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 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. August 2017, 11:42 
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Das meint BLICK zum Hoarau-Ausfall

YB ist jetzt noch schneller

Ausgerechnet Leistungsträger Guillaume Hoarau fällt im Millionen-Spiel von YB in Moskau aus. BLICK-Fussball-Reporter Alain Kunz findet: Das ist die Chance für die Berner.

Guillaume Hoarau ist der beste Spieler der Super League. Sein Torschnitt war bis letzte Saison fabulös. Wenn er auf dem Platz stand, skorte er. Das war eine Unausweichlichkeit.

Sie merken: Ich schreibe «war». Denn der aktuelle Hoarau ist noch nicht der Hoarau von vor der Hüftluxation. Eine gravierende Verletzung, die er sich Anfang April zugezogen hat. Und nur drei Monate später ist er zurück. Ein kleines medizinisches Wunder.

Dass aber nicht ohne Folgen bleibt. Der Franzose wirkt matt, nicht spritzig, ja langsam. Zwei Elfmeter stehen auf der Habenseite in dieser Saison. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Elfmeter zu verwerten ist auch eine Begabung. Und nun fehlt also Hoarau.

Wie beim 4:0 in Zürich gegen GC, als ihn Adi Hütter schonte. Vor dem Spiel gegen Dynamo Kiew haben wir getitelt: Alles hängt an Hoarau. AirFrance bucht dann auch den wegweisenden Penalty zum 1:0. Ist nun für YB nichts zu gewinnen in Moskau?

Keineswegs. Ein schnelleres, vertikaleres YB kann Gift sein für die Altherren-Verteidigung von ZSKA mit Ignaschewitsch (38) und den beiden Beresutskis (je 35). Nsamé und Assalé wird das Duo heissen, dass YB die 25 Millionen bringen soll. Schnell und wendig. Modern. Es kann klappen. Auch ohne Hoarau. Dann titeln wir: Nsamé und Assalé machen YB Freudé!


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 83452.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. August 2017, 14:48 
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YB kämpft gegen Moskaus 100-Prozent-Quote

Die Berner stehen in den Playoffs der Champions League vor einer Herkules-Aufgabe. Sie müssen nicht nur einen 0:1-Rückstand wettmachen, sondern auch für ein Novum sorgen.

Nach dem unglaublichen Eigentor von Kasim Nuhu und der 0:1-Niederlage ist klar: YB braucht am Mittwoch (20:35 Uhr live auf SRF zwei und in der SRF Sport App) in Moskau gegen ZSKA einen Sieg, um erstmals in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen.

Die Berner kämpfen in der russischen Hauptstadt nicht nur gegen den Rückstand, sondern auch gegen die 100-Prozent-Quote von ZSKA. Denn: Die Russen sind noch nie in der entscheidenden Phase der CL-Qualifikation gescheitert.

- 1992 vs. Barcelona: Der Modus war damals zwar noch ein wenig anders, doch ZSKA setzt sich in der Premieren-Saison der Champions League gegen die Spanier durch (1:1/3:2).
- 2004 vs. Glasgow Rangers: Nach dem 2:1-Sieg im Heimspiel reicht ZSKA in Schottland ein 1:1 zum Einzug in die Gruppenphase.
- 2006 vs. Ruzomberok: Nach einem Jahr Unterbruch schafft Moskau erneut den Sprung in die CL-Gruppenphase. ZSKA bekundet in der 3. Quali-Runde gegen Ruzomberok aus der Slowakei keine Mühe und setzt sich souverän durch (2:0/3:0).
- 2015 vs. Sporting Lissabon: ZSKA verliert das Hinspiel in Portugal 1:2 und liegt zuhause bis zur Pause 0:1 zurück. Mit 3 Treffern nach dem Seitenwechsel kommen die Russen aber doch noch weiter. Gefeierter Held: Ex-YB-Torjäger Seydou Doumbia mit 2 Treffern.

Mut machen drüfte YB, dass der russische Vize-Meister nicht optimal in die neue Meisterschaft gestartet ist. Nach 7 Spieltagen liegt ZSKA mit 13 Punkten auf dem 4. Rang. Im letzten Spiel schaute auswärts gegen Ural Jekaterinburg nur ein 0:0 heraus.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... zent-quote

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. August 2017, 14:51 
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YB muss effizienter sein – ohne den Torjäger

Ohne den verletzten Goal­getter Guillaume Hoarau muss YB am Mittwoch bei ZSKA Moskau antreten. Nach der starken Leistung im Hinspiel glauben die Young Boys trotz der 0:1-Niederlage daran, die Champions League zu erreichen.

