 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
Bierflasche
|
Verfasst: Donnerstag 13. September 2018, 22:35 |
|
Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21 Beiträge: 3440 Wohnort: In der Brauerei
|
Fünfte Begegnung im Schweizer CupAm Samstag, 15. September 2018, treffen die Young Boys und der FC Schaffhausen zum fünften Mal in der Geschichte des Schweizer Cups aufeinander. Die 1/16-Final-Partie in Schaffhausen wird um 19:00 Uhr angepfiffen. 1953 begegneten sich YB und Schaffhausen zu ersten Mal im Cup. Im Viertelfinal trennten sich die beiden Teams am 15. Februar in Bern mit einem 1:1-Unentschieden nach Verlängerung (Torschützen: Bähler II und Perazza). Es kam es zu einem Wiederholungsspiel am 1. März in Schaffhausen, Sing und Meier schossen die YB-Tore zum 2:0-Sieg. YB wurde in diesem Jahr Cupsieger. 1980 kam es im 1/16-Final zur Paarung Schaffhausen - YB. Berkemeier und Schönenberger schossen die Young Boys am 26. Oktober zu einem 2:0-Sieg in Schaffhausen. 1988 musste YB eine empfindliche Niederlage einstecken. Schaffhausen gewann den Cup-Halbfinal im Wankdorf am 10. Mai mit 1:0, Filomeno hatte nach 77 Minuten mit einem tückischen Weitschuss getroffen. Schaffhausen unterlag später im Final den Grasshoppers mit 0:2. Am 9. April 1991 war Schaffhausen im Achtelfinal erneut im Wankdorf zu Gast. YB gewann mit 3:0, Jakobsen, Fimian und Hänzi schossen die Treffer bereits vor der Pause. YB stiess in diesem Jahr bis in den Final vor und unterlag dort dem FC Sion mit 2:3. In der Meisterschaft kam es zuletzt im Jahr 2007 zu einem Aufeinandertreffen mit Schaffhausen. YB gewann am 21. April im Stade de Suisse nach Treffern von Raimondi und Häberli mit 2:0. (Matchtelegramm): http://www.bscyb.ch/cgi-bin/dynamisch/a ... m?id=13660
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 15. September 2018, 22:45 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
15.09.2018  Zitat: Das Spiel des Jahres kann beginnen
David gegen Goliath. Der FC Schaffhausen gegen die Young Boys Bern. Heute (19 Uhr) kommt es zum Cup-Kracher im Lipo-Park. Selbst aus Australien reisen Fans extra an für diesen heissen Match.
Den letzten Ernstkampf daheim gegen die Young Boys Bern absolvierte der FC Schaffhausen am 7. April 2007, damals noch in der Super League und im altehrwürdigen Stadion Breite. Das Ergebnis: 1:0 für den Gast. Der Torschütze für die Berner: In der 87. Minute schoss Hakan Yakin den Siegestreffer, wohlgemerkt per Kopf. Nach über elf Jahren kommt es nun also mal wieder zu einem direkten Vergleich, der Cup-Knüller elektrisiert die Spieler und Fans des FC Schaffhausen. Anstoss der Partie ist um 19 Uhr im Lipo-Park.
Die Zuschauerzahl: Der FC Schaffhausen hat schon über 3000 Tickets im Vorverkauf absetzen können. Die erhoffte Zuschauerzahl von 4000 bis 5000 Fans dürfte geknackt werden. «Wir freuen uns auf ein volles Haus», sagt FCS-Geschäftsführer Marco Truckenbrod Fontana. Dazu beitragen werden auch die YB-Fans. Ein Sonderzug mit Platz für 700 Berner Fans rollt gen Schaffhausen. Und wer die treuen Anhänger kennt, der weiss: Viele Plätze werden nicht frei bleiben. Für Schaffhauser-Fans gilt, dass online keine Tickets mehr erworben werden können, da keine «Print@Home-Billets» angeboten werden. Zwei Stunden vor Spielbeginn öffnen die Kassen direkt am Stadion, dort können weiterhin bis zum Spiel Tickets erworben werden.
