Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 32 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Sonntag 23. Juli 2017, 20:37 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
22.07.2017

Bild

Zitat:
YB-Noten: Bestnote für Sanogo

Die YB-Akteure überzeugen gegen den FC Basel beim 2:0-Startsieg. Mehrere Akteure verdienen sich gute Noten, für Sékou Sanogo, den Chef auf dem Platz, gibt es sogar eine 6.

David von Ballmoos: Note 5,5
Sehr überzeugend im ersten Super-League-Spiel. Sicher bei Flanken, souverän im Auftreten, nur ein kleines Missgeschick mit dem Fuss. Strahlte im Tor eine grosse Ruhe aus, hatte aber insgesamt erstaunlich wenig zu tun. Mit einem sensationellen Reflex beim Flachschuss von Michael Lang, den von Ballmoos fantastisch um den Pfosten lenkte.

Kevin Mbabu: Note 5,5
Vor der Pause wie die Kollegen eher zurückhaltend. Danach drehte der forsche Rechtsverteidiger auf. Gewohnt druckvoll, mit einem starken Rush übers halbe Spielfeld, auch defensiv meistens zur Stelle gegen den auffälligen Renato Steffen.

Kasim Nuhu: Note 5
Robust, zweikampfstark, souverän. Zuweilen immer noch mit unkonventionellen Einlagen, aber ohne Aussetzer.

Steve von Bergen: Note 5
Konzentriert, aufsässig, überlegt. Der Routinier gefiel im Abwehrzentrum mit einer tadellosen Leistung.

Loris Benito: Note 5
In der Defensivarbeit fast immer stark, nach vorne ballsicher, ruhig, dynamisch.

Yoric Ravet: Note 5,5
In einer über weite Strecken zerfahrenen Partie fiel es den Offensivkräften schwer, zu brillieren. Ravet hatte seinen grossen Auftritt mit dem wegweisenden Tor zum 1:0, als er seinen Sololauf mit einem schönen Schlenzer in die tiefe rechte Ecke krönte.

Michel Aebischer: Note 4
Der Youngster litt in der kampfbetonten Veranstaltung, vermochte seine Passstärke für einmal selten einzubringen. Zudem mit zwei schweren Ballverlusten.

Sékou Sanogo: Note 6
Der beste Spieler auf dem Platz. Dominant, der Chef im Zentrum, kaum vom Ball zu trennen, mit enormer physischer Präsenz. Und Sanogo überzeugte auch in der Vorwärtsbewegung mit starken Pässen.

Miralem Sulejmani: Note 5,5
Vor der Pause verzog er mit seinem starken linken Fuss bei der besten YB-Chance knapp. In der zweiten Halbzeit scheiterte er mit links aus wenigen Metern relativ kläglich. Zudem einmal mit einem haarsträubenden Ballverlust. Aber der Serbe schoss das 2:0 mit einem traumhaften Freistosstor. Da präsentierte er den besten linken Fuss der Liga auf grosser Bühne. Sulejmani war auch sonst einer der Antreiber.

Roger Assalé: Note 5
Es war für die Stürmer schwierig, aber der kleine Wirbelwind agierte bissig, entschlossen, lauffreudig und schuf Räume. Holte den Freistoss vor dem 2:0 heraus.

Guillaume Hoarau: Note 4
Der Torjäger ist nach seiner schweren Verletzung noch nicht in Bestform. Aber er war wichtig für YB, weil er die langen Bälle nach vorne ansprechend verarbeitete. In Szene setzen konnte sich Hoarau jedoch kaum.

Djibril Sow: Note 4,5
59. Minute für Aebischer. Auffälliger als sein Vorgänger, deutete sein Talent an. Nach starker Vorarbeit von Mbabu allerdings versprang Sow der Ball bei der Annahme, der Winkel beim Abschluss war schliesslich ungünstig.

Christian Fassnacht: ohne Note
75. Minute für Ravet.

Thorsten Schick: ohne Note
83. Minute für Sulejmani.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/20431887

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 23. Juli 2017, 20:40 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
23.07.2017

Bild

Zitat:
Keine Sorgen trotz Pleite bei FCB-Streller

«YB war ein wenig glücklicher»

Marco Streller trotz Startniederlage gelassen: «Unsere Mannschaft ist sich nicht gewohnt, zu verlieren. Aber ich bleibe entspannt.»

Wie gross ist die Enttäuschung?
Die Enttäuschung ist im Moment sicher gross, vor allem bei den Spielern. Ich weiss ja selber, wie das ist. Aber das kommt dann morgen schon wieder. Da mache ich mir gar keine Sorgen. Kommt noch dazu, dass sie es sich nicht gewohnt sind, zu verlieren. Am Sonntag trainieren wir wieder und von da an konzentrieren wir uns aufs nächste Spiel gegen Luzern.

War es trotz Ihrer langen Karriere ein spezieller Moment, dieses erste Spiel als Sportchef?
Ja, sicher. Ich habe das Adrenalin wieder gespürt. Das hatte ich nun eine ganze Weile nicht gehabt.

Wie haben Sie das Spiel gesehen?
Ich glaube, wir hatten mehr Ballbesitz. YB hat es mit langen Bällen versucht. Da sind sie sehr gefährlich mit Hoarau und Assalé, der die freien Räume gesucht hat.

Macht Ihnen die Niederlage wirklich keine Sorgen?
Nein, überhaupt nicht. Ich bin entspannt. Logisch hätte ich gerne gewonnen, die Mannschaft sowieso. Es war ein typisches Startspiel, das auf beide Seiten hätte kippen können. YB war heute ein wenig glücklicher. Vielleicht sogar der verdiente Sieger, ich muss mir das Spiel jetzt auch noch einmal anschauen.

