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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. August 2018, 11:52 |
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29.08.2018  Zitat: Dinamo-Trainer stinksauer
«Von fünf Schiris sieht keiner, dass es kein Penalty war»
Die Berner Young Boys triumphieren in Zagreb und ergattern sich das Ticket für die Champions-League-Gruppenphase. Die Verlierer hadern mit dem Schiedsrichter.
Es ist geschafft. YB nimmt am Dienstagabend die letzte Quali-Hürde und wird sich ab September mit den Grossen Europas messen. Die Bundeshauptstädter sind auf Wolke sieben. «Es fühlt sich fast wie der Meistertitel an», beschreibt Grégory Wüthrich seine Stimmungslage.
Während hierzulande gefeiert wird, herrscht in Kroatien Katerstimmung. Zagreb-Trainer Nenad Bjelica sagt: «Ich bin enttäuscht, weil ich den Eindruck habe, dass es die bessere Mannschaft nicht in die Champions League geschafft hat.» Es gehöre zum Fussball, dass manchmal das schwächere Team weiterkomme.
Bjelica glaubt den Grund für das Ausscheiden gefunden zu haben: Der Schiri hats verbockt! Die Szene, die beim 47-Jährigen Wutfalten auslöst, spielt sich in der 63. Minute ab. Assalé holt den YB-Penalty heraus, der die Wende einleitet.
«Von fünf Schiris sieht keiner, dass es kein Penalty war!», enerviert sich Bjelica gegenüber «24sata». Für ihn sei das Tackling «sauber» gewesen. Die Leser der kroatischen Boulevardzeitung sind gleicher Meinung. In einer Umfrage mit über 19'000 Teilnehmenden finden 68 Prozent, dass es kein Elfer war.
Es ist nicht die einzige Szene, die Bjelica hadern lässt. Der niederländische Referee Björn Kuipers habe auch zwei Minuten später ein schlechtes Händchen bewiesen.
Kurz vor dem 2:1 der Berner soll Fassnacht ein Hands am eigenen Strafraum begangen haben. Bjelica tobt: «Der Schiedsrichter steht zwei Meter daneben und sieht das nicht!» https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 83759.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. August 2018, 16:48 |
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29.08.2018  Zitat: Starker Auftritt von Kilchsperger und Co.
Teleclub ist bereit für die Champions League
Nicht nur YB hat gestern Abend gross aufgespielt. Auch Pay-TV-Sender Teleclub hat brilliert. Mit einer Einschränkung: Weniger wäre mehr!
Teleclub statt SRF, Studio Volketswil statt Leutschenbach, Pay- statt Free-TV. Willkommen in der neuen Schweizer TV-Realität. Wer gestern Abend YB beim Einzug in die Champions League zuschauen wollte, der musste zahlen. 7.50 Franken kostete der Match für diejenigen, die kein Abo hatten. Geld, das gut investiert war, wie ein Blick auf die gestrige Teleclub-Berichterstattung zeigt.
Der Gastgeber
Ein ungewohntes Bild: Roman Kilchsperger mit Krawatte. Der 48-Jährige führte souverän durch die Sendung. Nach dem Spiel liess er die YB-Fans im Studio jubelnd eine Ehrenrunde drehen. Dienstag-Spass statt Donnschtig-Jass – Kilchsperger ist der grosse Trumpf bei Teleclub.
Die Gäste
Marcel Reif, Rolf Fringer, Urs Meier, Mladen Petric, Pascal Zuberbühler – Teleclub hat gross angerichtet. Zu gross. Das Aussenstudio war unnötig. Als Kilchsperger das erste Mal nach Olten (warum Olten?) zum Public Viewing schaltete, waren die Tische halb leer. Und dass Teleclub-Moderator Gianni Wyler eine gelbschwarze YB-Brille anzog? Naja!
Der Kommentator
Nicht frech wie Sascha Ruefer, nicht mit Wortwitz wie Beni Thurnheer. Teleclub-Kommentator Beat Signer, Primarlehrer und ehemaliger Trainer des FC Ramsen, war nüchtern unterwegs und fiel kaum auf. Ein Kompliment für einen Kommentator. Die Tonprobleme in der zweiten Halbzeit? Pech.
Die Analyse
«Es nützt nichts, wenn du 50 Tore gegen Xamax und Thun schiesst. Jetzt müsste er liefern.» Das sagte Marcel Reif in der Halbzeitpause über Guillaume Hoarau. Worte, die offenbar in Zagreb ankamen. Nach dem beiden Hoarau-Toren analysierte Reif: «Grosse Spieler entscheiden grosse Spiele.»
