen im europäischen Clubfussball könnte das Rencontre mit Belgrad die vielleicht letzte reelle Chance für YB sein, sich für die Champions League zu qualifizieren. Und so an die Honigtöpfe der Königsklasse zu gelangen, die für die Berner 2018 mit fast 30 Millionen Franken gefüllt waren. Diese Einnahmen trugen am massgeblichsten zum erfolgreichsten Geschäftsjahr in der Clubgeschichte bei.
Weil die Super League in der Fünfjahreswertung der Uefa letzte Saison auf Rang 17 abrutschte, wird der Schweizer Meister nächsten Sommer in der zweiten Runde der Qualifikation starten müssen. Statt einer Runde müsste er dann gleich drei Hürden gegen andere Landesmeister nehmen.
Und sollte sich die Schweiz im Ranking nicht merklich verbessern, was bei der Schwächephase des FC Basel anzunehmen ist, ist es wahrscheinlich, dass sich an dieser Ausgangslage bis 2024 nichts ändern wird. Es ist das Jahr, in dem sich die Zeitrechnung im europäischen Clubfussball ändern könnte – nicht zum Guten für Schweizer Vereine.
Geht es nach den Grossen, soll die Sternenliga ab dann aus vier Achtergruppen bestehen. Die jeweils sechs besten Teams aus jeder Gruppe, also 24 Mannschaften, hätten ihren Startplatz im nächsten Jahr auf sicher. Vier weitere Plätze bekämen die Europa-League-Halbfinalisten sowie vier Landesmeister zugesprochen. Das hätte zur Folge, dass die Qualifikation dann fast nicht mehr über die nationalen Ligen erfolgen würde.
Mit dem heutigen Format hätte die Königsklasse ausser dem Namen nichts gemein, sie wäre viel eher eine geschlossene Liga, die es den Grossen ermöglicht, Jahr für Jahr ihre Vormachtstellung auszubauen. Denn für sie sollte es ein Leichtes sein, in einer Achtergruppe mindestens Rang 6 zu belegen. «Werden die Pläne umgesetzt», sagt Greuel, «wird es für Schweizer Vereine enorm schwierig, sich für die Champions League zu qualifizieren.»
Hoffnung für die Kleinen
Noch ist das letzte Worte nicht gesprochen, haben die Kleinen nicht aufgegeben. Mittendrin: Greuel, der seine Mitgliedschaft in der ECA mit viel Engagement ausfüllt. Das hat ihm in diesen Zirkeln einen Namen eingebracht. Als die ECA im Juni tagte, lud Agnelli beim Abendessen sieben Kritiker an seinen Tisch, neben einem Vertreter von Tottenham und Schalke auch Greuel. Zudem wurde der 41-Jährige angefragt, ob er sich eine Kandidatur für das 24-köpfige Executive Board der ECA vorstellen könne. Greuel erwägt nun diesen Schritt. Das Amt liesse sich neben seiner Tätigkeit bei YB ausüben.
Der Deutsche würde dann die Ränkespiele im europäischen Fussball aus nächster Nähe erleben. Vor der Drohkulisse, einen eigenen Wettbewerb ins Leben zu rufen, können Grossclubs viel Macht ausüben. Denn die Uefa ist angewiesen auf das Geld, das die Champions League generiert, ein Alleingang der Topvereine wäre der Super-GAU für den Kontinentalverband. Hoffnung gibt Greuel und Co., dass sich auch die wichtigsten Landesligen wie die Premier League und La Liga gegen die Pläne einiger ihrer Clubs aussprechen.
Kürzlich konnten sie in der Chatgruppe «Malta 2019» einen kleinen Erfolg besprechen. Die Uefa hat den Entscheid über die Reform 2024 verschoben. Fortsetzung folgt. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/23070202
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Dienstag 20. August 2019, 12:27 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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20.08.2019  Zitat: Roter Sterns Aufschwung dank Superman
YB-Gegner Roter Stern Belgrad läuft es seit 2017 wieder ausgezeichnet. Baumeister des Erfolges ist Trainer Vladan Milojevic.
Es ist gar nicht so lange her, dass Roter Stern Belgrad in Europa ein Mitläuferverein war. Im Sommer 2016 schied Roter Stern in der Europa-League-Qualifikation gegen Sassuolo chancenlos aus, im Auswärtsspiel waren die Belgrader derart inferior, dass sie mit einer 0:3-Niederlage noch gut bedient waren.
