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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 22. September 2016, 16:38 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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22.09.2016  Zitat: Die Wahrheit über Bickels Sofort-Rauswurf
Eklat in der Pinkelpause
Deshalb musste YB den Rauswurf von Sportchef Bickel und CEO Kappeler so übereilig kommunizieren.
Vor drei Tagen stellen sich die Gebrüder Andy und Hansueli Rihs den Medien. Die YB-Besitzer reden über die sofortigen Entlassungen von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler, die man am 13. September mit einer Medienmitteilung öffentlich gemacht hat.
Andy Rihs gibt dabei zu, dass der Zeitpunkt der Veröffentlichung anders geplant war. «Wir hätten diesen Entscheid gerne in der Nati-Pause kommuniziert. Aber es ist etwas vorgefallen, was kein Mensch gedacht hätte!»
Was genau, will Rihs nicht verraten. «Das ist eine interne Geschichte.» Seither fragt man sich: Was ist in Bern so Heftiges geschehen?
BLICK-Recherchen ergaben, dass Urs Siegenthaler einen Entwurf des neuen YB-Organigramms an eine Verwaltungsrats-Sitzung mitgenommen haben soll. Darauf fehlen die Namen Bickel und Kappeler.
Dieses Blatt Papier soll Siegenthaler dann offen auf dem Tisch liegen gelassen haben, als er kurz das Zimmer verlässt – wohl für eine Pinkelpause.
Kappeler, der neben Siegenthaler sitzt, sieht die Planung seines VR-«Kollegen» und wirft auf der Stelle den Bettel hin. Siegenthaler bestreitet diese Version.
Fakt ist: Der VR verfasst danach hastig eine Mitteilung an die Medien, in welcher steht, dass Sportchef Bickel und CEO Kappeler sich im gegenseitigen Einvernehmen von YB trennen. Nachfragen sind nicht möglich und insgesamt wirft die Mitteilung mehr Fragen auf, als sie Antworten liefert. Dafür erntet YB einen «Shitstorm». Rihs selbstkritisch: «Gottfriedstutz! Wir haben uns mit dieser Kommunikation ins Abseits gestellt!»
Inzwischen ist noch viel mehr passiert. Auch Siegenthaler ist weg. Er gab dem SRF im Basler St.-Jakob-Park ein Interview in Basler-Dialekt. Und erklärte dabei, dass YB gegen den FCB chancenlos sei. In Bern war man ausser sich. Siegenthaler wurde zum Buhmann und der Druck auf ihn zu gross.
Der neue Hoffnungsträger bei YB heisst nun Christoph Spycher. Er ist seit heute Donnerstag Sportchef und muss wohl zuerst mal wieder Ruhe in den Zirkus bringen. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 19707.html
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. September 2016, 17:50 |
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24.09.2016  Zitat: «Ich würde YB nicht einmal gratis übernehmen»
Reiche Berner Unternehmer wie Willy Michel wollen kein Geld in YB stecken. Auch Stadionbauer Bruno Marazzi will nicht mehr investieren.
Gut zwei Dutzend Familien im Kanton Bern besitzen mehr als 100 Millionen Franken. Dies besagt die jährliche Liste der reichsten Schweizer der Zeitschrift «Bilanz». Doch längst nicht alle der Millionäre und Milliardäre kommen als Mäzene oder Investoren für YB infrage: Eine ganze Reihe von ihnen lebt aus steuerlichen Gründen in Gstaad und jettet ansonsten eher um die Welt, als in Bern ein Fussballspiel zu besuchen.
So etwa Ernesto Bertarelli, Bernie Ecclestone oder Laurence Graff. Doch auch unter den «echten» Bernern auf der Reichsten-Liste ist kaum Interesse für eine Beteiligung an der Sport und Event Holding AG auszumachen: Kunststoff-Unternehmer Jobst Wagner winkt ab, ebenso Walter Inäbnit, Chef der Haag-Streit Holding, Investor Erwin Reinhardt-Scherz und Harry Borer, der frühere Besitzer der Bieler Rolex-Fabrik.
Borer sagt, mit seinen 89 Jahren wolle er keine neuen Eisen ins Feuer legen. «Wenn ich jünger wäre, wäre das etwas anderes.» Willy Michel, der mit seiner Burgdorfer Ypsomed zum Milliardär wurde, ist gemäss eigenem Bekunden kein Fussballfan und an einem Kauf von YB «absolut nicht interessiert».
«Ich würde YB nicht einmal gratis übernehmen», sagt Michel und fügt an, da müsste man Geld einwerfen, und dies mache er bereits mit seinem Museum Franz Gertsch in Burgdorf. Ebenfalls auf der «Bilanz»-Liste steht Bruno Marazzi, der mit seinem Bauunternehmen das Stade de Suisse erstellt hat und während vier Jahren auch Besitzer von YB war. «Für mich ist das Thema abgeschlossen», sagt Marazzi auf Anfrage.
Er wolle kein weiteres Mal Hand bieten, YB zu übernehmen. Bereits zweimal habe er beim Verkauf vermittelt: Als er den Club an Benno Oertig verkaufte und später, als dessen Aktien an die Brüder Rihs übergingen. Marazzi besucht zwar nach wie vor YB-Spiele, doch er ist von seinem Club enttäuscht. «YB ist zu schlecht, gemessen daran, was die Mannschaft kostet.»
Er glaube nicht an eine «Berner Lösung», sagt Marazzi, und er kenne auch keine Berner, die für YB viel Geld in die Hand nehmen würden.
Marazzi warnt vor Stadion-Verkauf
Um den Club für Investoren erschwinglicher zu machen, könnte das Stadion separat verkauft werden. Doch Marazzi warnt vor einer solchen Lösung: «Wenn man Stadion und Club auseinandernimmt, ist der Club in einigen Jahren pleite.»
Das Stade de Suisse – «immer noch das schönste der Schweiz» – verkaufte er YB einst für einen symbolischen Franken (die Baukosten hat er mit der Mantelnutzung wieder hereingeholt). Der Club müsse keine Miete zahlen und könne sich mit der Vermietung des Stadions gar noch querfinanzieren. Das geschehe aber zu selten, findet Marazzi: «Es sollte im Stadion mehr grosse Events geben.»