Das Fazit
«Wann, wenn nicht jetzt?» Dieser Spruch von John F. Kennedy war laut Teleclub das Motto für YB. Auch der Pay-TV-Sender hat seine Chance genutzt. Und bewiesen, dass nicht nur das SRF gross anrichten kann. Einziger Makel: Zu viele Experten! Oder um es in den Worten von Winston Churchill, einem anderen grossen Politiker, zu sagen: «Eine gute Rede soll das Thema erschöpfen, nicht die Zuschauer.» https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 83771.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. August 2018, 16:49 |
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29.08.2018  Zitat: YB knackt den CL-Jackpot
Was machen Sie mit den 30 Millionen, Herr Spycher?
Dreissig Millionen! Da darf ein Sportchef doch von einem grossen Transfercoup träumen. Nicht so Christoph Spycher.
Es ist nicht ganz überraschend, wie Spycher nach der Qualifikation für die Champions League reagiert. Im Gegenteil. Er reagiert so, wie er ist: Geerdet. Ja bodenständig. «Das ist natürlich fantastisch! Aber unser Weg wird sich dadurch nicht ändern. Er hätte sich auch nicht geändert, hätten wir es nicht geschafft. Wir fahren so weiter, wie wir das seit zwei Jahren machen.»
Stolz sei er schon, sagt der ehemalige Bundesliga-Profi. «Eine tiefe Befriedigung ist absolut da! Aber vor allem für die Leute um mich herum und die Fans.»
Zurück zum Geld. Ein Sportchef, der weiss, dass er eben einen Dreissig-Millionen-Jackpot geknackt hat, muss doch überglücklich sein. Und von grossen Namen träumen. Nicht? «Das steht nicht im Vordergrund», sagt Spycher. « Es war ein guter Schritt für die mittelfristige Zukunft. Diese ist aber nicht von diesem Spiel abhängig. Wie gesagt: Unsere Identität wird sich nicht ändern.»
30 Millionen brutto. Zieht man die Unkosten ab wie Prämien, Reisen, Stadionorganisation, Sicherheit etc. bleiben um die 20 Millionen. Und das ist dann netto! Was passiert mit diesen? «Es gibt genug Beispiele von Vereinen, die wenig daraus gemacht haben.» Klammer auf: Den Namen des FC Thun nimmt Spycher nicht in den Mund. Aber das ist eines jener Beispiele … Klammer zu. «Es ist wichtig, auf dem Boden zu bleiben und sorgfältig mit dem Geld umzugehen. Wir können nun Reserven schaffen für ein Jahr, in welchem wir international nicht vertreten sind.» https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 84336.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. August 2018, 16:51 |
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29.08.2018  Zitat: YB-Fans feiern «Helden von Zagreb»
BERN - BE - Hunderte YB-Fans haben ihrer Mannschaft am Mittwoch am Flughafen Bern einen begeisterten Empfang bereitet. Die Young Boys hatten am Vorabend mit einem Sieg in Zagreb erstmals die Gruppenphase der Champions League erreicht.
Auf dem beschaulichen Flughafen in Belp herrschte am frühen Nachmittag ein ziemliches Gedränge: Grosse und kleine Bernerinnen und Berner, die meisten in Gelbschwarz gekleidet, feierten in der Eingangshalle die «Helden von Zagreb».
Gross war der Jubel, als die Spieler um 13.52 Uhr die Halle betraten. «Aues geili Sieche» war als Schlachtruf zu hören, und natürlich immer wieder «Hopp YB».
Besonders gefeiert wurde der Serbe Miralem Sulejmani, der am Vorabend eine Hirnerschütterung erlitten hatte und ausgewechselt werden musste. Seine Halskrause kehrte als mögliche Devotionalie fürs YB-Museum zurück nach Bern, wie ein Fan mutmasste.
Auch der Flughafen Bern liess sich vom Gelbschwarzfieber anstecken. Der Kontrollturm war zur Feier des Tages mit einer riesigen Fahne geschmückt, auf der das Wort «Geyoungboyst» geschrieben stand. Die Fahne war am Tag nach dem Meistertitel bereits kurzzeitig am Berner Münster und später anderswo in der Stadt zu sehen.
«Geyoungboyst» ist eine Wortschöpfung von Fans, die das zum Erfolgsteam mutierte YB beschreiben soll. Jahrelang stand das Team im Ruf, im entscheidenden Moment zu versagen und einen möglichen Titel zu «veryoungboysen».
Gegen wen YB in der Champions League spielt, entscheidet sich bei der Auslosung am Donnerstagabend. Die Fans träumen von den Top-Klubs wie Real Madrid, Barcelona, Juventus oder Bayern München. https://www.blick.ch/sport/fussball/fus ... 85322.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. August 2018, 16:52 |
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29.08.2018  Zitat: Vom U21- zum Champions-League-Trainer
Der märchenhafte Aufstieg des Gerardo Seoane
Wie aus YB-Trainer Gerardo Seoane in den letzten neuneinhalb Monaten aus einem Nachwuchs- ein Champions-League-Coach wurde.
Das Tempo, in welchem der Fussball Geschichten schreiben kann, ist manchmal horrend. So im Fall Gerry Seoane. Am 11. November 2017 coacht der Luzerner zu Fasnachtsbeginn noch die U21 des FCL in der ersten Liga. Zum letzten Mal. Es gibt einen 2:0-Sieg gegen den FC Langenthal.
