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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:02 |
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15.09.2016  Zitat: Niederlage zum Europa-League-Auftakt
Bei YB brennt der Baum
Der erste YB-Auftritt nach dem Bickel-Knall. Die Berner Fans legen Feuer im Stade de Suisse. Das Resultat heitert sie nicht auf. Trotz engagierter Leistung verliert das Hütter-Team in der Europa League gegen Olympiakos Piräus mit 0:1.
Das Spiel: Gespenstisch. Die YB-Fans schweigen, als die beiden Teams ins Stade de Suisse einlaufen. Besonders auf Urs Siegenthaler, Verwaltungsrats-Mitglied bei YB und gleichzeitig ein FCB-Mitglied, sind die Berner Supporter nach der überraschenden Bickel-Entlassung nicht gut zu sprechen (mehr dazu hier!). Zwischenzeitlich brennt es im Stadion, die Partie muss kurz unterbrochen werden. Das Hütter-Team lässt sich dadurch nicht beirren, beginnt mutig gegen Griechenlands Serienmeister (zuletzt sechs Mal in Folge), sucht den Führungstreffer. Olympiakos taut erst nach einer halben Stunde etwas auf - und schlägt dann prompt zu. YB kämpft weiter, rennt verzweifelt dem Pausen-Schocker hinterher. Erfolglos. Frey und auch Ravet verpassen den Ausgleich.
Das Tor: 42. Minute, 0:1 | Olympiakos trifft entgegen dem Spielverlauf. Oldie Cambiasso (36) schliesst eine feine Kombination über Marin und Brown aus fünf Metern ab. Mvogo ist chancenlos.
Das gab zu reden: Die Fan-Proteste. Die reichen von wechselnden zu fixen Plakaten über schwarzen Rauch bis zu «Sigi raus!»-Rufen. Und das Heissmachen der Fans nach dem Pausenpfiff durch YB-Coach Adi Hütter, die in der zweiten Halbzeit den Schweigeprotest prompt zumindest partiell einstellen. Das tönt dann so: «Scheiss-Siegethaler! Hopp YB!»
Der Beste: Trotz 36 Jahren: Esteban Cambiasso, 315 Spiele für Inter Mailand, Champions-League-Sieger, rennt sich nach wie vor die Lunge aus dem Leib, ist omnipräsent. Und markiert gar das Siegtor.
Der Schlechteste: Ein weiteres Beispiel dafür, dass das Niveau eines solchen Spiels nicht auf Jan Lecjaks zugeschnitten ist. Stockfehler, Fehlpässe, unterirdische Flanken. Zum Glück ist Loris Benito bald zurück.
So gehts weiter: Bazenheid heisst der nächste YB-Gegner. Gegen den Verein aus der 2. Liga muss das Hütter-Team am Sonntag im Cup ran. Den nächsten Europa-League-Auftritt haben die Berner am 29. September auswärts gegen Astana. Die Kasachen verlieren ihr Europa-League-Startspiel auswärts bei Apoel Nikosia trotz Führung mit 1:2.
YB – Olympiakos Piräus 0:1 (0:1)
Stade de Suisse, 11'132 Fans, SR: Boiko (Ukr).
YB: Mvogo; Sutter, Von Bergen, Rochat, Lecjaks; Ravet (86. Duah), Zakaria, Bertone, Sulejmani; Kubo, Frey (78. Schick).
Olympiakos: Leali; Figueiras, Botia, Da Costa, De la Bella; Elyounoussi (93. Romao), Milivojevic, Cambiasso, Seba; Brown (82. Cardozo), Marin (63. André Martins).
Tor: 42. Cambiasso (Brown) 0:1.
Gelb: 12. Da Costa. 14. Kubo. 44. Lecjaks. 78. Seba (alle Foul).
Bemerkungen: YB ohne Gerndt, Hoarau, Sanogo, Joss, Seferi, Benito, Nuhu, Obexer, Wüthrich (alle verletzt). http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 94058.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:02 |
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15.09.2016  Zitat: Spiel-Unterbruch wegen Fan-Protest
Schwarzer Rauch aus dem YB-Sektor
Das Europa-League-Spiel zwischen YB und Olympiakos Piräus muss schon in den Anfangsminuten unterbrochen werden. Aus dem YB-Fansektor steigt schwarzer Rauch auf.
Noch nicht mal neun Minuten sind im Stade de Suisse gespielt, als der Schiedsrichter plötzlich den Ball in die Hand nimmt und das Spiel unterbricht.
Warum? Ein Blick auf den YB-Fansektor zeigt: Dort brennts! Ein entfachtes Feuer lässt eine dicke schwarze Rauchwolke hochsteigen.