Noch bleibt der Verein ein Phantom
Am Montag sagte der Verein Bärner Lösig, er wolle Mitte Woche über seine Pläne und Ziele informieren. Dieses Vorhaben wurde bald darauf auf Ende Woche verschoben – und mittlerweile auf unbestimmte Zeit hinaus.Dem Verein kam eine veränderte Ausgangslage nach der Beförderung von YB-Talentmanager Christoph Spycher zum neuen Sportchef dazwischen; aber auch die Erkenntnis, dass das Vorhaben komplizierter ist als erwartet. Die Gespräche im Verein, mit dem Beirat und den Fans dauern offenbar länger als geplant.
Wie aus dem Umfeld des Vereins zu erfahren ist, werden derzeit Ideen zusammengetragen. Der Vorstand setzt sich nach wie vor aus Fabian Kauter (Fechter), Manuel C. Widmer (Stadtrat), Thomas Berger (ehemaliger Präsident von Pro Nachtleben Bern), Baldy Minder (Manager), Ray Wilko (Musiker) und Florian Eichenberger (Geschäftsleitungsmitglied der GAD-Stiftung) zusammen. Der Verein, der offiziell noch nicht gegründet ist und auch deswegen noch mit dem Gang an die Öffentlichkeit wartet, ist ebenfalls noch auf der Suche nach einem prominenten Kopf, der als Zugpferd dienen soll.
Das Ziel, den Rihs-Brüdern bei der Suche nach einer Berner Lösung zu helfen, bleibt. Kurzfristig sollen aber vor allem wieder mehr Zuschauer ins Stade de Suisse gelockt werden. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ic ... y/31039087
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shalako
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Verfasst: Samstag 24. September 2016, 17:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.09.2016  Zitat: Gibt es «Berner Lösungen» für YB?
Bei YB suchen die Rihs-Brüder einen Käufer für ihre Holding. Welche Modelle könnte es in Bern geben?
Andy und Hansueli Rihs möchten YB in den nächsten Jahren abstossen. Diesen Willen haben die beiden Besitzer Anfang dieser Woche bei ihrem Auftritt vor den Medien wieder bekräftigt. Die Rihs-Brüder, die 100 Prozent der Sport und Event Holding AG besitzen, haben aber auch gesagt, dass sie für den Verkauf eine «Berner Lösung» klar favorisieren.
Die Frage ist: Wie könnte so ein regionales Modell aussehen? In Betracht gezogen werden muss dabei der Umstand, dass seit 2006 nur noch Clubs in der Super League mittun dürfen, deren Profibereiche als Aktiengesellschaften betrieben werden. Diese Regelung war die Folge der Konkurse von Lausanne, Lugano, Will oder Servette zu Beginn der 2000er-Jahre.
Und so bestimmen heute in den Clubs nicht mehr wie früher die Vereinsmitglieder, sondern die Aktionäre, welche einen Verwaltungsrat wählen, der die strategische Ausrichtung vorgibt. In Bern ist der Verkauf der Sport und Event Holding AG eine spezielle Herausforderung, weil unter diesem Dach nicht nur die BSC YB Betriebs AG, sondern auch die Stade de Suisse AG beheimatet sind.
Und so ist der geschätzte Wert des Holding-Aktienpakets von 100 Millionen Franken sehr stattlich. Szenarien, wer dieses Konstrukt erwerben könnte, gibt es mehrere. So wäre es möglich, dass erneut ein Berner Mäzen als neuer Hauptaktionär einsteigt. Andere Käufervarianten könnten Interessengruppen aus Berner Investoren sein oder viele Kleinaktionäre aus der Fangemeinde.
Denkbar wären ausserdem Mischformen von einzelnen Aktionären mit grösseren Paketen und vielen Kleinanlegern. Ein Blick auf die übrigen Schweizer Clubs in der Super League zeigt, dass die Betriebs-Aktiengesellschaften ziemlich unterschiedlich strukturiert sind, aber meist stark regional verankert sind:
- Dominierende Mäzene: Es gibt in der höchsten Liga mehrere Konstellationen, die mit der aktuellen Alleinbestimmung der Rihs-Brüder in Bern vergleichbar sind. In Sion und in Lugano bestimmt allein der Präsident. Christian Constantin und Angelo Renzetti halten bei ihren Clubs 100 Prozent der Aktien. Bei Super-League-Absteiger FC Zürich sind 90 Prozent im Besitz der Canepas.
- Vereinsbeteiligungen: In Basel und in Zürich bei GC hält auch der ursprüngliche Verein ein substanzielles Aktienpaket an der AG des Profibetriebs, was ein gewisses Mitspracherecht ermöglicht. Bei YB ist das nicht der Fall. Beim FCB gehören 75 Prozent der FC Basel 1983 AG den Verwaltungsräten um Präsident Bernhard Heusler und Sportchef Georg Heitz, 25 Prozent dem Verein FCB. Bei GC hält der Owners Club, eine Gönnervereinigung, eine Mehrheit von 51 Prozent. Viele der restlichen Aktien sind im Besitz des Vereins GCZ.
- Investorengruppen: In Luzern dominiert zu fast 100 Prozent eine regionale Gruppe um Sponsor Bernhard Alpstaeg, dessen Unternehmen auch die Namensrechte an der Swisspor-Arena hält. Diese Investoren besitzen zwischen 6,5 und 26 Prozent der Aktien der FC Luzern-Innerschweiz AG. Beim FC St. Gallen hat eine Interessengemeinschaft um Präsident Dölf Früh mit 40 Prozent der Aktien die Kontrolle. Die restlichen 60 Prozent liegen bei Kleinanlegern.
- Breitere Streuung: In Thun hält der Verein heute noch ein Zehntel der Aktien, der Rest ist breit auf zahlreiche Kleinaktionäre gestreut. Und in Vaduz sind die Anteile auf gut 100 Aktionäre verteilt, der grösste Eigner besitzt ein Fünftel des Kapitals.