Das prominenteste und wohl wertvollste Mitglied der Reise­delegation fehlte. Guillaume Hoarau blieb am Montag zu Hause, als die Young Boys von Belp nach Moskau flogen. Der Stürmer hatte sich am Samstag beim 0:0 in Zürich angeschlagen auswechseln lassen.

Und nachdem das ­zunächst nach einer Vorsichts­massnahme ausgesehen hatte, erwiesen sich die Oberschenkel­beschwerden als zu gravierend. Ohne ihren Torjäger, der zur Pflege in Bern bleibt und ein paar Tage ausfällt, muss YB am Mittwoch im Rückspiel der Champions-League-Playoffs gegen ZSKA einen 0:1-Rückstand aufholen. «Natürlich fehlt uns Gui», sagt Trainer Adi Hütter, «aber wir haben einige starke Leute in der Offensive.»

Auf den ersten Blick ist der Ausfall ihres Torjägers, Leistungsträgers, Führungsspielers ein Schock für die Young Boys. Nach seiner schweren Hüftverletzung allerdings überzeugte der 33-Jährige in dieser Saison selten. Er wurde im strengen Programm kaum geschont, der Körper des verletzungsanfälligen Franzosen verkraftete die Belastungen nicht. Hoarau könnte am Mittwoch durch Christian Fassnacht oder Jean-Pierre Nsamé ersetzt werden.

Grössere Chancen als 2010

Auf dem Flug von Belp (0,0115 Millionen Einwohner) ins genau tausendmal grössere Moskau (11,5 Millionen Einwohner) dürfte Hütter auch über die Aufstellung gegrübelt haben. Dank Rückenwind erreichte YB die Weltstadt schon nach drei Stunden. Die russische Kapitale ist die grösste Stadt, die komplett auf europäischem Boden liegt. Die zweitgrösste ist London (8,5 Millionen Einwohner).

Dort unternahmen die Young Boys vor sieben Jahren den ersten von bisher drei Anläufen, die Champions-League-Playoffs zu überstehen. Sie schieden an der White Hart Lane gegen Tottenham chancenlos 0:4 aus. Doch gefühlt hatten sie schon nach dem Hinspiel verloren gehabt. Nach 25 Minuten hatte ein begeisterndes YB in Bern 3:0 geführt, kurz vor Schluss vergab Christian Schneuwly aus wenigen Metern kläglich das 4:1, am Ende fühlte sich der 3:2-Sieg fast wie eine Niederlage an.

«Wir waren gegen ZSKA im Hinspiel das deutlich bessere Team. Das gibt uns Selbstvertrauen.»
YB-Verteidiger Loris Benito


Auch in diesem Jahr verschlechterte sich die Ausgangs­lage für YB in der Schlussphase des Hinspiels erheblich. Und doch traut man den Young Boys eher als 2010 zu, eine Überraschung zu realisieren. «Wir waren gegen ZSKA im Hinspiel das deutlich bessere Team», sagt Verteidiger Loris Benito.

«Das gibt uns Selbstvertrauen.» Das Topteam Tottenham war klar besser und illustrer besetzt als der Moskauer Armeeklub, der in Bern einen bescheidenen Eindruck hinterliess – und am Samstag wie YB nicht über eine Nullnummer hinauskam. Auch beim 0:0 bei FK Ural blieb die ZSKA-Offensive blass.

Der Coup 2010 in Istanbul

YB benötigt einen Auswärtssieg. Wie vor einem Jahr gegen Gladbach, als das Hinspiel in den Playoffs zur Königsklasse unglücklich 1:3 verloren gegangen war. Unmittelbar nach dem Ausgleich durch Miralem Sulejmani er­zielte Gladbach das 2:1 durch ein Abseitstor.

«Damals lief vieles schief», sagt Hütter, «und wir ­waren personell geschwächt.» Gleich auf mehrere verletzte Stammkräfte musste YB bei Gladbach verzichten, unter anderem fehlte Hoarau. Im Rückspiel setzte Hütter angeschlagene Akteure wie Steve von Bergen ein, wählte eine offensive Taktik – und erlitt Schiffbruch. «Wir mussten Risiko nehmen», sagte Hütter nach der brutalen 1:6-Niederlage.

Am Mittwoch dürfte YB zurückhaltender agieren. Und muss kühler im Abschluss sein als im Hinspiel. «Wir haben 90 Minuten Zeit, ein Tor zu erzielen», sagt Benito. Mitspieler Leonardo Bertone meint: «Wir können jederzeit treffen. Auch in der Nachspielzeit.» Wie in der 3. Qualifikationsrunde in Kiew, als Dynamo jedoch noch später in der Überzeit das 3:1 erzielte.

