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 Beitrag Verfasst: Montag 27. August 2018, 18:35 
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YB in der Höhle des Löwen

Die Young Boys stehen kurz vor der ersten Teilnahme an der #UCL-Gruppenphase. Ein schwerer Gang auf dem Weg dorthin steht noch bevor...

https://de.uefa.com/uefachampionsleague ... L%C3%B6wen


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 Beitrag Verfasst: Montag 27. August 2018, 23:02 
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27.08.2018

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YB Trainer Gerardo Seoane hat keine Angst vor der «Hölle von Zagreb»

YB fürchtet sich nicht vor dem grossen Fan-Andrang im Maksimir-Stadion in Zagreb. Trainer Gerardo Seoane betont, dass sein Team die Hausaufgaben gemacht habe.

Das Wichtigste in Kürze

- Das Maksimir-Stadion in Zagreb ist für das morgige Spiel ausverkauft.
- YB-Trainer Seoane macht sich keine Gedanken über die Fankulisse.
- «Wir haben im Hinspiel gesehen, was die Mannschaft für Spieler hat», so Seoane.

Zuversichtlich reist YB nach Zagreb für das Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation. Die Berner müssen wegen des Auswärtstreffers von Dinamo Zagreb beim 1:1 vor einer Woche mindestens einmal treffen, doch im Interview mit YB-TV zeigen sich weder Goalgetter Christian Fassnacht noch Chefcoach Gerardo Seoane besonders nervös. Letzterer lässt sich auch nicht von der drohenden Fankulisse einschüchtern, obwohl das Stadion ausverkauft ist.

«Es braucht eine gute Leistung»

Die Hausaufgaben scheinen gemacht. «Wir haben im Hinspiel gesehen, was die Mannschaft für Spieler hat. Wir wissen, dass wir eine Chance haben, aber es braucht sicher eine gute Leistung», sagt Seoane. Das Hinspiel sei analysiert worden, habe aber auch keine Erkenntnisse gebracht, die YB nicht vorher schon gehabt hätte: die Kroaten sind konterstark.

Keine Angst vor den Dinamo-Fans

Hat die Heimkulisse von Dinamo im Maksimir Stadion einen Einfluss? «Nein, ich denke nicht. Der Platz ist doch noch recht weit weg von den Zuschauern», so der YB-Trainer. «Jeder Spieler freut sich einfach, wenn im Stadion gute Stimmung ist. Wichtiger ist, dass wir uns gut vorbereiten und dass wir unsere Leistung auf den Platz bringen.»

Das ist umso wichtiger, als dass heute Dienstagnachmittag auf Instagram vermeldet wurde, dass das Stadion Maksimir für das Rückspiel ausverkauft ist. Die Young Boys werden also vor 35'123 Zuschauern antreten müssen.


https://www.nau.ch/sport/fussball/2018/ ... b-65405265

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. August 2018, 23:04 
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27.08.2018

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Hält YB dem Druck stand? Das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte

Morgen Dienstag spielt YB in Zagreb um den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase. Aus finanzieller Sicht darf man vom wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte sprechen – aber auch aus sportlicher Sicht ist die Qualifikation von grösster Bedeutung.

Die Ausgangslage nach dem 1:1 im Hinspiel ist für YB nicht optimal, allerdings braucht es auch kein Berner Fussball-Wunder, um es in die Gruppenphase der Königsklasse zu schaffen. Die Young Boys treffen auf einen Gegner, dem man auf Augenhöhe begegnet. Am Ende werden möglicherweise Details entscheiden.

Geldsegen und keine weiteren Abgänge?

Sollte sich YB für die Champions League qualifizieren, so spült das dem Klub rund 30 Millionen in die Klubkassen. Für Schweizer Verhältnisse ein enormer Geldbetrag. In Tat und Wahrheit dürften es aber weit mehr als 30 Millionen sein. Denn die Marktwerte der Spieler würden nach überstandener Quali ebenfalls in die Höhe schiessen, so funktioniert der Markt. Der gleiche Spieler ist auf einen Schlag ein vielfaches mehr wert, sobald er sich einmal in der Königsklasse präsentieren durfte.

In Bern blieb es in diesem Sommer äusserst ruhig. Mit Kasim Nuhu hat man erst einen gewichtigen Abgang zu «beklagen». Sollte YB sich für die Gruppenphase qualifizieren, stehen die Chancen gut, dass das (bis zur Winterpause) so bleibt. Spieler wie Kevin Mbabu und Roger Assalé werden spätestens seit dem Gewinn des Meistertitels mit ausländischen Vereinen in Verbindung gebracht. Die Chance mit YB in der Champions League zu spielen, könnte sie aber zu einem Verbleib in Bern bewegen.