Die YB-Anhänger lassen ihrem Frust über ein Interview von Verwaltungsrat Urs Siegenthaler (68) vor der Basler Muttenzerkurve freien Lauf. «Scheiss Siegenthaler!»- und «Sigi raus!»-Rufe begleiten das Ganze. Auf den Zuschauerrängen verkommt das Spiel zur totalen Nebensache.
Siegenthaler, der auch FCB-Mitglied ist, sagte am Dienstag im TV in breitem Baseldeutsch: «YB hat schon vor Jahren nach den grossen Sternen gegriffen. Sprich versucht, den FC Basel anzugreifen. Etwas, was natürlich total unrealistisch ist.» Das kommt in Bern natürlich alles andere als gut an.
Schon vor dem Spiel sieht man überall im und um das Stadion Flugblätter mit dem Konterfei Siegenthalers und der Aufschrift: «Hou ab!» Sogar beim VIP-Eingang hängt ein Flugblatt. http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 96158.html
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:05 |
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15.09.2016  Zitat: Young Boys - Olympiakos 0:1
Nachverhandlung
Die Young Boys tauchen auch sportlich – 0:1 gegen Olympiakos Piräus zum Start der Europa-League-Gruppenphase.
Vielleicht hat es etwas Gutes, dass im Fussball strukturelle Schwächen und kommunikative Unzulänglichkeiten eines Klubs in Windeseile in der Öffentlichkeit verhandelt werden. So wunderte sich niemand, dass während des ersten Auftritts des BSC Young Boys in der Gruppenphase der Europa League gegen die Olympiakos Piräus im Publikum Nebenschauplätze eröffnet wurden. Immer wieder. Und selbst in der Halbzeitpause, als der Trainer Adi Hütter kurz vor dem Gang in die Kabine den Kontakt mit der eingefleischten Anhängerschaft im Block D suchte und fand.
Es war keine ungeschickte Geste des Österreichers. Er schien zu spüren, dass eine Identifikation mit YB nach den jüngsten Ereignissen und der in der Art fragwürdigen Absetzung des Sportchefs Fredy Bickel schwierig ist. YB präsentierte sich in einer gewissen Weise gesichtslos, und so konzentrierte sich die Wut über die Vorgänge auf die einzige Person, die sich in einigermassen klaren Aussagen zu erkennen gab. Zwar nicht offiziell an einer Pressekonferenz, aber mit Aussagen gegenüber einzelnen Medien. Ob der Inhalt der Aussagen von Urs Siegenthaler («Rang 2 lässt sich auch mit vier Millionen weniger erreichen») geschickt war, wird sich weisen müssen. Der Auftritt Siegenthalers – immerhin langjähriger wichtiger Mitarbeiter des so erfolgreichen deutschen Nationalteams – reichte aber, um als Blitzableiter herhalten zu müssen. Es braucht keine differenzierte Analyse, um festzustellen, dass die Probleme im Klub weit über eine einzelne Person hinausgehen. «Sigi, raus», war immer wieder zu hören (und noch deftigere Sprechchöre); es hing ein Transparent, das dem Verwaltungsrat eine «Denkpause» empfahl, ein anderes thematisierte dieses erschwerte Gefühl der Zugehörigkeit. Der Trainer Hütter sprach von einem «Zustand, der so nicht normal ist», das Team sei aber vorbereitet gewesen, nicht den gewohnten Support zu erhalten. Das war dann aber nicht so. Die Anhängerschaft differenzierte zwischen Mannschaft und operativer Führung.
Das Spiel lief munter weiter während dieser Ereignisse, die Young Boys zeigten gute Ansätze, sie fanden aber – wie schon oft in dieser noch jungen Saison – in Räumen, wo sich die Dinge entscheiden, keine klugen Fortsetzungen.
Dies gilt vorne wie hinten, und so nutzten Ideye Brown und Esteban Cambiasso nach 42 Minuten koordinative Schwächen zum Siegtreffer für Olympiakos. Der Trainer der Griechen, Paulo Bento, sprach von einem «typischen Sieg», man habe Geduld und die Kontrolle über die Partie gehabt. Auf der Gegenseite könnte man von einer typischen Niederlage sprechen. YB spielte nicht schlecht, aber ohne grosse Überraschungsmomente.
Am Ende des Abends machte der Trainer Adi Hütter die Runde von einem enttäuschten Spieler zum nächsten. Die Zeichen sind klar: Das Team muss zusammenhalten, sich selbst Stütze sein. Aussen ist vorerst einiges weggebrochen.
Young Boys - Olympiakos Piräus 0:1 (0:1)
11'132 Zuschauer. - SR Boiko (UKR). - Tor: 42. Cambiasso 0:1.
Young Boys: Mvogo; Sutter, Rochat, von Bergen, Lecjaks; Ravet (86. Duah), Zakaria, Bertone, Sulejmani; Kubo, Frey (78. Schick).