Vielleicht ist die Ausgangslage für die Young Boys vergleichbar mit dem Duell gegen Kiew, als sie das Rückspiel zu Hause 2:0 gewannen. Auswärts aber tritt YB erheblich schwächer auf als in Bern – auch in Europacupspielen. 2010 realisierte YB letztmals in der Fremde einen Coup in der Europacupqualifikation.

Nach einem 2:2 zu Hause siegten die Young Boys bei Fenerbahçe 1:0 und erreichten die Playoffs gegen Tottenham. Der Coup am Bosporus sollte YB Mut geben. Schliesslich ist Istanbul mit knapp 15 Millionen Einwohnern die grösste Stadt Europas – wobei ein Teil der Metropole in Asien liegt.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22443392

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. August 2017, 14:52 
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Der grösste Erfolg der Vereinsgeschichte

Mit dem Einzug in die Champions League würde YB Historisches vollbringen.

Meistertitel und Cupsiege werden im Fussball weniger hoch gewichtet als internationale Meriten. Und so gilt das Erreichen der Meistercup-Halbfinals 1959 als grösster Erfolg in der 119-jährigen YB-Vereinsgeschichte. An den Höhenflug vor 58 Jahren ­erinnern sich nicht mehr viele Menschen, präsenter ist das Duell der Young Boys vor 31 Jahren gegen Real Madrid.

Als Meister setzten sie sich im Hinspiel der 1. Runde im Wankdorf 1:0 gegen den bekanntesten, erfolgreichsten Klub der Welt durch. Im magischen Bernabéu hielten die Young Boys lange mit, hätten in Führung gehen müssen, lagen nach 70 Minuten nur 0:1 zurück – ehe sie vier Tore in acht Minuten kassierten und 0:5 verloren.

Ein Quantensprung für YB

Trotz 1959 und trotz der bedeutenden Partien gegen Real 1986 – die Behauptung sei erlaubt: Die Qualifikation für die Champions League wäre der grösste YB-Erfolg – und deshalb bestreiten die Young Boys am Mittwoch in Moskau eines der wichtigsten Spiele ihrer Historie. «Es ist schwierig, Vergleiche anzustellen», sagt Sportchef Christoph Spycher. «Aber würden wir die Champions League erreichen, wäre das für YB eine riesengrosse Sache.»

Eine Teilnahme am wichtigsten, beliebtesten, grössten Klubwettbewerb der Welt wäre ein Quantensprung für die Young Boys. Auf einmal stünden sie im gleissenden, globalen Scheinwerferlicht. Das war 1959 ganz anders. Und wer argumentiert, dass eine Gruppenphase niemals den gleichen Stellenwert wie ein Halbfinal habe, verkennt die veränderten Vorzeichen. Denn Ende der Fünfzigerjahre nahmen nur die Meister von nicht einmal 30 Ländern am Meistercup teil.

Zudem erwischte YB in der Saison 1958/1959 eine günstige Auslosung. In den Qualifikationsspielen wären die Young Boys auf Manchester United getroffen. Doch der Gigant verzichtete auf eine Teilnahme, nachdem bei einem Flugzeugabsturz wenige Monate zuvor mehrere Mitglieder des äusserst erfolgreichen Teams ums Leben gekommen waren.

In der 1. Runde gewann YB locker gegen MTK Budapest – und erreichte bereits den Viertelfinal. Dort wären die Young Boys ausgeschieden, hätte es die Auswärtstoreregel schon gegeben. Nach einem 2:2 in Bern und einem 0:0 im heutigen Chemnitz setzten sie sich im Entscheidungsspiel am 1. April in Amsterdam 2:1 gegen den Sportclub ­Wismut Karl-Marx-Stadt durch.

Kiew oder Karl-Marx-Stadt?

Es hört sich wie ein Aprilscherz an, aber 1959 konnte man sich mit Siegen gegen MTK Budapest und den SC Wismut Karl-Marx-Stadt für den Halbfinal qualifizieren. Dort kam es dank des Treffers von Klubikone Geni Meier zum legendären 1:0-Hinspielsieg im rappelvollen Wankdorf vor weit über 63'000 Zuschauern gegen Stade Reims.

Je nach Quelle quetschten sich bis zu 70'000 Leute ins Stadion. Im Rückspiel in Paris unterlag YB 0:3, die Niederlage im Prinzenpark verhinderte ein Treffen mit den König­lichen im Endspiel. Real Madrid, damals wie heute eine Weltauswahl, gewann gegen Reims 2:0.