Im Januar darf er die erste Mannschaft übernehmen. Im Sommer klopft YB-Sportchef Christoph Spycher an – und ist von Seoane begeistert. Der Schweiz-Spanier wird Nachfolger von Meistertrainer Adi Hütter, startet mit fünf Siegen aus fünf Spielen in die neue Saison. Und bringt YB nun, mit diesem fabulösen 2:1-Sieg bei Dinamo Zagreb am 28. August 2018, erstmals in die Champions League.
Neuneinhalb Monate nach diesem 2:0 gegen Langenthal schreibt er Geschichte. Doch daran denkt er nicht. «Nein. Zumal die Mannschaft diese Mentalität nicht erst hat, seit ich hier bin. Es ist die Fortsetzung einer Arbeit, die hier verrichtet wurde. Eine Mannschaft, die super zusammengestellt wurde, mit einer grossen Mentalität.»
Und noch einer anderer freute sich ganz besonders für Seoane – sein Chef, Spycher: «Wunderschön, das zu sehen! Wir hatten ja von Beginn weg die hundertprozentige Überzeugung für Gerry. Und ein Supergefühl von Beginn weg.» Wieder mal hat sein Bauch Spycher nicht im Stich gelassen. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 85421.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. August 2018, 16:54 |
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29.08.2018  Zitat: Die Young Boys genehmigen sich eine Prise Übermut
YB steht erstmals in der Champions League – es ist der nächste grosse Schritt unter einer neuen Führung mit klarer Strategie.
Eine Prise Übermut gönnte sich Gerardo Seoane doch noch nach dem Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Der YB-Trainer sagte, wenn jemand 50 Millionen Franken biete für Guillaume Hoarau, sagten die Young Boys vermutlich nicht Nein – aber diese Summe war so übermütig und hoch gegriffen, dass Seoane nicht befürchten musste, jemals darauf behaftet zu werden. Und somit wahrte er selbst im Übermut die Kontrolle. Den Bernern muss rasch aufgefallen sein, dass die Selbstkontrolle zum Markenzeichen des neuen YB-Coachs gehört – obwohl sich nicht so leicht herausfinden lässt, was angeboren und wie viel antrainiert ist von dieser steten Contenance.
Aber derlei Erörterungen spielten am späten Dienstagabend eine untergeordnete Rolle. Was zählte: Seoane ist nach Christian Gross, Urs Schönenberger, Bernard Challandes, Murat Yakin, Urs Fischer und Raphael Wicky der siebente Schweizer Trainer, der mit einem Schweizer Klub die Königsklasse erreicht – und vor allem ist er der erste YB-Trainer, dem dieser Coup gelingt.
Der grössere Wille entscheidet
Aber Seoane ist bestrebt, diese Einmaligkeit nicht für sich zu beanspruchen. Als wolle er nicht Gefahr laufen, als Grossmaul zu gelten, lässt er fast keine Gelegenheit aus, das Zusammenspiel und das Wirken anderer hervorzuheben. Als nach dem 2:1 gegen Dinamo Zagreb jemand fragte, was ihm dieser Erfolg bedeute, sagte Seoane: «Mir bedeutet es unglaublich viel für diese Leute, die das aufgebaut haben.» Und als es um die Einwechslung Roger Assalés für den verletzten Miralem Sulejmani (Gehirnerschütterung) ging, sagte Seoane, sie, die Trainer, hätten Assalé ohnehin einwechseln wollen, «aber wir waren noch nicht ganz sicher, für wen – wir wollten zuerst noch Kontakt aufnehmen mit den Spielern, um zu wissen, wie sie sich fühlen».
Seoane, erst 39 Jahre alt, ist Trainer einer mündigen Mannschaft, die sich vertraut. Gerade in diesen Play-offs gegen Zagreb zahlte es sich aus, dass sich die Spieler so gut kennen. Kein Spieler kam zum Einsatz, der nicht zum Meisterteam 2018 gehörte. Es ist ein rares Privileg für ein Spitzenteam aus einer kleineren Liga, dass es derart wichtige Partien am Anfang einer Saison in fast unveränderter Formation absolvieren darf. https://www.nzz.ch/sport/die-young-boys ... ld.1415576
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. August 2018, 16:58 |
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29.08.2018  Zitat: Fans empfingen YB-Helden am Berner Flughafen
Als das Flugzeug aus Zagreb um 13.41 Uhr in Belp landete, warteten Hunderte YB-Fans am Flughafen, um den Young Boys einen warmen Empfang zu bereiten.
Hunderte YB-Fans haben ihrer Mannschaft am Mittwoch am Flughafen Bern einen begeisterten Empfang bereitet. Die Young Boys hatten am Vorabend mit einem Sieg in Zagreb erstmals die Gruppenphase der Champions League erreicht.