Olympiakos Piräus: Leali; Figueiras, Da Costa, Botia, De La Bella; Milivojevic, Cambiasso; Marin (63. Martins); Elyounoussi (93. Romão), Brown (82. Cardozo), Seba.
Bemerkungen: Young Boys ohne Hoarau, Gerndt, Sanogo, Joss, Wüthrich, Nuhu, Obexer, Benito, Seferi (alle verletzt) und Vilotic (nicht im Aufgebot). Olympiakos Piräus ohne Elabdellaoui (verletzt). Verwarnungen: 12. Da Costa (Foul), 14. Kubo (Foul), 44. Lecjaks (Foul), 78. Seba (Foul). http://www.nzz.ch/sport/fussball/yb-oly ... -ld.117001
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:07 |
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15.09.2016  Zitat: YB-Noten: Auftritt im Mittelmass
Kein Akteur der Young Boys überzeugt gegen Piräus (0:1). Richtig schwach ist aber auch keiner.
Yvon Mvogo: Note 4 Eine starke Parade zu Beginn, später kaum geprüft, beim Gegentor machtlos. Der YB-Goalie erlebte selten einen geruhsameren Europacupabend.
Scott Sutter: Note 4,5 Ballsicher, mit Druck nach vorne, einige gute Ideen. Der auffälligste YB-Defensivspieler, wobei auch Sutter Pausen einlegte.
Steve von Bergen: Note 4 Gewann die meisten Zweikämpfe und war auf der Höhe des Geschehens, aber mit zwei schweren Ballverlusten im Aufbauspiel. Und auch in der Schlussphase mit einigen ärgerlichen Ballverlusten.
Alain Rochat: Note 4 Seine Defensivqualitäten wurden ebenfalls eher nicht intensiv getestet. Ordentlicher Auftritt, ohne Akzente zu setzen.
Jan Lecjaks: Note 3,5 Mit vielen Ballkontakten und mit vielen Möglichkeiten auf der Seite, gefährliche Aktionen zu provozieren. Aber der Tscheche streut immer wieder seltsam schwache Hereingaben in sein Spiel ein, obwohl er durchaus scharf passen kann. Ein Flankengott wird er in diesem Fussballerleben nicht mehr. Gestern gerieten gleich mehrere Versuche viel zu ungenau und zu lang und landeten weit hinter dem Tor. Sonst solid, beim Gegentor ging es auch ihm zu schnell.
Yoric Ravet: Note 5 Der beste YB-Spieler auch gegen Olympiakos Piräus. Trieb die Angriffe an, spielfreudig, trickreich, aber nicht immer gingen die Mitspieler auf seine Ideen ein. Und im Abschluss ebenfalls glücklos. Schoss einmal aus günstiger Position weit über das Tor.
Leonardo Bertone: Note 4 Einsatzfreudig wie gewohnt, entscheidende Aktionen aber gelangen dem Mittelfeldspieler keine.
Denis Zakaria: Note 4 In der Startphase mit einigen starken Szenen, später tauchte der Youngster ab und unter und deutete seine Klasse nur selten an.
Miralem Sulejmani: Note 4 Am Samstag gegen Luzern (2:1) hatte der Serbe noch überzeugt und zwei Tore geschossen. Gestern setzte er sich kaum durch, er hing am Flügel in der Luft.
Yuya Kubo: Note 3,5 Irgendwie oft zu leichtgewichtig gegen die kräftigen Abwehrspieler der Gäste. Zudem fahrig, verteidigte den Ball schlecht und vergab die beste YB-Chance aus wenigen Metern.
Michael Frey: Note 3,5 Mit seinem wuchtigen Körper gelang es ihm besser als Kubo, sich zu behaupten. Dafür fehlte dem Stürmer die technische Klasse, um in aussichtsreichen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen. Auch er reüssierte bei einer guten Möglichkeit nicht.
Thorsten Schick: ohne Note 78. Minute für Frey.
Kwadwo Duah: ohne Note 86. Minute für Ravet.
Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30375611
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:16 |
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15.09.2016  Zitat: Schlechte Woche für YB geht weiter
Zum Auftakt der Europa League sind die Young Boys dem griechischen Spitzenklub Olympiakos Piräus 0:1 unterlegen. Den Geschehnissen im Stade de Suisse werden die Berner womöglich noch nachtrauern.
Noch einmal keimt im Stade de Suisse Hoffnung auf. Es läuft bereits die Nachspielzeit, den Young Boys wird ein Corner zugesprochen, nur Torhüter Yvon Mvogo verbleibt beim Stand von 0:1 in seinem Tor, die restlichen YB-Spieler versammeln sich im und um den Strafraum von Olympiakos Piräus. Miralem Sulejmani bringt den Ball zur Mitte. Der Corner ist nicht schlecht getreten, richtig gefährlich wird er aber auch nicht.