Auch 2017 firmiert Real als Titelträger. Heute nehmen jedoch viel mehr hochkarätig besetzte Vereine am Wettbewerb teil. Erfolge gegen die Champions-League-Stammgäste Dynamo Kiew und ZSKA Moskau wären aus YB-Sicht höher einzustufen als Siege gegen MTK Budapest und den SC Karl-Marx-Stadt, der im undurchsichtigen DDR-Sportsystem nur 9 Jahre existierte.

Ein Erfolg am Mittwoch würde YB in neue Sphären katapultieren. Wirtschaftlich und sportlich – und vom Bekanntheitsgrad her. Denn die Stahlkraft der Champions League ist gigantisch.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/21648186

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. August 2017, 17:56 
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Der Ausfall Hoaraus unterstreicht die Fragilität der YB-Achse

Die Berner Fussballer spielen in Moskau um den Champions-League-Einzug – sie haben die Chance, der Abhängigkeit von Hoarau die Dramatik zu nehmen.

Es war eine klare Botschaft in Zeiten des Sparbefehls. An seiner ersten Pressekonferenz als YB-Sportchef vor bald einem Jahr sagte Christoph Spycher, Steve von Bergen und Guillaume Hoarau seien für den Klub unentbehrlich – «solche Spieler wird YB immer in den Reihen haben». Hoarau und von Bergen standen exemplarisch für Spychers Strategie, das Team jünger und günstiger zu machen, ohne auf gewissen Super-League-Luxus zu verzichten. Spycher machte sogleich allen klar: Auch wenn Hoarau (33 Jahre alt) und von Bergen (34) eines Tages nicht mehr dabei sein werden – Spieler von ihrem Kaliber will er sich immer leisten. Lieber spart er im Mittelbau als beim Investment in kostspielige Führungsspieler.

Getreu diesem Motto trennte sich YB in diesem Sommer von mehreren Spielern, bei denen Aufwand und Ertrag, Alter und Rolle nicht mehr den Vorstellungen von Spycher und dem Trainer Adi Hütter entsprachen, etwa von Milan Gajic, Alain Rochat oder Jan Lecjaks. Die Massnahmen halfen, die Glaubwürdigkeit des neuen Konzepts zu unterstreichen.

Um die 300 Tage verletzt

Hoarau und von Bergen indes kommt auch in dieser Saison noch eine wichtige Rolle zu, mit dem Mittelfeldspieler Sékou Sanogo bilden sie die Achse, die das Team trägt. Es ist ein nachvollziehbarer Ansatz, eine Mannschaft so zu bauen, aber er birgt auch Risiken, denn allen musste bewusst sein, dass es eine fragile Achse ist. Hoarau hatte einen Grossteil der letzten Saison verpasst, seit dem Wechsel zu YB 2014 läppern sich in einschlägigen Statistiken 288 Verletzungstage zusammen (und 68 Tore in 100 Spielen). Auch Sanogo fiel immer und immer wieder aus, seit Anfang 2015 rund 300 Tage. Und in der Innenverteidigung hat Marco Bürki erst 73 Einsätze in einer höchsten Liga, Gregory Wüthrich 40, Kasim Nuhu 23 – der Captain von Bergen ist auf dieser Position eigentlich unentbehrlich, aber nicht mehr der Schnellste.

Und just vor dem Rückspiel der Champions-League-Play-offs gegen ZSKA Moskau wird den Bernern die Labilität ihres Projekts vor Augen geführt. Weil Hoarau am Samstag gegen den FC Zürich angeschlagen ausgewechselt worden war, reiste er nicht nach Russland. Er leidet an einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel, und als wollten sie nichts verschreien, weder Gutes noch Schlechtes, machten die Young Boys im Communiqué keine Prognose, wie lange Hoarau ausfällt.

Beim höchsten Sieg Ersatz

Und so bekommt die Partie vom Mittwoch in Moskau plötzlich noch eine ganz andere Bedeutung. Niemand würde es den Young Boys vorwerfen, schieden sie in Anstand und Ehren aus; im mit viel Pech 0:1 verlorenen Hinspiel haben sie sich viel Goodwill erspielt. Aber in Moskau bietet sich die Chance, die Abhängigkeit von Hoarau zu entdramatisieren, zu zeigen, dass der Unterschied, ob mit oder ohne Hoarau, nicht ganz so gross ist, wie es hier und da auch schon heraufbeschworen worden war. Für die Emanzipation von Hoarau gab es in den letzten Wochen erste Indizien: In den überzeugenden europäischen Heimspielen gegen Dynamo Kiew und ZSKA fiel Hoarau nicht besonders auf, was die Vermutung nährte, dass er eben Super-League-Luxus verkörpert, aber derzeit nicht mehr.