Die Anfahrt: Bis gestern Abend war die Anfahrt zum Lipo-Park auch mit dem Auto noch ohne grössere Probleme möglich. Doch direkt zum Spiel wird aufgrund von Bauarbeiten bei der Autobahnausfahrt Herblingen die Ausfahrt zum Stadion gesperrt sein. Für alle, die mit dem Auto anreisen, wird die Ausfahrt Schaffhausen Nord empfohlen, weiter geht es dann über den Ebnat Richtung Stadion. Der VIP-Parkplatz befindet sich wie gewohnt beim Marquart-Areal. Da die Parkplätze gleich neben dem Stadion beschränkt sind, wird der Parkplatz beim Einkaufszentrum Herblinger Markt zur Verfügung gestellt. Mit dem Bus wird die Haltestelle Herblinger Markt empfohlen. Der Zug hält wie gewohnt direkt am Lipo-Park.
Die Aufstellungen: YB-Sportchef Christoph Spycher kündigte im SN-Interview an, dass es vonseiten des Meisters keine Experimente geben wird. «Das ist für uns kein Freundschaftsspiel zum Testen, wir wollen unbedingt gewinnen», sagt der Ex-Nationalspieler. Auch FCS-Coach Boris Smiljanic will keine grundlegenden Änderungen vornehmen. Bis auf die verletzten Imran Bunjaku, Yannick Helbling und Helios Sessolo sind alle Spieler fit. «Im Training herrschte eine positive Stimmung. Wir sind nicht nervöser als sonst, ich habe ein gutes Gefühl», sagt Smiljanic.
1987 gewann YB letztmals den Schweizer Cup. 1988 verloren die Berner dann den Halbfinal gegen Schaffhausen (1:2).
Die FCS-Taktik: « Ich habe mir ein bisschen was vom FC Biel abgeschaut. Mal schauen, ob wir das umsetzen werden», sagt Taktik-Fuchs Smiljanic. Denn der Erstligist hatte in der 1. Runde den amtierenden Meister am Rande einer Blamage, erst in der Verlängerung verloren die Seeländer mit 2:3. Das Vorgehen: defensiv kompakt stehen, mit schnellen Kontern nach vorn. Und dann müssen die Offensivkräfte effizient sein. «Wenn wir ein frühes Tor erzielen, wird YB nervös», weiss FCS-Spielmacher Miguel Castroman. Doch nur hinten reinstehen wird keinen Erfolg bringen, warnt Smiljanic. «Wir müssen uns auch situativ immer wieder befreien und versuchen, selbst das Spiel zu machen.»
Die Vorbereitung: Heute Morgen treffen sich die FCS-Spieler zu einem lockeren Aufgalopp. Danach gibt es ein gemeinsames Mittagessen. Die Ruhephase findet direkt im Lipo-Park statt, seit letzter Saison wurden dort provisorische Betten installiert, «Natürlich ist es ein besonderes Spiel, aber wir brauchen nicht nervös zu werden», sagt Coach Smiljanic. Gestern übten die FCS-Akteure noch das Penaltyschiessen. «Wir haben gute Schützen», erklärt Smiljanic. «Bis auf einen Spieler haben alle getroffen.»
Der Glücksbringer: Der FCS hat in seinen Reihen einen Funktionär, der genau weiss, wie man die Young Boys besiegt: Sportchef Axel Thoma. Dreimal trat der 54-Jährige gegen die Berner im Cup an, drei Siege resultierten daraus: als Spieler mit dem FCS (1:0), als Sportchef mit Wil (2:1) sowie als Trainer des FC Wil (4:3 nach Verlängerung). Schafft Glücksbringer Thoma seinen vierten Coup? «Wir wollen Nadelstiche setzen», sagt FCS-Präsident Aniello Fontana – und erinnert sich auch noch an den Sieg im Jahr 1988, als im Halbfinal des Cups die Hauptstädter besiegt wurden. «Ich sehe Filomenos Schuss noch heute vor mir.»
Der Präsident: Gesundheitlich ist Aniello Fontana seit Längerem angeschlagen, seine Tumor-Erkrankung erfordert aktuell wieder eine intensivere Behandlung. Den Cup-Fight will er aber unbedingt live erleben. «Er hat sich gefreut, als ich ihm von den bereits verkauften Tickets erzählte. Wir werden eine tolle Stimmung haben, das will Aniello miterleben», weiss Schwiegersohn Marco Truckenbrod Fontana.
