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 Beitrag Verfasst: Samstag 12. August 2017, 20:53 
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«Wir haben bis zum Schluss professionell gespielt»

Auf die 0:4-Niederlage in der Super League liess YB ein souveränes 3:0 im Cup folgen. Das gibt Selbstvertrauen für die Champions-League-Qualifikation gegen Moskau.

«Es war wichtig, nach dem 0:4 gegen Thun die richtige Reaktion zu zeigen», freut sich Marco Bürki nach dem Sieg im Cup. Für den Verteidiger, der sich sein Startelf-Debüt in dieser Saison bei der blamablen Niederlage am Mittwoch anders erhofft hatte, war es reine Kopfsache: «Wir sind das Spiel gegen Breitenrain mit der richtigen Einstellung angegangen und haben bis zum Schluss professionell gespielt.»

«Gut für die Stimmung»

Auch Bürkis Verteidigerkollege Kasim Nuhu ist froh über die Reaktion: «Nach der Niederlage zu Hause, auch noch mit 0:4, waren wir alle ein wenig niedergeschlagen. Dank dem Sieg heute im Cup können wir zuversichtlich in das Spiel am Dienstag gehen.» Und der Ghanaer hat mit seinem 1:0 den Grundstein zum Sieg gleich selbst gelegt: «Das Tor freut mich unheimlich. Ich bin nun etwa ein Jahr bei YB und hatte noch nie getroffen.»

Natürlich ist auch der Trainer erleichtert, hat seine Mannschaft gegen Breitenrain auf die Erfolgsspur zurückgefunden. «Breitenrain hat gut verteidigt, sie haben hinten zwei Omnibusse aufgestellt, was es uns nicht leicht gemacht hat auf dem kleinen Platz», resümierte Adi Hütter nach dem Spiel. «Ausserdem haben wir heute mit sehr jungen Spielern gespielt, der Plan ist aufgegangen.»

Fokus auf Moskau

Der Österreicher ist gespannt, wen YB im Cup als nächster Gegner zugelost bekommt, seine Augen seien ab sofort aber auf kommenden Dienstag gerichtet. «ZSKA Moskau wird wieder ganz ein anderes Kaliber.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/27154196

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 Beitrag Verfasst: Samstag 12. August 2017, 22:28 
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«YB hat uns von Anfang an ernst genommen»

Die Sensation ist ausgeblieben, der FC Breitenrain konnte den Quartierrivalen YB im Cup nicht in Bedrängung bringen. Was bleibt, sind gute Erinnerungen.

Mit 40 Jahren durfte Raphael Kehrli, selbst einst ein Young Boy, den FC Breitenrain gegen Guillaume Hoarau und Co. aufs Feld führen. Für mehr als einen Achtungserfolg hat es dem klaren Aussenseiter am Ende aber doch nicht gereicht. «Wir hätten frecher auftreten dürfen, hatten etwas zu viel Respekt vor YB», findet Kehrli nach dem Spiel. «Aber: YB hat uns auch von Anfang an sehr ernst genommen.»

Das unglückliche zweite Tor

Mit etlichen Paraden hielt Breitenrain-Goalie Leonard Kiener sein Team lange im Spiel – ehe ausgerechnet dem Schlussmann ein Lapsus unterlief, als er sich von Thorsten Schicks verunglückter Hereingabe in der nahen Torecke erwischen liess. «Es tut mir leid für die Mannschaft, denn wir haben gut gekämpft. Das 0:2 fiel zum dümmsten Zeitpunkt», so Kiener selbstkritisch.

Auch Kiener hat eine YB-Vergangenheit, spielte von der U14 bis zur U21 für die Gelb-Schwarzen. Unter anderem war er Konkurrent von David von Ballmoos, der neuen Nummer 1 bei den Young Boys. «Ich habe seinen Werdegang mitverfolgt», sagt Kiener, «und mag ihm den Erfolg von Herzen gönnen. Auch heute hat ‹Dave› toll gehalten.»