In der Winterpause könnten sie dann immer noch zu einem neuen Verein wechseln – die Angebote würden nicht weniger. Das wäre auch für YB ein Glücksfall, weil dann weiter Ruhe herrscht und man auf Abgänge im Winter reagieren könnte. Verpasst YB die Gruppenphase, so sind zumindest Mbabu und Assalé kaum zu halten. Für die Young Boys wäre das ein herber Verlust, auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht nicht so dramatisch aussieht.


https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 40382.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. August 2018, 23:12 
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Grösser ist nur der Papst

Kroatiens Hauptstadt Zagreb könnte am Dienstag für die Young Boys zur historischen Kulisse werden – und war dem Nationalteam nach der WM Szenerie für einen denkwürdigen Empfang.

Djurdjica geht gegen die 60 zu, aber sie zögert keine Sekunde, wenn sie bestätigt: «Ja, das war das Verrückteste, was ich in Kroatiens Sportgeschichte erlebt habe.» Es wäre gewiss bedeutsam, wenn es die Young Boys am Dienstag bei Dinamo Zagreb in die Champions League schafften – sporthistorisch aber ist in Kroatiens Hauptstadt in diesem Sommer schon weitaus Grösseres geschehen.

Djurdjica ist die Aufregung von damals noch immer anzusehen, sie führt durch die Räume im kroatischen Sportmuseum in Zagreb, immer wieder zeigt sie aus dem Fenster auf den nahen Jelacic-Platz und sagt einmal ungläubig: «Eine halbe Million Menschen. Könnt ihr euch das vorstellen?»

Tatsächlich sind es unglaubliche Szenen, welche sich vor gut fünf Wochen in der kroatischen Hauptstadt abspielten. 2:4 verlor die Mannschaft von Zlatko Dalic den WM-Final in Moskau gegen Frankreich, die Bilder sind noch frisch: das Eigentor, der Elfmeter, die frühe Rücklage. Aber die Rückkehr geriet zum Triumphzug, 550 000 Menschen drängten sich rund um die etwas mehr als bundesplatzgrosse Piazza im Stadtzentrum und in die ganze Innenstadt, sechs Stunden brauchte die Mannschaft vom Flughafen bis auf die Bühne im Zentrum, weil ein Achtel der ganzen Bevölkerung die neuen Nationalhelden sehen wollte. Mehr Menschen kamen in Zagreb nur 1994 zusammen – bei der Messe mit Papst Johannes Paul II.

«Eine halbe Million Menschen. Könnt ihr euch das vorstellen?»
Djurdjica, Museumsführerin


Oft ist Sport, ist vor allem Fussball in den Ländern des ehema­ligen Jugoslawien politisch noch viel intensiver aufgeladen als sonst schon. «Dem kroatischen Nationalteam wird die Verantwortung für ein Einheitsgefühl unter der Bevölkerung übertragen», sagt Dario Brentin, Historiker und kroatischer Fussballkenner, der in Graz und London zur Verbindung von Fussball und nationaler Identität promoviert. Aber das ist vor allem ein ideologisches Konstrukt. «Bald schon werden die Medien fragen: ‹Wo ist das Einheitsgefühl von der WM hin?›», sagt Brentin weiter. Weil das Land schnell wieder seinen ursprünglichen Problemen überlassen wer­de: Jugendarbeitslosigkeit, Exodus, Verschuldung.

Von Aufmerksamkeit, wie sie dem Nationalteam zuteilwird, kann der Clubfussball nur träumen. Rund 25 000 Plätze (von ursprünglich 35 000) können im Maksimir-Stadion am Dienstag belegt werden, sie werden alle besetzt sein, was mehr Ausnahme als Regel ist: In der Meisterschaft hat sich über die letzten Jahre ein Schnitt von nur 4000 Zuschauern etabliert. «Die Leute haben die Machenschaften rund um die Liga satt. Das Vertrauen in den Fussball ist ein Stück weit verloren gegangen», sagt Brentin.

Nur die Europacup-Auftritte wie die Heimspiele in der Champions League gegen Juventus Turin, Bayern München, Real Madrid oder eben am Dienstag im Playoff gegen YB locken die Leute ins Stadion – und zwingen die Stadt, welche hier ungewöhnlicherweise Betreiberin ist, alle Sektoren der baufälligen Arena zu öffnen. Etwa 400 YB-Fans werden erwartet, per Charterflug fliegen am Dienstag viele von ihnen direkt von Belp nach Zagreb, andere via Zürich, einige sind auch im Auto oder im Zug angereist.

Im vor sich hin bröckelnden Maksimir erwartet sie nicht viel mehr als das Spiel an sich. Überdachungen gibt es keine, die ­Einrichtung ist spartanisch. Das 1912 erbaute und über die Jahre immer mal wieder teilrenovierte Stadion ist vor allem ein Stück Sportgeschichte. Im alten Jugoslawien feierte Dinamo hier vier Meisterschaften, 1990 war es im Duell zwischen Zagreb und Roter Stern Belgrad Schauplatz von Fan­unruhen mit politischem Hintergrund – die Krawalle galten später als mitauslösend für den Jugoslawien-Krieg.