Schaffhauser Wurzeln: Aufseiten des FCS spielt mit Miguel Castroman ein waschechter Berner mit, der sogar noch den Young Boys gehört und an Schaffhausen verliehen ist. Aber auch im YB-Team gibt es «Schaffhauser Stallgeruch». So hat sich Stürmer Christian Fassnacht bereits in den Notizblock von Nationalcoach Vladimir Petkovic gespielt. Seine väterlichen Wurzeln liegen in der Region. «Der Heimatort von seinem Vater Reinhard ist Löhningen, und aufgewachsen ist er in Guntmadingen», berichtet SN-Leser Jörg Schwaninger – und führt aus: «Fussball gespielt hat er in Beringen. Nach der Lehre ist er weggezogen.»
Die weiteste Anreise: Der Cup-Kracher ist speziell für den Schaffhauser Anhang das Spiel des Jahres. Da nimmt man dann einiges in Kauf, um live dabei zu sein. Einmal um die halbe Welt? Einen Flug von über 20 Stunden? Diese Tortur nimmt der Schwiegervater von Marko Nastevski auf sich und reist aus Australien an. «Er ist seit der Kindheit ein Fan von YB», erzählt Nastevski, der selbst einmal in der Jugend beim FC Schaffhausen spielte. So war der Cupmatch der Auslöser für einen Besuch in Schaffhausen, bis zum 10. Oktober wird in der Region Ferien gemacht. Zum Spiel geht nun eine «Männerkombo», so ist auch der Vater von Marko Nastevski am Start. «Das wird ein tolles Erlebnis», sagt der FCS-Fan – und Nastevski hat sogar Hoffnung. «Ich spekuliere auf einen 1:0-Sieg des FCS. Auch wenn es schwer wird, ich glaube dran.» https://www.shn.ch/sport/fussball/2018- ... n-beginnen
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 15. September 2018, 22:47 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
15.09.2018  Zitat: YB-Star will heute Revanche nehmen
Für Schaffhausen war Fassnacht Challenge-League-untauglich
Christian Fassnacht hat so seine Geschichte mit Schaffhausen. Und die ist nicht nur positiv.
Anfang 2014. Dass der Weg des Thalwilers zum Fussballprofi scheinbar in den Auswahlen des FCZ geendet hat und nun in der Sackgasse Thalwil feststeckt, will der 20-Jährige nicht akzeptieren.
Sein damaliger Coach Jérôme Oswald organisiert ihm Probetrainings bei Challenge-League-Klub Schaffhausen. Der Trainer dort: Maurizio Jacobacci. «Zwei Monate lang bin ich nach Schaffhausen gefahren, um mich dort aufzudrängen. Bis mich Jacobacci in sein Büro rief und sagte: Wir machen das! Wir setzen einen Vertrag auf.»
Die Freude beim Zürcher ist riesig. «Doch zwei Tage später rief mich Jacobacci an und beschied mir, dass es doch nichts werde mit dem Vertrag. Dass es doch nicht ganz reiche und ich mich zuerst weiter in der ersten Liga bewähren solle.»
Challenge-League-untauglich! Der nächste Rückschlag nach dem Befund U17-untauglich durch den FCZ. Doch Fassnacht lässt sich nicht kleinkriegen. Via Tuggen landet er doch noch in der Challenge League, bei Winterthur. Danach eine Liga höher in Thun und bei YB. Nun wird er am Mittwoch in der Champions League gegen Manchester United spielen und klopft an die Türe der Nationalmannschaft. Gegen Island und England stand er schon mal auf Pikett.
Doch das ist nicht die ganze Beziehung, die der Flügel zu Schaffhausen hat. «Mein Vater ist Schaffhauser», sagt Fassnacht. «Er wuchs dort auf und so waren wir in den Ferien immer wieder mal dort. Von daher habe ich eine enge Bindung zur Munotstadt.» So gesehen ist das heutige Cupspiel also durchaus auch ein bisschen ein Nach-Hause-Kommen für Fasi. Und eine kleine späte Revanche für den geplatzten Vertrag. https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 58235.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 15. September 2018, 22:48 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
15.09.2018  Zitat: Castroman mit Schaffhausen im Hoch
Schiesst eine Leihgabe die Young Boys aus dem Cup?