Der 22-jährige Kiener muss bald wieder gegen Gegner wie Lausanne-Ouchy oder Bavois Bälle halten. Kein Problem für ihn: «Ich habe einen anderen Weg eingeschlagen, und für mich ist Breitenrain die beste Lösung.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/15525385

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 Beitrag Verfasst: Samstag 12. August 2017, 22:34 
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Netter Besuch beim Nachbarn

Wie so oft bleibt in den 1/32-Finals des Schweizer Cups kein Team aus der Super League auf der Strecke. Immerhin ziehen sich die Aussenseiter achtbar aus der Affäre.

Cup ist, wenn am Ende die Kinder auf den Platz rennen und um ein Autogramm betteln von den Stars aus dem Fernsehen. So war es am Samstag auch auf dem Spitalacker oder «Spitz», wie der kleine Fussballplatz des FC Breitenrain im Volksmund heisst. Und so veranstaltete Guillaume Hoarau, der grösste Star der YB-Gäste aus dem benachbarten Stade de Suisse, mit den Kindern vor den YB-Fans das fröhliche Siegertänzchen, das normalerweise nur den Spielern vorbehalten ist. Sympathisch.

Sympathisch war auch der ganze Nachmittag mit den 6000 Zuschauern, die sich in den Bretterverschlag gezwängt hatten mitten im Quartier. «Rückt bitte ein wenig zusammen, draussen warten noch Leute», schepperte es aus dem Lautsprecher, die Leute kletterten auf Mauern und Absperrgitter, und auf den Balkonen der umliegenden Häuser waren auch die Logenplätze gut besetzt. So stellt man sich Cup vor, wenn die Profis zu Gast sind bei einem drei Klassen tiefer spielenden Klub, bei dem die meisten Spieler einer Arbeit nachgehen.

Zu ihnen gehört etwa der 34-jährige Nicolas Kehrli, früher Profi bei YB, Basel und anderen Klubs, heute ist er Lehrer. Mit seinem Bruder Raphael bildet er seit einigen Jahren die Innenverteidigung im FC Breitenrain. Der Nachmittag sei «etwas vom Schönsten in der langen Zeit als Fussballer» gewesen, sagte er nach dem Spiel.

Am Ergebnis kann es nicht gelegen haben, aber die Gastgeber hatten ansehnlichen Fussball geboten, auch wenn sie erst in der Schlussphase zwei Chancen herausgearbeitet hatten. 2:0 für die Young Boys stand es da, und natürlich hätte YB auch drei oder vier Tore mehr erzielen können. YB zeigte in ­jeder Phase des Spiels, dass sie es sind, die in der Super League spielen und nicht Breitenrain.

In dieser Beziehung kann man sich bei YB ja nie sicher sein, blickt man in deren jüngere Cup-Geschichte mit dem Ausscheiden gegen Teams wie Buochs, Le Mont, Wil oder Winterthur. «Ich bin sehr froh, dass wir diese Pflichtaufgabe gut gelöst haben», sagte YB-Trainer Adi Hütter. Nach dem Punktemaximum in den ­ersten drei Meisterschaftsspielen und dem Sieg gegen den FC Basel bedeutete das 0:4 gegen den FC Thun am letzten Mittwoch ein arger Dämpfer. Dass nun, drei Tage später, kein weiterer Unfall passiert ist, mag als Indiz gelten, dass Hütter und seine Equipe den Cupmatch auch dafür genutzt haben, rasch die Frustration aus Beinen und Köpfen zu spielen für die bevorstehende Aufgabe. «Wir haben auf einigen Positionen umgestellt – aber es war sicher kein Nachteil, dass wir nach der Ohrfeige am Mittwoch rasch wieder spielen mussten», sagte Hütter.

Denn am Dienstag geht es um viel für YB; über 20 Millionen Franken locken mit dem möglichen Einzug in die Champions League, und mit ZSKA Moskau haben die Berner für die Play-offs einen Gegner zugelost bekommen, der im Heimspiel im Stade de Suisse nicht gänzlich ausser Reichweite liegt. Für einen Erfolg wäre es allerdings ein Vorteil, würde Yoric Ravet spielen. «Ich muss mir das noch überlegen», sagte Hütter. Ravet strebt einen Wechsel zum SC Freiburg an, offenbar wollen die Young Boys aber mehr als die kolportierten 6 Millionen Franken für den Franzosen. Ravet war als Zuschauer auf dem Berner «Spitz». Reden wollte er nicht. Er genoss den schönen Nachmittag.