Die letzte Aktion der Young Boys ist ein Ebenbild ihrer Leistung. Sie zeigten am Donnerstagabend vor nur rund 11 000 Zuschauern gute Ansätze, der letzte Pass, der letzte Tick, die letzte Überzeugung fehlte aber. Und so stellt sich die Frage, als die Spieler nach dem Schlusspfiff mit Applaus von den Fans verabschiedet werden und das erste von sechs Kapiteln in der Europa League geschrieben ist, ob da womöglich gegen den Gruppenfavoriten nicht doch mehr dringelegen wäre.
«Wir zeigten ein gutes Spiel. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen», sagt Stürmer Michael Frey. «Bis auf das Gegentor war ich nahezu beschäftigungslos», meint Goalie Mvogo. Und Trainer Adi Hütter resümiert, er sei vom Resultat enttäuscht. «Mit der Darbietung meines Teams bin ich zufrieden. »
Netter Krieger
Es war ja am Donnerstag durchaus eine schöne Affiche, das konnte in den Wirren und Wendungen der letzten Tage leicht untergehen. Mit Olympiakos gastierte Fussballprominenz in Bern. Da ist einerseits die beeindruckende Historie, mit 43 Meistertiteln und 27 Pokalsiegen ist Piräus der erfolgreichste, grösste, renommierteste griechische Klub.
Und da ist anderseits das teure Personal. Auf der Bank sassen am Donnerstag die Topverdiener Oscar Cardozo und Alejandro Dominguez, die Offensive bildeten Ideye Brown, Marko Marin und Tarik Elyounoussi, allesamt in den grossen Ligen Europas erprobt. Und da war vor allem der 36-jährige Esteban Cambiasso, einst bei River Plate Buenos Aires und Real Madrid, 2010 Stratege beim Champions-League-Sieger Inter Mailand. «El Cuchu», wie der Argentinier nach einer Figur in einer Telenovela genannt wird, weil er so nett und warmherzig ist, vollzieht auf dem Fussballplatz jeweils eine Mutation zum Krieger.
«Für das eigene Team musst du nützlich sein, für den Gegner unangenehm», sagte er einmal. Und weil sich in Cambiassos Wirkungsgebiet immer mal wieder Denis Zakaria aufhielt, bekam der 19-Jährige die routinierte Härte der Nummer 19 zu spüren. Es war ein aufregendes Duell, dass sich auf dem Berner Kunstrasen abspielte, jung gegen alt, grosse Zukunft gegen glorreiche Vergangenheit.
Und eines, das Cambiasso in der Gegenwart nach Punkten für sich entschied. In der 42. Minute erzielte er nach hübscher Kombination über Marin und Brown den Siegtreffer.
In Astana unter Zugzwang
Das 0:1 war ein schlechter Lohn für die Young Boys. Sie hatten in spezieller Atmosphäre beherzt begonnen, Yuya Kubo bot sich bereits nach zwei Minuten eine erste Gelegenheit. Das Heimteam war fortan am Drücker. «Speziell die erste Halbzeit war sehr gut», sagte Hütter. Sulejmani und Yoric Ravet, der beste Berner am Donnerstag, waren ebenfalls in aussichtsreichen Positionen zum Abschluss gekommen.
Doch je länger die Partie andauerte, desto weniger vermochte YB den Gegner, der seine Bemühungen elegant einstellte, unter Druck zu setzten. Hütter probierte, von draussen Impulse zu setzen, er brachte Thorsten Schick und den jungen Kwadwo Duah.
Doch die Wechsel offenbarten vor allem eines: Wie Kraftwerk Sékou Sanogo und Stürmer Alexander Gerndt und Guillaume Hoarau fehlen. «Ich bin kein Trainer, der jammert. Aber natürlich mussten wir auf wichtige verletzte Spieler verzichten», sagte Hütter.
Sanogo, Hoarau und Gerndt, sie alle dürften auch noch im nächsten Europa-League-Spiel in zwei Wochen in Astana fehlen. Die Kasachen verloren am Donnerstag in Nikosia 1:2. Damit werden YB und Astana bereits am zweiten Spieltag unter Zugzwang stehen. Zumindest im Fall der Berner wäre dies vermeidbar gewesen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10306274
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:18 |
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15.09.2016  Zitat: YB verliert das Auftaktspiel
Lange konnten die Young Boys die Partie gegen Olympiakos Piräus dominieren. Letztlich gehen sie aber als Verlierer vom Platz.
Trotz der aus der Sicht der Spieler unglücklichen und schwer nachvollziehbaren Trennung von Sportchef Fredy Bickel zeigten die Young Boys gegen das internationale Ensemble des griechischen Serienmeisters - im ganzen Match spielte kein Grieche - eine ansprechende Leistung. Dennoch fehlte in der Mannschaft von Beginn an ein Feuer, wie es Anfang August bei der grandiosen Leistung gelodert hatte, mit der YB Schachtar Donezk aus der Champions-League-Qualifikation warf.
