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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Milan Vilotic
 Beitrag Verfasst: Dienstag 15. November 2016, 12:40 
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Verletzt und vor Absprung

Vilotic wird nie mehr für YB spielen

Milan Vilotic fällt wegen einer Verletzung für den Rest der Vorrunde aus. Alles deutet darauf hin, dass der Serbe im Winter Bern den Rücken kehren wird.

Egal, wer auch ausfällt und was auch passiert – Milan Vilotic wird nie mehr für YB spielen.
Am 19. Oktober ist beim in Ungnade gefallenen Serben eine Entzündung an der rechten Patellasehne diagnostiziert worden, weswegen er bis Ende Vorrunde ausfällt.

Für die U21 wird der Innenverteidiger also nie gespielt, sich dort einzig fit gehalten haben. Und im Winter dürfte der teuerste YB-Zugang aller Zeiten das für ihn so leidige Kapitel Bern mit einem Transfer beenden.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 54867.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Milan Vilotic
 Beitrag Verfasst: Samstag 10. Dezember 2016, 10:26 
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Stück für Stück demontiert

Milan Vilotic kam als grosser Hoffnungsträger zu YB. Verletzungen und ein Trainer, der ihn fallen liess, machten ihn zu einem sehr teuren Missverständnis.

Die jähe Versetzung in die U21-Auswahl, die hartnäckigen Schmerzen in der ­Patellasehne, die täglichen Termine bei den Physiotherapeuten, die Ungewissheit darüber, wie es weitergeht: Milan Vilotic hätte so einiges zu erzählen. Doch er mag nicht gross reden. Zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Das Schweigen ist Mittel zum Selbstschutz. Schliesslich ist Vilotic immer noch Angestellter des BSC Young Boys, der ihm monatlich mehrere 10?000 Franken an Lohn überweist. ­Kritische Worte über die Kaltstellung und deren Folgen könnten das Verhältnis zum Arbeitgeber trüben. Das will der Verteidiger unbedingt vermeiden, zumal er einen guten Draht hat zu ­Christoph Spycher. Der neue Sportchef habe sich immer korrekt verhalten und sei ein verlässlicher Ansprechpartner, sagt Vilotic.

Zurück zu Mentor Forte?

Spycher hat das Vilotic-Dossier von ­seinem entlassenen Vorgänger Fredy ­Bickel geerbt. Er spricht von einer undankbaren Aufgabe – «für mich und ­Milan». Beide Parteien seien bestrebt, eine Lösung zu finden, die für alle zufriedenstellend sei. Am liebsten würde Spycher den Fall Vilotic schon während der Winterpause abschliessen. Sollte kein definitiver Transfer zustande kommen, so will YB Hand bieten für ein ­Leihgeschäft. Eine Option könnte sein, dass sich Vilotic einem der beiden Zürcher Clubs anschliesst. Der Serbe hat gute Erinnerungen an den ersten Aufenthalt in der grössten Schweizer Stadt. 2013 wurde er mit GC Cupsieger. Sein Trainer damals: Uli Forte. Dieser Forte ist im Frühling abermals Cupsieger geworden – diesmal mit dem FC Zürich.

Forte war es auch, der bei YB für die Verpflichtung von Vilotic weibelte, kaum war er ein paar Monate im Amt. Über drei Millionen Franken liess sich YB im Januar 2014 die Verpflichtung des hochgelobten Innenverteidigers kosten. Der Sprunggelenkverletzung, die er sich bei seinem letzten Match mit GC zugezogen hatte, wurde keine grosse Bedeutung zugemessen. Ein Fehler, wie sich bald herausstellen sollte. Der angeschlagene Vilotic schleppte sich während längerer Zeit mehr schlecht als recht von Match zu Match. Damit tat er niemandem einen Gefallen. Im Mai 2014 musste das lädierte Sprunggelenk operiert werden, danach war eine mehrmonatige Wiederaufbauphase notwendig. Seinen Vorschusslorbeeren gerecht wurde Vi­lotic erst in der zweiten Hälfte der Saison 2014/15.