Und beim bisher höchsten Saisonsieg, dem 4:0 gegen GC, sass Hoarau 90 Minuten auf der Ersatzbank. Das YB-Kader sei breiter geworden, hiess es in letzter Zeit oft – das Spiel in Moskau wird zeigen, ob es auch so gut ist, dass es in einem Schlüsselspiel den Ausfall eines Schlüsselspielers zu kaschieren versteht.

Niemand setzt voraus, dass sich YB unter diesen Bedingungen den 25-Millionen-Euro-Jackpot sichert und in die Champions League einzieht. Aber Alternativen für den fragilen Hoarau wird YB wohl immer wieder brauchen – nicht erst in einigen Jahren, wenn der Sportchef Spycher auch ohne Hoarau Spieler wie Hoarau im Kader haben möchte.


https://www.nzz.ch/sport/fussball/young ... ld.1312124

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. August 2017, 18:26 
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YB auf jeden Fall mit zwei Stürmern

In der Aufstellung der Young Boys für das kapitale Auswärtsspiel gegen ZSKA Moskau stellt sich nur eine Frage: Wer soll anstelle des verletzten Guillaume Hoarau für die offensiven Impulse sorgen?

Im Hinspiel am letzten Dienstag schien es für lange Zeit, als laufe das Spiel an Hoarau vorbei. Vor allem in der ersten Halbzeit war es dem 1,92 m grossen Franzosen nicht gelungen, sich in den Luftduellen mit den stämmigen Moskauer Verteidigern zu behaupten. Hoaraus Einfluss nahm nach der Pause massiv zu, sowohl als Assistent bei einer Chance von Roger Assalé als auch später bei jenem Abschluss, den ZSKA-Goalie Igor Akinfejew mit einer unglaublichen Parade abwehrte.

Im Rückspiel gilt es nun, die Absenz des am Oberschenkel verletzten Stürmers zu kompensieren. "Natürlich ist es ein anderes YB ohne ihn, allein schon aufgrund seiner Persönlichkeit", sagte Trainer Adi Hütter. "Ich habe immer wieder betont, dass wir es schaffen müssen, ohne ihn Spiele zu gewinnen." Das geschah in dieser Saison beim 4:0-Auswärtserfolg gegen GC.

"Optionen, das Unmögliche möglich zu machen, haben wir viele", so Hütter. Es folgte eine Aufzählung aller offensiven Kräfte. Sinn würde beispielsweise machen, Assalé und Jean-Pierre Nsamé gemeinsam stürmen zu lassen. Assalé, um die etwas hüftsteif wirkenden Innenverteidiger mit Dribblings zu beschäftigen, Nsamé, um mit seinen 1,88 m im eigenen Strafraum bei Eckbällen und im gegnerischen ansonsten für Präsenz zu sorgen. Aber auch Christian Fassnacht (1,85 m) wäre als Alternative denkbar.

Unabhängig von der Aufstellung, die gemäss Hütter "auf jeden Fall" aus zwei Stürmern bestehen wird, stehen die Young Boys im 2016 eingeweihten Stadion des ZSKA unter Siegzwang. Gerade in Auswärtsspielen im Europacup fiel ihnen dies zuletzt aber schwer. Aus den letzten neun Partien seit dem 3:1 in der Europa-League-Gruppenphase Ende November 2014 gegen Slovan Bratislava resultierten zwei Unentschieden und sieben Niederlagen.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -131636920

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 22. August 2017, 19:32 
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YB sucht sein Glück «auf jeden Fall» mit 2 Stürmern

Ohne den verletzten Guillaume Hoarau ist YB-Trainer Adi Hütter im CL-Playoff-Rückspiel bei ZSKA Moskau im Angriff zu Umstellungen gezwungen. Alternativen stehen bereit.

«Natürlich ist es ein anderes YB ohne ihn, allein schon aufgrund seiner Persönlichkeit», sagt YB-Coach Adi Hütter zur Absenz von Guillaume Hoarau. «Doch ich habe immer wieder betont, dass wir es schaffen müssen, ohne ihn Spiele zu gewinnen.» Das geschah in dieser Saison beim 4:0-Auswärtserfolg gegen GC.

« Optionen, das Unmögliche möglich zu machen, haben wir viele. »
Adi Hütter


Auch Mittelfeld-Spieler Leonardo Bertone will die Situation nicht überbewerten: «Wir hatten einen super Saisonstart mit sehr vielen Toren. Zuletzt hatten wir eine Baisse, das kann es geben. Nun versuchen wir, das am Mittwoch zu verbessern.»