Ausland: Vereinsform noch gängig
Im Ausland, wo Clubs nicht zwingend von Aktiengesellschaften geführt werden müssen, sind die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Basis noch grösser. In Österreich beispielsweise, betreffend Fussballmarkt vergleichbar mit der Schweiz, sind die Clubs zum grossen Teil noch immer als Vereine konstituiert. Speziell sind Modelle wie jenes in Salzburg mit Investor Red Bull.
In Deutschland existieren sehr unterschiedliche Besitzformen der Clubs. In der Bundesliga gibt es die «50+1»-Regel der Liga. Diese will, dass kein Investor bei einem Proficlub über die Stimmenmehrheit verfügen darf. Sie wird aber laufend aufgeweicht. Ausnahmen gab es mit den Konzernmannschaften in Leverkusen (Bayer) und Wolfsburg (VW) schon immer.
Das gilt auch für das Retorten-Konstrukt von SAP-Besitzer Dietmar Hopp in Hoffenheim. Oder für den von Red Bull betriebenen Club in Leipzig. In der 1. Bundesliga gibt es aber auch heute noch Clubs, die unter der Rechtsform eines eingetragenen Vereins laufen, bei dem die Mitglieder das Sagen haben und den Präsidenten wählen.
Beispiele sind Schalke, Mainz oder der SC Freiburg. Erstaunlich ist auch das Beispiel der beiden spanischen Topclubs Real Madrid und Barcelona, die noch immer Vereine sind und Zehntausenden von eingetragenen Mitgliedern («Socios») gehören. Sie sind es auch, die den Präsidenten wählen, der die Geschicke des Vereins bestimmt. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Gi ... y/23978745
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shalako
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Verfasst: Sonntag 25. September 2016, 12:30 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.09.2016  Zitat: Pinkel-Panne, «Hou-ab»-Plakate und Interview vor der Muttenzer Kurve
YB-Buhmann Siegenthaler bricht sein Schweigen
Urs Siegenthaler (68) kommt als sportliches Gewissen zu YB und wird in Kürze zum Prügelknaben. Hier sagt der DFB-Chefscout, warum man Bickel loswerden musste und wie er die turbulenten Tage erlebte.
Herr Siegenthaler, YB-Investor Andy Rihs sagt, die Trennung von Fredy Bickel stand schon drei Monate fest. Warum hat man so lange gewartet, sie zu verkünden? Urs Siegenthaler: Weil uns dies nicht leicht fiel. Zudem mussten wir davon ausgehen, dass eine neue sportliche Leitung gegebenenfalls erst im Oktober 2016 für die Young Boys zur Verfügung stehen würde. Wir wollten also keine unnötige Unruhe im Team und dessen Umfeld erzeugen.
Nun hat man Bickel im September statt im Oktober entlassen. Weil der ebenfalls geschasste Finanzchef Alain Kappeler während einer Toiletten-Pause bei einer Verwaltungsrats-Sitzung das neue Organigramm sah – und hinschmiss. Wie konnte das passieren? Es geht hier doch nicht um Pausenvorgänge. Wie erwähnt, stand der Entscheid seit längerem fest, und es war somit ein Muss, dass der Verwaltungsrat sich mit der Neuorganisation befasst. Dass dann jemand früher davon Kenntnis erhielt, war für die Entscheidungsfindung letztlich völlig unerheblich.
Aber unglücklich. Wie auch Ihr Interview im St. Jakob-Park, das die YB-Fans derart erzürnte. Waren Sie sich bewusst, dass die Muttenzer Kurve in Ihrem Rücken steht? Ich stand nicht mitten in der Muttenzer Kurve, sondern im obersten Bereich des Stadions. Weit weg von der Muttenzer Kurve. Es wurden doch gezielt falsche Vorstellungen erzeugt, um die Stimmung emotional anzuheizen. So hat man mir auch noch vorgeworfen, dass ich in Basler Dialekt gesprochen habe.
Wann haben Sie entschieden, in Basel vor die Fernseh-Kamera zu treten? Offenkundig gab es in der Öffentlichkeit sportliche und allgemeine Verständnisprobleme, und ich wollte eigentlich lediglich die Position des Verwaltungsrates nochmals erklären.
Aber Sie haben die Wirkung unterschätzt. Ich habe die mediale Sensationsdarstellung unterschätzt. Ich bin tatsächlich nicht von einer solch emotional geprägten Berichterstattung ausgegangen. Es wurden Sachen vermischt, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hatten.
Welche? Es wurde doch bewusst suggeriert, ich würde für den FC Basel und somit gegen die Young Boys sprechen.
Die YB-Fans reagierten zwei Tage später gegen Olympiakos heftig. «Hou ab», schrieben sie auf Plakate mit Ihrem Kopf. Wie haben Sie es erlebt? Ich war nicht im Stadion, ich war im Ausland.
War für Sie sofort klar, dass Sie am Tag darauf zurücktreten müssen? Ich habe vor dem besagten Freitag mein Mandat zur Verfügung gestellt und liess mich zunächst umstimmen. Schliesslich wurde jede weitere Tätigkeit durch den öffentlichen Druck für alle erkennbar unmöglich, und ich legte mein Mandat nieder.
Wann haben Sie Ihr Amt erstmals zur Verfügung gestellt und wer stimmte Sie um? Sie werden sicher nicht erwarten, dass ich vertrauliche Vorgänge im Verwaltungsrat kommentiere.
Als Sie Ende März bei YB begannen: Welche Situation fanden Sie vor? Unsere Aufgaben waren die Ausgestaltung eines ausgeglichenen Finanzwesens und die Beantwortung von offenen Fragen im Sportbereich. Im Hinblick auf meine Fachkompetenz in diesen Bereichen wurde ich ja überhaupt in den Verwaltungsrat berufen.
Wann haben Sie gemerkt, dass man sportlich etwas ändern muss? Von Anfang an standen wir vor Herausforderungen im Budget-, Finanzplanungs- und Sportbereich. Es war klar, dass es zu Veränderungen und zu einem schmerzlichen Anpassungsprozess kommen wird.