Erstmals in seinem Leben spielt Miguel Castroman gegen YB. Als Spion ist die YB-Leihgabe aber ungeeignet …
Wenn einer die Gabe hat, als Überflieger in eine Saison zu starten, dann der Schweiz-Spanier Miguel Castroman. Letzte Saison: 5 Tore aus den ersten 7 Spielen für den FC Schaffhausen. Diese Saison: 6 Tore aus 6 Spielen. «Es sieht wirklich so aus, als sei ich da ein Spezialist», sagt der offensive Mittelfeldspieler.
In der Challenge League sind Castroman-Tore zur Normalität geworden: 14 in 38 Spielen für die Munotstädter. In der Super League hingegen klappte es nicht so recht: 5 Kurzeinsätze für YB 2015/16. 92 Einsatzminuten. Seither wird der Mann, dessen Familie aus Galicien stammt, ausgeliehen. Zuerst anderthalb Saisons nach Wohlen. Jetzt steht er in der zweiten für Schaffhausen. Befürchtet er – mittlerweile 23-jährig – zum ewigen Talent zu werden? Zu gut für die Challenge League, zu wenig gut für die Eliteliga? «Nein. Ich unternehme ja alles, damit das nicht so wird», sagt Castroman.
Und vielleicht hat seine Zukunft dieselben Farben wie diejenigen, die er aktuell verteidigt: Gelb und Schwarz. «Ich habe von YB aber nichts gehört», sagt er. Muss er auch nicht, wenn ihn die Berner nicht in der Winterpause zurückholen wollen. Denn sein Vertrag läuft im Sommer aus. Real-Fan Castroman bleibt cool: «Die Saison ist ja noch lang.»
Und jetzt steht das erste Highlight bevor. In diesem kann er sich endgültig ins Bewusstsein von YB-Sportchef Christoph Spycher zurückschiessen. Nervös, vor dem allerersten Auftritt gegen seinen Stammklub? «Nein. Da ist nur Vorfreude.» Wirklich nicht mehr? Es ist YB! Der Meister. Der Champions-League-Klub. Sein Klub! «Nein, echt. Das ist für mich ein normales Spiel. Wenn wir weiterkommen: toll. Und sonst hat es halt nicht gereicht.» https://www.blick.ch/sport/fussball/cup ... 56998.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 15. September 2018, 22:52 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
15.09.2018  Zitat: Vor Cupknaller gegen YB
Smiljanic: «Der Champagner ist kaltgestellt»
Boris Smiljanic verdankt seinen Job beim FC Schaffhausen der Massnahme, seine Spieler neben dem Platz an der langen Leine zu lassen.
Noch Ende März 2018 sah die Welt für Schaffhausen-Trainer Boris Smiljanic düster aus. Sein Präsident Aniello Fontana informierte ihn, dass er nach der Saison gehen muss. «Unabhängig von der Rangierung», wie Fontana damals betonte.
Von A bis Z nach Smiljanic
Ein knappes halbes Jahr später hat sich der Nebel verzogen und Smiljanic ist noch immer Trainer beim FCS. «Das war ein Befreiungsschlag», ordnet der 41-Jährige im Nachgang diese «Entlassung» ein. Der ehemalige Nationalspieler habe sich gesagt, nun sowieso nichts mehr zu verlieren zu haben. Darum entschied er, «es von A bis Z auf dem Weg Smiljanic durchzuziehen».
Der ehemalige GC- und Basel-Verteidiger änderte in der Folge alte Gewohnheiten, die zum Teil noch von Ex-Trainer Murat Yakin übrig geblieben waren. Neben taktischen Änderungen gab er den Spielern vor allem mehr Freiraum abseits des Platzes. 25 Punkte aus 11 Spielen zeigen die Wirkung der Massnahmen Smiljanics, welcher doch noch ein Angebot zur Vertragsverlängerung vorgelegt bekam. Knallen die Schaffhauser Korken wie 1988?