«Optionen, das Unmögliche möglich zu machen, haben wir viele», meint Hütter. Sinn würde beispielsweise machen, Assalé und Jean-Pierre Nsamé gemeinsam stürmen zu lassen.

Assalé, um die etwas hüftsteif wirkenden Innenverteidiger mit Dribblings zu beschäftigen. Nsamé, um mit seinen 1,88 m im eigenen Strafraum bei Eckbällen und im gegnerischen für Präsenz zu sorgen. Aber auch Christian Fassnacht wäre als Alternative denkbar.

Unabhängig von der Aufstellung, die gemäss Hütter «auf jeden Fall» aus zwei Stürmern bestehen wird, stehen die Young Boys im 2016 eingeweihten Stadion des ZSKA nach dem unglücklichen 0:1 im Hinspiel unter Siegzwang.


Die möglichen Aufstellungen

ZSKA Moskau: Akinfejew; Alexej Beresuzki, Ignaschewitsch, Wassili Beresuzki; Wernbloom; Fernandes, Golowin, Natcho, Schennikow; Vitinho, Dsagojew.
Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito; Ravet, Sanogo, Bertone, Sulejmani; Assalé, Nsamé.
Bemerkungen: Young Boys ohne Hoarau und Seferi (beide verletzt).


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... -stuermern

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2017, 09:16 
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Young Boys greifen in Moskau nach den Sternen

Die Young Boys sind optimistisch, am Mittwoch in Moskau gegen ZSKA die Champions League zu erreichen. Trainer Adi Hütter setzt auf zwei Stürmer, Yoric Ravet steht vor dem Abschied.

Der berühmte Kalauer wird bestimmt bemüht werden, die Liebesgrüsse aus Moskau also, sollte YB heute die Champions League erreichen. Bereits am Montag reisten die Young Boys in die russische Riesenstadt, am Dienstag bestritten sie das Abschlusstraining im engen, modernen WEB-Stadion mit den steilen Tribünen. In Moskau ist die Begegnung zwischen ZSKA und YB kein Strassenfeger, ungefähr 15'000 Besucher werden in der 30'000-Plätze-Arena erwartet, darunter rund 100 Supporter aus der Schweiz.

Der Bedeutung der Veranstaltung angemessen sind drei Verwaltungsräte in der offiziellen Berner Delegation dabei, auch CEO Wanja Greuel ist mitgereist. Der Deutsche spürt die Vorfreude im Klub auf den Match, betont aber, man habe sich noch nicht intensiv mit der Champions League und dem damit verbundenen Mehraufwand beschäftigt. Und budgetiert, sagt Greuel schmunzelnd, habe man diese Einnahmen ohnehin nicht. «Im Vordergrund steht für uns alle die sportliche Bedeutung», sagt Greuel. «Es wäre ein Meisterstück, würden wir die Königsklasse erreichen.»

Hoarau fehlt bei Standards

Es geht für die Young Boys nicht in erster Linie um die rund 25 Millionen Franken, die es in der Champions League zu verdienen gibt. Nimmt man die Währung in Moskau als Grundlage, ist es heute sogar ein 1,5-Milliarden-Rubel-Spiel. «Es ist ein grosser Erfolg, stehen wir in den Playoffs», sagt Adi Hütter, «und ZSKA ist Favorit, auch wegen des 1:0-Sieges im Hinspiel. Aber wir glauben an eine Wende.»

Nach dem Ausfall Guillaume Hoaraus grübelt der YB-Trainer über die Besetzung des Sturms. Unbestritten sei, sagt Hütter, dass die Young Boys mit zwei Angreifern agieren werden. «Wir müssen Tore erzielen.» Zu 80 bis 90 Prozent wisse er, wie die Aufstellung aussehen werde, erklärt Hütter am Dienstagabend. Roger Assalé ist gesetzt, an seiner Seite dürfte der wuchtige Jean-Pierre Nsamé stürmen, dann bliebe Christian Fassnacht die Rolle des Jokers.

Der nach seiner Hüftverletzung selten überzeugende Hoarau fehlt als Goalgetter, aber mit seiner Grösse und Kopfballstärke auch bei Eckbällen und Freistössen. ZSKA ist eine Mannschaft, die regelmässig nach Standardsituationen trifft, im Hinspiel versteckte sich das russische Spitzenteam aber meistens in der eigenen Hälfte. Das dürfte heute anders sein. «Ich denke, dass ZSKA offensiver spielen wird», sagt Hütter. «Das wird uns hoffentlich Räume offerieren.»