Weitaus friedlicher werden die Dinge am Dienstagabend ablaufen. Fremde Fussballfans sind von den berüchtigten Dinamo-Ultras zwar ungern gesehen. Aber im Falle eines Berner Siegs würde der Anhang ein vielfältiges Nachtleben vorfinden. Und sollte es wieder nichts werden mit YB und der Champions League, so kann ein Rundgang im Museum der zerbrochenen Beziehungen Verständnis dafür fördern – schmuckstes Exponat der Ausstellung: die Axt der Ex.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/20343563

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. August 2018, 23:16 
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Rückspiel gegen Dinamo Zagreb

Seoane will nicht träumen

Auf was muss YB im Rückspiel besonders achten? Wie verlief die Vorbereitung? YB-Trainer Seoane verrät es im Interview.

Es ist für YB das wohl bedeutendste Spiel der Klub-Geschichte – vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht. Es locken Millionen-Einnahmen, es lockt die erstmalige Teilnahme an der Champions League.

Die Ausgangslage ist nach dem 1:1 im Hinspiel vor Wochenfrist nicht einfach. In Zagreb muss mindestens ein Tor her. YB-Trainer Gerardo Seoane nimmt vor dem Spiel am Dienstagabend Stellung.

Wie gross ist die Zuversicht im YB-Lager?

Seoane: «Wir waren im Hinspiel die aktivere Mannschaft und hatten den Gegner vor Probleme gestellt. In den ersten 30 Minuten hat einzig die Effizienz gefehlt. Da wäre viel mehr dringelegen.

Was muss besser gemacht werden?

«Ich erwarte, dass der Gegner zuhause viel mehr für's Spiel machen wird. Dadurch könnte es ein paar Räume mehr für uns und für unser schnelles Umschaltspiel geben. Das Spiel wird uns zeigen, was wir tun müssen.»

Emotionen sind gut vor dem Spiel. Dann braucht es einen kühlen Kopf.
Autor: Gerardo Seoane


- Wie geht man mit der wohl lauten und wilden Stimmung in Zagreb um?

«Auf dem Platz ist eine gewisse Distanz zu den Zuschauern da. Es wird keinen grossen Einfluss auf die Spieler haben. Wichtig ist, dass wir unser Spiel aufziehen können und die Stärken des Gegners eliminieren können.»

- Ist etwas Spezielles in der Vorbereitung geplant?

«Nein. Wir reden hier nicht von einem Spiel, das hat bereits in der Saisonvorbereitung begonnen. Wir reden vom grossen Ganzen und welche Ziele wir über ein Jahr setzen können. Es gilt, nicht übermotiviert zu sein und sich auf die Leistung zu konzentrieren. Emotionen sind gut vor dem Spiel, dann braucht es aber einen kühlen Kopf.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... t-traeumen

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 Beitrag Verfasst: Montag 27. August 2018, 23:24 
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Sulejmani auf Mission Champions League

«Genau für solche Momente trainieren wir!»

Miralem Sulejmani ist in Zagreb auf der Mission Champions League

Der Mann ist auf einer Mission! Gegen Xamax kommt er in der 73. Minute erst rein. Schonungshalber verbringt er den Rest des Spiels auf der Ersatzbank. «Klar hätte ich lieber gespielt», sagt der Serbe, «weil ich immer lieber spiele. Aber es geht um dieses Spiel am Dienstag.» Dieses Spiel, das Rückspiel gegen Dinamo Zagreb. Champions oder Europa League? Zehn oder dreissig Millionen Franken. Das wichtigste Spiel für YB der letzten Jahrzehnte.

Ein Gewaltsspiel. Ein Spiel für Big Game Player. Wie es bei YB Guillaume Hoarau sein muss. Der ehemalige Mitspieler von Zlatan Ibrahimovic. Der französische Meister und Cupsieger mit PSG. Der fünffache Nationalspieler.

Aber vor allem Sulejmani! International hat der ein weit beeindruckenderes Palmarès: Sechsfacher Meister mit Ajax Amsterdam und Benfica Lissabon sowie YB. Drei Cupsiege. 20 Länderspiele. Und vor allem: 16 Champions-League-Spiele! «Es ist ein grosses Spiel, ganz klar. Für genau solche Momente trainieren wir die ganze Zeit.»

Ironie der Geschichte: Wie Hoarau schoss auch Sulejmani sein einziges Königklassen-Tor gegen Dinamo Zagreb. «Allerdings nicht im Maksimir-Stadion, sondern mit Ajax zuhause in Amsterdam.» Das war im November 2011. Ajax gewann 4:0. Kurze Zeit vorher hatten die Holländer in Zagreb 2:0 gewonnen. Sulejmani weiss also, wie es geht im Maksimir-Stadion. Seine Erinnerungen? «Die wesentlichste ist jene, dass mein Sohn Luca zwei Tage zuvor auf die Welt gekommen war.»