Nun möchte Smiljanic auch im Cup-1/16-Final gegen Meister YB für Furore sorgen. «Wir wollen den Miesepeter spielen», gibt er sich vor dem Duell der beiden Gelbschwarzen kämpferisch. Vorbereitet für den Coup wären die Munotstädter jedenfalls: «Wir haben immer eine Flasche Champagner im Kühlschrank, falls etwas Aussergewöhnliches passiert.»
Vor 30 Jahren zeigten die damals ebenfalls unterklassigen Schaffhauser, was gegen YB möglich ist und schlugen die Berner im Cup-Halbfinal. https://www.srf.ch/sport/fussball/schwe ... ltgestellt
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 15. September 2018, 22:55 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
15.09.2018  Zitat: Castroman vor seinem Spiel des Jahres
Am Samstag geht es für Miguel Castroman im Cup gegen die Young Boys – ein entscheideneds Spiel für die YB-Leihgabe beim FC Schaffhausen.
Der junge Mann kommt ziemlich cool rüber. Zwei Stunden dauerte die Kältetherapie, zwischenzeitlich steht und bibbert man da bei minus 110 Grad, das regeneriert, ist gut für die Muskeln. Aber eigentlich läuft Miguel Castroman gerade richtig heiss. Oder wie er sagt: «Ich habe einen guten Moment.»
Ausser beim Saisonauftakt Mitte Juli hat der 23-Jährige für den FC Schaffhausen in der Challenge League in jeder Partie getroffen: Sechs Tore in acht Auftritten sind das, inklusive der ersten Cuprunde, dazu ein Assist. Immer stand er in der Startelf, sechs von sieben Malen hat er durchgespielt. Castroman ist da, wo er sein will, ist eine feste Grösse auf seiner Lieblingsposition hinter den Spitzen.
Aber eben, der Moment. Vor einem Jahr startete er ähnlich gut, unter Murat Yakin perfektionierten die Schaffhauser zeitweise den Konterfussball. Dann folgte Yakin dem Ruf der Grasshoppers (wo er sich auch nur acht Monate hielt), Boris Smiljanic übernahm, es musste sich alles wieder aufs Neue einspielen.
Und dann geschah mal wieder, was Castroman selber als «Unterbruch» bezeichnet. «Davon hatte ich einfach zu viele in meiner Vergangenheit.» Eine Oberschenkelblessur war es, drei, vier Wochen Pause. Und zuvor war es mal eine Sprunggelenkverletzung, dann ein Trainer, der nicht auf ihn setzte, dann ein kurzes, unerklärliches Leistungstief.
All das sind mit Gründe dafür, dass der junge Mann am Samstag sein Spiel des Jahres hat – und nicht am Mittwoch. Am Samstag empfängt Schaffhausen im Cup YB. YB, das ist die eigentliche Heimat von Castroman, der Club, bei dem er alle Nachwuchsstufen durchlief, bei dem er noch immer unter Vertrag ist und der am Mittwoch zu Hause in der Champions League gegen Manchester United eine der grössten Partien der Vereinsgeschichte spielt.
Klar, auch er wird am Mittwoch im Stade de Suisse sein, nach Möglichkeit auch an den anderen Spielen. Mit dem Gedanken, dass er am Samstag auch auf der anderen Seite stehen könnte, hält sich Castroman nie lange auf. «Der Fussballer lebt im Moment», sagt er, «und eben: Ich geniesse gerade einen guten.»
Denn auch der neue Trainer setzt auf ihn – und lässt einen Fussball spielen, der dem kleinen, wendigen Feinfuss mit spanischen Wurzeln noch mehr entgegenkommt: Es zählt viel Ballbesitz, «wir versuchen, sehr gepflegt und den Ball auch unter Druck flach und kurz zu spielen». Smiljanic setzt den filigranen Berner hinter den zwei kräftigen Spitzen ein, dem aus Italien gekommenen Mamadou Tounkara und der Teamstütze Karim Barry. Castroman ist der klassische Ballverteiler, mit allen nötigen Freiheiten.
Was ist im Sommer?
Dass Schaffhausen aus den ersten sechs Partien in der Meisterschaft nur acht Punkte totalisiert, schiebt Castroman auf den riskanten Fussball, den seine Mannschaft spielt. «Das muss sich noch finden. Aber wenn es bei uns läuft, sind wir schwer zu schlagen.»