Wollte YB den Sieg mehr?
Das glaube ich nicht! Auch wir haben mit Überzeugung gespielt. Ich war mir in der 2. Halbzeit ziemlich sicher, dass derjenige gewinnen würde, der das erste Tor erzielt. Genau so kam es. Das zweite Tor, der Freistoss von Sulejmani, das war individuelle Klasse. Ein wunderschöner Schuss. Das muss man halt dann auch anerkennen.

Haben Sie auch etwas Positives gesehen?
Ja, wie wir nach der Umstellung des Systems, mit drei Verteidigern statt vier, mehr Ballbesitz hatten. Leider kam gleich das 2:0. YB hat das dann sehr gut verteidigt.

Es wurde erwartet, dass der FCB mit einer Dreierabwehr und Delgado als Sechser beginnen würde. Warum hat man doch auf das altbewährte System gesetzt?
Das Team war sich von der letzten Saison gewohnt, in diesem System, mit vier Verteidigern zu spielen. Die Spieler fühlen sich mit Viererkette im Moment noch wohler. Ausserdem ist der Trainer der Meinung, dass es einfacher ist, während des Spiels von Vierer- auf Dreierabwehr umzustellen, als umgekehrt.

Noch ein Wort zum Abgang von Zdravko Kuzmanovic. Er wird an Málaga ausgeliehen: War das sein Wunsch oder Ihrer?
Er wollte nach Málaga. Wir waren uns sehr schnell einig. Man muss sehen, dass wir viele zentrale Mittelfeldspieler haben. Man darf nicht vergessen, dass er sieben Monate verletzt war. Er hat zwar unglaubliche Qualitäten, das hat man gesehen in der Vorbereitung. Er braucht Spiele, die können wir ihm im Moment nicht geben. Wir hatten ja nur eine dreiwöchige Vorbereitung, Kuz hatte nur einen Kurzeinsatz von vielleicht 20 Minuten. In Spanien hat die Vorbereitung erst gerade begonnen, dort wird er zu Einsätzen kommen.

Was ist im nächsten Sommer? Kann es sein, dass Kuzmanovic da wieder zurück kommt?
Die Tür beim FCB ist für ihn sicher nicht zu. Wir hoffen, dass es bei Málaga eine spielbestimmende Rolle übernehmen kann. Dann werden wir uns im Frühling zusammensetzen.

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 35275.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 23. Juli 2017, 20:45 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
23.07.2017

Bild

Zitat:
Die Berner Kampfansage an Basel

Ein bisschen mehr Experimentierfreudigkeit hätte man vom FC Basel unter seinem neuen Trainer Raphael Wicky schon erwartet. Nun muss der Meister einen ersten Rückschlag verarbeiten und blickt – sehr zur Freude der Restschweiz – auf eine ungewohnte Tabelle.

Es hatte eine kleine, versteckte Symbolik, als am Samstagabend, weit nach Spielschluss, der Meisterpokal von einem Mitarbeiter der Liga aus dem Basler Kabinentrakt getragen wurde. Reicht schon eine Niederlage, um die vergoldete Trophäe abgeben zu müssen?

Beim FCB trösteten sie sich mit der Floskel, dass es ja noch 35 Runden seien bis zur Endabrechnung. Am 19. Mai kommenden Jahres wollen sie den Pokal wieder in Basel in die Höhe stemmen, und die einzigen, denen zugetraut wird, dies ernsthaft verhindern zu können, sind die Young Boys.

Deshalb steckt in diesem Auftaktspiel auch eine gewisse Bedeutung. Mit einem reichlich nutzlosen Brimborium waren die Minuten bis zum Anpfiff der neuen Spielzeit heruntergezählt worden, und etwas gar royal hatte Claudius Schäfer, der CEO der Swiss Football League, die Saison «offiziell für eröffnet» erklärt. Anschliessend bekam die Fussballschweiz, auf was sie insgeheim gehofft hatte: Der Serienmeister erhält einen Schuss vor den Bug und verliert 0:2.

0:2-Niederlage in Bern: Kalte Dusche für Wicky und den FCB

Damit ziert Basel erstmals seit dem 12. Juli 2009 das Tabellenende, zumindest für eine Nacht. In Bern blendeten sie – sehr zur Freude des Publikums im seit Fertigstellung 2005 erst zum zehnten Mal ausverkauften Stade de Suisse – die Blitztabelle ein. YB drei Punkte vor dem FCB – wer kann sich an eine solche Ungeheuerlichkeit noch erinnern?

In der Wohlfühlzone

Natürlich muss man sich aus Basler Perspektive noch keine Sorgen machen. Selbst wenn der Auftritt weit entfernt von überzeugend war, so war er auch nicht abgrundtief schlecht. Der Meister hat seine PS nicht auf Berner Kunstrasen gebracht, und das ist ihm in den zurückliegenden Jahren an dieser Stelle immer wieder passiert. Die einzigen beiden Niederlagen der vergangenen Saison kassierte er ebendort.

Nun kann man darüber debattieren, ob es kleinmütig war von Raphael Wicky, mehr oder weniger alles so zu belassen, wie es bislang war. Bis auf Blas Riveros (Linksverteidiger für den ausgemusterten Adama Traoré) und Ricky van Wolfswinkel als Angriffsspitze war es die Cupsiegerelf von Genf, die in Bern dem Herausforderer gegenüber trat. In der unter Vorgänger Urs Fischer eingefleischten 4-2-3-1-Grundordnung.