Paukenschlag vor der Pause
Bei YB - Olympiakos hätte es in der Pause statt 0:1 auch 0:0 heissen können. Beiden Mannschaften waren in den Ansätzen eine Reihe guter Angriffe gelungen, aber wirklich grosse Chancen waren nicht auszumachen. Es war wohl kein Wunder, dass gerade der routinierteste Spieler auf dem Platz, der Argentinier Esteban Cambiasso, kurz vor Halbzeit zuschlug. Der langjährige Spieler von Inter Mailand lenkte den Ball aus wenigen Metern unter dem macht- und schuldlosen YB-Goalie Yvon Mvogo ins Tor.
Wenig Chancen für YB
Das Spiel der zahlreichen Halbchancen setzte sich fort, bis die Young Boys nach 60 Minuten hätten ausgleichen müssen. Nach einem Tohuwabohu vor Olympiakos' jungem italienischem Goalie Nicola Leali kam Stürmer Yuya Kubo aus kürzester Distanz zum Schuss. Aber ein Verteidiger konnte den Versuch so blocken, dass der Ball über die Latte flog. Es blieb allerdings die einzige sehr gute Chance für die Gastgeber.
Vielleicht wären Guillaume Hoarau und Alexander Gerndt, die nominell stärksten Stürmer der Berner, erfolgreicher gewesen als das Duo Yuya Kubo/Michael Frey. Aber den beiden jungen Angreifern kann man nicht zur Last legen, dass YB kein Tor erzielte. Auch von offensiven Trümpfen wie den Flügeln Miralem Sulejmani und Yoric Ravet kam zu wenig.
Olympiakos mit mehr Erfahrung
In den europäischen Wettbewerben haben die Griechen den Bernern viel voraus, auch wenn sie selber, gemessen an den ganz grossen Ansprüchen, keine Übermannschaft sind. Einen ihrer besseren von acht Herbsten in den Champions-League-Gruppenphasen hatte sie vor einem Jahr. Sie siegten unter anderem auswärts gegen Arsenal. Sie gewannen drei von sechs Gruppenspielen, was üblicherweise zum Weiterkommen reicht. Dennoch mussten sie als Gruppendritte in der Europa League weiterfahren. Dort scheiterten sie schon in der ersten K.o.-Runde an Anderlecht. Vom Erfahrungsunterschied war aber im Stade de Suisse nicht viel oder gar nichts zu sehen.
Feuer und Rauch aus der YB-Kurve
Für unschöne Szenen sorgten die Fans der Young Boys nach wenigen Minuten. Sie zündeten mehrere Rauchpetarden und zwangen Schiedsrichter Boiko dazu, das Spiel kurz zu unterbrechen. Aufgrund der Trennung von Bickel organisierten die Fangruppen zudem keinen Support für ihr Team. Viele Fans blieben zu Hause.
Young Boys - Olympiakos Piräus 0:1 (0:1) 11'132 Zuschauer. - SR Boiko (UKR). Tor: 42. Cambiasso 0:1. Young Boys: Mvogo; Sutter, Rochat, von Bergen, Lecjaks; Ravet (86. Duah), Zakaria, Bertone, Sulejmani; Kubo, Frey (78. Schick). Olympiakos Piräus: Leali; Figueiras, Da Costa, Botia, De La Bella; Milivojevic, Cambiasso; Marin (63. Martins); Elyounoussi (93. Romão), Brown (82. Cardozo), Seba. Bemerkungen: Young Boys ohne Hoarau, Gerndt, Sanogo, Joss, Wüthrich, Nuhu, Obexer, Benito, Seferi (alle verletzt) und Vilotic (nicht im Aufgebot). Olympiakos Piräus ohne Elabdellaoui (verletzt). Verwarnungen: 12. Da Costa (Foul), 14. Kubo (Foul), 44. Lecjaks (Foul), 78. Seba (Foul). http://www.20min.ch/sport/dossier/europ ... l-19958564
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:20 |
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15.09.2016  Zitat: Hütter stand vor die Fankurve
von Peter Berger - Im Spiel gegen Olympiakos protestierten die Fans gegen Verwaltungsrat Urs Siegenthaler. Adi Hütter versuchte zu vermitteln.
Der Auftakt zur Europa League gegen Olympiakos Piräus (0:1) war ein merkwürdiges Spiel. Insofern passte es zu den Vorgängen der letzten Tage bei YB. Die Fans sorgten mit zahlreichen Plakaten und Sprechchören gegen den neuen Verwaltungsrat Urs Siegenthaler, der die Entlassung von Sportchef Fredy Bickel orchestriert hatte, für viele Protestaktionen. Nach neun Minuten musste die Partie wegen der schwarzen Rauchwolken sogar unterbrochen werden. «Eine kleine Denkpause für den VR», nannten die Fans die Aktion.