Auf dem beschaulichen Flughafen in Belp herrschte am frühen Nachmittag ein ziemliches Gedränge: Grosse und kleine Bernerinnen und Berner, die meisten in Gelbschwarz gekleidet, feierten in der Eingangshalle die «Helden von Zagreb».
Gross war der Jubel, als die Spieler um 13.52 Uhr die Halle betraten. «Aues geili Sieche» war als Schlachtruf zu hören, und natürlich immer wieder «Hopp YB».
Angeführt wurde das Team vom Franzosen Guillaume Hoarau, der am Vorabend beide Tore geschossen hatte, gefolgt von Captain Steve von Bergen und den weiteren Spielern, Trainern und Betreuern.
Lächelnd, aber fast ein bisschen schüchtern schritten die Fussballer durch die Menschenmenge. Einige liessen sich auf Selfies verewigen, so Goalie Marco Wölfli und Verteidiger Kevin Mbabu.
Besonders gefeiert wurde der Serbe Miralem Sulejmani, der am Vorabend eine Hirnerschütterung erlitten hatte und ausgewechselt werden musste. Seine Halskrause kehrte als mögliche Devotionalie fürs YB-Museum zurück nach Bern, wie ein Fan mutmasste.
Auch die beiden hartgesottenen YB-Fans Beni Leu und Lars Gilgen sind am Mittwochnachmittag extra nach Belp gereist, um die Mannschaft gebührend zu empfangen. Beide haben das Spiel gestern im Fernsehen geschaut. «Die 7.50 Franken waren sicher gut investiert», finden beide.
Und welchen Gegner würden sie YB für die nun anstehenden Gruppenspiele in der Champions League wünschen? «Real Madrid wäre toll», findet Lars. «Ich würde sicher versuchen, dieses Spiel auswärts schauen zu können».
Benis Frau hätte Freude an Juventus Turin, er selber würde Manchester bevorzugen. «Letztendlich ist das doch egal, wir nehmen alle! Hauptsache, wir sind dabei», findet er. Und – darin sind sich beide einig – vielleicht gelingt es YB ja, das Optimale rauszuholen und plötzlich wider Erwarten weiter zu kommen?
Träumen darf man ja. https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/21579828
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. August 2018, 23:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.08.2018  Zitat: Wofür YB die neuen Millionen gebrauchen kann
Nach dem Coup in der Champions League warten auf YB rund 30 Millionen Franken. Das bringt den FCB aber nicht ins Zittern.
Am Flughafen Bern-Belp landen gestern Flugzeuge aus Wien, Heraklion, Amsterdam, München, Mallorca, Berlin oder Hamburg. Doch der Flug, der am meisten interessiert, ist SX8671 aus Zagreb. Man könnte die Maschine auch in CL2018 umbenennen, denn schliesslich hat sie die Spieler an Bord, welche die Young Boys erstmals in der Vereinsgeschichte in die Champions League geschossen haben.
Am Tower des Flughafens prangt die grosse, gelb-schwarze Fahne, die nach dem Meistertitel im April schon das Berner Münster geschmückt hat. Sie haben es wieder getan, die Young Boys, sie haben «geyoungboyst» – in den letzten vier Monaten zum Synonym geworden für die ganz grossen, historischen Erfolge des BSCYB.
Um 13.39 Uhr ist es so weit. Die Skywork-Maschine setzt auf der Belper Landebahn auf – mit neun Minuten Verspätung zwar, aber diese wird den «Helden von Zagreb» verziehen. Während die Medienschaffenden eifrig die Videokameras zücken, warten in der Eingangshalle des Flughafens Hunderte Fans darauf, dass die Young Boys endlich aus der Maschine steigen.
Als sich die Flugzeugtür öffnet, hängt ein Skywork-Mitarbeiter als Erstes eine YB-Fahne dran. Captain Steve von Bergen steigt dann die Treppe hinunter, gefolgt von Loris Benito, Christian Fassnacht und Leonardo Bertone. Der Grösste kommt zum Schluss, und das ist an diesem Nachmittag für viele wohl nicht nur bezüglich der Körpergrösse zu verstehen. Guillaume Hoarau, der Doppeltorschütze, der die Young Boys in der heissblütigen Atmosphäre des Maksimir-Stadions innert zwei Minuten vom Erneut-an-der-Schwelle-zur-europäischen-Elite-Gescheiterten zum gefeierten Teilnehmer der Königsklasse werden liess. «Wir haben einen Traum verwirklicht», sagt der Franzose wenig später.
Seine Augen strahlen bei diesen Worten, dennoch kann er wie seine Teamkollegen nur schwer verbergen, dass aufgrund der feuchtfröhlichen Feier des Vorabends in den Stadionkatakomben und anschliessend an der Hotelbar der Schlaf etwas zu kurz gekommen sein dürfte. «Ich bin sehr glücklich – und ein bisschen müde», sagt Christian Fassnacht. Die Freude besiegt die Müdigkeit, denn Fassnacht ist in der bemerkenswerten Erfolgsgeschichte der Young Boys eine der erstaunlichsten Komponenten; innert vier Jahren ist aus einem Fussballer aus der 2.-Liga-interregional ein Champions-League-Teilnehmer geworden.