Der neue FCB-Trainer gab eine durchaus einleuchtende Begründung dafür ab, warum er auf ein in der Vorbereitung intensiv eingeübtes 3-5-2 verzichtet hatte: «Ich habe mich Mitte der Woche für das System entschieden und das mit dem Staff besprochen. Wir haben uns gesagt, dass die Mannschaft zwei Jahre in diesem System gespielt hat und sich darin wohl fühlt.» Aus dieser Wohlfühlzone heraus präsentierte sich der FCB in Bern jedoch nicht zupackend genug.

Nebst Experimentierfreude verzichtete Wicky auch auf ein sichtbares Bekenntnis zum Jugendstil

Nervös tigerte Wicky während seines Premierenspiels als Cheftrainer in und ausserhalb seiner Coachingzone. Er erzählte hinterher: «Natürlich ist es etwas anders als bei den Junioren. Wenn 30’000 Menschen im Stadion sind, kannst du nicht einfach dem Spieler auf der anderen Seite etwas mitteilen. Aber ich habe es sehr genossen, einfach der Abschluss war nicht so, wie wir uns das gewünscht hatten.»

Nebst systematischer Experimentierfreude verzichtete Wicky auch auf ein sichtbares Bekenntnis zum neu ausgerufenen Jugendstil beim FC Basel. Der während den Vorbereitungswochen hochgelobte Dominik Schmid kam gar nicht zum Einsatz und Kevin Bua und Dereck Kutesa brachte er erst, als die Felle schon davonschwammen.

Nach dem Rückstand und der Umstellung auf die vieldiskutierte Dreierkette in der Abwehr und zwei Stürmer hatte sich der FCB gerade sortiert, als Miralem Sulejmani seine starke Vorstellung mit einem Freistoss-Kunstschuss krönte und damit den Unterschied an diesem Abend klar machte: Die keineswegs überirdischen Berner waren mit mehr Überzeugung auf dem Platz unterwegs.

Brotloser Basler Ballbesitz

Was die Basler im Nachgang bedenken sollten: Sowohl in der alten Grundordnung, in der sich die Mannschaftsteile ballorientierter verschoben als noch vergangene Saison, wie auch nach dem Systemwechsel waren sie die dominierende Mannschaft. Am Ende resultierten 62 Prozent Ballbesitz, die klareren Chancen und damit einen verdienten Sieg indes erarbeitete sich YB.

Willkommen in der Super League: Basels neuer Stürmer Ricky van Wolfswinkel und der unerlaubte Einsatz von YB-Verteidiger Kasim Adams Nuhu.

Symptomatisch war, dass Michael Lang als Aussenverteidiger der Spieler mit den meisten Torschüssen (drei) war. Vom Rest kam so gut wie gar nichts in Zone 3, also dem vordersten Drittel. Ricky van Wolfswinkel war ein blasser Janko-Doumbia-Ersatz, und Renato Steffen, Mohamed Elyounoussi, oder andere Leistungsträger wie Luca Zuffi oder Matias Delgado waren Schatten ihrer selbst.

Und nicht gefeit war der Meister mit all seinem Selbstverständnis davor, nach dem Rückstand vorübergehend die Kontrolle über sein Spiel zu verlieren.
Marco Streller: « Nichts macht mir Sorgen»

Als sich Marco Streller nach ein paar gedankenverlorenen, in sich versunkenen Momenten nach Abpfiff aufgerichtet hatte, gab er den unbekümmerten Sportchef: «Nichts macht mir Sorgen. Ich bin entspannt.» Auch wenn sich die Niederlage nicht gut anfühle, so habe er doch «gute Sachen gesehen».

Ein Versprechen, dass Streller bei seiner Präsentation als Nachfolger von Georg Heitz abgelegt hatte, ist fürs erste aber schon mal erfüllt: Die Meisterschaft solle wieder etwas spannender werden, meinte Streller damals, als der FCB mit uneinholbarem Vorsprung seinem achten Titel in Folge entgegenstrebte.

Die Berner Young Boys laben sich an Sieg und Selbstvertrauen, was sie gut gebrauchen können, wenn sie am Mittwoch in Kiew die erste Hürde Richtung Champions League nehmen wollen. «Es war ein erster Schritt auf einem sehr langen Weg», sagt YB-Trainer Adi Hütter und zitierte Yoric Ravet, Dosenöffner dieses Saisoneröffnungsabends: Die Meisterschaft sei kein 400-Meter-Lauf sondern ein Marathon.

«Die ersten 400 Meter haben wir für uns entschieden», so Hütter. Nicht mehr wollte der Österreicher damit ausgedrückt haben, aber auch nicht weniger. Was dieses 2:0 jedenfalls darstellt, ist eine unausgesprochene Kampfansage einer physisch und mental stark wirkenden Berner Mannschaft in Richtung Basel.


https://tageswoche.ch/sport/die-berner- ... -an-basel/

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 23. Juli 2017, 20:54 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
23.07.2017

Bild

Zitat:
Der FCB übermannt und überrannt

Der Serienmeister unterliegt den Young Boys zum Meisterschaftsstart 0:2. Der neue Basel-Trainer Raphael Wicky ist früh gefordert.

Es war einiges zu hören aus Basel. Standardisiertes wie von anderen Schauplätzen, man wolle attraktiven Fussball spielen, den Zuschauern Freude bereiten, modern und flexibel sein, und Raphael Wicky, der Jungtrainer des FC Basel, versprach auch Neuerungen im Spielsystem. Man vernahm, dass der in die Jahre gekommene Playmaker Matias Delgado womöglich auf der Sechser- statt auf der Zehner-Position spielen werde, dass eine Dreierabwehr die bevorzugte Variante sei und dass das Pressing noch etwas dichter werde und den Dichtestress auf den Fussballfeldern nochmals um eine Stufe erhöhe.