«Das muss sich noch finden. Aber wenn es bei uns läuft, sind wir schwer zu schlagen.»Miguel Castroman
Und wenn bei Schaffhausen alles und bei YB kaum etwas klappt, nur dann liegt am Samstag im Lipo-Park (2016 absolvierte der FCS die letzte Partie im alten Breite-Stadion) eine Überraschung drin. «YB ist so gut und so breit besetzt, wie wohl noch nie», sagt Castroman anerkennend.
Für den früheren Breitenrain-Junior wird es nächsten Sommer, wenn der Vertrag mit YB ausläuft, nicht einfach, sich einen Platz bei den Bernern zu ergattern. Eine nächste Station in der Challenge League, ein Versuch in der Super League – beides scheint möglich. In der obersten Spielklasse ist Castroman bislang auf fünf Einsätze gekommen – alle 2015 bei YB unter Adi Hütter. «Ich schaue, was der nächste Moment bringt», sagt Castroman, ruhig, abgeklärt. Cool halt.
Die sechs Leihspieler der Young Boys
Das Engagement auf Leihe ist auch bei den Young Boys längst fixer Bestandteil im Weiterentwicklungsplan der Talente. Momentan gibt es sechs Fussballer, die bei YB unter Vertrag stehen, aber anderswo zu mehr Spielzeit zu kommen versuchen – die allermeisten von ihnen in der Challenge League.
Nicolas Bürgy kam nach leihweisen Engagements bei Wohlen und Thun im letzten Moment der Transferperiode beim FC Aarau unter. Der Verteidiger steht beim ambitionierten, aber brutal schlecht gestarteten Club (noch kein einziger Punkt aus sechs Spielen) vor einer heiklen Saison. Genauso wie Linus Obexer: Der Aussenverteidiger versucht sich nach einer guten Saison bei Schaffhausen nun bei den Aarauern.
Beim FC Winterthur ist der zuletzt oft verletzte Taulant Seferi untergekommen. Dort, wo der heutige YB-Stammgoalie David von Ballmoos einst seine Karriere so richtig lanciert hat – und bei der schmachvollen Cupniederlage der Berner vor eineinhalb Jahren noch zum Kader der Winterthurer gehörte.
Ein weiteres Beispiel für ein geglücktes Leihengagement ist Grégory Wüthrich. Vor drei Jahren kam er bei GC in einer Halbsaison neunmal zum Einsatz – und reifte nach dem Abgang von Kasim Nuhu in diesem Sommer zum Stammspieler neben Captain Steve von Bergen.
Nebst Miguel Castroman in Schaffhausen sind auch Kwadwo Duah und Marko Dangubic noch verliehen.
Flügelspieler Duah (er fehlt derzeit verletzt) an Servette – und Mittelstürmer Dangubic an den FC Köniz in der Promotion League. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/19781956
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 15. September 2018, 22:58 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
15.09.2018  Zitat: «YB ist eine Macht, keine Übermacht»
von E. Tedesco - Beim FC Schaffhausen steigt am Samstag der Cup-Knüller gegen Meister YB. Trainer Boris Smiljanic will den prominenten Gast kitzeln.
«Ein Hammer-Los, nicht wahr?», sagt Axel Thoma und lacht. Der Geschäftsführer des FC Schaffhausen beobachtet das Team beim Morgentraining und scheint rundum zufrieden. Aber was meint Thoma mit Hammer-Los? Hammer, weil der Cup-Hit gegen YB ein grosses Zuschaueraufkommen verspricht? Oder Hammer, weil man mit dem amtierenden Meister und Champions-League-Teilnehmer YB den grössten Brocken gefasst hat, den man derzeit national bekommen kann?
«YB ist der härteste und spannendste Brocken», korrigiert Boris Smiljanic. «Je nach Formulierung – und ich formuliere gerne positiv», sagt der Schaffhausen-Trainer weiter. «Hart klingt nach: nicht machbar. Spannend ist mein Ausdruck für: Wir wollen sie kitzeln und versuchen, unseren Fussball auf den Platz zu bringen. Spannend ist auch, ob uns das gegen so eine Topmannschaft gelingt.»