Die restlichen Partien

(sda) Die Zahlen sind für einmal nicht erdrückend: Die fünf Mannschaften aus der Super League schossen zusammen bloss 15 Tore - sechs davon gingen auf das Konto des FC Lugano, der auf dem Weg zu seinem 6:0 gegen den Zweitligisten Bassecourt seine Treffer allerdings erst nach der Pause erzielte. Auch der FC Luzern (1:0 gegen Kriens) und Lausanne-Sport (3:1 gegen Pajde Möhlin) legten die kleine Differenz erst in den zweiten 45 Minuten.

Dass der FC Luzern trotz Platzabtausch und damit Heimvorteil gegen Kriens den knappsten Sieg realisieren würde, kam nicht überraschend. Der SC Kriens, der kleine Nachbar, ist ein ambitionierter Verein aus der Promotion League. Der Aufstieg in den Profi-Fussball ist das Ziel. In der letzten Saison eliminierte Kriens den FC Thun und erreichte schliesslich die Cup-Achtelfinals. Diesmal war schon in den 1/32-Finals Endstation, weil sich der FC Luzern nach schwacher erster Halbzeit steigerte und in der 70. Minute zum Siegestor kam; Pascal Schürpf war nach einem ersten abgewehrten Schuss aus spitzem Winkel erfolgreich.

Wie Kriens gegen Luzern hielt auch NK Pajde Möhlin gegen Lausanne-Sport das Resultat mehr als eine Stunde lang ausgeglichen. Der Klub aus der 2. Liga interregional, dem der Vater von Ivan Rakitic vorsteht und in dem der Bruder des Barcelona-Professional zum Trainer-Team gehört, zeigte sich als technisch versierter Widersacher. Im Team stehen einige ehemalige Profis aus den Ligen Osteuropas, welche sich gegen den Tabellen-Vorletzten der Super League dergestalt wehrten, dass eine Differenz von vier Spielklassen nie zu erkennen war. Lausanne brauchte sogar einen umstrittenen Foulpenalty, um in der 67. Minute zum wegweisenden 2:1-Führungstor durch Benjamin Kololli zu kommen.

Thun hatte gegen Stade Payerne (2. Liga inter) mehr Mühe, obwohl es durch Simone Rapp und Matteo Tosetti schon nach einer Viertelstunde 2:0 führte. Doch ein Fehlgriff von Torhüter Guillaume Faivre brachte den Aussenseiter wieder heran und Payerne hatte noch vor der Pause sogar Chancen zum Ausgleich. Erst mit Fortdauer der Partie brachte Thun das Geschehen unter Kontrolle.

Von den Mannschaften aus der Super League und Challenge League scheiterte nur der FC Wohlen. Dies dafür auf spektakuläre Weise. Beim FC Linth 04 im Glarnerland wurden die Aargauer 0:4 deklassiert. Der FC Linth, der seit Jahren erfolglos versucht in die 1. Liga aufzusteigen, wird vom früheren Luzern- und GC-Verteidiger Roland Schwegler trainiert. Für Wohlen ist es die erste Cup-Niederlage gegen einen Unterklassigen seit fast acht Jahren.

Breitenrain - Young Boys 0:3 (0:1). - 6000 Zuschauer. - Schiedsrichter: Amhof. - Tore: 23. Nuhu 0:1. 54. Schick 0:2. 90. Nsamé 0:3.
Young Boys: Von Ballmoos; Nuhu, Wüthrich (72. Joss), Bürki; Schick, Bertone, Aebischer, Sow, Lotomba; Nsamé, Hoarau (68. Fassnacht).
Bemerkungen: Young Boys ohne Ravet und Mbabu (beide nicht im Aufgebot). 18. Pfostenschuss von Nsamé.

