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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 9. Mai 2018, 22:01 
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Mit Geld und Geist, Geschick und Glück

Die Young Boys absolvieren mit ihrem Super-League-Meisterteam eine überragende Saison. Aber wer hat die Mannschaft eigentlich wie zusammengestellt?

Vermutlich hat YB in seiner 120-jährigen Vereinsgeschichte nie ein Team gehabt mit mehr Talent. Es würde keineswegs überraschen, wenn mehrere Akteure eine grosse internationale Karriere hinlegen werden. Und so drängt sich die Frage auf, wer dieses Team eigentlich derart smart zusammengestellt hat?

Der Einfluss von Bickel

Besonders interessant bei YB ist diese Analyse, weil man den Einfluss von Fredy Bickel unterschiedlich bewerten kann. Er trat Anfang 2013 zum zweiten Mal das Amt des Sportchefs bei den Young Boys an – und liess sich bald einmal zur Aussage verleiten, er strebe innerhalb von drei Jahren, also bis 2016, einen Titelgewinn an. Wenige Wochen nach Ende der Saison 2015/16 wurde Bickel entlassen – man warf ihm unter anderem Misswirtschaft vor, weil er Fussballer mit fürstlichen Löhnen nach Bern gelockt hatte. Zu Bickels Entlastung gilt es zu erwähnen, dass alle Verträge von Kontrollinstanzen im Verwaltungsrat signiert worden waren. Kurze Zeit nach der krachend gescheiterten Phase 3-Strategie träumten viele im Stade de Suisse immer noch vom Grossangriff auf den Primus FC Basel.

Und so verpflichtete Bickel einige Akteure, die heute als Meisterhelden firmieren. Bickels Königstransfer Steve von Bergen kam 2013, Sékou Sanogo und Guillaume Hoarau wurden 2014 geholt, Miralem Sulejmani und Loris Benito 2015. Allerdings wurden Sanogo, Benito und Sulejmani erst zu Leistungsträgern, als Bickel nicht mehr in Bern war. Und auch von Bergen absolviert derzeit seine klar beste Saison bei YB. Bei YB hält sich heute die Begeisterung über Bickels Arbeit in sehr überschaubaren Grenzen. Zitieren lassen möchte sich niemand. Aber sein Nachfolger Christoph Spycher war lange Zeit damit beschäftigt, das Kader angemessen umzubauen. Auch er schluckte wie andere Verantwortliche leer, als er die hoch dotierten Spielerkontrakte erstmals sah.

Ganz sicher nicht ideal war es, verdienten auch Akteure aus der Mittelklasse sehr gut. Die Besitzer Andy und Hansueli Rihs hatten nach verlustreichen Jahren seit 2010 genug, Jahr für Jahr hohe Millionendefizite zu übernehmen, bis 2016 insgesamt weit über 50 Millionen Franken. Und so wurde Bickels Vertrag Ende 2015 zwar verlängert, aber mit einer Kündigungsfrist versehen. Im Sommer 2016 bereits waren dem Sportchef die Hände finanziell stark gebunden. Im August, kurz vor Ende des Transferfensters, holte YB damals die jungen Verteidiger Kasim Nuhu (aus Mallorca) und Kevin Mbabu (aus Newcastle) vom Wühltisch des Fussballerbasars. Kein anderer Verein interessierte sich für diese zwei Spieler, deren Karrieren ins Stocken geraten waren. Es waren günstige Zugänge – auf Leihbasis. Mehr lag für die Young Boys nicht drin, die Rihs-Brüder hatten den Geldhahn endgültig zugedreht. Bei beiden wurde es aber versäumt, eine Kaufoption zu fixieren.

Der Wert von Chapuisat

Bickel war bei diesen zwei Transfers nicht der Initiant. Heute sind Nuhu und Mbabu wichtige Stützen des Meisterteams – und stehen vor lukrativen Sommertransfers. Nuhus Weg nach Bern wurde während der kurzen Ära von Urs Siegenthaler im YB-Verwaltungsrat gebahnt. Und bei Mbabu spielte mal wieder der oft unterschätzte, aber äusserst wertvolle Chefscout Stéphane Chapuisat eine enorm wichtige Rolle. Wie bei Hoarau. Oder bei Roger Assalé, der im Winter 2017 verpflichtet worden war. Oder früher bei Denis Zakaria und Yvon Mvogo. Die beiden wurden für zusammen rund 20 Millionen Franken verkauft.

Wenige Tage nach den Verpflichtungen von Mbabu und Nuhu musste Bickel gehen. Spycher übernahm nach sehr unruhigen Tagen im Verein das Kommando – und räumte im Kader Schritt für Schritt auf. Mehrere Spieler, die teuer waren, aber nicht zur Philosophie passten, verliessen YB. Wie Vilotic, Sutter, Gajic, Rochat, Lecjaks, Afum, aber auch Nuzzolo und Frey. Sie besassen teilweise langfristige Verträge, was es noch komplizierter gestaltete, sie abzugeben.

Die Leistung von Spycher

Christoph Spycher gelang es, das Kader deutlich günstiger zu machen – und besser. Dabei holten die Verantwortlichen, zu denen neu auch Ausbildungschef Gérard Castella zählte, 2017 nur Akteure aus kleinen Vereinen, in denen sie Qualitäten sahen, die anderen vielleicht nicht aufgefallen waren. David von Ballmoos aus Winterthur. Jordan Lotomba aus Lausanne. Jean-Pierre Nsame von Servette. Christian Fassnacht aus Thun. Djibril Sow aus der zweiten Mannschaft Gladbachs. Das las sich wenig meisterlich, hatte aber Hand und Fuss. Zudem gelang es, Mbabu und Nuhu nach anstrengenden Verhandlungen fix zu binden. Spycher drehte an den richtigen Schrauben und ist der Baumeister des meisterlichen Kaders. In Zusammenarbeit mit Trainer Adi Hütter, der seine klaren personellen Vorstellungen beim Umbau ebenso rigoros durchsetzte.

Und wenn nun Mbabu, Nuhu und Roger Assalé in eine grosse Liga weiterziehen, warten bereits die nächsten Begabungen auf den Durchbruch. Sow dürfte bei YB bleiben, Lotomba rückt auf, auch Nicolas Ngamaleu, Grégory Wüthrich, Michel Aebischer und Pedro Teixeira besitzen Steigerungspotenzial. Und im Sommer sollen die nächsten Trouvaillen verpflichtet werden.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/m ... y/15909804

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Freitag 11. Mai 2018, 19:10 
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SPIELERWECHSEL ZWISCHEN THUN UND YB SIND BELIEBT

DER GROSSE KARRIERESPRUNG GELANG BISHER ABER NUR IN EINE RICHTUNG

In Bern hört man es zwar nicht gerne, doch die Fakten sprechen halt eine deutliche Sprache. Seit Einführung der Super League 2003 gab es zwischen YB und Thun insgesamt 31 Spielerwechsel (Transfers und Leihe). Insgesamt 26 Mal bedienten sich die Thuner bei den Young Boys. Doch meistens gelang der grosse Karrieresprung nur in eine Richtung.