Und Sie spürten schnell, dass Fredy Bickel der Falsche für Ihre Philosophie ist. Das ist Ihre Interpretation. Tatsache ist, dass Fredy Bickel längst vor meinem Engagement ein zentrales Thema für den Verein und die Fans war. Dies vor allem nach sportlichen Niederlagen. Wegen diesen Schwierigkeiten hat man mich ja geholt.
Haben Ex-Sportchef Fredy Bickel und Sie inhaltlich über die Ausrichtung der Mannschaft diskutiert? Als Verwaltungsrat hatte ich keine operative Funktion wahrzunehmen. Überdies war ich von Mitte Mai 2016 bis Ende August 2016 abwesend und verfügte nur über wenige Informationen.
Also war es nicht nur für Sie klar, dass man Bickel loswerden muss – sondern für das ganze Gremium? Im Verwaltungsrat herrschte ein Einvernehmen über die notwendigen Veränderungen. Dabei ging es um ein sorgfältig strukturiertes Massnahmenpaket und nicht nur um die Person von Fredy Bickel.
YB-Investor Andy Rihs bezeichnete Sie in einem Interview als «sportliches Gewissen». Warum stellten Sie sich lange nicht der Öffentlichkeit? Ich war nicht der Kommunikationsbeauftragte und bin seit je her eine Person, welche sich nicht in den Mittelpunkt des Geschehens stellt.
Wenn Sie heute nochmals entscheiden müssten: Würden Sie wieder in den YB-Verwaltungsrat gehen? Diese Frage stellt sich mir nicht. http://www.blick.ch/sport/fussball/pink ... 27701.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 27. September 2016, 12:24 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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27.09.2016  Zitat: Langsamstarter als Wiederholungstäter
YB blickt auf ein unbefriedigendes erstes Saisonviertel zurück. Dabei starten die Berner seit Jahren verhalten.
Das Erstaunlichste aus YB-Sicht nach dem ersten Saisonviertel der Super League ist, dass die Young Boys nach – gemessen an den eigenen Ansprüchen – ungenügenden ersten neun Spieltagen auf Rang 2 stehen. 13 Punkte hinter Basel und bloss drei Punkte vor dem Siebten Sion. «Wir können nicht zufrieden sein», sagt Adi Hütter, «schmerzhaft war vor allem die 1:2-Niederlage zu Hause gegen Lugano.» Und zuletzt, rechnet der YB-Trainer vor, hätten es in Vaduz und Sitten gut auch vier Zähler mehr sein können. «Und dann wäre unsere Ausgangslage ganz okay.»
Defensiv gesteigert
Nur zwei 0:0 gab es in 45 Super-League-Partien, beide Male waren in den letzten Tagen die Young Boys beteiligt. «Es ist gut, haben wir uns nach den vielen Gegentoren zuvor defensiv gesteigert», sagt Hütter, «das zeigt, dass wir Fortschritte gemacht haben.» Und Chancen wären ja genügend dazu vorhanden gewesen, bei den zwei Nullnummern zu reüssieren. Hütter schüttelt auch am Montag noch den Kopf, wenn er an die zwei «tausendprozentigen Torchancen» von Michael Frey und Yuya Kubo denkt, wie der Österreicher fussballsprachlich sagt. Er habe Kubo gefragt, ob er den mitgelaufenen Frey gesehen habe, und der Japaner habe bejaht, was die Sache für ihn nicht besser macht. «Da müssen wir den Sack zumachen», sagt Hütter, «Sion war nach dem extremen Pressing müde geworden.»
So aber bleibt YB im Mittelmass stecken. «Ein Punkt in Sitten ist grundsätzlich gut», sagt Hütter, «und das Unentschieden war ja auch gerecht.» Der Coach rechnet damit, dass die Young Boys nach der Länderspielpause Mitte Oktober bereit sein werden, bessere Resultate zu erzielen. Spätestens dann werden Linksverteidiger Loris Benito, Mittelfeldmotor Sékou Sanogo und vor allem Torjäger Guillaume Hoarau wieder einsatzbereit sein.
Mit Hoarau mehr Punkte
Es ist kaum übertrieben, zu behaupten, dass YB mit Hoarau die Spiele in Vaduz und Sitten gewonnen hätte. Der Torjäger hatte in der Rückrunde in ähnlichen Partien oft den Unterschied ausgemacht. «Wir alle wissen, wie stark Hoarau im Abschluss ist», sagt Hütter, «und wir sind sehr froh, kann er bald wieder spielen.»
Vorerst aber blicken die Young Boys auf eine unbefriedigende Zwischenbilanz. Und sie sind Wiederholungstäter. In den sieben Basler Meisterjahren starteten sie mit Ausnahme der ersten Saison stets schwach und erreichten im ersten Viertel siebenmal in Serie (!) nur zwischen 12 und 16 Punkten (siehe Kasten). Und einzig vor sieben Jahren vermochte YB nach einem Traumstart mit dem FCB mitzuhalten, verspielte aber einen 13-Punkte-Vorsprung – und verlor am Ende auch die Finalissima gegen Basel in Bern. Diesmal liegt YB 13 Punkte zurück. An ein Comeback im Titelrennen aber glaubt niemand. Zu stark tritt der FC Basel auf.
Heute fliegen die Young Boys nach Kasachstan, wo sie am Donnerstag in der Europa League auf Astana treffen. Es ist ein sehr beschwerlicher Trip, bei dem Alain Rochat nach strengen Wochen nicht dabei sein wird. Er bleibt zur Erholung in der Schweiz, in Astana wird wohl Nicolas Bürgy an der Seite von Steve von Bergen im Abwehrzentrum auflaufen. Die Young Boys fliegen direkt nach dem Spiel am Donnerstagabend zurück, am Sonntag treffen sie zu Hause auf St. Gallen. Als Zweiter. So weit oben waren sie seit 2009 nach neun Runden nie klassiert. Obwohl sie nie einen so hohen Rückstand auf Basel hatten. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24687803
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 19. Oktober 2016, 11:42 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.10.2016  Zitat: Irgendwo im Nirgendwo
Das Niveau in der Super League ist tief. Und mittendrin im Mittelmass steckt YB fest. Nun folgen vier Heimspiele in elf Tagen in allen drei Wettbewerben. Der Druck ist gross.