Man kann also davon ausgehen, dass damals der Kopf mindestens ein klein bisschen auch anderswo war. Wie wars denn im Hexenkessel Maksimir? «Heiss, wie in allen Stadien im Balkan. Dinamo ist ein grosser Klub und hat grossartige Fans.» Die politisch korrekte Antwort. Auch, weil sich Sulejmani nicht aufs Polit-Glatteis begeben will, weil ein Spiel zwischen Serben und Kroaten immer auch mehr ist als ein Wettkampf um drei Punkte? «Wir sind Sportler und sollten das eine nicht mit dem anderen vermischen», sagt er. Politisch wieder höchst korrekt.

«Ich will dieses 17. Spiel unbedingt»

Zurück zum Spiel: Eine Liste will Sulejmani unbedingt verlängern. Jene mit seinen 16 Einsätzen in der Königklasse. Nummer 17 würde nach einem Unterbruch von sechs Jahren kommen. Sein letztes Champions-League-Spiel machte «Zuki» im Dezember 2013. Es war ein 2:1 mit Benfica gegen PSG. «Ich will dieses 17. Spiel unbedingt», sagt er. Und fügt hinzu: «Ich glaube an dieses Team. Und ich glaube an mich.» Es hat fast den Unterton einer Drohung. Wie gesagt: Auf einer Mission!


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... mpaign=bls

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2018, 08:05 
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Die Young Boys jagen die Fördergelder

YB trifft heute im Rückspiel der Champions-League-Play-offs auf Dinamo Zagreb. Die Teilnahme an der Gruppenphase in der Königsklasse wäre ein Traum, hat aber für den Klub keine existenzielle Bedeutung.

Steve von Bergen macht sich keine Gedanken über die Hierarchie im Schweizer Fussball, wenn er auf den Platz läuft – «und auch nicht, wenn ich abends schlafen gehe». So sagte es der YB-Captain letzthin, nachdem er gefragt worden war, ob YB mit der Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase den nächsten Schritt machen würde auf dem Weg, dem FC Basel den Rang abzulaufen als Nummer 1 der Schweiz.

Am Dienstag trifft YB im Rückspiel der Champions-League-Play-offs auf Dinamo Zagreb, und es ist eine populäre Überlegung dieser Zeit: dass YB am Sockel rüttelt, mit so viel Kraft wie lange nicht mehr, Meister 2018 und in der neuen Saison nach fünf Runden an der Super-League-Spitze. Aber den Young Boys geht es weiterhin um etwas anderes, um eine Losung, die sie auch in Zeiten des Erfolgs nicht zu predigen müde werden: Es geht ihnen um die eigenen Ideen und den eigenen Weg.

Im neuen Jahrtausend schafften es ausser dem FCB nur zwei Schweizer Klubs in die Champions League, der FC Thun und der FC Zürich, von nachhaltigem Nutzen durfte bald einmal keine Rede mehr sein. Es ist schon fast eine unheimliche Parallele, dass beide Klubs seit der Champions-League-Teilnahme auch schon einmal in die Challenge League abgestiegen sind. Der Aussenseiter aus dem Berner Oberland war 2005 schlicht nicht bereit für die allumfassende Begleitmusik, für strukturelle Anforderungen und menschliche Begehrlichkeiten, die Champions League destabilisierte den Klub. Und sogar ein relativ grosser Klub wie der FCZ musste sich plötzlich wieder gesundschrumpfen, Apparat und Ansprüche waren teurer und grösser geworden mit der Champions League 2009. Als die NZZ den FCZ-Präsidenten Ancillo Canepa 2014 fragte, ob die Zürcher «in die Champions-League-Falle» geraten seien, sagte er: «Nicht direkt. Aber uns ist zum Verhängnis geworden, dass wir danach unsere sportlichen Ziele nicht mehr erreicht haben.»

«Wir sind wirtschaftlich nicht auf diesem Level.»

So gesehen ist es auch eine Frage der eigenen Erwartungen: ob sie neu definiert werden – ob YB alles daransetzen würde, den FCB dauerhaft zu verdrängen und das Budget entsprechend auszurichten. Es ist nicht davon auszugehen, dass YB diesen Angriff starten würde. Der FCB steht nach wie vor auf einer anderen Basis, zum Fundament gehören sieben lukrative Champions-League-Teilnahmen seit 2002. Die Basler schrieben in den letzten Jahren immer wieder schwarze Zahlen, YB indes ist erst im Begriff, die Abhängigkeit vom Rihs-Mäzenatentum (mit Hans-Ueli Rihs und dessen verstorbenem Bruder Andy) zu verringern oder sich sogar davon zu lösen. Der YB-Sportchef Christoph Spycher sagt, solche Efforts, wie sie der FCB zuletzt stemmte, sei für YB «jenseits unserer Möglichkeiten» – er meint die Installierung eines fast kompletten neuen Trainer-Staffs (mit dem Chef Marcel Koller und den Assistenten Carlos Bernegger und Thomas Janeschitz) oder den Zuzug des Aussenverteidigers Silvan Widmer, der den FCB mindestens fünf Millionen Franken gekostet haben dürfte. «Wir sind wirtschaftlich nicht auf diesem Level», sagt Spycher.