In der Pause sah sich Trainer Adi Hütter gezwungen, vor die Fankurve zu stehen. «Ich wollte mit meiner Gestik die Fans hinter die Mannschaft bringen, schliesslich können wir nichts dafür», so der Coach. Der Österreicher räumte ein, «dass der Zustand, so wie er ist, nicht normal ist. Aber ich bin nicht der richtige Ansprechpartner, um etwas zu kommentieren. Ich möchte nur über das Sportliche sprechen.»
Frey: «War erschrocken»
Dass die Querelen Unruhe ins Team gebracht haben, bestätigte Michael Frey. «Ehrlich gesagt, bin ich erschrocken, als ich hörte, dass Fredy Bickel nicht mehr da sei. Schliesslich kenne ich ihn schon lange.» Der Stürmer gestand zudem: «Wenn der Sportchef, der vier Jahre den Verein geführt hat, plötzlich weg ist, gibt das schon Unruhe. Aber das Leben geht weiter, YB lebt weiter.» http://www.20min.ch/sport/dossier/europ ... e-18338823
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:22 |
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15.09.2016  Zitat: Trotz ansprechender Partie: Die Young Boys unterliegen Olympiakos Piräus zum EL-Start knapp
Zum Auftakt der Europa-League-Gruppenspiele waren die Young Boys daheim gegen den Gruppenfavoriten Olympiakos Piräus keineswegs das schwächere Team, eher das stärkere. Dennoch mussten sie eine 0:1-Niederlage hinnehmen.
2010 und 2014 gewannen die Berner in der Europa League das erste Heimspiel. Beide Male erreichten sie die K.o.-Phase. 2012 begannen sie daheim mit einem 3:5 gegen Liverpool – und schieden nach den Gruppenspielen aus. In den weiteren Spielen der Gruppe, der noch APOEL Nikosia und die Kasachen aus Astana angehören, müssen sie also auch gegen die Logik der Statistik spielen.
Trotz der aus der Sicht der Spieler schwer nachvollziehbaren Trennung von Sportchef Fredy Bickel zeigten die Young Boys gegen das internationale Ensemble des griechischen Serienmeisters – im ganzen Match spielte kein Grieche – eine ansprechende Leistung. Dennoch fehlte in der Mannschaft von Beginn an ein Feuer, wie es Anfang August bei der grandiosen Leistung gebrannt hatte, mit der YB Schachtar Donezk aus der Champions-League-Qualifikation warf.
Rückstand nicht zwingend
Bei YB – Olympiakos hätte es in der Pause statt 0:1 auch 0:0 heissen können. Beiden Mannschaften waren in den Ansätzen eine Reihe guter Angriffe gelungen, aber wirklich grosse Chancen waren nicht auszumachen. Es war wohl kein Wunder, dass gerade der routinierteste Spieler auf dem Platz, der Argentinier Esteban Cambiasso, kurz vor der Halbzeit zuschlug. Der langjährige Spieler von Inter Mailand lenkte den Ball aus wenigen Metern unter dem macht- und schuldlosen YB-Goalie Yvon Mvogo ins Tor.
Das Spiel der zahlreichen Halbchancen setzte sich fort, bis die Young Boys nach 60 Minuten hätten ausgleichen müssen. Nach einem Tohuwabohu vor Olympiakos' jungem italienischem Goalie Nicola Leali kam Stürmer Yuya Kubo aus kürzester Distanz zum Schuss. Aber ein Verteidiger konnte den Versuch so blocken, dass der Ball über die Latte flog. Es blieb allerdings die einzige hochkarätige Chance für die Gastgeber.
«Wir hätten vor dem Tor etwas entschlossener sein müssen», sagte YBs Trainer Adi Hütter. «Dennoch bin ich mit unseren Spielern sehr zufrieden, die Leistung hat mir in der ersten Halbzeit noch besser gefallen als nachher. Ja, wir waren gegen eine Spitzenmannschaft ebenbürtig. Dass wir verloren haben, ist einfach nur schade.»
Die Reaktion der Fans
Die Nachwirkungen der Absetzung von Sportchef Bickel und CEO Kappeler drückten auf die Stimmung. Die eingefleischten YB-Fans waren gegen Olympiakos längst nicht in der gewohnten Zahl angerückt und kaum zu hören.
Nach weniger als zehn Spielminuten zündeten die Fans dann Böller, die dicke Rauchschwaden entwickelten und den Klub ein paar tausend Euro Busse kosten werden.