SC Freiburg kauft ein

Möglicherweise sein YB-Abschiedsspiel in Moskau bestreitet Yoric Ravet. Der Flügel wird vom SC Freiburg umworben. Christian Streich, Kulttrainer des Breisgauer Bundesligavertreters, meinte am Sonntag nach der ­offensiv harmlosen Vorstellung seines Teams zum Start gegen Frankfurt (0:0), der SC werde noch einen Offensivakteur holen. «Einen kreativen, technisch starken Spieler, der gute Standards schlägt», sagte Streich.

Es klang wie eine perfekte Beschreibung Ravets. Bei YB rechnet man mit einem Abgang des Franzosen, Sportchef Christoph Spycher nennt einen Wechsel «im Bereich des Möglichen». Es ist eine Frage des Preises, Freiburg muss sich bewegen, wobei es auch Beobachter gibt, die den Transfer längst für besiegelt halten.

Geld besitzt Freiburg. Am Dienstag gab der Verein die Verpflichtung des jungen Innenverteidigers ­Robin Koch von Kaiserslautern (dem Lieblingsklub von YB-CEO Greuel) bekannt. Für geschätzte 4 Millionen Franken Ablösesumme. Ravet wäre teurer. Der 27-Jährige würde sich gerne mit Siegesgrüssen aus Moskau von den Young Boys verabschieden.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/31807616

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 23. August 2017, 09:18 
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Die Young Boys können nur noch auf das Wunder von Moskau hoffen

YB könnte sich zum ersten Mal in der Geschichte für die Champions League-Gruppenphase qualifizieren. Bisher sah auf diesem Weg auch alles gut aus, bis sich Goalie von Ballmoos und Verteidiger Nuhu im Hinspiel in der letzten Minute einen üblen Patzer erlaubten und so den Moskauern den Sieg schenkten.

Bahnreisende kennen das Gefühl der Ohnmacht, wenn sie das Rücklicht des abfahrenden Zuges sehen. Sie wissen: Hinterherrennen ist zwecklos.

Die Young Boys haben Erfahrung damit, wie sich das im Fussball anfühlt. 2016 verloren sie in den Playoffs zur Champions League zu Hause gegen Mönchengladbach 1:3. Und damit alle Chancen auf ihrem Weg in die Königsklasse. Im Rückspiel gab es ein 1:6.

Doch im Gegensatz zum Zugpassagier und zum letzten Jahr winkt ihnen heuer noch eine (kleine) Chance, den abfahrenden Zug zu erwischen. Denn im Duell mit ZSKA Moskau liegen sie nicht ganz so arg im Hintertreffen wie gegen die Borussia. Obwohl natürlich auch eine 0:1-Heimniederlage eine grosse Hypothek ist.

Wer hofft, die Statistik könnte vielleicht Entwarnung geben mit Beispielen von Mannschaften, die nach einer Pleite im eigenen Stadion die Wende noch schafften, wird enttäuscht. In den letzten zehn Jahren ist dies beim letzten Schritt in die Champions League keinem einzigen Team gelungen. Letztmals für einen solchen Exploit gesorgt hat vor elf Jahren der FC Kopenhagen, der nach einem 1:2 zu Hause gegen Ajax in Amsterdam 2:0 gewann.

Kommt erschwerend hinzu, dass sich YB in den letzten Jahren auf seinem Kunstrasen zwar mit Siegen gegen Tottenham, Stuttgart, Getafe, Zenit, Udinese, Anschi, Napoli, Donezk und zuletzt Kiew als starkes Heimteam präsentierte, auswärts international jedoch seit dem 1:0-Sieg bei Fenerbahçe Istanbul vor sieben Jahren keine Stricke mehr zerriss. Seine beiden Partien in Russland gegen Anschi (0:2) und Zenit (1:3) gingen verloren.

Der Ausfall von Hoarau

Möglicherweise aber sind gerade diese Fakten die kleine Chance der Berner. Dass auch die Spieler von ZSKA die Statistik kennen und ihre fünfte Champions-League-Teilnahme in Folge im Hinterkopf bereits fix gebucht ist. Zumal mit Guillaume Hoarau auch noch der gefährlichste YB-Angreifer verletzt ausfällt. Der Franzose ist nach seiner Hüftverletzung zwar noch längst nicht wieder in Topform, aber zuletzt beim 0:0 gegen GC eben doch derjenige gewesen, der mit seinem Seitfallzieher für das einsame offensive Glanzlicht bei Gelb-Schwarz gesorgt hatte.