Aber YB ist wohl gefestigter, als es Thun und der FCZ zu ihren Champions-League-Zeiten waren. Niemand sieht eine Chance oder Dringlichkeit, das Selbstbild grundsätzlich zu verändern – dass die Young Boys jemand völlig Neues werden könnten dank der Königsklasse, royaler und wichtiger. Diese Selbstversuche hat YB hinter sich, sie kosteten den Klub viel Geld, Energie und Streit. Heute sagt Spycher: «Die Champions-League-Teilnahme wäre eine grosse Unterstützung für die Entwicklung der nächsten Jahre», nicht mehr, nicht weniger. Die Champions-League-Einnahmen wären also so etwas wie Fördergelder, der Einzug in die Gruppenphase hat für YB keine existenzielle Bedeutung, das strukturelle Defizit sollte mit Transfers und der Europa-League-Teilnahme gedeckt werden können. Doch die Young Boys könnten Reserven schaffen, wie sie sie noch nie besassen. Vielleicht würde das eine oder andere Zusatzinvestment möglich, «aber auf dem Transfermarkt würden wir nicht anders auftreten als bisher – wir würden keine Spieler für 5, 6 Millionen Franken verpflichten», sagt Spycher. Vor allem sollten die Champions-League-Gelder Sicherheiten geben, «wir wollen Reserven schaffen, damit wir ein Jahr aushalten würden, wenn wir einmal europäisch nicht dabei wären».

Aber noch lockt die Champions League, das Hinspiel endete 1:1, YB steht in Zagreb unter Zugzwang, mindestens ein Tor zu schiessen. An der Pressekonferenz vom Montag, in einem kleinen Medienraum, sassen der Sportchef Spycher, der Verwaltungsrat Ernst Graf und der Scout Stéphane Chapuisat im Plenum und hörten, wie der Trainer Gerardo Seoane sagte, YB habe Grosses geschafft allein schon mit dem Meistertitel, nun gelte es, sich national oben zu festigen und international einen Schritt weiterzukommen, «die Champions League ist ein Traum». So sehen sie es alle – und deshalb träumt von Bergen ja vielleicht von der Champions League, wenn er eingeschlafen ist, ohne an Basel zu denken.


https://www.nzz.ch/sport/die-young-boys ... ld.1415031

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2018, 08:19 
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28.08.2018

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Maximum im Maksimir

Das Rückspiel des Champions-League-Playoff heute (21.00) bei Dinamo Zagreb ist für YB eine sehr bedeutsame Begegnung. Es geht um Ruhm und Ehre – und um rund 30 Millionen Franken Einnahmen.

London, Gladbach, ­Moskau. In diesen Weltstädten beziehungsweise Fussballhochburgen wurden die Champions-League-Hoffnungen der Young Boys 2010, 2016 und 2017 begraben. Nun also Zagreb, der vierte Anlauf im Playoff, wieder findet das Rückspiel auswärts statt. Nach dem 1:1 in Bern gegen Dinamo Zagreb am letzten Mittwoch hat sich die Situation für YB ein bisschen verkompliziert. Dennoch war eine Teilnahme an der ­Königsklasse nie so realistisch.

Und unbestritten ist: Ein Aufstieg in die Champions League würde die gelb-schwarze Welt fundamental verändern. «Es würde den Club schon auf den Kopf stellen», sagt Wanja Greuel. Der Deutsche ist CEO im Stade de Suisse, derzeit spricht er lieber über die heutige Begegnung in Zagreb als über deren Folgen. «Unser Fokus gilt dem Rückspiel. Und ich habe ein gutes Gefühl, weil wir uns toll entwickelt haben.» Man dürfe nicht vergessen, sagt Greuel, woher YB komme. «In den letzten zwei, drei Jahren ist in unserem Betrieb viel Positives entstanden.»

Ein Herbst der Extreme Hinter den Kulissen planen Greuel und seine Crew derweil längst zweigleisig. «Die Champions League wäre grossartig für uns», sagt er. Und: «Es wäre ein echter Belastungstest.» Auf YB würde ein Herbst der Extreme warten, vielleicht mit Gästen wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder Neymar im Stade de Suisse, sicher mit enormer Begeisterung und drei Festspielen in Bern. «Die Bedeutung für den Verein wäre sportlich und finanziell riesig», sagt Greuel. In ­wirtschaftlicher Hinsicht könnte der Rückstand auf den nationalen Leader FC Basel verringert werden.