Danach machten die verärgerten Anhänger ihren Unmut gegen Urs Siegenthaler, den Leiter der YB-Sportkommission, bemerkbar.
Was hätten Hoarau/Gerndt ausgerichtet?
Vielleicht wären Guillaume Hoarau und Alexander Gerndt, die nominell stärksten Stürmer der Berner, erfolgreicher gewesen als das Duo Yuya Kubo/Michael Frey. Aber den beiden jungen Angreifern kann man nicht zur Last legen, dass YB kein Tor erzielte. Auch von den weiteren offensiven Trümpfen wie den Flügeln Miralem Sulejmani und Yoric Ravet hätte man etwas mehr sehen dürfen.
In den europäischen Wettbewerben haben die Griechen den Bernern viel voraus, auch wenn sie selber, gemessen an den ganz grossen Ansprüchen, keine Übermannschaft sind. Einen ihrer besseren von acht Herbsten in den Champions-League-Gruppenphasen hatte sie vor einem Jahr. Sie siegten unter anderem auswärts gegen Arsenal. Sie gewannen drei von sechs Gruppenspielen, was üblicherweise zum Weiterkommen reicht. Dennoch mussten sie als Gruppendritte in der Europa League weiterfahren. Dort scheiterten sie schon in der ersten K.o.-Runde an Anderlecht. Vom Erfahrungsunterschied war aber im Stade de Suisse nicht viel oder gar nichts zu sehen. Das Telegramm
Young Boys - Olympiakos Piräus 0:1 (0:1) 11'132 Zuschauer. - SR Boiko (UKR). Tor: 42. Cambiasso 0:1. Young Boys: Mvogo; Sutter, Rochat, von Bergen, Lecjaks; Ravet (86. Duah), Zakaria, Bertone, Sulejmani; Kubo, Frey (78. Schick). Olympiakos Piräus: Leali; Figueiras, Da Costa, Botia, De La Bella; Milivojevic, Cambiasso; Marin (63. Martins); Elyounoussi (93. Romão), Brown (82. Cardozo), Seba. Bemerkungen: Young Boys ohne Hoarau, Gerndt, Sanogo, Joss, Wüthrich, Nuhu, Obexer, Benito, Seferi (alle verletzt) und Vilotic (nicht im Aufgebot). Olympiakos Piräus ohne Elabdellaoui (verletzt). Verwarnungen: 12. Da Costa (Foul), 14. Kubo (Foul), 44. Lecjaks (Foul), 78. Seba (Foul). http://www.watson.ch/Sport/Fussball/259 ... tart-knapp
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:25 |
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15.09.2016  Zitat: Engagiertes YB nicht belohnt
Die Young Boys sind mit einer 0:1-Heimniederlage in die Europa-League-Kampagne gestartet. «Oldie» Esteban Cambiasso schoss für Olympiakos Piräus entgegen dem Spielverlauf das einzige Tor.
- Enttäuschte YB-Fans sorgen in der 9. Minute für einen kurzen Spielunterbruch - YB ist in der 1. Halbzeit das bessere Team – gerät aber in Rückstand - Das einzige Tor der Partie erzielt ein Argentinier
Nur 11'132 Fans wollten YB gegen Gruppenfavorit Olympiakos Piräus im Stade de Suisse sehen. Jene, die dem Spiel fern blieben, protestierten auch gegen die jüngsten Entwicklungen innerhalb des Stadtberner Klubs.
Und ein Teil jener, die dem Spiel nicht fernblieben, tat seinem Unmut mit Sprechchören und Transparenten kund. In der 9. Minute wurde die Ostseite des Stadions gar in schwarzen Rauch eingehüllt. Dies hatte einen kurzen Spielunterbruch zur Folge.
« Der Untergrund war ungewohnt für uns. » Olympiakos-Spieler Marko Marin über den Berner Kunstrasen
Die YB-Spieler auf dem Rasen liessen sich von den speziellen Umständen nicht beeindrucken und zeigten einen guten Auftritt. In der 1. Halbzeit war man besser als die Griechen. Dies auch, weil sich Piräus auf dem Berner Kunstrasen schwer tat. «Der Untergrund war ungewohnt für uns», bestätigte Olympiakos' neuer Deutsche Marko Marin. Zählbares schaute für YB trotz diesem «Vorteil» nicht heraus. Ein Sulejmani-Weitschuss blieb die einzige nennenswerte Möglichkeit (22.).
Besser machte es der Gast: Mit dem zweiten richtig flüssigen Angriff ging Olympiakos in Führung: Ideye Brown, Esteban Cambiasso, Marko Marin, wieder Brown und erneut der 36-jährige Cambiasso zeigten «One-Touch-Football» in Perfektion und sorgten entgegen dem Spielverlauf für das 1:0 (42.). «Kurz vor der Pause waren wir zu fahrlässig», bemängelte YB-Trainer Adi Hütter das Defensiv-Verhalten in dieser Szene.