Das weckte vorsaisonale Neugier auf die Partie vom Samstag gegen YB. Im ausverkauften Stade de Suisse (31 120 Zuschauer, eher leise Zaungäste) schaute man mit Argusaugen auf Innovationen im Basler Spiel. Aber Delgado, dieser filigrane Techniker, spielte vorne mit und auf der Zehn, immerhin mit der Freiheit, an seiner künftigen Rolle zu schnuppern und sich zurückfallen zu lassen. Der Goalie Tomas Vaclik war bemüht, die Bälle nicht direkt in die gegnerische Zone zu spielen, vor ihm stand aber eine Viererabwehr, ganz altbacken, und auch das Pressing hatte man schon dichter gesehen. Basel spielte eine Art Vergangenheitsfussball, der über die Jahre so erfolgreich gewesen war.

Der Trainer Wicky verzichtete in diesem ersten Umlauf auf Kunstrasen gegen YB auf seine Retuschen – so, wie es klang, in Übereinstimmung mit der sportlichen Leitung um Marco Streller. Er gab dem System den Vorzug, «das die Spieler kennen, in dem sie sich wohl fühlen», wie Wicky an der Pressekonferenz sagte. Aber die Erfolgsverwöhnten spielten das Gleiche nicht ganz gleich, vielleicht mit gar viel Vertrauen und Sicherheit, dass schon alles gut komme.

Sie trafen auf einen ambitionierten Gegner, der Nickligkeiten nicht scheute, manchmal provozierte, resolut in die Zweikämpfe stieg und die Botschaft verbreitete, dass das Stade de Suisse für die Basler kein Selbstbedienungsladen ist. Der YB-Trainer Adi Hütter sprach von einem «wichtigen Schritt», der Selbstvertrauen gebe, und Wicky sagte, wie es gewesen sei, erstmals vor so grosser Kulisse als Trainer an der Seitenlinie zu stehen – er habe es genossen, «aber der Einfluss ist geringer als bei den Junioren». Und man hörte ihn von zwei Spielstilen sprechen und davon, dass seine Spieler das Kombinationsspiel nicht hätten «durchziehen» können, er wolle sich das alles nochmals im Video anschauen. Dort wird Wicky sehen, dass er sich nicht nur über das Defensivverhalten beim ersten Gegentor ein paar Gedanken machen muss.

Ein wenig wurmte dieser missglückte Auftritt die Basler schon. Allen voran den Sportdirektor Streller, der von der «Waffe Hoarau» sprach (hohe Bälle auf den Franzosen der Young Boys), von einem «typischen Startspiel» und der Enttäuschung, verloren zu haben. Und vielleicht hätte Streller den Journalisten gar nicht zur Verfügung stehen müssen, wenn Wicky sein Trainerdebüt erfolgreich gestaltet hätte. Aber die Dinge liefen nicht ganz so, wie man es sich vorgestellt hat. Das passiert sogar dem FC Basel – aber für gewöhnlich eher selten.


https://www.nzz.ch/sport/fussball/super ... ld.1307495

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 23. Juli 2017, 20:56 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
23.07.2017

Bild

Zitat:
Schöner schreiben mit den Young Boys

Der 2:0-Startsieg von YB gegen Basel ist ein kleines Meisterstück der Dramaturgie.

Als Miralem Sulejmani diesen Kunstschuss abgab, waren alle Konflikte gelöst. Das kleine YB-Drama hatte sein Ende gefunden, die Bösen waren besiegt, die Heldenreise war bestanden – und das Berner Publikum verzückt.

Das 2:0 gegen Basel war nicht nur ein Auftakt nach Mass, nicht nur ein Sieg in Spiel 1 von 36. Als Sulejmani mit seinem Freistoss das Spiel entschied, war gegen den langjährigen, oft unerreichbaren Rivalen mehr gewonnen als nur drei Punkte. Die im mit 31 120 Zuschauern ausverkauften Stade de Suisse entfachte Euphorie könnte YB in den nächsten Tagen und Wochen weitertragen, zu einem Exploit in der Qualifikation zur Champions League gegen Dynamo Kiew, zu einem Erfolg bei GC, zu weiteren Heimsiegen. Vergangene Erfolge gegen den FCB waren oft vergleichsweise bedeutungslos, weil der Gegner schon weit enteilt, der Rahmen weniger bedeutsam war. Letzte Saison gelangen gar zwei Siege gegen den Serienmeister – vor Basel lagen die Young Boys trotzdem nie.

Dieses YB-Drama also war hervorragend durchdacht, und so stand an seinem Anfang eine vielversprechende Exposition mit bekannten Figuren: König Basel, ruhmreich, selbstbewusst. Und Thron-Aspirant YB, oft geliebt, teils verschmäht, aber immer bewegend. Der stolze Regent beim oft gescheiterten Herausforderer. Ein vorzüglicher Konflikt. Und wie im echten Theater wurde dieser Konflikt geschürt von vielen Unbekannten: Würde die junge YB-Mannschaft dem Druck standhalten? Wie gut ist der FCB, mit jungem Trainer, unter neuer Führung?

Zuerst Härte statt Spielkunst

Antworten gab es zunächst einmal gar keine. «Wir waren zu wenig mutig», gab YB-Trainer Hütter zu. «Ich kann nicht sagen, dass wir ein gutes Spiel gezeigt hätten», räumte Basel-Coach Wicky ein. Das Einzige, was beide von Beginn weg einbrachten, war eine aussergewöhnliche Härte. Ein blutender Hoarau, ein schmerzverzerrt blickender Steffen – es wurde kräftig ausgeteilt im Startspiel.