Christian Fassnacht war der letzte Thuner, der zu den Young Boys wechselte, er tat dies vor rund einem Jahr, auf die YB-Meistersaison 2017/18 hin. Und siehe da, der 24-Jährige gehört zur Meister-Stamm-Elf und steuerte neun Tore, sowie acht Assists bei. Wie es mit Fassnacht weiter geht ist offen, aber sollte er YB verlassen, dann nur in eine bessere Liga.

In einer besseren Liga befindet sich auch Renato Steffen, der beim VfL Wolfsburg in der Bundesliga unter Vertrag steht. Auch Steffen kennt den Weg von Thun über YB, welchen ihn zu Serienmeister Basel und jetzt sogar noch weiter brachte.

Ähnlich könnte es Sékou Sanogo gehen, der sich 2014 den Gelb-Schwarzen anschloss. Nach dieser Saison darf man spektakuläre Angebote aus dem Ausland erwarten, welche YB mehrere Millionen einbringen können. Einziges Hindernis könnte seine Gesundheit sein, welche ihm einen Wechsel ins Ausland bisher verunmöglichte.

Mario Raimondi blieb dem BSC Young Boys nach seinem Wechsel 2005 acht Jahre treu und beendete seine Karriere in der Hauptstadt. Über 200 Super-League-Spiele bestritt der heute 37-Jährige für YB. Er avancierte zum Leistungsträger und Teamleader, welcher von Fans und Mitspielern geschätzt wurde.

Die einzige Ausnahme heisst Ljubo Milicevic. Er stiess 2006 ablösefrei von Thun zu YB, blieb für eine Saison und absolvierte zwölf Spiele. Danach zog es den australisch-kroatischen Doppelbürger zurück in seine Heimat Australien, wo er immer wieder vereinslos war und seine Karriere 2016 beendete.

DER UMGEKEHRTE WEG FÜHRT MEISTENS ZU EINEM KARRIERESTILLSTAND

26 Spieler gingen den umgekehrten Weg und waren damit deutlich weniger erfolgreich. Doch auch hier gib es eine Ausnahme; Roman Bürki. Der heutige BVB-Keeper wechselte 2009 für sechs Monate von YB ins Berner Oberland, bestritt aber kein Spiel für den FC Thun in der Super League...

Die Gebrüder Schneuwly wagten den Wechsel 2011 (Christian) und 2012 Marco. Für beide war es ein Knick in ihrer Karriere. Sie kamen nie mehr in eines der beiden Top-Teams der Super League zurück oder konnten sich im Ausland beweisen. Marco Schneuwly spielt aktuell in Sion, einem Abstiegskandidaten und Bruder Christian kann mit Luzern zwar immer noch auf eine Europa-League-Teilnahme hoffen, doch wer den internationalen Weg der Luzerner zuletzt verfolgte, weiss - Endstation Qualifikation. Für die Gebrüder Schneuwly hätte es, wäre man bei YB geblieben oder zum FC Basel gewechselt evt. sogar über die Landesgrenze hinaus gegangen.

Für Josef Alexander Martinez, welcher für den FC Thun immerhin acht Tore und drei Assists in 18 Spielen erzielte, ging es zwar für kurze Zeit zum FC Turin, jedoch bestritt er in der Serie A kein einziges Spiel. Schliesslich landete er in der MLS bei Atlanta United und dies im Alter von 24 Jahren, autsch!

Picken wir uns noch den Thuner raus, der bei seinem Wechsel oder besser gesagt seiner Leihe von YB nach Thun den höchsten Marktwert hatte. Alexander González. Der heute 25-jährige Rechtsverteidiger wechselte nach einem starken Jahr bei Thun, 30 Einsätzen und fünf Skorerpunkten, nochmals zu YB. Von dort ging es weiter in die zweite spanische Liga zu Huesca. Einem Verein, welcher seit mehreren Jahren den Aufstieg in die La Liga verpasste. Doch aufgepasst, bleibt González Huesca treu, spielt er kommende Saison in der höchsten spanischen Spielklasse, ob er dort bestehen wird?

Das neuste Beispiel von Thun nach Bern könnte Sandro Lauper werden. Sein Transfer ist gemäss Aussage von SPORTAL-HD-Experte Baykal Bellusci bereits unter Dach und Fach. Doch findet Sandro Lauper im starken YB-Mittelfeld überhaupt ein Plätzchen? Dies war eines der vielen Themen in der "The Soccer Lounge" vom 7. Mai 2018.


http://sport.ch.sportalsports.com/sport ... 00000.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Samstag 12. Mai 2018, 11:14 
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YB: Ausrutscher mit Ansage

Nach dem 1:5 in Basel bleibt YB ruhig. Es gilt nun, bis zum Cupfinal den Druckabfall aufzufangen.

Es ist vielleicht die am leichtesten verschmerzbare Kanterniederlage, die YB je kassiert hat. Das 1:5 am Donnerstag in Basel war ein Ausrutscher mit Ansage, nach all den Feierlichkeiten der Young Boys in letzter Zeit.

Steve von Bergen ist ein Perfektionist, er meldet am Freitag, eine solche Leistung gehe trotzdem nicht, schon gar nicht als Meister, die richtige Einstellung habe gefehlt. Aber auch der YB-Captain wird sich kaum lange mit der Nieder­lage aufhalten.

Adi Hütter, sein Trainer, sagt, es sei natürlich schade, habe man so hoch verloren. «Aber die Spieler wurden als Helden gefeiert, nun sind sie sicher nicht die Deppen wegen einer misslungenen Begegnung.»

Die erste Niederlage im Jahr 2018 fiel für YB sehr deftig aus, das schon, aber sie interessiert bald niemanden mehr. Zwar waren die Young Boys schon auch stolz auf ihre Serien, zum Beispiel die Ungeschlagenheit seit sieben Pflichtspielen gegen den FCB, ­zudem verpassen sie nun den Basler Super-League-Punkterekord – doch diese Dinge sind vor allem für Statistiker relevant.

Den Lohn für ihre herausragende Saison bekommen die Berner am Sonntag nach dem Spiel gegen ­Lugano im Stade de Suisse. «Es sind sehr emotionale, schöne Tage für uns», sagt Hütter. «Und wir freuen uns enorm, am Sonntag den Meisterpokal zu erhalten.»

Die Wechselgerüchte

Die schwache YB-Performance in Basel am Donnerstag ist nachvollziehbar, sie wird eine Randnotiz in einer historischen Spielzeit bleiben. Der YB-Trainer beschreibt die Gefühlslage seiner Akteure anschaulich: «Die Spieler hielten über Wochen und ­Monate die Spannung hoch, nach dem Gewinn des Titels ist ein Druckabfall nicht zu verhindern. Wir alle spürten, wie riesengross die Sehnsucht in Bern nach 32 Jahren ohne Meisterschaft war.»