Stade Payerne - Thun 1:2 (1:2). - 1500 Zuschauer. - Schiedsrichter: Dudic. - Tore: 9. Rapp 0:1. 12. Tosetti 0:2. 29. Essomba 1:2.
Thun: Faivre; Glarner, Bürgy, Alessandrini, Facchinetti; Tosetti, Hediger, Lauper, Spielmann (57. Da Silva); Hunziker (37. Peyretti), Rapp.
Bemerkungen: Thun ohne Rodrigues, Gelmi, Kablan, Ferreira und Bigler (alle verletzt). 84. Gelb-Rote Karte gegen De Oliveira (Payerne).

Kriens - Luzern 0:1 (0:0). - 6223 Zuschauer (in Luzern). - Schiedsrichter: San. - Tor: 70. Schürpf 0:1.
Luzern: Zibung; Grether, Schmid, Schulz, Lustenberger; Follonier (66. Itten), Ugrinic (66. Custodio), Kryeziu, Schürpf; Rodriguez, Demhasaj (89. Jong).
Bemerkungen: Luzern ohne Arnold, Lucas, Schindelholz (alle verletzt), Juric und Schneuwly (beide gesperrt). 45. Schuss von Follonier ans Lattenkreuz. 82. Lattenschuss von Schürpf.

NK Pajde Möhlin - Lausanne-Sport 1:3 (1:1). - 715 Zuschauer. - Schiedsrichter: Jaccottet. - Tore: 25. Bojinov 0:1. 36. Ivelja 1:1. 63. Kololli (Foulpenalty) 1:2. 87. Geissmann 1:3.
Lausanne-Sport: Castella; Marin (66. Geissmann), Monteiro, Rochat, Mesbah; Tejeda; Kololli, Campo, Pasche, Torres (89. Zeqiri); Bojinov (80. Margiotta).
Bemerkung: Lausanne-Sport ohne Dominguez, Manière und Martin (alle verletzt).

Bassecourt - Lugano 0:6 (0:0). - 1030 Zuschauer. - Schiedsrichter: Schärli. - Tore: 46. Junior 0:1. 53. Marzouk 0:2. 61. Marzouk 0:3. 73. Junior 0:4. 86. Manicone 0:5. 89. Sabbatini 0:6.
Lugano: Da Costa; Rouiller, Sulmoni, Kovacic; Mihajlovic (71. Crnigoj), Milosavljevic, Sabbatini, Vecsei (56. Piccinocchi), Schäppi; Junior, Marzouk (66. Manicone).


https://www.nzz.ch/schweizer-cup-netter ... ld.1310483

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Wenn die Fans Sympathien mit dem Gegner hegen

Der Sportplatz Spitalacker war am Samstag Schauplatz eines Fussballfests. 6000 Zuschauer verwandelten das altehrwürdige Stadion in eine kleine Festhütte, in welcher sich YB im Stadtderby gegen Breitenrain keine Blösse gab und 3:0 gewann.

Berner Stadtderby ist, wenn sich schon Stunden vor dem Anpfiff in jeder Ecke im Nordquartier Fussballfans tummeln. Ob in den Beizen Barbière oder Luna Llena, ob auf der Terrasse der Pizzeria Ticino oder vor der Coop-Tankstelle: Überall sind Männer und Frauen in YB-Trikots zu sehen. Da und dort hat sich auch jemand einen weiss-schwarzen Schal des Quartierklubs um den Hals gebunden, die Vorfreude auf das Cupspiel zwischen dem Underdog Breitenrain und YB ist allgegenwärtig.

Jene YB-Anhänger, die jeweils für gute Stimmung in den Stadien sorgen, schlendern rund zwei Stunden vor Spielbeginn durchs Quartier. Auf dem Spitalacker angekommen, hüllen sie ihre Fankurve auf Seite der Viktoriastrasse mit Bannern und Fahnen in ein sattes Gelb, singen, machen aus dem altehrwürdigen Stadion eine kleine Festhütte. «Megafon, Trummle u Lärm ghöre zum Fuessbau ir Stadt Bärn», steht auf einem gelben Transparent mit schwarzer Schrift geschrieben.