Die Horror-Geschichte von Adrian Nikci
Obwohl YB am kommenden Mittwoch das erste CL-Gruppenspiel der Clubgeschichte gegen Manchester United bestreitet, glaubt Smiljanic, dass YB in Topbesetzung antreten wird. Der ehemalige GC-und FCB-Verteidiger muss indes auf seine Top-Leute wie Helios Sessolo (Kreuzbandriss), Imran Bunjaku (Knieprobleme) und Verteidiger Goran Jozinovic (Wade) verzichten. Einen Lichtblick am Horizont gibts bei Adrian Nikci.
«Er ist sehr weit. Die letzten Jahre waren der blanke Horror für so einen jungen Mann. Wir versuchen, ihn aus dem Dreck zu ziehen», sagt Smiljanic. Die Leidensgeschichte begann 2012, kurz nachdem Nikci zu Hannover gewechselt hatte. Er erkrankte an einer Hirnhautentzündung. Zwar wurde er nach einer Woche aus dem Spital entlassen, aber mit der Genesung dauerte es einige Zeit. Zu lange für die Bundesliga, wo der Konkurrenzkampf gross ist.
Von Hannover aus ging es für den heute 28-Jährigen im Winter 2014 für ein halbes Jahr zu Thun, danach für sechs Monate zu YB, 2015 weiter zu Nürnberg und danach zu Union Berlin. Immer wieder zeigte er gute Ansätze, war motiviert, aber der Durchbruch gelang nie. Im letzten Sommer wurde sein Vertrag in Berlin nicht mehr verlängert, er landete auf dem Abstellgleis. Im Sommer erinnerte man sich beim FC Schaffhausen an Nikci.
Nikci kann für Furore sorgen
«So eine Krankheit kann einem Menschen das ganze Leben versauen. Nach so einer Geschichte ist ein Spieler schnell abgestempelt. Adrian kann bei uns für Furore sorgen», so Smiljanic. «Bei mir steht der Mensch im Vordergrund. Wie gesagt: Wir versuchen ihn aus dem Dreck zu ziehen – bis zu den Knien haben wir ihn schon raus.» Und vielleicht reicht es für einen Teileinsatz gegen sein ehemaliges Team aus Bern.
Am Mittwochnachmittag hat der FCS-Trainer zusammen mit seinem Staff den Gegner analysiert und Videos zusammengeschnitten, die er seinen Spielern zeigt. Seine ersten Eindrücke sind, dass YB nicht mit lateinischem Kombinationsfussball brilliert. Die Berner würden Power, Geschlossenheit und Selbstvertrauen auszeichnen. «YB ist keine Übermacht, aber eine Macht», sagt Smiljanic.
Thoma geht nach dem Training zufrieden in sein Büro zurück. Und wie ist das nun mit dem Hammer-Los? Der FCS-Geschäftsführer frohlockt, denn im Vorverkauf sind fast 3000 Tickets weggegangen. Thoma hofft auf mindestens 4000 Zuschauer. Und wenn dann der Underdog die derzeit unwiderstehlichste Schweizer Mannschaft tatsächlich kitzeln könnte – das wäre für ihn dann erst richtig der Hammer. https://www.20min.ch/sport/fussball/sto ... --12581032
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 15. September 2018, 23:03 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
15.09.2018  Zitat: Heroische Leistung bringt nichts: Der FCS verliert gegen YB 2:3
Am Ende bleibt eine weitere bittere Cup-Niederlage: Der FC Schaffhausen muss sich gegen YB 2:3 geschlagen geben. Das entscheidende Tor erzielt Ali Camara in der 123. Minute. https://www.shn.ch/sport/fussball/2018- ... egen-yb-23
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 15. September 2018, 23:05 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
15.09.2018  Zitat: Schaffhausen verlangt Meister YB im Cup alles ab
Der Challenge-League-Club FC Schaffhausen bringt den Schweizer Meister YB im Cup-Sechzehntelfinal an den Rand einer Niederlage. Am Ende verlieren tapfere Schaffhauser mit 2:3 nach Verlängerung.
Schaffhausen - Young Boys 2:3 (2:2, 0:0) n.V.
5986 Zuschauer. - SR Schnyder. - Tore: 69. Sulejmani 0:1. 70. Del Toro 1:1. 87. Moumi Ngamaleu 1:2. 90. (90.+7) Nikci 2:2. 121. Camara 2:3.