Mit der Aufstellung vermochte Adi Hütter bei YB nicht zu überraschen. Doch das vom Österreicher gewählte Konstrukt war stabil, Sanogo kaschierte die kleinen Aussetzer des noch etwas nervösen Youngsters Aebischer, vorne arbeitete Assalé neben dem für einmal etwas blassen Hoarau vorbildlich, und hinten lenkte Captain von Bergen neben dem aufmerksamen Nuhu.

YB vermochte zwar mit zunehmender Dauer des Spiels das Tempo etwas zu verschärfen – blieb aber dabei auch dramaturgisch am Ball. Denn die Handlung spitzte sich zu, weil es immer noch 0:0 stand, weil die Partie noch immer auf beide Seiten hätte kippen können, weil der so bedeutsame Auftakt noch immer mit einer Enttäuschung hätte enden können. «Man ist so hilflos als Trainer», stellte Neuling Wicky später fest.

Vorhang auf mit Ravet

Doch jetzt stieg YB in den nächsten Akt. 50. Minute, Vorhang auf zur Klimax, mit Hauptdarsteller Yoric Ravet. Der Franzose liess Zuffi aussteigen, mit einem Trick, der fast älter als die antike Dramaturgie ist, an der sich YB ja gerade versuchte: Ball rechts, Mann links. Sekunden später schlug Ravets Schuss ein, 1:0, Ekstase beim Publikum. Doch die Young Boys wären nicht grossartige Dramaturgen, hätten sie bei diesem Stück nicht noch ein retardierendes Moment nach klassischem Vorbild eingebaut. Dem Basler Druck, der weiterhin zu keinen klaren Torchancen führte, begegnete YB mit Kontern. Darin gefiel vor allem Mbabu, der super-offensive Aussenverteidiger. Butterweich flankte er auf den eingewechselten Sow, der sah sich in vorzüglicher Position, wartete aber zu lange (78.).

Die Glücksgefühle beim Berner Anhang wurden an diesem Abend perfekt gesteuert. Weil es dem einen oder anderen beim Stand von 1:0 um YB noch etwas bange war. Und weil dann eben Sulejmani seinen grossen Auftritt hatte und einen Freistoss trat, so schön, dass man darunter schreiben müsste: Leder auf Kunstgrün, Miralem Sulejmani, 2017.

Zu einer gesunden Euphorie gehört ja immer auch die unbedingte Demut der Hauptdarsteller. Und da enttäuschte Trainer Hütter keineswegs. Der blieb seiner Linie treu, eng steckte er das Feld, zu dem er Fragen beantwortete, und was darüber hinaus zielte, ignorierte er gekonnt. «Das war ein 2:0 gegen den amtierenden Meister. So etwas gibt natürlich Selbstvertrauen und das ist nebst den drei Punkten das, was wir aus dem Spiel mitnehmen.» Kein Wort zur Meisterschaft, keins zum FCB.

Bereits am Dienstag fliegen die Young Boys von Belp nach Kiew, am Mittwoch (18.30 Uhr) treten sie im Olympiastadion gegen Dynamo an. Auch die Ukrainer gewannen am Wochenende ihren Klassiker gegen Schachtar Donezk, mit 1:0 dank einem Kopfball des kräftigen Mbokani. Sportchef Christoph Spycher sagt: «Das wird allein schon physische eine noch grössere Herausforderung.»

Daran dachte am Samstagabend rund ums Stade de Suisse noch niemand. 2:0 gegen Basel, der Vorhang war gefallen, der letzte Akt vorbei und bei der Nachbesprechung des mitreissenden Stücks liess sich das Berner Theater-, pardon, Fussballpublikum noch bis spät in die Nacht Zeit. Auch der Regen setzte erst um Mitternacht ein – als hätten die YB-Regisseure sogar das irgendwie veranlasst.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Sc ... y/14488029

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 23. Juli 2017, 21:00 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
23.07.2017

Bild

Zitat:
Dem Meister den Meister gezeigt

Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewinnt YB zum Saisonauftakt gegen Meister Basel verdient mit 2:0. In einer hart geführten Partie erzielten Ravet und Sulejmani die Tore für das Heimteam.

Allein der Torschütze des vorentscheidenden 1:0 könnte einen Hinweis dafür liefern, dass die anbrechende Meisterschaft etwas anders verlaufen könnte als die letzte, spannungslose. Yoric Ravet war seit seinem Wechsel von den Grasshoppers nach Bern nicht der Serientorschütze, der er hätte sein sollen. Dafür entwickelte sich der Franzose zum mit Abstand besten Vorbereiter in der Mannschaft der Young Boys. Am Samstag nun liess Ravet in der 58. Minuten nach einem längeren Lauf einen ebenso harten wie platzierten Schuss von der Strafraumgrenze vom Stapel, wie ihn kein Goalgetter besser und schöner ausführen könnte.

Die Berner, die in der vergangenen Saison gegen Basel beide Heimspiele gewonnen und im Gesamten die Mehrzahl der Punkte geholt hatten, verdienten sich den neuerlichen Sieg auf der ganzen Linie. Nachdem die erste Offensive der Basler nach gut 20 Minuten verebbt war, erarbeiteten sich die Spieler von Trainer Adi Hütter mehrere gute Möglichkeiten. Roger Assalé und zweimal Miralem Sulejmani mit knapp verzogenen Schüssen respektive Direktabnahmen konnten aber nicht reüssieren.