Zudem werden ja zahlreiche Fussballer der Young Boys mit Wechseln in eine Topliga in Verbindung gebracht. Hütter glaubt jedoch nicht, dass diese Spieler dadurch abgelenkt sein könnten. «Es gibt schon die ganze Saison über Gerüchte, wer YB im Sommer verlassen könnte. Ausserdem wäre ja wohl eher das Gegenteil der Fall. Diese Spieler müssten in Basel vor grosser Kulisse besonders motiviert sein.»

Die Köpfe freibekommen

Für Adi Hütter und seinen Staff geht es nun darum, die Konzentration wieder aufzubauen. Nach den Kehrausspielen gegen Lugano und bei GC am nächsten Samstag steht am 27. Mai in Bern noch der Cupfinal auf der gelb-schwarzen Agenda. Und gegen den Aussenseiter FCZ müssen die Köpfe der Spieler nach den vielen Festivitäten wieder frei sein. Damit es am Ende dieser Saison zu einer weiteren YB-Party im Stade de Suisse kommen kann.

Platz betreten verboten

Viele Zuschauer, die am Sonntag im Stadion dabei sein werden, wissen gar nicht, wie so eine Pokalübergabe durchgeführt wird – zumindest nicht an YB. Nach dem Heimspiel gegen Lugano wird auf dem Kunstrasen von der Swiss Football League eine Bühne aufgestellt. Dort werden Spieler und Staff um rund 18 Uhr die Medaillen für den Meistertitel in Empfang nehmen dürfen – sowie den Pokal. Ein Platzsturm wie nach dem 2:1-Sieg gegen Luzern vor zwei Wochen ist verboten. Die Young Boys bitten die Zuschauer darum, die Zeremonie von ihren Plätzen aus zu verfolgen – und das Feld nicht zu betreten.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/31523891

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Sonntag 13. Mai 2018, 11:00 
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Kinderbilder der YB-Stars von Wölfli bis Hoarau

Erkennen Sie diese Berner Meisterhelden?

Am Sonntag ist es so weit. Dann kriegen Steve von Bergen und die weiteren Champions-Kids den Meisterpokal.

Die Erlösung nach langen 32 Jahren. Als die Young Boys am 28. April mit dem 2:1 gegen Luzern in der Tabelle nicht mehr einzuholen waren und als Meister feststanden, da reichte das vielen Fans, die jahrelang mit den Verlierern vom Dienst mitgelitten hatten, noch nicht, um es vollends zu glauben. Wie viele sagten da: Ich kann es noch nicht fassen.

Dieser Zustand wurde durch die Nacht von Bern, in welcher tout Bundeshauptstadt in einem tranceähnlichen Rausch war, nicht eben gemildert. Danach: Der Kater. Und der Alltag. Zwei weitere Spiele. Eins mit dem zweiten Anzug mit viel Dusel gewonnen (1:0 in Sion), eins mit der ersten Garde mit Pauken und Trompeten 1:5 in Basel verloren.

Am Sonntag steht Spiel drei an, das zu einem veritablen Schaulaufen werden könnte, denn Gegner Lugano ist nach dem 2:0 gegen Lausanne gerettet, hat also auch keinen Druck mehr.

Platzsturm ist untersagt

Nach dem Spiel wird auf dem Kunstrasen des Stade de Suisse eine Tribüne aufgestellt, auf welcher die Trophäe den Bernern überreicht wird.

Erstmals steht auf dem neuen, 2016 kreierten Pokal «BSC Young BOYS», nachdem dort zweimal «FC Basel 1893» steht. Und dann können sie ihn in die Höhe stemmen, die Meisterhelden. Ein Platzsturm wie nach dem Triumph gegen den FCL ist übrigens untersagt!

Und am Pfingstsonntag folgt die grosse Party. Im Stade de Suisse wird es ab 17.30 Uhr diverse Konzerte geben. Höhepunkt: Guillaume Hoarau singt den neuen YB-Meistersong «Stand Together (YB Forever)» zusammen mit der Reggae-Truppe Open Season. Zuvor präsentieren die Spieler den Fans den Pokal um 14 Uhr auf einer Bühne auf dem Bundesplatz, bevor sie in einem offenen Bus ins Stade de Suisse gefahren werden.

Und dann wirds nochmals rund gehen für die Meisterkids. Wer hätte im zarten Alter, in welchem sie abgebildet sind, schon ahnen können, was sie gemeinsam für Bern dereinst auf die Beine stellen würden?


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 68935.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. Mai 2018, 16:58 
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YB: Vom Titel-Trubel wieder auf Cup-Kurs

Nach der Pokalübergabe beginnen bei den Young Boys viele erst zu realisieren, was sie erreicht haben. Gleichzeitig beginnt die Vorbereitung auf den Cupfinal.

«Die Haarfarbe? Klar, die habe ich vorausgeahnt», sagt Miralem Sulejmani und grinst. Seit Wochen trägt der serbische YB-Flügelstürmer die Haare blond gefärbt, für den Teamkodex «Gelb auf dem Kopf» musste er vor der Pokalübergabe deshalb nicht mehr zum Friseur.

Am Sonntag posieren seine gelb-blonden Mannschaftskollegen noch für Bilder mit dem Pokal auf dem Spielfeld, während Sulejmani die vergangenen Tage Revue passieren lässt.

Der Empfang der Trophäe war bei den Young Boys für viele auch der Moment, in dem sie das Erreichte erst wirklich zu realisieren vermochten. «Da weisst du, wofür du gearbeitet hast», beschreibt es Sulejmani, der Vergleichswerte besitzt, weil er in seiner Karriere nach sechs Meisterschaften und vier Cupsiegen bereits seinen zehnten Pokal in Empfang nehmen durfte. «Normal wird das nie», sagt Sulejmani, «erst recht nicht in unserem Fall, nach dieser speziellen Saison.»

«Der Liga tut es auch gut»

Trotz all der Erfolge in Portugal und Holland hat die jüngste Auszeichnung für den 29-Jährigen einen besonderen Stellenwert. «Für diesen Titel habe ich hart gearbeitet, ich hatte hier nicht von Beginn an Erfolg.»

Sulejmani hat kürzlich seinen Vertrag mit YB verlängert, der Serbe wird zumindest auch zu Beginn der kommenden Saison bei den Bernern spielen. «Der Liga tut es gut, dass wir Meister geworden sind», sagt er, «der Wettbewerb ist wieder lanciert.»

Vor zwei Wochen, nach dem aufwühlenden 2:1 gegen Luzern, da fühlte sich für die Young Boys vieles noch anders an, neuer, frischer vielleicht. «Das war wilder damals», sagt Roger Assalé.

Die Trophäe sei schon ziemlich schwer, bestätigt der ivorische Dauerbrenner, schiebt aber nach: «Was wir geschafft haben, war auch nicht so leicht.» Es sei der verdiente Lohn für acht Monate harte Arbeit.

Assalé ist einer von drei Akteuren, denen Trainer Adi Hütter nach dem 1:5 in Basel beim 3:1 gegen Lugano vom Sonntag eine Pause gegönnt hat. Am Samstag, bei der Derniere in der Meisterschaft auswärts gegen GC, dürften es im Hinblick auf den Cupfinal eine Woche später noch deutlich mehr sein.