Es ist ein Seitenhieb auf das unsägliche Ins­trumente- und Megafonverbot, das nach einer Klage eines Anwohners, vor dessen Haus die Fans übrigens auf ihrem Marsch durchs Quartier noch einen Halt einlegten und lautstark feierten, für Spiele auf dem Spitalacker ausgesprochen worden ist. Es schert an diesem speziellen Tag niemanden. Als exakt 63 Minuten vor Anpfiff der YB-Teambus hupend um die Ecke biegt, brandet im Stadion erstmals tosender Applaus und lautstarker Jubel auf.

Berner Stadtderby ist, wenn sich dank Zusatztribünen 6000 Zuschauer auf den Spitalacker zwängen, auf den Terrassen und Dächern der umliegenden Häuser etliche weitere Fans das Geschehen beäugen und so für eine einzigartige, prächtige Atmosphäre sorgen. Der Promotionsligist Breitenrain und YB sind freundschaftlich verbunden, die Mehrheit der Fans hegt Sympathien für beide Klubs. Und so freuen sich nach 22 Minuten irgendwie alle, als YB-Verteidiger Kassim Nuhu nach einem Corner ungewohnte technische Fähigkeiten zur Schau stellt und den Ball nach einer gekonnten Annahme volley zur 1:0-Führung ins Tornetz hämmert.

Vielleicht hat das Ambiente die FCB-Spieler zu Beginn etwas gar fest beeindruckt. Sie agieren defensiv zwar hervorragend, verdichten die Räume, im Spiel nach vorne fehlt im ersten Spielabschnitt aber schlicht der Mut, zudem wirkt YB extrem konzentriert. «Sie haben uns sehr ernst genommen und keinen Firlefanz veranstaltet», sagte Breitenrain-Oldie Raphael Kehrli (39), der erst als Verteidiger und später als Offensivkraft eine ganz starke Partie zeigt.

Erst als YB 2:0 in Führung liegt, streift der FCB seine Scheu ab, traut sich mehr zu, zeigt einige ansehnliche Spielzüge, markiert sogar einen Abseitstreffer durch Anto Franjic (62.). Endlich zeigt der Quartierklub, weshalb er in den letzten Jahren zu den 30 besten Teams der Schweiz gehört hat.

Berner Stadtderby ist, wenn sich einige Kontrahenten persönlich gut kennen und die meisten Akteure des Aussenseiters als Junioren selbst den YB-Dress getragen haben. So wie Breitenrain-Goalie Leo Kiener, der mit starken Paraden glänzt, bis er nach 54 Minuten eine Flanke von YB-Flügel Thorsten Schick falsch einschätzt und auf bittere Art und Weise das vorentscheidende 0:2 kassiert. «Es war ein einmaliges Erlebnis, viele Bekannte und Freunde kamen extra für das Derby auf den ‹Spitz›, die sonst nicht oft in ein Stadion gehen», sagt Kiener, der sich einst als Junior mit David von Ballmoos um einen Platz im YB-Tor duelliert hatte.

«Es war speziell, gegen David zu spielen, wir hatten in letzter Zeit nicht mehr so intensiven Kontakt, deshalb freue ich mich, später noch mit ihm plaudern zu können», erzählt Kiener. Auch von Ballmoos freut sich über das Wiedersehen. «Ich habe Leo vor der Partie viel Glück gewünscht, als das Spiel lief, dachte ich aber nur noch an meine Aufgabe.» Sie hätten eine konzentrierte und professionelle Leistung abgeliefert, sagt von Ballmoos. «So muss es sein bei einem Superligisten.»

Berner Stadtderby ist, wenn nach Spielende FCB-Edelfan und Donatorenpräsident Max Haller zusammen mit etlichen Kindern den Kunstrasen entert und mit den YB-Spielern vor die Fankurve sitzt, um sich feiern zu lassen. «Es war ein Traum von mir, ein Pflichtspiel auf dem ‹Spitz› vor vollem Haus zu erleben», sagt Haller. Und ergänzt: «Ein Spiel, in dem fast alle Zuschauer mit beiden Teams mitfiebern, wird es wohl so schnell nicht wieder geben. Einmalig!»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/18524072

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