Erst nach 80 Minuten erlangten die über 31'000 Zuschauer im ausverkauften Stade de Suisse Gewissheit, wie die Punkte verteilt werden würden. Sulejmani zirkelte einen Freistoss via Unterkante der Latte ins Tor.

Und wie hat sich David von Ballmoos, der von Winterthur zurückgeholte junge Goalie der Young Boys, in seinem ersten Ernstkampf in der höchsten Schweizer Liga geschlagen? Man kann es nicht beurteilen. Der Emmentaler musste in der ersten Halbzeit einen zentralen Schuss blocken. Alle übrigen Interventionen des Nachfolgers von Yvon Mvogo waren Routine.

Die Trainer Adi Hütter und Raphael Wicky konnten zum Saisonauftakt aus dem Vollen schöpfen. Beide mussten Spieler auf die Tribüne verbannen, die in jeder anderen Mannschaft der Super League vermutlich in der Startformation stünden. Bei YB mussten sich Alexander Gerndt und Sven Joss nicht umziehen, bei Basel Alexander Fransson und Adama Traoré.

Telegramm

Young Boys - Basel 2:0 (0:0)

31'120 Zuschauer (ausverkauft). – SR Klossner. – Tore: 58. Ravet (Benito) 1:0. 80. Sulejmani (Freistoss) 2:0.

Young Boys: von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito; Ravet (75. Fassnacht), Aebischer (59. Sow), Sanogo, Sulejmani (83. Schick); Hoarau, Assalé.

Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Akanji, Riveros (68. Balanta); Xhaka, Zuffi; Elyounoussi (68. Bua), Delgado (81. Kutesa), Steffen; van Wolfswinkel.

Bemerkungen: Young Boys ohne Seferi (verletzt), Gerndt, Nsamé, Joss und Wüthrich (alle nicht im Aufgebot). Basel ohne Manzambi (verletzt), Oberlin (nicht qualifiziert), Traoré, Fransson und Gaber (alle nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 4. Delgado (Foul), 16. Hoarau (Foul), 32. Elyounoussi (Foul), 45. Suchy (Foul), 57. Sanogo (Foul), 61. Lang (Foul), 91. Steffen (Foul).


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/15752787

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 23. Juli 2017, 21:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
23.07.2017

Bild

Zitat:
«Die Effizienz hat uns den Sieg gebracht»

Nach dem glorreichen Sieg gegen den FC Basel zum Saisonbeginn zeigen sich die YB-Spieler erfreut, betonen die Wichtigkeit der Stadionatmosphäre und blicken auf das Dynamo-Spiel am Mittwoch voraus.

Die Young Boys erwischen den perfekten Saisonstart und zwingen den Serienmeister aus Basel mit 2:0 in die Knie. Nicht alles lief perfekt – vor allem in der ersten Halbzeit haperte es an gewissen Stellen: «das Gute war, dass wir mit 0:0 in die Pause durften», meinte beispielsweise David von Ballmoos.

Mithilfe der Unterstützung der Fans und klaren Worten von Adi Hütter in der Pause kam es aber dennoch zum erhofften und viel umjubelten Sieg. «Das pusht einen vorwärts», meint Loris Benito. Dennoch sind sich Benito und von Ballmoos bewusst, dass man nun nicht zurücklehnen darf. Zudem werfen sie einen Blick auf das Mittwoch-Spiel in Kiew.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/12765472

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 24. Juli 2017, 08:15 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
23.07.2017

Bild

Zitat:
YB: Ein Ausrufezeichen zum Start

Traumhafter Samstagabend für die Young Boys: YB Erster, Basel Letzter. Den 2:0-Startsieg gegen den Serienmeister FCB im ausverkauften Stade de Suisse feiert YB mit betonter Sachlichkeit.

Es gibt schöne Bilder dieses für YB herrlichen Samstagabends. Wie die Spieler ausgelassen mit den Fans feiern. Wie viele Menschen weit nach Spielschluss rund ums Stade de Suisse trinken, reden, lachen.

Wie Miralem Sulejmani nach seiner Auswechslung jeden auf der YB-Bank mit Begeisterung abklatscht. Wie Guillaume Hoarau während der Partie mit den jungen Mitspielern redet und sie motiviert.Und erst die Tabelle nach zwei Partien: YB Erster, Basel Letzter!

Vielleicht aber steht diese Aussage stellvertretend für das YB-Startspiel: «Die Meisterschaft ist kein 400-Meter-Lauf, sondern ein Marathon.» Yoric Ravet äussert sich so, Adi Hütter ebenfalls, nur Loris Benito tanzt leicht aus der YB-Sprachregelungsreihe: «Das ist kein 100-Meter-Lauf, sondern ein Marathon.»

Ein intensives Ringen

2:0 hat YB den FC Basel zum Auftakt bezwungen. Die Young Boys wollen das explizit nicht als Kampfansage verstanden wissen. Oder wie Steve von Bergen erklärt: «Die Saison dauert noch lange. Und es ist ja nicht das erste Mal, dass wir den FCB schlagen.»

Es ist ein grosses Spiel am Samstagabend im ausverkauften Stade de Suisse, einerseits, andererseits ist es ein zähes Ringen um jeden Meter, geprägt von ­knackigen Zweikämpfen, wüsten Fouls, Fehlpässen.

Hoarau leistet sich einen üblen Tritt gegen Goalie Tomas Vaclik, Basels Captain Matias Delgado müsste nach 20 Minuten zweimal verwarnt worden sein, die Hitzköpfe kommen bei Rudelbildungen auf ihre Kosten. Man spürt: Da duellieren sich zwei Rivalen, die das Terrain frühzeitig markieren wollen. YB wartet überraschend zurück­haltend ab, überlässt Basel vor der Pause oft den Ball, spielerisch gelingt beiden lange Zeit wenig.