Das falsche Anforderungsprofil

Sein Pech war, dass Fortes Regentschaft in Bern im Sommer 2015 endete und er nicht ins Anforderungsprofil von dessen Nachfolger Adi Hütter passt. Der Österreicher bevorzugt Defensivleute, die in der ­Angriffsauslösung stark sind. Alsbald ­begann die schleichende Demontage des einst als Königstransfer gehandelten ­Vilotic. Er begann die Rückrunde auf der Ersatzbank und wäre möglicherweise bis Ende Saison dort versauert, wenn nicht der junge Grégory Wüthrich wegen eines Meniskusschadens länger ausgefallen wäre. Als im Sommer die Vorbereitung auf die neue Saison begann, war die Botschaft von Trainer und Sportchef klar. «Wir haben Milan gesagt, dass er bei uns keine Perspektiven mehr hat und sich nach einem neuen Club umsehen sollte», sagt Fredy Bickel. Und doch war es überraschend, wie unzimperlich ­Vilotic aus dem Schaufenster der Super League bugsiert wurde. Kaum waren Kasim Adams Nuhu verpflichtet und die internationale Transferfrist abgeschlossen, wurde ihm vom Trainer und Sportchef beschieden, er müsse sich per sofort der U-21-Auswahl anschliessen. Ausschliesslich sportliche Gründe hätten zu dieser Entscheidung geführt, kommunizierte der Verein. Es war ein denkbar unschönes Ende für den einstigen Hoffnungsträger, dem die Vorgesetzten bis zum heutigen Tag ein mustergültiges Verhalten attestieren.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/St ... y/18081925

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Milan Vilotic
 Beitrag Verfasst: Montag 27. Februar 2017, 16:14 
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YB-Serbe soll die GC-Probleme lösen

Milan Vilotic vor Rückkehr?

Seit einem halben Jahr trainiert Milan Vilotic bei der U21 von YB, nun soll der Serbe GC vor dem Abstieg retten.

YB-Serbe soll die GC-Probleme lösen
Milan Vilotic vor Rückkehr?
Seit einem halben Jahr trainiert Milan Vilotic bei der U21 von YB, nun soll der Serbe GC vor dem Abstieg retten.

Klar ist: GC braucht neben einem neuen Innenverteidiger auch einen weiteren Sechser, der den abgewanderten Kim Källström ersetzt.
Die Zeit drängt, am Dienstag schliesst das Transferfenster.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 89020.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Milan Vilotic
 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. Februar 2017, 17:31 
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Vertrag mit YB wird aufgelöst

Vilotic kehrt zu GC zurück

Noch stehen die medizinischen Tests aus, schon am Mittwoch soll YB-Verteidiger Milan Vilotic (30) erstmals wieder als Grasshopper trainieren.

Es wird in den nächsten Stunden Tatsache: Ex-Hopper Milan Vilotic, der GC 2013 im Cupfinal zum letzten Titel schoss, kehrt zu seiner alten Liebe zurück.

Wie von BLICK angekündigt soll der Vertrag mit YB (gültig bis Juni 2018) aufgelöst werden. Der Innenverteidiger, der bei den Bernern von Trainer Adi Hütter in den Nachwuchs verbannt wurde, unterschreibt bei GC bis Juni 2018.

Vilotic wird bereits am Mittwochmorgen erstmals in Niederhasli ZH mit den Blau-Weissen trainieren. Der Serbe soll mithelfen, GC vor dem Abstieg zu retten. Er wird mit dem Schweden Emil Bergström die Innenverteidigung bilden. Bisher kassierten die am Wochenende von Rang 6 auf Platz 8 abgerutschten Zürcher in 22 Spielen 40 (!) Gegentore.

Auch FCB-Pickel zu GC

Noch eine Verstärkung für die Zürcher. Gemäss der «Basellandschaftliche Zeitung» will GC auch noch Charles Pickel – Nachwuchsspieler beim FC Basel – holen. Der 19-Jährige ist im Mittelfeld der U21 in Basel ein fester Bestandteil. Nun steht Pickel kurz vor einem Wechsel zum Rekordmeister, er soll bis 2021 bleiben.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 96250.html

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Milan Vilotic
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. März 2017, 10:57 
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YB erledigt die Pendenz Vilotic

Der Verteidiger löst seinen Vertrag mit YB auf und wechselt zurück zu GC.