Und ein Jahr zuvor bedeutete bereits die erste Runde gegen Kairat aus Kasachstan Endstation (Gesamtskore 1:4). Zehn Jahre lang gelang es Roter Stern nicht mehr, sich für eine europäische Gruppenphase zu qualifizieren.
Gleichzeitig mit der sportlichen Krise gab es schwere Turbulenzen im Management und eine hohe Verschuldung – sowie 2014 sogar eine Uefa-Sperre wegen Verstosses gegen das Financial Fairplay. Ausgerechnet nachdem der Titel gefeiert wurde und die Fans von «Crvena Zvezda» der Champions-League-Ausscheidung entgegenfieberten.
Zwei starke Saisons
Der Weg zurück in die Erfolgsspur gelang dank cleveren Entscheidungen der sportlichen Leitung, angeführt von Generalsekretär Zvezdan Terzic. Sowie – das ist ein offenes Geheimnis – aufgrund der Unterstützung des aktuellen Regimes. Aleksandar Vucic, der Serbien praktisch im Alleingang regiert, ist ein grosser Fan von Roter Stern. Die Konkurrenten, insbesondere Rivale Partizan, beschweren sich regelmässig über die angebliche Bevorzugung Roter Sterns in vielen Bereichen.
Für die Anhänger und Medien ist Trainer Vladan Milojevic zweifellos ein Held – und der Hauptgrund für das Comeback des 29-fachen Meisters im früheren Jugoslawien und in Serbien. Der ehemalige Verteidiger, der den grössten Teil seiner Spielerkarriere in Griechenland verbrachte (unter anderem beim Spitzenklub Panathinaikos) erhielt 2017 die Chance bei Roter Stern – nachdem er etwa bei Cukaricki Belgrad und Panionios Athen saubere Arbeit geleistet hatte.
Was Milojevic bisher erreicht hat, ist beachtlich. In zwei Saisons gewann Roter Stern souverän den Meistertitel, in beiden Jahren gelang die Qualifikation für eine Gruppenphase: 2018 in der Europa League, 2019 erstmals in der stolzen Vereinsgeschichte in der Champions League.
Vor zwei Jahren schaffte Belgrad in einer Gruppe mit Arsenal, Köln und Bate Borrissow den Sprung in die Sechzehntelfinals, ehe ZSKA Moskau Endstation bedeutete (0:0 zu Hause, 0:1 auswärts). Roter Stern überwinterte erstmals nach 26 Jahren (!) europäisch. 1991 noch hatte der ruhmreiche Verein mit einer Jahrhundertmannschaft um Robert Prosinecki, Dejan Savicevic, Vladimir Jugovic, Sinisa Mihajlovic und Darko Pancev den Europapokal der Landesmeister gewonnen.
Sieg gegen Liverpool
In der Königsklasse hatte Roter Stern letztes Jahr Lospech und erwischte die schwierigste Gruppe (Liverpool, Paris Saint-Germain, Napoli). Bei PSG gab es ein 1:6, doch vier Punkte waren ein ordentliches Resultat. Mit dem sensationellen 2:0 gegen den späteren Champions-League-Sieger Liverpool als Höhepunkt.
Trainer Milojevic hat ein solidarisches, kampfstarkes Team geformt. Abseits vom Spielfeld ist er kein Mann der grossen Worte. Der Spagat zwischen attraktivem und pragmatischem Fussball ist dem 49-Jährigen bisher gut gelungen. Als er eine Brille mit schwarzem Rahmen trug, bekam Milojevic von den Belgrader Medien sogar die Spitznamen Clark Kent und Superman.
Als Roter Stern Belgrad erfuhr, dass YB der Gegner im Playoff sein werde, meinte Generalsekretär Terzic, der Schweizer Meister sei der härteste aller möglichen Gegner. Coach Milojevic teilt auf Nachfrage dieser Zeitung die Meinung seiner Chefs: «Es handelt sich um ein starkes Team, bei dem man, so glaube ich, noch immer den Stempel von Adi Hütter sieht. Hütter ist jemand, der mich inspiriert und auch auf meine Trainerkarriere einen Einfluss hat.»