Sulejmanis Traumfreistoss

Aber, um im etwas schiefen Bild zu bleiben, ein 400-Meter-Lauf ist eine anstrengende Disziplin. Man kann das Rennen auf der ersten Hälfte nicht gewinnen. «Es war wichtig, dass es zur Pause 0:0 stand», sagt Benito. «Wir waren uns in der Kabine einig, dass wir einen Zacken zulegen müssen.»

Nicht ganz unerwartet entscheidet eine Einzelaktion das Gipfeltreffen. Yoric Ravet nimmt in der 58. Minute einen erneuten Sportartenwechsel vor, betätigt sich als Slalomfahrer, wobei sich Luca Zuffi dankbarerweise als tauglichste rot-blaue Stange zur Verfügung stellt.

Zuffis Vater Dario war 1986 beim letzten YB-Meistertitel einer der Leistungsträger, möglicherweise ist das kein Zufall. Ravet jedenfalls schlenzt den Ball nach seinem Energieanfall ins Tor. Das 1:0 ist eine Erlösung, später vergeben Miralem Sulejmani und Djibril Sow beste Gelegenheiten, doch das spielt am Ende keine Rolle.

Denn es ist Sulejmani, der eine simple Trainingssituation, die er Hunderte Male an gleicher Stelle geübt hat, vor über 31 000 Be­obachtern formvollendet de­monstriert. Der Serbe mit dem wunderbaren linken Fuss zirkelt einen Freistoss aus etwas mehr als 20 Metern messiesk unter die Latte und bewirbt sich sehr früh als Tor-des-Jahres-Preisträger.

Das Quartett auf der Tribüne

Das ideenlose Basel ist zu keiner Reaktion mehr fähig. Die stabilen, zweikampfstarken Young Boys siegen zum dritten Mal in Serie zu Hause gegen den Meister. Allerdings haben sie sich im August oft peinliche Heimniederlagen geleistet, die nächsten Ligapartien im Stade de Suisse in Runde 3 und 4 werden am 6. und am 9. August gegen Lausanne und Thun sein. Vielleicht denkt Captain von Bergen daran, wenn er mahnt: «Wir müssen diesen Sieg in den Partien gegen kleinere Teams bestätigen.»

Erst wenn YB zu respektabler Konstanz findet, könnte sich aus einem feierlichen 400-Meter-Lauf ein spannender Marathon entwickeln. Vorerst surfen die Young Boys auf der Euphoriewelle weiter, die Aussichten sind interessant, das Kader ist auch in der Breite gut aufgestellt. Gegen Basel standen die Verteidiger Grégory Wüthrich und Sven Joss sowie die Stürmer Alexander Gerndt und Jean-Pierre Nsamé wie der verletzte Taulant Seferi nicht auf dem Matchblatt. Sie wären bei der Mehrzahl der Super-League-Teams unbestrittene Fixkräfte.

Auch das überzählige Quartett wird bald gefordert sein, es geht für YB im Dreitagesrhythmus weiter. Morgen fliegt das Team nach Kiew, am Mittwoch steht das Hinspiel der 3. Champions-League-Qualifikationsrunde gegen Dynamo Kiew auf der Agenda. «Wir geniessen diesen Sieg gegen Basel», sagt Adi Hütter noch, «aber bleiben fokussiert.» Und dann meint der Trainer: «Immerhin liegen wir gegenüber Basel nach 400 Metern in Führung.»


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/26002478

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 24. Juli 2017, 08:18 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
23.07.2017

Bild

Zitat:
Von Ballmoos, der coole Emmentaler

YB-Goalie David von Ballmoos feiert auf der grossen Bühne einen starken Einstand. Der Youngster gibt sich auf und neben dem Feld souverän.

Der Pressechef fordert: «Bitte sprich laut, damit auch die Journalisten in den hinteren Reihen etwas verstehen.»David von Ballmoos spricht laut – und deutlich, als er seinen Interviewmarathon bei den zahlreichen Journalisten unten in der Medienzone des Stade de Suisse fortsetzt.

Wie zuvor, beim Schweizer Fernsehen, wo der Emmentaler vor der Kamera ebenfalls gelassen Auskunft gab. Er ist ein Held des Abends. Von Ballmoos sagt: «Das ist natürlich ein Einstand, wie ich ihn mir gewünscht habe.» Und: «Ich war beim Einmarsch vor dem Spiel nervös. Aber das ist ja normal.» Und auch: «Wir haben stark gespielt, gut gekämpft, den Sieg verdient. Aber das war nur ein Spiel, es geht weiter.»

Mit Präsenz und Willen

Es sind aufregende Tage für David von Ballmoos, 22 Jahre jung, YB-Debütant in der Super League gegen den FC Basel im ausverkauften Stade de Suisse. Vieles ist ja neu für den Athleten im Tor der Young Boys mit der Schwingerpostur. Muskulös ist dieser von Ballmoos, David, aus Heimiswil.

Und offenbar verfügt er auch über eine bemerkenswerte Coolness. «Wir wussten, dass er ein guter Goalie ist», sagt Christoph Spycher, «sonst hätten wir nicht auf ihn gesetzt.» Doch auch der Sportchef findet den souveränen, sachlichen, sicheren Vortrag des Torhüters gegen den FCB aussergewöhnlich. «Es ist vor dieser Kulisse nicht einfach, derart ruhig zu bleiben.»