Sonderfall Super League. 14 Punkte Vorsprung auf den Zweiten nach elf Runden bedeuten vermutlich Weltrekord für den FC Basel. Und dieser erste – nun ja – Verfolger des Serienmeisters ist der Aufsteiger Lausanne, der nur halb so viele Punkte vor dem Letzten Thun liegt, wie er Rückstand auf den FCB hat!
Das Niveau der höchsten Schweizer Spielklasse ist in dieser Saison schwach, Inkonstanz ist der konstante Begleiter fast aller Teams. Neun von zehn Mannschaften befinden sich derzeit eigentlich im Abstiegskampf. Und selbst in Basel wird ein wenig am Auftreten des Primus herumgemäkelt, der Rest befindet sich mit Ausnahme von Lausanne und Lugano mehr oder weniger in der Krise. Derzeit ist gerade Sion ein wenig im Aufwind, der Walliser Klub hat den Trainer in dieser Spielzeit aber bereits gewechselt.
Die bizarren Serien
Und irgendwo im Nirgendwo liegen die Young Boys, fernab der eigenen Ambitionen und im tristen Mittelmass der nicht einmal mittelmässigen Liga. Rang 2 ist trotz ungenügenden Saisonstarts, erheblichem Verletzungspech und wochenlanger Sieglosigkeit nur 1 Punkt entfernt – und dürfte für YB wie letzte Saison noch locker zu erreichen sein. Auch das sagt viel aus über den Sonderfall Super League.
Und es gibt einige weitere interessante Aspekte rund um die Young Boys. Seit Sportchef Fredy Bickel vor fünf Wochen entlassen wurde, haben die Berner nur noch im Cup gegen die Amateure von Bazenheid gewonnen. In fünf der sechs (!) weiteren Spiele blieben sie ohne Tor.
Aber die Unentschiedenexperten haben, auf der anderen Seite, seit dem Abgang Urs Siegenthalers ein paar Tage nach Bickels Rausschmiss auch in sechs Pflichtspielen nicht verloren. Zuletzt gab es fünf Remis, vier davon endeten torlos, es ist vielleicht die humorlose Umsetzung des YB-Plans, nach den peinlichen, turbulenten Ereignissen im September für mehr Ruhe im Verein zu sorgen. Langeweile kann aber auch Unruhe erzeugen.
Die Chance im Cup
Langsam jedoch wird die Luft dünn, nach fünf Auswärtsspielen in den letzten sechs Partien folgen nun vier Auftritte im Stade de Suisse. Und zwar in allen drei Wettbewerben. «Wir werden und müssen auf die Siegerstrasse zurückkehren», sagt Adi Hütter. «Die Heimspiele bieten uns die Chance, einiges zu korrigieren.»
«Die Heimspiele bieten uns die Chance, einiges zu korrigieren.» YB-Trainer Adi Hütter
Wenn man möchte, könnte man ein Ranking der Bedeutung der drei Bewerbe für YB erstellen. Zuerst kommt der Cup, ganz klar, da fehlen vier Siege zum ersten Titel seit 1987. Zuerst am nächsten Mittwoch im Achtelfinal zu Hause gegen GC, das in dieser Saison alle sechs Auswärtsspiele in der Super League verlor. «Unser Ziel ist es, im Cup zu überwintern», sagt Hütter, «aber natürlich bietet uns dieser Wettbewerb die beste Möglichkeit, einen Pokal zu gewinnen.»
Vor einem Jahr scheiterte der Österreicher – nach spektakulärem Traumstart in der Liga – im Achtelfinal zu Hause am späteren Absteiger Zürich (1:3), der Cupsieger wurde. Diese Niederlage schmerzte YB noch lange.
Der Druck im Europacup
Dann folgt in dieser Hierarchie wohl die Europa League und damit die Begegnung am Donnerstag gegen Nikosia. In der Gruppenphase sind Patzer schwieriger zu korrigieren als in der Super League. Und weil die Zyprioten als vermeintlicher Aussenseiter der Gruppe zuletzt bei Favorit Piräus 1:0 siegten und mit 6 Punkten an der Tabellenspitze thronen, muss YB morgen siegen.
Sonst wird es kompliziert, Rang 2 und damit das Weiterkommen in die Sechzehntelfinals zu realisieren. Genau genommen gilt es in den zwei Spielen gegen Nikosia nun mindestens 4 Punkte zu gewinnen. Denn bei weniger Zählern würde der Rückstand auf Nikosia zwei Runden vor Schluss weiter 5 oder mehr Zähler betragen.
Und schliesslich sind da noch die Spiele in der Super League gegen GC und Vaduz an den nächsten beiden Sonntagen. Trainer Adi Hütter sagt, was ein Trainer oft sagt: «Die Liga ist der wichtigste Wettbewerb. Da wird die Basis gelegt.» So oder so sind vier Heimsiege in den nächsten elf Tagen für YB im Prinzip Pflicht. Bei weiteren Rückschlägen wendet sich die mal wieder verärgerte Kundschaft noch stärker ab – und im Stade de Suisse werden noch trostlosere Kulissen als zuletzt oft zu sehen sein. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16180211
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shalako
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Verfasst: Montag 24. Oktober 2016, 17:11 |
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24.10.2016  Zitat: Berner Kicker sind die treusten
In Zeiten, in denen Fussballer der Kohle und dem Ruhm folgen, verändern Teams ihre Gesichter extrem schnell. Bei YB und Thun trifft das am wenigsten zu.
Erinnern Sie sich, wie Ihr Lieblingsverein aus der Super League noch vor drei Jahren aussah? Wissen Sie, wie viele Spieler von damals noch immer in der Mannschaft dabei sind? Wir haben die Super-League-Teams der Saison 2013/14 angeschaut und gesucht, welche Spieler heute noch im gleichen Club angestellt oder seither zurückgekehrt sind.