Young Boys: Wölfli; Schick, Camara, Von Bergen, Benito; Fassnacht (60. Sulejmani), Sanogo, Sow (104. Garcia), Moumi Ngamaleu; Hoarau (90. Bertone), Assalé (60. Nsame).
Bemerkungen: Young Boys ohne Lotomba, Lauper (beide verletzt) und Mbabu (geschont). 45. Kopfball von Moumi Ngamaleu an die Latte. 68. Kopfball von Mendy (Schaffhausen) an den Pfosten. 80. Kopfball von Nsame an die Latte. 111. Pfostenschuss Garcia. https://www.toponline.ch/news/schaffhau ... b-0095894/
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Samstag 15. September 2018, 23:10 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
15.09.2018  Zitat: Verrückte Cup-Partie
YB zittert sich in Schaffhausen eine Runde weiter
Die Berner Young Boys schlagen den Challenge-League-Klub mit 3:2 n.V. und verhindern eine Cup-Blamage.
Am Ende konnte YB-Coach Gerardo Seoane aufatmen. Sein Team schaffte 4 Tage vor der Champions-League-Premiere gegen Manchester United den Einzug in den Cup-Achtelfinal. Der Sieg war wie bereits in der Runde zuvor gegen Biel jedoch hart erkämpft.
Meine grösste Sorge vor dem Spiel, dass der Schiedsrichter in Bern wohnt, hat sich leider bewahrheitet. Autor: Boris SmiljanicTrainer Schaffhausen
Camara erlöst YB in der 122. Minute
Erst ein Tor von Neuzugang Mohamed Camara in der 122. Minute, also unmittelbar vor dem drohenden Penaltyschiessen, brachte die Berner eine Runde weiter. Schaffhausen-Coach Boris Smiljanic haderte nach der Partie mit dem Unparteiischen: «Meine grösste Sorge vor dem Spiel, dass der Schiedsrichter in Bern wohnt, hat sich leider bewahrheitet. Und die zweitgrösste Sorge war, dass einer der Linienrichter auch aus dieser Region kommt.»
Smiljanic dürfte vor allem auf 2 Situationen anspielen:
- Unmittelbar vor dem 2:2 beging Nsame ein Handspiel, statt Freistoss gab es Corner, der dann dennoch zum Tor führte.
- Beim 3:2 verschaffte sich Camara womöglich einen Vorteil.
YB führte jedoch die feinere Klinge und beklagte nicht weniger als 3 Aluminiumtreffer. Jean-Pierre Nsame, Moumi Ngamaleu und Michel Aebischer scheiterten an der Torumrandung. FCS-Goalie Franck Grasseler zeigte zudem in den Schlussminuten einige Glanzparaden. Der Sieg war folglich verdient.
Den Gang in die Verlängerung hätte sich das Team von Gerardo Seoane aber durchaus ersparen können. Erst in der 98. (!) Minute der regulären Spielzeit kassierte der Meister den 2:2-Ausgleich. Der eingewechselte Adrian Nikci (Ex-FCZ) traf aus dem Gewühl. YB hatte sich nach dem vermeintlichen Siegtreffer durch Ngamaleu (87.) von der aufgeheizten Atmosphäre irritieren lassen.
YB-Goalie Marco Wölfli, der nur noch im Cup zum Einsatz kommt, wähnte sich während des ganzen Abends im falschen Film. Immer wieder schüttelte er den Kopf und stauchte seine Vorderleute zusammen. Als Miralem Sulejmani in der 69. Minute die Berner in Führung gebracht hatte, dauerte es nach Wiederanpfiff gerade einmal 12,6 Sekunden bis zum 1:1-Ausgleich durch Danilo Del Toro.
Schaffhausen geht die Kraft aus
Schaffhausen blieb auch in der Folge stets gefährlich. Auch zu Beginn der Verlängerung musste Wölfli mehrmals eingreifen. Erst in der letzten Viertelstunde ging dem Aussenseiter die Luft aus. Für YB geht die Reise im Wettbewerb weiter. Und damit lebt auch der Traum in der Hauptstadt vom ersten Cupsieg seit 1987. https://www.srf.ch/sport/fussball/schwe ... nde-weiter
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 44 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |