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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 6. August 2017, 21:32 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.08.2017  Zitat: YB zu gut für Lausanne
Nach dem Erfolg in der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew bleibt YB auch in der Super League im Schwung. Die Berner erringen daheim gegen Lausanne einen problemlosen 3:0-Sieg.
3 Spiele, 9, Punkte, 9:0 Tore. Ein derart guter Start in die Meisterschaft glückte den Young Boys zuletzt 2013. Damals gewannen sie sogar die ersten fünf Spiele, bevor sie im Herbst stark abbauten. Das aufgewertete Kader dieser Saison könnte auf dem vorzüglichen Niveau eine Konstanz ermöglichen.
Zwischen YB und Lausanne tat sich ein Graben auf, was die spielerische Klasse betrifft. Es setzte für die Waadtländer im Stade de Suisse kein 2:7 ab wie vor einem Jahr, und dennoch waren die Unterschiede in jeder Hinsicht gross. Der Mann des Spiels war Doppeltorschütze Leonardo Bertone. Er hatte zuvor in dieser Saison nur beim 4:0 bei GC von Beginn an gespielt. In jenem Match, wenige Tage vor dem wichtigen Heimspiel gegen Kiew, nominierte Trainer Adi Hütter zu Beginn nicht die stärkstmögliche Formation. Er schonte etwa auch Guillaume Hoarau.
Bertones Doublette
Für die Partie gegen Lausanne bekam Bertone im Aufbauzentrum den Vorzug gegenüber Djibril Sow. Der Italo-Berner rief sich und seine Qualitäten auf eindrückliche Weise in Erinnerung. Zwei satte Schüsse - der erste nach einer Corner-Variante, der zweite nach einem schnellen Durchspiel vor dem Strafraum - führten innerhalb von sechs Minuten zur 2:0-Führung. Bertone erzielte erstmals zwei Tore in einem Super-League-Spiel.
Auch Yoric Ravet bewies, welch grossen Wert er in der Mannschaft darstellt. Der Franzose bereitete beide Tore Bertones vor, und nach 38 Minuten schlug er vor der eigenen Torlinie den Ball akrobatisch weg. Er verwehrte so Lausannes Neuzugang Joel Geissmann das sicher scheinende Anschlusstor. Auch die zweite Halbzeit gehörte den Bernern. Derweil hatte die Mannschaft von Trainer Fabio Celestini kaum je die Möglichkeit zu reagieren und YB in irgendeiner Art zu bedrängen. Es blieb bei der genannten Chance von Joël Geissmann und einer Möglichkeit von Gonzalo Zarate nach einer Stunde. Ein deutlicheres Ergebnis als das 3:0 wäre nach dem Spielverlauf logischer gewesen als eine knapperes. Roger Assalé und der immer besser in Form kommende Guillaume Hoarau trafen Pfosten und Latte.
Telegramm:
Young Boys - Lausanne 3:0 (2:0) 17'364 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tore: 16. Bertone (Ravet) 1:0. 22. Bertone (Ravet) 2:0. 67. Hoarau (Foulpenalty) 3:0. Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito; Ravet, Sanogo (72. Sow), Bertone, Sulejmani (77. Fassnacht); Hoarau, Assalé (81. Nsamé). Lausanne: Castella; Marin, Monteiro, Rochat, Gétaz (77. Mesbah); Zarate (81. Delley), Geissmann, Maccoppi, Kololli; Bojinov (58. Margiotta), Torres. Bemerkungen: Young Boys ohne Von Ballmoos (rekonvaleszent), Seferi (verletzt), Schick, Joss und Wüthrich (alle nicht im Aufgebot). Lausanne ohne Manière, Campo (beide verletzt) und Pak (nicht im Aufgebot). Pfostenschuss: 28. Assalé. 85. Kopfball von Hoarau an die Latte. Verwarnungen: 62. Gétaz (Foul), 86. Mesbah (Foul). https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -131586876
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shalako
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Verfasst: Sonntag 6. August 2017, 21:34 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.08.2017  Zitat: Die wunderbare Eckball-Variante von YB
Der Berner Spielzug trickst den Gegner nach Strich und Faden aus. Die Lausanner können nur zuschauen als Bertone trifft.
Die Phrase «wie aus dem Lehrbuch» wird in diesen Tagen zu häufig auch für lehrbuchbefreite Dinge zweckentfremdet. Sie würde sich bei mindestens 50 Prozent aller Lehrbuch-Sätze beschweren, wenn sie denn könnte.
Doch beim Tor von Leonardo Bertone gegen Lausanne, da wäre selbst sie geehrt, dem Tor ihren Namen zu geben, so gut war diese Eckball-Variante. Ravet spielt kurz und flach auf Sulejmani an die Grundlinie, der lässt den Ball zurückprallen, Ravet spielt den Ball flach in den Rücken der Abwehr. Dort taucht aus dem Nichts Bertone auf und schiesst den Ball direkt und scharf mittels Innenpfosten ins Tor.
Eine Staffette, die durch einmalige Ballberührungen auskommt. One Touch. Aus dem Lehrbuch.
Und weils Bertone so gut läuft, doppelte er weniger später nach. Ähnlich sehenswert. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/27784038
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shalako
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Verfasst: Sonntag 6. August 2017, 21:36 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.08.2017  Zitat: YB-Noten: Wuseliger Wirbelwind
Beim 3:0 gegen Lausanne ist Roger Assalé erneut glänzend aufgelegt.
Marco Wölfli, Note 4,5: Durfte gegen harmlose Gäste ganz zum Schluss doch noch zwei Schüsse parieren. Der Goalie hatte zudem Glück, als in der 70. Minute der Schuss Margiottas via den Pfosten und seinen Rücken ins Aus kullerte. Spielte zum dritten Mal in Folge zu null, muss am Mittwoch im Derby aber wieder von Ballmoos weichen.
Kevin Mbabu, Note 4,5: Mit einigen guten Vorstössen, aber auch zwei, drei ungenauen Zuspielen. Hinten rechts solid.
Kasim Nuhu, Note 5: Aufsässig, robust, zweikampfstark, die Ruhe selbst.
Steve von Bergen, Note 5: Setzte gleich zu Beginn mit zwei Grätschen ein Zeichen. Resolut und abgeklärt, versteht sich gut mit Nebenmann Nuhu.
Jordan Lotomba, Note 5,5: Rückte gegen seinen früheren Klub hinten links in die Startaufstellung. Mit sehr auffälliger Darbietung, lief die linke Seite rauf und runter, flankte, ging in den Abschluss. In der zweiten Halbzeit liess der 18-Jährige wie etliche seiner Kollegen etwas nach.
Yoric Ravet, Note 5,5: Der Flügel war allgegenwärtig, ob auf links oder rechts. Harmonierte mit Lotomba, bereitete die Tore von Bertone vor. Und rettete kurz vor der Pause vor dem einschussbereiten Geissmann.
Leonardo Bertone, Note 5,5: Rückte für Sow in die Startaufstellung. Zeigte gegen Lausanne seine ausgezeichnete Schusstechnik. Traf erst nach hübscher Cornervariante, dann nach Doppelpass mit Ravet. Betrieb viel Werbung in eigener Sache.
YB's Cornervariante führt zum 1:0. Quelle: SFL
Sékou Sanogo, Note 4,5: Nicht so dominant wie gegen Kiew. Aber Sanogo hatte das defensive Mittelfeld im Griff – souverän.
Miralem Sulejmani, Note 4: Der Serbe stand erstmals seit dem ersten Spieltag wieder in der Startaufstellung. Arbeitete fleissig mit, in der Offensive bis auf einen gefährlichen Freistoss mit wenigen gelungenen Aktionen.
Roger Assalé, Note 5,5: Vielleicht der Spieler der Saison – bis jetzt. Viel unterwegs, wich geschickt auf die Flügel aus, gab keinen Ball verloren. Traf nach einer halben Stunde mit einem satten Schuss den Pfosten. Holte später den Penalty vor dem 3:0 heraus. Einziges Manko: Assalé wartet weiterhin auf sein erstes Saisontor.
Guillaume Hoarau, Note 5: Erzielte erneut ein Tor per Penalty. Der Stürmer erarbeite sich viele Chancen, traf in der Schlussphase mit einem Kopfall nur die Latte. Der Franzose scheint nach schwerer Hüftverletzung immer besser in Form zu kommen.
Djibril Sow, Note 4,5: 71. Minute für Sanogo. Fügte sich im Mittelfeld gut ein.
Christian Fassnacht, ohne Note: 77. Minute für Sulejmani.
Jean-Pierre Nsamé, ohne Note: 81. Minute für Assalé.
Noten:6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/26632366
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shalako
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Verfasst: Sonntag 6. August 2017, 23:12 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.08.2017  Zitat: YB spielt wie im Rausch
Die Young Boys bleiben in der Super League verlustpunktlos. Beim 3:0 gegen Lausanne nutzt Leonardo Bertone die Bewährungschance und wird zum Matchwinner. Seine Lage ist sinnbildlich.
Es ist eine Szene, die das Trainerherz zum Lachen bringt. Gegen Lausanne ist eine Viertelstunde gespielt, in der das Heimteam schwer in die Gänge gekommen ist. Aus dem Spiel will wenig gelingen, umso wichtiger sind Standardsituationen: Der Berner Flügel Yoric Ravet führt einen Corner kurz aus, spielt einen Doppelpass mit Miralem Sulejmani, leitet den Ball direkt zur Mitte, wo Leonardo Bertone aus dem Rückraum gelaufen kommt und rechts ins Toreck trifft.
Es ist ein wunderbares Tor, entstanden auf der Taktiktafel, initiiert von Assistenzcoach Harald Gämperle, der bei YB unter anderem dafür zuständig ist, solche Situationen auszuhecken.
«Wir begannen träge, deshalb war dieses Tor enorm wertvoll», sagt Trainer Adi Hütter. Und Lausanne-Coach Fabio Celestini meint: «Nach dem ersten Gegentreffer haben wir nicht mehr existiert. YB war in allen Bereichen überlegen.»
Sechs Minuten nach dem Führungstreffer spielt Bertone vor der Strafraumgrenze einen Doppelpass mit Ravet, er zieht erneut direkt ab, trifft erneut sehenswert. Es ist der erste Doppelpack des 23-Jährigen für YB. Und ein umfangreiches Bewerbungsdossier für einen Platz in der Startaufstellung am Mittwoch im Derby gegen Thun. Der Titel: Ich, der Matchwinner.
Bertones Ehrgeiz
Die Lage von Leonardo Bertone sagt viel über die Qualität im Kader der Gelb-Schwarzen aus. In den drei grossen Partien dieser Saison, gegen Basel und zweimal Kiew, blieb ihm jeweils nur der Platz auf der Ersatzbank. Entweder war ihm das aufstrebende Eigengewächs Michel Aebischer vorgezogen worden oder der ebenfalls junge und hoffnungsvolle Djibril Sow. Bertone, der in den letzten beiden Jahren zu den meist eingesetzten YB-Akteuren gezählt hatte, musste sich gedulden, auf die Zähne beissen, weiterarbeiten.
«Ich bin sehr ehrgeizig», sagt Bertone. Und: «Es ist nicht einfach, wenn man zuschauen muss. Aber wir haben viele Partien, da braucht es jeden.» Vor Wochenfrist zeigte Bertone gegen GC eine starke Leistung, gegen Lausanne doppelte er nach – wortwörtlich. «Ich hab mich über seine Darbietung sehr gefreut», sagt Hütter. Ein Rotationsspieler der die Partie entscheidet – da lacht das Trainerherz ebenfalls.
Hütters Händchen
Adi Hütter scheint derzeit nichts falsch machen zu können: Vor dem dritten Meisterschaftsspiel war gemeinhin erwartet worden, dass der Österreicher gegen Lausanne dem einen oder anderen Akteur eine Gelegenheit geben würde, der bisher gar nicht gespielt hatte. Etwa Innenverteidiger Marco Bürki, von dem es aus Klubkreisen hiess, er sei nahe am Team.
Doch Hütter rotierte konservativ, vollzog nur drei Rochaden. Auf Positionen, auf denen er bereits gewechselt hatte, die Innenverteidigung bildeten wie bisher immer Kasim Nuhu und Captain Steve von Bergen. Mit einer erneut souveränen Darbietung, der dritten zu null in der Super League, gaben die beiden dem Trainer recht. Wie auch die restlichen Akteure, die sich bisher über viel Einsatzzeit freuen dürfen.
Da ist der rechte Verteidiger Kevin Mbabu, der beim 3:0-Sieg zwar nicht ganz so stürmisch agierte wie noch gegen Kiew, aber dennoch überzeugte. Da ist Yoric Ravet, der beide Tore vorbereitete und seine bisher beste Darbietung der Saison zeigte. Da ist Torjäger Guillaume Hoarau, der mit jeder Partie besser in Fahrt zu kommen scheint. Gegen Lausanne traf er zum zweiten Mal in Folge, erneut per Penalty. Der französische Stürmer hätte gut und gerne zwei, drei weitere Treffer erzielen können, in der Schlussphase landete sein Kopfball an der Latte.
Und da ist der unermüdliche Roger Assalé, die prägende Figur der ersten Wochen, der mit Bissigkeit und Tempo die Verteidiger zermürbt. Gegen die Waadtländer traf der Ivorer mit einem satten Distanzschuss den Pfosten. Und er holte wie schon gegen Kiew einen streitbaren Penalty heraus. Einziges Manko: Assalé wartet immer noch auf sein erstes Saisongoal. «Mir ist lieber, trifft er dann mal, wenn es hapern sollte», sagt Hütter.
Absehbar ist dies derzeit allerdings nicht. Im Stade de Suisse agierten die Young Boys bisher dreimal dominant, am Mittwoch folgt das Heimspiel gegen die punktelosen Thuner. «Es läuft uns momentan sehr gut», sagt Leonardo Bertone. «Aber wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.» Das ist derzeit gar nicht so einfach. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/12109452
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shalako
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Verfasst: Montag 7. August 2017, 08:04 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.08.2017  Zitat: Im Takt des Tabellenführers
YB hält den Rhythmus hoch, bezwingt Lausanne locker 3:0 und bleibt Leader. Leonardo Bertone weist mit zwei Toren früh den Weg.
Eins, zwei, drei, vier – Tor! Der Takt des Triumphs hallt an diesem Sonntagnachmittag unüberhörbar durchs Stade de Suisse. YB hat Lausanne gerade 3:0 geschlagen, souverän, ohne Wackler, ohne Aussetzer, niemand hat sich verletzt, niemand wurde vom Platz gestellt. Das ist weder erstaunlich per se noch überraschend im Moment, und doch vermag es viele zu verblüffen, wie die Young Boys in diesen Tagen auftreten. «Man hat heute gesehen, dass wir ein Spitzenteam sind», sagte Trainer Adi Hütter nach einer Partie, in der seine Schützlinge kaum je hatten Spannung aufkommen lassen. Der Österreicher schraubte nach dem grossen Abend gegen Dynamo Kiew am Mittwoch (2:0) nur moderat an seiner Mannschaft und beliess Schlüsselspieler wie Sanogo und Hoarau vorderhand noch in der Startelf. Nach einem Einstieg, während dessen sich beide Seiten erst einmal sortieren mussten, nahmen die YB-Perkussionisten langsam ihre Arbeit auf. Eckball nach einer Viertelstunde, Ravet auf Sulejmani, Sulejmani auf Ravet, Ravet auf Bertone, Abschluss – oder eben: eins, zwei, drei, vier, Tor! Die Berner Cornervariante besass nicht nur eine zackige Rhythmik, sie war offenbar auch perfekt einstudiert. «Da muss ich meinem Assistenten Harald Gämperle ein Kompliment machen», sagte Hütter später.
Weiter ging es im Stakkato der Souveränität. YB spielte schnörkellos, oft direkt, so, wie man eben spielt, wenn man in den ersten fünf Pflichtpartien viermal gewonnen und viermal keinen Treffer kassiert hat. Sechs Minuten nach dem 1:0 klärte Marin nach einer Flanke von Mbabu zu wenig vehement, und vom Kopfball des Lausanne-Verteidigers über den Doppelpass zwischen Bertone und Ravet bis zum Abschluss waren es erneut eins, zwei, drei, vier Berührungen – Tor! Wieder war es ein präziser Distanzschuss, wieder von Bertone, er, der sich vor zwei Wochen noch still und artig vor sich hin geärgert hatte, weil er in den Startpartien gegen Basel und in Kiew nicht zum Stamm gehört hatte. «Ich war ein wenig angefressen, klar, ich will immer spielen. Das ist eben Konkurrenzkampf», sagte er später, lächelnd, nach seinem ersten Doppelpack für YB.
Der Berner Rhythmus der Routine kennt Wechsel, auch das ist ein Ausdruck von Qualität. Nicht nur, weil die nächste Aktion von Assalé auch mit nur zwei Schlägen – ansatzloser Schuss, Aussenpfosten – fast zum Erfolg geriet, sondern weil es das aktuell sehr stabile Konstrukt dieser Mannschaft generell erlaubt, Tempowechsel ohne Leistungseinbussen vorzunehmen.
Hütter: «Arbeit, viel Arbeit»
Denn es war ja nicht so, dass mit den Waadtländern fussballerisch völlig ideenlose Gäste in Bern antraten. Die Equipe von Trainer Celestini spielt technisch ansprechend, und beinahe hätte in der 33. Minute so ein elegantes Pässchen zum Anschlusstreffer gereicht – Ravet klärte knapp vor Geissmann.
YB blieb wach, blieb achtsam, auch das scheint eine neue Fertigkeit, hatten sich die Berner doch in vergangenen Spielzeiten gerade auch zu Hause oft auf einer Führung ausgeruht. «Wir sind sehr konzentriert im Moment», stellte auch Captain von Bergen fest, und Trainer Hütter sagte später, nach den Gründen für den optimalen Saisonstart gefragt, nur: «Arbeit, viel Arbeit.»
Wenn es schnell gehen musste, ging es weiterhin schnell bei YB, das war auch nach der Pause so. Wölfli – er ersetzte noch ein letztes Mal den inzwischen genesenen Stammkeeper Von Ballmoos – pflückte sich in einer seiner wenigen Aktionen sicher einen Corner und lancierte den schnellen Assalé klug per Abwurf. Der Ivorer gegen Lausannes Innenverteidiger Monteiro, das ist ein Laufduell, ähnlich ungleich wie die Ausgangslage der beiden Clubs in der Super League. Und so war Assalé zumindest mit dem Kopf schon fast vorbei am Gegenspieler und beim schnellen Konter mittlerweile auch im Strafraum angelangt, doch er überlief gewissermassen sich selbst und fiel flach hin. Schiedsrichter Jacottet taxierte das aus seitlicher Perspektive als Elfmeter – gut, war das kein spielentscheidender Pfiff.
Hoarau, für sein Taktgefühl ohnehin bestens bekannt, rundete den Nachmittag mit dem kürzesten Erfolgsmass und seinem Penaltytreffer ab: Schuss, Tor! Spätestens jetzt durfte der letzte der 17 364 Zuschauer sicher sein, dass YB nichts mehr anbrennen lassen würde.
Drei Spiele, neun Punkte, neun Tore, kein Gegentor. Auch am dritten Spieltag klatscht kein anderes Team im Takt des Tabellenführers. Der FCZ liess im Tessin gegen Lugano Punkte liegen (0:0), Sion verlor in St. Gallen (0:2) und Basel rennt trotz eines souveränen 3:0-Erfolgs gegen Thun noch immer der Hypothek aus dem Startspiel in Bern hinterher. Am Mittwoch erwartet YB den bislang glück- und punktlosen FC Thun zum Derby. Geht es nach den Young Boys, verläuft Spiel 4 der Meisterschaft im gleichen Rhythmus: eins, zwei, drei, vier – Sieg! http://www.derbund.ch/sport/fussball/Im ... y/15207289
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shalako
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Verfasst: Montag 7. August 2017, 08:05 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.08.2017  Zitat: «Es macht Spass, YB zuzusehen»
Alain Rochat wechselte im Sommer von YB zu Lausanne. Vor der Partie am Sonntag wird der 34-jährige Innenverteidiger geehrt. Der Romand spricht von einem bewegenden Moment und lobt seinen früheren Arbeitgeber.
Den Höhepunkt des Tages erlebt Alain Rochat vor dem Spiel: Als die beiden Teams im Stade de Suisse auf den Platz gelaufen sind und an der Mittellinie Aufstellung nehmen, wird der 34-jährige Innenverteidiger von den Young Boys geehrt. Nach insgesamt sieben Jahren in Bern verliess er diesen Sommer YB in Richtung Lausanne. Rochat erhält von Sportchef Christoph Spycher Blumen, ein eingerahmtes YB-Trikot mit seinem Namen und ein paar nette Worte, von den Zuschauern gibt es viel Applaus.
«Das war sehr schön. Ein bewegender Moment», sagt Alain Rochat. Der Rest des Nachmittags gestaltet sich für den Routinier weniger erfreulich, nach 22 Minuten und dem 2:0 scheint die Partie bereits entschieden. In der Folge kommen die Young Boys zu etlichen Chancen, Rochat und seine Kollegen werden zeitweise vorgeführt. «Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt», sagt Rochat. «Der Start war äusserst unglücklich.»
Bruder und Gegner
Der Romand steht in den Katakomben des Stade de Suisse. Er hat das Lächeln wiedergefunden. Mit Guillaume Hoarau tauschte er zuvor das Leibchen, es ist sein zweites YB-Trikot an diesem Nachmittag. Und als er auf dem Weg zum Fernsehinterview in der Mayonnaisetube einigen früheren Kollegen begegnet, wird er geherzt, umarmt, die YB-Akteure nennen ihn «fréro», Bruder. «Ich stehe mit vielen noch in Kontakt», sagt Rochat. Und meint, wenn immer es ihm möglich sei, schaue er sich die YB-Partien an.
In Lausanne ist Alain Rochat so etwas wie der grosse Bruder. In einem Kader mit lauter jungen und unerfahrenen Akteuren gibt er auf dem Platz den verlängerten Arm von Trainer Fabio Celestini. Er sei da, um die Kollegen nach solchen Partien wieder aufzubauen, sagt Rochat. «Wir wissen, dass es während der Saison immer mal wieder schwierige Phasen gibt.» Er spielt jetzt bei einem Aussenseiter, es ist nach seiner Zeit in Bern eine neue Erfahrung. Mit einem Punkt aus drei Partien belegt Lausanne den achten Rang.
Die Young Boys stehen derweil ganz zuoberst. Rochat findet, die Berner hätten Jahr für Jahr Fortschritte erzielt. Der Sieg im ersten Saisonspiel gegen Basel sei eindrücklich gewesen. «Und genau das, was das Team brauchte.» Über das Weiterkommen gegen Dynamo Kiew habe er sich enorm gefreut. «Es macht Spass, YB zuzusehen», sagt Alain Rochat. In der Regel, gestern gilt das für ihn nicht.
https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/22761918
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shalako
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Verfasst: Montag 7. August 2017, 08:07 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.08.2017  Zitat: Roger Assalé
Ein Stürmer, ständig in Bewegung
Der Ivoirer Roger Assalé bringt die Young Boys in Fahrt. Der Offensivspieler ist eine gute Ergänzung zu seinen Stürmerkollegen und in diesem Meisterschaftsstart bereits sehr effektiv.
Er ist wohl kein Torschützenkönig wie Seydou Doumbia und auch nicht so filigran wie Emmanuel Mayuka. Aber etwas hat er mit ihnen gemeinsam. Er ist eine weitere Stürmer-Entdeckung der Young Boys aus Afrika. Roger Assalé, 23-jährig, aus Côte d'Ivoire, seit vergangenem Winter in der Bundesstadt – und ständig in Bewegung. Dank ihm ist die ohnehin gut dotierte Offensivabteilung noch ein Stück unberechenbarer.