Aus einem Flughafenlautsprecher dröhnt die Champions-League-Hymne, die Airline-Mitarbeiter haben vorgesorgt und hüllen das Belpmoos ein erstes Mal in den Klangteppich des fussballeuropäischen Glanzes. Aber die Young Boys werden dieses Lied noch mindestens sechsmal hören, und es wird ihnen dabei jedes Mal bewusst werden, dass sie zu den 32 besten Teams Europas gehören. Doch welche Gegner wünschen sich die Berner überhaupt? Die Auslosung der Gruppen heute um 18 Uhr in Monaco wird die Mannschaft nach dem Training gemeinsam verfolgen.
«Das sind alles Riesenmannschaften, auf die wir treffen können», sagt Grégory Wüthrich. Doch der Innenverteidiger, ein Freund des körperbetonten Spiels, hätte nichts dagegen, wenn die Young Boys nach England reisen könnten. «Am liebsten zu Manchester United.» Loris Benito würde sich aufgrund seiner Wurzeln derweil über einen spanischen Kontrahenten freuen. «Ob Barcelona oder Real Madrid, spielt absolut keine Rolle.» Leonardo Bertone wünschte sich ein Aufeinandertreffen mit Cristiano Ronaldo und Juventus, währenddem Guillaume Hoarau gerne zu seiner alten Liebe PSG nach Paris zurückkehren würde.
Die Wünsche und Träume der YB-Akteure sind vielfältig. Christian Fassnacht weiss aber auch, gegen wen er lieber nicht spielen möchte. «Donezk und Moskau kennen wir ja schon.» Deshalb hofft der 24-Jährige auf die richtig Grossen des kontinentalen Fussballs. Eine Gruppe mit Real Madrid, Dortmund und Liverpool wäre beispielsweise ganz nach dem Geschmack von Fassnacht. Doch ungeachtet dessen, was die Glücksfee entscheiden wird – eines steht für Loris Benito fest: «Wir werden es einfach geniessen.»
Der 28. August ist genauso wie der 28. April – der Tag des Meistertitels – in die Geschichtsbücher der Young Boys eingegangen. Ein glücklicher Zufall, der bei Christian Fassnacht eine Idee hervorruft. «Vielleicht sollten wir bei der Uefa einen Antrag stellen, dass wir alle Spiele an einem 28. austragen können», sagt er mit einem Augenzwinkern. Immerhin der fünfte Spieltag im November könnte auf einen 28. fallen.
Die «Helden von Zagreb» geniessen in Belp das Bad in der Menge, nehmen sich Zeit für Selfies und Autogramme. «Es ist sehr schön, dass wir diesen Erfolg mit den Leuten teilen können», sagt Benito.
Als die Young Boys bereits im Mannschaftsbus verschwunden sind, fragt ein Mädchen seinen Vater auf dem Weg zur Bushaltestelle: «Ist eigentlich Zagreb ein guter Club?» Der Vater antwortet: «Ja, Weltklasse.» – «Aber warum hat dann YB gewonnen?» Der Vater lacht und sagt: «Weil YB auch Weltklasse ist.» https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/10701032
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 29. August 2018, 23:36 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.08.2018  Zitat: Endlich erklingt die Champions-League-Hymne auch in Bern
BernEs ist wirklich wahr: YB steht in der Champions League – und zelebriert den Erfolg in Zagreb ausgiebig. Eine Annäherung an einen Fussballclub im Rausch.
Es gibt viele Bilder, die den magischen Erfolg der Young Boys würdig festhalten. Beispielsweise Kevin Mbabu als One-Hit-DJ in der YB-Kabine in Zagreb. Die Champions-League-Hymne in der Endlosschleife bildet die Tonspur all der gelb-schwarzen Feierlichkeiten seit Dienstagabend kurz vor 23 Uhr. Euphorie allenthalben, auf dem Rasen des Maksimir-Stadions wie beim rauschenden Empfang Am Mittwochmittag in Belp.
Der Spruch von Kuno Lauener
Die Young Boys nehmen 2018 erstmals an der Champions League teil, und vielleicht ordnen die Namen Ronaldo, Neymar und Messi die Dimensionen des Coups angemessen ein. Vermutlich kennen die Weltstars keine Berner Spieler, am Donnerstag jedoch könnten ihre Arbeitgeber Juventus, Paris, Barcelona wie all die anderen glitzernden Topclubs in die gleiche Gruppe wie YB gelost werden.