Offensiv harmlos
Nach dem Seitenwechsel blieb YB zwar bemüht. Auch erspielte sich das Heimteam in der 61. Minute eine gefährliche Doppelchance durch Michael Frey und Yuya Kubo. Letztlich fehlte der Hütter-Equipe aber in der Offensive die Durchschlagskraft. Das Fehlen von Guillaume Hoarau konnte nicht kaschiert werden.
Am 29. September reist YB nach Astana zum 2. Gruppenspiel. Die Kasachen sind aufgrund ihrer 1:2-Niederlage im Auftaktspiel bei APOEL Nikosia in der Tabelle hinter den Bernern klassiert. http://www.srf.ch/sport/fussball/europa ... ht-belohnt
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shalako
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Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 01:32 |
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15.09.2016  Zitat: «Hau ab, Sigi!»: Grosser Fanzorn über Siegenthaler
Der YB-Verwaltungsrat hat sich in den letzten Tagen blamiert. Die Anhänger reagieren erbost auf das Vorgehen.
YB bewegt. In diesen Tagen noch mehr als sonst. Die katastrophal orchestrierten Rauswürfe von CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel werfen ein schlechtes Licht auf den Verein.
Der Verwaltungsrat und dessen chaotische Kommunikationspolitik blamierten die Young Boys bis auf die Knochen. Insbesondere die peinlichen Auftritte von Urs Siegenthaler, dem sportlichen Berater der Besitzer Andy und Hansueli Rihs, sorgten für Entsetzen.
Der Schaden ist angerichtet und kaum so schnell zu korrigieren. Die YB-Fans sind stinksauer, weil der Basler Siegenthaler unter anderem sehr ungeschickt formulierte, der FCB liege weit ausser Berner Reichweite. Siegenthaler hat es in Rekordzeit geschafft, sich zum riesengrossen Feindbild in Bern zu machen.
Im Heimspiel gegen Olympiakos Piräus hängen jede Menge Spruchbänder mit wütender Botschaft im Stade de Suisse. «Verdammti Riihse Amateure» steht beispielsweise geschrieben oder «Nüm auf kURS» und immer wieder «Hau ab, Sigi». Einige Inhalte zielen unter die Gürtellinie und über den Kopf.
Botschaft auf den Spruchbändern: «Hau ab, Sigi!»
Irgendwann zünden die Anhänger Böller, dann steigt viel schwarzer Rauch aus dem Fanblock, begleitet von einem Transparent mit der Aufschrift: «Chlini Dänkpouse füre VR!!» Und während der gesamten Begegnung sind lautstarke «Sigi raus»-Rufe zu vernehmen.
Hütters Aufforderung
Die Fussballvolksseele kocht in Bern. Und wie. Das kleinste Problem für YB dürfte sein, dass die pyrotechnischen Aktionen der Anhänger vom Europäischen Fussballverband geahndet werden und den Klub teuer zu stehen kommen werden. Der Imageschaden ist mal wieder beträchtlich, der schwarze Rauch der Fans steht symbolisch für die entscheidenden Köpfe bei YB, die gerade schwer rauchen.
Und natürlich hat die Entwicklung auch für Verunsicherung im Betrieb gesorgt. «Das ist sicher kein normaler Zustand», sagt Adi Hütter nach der Niederlage. Aber er ist vorsichtig genug, um anzumerken: «Ich bin Trainer und nicht der richtige Ansprechpartner, um etwas zu kommentieren.»
In der Pause stand Hütter vor den Fanblock und forderte die Anhänger auf, das Team anzufeuern. «Die Spieler verdienen das», sagt Hütter, «und die Fans haben uns gut unterstützt.»
In der Mannschaft herrscht nach der Entlassung Bickels derweil eine «gewisse Leere», wie Yvon Mvogo einräumt. «Aber wir sind Profis und müssen uns auf die Spiele konzentrieren». Michael Frey, der Stürmer, ist einer, dem das gut gelingt. «Es geht um Fussball, das Drumherum hat mich nie gross interessiert», sagt er. Doch das eklatante Führungsproblem im Verein hat Auswirkungen auf die Equipe, das Umfeld, die Sponsoren und dürfte die Young Boys noch lange beschäftigen.
Zum Glück für den Klub geht es sportlich gleich im Dreitagesrhythmus weiter, bald rücken Resultate und Tabelle wieder stärker in den Fokus. Und nun tritt YB viermal in Serie (Cup bei Bazenheid, Meisterschaft in Vaduz und Sitten sowie Europa League in Astana) auswärts an.
Erst am 2. Oktober steht das nächste Heimspiel gegen St. Gallen auf der Agenda. Ob der Fanzorn dann zumindest ein wenig verraucht ist? http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21426156
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