Marin und Boakye wichtig
In der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League setzte sich Roter Stern Belgrad zuletzt gegen den FC Kopenhagen nach einem verrückten Elfmeterschiessen auswärts mit dem 22. Penalty durch. Zu Hause war Belgrad klar besser gewesen, in Dänemark musste das Team leiden, die zwei 1:1 entsprachen insgesamt den Kräfteverhältnissen. Auch gegen YB, so glauben die Clubverantwortlichen, werde es eng und spannend werden.
Ein Schlüsselspieler bei den eingespielten, stabilen Serben ist ohne Frage Marko Marin. Der Frankfurter mit serbischen Wurzeln bestritt einst 16 Länderspiele für Deutschland, fühlt sich in Belgrad offensichtlich sehr wohl und geniesst seinen Starstatus im Verein sowie bei den Fans. Seit seiner Kindheit ist Marin selber Roter-Stern-Anhänger.
Auch Mittelstürmer Richmond Boakye (55 Treffer in 74 Einsätzen für Roter Stern) kommt nach einem Formtief nach seiner Rückkehr aus China wieder in Fahrt. Beim 1:1 in Kopenhagen erzielte er nach einer Flanke von Marin das 1:0. «Es liegt an mir, Tore zu schiessen. Das werde ich auch gegen YB machen», sagte Boakye in einem Interview mit der Belgrader Sporttageszeitung «Sportski zurnal».
Torwart Milan Borjan, der in Kopenhagen drei Elfmeter parierte, sowie Abwehrchef Milos Degenek sind weitere Leistungsträger. Degeneks Partner in der zentralen Verteidigung, Nemanja Milunovic, ist nach seiner Gelb-Roten Karte in Kopenhagen am Mittwoch ebenso gesperrt wie Aufbauer Dusan Jovancic. Im Kader stehen einige grosse Talente wie Radovan Pankov, der Milunovic in Kopenhagen ersetzte und auch zwei Penaltys verwandelte.
In der Liga souverän
Vor dem Hinspiel in Bern hat Roter Stern nochmals aufgerüstet. Am Sonntag verpflichteten die Belgrader den Flügel Mateo Garcia von Las Palmas für eine Ablösesumme von knapp zwei Millionen Franken, er soll etwa 600'000 Franken im Jahr verdienen. Ob der von vielen Vereinen umworben gewesene Argentinier bereits am Mittwoch in der Startformation sein wird, ist offen.
In Form jedenfalls ist Roter Stern Belgrad auch in der nationalen Liga. Am Samstag resultierte nach einem späten Treffer ein 3:2 bei Spartak Subotica, es war der vierte Sieg im vierten Saisonspiel – wobei zahlreiche Stammspieler für die Begegnung in Bern geschont wurden. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/25375479
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shalako
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Verfasst: Dienstag 20. August 2019, 12:30 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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20.08.2019  Zitat: Skandalakte von Terzic
Roter-Stern-Boss beleidigte Shaqiri und war im Gefängnis
Zvezdan Terzic ist der starke Mann von Roter Stern. Er ist es, der Xherdan Shaqiri vor einem Jahr vor der Reise nach Belgrad warnte. Ein Ex-Fussballer, der als Funktionär monatelang im Gefängnis sass. Jetzt geht es gegen YB.
Vor einem Jahr. Kaum ist die Auslosung für die Champions-League-Gruppenphase über die Bühne, entbrennt die Polemik. Liverpool und Roter Stern Belgrad werden in dieselbe Gruppe gelost. Was bedeutet: Xherdan Shaqiri, der die Serben aus ihrer Sicht mit seinem Doppeladler-Jubel nach dem 2:1-Siegtreffer an der WM in Russland beleidigt hat, soll im Marakana auflaufen.
Oder besser doch nicht? Am weitesten geht Terzic, Geschäftsführer und oberster Sportchef des serbischen Traditionsklubs. Schon Anfang September sagt er, dass er sich nicht vorstellen könne, dass jemals ein albanisch-stämmiger Spieler für Roter Stern spiele. «Ich denke, Shaqiri wird unter unglaublichem psychologischem Druck stehen, weil er weiss, woher er kommt. Er weiss, dass Roter Stern ein Symbol Serbiens ist und dass er im Schlund des Marakana spielen wird.» Sollte er doch auflaufen, würde er kleiner sein als Mohnsamen, so Terzic weiter. Dann krebst Terzic ein wenig zurück: «Roter Stern muss alles versuchen, um Shaqiri das Gefühl zu geben, dass er wegen des Fussballs gekommen ist. Es ist unsere Pflicht ihn vor unvorhersehbaren Situationen zu schützen. Also lasst uns gute Gastgeber sein!»