YB-Anhänger feiern 2018 eine Dauerparty. Manche immer noch berauscht von den Meisternächten im Frühling, alle elektrisiert von der Aussicht auf weitere Festtage im Herbst. Es ist, als ob sie in diesem Jahr entschädigt würden für Leiden und Rückschläge, Blamagen und Misserfolge in den letzten Jahrzehnten.
Passenderweise erscheint in einigen Tagen das offizielle YB-Meisterbuch. Darin sagt Kuno Lauener: «So einen Erfolg wie den Meistertitel nimmt man dann ja fast ein bisschen persönlich, wenn man schon so lange dabei ist.» Es sei ihm damals vorgekommen, als würden alle Leute mit einem Lächeln durch die Stadt laufen. «Alles war am Vibrieren», sagt der Züri-West-Sänger und YB-Fan.
Auf einmal siegen die Young Boys in Partien, die sie jahrelang zuverlässig vergeigten. «Geyoungboyst» statt «veryoungboyst». Sie überzeugen mit Wille, Leidenschaft, Teamgeist, ihr Kader ist exzellent zusammengesetzt, mit einem feinen Mix aus Erfahrung und Talent, aus Kunst und Kraft, aus Afrika und Bern.
Sinnbildlich die Innenverteidiger, der knorrige Leader Steve von Bergen und Grégory Wüthrich, lässiger Steigerhubeljunge mit Wurzeln in Ghana. Das passt alles erstaunlich harmonisch zusammen. Der Alte hilft dem Jungen, richtet ihn nach Fehlern wie am Dienstag in Zagreb wieder auf.
Und wenn es mal nicht ideal läuft, kommt der lockere Guillaume Hoarau um die Ecke geschlendert, verwandelt abgezockt einen Penalty und hält routiniert den Fuss hin, um aus drei Metern abzustauben. Zwei Ballkontakte in zwei Minuten für die Ewigkeit.
«Wir sind sehr stolz und spüren eine tiefe Befriedigung.» YB-Sportchef Christoph Spycher
Der Schwur zur Pause
YB in der Champions League! Es klingt unwirklich, immer noch, und schwer abzuschätzen ist, wie weit der Hype in den nächsten Wochen gehen wird. Das hängt gewiss auch von der Attraktivität der Gruppengegner ab, am Donnerstagabend weiss man Bescheid.
Unbestritten ist der nicht für möglich gehaltene sportliche und wirtschaftliche Höhenflug der Young Boys seit der Installierung von Christoph Spycher als Sportchef vor bald zwei Jahren. «Wir sind sehr stolz und spüren eine tiefe Befriedigung», sagt Spycher, «dieser Erfolg ist wunderschön für alle, die uns verbunden sind.»
Die Nacht von Zagreb gebar einige Helden. Den Doppeltorschützen Hoarau, den eingewechselten Filou Roger Assalé, den magistralen Ballverteiler Djibril Sow, aber auch Wüthrich, erst mit grobem Aussetzer, später mit Kopfballvorarbeit vor dem 2:1.
«Das war ein doofer Gegentreffer», sagte Wüthrich, «aber wir haben uns zur Pause geschworen, dass wir rausgehen und das Ding drehen.» Bemerkenswert war die Ruhe, mit der YB agierte, die Abgeklärtheit und die Selbstverständlichkeit auch. Da ist eine gewachsene Einheit unterwegs, ausgestattet mit Selbstvertrauen und Stabilität und Siegermentalität.
Der Ärger Zagrebs
Es war ja, so viel sachliche Analyse darf an dieser Stelle kurz sein, alles andere als ein gutes Fussballspiel in Zagreb. Zufälligkeiten entschieden eine Begegnung auf sehr bescheidenem Niveau. Der Ball rollte wie zuvor die Loskugel für YB, aber dieses Glück muss man sich erarbeiten. Die Dinamo-Vertreter zürnten derweil über den anerkannten Referee Björn Kuipers aus Holland.
«Nie im Leben» sei das ein Foul gewesen, motzte Trainer Nenad Bjelica zur Szene vor dem 1:1, als Assalé einen Penalty herausgeholt hatte. Und vor dem zweiten YB-Tor habe Christian Fassnacht ein klares Hands begangen. «So ist halt Fussball», sagte Bjelica. «Nicht immer gewinnt das bessere Team.»
Bald werden nicht nur die Schiedsrichter, sondern auch die YB-Kontrahenten im Europacup Champions-League-Format besitzen. Gerardo Seoane, vor zehn Monaten als U-21-Coach Luzerns noch mit Gegnern wie Münsingen und nicht Manchester beschäftigt, blieb im riesigen Trubel ruhig wie immer.
Mit stoischer Gelassenheit analysierte er das Geschehen, sprach von «ungenügender erster Halbzeit» und «zu ängstlicher Spielweise», freute sich über die Steigerung und darüber, was YB erreicht habe. «Auf uns warten echte Highlights. Aber wir werden die Super League nicht vergessen», sagte der Coach pflichtbewusst. «Am Samstag folgt in Sion ein schwieriges Spiel.»