Es fällt sofort auf, dass die Spieler der Berner Vereine am treusten sind. So sind beim FC Thun acht Akteure auch heute noch dabei. Bei YB sind es sogar deren 9. Das entspricht einer Treuequote von 36 Prozent. Auf der anderen Seite der Skala liegen die Grasshoppers. Bei den Zürchern sind nur noch zwei Spieler dieselben, die Quote liegt somit bei tiefen 7,7 Prozent . http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/30786410
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2016, 08:20 |
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26.10.2016  Zitat: Sehnsucht nach Ordnung
Die Umsetzung des Sparkurses fordert die durchgeschüttelten Berner längerfristig heraus. Im Moment gilt nicht ein Spieler, sondern der neue Sportchef Christoph Spycher als Hoffnungsträger.
Man muss unter dem Dach des Stade de Suisse nicht lange forschen, um zu orten, in welche Situation sich der BSC Young Boys hineinmanövriert hat. Er stemmt ein Jahresbudget von 40 bis 45 Millionen Franken und sollte hinter Basel die Nummer zwei im Land und nicht im Frühstadium der Saison um 13 Punkte distanziert sein. So kommt es, dass der Cup als «Saison-Rettung» bezeichnet wird.
Es regnet Bindfäden in Bern. Im Stadionrestaurant reden sich einen Tag vor dem Cup-Achtelfinal gegen GC die YB-Verwaltungsräte Hanspeter Kienberger und Richard Gostony ein: «Jetzt ist alles gut.» Man weiss nicht, ob sie schwarzer Humor umtreibt. Aber ihnen scheint es ernst zu sein. Vor fünf Wochen wurde YB von Erschütterungen heimgesucht, die man für ein tragikomisches Theaterstück nur schwerlich erfinden könnte.
«In einer Woche ist YB um ein Jahr zurückgeworfen worden»
Im Zuge einer Kursänderung trennte man sich vom CEO Alain Kappeler und vom Sportchef Fredy Bickel. Man leistete sich im Machtgerangel so viele kommunikative Fehler, dass der Verwaltungsrat Urs Siegenthaler zurücktreten musste und Paul Meier als Bickel-Nachfolger die Arbeitsstelle nicht antrat. «In einer Woche ist YB um ein Jahr zurückgeworfen worden», sagt ein YB-Insider über den grossflächigen Imageschaden.
Hoffnungsträger Spycher
Dass sich die Verwaltungsräte einreden, alles sei gut, ist mit Christoph Spycher verbunden. In der Untergangsstimmung stieg der frühere Fussballer vom Talentmanager zum Sportchef auf – ungewollt früh zwar, aber letztlich bestimmt und fordernd. Der Berner gilt im emotionalen Fussball als Stimme der Vernunft – ähnlich wie Thun-Sportchef Andres Gerber. So ist Spycher als Hoffnungsträger empfangen worden. Der Retter, der Hüter der Ordnung ist da. Das ist viel. Zu viel? Spycher spürt die hohe Erwartungshaltung, «aber ich halte es so, wie ich es bereits als Fussballer gehalten habe: Ich vertrete ehrliche Werte, die für mich wichtig sind.»
Hätte er sich nicht klare Kompetenzen ausbedingen können, hätte er sich nicht ins Schlangen-Nest gesetzt. Die in Not geborene Berufung Spychers führte den Verein zum zweigleisigen Modell zurück, von dem er abrücken wollte. Hier der neue CEO Wanja Greuel, dort der Sportchef. Das bestätigt, wie flatterhaft sich YB in der Ära der Geldgeber Andy und Hans-Ueli Rihs gebärdet.
Der Sportchef scheint den schwerreichen Brüdern vermittelt zu haben, dass er nicht innerhalb von einem Jahr alles auf den Kopf stellen kann. Dazu liegen zu viele Scherben herum. Spycher redet nicht über Details von Verträgen, aber da im Verwaltungsrat Personen brüskiert worden sind, gelangen mehr Interna an die Öffentlichkeit. YB beschäftigt zu viele Spieler wie Hoarau, von Bergen, Vilotic, Gerndt, Sulejmani, Benito, Ravet und inzwischen selbst Sutter und Lecjaks, die jährlich 400 000 bis 600 000 und teilweise gegen eine Million Franken verdienen. Ohne Prämien. Ausser Scott Sutter haben alle Kontrakte, die über 2017 hinauslaufen.
Deshalb kann Spycher kurzfristig so viel nicht ändern. YB hat neben dem Trainer Adi Hütter einen Staff, in dem Bezüge bis zu einer Viertelmillion jährlich nicht selten sein sollen. Der Klub verfügt zwar im Gegensatz zu 2015 über budgetiertes Europa-League-Geld, gleichzeitig aber müssten Transfers 4 bis 8 Millionen einspielen, um das strukturelle Defizit zu decken. Bis jetzt ist Florent Hadergjonaj für 2 Millionen nach Ingolstadt verkauft. Da fehlende Zuschauereinnahmen ein Millionenloch aufreissen, wird auch 2016 ein hohes Millionendefizit resultieren. Es kann gar nicht alles gut sein.
Fragen um «Bickel-Verträge»
Wegen des Spielers Alain Rochat heisst es derzeit, dass YB auf «Bickel-Verträgen» sitze. Der Kontrakt des 33-jährigen Rochat verlängerte sich bis 2018, weil er 15 Einsätze erreichte. Das irritiert in Anbetracht von Rochats Leistungsvermögen. Aber alles ist nicht so einfach, weil der Trainer den Spieler unbedingt halten wollte. Nicht via Bickel kam der 21-jährige Abwehrspieler Kasim Nuhu (Ghana) zu YB. Er könnte ein Treffer sein, der den Bernern allerdings ökonomisch wenig nützt, weil Nuhu nur ausgeliehen ist und zu je 50 Prozent den spanischen Klubs Mallorca und Leganés gehört. Auch der 21-jährige Kevin Mbabu ist lediglich ausgeliehen (Newcastle). Das liest sich vor allem im Fall Nuhu vertrackt, ist aber vom Verwaltungsrat genehmigt– wie jeder Bickel-Schritt.
Und nicht Bickel hat den Millionen-Spieler Milan Vilotic aussortiert, sondern der Trainer. Vielleicht nur deshalb, weil er für Nuhu einen Platz brauchte. Das Dumme für Bickel war, dass er im Sommer Vilotic nicht verkaufen konnte.