Der Fall Milan Vilotic lag die gesamte Winterpause hindurch ganz oben auf dem Pendenzenberg von Christoph Spycher. Auf Nachfrage sagte der YB-Sportchef meist nur, dass sich «noch nichts Konkretes» ergeben habe – bis am Dienstag. Kurz bevor nach dem ausländischen Transferfenster auch jenes auf nationaler Ebene in dieser Saison schloss, haben die Young Boys doch noch einen Abnehmer gefunden. Der 30-jährige Innenverteidiger kehrt per sofort zu GC zurück und erhält dort einen Vertrag bis 2018. Das erspart den Bernern nun stattliche Lohnzahlungen, weil der Kontrakt mit dem Abwehrspieler noch bis Ende nächster Saison gültig gewesen wäre.

Vilotic kehrt somit dorthin zurück, von wo er im Februar 2014 zu den Bernern gestossen war. Die Verpflichtung Vilotics, zu jener Zeit der Wunschspieler von Trainer Uli Forte, hatte nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht für viel Aufsehen gesorgt. 3,5 Millionen Franken überwiesen die Berner damals an die Zürcher – eine hohe Summe für einen Transfer auf nationaler Ebene.

Unter Adi Hütter verlor Vilotic seinen Status.

Vilotic war unter Forte gesetzt, wenn er nicht verletzt oder gesperrt war. Unter Adi Hütter, der seit Herbst 2015 in Bern tätig ist, verlor er aber bald seinen Status. Der neue Trainer setzte auf dieser Position auf spielstärkere Verteidiger mit besserer Angriffsauslösung. Der Serbe wurde rasch auf die Bank verbannt. Am Ende der letzten und zu Beginn der laufenden Saison bekam Vilotic nochmals die eine oder andere Einsatzchance. Seit dem 1:3 in der Champions-League-Qualifikation gegen Gladbach am 16. August bestritt er aber keine Minute mehr im Profiteam. Danach stellte Hütter klar, dass er nicht länger auf Vilotic bauen werde. Der Spieler wurde ins YB-Nachwuchsteam verbannt. Am Dienstag nun ist das Kapitel Vilotic und YB zu Ende gegangen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/14874151

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Milan Vilotic
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 1. März 2017, 11:51 
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Milan Vilotic wechselt definitiv zu GC

Die Young Boys und Verteidiger Milan Vilotic gehen per sofort getrennte Wege: Der bis zum Ende der Saison 2017/18 laufende Vertrag wurde aufgelöst. Der 30-jährige Serbe wechselt mit einem Vertrag bis im Sommer 2018 zum Grasshopper Club Zürich.

Der BSC Young Boys wünscht Milan Vilotic für die private und berufliche Zukunft alles Gute.


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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Milan Vilotic
 Beitrag Verfasst: Samstag 11. März 2017, 00:17 
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Alles neu macht der März für Milan Vilotic

Vom Verschmähten zum Heilsbringer: Nach seinem Wechsel von YB zurück zu den Grasshoppers blüht Milan Vilotic richtiggehend auf – das mitten im Abstiegsstrudel.

Das Lächeln bei Milan Vilotic ist zurück. Das hat einen simplen Grund: Der 30-Jährige darf bei Spielen wieder auf dem Fussballplatz stehen. Bei seinem Ex-Arbeitgeber YB war er zuletzt am 16. August 2016 gebraucht worden, ehe er in Ungnade fiel.

Nach total 38 und mehrheitlich verknorzten Monaten in Bern ist Vilotic zurück bei den Grasshoppers. An seine erste Ära bei Blau/Weiss hat der Serbe gute Erinnerungen mit dem Cupsieg im Jahr 2013 als Höhepunkt.