Denn die Champions League wird immer mächtiger und wuchtiger. Letztes Jahr hätten die Young Boys noch mit Einnahmen von 20 bis 25 Millionen Franken rechnen dürfen, nun sind es 30 Millionen. Brutto, versteht sich, aber auch nach Abzug aller Ausgaben wie Prämien für Spieler und Staff blieben YB weit über 20 Millionen Franken. Und nicht mal inbegriffen in diesen für die Young Boys atemberaubenden Zahlen ist die allgemeine Wertsteigerung von Club und Fuss­ballern durch die sechs Auftritte in der Königsklasse.

Eine Million pro Punkt 15,25 Millionen Euro beträgt die Antrittsgage am Milliardenwettbewerb. Dazu kommt neu eine Koeffizientenprämie, die sich aus einer Rangliste der 32 teilnehmenden Mannschaften ergibt. Real Madrid steht auf Rang 1 und erhält 1,1 Millionen Euro mal 32, YB wäre wohl auf Platz 30 und würde deshalb 3,3 Millionen Euro bekommen. «Die Reform der Champions League bevorzugt vor allem die grossen Clubs aus grossen Ligen», sagt Wanja Greuel. «Aber so ist die Entwicklung. Und für den Schweizer Meister ist die Türe ja noch nicht zu.»

Weil das Stade de Suisse vermutlich dreimal ausverkauft wäre, würden in den drei YB-Heimspielen rund 4,5 Millionen Franken eingenommen werden. Eine weitere Million Euro gäbe es aus dem TV-Pool. Dazu gibt es ab dieser Spielzeit 2,7 Millionen Euro (bisher 1,7) für einen Sieg und 0,9 Millionen (bisher 0,5) für ein Unentschieden. Bei – eher zurückhaltend budgetierten – vier Punkten aus sechs Begegnungen kämen noch einmal über 4 Millionen Franken zusammen.

Vor dem möglichen Reibach folgt aber heute erst mal das Rückspiel. Greuel findet die ­Worte des YB-Trainers Gerardo Seoane angemessen, der nach dem ersten Vergleich mit Dinamo Zagreb von einem «halb vollen» Glas sprach. «Die Spieler können sich in Zagreb für die hervorragende letzte Saison belohnen», sagt der CEO. «Aber wenn wir ausscheiden, wäre das kein Untergang. Es ist für YB so oder so ein Erfolg, ­erneut in einer europäischen Gruppenphase zu stehen.»

Ein Scheitern gegen den kroatischen Meister Zagreb würde aber zweifellos mehr schmerzen als die Niederlagen bei Tottenham 2010 (0:4), Gladbach 2016 (1:6) sowie ZSKA Moskau letztes Jahr (0:2). Die Young Boys sind heute besser, weiter, gefestigter, sie haben die jahrzehntelange Titellosigkeit endlich überwunden und ihre Meistermannschaft mit Ausnahme von Innenverteidiger Kasim Nuhu zusammenhalten können. Und es ist die Defensive, die zuletzt nicht restlos gefiel, sieben Gegentreffer erhielt YB in den letzten vier Auftritten in Luzern (3:2), in Biel (3:2 nach Verlängerung), gegen Zagreb (1:1) sowie am Samstag gegen Xamax (5:2). Tore aber erzielten die Young Boys jede Menge, zwanzig waren es in sieben Pflichtspielen.

Ohne Transfertheater

Und in diesem Sommer ist es den Verantwortlichen gelungen, ein Transfertheater wegen umworbener YB-Akteure zu verhindern. Vor zwölf Monaten störte der Abgang von Yoric Ravet zum SC Freiburg die Konzen­tration auf die Partien gegen ZSKA Moskau im Playoff. Diesmal wirkt auch der überragende Kevin Mbabu fo­kussiert. Der Rechtsverteidiger könnte Ende Woche noch verkauft werden – wenn ein Verein wie der stark interessierte Bundesligist Eintracht Frankfurt (mit YB-Meistertrainer Adi Hütter) die geforderte Ablösesumme von 10 bis 12 Millionen Franken zu zahlen bereit ist.

Mit Mbabu sind die Young Boys erheblich stärker als ohne Mbabu. Es hat sich für sie also gelohnt, ihre Akteure nicht unter Marktwert zu verkaufen. Dieses YB will immer das Maximum heraus­holen. Besonders heute Abend ab 21 Uhr im Maksimir-Stadion.


Vorfreude auf die grosse Kulisse – und etwas Angst vor Assalé

Rückspiel Am Samstag war Derby im Maksimir in Zagreb. So richtig von den Sitzen gerissen hat das keinen: Erstens waren nur 2500 Zuschauer da, zweitens kann Lokomotiva gegen das übermächtige Dinamo kaum je etwas ausrichten – und drittens präsentierte sich der kroatische Serienmeister so, wie das Meister zwischen zwei Europacuprunden so zu tun pflegen: im zweiten Anzug.