Und mit den Feierlichkeiten ist es vorerst noch nicht vorbei. Nächsten Sonntag steht die Meisterfeier an. Auf zwei offenen Trucks werden Mannschaft und Staff durch die Stadt zum Stadion fahren, wo die Fans dann Auftritte von Guillaume Hoarau mit Open Season, von Lo & Leduc und Züri West erwarten.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/13951377

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Mai 2018, 11:21 
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12 Figuren aus 12 YB-Titeljahren

Die Sehnsucht hat bei YB nach 32 Jahren mit dem 12. Meistertitel ein Ende gefunden. In früheren Jahren feierten die Young Boys Titel um Titel. Wir packen die 12 Figuren aus 12 Meisterjahren in ein attraktives 3-4-3-System.

1958/1959: Eugen «Geni» Meier

Man erzählt sich rund um YB bis heute viel über die goldene Generation, welche in den 50er-Jahren vier Titel in Serie gewann. Doch den Eugen Meier aus Schaffhausen, 1951 noch 4000 Franken, später 249 Tore für YB wert, hat diese Ära personifiziert.

«Bomben-Meier» hiess er bald einmal, er war für die Schweiz, was Gerd Müller gut zehn Jahre später für Deutschland werden sollte: ein König des Strafraums mit einer unfassbaren Torquote. Bis heute ist er der mit Abstand beste Schütze der Clubgeschichte, er war es lange Zeit auch im Europacup, mittlerweile hat ihn dort aber Guillaume Hoarau mit 15 Toren überflügelt.

Meier war ein echter Star bei YB: Zu seinem Abschiedsspiel 1965 gegen Red Star Paris kamen 8000 Zuschauer. Generös überliess YB dem Scheidenden die Nettoeinnahmen: Nach Abzug der AHV waren das noch stattliche 48,60 Franken.

1902/1903: Oskar Schwab

Ein Fussball, so heisst es, sei unter dem Christbaum der ­Familie Schwab gelegen, im Winter 1897 im Kirchenfeld. Die Brüder Max und Oskar kickten begeistert, und bereits im März gründeten sie mit anderen Schülern die Young Boys. Der Rest ist Geschichte. Oskar Schwab blieb seinem Verein lange treu und war die prägende Figur bei den ersten Teilnahmen von YB an der Schweizer Fussballmeisterschaft.

Von Anfang an trieb er die Eigenständigkeit des Vereins ­voran, der in seinen Anfängen noch als Schülerteam des FC Bern auftrat. «Auf das Vergnügen kann ich verzichten», heisst es von ihm in einem ­Versammlungsprotokoll kurz vor der Abspaltung im Dezember 1898. Schwab war der erste Meistercaptain von YB beim überzeugenden Sieg der damals noch in Turnierform gespielten Meisterschaft 1903.

1908/1909: Wilhelm Meister

Anders als sein berühmter ­Namensvetter in den Bildungsromanen von Goethe musste Wilhelm Meister bei YB keine langen Lehr- und Wanderjahre durchlaufen, um zum Erfolg zu finden. Bereits in seinem ersten Jahr nach der Ankunft errang er mit den Young Boys den Titel, es war sogleich der erste aus der berühmten Hattrick-Zeit zwischen 1909 und 1911.

Nachdem der zweite Meister-Hattrick von YB 1959 feststand, wurde der damals betagte, aber noch immer sehr rüstige Wilhelm Meister gebeten, ein paar Vergleiche zwischen den beiden Teams anzustellen. Meister machte eine fussballhistorisch erstaunliche Beobachtung: «Wurden wir von englischen Mannschaften mühelos mit drei bis sechs Toren Unterschied ­geschlagen, so hat die heutige Meistermannschaft bewiesen, dass sie den besten englischen Clubs durchaus gewachsen ist.»

1928/1929: Paul Fässler

Der Fässler war eigentlich nur bei YB wegen dem Ramseyer. Und der Ramseyer, so viel wissen wir ja schon, hätte eigentlich Turner werden sollen. So lief das im Fussball des frühen 20. Jahrhunderts, doch Paul Fässler war für YB weit mehr als nur ein Trainingsgast von Verteidiger und Teamkollege Ramseyer.

Der 1,59 Meter kleine Fässler gehörte nach seiner Ankunft bei YB 1920 schnell einmal zu den besten Mittelfeldspielern des Landes. Bei den Olympischen Spielen 1924, an denen die Schweiz mit einer Niederlage im Final gegen Uruguay so etwas wie den inoffiziellen Titel des Europameisters errang, brillierte der Ostschweizer als Leistungsträger. Und fünf Jahre später ­errang er mit YB seinen einzigen Meistertitel – standesgemäss als Captain. Später wechselte er zum FC Biel, kehrte von dort aber nach nur einem Jahr schon wieder zu YB zurück.

1909/1910: Jakob Walter

Eine der prägendsten Figuren aus der Hattrick-Zeit zwischen 1909 und 1911 war Jakob Walter. Er stiess 1909 zu YB, stieg schnell zum Captain auf und gewann als solcher die Titel Nummer 3 und 4 für die Young Boys. Weil die Berner in dieser Zeit ziemlich dominant auftraten, drang in den Matchberichten bereits nach dem zweiten der drei aufeinanderfolgenden Titel eine leichte Kritik durch.

Noch aus der Meistersaison 1908/1909 ist aus der YB-Chronik von einem Auswärtsspiel bei Cantonal Neuenburg eine spezielle Wette überliefert, bei der die Spieler für einen Zu-Null-Sieg 30 Flaschen «Neuenburger» gewinnen sollten. Das Kunststück gelang mit einem 2:0, nach dem Spiel standen 30 entkorkte Flaschen in der Garderobe. Der Chronist schreibt dazu: «Auch dieses Hindernis wurde genommen, aber lasst mich schweigen über die Heimkehr...»

1985/1986: Robert Prytz

Wenig deutete im Winter 1985/1986 darauf hin, dass die Young Boys einige Monate ­später den Meisterpokal in den Himmel über Neuenburg stemmen würden. Es war Halbzeit in der Meisterschaft, YB lag auf Rang 5, und so richtig vom Stuhl zu reissen vermochte der Zuzug eines leicht dicklichen, etwas lethargischen Schweden namens Robert Prytz niemanden.

Doch mit Prytz zogen die Young Boys von Sieg zu Sieg und gaben bis zum abschliessenden, titelbringenden 4:1 bei Xamax nur noch zweimal Punkte ab. Der schwedische Regisseur war längst zum Helden avanciert, holte sich ein Jahr später mit YB auch den Cup, ging dann nach Deutschland und Italien und kehrte 1995 noch einmal zu YB zurück. Noch mit 46 Jahren spielte Prytz in der schottischen Amateurliga, später war er gemäss einer schwedischen Zeitung ­Zügelhelfer in Malmö.