« Man kann so etwas nicht akzeptieren, aber man muss es respektieren. »
Milan Vilotic


Vieles sei jetzt neu bei GC. Das fängt bei der persönlichen Situation an, die Vilotic endlich wieder zu erfüllen vermag. Mit seiner Einschätzung spielt er auch darauf an, dass die Mannschaft ein komplett neues Gesicht hat und als Folge sich sportlich neu finden muss. «Es sind noch 2 Spieler aus meiner früheren Zeit hier. Aber was geblieben ist, sind die positive Energie und die familiäre Atmosphäre im Campus», sagt er über den Tabellen-8.

Sein gescheitertes Abenteuer bei den Young Boys hinterliess bei Vilotic Spuren. Überstanden hat er es dank Durchhaltewillen. «Ich hatte zwar keine Einsätze, versuchte aber gleichwohl Körper und Kopf zu stärken.» Details zu seiner Nicht-Berücksichtigung mag er keine preisgeben. Er sagt nur so viel: «Man kann so etwas nicht akzeptieren, aber man muss es respektieren.»

Weiter äusserte sich Vilotic im Interview mit SRF wie folgt:

Zum nächsten Spiel am Samstag im Letzigrund gegen das Schlusslicht Vaduz, wo neu Interims-Coach Daniel Hasler in der Verantwortung steht:
- «Nach einem Wechsel auf der Trainerposition ist man in der Regel auf der positiven Welle. Es liegt an uns, dies nicht zuzulassen. Auf alle Fälle sind wir bereit für diesen Charaktertest.»
Zum FC Zürich, der letzte Saison überraschend abgestiegen ist:
- «Wir haben die richtigen Lehren aus diesem Beispiel gezogen. So etwas wird GC nicht passieren.»
Zu seiner persönlichen Verfassung nach zuletzt sehr wenig Spielpraxis:
- «Ich bin sicher noch nicht beim Maximum. Aber ich weiss, wie ich der Mannschaft helfen kann, und das ist das Wichtigste.»


http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... an-vilotic

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 Betreff des Beitrags: Re: (4) Milan Vilotic
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 15. März 2017, 17:31 
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15.03.2017

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Milan Vilotic: Attacke? Nein danke!

Seit zwei Wochen ist Milan Vilotic zurück bei den Grasshoppers. Auf seine Zeit bei den Young Boys blickt der serbische Verteidiger ­ohne Groll. Die Frage ist, ob man ihm Glauben schenken soll.

Für Milan Vilotic gäbe es genügend Gründe, sich negativ zu seiner Zeit bei den Young Boys zu äussern. Vor allem jetzt, da er mit GC einen neuen Arbeitgeber gefunden hat. Der 30-Jährige könnte etwa sein Unverständnis dar­über kundtun, im Spätsommer von einem auf den anderen Tag in den Nachwuchs verbannt worden zu sein. Er könnte Schadenfreude oder Genugtuung erkennen lassen, weil die Berner derzeit Probleme offenbaren – vorab in der Defensive.

Weil es nach dem peinlichen Aus im Cupviertelfinal gegen Winterthur Fanstimmen gab, die meinten, den zwar teuren, aber routinierten Verteidiger hätte man doch ganz gut ­gebrauchen können. Und wenn ihm das alles schon nicht über die Lippen geht, so könnte Vilotic wenigstens sagen, wie schwer es gewesen ist, stillschweigend der Arbeit nachzugehen, während andere über ihn herzogen. Ihn als Schmarotzer betitelten, der seinen sehr gut dotierten Vertrag aussitzt. Oder als Pendenz, die es zu erledigen gilt. Heisst: die seinen Namen so bald wie möglich von der Lohnliste streichen wollten.

Profi durch und durch

Milan Vilotic sitzt gestern Mittag in einem Sitzungszimmer auf dem GC-Campus in Niederhasli. Er sagt: «Die Abschiebung in den Nachwuchs war schwer nachvollziehbar. Aber solche Dinge passieren im Profifussball. Ich habe versucht, das Beste daraus zu ­machen. Und ich bin überzeugt, dass ich mich in den letzten Monaten als Persönlichkeit weiterentwickelt habe.» Er meint, das Ausscheiden im Cup seiner früheren Teamkollegen sei für ihn wie wohl für alle überraschend gekommen. Aber die Defensive dafür verantwortlich machen? Kommt für ihn nicht infrage.