Auf zehn Positionen änderte Trainer Nenad Bjelica sein Team, Goalie Danijel Zagorac war der Einzige beim 1:0-Sieg, der schon im Playoff-Hinspiel am Mittwoch gegen YB gestartet war. Neben der rigorosen Rotation gab es bei Dinamo am Tag vor dem Spiel vor allem ein Thema: die mit 25 000 Zuschauern ungewöhnliche Kulisse. «Das ist keine Belastung, das ist Inspiration», sagte Bjelica, der vor dem bereits sechsten europäischen Einsatz diese Saison Captain Arijan ­Ademi und Verteidiger Kévin Téophile-Catherine als leicht ­angeschlagen meldet.

Auch bei YB stand hinter dem Captain bis gestern noch ein Fragezeichen. Steve von Bergen setzte am Wochenende gegen Xamax (5:2) mit muskulären Problemen an der Wade aus, absolvierte in der Folge seine Einheiten individuell. «Sein Zustand ist viel besser, ein Einsatz sollte möglich sein», sagte YB-Trainer Gerardo Seoane. Sowohl Dinamo als auch die Young Boys werden sehr wahrscheinlich in derselben Besetzung wie im Hinspiel antreten.

Spiel im TV nur auf Teleclub

Naturgemäss bekunden vor so wichtigen Spielen beide Lager ­reges Interesse an der ­Verfassung des Gegners. Bei der kroatischen Journaille war es gar so gross, dass sich Angst vor ­Roger Assalé breitmachte. Die Schreiber hatten mitbekommen, dass der YB-Ivorer am Samstag wieder im Einsatz gewesen war und sogleich getroffen hatte. «Lassen wir sie in der Angst», ­sagte Seoane schmunzelnd, obwohl er heute sehr wahrscheinlich vorerst den formstarken Nicolas Ngamaleu stürmen lassen wird.

Der Schweizer Fussballfan wird ja heute wegen der neuen Rechtesituation in der hiesigen TV-Landschaft erstmals zur Kasse gebeten, wenn er den Berner Auftritt in Kroatien verfolgen will. SRF 2 hat die Rechte an den Dienstagsspielen an Teleclub verloren, die Partie (Anpfiff 21 Uhr) wird auf dem Sportkanal 2 des Bezahlsenders übertragen.

Die Uefa trägt der Bedeutung der Affiche überdies auch in der Schiedsrichterwahl Rechnung: Geleitet wird die Begegnung vom Weltklassereferee Björn Kuipers. Der Niederländer hat schon an je zwei WM- und EM-Endrunden ­gepfiffen. Der Rahmen in Zagreb also ist bestimmt würdiger als am Samstag.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/M ... y/31239468

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2018, 08:28 
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Die Young Boys spielen um die Champions-League-Millionen

In Kroatien geht es für die Young Boys am Dienstag ab 21 Uhr um so viel wie noch nie. Rund 30 Champions-League-Millionen winken im Playoff-Rückspiel gegen Dinamo Zagreb.

Die Ausgangslage ist nach dem 1:1 vor sechs Tagen knifflig, die Mannschaft aber zuversichtlich.

Ein Schritt fehlt den Young Boys noch zum grossen Champions-League-Wurf, dem erstmaligen Vorstoss in die Gruppenphase - ein letzter Schritt, den sich die Young Boys eigentlich kleiner gewünscht haben, der aber nicht zu gross erscheint, um sie ins Zweifeln zu bringen. So wirkte das jedenfalls in den Tagen zwischen den beiden Duellen mit Kroatiens Rekordmeister. "Es wird eng, aber wir sind überzeugt, dass wir das schaffen", sagte Trainer Gerardo Seoane am Tag vor dem Rückspiel in Zagreb. Guillaume Hoarau, der 34-jährige Torgarant im YB-Sturm, sprach von seinem "grössten Spiel" und meinte: "Wir wissen, wo wir hinwollen und wie wir da hinwollen."

Das Hinspiel, diese zweigeteilten 90 Minuten liessen die Zuschauer am letzten Mittwoch etwas fragend zurück. YB begann furios, dominierte und traf früh. Doch dann entglitt den Bernern das Spiel. David von Ballmoos und dem Pfosten hatten sie zu verdanken, dass sie nicht mit einem Rückstand nach Zagreb reisen mussten. Nun darf YB in Zagrebs Maksimir-Stadion zwar nicht verlieren, kann den Millionen-Jackpot aber schon mit einem Unentschieden knacken, sofern ein Tor gelingt. Es wäre der Lohn für die traumhafte letzte Saison, die auch dank Christoph Spychers Geschick als Sportchef noch nicht im grossen Umbruch gipfelte. Doch auch Seoane weiss: "30 gute Minuten reichen nicht. Und wichtig ist, dass wir kein Gegentor erhalten."