Fussball kann komplex sein. YB ist komplex und kompliziert. Und teuer.
Alles neu: Bickel, Kappeler, Siegenthaler
bir. ⋅ Das Ganze drücke ihn «immer noch irgendwie», sagt Fredy Bickel, er sei sich «am Auffangen». Der frühere YB-Sportchef ist derzeit in Moçambique unterwegs, wo er «auf einer Insel draussen» gewesen sei. Er erzählt von Südafrika, vom Krüger-Nationalpark, von freien Tagen fern des Fussballs. Als YB am Sonntag gegen GC gewann, wurde er aus dem Stadion auf dem Laufenden gehalten. Gleich fünf Quellen bedienten ihn ungefragt mit dem Resultatdienst, es war also nicht nur Wunschdenken – 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 für YB. Bickel ist im Stade de Suisse nicht vergessen. Mehr als fünf Wochen ist es her, als die Berner in verwirrenden Tagen eine Neuausrichtung in Form einer Sparrunde proklamierten. Dieser fielen der CEO Alain Kappeler und der Sportchef Bickel zum Opfer, und schliesslich auch der kommunikativ hasardierende Verwaltungsrat Urs Siegenthaler aus Basel. Dieser war im März 2016 als sportlicher Ratgeber zu YB geholt worden, nur zwei Monate nach der «unbefristeten» und «mit langer Kündigungsfrist» versehenen Vertragsverlängerung mit dem «Glücksfall» Bickel. Nun ist auch deshalb viel anders, weil zwischen Bickel und Siegenthaler von Beginn weg kein Kitt entstand. Bickel tut sich schwer und wird seine Wohnung in der Berner Altstadt per Ende Jahr verlassen. Kappeler hat sich an der Universität Bern für einen Studienlehrgang eingeschrieben («Mir geht es so weit gut.»). Siegenthaler ist wieder in der Welt, die ihm bestens bekannt ist. Er nimmt das Telefon ab, sagt, dass er seit zwölf Jahren für den Deutschen Fussballbund arbeite und dass das «wunderschön» sei. Und dann das: «Danke schön, und auf Wiedersehen.» http://www.nzz.ch/sport/fussball/young- ... -ld.124190
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 27. Oktober 2016, 23:36 |
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27.10.2016  Zitat: BSC Young Boys Bern
Ein Spiel für Tagträume
Die Gala im Cup-Achtelfinal wirft die Frage auf, wie YB in der Super League 13 Punkte hinter Basel liegen kann. Doch das Spiel zeigt auch, dass YB Spieler braucht, die viel kosten.
Es ist vermutlich der grösste Widerspruch: dass sich Berner Fussballfans an zwei rauschende YB-Abende der letzten drei Monate erinnern – und doch ein Schatten über der Saison liegt. Im August gewannen die Young Boys gegen Schachtjor Donezk und zogen in die Champions-League-Play-offs ein; am Mittwoch deklassierten sie GC 5:0 und erreichten die Cup-Viertelfinals, erstmals seit der Saison 2010/11. Die Berner legen Wert auf die kleine historische Note, als sei sie eine besondere Errungenschaft. Doch eigentlich entspricht's einem Mahnmal, einer Erinnerung an alte Blössen, an die frühen Niederlagen gegen Winterthur, Wil, Le Mont und Buochs.
Es gehört zu den grössten Aufgaben des neuen Sportchefs Christoph Spycher, den Klub berechenbarer zu machen. Wer die Widerstandskraft sah, mit der sich YB gegen Schachtjor stemmte, und die Wasserverdrängung, mit der YB GC keine Chance liess – der versteht nicht, warum die Berner in der Liga 13 Punkte hinter Basel liegen. Und wie sich so viel Unfrieden übers Stade de Suisse zu legen vermochte, dass sich YB zur Entlassung von Spychers Vorgänger Fredy Bickel veranlasst sah.
Das Team mag teuer sein, aber es hat auch belastbare Säulen wie Sékou Sanogo, Guillaume Hoarau oder – neu – Nuhu, deren Biografien alle ihre kleinen Widersprüchlichkeiten haben. Nuhu wäre wohl nicht bei YB, wenn Urs Siegenthaler nie in Bern gewesen wäre, der ungeliebte Verwaltungsrat, der als Bickels grösster Gegenspieler galt; Nuhus Transfer ist eher Siegenthaler zuzuschreiben als Bickel. Sanogo wiederum versuchte YB schon zweimal abzugeben, er ist zudem verletzungsanfällig und daher ebenso labil wie belastbar. Dasselbe gilt für Hoarau, der unentbehrlich wirkt, seit Juli 2015 aber viermal und total 191 Tage verletzt ausfiel. In guten Zeiten aber scheint sich jeder Mitspieler an Hoaraus Grösse aufzurichten, auf diesen Stürmer will YB setzen. Schon bei der Antrittspressekonferenz sagte Spycher, Spieler wie Steve von Bergen und Hoarau seien «unverzichtbar», dank Qualität und Vorbildsfunktion, «solche Spieler wird YB immer haben». Es war die klare Ansage, dass sich YB bei allen Sparbemühungen stets gewissen Super-League-Luxus leisten soll. Solche Spiele wie gegen GC geben Spycher Argumente in die Hand, solch rauschende Abende, die zu zufriedenen Nächten und zu einem Berner Evergreen führen: zu Tagträumen vom Cup-Sieg, dem ersten Titel seit 1987. http://www.nzz.ch/sport/fussball/bsc-yo ... -ld.124671
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shalako
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Verfasst: Samstag 29. Oktober 2016, 15:55 |
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29.10.2016  Zitat: Dichtestress bei YB
Am Sonntag empfängt das formstarke YB den FC Vaduz. Und bald wird es noch enger im Berner Team, der Konkurrenzkampf verspricht nach der Rückkehr der verletzten Spieler intensiv zu werden. Das zeigt ein Ranking auf den einzelnen Positionen.