Abschliessend sagt Vilotic, mit seiner Zeit in Bern verbinde er keine negativen Gefühle. «Auch bei der U-21 habe ich gute Momente erlebt.» Das Training sei professionell gewesen, mit einigen Spielern des Nachwuchses stehe er weiter in Kontakt. Und was wäre gewesen, wenn der Wechsel am letztmöglichen Tag Ende Februar zu GC nicht geklappt hätte? «Dann wäre ich bei YB geblieben.»

Einen Wechsel nach China (trotz eines Angebotes, wie er sagt) oder Nordamerika habe er nicht in ­Betracht gezogen. Den Medienverantwortlichen, der das ganze Gespräch hindurch an der Seite des Serben sitzt, braucht es nicht. Milan Vilotic ist Profi durch und durch.

Aber soll man glauben, was er sagt?

Alles ist relativ

Der Termin ist beendet. Milan ­Vilotic fährt im Auto seines früheren Arbeitgebers gerade zum Ausgang des Trainingszentrums, da hält er an, lässt die Scheibe runter, nimmt sein Smartphone hervor und sagt, es gebe Wichtigeres im Leben als Fussball. Auf dem Bildschirm ist ein Foto seiner bald zweijährigen Tochter zu sehen. Die Aufnahme steht sinnbildlich für alles, was sich neben dem aufgebauschten Geschäft abspielt, in dem zuweilen der Eindruck entsteht, es gehe um Leben und Tod.

2010 entdeckten die Ärzte bei Milan Vilotic einen bösartigen Tumor im Schulterblatt. Während des Gesprächs sagt er einmal, er sei damals an einem Punkt gestanden, da habe es für ihn fünf Szenarien gegeben. Und nur eines davon sei gewesen, weiter Fussball spielen zu können. Was sind da schon ein paar Monate bei YB in der Verbannung dagegen? Er sagt: «Natürlich habe ich mir meine Zeit in Bern anders vorgestellt. Aber es ist, wie es ist. Ich schaue nach vorne.»

Vieles ist neu

Nach vorne heisst: Abstiegskampf mit GC. Was das bedeutet, hat Milan Vilotic in seinen ersten zwei Wochen in Zürich bereits erfahren müssen. Trainer Pierluigi Tami, der ihn geholt und als Wunschspieler ­bezeichnet hatte, ist nicht mehr da. Gestern Vormittag leitete erstmals Carlos Bernegger das Training. Der 48-jährige vormalige Nachwuchscoach übernahm nach der kläglichen 1:2-Heimniederlage am Samstag gegen Vaduz.

Der Kontrast zu Vilotics erster Zeit bei GC (2012 bis 2014) könnte nicht grösser sein. In der Geschäftsstelle hängt ein Foto aus diesen erfolgreichen Tagen. Es zeigt Vilotic beim Cuptriumph 2013. Mit auf dem Foto: Roman Bürki, Michael Lang, Steven Zuber, Shkelzen Gashi, Izet Hajrovic und so weiter und so fort. Während der gestrigen Übungseinheit muss man sich dagegen bemühen, bekannte Gesichter zu erkennen.

Da sind Vilotic, der Brasilianer Caio, der Schwede Bergström und natürlich der israelische Torjäger Munas Dabbur, der wie Vilotic im Winter zurückkehrte. Aber da sind auch viele, denen, wenn man nett sein will, der Durchbruch erst noch bevorsteht. Vilotic, der bei YB ­seine letzte Partie im August bestritten hatte, ist sofort gefordert, als Abwehrchef, als Führungsspieler. Er sagt: «Jedes Team braucht Leader.» Er traut sich diese Rolle ohne Spielpraxis, aber mit jahrelanger Erfahrung zu. Zumal er findet, er habe ein gewisses ­Talent dafür, eine Gruppe zu führen. Mehr als einmal sagt er: «Ich bin sehr zufrieden, zurück bei GC zu sein.»

In diesen Tagen organisiert ­Vilotic den Umzug. «Zu Hause», sagt Milan Vilotic, habe er sich bei GC vom ersten Tag an gefühlt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18756384

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