1959/1960: Ernst Wechselberger

Es gibt nicht viele Stürmer, die bei ihrem Verein auf Anhieb treffen. Seydou Doumbia war für YB so einer – und gut 50 Jahre davor Ernst Wechselberger. Aus Deutschland hatte ihn der neue Meistertrainer Albert Sing 1957 mitgebracht, und mit einem deutschen Angreifer hatten die Young Boys zuvor bereits in der Person von Kurt Linder beste ­Erfahrungen gemacht.

Wechselberger hiess bald einmal «Wächseler», wurde auf Anhieb Torschützenkönig und Meister mit YB und stieg so zu einer der Schlüsselfiguren dieser goldenen Ära auf. Neben dem Fussball ging man damals noch einem Beruf nach, und Wechselberger bewies, nicht nur in den Füssen eine Menge Gefühl mitzubringen, war er doch zumindest in Bern bald auch als begnadeter Tailleur bekannt. Später wechselte er zu Luzern, wo er noch lange aktiv war. 2013 verstarb er, ebenfalls in Luzern.

1919/1920: Rudolf Ramseyer

Zum Fussball kam der Stadtberner Rudolf Ramseyer wider allen Erwartens. Sein Vater war ein leidenschaftlicher Turner und sprach sich klar gegen das neuartige, damals noch oft als obszön empfundene Spiel aus, zudem sollte Ramseyer junior lieber bald das Baugeschäft übernehmen, anstatt zu kicken. Dennoch setzte der zielstrebige Sohnemann seinen Willen durch und fasste Fuss bei YB.

«Rüedu» war ein beinharter Verteidiger, gefürchtet beim Gegner, beliebt beim Publikum, und wurde zum prominentesten YB-Spieler der 20er-Jahre. Doch als besagtes Bau­geschäft für den Stadionbau im Wankdorf nicht berücksichtigt wurde, ging er zum FC Bern – was damals einer Todsünde gleichkam. Bis zu ­seinem Rücktritt 1933 blieb er beim grossen Konkurrenten – und das transferprägende ­Baugeschäft leitete er bis zu ­seinem Tod 1943.

1910/1911: Victor Adamina

Erst gab es Titel und Trophäen – dann Krieg und Kartoffeln. Auf dem Sportplatz Spitalacker feierten die Young Boys ihre ersten Erfolge. Dazu gehörte der Meister-Hattrick zwischen 1909 und 1911, der erste überhaupt in der Liga-Geschichte. Just im ersten dieser drei Meisterjahre stiess der junge Victor Adamina zu den Young Boys. Der beinharte Verteidiger war ein wichtiger Zuzug im ­damals noch weitgehend von Angreifern geprägten Fussball. Das vorherrschende System zu dieser Zeit war ein flottes 2-3-5, die sogenannte Schottische ­Furche, und die beiden Abwehrspieler mussten vor allem eines mitbringen: Härte.

Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, musste YB buchstäblich das Feld räumen: Die Regierung pflanzte angesichts der drohenden Nahrungsmittelknappheit auf dem «Spitz» ­Kartoffeln an.

1956/1957: Heinz Schneiter

Der Schneiter sei ein Grosser, hiess es, als der 1,87 Meter grosse Berner Oberländer Mitte der Fünfziger vom FC Thun zu YB kam. Und nicht erst heute weiss man: Heinz Schneiter war für YB wirklich ein Grosser. Die grosse Ära um Trainer Albert Sing mit vier Meistertiteln und zwei Cupsiegen prägte der Verteidiger entscheidend mit. Schneiter war bei seinem Wechsel 1962 nach Lausanne der erste Schweizer Fussballer, der mehr als 100'000 Franken Ablöse kostete, und brachte es auf 44 Länderspiele.

In den 70ern war er auch kurz YB-Trainer, und als Christian Gross 2011 zu YB kam, bestand dieser darauf, dass Schneiter künftig wieder als Teamcoach auf der Spielerbank eingesetzt werde – seine Erfolge mit YB sollten der neuen Generation Inspiration sein. Vergangenen Sommer verstarb Schneiter nach schwerer Krankheit 82-jährig.

1957/1958: Walter Eich

Manchmal dauert es, bis Zürcher in Bern ankommen. Walter Eich hiess zunächst einmal «Walti», als er 1947 als 20-jähriger Torwart von den Zürcher Young Fellows zu YB wechselte. Doch Eich ging nicht mehr weg, hiess bald einmal «Wädu» und war den Young Boys Rückhalt in der bis heute erfolgreichsten Zeit Ende der 1950er-Jahre mit vier Meistertiteln und zwei Cupsiegen.

Legendär ist das hohle Rinderhorn, mit welchem ihm im Cupfinal 1958 gegen die Grasshoppers ein gebrochener Daumen geschient worden sein soll. Nach seiner Karriere blieb Eich YB erhalten, er bildete als Torwarttrainer berühmte Keeper wie Urs Zurbuchen oder Bernhard Pulver aus. Zusammen mit Heinz Schneiter war er gar kurzzeitig Co-Trainer, stand auch mal als Interimscoach zur Verfügung. Der Zürcher war aus Bern nicht mehr wegzudenken.

2017/2018: Adi Hütter (Trainer)

Bald erlebt Adi Hütter seinen 1000. Tag als YB-Trainer. Dass es so weit kommt, hätte er selbst nicht gedacht – nach seiner Ankunft im Spätsommer 2015 galt es nur ein Jahr später bereits erste Unruhen zu überwinden, als bei YB Knall auf Fall Sportchef und CEO entlassen wurden.

Hütters Weg bei YB ging kontinuierlich nach oben. Nebst der Qualität als Trainer und seinen Fähigkeiten als Motivator hat auch sein unerschütterliches Selbstvertrauen die Young Boys zu einem Meisterteam gemacht. So stellte sich der 48-jährige Vorarlberger nach zwei zweiten Plätzen in der Meisterschaft dann im vergangenen Sommer, im Trainingslager im österreichischen Zillertal, vor die Mannschaft und sagte: «Ich möchte mit euch Meister werden.»

Und Hütter setzt als erst dritter YB-Meistertrainer (bei anderen erfolgreichen Teams war die Stelle stets vakant) eine Tradition fort – nach dem Deutschen ­Albert Sing und dem Polen ­Alexander Mandziara kommt auch er aus dem Ausland.