«Er wollte Provokationen verhindern»
Shaqiri selbst lässt kurz darauf verlauten, vor niemandem Angst zu haben. Dennoch kursieren erste Gerüchte, dass er auf die Reise nach Belgrad verzichten werde. Sofort schlagen dieselben serbischen Zeitungen zu, die zuvor Shaqiri aufgefordert hatten, nicht mitzureisen: «Der Albaner hat die Hosen voll», titelt eine.
Kurz vor dem Spiel entscheidet Jürgen Klopp: Xherdan fliegt nicht mit. Um ihn vor den Anfeindungen zu beschützen. «Wir haben die Spekulationen gelesen und gehört, was für einen Empfang Shaqiri bekommen könnte», so Klopp. Anderntags schiebt der Deutsche nach, was Realität ist: «Politik beeinflusst das Leben immer, zumindest auf dem Planeten, auf dem ich lebe.»
Und Terzic, der Scharfmacher? Wie sah er das Fehlen Shaqiris im Nachhinein? Blic-Journalist Darko Nikolic: «Terzic erklärte, dass es zu grossen Spannungen hätte kommen können, wäre Shaqiri aufgelaufen. Solche nationalistischen Probleme könnten schnell ausarten. Eine kleine Provokation vor 50'000 Fans reiche da. Er habe das verhindern wollen.»
7 Monate im Gefängnis
Terzic selber ist kein Kind von Traurigkeit. Er spielte selber Fussball auf Profi-Ebene, vor allem bei OFK Belgrad. Drei Jahre lang war er Verbandspräsident von Serbien und Montenegro und nach Auflösung des Staatenbundes von Serbien. Von diesem Amt trat er aufgrund eines Haftbefehls und Druck der Öffentlichkeit zurück. Vorwurf: Amtsmissbrauch. Er soll beim Transfer von Vanja Grubac zum HSV 500 000 Euro in die eigene Tasche gesteckt haben.
2008 wird er in Montenegro verhaftet, unter dubiosen Umständen aber wieder freigelassen. Als neue Veruntreuungs-Anschuldigungen auftauchen, unter anderem im Fall des Wechsels von Branislav Ivanovic zu Lok Moskau, wird Terzic international gesucht. 2010 stellt er sich der serbischen Polizei. Nach eigenen Angaben, um seine Unschuld zu beweisen, da ihm 12 Jahre Haft drohten. Nach sieben Monaten Haft wird er gegen eine Kaution von einer Million Euro freigelassen. Das Verfahren wird schliesslich aus Mangel an Beweisen eingestellt – kein einziger der vorgeladenen Zeugen, vor allem Spieler, vor Gericht aussagte.
Terzic wird wieder Präsident von OFK Belgrad. Seit 2014 ist er CEO von Roter Stern. Doch auch da sorgt er weiter munter für Skandale. So wird er im Oktober 2014 für sechs Monate gesperrt, weil er einen Schiedsrichter angegriffen hat. 2015 tritt er zurück (kehrt aber kurz darauf zurück). Es gibt Gerüchte über Einschüchterungsversuche von Spielern in deren Garderobe. Im Spiel OFK Belgrad gegen Roter Stern führt das Heimteam zur Pause 2:0. Dann sollen dubiose Typen in der Kabine von OFK aufgetaucht sein. In der zweiten Halbzeit schiesst Roter Stern sechs Tore…
Keine «Problemspieler» bei YB
Zurück zum Spiel vom Mittwoch. Selbstverständlich hat das serbische Boulevard-Blatt «Blic» gleich recherchiert, ob bei YB Spieler mit albanischem Hintergrund im Kader stünden. Man sei dann über einen Namen gestolpert: Taulant Seferi. Nikolic: «Aber zum Glück ist der an Xamax ausgeliehen…» So habe YB keinen «Problemspieler» im Kader. Das wird auch Terzic gemerkt haben.
Übrigens: Roter Stern gewann sensationell 2:0 gegen Liverpool ohne Shaqiri. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 74275.html
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