Geht es nach den Wettquoten, hat sich die Favoritenlage durch das Remis und Dinamos Auswärtstreffer leicht Richtung Zagreb verschoben. Während der im Europacup zuhause seit neun Heimspielen ungeschlagene Serienmeister wohl mit der gleichen Formation wie vor einer Woche antreten wird (sofern der angeschlagene Captain Arijan Ademi fit wird), sollen auf der Gegenseite wiederum allesamt Spieler aus der YB-Meistermannschaft verhindern, dass die Buchmacher Recht bekommen. Zur Stammelf wird gemäss Seoane auch der am Wochenende noch angeschlagene Captain Steve von Bergen gehören, der am Dienstag wieder mit dem Team trainieren konnte. Roger Assalé, der sich am Wochenende nach mehrwöchiger Verletzungspause stark zurückmeldete, dürfte in Zagreb als Joker kommen. Nicolas Moumi Ngamaleu vertrat den wuseligen Publikumsliebling ohne Qualitätseinbusse.

Zagrebs Sorgen

Zupass kommt den Young Boys, dass Dinamo Zagreb von seiner Philosophie als Ausbildungsklub in diesem Sommer nicht abwich. Mehr als 35 Millionen Franken nahm der einstige Klub von Grössen wie Luka Modric oder Mario Mandzukic in diesem Sommer durch Spielerverkäufe ein. Kommt hinzu, dass der Klub seit einiger Zeit in einer Identitätskrise steckt, die ihn um den uneingeschränkten Support in der Stadt bringt. Wegen der dubiosen Machenschaften des langjährigen Präsidenten Zdravko Mamic hat sich in den letzten Jahren ein beträchtlicher Teil der Anhängerschaft vom Klub abgewendet. Anstatt vor fast 35'000 Zuschauern spielt Dinamo zuhause in der Regel nurmehr vor einigen tausend. Zu den beiden bisherigen Champions-League-Qualifikationsspielen kamen nicht mehr als 12'000.

Mamic, der unter anderem beträchtliche Transfererlöse in die eigene Tasche abgezweigt haben soll, entfloh dem Zorn der Fans und der vor wenigen Monaten ausgesprochenen sechseinhalbjährigen Gefängnisstrafe, indem er sich nach Bosnien absetzte. Der Klub ringt derweil um die Gunst der verlorenen Fans und hofft nicht zu Unrecht darauf, dass Kroatiens WM-Höhenflug auch ihm einen Schub verleiht. Die Planungen für ein neues Stadion anstelle des 1912 erbauten und trotz einiger kosmetischer Eingriffe zusehends baufälligen Maksimir-Komplexes jedenfalls, so erzählen es die hiesigen Journalisten, schreiten seit Kroatiens Finaleinzug zügiger voran. Der erneute Vorstoss in die Gruppenphase käme da ebenfalls gelegen.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -132976596

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. August 2018, 11:16 
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Rückspiel gegen Dinamo Zagreb

YB und der letzte Schritt

- Den Bernern greifen nach rund 30 Champions-League-Millionen.
- Die Ausgangslage ist nach dem 1:1 im Hinspiel knifflig.
- Torgarant Hoarau unterstreicht: «Wir sind bereit».

Das 1:1 im Hinspiel hat die Ausgangslage für YB komplizierter gemacht, keine Frage. Doch ins Zweifeln bringt das die Berner scheinbar nicht. So sagt Stürmer Guillaume Hoarau mit breiter Brust: «Wir wissen, wo wir hinwollen und wie wir da hinwollen.» Bei einer Qualifikation für die Gruppenphase könnten die Berner mit Einnahmen von gegen 30 Millionen Franken rechnen.

Wie sehen die Aufstellungen der beiden Teams aus?

- Kroatiens Serienmeister dürfte mit der gleichen Formation wie vor einer Woche antreten. Ein Fragezeichen ist hinter den Einsatz des angeschlagenen Captains Arijan Ademi zu setzen.
- Auch bei YB wird es wohl in der Startelf im Vergleich zum Hinspiel zu keiner Änderung kommen. Der am Wochenende noch geschonte Captain Steve von Bergen dürfte auflaufen.
Roger Assalé, der sich gegen Xamax nach mehrwöchiger Verletzungspause stark zurückmeldete, könnte in Zagreb eine Joker-Rolle übernehmen. Nicolas Moumi Ngamaleu vertrat Assalé in dessen Abwesenheit gut.

Die möglichen Formationen:

Dinamo Zagreb: Zagorac; Stojanovic, Théophile-Catherine, Dilaver, Leovac; Ademi (Sunjic); Hajrovic, Olmo, Gojak, Orsic; Gavranovic.
Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Wüthrich, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sanogo, Sow, Sulejmani; Hoarau, Moumi Ngamaleu.

Die Taktik von Hoarau

Wenn YB an die Honigtöpfe der Königsklasse will, muss in Zagreb mindestens ein Tor her. Im Hinspiel scheiterte Hoarau zweimal mit einem Kopfball nur knapp. Nun will er es besser machen. Er, der sein einziges CL-Tor 2012 mit Paris St-Germain ausgerechnet gegen Zagreb erzielte. Er, der an einen Exploit des Teams glaubt und sagt: «Die beste Taktik ist zu gewinnen.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... te-schritt

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