Die YB-Meisterkader

1902/1903 F. Joss, E. Prince, F. Gamper, W. Lehmann, Max Schwab, P. Rohr, Oskar Schwab (Captain), W. Frey, F. Brodbeck, H. Kämpfer, Kratz, ­H. Bähler, E. Gass, L. Lloyd, E. Rüetschi, Karl Marti, Leo Gohl. Trainer: vakant

1908/1909 E. Maurer (Captain), J. Baierlé, Victor Adamina, W. Lehmann, A. Rubli, Wilhelm Meister, Weiss I, E. Sydler, R. Stucki, H. Kämpfer, K. Minder, O. Kihm, H. Bähler, H. Ochsenbein. Trainer: vakant

1909/1910 E. Maurer, Victor Adamina, R. Stucki, F. Gerster, J. Walter, G. Schulz, K. Minder, H. Kämpfer, Wilhelm Meister, Paul Kaiser, Weiss I, W. Glur, Weiss II, von Graffenried. Trainer: vakant

1910/1911 E. Maurer, Victor Adamina, R. Stucki, F. Nägeli, Jakob Walter (Captain), H. Walter, K. Minder, F. Wetzel, Wilhelm Meister, P. Kaiser, Weiss I, W. Lehmann, F. Gerster, G. Schulz, von Graffenried, Weiss II, Hunziker, Funk I, W. Bertschi. Trainer: vakant

1919/1920 Berger II, Bessmer II, Wüthrich II, Funk I (Captain), Bessmer I, A. Osterwalder, H. Beyeler, Funk II, Wüthrich III, Dasen II, Rudolf Ramseyer, Wühtrich I, Zumstein, Bögli, Paul Fässler, R. Marchand, A. Liniger. Trainer: vakant

1928/1929 H. Pulver, J. von Arx, E. Grunder, Baldi, H. Vögeli, M. Fasson, Paul Fässler (Captain), Baumgartner, Jung, Mühlheim, V. Schicker, H. von Arx, Funk II. Trainer: vakant

1956/1957 Walter Eich, Willy Steffen, Robert Bäriswyl, Heinz Bigler, Niggi Zahnd, Otto Häuptli, Heinz Schneiter, Kurt Scheller, Eugen Meier, Kurt Linder, Gilbert Rey, Hans Grütter (Captain), Marcel Flückiger, Michel Spicher, Léon Walker, René Hamel, René Häfeli, Heinz Geiser, Peter Allenbach. Trainer: Albert Sing

1957/1958 Walter Eich, Willy Steffen, Heinz Bigler, Niggi Zahnd, Heinz Schneiter, Otto Häuptli, Gilbert Rey, Eugen Meier, Ernst Wechselberger, Michel Spicher, Toni Allemann, Hans Grütter (Captain), Marcel Flückiger, Robert Bäriswyl, Toni Schnyder, Léon Walker, Hansruedi Fuhrer, René Häfeli, Peter Allenbach. Trainer: Albert Sing

1958/1959 Walter Eich, Léon Walker, Heinz Bigler, Niggi Zahnd, Heinz Schneiter, Toni Schnyder, Gilbert Rey, Eugen Meier (Captain), Ernst Wechselberger, Michel Spicher, Toni Allemann, Otto Häuptli, Willy Steffen, Marcel Flückiger, Robert Bäriswyl, Hansruedi Fuhrer, René Häfeli, Heinz Geiser, Peter Allenbach, Hans Kessler, Emil Pensa, Jürg Bernhard, Ruedi Haldimann, Norbert Renfer. Trainer: Albert Sing

1959/1960 Walter Eich, Léon Walker, Heinz Bigler, Niggi Zahnd, Heinz Schneiter, Richard Dürr, Toni Schnyder, Willy Schneider, Gilbert Rey, Eugen Meier (Captain), Hansruedi Fuhrer, Toni Allemann, Ernst Wechselberger, Marcel Flückiger, Willy Steffen, Peter Allenbach, Hans Kessler, Ruedi Haldimann, Arnaldo Gilardi, Félix Ansermet, Bernard Joye. Trainer: Albert Sing

1985/1986 Urs Zurbuchen, Jean-Marie Conz (Captain), Jürg Wittwer, Martin ­Weber, Roland Schönenberger, Urs Bamert, Georges Bregy, ­Robert Prytz, Lars Lunde, ­Joachim Siwek, Dario Zuffi, ­Stefan Knutti, Alain Baumann, René Sutter, Reto Gertschen, Stefan Bützer, Kurt Brönnimann, Rolf Zahnd, Jo Radi, Stefan Moranduzzo. Trainer: Alexander Mandziara

2017/2018 Marco Wölfli, David von Ballmoos, Loris Benito, Marco Bürki, Jordan Lotomba, Kevin Mbabu, Kasim Nuhu, Steve von Bergen (Captain), Gregory Wüthrich, ­Michel Aebischer, Leonardo ­Bertone, Christian Fassnacht, ­Nicolas Ngamaleu, Sékou ­Sanogo, Thorsten Schick, Djibril Sow, ­Miralem Sulejmani, Roger ­Assalé, Guillaume Hoarau, ­Jean-Pierre Nsame. Trainer: Adi Hütter

Erklärung: Der Engländer ­William Reynolds wird in der YB-Chronik 1913 als erster Trainer erwähnt. Bis dahin übernahm in der Regel der Captain die Leitung des Trainings und stellte die Mannschaft auf. Auch danach gab es Phasen, in denen die Young Boys ihre Einheiten selber ­organisierten und betreuten.

Vornamen sind aus den YB-Anfangszeiten nicht alle überliefert. Nach gängiger Sitte wurden ­damals gleichnamige Spieler gar numerisch eingeteilt, wie die Aufstellungen der Meisterteams bis in die 1920er-Jahre zeigen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/12929508

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. Mai 2018, 20:21 
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Das YB-System vor dem Stabilitätstest

Adi Hütter hat die Young Boys geprägt, das YB-System allerdings nicht alleine stabilisiert. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie weit YB fortgeschritten ist in einer Emanzipierung von der Bedeutung des Trainers.

Es ist die ultimative Prüfungsfrage für diese meisterlichen Young Boys: Auf welchem Fundament steht ihr Erfolg? Adi Hütter hat YB seit September 2015 geprägt, davon zeugt allein schon die Dauer seiner Tätigkeit. Kein anderer Coach hat YB im Stade de Suisse länger betreut, und kein anderer gegenwärtiger Super-League-Trainer ist auch nur annähernd so lange im Amt. Hütter belebte YB, auf dem Feld mit einem offensiven Grundgedanken und daneben mit einer verschärften Leistungskultur.

Aber so gross die Verdienste, so reich das Erbe – es ist nicht allein dem Trainer zuzuschreiben, dass sich das YB-System in den letzten anderthalb Jahren stabilisiert hat. Die Wege waren wieder klarer geworden, nachdem Christoph Spycher im September 2016 zum Sportchef befördert worden war; fortan mischte sich nicht mehr ein fast jeder Verwaltungsrat ins Tagesgeschäft ein. Der Chef-Scout Stéphane Chapuisat erhielt wieder mehr Einfluss, mit dem Nachwuchstrainer Gérard Castella kam ein früherer Meistertrainer (Servette) als gutes Gewissen in den Klub, mit Ernst Graf, dem früheren Nachwuchschef des FC Zürich, wacht im Verwaltungsrat eine weitum respektierte Persönlichkeit über die sportlichen Belange.