Selbstredend ist es nach einer Partie noch viel zu früh, um sich ein vernünftiges Urteil bilden zu können. Eines aber lässt sich ohne Scham behaupten: David von Ballmoos besitzt die Möglichkeiten, den ein halbes Jahr älteren Yvon Mvogo im YB-Tor würdig zu ersetzen.

Es mag technisch stärkere Tormänner geben, doch mit seiner Unerschrockenheit und Ausstrahlung sowie seinem ausgeprägten Willen ist es dem letztjährigen Winterthur-Keeper zuzutrauen, eine «neue Ära bei YB» einzuläuten. Diese Worte hatte sein Trainer Adi Hütter letzte Woche benötigt, als er auf von Ballmoos angesprochen worden war. «Er hat fehlerfrei gespielt und gezeigt, was in ihm steckt», sagt Hütter nach dem Sieg gegen Basel.

Die Grosstat gegen Lang

Eine kleine Unsicherheit mit dem Fuss Mitte der zweiten Halbzeit leistete sich David von Ballmoos gegen den FCB. Ansonsten agierte er mit einer Kaltblütigkeit, als würde er sein 301. Super-League-Spiel bestreiten. Sicher bei Flanken und Eckbällen und überzeugend in der Strafraumbeherrschung trat der Kraftprotz auf, wobei er sich lange Zeit nicht grossartig mit Paraden auszeichnen konnte.

Mirakulös geriet dann in der Schlussphase der Begegnung seine Reaktion nach einem Flachschuss von Michael Lang. Die allermeisten Zuschauer im Stadion (und sogar die Spielleiter) hatten die Rettungstat gar nicht registriert, derart schnell tauchte von Ballmoos ab und lenkte den Ball um den ­Pfosten. Erst in der TV-Zeitlupe war das Husarenstück einwandfrei zu erkennen.

David von Ballmoos wird mit den Komplimenten und dem Medienhype bestimmt umgehen können. Der Bau­ernbub gilt als einer, der nicht zum Übermut neigt. Es gehe «Schlag auf Schlag» weiter, sagt er. «Am Mittwoch in Kiew interessiert sich keiner mehr für das Spiel gegen Basel.»

Der Youngster hat rasch gelernt und die Fussballsprache ­bereits verinnerlicht. In zwei Tagen tritt von Ballmoos gegen Dynamo Kiew in einer Begegnung im erweiterten Champions-League-Rahmen an. Es ist erst das Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde, und doch ist das für von Ballmoos erneut ein grosser Abend. Der Ausflug in die Ukraine ist seine erste Europacupreise.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/14884900

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 24. Juli 2017, 08:20 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
24.07.2017

Bild

Zitat:
Reflexe und Reflexionen

YB-Goalie David von Ballmoos gelingt ein beeindruckendes Super-League-Debüt.

Das Rampenlicht gefällt einem wie ihm eigentlich nicht besonders. Unauffällig erscheinen ist für den 1,92 Meter grossen YB-Goalie David von Ballmoos per se nicht einfach – am Samstagabend aber war es für ihn noch schwieriger als sonst. Erst spielte er in seiner ersten Super-League-Partie – vor der zweitgrössten Kulisse im Schweizer Fussball – beim Spitzenspiel zwischen YB und Basel so, als würde er seit Jahren nichts anderes tun und als wäre er nicht eben erst aus der Challenge League zu YB geholt worden. Und dann war er nach der Partie die gefragte Figur.

Artig hob der Emmentaler seine Abwehrleute hervor («Es war richtig angenehm, hinter einer solchen Defensive zu spielen»), pflichtbewusst ordnete er den grossen Sieg nicht allzu hoch ein («Man darf das jetzt nicht überbewerten»). Dabei hatte von Ballmoos sein Tor gegen den FCB, der vergangene Saison in jedem Spiel getroffen hatte, auf beeindruckende Art rein gehalten. Flanken und Eckbälle der Basler Spezialisten pflückte er Mal um Mal stilsicher, einmal faustete er einen Gewaltschuss von Lang weg, und wie seine Vorderleute hielt auch er noch etwas ganz Besonderes für den Fussballfan bereit. Sein Reflex in der 82. Minute gegen den platzierten Flachschuss von Lang war so schnell, dass für viele erst in der Wiederholung am TV erkennbar wurde, was für eine Parade dem Youngster da geglückt war.

«Am Anfang kribbelte es ziemlich», sagt von Ballmoos über sein erstes Einlaufen mit YB, «aber mit Anpfiff war es fast weg.» Mit jeder sicheren Aktion wusste man eigentlich besser: Bange muss einem um den neuen Torhüter bei YB zumindest an diesem Abend nicht werden. YB-Sportchef Christoph Spycher war zwar hocherfreut über die Premiere seines Schützlings – überrascht von dessen Abgeklärtheit aber nicht: «Wir haben uns schon gedacht, dass er so auftreten kann.»

Abgeklärte YB-Talente

Nicht nur von Ballmoos – gemeinhin hielten die viel zitierten Jungen bei YB dem Druck stand. Mbabu gelang eine starke Partie, er ist offensiv einer der vielversprechendsten Aussenverteidiger, den die Young Boys in den letzten Jahren im Kader hatten. Nuhu agierte neben von Bergen fast ebenso abgeklärt wie der junge Torhüter, und der eingewechselte Sow erinnerte zumindest von den Bewegungen her an den Schweizer Nationalspieler Gökhan Inler. Man darf gespannt darauf sein, wie sich diese Talente bei YB noch entwickeln.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Re ... y/10693526

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 32 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 25 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de