Es muss eine Aufgabe zum Verzweifeln sein für die Gegner. Wen soll man zuerst am Trikot halten, wem das Bein stellen und wen im Augenwinkel beobachten? Es schwirren Yoric Ravet und Miralem Sulejmani auf den Flügeln herum, der Riese Guillaume Hoarau schleicht wie eine Raubkatze durch den Strafraum, und dann wäre da noch dieses kleine Kraftpaket von nur 167 Zentimetern, aber mit unermüdlichen Beinen. Einmal ist Assalé links, einmal rechts, einmal am Mittelkreis, einmal entwischt er in die Tiefe. «Er bringt etwas in unser Spiel, das wir bisher nicht hatten», sagt Stéphane Chapuisat, Chefscout bei YB. Assalé ist ein komplementäres Element zum einen Kopf grösseren Hoarau sowie zum dritten und ebenso hochgewachsenen Mittelstürmer, Jean-Pierre Nsamé. «Es war unser Ziel, mehr Möglichkeiten zu haben», sagt Chapuisat, «momentan passt es.»
Sehr gut sogar. In der Champions-League-Qualifikation lieferte Assalé gegen Kiew zwei Assists zum Einzug in die Play-offs. Am Sonntag traf er gegen Lausanne spektakulär den Pfosten und erarbeitete sich einen Penalty. Hoarau verwertete ihn zum 3:0-Schlussresultat. Davor hatte Leonardo Bertone zwei sehenswerte Aktionen mit zwei Toren abgeschlossen. 9 Punkte, 9:0 Treffer, so die makellose Bilanz des Leaders. «Hoffentlich bleiben alle gesund, und wir können in dieser Saison profitieren», sagt Chapuisat. Auch die Zuschauer würden es geniessen. https://www.nzz.ch/sport/roger-assale-e ... ld.1309504
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shalako
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Verfasst: Montag 7. August 2017, 17:11 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.08.2017  Zitat: Obwohl er keine Tore kassiert
Wölfli muss den YB-Kasten wieder räumen
Drei Spiele, drei Siege. Null Gegentore. Und doch muss Marco Wölfli den Kasten wieder räumen.
Profifussball ist ein unsentimentales Business. Das kriegt nun auch YB-Legende Wölfli zu spüren. Als sich David von Ballmoos im Spiel gegen GC eine Fleischwunde zuzieht und ersetzt werden muss, steht er seinen Mann.
Gegen die Zürcher (4:0), gegen Dynamo Kiew (2:0), wo er gegen Superstar Andrej Jarmolenko mit einem Big Save glänzt. Und auch beim 3:0 gegen Lausanne.
Doch jetzt ist es vorbei mit der Herrlichkeit. «David spielt am Mittwoch im Derby gegen Thun», lässt Trainer Adi Hütter nicht den Hauch eines Zweifels offen. Es bestehe nun kein Restrisiko mehr bei einem Einsatz von Von Ballmoos.
«Wir haben klar gesagt, wer die Eins ist», so Hütter. «Auch wenn ich mich natürlich für Marco freue, dass er nochmals auf die grosse Bühne hat zurückkehren dürfen.» Mit einem Sonderlob des Coaches für dessen Jarmolenko-Save notabene!
«Du trainierst jeden Tag für solche Fälle», sagt der YB-Keeper auf der klubeigenen Homepage. «Es ist schön wieder reinzukommen, denn man will natürlich immer spielen. Auf dem Platz stehen und zu Null spielen – das ist natürlich schon das Schönste für einen Goalie. Aber die Jungs sind zwölf und vierzehn Jahre jünger als ich. Da will ich denen helfen.»
Auch vom Plan Cup-Goalie hält Hütter nicht viel. Steht dennoch vielleicht am Samstag Wölfli gegen Breitenrain zwischen den Pfosten? «Am Mittwoch gegen Thun spielt Von Ballmoos. Dann sehen wir weiter.» https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 08753.html
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