Die nächsten Wochen werden zeigen, wie weit YB fortgeschritten ist in einer gewissen Emanzipierung von der Bedeutung des Trainers. Diesen Prozess hatte der FC Basel in den letzten Jahren perfektioniert, die acht Meistertitel von 2010 bis 2017 resultierten mit fünf verschiedenen Trainern – und der FCB fiel nicht zusammen. YB wird durchgeschüttelt werden dieser Tage, von Freudenfesten und Transfertheater, und kein Abgang wird leicht zu kompensieren sein – aber wenig wird die Berner unerwartet treffen. Als Hütter Ende 2017 den Vertrag bis 2019 verlängerte, war allen Beteiligten klar, dass er im Fall erfolgreicher Arbeit kaum so lange in Bern bleiben würde. Er sei überzeugt, dass YB «relativ schnell» eine Nachfolgelösung für Hütter haben werde, sagte Spycher am Mittwoch. Der Klub ist ungewohnten Belastungen ausgesetzt derzeit, und vielleicht zaubert Spycher nicht locker leicht den nächsten Meistertrainer aus dem Hut. Aber es ist auch nicht so, dass das YB-System durch Hütters Abgang zwingend ins Wanken geraten muss.


https://www.nzz.ch/sport/das-yb-system- ... ld.1386430

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2018, 16:24 
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YB-Wurst: Eine Rauchwurst mit Kult-Status

Audio «YB-Wurst: Eine Rauchwurst mit Kult-Status» abspielen.Audio «YB-Wurst: Eine Rauchwurst mit Kult-Status» in externem Player öffnen.

An die 20'000 YB-Würste sind für die YB-Meisterfeier bestellt. Und bestimmt mindestens ebensoviele «Mutschli» und natürlich genügend Senf. So geniesst der YB-Fan seine YB-Wurst.

Ein YB-Match im «Stade de Suisse» ohne YB-Wurst ist ein Ding der Unmöglichkeit für jeden eingefleischten YB-Fan. Klar, dass sie auch an der Meisterfeier nicht fehlen darf.

Grössere Wurst gefragt
Die 140 grämmige Natur-Darm-Rauchwurst aus Rind- und Schweinefleisch mit ihrer typischen, groben Einlage aus magerem Schweinefleisch, Speck und Schwarte und mit dem Geschmack, der einer «Saucisson Vaudoise» ähnlich kommt, gibt es seit den 1970er Jahren.

Damals hatten sich Fans noch darüber beklagt, dass man ab den angebotenen Schweinswürstchen einfach nicht recht satt werde. Eine grösserer Wurst musste also her. Eine, die gut schmeckt und zudem den Bauch richtig füllt. So, wie dies die YB-Wurst heute tut.

Wurstrezept aus der Westschweiz
In der Westschweiz wurde der Stadion-Lieferant damals fündig. Streng nach diesem Westschweizer-Rezept werden heute jährlich mindestens 120'000 Original-YB-Würste produziert.

Übrigens: Die YB-Wurst ist keine Bratwurst. Sie wird wie die «Saucisson Vaudoise» gekocht, beziehungsweise im Steamer zubereitet und dann ganz klassisch mit einem «Mutschli» und einer anständigen Portion Senf gegessen.

A propos essen: Da ist Vorsicht angebracht. Weil die grobkörnige Speckeinlage in der Wurstmasse beim Erhitzen schmilzt, spritzt die Wurst, wenn man reinbeisst oder die Wurst anschneidet.

https://www.srf.ch/sendungen/a-point/yb ... ult-status

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. Mai 2018, 22:55 
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YB: Schön schwer

Die Young Boys reagieren auf den Abgang ihres Meistertrainers mit Fassung. Völlig überraschend kam die Entscheidung von Adi Hütter für die meisten nicht.

Die Ansprache soll ziemlich emotional gewesen sein am Donnerstagmorgen in der Kabine der Young Boys. «Es ist eigentlich ein schöner Anlass, aber ja, es blieb nicht jedes Auge trocken», erzählt Christian Fassnacht.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass YB-Trainer Adi Hütter nach dem Cupfinal in die Bundesliga nach Frankfurt wechselt, erst am Donnerstag aber kam Hütter dazu, die Mannschaft persönlich davon in Kenntnis zu setzen.Natürlich kommt der Wechsel eines Meister-, möglicherweise bald Doubletrainers nie ganz überraschend.

«Wir haben die Entwicklungen verfolgt, und als Frankfurt einen Trainer suchte, haben wir uns untereinander schon darüber ausgetauscht», sagt Loris Benito. Die Mannschaft also trifft der Abgang ihres Meistertrainers nicht völlig unerwartet.

Es ist ein Abschied mit Ansage, weil Erfolg Begehrlichkeiten weckt und weil sich das ganze Team in diesen ausserordentlichen Wochen bewusst ist, dass es in der aktuellen Besetzung nicht wird zusammenbleiben können.

«Diese Tage wollten wir bewusst alleine als Mannschaft geniessen», sagte Benito schon vor zwei Wochen, als die Spieler von der spontanen und zweitägigen Meisterfeier in Barcelona zurückkamen.

Kein Kumpeltyp

Bei den Young Boys blicken sie auf drei intensive, positive Jahre mit dem Trainer zurück. Benito kam im Sommer 2015 kurz vor dem Österreicher in Bern an. «Ich habe noch nie einen Trainer erlebt, der seine Ziele so detailliert zu formulieren wusste», erzählt Benito.

Der Aargauer hat mit 26 Jahren auf diversen Stationen schon etliche fussballerische Philosophien mitbekommen, beim Weltclub Benfica Lissabon oder unter dem YB-Trainerkandidaten René Weiler in Aarau. «Hütter wollte von uns allen selber wissen, wie wir über unser Spiel denken.»

Den Stellenwert des Austauschs im hütterschen Trainersystem hebt auch Christian Fassnacht hervor. Der Zürcher ist vergangenen Sommer von Thun zu YB gestossen – und erlebte dabei auch einen Mentalitätswechsel bezüglich des Trainers.

«Ihn interessiert, was alle denken.»
Christian Fassnacht


Thuns Coach Marc Schneider ist jünger und gemeinhin näher an den Spielern, er ist für sie der Typ Kumpel. «Hütter habe ich anders wahrgenommen, als absolute Respektsperson.» Er habe seine fünf, sechs Vertrauten in der Mannschaft gehabt, über die er auch seine Ideen näher ans Team gebracht habe. «Ihn interessiert, was alle denken. Aber am Ende setzt er seine Ansichten durch.»

Arbeit an allem – auch an sich

Einer, der bei YB bezüglich Trainer so viele Vergleichsmöglichkeiten wie kaum ein anderer hat, ist Martin Fryand. Der 46-Jährige ist 2009 aus der U-21 als Konditionstrainer in die erste Mannschaft berufen worden.

Seither hat er einige Übungsleiter kommen und gehen sehen, Hütters Abschied ist der sechste, den er direkt miterlebt – und der erste, der aus freien Stücken erfolgt. «Bei seinem Erfolg war es eine Frage der Zeit, bis sich ein grösserer Club meldet, das wussten wir alle.»

Anders als Christian Peintinger, der seinem Landsmann Hütter als Co-Trainer mit nach Frankfurt folgt, werden Fryand und Assistent Harald Gämperle aller Voraussicht nach auch unter dem neuen Trainer bei YB arbeiten. «Es ist ein schnelllebiges Geschäft», sagt Fryand, «ich habe mich da von Anfang an mehr am Verein orientiert.»