Man hat sich in den letzten Tagen mal wieder beim Gedanken ertappt, dass diese Young Boys doch bereit sein müssten, Basel anzugreifen. Gemessen an den Leistungen zuletzt. Gemessen am Potenzial. Und gemessen an der Klasse der Einzelspieler. Aber wie letzte Saison handelte sich YB auch diesmal früh einen riesigen Rückstand ein. Was erneut auch mit einer beispiellosen Verletzungsserie zusammenhing.
Es würde aber nicht überraschen, wenn YB in der Rückrunde wieder am meisten Punkte holen würde. Falls die Schlüsselspieler fit bleiben. Der Konkurrenzkampf hat sich verschärft – und wird sich akzentuieren. Bald steht nur noch Grégory Wüthrich auf der Verletztenliste. Ein Überblick der Positionen im 4-4-2-System mit überraschenden Figuren, die sich in den Fokus gespielt haben.
Torhüter: Bestes Duo der Liga
Goalietalent Yvon Mvogo agiert konstant gut bis stark, leistet sich kaum noch Aussetzer. Mit Marco Wölfli hat YB den besten, einflussreichsten, erfahrensten, teuersten Ersatztorhüter der Liga.
1. Yvon Mvogo 2. Marco Wölfli 3. Dario Marzino
Rechter Verteidiger: Duell auf hohem Niveau
Scott Sutter agiert seit Wochen auf bemerkenswertem Level, obwohl er nach dem Verkauf Florent Hadergjonajs zu Ingolstadt im August übermässig beansprucht wurde. Sein angeschlagener Fuss hielt den Belastungen stand. Konkurrent Kevin Mbabu besitzt das Potenzial zum Publikumsliebling in Bern, der von Newcastle ausgeliehene Offensivverteidiger begeistert die Zuschauer.
Und Trainer Adi Hütter, der zuerst nicht auf Mbabu setzte (wie letzte Saison bei Sékou Sanogo). Sven Joss, im August nach dem Abgang Hadergjonajs zurückgeholt, steht nach längerer Absenz vor dem Comeback. Er wurde ausgerechnet von Hadergjonaj in dessen letztem YB-Spiel verletzt. Bei Thun hatte Joss regelmässig überzeugt.
1a. Scott Sutter 1b. Kevin Mbabu 3. Sven Joss
Linker Verteidiger: Benito als Verstärkung
Jan Lecjaks unterliegt immer noch Schwankungen in seinen Auftritten, hat sich aber stabilisiert (ausser bei den Flanken). Der junge Linus Obexer ist noch nicht so weit, wie die Verantwortlichen vor einigen Wochen dachten. Bald aber kehrt der dynamische Loris Benito nach Kreuzbandriss zurück. Er wird eine Verstärkung sein, Lecjaks Zeit in Bern könnte endgültig ablaufen.
1. Loris Benito 2. Jan Lecjaks 3. Linus Obexer
Innenverteidiger:Aufsteiger Nuhu
Hier ist die Hierarchie hinter dem soliden, bissigen Abwehrchef Steve von Bergen fliessend. Gewesen. Derzeit scheint es, als ob Kasim Nuhu, für zwei Jahre aus Mallorca ausgeliehen, unerwartet auf der Überholspur unterwegs ist, sich als Leistungsträger etabliert. Der Ghanaer ist zweikampfstark, souverän, spielt einen ordentlichen Pass, agiert aber zuweilen nachlässig. Wie bei Mbabu besitzt YB auch bei Nuhu keine Option auf eine Weiterverpflichtung.
Routinier Alain Rochat passt am besten in Hütters bevorzugtes Innenverteidigerprofil, weil er der stärkste Fussballer ist. Der junge Nicolas Bürgy hat einen schweren Stand, der teuerste Zugang der Vereinsgeschichte, Milan Vilotic, ist ein millionenschweres Missverständnis, Versprechen Grégory Wüthrich fällt noch lange aus.
1. Steve von Bergen 2. Kasim Nuhu 3. Alain Rochat 4. Nicolas Bürgy 5. Milan Vilotic Verletzt: Grégory Wüthrich
Zentrales Mittelfeld: Hohe Qualität
Sékou Sanogo, oft verletzt, ist der beste Zweikämpfer der Liga, Denis Zakaria die grösste Begabung. Leonardo Bertone ist ein sicherer Wert, Techniker Milan Gajic läuft hinterher. Coach Hütter hält viel vom jungen Michel Aebischer.
1. Sékou Sanogo 2. Denis Zakaria 3. Leonardo Bertone 4. Milan Gajic 5. Michel Aebischer
Flügelspieler: Hoffnung Seferi
Die am dünnsten besetzte Position. Yoric Ravet ist ein Topspieler in der Schweiz, Miralem Sulejmani an guten Tagen ebenfalls. Dahinter klafft eine riesige Qualitätslücke. Zuletzt brillierte Sommerpausenverpflichtung Thorsten Schick, der vom Boulevard bereits als Fehltransfer bezeichnet worden war.
Der junge Kwadwo Duah benötigt Zeit, der seit einer halben Ewigkeit verletzte Taulant Seferi kann bald endlich eingesetzt werden. Insider behaupten, YB werde sehr viel Freude am immer noch erst 19-jährigen Mazedonier haben.
1. Yoric Ravet 2. Miralem Sulejmani 3. Thorsten Schick 4. Taulant Seferi 5. Kwadwo Duah
Stürmer: Gerndt bald zurück
Torjäger Guillaume Hoarau ist gesetzt. An der Seite des wie Sanogo, Benito, Sulejmani und Alexander Gerndt verletzungsanfälligen Franzosen blühen die Mitspieler auf. Und: Mitte November kehrt der wertvolle Gerndt zurück. Das bedeutet: weniger Einsatzmöglichkeiten für die immer noch relativ jungen, talentierten Yuya Kubo und Michael Frey.
Weil Hoarau und Gerndt oft angeschlagen sind, werden die Sturmtalente aber benötigt. Kubo und Frey könnten die Torschützenliste anführen. Sie tun es nicht – und können nicht nur diesbezüglich einiges von Hoarau lernen.
1. Guillaume Hoarau 2. Alexander Gerndt 3a. Yuya Kubo 3b. Michael Frey posting.php?mode=reply&f=1&t=3566
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