Der Zahnarztbesuch Seoanes
Gerardo Seoane war am 28. April als FCL-Trainer im Stade de Suisse als Gast dabei gewesen, als YB gegen Luzern 2:1 gewann und den Gewinn der ersten Meisterschaft seit 32 Jahren ausgelassen zelebrierte. Genau vier Monate später, am 28. August, gab er nach dem 2:1-Sieg in Zagreb wenig Einblick in seine Gefühlswelt.
Er fand aber einen hübschen Vergleich, wie er das mit den Young Boys und der Champions League so sieht. «Das ist wie beim Zahnarzt, das kann manchmal auch schmerzhaft sein.» Hört sich irgendwie schief an, Seoane scheint aber zu wissen, dass ein Königsklassenzwerg im Nou Camp schon mal 1:6 gegen Barcelona verlieren kann.
Mit seinem Kader übrigens ist Seoane sehr zufrieden, er fordert keine Verstärkungen. Fassnacht gab in Zagreb ein Bekenntnis ab («Ich bleibe sicher bei YB»), und für den umworbenen Mbabu wird die Zeit knapp, bis am 31. August noch einen Transfer zu realisieren.
Mit starken Leistungen in der Champions League könnten die Marktwerte der YB-Akteure explodieren, Ablösesummen in der Grössenordnung von 20 Millionen Franken sind etwa bei Mbabu, Assalé und insbesondere Sow nicht mehr ausgeschlossen.
Gerardo Seoane wiederum ist keine 40, sein Aufstieg in den letzten Monaten liest sich wie ein kitschiger Roman. Dieses YB hört einfach nicht auf, seiner Erfolgsgeschichte weitere Kapitel anzufügen. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/28821967
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 30. August 2018, 09:27 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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30.08.2018  Zitat: Good Vibrations bei YB dank Champions League
Es ist wirklich wahr: YB steht in der Champions League – und zelebriert den Erfolg in Zagreb ausgiebig. Eine Annäherung an einen Fussballclub im Rausch.
Es gibt viele Bilder, die den magischen Erfolg der Young Boys würdig festhalten. Beispielsweise Kevin Mbabu als One-Hit-DJ in der YB-Kabine in Zagreb. Die Champions-League-Hymne in der Endlosschleife bildet die Tonspur all der gelb-schwarzen Feierlichkeiten seit Dienstagabend kurz vor 23 Uhr. Euphorie allenthalben, auf dem Rasen des Maksimir-Stadions wie beim rauschenden Empfang Am Mittwochmittag in Belp.
Der Spruch von Kuno Lauener
Die Young Boys nehmen 2018 erstmals an der Champions League teil, und vielleicht ordnen die Namen Ronaldo, Neymar und Messi die Dimensionen des Coups angemessen ein. Vermutlich kennen die Weltstars keine Berner Spieler, am Donnerstag jedoch könnten ihre Arbeitgeber Juventus, Paris, Barcelona wie all die anderen glitzernden Topclubs in die gleiche Gruppe wie YB gelost werden.
YB-Anhänger feiern 2018 eine Dauerparty. Manche immer noch berauscht von den Meisternächten im Frühling, alle elektrisiert von der Aussicht auf weitere Festtage im Herbst. Es ist, als ob sie in diesem Jahr entschädigt würden für Leiden und Rückschläge, Blamagen und Misserfolge in den letzten Jahrzehnten.
Passenderweise erscheint in einigen Tagen das offizielle YB-Meisterbuch. Darin sagt Kuno Lauener: «So einen Erfolg wie den Meistertitel nimmt man dann ja fast ein bisschen persönlich, wenn man schon so lange dabei ist.» Es sei ihm damals vorgekommen, als würden alle Leute mit einem Lächeln durch die Stadt laufen. «Alles war am Vibrieren», sagt der Züri-West-Sänger und YB-Fan.
Auf einmal siegen die Young Boys in Partien, die sie jahrelang zuverlässig vergeigten. «Geyoungboyst» statt «veryoungboyst». Sie überzeugen mit Wille, Leidenschaft, Teamgeist, ihr Kader ist exzellent zusammengesetzt, mit einem feinen Mix aus Erfahrung und Talent, aus Kunst und Kraft, aus Afrika und Bern.
Sinnbildlich die Innenverteidiger, der knorrige Leader Steve von Bergen und Grégory Wüthrich, lässiger Steigerhubeljunge mit Wurzeln in Ghana. Das passt alles erstaunlich harmonisch zusammen. Der Alte hilft dem Jungen, richtet ihn nach Fehlern wie am Dienstag in Zagreb wieder auf.
Und wenn es mal nicht ideal läuft, kommt der lockere Guillaume Hoarau um die Ecke geschlendert, verwandelt abgezockt einen Penalty und hält routiniert den Fuss hin, um aus drei Metern abzustauben. Zwei Ballkontakte in zwei Minuten für die Ewigkeit.