Manchmal bringen Trainer im modernen Fussball den ganzen Staff selber mit, etwa Christian Gross vor Jahren bei YB oder Paulo Sousa kürzlich beim FC Basel. Hütter sei mit allen klargekommen, ohne sich aber bedingungslos anzupassen, sagt Fryand. Der Walliser schätzte an ihm seinen immensen Ehrgeiz, der ihm sofort aufgefallen war. «Er arbeitete an allem und jedem – gerade auch an sich selbst.»

Am Ende schaut er selbst noch kurz vorbei, Adi Hütter, das Training mit YB ist zu Ende, viele davon leitet er nicht mehr. Ein Gruss, dankend nimmt er die Glückwünsche entgegen. «Es ist schön und schwer», sagt er und seufzt.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/21131260

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2017/2018
 Beitrag Verfasst: Freitag 18. Mai 2018, 18:10 
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«YB soll aufhören zu jammern»

Soll YB auf der Allmend ein Trainingsgelände bauen dürfen? Unsere Redaktoren Christoph Hämmann und Fabian Ruch kreuzen die Klingen.

Contra von Christoph Hämmann
Redaktor im Ressort Stadt Bern


«YB soll aufhören zu jammern – die Stadt schuldet dem Club nichts»

Für die Meisterfeier von morgen liessen sich die Behörden von YB dazu anstiften, das Gesetz auszuhebeln. ­Dabei überbot man sich mit hanebüchenen ­Begründungen: So wie Fussball sei auch eine Meisterfeier traditionsreich und ­deshalb am Pfingstsonntag be­­willigungs­fähig, argumentierten die Behörden. Und YB tat so, als sei es entscheidend, sieben statt nur sechs Tage vor dem Cupfinal zu feiern.

Dabei gibt es nur einen Grund, wieso YB auf Sonn- statt Montag drängte: weil der Verein sehr viel mehr Bier verkauft, wenn kein Werktag folgt. «Lob an die Behörden», schrieb YB, als die Bewilligung vorlag. Lob? Wenn schon wäre Dank angezeigt gewesen.

Droht da ein Club in Arroganz zu kippen, der sich gerade als ­bodenständig feiern lässt? Jedenfalls zeigt die Episode, wie dezidiert YB – unterstützt von der Lobbyagentur Furrer­hugi – für seine Interessen kämpft. Dazu passt, wie es dem Club gelang, selbst in Jubel­berichten am Tag nach der Meisternacht unter­zubringen, wie katastrophal die Trainings­bedingungen seien. Wann würde ein gelb-schwarzer Hilferuf besser verfangen als in der aktuellen Euphorie?

Doch aller Meisterfreude zum Trotz: Es wäre falsch, YB einen Teil der Grossen Allmend exklusiv zu überlassen. Die Situation ist simpel: Der Druck auf das Gelände ist schon heute riesig. Daran ändern auch gelegentliche Leerzeiten nichts. Ein Freiraum erfüllt seine Funktion bereits als Möglichkeitsraum – wie soll jemand jemals auf die Idee kommen, einen Drachen steigen zu lassen, wenn alles zugestellt ist?

Doch auch ganz nüchtern stellt sich die Frage, wie ein YB-Campus auf der Allmend mit American Football, Cricket oder grossen Spielnachmittagen vereinbar sein soll. Sollen alle diese Nutzungen und Möglichkeiten geopfert werden, bloss weil dies für YB gerade so praktisch wäre?

Alle städtischen Fussballclubs müssen Abstriche machen bei ihren Platzbedürfnissen. In einer wachsenden Stadt bleibt dies eine Herausforderung – im Breitensport allerdings viel mehr als im Spitzensport.

Kommt hinzu, dass die Situation selbst verschuldet ist: YB hatte einmal auf dem Stadion­gelände Trainingsplätze und ­opferte sie einem Einkaufszen­trum. Danach scheiterten Campuspläne der Reihe nach in Schönbühl, Rubigen und Bolligen. Vor diesem Hintergrund sollte YB aufhören zu jammern und zu fordern – und sich in demokratische Prozesse einfügen, so wie alle anderen.


Pro von Fabian Ruch
Redaktor im Ressort Sport


Die Fussballplatzproblematik ist eine Schande für Bern. Es existieren viel zu wenig Spielfelder, die Clubs leiden darunter, weil Trainingsmöglichkeiten für alle interessierten Kinder fehlen. Es kann teilweise irritierend sein, wie die Schwerpunkte in dieser Stadt gesetzt werden, bald führen vermutlich nur noch breite Velowege zu den wenigen Sportanlagen.

In Bern fehlt dem Sport im Allgemeinen und dem Fussball im Besonderen die Lobby, während einige Kulturinstitutionen ungesund übersubventioniert sind. Dabei sind zum Beispiel die Stehränge der erfolgreichen Grossvereine YB und SCB beliebte und sinnvolle, grosse und wertvolle Treffpunkte von Jugendlichen.

Im YB-Erfolg sonnen sich gerade viele, auch schier jeder Politiker trug seine persönliche Verbundenheit mit peinlichem Pathos vor. Doch es sind Zürcher Milliardäre, die den Verein seit Jahren wirtschaftlich stützen. Ohne sie würde es 2018 keinen Schweizer Meister YB geben. Reiche Berner engagieren sich nicht. Und die Politik kümmert es offenbar auch kaum, wie es mit den Young Boys weitergeht.

Es ist unverständlich, darf YB auf der Allmend gleich gegenüber dem Stade de Suisse nicht endlich ein paar Fussballplätze mit angemessenen Räumlichkeiten errichten. Zumal der Club die Finanzierung übernehmen würde. In den allermeisten Ländern der Welt läuft das anders, doch das soll absolut kein Plädoyer für Hinterzimmer-Geschacher sein. Aber es wäre kein Problem, einen Teil der Allmend für das Trainingscenterprojekt der Young Boys freizugeben. Raum für Hundespaziergänger, Frisbeespieler, Jogger und andere Sportler, die auf der Riesenwiese unterwegs sind, bliebe genügend.

Dank anständiger Infrastruktur wäre YB eine noch reizvollere Adresse für Nachwuchsfussballer. Mit angenehmem Nebeneffekt für Bern, weil die Young Boys derzeit sehr viele Plätze blockieren. Zudem könnte man im Stade de Suisse endlich den Kunstrasen ersetzen, das Schweizer Nationalteam würde sich ­wieder regelmässig in der Hauptstadt präsentieren.

Selbst in unserem absurd überreglementierten Land und trotz manchmal lähmender Beamtenmentalität in Bern muss in dieser Sache eine relativ unbürokratische Lösung möglich sein. Zumal ja sogar der heilige Pfingstsonntag im Handstreich freigegeben wurde für den ­«traditionsreichen» Anlass YB-Meisterfeier. Aber da gab es halt Sympathien bei fast der gesamten Bevölkerung zu gewinnen.


https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/13735248

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