«Wir müssen Tore schiessen. Daher ist es klar, dass meine Mannschaft mutig und offensiv auftreten muss», sagt Trainer Adi Hütter. Neben Roger Assalé könnte anstelle von Hoarau der von Servette gekommene Jean-Pierre Nsame stürmen. Flügel Miralem Sulejmani spricht derweil vom wichtigsten Spiel in der Karriere der meisten YB-Spieler. Mit gutem Grund: Schaffen die Berner das Wunder von Moskau, sind sie nicht nur erstmals für die Champions League qualifiziert, sondern der Klub kann mit Einnahmen von bis zu 25 Millionen Franken rechnen; 15 Millionen mehr, als dies beim Ausscheiden und dem folgenden Switchen in die Europa League der Fall wäre.

Es sind aber nicht nur finanzielle Gründe, die den Match in Moskau für YB so bedeutsam machen. Ein Coup wäre ein Befreiungsschlag weg vom Image des Verlierers. Der Begriff «veryoungboysen» könnte in der Mottenkiste verstaut werden.


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/di ... -131637758

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Assalé soll der Bienvenu von damals werden

Die Young Boys wissen nach dem 0:1 gegen ZSKA um die brisante Ausgangslage. Nur ein Sieg im Playoff-Rückspiel in Moskau erfüllt ihnen den Traum vom erstmaligen Vorstoss in die Champions League.

In Europacup-Heimspielen hat YB in den jüngeren Vergangenheit dem einen oder anderen bekannten Team nicht nur Paroli geboten, sondern es auch bezwungen. Tottenham, der VfB Stuttgart, Getafe, Zenit St. Petersburg, Udinese, Napoli oder Schachtar Donezk hiessen die im Stade de Suisse unterlegenen Mannschaften in den letzten fünf Jahren.

Der letzte Auswärtscoup hingegen liegt länger zurück: Anfang August 2010 schoss der Kameruner Henri Bienvenu die Young Boys mit dem 1:0 bei Fenerbahçe Istanbul (nach 2:2 im Hinspiel) in die Champions-League-Playoffs - und wurde am letzten Tag des Transferfensters von "Fener" aus dem laufenden Vertrag herausgekauft.

Heuer ist YB auf einen Exploit angewiesen, gegen Treffer eines afrikanischen Stürmers würde sich niemand wehren. Zumal diese nach dem Ausfall des verletzten Guillaume Hoarau (linker Oberschenkel) ohnehin noch mehr im Fokus stehen werden. Roger Assalé und Jean-Pierre Nsamé dürften in der neuen, 30'000 Zuschauer fassenden Arena von ZSKA, die wohl höchstens zur Hälfte gefüllt sein wird, von Beginn weg stürmen. Die Young Boys brauchen zwingend Tore, "vermutlich ja zwei", sagte Trainer Adi Hütter.

Nur: In den letzten drei Spielen - das Cupspiel gegen das zwei Klassen tiefer spielende Breitenrain nicht eingerechnet - hat YB keinen einzigen Treffer erzielt. Nicht gegen Thun (0:4), nicht gegen ZSKA (0:1) und auch nicht gegen den FC Zürich (0:0) am letzten Wochenende. Sorgen macht sich Hütter deswegen keine. "Das ist natürlich immer ärgerlich. Aber es würde mich mehr stören, wenn wir uns keine Möglichkeiten herausspielen würden", so der Vorarlberger Coach, der eine bessere Leistung in der Offensive fordert. "Wir müssen mehr riskieren, um diese Tore zu schiessen."

ZSKA hat nach dem Siegestreffer in der Nachspielzeit im Hinspiel alle Vorteile auf seiner Seite, um sich zum fünften Mal in Folge für die Champions League zu qualifizieren. Interessant wird zu beobachten sein, ob den Moskauer Spielern die Erfahrung aus insgesamt über 400 Einsätzen in der "Königsklasse" (gegenüber 19 der Young Boys) helfen wird. "Die Frage wird sein: Spielen sie wie in Bern?", so Hütter. Also defensiv, abwartend, eher zerstörend und auf Konter lauernd? Oder will der Armeeklub dem Publikum doch etwas bieten?

Die Young Boys - das haben sie sich jedenfalls vorgenommen - wollen "nicht hinten hinein sitzen und abwarten, auch nicht kopflos nach vorne stürmen". So formulierte es der linke Aussenverteidiger Loris Benito. Bei Trainer Hütter tönte es ähnlich: "Wir müssen offensiv aktiv sein. Trotz allem dürfen wir die Defensive, die in letzter Zeit sehr, sehr gut war, nicht vernachlässigen." Hütters Devise lautet: "Tore schiessen, mit Hirn und Mut spielen."


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