«Wir sind sehr stolz und spüren eine tiefe Befriedigung.» YB-Sportchef Christoph Spycher
Der Schwur zur Pause
YB in der Champions League! Es klingt unwirklich, immer noch, und schwer abzuschätzen ist, wie weit der Hype in den nächsten Wochen gehen wird. Das hängt gewiss auch von der Attraktivität der Gruppengegner ab, am Donnerstagabend weiss man Bescheid.
Unbestritten ist der nicht für möglich gehaltene sportliche und wirtschaftliche Höhenflug der Young Boys seit der Installierung von Christoph Spycher als Sportchef vor bald zwei Jahren. «Wir sind sehr stolz und spüren eine tiefe Befriedigung», sagt Spycher, «dieser Erfolg ist wunderschön für alle, die uns verbunden sind.»
Die Nacht von Zagreb gebar einige Helden. Den Doppeltorschützen Hoarau, den eingewechselten Filou Roger Assalé, den magistralen Ballverteiler Djibril Sow, aber auch Wüthrich, erst mit grobem Aussetzer, später mit Kopfballvorarbeit vor dem 2:1.
«Das war ein doofer Gegentreffer», sagte Wüthrich, «aber wir haben uns zur Pause geschworen, dass wir rausgehen und das Ding drehen.» Bemerkenswert war die Ruhe, mit der YB agierte, die Abgeklärtheit und die Selbstverständlichkeit auch. Da ist eine gewachsene Einheit unterwegs, ausgestattet mit Selbstvertrauen und Stabilität und Siegermentalität.
Der Ärger Zagrebs
Es war ja, so viel sachliche Analyse darf an dieser Stelle kurz sein, alles andere als ein gutes Fussballspiel in Zagreb. Zufälligkeiten entschieden eine Begegnung auf sehr bescheidenem Niveau. Der Ball rollte wie zuvor die Loskugel für YB, aber dieses Glück muss man sich erarbeiten. Die Dinamo-Vertreter zürnten derweil über den anerkannten Referee Björn Kuipers aus Holland.
«Nie im Leben» sei das ein Foul gewesen, motzte Trainer Nenad Bjelica zur Szene vor dem 1:1, als Assalé einen Penalty herausgeholt hatte. Und vor dem zweiten YB-Tor habe Christian Fassnacht ein klares Hands begangen. «So ist halt Fussball», sagte Bjelica. «Nicht immer gewinnt das bessere Team.»
Bald werden nicht nur die Schiedsrichter, sondern auch die YB-Kontrahenten im Europacup Champions-League-Format besitzen. Gerardo Seoane, vor zehn Monaten als U-21-Coach Luzerns noch mit Gegnern wie Münsingen und nicht Manchester beschäftigt, blieb im riesigen Trubel ruhig wie immer.
Mit stoischer Gelassenheit analysierte er das Geschehen, sprach von «ungenügender erster Halbzeit» und «zu ängstlicher Spielweise», freute sich über die Steigerung und darüber, was YB erreicht habe. «Auf uns warten echte Highlights. Aber wir werden die Super League nicht vergessen», sagte der Coach pflichtbewusst. «Am Samstag folgt in Sion ein schwieriges Spiel.»
Der Zahnarztbesuch Seoanes
Gerardo Seoane war am 28. April als FCL-Trainer im Stade de Suisse als Gast dabei gewesen, als YB gegen Luzern 2:1 gewann und den Gewinn der ersten Meisterschaft seit 32 Jahren ausgelassen zelebrierte. Genau vier Monate später, am 28. August, gab er nach dem 2:1-Sieg in Zagreb wenig Einblick in seine Gefühlswelt.
Er fand aber einen hübschen Vergleich, wie er das mit den Young Boys und der Champions League so sieht. «Das ist wie beim Zahnarzt, das kann manchmal auch schmerzhaft sein.» Hört sich irgendwie schief an, Seoane scheint aber zu wissen, dass ein Königsklassenzwerg im Nou Camp schon mal 1:6 gegen Barcelona verlieren kann.
Mit seinem Kader übrigens ist Seoane sehr zufrieden, er fordert keine Verstärkungen. Fassnacht gab in Zagreb ein Bekenntnis ab («Ich bleibe sicher bei YB»), und für den umworbenen Mbabu wird die Zeit knapp, bis am 31. August noch einen Transfer zu realisieren.
Mit starken Leistungen in der Champions League könnten die Marktwerte der YB-Akteure explodieren, Ablösesummen in der Grössenordnung von 20 Millionen Franken sind etwa bei Mbabu, Assalé und insbesondere Sow nicht mehr ausgeschlossen.
Gerardo Seoane wiederum ist keine 40, sein Aufstieg in den letzten Monaten liest sich wie ein kitschiger Roman. Dieses YB hört einfach nicht auf, seiner Erfolgsgeschichte weitere Kapitel anzufügen. https://www.derbund.ch/sport/fussball/G ... y/28821967
_________________ For Ever
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